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Sechzig um Sieben: Die Derbywoche ist angebrochen

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Sechzig um Sieben: Heimpremiere rückt näher

Guten Morgen, liebe Löwenfans! Dies ist wahrscheinlich das erste “Sechzig um Sieben”, das der Autor nach zwei Mass im Biergarten verfasst. Seid also gnädig, falls sich der ein oder andere kleine Fehler einschleicht. Eiskalt wie Sascha Mölders vor dem gegnerischen Tor nutzte ich gestern Abend die Chance, einen der geöffneten Biergärten im Landkreis Starnberg zu besuchen. Von mir daheim keine halbe Stunde mit dem Radl, tagsüber einen Corona-Test gemacht und auf der Website des Biergartens eingecheckt. Dann zeigt man das alles auf dem Handy am Eingang des Biergartens vor und rein ins Vergnügen. Echt nicht schwer! Die neue Normalität ist nahe! Und mit ihr werden sicher auch wieder Besuche im Stadion möglich. Ich kann es kaum erwarten! Und in einer Derbywoche schon drei Mal nicht.

Heute trainingsfrei

Ob sich der ein oder andere Spieler aus dem Kader gestern Abend auch zur Ablenkung in den Biergarten begeben hat, wissen wir nicht. Auf jeden Fall haben die Löwen heute nochmals traingsfrei, bevor Michi Köllner morgen die Vorbereitung auf das wichtige Derby am Sonntag gegen die sogenannten “Amateure” von der Säbener Straße startet. Ist in einer Derbywoche die Spannung sicher eh schon höher, dürfte sie dieses Mal auf Grund der Tabellensituation zwei Spieltage vor Schluss der Saison noch intensiver sein.

Christopher Schindler kehrt nach Deutschland zurück

Unser ehemaliger Kapitän Christopher Schindler wechselt nach Nürnberg. Wie die Bild-Zeitung berichtet unterschreibt der mittlerweile 31-jährige Schindler einen Zweijahres-Vertrag beim Club. Schindler durchlief ab 1999 das NLZ der Löwen und wechselte 2016 nach 17 Jahren an der Grünwalder Straße nach England zu Huddersfield Town, wo er die letzten 5 Jahre verbrachte und sogar zwei Jahre in der Premier League spielte. Hoffentlich können wir Christoph nächstes Jahr im Sechzger Stadion mit dem Club begrüßen. Also ein Grund mehr aufzusteigen!

Wahlvorschläge für die Mitgliederversammlung können eingereicht werden

Wie der TSV 1860 München e.V. heute in der Vereinszeitung veröffentlichte können Wahlvorschläge für die in diesem Jahr stattfindende Mitgliederversammlung ab sofort bei Ekkehard Krebs eingereicht werden. Zur Wahl stehen dieses Jahr folgende Gremien für die kommenden drei Jahre:

  • Seniorenvertreter
  • Verwaltungsrat
  • Ehrenrat
  • Wahlausschuss
  • und die Kassenprüfer

Wahlvorschölge müssen bis zum 04.06. eingehen. Die Mitgliederversammlung scheint corona-bedingt noch nicht terminiert zu sein.

Mit sechzger.de durch die Derbywoche

Ansonsten herrscht konzentrierte Ruhe rund um die Grünwalder Straße. Wer sich von Fußballarithmetik und der sonstigen Nervosität auf der Zielgeraden der Saison ablenken will,  kann heute im Laufe des Vormittags einen Bericht von unserem Historiker Thomas Bohlender zu einem Spiel der Löwen gegen Borussia Dortmund vor einem Vierteljahrhundert lesen. Da kommt Ihr sicher auf andere Gedanken! Ansonsten halten wir Euch auch in der Derbywoche über alles Wissenswerte rund um den TSV 1860 München und die dritte Liga auf dem Laufenden. Macht’s gut, Sonntag Derbytime!

 

 

 

Sechzig@18:60 – 3,1 Millionen Zuschauer sahen Remis des TSV 1860

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TSV 1860 München News am Abend

Was war das für eine Erleichterung, als Phillipp Steinharts abgefälschter Schuss am Samstag den Weg ins Tor des SV Wehen Wiesbaden fand. Wie der TSV 1860 heute bekannt gab, waren mehr als 3,1 Millionen Zuschauer Zeuge des Punktgewinns in der Brita-Arena. Das Endspiel um den Relegationsplatz in Ingolstadt haben die Löwen also sicher, vorher steht jedoch noch das Duell mit dem FC Bayern II auf dem Programm.

TAKTIKTAFEL-Analyse SVWW – TSV 1860

Es war schon ein seltsames Match, das wir am Samstag zu sehen bekamen. Die Löwen waren weitestgehend optisch dominant und erarbeiteten sich zahlreiche Torchancen. Dennoch hätte man sich auch nicht beschweren können, wenn man den Platz als Verlierer hätte verlassen müssen. Bernd Winninger lässt die Partie in seiner TAKTIKTAFEL-Analyse nochmal Revue passieren.

Drei Löwen in der kicker “Elf des Tages”

Obwohl Marco Hiller die Löwen in Wiesbaden kurz vor der Pause mit einer tollen Parade im Spiel hielt, hat er es nicht in die kicker “Elf des Tages” geschafft. Welche drei Löwen stattdessen vom Sportmagazin nomniert wurden, lest Ihr hier.

Über 3,1 Millionen Zuschauer sahen den TSV 1860

Mehr als 3,1 Millionen Zuschauer sahen das Remis der Löwen in Wiesbaden am vergangenen Samstag. Der Bayerische Rundfunk, der die Partie live übertrug, verzeichnete dabei in der Spitze über 150.000 Zuschauer. In der ARD Sportschau waren zudem über 2,8 Millionen Personen Zeuge des Punktgewinnes in der Brita-Arena. Darüber hinaus war das Match auch in Blickpunkt Sport (BR), im Hessische Rundfunk, bei Magenta und via Internetstream zu sehen.

Lethargischer Meister

Letzte Saison feierte der FC Bayern II die Drittligameisterschaft, dieses Jahr schauts ziemlich düster aus für die Seitenstraßler. Gegen den feststehenden Absteiger SpVgg Unterhaching setzte es gestern eine schmerzhafte 1:2-Niederlage. Entsprechend ratlos war auch Routinier Nicolas Feldhahn:

“In dem Spiel konnten wir nur verlieren. Jeder hat damit gerechnet, dass wir gewinnen. Bei Haching war der Druck weg, und die hatten mehr Leichtigkeit und haben mehr Freude entwickelt. Wir waren dagegen lethargisch.”

Wenn alles perfekt läuft, könnte 1860 mit einem Sieg am kommenden Sonntag also Platz 3 klarmachen (wenn Ingolstadt am Samstag verliert) und gleichzeitig den FC Bayern II in die Regionalliga schießen. Man wird ja mal träumen dürfen…

Stendera verlängert beim FC Ingolstadt 04

Die Schanzer haben den Vertrag mit Mittelfeldspieler Marc Stendera per an Einsätzen gebundener Klausel um ein Jahr verlängert. Wir wünschen den Ingolstädtern, dass sie auch in der kommenden Saison viel Spaß mit dem Spieler in der 3. Liga haben werden.

