2:0 geführt, am Ende ein gerechtes 2:2. Es war ein Auf und Ab, das der TSV 1860 seinen Fans gegen Eintracht Braunschweig bescherte, wobei das Remis am Ende durchaus gerecht war. So bewerteten es auch die Trainer Michael Schiele und Michael Köllner auf der Pressekonferenz nach der Partie.
Köllner auf der Pressekonferenz
Wie sah der Trainer das Spiel des TSV 1860 gegen Eintracht Braunschweig? Köllner hierzu auf der Pressekonferenz:
“Schwierig, schwierig, schwierig. Ich glaube, wir haben eine sehr, sehr gute erste Halbzeit gespielt, 2:0 geführt. Wobei man da schon sagen muss, dass der Gegner die ein oder andere Chance gehabt hat. Aber ich glaube, wir haben trotzdem sehr konzentriert gespielt, gegen den Wind ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht, uns super Möglichkeiten rausgespielt und schnellen Fußball gespielt.”
In der zweiten Halbzeit habe der Mannschaft “der Kopf einen Streich gespielt”, weil man teilweise zu viel wollte.
Braunschweig “hart an der Grenze”
Gleichzeitig haderte Köllner aber auch mit der Spielweise des Gegners.
“Braunschweig hat natürlich auch alles reingeworfen, hart an der Grenze gespielt. Die vielen Foulspiele und Unterbrechungen haben meiner Mannschaft zugesetzt.”
Gerade die jungen Spieler hätten sich durch das Einsteigen der Gäste etwas den Schneid abkaufen lassen, so Köllner. Zudem verwies er daruf, dass man für das harte Foul an Bär kurz nach der Pause durchaus hätte Rot zeigen können.
Englische Woche vor der Brust
Natürlich sei es schade, dass man die 2:0-Führung “nicht nach Hause” gebracht habe. Auf der anderen Seite sei man weiterhin ungeschlagen und habe einen Punkt geholt, so der Trainer.
Der Fokus liege nun auf der Partie in Meppen und der anschließenden englischen Woche, in der man neun Punkte holen kann und will. Auch deswegen habe man die lädierten Stefan Lex und Semi Belkahia vorzeitig ausgewechselt, um kein Risiko einzugehen. Zudem sei auch Yannick Deichmann durch seine Corona-Erkrankung noch nicht bereit für 90 Minuten gewesen.
10 Tage trennen den TSV 1860 München noch von dem Duell mit Türkgücü. Schon jetzt ist allerdings eine rege Diskussion darüber im Gange, ob man das Spiel im Olympiastadion nun besuchen sollte – oder eben nicht.
Ungewollte Finanzspritze
Die selbsternannte Nummer 2 der Stadt München steht vor einem Scherbenhaufen. Am Montag, den 31.Januar führte der Weg von Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny in die Infanteriestraße. Sein Ziel: das Amtsgericht, wo er einen Insolvenzantrag stellen musste. Es folgte die überraschende Präsentation eines Hauptsponsors und dann plötzlich das: Tickets im Shop von Türkgücü für das Spiel gegen den TSV 1860 München.
Seitdem befinden sich die Fans von Münchens großer Liebe in einer enormen Diskussion. Sollte man sich ein Ticket kaufen, um der Partie im Olympiastadion beizuwohnen? Sollte man es lieber lassen, weil man mit dem Geld wohlmöglich dafür sorgen könnte, dass Türkgücü ein Insolvenzverfahren erspart bleibt? Gibt es hier ein richtig oder falsch, ist die Antwort vielleicht ein Jein?
Es gibt sicherlich Gründe, die ein Fernbleiben eines Löwenfans beim Nachholspiel des 22.Spieltags rechtfertigen würden. Da ist der bereits angesprochene Finanzaspekt: bei einem Ticketpreis von 15€ oder mehr erhält Türkgücü im Mindestfall – und das sind 10.000 verkaufte Karten – also 150.000€. Geld, das der Verein aktuell besser denn je gebrauchen kann. Vielleicht aber gibt es auch Anhänger des TSV 1860, die einfach keine Lust mehr auf das “Erlebnis” Olympiastadion haben und sich deswegen keine Karten für das Spiel gegen Türkgücü kaufen wollen. Möglich ist auch, dass viele eine weite Anreise haben und mal nicht so eben unter der Woche nach München reisen können. Oder man hat ganz einfach kein Fernglas mehr zur Hand, was für den nötigen Augenorgasmus bei der Partie dringend benötigt wird. Gründe gäbe es viele…
Wir sind Fans des TSV 1860 München – nicht Gegner des Projekts Türkgücü
Aber ist es nicht in Wahrheit so, dass wir das alles auf uns nehmen wegen den Löwen? Wir bei sechzger.de informieren euch täglich über Sechzig. Wir alle gehen gemeinsam zu den Heimspielen ins Grünwalder Stadion, wir begleiten die Löwen auswärts quer durch die Republik. Es geht uns doch vorrangig um den TSV 1860 München! Wer da auf der anderen Seite auf dem Platz steht, ist doch nicht entscheidend, ob ich meinen Verein zu einem Spiel begleite – oder etwa doch?
