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sechzger.de Talk 191: Chronologischer Jahresrückblick 2024

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Sechzger.de Talk Folge 191 Chronologischer Jahresrückblick 2024 Zum TSV 1860 München

Am Tag vor Silvester beschäftigten sich die Mitglieder der sechzger.de-Redaktion im sechzger.de Talk 191 nochmal mit dem heute zu Ende gehenden Jahr 2024. Sie taten das in chronologischer Reihenfolge – Monat für Monat. Obwohl 2024 den Löwenfans wahrlich wenig erbauliche Momente bescheren konnte, hat Moderator Christian Mitstreiter gefunden, die zusammen mit ihm noch einmal zurückblicken. Mit Peter, FloBu, Thomas Spiesl und Thomas Enn sind in der letzten Sendung des Jahres vier Redakteure zu hören, die dankenswerterweise das ganze Jahr über sehr häufig am Talk teilgenommen haben.

Besondere Raterunde im sechzger.de Talk 191

Der Mann für die inzwischen ja schon fest etablierte und beliebte Raterunde in unserem Podcast, Thomas Spiesl hat sich für diesen besonderen sechzger.de-Talk 191 die Mühe gemacht, satte zwölf Fragen zu entwickeln – zu jedem Monat des Jahres eine. Mitraten ist ausdrücklich erwünscht.

Rückrunde 2023/24

Da in dieser Sendung streng chronologisch vorgegangen wird, geht das Ganze durchaus vielversprechend los. Neuer Trainer – neues Glück! Die Löwen starten aus der Winterpause mit acht ungeschlagenen Spielen im Januar und Februar. Darunter unglaubliche drei Heimsiege in Serie und eine – auch aufgrund des Aufenthaltsorts einiger Redaktionsmitglieder im Stadion – legendäre Auswärtsfahrt nach Verl sind zu besprechen. Das macht Spaß!

Katastrophen-März und Klassenerhalt

Doch Sechzig wäre nicht Sechzig wenn auf die Wochen der Glückseligkeit nicht der totale Absturz folgen würde. Vier Pleiten im März und ein – gerade mal eben – sportlich ausgeglichener April befördern 1860 wieder in Abstiegsgefahr, die erst am vorletzten Spieltag mit einem Sieg in Essen abgewendet wird.

Mitgliederversammlung und verkorkster Saisonstart

Der Juni 2024 ist von Vereinspolitik geprägt. Die Stimmung spitzt sich im Hinblick auf die Mitgliederversammlung mit Verwaltungsratswahl am 16. Juni zu. Das Ergebnis der Wahl im Zenith ist eine klare Bestätigung des Kurses im e.V. Als dann im August endlich wieder das runde Leder im Vordergrund steht, klappt erstmal gar nichts mehr. Mit drei Pleiten starten die Löwen in die Drittligasaison. Und das obwohl nach dem erneut riesigen Umbruch im Kader frühzeitig eingetroffene Neuzugänge eine ideale Vorbereitung ermöglichen sollten.

Eklatante Heimschwäche, aber auswärts Traumtore

Nur aufgrund zahlreicher Auswärtserfolge in der Hinrunde belegt Sechzig zur Winterpause keinen Abstiegsplatz. Die Bilanz auf Giesings Höhen ist katastrophal – hinzu kommt ein bitteres Aus im Totopokal gegen Haching. Auch auf diese tristen Momente blickt die Runde im sechzger.de Talk 191 zurück. Ab dem morgigen Neujahrstag schauen wir dann nur noch nach vorn!

Guten Rutsch allen Zuhörern!

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen, die unseren sechzger.de Talk verfolgen, für die Treue im zu Ende gehenden Jahr bedanken und einen Guten Rutsch in ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2025 wünschen!

Der sechzger.de Talk 191 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Jahresrückblick 2024 von Thomas Enn

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Stadion Hohe Warte First Vienna FC Testspiel TSV 1860 München

Seit jeher blicken die Redaktionsmitglieder von sechzger.de am Jahresende – in meist ganz persönlicher Weise – auf das zu Ende gehende Löwenjahr zurück. Heute ist Thomas Enn mit seinen Einschätzungen zu 2024 an der Reihe.

Jahresrückblick 2024 von Thomas Enn

Was war dein Highlight des Jahres 2024 rund um den TSV 1860 München?

In einem an Highlights wirklich armen Jahr fällt mir die Auswahl dieses Mal nicht wirklich schwer: Das schönste Erlebnis mit den Löwen in 2024 war eindeutig das Vorbereitungsspiel bei Vienna Wien. Es war das erste internationale Spiel von 1860 für meinen Sohn und fand in einem absolut einzigartigen Stadion statt. Außerdem wurden wir sehr freundlich von den Vienna-Fans empfangen, mit denen nach dem Spiel eine feucht-fröhliche Party gefeiert wurde. Fußball wie er sein sollte – neben dem Platz. Auf dem Platz konnte man sich bereits auf die teilweise schwer zu verdauenden Auftritte der Löwen gewöhnen.

