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Gorenzel und Köllner nehmen Stellung zu fehlendem Wintertransfer

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Günther Gorenzel Geschäftsführer TSV 1860 München In Der LÖWENRUNDE Pressekonferenz Vor Eintracht Braunschweig

Bevor die Journalisten in der LÖWENRUNDE vor dem Spiel gegen Eintracht Braunschweig überhaupt ihre Fragen stellen durften, sprachen erst einmal Geschäftsführer Günther Gorenzel und Trainer Michael Köllner über das Thema Wintertransfer beim TSV 1860 München. Bekanntlich hatte es bei den Löwen keine Verstärkungen gegeben.

Pokalerfolg lässt von neuem Spieler träumen

Durch die unerwarteten Siege gegen die Zweitligisten Darmstadt und Schalke waren mehrere hunderttausend Euro in die notorisch klammen Kassen gespült worden. Nicht nur deswegen hofften einige Löwenfans auf den ein oder anderen Wintertransfer, zu dem wohl auch Günther Gorenzel und Michael Köllner nicht nein gesagt hätten. Doch bis zum letzten Montag wurde keine Verstärkung präsentiert und das Fenster schloss sich, ohne dass der TSV 1860 auf dem Transfermarkt aktiv geworden ist.

Sowohl Gorenzel als auch Köllner sahen sich vor dem Spiel gegen Eintracht Braunschweig mit diversen Fragen zum Thema Wintertransfer konfrontiert, sodass sie ihre jeweiligen Eingangsstatements voll und ganz diesem Thema widmeten. Dass die Löwen dem Thema Neuzugang nicht abgeneigt waren, wurden bereits in den ersten Aussagen deutlich. Gemeinsam habe man “ganz klar die Kriterien festgelegt für etwaige Wintertransfers” und sich auf “die Suche nach dem passenden Puzzleteil” begeben. Dabei spielten neben sportlichen Aspekten auch der Charakter eines möglichen neuen Spielers eine wichtige Rolle. Gorenzel und Köllner war wichtig, dass man bei Wintertransfers im Auge hat, dass der Spieler in die bestehende Gruppe hineinpasst.

Gorenzel: Wintertransfers müssen “käufmannisch umsetzbar sein”

Doch selbstverständlich spielen auch die anderen beteiligten Parteien – also der abgebende Verein und der Spieler selbst – eine Rolle. So müsse man respektieren, wenn Angebote nicht angenommen werden oder sich der Sportler anderweitig entscheide. Zwischen den Zeilen konnte man dann aber doch herauslesen, woran ein möglicher Wechsel an die Grünwalder Straße scheiterte. Das Löwenmagazin hatte das Thema bereits vor der Pressekonferenz in einem Kommentar aufgegriffen und sowohl Köllner als auch Gorenzel kamen nicht darum herum: das Geld. Während Gorenzel davon sprach, dass Wintertransfers “käufmännisch umsetzbar sein” müssen, war die Aussage von Michael Köllner etwas indirekter.

Es war nicht so, dass wir uns gegen einen Transfer gewehrt haben. Am Ende müssen immer alle Komponenten zusammenpassen.

Die angesprochenen Komponenten waren ganz augenscheinlich das Thema Geld, denn auch Gorenzel kam nicht darum herum diesen Aspekt anzusprechen.

Michael und ich können immer erst aktiv werden, wenn Mittel freigegeben werden und in der Höhe, in der sie freigegeben werden.

Gesellschafter ermöglichen wettbewerbsfähigen Kader

Bis zum letzten Moment” war das Thema Neuzugang an der Grünwalder Straße präsent. Schlussendlich kam dann aber doch kein neuer Spieler zum bestehenden Kader hinzu. Gorenzel betonte noch einmal, dass die zur Verfügung stehenden Gelder beim TSV 1860 stets sinnvoll und wohl überlegt investiert werden.

Wir gehen hier sehr verantwortungsbewusst mit jedem Euro um. Denn das sind wir der gesamten Löwenfamilie, die stetig mithilft und unseren Gesellschaftern schuldig, dass wir hier uns genau überlegen, wann wir was ausgeben und wie wir Dinge ausgeben.

Nur durch die “starke Gesellschafterstruktur” sei es im Sommer möglich gewesen, eine wettbewerbsfähige Mannschaft in das Rennen zu schicken. Auch zum aktuellen Zeitpunkt ist der Geschäftsführer Sport absolut davon überzeugt, dass die Löwen mit dem aktuellen Kader in der 3.Liga bestehen können und auch um den Aufstieg ein Wörtchen mitreden könnten. Der Sieg in Köln habe das eindrucksvoll unterstrichen. Trotz dem Ausfall von sieben potentiellen Stammspielern konnte man einen 0:1-Auswärtssieg im Sportpark Höhenberg feiern.

