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Lok Leipzig in der Relegation gegen Havelse

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Bruno Plache Stadion 1.FC Lokomotive Leipzig

Lok Leipzig hat’s geschafft! Am letzten Spieltag der Regionalliga Nordost sicherten sich die Sachsen den Meistertitel in der Regionalliga Nordost gegenüber dem Halleschen FC,  Drittligaabsteiger in der Vorsaison. Für Halle hat es also – anders als in Duisburg – nicht geklappt mit dem sofortigen Wiederaufstieg. Bevor in Leipzig aber die erstmalige Qualifikation für die 3. Liga gefeiert werden darf, stehen noch zwei Relegationsspiele gegen den Meister der Regionalliga Nord, den TSV Havelse auf dem Programm.

Lok macht es nochmal spannend

Gewiss ist die Erleichterung in der Messestadt groß. In den letzten Wochen hatte man den Mitte April bereits auf zehn Punkte angewachsenen Vorsprung gegenüber dem HFC leichtfertig verspielt und musste nun in der letzten Runde nochmal liefern. Und das gelang. Während Konkurrent Halle beim sechstplatzierten Greifwalder FC antreten musste und zur Pause schon mit 0:2 zurücklag, gingen die Leipziger beim Dritten, Rot-Weiß Erfurt schnell in Führung, was in der Tabelle also sechs Punkte Vorsprung bedeutete. Am Ende kamen die Hallenser in Greifswald gar mit 0:4 unter die Räder, während Lok sich in einem munteren Spiel mit 4:2 im Steigerwaldstadion durchsetzte.

Bange Erinnerung an 2020 und schlechte Bilanz

Bei aller Freude über den nun also möglichen Aufstieg dürfte in Leipzig allerdings auch ein wenig Angst vor dem Fluch der Vergangenheit herrschen. Die “Lokisten” haben schlechte Erinnerungen an die Relegation. Im Sommer 2020 scheiterten sie nach zwei Unentschieden nur aufgrund der damals noch gültigen Auswärtstorregel am Westmeister SC Verl, der seitdem fester Bestandteil der 3. Liga ist.

Und auch die generelle Bilanz der Nordostvertreter in den Ausscheidungsspielen macht nicht unbedingt Hoffnung. Seit der Reform der Relegation zur 3. Liga im Jahr 2019 hat es kein Verein aus der RL Nordost geschafft, sich in den beiden Spielen durchzusetzen. Ob – wie oben geschildert – Lok Leipzig 2020, Dynamo Berlin 2022 oder Energie Cottbus 2023 – alle scheiterten! Die diesjährigen Relegationsspiele werden am Mittwoch, den 28. Mai (in Leipzig) und Sonntag, den 1. Juni (in Havelse) ausgetragen und live von MAGENTA übertragen. Im Erfolgsfall wäre Lok Leipzig der 71. Verein, der sich seit ihrer Einführung im Jahr 2008 für die 3. Liga qualifizieren konnte.

Zurück in die 1990er im “wilden Osten”

Bevor wir an dieser Stelle über die durchaus vorhandene – und aus der Fanperspektive nicht uninteressante – Geschichte der Duelle unserer Löwen aus den frühen 1990er-Jahren mit Lok bzw. dem damals unter dem Namen VfB Leipzig antretenden Verein berichten, soll aber erstmal geklärt werden, ob die Sachsen sich gegen Havelse durchsetzen. Aber auch mit dem möglichen Aufsteiger aus dem Norden gibt es von berichtenswerten Begegnungen aus der Vergangenheit zu erzählen. Ebenfalls aus den frühen 90ern – und natürlich aus der Drittligasaison 2021/22.

Löwinnen nehmen auch die Hürde SV Dornach

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Sv Dornach Löwinnen 1860

Eine Viertelstunde lang konnte der SV Dornach seinen Kasten gegen die Löwinnen I sauber halten, dann aber setzten sich die Frauen des TSV 1860 doch noch deutlich durch und behaupteten die Tabellenführung.

Löwinnen siegen deutlich beim SV Dornach

Als klare Favoritinnen gingen die Löwinnen beim SV Dornach in die Partie und wollten drei weitere Punkte einfahren, um dem Traum vom Aufstieg ein weiteres Stück näher zu kommen. Bis zum ersten Treffer musste der TSV 1860 jedoch 15 Minuten warten, dann aber erlöste Kira Winter die Elf von Trainer Mariano Frate mit dem 0:1. Bis zur Pause erhöhten Lisa Städtler (25.) und erneut Kira Winter (45.) auf 0:3 und brachten Sechzig eindeutig auf die Siegerstraße.