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Das Aus im Toto-Pokal gegen Unterhaching. Ich verstehe einfach nicht, wie man diesen Wettbewerb Jahr für Jahr vergeigen kann. Ich möchte fast schon sagen “mit Vorsatz”. Versteht an der Grünwalder Straße niemand, dass man sich über den Sieg im Toto-Pokal für den DFB-Pokal qualifizieren kann und relativ einfach an dringend benötigte “finanzielle Sondereffekte” gelangen kann? Außerdem wäre es für uns Fans mal wieder eine schöne Belohnung, ein DFB-Pokal-Spiel auf Giesings Höhen erleben zu dürfen.

Welcher Spieler ist dein persönlicher “Spieler des Jahres”?

So wirklich hervorgetan hat sich ja mal wieder niemand… Ich würde hier mal wieder “den guten, alten” Marco Hiller nennen. Wie er seine erneute Degradierung hingenommen hat und dann da war, als es auf ihn ankam, hat mir sehr imponiert. Meines Erachtens erkennt man auch, dass Marco mit seiner unaufgeregten Art der Abwehr Stabilität gibt. Schade, dass er im Toto-Pokal gegen Haching nicht im Tor stand… Ich hoffe sehr, dass er seinen Vertrag bei uns verlängert. Außerdem hat mir noch Fynn Lakenmacher imponiert, der nach dem wenig professionellen Umgang mit ihm bis zum Schluss für 1860 Gas gegeben hat und in Essen das wichtige Tor zum definitiven Klassenerhalt geschossen hat.

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein “Tor des Jahres”!

Es gab einige schöne des TSV 1860 zu bejubeln. Im Jahresrückblick kommt mir natürlich zuerst das 1:0 von Tore Jacobsen in Bielefeld in den Sinne, das ja sogar Tor des Monats September wurde. Sehr schön war auch der Weitschuss von Tunay Deniz beim Auswärtssieg in Dortmund und der Fallrückzieher von Raphael Ott gegen Viktoria Köln. Mein Favorit ist aber das Tor von Tunay Deniz zum 2:0 gegen den SV Waldhof.

 

Da hat man mal richtig schön gesehen, wie gut unsere Offensive kombinieren kann.

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Ziemlich viel!

Das ganze Ballyhoo rund um die Mitgliederversammlung im Sommer ist mir wirklich auf die Nerven gegangen. Auch, dass das “versprochene Gräbenzuschütten mit dem Tieflader” bisher komplett ausgeblieben ist. Auch die mal wieder in voller Öffentlichkeit ausgetrategenen Streitereien zwischen Präsidium und Verwaltungsrat im Nachgang der Causa Hiltmair finde ich wirklich ärgerlich. Ich würde mir sehr wünschen, dass man hier mal professionell agiert und sowas hinter den Kulissen klärt. Außerdem spielt die Mannschaft seit Anfang März bis auf sehr wenige Ausnahmen einfach keinen schön anzusehenden Fußball und die Heimbilanz der Hinrunde ist schlicht und einfach eine indiskutable Katastrophe.

Sehr bedauerlich finde ich bis heute, dass im Rahmen der Diskussionen um Anton Hiltmair Bernd Winninger unsere Redaktion verlassen hat.

Außerdem noch mein Klassiker in dieser Rubrik: Beim Stadion ist auch 2024 nichts vorwärts gegangen.

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2025 ändern?

Weiß gar nicht, wo ich da anfangen soll… Beim Stadion muss endlich was vorwärts gehen, ansehnlicher Fußball und Heimsiege wären mal wieder schön, professionelle Kommunikation, bei der nicht jede Meinungsverschiedenheit auf offener Bühne ausgetragen wird, ein Finanz-GF (der uns Anfang September “zeitnah” versprochen wurde) wäre ganz nett und so weiter und so fort…

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2025: Wo landen die Löwen in der 3.Liga?

Hoffentlich auf Platz 16 oder etwas weiter oben.

Bisher erschienen folgende Jahresrückblicke 2024 der sechzger.de-Redaktion:
Stefan Kranzberg
Jan Schrader
Christian Jung
Thomas Spiesl

Gerücht: Kehrt Dennis Dressel zum TSV 1860 zurück?

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TSV 1860 Dennis Dressel

123 Pflichtspiele absolvierte Dennis Dressel bislang für den TSV 1860 und stand zudem 49 Mal für die U21 auf dem Platz. Bereits vor der Saison hatten die Löwen eine Rückkehr des 26-Jährigen ins Auge gefasst, in der Winterpause wagt Dr. Christian Werner gerüchteweise einen neuen Anlauf beim gebürtigen Dachauer.

Kehrt Dennis Dressel zum TSV 1860 zurück?

Im Sommer 2022 wechselte Dennis Dressel von der Grünwalder Straße zum damaligen Zweitligisten FC Hansa Rostock und erarbeitete sich dort rasch einen Stammplatz. In zwei Spielzeiten absolvierte der Mittelfeldspieler 68 Partien im Unterhaus, eine Weiterbeschäftigung in der 2. Liga schien trotz des Abstiegs der Kogge nur eine Formsache. Aber es kam ganz anders: Dressel unterschrieb weder bei einem anderen Zweitligisten noch beim ebenfalls interessierten TSV 1860, sondern wechselte in die österreichische Bundesliga zu Aufsteiger Grazer AK.