Köllners Ritterschlag für Debütant Morgalla

Bevor Michael Köllner sich dem kommenden Gegner Eintracht Braunschweig widmete, äußerte auch er sich noch einmal zum aktuellen Kader. Man dürfe nicht nur den Fokus auf externe Neuzugänge legen, sondern auch den eigenen Nachwuchs im Blick haben. So ist mit Alex Freitag ein Spieler aus der 2.Mannschaft auf dem Weg, einen festen Platz im Profikader zu bekommen. Er hatte gemeinsam mit Leandro Morgalla bei Viktoria Köln sein Debüt gefeiert. Auch der U18-Nationalspieler ist auf dem besten Wege, einen Platz in der 1.Mannschaft zu bekommen. Aktuell spielt der erst 17-Jährige eigentlich noch in der A-Jugend der Löwen, seine Leistungen blieben allerdings nicht unentdeckt. Köllner ging sogar so weit, dass ein möglicher Transfer eines weiteren Abwehrspielers nicht notwendig sei, wenn man einen Junglöwen wie Morgalla in der Hinterhand habe.

Bauen wir den Weg ihm zu, indem wir einen externen Spieler holen und ihm den mehr oder weniger vor die Nase setzen oder haben wir das Gefühl und auch das Vertrauen, dass wir die nächsten Schritte mit dem Spieler im Verein machen wollen?

Möglicherweise werden die Mehreinnahmen aus dem DFB-Pokal nun dafür genutzt, um die im Sommer zahlreichen auslaufenden Verträge zu verlängern. Leandro Morgalla hingegen könnte beim TSV 1860 München bald seinen ersten Profivertrag überhaupt unterschreiben.

Happy Birthday, Daniel Wein! Sechzger.de gratuliert!

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Daniel Wein (TSV 1860)
Daniel Wein, die Nummer 17 des TSV 1860

Daniel Wein wird heute 28 Jahre jung!

Auf den Geburtstag folgt wieder ein Spieltag

Wie im Vorjahr haben die Terminplaner der 3. Liga auf den Tag nach Vinos Geburtstag ein Spiel der Löwen platziert. Vergangene Saison fiel der Auftritt im fernen Lübeck dann dem Wintereinbruch im Norden zum Opfer, die Austragung der morgigen Partie gegen Eintracht Braunschweig hingegen ist gesichert. Und dennoch darf unser Jubilar auch heuer nicht am Tag nach seinem Ehrentag für die Löwen in einem Pflichtspiel gegen den Ball treten. Als “eines unserer Sorgenkinder” bezeichnete Michael Köllner den gebürtigen Münchner in der gestrigen LÖWENRUNDE bezüglich andauernder Schmerzen.

München, Wiesbaden und zurück

Daniel Wein machte seine alleresten fußballerischen Gehversuche in der Jugend des TSV 1860 und wechselte im Alter von neun Jahren die Straßenseite, um sich bei den Roten zu versuchen. Dort war er Teil jener Mannschaft, die im Sommer 2014 – durchaus ein klein wenig bemitleidenswert – in letzter Sekunde an Fortuna Köln in der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga scheiterte. Er persönlich stieg aber trotzdem in die 3. Liga auf – mit einem Wechsel zum SV Wehen Wiesbaden. Nach drei Spielzeiten in Hessens Hauptstadt kehrte er zurück nach München. Wieder an die richtige Fußballadresse. In der Regionalligasaison 2017/18 gehörte Wein zu den ganz wichtigen Protagonisten in Daniel Bierofkas Aufstiegself.

Mr. Zuverlässig – heuer im Verletzungspech

Nach drei – speziell für ihn persönlich – sehr erfolgreichen Drittligaspielzeiten mit jeweils deutlich über dreißig Einsätzen in weiß und blau, ist heuer der Wurm drin: Noch vor dem Sommertrainingslager zog sich Wein eine Achillessehnenreizung zu, weshalb er nicht nur in Windischgarsten fehlte, sondern auch die ersten drei Saisonspiele in der Liga verpasste. Drei weitere Partien musste er dann in Folge eines Zehenbruchs aussetzen. Zum ersten Einsatz kam es Anfang September im Totopokal in Burghausen, als die Löwen – aufgrund eines Coronausbruchs – mit einem arg dezimierten Kader anreisten und letztlich bis ins Elfmeterschießen gehen mussten. Vier Tage später stand unsere Nummer 17 auch in der 3. Liga erstmals in 2021/22 auf dem Platz und erzielte in der 65. Minute sogar den Ausgleich zum 1:1 beim Halleschen FC. Ende November ging die Verletzungsserie bei Vino weiter: Ein Ermüdungsbruch setze ihn für das Jahresfinale außer Gefecht. Aktuell ist noch unklar, wann er den Löwen wieder zur Verfügung steht.

Glück- und Genesungswünsche

Wir wünschen Daniel, dass die schwarze Serie der laufenden Saison möglichst bald endgültig zu Ende geht, er schon bald auf dem Platz wieder dabei sein, und gesund und verletzungsfrei seinen Weg beim TSV 1860 weitergehen kann.

Ois Guade, Vino!

 

Erik Tallig will “Sprung in die 2. Bundesliga mit 1860 München schaffen”

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Erik Tallig TSV 1860

So wirklich rund läuft die aktuelle Spielzeit für Erik Tallig beim TSV 1860 nicht. Nachdem der gebürtige Chemnitzer in der Vorsaison meist ein fester Bestandteil der ersten Elf war, pendelt er nun zwischen Rasen und Ersatzbank. Beim 1:0 in Köln durfte er endlich mal wieder über 90 Minuten ran und dankte es mit einer engagierten Leistung.