Erfolg für eSportler von Penta 1860

Nachdem zuletzt die League of Legend-Mannschaft von Penta 1860 auf sich aufmerksam gemacht hatte, fuhr am Wochenende ein eSportler der Sektion FIFA einen Erfolg ein. Maurice Pleuger setzte sich beim “Wegfrei eCup NRW” gegen starke Konkurrenz durch und feierte den Sieg.

Fleißige Skilöwen

Trotz Muttertag setzten die Skilöwen auch gestern ihre Vorbereitung auf die kommende Saison fort. Diesmal waren die Mädels und Jungs der Skiabteilung des TSV 1860 auf Inline-Skates unterwegs und haben sich 2 1/2 Stunden lang ausgepowert.

TAKTIKTAFEL, die Analyse: Wehen Wiesbaden – TSV 1860 München

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur TAKTIKTAFEL Analyse des Spiels unseres TSV 1860 München beim SV Wehen Wiesbaden.

In einem von den Löwen über die komplette Spielzeit dominierten Spiel trennen sich die Kontrahenten letztendlich mit einem gerechten Unentschieden. Ein gerechtes Unentschieden trotz Dominanz für eine der beiden Mannschaften? Das klingt zunächst ein wenig seltsam. Aufgrunddessen wie der TSV 1860 und Wehen Wiesbaden taktisch an das Spiel herangingen, ist das Ergebnis aber absolut gerecht.

Die statistischen Zahlen

TSV 1860 Wehen Wiesbaden
Ballbesitz 56% 44%
Passgenauigkeit 81% 79%
Defensive Zweikampfquote 65% 47%
Schüsse 22 12
davon aufs Tor 7 3
PPDA* 12,69 17,87
*(zugelassene Pässe pro Defensivaktion)

 

Das System von Wiesbaden

Die Wiesbadener spielten gegen den Ball sehr kompakt mit 4-2-3-1, wobei die Pressinglinie auf dem tiefstmöglichen Level angesetzt war. Mit nicht ganz auf tiefsten Punkt angesetzter Defensivlinie wurde das Spielfeld für den TSV 1860 sehr eng. Somit war hohe Präzision bei den Pässen sowie enorme Laufbereitschaft der Offensivspieler gefragt, um Angriffe zu Ende spielen zu können.

Bei eigenem Ballbesitz der Wiesbadener verschob sich Wurtz als hängende Spitze hinter Nilsson nach vorn und der als Box-to-Box Spieler agierende Medic ging hinter den beiden Spitzen ins offensive Mittelfeld. Es entstand bei Ballbesitz der Gastgeber dadurch ein 4-4-2 (Raute) bzw. 4-1-3-2.

Grundsätzlich war die taktische Ausrichtung der Wiesbadener auf schnelle Überbrückung des Mittelfeldes bei Ballgewinn ausgelegt. So sah man kaum zu Ende gespielte Positionsangriffe der Hessen, dafür aber viele, teils brandgefährliche, Konterattacken die, bei besserer Vollendung im letzten Drittel, auch zu einer herben Niederlage für den TSV 1860 München hätten führen können.

So spielte der TSV 1860 in Wiesbaden

Die Löwen brachten wie üblich das flexible 4-1-4-1 auf den Rasen. Die Pressinglinie gegen das Wiesbadener Positionsspiel wurde ungefähr in der Mitte der gegnerischen Hälfte gesetzt, bei Rückpässen wurde aber bis ganz vorne nachgearbeitet. Die Defensivlinie der Löwen war meist auch mittig gewählt, in seltenen Fällen kurz vor dem eigenen letzten Drittel.

Bei eigenem Ballbesitz wurde aus dem Mittelfeld heraus sehr variabel verschoben. Die Außenverteidiger ließ Michael Köllner jedoch nicht komplett von der Leine. Bei den schnellen Spielern, die der SVWW auf den Außenbahnen hat, ein weiser Entschluss.

Je nach Situation waren bis zu drei Spieler der Löwen im Sturmzentrum zu finden. Ballsicher im Positionsspiel aber gegen tiefstehende, kompakt verteidigende Gastgeber oft mit dem falschen Lösungsansatz an die Situation herangehend wurde das Toreschießen für die Spieler und die vor den Empfangsgeräten mitfiebernden Fans zur Geduldsprobe.

So setzten die Spieler bei 45 ausgespielten Positionsangriffen des TSV 1860 München gegen Wehen Wiesbaden (nur in zwei anderen Spielen konnten die Löwen diese Saison mehr Angriffe zu Ende Spielen) immerhin fünfzehn Schüsse ab. Weitere sieben Schüsse der Sechzger entsprangen Eckbällen oder Konterangriffen. Im Tor landete leider nur genau einer dieser Schüsse.

Die Gastgeber machen den Löwen das Leben mit Kontern schwer

Gegen den Ball gab meist Tallig den Box-to-Box Spieler, der den zunächst im defensiven Mittelfeld agierenden Dressel in der Abwehrarbeit unterstützen sollte. Es ließ sich aber auch Neudecker bei vielen Angriffen des SVWW weit mit zurückfallen, um vor der Viererkette mehr Kompaktheit zu generieren. Das schaffte gegen das Positionsspiel der Hessen eine derart gute Staffelung, dass es den Löwen gelang, die Wehener auf ganze vier Schüsse bei fünfzehn zu Ende gespielten Positionsangriffen zu limitieren.

Um das starke Konterspiel der Hausherren zu unterbinden, fiel den Sechzgern jedoch wenig ein. Zwölf Angriffe, die aus Umschaltmomenten entstanden, konnte Wiesbaden zu Ende spielen und dabei fünf Schüsse absetzen. Damit ist Wehen Wiesbaden das Team, dass in beiden Spielen diese Saison die meisten Konterangriffe gegen den TSV 1860 zu Ende spielen konnte. Sieben im Hin- und zwölf im Rückspiel. Gegen keine andere Mannschaft ließen die Löwen so viele ausgespielte Konter zu.

Der Vergleich der Ballkontakte in der gegnerischen Box sieht den TSV 1860 München klar im Vorteil. Ganze vierzehn Ballkontakte mehr als der Gegner konnten die Löwen für sich im Strafraum verzeichnen. Eine vielbeinige Abwehr des SVWW und ein glänzend haltender Tim Boss konnten aber die Einschläge im eigenen Kasten verhindern.

Die Punkteteilung geht in Ordnung

Warum schreibe ich von einem gerechten Unentschieden? Für beide Teams ging die taktische Marschroute auf, die Ausbeute war jedoch für die Kontrahenten mangelhaft. Der TSV 1860 München scheiterte am hinten kompakt stehenden Gegner, der von insgesamt 22 Schüssen der Löwen sechs blocken konnte. Weitere sechs der Schüsse aufs Tor hielt Torhüter Boss. Neun Schüsse gingen daneben. Der Schuss von Lex in der 61. Minute, den Boss, bevor ein Verteidiger klären konnte, an den Pfosten lenkte, war die wohl größte Chance im Spiel überhaupt.

Auch der SV Wehen Wiesbaden scheiterte bei der Durchführung des eigenen Plans vom schnellen vertikalen Spiel in Umschaltmomenten. Zu stümperhaft und planlos wurden die vielen guten Konter zu Ende gespielt, sodass am Ende des Tages für die Hessen lediglich drei Schüsse aufs Tor zu Buche stehen.

Ein Sieg wäre für beide Mannschaften trotzdem denkbar gewesen

Nun kann man zusammenfassend sagen: Beide Teams haben ihren Plan gut verfolgt und, vom Tore schießen mal abgesehen, gut ausgeführt.