Nach dem Seitenwechsel war die Gegenwehr des SV Dornach gebrochen und die Löwinnen legten noch ein halbes Dutzend Tore nach. Carla Ritz (55.), Katharina Geßner (64.), Kira Winter (76.), Stefanie Stepberger (81.) und ein Doppelpack von Lisa Städtler (88./90.) sorgten für einen deutlichen 9:0-Auswärtssieg des TSV 1860.

In der Tabelle liegen die Löwinnen zwei Spieltage vor Schluss noch immer auf Platz 1 und könnten mit zwei weiteren Siegen den Aufstieg aus eigener Kraft bewerkstelligen.

Löwinnen II heute bei SG München-Ost/MSV Bajuwaren

Die 2. Mannschaft der Löwinnen tritt heute um 16.30 Uhr bei der SG München-Ost/MSV Bajuwaren an. Die U17 setzte sich mit 2:1 bei der SG Dachauer Land durch und die U15 siegte auswärts beim SV 1925 Bad Tölz mit 3:0.

TSV 1860 III besiegt DJK Pasing in Krimi

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1860 Iii Pasing

Spannend gings her auf dem Sechser-Platz am Samstagnachmittag und rund 100 Zuschauer wurden Zeuge, wie der TSV 1860 III in Unterzahl eine knappe Führung gegen die DJK Pasing ins Ziel rettete.

TSV 1860 III besiegt DJK Pasing

Einen wahren Traumstart erwischte die Löwen, denn bereits nach drei Minuten netzte Jannis Schloßer für Sechzig zum 1:0 ein. Die frühe Führung gegen den favorisierten Tabellendritten sorgte jedoch nicht für die notwendige Ruhe, stattdessen drängte die DJK auf die im Aufstiegskampf notwendigen Punkte. In der 22. Minute glichen die Gäste durch Franz Köhler aus. Kurz vor der Pause erhielt Pasing eine Zeitstrafe, die Dritte konnte daraus jedoch kein Kapital schlagen.

Nach dem Seitenwechsel schlug die Elf von Daniele Reisinger wieder zu – just als die Gäste wieder komplett waren. Jeffrey Ebert verwandelte einen Elfmeter zum 2:1 (53.) und als Mauro Geismann nur sechs Minuten später den dritten Treffer folgen ließ, schienen die drei Punkte plötzlich sehr nahe. Die DJK Pasing gab sich jedoch nicht geschlagen, Timo Ludwig verkürzte (74.) und plötzlich waren die Gäste gar in Überzahl, als Löwen-Keeper Timo Schober mit Rot vom Platz musste (81.). Es entwickelte sich ein wahrer Krimi, Pasing drückte, doch der TSV 1860 III rettete den knappen Vorsprung über die Zeit und sicherte sich den überraschenden 3:2-Heimsieg.

Die Löwen bleiben somit auf Platz 7, Pasing verpasste die Chance, sich auf Relegationsrang 2 zu verbessern.

Vierte mit Unentschieden

Bereits zuvor hatte der TSV 1860 IV den FC Teutonia München auf dem Sechser-Platz empfangen. Dabei schnupperten die Löwen an einer großen Überraschung, denn Linus Appel hatte die Vierte mit zwei Treffern (10./61.) mit 2:0 gegen den Tabellenführer in Führung gebracht. Dann aber wachten die Gäste auf und entführten durch Tore von Dominik Bloch (65.) und Amart Lovic (83.) immerhin noch einen Punkt aus Giesing.

Glöckner in der PK nach dem 1:1 gegen Aue: “Durchwachsene Leistung”

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Die letzte Pressekonferenz der Saison nach dem 1:1 des TSV 1860 München gegen Erzgebirge Aue wartete mit einer Besonderheit auf. Sie wurde nur von Patrick Glöckner bestritten, Aue-Trainer Jens Härtel befand sich schon auf dem Heimweg. Glöckner sah eine insgesamt “durchwachsene” Leistung der Löwen.

PK startet verspätet wegen Hiller-Verabschiedung

Wegen der emotionalen Verabschiedung von Marco Hiller stand Löwen-Trainer Patrick Glöckner viel später als üblich zur Pressekonferenz zur Verfügung. Da sich die Auer zu diesem Zeitpunkt schon im Bus zurück ins Erzgebirge befanden, saß nur Glöckner auf dem Podium. Härtel war zuvor von den Journalisten bereits in der Mixed Zone befragt worden.