Schwieriges zweites Jahr

Im Interview mit liga3-online zeigte sich Tallig ein wenig ratlos, warum er in der laufenden Saison oft nicht über den Status eines Ergänzungsspieler hinauskomme.

“Woran es genau liegt, kann ich nicht sagen. Vielleicht hängt es mit der Systemumstellung zusammen. Ich gebe aber nach wie vor in den Trainingseinheiten immer Vollgas. Außerdem absolviere ich zusätzliche Schichten im Kraftraum. Ich denke, der Trainer sieht das. In den zurückliegenden Spielen im Pokal und in der Liga hat der Coach das das auch honoriert und mich durchspielen lassen. Mein Ziel ist es auf jeden Fall, mich so zu entwickeln, dass ich immer eine Option für die Startelf bin.”

Zudem führt Tallig ins Feld, dass er nach seinem Wechsel aus seiner Heimat Chemnitz in die Großstadt München gut aufgenommen worden sei. Im zweiten Jahr stoße er nun aber “auf neue Schwierigkeiten, die man sowohl körperlich als auch psychisch verarbeiten muss.”

Tallig will mit 1860 aufsteigen

Das Saisonziel “Aufstieg” hat Erik Tallig mit dem TSV 1860 noch nicht aus den Augen verloren.

“Mein Ziel ist es, so hoch wie möglich zu spielen. Den Sprung in die 2. Bundesliga würde natürlich ich am liebsten mit 1860 München schaffen. Im DFB-Pokal haben wir in dieser Spielzeit unter Beweis gestellt, dass wir mit Teams aus der 2. Bundesliga mithalten können.”

Ob der Mittelfeldspieler am Sonntag gegen Eintracht Braunschweig wieder erste Wahl sein wird, ist ungewiss.

Bild: OR-Pressedienst

Niedersachsen zieht nicht mit: nur 500 Zuschauer in Meppen gegen 1860

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SV Meppen Stadion Hänsch-Arena 3.Liga

Nach den angekündigten Geisterspielen Ende Dezember 2021 folgten diverse Einzelregelungen für viele Bundesländer. Vor kurzem startete die Ministerpräsidentenkonferenz nun einen neuen Anlauf und einigte sich auf eine einheitliche Linie. Doch ein Bundesland setzt die Regelungen erneut nicht um: Niedersachsen bleibt bei 500 Zuschauer, wovon der TSV 1860 München auswärts beim SV Meppen betroffen ist.

Wenig Zuschauer in Niedersachsen: kaum Chancen auf Tickets in Meppen für Fans des TSV 1860

Durch einen Glücksfall war es einigen Fans des TSV 1860 München möglich, den Auswärtssieg bei Viktoria Köln live im Sportpark Höhenberg zu verfolgen. Dabei waren insgesamt nur 750 Zuschauer erlaubt. Diese Zahlen gehören zukünftig der Vergangenheit an, gegen Braunschweig sind am Sonntag 3.750 Zuschauer im Grünwalder Stadion erlaubt. Gegen Halle werden es Ende Februar bereits 7.500 Fans sein.

Auch auswärts werden die Löwen bald wieder unterstützt. Gegen Türkgücü sind nach aktuellem Stand 10.000 Zuschauer im Olympiastadion zugelassen, in Zwickau dürfen 2.500 Fans ins Stadion. Gegen Berlin Mitte März sind nach der bundeseinheitlichen Linie vermutlich knapp 10.000 Zuschauer zugelassen. Ein Auswärtsspiel fehlt allerdings noch in dieser Liste. Denn das Bundesland Niedersachsen bleibt als einziges bei einer dreistelligen Anzahl, sodass beim Duell zwischen dem SV Meppen und dem TSV 1860 München nur 500 Karten erhältlich sein werden. Ministerpräsident Weil sieht aktuell noch nicht den Zeitpunkt für Lockerungen gekommen und möchte noch abwarten.

Es dürfte für Löwenfans also kaum möglich sein, live in der Hänsch-Arena in Meppen dabei zu sein.

Klage angekündigt: doch noch Hoffnung auf einen Auswärtsblock?

Unterdessen haben alle vier betroffenen Drittligisten (TSV Havelse, Eintracht Braunschweig, VfL Osnabrück und der SV Meppen) angekündigt, kommende Woche mit einem Eilverfahren gegen die Beschränkungen vorgehen zu wollen. In der Erklärung hierzu heißt es:

Dieser soll gemeinsam zu Beginn der kommenden Woche beim zuständigen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg eingereicht werden, damit bereits die Ligaspiele des Wochenendes um den 12. Februar wieder mit einer relevanten Zahl an Zuschauern im Stadion umgesetzt werden können.

Davon wäre auch das Spiel des TSV 1860 beim SV Meppen betroffen. Sollte es zu einer schnellen Einigung kommen, könnten spontane Löwenfans dann möglicherweise doch live in der Hänsch-Arena vor Ort sein.

3. Liga am Freitag Abend: Viktoria Köln punktet in Freiburg

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1.478 Zuschauer fanden sich heute Abend im Stadion ein, um die Partie des SC Freiburg II gegen Viktoria Köln live zu verfolgen. Trotz früher Führung und zahlreicher Topchancen kamen die Breisgauer gegen die Gäste nicht über ein 1:1 hinaus.

Breisgauer Blitzstart

Gästetrainer Olaf Janßen hatte seinen Vertrag in der Woche nach der 0:1-Heimniederlage gegen den TSV 1860 verlängert. Doch was er zu Beginn ansehen musste, dürfte ihm nicht gefallen haben. Bereits nach fünf Minuten legte Kammerbauer nach einer Flanke auf Kehl ab und der brachte die Hausherren mit 1:0 in Führung.

Die Breisgauer hatten die Partie voll und ganz unter Kontrolle und scheiterten innerhalb weniger Minuten (12./20.) am Aluminium. Bis zur Pause fanden die Gäste offensiv quasi nicht statt und waren mit dem knappen Rückstand bestens bedient.

Viktoria Köln punktet in Freiburg

Nach dem Seitenwechsel plötzlich ein anderes Bild. Die Viktoria spielte nach vorne, Freiburg wurde defensiv gefordert. In der 47. Minute ging das bei der Chance von Siebert noch gut, sechs Minuten später gab es jedoch einen Handelfmeter für die Gäste. Handle ließ sich nicht zweimal bitten und glich zum schmeichelhaften 1:1 aus.

In der Folge spielte dann jedoch fast wieder nur der SC Freiburg II, doch vor allem Routinier Vincent Vermeij hat bei der Verteilung des Zielwassers nicht ausreichend hingelangt. So blieb es beim Remis, über das sich die Gäste vermutlich deutlich mehr freuen dürften.

Ab sofort: Tickets für Türkgücü – TSV 1860 München erhältlich

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Vor dem Spiel Türkgücü TSV 1860 München Saison 2020/21 3.Liga

Türkgücü hat den Verkauf von Tickets für das Spiel gegen den TSV 1860 München gestartet.

Tickets Türkgücü – TSV 1860 München ab 15 Euro

Bis zuletzt war nur der Spielbetrieb für die beiden Auswärtsspiele in Osnabrück und Halle gesichert. Nach der Bekanntgabe eines neuen Hauptsponsors sind bei Türkgücü nun auch Tickets für die Heimspiele für Waldhof Mannheim und auch den TSV 1860 München erhältlich. Für Mannheim gibt es Karten ab 10 Euro, für das Duell mit den Löwen starten die Preise hingegen bei 15€.

Mit den neuen bundeseinheitlichen Regelungen, die in Bayern allerdings noch offiziell umgesetzt werden müssen, sind bis zu 10.000 Zuschauer bei der Partie erlaubt. Neben einer FFP2-Maskenpflicht im gesamten Stadion muss auch ein 2G+ Nachweis am Eingang vorgezeigt werden.

Hier geht es zum Ticketshop.

Nachholspiel wegen Corona

Das Spiel zwischen Türkgücü und dem TSV 1860 München sollte ursprünglich am 22.Januar ausgetragen werden. Im sechzger.de-Liveticker war der Corona-Ausbruch bei den Löwen live zu verfolgen. Zunächst reiste Phillipp Steinhart ab, ehe klar wurde, dass das Duell nicht wie geplant ausgetragen werden kann. Auch das Heimspiel gegen den 1.FC Kaiserslautern musste daraufhin verlegt werden. Mit einem Sieg gegen Türkgücü könnte der TSV 1860 weiter Boden gut machen auf die Spitzengruppe der 3.Liga.

 

Kurz nach Insolvenzantrag: Türkgücü präsentiert neuen Hauptsponsor

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Türkgücü Banner im Olympiastadion München

Türkgücü hat nach langer Suche mit dem Finanzdienstleister Remitly einen Hauptsponsor gefunden.

Remitly wird Hauptsponsor bei Türkgücü

Überraschend hat Türkgücü am heutigen Freitag einen neuen Hauptsponsor präsentiert, der bereits ab dem morgigen Samstag beim Auswärtsspiel gegen den VfL Osnabrück auf dem Trikot erscheinen wird. Der US-amerikanische Finanzdienstleister Remitly steigt ab sofort bei dem Verein aus Neuperlach ein und könnte dafür sorgen, dass die finanziellen Sorgen etwas gelindert werden. Türkgücü hatte vor gerade einmal vier Tagen einen Insolvenzantrag gestellt. Ab diesem Stichtag bleiben dem Verein drei Wochen Zeit, um das fehlende Kapital einzuholen. Medienberichten zufolge fehlen bei Türkgücü rund zwei Millionen Euro, die nun vom neuen Hauptsponsor bereit gestellt werden könnten.

Auf den drohenden Punktabzug hat diese Entscheidung allerdings keinen Einfluss. Entscheidend hierfür ist der bloße Antrag, wie der DFB bereits kurz nach der Meldung auf seiner Seite klarstellte:

Relevant hierfür ist die DFB-Spielordnung. Unter § 6 Nr. 6. b) ist dort festgehalten: Beantragt ein Klub der 3. Liga selbst die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gegen sich, werden der ersten Mannschaft neun Punkte aberkannt. Maßgeblich für diese Rechtsfolge ist der Insolvenzantrag, nicht die Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

Kothny erfreut über “starken Partner”

Zur aktuellen Saison hatte Türkgücü keinen neuen Hauptsponsor präsentieren können. Fortan war der Schriftzug “Überall Familie” auf der Brust der Spieler zu lesen. Dieser Slogan sollte den Integrationsaspekt beim ersten von Migranten gegründeten Verein im deutschen Profifußball hervorheben. Entsprechend erfreut ist Geschäftsführer Max Kothny über den neuen Partner.

Wir freuen uns, dass ein international so erfolgreiches Unternehmen wie Remitly den Weg als neuen Hauptsponsor zu Türkgücü München gefunden hat. Gerade in der aktuellen Zeit ist es wichtig, einen starken Partner wie Remitly an unserer Seite zu wissen. Wir freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit!

Das Unternehmen, das auch einen Sitz in München unterhält, hat eigenen Angaben zufolge im dritten Quartal einen Umsatz von 121 Millionen Euro erzielt. Dem gegenüber steht allerdings ein Verlust von 13 Millionen Euro. Für das aktuelle Kalenderjahr erwartet Remitly ein Umsatzwachstum von bis zu 75%.

Vorverkauf für Mannheim-Spiel gestartet

Mit welcher Summe der neue Hauptsponsor von Türkgücü den Verein unterstützen wird, ist bisher nicht bekannt. Daher lassen sich Auswirkungen auf den Spielbetrieb und eine mögliche Austragung des Gastspiels des TSV 1860 München im Olypiastadion noch nicht vorhersagen. Aufmerken lässt hingegen die Tatsache, dass der Verein den Vorverkauf für das nächste Heimspiel gegen Waldhof Mannheim (12.Februar) in der Zwischenzeit gestartet hat. In den ersten Meldungen nach dem Insolvenzantrag war lediglich die Rede davon, dass die Austragung der Auswärtsspiele beim VfL Osnabrück und gegen den Halleschen FC (Nachholspiel) gesichert seien. Das Duell gegen Waldhof Mannheim findet nun offenbar ebenfalls wie geplant statt.

TSV 1860 – Eintracht Braunschweig (Spieltag 25): Ergebnistipp Raptile

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1860 Raptile Addis Mussa

Nachdem U19-Trainer Jonas Schittenhelm am vergangenen Wochenende den Auswärtssieg der Löwen bei Viktoria Köln vorhergeahnt hatte, darf sich diesmal ein Gast aus der Musikbranche am Ergebnistipp versuchen. Rapper Raptile hat selber zehn Jahre in der Jugend des TSV 1860 gekickt und tippt heute für uns die Partie gegen Eintracht Braunschweig.

Raptile tippt auf Sieg des TSV 1860

Noch heute ist Raptile (bürgerlicher Name: Addis Mussa) dem TSV 1860 verbunden und verfolgt die Löwen ganz genau. Entsprechend verwundert es nicht, dass er der Köllner-Truppe gegen Eintracht Braunschweig einen Sieg zutraut.

“Das ist ein sauwichtiges Spiel für 1860.
Die sind 5 Punkte vor uns und haben dabei ein Spiel mehr.
Ich sag 3:1 für uns. Tore: Bär, Neudecker, Lex”

Das wäre natürlich traumhaft und würde dem TSV 1860 wieder ganz neue Perspektiven nach oben eröffnen.

Top Ten-Hit in Deutschland

Bereits Mitte der 90er machte sich Raptile in der Münchner Rapszene einen Namen und durfte als Gast bei Bands wie Pharcyde und den Absoluten Beginnern auftreten. Im Jahr 2000 begleitete er Samy Deluxe und David P. (Main Concept) auf deren Future Freestyle Tor quer durch die Republik.

Den größten Charts-Erfolg feierte Raptile im Jahr 2005, als seine Single “Fight Back” die deutschen Top Ten erreichte. 2010 gründete Raptile mit Lionezz und Viper die Gruppe Follow Your Instinct.

Zeit für einen gemeinsamen Löwensong?

Da sich ja nun schon einige Musiker als Löwenfans geoutet haben, ist es echt mal an der Zeit, die alle für einen Song über den TSV 1860 an den Tisch zu bringen, oder?

Na, wie schauts aus?

Raptile
Roger Rekless
Lef Dutti (dicht & ergreifend)
Tom Fock (Lustfinger)
Patrick Lindner
Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys
Xavier Darcy
Roland Hefter

 

Köllner über Braunschweig: “Uns wird alles abverlangt!”

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Michael Köllner unterschätzt keinen Gegner. Speziell nicht in der extrem ausgeglichenen 3. Liga. Und doch fiel in der LÖWENRUNDE vor dem Spiel des TSV 1860 gegen Eintracht Braunschweig am kommenden Sonntag (13 Uhr im sechzger.de-Liveticker) auf, dass der Oberpfälzer den Niedersachsen besonderen Respekt entgegenbringt – ohne natürlich zu vergessen, auf das nach vier Siegen in Serie vorhandene Selbtsvertrauen seiner eigenen Schützlinge zu verweisen und für übermorgen einen Sieg einzufordern.

Uns wird gegen Braunschweig alles abverlangt. Das ist eine der Top-Mannschaften der Liga, die brutale Offensivkraft hat. … Das hat man schon im Hinspiel gesehen, dass die Mannschaft vor allem in der Breite viel Qualität hat. Da sind sie uns vielleicht überlegen. Ich glaube, dass wir in der Breite nicht so eine hohe Qualität haben. Wir haben viele junge Spieler, die haben viele erfahrene Spieler hinten dranhängen.

Das wird für uns ein Riesenbrett, das wir bohren müssen, aber wir sind gut drauf, haben vier Spiele in Folge gewonnen. Braunschweig hat vor der Winterpause eine tolle Bilanz gehabt mit drei Siegen und einem Unentschieden, sind als Tabellenzweiter in die Pause gegangen. Nach der Pause klemmt es ein Stück weit. … Sie kassieren wenig Tore, weil sie einen Klasse-Torwart haben, hinten gut stehen und sehr organisierten Fußball spielen. Aber wir wollen unseren fünften Sieg holen. Wir wissen, dass das bis zur letzten Sekunde eine brutale Leistung von uns erfordert.

Auf das Thema der letzten Sekunde zielte eine spätere Nachfrage von sechzger.de ab. Ob es nun gerade gegen Braunschweig, einer Mannschaft mit vielen Abschlussversuchen und auch vielen späten Toren, ganz besonders wichtig sei, bis zum Ende voll konzentriert zu Werke zu gehen.

Ich glaube, dass das genau das Thema ist. Das ist schon so ein Merkmal der 3. Liga: Ein Tor Führung ist schwer, deswegen freut es mich umso mehr, dass es uns in Köln gelungen ist, den 1:0-Sieg nach Hause zu bringen … Natürlich würde ich gern zur Halbzeit mit 3:0 führen, dann würde es dieses Thema gar nicht mehr geben. Aber so gut sind wir nicht und so schlecht sind auch die anderen Mannschaften nicht. Die Liga ist einfach so ausgeglichen. Einzelne Momente entscheiden.

Ein wenig anders lief es ja beim letzten Besuch der Eintracht auf Giesings Höhen. Gleichwohl es Ende Januar 2020 gegen Braunschweig zur Pause “nur” 2:1 stand, erinnert sich der eine oder andere Löwenfan sicher gerne an jenes 4:1 zum Jahresauftakt, als die 15.000 Fans auf Giesings Höhen am Schluß kein bisschen mehr um den Sieg zittern mussten.

Apropos vergangene Spiele: Ob er wisse, wie lang die letzte und bislang einzige Niederlage des TSV 1860 gegen Braunschweig auf Giesings Höhen zurückliege, wollte sechzger.de auch noch von Köllner wissen. Da musste der ansonsten ja auch historisch stets umfassend informierte Köllner allerdings passen. Wir halfen. Am 7. Dezember 1968 war’s – über ein Jahr vor der Geburt des aktuellen Löwendompteurs. Dass bei so einer langen Zeit auch am Sonntag verlieren eigentlich verboten ist, liegt auf der Hand.

TSV 1860 – Eintracht Braunschweig – Die TAKTIKTAFEL vor dem Spiel

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem Spiel TSV 1860 – Eintracht Braunschweig.

Michael Schiele Trainer der Eintracht, die momentan auf Platz drei der dritten Liga rangiert, lässt sein Team vornehmlich im 4-2-3-1 antreten. Aber auch das 4-3-1-2, die sogenannte flache Raute, und bei der Niederlage gegen den FSV Zwickau am vorvergangenen Spieltag das 5-3-2 haben wir von den Niedersachsen schon gesehen. Michael Schiele stellt sein Team taktisch immer geschickt auf den jeweiligen Gegner ein, ohne dabei die eigenen Tugenden zurückstellen zu müssen. So kann man über den kompletten Verlauf der Saison verfolgen, dass das, was auf dem Feld gegen den Ball geboten wird, immer sehr Gegnerabhängig ist, während die Eintracht sobald sie selbst den Ball hat, gnadenlos ihr Spiel durchzieht. So sind am Sonntag gegen den TSV 1860 bei Eintracht Braunschweig mehrere Formationen denkbar, ich werde mich auf das 4-2-3-1 konzentrieren.

Die wichtigsten statistischen Werte der Eintracht

  • Ballbesitz 48%
  • Passgenauigkeit 79%
  • Defensive Zweikampfquote 59%
  • Flankengenauigkeit 34%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 9,69

Wie spielt Braunschweig?

Wenn die Braunschweiger mit Viererkette spielen, verschiebt sich das 4-2-3-1 System bei eigenem Ballbesitz zunächst meist asymmetrisch zu einem 3-5-2.

Dabei schiebt einer der Außenverteidiger ins Mittelfeld nach vorne und einer der beiden Mittelfeldaußenspieler, im Normalfall der auf der ballfernen Seite, ins Sturmzentrum. Man hat allerdings auch schon gesehen, dass im Positionsspiel beide Außenverteidiger ins Mittelfeld verschieben. Das geschieht dann ohne das einer der defensiven Mittelfeldspieler dynamisch in die Kette abkippt. Somit agiert Braunschweig mit hohem Risiko im Positionsspiel, um Überzahl im Mittelfeld herzustellen. Dies geschieht vornehmlich, wenn Schieles Mannschaft in Rückstand gerät.

Im letzten Drittel des Gegners sieht man dann bisweilen fünf Offensivspieler auf der vordersten Linie. Die Verschiebung auf 3-5-2 erfolgt, indem einer der beiden Außenverteidiger ins Mittelfeld aufrückt, während einer der beiden Mittelfeldaußenspieler mit auf die vorderste Linie geht. Die beiden standardmäßigen Mittelfeldaußenspieler Peña Zauner und Multhaup sind gelernte Außenstürmer. Von daher ist die stark offensive Ausrichtung und die daraus resultierende Durchschlagskraft der Braunschweiger nicht verwunderlich.

Gegen den Ball

Gegen vermeintlich schwächere Gegner spielen die Braunschweiger ein gnadenloses Angriffspressing auf der vordersten Linie, das viele Mannschaften vor große Probleme beim eigenen Spielaufbau im Positionsspiel stellt. Wenn sie sich einer Mannschaft gegenüber sehen, die sich aus solchen Situationen normalerweise gut befreien kann, legen die Braunschweiger ihre Pressinglinie etwas tiefer an oder überlassen dem Gegner sogar das Feld bis zur Mittellinie, um die Räume in der eigenen Spielfeldhälfte eng zu machen.

Bei Ballbesitz

Bei eigenem Ballbesitz spielt Michael Schieles Team situationsabhängig einen Mix aus schnellem, vertikalem Spiel mit wenigen Stationen bis ins gegnerische letzte Drittel und kontrolliertem sowie oft relativ breit angelegtenm Kombinationsspiel.

Der größte Trumpf der Braunschweiger ist die hohe Zielgenauigkeit bei Schussversuchen. Hinter Magdeburg liegt die Eintracht in dieser Statistik auf dem zweiten Platz in der Liga. Auch das Verhältnis von Ballkontakten im gegnerischen Strafraum zu Schüssen in diesem Bereich ist bei der Eintracht phänomenal. Lediglich ein Ballkontakt pro Spiel wird in der Box des Kontrahenten statistisch gesehen nicht zu einem Schuss umgemünzt.

Es gibt allerdings kaum einen Vorteil, der nicht auch einen Nachteil mit sich brächte. Im Fall des Verhältnisses Ballkontakte in der Box zu Schüssen in der Box ist der Nachteil der, dass die Spieler der Eintracht meist sofort wenn sie den Ball in der Box haben auch schießen. Deshalb ist die Position, aus der geschossen wird, oftmals nicht unbedingt die Beste. Damit sind entweder viele der trotzdem zielgenauen Schüsse aufgrund fehlenden Drucks oft leichte Beute für den gegnerischen Torhüter oder der Torhüter stellt sich schnell darauf ein, dass bei Ballkontakt sofort geschossen wird, wächst dann über sich hinaus und performt besser als üblich.

Ein gutes Beispiel hierfür ist das Spiel gegen Zwickau. 30 Schüsse gab die Eintracht in diesem Spiel ab, zwölf davon von außerhalb des Strafraums der Schwäne. 18 Schüsse wurden in der Box abgesetzt, 44% davon gingen aufs Tor – keiner hinein. Vier der Schüsse im Strafraum kamen aus Positionen, in denen ein Treffer als sehr wahrscheinlich angesehen werden darf. Diese Schüsse waren aber allesamt leichte Beute für den Zwickauer Keeper.

Steter Tropfen höhlt jedoch bekanntlich den Stein, deshalb ist die Philosophie “zieh ab, wenn du den Ball im Strafraum am Fuß hast” nicht verkehrt. Irgendwie geht die Kugel schon irgendwann ins Tor. Braunschweig erzielt gemäß dieser Devise seine Tore hauptsächlich in der zweiten Halbzeit. In ungefähr 70% aller Fälle erst nach der 60. Minute, 26% nach der 75. Minute.

Ein Konzentrationsabfall beim TSV 1860 aufgrund von Ermüdung im Spiel wird von Eintracht Braunschweig voraussichtlich bestraft werden.

Stärken und Schwächen des 4-3-2-1

Die Stärken

Gegen den Ball ist das 4-2-3-1 in der Zentrale und Richtung eigener Box sehr kompakt. Es gibt den Gegnern kaum Raum, um dort vernünftiges Passkombinationsspiel aufzuziehen. Auch gegen zwei oder drei Stürmer ist man durch die beiden defensiven Mittelfeldspieler gut abgesichert. Nach Balleroberung kann das Spiel über die beiden Sechser relativ variabel gestaltet werden. Sowohl über die Flügel als auch über das Zentrum sind schnelle Angriffe möglich, wenn man die Lücken im Raum schnell erfasst und alle Offensivspieler ihre Laufwege situationsbedingt richtig anlegen. Oft schaltet sich einer der beiden Sechser auch aktiv und nicht nur als Ballverteiler in das Offensivspiel mit ein. Dadurch wird die Offensive als Ganzes schwerer auszurechnen.

Die Schwächen

Gegen den Ball ist ein Gegner, der gern über die Flügel angreift schwer zu kontrollieren, da die Wege um einen Spieler zu doppeln relativ weit sind und die Doppelung vom Angreifer oft schon erkannt wird, wenn sich der doppelnde Gegner aus seiner taktischen Grundposition löst. Das führt bei guter Spielübersicht und genauem Passspiel zu viel Raum für die angreifende Mannschaft. Die Mittelfeldspieler auf den Außenpositionen müssen außerdem ein extrem hohes Laufpensum bewältigen, wenn sie die gegnerischen Flügel unter Kontrolle halten wollen. Im Spiel nach vorne ist vor allem das Fehlen eines zweiten Stürmers ein großes Manko. Dessen Fehlen bringt, wegen der Unterzahl die entsteht, wenn kein weiterer Spieler aufrückt, für den Spieler in der Sturmzentrale nur wenig Raum zur Entfaltung seiner Fähigkeiten. Deshalb sind torgefährliche Mittelfeldspieler, die mit aufrücken zwingend erforderlich, um im 4-2-3-1 erfolgreich zu sein.

Schlüsselspieler

Torwart Jasmin Fejzic (#16) ist ein sicherer Rückhalt seines Teams. Er hat keine Schwächen. Eine besondere Stärke sind seine sehr guten Reflexe. Ihn zu überwinden gelingt wahrscheinlich nur mit tatkräftiger Hilfe seiner Vorderleute.

Innenverteidiger Brian Behrendt (#30) gewinnt bisher 66% seiner Zweikämpfe und ist im Verbund mit dem 1,94 m großen Michael Schultz eine Bank in der Abwehrzentrale. Auch seine Pässe zur Spieleröffnung kommen sicher an. Die einzige Schwäche ist ein etwas langsamer Antritt. Bei gutem Stellungsspiel fällt dieser aber kaum ins Gewicht.

Robin Krauße (#39) im defensiven Mittelfeld ist der offensivere der beiden Sechser. So gehen die meisten Angriffe, die über das Zentrum eingeleitet werden über ihn. Aber auch als Vorlagengeber trat er schon in Aktion. Abgesehen von einer gewissen Schwäche bei Kopfballduellen ist er ein kompletter defensiver Mittelfeldspieler. Krauße besitzt genügend technische Qualitäten, um auch nach vorne entscheidend mitzuwirken.

Bryan Henning (#6) im offensiven Mittelfeld ist der kreative Kopf der Mannschaft. Dribbelstark, passsicher und sich nicht zu schade auch gegen den Ball wenn nötig Dreck zu fressen ist er einer der besten Spieler auf seiner Position in der dritten Liga. Der 26-Jährige hat in 19 Spielen, die er bisher absolviert, hat vier Tore und fünf Vorlagen auf dem Konto. Knapp einen Scorerpunkt in jedem zweiten Spiel also.

Lion Lauberbach (#20) wurde erst in der laufenden Saison aus Kiel ausgeliehen und verstärkt den Sturm in der Zentrale als gelernter Mittelstürmer. Acht erzielte Treffer machen ihn zum besten Stürmer der Braunschweiger. Mit Benjamin Girth (#9) der ebenfalls aus Kiel kam und dem erst zum Ende des Wintertransferfensters vom Leipziger Brausewerbevehikel ausgeliehenen Fabrice Hartmann (#18) hat die Eintracht für den Fall der Fälle zudem hochkarätige Alternativen auf der Bank sitzen.

Fazit: kann der TSV 1860 gegen Eintracht Braunschweig punkten?

Gegen die Eintracht aus Braunschweig sieht die Bilanz für den TSV 1860 bei Heimspielen an der Grünwalder Straße absolut positiv aus. Nur einmal verloren die Sechzger ein Spiel. Das war im Jahre 1968. Pessimisten mögen jetzt sagen, wir sind reif für eine erneute Niederlage. Wenn unsere Löwen aber so auftreten wie in den letzten Spielen und diesen unbändigen Siegeswillen, mannschaftliche Geschlossenheit sowie Effizienz vor dem gegnerischen Kasten wieder auf den Platz bringen, sollten wir zumindest einen Punkt holen.

Mit Willsch, Wein, Staude und Greilinger fehlen zwar einige Spieler, aber der Verlauf dieser Saison hat gezeigt, dass der Kader klar breit genug ist um diese Ausfälle zu kompensieren.

Ich sehe dem Spiel am Sonntag guter Dinge entgegen und erwarte ein spannendes Spiel. Kampf, Einsatz und Wille beim TSV 1860 München werden stimmen. Trainer Michael Köllner wird der Mannschaft den richtigen Matchplan mit auf den Weg geben, um die Partie erfolgreich zu gestalten. Die Rückkehr der Fans, auch wenn es nur 3750 sind, wird dazu beitragen, dass die Mannschaft motiviert und kämpferisch auftritt.

Bei der Durchschnittsgröße der Braunschweiger Spieler ist für den TSV 1860 München im Spiel gegen Eintracht Braunschweig zweierlei wichtig. Erstens: flache Flanken in die Box. Hohe Bälle werden die Türme in der Abwehr des BTSV vermutlich gnadenlos entschärfen. Zweitens: keine hohen gegnerischen Flanken zulassen, denn auch in der Offensive hat Braunschweig mit Lauberbach einen kopfballstarken Schlüsselspieler.

Ich bin davon überzeugt, dass im Spiel TSV 1860 – Eintracht Braunschweig Punkte in Giesing bleiben. Ob einer oder drei wissen wir am Sonntag nach dem Spiel.

So könnte Braunschweig gegen den TSV 1860 beginnen

Datenquelle: Wyscout