Die sehr tief stehenden Hausherren machten es den Löwen generell nicht leicht. Weil die Wiesbadener so tief standen und das Pressing meist erst kurz vor der Mittellinie begannen und je näher die Löwen dem Strafraum kamen das Abwehrnetz immer engmaschiger wurde sind schon das häufige Eindringen in die gegnerische Box und auch die immerhin zwölf dort abgesetzten Schüsse als Erfolg zu werten. Das nötige Glück hat leider meist gefehlt.

Es machte sich der SVWW in die andere Richtung aber das Leben selbst schwer. Unentschlossenheit der Gastgeber, wer denn nun am besten die jeweilige Kontergelegenheit abschließen soll, brachte die Löwen in vielen Situationen zurück in Ballbesitz oder gab den Gästen genug Zeit sich defensiv zu formieren, um die Gefahr vom eigenen Tor wegzuhalten.

Somit sind beide Teams trotz korrekter Ausführung ihrer Matchpläne gescheitert. Wiesbaden an sich selbst, die Löwen an der stabilen Defensive in der Box und dem herausragenden Keeper.

Als Fan ist man während des Spiels, egal für wen man die Daumen gedrückt hat, teilweise verzweifelt. Für einen neutralen Zuschauer war dieses Spiel sicherlich ein Unentschieden mit allerhöchstem Unterhaltungswert.

Die Tore

Die Führung für Wiesbaden

Dem 1:0 für die Gastgeber ging ein ungenauer Angriff der Löwen voraus. Nachdem die Verteidiger in der Viererkette des TSV 1860 München ein wenig das Leder hin und her geschoben hatten ging Stephan Salger in halblinker Position mit dem Ball in Richtung Mittellinie und versuchte ein steiles Anspiel auf Mölders, der wenige Meter vor der Strafraumgrenze aber nicht an den Ball kam. Stattdessen lief der Wiesbadener Kapitän Mockenhaupt in den Passweg ein und stibitzte das Spielgerät, bevor Mölders es erreichen konnte. Mit dem ersten Kontakt von Mockenhaupt in dieser Szene ging der Ball steil auf Nilsson, der aus Sicht des SVWW rechts am Mittelkreis etwa sieben Meter in der eigenen Spielfeldhälfte den Ball noch einmal zu Mockenhaupt zurückprallen ließ. Die Nummer vier der Wiesbadener war zu diesem Zeitpunkt schon etwas aufgerückt und konnte seinerseits den als hängende Spitze agierenden Wurtz, der in diesem Moment ohne Gegenspieler war, im Mittelkreis anspielen.

Der Stürmer marschierte nun mit dem Ball am Fuß ungestört alleine auf die Box unserer Sechzger zu.

Die im Rückwärtsgang verteidigenden Löwen spielten Mann gegen Mann gegen den jeweiligen Gegenspieler. Belkahia versuchte Wurtz an der Strafraumgrenze zu stellen. Aufgrund des hohen Tempos des Wiesbadener Angreifers war das ein schweres Unterfangen. Technisch versiert und flink reichte Wurtz eine kurze Körpertäuschung und ein Übersteiger, um Belkahia hier zu düpieren, links an ihm vorbeizuziehen und in den Strafraum der Löwen einzudringen. Aus etwa acht Metern in halblinker Position im Strafraum versenkte Wurtz die Kugel im langen Eck.

Wäre dieser Treffer zu verhindern gewesen?

Möglicherweise. Wenn man sich die Entstehung ansieht, kann man zu der Auffassung kommen, dass der Kapitän der Sechzger näher an Mockenhaupt dran sein müsste, als Nilsson den Ball zu diesem zurückprallen lässt. Auch hätte nachdem Wurtz das Leder von Mockenhaupt bekam Dressel einen schnelleren Gang einlegen können, um zu versuchen zwischen den ballführenden Spieler und die Viererkette zu kommen. Man sieht sehr deutlich, dass Wurtz mit Ball gleich schnell ist wie Dressel ohne.

Semi Belkahia trifft in diesem Fall meiner Meinung nach die geringste Schuld. Er wird in der Rückwärtsbewegung von einem Spieler, der mit hohem Tempo auf ihn zuläuft ausgespielt. Hier ein Foul zu riskieren, wenn man noch den starken Torhüter hinter sich weiß, wäre nicht klug gewesen.

Der Ausgleich für die Löwen

Nach einem Foul an Merveille Biankadi auf der halblinken Seite auf halbem Weg zwischen Toraus- und Mittellinie in der Spielfeldhälfte des TSV 1860 München gibt es Freistoß für die Sechzger. Der Ball landet dann auf der halbrechten Seite bei Marius Willsch. Willsch spielt das Leder zu Neudecker, der etwa zwanzig Meter vor der Torauslinie auf dem rechten Flügel ungestört in Ballbesitz kommt. Neudecker macht das Spiel dann schnell und will mit Tempo an Lais vorbeigehen. Kurz vor der Torauslinie versucht er den Ball nach innen zu flanken. Dieser Versuch wird jedoch von Carstens geblockt. Mit großem Einsatz erkämpft sich Neudecker den geblockten Ball erneut gegen die zwei Gegenspieler und zieht mit dem Ball am Fuß in die Box.

Bevor ihn ein weiterer Verteidiger stören kann, legt der flinke Mittelfeldspieler den Ball zurück ins Strafraumzentrum. Biankadi kommt einen Schritt zu spät für einen Schuss, jedoch findet der Pass dann Steinhart, der aus dem Hintergrund in die Box eingelaufen kommt und sofort abzieht. Von Lankford abgefälscht landet der Ball in der 80. Minute unhaltbar für den auf dem falschen Fuß stehenden Wiesbadener Keeper Boss zum verdienten Ausgleich für den TSV 1860 München im Gehäuse.

Fazit zum Unentschieden zwischen Wehen Wiesbaden und dem TSV 1860 München

Wie oben erwähnt geht die Punkteteilung in Ordnung. Glücklicherweise gelang es der Konkurrenz um die Aufstiegsplätze auch nicht, sich entscheidend durchzusetzen.

Alles in allem haben wir am Samstag gegen Wiesbaden ein hochklassiges Drittligamatch gesehen, bei dem der TSV 1860 München und die Gastgeber alle Register gezogen haben, um aufgrund der gewählten taktischen Marschroute maximal erfolgreich zu sein. Mit Blick auf die tatsächlichen Torchancen könnte man den zwei nicht geholten Punkten möglicherweise hinterhertrauern. Tatsächlich ist es aber so, dass wenn Wiesbaden seine Konter klüger ausspielt die Torchancen für die Gastgeber eindeutiger ausgefallen wären als für unsere Sechzger.

Der TSV 1860 München hat das Erreichen des Relegationsplatzes weiterhin selbst in der Hand. Die Spieler sind mental stark und wirkten trotz des Rückstandes nie nervös. Im Gegenteil: sie versuchten bis zum Schluss der Partie, die Entscheidung zu ihren Gunsten herbeizuführen.

Das lässt mich sehr positiv gestimmt auf die verbleibenden zwei Spieltage blicken. Getreu dem vom Kollegen Enn ausgerufenen Motto “Nothings gonna stop us now” blicken wir alle voller Vorfreude auf die letzten beiden Spiele. Die Mannschaft gibt ihr Bestes. Mit Vertrauen ins Team und in unseren Trainer Michael Köllner bleiben wir zuversichtlich und drücken weiterhin die Daumen, dass maximaler Erfolg erreicht wird.

