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Groundhopping Algerien: Bengalfeuer, Blinker & Silvesterfeuerwerk

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Titelbild Groundhopping Algerien

Vergangene Woche berichtete Euch unser Leser Stefan von seinen Erlebnissen in Tunesien – und tatsächlich war das der bislang meistgeklickte Groundhopper-Bericht hier auf sechzger.de. Mit “Groundhopping Algerien” legt er nun direkt nach und entführt Euch in ein Land, das in Sachen Fußball-Tourismus noch ordentlich Nachholbedarf hat. Viel Spaß beim Lesen!

Warum eigentlich Algerien?

Um den ökologischen Fußabdruck nicht überzustrapazieren, indem man nur für den Besuch einer Stadt soweit fliegt, war neben dem Trip nach Tunis unbedingt noch ein weiteres Abenteuer notwendig. Die Entscheidung fiel auf Algerien. Warum? Ja, warum eigentlich? Algerien liegt üblicherweise so gar nicht im Blickfeld Europäischer Touristen, oder gar Fußballbeobachter. Da es sich bei Algerien und Tunesien um Nachbarländer handelt und die beiden Hauptstädte in nur einer Flugstunde zu verbinden sind, ist ein nicht unwesentlicher Grund. Aber was sonst spricht für ein Land, das mal so überhaupt nicht in den Katalogen einschlägiger Reiseveranstalter liegt?

Lasst es uns so ausdrücken: Irgendwann während der Planungen kam da so ein Moment, in dem der Kampfgeist und das Interesse stieg und man da unbedingt hinwollte. Und wenn man jetzt zurückblickt: Zurecht, denn wir wurden nicht enttäuscht.

Erschwerte Rahmenbedingungen

Dass Tunesien aufgrund des frühzeitig angesetzten, aber letztendlich verschobenen Lokalderbies in den Planungen safe war (wir berichteten), hatte ich ja bereits geschrieben. Es gibt relativ kostengünstige Direktflüge aus München, die touristische Infrastruktur scheint ausgebaut und die Einreise mit deutschem Reisepass läuft unproblematisch. Klar, es kann zu Problemen bei Spielansetzungen kommen, aber … this is Africa …

Das Abenteuer Algerien stellte uns da schon vor etwas größere Herausforderungen. Einerseits ist die Einreise nur mit einem Visum möglich. Um dieses beantragen zu dürfen, muss bereits eine bestätigte Hotelreservierung vorliegen, welche aufgrund der Stornierungsmöglichkeiten nicht durch booking oder sonstige einschlägige Portale durchgeführt werden soll, sowie eine bestätigte Flugbuchung. Nach Zahlung von 100 Euro darf man den Wisch dann entweder persönlich im Konsulat in Frankfurt beantragen oder – wenn man dafür keinen Urlaub nehmen will – unter Hinzuziehung weiterer 70 Euro eine Agentur damit beauftragen. Die Berichte mehren sich, dass einem die Ausstellung eines Visums dann dennoch ohne Angaben von Gründen verwehrt werden kann. Die Bearbeitungszeit beträgt im Anschluss 21 Werktage (!!!).

This is Africa…

Zusammengefasst: Um ein Spiel in einem Land besuchen zu können, dessen Ansetzungen – wenn überhaupt – 3 Tage vorher bekannt gegeben werden, muss ich 4-6 Wochen vorher ein Hotel und einen Flug buchen und zahlen, damit ich 170 Euro ausgeben darf, um ein Visum zu beantragen, welches ich möglicherweise gar nicht bekomme, um letztendlich Gefahr zu laufen, kein Spiel zu sehen, weil nix terminiert ist.

Klingt geil? Das machen wir! Und pünktlich 3 Tage vor Weihnachten war auch das Visum im Briefkasten.

Was das Problem mit der fehlenden Ansetzung noch nicht beheben konnte… Zwischenzeitlich wurden Unmengen an Spielen während unserer Anwesenheit aufgerufen und wieder abgesagt, verschoben oder in andere Städte verlegt. This is Africa… Und mit einem süffisanten Lächeln erinnerte ich mich immer wieder an einen Artikel auf sechzger.de, in dem einst gefordert wurde, Spieltage der dritten deutschen Liga hätten gefälligst schon 8 Wochen vorab uhrzeitgenau terminiert zu sein… 😉

Groundhopping Algerien

Nachdem sämtliche Spiele für den Neujahrs- oder Silvestertag wieder mal kurzfristig postponed wurden, kam ein paar Tage vorher wenigstens noch ein Pokalspiel in der ersten Runde des algerischen “Pokals der Republik” rein.

Ben Aknoun – MC Alger 0:3
Pokal der Republik Algerien, Round of 64, Stade du 5 Juillet

Der Flug aus Tunis nach Alger (ich beschränke mich bei der Schreibweise auf die vor Ort verwendete französische Schreibweise) ging leider mit dreieinhalb Stunden Verspätung los. Zusammen mit einer indiskutabel langen Einreiseprozedur und dem nachmittäglichen zu stillenden, schweren Hungergefühl kamen wir am Ankunftstag zwischenzeitlich etwas unter Druck, da der Anpfiff des womöglich einzig machbaren Spiels auf 19 Uhr gelegt worden war.

Wir wurden bereits vorgewarnt, dass es am Nationalstadion “5. Juli” keine Tageskassen geben würde und machten uns daher vorab online auf die Suche nach Tickets. Über die Vereine war nichts möglich und so wurde uns die Plattform digizitickets.dz empfohlen. Diese ist jedoch nur in Algerien aufzurufen und selbst mit einem VPN-Tunnel scheitert man irgendwann an der notwendigen algerischen Telefonnummer. Mehrere Rückfragen über deren Instagram-Account führten dann zum Erfolg: Ohne dass wir damit rechneten, wurden uns vier Freikarten als pdf zugeschickt.

Die Agentur vertreibt laut deren Social Media-Auftritt Tickets für alle großen algerischen Vereine. Da dies alleine in der Hauptstadt mit dem MC in rot-grün, dem USM in schwarz-rot, Belouizdad (rot-weiß) und Paradou (blau-gelb) vier Vereine in der ersten Liga sind, gibt’s wohl einiges zu tun.

“Pokal der Republik” mit dem MC Alger

In der ersten Hauptrunde des algerischen “Pokals der Republik” wurde einem weiteren Zweitligisten der Hauptstadt, dem ES Ben Aknoun, der große MC Alger zugelost. Da das große Nationalstadion – und Heimstadion des MCA – gleichzeitig im gleichnamigen Stadtviertel des Heimvereins lag, wurde das Spiel kurzerhand ins Stadion des 5. Juli (Tag der Unabhängigkeit 1962) gelegt. Das 1974 eröffnete Stadion hat zwar kein Dach, aber drei Tribünen mit Oberrang und verfügte ursprünglich über 66.000 Plätze. Nachdem 2013 aufgrund der Bausubstanz zwei Menschen bei einem Einsturz ums Leben kamen, wurde das Stadion saniert und weist nun 75.000 Sitzplätze auf.