Dort kam der gebürtige Dachauer bislang 14 Mal zum Einsatz und stand auch beim Pokal-Aus des GAK beim Zweitligisten Schwarz-Weiß Bregenz auf dem Platz. Nachdem er zwischenzeitlich bei zwei Partien nicht berücksichtigt worden war, war er Anfang Dezember bei der 0:3-Niederlage gegen den TSV Hartberg wieder 90 Minuten im zentralen Mittelfeld im Einsatz. Aktuell rangieren die Grazer auf dem 11. und somit vorletzten Platz der Tabelle und befinden sich somit in akuter Abstiegsgefahr.

Leihgeschäft im Winter?

Ob Dennis Dressel im neuen Jahr noch in der Steiermark auf Punktejagd gehen wird, ist indes unklar. Zwar läuft sein Vertrag noch bis Sommer 2026, laut AZ hat der TSV 1860 seine Fühler erneut nach Dressel ausgestreckt. Aufgrund der angespannten finanziellen Situation bei den Löwen wäre ein Leihgeschäft denkbar.

Ohne Ablöse wäre hingegen der 20-jährige Mittelfeldspieler Luan Simnica zu haben, dessen Vertrag beim VfB Stuttgart II zum 31.12. aufgelöst wird. Wie bereits berichtet, beschäftigt sich der TSV 1860 offenbar auch mit Stürmer Dominik Martinovic vom kroatischen Erstligisten Slaven Belupo. Zudem ist nicht auszuschließen, dass sich die Löwen aufgrund der Verletzungen von Jesper Verlaat und Raphael Schifferl auch nach einem weiteren Innenverteidiger umsehen. Ist womöglich Gerrit Gohlke, der seinen Vertrag bei Arminia Bielefeld im September aufgelöst hatte, ein Kandidat an der Grünwalder Straße?

Titelbild: CR-Fotos.de

30.12.1972: TSV 1860 besiegt Racing Strasbourg zum Jahresende

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Türkgücü München - Viktoria Köln am 05.11.2021 1860 Olympiastadion

In einem anderen Artikel hatten wir Euch bereits vom Auswärtssieg bei Hessen Kassel in der Spielzeit 1972/73 berichtet. Zum Jahresabschluss inmitten dieser turbulenten Saison empfing der TSV 1860 den elsässischen Verein Racing Strasbourg im Olympiastadion.

Drei Tore vor dem Seitenwechsel

Während die Löwen damals in der zweitklassigen Regionalliga kickten, spielte Racing in der ersten französischen Liga, der Division 1. In München freute man sich also auf einen attraktiven Gegner. Trotzdem fanden sich so kurz vor Silvester nur 7500 Zuschauer auf dem Oberwiesenfeld ein. Diese sollten ihr Kommen jedoch nicht bereuen und wurden mit einem Sieg belohnt.

Der Auftakt verlief jedoch alles andere als gewünscht, denn die Gäste gingen nach 13 Minuten in Führung. Sechzig zeigte sich jedoch unbeeindruckt und drehte die Partie noch vor der Pause. Zuerst glich Hohenwarter für die Löwen aus (27.), dann brachte Weller das Team von Trainer Elek Schwartz gar in Führung (43.).

TSV 1860 schlägt Racing Strasbourg

Nach der Pause legte der TSV 1860 durch Schorsch Metzger nach (62.), ehe Racing Strasbourg eine Viertelstunde vor Schluss noch einmal verkürzte. Auch wenn die Löwen in der Folge noch einige brenzlige Situationen überstehen musste, stand am Ende ein 3:2-Sieg zu Buche.

Obwohl die Löwen eine beachtliche Rückrunde in der Regionalliga Süd absolvierten, beendeten sie die Saison 1972/73 lediglich auf Platz 3. Der erhoffte Aufstieg wurde also verpasst und gelang erst im Sommer 1977 in den legendären Partien gegen Arminia Bielefeld (0:4, 4:0, 2:0)

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Elek Schwartz setzte heute vor 52 Jahren auf folgende Mannschaft des TSV 1860:

Helmschrot – Schuhmann, Sohnle, Hiller – Lex, Zahnleiter (75. Brozulat), Metzger, Hohenwarter – Keller, Weller, Weixler

Tore:
0:1 Burghard (13.), 1:1 Hohenwarter (27.), 2:1 Weller (43.), 3:1 Metzger (62.), 3:2 Molitor (75.)

Jahresrückblick von Thomas Spiesl – Auswärts macht Spaß

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Seit jeher blicken die Redaktionsmitglieder von sechzger.de am Jahresende – in meist ganz persönlicher Weise – auf das zu Ende gehende Löwenjahr zurück. Heute ist Thomas Spiesl mit seinen Einschätzungen zu 2024 an der Reihe.

Jahresrückblick 2024 von Thomas Spiesl

Was war dein Highlight des Jahres 2024 rund um den TSV 1860 München?