 

Datenquelle: wyscout

kicker: Steinhart, Neudecker und Dressel in der “Elf des Tages”

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Philipp Steinhart Vertrag

Gleich fünf Löwen (Belkahia, Steinhart, Dressel, Biankadi und Neudecker) hatten es nach dem starken 3:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern in die kicker “Elf des Tages” geschafft. Auch nach dem 1:1 beim SV Wehen Wiesbaden ist der TSV 1860 wieder prominent vertreten. Phillipp Steinhart, Richard Neudecker und Dennis Dressel haben das Sportmagazin erneut überzeugt und wurde für die Mannschaft der 36. Spielrunde nominiert.

kicker: Steinhart, Neudecker & Dressel überzeugen

Es läuft derzeit gut für den TSV 1860. Einen großen Anteil daran hat sicher Richy Neudecker, der in den letzten paar Wochen ordentlich Scorerpunkte gesammelt hat. So auch am Samstag, als er sich den Ball am gegnerischen Strafraum erkämpfte und den Kollegen Phillipp Steinhart in Szene setzte. Der fackelte nicht lange und glich – zugegebenermaßen mit etwas Glück – für die Löwen aus und rettete einen ebenso wichtigen wie verdienten Punkt. Zur Belohnung erhielten Neudecker und Steinhart vom kicker Sportmagazin die Note 2 und wurden in die “Elf des Tages” aufgenommen.

Spitzenreiter Dennis Dressel

Dritter Löwe im Bunde ist Dennis Dressel, dessen Leistung ebenfalls mit einer 2 bewertet wurde. Der gebürtige Dachauer wurde somit bereits zum siebten Mal für die “Elf des Tages” nominiert und hat somit zu den bisherigen Spitzenreitern Nico Neidhardt (Hansa Rostock) und Sercan Sararer (Türkgücü) aufgeschlossen.

Mölders dreimal “Spieler des Tages” im kicker

Richard Neudecker wurde bislang sechsmal nominiert, Phillipp Steinhart und Sascha Mölders waren fünfmal vertreten. “Die Wampe von Giesing”, die am Samstag im Abschluss etwas unglücklich agierte, durfte sich zudem dreimal als “Spieler des Tages” feiern lassen.

Weitere Löwen in “Elf des Tages”

Semi Belkahia, Merveille Biankadi, Marius Willsch und der zuletzt verletzte Quirin Moll schafften es dreimal in die Spieltagsauswahl. Zweimal vertreten waren bislang Marco Hiller und Dennis Erdmann. Immerhin einmal durften sich Fabian Greilinger, Stefan Lex, Keanu Staude und Daniel Weil über eine Nominierung freuen.

Natürlich wünschen wir uns von Herzen, dass unsere Löwen die kicker-Redation in den letzten beiden Spielen noch möglichst oft überzeugen!

Sechzig um Sieben: Neue Woche mit Spannung pur in der 3.Liga

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Sechzig um Sieben: Löwen in Rot, im Podcast und im Blick

Unentschieden in Wiesbaden. Für den TSV 1860 München ist in der 3.Liga zwischen Platz 1 und 4 weiterhin alles möglich. Im Saisonendspurt tritt am vorletzten Spieltag nun eine besondere Situation auf: die gesamte Konkurrenz ist am Samstag im Einsatz, während die Löwen erst am Sonntag ran müssen. Gut oder schlecht – das muss jeder für sich selbst entscheiden. Bis es aber soweit ist, analysieren wir zunächst noch das Spiel in Wiesbaden und bringen euch gut informiert durch die anstehende Woche. Den Startschuss setzt dafür jetzt Sechzig um Sieben!

Giesinger Gedanken

1:1-Unentschieden – doch auch die Konkurrenz teilt sich zum Großteil die Punkte mit ihrem Gegner. Was bedeutet das für die letzten zwei Spieltage? Thomas Enn hat den Rechenschieber ausgepackt und beschäftigt sich in seinen Giesinger Gedanken mit dem (noch) relativ unbekannten Begriff der Fußballarithmetik.

Löwe des Spiels

Unser Hauptsponsor sucht wie gewohnt den Löwen des Spiels. Wird es der Torschütze, Phillipp Steinhart, oder eher das gestrige Geburtstagskind Merveille Biankadi? Stimmt noch bis um 12:00 Uhr ab und sichert euch die Chance auf ein Heim-Trikot inklusive Unterschriften der Mannschaft. Aktuell führen dieses Ranking übrigens Richy Neudecker, Sascha Mölders und Marco Hiller mit je sieben Nominierungen an.

TAKTIKTAFEL nach dem Spiel gegen Wehen Wiesbaden in der 3.Liga

Heute erwartet euch bei sechzger.de die Analyse von Bernd Winninger zur Punkteteilung in Wiesbaden. Er zeigt auf, ob auch die Zahlen dem Ergebnis entsprechen.

Gedenken an Sophie Scholl

Anlässlich des 100.Geburtstags von Sophie Scholl hat der TSV 1860 München gemeinsam mit den Löwenfans gegen Rechts und dem Fanprojekt am gestrigen Sonntag Kränze an ihrem Grab aufgestellt.

#GegendasVergessen: Am heutigen Sonntag, 9. Mai 2021, wäre Sophie Scholl 100 Jahre alt geworden. Sie war Mitglied in der…

Gepostet von TSV 1860 München am Sonntag, 9. Mai 2021

 

News aus der 3.Liga

Ergebnisse der Sonntagspartien

Am gestrigen Sonntag standen zwei Partien in der 3.Liga auf dem Programm, die Abstiegskampf pur versprachen und ein durchaus überraschendes Ergebnis lieferten.

Der VfB Lübeck konnte mit einem 2:0-Auswärtssieg beim SV Meppen die letzte Chance auf einen Klassenerhalt wahren. Für Meppen wird die Luft dagegen immer dünner. Aus den letzten sieben Spielen konnten die Emsländer gerade einmal zwei Punkte holen und liegen mit 38 Punkten aktuell auf dem 16.Rang. Lübeck hat aktuell 34 Punkte auf dem Konto und belegt den 19.Platz. Um auch nächstes Jahr in der 3.Liga zu bleiben, müssen sie einerseits zuhause gegen Zwickau und am letzten Spieltag gegen Rostock gewinnen und andererseits auf Patzer der Konkurrenz hoffen.

Im zweiten Spiel zeigte die SpVgg Unterhaching, dass trotz dem bereits besiegelten Abstieg noch mit ihr zu rechnen ist. Das bekam Bayern II zu spüren, die ihrerseits zurzeit auf einem Abstiegsplatz liegen. Die Hachinger siegten im Sechzgerstadion mit 2:1, sodass der Vorjahresmeister weiterhin akut abstiegsbedroht ist. Diese Leistung darf die Spielvereinigung am Samstag im heimischen Sportpark wegen uns sehr, sehr gerne wiederholen. Dann ist nämlich die Kogge aus Rostock zu Gast.

Spiel am Montagabend

Den Abschluss des 36.Spieltags bildet heute abend das Duell zwischen Waldhof Mannheim und dem Halleschen FC. Anstoß im Carl-Benz-Stadion ist um 18:60 Uhr.