Wir hatten keine Ahnung, wie wir ein Erstrundenpokalspiel “im Vorort” einzuschätzen hatten und rechneten instinktiv mit ein paar Hundert bis ein paar Tausend Zuschauer. Bestärkt wurde das Gefühl dadurch, dass der Stau auf der Hauptstraße bei weitem nicht so gravierend war wie wenige Tage zuvor in Tunis. Da auch die Flutlichtanlage des Stadions nur wenig Licht nach außen transportierte, meinte unser Taxifahrer, dass dort heute gar kein Spiel stattfände.

Eintritt? Frei, aber beschwerlich!

Etwas hektischer wurde es, je näher wir zum Eingang kamen. Nach erfolgter erster Ticket-, Körper- und Reisepasskontrolle (zumindest einer Kopie, das Original hatten wir im Hotel gelassen) wenige Minuten vor Anpfiff, kam auch schon ein irritierter Schutzmann auf uns zu und fragte nach unserem Begehr. Dieser hätte eigentlich logisch gefolgert werden können (“Wir wollen da rein!”), was aber folgte, war ein aberwitziger Staffellauf von einem Schutzmann zum nächsten, wobei an den insgesamt 7 Stationen jedes Mal unsere Eintrittskarten kontrolliert und unsere Reisepasskopien an den nächstfolgenden Schutzmann übergeben wurden. Schön langsam verrann die Zeit. Und so wirklich sicher, ob wir das Spiel mit unseren internet-Freikarten sehen würden, waren wir uns dann irgendwann nicht mehr. Schutzmann Nummer 8 hingegen überraschte uns, indem er uns durch den VIP-Bereich hindurch auf unsere Sitzplätze auf der Ehrentribüne brachte.

Wo wir unseren Augen kaum trauten, als wir die zweistöckige Fankurve rechts von uns, zum Bersten gefüllt mit sicherlich 15.000 Ultras und Fans zum ersten Mal sahen! Wirklich einschätzen konnten wir die Zahl der Fans, die bereits am Singen waren, nicht, da wir nicht sehen konnten, wie weit der Mob über uns im Oberrang reichte. Schutzmann Nummer 9 hatte uns nämlich zielstrebig Plätze zugewiesen, auf denen sicherlich nichts vom Oberrang auf unser herunterfallen könnte, sprich: Genau darunter.

Bengalfeuer, Blinker und Silvesterfeuerwerk

Was sofort ins Auge fiel war die einheitliche Kleiderordnung der Fans: Sämtliche Besucher des Blocks hinter der Fahne der “Green Corsairs” trugen schwarze Kapuzenpullis und grün-weiße Balkenschals. Alle Fans im Block hinter der Fahne von “Twelfth Player” weiße Pullis und rot-grüne Schals. Wieder nebenan bei “Amore e Mentalita Ultras” war die Farbwahl wieder anders. Und im Unterrang zog sich das noch weiter durch.

Während des Spiels wurden durchgehend unzählige Schwenkfahnen gewedelt und Doppelhalter gezeigt, dazu pausenlos Bengalfeuer, Blinker und Silvesterfeuerwerk gezündet. Von mehreren Capos wurden zusammen mit vielen Trommeln, die schon fast an orchestrierte Schlagzeugmelodien erinnerten, die Gesänge einheitlich über alle Ultrasblöcke hinweg koordiniert. Ganz ernst: Das war eine der besten und aktivsten Kurven, die ich bislang zu Gesicht bekommen habe – ganz, ganz phänomenal!

Einseitige Partie auf dem Rasen

Sofern wir unsere Blicke mal von den Rängen wegbewegen konnten, zeigte sich das Spiel einheitlich: MC Alger klar überlegen, ES Ben Aknour nur damit beschäftigt, mit Mann und Maus zu verteidigen. Mit 3:0 waren sie gut bedient, wobei MCA wohl auch ordentlich einen Gang zurück schaltete.

In der Halbzeitpause sahen wir uns ein wenig im VIP-Bereich um, der mit unzähligen Bildern der großen Triumphe der Vereins- und Nationalmannschaftsgeschichte vollgepflastert waren. Ein Bild von Ex-Löwen Karim Matmour (ging mit uns in der Saison 2016/17 “to the top”) suchten wir vergeblich. Was jedoch ins Auge fiel, war ein Bild von Jean-Marie Pfaff in inniger Umarmung mit einem algerischen Fußballer; es handelte sich dabei vermutlich um Rabah Madjer. Nachdem dieser 1987 mit seinem Treffer für den FC Porto im Champions-League-Finale von Wien das Spiel gegen Bayern und dessen Torwart Pfaff entschied, entwickelte sich zwischen den beiden wohl eine Freundschaft.

In Halbzeit 2 zog die Kurve noch etwas an und erhöhte deutlich die Bengalfeuer-Frequenz, während das Spiel auf dem Platz immer mehr an Fahrt verlor. Aber wir waren sowieso nur auf die Kurve fokussiert. Einfach unbeschreiblich.

Code-Wort “Bière”

Nach Spielende wurden wir uns dann selbst überlassen. Sämtliche Sicherheitsvorkehrungen, die wohl vor dem Spiel nur dazu galten, für unsere Sicherheit zu sorgen, waren nun egal, und wir konnten als “freie Menschen” das Stadion verlassen. Es zog uns zuerst zu einem Restaurant, um von dort auf ein Taxi zu warten, das uns in die Innenstadt brachte.

Wir waren gerade erst sechs Stunden im Land und schon total geflasht. Was nun zu unserem Glück fehlte, war eine Länderpunkt-Abschlusshoibe. Doch auch diese Hürde wurde trotz fehlender Sprachkenntnis gemeistert und der Taxifahrer setzte uns zielstrebig in einer unbeleuchteten Straße – knapp 100 Meter von unserem Hotel entfernt – ab und zeigte auf eine verschlossene Tür. Durch Übermittlung des Code-Worts “Bière” öffnete sich die schwere Eisentür und wir standen unversehens in einer unfassbaren Kellerboazn: Laute Musik, vollbesetzt mit einheimischen Frauen und Männern – Erstere eher leicht bekleidet – Bierkästen, die sich bis zur Decke stapelten, und Zigarettenrauch, den man hätte schneiden können. Im zugehörigen Restaurant wurde uns gleich ein Tisch freigeräumt und ein eigener Kellner zugeteilt. Und die Sperrstunde schon zum ersten mal weit überschritten.