Löwenfans haben “überragende Stimmung bereitet”

Glöckner begann sein Statement zum Spiel mit einem großen Dank an die Löwenfans. Er wollte sich für den “gesamten Support” und die “überragende Stimmung” bedanken, die die Löwenfans ihm und seiner Mannschaft in der ganzen Saison bereitet haben. Nach dem Spiel war Glöckner erstmals in der Westkurve und zeigte sich tief beeindruckt, was die Fans “da aufziehen und wie sie es zelebrieren ist schon einzigartig”.

Glöckner: “Durchwachsene Leistung”

Zu seinem Platz unter dem Dach der Haupttribüne gab der Löwentrainer zu Protokoll, dass es sich “anders anfühlt da oben zu sitzen”. Man sehe gewisse Dinge, die man gerne ändern möchte, aber nicht eingreifen kann, beschrien der Coach seine Eindrücke während des Spiels. Als “durchwachsen” bewertete Glöckner die Leistung seiner Mannschaft. „Wir waren zwar balldominant, hatten in der zweiten Halbzeit auch mehr Chancen, konnten aber nach dem 1:1 nicht mehr nachlegen.“ Die Löwen konnten sich dem Ausgleich durch Jacobsens Elfmeter nur noch Halbchancen “erarbeiten”. Am Ende müsse 1860 sich mit der Punkteteilung einfach zufrieden geben. Glöckner beendete seine Analyse mit einem Dank an die anwesenden Journalisten, die immer fair über ihn und sein Team berichtet hätten. Auch bei Pressesprecher Rainer Kmeth bedankte er sich mit den Worten “das hast Du klasse gemacht!”

Glöckners Fazit seit Amtsübernahme: “Durchwachsen gestartet und rasant in die Spur gekommen”

Die Verabschiedung von Marco Hiller auf dem Zaun vor der Westkurve habe Glöckner “unwahrscheinlich gefreut”. Den Support der Fans habe sich der scheidende Löwenkeeper “über die Jahre verdient”. Angesprochen auf ein Fazit seiner ersten Monate in Giesing antwortete Glöckner “sehr positiv”. Man habe einen durchwachsenen Start gehabt, sei dann “rasant in die Spur gekommen” und habe “richtig, richtig guten Fußball zelebriert” und dadurch die nötigen Punkte zum Klassenerhalt eingefahren. Nach dem Sieg gegen Aachen habe er gemerkt, wie die Last von seiner Mannschaft abgefallen sei und in der Folge einfach 2-3% Leistungsvermögen gefehlt habe. Daraus wollte er aber keinen Vorwurf an seine Mannschaft richten, denn es sei “menschlich”, dass das passiere. Er freue sich über das was er gemeinsam mit der Mannschaft erreicht habe.

Vorfreude auf die neue Saison

Die Messlatte für die kommende Saison seien aber ganz klar die guten Phasen, in denen Punkte eingefahren wurden. Im Hinblick auf die kommende Saison führte der Löwen-Coach aus, dass er sich auf die neuen Spieler freue und sie vorrangig erstmal gut in die Mannschaft integriert werden müssten. Dann sei es seine Aufgabe, ein neues Spielsystem zu entwickeln, dass auf die beiden neuen Stürmer “abgestellt” sein müsse.

 

 

X-Tausend am 18.05.2007: 7004 Zuschauer bei der U23 des TSV 1860

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Aktion X-Tausend

Über 7000 Zuschauer strömten heute vor 18 Jahren ins Grünwalder Stadion. Anlass war jedoch keineswegs ein Match der damals noch zweitklassigen Profis, sondern die Aktion X-Tausend der U23 des TSV 1860 München. Ein legendärer Tag, der durch einen wichtigen Punkt gegen den SV Wehen gekrönt wurde.

Aktion X-Tausend bei der U23 des TSV 1860

Doch wie kam es zu dieser hohen Zuschauerzahl? Warum wollten plötzlich so viele Leute zu den Amateuren, wo doch sonst nur einige hundert Leute ins Sechzgerstadion kamen, um das Team von Klaus Koschlick in der Regionalliga Süd (damals 3. Liga) zu unterstützen?

Ganz einfach: Im Internet hatte Jean-Marie Leone, Löwenfan und SPD-Stadtrat in Puchheim, dazu aufgerufen, die Heimpartie der 2. Mannschaft gegen den SV Wehen am Freitagabend dazu zu nutzen, gegen den drohenden Abriss des alten Grünwalder Stadions zu demonstrieren. Dieser war quasi beschlossene Sache; bis 2010 sollte das Stadion durch einen Bürokomplex, ein Einkaufszentrum und Wohnungen ersetzt werden. Aber nicht mit uns…

X-Tausend
Alle Wege führen nach Giesing

Unterstützung durch das Präsidium

So wurde aus einer spontanen Idee eine ausgereifte Aktion, die am Ende sogar vom TSV 1860 und dessen Präsidium unterstützt wurde. Obwohl sich Geschäftsführer Stefan Ziffzer eher ablehnend äußerte, machten sich Präsident Albrecht von Linde und seine Vizes Karsten Wettberg und Otto Steiner für die Aktion stark.

Das ursprünglich angegebene Ziel von 3000 Zuschauern musste schon bald nach oben korrigiert werden. Man wollte ein Zeichen für den Erhalt der Löwenheimat setzen – und das gelang eindrucksvoll.

Alle Wege führen nach Giesing

Die Plakatierung im Grünwalder Stadion sprach Bände:

“Heimat ist, wo das Herz weh tut”
“Liebe Leben Leidenschaft”
“1860 Stehhalle – seit 1925”
“Alle Wege führen nach Giesing”

Tradition wurde an diesem Abend groß geschrieben und an die alten Werte des Fußballs erinnert. Werte, die gerade in der Fanszene des TSV 1860 nicht nur leere Worthülsen sind. In eine ähnliche Kerbe schlug auch Stefan Schneider, der bei der Aktion X-Tausend ausnahmsweise als Stadionsprecher der U23 des TSV 1860 fungierte.

“Wir werden uns an diesen 18. Mai später erinnern, als den Tag, an dem wir das Grünwalder Stadion gerettet haben.”

Er sollte Recht behalten.

Drei Plakate. Drei klare Aussagen.

Schmitt und Holebas sorgen für den Punktgewinn

Doch nicht nur das Drumherum war heute vor 15 Jahren beeindruckend, sondern auch der Kampfgeist der Löwen auf dem Platz. Eine Niederlage gegen den Tabellenführer und haushohen Favoriten SV Wehen war im Kampf gegen den Abstieg quasi verboten. Dennoch sah es lange gar nicht gut aus für die Amateure. Cenci und Glibo hatten die Gäste nach einer guten Stunde mit 0:2 in Führung gebracht.

Spätestens jetzt aber stach die Trumpfkarte der Löwen, der unerschütterliche Anhang und der Glaube, das Ding noch drehen zu können. Routinier Ralf Schmitt verkürzte per Elfmeter zum 1:2 und als Jose Holebas in der 72. Minute gar zum Ausgleich traf, explodierte der Giesinger Berg. Am Ende blieb es beim 2:2 und der Traum vom Klassenerhalt lebte. 7004 Zuschauer gingen hochzufrieden und stolz nach Hause.

Klassenerhalt mit Kantersieg

Nur eine Woche später kamen zum Duell mit dem FC Bayern II erneut über 6600 Zuschauer ins Sechzgerstadion und sahen ein 1:1. Die Abstiegsfrage musste also am letzten Spieltag beantwortet werden. Die U23 der Löwen trat bei Hessen Kassel an und sicherte sich dort mit einem nahezu unglaublichen 3:8-Auswärtssieg den Klassenerhalt.

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Klaus Koschlick setzte bei der Aktion X-Tausend auf folgende Elf der U23 des TSV 1860.

Tschauner – Burkhard, Polak, Purdy, Schwarz – Baumgartlinger (65. Ziegenbein), Duhnke (54. Gebhart), Tyce, Holebas – Schmitt, Adler (33. Ramaj)

Tore:
0:1 Cenci, 0:2 Glibo (62.), 1:2 Schmitt (64., Elfmeter), 2:2 Holebas (72.)

Die Mannschaft bedankt sich bei 7004 Fans für die Unterstützung

1:1-Remis gegen Aue zum Hiller-Abschied

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Remis Aue Hiller-Abschied
Remis Aue Hiller-Abschied

Stimmungsvoll wurde es beim letzten Saisonspiel des TSV 1860 München gegen den FC Erzgebirge Aue bereits 15 Minuten vor Anpfiff. Löwen-Legende Marco Hiller wurde auf dem Rasen verabschiedet und das ganze Stadion skandierte seinen Namen. Auf dem Rasen wurde im ersten Durchgang eher Magerkost geboten und Aue ging nach zwei Minuten in Front. Jacobsen traf nach dem Seitenwechsel per Foul-Elfmeter zum 1:1-Remis.

Aue geht früh in Führung

Direkt nach Anpfiff wurden die Münchner dann gleich eiskalt erwischt. Schifferl, der für den verletzten Dulic auf den Posten des Innenverteidigers gerückt war, kam nach einer Hereingabe des Neu-Löwen Jakob in seinem letzten Spiel für Aue nicht mehr hin und Seitz traf nach gerade einmal 80 Sekunden zum 0:1. Fortan sahen die 15.000 Zuschauer auf beiden Seiten wenig Produktives.

Aue näher am zweiten Treffer

Wenig später hatten die Löwen Glück, dass Aue eine Großchance auf den zweiten Treffer liegen ließ. Über 45 Minuten waren die Gäste näher am zweiten Treffer. Die Sechzger kamen lediglich zu zwei Halbchancen. Dabei setzte Guttau den Ball aus spitzem Winkel auf das Tornetz und Kozuki spitzelte den Ball in die Arme des Gäste-Keepers.

Jacobsen trifft per Elfmeter

Nach dem Seitenwechsel kamen die Münchner unverändert, aber deutlich stärker aus den Katakomben. Der Lohn folgte nach 52 Minuten, als Kozuki im Strafraum von Jakob gezupft wurde und Jacobsen den fälligen und berechtigten Strafstoß sicher zum 1:1 verwandelte. Die Löwen kamen fortan besser in die Partie und hatten mehr Spielanteile. Allerdings musste auf der anderen Seite auch Schifferl per Grätsche einen Konter bereinigen.

Verlaat scheitert knapp per Kopf

Die beste Chance auf den Siegtreffer hatte dann Verlaat, der aber nach starker Hereingabe von Deniz den Ball am langen Pfosten vorbeiköpfte. Philipp, Wolfram, Ott und Reich kamen kamen in der Schlussphase noch in die Begegnung. Wirklich zwingend wurden die Münchner aber trotz einer dominant geführten zweiten Hälfte danach aber nicht mehr. Von den ersatzgeschwächten Gästen kam in der Schlussphase ebenfalls nichts mehr, sodass die Saison locker austrudelte.

Remis gegen Aue zum Hiller-Abschied

Am Ende blieb es beim 1:1-Remis gegen Aue zum Hiller-Abschied, der von den Fans nach dem Schlusspfiff gebührend gefeiert wurde. Ein leistungsgerechtes Ergebnis, auch wenn die Sechzger in der zweiten Halbzeit näher am Siegtreffer waren, als die Gäste aus dem Erzgebirge.

Liveticker: TSV 1860 München – Erzgebirge Aue (38.Spieltag)

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sechzger.de Liveticker TSV 1860 München Erzgebirge Aue 38-Spieltag Saison 2024-25

Herzlich willkommen zum Liveticker am 38.Spieltag der Saison 2024/25 mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und Erzgebirge Aue!

Ohne den gesperrten Trainer Patrick Glöckner absolviert der TSV 1860 München am heutigen Samstag das letzte Saisonspiel gegen Erzgebirge Aue. Bei den Löwen dürfte weniger das sportliche Abschneiden, als viel mehr der Abschied von Marco Hiller im Vordergrund der Partie stehen. Dennoch hoffen die zahlreichen Zuschauer natürlich auf ein unterhaltsames Fußballspiel zwischen den beiden Mannschaften. Mit einem Unentschieden oder Sieg könnte der TSV 1860 zudem noch auf einen einstelligen Tabellenplatz klettern.

Aufstellung:
Hiller – Danhof, Verlaat (C), Schifferl, Kwadwo – Jacobsen, Deniz – Abiama, Guttau, Kozuki – Hobsch

Bank:
Vollath (TW), Philipp, Reinthaler, Reich, Gevorgyan, Maier, Ott, Wolfram, Erdogan

Tore:
1:0 (2.) Seitz, 1:1 (52.) Jacobsen (FE)

Die Personalsituation

Es fehlen:
Dulic, Lucoqui, Kloss, Schröter, Bähr (alle verletzt), Bangerter, Avdija (alle U21), Glöckner (Rotsperre)

(Eventuelle) Ausfälle bei Erzgebirge Aue:
Bär, Burghardt, Özkan, Schmid, Bornschein (alle verletzt bzw. krank)

Diesen Löwen droht eine Sperre

Dickson Abiama, Sean Dulic, Soichiro Kozuki, Max Reinthaler, Leroy Kwadwo, Rene Vollath und Florian Bähr haben bereits vier gelbe Karten gesehen, Thore Jacobsen steht bei neun Verwarnungen. Bei einer weiteren Gelben müssen sie allerdings nicht aussetzen, da die Karten nicht in die neue Saison übertragen werden.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – Erzgebirge Aue außer im Liveticker noch verfolgen?

