Wer kennt es nicht? “Die Bundesliga wird international abgehängt.” Oder auch: “Nur wenn 50+1 fällt, kann die Dominanz der Bayern beendet werden.” Selbst im Umfeld des Drittligisten TSV 1860 träumen einige von goldenen Zeiten beim Wegfall der Regelung, obwohl man den deutschen Fußball selbst im Ausland vermehrt darum beneidet. DFL-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke schob solchen Gedankengängen nun kategorisch den Riegel vor und erklärte, 50+1 sei in den nächsten Jahren unverhandelbar.
Watzke: “50+1 in den nächsten Jahren sicher!”
Zwar ärgere ihn auch, dass der FC Bayern in der Bundesliga scheinbar konkurrenzlos davonmarschiere, 50+1 sehe er aber dennoch als unverhandelbar, so Watzke im kicker:
“Es ist gar nicht mehr nötig, über 50+1 zu diskutieren, weil es in Deutschland unter meiner Verantwortung als DFL-Aufsichtsratschef in den nächsten Jahren keine Änderung geben wird. Das ist hundertprozentig sicher.”
Vielmehr spekuliere er auf eine Schwächephase des Serienmeisters und gehe davon aus, dass Clubs wie sein BVB oder Bayer Leverkusen alles dafür tun werden, um ein spannendes Titelrennen zu garantieren.
Verweis auf Eintracht Frankfurt
Auch das Argument, man sei mit 50+1 international nicht konkurrenzfähig, verwies Watzke ins Reich der Fabeln.
“Nicht nur Frankfurts Erfolg in der Europa League gibt mir recht, sondern auch die Champions League. Die hat Real Madrid gewonnen – ein glasklarer 50+1-Klub, in dem der Präsident sogar noch von den Mitgliedern gewählt wird.”
Wer will ihm da widersprechen?
Negative Beispiele en masse
Dass der Wegfall von 50+1 bzw. die Umgehung der Regelung in Einzelfällen zu Erfolg führen kann, steht außer Frage. Dem gegenüber stehen jedoch reihenweise Insolvenzen und Vereine in Trümmern. Bereits im März 2020 hatten wir einen Blick über den Tellerrand gewagt und in einer vierteiligen Serie Vereine in den Fokus gestellt, denen der Einstieg eines Investors alles andere als gut tat. Die Liste wurde seitdem eher länger als kürzer…
Vier Mal Testspiel hieß es am Wochenende für den TSV 1860 München – und vier Mal gingen die Löwen als Sieger vom Platz. So darf es beim Ligastart in wenigen Wochen gerne weitergehen. Neben den Ergebnissen der Partien blicken wir zum Start in die Woche auch auf die Konkurrenz in der 3.Liga.
U21 siegt gegen Hartkirchen/Pocking und Kastl
Die Mannen von Frank Schmöller sind erfolgreich in die Vorbereitung gestartet. Am Samstag gab es zu Beginn einen klaren 11:0-Erfolg im Testspiel gegen die SG Hartkirchen/Pocking zu feiern. Am Samstag folgte dann Sieg Nummer 2 gegen den TSV Kastl, der in der Landsliga Südost antritt. 4:0 hieß es nach 90 Minuten, Anian Brönauer stach mit jeweils zwei Treffern hervor. Am Mittwoch folgt bereits das nächste Testspiel.
Löwen schlagen den KSC im Testspiel deutlich
Der dritte Test war auf dem Papier gleich mal der erste große Härtetest, doch der KSC trat unter anderem mit zahlreichen A-Jugendlichen in Heimstetten an. Dennoch kann man beim TSV 1860 München rundum zufrieden sein mit dem Auftritt der Löwen und so äußerte sich Michael Köllner auch nach Abpfiff. 4:0 hieß es nach Abpfiff, die Tore erzielten Vrenezi (2), Tallig und Steinhart. Bereits zur Pause lag der TSV 1860 mit drei Treffern vorne. Hier geht es zum kompletten Spielbericht.