Silvesterparty in der Kellerboazn

Den Ort für unsere Silvesterparty am darauffolgenden Tag hatten wir hiermit auch schon gefunden und reservierten sofort. Wir bereuten es nicht, denn den nächsten Abend wurden wir an unserem “Stammplatz” schon mit einer Flasche Wein begrüßt und feierten feuchtfröhlich ins neue Jahr.

Drei volle Tage verbrachten wir in Alger. Wir hatten vorher nicht viel darüber erfahren und es war schwer, uns vorab ein Bild zu machen. Algerien liegt nicht auf den üblichen Listen der Reiseveranstalter und das Land selbst unternimmt mit seinem strengen Visumsbestimmungen auch nichts, um das zu ändern. Andere Touristen bekamen wir eigentlich gar nicht zu Gesicht, obwohl wir sämtliche bekannte Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt abgeklappert haben. Ähnlich wie in Tunis gibt es eine muslimische Altstadt, die Kashbah. Deutlich größer außenrum ist jedoch der französische Teil, wobei einfach unfassbar viele Gebäude sich nach diesem Architekturstil richten. Sobald man die Unterstadt verlässt und am Hang hochfährt, beispielsweise, um zur Kathedrale zu gelangen, sind die Hauswände mit Fußballgrafittis übersät. Deutlicher Sieger an Qualität sowie Quantität ist auch hier der MC Algers, wobei USM nur knapp dahinter folgt.

Algerien? Eine Reise wert!

Die große Moschee von Alger wurde 2024 erst eröffnet und bietet 120.000 Betenden Platz. Das zugehörige Minarett ist mit 265 Metern deutlich höher als unsere Frauenkirche. Der Stadtpark “Jardain d´Essai du Hamma” wurde 1933 schon genutzt, um die Hintergrundkulisse für “Tarzan” mit Johnny Weissmuller darzustellen, und ist heute noch hoch frequentiert. Der Vorplatz des Märtyrermonuments wird von eifrigen Geschäftemachern, fliegenden Händler und Souvenierverkäufern genutzt. Das Monument selber ist leider aus der Nähe nicht so atemberaubend, wie es von Weitem den Anschein macht. Auf eine Fahrt zur (an und für sich interessanten) römischen Ruinenstadt Tipaza sollte man am Neujahrstag verzichten, sofern man noch unter den Einflüssen der Silvesternacht steht.

Eine preisliche Einordung zu geben fällt schwer: Während man am Geldautomaten für 1 Euro 140 Dinar bekommt, kann man bei den illegalen Geldwechslern am Flughafen oder in einschlägigen Shops in der Stadt gleich 200 Dinar dafür bekommen. Der Preis von einem Bier (400 Dinar) variiert also je nach Herkunft des Geldes zwischen 2 und 3 Euro. Eine gute Burgermahlzeit gibt’s für 600 Dinar und ein ausgedehntes Silvestermenu mit Rindersteak ist für 1.800 Dinar zu haben.

Mit allen Visumsbestimmungen, Regularien, aber auch den Problemen beim Ticketkauf ist Algerien sicher nicht Top1-Land für (Fußball-)Reisen. Es sind aber auch genau diese Herausforderungen und Aufgaben, die zumindest mir bei der Planung Spaß machen. Die Erfahrung, nicht ausgetretene Pfade zu beschreiten, gefällt mir und die Freude, positiv überrascht zu werden, ist mein persönliches Urlaubsfeeling. Algerien hat mich auf sehr vielen Ebenen überzeugt. Einen Minuspunkt gibt’s für die Bettwanzen…

Danke schon vorab für die Kommentare.

Groundhopping auf sechzger.de

In den letzten Monaten erschienen bereits einige Groundhopping-Artikel auf sechzger.de. Hier eine kurze Übersicht:

Groundhopping Rumänien
Groundhopping Mazedonien bzw. Nordmazedonien
Groundhopping Armenien
Groundhopping Thailand
Groundhopping Ukraine
Groundhopping Kuba
Groundhopping Montenegro
Groundhopping Indien
Groundhopping Kirgisistan
Groundhopping Saudi-Arabien
Groundhopping Antarktis (Südgeorgien)
Groundhopping Kolumbien
Groundhopping Indonesien
Groundhopping Laos
Groundhopping Georgien
Groundhopping Sansibar
Groundhopping Moldawien/Transnistrien
Groundhopping Nordkorea
Groundhopping Bulgarien
Groundhopping Senegal
Groundhopping Gambia
Groundhopping Guinea-Bissau
Groundhopping Frankreich
Groundhopping Kosovo & Nordmazedonien
Groundhopping Bosnien
Groundhopping Taiwan
Groundhopping Tunesien

Sechzig am Wochenende: U19 chancenlos gegen Viktoria Pilsen

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Tsv 1860 U19 Viktoria Pilsen

Während die U16 einen Heimsieg gegen den Kirchheimer SC feierte und die U14 auswärts deutlich in Memmingen gewann, mussten sich die Profis, die U19 und die U17 geschlagen geben. Die ersatzgeschwächte U19 verlor dabei auf dem Trainingsgelände gegen den FC Viktoria Pilsen.

U19 chancenlos gegen Viktoria Pilsen

Jonas Schittenhelm musste gegen den Nachwuchs des tschechischen Spitzenvereins auf zahlreiche Stammspieler verzichten, die am Samstag bei den Profis gegen die SpVgg Greuther zum Einsatz kamen. Die Abwesenheit von Erdogan, Lippmann, Fassmann und Fuchs machte sich deutlich bemerkbar und so kamen die Gäste zu einem nie gefährdeten 3:1-Sieg an der Grünwalder Straße.

Die Spiele im Überblick

Samstag, 11.01.

10.15 Uhr: U16 – Kirchheimer SC 3:1
12.00 Uhr: FC Memmingen U15 – U14 0:7
13.00 Uhr: SpVgg Greuther Fürth – Profis 3:2
16.00 Uhr: U19 – Viktoria Pilsen 1:3

Die U13 nahm am Samstag am Hallenturnier des ASV Neumarkt teil und belegte den 3. Platz. In der Vorrunde trafen die Junglöwen auf die SpVgg Greuther Fürth (2:5), den ASV Neumarkt (4:1), die SpVgg Landshut (4:0), die SpVgg Weiden (1:2) und Viktoria Aschaffenburg (2:0). Mit neun Punkten erreichte der TSV 1860 als Tabellenzweiter das Halbfinale. Dort scheiterte man mit 1:2 am späteren Turniersieger Wacker Burghausen, konnte sich im kleinen Finale durch einen Sieg im 9m-Schießen gegen Greuther Fürth immerhin Platz 3 sichern.