Auswärts ist’s am schönsten könnte das Motto des Jahres lauten, drum waren es auch vor allem die Auswärtsfahrten, die mir am positivsten in Erinnerung geblieben sind.

Das Spiel in Wien bei der Vienna, wo ich zufällig meinen alten Professor aus dem Studium getroffen habe. Was für ein Ausflug und was für eine Kulisse, das Spiel selbst hingegen eher zum Vergessen. Aber dafür lustige Gastgeber und Sechzig International ist einfach etwas ganz Besonderes…

Auch Dresden war wieder beeindruckend, vor allem von der Pressetribüne aus. Unter dem Dach nimmt man die Stimmung aus beiden Lagern fast noch einmal besser wahr. Ingolstadt war auch etwas Besonderes mit 4.000-5.000 Mann mal ordentlich Stimmung in die langweilige Vorort-Bude gebracht. Auch die Rote Erde in Dortmund und das Wiedersehen mit meinem alten Mitbewohner, Gruß an Patrick den Ossi, war eine Reise wert.

Mein Highlight-Sternchen geht aber an den Ausflug nach Aachen. So herzlich wie wir Löwen dort aufgenommen wurden, so entspannt wie alles abgewickelt wurde vom Sicherheitsdienst (da könnten sich manche Vereine eine Scheibe abschneiden), unser sechs Mann starker Reisetrupp, die Anreise über Maastricht und das holländische Zweitliga-Match, das Zug-Chaos auf der Heimfahrt, was braucht es mehr, alles zusammen ein genialer Trip.

Auswärts macht am meisten Spaß

Generell macht es auswärts einfach am meisten Spaß, weil die Löwenfans geschlossen auftreten, als Einheit hinter dem Team stehen. Könnte vielleicht dran liegen dass die chronischen Couch-Nörgler, Schimpfer, Facebook-Besserwissen, Kreisverkehr-Liebhaber, Jammerer und Mannschafts-Auspfeifer, die sich erfahrungsgemäß dann doch zwei bis drei Mal pro Jahr ins Grünwalder Stadion verirren, auswärts einfach nicht dabei sind. So macht Sechzig am meisten Spaß!

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Spontan würde ich das Spiel in Dortmund nennen. Wir liegen 0:1 zurück, haben einen Lauf und drehen das Spiel im zweiten Durchgang mit zwei vogelwilden Toren. Das ist Drittliga-Fußball wie er Spaß macht und das sind die Löwen wie sie Spaß machen. Dritter Sieg in einer Woche, dass wir das wieder einmal erleben dürfen… Solche Momente muss man einfach genießen – leider gibt es sie nicht allzu oft.

Welcher Spieler ist dein persönlicher “Spieler des Jahres”?

Wie es sich zur Weihnachtszeit gehört nehme ich Marco Hiller als echten Klassiker. Der Killer musste in dieser Saison (wie schon in der letzten) hinten anstehen, lässt sich den Mund nicht verbieten und kämpft sich zurück. Auf dem Platz sollten inzwischen ja auch die letzten gemerkt haben, dass der Neuzugang aus der Vorstadt keine Verstärkung für uns ist/war. Kann man nur hoffen, dass man Marco Hiller halten kann, unseren Ur-Löwen quasi…

Marco Hiller: "Fällt nicht schwer mich zu motivieren"
Mein Spieler des Jahres: Marco Hiller

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein “Tor des Jahres”!

Das Tor von Jacobsen in Bielefeld. Ein schwaches Spiel, ein glückliches 0:0 und dann haut der Thore Jacobsen den Ball aus 50 Metern in die Maschen. Extase pur, auch wenn er in den Wochen darauf noch lobenswerte Nachahmer innerhalb der Mannschaft gefunden hat, für mich war der Weitschuss-Kracher das Tor des Jahres.

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Leider so vieles… Wieder einmal… Sportlich sicherlich das bittere 1:3 zu Hause gegen die Vorstadt im Toto-Pokal-Viertelfinale. Aber auch generell die Stimmung bei den Fans bei den Heimspielen im Grünwalder Stadion, die leider eher durchwachsen war in der abgelaufenen Vorrunde. Klar ist bei den Löwen vieles extra schwer und extra kompliziert und man kann und muss auch nicht immer einer Meinung sein. Aber wenigstens die 90 Minuten könnten doch alle gemeinsam das Team unterstützen – auswärts geht’s doch aus.

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2025 ändern?

Alles und nichts. Klar läuft rund um e.V., KgaA und den Profifußball vieles nicht rund, aber darüber mag ich gar nicht mehr diskutieren. Viel mehr will ich die Kategorie nutzen um danke zu sagen an die Kollegin und die Kollegen der sechzger.de-Redaktion. Für viele lustige Chats und Gespräche, für so manchen Ratsch im Zug vor und nach dem Spiel, für ein paar gemeinsame Eishockey-Ausflüge, für die Weiterentwicklung unserer Seite, einfach für alles. Gemeinsam leidet es sich einfach leichter und man kommt schneller über negative Momente hinweg. Deshalb ist mein Vorsatz für das neue Jahr einfach, dass wir noch besser werden, noch besser zusammenhalten und noch aktueller rund um die Löwen berichten. Unter den Podcast-Profis und im Radio sind wir ja schon angekommen, vielleicht sollten wir es mal mit Fernsehen probieren…

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2025: Wo landen die Löwen in der 3.Liga?