Fast 3.000 Zuschauer beim Benefizspiel in Schönau
Der Anlass für das nächste Testspiel bei der SG Schönau war dann ein trauriger. In der Region der Gastgeber waren viele von der Hochwasserkatastrophe betroffen, die Löwen sagten bereits kurze Zeit danach ihre Hilfe zu. So kam man auf die Idee eines Benefizspiels, das den Menschen vor Ort finanziell etwas Unterstützung einbringen soll. Am Ende kamen 2.800 Zuschauer und die Löwen siegten klar mit 8:0. So konnten sich am Sonntag alle freuen.
News aus der 3.Liga
Dresden verliert zwei Spieler an höherklassige Vereine
Ex-Löwe Christoph Daferner sowie Ransford-Yeboah Königsdörffer verlassen Dynamo Dresden und schließen sich höherklassigen Vereinen an. Das berichtet in beiden Fällen die BILD-Zeitung. Während es Daferner für offenbar eine Millionen Euro nach Nürnberg zieht, schließt sich Königsdörffer dem HSV an. Auch hier wird eine Ablösesumme fällig, die wohl bei 1,2 Mio. Euro liegt.
Damit werden beide Spieler den Dresdnern gegen den TSV 1860 München zum Ligaauftakt nicht mehr zur Verfügung stehen. Laut AZ hat Michael Köllner bereits bekannt gegeben, dass die Partie am Samstag stattfinden wird. Das Spiel soll live von der ARD übertragen werden.
Oldenburg mit Ausrufezeichen
Aufsteiger VfB Oldeburg hat mit einem Testspiel-Sieg gegen den Bundesligisten Werder Bremen aufhorchen lassen. Am Samstag siegte der VfB durch Treffer von Affamefuna-Michael Ifeadigo (2) und Marco Schultz mit 3:1. Die Bremer nahmen allerdings erst wenige Tage vorher das Training wieder auf.
Taffertshofer zu Erzgebirge Aue
Munter weiter geht es in Aue, die Veilchen konnten mittlerweile bereits Neuzugang Nummer 15 präsentieren. Dieser ist bei den Löwen kein Unbekannter: es handelt sich um Ulrich Taffertshofer. Der Ex-Löwe hatte seinen auslaufenden Vertrag beim VfL Osnabrück nicht verlängert
Zwei Siege fuhren die Profis der Löwen am Wochenende ein: dem überraschend deutlichen 4:0 gegen den KSC folgte heute ein 8:0 gegen die SG Schönau. Auch die U21 des TSV 1860 ist erfolgreich in die Vorbereitung gestartet. Am Samstag besiegte das Team von Frank Schmöller die SG Hartkirchen/Pocking mit 11:0, heute gewannen die Amateure mit 4:0 beim TSV Kastl.
U21 des TSV 1860 gewinnt zweimal
Im ersten Testspiel der neuen Saison machte es die neuformierte U21 des TSV 1860 direkt mal zweistellig. Durch Tore von Anian Brönauer (2, siehe Titelbild), Julian Bell (2), Jeremie Zehetbauer (2), Raphael Wach (2), Philip Kuhn (2) und Samir Neziri setzte sich der Bayernligist am Samstag mit 11:0 bei der SG Hartkirchen/Pocking durch.
Heute folgte der zweite Streich, diesmal hieß der Gegner TSV Kastl. Erneut war Anian Brönauer doppelt; zudem trugen sich Jeremie Zehetbauer und Valentin Sponer beim 4:0-Sieg in die Torschützenliste ein.
Das nächste Testspiel ist für den 29.06. angesetzt; die kleinen Löwen treten dann beim TSV Aindling an. Die weiteren Termine findet Ihr hier!