Das Grünwalder Stadion ist ausverkauft, Tageskassen öffnen daher nicht. Über den offiziellen Zweitmarkt sind bis kurz vor Anpfiff möglicherweise noch Karten verfügbar.

Das heutige Heimspiel wird nicht im Free-TV gezeigt. Allerdings ist MagentaSport natürlich wie gewohnt vor Ort. Das Spiel wird vom Sender sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream angeboten.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99 € gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Servus, Löwen: TSV 1860 verabschiedet zahlreiche Spieler

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Mit Kilian Jakob, Florian Niederlechner und Kevin Volland haben die Löwen bereits drei Neuzugänge für die kommende Saison präsentiert. Wenn Spieler kommen, heißt es auf der anderen Seite jedoch auch Abschied zu nehmen. Neben Marco Hiller werden auch Leroy Kwadwo, Marlon Frey, Tim Kloss, Raphael Ott, Moritz Bangerter, Erion Avdija und (zumindest vorläufig) Leihspieler Dickson Abiama den TSV 1860 verlassen. Mit Anderson Lucoqui und Julian Guttau befindet man sich noch in Gesprächen hinsichtlich einer Vertragsverlängerung.

TSV 1860 verabschiedet zahlreiche Spieler

Mit Löwen-Urgestein Marco Hiller, Tim Kloss, Erion Avdija, Moritz Bangerter und Raphael Ott verlassen fünf Spieler den TSV 1860, die im vereinseigenen Nachwuchsleistungszentrum ausgebildet worden waren. Besonders der Abschied von Torwart Marco Hiller, der 17 Jahre lang den Löwen auf der Brust trug, fällt schwer. Kloss, Bangerter, Avdija und Ott zeigten zwar immer wieder vielversprechende Ansätze, konnten sich jedoch leider nicht nachhaltig im Profibereich durchsetzen.

Zudem verlassen mit Co-Trainer und Team-Manager Stefan Lex und Torwarttrainer Harald Huber zwei langjährige Löwen den TSV 1860.

Leroy Kwadwo und Marlon Frey standen jeweils zwei Spielzeiten an der Grünwalder Straße unter Vertrag und werden bestimmt demnächst bei einem anderen Verein vorgestellt.

Bleiben Guttau, Lucoqui und Abiama?

Mit Leihspieler Dickson Abiama verlässt zudem ein Spieler die Löwen, der die Herzen der Fans durch seine Spielweise im Sturm eroberte. Er kehrt zum 1. FC Kaiserslautern zurück – zumindest vorläufig. Da sein Vertrag bei den Pfälzern noch bis 2027 läuft, wäre theoretisch eine weitere Leihe möglich. Inwiefern der TSV 1860 diese anstrebt oder ob sich Abiama bei den roten Teufeln durchsetzen kann, wird sich zeigen.

Auch die Verträge von Anderson Lucoqui und Julian Guttau laufen zum 30.06. aus, mit beiden Spielern steht man jedoch noch in Verhandlungen wegen einer etwaigen Verlängerung. Sportlich gesehen könnten beide Spieler wichtige Puzzlesteine sein, um in der kommenden Saison oben anzugreifen.

Wer könnte noch gehen?

Laut Medienberichten zeigen höherklassige Vereine an den beiden Youngstern Lukas Reich und Sean Dulic. Während die Zeichen bei Dulic auf Verbleib beim TSV 1860 stehen, könnte Reich die Löwen in Kürze verlassen, um per Rückleihe umgehend nach Giesing zurückzukehren. Womöglich wäre diese Option für beide Partien sinnvoll, zumal der U19-Nationalspieler im kommenden Jahr sein Abitur ablegen wird.

Fabian Schubert verfügt zwar noch über einen Vertrag bis 2026, eine wirkliche Perspektive hat der Österreicher an der Grünwalder Straße jedoch vermutlich eher nicht. Eliot Muteba wird im Sommer von seiner Leihe zum FV Illertissen zurückkehren, seine Zukunft beim TSV 1860 dürfte jedoch überschaubar sein. Inwiefern Florian Bähr (Leihe vom VfL Osnabrück bis 2026) bei den Löwen bleiben wird, ist zudem offen.

Testspiel: TSV 1860 U19 besiegt Heidenheim

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Tsv 1860 U19 Heidenheim

In einem Testspiel trafen am Freitagabend in Affing der 1. FC Heidenheim und die U19 des TSV 1860 aufeinander. Nach 90 Minuten setzten sich die Löwen gegen den Nachwuchs des Bundesligisten mit 1:0 durch.

TSV 1860 U19 besiegt Heidenheim

Vor rund 250 Zuschauern setzte Trainer Jonas Schittenhelm bereits auf die Mannschaft, die in der kommenden Saison in der DFB Nachwuchsliga auflaufen wird. Spieler wie Samuel Althaus, Clemens Lippmann, Finn Fuchs, Miran Qela oder Emre Erdogan, der kürzlich in der 3. Liga debütierte und auch gegen Erzgebirge Aue im Kader stehen wird, suchte man vergeblich auf dem Spielberichtsbogen.

Nach 90 Minuten verließen die Junglöwen durch ein Treffer von Valentin Bannert (41.) den Platz als Sieger. Der alte Jahrgang hatte sich in der DFB Nachwuchsliga für die Hauptgruppe A qualifiziert und dort nach einem Fehlstart knapp den Aufstieg in die KO-Runde um die deutsche Meisterschaft verpasst. Im Endspiel treffen dort am Sonntag Bayer Leverkusen und der 1. FC Köln aufeinander.

Servus Marco!

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Mit ein paar persönlichen Worten nimmt sechzger.de-Redakteur Christian Jung Abschied von Marco Hiller.

Hiller knapp hinter Miller

Wenn sich Marco Hiller am Samstag Mittag um halb zwei zum – vorerst – letzten Mal ins Tor des TSV 1860 München stellt, dann sehe ich ihn zum insgesamt 150. Mal in dieser Rolle live im Stadion. Damit belegt er in meiner persönlichen Allzeit-Statistik den zweiten Platz. Nur Thomas Miller kommt auf elf Spiele mehr. Knapp hinter sich lässt der Gröbenzeller in dieser Liste Löwenlegenden wie Armin Störzenhofecker, Rainer Maurer, Bernhard Trares oder Philipp Steinhart.

Ein besonderer Platz im Löwenherzen

Nicht zuletzt aufgrund dieser beeindruckenden Anzahl an Spielen (insgesamt absolvierte er 275 Partien in Liga- und Pokalwettbewerben für die erste Mannschaft der Löwen), die Marco Hiller nur deshalb sammeln konnte, weil er sich immer wieder auf’s Neue gegen immer neue Konkurrenten um die Torhüterposition durchsetze, hat Hiller einen ganz besonderen Platz in meinem Löwenherzen. Und ich werde am Samstag sicher ein wenig wehmütig, wenn das Spiel gegen Aue abgepfiffen ist und ich Gewissheit habe, dass zum Auftakt in die neue Saison 2025/26 ein anderer Torwart in die sehr großen Fußstapfen treten muss, die Hiller ihm hinterlässt.

Erinnern statt lamentieren, bitte!

Es ist müssig darüber zu lamentieren, wer die “Schuld” an diesem Abschied hat. Im für gewöhnlich sehr aufgeregten und stets von Kontroversen geprägten Löwenumfeld gibt es in diesen Tagen rund um das Thema viele Diskussionen. Zu viele. Ob der seit seinem elften Lebensjahr bei den Löwen aktive Hiller vom Geschäftsführer Dr. Werner mit einem schlechten, ja inakzeptablen Vertragsangebot brüskiert und so quasi vom Hof gejeagt wurde? Oder ob es nach so langer Zeit bei ein- und demselben Verein einfach mal Zeit für eine Luftveränderung war? Ob die familiäre Situation (mit einem kleinen Kind) vielleicht einen Wechsel (z.B. ins Ausland) attraktiv erscheinen lässt? Oder ob vielleicht ein Sammelsurium aus diesen (und weiteren) Gründen nun für den Abschied gesorgt hat?

Keiner – außer den Beteiligten selbst – weiß das so genau und ich muss ehrlich sagen, für mich spielt das auch keine so große Rolle. Im Gegenteil. Ich finde, es wird der Löwenlegende Marco Hiller nicht gerecht, wenn man sich nun über die Gründe seines Abschieds streitet, anstatt ihm beim morgigen Saison- und also auch “Hiller-Finale” einen würdigen Abschied zu bereiten.

Hiller-Bilder im Kopf

Wenn Marco Hiller morgen gegen Zwanzig nach Drei zum – auch hier betont: vorerst! – letzten Mal vor die Westkurve kommt, um sich zu verabschieden, dann werden sicher einige Bilder und Erinnerungen seiner Löwenzeit vor meinem geistigen Auge ablaufen. Und sicher nicht nur vor meinem.

Die Mannschaftsfotos der Junglöwen, die ihn noch als Kind zeigen.

Das eine oder andere Heimspiel für die Amas im Sechzgerstadion als junger, sehr junger Mann.

Regionalliga 2017/18

Der “Tag der Wiederauferstehung” am 13. Juli 2017 in Memmingen, als er plötzlich Torwart der ersten Mannschaft seines Lieblingsvereins war und sich im Laufe der Saison als deren großer Rückhalt entwickelte.

Der – auch dank Hiller – sofort gelungene Aufstieg in die 3. Liga gut zehn Monate später. Und die anschließende Party in Giesing.

Seine regelmäßige Wiederkehr in den Kasten, wenn sich die Konkurrenz um die Nummer 1, die ihm regelmäßig den Platz im Löwentor streitig machte, verletzt hatte. Oder der Coach Einsehen zeigte – und ihn zurück an seinen Platz stellte.

Elferkiller Hiller

Das Elfmeter-Drama im Totopokal-Viertelfinale im Oktober 2019 gegen Unterhaching, als Hiller drei Strafstöße der Vorstädter hielt und so quasi im Alleingang für ein Weiterkommen sorgte.

Apropos Elfmeter: Im regulären Spielverlauf hielt Hiller in seiner Zeit bei Sechzig in der 3. Liga insgesamt stolze sechs Elfer. Die letzten beiden lustigerweise gegen die Ex-Löwen Marcel Bär und Moritz Stoppelkamp.

Derby gegen Rot II

Eine ganz besondere Erinnerung und sehr dramatische Bilder liefert das “kleine Derby” am 9. Januar 2021. Ich saß damals, wie alle anderen Löwenfans – geisterspielbedingt – zu Hause vor dem Fernseher und musste fassungslos mit ansehen, wie der Rote Joshua Zirkzee im Löwenstrafraum den Fuß nicht zurückzog, sondern unserem Torwart zwei böse Cuts im Gesicht verpasste. Marco Hiller blieb nach langer und intensiver Behandlung der blutenden Wunde im Tor und half entscheidend mit, den 2:0-Sieg die Bühne zu bringen. Dafür und für weitere tolle Leistungen in jener Zeit kürte ich ihn in meinem persönlichen Rückblick 2021 hier auf sechzger.de zum “Spieler des Jahres”.

Schnelllebiges Fußballbusiness

Allein diese Erinnerungen – und es kommen morgen sicher noch einige mehr in meinen Kopf – zeigen: Marco Hiller wird eine Lücke hinterlassen. Eine große Lücke. Und doch ist das Fußballgeschäft so schnelllebig, dass vielleicht schon in wenigen Monaten ein Nachfolger im Kasten steht und von uns Fans bejubelt wird, weil er durch seine Paraden dafür gesorgt hat, dass die Löwen erfolgreich waren. Ein ganz normaler Vorgang. Marco Hiller wird dann, wie für die etwas Älteren ein Petar Radenkovic, für mich persönlich ein Thomas Zander, ein Rainer Berg oder ein Bernd Meier, nicht vergessen sein. Niemals! Aber die Fußballwelt wird sich weiter gedreht haben und neue Löwenlegenden entstehen lassen. Und für die noch lebendigen Protagonisten besteht ja immer die Möglichkeit einer Rückkehr an die alte Wirkungsstätte, um der Geschichte noch ein weiteres Kapitel anzufügen.

Wenn ich mir also von Marco Hiller, neben meinen Wünschen für ihn, einen erfolgreichen weiteren Karriereverlauf und vor allem Verletzungsfreiheit und Gesundheit, etwas wünschen dürfte, dann wäre es definitiv seine dereinstige Rückkehr zu Münchens Großer Liebe. In welcher Rolle auch immer.

Servus Marco, Danke für alles, mach’s guad und komm’ wieder!