Happy Birthday, Merveille Biankadi! Sechzger.de gratuliert!

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Merv Biankadi wird heute 26 Jahre jung!

Geboren in München – viel in Deutschland rumgekommen

In München geboren sammelte der heutige Jubilar seine ersten Fußballerfahrungen auf dem Platz des FC Phönix im Osten der Stadt. Nach ein paar (längst vergessenen) Jahren in den Nachwuchsmannschaften von FCB und FCA, wechselte Biankadi im Sommer 2015 in die Regionalliga Südwest zur SV Elversberg. Zwei Jahre später ging es – quer durch die Republik –  eine Liga höher zu Rot-Weiß Erfurt. Nach einer Saison in Thüringen zog es Merv für zum Ligakonkurrenten nach Rostock, wo er einen Zweijahresvertrag unterschrieb. Auf starke 28 Scorerpunkte in 45 Pflichtspielen in der Saison 2018/19 wurden auch Zweitligisten aufmerksam und der 1. FC Heidenheim kaufte Biankadi schließlich aus dem Vertrag in Rostock heraus. Nach nur sechs Einsätzen verlieh der FCH die Offensivkraft im Winter letzten Jahres nach Braunschweig.

Biankadi-Debüt für Braunschweig auf Giesings Höhen

In seiner Heimatstadt München debütierte Biankadi für die Eintracht: Bei der schmerzlichen 1:4-Niederlage gegen 1860 am 26. Januar 2020. Dennoch schaffte Braunschweig mit Biankadi am Ende der Saison bekanntlich den direkten Aufstieg in die 2. Liga. Nach Leihende zurück in Heidenheim kam er in der Hinrunde dieser Saison lediglich einmal im DFB-Pokal zum Einsatz, weshalb er zum Jahreswechsel für den Rest der Spielzeit und eine weitere Saison zum TSV 1860 ausgeliehen wurde.

Auch heuer ein Aufstieg?

Gleich zu Mervs Debüt im Löwentrikot kam es zum Derby gegen den Nachwuchs aus der Seitenstraße und unser Neuzugang erzielte sofort seinen ersten Treffer in weiß-blau zur 1:0-Führung. In sämtlichen 18 folgenden Drittligapartien stand der Mann mit der Rückennummer 19 auf dem Platz und trug viel dazu bei, dass der TSV 1860 heute, zwei Runden vor Schluss noch vom Aufstieg in die 2. Bundesliga träumen darf. Für Ihn persönlich wäre dies der zweite Aufstieg aus der 3. Liga hintereinander.

Wir wünschen dem heutigen Geburtstagskind alles erdenklich Gute und am kommenden Sonntag gegen den Gegner, gegen der er bereist seinen Einstieg bei uns feierte, wieder eine tolle Leistung auf dem Platz!

Ois Guade, Merv!

FOTO: TSV 1860

 

Giesinger Gedanken nach dem Unentschieden beim SV Wehen

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Gleich zu Beginn ein Ratschlag von mir: kauft Euch Baldrian und Blutdrucksenker, solange es sie im Raum München noch gibt! Es erwartet uns ein Herzschschlagfinale auf der Zielgeraden dieser Saison in der dritten Liga. Nach den gestrigen Ergebnissen ist definitiv klar, dass die Top4 der Tabelle allesamt bis zum letzten Spieltag im Rennen sein werden (mit einer kleinen Ausnahme). Durch den gestrigen Punkt, haben die Löwen sich mindestens ein Endspiel um den Relegationsrang am letzten Spieltag in Ingolstadt gesichert und können immer noch aus eigener Kraft aufsteigen. Was alles noch möglich ist, werden wir anhand eines weithin unterschätzten Fachbereichs der Mathematik wissenschaftlich berechnen: der Fußballarithmetik!

Aber bevor wir – entsprechend der Infrastruktur an Münchner Grundschulen – die Rechenschieber (und nicht die Excel-Tabelle!) rausholen, werfen wir einen Blick zurück auf das Spiel in Wehen gestern.

Ein Spiel für eine laaaange nächtiche Diskussion

Könnte man mit seinen Spezln Bier trinken und Fußballspiele in einer Boazn gemeinsam analysieren, würde man möglicherweise zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Gedanken ziemlich alkoholisiert aus einem Giesinger Stüberl treten und sich wundern, dass die Sonne gerade im Aufgang begriffen ist. Man hat doch lediglich mit seinen Spezln über das Spiel geredet und einfach keinen gemeinsamen Nenner gefunden, ob die Löwen nun 2 Punkte zu wenig eingefahren haben, glücklich einen Punkt gewonnen haben oder die Punkteteilung gestern eigentlich ganz gerecht war.

Wie viele Nächte habe ich in meinem Leben schon so verbracht…

Rückblick auf das gestrige Spiel

Und gestern? Also, ich denke, wir können auf das Spiel gesehen mit dem Punkt sehr zufrieden sein. Natürlich waren die Löwen zwischen der 20. und 30. Minute überlegen und hätten in Führung gehen können. Dann fiel der ärgerliche Gegentreffer, vor der Halbzeit hätten Tallig und Mölders dann gut und gerne ausgleichen können. Dafür hatte Wehen 2-3 Konter, bei denen sie eigentlich das 2:0 schießen müssen und dann wäre Schicht im Schacht gewesen. In der 80. Minute dann das glückliche 1:1 durch Steinhart. Aus meiner Sicht doppelt glücklich. Zum einen natürlich, weil der Ball von ansonst sehr starken Wehener Verteidiger Mockenhaupt abgefälscht wurde, zum anderen, weil der TSV 1860 München in der Spielphase davor ziemlich einfallslos und groggy gewirkt hatte. Tja und dann kurz davor noch der Kopfball von Belkahia… Da kann man schon mal eine Nacht drüber diskutieren!

Was machen die anderen?

Zum Glück konnte von den Aufstiegskonkurrenten gestern nur Dresden gewinnen und sich Gewinner des Spieltags fühlen. Rostock und Ingolstadt spielten unentschieden so wie wir. Übrigens beide in Heimspielen.

Die Geschichte der Fußballarithmetik

Erfunden wurde die Fußballarithmetik vom Mathematik- und Physiklehrer Klaus Rieß zwischen dem 08.06. und 13.06.1986. Anlass dafür war der damals 11-jährige Thomas Enn, der in einer Mathestunde irgendeinen Schmarrn gemacht hat und dafür mit einer Strafaufgabe bedacht werden sollte. Herr Rieß gab mir die Chance, diese Strafaufgabe nicht machen zu müssen, wenn ich ihm mathematisch korrekt aufzeigen könnte, bei welchen Ergebnissen, die deutsche Nationalmannschaft noch das Achtelfinale der damals laufenden WM in Mexiko erreichen könnte. Die Deutschen hatte im ersten Spiel 1:1 gegen Uruguay gespielt und das zweite mit Ach und Krach 2:1 durch Tore von Völler und Klaus Allofs gegen Schottland gewonnen. Gegen die formstarken Dänen witterte die deutsche Öffentlichkeit dann das Vorrundenaus und die damals ca. 64 Millionen Westdeutschen ergingen sich in bangen Berechnungen, mit welcher Ergebniskonstellation die Deutschen denn eine Runde weiter kommen könnten. Der kleine Thomas Enn konnte diese Konstellationen auf jeden Fall einwandfrei aufzeigen und wurde mit den bis heute unvergessen Worten: „Du bist ein wahrer Fußballarithmetiker!“ gelobt und die Strafaufgabe wurde ihm erlassen.

Die Deutschen verloren übrigens das dritte Gruppenspiel gegen Dänemark mit 2:0 und zogen dank eines 0:0 zwischen Schottland und Uruguay dennoch ins Achtelfinale ein. Am Ende wurden sie im Finale von Argentinien 3:2 geschlagen.

Angewandte Fußballarithmetik

Aktuell stellt sich die Top4 der Tabelle wie folgt dar (Ausgangslage):

  1. Dresden 69 +27
  2. Rostock 67 + 18
  3. TSV 1860 65 + 36
  4. Ingolstadt 65 + 10

Zwei Spiele sind noch zu absolvieren, maximal noch 6 Punkte für jedes Team zu holen. Wir berechnen hier jetzt aus der Sicht jedes einzelnen Teams, wie es sich einen sicheren Aufstiegsplatz sichern kann. Getreu Michi Köllners Motto „wir schauen nur auf uns“.

Dynamo Dresden

Dynamo Dresden hat den Relegationsplatz schon mindestens sicher. Denn durch unser Direktduell mit Ingolstadt ist die maximale Punktzahl, die der Viertplatzierte erreichen kann, 69. Und das auch nur, wenn Ingolstadt-1860 Unentschieden endet. Aufgrund der ggü. Ingolstadt 17 Tore besseren Tordifferenz kann Ingolstadt nicht mehr an Dresden vorbei ziehen. Gibt es bei Ingolstadt – 1860 einen Sieger, kann der Viertplatzierte nur auf maximal 68 Punkte kommen. Holt Dresden seinerseits noch einen Sieg, also 3 Punkte, sind sie vom sicheren Aufstiegsplatz nicht mehr zu verdrängen.

Dresden spielt noch daheim gegen Türkgücü und in Wehen.

Hansa Rostock

Rostock hat als Zweitplatzierter 2 Punkte Vorsprung auf Ingolstadt und uns. Da der Viertplatzierte maximal auf 69 Punkte kommen kann (s.o.), ist den Hanseaten Platz 3 bei einem Sieg nicht mehr zu nehmen. Um Platz zwei sicher buchen zu können, muss Rostock zwei Siege einfahren, denn die Löwen könnten Sie mit 71 Punkten und dem besseren Torverhältnis noch überholen.

Rostock spielt noch in Unterhaching und daheim gegen Lübeck.

TSV 1860 München und FC Ingolstadt

Ingolstadt und 1860 können gemeinsam abgehandelt werden, da lediglich das Torverhältnis unterschiedlich ist. Und zwar mit +26 Toren zu Gunsten der Löwen. Durch die 2 Punkte Rückstand auf Rostock, müssten sowohl 1860 als auch Ingolstadt beide Spiele gewinnen. Ingolstadt müsste hoffen, dass Rostock noch maximal 3 Punkte holt. Sechzig würde sogar Zweiter werden, falls Rostock 4 Punkte holt, da die Löwen das bessere Torverhältnis haben (Danke für den Hinweis, Sechzigcore!). Dann hätte der Sieger des Direktduells 71 Punkte, Rostock 70 (bzw. für Sechzig sogar 71) und der Verlierer des Direktduells maximal 68 Punkte. Dresden wäre für beide nur noch im Falle von maximal einem Unentschieden der Sachsen und zwei eigenen Siegen zu überholen.

Platz 3 ist dagegen für Ingolstadt nur mit zwei Siegen in den beiden ausstehenden Spielen sicher zu erreichen. Gewinnen die Löwen das Spiel gegen Rot II am Sonntag nicht, können sie wegen des Torverhältnisses trotzdem noch von den Löwen in jeder Konstellation durch einen Sieg überholt werden. Der einzige Unterschied ist, dass dem TSV 1860 bei einem Sieg im Derby in Ingolstadt auf Grund des Torverhältnisses maximal ein Unentschieden zu Platz 3 langen würde. Verliert Ingolstadt sein Spiel in Duisburg, könnten die Löwen mit einem Derbysieg übrigens Platz 3 schon sicher einfahren und für Ingolstadt ginge es um nichts mehr.

Und wie wahrscheinlich ist die jeweilige Konstellation?

Das kann ich Euch auch nicht sagen, Herr Rieß hat nur die Fußballarithmetik aber nicht die Fußballstochastik erfunden. Ich werde auf jeden Fall beim Homeschooling in den nächsten beiden Wochen verstärkt Fußballarithmetik auf den Stundenplan setzen!

Und mal in schauen, wer in der zweiten Liga auf Rang 16 kommt…

SPIELBERICHT: Wehen Wiesbaden – TSV 1860 München (36.Spieltag)

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Wiesbaden TSV 1860 1:1 08.05.2021

Der TSV 1860 München kommt beim SV Wehen Wiesbaden nicht über ein Unentschieden hinaus.

Auch in Wiesbaden wollte der TSV 1860 erfolgreich sein und die Serie von ungeschlagenen Spielen zweistellig werden lassen. Die Gastgeber hatten da aber natürlich etwas dagegen und wollten ihrerseits siegreich sein.

Never change a winning Team – dieses Motto nahm Michael Köllner (fast) ernst und änderte nur eine Position in der Startaufstellung. Lex kam von Beginn an, dafür saß Greilinger auf der Bank. Auch Marius Willsch war von Anfang an dabei, obwohl Köllner in der Pressekonferenz noch verriet, dass der 30-Jährige leicht angeschlagen war.
Die Gastgeber nahmen im Vergleich zum 3:0-Sieg in Lübeck ebenfalls eine Veränderung vor. Carstens begann für Korte.

Gegengerade der BRITA-Arena vor dem Spiel SV Wehen Wiesbaden - TSV 1860 München
Die neue Gegengerade in der BRITA-Arena

Ruhiger Beginn beim Tabellensechsten

Nachdem die Löwen oftmals vom Anpiff weg mit Vollgas in die Partie starteten, entschied man sich heute für eine andere Variante. Beim SV Wehen Wiesbaden begann der TSV 1860 zunächst deutlich zurückhaltender. So dauerte es eine ganze Weile bis zur ersten Torannäherung. Der Schuss von Nilsson ging jedoch deutlich am Tor vorbei (9′). Auf der Gegenseite wurde es dafür gleich richtig gefährlich. Neudecker setzte sich im Strafraum gut durch und traf mit einem strammen Schuss den Außenpfosten (12′). Die bessere Alternative wäre ein Pass auf Mölders gewesen, der im Rückraum frei war und sich entsprechend beschwerte.

Malone’s Schuss nach 16 Minuten verfehlte sein Ziel dann ebenfalls, danach begann die stärkste Phase des TSV 1860 in Halbzeit 1 in Wiesbaden. Die Löwen erarbeiteten sich immer mehr Spielanteile und tauchten öfter vor dem Tor von Torwart Boss auf. Aber weder aus drei Ecken, noch aus zahlreichen Vorstößen konnte Sechzig Profit schlagen.

Wiesbaden erzielt gegen den TSV 1860 München die Führung

Ganz im Gegenteil zu den Gastgebern: Wurtz fasste sich an der Mittellinie ein Herz und startete einen Sololauf. Im vollen Tempo ließ er Belkahia an der Strafraumgrenze aussteigen und versenkte den Ball unhaltbar im rechten unteren Eck (30′). Der erste Rückstand seit der Partie gegen Verl am 31.Spieltag, dem die Löwen hinterher laufen mussten.

1:0 für Wehen Wiesbaden gegen den TSV 1860 München

Mölders hat den Ausgleich auf dem Fuß

Der TSV 1860 war allerdings nur kurz geschockt und drängte gegen Wiesbaden direkt auf den Ausgleich. Mölders Schuss konnte der Keeper der Gastgeber jedoch parieren (35′). Eine Minute später forderte Sechzig Elfmeter. Bei einer Flanke von rechts prallte der Ball an den Arm eines Wiesbadeners. Die Pfeife von Schiedsrichter Dingert blieb allerdings stumm.

Doch die Löwen sollten auch so ihre Chance auf den Ausgleich erhalten. Ein Querpass erreichte den völlig freien Mölders auf Höhe des Fünfmeterraums. Der Topstürmer des TSV 1860 traf den Ball mit dem rechten Fuß jedoch nicht richtig, sodass der Ball am Tor von Wiesbaden vorbei ging. Das hätte der Ausgleich sein müssen!

Mölders ärgert sich vergebener Chance gegen den SV Wehen Wiesbaden 08.05.2021

Kurz vor dem Halbzeitpfiff konnte sich Hiller noch einmal auszeichnen und bewahrte die Löwen vor einem höheren Rückstand.

Beide Mannschaften kamen unverändert aus dem Kabinentrakt zurück auf den Rasen. Direkt nach Wiederanpfiff hatte Wiesbaden die Chance zum 2:0, doch der Ball von Nilsson ging knapp am Tor des TSV 1860 München vorbei (46′).

Boss hält die Führung fest

Die nächste Chance zum 1:1 bot sich den Löwen in Spielminute 61. Ein Schuss von Dressel fälschte Lex noch ab. Boss kratzte den Ball allerdings ganz stark aus dem rechten Eck. Kurz danach stürmten die Gastgeber in einer 3 gegen 1 Situation auf das Tor von Marco Hiller zu. Wiesbaden brauchte allerdings zu langte und verspielte die Situation fahrlässig, der TSV 1860 konnte klären (62′).

Die folgenden Minuten verstrichen ereignislos. Die Löwen hatten mehr Spielanteile, konnten aber keine Torchancen generieren. Wiesbaden hingegen forderte Torwart Hiller gleich zwei Mal heraus, der beide Male stark parierte.

Steinhart erzielt für den TSV 1860 den Ausgleich in Wiesbaden

Der Gegenangriff rollte und brachte das 1:1. Neudecker behauptete sich stark gegen zwei Gegenspieler und brachte den Ball zu Steinhart. Dessen Schuss wurde abgefälscht und schlug damit unhaltbar für Boss im Tor von Wiesbaden ein (80′).

kurzer Jubel der Spieler vom TSV 1860 München nach dem Ausgleich beim Sv Wehen in der 3.Liga
Ganz kurz viel der Jubel nach dem 1:1-Ausgleichstreffer aus

Die Löwen wollten mehr und das merkte man nun. Angriff um Angriff des TSV 1860 lief auf das Tor von Wiesbaden zu. Die beste Gelegenheit hatte Lex, doch er brachte zu wenig Druck hinter einen Kopfball (85′). Die Gastgeber waren nun ausnahmslos mit Verteidigen beschäftigt.

Eine Chance sollte Sechzig auch noch bekommen. Nach einer Ecke setzten die Löwen nach, die zweite Flanke erreichte Belkahia. Sein Kopfball kam aber zu zentral auf das Tor, sodass Boss den Ball parieren konnte (90+2).

Der TSV 1860 München trennt sich mit 1:1-Unentschieden vom SV Wehen Wiesbaden.

Spielerkreis nach dem Unentschieden in Wiesbaden von 1860 München

Die weiteren Ergebnisse am 36.Spieltag

Dynamo Dresden – Viktoria Köln 2:0 (2:0)
1.FC Kaiserslautern – KFC Uerdingen 4:1 (3:1)
1.FC Magdeburg – MSV Duisburg 3:2 (2:0)
FC Ingolstadt – 1.FC Saarbrücken 0:0 (0:0)
Hansa Rostock – FSV Zwickau 0:0 (0:0)

Der große Gewinner des Spieltags lautet damit Dynamo Dresden. Die Sachsen machen einen Riesenschritt in Richtung Aufstieg und liegen nun mit vier Punkten Vorsprung auf den TSV 1860 an der Tabellenspitze. Bereits am kommenden Samstag kann Dynamo den Aufstieg im Heimspiel gegen Türkgücü perfekt machen.

Endspurt für die Löwen

Bevor es am letzten Spieltag nach Ingolstadt geht, trifft der TSV 1860 München am 37.Spieltag im Sechzgerstadion auf Bayern II. Anpfiff ist am Sonntag, 16.05. um 14:00 Uhr.

Liveticker: SV Wehen Wiesbaden – TSV 1860 München (36.Spieltag)

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Liveticker TSV 1860 München von sechzger.de

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 36.Spieltag zwischen dem SV Wehen Wiesbaden und dem TSV 1860 München!

Am Samstag, 08.05.2021 trifft der TSV 1860 München auswärts auf den SV Wehen Wiesbaden. sechzger.de begleitet die Partie im Liveticker für euch mit Bildern und allen Ereignissen rund um das Spiel.

 

Aufstellung: 1 Hiller – 36 Steinhart, 6 Salger, 27 Belkahia, 25 Willsch – 14 Dressel – 19 Biankadi, 31 Neudecker, 7 Lex (87. 18 Knöferl), 8 Tallig (63. 17 Wein) – 9 Mölders

Bank: 40 Kretzschmar, 3 Lang, 11 Greilinger, 13 Erdmann, 32 Gresler

Tore: 1:0 Wurtz (30. Minute), 1:1 Steinhart (80. Minute)

Die Personalsituation

Nicht einsatzbereit sind Tim Linsbichler, Keanu Staude und Quirin Moll aufgrund von Verletzungen. Staude und Moll befinden sich immerhin bereits wieder im Aufbautraining. Auf der Pressekonferenz gab Michael Köllner bekannt, dass Marius Willsch angeschlagen bist. Voraussichtlich kann der Rechtsverteidiger aber trotzdem zum Einsatz kommen, sodass unser Trainer quasi aus dem Vollen schöpfen kann.

Diesen Löwen droht eine Sperre

Mit vier gelben Karten vorbelastet sind aktuell Erik Tallig und Semi Belkahia. Bei einer möglichen Gelben am heutigen Tage müssten sie am vorletzten Spieltag gegen Bayern II aussetzen.
Bereits acht Gelbe hat Torjäger Sascha Mölders in dieser Saison gesehen. Bei einer möglichen weiteren Verwarnung müsste er sich im Saisonendspurt zusammen reißen, um nicht noch einmal aussetzen zu müssen.

sechzger.de Talk Folge 9

Gestern erschien Folge 9 des sechzger.de Talks. Im Podcast geht es vor allem um das heutige Spiel und den Spalier vor der Partie gegen Kaiserslautern unter der Woche. Aber auch die souveräne Leistung gegen die Roten Teufel ist ein Gesprächsthema.

Wo könnt ihr das Spiel SV Wehen Wiesbaden – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Endlich wieder Free-TV! Wie wir bereits berichteten, wird die heutige Partie live für alle verfolgbar sein. Der BR zeigt Wehen Wiesbaden – TSV 1860 München live im Free-TV, auch online könnt ihr das Spiel verfolgen.

Zudem überträgt MagentaSport die Partie für Abonennten im Fernsehen, auch im Online-Stream könnt ihr die Begegnung verfolgen.

Außerdem überträgt das Löwen-Radio. Moderator Gilbert Kalb führt euch durch hoffentlich erfolgreiche 90 Minuten.

Sechzig um Sieben: SV Wehen – TSV 1860

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Unser Vorbericht zum Spiel der Löwen beim SV Wehen Wiesbaden

Am Dienstag – zwölf Stunden vor dem souveränen 3:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern – wurde an genau dieser Stelle bereits angekündigt, dass auch heute Nachmittag eine Serie weitergehen wird. Unabhängig vom Spielausgang. Auch in Wiesbaden traten Spieler des TSV 1860 München zum letzten Mal aktiv gegen den Ball, als noch Zuschauer die Stadien der Republik bevölkerten und von einem Michael Köllner an der Seitenlinie der Löwen noch niemand träumen durfte. Im heutigen Fall ist das letzte Aufeinandertreffen allerdings ein bisschen länger her, als bei den letzten drei Partien.

Sieg in Wiesbaden Anfang März 2019

Am 9. März 2019 reisten die Löwen und ihr zahlreicher Anhang in die hessische Landeshauptstadt und entführten Dank eines sehr späten Treffers von Sascha Mölders alle drei Punkte beim um acht Positionen besser platzierten Tabellenvierten. Am Ende der Saison hielt Daniel Bierofkas Team die Klasse und der SVWW verabschiedete sich Dank der Auswärtstorregel in der Relegation gegen den FC Ingolstadt in die 2. Bundesliga. Aus diesem Grund kommt es also erst heute wieder zu einem Auswärtsspiel in der Britta-Arena. Freilich ohne jede stimmgewaltige Unterstützung.

Gefilterte Optik? Zugang zur Brita-Arena in Wiesbaden
9. März 2019: Ein letzter Blick aus dem Gästeblock auf die Westtribüne, deren Abriss bereits zwei Tage später begann

Neubau der Westtribüne

Nicht unerwähnt soll an dieser Stelle bleiben, dass nur zwei Tage nach dem geschilderten Löwensieg im Wiesbadener Stadion mit dem Abriss der Westtribüne begonnen wurde. Die Metallkonstruktion sollte einem Betonbau weichen, um – im Falle eines Aufstiegs, der ja dann auch gelang – den Anforderungen der DFL gerecht zu werden. Eine Fertigstellung der neuen Tribüne war für Ende 2020 angedacht. Die dann im Dezember verkündete Verzögerung beim Bau erregte aber naturgemäß kein großes Aufsehen, da ja zu jener Zeit und bis auf Weiteres sowieso keine Zuschauer in die Stadien strömten. Zum Saisonbeginn im kommenden Sommer soll das gute Stück aber fertig sein.

Gesamtbilanzbilanz gegen den SVWW

Insgesamt sieben Mal trafen der SV Wehen (mit oder ohne „Wiesbaden“ im Namen – dazu war im Vorbericht zum Hinspiel mehr zu lesen) und der TSV 1860 München bislang in Pflichtspielen in der 2. und 3. Liga aufeinander. Doppelt so oft hatten die Taunussteiner zwischen 1997 und 2007 übrigens die zweite Mannschaft mit dem Löwen auf der Brust vor der Nase – in der Regionalliga Süd. In den Profiduellen der Vereine siegten die heutigen Gastgeber nur ein einziges Mal: Am 22. September 2018 auf Giesings Höhen. Viermal wurden die Punkte geteilt und zweimal siegte Sechzig. Zuletzt im oben angesprochenen Spiel im März 2019.

Saisonverlauf für den Absteiger

Der Zweitligaabsteiger der vergangenen Saison gehörte zum Start in die neue Spielzeit eigentlich zu den ganz heißen Anwärtern auf eine sofortige Rückkehr ins Unterhaus. Fehlende Konstanz und sicher auch eine gehörige Portion Verletzungspech sorgten dafür, dass die Taunussteiner sich jedoch zur klassischen Mittelfeldmannschaft entwickelten. Zu stark für Abstiegsgefahr, aber zu schwach für ganz oben. Platz zwölf nach dem fünften Spieltag und Rang vier Ende Februar sind die beiden extremsten tabellarischen Ausschläge, die unser heutiger Gastgeber in dieser Saison zu verzeichnen hatte. Zur Zeit des kleinen Höhenflugs lag Wiesbaden auch mal für drei Runden in der Tabelle vor unseren Löwen. Dies wird sich in dieser Spielzeit aber definitiv nicht wiederholen. So viel steht fest.

Wann redet Michael Köllner vom Aufstieg?

Löwentrainer Michael Köllner, der in den letzten Wochen – neben dem Fokus auf die eigenen Aufgaben – bestenfalls den Blick auf die ärgsten Verfolger Saarbrücken und den heutigen Gegner richtete, hat in der LÖWENRUNDE am Donnerstag bereits eingestanden, dass sich eine Beobachtung der Plätze fünf und sechs nun ergeben hat. Zur Ausformulierung höherer Ziele wollte er sich aber nicht hinreißen lassen, da blieb er sich treu. Er schaut also auch nicht, was die vier Bewerber um die ersten drei Ränge heute Nachmittag treiben. Das übernehmen wir gerne: Dynamo Dresden empfängt die Kölner Viktoria, Hansa Rostock den FSV Zwickau und die Schanzer den 1. FC Saarbrücken. Alle drei außer Sechzig also mit Heimspielen, was dem designierten “Auswärtsmeister” der 3. Liga allerdings keine Angst macht. Diesen Titel ohne jeden Wert würden die Löwen mit einem Sieg heute bereits einfahren und damit Köllners nächstes Saisonziel erreichen. Beginnt der Oberpfälzer dann, vom Aufstieg zu sprechen?

Unser Mann vor Ort – eine never ending story

Allen Redaktionsmitgliedern von sechzger.de dürfte es heute Nachmittag schon vor dem Anpfiff ein wenig warm ums Herz werden. Eine fast schon tragische Geschichte rund um den Versuch „unser Mann vor Ort“ zu sein, findet dann nämlich – hoffentlich! – ihr Happy End! Jan Schrader, der Euch annähernd täglich mit unseren Abendnachrichten Sechzig@18.60 versorgt, sollte bereits bei den Spielen in Lübeck bzw. in Duisburg live vor Ort dabei sein. Vor Ort war er jeweils tatsächlich auch, weil er seinen Redaktionsauftrag mit Privatem verband. Aber in Lübeck wurde das Spiel bekanntlich abgesagt und Duisburg war einer der ganz wenigen Drittligastandorte, an dem uns eine Akkreditierung und der Zugang leider verweigert wurde. So reihte sich Jan an der Wedau in die hupenden Zebrafans ein und versorgte unseren Ticker mit entsprechenden Bildern.

Heute nun wird er endlich drin sein im Stadion, wenn Sechzig spielt und wir alle freuen uns mit ihm! Und wenn er dann im sechzger.de Live-Ticker – ganz anders als noch aus Duisburg – von sportlichem Erfolg berichten kann, gefällt uns das am allerbesten!