Zudem war die U11 in Eisbachtal am Start und erreichte Platz 6. Die U10 kämpfte am Samstag und Sonntag in Ebersberg um den Turniersieg und durfte sich am Ende über den 3. Rang freuen. Die U9 fegte in Ergolding übers Parkett und erreichte ebenfalls Platz 3.

Sonntag, 12.01.

12.00 Uhr: U17 – 1. FC Heidenheim 2:4

Während die U14 am Turnier in Königsfeld teilnahm (Rang 9), traf die U13 in Ansbach auf namhafte Konkurrenz und belegte den 8. Platz. Die U12 war in Neuburg/Joshofen am Start (3. Platz) und die U9 musste sich beim Turnier des TSV Trudering erst im Endspiel geschlagen geben.

Die U17 verlor an der Grünwalder Straße gegen Heidenheim

13.01.1963: TSV 1860 schlägt Karlsruhe in der Oberliga Süd

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Rudi Brunnenmeier Tsv 1860

In der Saison 1962/63 traf der TSV 1860 in Giesing auf die Gäste aus Karlsruhe. In besagter Spielzeit ging es um nicht weniger als die Qualifikation für die erste Saison der 1. Bundesliga. Der Sieg gegen die Badener war also von großer Bedeutung.

Nur Remis beim Tabellenletzten

Nachdem die Löwen eine Woche zuvor beim späteren Tabellenletzten BC Augsburg mit Müh und Not ein 1:1 erkämpften (Manfred Wagner glich spät aus), sollte gegen den KSC unbedingt ein Heimsieg her.

In den Jahren zuvor hatte Sechzig meist im Schatten des Gegners aus der Säbener Straße gestanden. Die angedachte Quotientenregel sprach deutlich gegen Münchens große Liebe und es war klar: Nur die Meisterschaft in der Oberliga Süd würde eine Restchance erhalten, sich für die 1. Bundesliga zu qualifizieren. Nur ein Verein aus der bayerischen Landeshauptstadt würde von Beginn an dabei sein – und wer das dann war, dürfte bekannt sein..

Kalte Dusche im Rekordwinter

Am 13.01.1963 empfing der TSV 1860 den Sport-Club aus Karlsruhe vor 15.000 Zuschauern im Grünwalder Stadion. Eiskalt dürfte es gewesen, der Winter 1962/63 war der kälteste des 20. Jahrhunderts. Von Dezember bis in den März hinein herrschte nahezu durchgehend Dauerfrost mit teils extremen Minusgraden. Nach und nach froren alle Flüsse, Kanäle und Seen zu. Für den Spieltag sind im 170 km von München gelegenen Nürnberg -19 Grad verzeichnet.

Heutzutage nahezu unvorstellbar, dass in Deutschland unter solchen Umständen ein Spiel angepfiffen wird. Vor 62 Jahren wurde jedoch gespielt und zusätzlich zu den Temperaturen verpasste der KSC den Löwen nach einer halben Stunde eine kalte Dusche. Wischnowsky brachte die Badener in der 32. Minute in Führung und erhöhte den Druck auf das Team von Max Merkel.

TSV 1860 dreht Partie gegen Karlsruhe

Nach der Pause drehten die Löwen den Spieß jedoch um. Werner Anzill glich in der 47. Minute für den TSV 1860 aus und Rudi Brunnenmeier (wer sonst?) sorgte mit seinem Treffer in der 56. Minuten noch für den wichtigen Heimsieg.

Am Saisonende feierte der TSV 1860 die Meisterschaft in der Oberliga Süd, Karlsruhe landete auf dem 5. Tabellenplatz. Beide Teams qualifizierten sich ebenso wie der 1. FC Nürnberg (2.), Eintracht Frankfurt (4.) und der VfB Stuttgart (6.) für die neu gegründete Bundesliga. Der FC Bayern (3.) wurde hingegen nicht berücksichtigt.

Aufstellung des TSV 1860

Trainer Max Merkel schickte am 13.01.1963 folgende Elf auf den Platz.

Radenkovic – Humpa, Steiner – Zeiser, Stemmer, Rahm – Anzill, Kohlars, Brunnenmeier, Küppers, Heiß

Tore:
0:1 Wischnowsky (32.), 1:1 Anzill (47.), 2:1 Brunnenmeier (57.)

Gerne verweisen wir auch diesmal auf das großartige Löwen Kompendium von Thorsten Ruinys. Weitere Informationen stammen aus dem Buch Die Bundesliga (Copress-Verlag München, 1963).

Sechzig um Sieben: Auch Fürth zu stark für die Löwen

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Auf geht es in die erste Woche des neuen Jahres, in der die Löwen in der 3.Liga im Einsatz sind. Gegner ist am Wochenende der 1.FC Saarbrücken im Ludwigsparkstadion. In der Vorbereitung stand am Wochenende das zweite und letzte Testspiel der Löwen auf dem Programm, gegner war Greuther Fürth. Was ansonsten noch rund um den TSV 1860 passiert ist, gibt es zum Start in die Woche bei Sechzig um Sieben.

TSV 1860 unterliegt Greuther Fürth im Testspiel

Im zweiten und letzten Test vor dem Duell mit dem 1.FC Saarbrücken traf der TSV 1860 auf den Zweitligisten Greuther Fürth. 120 Minuten lang spielten beide Teams gegeneinander. Schlussendlich konnten sich die Fürther knapp durchsetzen.

Vorbereitungsplan der U21

Während für die Profis bald das erste Pflichtspiel ansteht, startet die U21 am kommenden Wochenende mit dem ersten Vorbereitungsspiel. Gegner am Trainingsgelände ist der SV Aubing. Es ist der Auftakt für eine ganze Reihe an Testspielen für die Mannschaft von Trainer Felix Hirschnagl. Weiter in der Liga geht es dann Anfang März.

Tickets für Auswärtsspiel in Köln erhältlich

Anfang Februar steht das zweite Auswärtsspiel des TSV 1860 München auf dem Programm. Gegner ist dann Viktoria Köln im Sportpark Höhenberg. Für die Partie sind mittlerweile Tickets erhältlich.

Straßer verfehlt Podium knapp

Linus Straßer ist endlich in der Spur und hat in Adelboden seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Der Deutsche war bereits im ersten Durchgang gut unterwegs und konnte diese Leistung im zweiten Durchgang noch einmal bestätigen. Für eine Platzierung unter den besten Drei reichte es allerdings nicht ganz. Dennoch ist es ein starkes Ergebnis des Skilöwen.