Bei hochsommerlichen Temperaturen geht es für den neu zusammengestellten Kader gleich mächtig zur Sache. Nach dem gestrigen 4:0 Sieg gegen den KSC im ersten Härtetest stand für den TSV 1860 München heute das Benefizspiel für die Flutopfer in Schönau an. Zwischen den Anpfiffen der beiden Spiele lagen nur 26 Stunden.
Flutkatastrophe im Juli 2021
Vor etwa einem Jahr kam es in Folge sinntflutartiger Regenfälle im Berchtesgadener Land zu einer Flutkatastrophe. Das Unwetter richtete mannigfaltige, schwerwiegende Zerstörungen im Landkreis BGL an und bis heute leiden die Menschen unter den Folgen. Um die von der Katastrophe betroffenen Menschen zu unterstützen, bot der TSV 1860 München an, ein Benefizspiel in Schönau zu Gunsten der Opfer der Katastrophe auszutragen. Wegen des vollen Terminkalenders konnte das Spiel erst heute – fast ein Jahr nach dem Unwetter – stattfinden. Insgesamt konnten ca. 20.000 Euro erlöst werden.
1860 mit geänderter Startelf bei Benefizspiel in Schönau
Der Spielball wurde kurz vor Anpfiff spektukulär von einem Paraglider ins Alpenstadion eingeflogen. Michi Köllner gönnte den Startelfspielern von gestern eine Pause gegen den Kreisklassisten vom Königssee. Stattdessen lief der “zweite Anzug” von gestern von Beginn an auf. Die Aufstellung des Löwen sah somit so aus:
Stefan Lex (angeschlagen), Marcel Bär (Grippe) und Jesper Verlaat (geschont nach muskulären Problemen gegen den KSC) waren nicht im Kader.
Sechzig geht wieder früh in Führung
Bei sommerlichen Temperaturen übernahmen die Löwen sofort das Kommando gegen die tiefstehenden Schönauer. Ein direkt auf’s kurze Eck gezwirbelter Freistoß von Kobylanski war die erste nennenswerte Offensivaktion der Löwen (6. Minute). In der 8. Minute war Kobylanski dann mit dem Kopf zur Stelle und verwertete eine maßgenaue von Fabi Greilinger vom linken Flügel zum 1:0 für Sechzig. Danach ließen die Löwen den Ball flüssig durch die eigenen Reihen laufen. In der 17. Minute verwertete Devin Sür einen Abpraller von einem Schönauer Verteidiger aus etwas zwölf Metern zum 2:0. In der 20. Minute scheiterte Meris Skenderovic mit einem sehenswerten Kopfball am Schönauer Pfosten.
Erste Offensivaktionen der SG Schönau
Nach der Trinkpause spielten die Löwen druckvoll weiter. Sür setzte Wörl sehenswert ein, der verzog aus etwa 20 Metern. Kurz drauf setzte Alex Freitag einen Distanzschuss über die Latte. In der 33. Minute konnten sich die Gastgeber mit ihrer ersten Offensivaktion den ersten Eckball verdienen. Dieser kam gut in den Strafraum und ein Schönauer konnte knapp über Latte köpfen. Eine Minute später schloss die Heimmannschaft einen Angriff mit einem schönen Schlenzer auf’s lange Eck vom Tor von Kretzschmar ab. Der Ball zischte wenige Zentimeter am Pfosten vorbei. Danach hatte Devin Sür eine gute Chance, wurde fast elfmeterwürdig gefoult, legte den Ball aber noch zu Freitag zurück, dessen Schuss jedoch abgeblockt wurde. Kurz vor der Pause erhöhte Meris Skenderovic nach einer schönen Kombination über den rechten Flügel mit einem Drehschuss auf 3:0. Danach war der erste Durchgang beendet.