Jetzt werden wieder alle sagen der Spiesl spinnt – mag sein, aber ich sage am Ende stehen die Löwen auf Platz drei oder vier. Zufrieden wäre ich mit beidem. Die 3. Liga ist so eng wie schon lange nicht mehr und die Mannschaft hat mehrmals gezeigt, was in ihr steckt. Ich hoffe, dass sich die Kontinuität auszahlt, dass Dr. Christian Werner und Argirios Giannikis das Team im Winter zu mehr Konstanz führen können und dass die Löwen die große positive Überraschung der Rückrunde werden. Hoffen wird man ja noch dürfen… In diesem Sinne allen Lesern ein gesundes und glückliches neues Jahr 2025! Auf die Löwen!

Bisher erschienen folgende Jahresrückblicke 2024 der sechzger.de-Redaktion:
Stefan Kranzberg
Jan Schrader
Christian Jung

Jahresrückblick 2024 von Christian Jung – Highlight in Wien

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Seit jeher blicken die Redaktionsmitglieder von sechzger.de am Jahresende – in meist ganz persönlicher Weise – auf das zu Ende gehende Löwenjahr zurück. Heute ist Christian Jung mit seinen Einschätzungen zu 2024 an der Reihe.

Jahresrückblick 2024 von Christian Jung

Was war dein Highlight des Jahres 2024 rund um den TSV 1860 München?

Alle Jahre wieder: Gar nicht so einfach, in diesen Zeiten da was zu finden. Klar gab es auf dem grünen Rasen – bei aller Tristesse – das eine oder andere Ereignis zu bejubeln, aber so richtig sticht da für mich persönlich in 2024 nichts heraus. Daher wollte ich hier eigentlich die Ausgabe 167 von unserem sechzger.de Talk „nominieren“, in der wir den 11FREUNDE-Redakteur Tim Jürgens zu Gast hatten. Und dann ist mir doch noch ein sportliches Highlight eingefallen: Das Vorbereitungsspiel beim First Vienna Football Club auf der Hohen Warte im Juli. Allerdings definitiv nicht wegen der (müden) Darbietungen auf dem Rasen! Nein, da ging es um …Sechzig international im wunderbaren Wien in einem legendären Stadion, …so viele Löwenfans an einem Freitag Abend am Start, …eine sehr feucht-fröhliche Party mit den Vienna-Fans danach.
Das war ein absolutes Highlight!

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Ganz spontan und ohne zu lange zu grübeln oder gar zu recherchieren: Die zweite Halbzeit gegen Waldhof Mannheim im November. Mit durchaus etwas Glück in Führung gegangen, legten die Löwen nach und ließen auch nach der 3:0-Entscheidung nicht locker. Sie setzten die Gäste bis zum Abpfiff unter Druck und schafften es – eine der ganz seltenen Male in diesem Jahr – dass alle Löwenfans das Sechzgerstadion begeistert verlassen konnten.

Welcher Spieler ist dein persönlicher “Spieler des Jahres”?

Definitiv Lukas Reich! Dass der Sohn von einem, mit dem man schon vor über dreißig Jahren in der Westkurve stand, für die Löwen aufläuft, ist ja für sich schon genial. Dann handelt es sich bei ihm auch noch um einen extrem sympathischen jungen Burschen, der das Herz am rechten Fleck trägt. Und schließlich lieferte der Außenverteidiger in der Hinrunde der laufenden Saison – als einer der wenigen im Kader – konstant starke und verlässliche Leistungen ab. Löwenherz, was willst Du mehr?

Als Besucher beim Spiel der Amas in Ismaning: Christians’ “Löwe des Jahres” Lukas Reich

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein “Tor des Jahres”!

Da haben wir in diesem Jahr, ja sogar in der laufenden Saison gleich mehrere Kandidaten. Z.B. Raphael Otts Fallrückzieher beim 1:3 gegen Viktoria Köln am 3. Spieltag. Oder das goldene Tor von Jacobsen in Bielefeld, das es – als Tor des Monats September – ja definitiv schon mal in die Auswahl zur offiziellen Jahres-Wahl der ARD geschafft hat. Ich nenne hier aber mal den anderen ganz weiten Weitschuss, der nur eine Woche nach dem besagten Tor in Bielefeld im Tor von Borussia Dortmund II einschlug: Der 2:1-Siegtreffer durch Tunay Deniz im Stadion Rote Erde am 28. September.