“Ich fahr mit dir egal wohin” – singen tun wir es in der Kurve, aber leben wir es in letzter Konsequenz dann auch? Das muss jeder für sich selbst entscheiden, aber ein mögliches Insolvenzverfahren als Grund dafür anzuführen, seinen eigenen Verein nicht zu unterstützen, finde ich schwierig. Türkgücü wird auch mit der “Finanzspritze” der Fans des TSV 1860 München ein Insolvenzverfahren nicht verhindern können – außer ein Geldgeber investiert spontan doch noch in einen baldigen Regionalligisten. Hinzu kommt, dass von den Eintrittsgeldern ja auch noch Kosten abgezogen werden, die für die Austragung der Partie fällig werden. Das sind zum Beispiel Miete oder auch der Ordnungsdienst. Es wird wohl eher ein Tropfen auf den heißen Stein sein, den das Geld der Löwenfans für Türkgücü bedeutet.
Wobei, eines muss ich zugeben – so ein Wechselgesang zwischen Gästekurve und Olympiaberg, das hätte schon auch was. Es wäre sicherlich einmalig und würde einmal mehr den Status unterstreichen, den die Löwenfans nun mal haben. Sie sind die besten der Welt!
Ich für meinen Teil werde daher dort sein, wo der TSV 1860 München ist. Ich werde im Olympiastadion anwesend sein – sofern die Partie denn ausgetragen wird. Das jedenfalls würde ich allen Löwen gerne ans Herzen legen: kauft eure Tickets erst, wenn es wirklich sicher ist, dass der Spielbetrieb bei Türkgücü mindestens bis zum 16.Februar fortgesetzt wird. Sonst hat am Ende wohlmöglich niemand etwas davon.
Und für alle, die seit der Überschrift einen Ohrwurm haben: hier ist das zugehörige Lied von Fettes Brot. Jein ist vielleicht tatsächlich manchmal eine Antwort auf eine gestellte Frage – aber doch nicht, wenn es um unsere Löwen geht. Oder?
Neben dem Duell zwischen dem TSV 1860 und Eintracht Braunschweig fand am Sonntag ein weiteres Spiel in der 3.Liga statt. Dabei konnte Dortmund II einen Auswärtssieg beim MSV Duisburg erzielen.
Dortmund II geht früh in Führung, Duisburg antwortet prompt
Die weiterhin abstiegsbedrohten Duisburger hatten zuletzt eine schmerzhafte Niederlage im Nachholspiel gegen den VfL Osnabrück erlitten. 3:6 hieß es am Ende für die Niedersachsen. Die Zebras waren vor eigenem Publikum (5.747 Zuschauer) folglich auf Wiedergutmachung aus, mussten aber die kalte Dusche hinnehmen. Njinmah holte im Duell mit Torhüter Weinkauf einen Foulelfmeter heraus. Toptorjäger Berkant Taz ließ sich diese Chance nicht nehmen und brachte Dortmund II gegen den MSV Duisburg nach nur drei Minuten mit 0:1 in Führung.
Die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten. Ex Löwe Stoppelkamp erzielte nach Doppelpass mit Hettwer sehenswert den Ausgleich (8.). In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit leichten Vorteilen für die Duisburger. Beide Mannschaften agierten im letzten Drittel allerdings zu wenig zielstrebig. Lediglich Hettwer scheiterte kurz vor der Pause mit einem Lupfer, sodass es mit dem Unetnscheiden in die Kabinen ging.
Erneuter Foulelfmeter für die Gäste kurz nach Wiederanpfiff
Ohne Wechsel begann die zweite Halbzeit, jedoch erneut mit einem frühen Foulelfmeter für die Gäste. Dieses Mal holte Taz (Dortmund II) den Elfmeter gegen Jander (Duisburg) selbst heraus und verwandelte im Anschluss erneut sicher zur erneuten Führung (51.). Zuvor hatte es noch heftige Diskussionen gegeben, da Winterneuzugang Knoll (kam von St.Pauli) nach Ansicht der Gastgeber gefoult wurde.
Der 31-Jährige sollte auch nach 66 Minuten im Mittelpunkt stehen. Nach Pass von Taz auf Njinmah legte dieser den Ball an Knoll vorbei. Der ehemalige Hamburger verlor die Orientierung, sodass der Dortmunder an Weinkauf vorbeigehen konnte und aus spitzem Winkel auf 3:1 erhöhte. Die Duisburger gaben allerdings nicht auf, Stoppelkamp traf mit einem schönen Schlenzer nur den Pfosten (68.).
In der Schlussphase war der BVB dem vierten Tor dann aber näher als die Duisburger dem Anschlusstreffer. Entsprechend hitzte sich die Atmosphäre weiter auf und “Grlic raus”-Rufe dominierten die restlichen Minuten. Es blieb beim 1:3-Auswärtssieg für den Nachwuchs des Bundesligisten.
Duisburg hat damit alle vier Heimspiele nach der Winterpause verloren und dabei sage und schreibe 18 Gegentreffer kassiert. Die Zebras liegen mit 23 Punkten in der Abstiegszone, Dortmund hingegen erhöht das Punktekonto auf 38 und liegt damit einen Platz vor dem TSV 1860 München.
Vier Siege in Folge hatte der TSV 1860 vor der Partie gegen Eintracht Braunschweig eingefahren und hatten sich natürlich fest vorgenommen, diese Serie auszubauen.
Bär sorgt für Blitzstart
Die erste Chance bot sich den Gästen aus Braunschweig in Person von Lauberbach (2.), den ersten Wirkungstreffer setzte aber der TSV 1860. Lex passte auf Neudecker, der weiter zu Bär und der Ex-BTSVler netzte eiskalt aus ca. 16 Metern zum 1:0 für Münchens große Liebe ein. Traumstart!
Die Niedersachsen zeigten sich wenig geschockt und erarbeiteten sich prompt eine gute Ausgleichschance, bei der Hiller jedoch gut reagierte. Optisch war Braunschweig zunächst das überlegene Team, aber wir alle wissen: Die Anzeigetafel lügt nicht, zumal Bär in der 13. Minute noch einmal eine Gelegenheit für 1860 hatte.
Braunschweig drückt, Steinhart trifft für 1860
In der ersten Viertelstunde sahen die 3750 Zuschauer im Grünwalder Straße eine flotte und offene Partie und auch danach ging es munter weiter. Nach 22 Minuten bot sich den Gäste eine riesige Gelegenheit, als Hiller beim Rauslaufen nicht entscheidend klären konnte, doch Henning schob den Ball aus über 20 Metern am leeren Tor vorbei. Glück gehabt.
Braunschweig drückte und erarbeitete sich zwischendurch Chancen im Minutentakt, wobei die Löwen-Defensive des Öfteren etwas unglücklich agierte. Nach vorne zeigte Sechzig jedoch eine Glanzleistung und blieb seinerseits jederzeit brandgefährlich – und in der 34. Minute klingelte es wieder. Deichmann, Neudecker, Lex, Steinhart und Letzterer vollstreckte mit links ins lange Eck zum 2:0!
Lauberbach verkürzt für den BTSV
In einer äußerst attraktiven Partie hatten beide Mannschaften noch vor dem Seitenwechsel Möglichkeiten auf weitere Treffer, doch es blieb bei der Zwei-Tore-Führung zum Seitenwechsel.
Auch danach ging es weiter mit Vollgas-Fußball, wobei erneut die Gäste etwas mehr vom Spiel hatten. Fast schon folgerichtig verkürzte Lauberbach in der 55. Minute auf 2:1. Es durfte gezittert werden auf Giesings Höhen – und das nicht nur aufgrund der Temperaturen.
Aber auch die Löwen zeigten sich offensiv und verpassten durch den eben eingewechselten Linsbichler das 3:1 (66.). Das wäre natürlich ein super Einstand für den Österreicher gewesen, der auch in der 72. Minute eine riesige Chance vergab.
Marx trifft die Löwen ins Herz
Und das rächte sich – nach einem Fehler von Biankadi im Spielaufbau glich Marx in der 78. Minute für die Gäste aus. Das Spiel drohte nun vollends zu kippen, Braunschweig wollte den Dreier. Den Löwen bot sich in der 83. Minute nochmal eine tolle Freistoßchance, doch Neudecker scheiterte aus zentraler Position an der Mauer.
In der 87. Minute sah Behrendt auf Seiten der Gäste Gelb-Rot nach eines absichtlichen Handspiels. Den anschließenden Freistoß zirkelte Neudecker auf den Kasten – Fejzic angelte den Ball unter der Latte raus. Die letzte Gelegenheit bot sich Dressel in der Nachspielzeit, doch sein Schuss rauschte am Tor vorbei. Insgesamt sicher ein verdienter Punkt für die Gäste, aber nach einer 2:0-Führung ist das Remis für Sechzig natürlich bitter.
Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 25.Spieltag der Saison 2021/22 mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und Eintracht Braunschweig!
Heimspiel für den TSV 1860: Heute ist die Eintracht aus Braunschweig zu Gast in Giesing. sechzger.de begleitet das heutige Duell live aus dem Grünwalder Stadion und mit Bildern sowie Eindrücken rund um das Stadion und aus dem Viertel.
Marius Willsch, Daniel Wein und Fabian Greilinger fehlen weiterhin verletzungsbedingt. Keanu Staude muss wegen einer Herzmuskelentzündung länger pausieren. Nathan Wicht und Kevin Goden sind mittlerweile wieder in das Training eingestiegen, stellen aber heute noch keine Option dar.
Richard Neudecker kehrt nach absolvierter Gelbsperre in den Kader zurück, außerdem stehen auch die letzten Quarantäne-Löwen Lex, Salger und Deichmann wieder zur Verfügung.
Diesen Löwen droht eine Sperre
Semi Belkahia und Stephan Salger haben bisher vier gelbe Karten erhalten. Bei der nächsten Verwarnung droht daher ein Spiel Pause. Außerdem muss auch Michael Köllner aufpassen. Er hat bereits drei Gelbe gesehen und müsste bei einer vierten ebenfalls ein Spiel von der Tribüne aus verfolgen.
Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – Eintracht Braunschweig außer im Liveticker noch verfolgen?
3.750 Zuschauer dürfen heute im Sechzgerstadion dabei sein und das Spiel live verfolgen. Für alle anderen gibt es leider keine guten Nachrichten, für das Spiel gibt es kein Free-TV Angebot. Das Spiel wird heute nicht kostenlos im deutschen Fernsehen zu sehen sein.
Für Abonnenten von MagentaSport besteht allerdings wie gewohnt die Möglichkeit, das Spiel zu verfolgen (Fernsehen und Online-Stream).
Seit dieser Spielzeit können alle Spiele der 3.Liga bei onefootball abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für nur 2,99€ gekauft werden.
Außerdem ist das Löwen-Radio vor Ort und geht für euch live auf Sendung. Die Moderatoren Gilbert Kalb und Jan Mauersberger führen euch durch die 90 Minuten, an dessen Ende hoffentlich unsere Löwen als Sieger feststehen.
Hans Sitzberger wird heute 69 Jahre jung!
Der letzte Geburtstag in den Sechzgern – für einen echten Sechzger sicher etwas besonderes…
Geburtstag am Spieltag
Da am heutigen Tag Geburtstag mit Spieltag gleichbedeutend ist, ist es nicht schwierig zu erraten, was wir dem Jubilar (und uns) ganz besonders wünschen: Drei Punkte gegen Eintracht Braunschweig! Passenderweise sind heute Nachmittag ja erstmals seit Ende November wieder Zuschauer auf Giesings Höhe zugelassen. Der Hans wäre aber sicher auch im Falle eines Geisterspiels vor Ort gewesen und seinen Löwen beigestanden.
Radi als Auslöser
1860-Torwartlegende Petar Radenkovic beeindruckte den im niederbayerischen Schönberg geborenen Jung-Torhüter so sehr, dass er direkt Fan des TSV 1860 München wurde. Mit 18 Jahren kam er dann selbst in die bayerische Landeshauptstadt und gründete später das Unternehmen AHD Sitzberger GmbH, das inzwischen seit mehr als einem Jahrzehnt ein treuer und verlässlicher Sponsor der Löwen ist. Bereits seit über sechs Jahren dient unser heutiges Geburtstagskind seinem Lieblingsverein im Ehrenamt des Vizepräsidenten. Sein großes Engagement und die persönliche und unkomplizierte Art, Dinge anzupacken, wissen die Menschen – nicht nur im Umfeld des TSV 1860 – zu schätzen.
Was wir Hans Sitzberger wünschen
Wir wünschen unserem Vizepräsidenten – neben dem oben angesprochenen Sieg über die Gäste aus Braunschweig – dass er uns als Präsidiumsmitglied noch sehr lange bei Sechzig erhalten bleibt! Privat möge er viel Freude mit der Familie, den Kindern und Enkelkindern haben und natürlich – das Wichtigste – mit ganz viel Gesundheit ausgestattet bleiben!
Braunschweiger Turn-
und Sportverein Eintracht
von 1895 e. V.
Gründung: 15. Dezember 1895
Mitglieder: 5.400
Vereinsfarben: blau-gelb
Weitere Sportarten: Basketball, Fitness, Futsal, Handball, Hockey, Leichtathletik, Schwimmen, Steeldart, Tennis, Tischfußball, Turnen, Wasserball, Wintersport Website der Fußball-Gesellschaft
Hinter uns liegen (inklusive DFB-Pokal) schon wieder drei Geisterspiele auf Giesings Höhen. Am 30. November letzten Jahres bevölkerten ein letztes Mal 3.200 Zuschauer im damit “ausverkauften” Sechzgerstadion die Ränge – und hatten wenig Freude am 1:3 gegen Waldhof Mannheim. Die zahlenmäßig gleiche Kulisse, wie heute (3.750 Fans) gab es auch zu Saisonbeginn gegen Würzburg. Die langsame Steigerung der Besucherzahlen im Herbst mündete in die drei Partien gegen Schalke im Pokal, gegen Freiburg II und gegen Duisburg, als jeweils 15.000 Zuschauer zugelassen waren. Danach ging es in dieser Hinsicht leider wieder deutlich bergab.
Erfolgreichster Absteiger
Zusammen mit dem VfL Osnabrück und den Würzburger Kickers musste Eintracht Braunschweig im letzten Sommer – nach nur einer Spielzeit im Unterhaus – den Rückweg in die 3. Liga antreten. In dieser Saison ist man aber wenistens der erfolgreichste der drei Absteiger: Osnabrück hat zwar seit gestern einen Punkt mehr auf dem Konto, allerdings auch schon zwei Spiele mehr absolviert, als die roten Löwen. Und Mitabsteiger Würzburg bereitet sich aktuell ja bereits auf den direkten Durchmarsch in die Regionalliga Bayern vor.
Das Hinspiel
Samstag, 28. August 2021 Eintracht Braunschweig – TSV 1860 1:1
3. Liga, 6. Spieltag
Eintracht-Stadion
Zuschauer: 7.380
Tore:
0:1 Mölders (89. Handelfmeter)
1:1 Behrendt (90.+2)
Ein wenig glücklich wäre er schon gewesen, der Sieg in Braunschweig. Mitgenommen hätte man die drei Punkte natürlich dennoch gerne. Nach einer etwas verhaltenen ersten Halbzeit und einer Erhöhung der Anzahl der Torraumszenen im zweiten Abschnitt, wurde es in den letzten Minuten dann sogar noch richtig spektakulär. Zuerst verwandelte Sascha Mölders einen durchaus umstrittenen Foulelfmeter. Und als sich die Akteure in dunkelblau schon über der Ziellinie wähnten, schlug der Gastgeber zu und sorgte für Löwenfrust. Das dritte Unentschieden im sechsten Spiel beim Absteiger und Aufstiegskandidaten eingefahren – weiterhin zu wenig für die hohen Erwartungen im Umfeld.
Fünfter Sieg in Serie?
Mit einem Erfolg heute Nachmittag würde der TSV 1860 seine aktuelle Siegesserie auf fünf Spiele ausbauen. Nachdem schon die bereits erreichten vier Triumphe einen Drittligarekord für Sechzig darstellen, müssen wir auf der Suche nach vergleichbaren Serien ein wenig zurückblättern. Natürlich landen wir zunächst in der Regionalliga-Saison 2017/18: Sage und schreibe acht Liga-Siege hintereinander gelangen dem Team von Daniel Bierofka zwischen dem 6.3. und dem 17.4.2018. Da für manche aber nur der echte Profifußball zählt, haben wir uns weiter auf die Suche nach beeindruckenden Löwen-Siegesserien gemacht. In den Zweitligajahren dieses Jahrtausends gelang zweimal eine Fünf-Siege-Serie: Zunächst in der Spielzeit 2004/05 – direkt nach dem Bundesligaabstieg – zwischen 13.2. und 14.3. mit Erfolgen über Erfurt, Duisburg, Cottbus, Burghausen und Eintracht Frankfurt. Und dann nochmal 2011/12 zwischen Dezember und Februar, als Braunschweig, Karlsruhe, Düsseldorf, Cottbus und Union Berlin bezwungen wurden. Auf höchster Ebene, also in der Bundesliga gab im Meisterjahr 1965/66 im Spätherbst sogar sechs Siege in Reihe zu bestaunen. Borussia Neunkirchen, Tasmania Berlin, der KSC, Dortmund, der HSV und Gladbach waren die Opfer. Völlig humorlos beendeten unsere Nachbarn aus der Seitenstraße diese tolle Serie – mit einem 3:0 an einem ungemütlichen Januarnachmittag.
Endlich ein Spitzenteam schlagen!
Nachdem das Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am 26. Januar dem Corona-Ausbruch an der Grünwalder Straße zum Opfer fiel, ist es nun heute endlich so weit: Unsere Löwen haben die Chance, erstmalig in dieser Saison ein Team zu schlagen, das zu den Top-Teams gehört. Die beiden bislang am besten platzierten Gegner, gegen die Michael Köllners Truppe ein Sieg gelang, waren Dortmund II (am 11. Dezember) und Wehen Wiesbaden (am 15. Januar). Beide waren vor der Partie gegen uns Achter.
Wer die Rubrik Der Gegner im Fokus aufmerksam betrachtet, der kann vor jedem Spiel direkt am Titelbild direkt erkennen, welchen Tabellenplatz der Gegner vor dem ersten Anpfiff des aktuellen Spieltages belegt. Bei Eintracht Braunschweig war das bis gestern noch Platz 3.
Verdammt lang her
Erst ein einziges Mal hat der TSV 1860 gegen Eintracht Braunschweig auf Giesings Höhen verloren. Und das ist richtig lange her. Am 7. Dezember 1968 mussten sich Radi & Co. den Niedersachsen mit 0:1 geschlagen geben. Zur Einordnung: Löwentrainer Michael Köllner wurde erst über ein Jahr nach der Partie geboren.
Gleich zwei überraschende Meldungen gab es bei Türkgücü gestern zu vermelden. Erst konnte ein neuer Hauptsponsor vorgestellt werden, ehe abends der Ticketshop Karten für das Duell gegen den TSV 1860 München auswies. Falls das Spiel gegen Türkgücü allerdings doch nicht wie geplant stattfindet, könnten die gekauften Tickets nur einen Zweck haben: eine Erhöhung der Insolvenzmasse.
Spielbetrieb gesichert – für zwei Spiele
Seit Ende Januar ist klar, dass bei Türkgücü ein großer finanzieller Umbruch bevorsteht. Mäzen Hasan Kivran hat offensichtlich endgültig die Lust an seinem Projekt verloren. Schon einmal war der 55-Jährige kurz vor dem Absprung, ehe er sich kurzfristig doch noch anders entschied. Nach den ersten Gerüchten über große finanzielle Probleme in der Heinrich-Wieland-Straße kam am Montag, den 31.Januar tatsächlich der große Paukenschlag. Türkgücü stellte einen Insolvenzantrag, unter anderem die Spieler könnten damit Gläubiger in einem möglichen Verfahren werden.
Dem DFB meldete der Verein, dass in jedem Fall der Spielbetrieb für die kommenden beiden Auswärtsspiele gegen den VfL Osnabrück und beim Halleschen FC am kommenden Dienstag gesichert sei. Alles darüber hinaus war mit einem großen Fragezeichen versehen.
Seit dem Sommer konnte Türkgücü keinen Hauptsponsor finden. In der Folge lief man mit dem Slogan “Überall Familie” auf der Brust auf. Nur vier Tage nach dem Insolvenzantrag stieg dann Remitly, ein US-amerikanischer Finanzdienstleister, beim ambitionierten Projekt ein.
Löwenfans kaufen Tickets – nur ein Beitrag zur Insolvenzmasse von Türkgücü?
Viele rechneten beim Lesen dieser Nachricht bereits damit, dass damit die Insolvenz bereits wieder ad acta gelegt werden könnte. Das Sponsoring könnte die entstandene Finanzlücke schließen, drei Wochen bleiben für diesen Vorgang nach dem Antrag Zeit. Doch Gerüchten zufolge ging es bei dem Deal weniger um Geld als viel mehr um eine bessere Außendarstellung. Weitere Personen und Unternehmen sollen zu einem Einstieg bei Türkgücü animiert werden, um die finanzielle Situation beim Drittligisten zu verbessern.
Damit einhergehend bedeutet dies allerdings auch: einen Einfluss auf die Sicherung des Spielbetriebs über das Spiel gegen den Halleschen FC hinaus hat der Einstieg von Remitly wohl nicht. Trotzdem sind im Ticketshop Karten für die Heimspiele gegen Waldhof Mannheim und den TSV 1860 München erhältlich. Während die Diskussion über einen Besuch des Olympiastadions voll im Gange ist, haben sich nicht wenige Löwenfans bereits mit Karten eingedeckt. Dabei ist noch überhaupt nicht klar, ob für das gezahlte Geld auch eine Leistung erbracht wird. Sprich: ob das Duell zwischen Türkgücü und dem TSV 1860 München am 16.Februar überhaupt stattfindet. Diese Entscheidung liegt nicht mehr in der Hand der Verantwortlichen in der Heinrich-Wieland-Straße, sondern einzig und allein beim Insolvenzverwalter Dr. Max Liebig.
Ungeachtet dessen hat Türkgücü den Vorverkauf für zwei Heimspiele gestartet. Möglicherweise erhöhen die Löwenfans (und mögliche Gäste aus Mannheim) aber lediglich die Insolvenzmasse, ohne überhaupt ein Spiel zu sehen. Die Insolvenzmasse ist laut Insolvenzordnung “das gesamte Vermögen, das dem Schuldner zur Zeit der Eröffnung des Verfahrens gehört und das er während des Verfahrens erlangt“. Die Erlöse aus den Ticketeinnahmen zählen folglich hinzu.
Ob es als Fan von Waldhof Mannheim oder des TSV 1860 München also schlau ist, im Vorverkauf Tickets für ein Spiel zu erwerben, das wohlmöglich gar nicht stattfindet, darf bezweifelt werden.
Bevor der TSV 1860 München am morgigen Sonntag gegen Eintracht Braunschweig ins Geschehen eingreift (mit Marcel Bär) standen heute die Samstagspartien auf dem Programm. Dabei konnte der TSV Havelse erneut einen Sieg feiern, auch Kaiserslautern gewann in Zwickau.
SC Verl – Hallescher FC 0:0 (0:0)
Abstiegskampf pur war angesagt im Stadion am Lotter Kreuz. Der Tabellen-15. aus Verl empfing den Halleschen FC, der durch zwei weniger absolvierte Spiele in die Abstiegszone gerutscht war. Die Zuschauer sahen ein torloses Unentschieden der besseren Sorte, das beiden Mannschaften jedoch nicht wirklich weiter bringt. Halle trifft bereits Dienstag im Nachholspiel auf Türkgücü, Verl muss nächsten Sonntag nach Berlin reisen.
Spielszene im Stadion am Lotter Kreuz, Bild: SC Verl
Waldhof Mannheim – Viktoria Berlin 3:2 (2:2)
Die Viktoria war heute zunächst aber einmal in Mannheim zu Gast. Zwei Mal konnten die Gäste aus der Hauptstadt dabei in Führung gehen, doch der Waldhof behielt die drei Punkte am Ende dann doch in der Quadratestadt. Die frühe Führung durch Ezeh (1.) wurde umgehend durch Schnatterer egalisiert (3.). In der Schlussphase war es erneut Ezeh, der die Viktoria in Führung schoss (37.). Doch noch vor dem Pausenpfiff konnte Boyamba per Foulelfmeter erneut den Ausgleich erzielen (43.). Nach Wiederanpfiff mussten sich die 13.000 Zuschauer im Carl-Benz-Stadion lange Zeit gedulden, ehe Mannheim kurz vor Schluss ein drittes Mal zuschlug. Martinovic erzielte den 3:2-Siegtreffer, womit der Waldhof den Anschluss an die Spitzengruppe hält. Berlin liegt auf Platz 14.
TSV Havelse – SV Meppen 3:0 (1:0)
Ja, richtig gelesen! Der TSV Havelse scheint langsam aber sicher so richtig in der 3.Liga angekommen zu sein. Im Nordduell mit dem SV Meppen konnten die Garbsener nach dem Auswärtssieg bei Türkgücü direkt die nächsten drei Punkte feiern. Durch Tore von Damer (35.) und zwei Treffer von Froese (50., 74.) gelang ein solider Heimsieg in Hannover. Während der SV Meppen vor dem Duell mit dem TSV 1860 einen Rückschlag hinnehmen muss, verlässt der TSV Havelse mit dem Sieg den letzten Tabellenplatz. Die rote Laterne steht nun erst einmal in Würzburg.
VfL Osnabrück – Türkgücü 1:1 (0:0)
Spiel 1 nach dem Insolvenzantrag führte die Neuperlacher zum VfL Osnabrück an die Bremer Brücke. Vor Abfahrt war es nach Informationen von sport1 fast zu einem weiteren Skandal gekommen. Co-Trainer Djuricin und Tosun waren um ein Haar in eine Schlägerei verwickelt.
Im Spiel selbst verzeichneten die Gastgeber eine Vielzahl an Chancen, verpassten es dabei aber, mindestens einen Treffer zu erzielen. Kurz vor Schluss durften die 500 Fans auf den Rängen dann aber doch jubeln. Simakala, der gegen den TSV 1860 doppelt getroffen hatte, erzielte in der 87.Minute das späte 1:0 für Osnabrück. Doch wider Erwarten setzte Türkgücü noch einmal alles auf eine Karte und konnte in der dritten Minute der Nachspielzeit tatsächlich noch durch Vrenezi den Ausgleich erzielen. Osnabrück liegt nach dem Unentschieden auf Platz 3, Türkgücü bleibt mit Rang 18 in der Abstiegszone.
1.FC Magdeburg – Wehen Wiesbaden 3:1 (1:1)
Der 1.FC Magdeburg marschiert weiter unaufhaltsam in Richtung 2.Liga. Auch gegen Wehen Wiesbaden gab es einen Sieg zu feiern. Die Gäste gingen zunächst durch Nilsson in Führung (14.), doch Ceka (38.), Condé (67.) und Top-Torschütze Atik (83.) drehten den Spielstand. Magdeburg hat damit bereits 16 Punkte Vorsprung auf Platz 3, Wiesbaden hingegen bleibt auf Platz 10.
FSV Zwickau – 1.FC Kaiserslautern 0:2 (0:1)
Vier Spiele, vier Siege und null Gegentore: der 1.FC Kaiserslautern ist aktuell top in Form und liegt nach dem Auswärtssieg in Zwickau weiterhin auf einem direkten Aufstiegsplatz. Sogar vier Punkte Vorsprung auf Platz 3 haben die Roten Teufel momentan. Terrence Boyd konnte mit Treffer Nummer 1 für seinen neuen Verein die Gäste in Führung bringen (38.), Kiprit erhöhte nach 57 Minuten. Zwickau ist mit den zwei Gegentreffern noch gut bedient und hätte durchaus höher verlieren können. Die Sachsen treffen am Dienstag erneut zuhause auf Viktoria Köln, Kaiserslautern empfängt kommenden Samstag den 1.FC Magdeburg zum absoluten Topspiel der 3.Liga.
Was bedeutet das für den TSV 1860 München?
Die Löwen liegen nach den Samstagsspielen weiterhin auf Rang 8 und können mit einem Sieg gegen die Braunschweiger Eintracht keinen Konkurrenten überholen. Sollten beide Nachholspiele und auch das Duell am morgigen Sonntag gewonnen werden, lägen der TSV 1860 aktuell auf Platz 2 – einen Punkt hinter den Roten Teufeln aus Kaiserslautern. Hätte, wäre, wenn – morgen ab 13:00 Uhr im sechzger.de-Liveticker geht es erst einmal um drei Punkte im regulären Terminplan. Gewinnen die Löwen sind es nach Abpfiff drei Punkte Rückstand auf Rang 3, verlieren sie deren acht. Es geht morgen also um richtige fette Big Points! Wer das Spiel noch mit Gleichgesinnten verfolgen will, kann ab 9h zum Weißwurstfrühstück im Löwenstüberl aufschlagen. Es gibt noch ein paar Restplätze. Reservierung ist unter 089/45668288 (zu den Öffnungszeiten) oder Loewenstueberl@gmx.de erbeten.
Am Freitag musste Top-Torjäger Marcel Bär eine Traingseinheit beim TSV 1860 abbrechen. Kurz vor dem Duell mit Eintracht Braunschweig gibt es allerdings Entwarnung: der 29-Jährige ist fit und einsatzbereit.
Marcel Bär trifft auf seinen Ex-Verein
Die Anzeichen auf eine Verletzung haben sich glücklicherweise nicht bestätigt. Marcel Bär konnte das heutige Abschlusstraining an der Grünwalder Straße problemlos absolvieren und dürfte gegen Eintracht Braunschweig neben Kapitän Stefan Lex auf dem Feld die Defensive der Gäste beschäftigen. Zweieinhalb Jahre spielte Bär in Braunschweig, ehe er sich im Sommer 2021 dem TSV 1860 anschloss.
Gegen seinen Ex-Verein dürfte er vielleicht sogar besonders motiviert sein. Sollte er am Sonntag im Grünwalder Stadion erneut treffen, wächst sein Torekonto auf 10 an. Aktuell liegt er auf Rang 9 der Torjägerliste, die von Baris Atik (1.FC Magdeburg) und Luka Tankulic (SV Meppen) angeführt wird. Hinzu kommt bei dem Stürmer noch ein Scorerpunkt. Entsprechend wichtig ist es, dass der Top-Torjäger einsatzbereit ist.
Abschlusstraining ohne speziellen Schwerpunkt
Sollte er wider Erwarten doch noch ausfallen, steht mit Tim Linsbichler ein Ersatzmann parat, der bei Viktoria Köln erstmals 90 Minuten im Sturm für die Löwen absolviert hat. Der 22-Jährige wartet allerdings noch auf seinen ersten Saisontreffer.
Bei der gut einstündigen Abschlusseinheit am heutigen Samstag wurden von Michael Köllner neben Flankenläufen auch Standards und Torabschlüsse geübt. Ein spezieller Fokus wurde nicht beobachtet.