Olympiasiegerin des TSV 1860 wird 60

Am gestrigen Tage feierte Marina Kiehl ihren 60.Geburtstag. Sie gewann bei den Olympischen Spielen in Calgary 1988 eine Goldmedaille und war damit die dritte Olympiasiegerin aus den Reihen des TSV 1860 München. sechzger.de wünscht nachträglich alles Gute!

Nachfolger von Anthony Power steht fest

Wie sechzger.de berichtete, ist Anthony Power nicht mehr länger Geschäftsführer der Merchandising GmbH. Der umstrittene Funktionär ist mittlerweile zurück in den USA. Sein Nachfolger steht bereits fest: es ist Valentin Pusnava. Er war zuletzt für den Sportartikelhersteller adidas tätig.

 

Tickets für Auswärtsspiel bei Viktoria Köln erhältlich

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Viktoria Köln TSV 1860 20231028 Fotogalerie (11)

Das zweite Auswärtsspiel im Jahr 2025 führt den TSV 1860 München nach Nordrhein-Westfalen. Anfang Februar treffen die Löwen auf Viktoria Köln, mittlerweile sind Tickets für den Gästeblock erhältlich.

Tickets für Viktoria Köln – TSV 1860 im Verkauf

Fünf Punkte mehr hat die Kölner Viktoria auf dem Konto verglichen mit dem TSV 1860 München. Das bedeutet in der aktuellen Tabelle satte acht Plätze Unterschied. Bis die beiden Mannschaften aufeinander treffen, dauert es noch ein paar Wochen. Zwei Spieltage werden zuvor noch absolviert. Der Start ins neue Jahr hat es beim Team von Olaf Janßen in sich. Gegner ist Tabellenführer Dynamo Dresden, die sich kurz vor der Winterpause an Energie Cottbus vorbeigeschoben haben. Im Anschluss stehen für die Viktoria zwei Heimspiele in Folge im Spielplan. Ende Januar reist Waldhof Mannheim in den Sportpark Höhenberg, Anfang Februar dann die Löwen.

Alle Fans des TSV 1860 München, die die Partie gegen Viktoria Köln live im Stadion verfolgen wollen, können sich mittlerweile mit Tickets versorgen. Karten für den Gästeblock sind über den Ticketshop der Gastgeber verfügbar. Steher kosten 12€ (10€ ermäßigt, 5€ für Kinder), für Sitzplätze werden 22€ fällig (18€ ermäßigt, 12€ Kinder). Anpfiff zur Partie ist am Samstag, den 01.Februar um 16:30 Uhr. Das Hinspiel verloren die Löwen im Grünwalder Stadion mit 1:3. Es war die dritte Niederlage im dritten Spiel der aktuellen Spielzeit.

U21 Testspiele: Straffes Programm für Hirschnagl-Elf

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TSV 1860 München U21 Teamfoto 24 25 Bayernliga Süd

Als Tabellenführer gingen die Amateure des TSV 1860 in die Winterpause der Bayernliga Süd. In den kommenden Wochen wird die U21 einige interessante Testspiele absolvieren, um sich auf die bevorstehende Rückrunde vorzubereiten. Zum Auftakt empfangen die Löwen am kommenden Samstag den SV Aubing auf dem Trainingsgelände.

U21 Testspiele: Straffes Programm für Hirschnagl-Elf

Das Auftreten der U21 in der Vorrunde war sicher ein großes Highlight des Löwen-Sportjahres 2024. Der Übergang von Frank Schmöller zum bisherigen U17-Coach Felix Hirschnagl gelang prächtig und die Truppe zieht bestens mit. Der Lohn: die Tabellenführung zur Winterpause! Auch wenn nach der derzeit gültigen Spielordnung ein Aufstieg in die Regionalliga Bayern nur dann möglich wäre, wenn auch den Profis der Aufstieg in die 2. Bundesliga gelänge, so möchten die Amateure doch möglichst lange in der Spitzengruppe der Bayernliga Süd mitmischen.

Um sich ideal auf die bevorstehende Rückrunde vorzubereiten – die erste Partie ist für den 08.03. beim FC Memmingen terminiert – bestreitet die U21 in den kommenden Wochen einige Testspiele.

18.01., 14.00 Uhr: U21 – SV Aubing (Trainingsgelände)
25.01., 14.00 Uhr: FC Augsburg II – U21
29.01., 19.00 Uhr: TSV Buchbach – U21

01.02., 14.00 Uhr: TSV Schwabmünchen – U21
08.02., 13.30 Uhr: SpVgg Greuther Fürth II – U21
12.02., 19.00 Uhr: SV Wacker Burghausen – U21
15.02., 11.15 Uhr: TSV 1882 Landsberg – U21
21.02., 19.30 Uhr: TSV Gilching/Argelsried – U21

Es ist durchaus denkbar, dass auch für das Wochenende 28.02.-02.03. noch ein Vorbereitungsspiel anberaumt wird, das dann als Generalprobe für die Partie in Memmingen dienen wird.

Titelbild: TSV München von 1860 GmbH & CO. KGaA

Testspiel bei Greuther Fürth: 1860 verliert 3:2

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Wie schon im Oktober trat der TSV 1860 München unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu einem Testspiel bei der SpVgg Greuther Fürth an. Der letzte Test vor dem Rückrundenstart gegen den 1. FC Saarbrücken wurde über 4 x 30 Minuten gespielt und am Ende verloren die Löwen 3:2.

1860 zu Beginn ohne Jacobsen und Guttau

Argirios Gianniks begann mit folgender Aufstellung: Hiller – Reich, Reinthaler, Kwadwo, Bähr – Kloss, Frey – Schröter, Wolfram, Philipp – Hobsch. Die Stammkräfte Julian Guttau und Tunay Deniz saßen zu Beginn auf der Bank, Tore Jacobsen stand krankheitsbedingt nicht im Kader. Im ersten Viertel waren die Gastgeber zunächst spielbestimmend, ohne jedoch nennenswerte Offensivaktion zu produzieren. Bis zur ersten Pause war lediglich ein geblockter Fernschuss der Fürther als so etwas wie eine Torchance zu vermerken. In der 37. Minute prüfte Bähr mit einem Aufsetzer aus der Distanz erstmals den Fürther Keeper Körber. In der 42. Minute nahmen Hiller und Kloss Hrgota im eigenen Strafraum in die Zange und Schiri Krauß entschied folgerichtig auf Elfmeter. Der gefoulte trat selbst an, Hiller konnte parieren, aber Hrgota den Nachschuss problemlos zum 1:0 für die Kleeblättler einschieben. Wie in Aue hatte die 1860-Defensive beim Abpraller nach dem Elfer zu langsam reagiert.

Kloss besorgt den Ausgleich

Nach dem Gegentor brachte Giannikis Guttau für Wolfram. Das änderte aber zunächst nichts am Spiel der Löwen, die zwar hinten einigermaßen sortiert standen, aber nach vorne wenig bis nichts zustande brachten. Ganz im Gegenteil: Fürth hatte nach dem Treffer deutliches Übergewicht. Kurz vor der zweiten Pause gelang 1860 dann aber etwas überraschend der Ausgleich. Tim Kloss köpfte eine Ecke von rechts zum 1:1 ins Fürther Tor (60. Minute).

Zahlreiche Wechsel nach der zweiten Pause

Die “große” Pause nutzte Giannikis um einige Wechsel vorzunehmen. Vollath ersetzte Hiller im Tor; Dulic, Deniz, Ott und Schubert kamen für Bähr, Frey, Philipp und Hobsch. Fürth diktierte weiter das Spielgeschehen und der eingewechselt Vollath musste sich gegen Futkeu und Massimo im Kasten beweisen. In der 74. Minute traf 1860 erneut aus heiterem Himmel. Guttau setzte sich bei einer sehenswerten Einzelaktion gegen mehrere Fürther Verteidiger durch und netzte eiskalt zum 1:2 für die Löwen ein. Der Führungstreffer gab Sechzig wenig Auftrieb und Fürth bleib das spielbestimmende Team. Lediglich Guttau zeigte im Mittelfeld der Löwen eine ansprechende Leistung. Nach 80 Minuten gingen Schröter und Kloss vom Platz, für sie kamen Kiefersauer und Gevorgyan ins Team. Kurz vor der dritten Pause konnte sich die Spielvereiinigung noch drei Ausgleichschancen erspielen. Zwei Mal setzten die Franken den Ball am Kasten vorbei, beim dritten Mal war Vollath auf der Hut.

Später Siegtreffer für Fürth

In den letzten 30 Minuten gelang den Gastgebern der Ausgleich. Leander Popp war in der 96. Minute zur Stelle und erzielte das 2:2 für die Spielvereinigung. Für die letzten 20 Minuten braqchte Giannikis dann noch die Youngsters Erdogan und Fassmann für Gevorgyan und Reinthaler. Als das Spiel zusehends verflachte, gelang den Fürthern noch der Siegtreffer zum 3:2. Nach einer präzisen Flanke von Engel aus dem rechten Halbfeld köpfte erneut Popp den Ball ins Tor (116. Minute).

Fazit des Testspiels

Bei 1860 waren keine fundamentalen Änderungen gegenüber der Hinrunde zu erkennen. Das Team agierte aus einer massiven Deckung und tat sich in Spielaufbau und Offensive schwer. Das 2:2 darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der TSV in der Offensive weitgehend harmlos agierte und die Tore einem Standard und einer Einzelaktion entsprangen. Wirklich strukturierte Angriffe gelangen den Löwen in 120 Minuten nur selten.

Slalom in Adelboden: Straßer im Aufwärtstrend

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Ski-Löwe Strasser erneut im WM-Einsatz
Ski-Löwe Linus Straßer beim Training im Ötztal (13.01.2022)

Auf Grund von schwierigen Wetterbedingungen fand bereits heute der Weltcup-Slalom am Chuenisbärgli in Adelboden statt. Der ursprünglich für heute geplante Riesenslalom wurde auf den morgigen Sonntag verschoben. Bei Schneefall und dichtem Nebel in Adelboden bestätigte Linus Straßer seinen Aufwärtstrend.

Zweiter nach dem ersten Durchgang

Unter der Woche kam der Skilöwe mit Rang 6 in Madonna die Campiglio endlich mal wieder mit einem respektablen Ergebnis ins Ziel. Straßer wollte diesen Aufwärtstrend heute auch im Berner Oberland bestätigen, wo er in den letzten Jahren immer unter die Top 4 kam und 2021 sogar Zweiter werden konnte. Und das gelang ihm im ersten Lauf. Straßer ging als Testpilot mit der Startnummer 1 ins Rennen und zeigt einen fehlerfreien Lauf. Im steilen unteren Teil hätte Straßer sogar durchaus noch etwas mehr riskieren könne, um noch weiter vorne zu landen. Am Ende war nur der Österreicher Manuel Feller schneller als Straßer unterwegs, so dass Straßer mit 0,25 Sekunden Rückstand mit Siegchancen in den zweiten Durchgang gehen konnte. Adrian Meisen und Anton Tremmel konnten sich nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren.

Straßer verfehlt Stockerl knapp

Als Straßer im zweiten Durchgang als vorletzter Starter auf die Piste ging, führte der Fanzose Clement Noel minimal vor dem Neu-Brasilianer Lucas Pinheiro Brathen. Straßer konnte leider den Steilhang nur mit einigne kleinen Fehlern absolvieren, die sich am Ende zu 0,97 Sekunden Rückstand auf Noel summierten. Manuel Feller schied danach in Führungsposition liegend (mal wieder) aus, so dass Clemet Noel vor Lucas Pinheiro Brathen (+ 0,02 Sekunden ) und Henrik Kristoffersen (Norwegen, + 0,14 Sekunden) gewann. Linus Straßer wurde am Ende Vierter und bestätigte damit seine ansteigende Form.

Kann Straßer den Aufwärtstrend nach Wengen mitnehmen?

Der alpine Weltcup-Zirkus bleibt im Berner Oberland. Dort finden am nächsten Wochenende die traditionsreichen Lauberhornrennen statt. Der Slalom ist für Sonntag geplant. Am Freitag steht ein Super-G auf dem Programm, die klassische Lauberhorn-Abfahrt ist für den Samstag angesetzt.

Güteverhandlung zwischen Oliver Mueller und dem TSV 1860

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Am heutigen Freitag kam es vor dem Arbeitsgericht München zur ersten Güteverhandlung zwischen dem TSV 1860 und dem ehemaligen Geschäftsführer Oliver Mueller. Nach knapp 40 Minuten kam es – wie erwartet – zu keiner Einigung, der Fall wurde auf frühestens Februar vertagt.

Güteverhandlung zwischen Oliver Mueller und 1860

Rund 40 Interessierte hatten sich am Freitagvormittag am Arbeitsgericht München eingefunden, um der ersten Güteverhandlung zwischen Oliver Mueller und dem TSV 1860 beizuwohnen. Während Kläger Oliver Mueller persönlich samt Rechtsbeistand  Christian Vogt (Partner bei Michael & Siebert in FFM) zugegen war, waren die Löwen – wie in erster Instanz nicht unüblich – nur durch ihre anwaltliche Vertretung in Person des Fachanwalts für Arbeitsrecht Erhard Kött (Karras & Kollegen in Fulda) vor Ort.

“Außerordentlich fristlos mit sofortiger Wirkung” wurde Oliver Mueller Anfang September von seinem Posten des Geschäftsführers Finanzen beim TSV 1860 München entbunden. Zurückzuführen ist die Entscheidung auf einen Gesellschafterbeschluss der TSV 1860 Geschäftsführungs GmbH. Heißt übersetzt: Mueller wurde vom Präsidium des e.V. entlassen. Über die Gründe für diese Entscheidung wurde bis zum heutigen Tage viel spekuliert, aber wenig öffentlich bekannt.

Der ehemalige Geschäftsführer Finanzen der Löwen klagte seinerseits auf unrechtmäßige Kündigung und entsprechend auch auf Lohnfortzahlung bis zu seinem ursprünglichen Vertragsende – das wäre im Sommer 2026 gewesen.

Der Gütetermin

Ein solcher Gütetermin ist der erste Schritt in einem arbeitsrechtlichen Verfahren, laut justiz.hamburg.de geht es um Folgendes:

“Es wird versucht, eine gütliche Einigung zu erzielen. Gelingt dies, wird die gütliche Einigung als Vergleich protokolliert. Dabei wird der Vergleich vorgelesen, den beide Parteien genehmigen müssen. Wollen Sie sich nicht sofort entscheiden, können beide Parteien eine Frist für den Widerruf des Vergleichs vereinbaren. Gelingt eine gütliche Einigung nicht, kommt es entweder zu einem zweiten Gütetermin oder zu einem Kammertermin. Zur Vorbereitung des Kammertermins macht das Gericht den Parteien bestimmte Auflagen, zum Beispiel die Gründe für eine Kündigung schriftlich genau darzulegen.”

Um den weniger Detailinteressierten die genaue Lektüre zu ersparen, hier schon einmal vorweg: Es kam zu keiner Einigung und das Verfahren wird fortgesetzt. Zuerst einmal steht aber die Zuständigkeit des Arbeitsgerichtes in Frage. Diese wurde durch den Vertreter der Beklagten, hier 1860, gerügt. Der TSV sieht die Zuständigkeit beim Landgericht. Der Kläger muss nun ergänzend zu den Ausführungen in der Klageschrift darlegen, warum die Zuständigkeit besteht. Die andere Seite darf wiederum darauf reagieren. Fristende für diese Erwiderung ist Ende Februar.

Ablauf der Verhandlung

Nun zum Ablauf des Gütetermins, welcher um 10:15 Uhr im Sitzungssaal 1 des Arbeitsgerichts München angesetzt war, um dem vergleichsweise hohen Zuschauerinteresse gerecht zu werden. Mit etwas Verspätung eröffnete Richter Florian Köhn, bekennender Fan des 1. FC Nürnberg, den Termin, zu dem sich auch die Vertreter der Münchner Presselandschaft eingefunden hatten.

Vor dem richtigen Beginn wurde die Zuständigkeit des Arbeitsgerichts von der Beklagtenseite in Frage gestellt, was nun im Nachgang geklärt wird und vor Ort erst einmal ausgeklammert wurde. Stein des Anstoßes ist das unübliche Arbeitsverhältnis, das Oliver Mueller hatte, da er über die Firma seiner Frau, in welcher er Angestellter ist, bei 1860 fungierte. Hier stellt sich die Frage, ob überhaupt ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis vorlag.

Punkte der Beklagten – TSV 1860

Zuerst brachte der TSV 1860 seine Punkte vor, welche die außerordentliche Kündigung betreffen. Hier wurde ausgeführt, dass Oliver Mueller das bewilligte Budget von 4,5 Mio. € in der Praxis gegenüber Sportchef Werner mit 5,5 Mio € genannt haben soll, Verträge ohne die verpflichtende Zustimmung von Co-Geschäftsführer Werner abgeschlossen sowie die Zusammenarbeit verunmöglicht habe und im Lizensierungsverfahren schwere Fehler begangen habe. Hier geht es um eine “Bridge-Loan”, also einen Überbrückungskredit, welcher zur “Unzeit” abgerufen werden sollte. Daraus ergab sich eine Kündigung des Darlehens durch den Darlehensgeber (Hasan Ismaik bzw. eine seiner Firmen), was die Fußballfirma an den Rande einer Insolvenz gebracht habe und die neue “Bridge-Loan”, also den bekannten neuen Darlehensvertrag, erst notwendig gemacht hat. Eine Bedingung für diesen ist die außerordentliche Kündigung von GF Mueller gewesen. Dies bestätigte der TSV-Anwalt auf Nachfrage des Richters. Durch das Verhalten von Oliver Mueller wäre auch die Lizenz für die 3. Liga gefährdet gewesen, noch im Raum stehende Konsequenzen seitens des DFB seien nicht auszuschließen.

Die budgetären Verfehlungen hätten unter anderem dazu geführt, dass im Trainingslager Spielerverpflichtungen, welche eigentlich schon in trockenen Tüchern schienen, nicht durchgeführt werden konnten und nun kein finanzieller Spielraum vorhanden sei. Bei den eigenmächtig abgeschlossenen Verträgen im Wert von ca. 120.000 € ging es unter anderem um eine “Impact-Studie”, finanzielle Analysen und einen Grafiker. Betreffend der wirtschaftlichen Unternehmensperformance, besonders in Bezug auf die damalige “Bridge-Loan”, sollen außerdem verpflichtend zu erbringende Informationsleistungen und Wasserstandsmeldungen an die überwachenden Gremien (Beirat, etc.) nicht ergangen bzw. verweigert worden sein.

Auch auf persönlicher Ebene soll Muellers Verhalten nicht gerade auf Gegenliebe gestoßen sein. Es soll nicht nur zu einem Bruch mit Dr. Christian Werner gekommen sein, sondern auch langjährige Angestellte der Geschäftsstelle sollen tatsächlich oder “innerlich gekündigt” haben, da eine weitere Zusammenarbeit mit Oliver Mueller nicht möglich schien. Außerdem wurde interessanterweise auch das Verhalten gegenüber dem Mitgesellschafter und Darlehensgeber (“Clown”, etc.) als “unfein” bezeichnet und als weiterer Negativpunkt angeführt.

Zusammengefasst: Die beklagte Partei führt Existenzgefährdung, Gefährdung der Lizenz, Kompetenzüberschreitung und nicht tragbares zwischenmenschliches Verhalten als Kündigungsgrund an. Ordentlich soll das Arbeitsverhältnis nicht kündbar gewesen sein, außerdem habe der Mitgesellschafter eine Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses verlangt.