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Traurig aber wahr! Hier gäb’s – auch 2024 – so viel aufzuzählen:
Dass man es zum vierten Mal hintereinander nicht geschafft hat, den wohl einfachsten Weg in die 1. DFB-Pokalrunde zu nehmen, weil man schon wieder mit einem armseligen Auftritt an einem eigentlich als schwächer eingestuften Gegner (nach Aubstadt, Illertissen, Pipinsried diesmal also Haching) im Totopokal scheitert.
Die katastrophale Heimbilanz auf Giesings Höhen, die ja nicht erst in der laufenden Saison, sondern schon im Frühjahr begann und die sich – die nächste Enttäuschung – natürlich auch sehr deutlich auf die immer schlechtere Stimmung auf den Rängen auswirkt.
Der in der Wortwahl teilweise extrem befremdliche Wahlkampf des Bündnis Zukunft 1860 vor der Mitgliederversammlung im Juni.
Etc. etc.
Eine weitere Aufzählung von Ärgernissen rund um den TSV 1860 erspare ich mir und unseren Leser*innen. Blicken wir lieber nach vorn!

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2025 ändern?

Entsprechend den oben nicht vollständig aufgezählten Enttäuschungen: So viel sollte sich ändern… Ein Anfang wäre aber schon mal eine bessere Kommunikation aller irgendwie rund um 1860 Verantwortlichen. Sowohl intern, als auch nach Außen. Damit wäre schon einiges getan.

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2025: Wo landen die Löwen in der 3.Liga?

Wenn es endlich gelingt, auch die Heimspiele wieder erfolgreich zu gestalten, dann sehe ich – angesichts der wirklich sehr ausgeglichenen 3. Liga in dieser Saison – sogar noch die Chance für unsere Löwen, sich noch ein wenig nach vorn zu arbeiten. Sicher wäre ja der vierte Platz und damit – doch noch – die Qualifikation für den DFB-Pokal 2025/26 ein höchst erfreuliches Ergebnis. Wobei dann womöglich schon wieder viel mehr das Verpassen des Aufstiegs (durch eine noch etwas bessere Platzierung) im Vordergrund stehen würde. Also prognostiziere (und wünsche) ich (mir) einfach mal einen einstelligen Tabellenplatz.

Bisher erschienen folgende Jahresrückblicke 2024 der sechzger.de-Redaktion:
Stefan Kranzberg
Jan Schrader

Heute vor 112 Jahren: TV 1860 unterliegt SpVgg Fürth

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Historie TSV 1860 München Giesing vor 111 jahren

Bereits vor 112 Jahren trug 1860 seine Heimspiele an der Grünwalder Straße aus und traf am 29.12.1912 in der Ostkreis-Liga auf die SpVgg Fürth.

Heute vor 112 Jahren: Niederlage für 1860

Während der TV 1860, wie er damals noch hieß, zuvor an wechselnden Spielorten beheimatet war, wurde 1911 ein Gelände an der Grünwalder Stadion gepachtet, auf dem noch heute das Sechzgerstadion steht. Endlich hatten die Löwen eine Heimat! Den Sportlern standen nunmehr zwei Trainingsplätze zur Verfügung und in Eigenregie wurden Umkleideräume und zwei Tribünen errichtet.

Heute vor 112 Jahren empfingen die Löwen in der Ostkreis-Liga die SpVgg Fürth und unterlagen den Franken mit 2:4. Während die Fürther die Liga am Ende souverän mit 26:2 Punkten gewinnen sollten, landete der TV 1860 mit 6:22 Zählern auf dem achten und somit letzten Platz.

Aufstellung des TV 1860

Fünf Spieler der damaligen Elf konnten rekonstruiert werden:
Rudolf Schwarz, Josef Bruglachner, Josef Braumüller, Max Reindl, Franz Stadler

Tore:
0:1 Burger (25.), 0:2 Burger (55.), 0:3 Franz (62.), 1:3 Stadler (70.), 2:3 Stadler (85.), 2:4 Burger (87.)

Mein Dank gilt einmal mehr Thorsten Ruinys, der mir mit seinem großartigen Kompendium eine riesige Hilfe war.

Jahresrückblick 2024 von Jan Schrader – Nervenaufreibender Juni

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Mitgliederversammlung MV 2024 - Spielbetriebs-GmbH

Wie mittlerweile gewohnt blicken die Redaktionsmitglieder in verschiedenen Aspekten auf das Löwenjahr 2024 zurück. Heute ist Jan Schrader an der Reihe. Er lässt aufgrund mangelnder sportlicher Highlights vor allem die Geschehnisse neben dem Platz noch einmal Revue passieren.

Jahresrückblick 2024 von Jan Schrader

Was war dein Highlight des Jahres 2024 rund um den TSV 1860 München?

Da muss ich ganz klar die Mitgliederversammlung an erste Stelle setzen. Damit wir uns nicht falsch verstehen: alles, was davor war, ordne ich als unrühmlich ein. Der Wahlkampf, der vom Bündnis Zukunft initiiert und forciert wurde, hat dem TSV 1860 München außer einer Verstärkung der Spaltung unter uns Fans und einer furchtbaren Außendarstellung nichts, aber auch rein gar nichts gebracht. Warum aber wähle ich dann hier die Mitgliederversammlung?

