Start Blog Seite 798

Köllner: “Das Team macht einen frischen Eindruck”

0
Michael Köllner Löwenrunde 1860 Kaiserslautern

Mit einem wichtigen 3:1-Sieg in Zwickau ist der TSV 1860 in die englische Woche gestartet. Am Dienstag, 1.3.2022, wartet das Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern, am Freitag bereits das nächste Match auf Giesings Höhen gegen den SC Verl. In der Pressekonferenz ging Trainer Michael Köllner auf den nächsten Gegner ein und Günther Gorenzel bezog klar Stellung zur Sperre gegen Richard Neudecker. Von Überlastung wollte der Coach nichts wissen, ganz im Gegenteil, die Mannschaft “macht einen frischen Eindruck” auf Köllner.

Nach Zwickau und vor Kaiserslautern

Zu Beginn blickte der Cheftrainer noch einmal auf das letzte Spiel in Zwickau zurück und sagte:

Wir sind froh und Erleichtert dass wir nach der Durststrecke gewonnen haben. Wir haben uns in Überzahl nicht immer leicht getan, aber in zwickau haben wir es ruhig und technisch gut runtergespielt. Ich bin sehr zufrieden, dass wir mit drei Punkten in die englische Woche gestartet sind

Allerdings wies Köllner auch darauf hin, dass die Mannschaft eine sehr schwere Aufgabe gegen Kaiserslautern vor der Brust habe. Lautern werde den Löwen alles abverlangen.

Lautern ist seit 13 Spielen ungeschlagen, das ist ein schweres Brett und die Favoritenrolle ist eindeutig verteilt

Personell gibt es nur wenige Änderungen. Neben den Langzeitverletzten Wein, Staude und Willsch fällt Niklas Lang mit einer Verletzung am Brustbein aus. Ihm gehe es noch nicht gut, Lang habe noch Kopfschmerzen, Rückenprobleme und bekomme schlecht Luft, sodass er keine Option für das Dienstagsspiel sei, erklärte Köllner.

Zudem fehlt Neudecker aufgrund der nicht nachvollziehbaren Sperre des DFB nach seiner eigentlich sechsten Gelben Karte nun gegen Kaiserslautern. Dafür steht Semi Belkahia nach seiner Sperre wieder zur Verfügung und Nathan Wicht trainiert inzwischen wieder bei voller Belastung.

Köllner: “Das Team macht einen frischen Eindruck”

Zu möglichen Rotationsplänen sagte Köllner:

Wir müssen gegen die Fünferkette von Kaiserslautern die Taktik umstellen und ich werde vielleicht einen Frischen Spieler bringen. Die Mannschaft hat im Training einen frischen und guten Eindruck gemacht.

Gorenzel zur Neudecker-Sperre

Die Sperre gegen Richard Neudecker ist nicht mehr abzuwenden, der Mittelfeld-Mann fehlt den Löwen gegen Kaiserlautern. Auch wenn es nicht nachvollziehbar ist, müsse man das hinnehmen, erklärte Günther Gorenzel und sagte weiter:

Der DFB macht es sich hier sehr leicht. Das beginnt mit der dopingkontrolle im Pokal gegen Karlsruhe. Es ist mir ein Rätsel, wieso dafür keine ffp2-Maskenpflicht galt. Das wurde im Nachgang geändert.

Mit der Sperre ist es dasselbe. Die TV-Bilder sind eindeutig. Wir haben noch nie die Eintragungen im DFB-Net geprüft, sind aber jetzt dafür verantwortlich. Der DFB macht es sich sehr einfach und wälzt das auf die Vereine ab. Aber wir haben rechtlich keine Möglichkeit und stellen jetzt zwei mitarbeiter dafür ab.

Auch Köllner schmerzt der Ausfall von Neudecker, da dieser ein sehr wichtiger Spieler für die Mannschaft sei. Weiter sagte Köllner:

Wir müssen diese Widerstände knacken, auch wenn die art und weise bitter ist. wir leben in einem zeitalter, in dem es so etwas nicht geben sollte, das ist eine absurde situation, aber wir können sie nicht ändern.

Man habe alles versucht und man wolle den Ausfall von Neudecker nun als Team auffangen. Als Alternativen stünden Biankadi und Tallig zur Verfügung, die beide die Aufgabe von Neudecker übernehmen könnten:

Gerade in englischen Wochen müssen wir mehr rotieren und früher wechseln. Erik Tallig ist gut drauf und wird jetzt dringend benötigt.

Köllner zum Aufbäumen des Teams in Zwickau

Im zweiten Durchgang der Partie in Zwickau zeigten die Löwen, was sie können und drehten das Spiel in einen 3:1-Sieg. Trainer Michael Köllner erklärte, er habe in der Halbzeit einige Themen angesprochen und an den letzten Sieg gegen Zwickau erinnert.

Das Team hat gemerkt, dass es nach dem Platzverweis eine grosse Chance hat, das Spiel zu gewinnen. Und so haben wir die eigenen Stärken ins Spiel gebracht und sind von Pass zu pass stärker geworden. Die Spieler haben gemerkt, dass es von minute zu minute, von pass zu pass immer besser klappt. Wir sind gut ins Gegenpressing gekommen und haben selbstsicherheit bekommen. Ich hoffe das gibt Auftrieb für die nächsten Wochen.

An die Leistung der zweiten Halbzeit in Zwickau gilt es nun beim Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern anzuknüpfen und möglichst die Serie der Pfälzer im Grünwalder Stadion zu beenden.

Zwickau – TSV 1860 die Taktiktafelanalyse

3
Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur Taktiktafelanalyse des Spiels FSV Zwickau – TSV 1860 München. Nach vier sieglosen Spielen konnten die Sechzger im westsächsischen Zwickau endlich wieder einen Sieg und damit drei Punkte einfahren. Im Vergleich mit den beiden letzten Saisons, in denen man nach 26 Spieltagen 39 und 41 Punkte auf dem Konto hatte, stehen die Löwen mit jetzt 40 Punkten ähnlich gut da.

Michael Köllner schickte die Mannschaft des TSV 1860 gegen Zwickau im 4-1-3-2, mit Moll auf der Sechser Position und Dressel in der Rolle des Box to Box Spieler, aufs Feld. Bei Ballbesitz rückte Deichmann auf der rechten Seite ins Mittelfeld vor.

Wir sprechen also zum ersten mal seit langem wieder von einer rechtsgependelten Viererkette. Gegen den Ball verschob sich diese Formation im eigenen letzten Drittel zu einem 4-4-2.

Joe Enochs’ Team kam wie erwartet im 4-4-2 Doppelsechs aufs Feld, das sich bei eigenem Ballbesitz im letzten Drittel der Löwen zu einem asymmetrischen 4-3-3 verschob.

Speziell Dennis Dressel muss ich, nach meiner Kritik an ihm bezogen auf die vergangenen Spiele, gleich zu Anfang ein Lob aussprechen. Er machte in der Box to Box Rolle ein hervorragendes Spiel. Er war bissig, lauffreudig, hatte sowohl mit als auch gegen den Ball immer wieder gute Momente. Hut ab vor dieser Leistungssteigerung. Bitte weiter so.

Auch der Rest des Teams zeigte sich in deutlich verbesserter Form. Jeder Akteur war sichtbar konzentrierter und laufbereiter als zuletzt. Bevor ich auf die Leistung an sich eingehe, erst wie gewohnt, die wichtigsten statistischen Werte.

Die wichtigsten statistischen Werte des Spiels

  • Ballbesitz: TSV 1860 49% – FSV Zwickau 51%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 76% – FSV Zwickau 78%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 69% – FSV Zwickau 56%
  • Schüsse/aufs Tor: TSV 1860 15/9 – FSV Zwickau 7/4
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 10,22 – FSV Zwickau 10,29

Genauer Blick auf die Statistiken

Wie immer sehen wir uns nun einige der Statistiken genauer an. Abgesehen von der PPDA weist jede Statistik beim TSV 1860 München deutlich bessere Werte auf als im Heimspiel gegen Halle. Das ist ein wichtiges Signal der Mannschaft. Speziell die Steigerung bei den Statistiken, an denen man die Bereitschaft einer Mannschaft, Kampf anzunehmen und Arbeitswillen erkennen kann, machen Hoffnung, dass die Talsohle möglicherweise durchschritten ist.

Defensive Zweikämpfe

Bei der defensiven Zweikampfquote haben die Spieler von Michael Köllner eine der besten Saisonleitungen abrufen können. Und das nicht nur hinsichtlich dessen, wie viele der geführten defensiven Zweikämpfe man gewinnen konnte, sondern auch dahingehend, welche Anzahl defensiver Zweikämpfe geführt wurde.

Hauptaugenmerk möchte ich bei der Analyse des Defensivverhaltens zunächst auf die defensiven Zweikämpfe im eigenen letzten Drittel legen. Im eigenen letzten Drittel verloren unsere Sechzger neun Duelle gegen den Ball. Nur zwei davon im Zentrum des Spielfelds.

Mit der Doppelbesetzung auf den Flügelpositionen führten die meisten der verlorenen Defensivduelle dort auch nicht zu erfolgreichen Flanken des Gegners, sondern endeten im Nachgang eines Defensivduells meist entweder in einem fehlerhaften Abspiel der Zwickauer oder einer weiteren eins gegen eins Situation, die dann geklärt werden konnte.

Erfolgreiche Flanken von den Flügeln in die Box konnten die in den meisten Spielen in diesem Bereich sehr genau spielenden Schwäne aus Zwickau gegen den TSV 1860 München nur drei verbuchen. Eine davon führte zum Gegentor. Trotzdem war es eine starke Leistung von den Flügelverteidigern und den Mittelfeldaußenspielern, die immer wieder mit nach hinten arbeiteten, um das traditionell starke Flügelspiel der Mannschaft von Joe Enochs zu stören und zu unterbinden.

Des Weiteren ließen die Löwen es nicht zu, dass ein Zwickauer auf dem Flügel bis zur Grundlinie hätte marschieren können, um von dort die Spieler in der Box zu bedienen. Auch das war am Samstag lobenswert.

Passspiel

Kommen wir zum Passspiel und damit auch zur Laufbereitschaft. In erster Linie möchte ich hier darauf blicken, wie das vor der Roten Karte gegen den FSV Zwickau ausgesehen hat. Denn dass das mit einem Mann mehr besser geht, ist logisch. Deshalb schauen wir uns an, wie das während die Teams 11 gegen 11 auf dem Platz standen, aussah.

Bei weniger Ballbesitz wurden a) mehr Pässe gespielt und b) auch mehr dieser Pässe so gespielt, dass die auch beim Adressaten ankamen. Auch hier lautet das Urteil: gut gemacht. Und es waren nicht die Pässe defensiver Natur, die zu diesem Vorteil führten, sondern Vorwärtspässe. Über 27 % mehr Pässe nach vorn als die Gastgeber spielte der TSV 1860 München bis zur roten Karte für den FSV.

Pro Minute eigenem Ballbesitzes spielten die Löwen im Schnitt auch noch knapp zwei Pässe mehr als der Gegner. Also war das Spiel nach vorn im Vergleich der Teams nicht nur sehr präzise, sondern auch schneller. Das zeigt uns, dass nicht nur gegen den Ball, sondern auch bei Ballbesitz mehr Einsatz- und Laufbereitschaft als noch vergangenen Montag vorhanden war.

Fazit zu den Statistiken

Diese beiden Punkte sind schon sehr wichtig. Das Wichtigste jedoch ist aber Folgendes: Auch in der Spielsituation, als 11 gegen 11 gespielt haben, ist der TSV 1860 München im Passspiel besser gewesen als der Gegner. Die Sechzger spielten schneller, präziser und hatten mehr Ballkontakte pro Ballbesitzphase. Die These von Joe Enochs nach dem Spiel, man hätte mit elf Mann das Spiel siegreich gestaltet, darf diesbezüglich bezweifelt werden. Wenn einer der Stürmer vom Platz gestellt wird, ändert das für das Defensivverhalten und bezüglich den Möglichkeiten, wie man im eigenen letzten Drittel gegen Ball agiert, kaum etwas. Der TSV 1860 München war abgesehen von einer kurzen Phase während der ersten Halbzeit, als man Zwickau einlud, ins Spiel zurückzufinden, nicht nur nach dem Platzverweis für Lokotsch, sondern auch davor größtenteils besser als die Westsachsen aus der Trabistadt.

Das Spiel

Die erste Halbzeit

Gut aufgelegte Löwen kamen von Anfang an gut ins Spiel und abgesehen von kleineren Unzulänglichkeiten hatte man die Gastgeber zu Beginn der Partie gut im Griff. Das relativ hoch angelegte Pressing der Gegner stellte den TSV 1860 vor keine großen Probleme, sorgte aber, nachdem es überspielt werden konnte, oft für gute Möglichkeiten zum Kombinationsspiel. Eine Abtastphase gab es nicht. Die Löwen spielten von Beginn an mutig schnell und direkt. Nur eines hat gefehlt: die Präzision im Zentrum vor und beim Spiel in die gegnerischen Box.

Das Spiel der Sechzger lief hauptsächlich über die linke Seite. Nach etwa fünfzehn bis zwanzig Minuten hatten sich die Schwäne darauf eingestellt und verdichteten in den Räumen auf dem linken Flügel der Sechzger sehr gut. Sich aus diesen Verdichtungen zu befreien, hätte möglicherweise mit frühzeitigen Flankenwechseln gelingen können. Damit wäre das Spiel breiter geworden und Zwickau somit gezwungen gewesen, auch auf dem rechten Flügel aufzupassen. Leider fand kaum ein Angriff über diese Seite statt.

Ein schlecht verteidigter Angriff sorgte schließlich für den Führungstreffer der Gastgeber.

Danach war der TSV 1860 wieder konzentriert auf dem Platz; bei nahezu ausgeglichenem Ballbesitz waren die Löwen wieder aggressiver und präziser. Nach dem Führungstreffer tiefstehende Zwickauer konnten jedoch die Bemühungen der Löwen, in den Strafraum einzudringen, größtenteils verhindern.

Die zweite Halbzeit

In der zweiten Halbzeit kamen die Sechzger dann so wie in der ersten konzentriert und überlegen aufs Feld. Der Platzverweis für Lokotsch führte schließlich zur totalen Überlegenheit des TSV 1860 München und in der Folge zur verdienten Niederlage des FSV Zwickau.

Drei gut herausgespielte Treffer und viele weitere, oft mit Steilpässen eingeleitete, Chancen ließen keinen Zweifel daran, wer das Spielfeld als Sieger verlassen würde.

Michael Köllner zog während des Spiels die richtigen Schlüsse im Bezug auf notwendige Auswechslungen. Er wechselte sozusagen den Ausgleichstreffer und die finale Entscheidung ein.

Die Tore

Ansehen könnt ihr euch die Treffer im Spiel hier.

Speziell eingehen möchte ich heute nur auf die Entstehung des 1:0 für den FSV

Das 1:0

Nach einem Einwurf auf der eigenen rechten Seite etwa zehn Meter von der eigenen Torauslinie entfernt, spielten die Zwickauer zunächst einen hohen langen Ball in die Nähe des Mittelkreises. Hier verliert Moll das Kopfballduell gegen Könnecke, der den Ball diagonal nach vorn zu Baumann, der bei der Annahme der Kugel von Lang gefoult wird. Der Schiedsrichter erkennt jedoch den Vorteil für Zwickau und lässt zurecht weiterlaufen.

Nun hat auf der linken Seite der Zwickauer Schikora viel Platz vor sich und geht ohne Gegenspieler einige Meter mit dem Ball, bevor er zu Horn an der linken Seitenauslinie aus Zwickauer Sicht abspielt. Horn lässt im Duell mit Deichmann diesen, dadurch dass er sich den Ball zurücklegt, alt aussehen. Die folgende Flanke kommt in die kleine Box zum mittlerweile aufgerückten Schikora. Der legt mit dem Kopf im Fallen den Ball zurück zu Baumann, der im Zentrum an der Grenze des Fünfmeterraums seinem Gegenspieler mit einem Schritt nach hinten entwischt.

Baumann entzieht sich der Bewachung, schießt sofort und trifft zum 1:0. Hiller ist bei dieser Aktion absolut chancenlos.

Fehlerkette

Eine unglückliche Fehlerkette, die zum Führungstreffer der Zwickauer führte, begann bei Quirin Moll in der gegnerischen Hälfte. Sie endete mit einem, aufgrund der tatsächlich glücklichen Kopfballvorlage Schikoras, Treffer für die Hausherren, den man als ärgerlich einstufen muss.

Salger bleibt während des Angriffs permanent bei Lokotsch. Er verpasst meiner Meinung nach den Moment, diesen Stürmer an Lang zu übergeben und stattdessen Baumann ins Visier zu nehmen. Dadurch kann Baumann, der zunächst von Dressel begleitet wird, im Rücken beider Innenverteidiger tief ins Strafraumzentrum eindringen. Steinhart, der ihn schließlich übernimmt, wird bei Baumanns Bewegung zurück an die Kante der kleinen Box auf dem falschen Fuß erwischt. Die Frage, warum Dennis Dressel nicht an Baumann dranbleibt, sondern auf Höhe des Elfmeterpunkts in der eigenen Box die Rückwärtsbewegung stoppt, muss man ebenfalls stellen.

Seis drum, im Endeffekt ist es für uns Fans nicht mehr wichtig. Wir haben gewonnen und drei Punkte ergattert. Und bevor jetzt irgendjemand wegen dieses Tores in Schnappatmung verfällt, freuen wir uns über den Sieg.

Das 1:1

Morgalla spielt von der Mittelline aus kurz diagonal zu Dressel, der weiter nach vorn an die linke Seitenauslinie zu Tallig. Tallig bedient Neudecker, der nach wenigen Schritten mit dem Ball am Fuß den aus dem Hintergrund in die Box einlaufenden Biankadi mit einer flachen Flanke horizontal anspielt. Aus etwa dreizehn Metern in zentraler Position hämmert Merveille Biankadi beim ersten Kontakt das Leder hinter Brinkies in die Maschen. Diesen Treffer hätten die Zwickauer auch mit zehn Feldspielern wohl nicht verteidigt bekommen. Tallig und Neudecker konnten auf der von Zwickau stark überladenen linken Seite durchsetzen. Weil Zwickau links überladen hatte, musste irgendwo mindestens ein freier Spieler sein. Das war in diesem Fall nicht nur Biankadi. Auch Bär und möglicherweise sogar Deichmann hätten die Chance gehabt, dieses Zuspiel von Neudecker zu verwerten.

Das 1:2

Dennis Dressel bedient Marcel Bär mit einem Steilpass aus dem Zentrum in die Box. Bär läuft seinem Gegenspieler davon. Er trifft dann aus etwa zehn Metern vor dem rechten Pfosten positioniert, mit dem Umweg über den linken Innenpfosten, ins lange Eck. Auch hier ist die zahlenmäßige Überlegenheit nicht das entscheidende Kriterium. Entscheidend ist die Tatsache, dass Schikora Bär nicht hinterhergeht und somit ein – für Zwickau in der Rückwärtsbewegung – unnötiges “Missmatch” (Frick-Bär) zugunsten der Löwen in Kauf nimmt.

Das 1:3

Steinhart gewinnt ein Kopfballduell auf der linken Seite. So kommt der Ball zu Tallig, der spielt steil nach vorn. Bär lässt die Kugel passieren und der schnelle Biankadi erläuft den Steilpass auf Höhe des Sechzehners der Gastgeber. Er bringt die Kugel quer ins Zentrum des Strafraums vor die kleine Box. Der einlaufende Goden macht mit dem ersten Ballkontakt nach seiner Einwechslung den Deckel auf die Partie.

Dieser Treffer entstand in einem Umschaltmoment. Den frisch eingewechselten Kevin Goden hatte wohl noch keiner der Zwickauer Spieler auf dem Schirm so konnte er frei in der Box zum Abschluss kommen.

Fazit

In einem rassigen Spiel schlägt der TSV 1860 München den FSV Zwickau verdient mit 3:1.

Leider wird dieses Spiel durch die rote Karte für Lokotsch nach seinem äußerst brutalen Foul an Lang überschattet. Absicht war es wohl nicht, trotzdem plädiere ich für mindestens drei Spiele Sperre. Trifft Lokotsch Langs Gesicht kann der Bub den Rest der Saison wohl beim Schönheitschirurgen verbringen. An dieser Stelle wünsche ich Niki Lang gute Besserung.

Bis auf eine Phase von etwa fünfzehn Minuten, in der die Löwen etwas den Faden zu verlieren schienen, hatte Michael Köllners Team den Gegner absolut im Griff. Die Treffer für die Sechzger auf die Unterzahl der Schwäne zu schieben, wäre zu kurz gedacht.

Die spielerische Überlegenheit in der zweiten Hälfte des Spiels, speziell nach der Roten Karte für Lokotsch, kann man jedoch schon darauf zurückführen.

Leandro Morgalla, der erst siebzehnjährige U18-Nationalspieler des TSV 1860 München, zeigte nach seiner Einwechslung für den von Lokotsch aus der Partie getretenen Lang ein großartiges und abgeklärtes Spiel. Er ließ sich auch von einem alten Haudegen wie König nicht die Schneid abkaufen. Mein Kompliment dafür. Als junger Verteidiger gegen altgediente Größen bestehen zu müssen, ist kein leichtes Unterfangen. Diese Feuertaufe hat der Junge mit Bravour überstanden.

Nun gilt es den Schwung und das frisch erworbene Selbstvertrauen mit in die morgige Partie gegen den 1.FCK zu nehmen.

Datenquelle: Wyscout

Wegen Fehler beim DFB: Neudecker gegen Kaiserslautern gesperrt

6
Richard Neudecker (TSV 1860)

Sachen gibts, die gibts gar nicht! Aufgrund eines Fehlers beim DFB ist Richard Neudecker gegen Kaiserslautern gesperrt, obwohl er aufgrund seiner fünften gelben Karte bereits einmal hatte pausieren müssen.

Neudecker gegen Kaiserslautern gesperrt

Es klingt wie ein schlechter Witz, ist aber bittere Realität. Ohne eigene Schuld ist Richard Neudecker gegen Kaiserslautern gesperrt, obwohl er in Zwickau seine sechste Verwarnung erhalten hatte. Auf der Homepage des TSV 1860 heißt es dazu:

“Gemäß den Aufschreibungen beim TSV 1860 München und den Statistiken aller führenden Sportportalen hatte Richard Neudecker im Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden seine fünfte gelbe Karte gesehen und wurde daher folgerichtig im darauffolgenden Pflichtspiel auswärts bei Viktoria Köln nicht eingesetzt um die Gelbsperre abzusitzen. Die Löwen kommen ihrer Kontrollpflicht bei persönlichen Strafen nicht nur aufgrund des Eindrucks im laufenden Spiel, sondern auch über die Kontrolle der TV-Bilder und persönlichen Gesprächen mit verwarnten Spielern nach.”

Einspruch des TSV 1860 abgelehnt

“Allerdings deckt sich diese akribisch erstellte Statistik nicht mit dem System des DFB. Hier wurde am 12. September 2021 beim Auswärtsspiel des TSV 1860 München beim Halleschen FC vom Schiedsrichtergespann um Dr. Robin Braun eine fehlerhafte Eingabe vorgenommen. Anstelle des eigentlich mit gelb verwarnten Spielers mit der Nummer 31, Richard Neudecker, wurde bei Milos Cocic mit der Nummer 30 eine gelbe Karte erfasst. Milos Cocic wurde in dieser Partie nicht eingesetzt, soll in der 75. Spielminute jedoch aufgrund eines Foulspiels eine Verwarnung gesehen haben. Ein für jedermann klar erkennbarer Fehler.

Trotz des Einspruchs des TSV 1860 München gibt es seitens des DFB keine Änderung, der zuständige Verband verweist auf die Kontrollpflicht der Vereine im Nachgang der Partie. Obwohl der TSV 1860 München den Spielbericht nicht freigezeichnet hat, gilt die gelbe Karte für Milos Cocic und Richard Neudecker muss gegen den 1. FC Kaiserslautern aussetzen.”

Bild: OR-Pressedienst

Nach Platzverweis: Zwickaus Lokotsch entschuldigt sich bei Niki Lang

2
Niklas Lang (TSV 1860)
Niklas Lang, Verteidiger des TSV 1860 München

Es war DIE Szene des Spiels, als Lars Lokotsch am vergangenen Samstag seinen Gegenspieler mit einem Tritt gegen die Brust niederstreckte. Die Konsequenzen: Rot für Lokotsch, Auswechslung bei Lang. Bereits unmittelbar nach der Partie entschuldigte sich der Zwickauer Stürmer beim Verteidiger des TSV 1860.

Platzverweis als Knackpunkt

Bis zum Platzverweis hatte der FSV Zwickau die Partei am Samstag eigentlich gut im Griff. Die rote Karte änderte die Vorzeichen jedoch entscheidend, am Ende siegte der TSV 1860 mit 3:1 in Zwickau. Neben der Freude über den Auswärtssieg stand bei den Löwen jedoch die Sorge um Niki Lang im Vordergrund, der nach dem Tritt von Lars Lokotsch ausgewechselt werden musste. Michael Köllner dazu:

“Niki Lang geht es nicht gut (…) Ich hoffe, dass es am Ende nicht so schlimm ist. Er bekommt kaum Luft. Er hat richtig Schmerzen auf der Brust und am Brustbein.”

Immerhin hat sich der erste Verdacht einer Lungenquetschung beim Verteidiger der Löwen nicht bestätigt haben. Wie lange Lang mit seiner Brustbeinprellung ausfallen wird, ist noch unklar.

Zwickaus Lokotsch entschuldigt sich bei Niki Lang

Rot-Sünder Lars Lokotsch zeigte sich im Anschluss an die Partie reumütig.

“Es ist echt eine dumme rote Karte von mir. Ich gucke nur auf den Ball, treffe ihn an der Brust. Ich war in der Kabine bei denen, ich habe mich entschuldigt. Die Niederlage komplett auf mich heute. Wir hatten bis zur roten Karte alles im Griff. Wir spielen sehr intensiv, wenn man dann ein Mann weniger ist, muss man einen mehr verteidigen. Es tut mir leid für die Fans und für die Mannschaft.”

Über das Strafmaß für den Stürmer des FSV Zwickau wird der DFB zeitnah entscheiden.

Wochenendrückblick: U21 des TSV 1860 verliert, U17 punktet gegen Fürth

0
U17 TSV 1860 München Saison 2021/2022
Die U17 des TSV 1860 München in der Saison 2021/22

Die Erleichterung war groß, als Kevin Goden am Samstag zum 3:1 für die Profis in Zwickau einnetzte. Eine tonnenschwere Last fiel wohl nicht nur der Mannschaft von den Schultern. Die U21 hingegen unterlag unglücklich bei Türkspor Augsburg, während die U17 des TSV 1860 gegen die SpVgg Greuther Fürth immerhin einen Zähler ergattern konnte.

U17 des TSV 1860 punktet gegen Fürth

Im Kampf um den Klassenerhalt hat die U17 der Löwen (siehe Titelbild) einen wichtigen Punkt eingefahren. Gegen die SpVgg Greuther Fürth kamen die B-Junioren zu einem leistungsgerechten 1:1 gegen die Kleeblätter. Mit 20 Punkten liegt das Team derzeit auf Platz 12 der Bundesliga-Tabelle und somit vier Punkte vor der Abstiegszone.

Einen Sieg gab es hingegen für die U19 zu bejubeln. Die A-Junioren bereiten sich derzeit auf die Aufstiegsrunde zur Bundesliga vor und besiegten am Wochenende den ASV Dachau mit 4:1. Die Torschützen: Kuhn, Wach, Papadopoulos (Eigentor) und Kloss.

Die Spiele im Überblick

Donnerstag, 24.02.

19.30 Uhr: 3. Mannschaft – TSV Oberalting 3:2

Freitag, 25.02.

17.00 Uhr: TuS Geretsried U13 – U12 0:3

Samstag, 26.02.

09.30 Uhr: U9 – FT Starnberg 09 U10 6:2
13.00 Uhr: U17 – SpVgg Greuther Fürth 1:1
13.00 Uhr: 4. Mannschaft – TSV Schliersee 3:1
14.00 Uhr: FSV Zwickau – Profis 1:3
15.00 Uhr: 3. Mannschaft – FC Anadolu Bayern 5:1
15.45 Uhr: U19 – ASV Dachau Herren 4:1
17.00 Uhr: Frauen – SG Petersdorf/Hollenbach 0:3
18.15 Uhr: U14 – TSV Milbertshofen U15 3:0
19.00 Uhr: Futsal – Futsal Nürnberg 4:1

Sonntag, 27.02.

11.00 Uhr: U15 – Jahn Regensburg 1:0
13.15 Uhr: U16 – TSV Kareth-Lappersdorf 1:1
13.30 Uhr: Türkspor Augsburg – U21 1:0
15.30 Uhr: U11 – 1. FC Nürnberg 5:3

Dienstag, 01.03.

12.00 Uhr: U16 – Türkgücü München -:-
19.00 Uhr: Profis – 1. FC Kaiserslautern -:-

Mittwoch, 02.03.

14.00 Uhr: U19 – FC Deisenhofen -:-
20.15 Uhr: NK Hajduk – Senioren A -:-

Titelbild: TSV 1860 München NLZ

Linus Straßer fährt in Garmisch aufs Podium

1
Ski-Löwe Strasser erneut im WM-Einsatz
Ski-Löwe Linus Straßer beim Training im Ötztal (13.01.2022)

Mal wieder musste es der zweite Durchgang richten – und mal wieder klappte dies ganz hervorragend. Linus Straßer vom TSV 1860 München ist in Garmisch am gestrigen Sonntag auf das Podium gefahren und freute sich nach dem Rennen sichtlich darüber.

Platz 6 und 3 in Garmisch für Linus Straßer

Am Samstag kam es zunächst zur Weltcup-Premiere für den Skilöwen, der zum ersten Mal in Garmisch am Gudiberg um Punkte fahren durfte. Dabei konnte er einen guten 6.Platz belegen. Für ganz vorne reichte es allerdings nicht, es gewann der Norweger Kristoffersen vor Meillard (Schweiz) und Feller (Österreich).

Doch am gestrigen Sonntag gab es einen zweiten Slalom in Garmisch – und damit eine zweite Chance für Linus Straßer auf einen Podiumsplatz. Der Silbermedaillen-Gewinner von Peking lag nach dem ersten Lauf auf Rang 16. Entsprechend riskant ging er den zweiten Durchgang an und erwischte eine gute Fahrt. Zwar blinkte beim Zieleinlauf Platz 2 auf, doch nur noch ein Fahrer aus den letzten 15 konnte den Skilöwen überholen. Es gewann erneut Kristoffersen, Zweiter wurde der Brite Ryding.

Es ist cool, dass ich dem Heimpublikum etwas zurückgeben konnte.

Über seinen starken zweiten Lauf und dem damit verbundenen Platz 3 freute sich der 29-Jährige sehr. Das Heimpublikum fieberte mit dem Skilöwen mit und jubelte dann über den Podiumsplatz für Linus Straßer beim Rennen in Garmisch. Der nächste Slalom findet als Nachtevent in der Flachau statt. Mit diesen Bedingungen hat der Skilöwe gute Erfahrungen. In Schladming konnte er einen Weltcup-Sieg feiern.

Sechzig um Sieben: Oliver Beer beim TSV 1860 München beurlaubt

0
Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Guten Morgen nach einem Wochenende nach unserem Geschmack! Die Löwen haben in Zwickau wieder einen Sieg eingefahren. Ein Wermutstropfen dabei ist allerdings die Verletzung von Niklas Lang, zu der auf der heutigen Pressekonferenz sicher weitere Details bekannt werden. Bereits am Freitag wurde bekannt, dass Ex Co-Trainer Oliver Beer beim TSV 1860 nun doch beurlaubt wurde. Zudem blicken wir auf die weiteren Meldungen vom Wochenende.

Giesinger Gedanken nach dem Auswärtssieg in Zwickau

Auswärtsfahrt oder ab auf die Piste – diese zwei Optionen hatte Thomas und entschied sich dann für letztere. So durfte er mitten im Schnee das 3:1 des TSV 1860 in Zwickau bejubeln. In seinen Giesinger Gedanken schreibt er, warum er beim Wettstreit Fußball vs. Ski zwei Mal verkehrt entschieden hat.

Futsaler im Finale

Die Futsaler der Löwen haben einen weiteren großen Schritt in Sachen Aufstieg gemacht. Im zweiten Halbfinal-Spiel konnten sie erneut gegen Nürnberg gewinnen und stehen nun im Finale der Bayernliga. Weiter geht es dann in 14 Tagen.

Heimauftakt der Boxlöwen

Am Samstag, 12.März 2022 ist es soweit. Die Boxer des TSV 1860 München treffen in ihrem ersten Heimkampf in der Box Bundesliga auf den BC Traktor Schwerin. Bis zu 500 Zuschauer dürfen dabei sein, Karten gibt es im Onlineshop des eV.

Frauen verlieren im Test

Erst Ende März geht es für die Frauen des TSV 1860 in der A-Klasse mit dem Spielbetrieb weiter. Daher nutzen die Löwinnen die Vorbereitung für das ein oder andere Testspiel. Am Samstag hieß der Gegner an der St. Martin Straße SG Petersdorf/Hollenbach. Die ligahöheren Gegnerinnen waren dabei eine Nummer zu groß, sodass die Gäste klar mit 3:0 siegen konnten. Impressionen vom Spiel gibt es beim Löwenmagazin.

Oliver Beer beurlaubt

Zeitgleich mit Sascha Mölders gab es viele Diskussionen um eine weitere Personalie beim TSV 1860. Co-Trainer Oliver Beer musste das Trainerteam Ende 2021 verlassen und sollte im Nachwuchsleistungszentrum eine neue Rolle bekommen. Wie nun die tz erfahren hat, wurde daraus allerdings nichts. Beer wurde beurlaubt, man konnte sich offenbar nicht einigen. Bis Juni läuft der Vertrag mit dem 42-Jährigen noch. Er visiert die Ausbildung zum Fuballlehrer an.

News aus der 3.Liga

Der 28.Spieltag

Alles sieht danach aus, dass ein Spieltag in der 3.Liga endlich wieder ohne Spielausfälle auskommen wird. Die beiden Sonntagsspiele zwischen Viktoria Berlin und dem SC Freiburg II sowie Dortmund II und Wehen Wiesbaden fanden zumindest wie geplant statt. Eine Zusammenfassung der Spiele findet ihr hier. Heute abend empfängt Türkgücü im Olympiastadion dann noch den 1.FC Saarbrücken. Es könnte eines der letzten Spiele der Neuperlacher sein.

Kapitän gegen den TSV 1860 gesperrt

Die beiden Gegner der Löwen in den kommenden Tagen haben sich am Wochenende zufällig direkt duelliert. Dabei konnte Kaiserslautern, die morgen in Giesing zu Gast sind, sich knapp mit 2:1 gegen den SC Verl, der dann am Freitag im Grünwalder Stadion der Gegner sein wird. durchsetzen. Verls Kapitän Mael Corboz holte sich dabei seine fünfte gelbe Karte ab und wird am Freitag gesperrt ausfallen. Das dürfte nicht unbedingt ein Nachteil für die Löwen sein.

 

Fast am Ziel: Futsal Löwen im Bayernliga-Finale!

1
1860 futsal löwen halbfinale nürnberg

Die Futsalmannschaft des TSV 1860 München steht nach einem hart erkämpften, aber verdienten 4:1 Sieg im Halbfinalrückspiel (Hinspiel 7:5) gegen das Nürnberger Futsalteam im Finale um die Bayernliga-Meisterschaft. Gegner der Futsal Löwen sind in 14 Tagen die Ingolstadt Panthers, die sich im zweiten Halbfinale gegen Regensburg durchsetzen konnten.

Futsal Löwen im Bayernliga-Finale

Aber der Weg ins Finale war steinig und keineswegs vorgezeichnet. Die Futsaler aus der ehemaligen Reichsstadt und aktuellen Lebkuchen-Hauptstadt Nürnberg wehrten sich nämlich nach Kräften gegen das Halbfinal-Aus. Beide Mannschaften begannen höchst vorsichtig und defensiv. Nürnberg musste 2 Tore aus dem Hinspiel aufholen. Im Futsal bei zwei gleichwertigen Mannschaften ein durchaus realistisches Unterfangen.

Das erste Ausrufezeichen des Spiels setzten allerdings die Sechzger mit dem 1:0 durch ihren Spielgestalter Linus Radau. Mit diesem knappen Vorsprung ging es in die Pause. Mitte der zweiten Halbzeit erhöhte Linus Radau sogar auf 2:0. Die wackeren Nürnberger kamen eine Minute später zum 1:2-Anschlusstor, ersetzten den Torwart durch einen 5. Feldspieler und zogen vor dem Tor der Löwen ein gekonntes Powerplay auf. Der überragende Löwentorhüter Mihael Vukovic hielt den knappen Vorsprung mit seinen Paraden fest. In den beiden Schlussminuten trafen Igor Ilinkovic und Ante Topcic ins verwaiste Nürnberger Tor zum 4:1 Endstand.

Zufriedene Gesichter beim TSV 1860

Nach dem Spiel stellte Trainer Franjo Ereiz zufrieden fest:

“Meine Mannschaft hat eine solide Leistung gezeigt, ich bin sehr zufrieden, nur die Chancenverwertung hätte noch etwas besser sein können.”

Lob gab es von seiner Seite vor allem für seinen Torwart Mihael Vukovic. Auch Futsal-Leiter Thomas Bohlender äußerte sich höchst zufrieden:

“In diesem Spiel wurde uns kämpferisch und taktisch alles abverlangt. Unsere Mannschaft hat die Herausforderung mit Bravour gemeistert. Es war ein Arbeitssieg, aber wir sind im Finale und das ist es, was zählt.”

Zur Belohnung für den Finaleinzug durften sich die erschöpften Löwenspieler nach dem Spiel von den ca. 60 Zuschauern feiern lassen und die Getränke des Sponsors Hacker-Pschorr in vollen Zügen genießen.

Die 3. Liga am Sonntag: Freiburg siegt bei Viktoria Berlin

0
Hier ein Archivbild, des Gastspiels von Viktoria Berlin auf Giesings Höhen

Die 3. Liga am Sonntag: Wie gewohnt gab es am Sonntag in der dritten Liga wieder zwei Begegnungen. Viktoria Berlin empfing den SC Freiburg II und Borussia Dortmund II hatte den SV Wehen-Wiesbaden im Stadion Rote Erde zu Gast. Vor allem die erste Partie war durchaus interessant für die Löwen, die gestern in Zwickau mit 3:1 gewannen, schließlich gehören sowohl Berlin als auch Freiburg zu den Gegnern der nächsten Wochen.

Viktoria Berlin – SC Freiburg II 0:2 (0:1)

0:1 (33.) Vermeij (FE), 0:2 (56.) Vermeij

3. Liga am Sonntag: Viktoria Berlin empfing den SC Freiburg
Hier ein Archivbild, des Gastspiels von Viktoria Berlin auf Giesings Höhen

Eine muntere Anfangsphase bekamen die Zuschauer zwischen Viktoria Berlin und dem SC Freiburg II zu sehen. Allerdings verflachte das Spiel dann auch schnell wieder und beide Seiten konnten sich keine großen Möglichkeiten erspielen. Die Partie spielte sich vorwiegend zwischen den beiden Strafräumen ab. Die Hausherren waren nach einer halben Stunde zwei Mal der Führung nahe, allerdings versagten den Berlinern jeweils im Abschluss die Nerven. Nach 32 Minuten gab es dann Strafstoß auf der Gegenseite. Vincent Vermeij verwandelte sicher flach ins linke Eck. Viktoria Berlin mühte sich im Anschluss und hatte mehr vom Spiel, kam aber selten gefährlich vor das Freiburger Gehäuse, sodass es mit der Gästeführung zum Pausentee ging.

Im zweiten Durchgang legte Freiburg nach einer Kammerbauer-Ecke durch einen Kopfball von Vermeij früh das 0:2 nach, das schon eine kleine Vorentscheidung war. Freiburg war im Anschluss spielbestimmend und konnte die Viktoria vom eigenen Tor weghalten. Erst als Berlin gut 20 Minuten vor Schluss drei neue Kräfte ins Spiel brachte, wurden auch die Hausherren kurzzeitig offensiv wieder gefährlicher. Freiburg ließ aber nicht mehr viel anbrennen. So war die Bundesliga-Reserve aus dem Breisgau insgesamt die cleverere und effizientere Mannschaft und nahm auch absolut verdient alle drei Punkte mit in den Südwesten. Viktoria steckt damit weiterhin ganz tief im Abstiegskampf, während Freiburg seine erste Drittliga-Saison locker zu Ende spielen kann.

Borussia Dortmund II – SV Wehen-Wiesbaden 2:3 (1:1)

1:0 (13.) Fink, 1:1 (45.) Thiel, 1:2 (50.) Gürleyen, 2:2 (62.) Njinmah, 2:3 (66.) Brumme

Den besseren Start ins Spiel erwischten die Hausherren, auch wenn Jacobsen die erste Chance der Spiels für Wehen hatte. Er köpfte aber über das Gehäuse. Nach einer knappen Viertelstunde feierten dann die Hausherren. Nach einem Chipper über die SV-Defensive brauchte Tachie nur querlegen, wo Bradley Fink am langen Pfosten einschob. Goppel vergab auf der Gegenseite wenig später die große Chance zum Ausgleich. Wehen versuchte sich aufzurappeln, hatte aber immer wieder Probleme im Spielaufbau. So war der BvB dem zweiten Treffer oft näher, als die Gäste dem Ausgleich. Umso überraschender war das 1:1, das in der Nachspielzeit der ersten Hälfte fiel. Maximilian Thiel war für den SVWW erfolgreich, nach einem starken Diagonalpass traf er trocken aus sechs Metern ins Netz. Dortmund hatte das Spiel zwar im ersten Durchgang weitgehend im Griff, machte aber zu wenig daraus und wurde dafür bestraft.

Fünf Minuten nach der Pause drehte Wehen das Spiel vollends. Nach einer Ecke war Ahmet Gürleyen am langen Pfosten per Kopf zur Stelle und drückte das Leder zum 1:2 über die Linie. Wehen kam nun immer besser in Fahrt und nutzte die Schwächen in der Dortmunder Defensive, um sich Chancen zu erspielen. Doch Dortmund kam ebenfalls per Standard zurück ins Spiel. Nach einem Freistoß aus gut 20 Metern traf Njinmah aus kurzer Distanz zum 2:2 ins Netz. Dann war wieder Wehen an der Reihe, nach einer Flanke von Thiel verschätzte sich BvB-Keeper Unbehaun und Brumme brachte die Gäste erneut in Front. In der Schlussphase setzte sich Dortmund noch einmal in der gegnerischen Hälfte fest. Zählbares sprang dabei aber nicht heraus, sodass nach einer munteren Begegnung mit dem SV Wehen-Wiesbaden letztlich die reifere Mannschaft als Sieger vom Feld ging.

Happy Birthday, Johann Ngounou Djayo! Sechzger.de gratuliert!

0
Johann Ngounou Djayo TSV 1860 München

Johann Ngounou Djayo wird heute 21 Jahre jung!

Dachau, NLZ und Jugendnationalmannschaft

Der gebürtige Dachauer begann das Fußballspielen beim TSV 1865 Dachau und wechselte im Sommer 2014 in das NLZ des TSV 1860 München, wo er ab der U14 alle Jugendmannchaften der Junglöwen durchlief. Seinen ersten Einsatz in einer Herrenmannchaft absolvierte Ngounou Djayo am 11. August 2018, als er in der Bayernligapartie der Amateure gegen den SV Pullach in der 60. Minute eingewechselt wurde. Im Oktober des selben Jahres wurde er zu einem Lehrgang der deutschen U18-Nationalmannschaft berufen und durfte sich im Dezember bei zwei Testspielen sogar das DFB-Trikot überstreifen.

Letzte Saison mit Einsätzen bei den Profis

Im Sommer 2020 holte Michael Köllner den Hans in seinen Profikader. Nach Einsätzen in den vorsaisonalen Testspielen, bei denen er sogar sein erstes Tor für die Profis erzielte, konnte er sich auch über mehrere Einwechslungen in der 3. Liga freuen. In der laufenden Spielzeit reichte es bislang leider nur zu mehreren Kadernominierungen bei der ersten Mannschaft. Im Totopokal trug der heutige Jubilar in der 1. Runde Mitte August mit zwei Treffern maßgeblich zum ansonsten etwas ernüchternden 3:0-Erfolg beim Kreisligisten SV Birkenfeld bei. Vor der Saisonunterbrechung in der Bayernliga Süd war Johann in den letzten beiden Spielen der Löwen-Amateure am Ball.

Testet Köllner nun die Jugend?

Nachdem das Saisonziel Aufstieg in die 2. Bundesliga inzwischen in etwas größere Entfernung gerückt ist, setzt Trainer Michael Köllner – mit Blick auf die neue Saison – vielleicht verstärkt auf die Jugend in seinem Kader? Das wäre eine Chance für unser heutiges Geburtstagskind, wieder für die Löwenprofis gegen den Ball zu treten. Wir gönnen es ihm und drücken darüber hinaus die Daumen, dass Ngounou gesund bleibt und seinen Weg beim TSV 1860 München kontinuierlich weitergeht!

Ois guade, Johann!