Kobylanski erhöht vom Punkt
Bei 1860 ersetzte Neuzugang Julius Schmid Tom Kretzschmar nach der Halbzeit im Tor. In der 50. Minute hätten die Löwen auf 4:0 erhöhen können, aber der wuchtige Kopfball von Morgalla konnte von der Linie gekratzt werden. In der 56. Minute wurde Meris Skenderovic im Strafraum gelegt und Martin Kobylanski verwandelte den fälligen Strafstoß eiskalt rechts unten zum 4:0. Direkt danach zwang Skenderovic per Fernschuss den Schönauer Torwart zu einer Glanzparade.
Blockwechsel in der 60. Minute
In der 60. Minute stand dann wieder der sogenannte “Blockwechsel” an. Danach stellte sich die Aufstellung so dar:
In der 69. Minute setzte sich sich Boyamba im Strafraum schön durch und legte überlegt auf Milos Cocic zurück, der routiniert zum 5:0 einschieben konnte. Zwei Minuten später zog Yannick Deichmann aus ca. elf Metern ab und setzte den Ball unhaltbar zum 6:0 in die Maschen. Vorausgegangen war ein zentimetergenaues, langes Zuspiel von Phillipp Steinhart. Den Schlusspunkt setzten die Löwen mit einem Doppelschlag. Zunächst erzielte Fynn Lakenmacher in der 88. Minute das 7:0, erneut nach einer exakten Hereingabe von Steinhart. Eine Minute später stellte Boyamba nach feinem Rückpass von Tallig mit dem 8:0 den Endstand her.
Fazit des Benefizspiels in Schönau
Die Löwen gewinnen standesgemäß 8:0 gegen den Kreisligisten und zeigen eine mannschaftlich geschlossene Leistung. Besondere Erwähnung verdient Devin Sür, der sich sehr agil zeigte und sein erstes Tor im Dress der Löwen-Profis erzielte. Ihr könnt das Spiel in voller Länge wie immer im Löwen-TV nochmals anschauen.
Für die Löwen steht nun eine weitere Woche der Saisonvorbereitung in Giesing an. Das nächste Spiel findet kommenden Freitag um 17:00h in Windischgarsten gegen die SV Ried statt, Eintrittskarten gibt es hier. Danach steht das Trainingslager in Windischgarsten an.
Ex-Löwe Taffertshofer wurde als 15. Neuzugang der laufenden Transferperiode bei den Sachsen vorgestellt. Beim Zweitliga-Absteiger aus dem Erzgebirge soll Taffertshofer seine Erfahrung aus 124 Spielen in der dritten Liga einbringen. Der mittlerweile 30-jährige Defensiv-Allrounder kann auf der Sechser-Position und in der Innenverteidigung eingesetzt werden.
Nach den zwei ersten Testspielen gegen die unterklassigen Teams aus Waldkirchen bzw. Aschau stand für den TSV 1860 München heute der erste Härtetest in der Saisonvorbereitung gegen den KSC an.
Erster Härtetest gegen den KSC
Auf der Durchreise zum Trainingslager in Neukirchen (Österreich) machte der Karslruher SC einen Zwischenstopp nahe der A99 und trat zum Testspiel gegen die Münchner Löwen an. Die stark veränderte Löwentruppe konnte im Härtest gegen den KSC zum ersten Mal zeigen, was sie wirklich drauf hat. Die Löwen begannen mit Hiller im Tor, einer Viererkette mit Steinhart, Belkahia, Verlaat und Lang, im Mittelfeld agierte Rieder auf der 6, Tallig und Deichmann spielten zentral im Mittelfeld. Boyamba und Vrenezi kamen über die Flügel und Lakenmacher gab den Mittelstürmer. Kapitän Lex fehlte angeschlagen, ebenso wie Marcel Bär, der noch an seiner Grippe leidet.
1860 und der KSC vor dem Anpfiff des Testspiels in Heimstetten
Blitzstart der Löwen
Die Löwen gingen mit voller Motivation in das Match und bereits nach etwas mehr als 2 Minuten traf Albion Vrenezi nach Zuspiel von Tallig aus rechter Position im Strafraum zum 1:0 ins lange Eck. Aus der Führung heraus agierten die Löwen sehr sicher und waren deutlich überlegen. Besonders Boyamba und Vrenezi sorgten für viel Betrieb über Außen und versuchten Fynn Lakenmacher im Sturmzentrum mit Bällen zu füttern. In der 20. Minute stellte Erik Tallig nach schönem Pass von Fynn Lakenmacher aus halblinker Position ins kurze Eck auf 2:0. Von den Karlsruhern war bis dahin nichts zu sehen. Sechzig machte vor 1.400 Zuschauern weiter Druck. Die erste Schrecksekunde war in der 25. Minute zu verzeichnen, als Joseph Boyamba auf dem Platz behandelt werden musste, aber nach kurzer Unterbrechung weiter spielen konnte.
Zahlreiche Löwenfans unterstützten die Löwen in Heimstetten gegen den KSC
KSC findet nach 30 Minuten ins Spiel
In der 32. Minute kam der KSC das erste Mal gefährlich vor das Tor, 1860 konnte aber zur Ecke klären, die nichts einbrachte. Zwei Minuten später musste Hiller einen Distanzschuss aus der Gefahrenzone fausten. Die Löwen erstickten die Bemühungen des KSC aber im Keim. In der 37. Minute besorgte Ersatzkapitän Phillipp Steinhart das 3:0. Er verwertete eine präzise Flanke von Joseph Boyamba schnörkellos zum nächten Treffer für den TSV 1860. Zur Halbzeit konnte man das Spiel nicht wirklich als Härtetest bezeichnen, da der KSC einfach zu schwach auftrat. Die Löwen führten zum Pausenpfiff verdient mit 3:0.
Nur ein Wechsel zur Pause
Die Gäste aus Baden hatten wohl eine intensivere Ansprache in der Halbzeit nach der Leistung der ersten Hälfte und kamen mit etwas Verspätung aus der Kabine. Bei 1860 gab es nur einen Wechsel zur Pause: Hiller ging raus und für ihn stand Tom Kretzschmar fortan zwischen den Pfosten. In der 56. Minute musste Verlaat verletzungsbedingt den Platz verlassen, Leandro Morgalla ersetzte ihn. Eine Minute später erhöhte Albion Vrenezi auf 4:0. In der 60. Minute wurden dann die restlichen Feldspieler getauscht und die “zweite Elf” stand komplett auf dem Rasen.
Die ausgewechselten 1860-Spieler verfolgten das Spiel von der Trainerbank
Sechzig gibt Gas bis zum Abpfiff
Diese ging auch engagiert zu Werke. In der 72. Minute zog Youngster Devin Sür in den Strafraum, sein Abschluss wurde abgeblockt. Den Nachschuss setzte Freitag unbedrängt über die Querlatte. 1860 machte weiter Druck, so scheiterte Neuzugang Kobylanski an Eisele mit einem schönen Schlenzer an KSC-Goalie Eisele. Die Löwen konnte keine weiteren Treffer erzielen und besigten den KSC am Ende hochverdient mit 4:0.
Fazit des Härtests gegen den KSC
Besonders im ersten Durchgang konnten die Löwen überzeugen. Das Offensivspiel des TSV 1860 war sehr variabel und das Zusammenspiel von Boyamba, Vrenezi und Lakenmacher wirkt vielversprechend. Auch Erik Tallig stieß immer wieder gut in offensive Freiräume vor und unterstützte die drei Offensivkräfte so sehr effektiv. Da der KSC aber sicherlich nicht in der bestmöglichen Formation aufgelaufen ist, sollte man diesen Sieg trotz der sehr guten Leistung nicht überbewerten. Wenn die Löwen so weitermachen, könnte das eine sehr postive Saison werden. Wer sich den erfreulichen Testkick nochmal in voller anschauen will, kann dies bei Löwen-TV tun.
Gleich zweimal testet Münchens große Liebe am Wochenende: Am Samstag empfangen die Löwen den Karlsruher SC im ATS Sportpark in Heimstetten. Sonntags gastiert der TSV 1860 dann bei der SG Schönau. Dabei handelt es sich um ein Benefizspiel, da Schönau eine der Ortschaften ist, die besonders stark von der Flutkatastrophe vor knapp einem Jahr betroffen war.
Benefizspiel des TSV 1860 bei der SG Schönau
Während das Aufeinandertreffen mit dem KSC (25.06., 15 Uhr) die sportlich höhere Relevanz hat, ist die Partie am Königssee in erster Linie aus humaner Sicht einen Besuch wert. Vor knapp einem Jahr trat die Berchtesgadener Ache über die Ufer und setzte viele Gebiete unter Wasser. Außerdem verschütteten Murenabgänge aus den Bergen zahlreiche Wohngebäude. Die Existenz vieler Bewohner dieser Gebiete ist durch die Schäden stark bedroht.
Um den Unwetteropfern zu helfen, bestreitet der TSV 1860 am Sonntag (Anpfiff: 16 Uhr) ein Benefizspiel gegen die SG Schönau. Die Erlöse gehen komplett an die Betroffenen aus der Region.
Groundhopping in Sansibar – da muss man auch erstmal drauf kommen! Für unseren Leser Stefan – ohnehin Weltreisender in Sachen Fußball – war es während seines Trips nach Ostafrika die letzte Möglichkeit, doch noch ein Match zu sehen. Dafür wurde er mit reichlich Aufmerksamkeit belohnt…
Holpriger Start in Ostafrika
Seit 3 Wochen bin ich mit meiner Partnerin in Ostafrika unterwegs. Wir haben die Gorillas in den Bergen von Bwindi besucht, waren an den schrecklichen Orten des Genozids in Kigali, und haben vergeblich nach den Baumlöwen in der Steppe von Ishasha gesucht. Ein Spielbesuch ist uns leider bislang verwehrt gewesen.
Mal wurde kurzfristig ein ganzer Spieltag abgesagt, ein anderes Mal wurde einfach Heimrecht getauscht oder alles um einen Tag verschoben, sodass wir den Spielort nicht erreichen konnten. Als wir uns am Strand von Sansibar erholten, hatten wir endlich Glück.
Am Strand in Sansibar – gar ned so schiach…
Halbautonomer Teil Tansanias
Da die Insel Sansibar zwar halbautonomer Teil Tansanias ist, ist der Fußballverband kein Mitglied der FIFA, jedoch vom afrikanischen Verband CAF und vom Verband unabhängiger Staaten CONIFA.
Jeweils zu Jahresbeginn lädt der Verband dann andere afrikanische Teams zum “Unabhängigkeitscup”, dem Mapinduzi Cup in die Hauptstadt Stone Town ein, darunter die Serienmeister aus Uganda (Uganda Revenue Authority F.C.) oder Tansania (Young Africans F.C.), die diesmal im Halbfinale aufeinandertreffen sollten.
Ein fußballerischer Leckerbissen war das Match jetzt nicht unbedingt
Freddie Mercury: der berühmteste Sohn der Insel
Mit dem klapprigen Bus der Einheimischen sind wir für wenige Cent morgens von unserer Strandhütte im Osten der Insel in die Hauptstadt gefahren und haben uns erstmal schön treiben lassen. Inspiriert wurde der Baustil einerseits von indischen und arabischen Einwanderern, was man an den prunkvoll verzierten Türen in der Innenstadt ablesen kann. Andererseits hat man – ähnlich wie in Ostdeutschland – viel Plattenbau hochgezogen, um Wohnraum zu schaffen. So entsteht eine tolle Mischung aus arabisch-sozialistischen Baustilen zwischen unzähligen Palmen.