Die Wochen und Monate zuvor zählen wohl zu einer der intensivsten Zeiten, die ich bislang als Fan dieses Vereins erlebt habe. Nachricht um Nachricht, Aussage um Aussage und viele Informationen wurden auf den unterschiedlichsten Wegen bekannt. Das alles galt es bestmöglichst zu verarbeiten. Gekrönt wurde der ganze Aufwand mit einem tollen Wahlergebnis am späten Abend und der Bestätigung des eingeschlagenen Kurses. Ich weiß, dass es Löwenfans gibt, die mit dem Wahlausgang nicht zufrieden sind. Mir aber fiel im Zenith ein riesiger Stein vom Herzen.

In diesem Zuge möchte ich zudem unser Treffen mit Hasan Ismaik erwähnen. Es hat nicht nachhaltig dafür gesorgt, dass sich beide Seiten besser verstehen. Trotzdem war es für Thomas, Christian und mich durchaus eine spannende Erfahrung den Mann zu treffen, der medial seit vielen Jahren rund um den TSV 1860 immer wieder im Fokus steht, aber nie so wirklich greifbar war.

Jesper Verlaat als Fels in der Brandung

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Ich bin gerade noch einmal die Liste aller Spiele in diesem Jahr durchgegangen. Puh, da sind schon viele Grusel-Ergebnisse dabei. Entsprechend beschränkt sich die Auswahl auf der Suche nach Highlights von selbst. Mit dem Auswärtsspiel beim SC Verl treffe ich vermutlich eine ungewöhnliche Wahl. Ich war als Fotograf im Innenraum akkreditiert, außerdem gab es einen Auswärtssieg zu bejubeln und die gute Stimmung am Tresen im Sitzplatz-Bereich schwappte förmlich zu mir nach unten. Das war schön anzusehen, wie glücklich die Löwen auf diesen Plätzen waren. Für das Spiel im Mai sind alle schon ganz heiß auf diese Plätze! Hinzu kommt, dass die Gastgeber wirklich herrlich unkompliziert und unglaublich symphatisch sind. Das hat zuletzt auch wieder der Verler Vorstand Raimund Bertels im sechzger.de Talk bewiesen.

In Erinnerung geblieben ist mir zudem das 1:1-Unentschieden beim VfB Lübeck. Trotz angekündigtem Bahnstreik machten sich einige hundert Löwenfans auf den Weg in den hohen Norden. Nach dem Spiel wuchs unsere Gruppe im Hotel spontan um einige Personen an und wir verbrachten einen lustigen Abend sowie eine entspannte Rückfahrt.

Welcher Spieler ist dein persönlicher “Spieler des Jahres”?

Seit seiner Ernennung als Kapitän wächst Jesper Verlaat immer besser in diese Rolle hinein. Man merkt, dass er einer von wenigen Anführern im Team ist – Spieler, die es dringend benötigt, um schlussendlich erfolgreich zu sein. Auch sportlich wird der Innenverteidiger immer stabiler und ist der Fels in der Brandung. Das merkt man vor allem auch in den letzten Wochen, da er bekanntlich verletzt ausfällt. Das soll allerdings nicht die Leistungen seiner Vertreter schmälern, die ebenfalls ihr Bestmöglichstes im Löwen-Trikot geben.

Niedertracht, Hass und Beleidigungen – die traurige Realität

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein “Tor des Jahres”!

Zumindest in dieser Hinsicht gibt es insbesondere in der derzeit laufenden Saison eine fantastische Auswahl. Ich entscheide mich für den Siegtreffer von Thore Jacobsen in Bielefeld. Anders als der Stuttgarter Kollege, der uns rund einen Monat zuvor einen ähnlichen Treffer einschenkte, war es bei Jacobsen genau so gewollt und zielgenau eingenetzt aus einer unfassbaren Distanz. Dazu war es noch der einzige Treffer des Tages und damit Garant für drei wichtige Punkte.

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Redaktionsintern mussten wir Abschied von Bernd nehmen, der sich von unserem Projekt zurückgezogen hat. Das Fehlen seiner sportliche Expertise in Sachen Taktiktafel und Talk sowie in internen WhatsApp-Diskussionen macht sich immer wieder bemerkbar. Danke Bernd für wahnsinnig viele Stunden, die du in Sachen Taktik investiert hast!

Generell war auch im zurückliegenden Jahr wieder traurig mit anzusehen, dass sich Fans des gleichen Vereins so niedermachen, hassen und beleidigen können. Ein vernünftiger Austausch wäre mir so viel lieber! Mittlerweile habe ich diese Hoffnung aber aufgegeben. Wir müssen der Wahrheit einfach ins Gesicht schauen: diese Spaltung wird nie ein gutes Ende finden, es wird vermutlich immer so weitergehen. Man sollte sich davon einfach nicht allzu sehr nach unten ziehen lassen, auch wenn es nicht schön ist. Aber bei manch einem Kandidaten sind einfach Hopfen und Malz verloren.

Ausbau des Grünwalder Stadions auf dem Wunschzettel

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2025 ändern?