Punkte des Klägers – Oliver Mueller

Der Recht salopp auftretende Anwalt des Klägers führte zur Erwiderung Folgendes ins Feld: Zum Einen seien sowohl Budget als auch “Bridge-Loan” schon vor Beschäftigungsbeginn seines Mandanten vereinbart worden. Zum Anderen könne von einer Budgetüberschreitung vor Ende des Geschäftsjahres noch überhaupt keine Rede sein. Zusätzlich seien wichtige Entscheidungen stehts im Team getroffen worden, GF Werner hätte aber auch über alle anderen Entscheidungen zumindest Bescheid gewusst.

Das Verweigern der Auskünfte über die wirtschaftlichen Vorgänge habe nicht stattgefunden, die Verträge seien vor der Beschäftigung des Mandanten gemacht worden und dieser habe besonders die “Bridge-Loan-Bedingungen” durch eine externe Anwaltskanzlei prüfen lassen. Unter Berücksichtigung dieser Prüfung habe Mueller keine Pflichtverletzung in Hinblick auf das Darlehen begangen. Somit scheint eine außerordentliche, fristlose Kündigung nicht gerechtfertigt. Besonders vor dem Hintergrund, dass die neue Finanzierungsvereinbarung, samt Kündigungsforderung der HAM-Seite, erst im Oktober geschlossen wurde, die Kündigung aber im bereits August erfolgte.

Erwiderungen

Das korrekte Handeln von Mueller in Bezug auf das erste Darlehen wurde vom Beklagten stark in Frage gestellt, der Vorwurf beinhaltet unsaubere Arbeit in diesem Punkt und das Jonglieren mit Beträgen bezüglich des finanziellen Spielraums im Trainingslager.

Auch die Frage, ob §626 BGB und die hier schlagend werdende 14-Tages-Frist eingehalten wurden, wurde diskutiert. Details hierzu würden bzw. werden aber erst im weiteren Verlauf erörtert. Auf Seiten des TSV 1860 ist man sich der korrekten Abwicklung aber sicher. Wie tief die Gräben zwischen den Parteien sind, ist auch diesbezüglich deutlich zu erkennen. So sieht der Kläger die möglicherweise unrechtmäßig alleine geschlossenen Verträge als Lappalie an, während die beklagte Partei das Thema “Untreue” in den Raum stellte. Dieser Vorwurf wurde daraufhin von Oliver Mueller als “lächerlich” bezeichnet.

Finanzen

Besonders aber finanziell sind die Vorstellungen der Parteien wie Tag und Nacht. Der TSV 1860 wiederholte das – in einem vorherigen Telefongespräch vorgebrachte – Angebot von 50.000 € an Herrn Mueller. Dieser startete mit einer hohen Forderung von 600.000 €, die aber schon etwaige Schadensersatzansprüche enthalten hätte. Gesprächsbereit würde sich der Kläger ab der Zahlung der Hälfte seiner Bruttoeinkünfte zeigen; dies wären ca. 200.000 €. Schadensersatzforderungen behält sich übrigens auch die kündigende Partei vor!

Die Grundlage für die Forderungen bilden die entgangenen Einkünfte des Herrn Mueller bis zum eigentlichen Vertragsende zum Ende des Geschäftsjahres im Jahre 2026 (ca. 22 Monate). Diese (Brutto-)Einkünfte setzen sich laut Kläger folgendermaßen zusammen:

Grundgehalt (22 x 12.000 €) 264 000€ + mögliche Boni 80.000 € + Urlaubsvergütung 50.000 € + Sachleistungen: VIP-Tickets 17.000 € + Dienstwagen 31.500 € = 442.500 €

Besonders die Urlaubs- und Bonuszahlungen wurden von TSV-Seite angegriffen, Mueller brachte noch etwaige Sozialversicherungsbeiträge ins Spiel, deren Nachzahlung er fordern könne. Auch mögliche Verfehlungen des Klägers in Bezug auf seine Schadenminderungspflicht wurden thematisiert. Laut Klageseite fehlen für eine Arbeitslosmeldung von Mueller der Agentur für Arbeit aber noch Informationen der Fußballfirma, insbesondere Dokumente, in denen die Kündigung begründet wird.

Nach etwas Hin und Her, bei dem sich Oliver Mueller auch selbst einschaltete – unter anderem mit der Bemerkung, dass die Mandanten der Beklagtenseite sehr ungehalten auf sein mögliches Auftauchen bei Spielen der Löwen reagieren würde –  wurde klar, dass das Tischtuch zwischen den Parteien komplett zerschnitten ist. Der Richter hatte davor nebst anderem die Zurverfügungstellung der Tickets vorgeschlagen.

Ergebnis:

Nachdem der Beklagte, also die Löwen, nicht bereit ist, mehr als 50.000 € zu zahlen bzw. eine sechsstellige Summe komplett ausschließt, und Mueller sich nicht mit “50.000 € abspeisen lassen” will, wie es sein Anwalt formulierte, wird nun der weitere Rechtsweg beschritten.

Wo die folgenden Verhandlungen stattfinden, liegt nun am Ausgang der Zuständigkeitsentscheidung. Falls das Arbeitsgericht weiter zuständig bleibt, kommt es im Frühjahr zu einem sogenannten “Kammertermin”, in dem die Sache im Detail verhandelt wird. Der Richter beendete den Vorgang um 11:00 Uhr nach ca. 38 Minuten. Weiter kann es erst nach Ablauf der Erwiderungsfrist für die Beklagte gehen, welche auf Ende Februar festgelegt ist.

TSV 1860 Futsal mit Verstärkung aus der Champions League

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Futsal Fahne 1860 Löwen München champions league regionalliga

Während die Löwen-Profis weiterhin auf einen Neuzugang warten müssen, haben sich die Futsaler des TSV 1860 mit einem Spieler aus der Champions League verstärkt. Valentino Gavric wechselt vom TSV Weilimdorf an die Grünwalder Straße.

TSV 1860 Futsal mit Verstärkung aus der Champions League

Mit dem 29-jährigen Kroaten ist den Löwen ein echter Transfer-Coup gelungen. In der laufenden Saison erzielte Gavric in der Futsal Champions League bei drei Einsätzen ebenso viele Treffer, nun geht er für den TSV 1860 auf Torejagd. Dass er sich auch in der Regionalliga Süd, in der die Löwen-Futsaler derzeit den 7. Platz belegen, auskennt, beweist der Umstand, dass er in dieser Spielklasse in den Spielzeiten 2021/22 und 2022/23 jeweils Torschützenkönig wurde.

Auf dem Feld war Gavric u.a. in Bosnien und Kroatien, später aber auch in der U21 des SV Waldhof Mannheim, in Holzkirchen, Aubing, Ampfing, bei Srbija München und dem SV Planegg-Krailling aktiv.

Im Futsal gehören unter anderem die Beton Boys München und der nun abgebende Verein TSV Weilimdorf zu seinen Karrierestationen.