Bautzen meets Bombay
Berühmtester Sohn von Stone Town ist der Sänger Farrokh Bulsara, der als Freddie Mercury mit Queen Weltruhm erlangte, und dessen Hymne „We are the Champions“ auch beim Aufstieg des TSV 1860 München in die 2. Bundesliga 1993 im Stadion gespielt wurde. Vom 17. bis 19 Jahrhundert war Sansibar außerdem das Zentrum des afrikanischen Sklavenhandels, viele Denkmäler in der Stadt erinnern daran.
Groundhopping in Sansibar
10.01.2018 Mapinduzi Cup Zanzibar Halbfinale URA FC (Uganda) – Yanga SC (Tanzania) 5:4 (0:0) i.E. Ammani Stadium Zanzibar City 10.000 Zuschauer
Im Vorfeld hatten wir über Facebook Kontakt zu einem Funktionär aufgenommen, der uns mit allerhand Infos über die Ansetzungen, Ticketsituationen und Anreise versorgte. Zudem holte uns Charlie etwa eine Stunde vor Anpfiff hinter der Haupttribüne ab und brachte uns in den spärlich besetzten VIP-Bereich. Dort stellte er uns Badru vor, einen ehemaligen Nationaltrainer Tansanias. Da Badru seinen Trainerschein in den 70er-Jahren in Deutschland machte, hatte er allerhand Erinnerungen über Müller und Rummenigge zu erzählen.
Einer davon ist ein hoher Funktionär und Würdenträger. Der andere trägt einen Anzug.
Zum Spiel wurden wir dann als Ehrengäste zu den mit Stoff überzogenen Stühlen auf der Ehrenloge begleitet und durften hinter dem Präsidenten von Sansibar und seiner Gattin Platz nehmen. Wären wir bis zum Finale geblieben, hätte ich womöglich noch den Pokal übergeben dürfen, allerdings hätte ich mir dann was anderes angezogen als heute: Flip Flops und ein ungewaschenes T-Shirt.
Sympathien sind klar verteilt
Die Young Africans Yanga kommen aus Daressalam, nur etwa zwei Bootsstunden von hier entfernt, und haben als Lokalmatador den größeren Zuspruch hinter sich. Dementsprechend hielten es viele der 10.000 Besucher mit ihnen, darunter auch ein weißgekleideter Schamane. Aus der 1.000 Kilometer entfernten Hauptstadt Ugandas war hingegen nur ein einziger Fan angereist, der allerdings mit zwei Fahnen und Vuvuzelas ordentlich auf sich aufmerksam machte. Mit dem Yanga S.C. teilt sich der TSV 1860 München übrigens einen Trainer: 1981/82 machte der 2019 verstorbene berühmte Rudi Gutendorf hier Halt – einige Jahre, nachdem er uns „Exoten von Giesing“ trainiert hatte.
Geisterspiele in Deutschland, Geistererscheinungen auf Sansibar
Das Turnier war ein Freundschaftswettbewerb mit Prestigecharakter, ein Verletzungsrisiko wollte daher keines der Teams eingehen. Besondere spielerische Auffälligkeiten blieben mir somit nicht in Erinnerung. Aber da es sich um ein Halbfinale handelte, musste ein Sieger ausgespielt werden und mir wurde ein 0:0 erspart. Dennoch dauerte es quälend lange 7 Elfmeter, bis URA mit 5:4 als Sieger feststand und im Finale auf Azam F.C., den Lokalrivalen von Yanga aus Daresslam, traf. Wir verabschiedeten uns aus Stone Town und fuhren mit dem Taxi zurück an unseren Strand und relaxten dort noch ein paar Tage.
Beliebtes Ziel während Corona
Während des zweiten Corona-Lockdowns im Frühjahr 2021 war Sansibar übrigens ein begehrtes Reiseziel (auch zum Groundhopping), da der Virus dort konsequent ignoriert wird. Das Turnier wurde ebenfalls abgehalten, jedoch nur mit sehr regionalen Teilnehmern, und nicht wenige deutsche Groundhopper, die ihrer Leidenschaft in Europa nicht nachgehen konnten, waren vor Ort. Aber keiner hat es auf die Ehrenloge hinter den Präsidenten geschafft…
Für die musikalische Untermalung des Spiels war gesorgt
Groundhopping auf sechzger.de
In den letzten Monaten erschienen bereits einige Groundhopping-Artikel auf sechzger.de. Hier eine kurze Übersicht:
Die Löwen müssen zu Beginn der neuen Spielzeit bei Dynamo Dresden antreten. Wir präsentieren Euch den Spielplan des TSV 1860 im Überblick!
Spielplan des TSV 1860 im Überblick
Bemerkenswert ist auf jeden Fall, dass die letzten beiden Spieltage der Hinrunde aufgrund der WM in Katar erst im Jahr 2023 ausgetragen werden. Besonders fanunfreundlich sind die beiden direkt aufeinanderfolgenden weiten Auswärtspartien in Oldenburg und Meppen im Februar.
Das Warten hat eine Ende: Soeben veröffentlichte der DFB den Spielplan für die neue Saison in in der 3. Liga. Der TSV 1860 startet am Wochenende 23.-25.07. bei Zweitliga-Absteiger Dynamo Dresden. Der erste Heimauftritt folgt rund zwei Wochen später gegen Aufsteiger Oldenburg. Ob das Spiel in Dresden überhaupt vor Zuschauern stattfinden wird, ist aufgrund der Vorkommnisse während des Relegationsspiels gegen den 1. FC Kaiserslautern fraglich.
TSV 1860 zum Auftakt bei Dynamo Dresden
Die “Mission Aufstieg” startet also gegen einen vermeintlichen direkten Konkurrenten um die ersten drei Plätze. Nicht zuletzt aufgrund der zahlreichen namhaften Neuzugänge darf man sich beim TSV 1860 berechtigte Hoffnungen machen, in der neuen Saison nicht nur oben mitzuspielen, sondern am Ende auch was zu Feiern zu haben.
Das Auswärtsspiel zu Beginn war absehbar, da im Grünwalder Stadion ein neuer Rasen verlegt wird. Durch die zu erwartende Mehrfachbeanspruchung (TSV 1860, FC Bayern II, Türkgücü) ist es sinnvoll, mit einem unbeanspruchten Geläuf in die neue Spielzeit zu starten. Zudem war bereits bekannt, dass der FC Bayern in der Bundesliga am Datum des 2. Spieltags der 3. Liga ein Auswärtsspiel bestreitet, die Löwen also sehr wahrscheinlich zuhause antreten würden.
Der Spielplan der Löwen im Überblick
Spieltag: (A) Dynamo Dresden
Spieltag: (H) VfB Oldenburg
Spieltag: (H) SV Meppen
Spieltag: (A) SC Verl
Spieltag: (H) Hallescher FC
Spieltag: (A) Viktoria Köln
Spieltag: (H) MSV Duisburg
Spieltag: (A) SV Elversberg
Spieltag: (H) Erzgebirge Aue
Spieltag: (A) Borussia Dortmund II
Spieltag: (H) FC Ingolstadt
Spieltag: (A) VfL Osnabrück
Spieltag: (H) Wehen Wiesbaden
Spieltag: (A) SpVgg Bayreuth
Spieltag: (H) 1. FC Saarbrücken
Spieltag: (A) SC Freiburg II
Spieltag: (H) Rot-Weiß Essen
Spieltag: (A) Waldhof Mannheim
Spieltag: (H) FSV Zwickau
Saisonfinale am 27.05.2023
Am letzten Spieltag gastiert der TSV 1860 also beim FSV Zwickau. Gegen eine Aufstiegsfeier wie anno 1994 in Meppen hätten wir nichts einzuwenden.
Zufrieden mit dem Spielplan? Auf welchen Gegner freut Ihr Euch am meisten?