Die Strukturen bei den Löwen sind derzeit so, wie sie sind. Ich habe die Hoffnung auf eine nachhaltige Verbesserung der Situation wie eben geschrieben aufgegeben und mich damit abgefunden, dass wir regelmäßig große Wahlkampfkampagnen und viel Streit erleben werden. Das ist in gewisser Weise traurig, aber ohne eine grundlegende Veränderungen der Strukturen nicht anders möglich.

Daher wünsche ich mir für das kommende Jahr endlich eine Entscheidung in Sachen Grünwalder Stadion. Ich glaube zwar noch nicht daran, aber es wäre definitiv ein wichtiger Punkt für die Zukunft des TSV 1860 München. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es in der Situation, in der sich die Löwen befinden, keine andere Lösung geben kann. Allein die finanzielle Schieflage lässt keine andere Entscheidung zu. Daher einigt euch mit der Stadt und baut das Sechzger aus!

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2025: Wo landen die Löwen in der 3.Liga?

Mit hoffentlich dem ein oder anderen Heimsieg landen wir gerade noch im einstelligen Tabellenbereich und erreichen Platz 9.

Bisherige Jahresrückblicke:

Stefan Kranzberg

28.12.1969: TSV 1860 unterliegt Wacker München

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Historie TSV 1860 München Giesing vor 111 jahren

Es gab Zeiten, in denen sich der TSV 1860 und Wacker München auf Augenhöhe begegneten. In der Saison 1969/70 jedoch spielten die Löwen in der Bundesliga, während die Blausterne lediglich drittklassig agierten. Dennoch siegte der Außenseiter heute vor 55 Jahren in einem Testspiel an der Grünwalder Straße.

TSV 1860 verliert gegen Wacker München

Gleich zwei Freundschaftsspiele bestritten die Löwen zwischen Weihnachten und Silvester 1969. Am 27.12. unterlag der TSV 1860 bei der SpVgg Bayreuth mit 1:3, einen Tag später gastierte der FC Wacker München auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße.

1.600 Zuschauer wollten sich das Duell nicht entgehen lassen und wurden – so sie es denn mit den Löwen hielten – ziemlich enttäuscht. Bereits nach acht Minuten traf Schneider zum 0:1 für die Gäste. Sechzig drängte in der Folge zwar vehement auf den Ausgleich, dieser wollte jedoch nicht fallen. So nutzten die Gäste kurz vor dem Ende eine Unachtsamkeit in der Löwen-Defensive zum überraschenden 0:2-Endstand.

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Franz Binder setzte am 28.12.1969 auf folgende Mannschaft des TSV 1860:

Radenkovic – Reichenberger, Lex (46. Hiller), Wagner – Blankenburg, Zeiser, (46. Kroth), Gerstner (46. Denz), Perusic – Schumacher, Fischer (25. Schmidt), Keller

Tore:
0:1 Schneider (8.), 0:2 Gmahl (88.)

In Aue erstmals im Profikader: Clemens Lippmann

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Lippmann Clemens Tsv 1860 U19

Die unglückliche Niederlage im Erzgebirgsstadion ist immer noch nicht ganz verdaut und doch gibt es auch positive Erinnerungen an die Partie. U19-Verteidiger Clemens Lippmann stand erstmals im Profikader und wird sukzessive an die 3. Liga herangeführt.

Clemens Lippmann erstmals im Profikader

Des Einen Glück, des anderen Leid: Durch die Verletzungen von Jesper Verlaat, Raphael Schifferl und Tim Danhof wurden vor der Winterpause drei Kaderplätze im Defensivbereich frei. So kam Sean Dulic in Essen zu seinem Drittligadebüt und stand auch gegen Verl und in Aue auf dem Platz. Ein weiterer Profiteur war Clemens Lippmann, der im Erzgebirge mit der Rückennummer 41 erstmals zum Spieltagsaufgebot der Löwen gehörte.

Zwar kam der Abwehrspieler beim 1:3 des TSV 1860 in Aue noch nicht zum Einsatz, dem 18-Jährigen wurde durch Trainer Argirios Giannikis jedoch eine Perspektive für die Zukunft aufgezeigt.

Auch Bruder Xaver bei den Löwen

Im Sommer 2023 wechselte Clemens Lippmann vom FC Deisenhofen an die Grünwalder Straße und etablierte sich bald als Stammspieler bei den A-Junioren der Löwen. In seiner Premierensaison absolvierte der gebürtige Münchner, der beim FC Schwabing 56 mit dem Fußball spielen begonnen hatte, 18 Partien für Münchens große Liebe in der U19 Bundesliga. In der laufenden Spielzeit kam Lippmann in der DFB Nachwuchsliga bislang zu 13 Einsätzen, bei denen ihm sogar drei Tore gelangen.

Neben Clemens ist übrigens auch sein Bruder Xaver beim TSV 1860 aktiv und kickt als defensiver Mittelfeldspieler in der U17 der Löwen. Wer weiß: Vielleicht sehen wir die beiden Brüder in ein paar Jahren gemeinsam in der 1. Mannschaft!

Titelbild: TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA