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3.Liga am Montag: Wunderlich schießt Köln gegen Essen zum Sieg

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Viktoria Köln Spvgg Bayreuth Oldschdod
Ex-Löwe Markus Ziereis traf für die Oldschdod beim Viktoria Köln

Mike Wunderlich hat Viktoria Köln im Heimspiel gegen Rot Weiss Essen drei Punkte gesichert. Der Rückkehrer erzielte nach 50 Minuten das einzige Tor des Tages.

FC Viktoria Köln – Rot-Weiss Essen 1:0 (0:0)

Zum Abschluss des 22.Spieltags standen sich im Sportpark Höhenberg am gestrigen Montagabend Viktoria Köln und Rot-Weiss Essen gegenüber. Beide Mannschaften warteten seit der Winterpause noch auf den ersten Sieg. Im ersten Durchgang taten allerdings beide nicht sonderlich viel dafür – gute Chancen waren Mangelware und somit ging es auch mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen.

Kurz nach Wiederanpfiff sorgte eine Einzelaktion von Meißner auf Seiten der Kölner für den einzigen Treffer des Tages. Er setzte sich gut durch, sein Abschluss wurde allerdings vom Torwart der Gäste pariert. Mike Wunderlich hatte im Anschluss allerdings keine Mühe das leere Tor zu treffen und erzielte das 1:0 (50.). Es war das erste Tor seit seiner Rückkehr aus Kaiserslautern.

Nach 68 Minuten wurde die ohnehin schon schwere Aufgabe für Essen noch schwieriger, da Young nach einem Duell mit Sontheimer in Köln vorzeitig mit gelb-rot unter die Dusche musste. Den Gastgebern boten sich in der Schlussphase immer wieder Konterchancen, die allerdings nicht mehr zu einem weiteren Treffer führten. Dennoch reichte es für Köln gegen Rot-Weiss Essen zum ersten Sieg im Jahr 2023.

Der TSV 1860 München liegt nach der Niederlage in Meppen aktuell auf Rang 8. Die Viktoria bleibt Zehnter, Essen liegt in der Tabelle auf Platz 13.

Die 3.000 mitgereisten Gäste zeigten im Sportpark Höhenberg außerdem erneut eine große Pyroshow.

SV Meppen – TSV 1860 München (2:1) die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafelanalyse des Spiels SV Meppen – TSV 1860 München. Die verdiente Niederlage der Sechzger kam unter anderem durch einen taktischen Kniff der Emsländer zustande, auf den sich die Löwen nur schwer einstellen konnten.

SV Meppen – TSV 1860 lautete die Begegnung für die Löwen am 22.Spieltag. Die Gastgeber waren auf dem Papier mit vier Verteidigern auf dem Feld. Dombrowka war vom Meppener Trainer Stefan Krämer allerdings dazu auserkoren im Mittelfeld zu spielen. So war es kein 4-2-3-1, wie man im ersten Moment hätte denken können, sondern ein 3-5-2, das auch bei Eindringen der Sechzger ins letzte Drittel nicht auf Fünferkette verschoben wurde. Vielmehr kippten verschiedene Mittelfeldspieler der Meppener situationsbedingt, wenn Not am Mann war, in die letzte Reihe ab, um die Dreierkette dort zu verstärken, wo sich Lücken ergaben.

Der TSV 1860 München hingegen kam im 4-2-3-1 aufs Feld. Der gelbgesperrte Steinhart wurde durch Greilinger ersetzt. Moll wurde, wie auch schon vergangene Woche in Oldenburg, in der Rolle des Box-to-Box Spielers eingesetzt. Bei eigenem Ballbesitz verschob sich die
Abwehrkette des TSV 1860 München asymmetrisch, um im Mittelfeld Überzahl zu erzeugen.

Bevor wir zur Analyse kommen, wie immer ein Blick auf die wichtigsten statistischen Werte der Partie.

Die wichtigsten statistischen Werte des Spiels

  • Ballbesitz: TSV 1860 SV 55% – Meppen 45%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 74% – SV Meppen 71%
  • defensive Zweikampfquote: TSV 1860 63% – SV Meppen 51 %
  • Schüsse/aufs Tor: TSV 1860 14/4 – SV Meppen 16/7
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 5,14 – SV Meppen 5,83

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz

Ballbesitzvorteile für den TSV 1860 von zehn Prozent gegenüber den Gastgebern vom SV Meppen konnten aufgrund dessen, dass die Meppener durch gutes Stellungsspiel viele Räume zustellten, nie so ausgenutzt werden wie man sich das vorstellt. So musste oft quer oder zurückgespielt werden, wenn der Ball eigentlich um Tempo zu erzeugen nach vorne gespielt hätte werden sollen, da entweder die Passwege zugestellt waren oder sich einzelne Spieler in Soloaktionen verzettelten, aus denen es nach vorne keine Lösung mehr gab und der Weg zurück angetreten werden musste.

Die Meppener überbrückten das Mittelfeld im Allgemeinen bei eigenem Ballbesitz recht schnell über progressive Pässe und konnten so mit drei offensiv agierenden Mittelfeldspielern plus Box-to-Box Spieler und zwei Stürmern im Zentrum oft Druck auf den Strafraum der Löwen aufbauen.

Die Ballbesitzverteilung ist hinsichtlich der Qualität des Spiels der ein oder anderen Mannschaft als Maßgabe für besseres Spiel also wie so oft kein Indikator, der alleine für sich genommen aufzeigen würde, wer das Heft in der Hand hatte.

Passgenauigkeit

Die Passgenauigkeit bei den Bällen nach vorne bei den Sechzgern hat sich im Vergleich zur vergangenen Woche zwar leicht verbessert. Sie ist aber noch deutlich unter dem Niveau, das man von einer Mannschaft erwarten muss, die im Ligavergleich mit vielen guten Offensivspielern bestückt ist.

Es wurde abhängig von der Ballbesitzverteilung weniger oft nach vorne gepasst, sondern mehr mit dem Ball am Fuß nach vorne gelaufen und dann quer- oder zurückgelegt. So adäquate Raumgewinne zu erzielen, bei denen man dann über das Tempo Überzahl schaffen kann, ist allerdings schwer. Vergangene Woche spielte man bei 38 Prozent Ballbesitz insgesamt 141 Pässe nach vorn. Am Samstag waren es bei 17 Prozent mehr Ballbesitz 147 Pässe in diese Richtung.

Querpässe hingegen stiegen um 50 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Damit wird erkenntlich, dass das Spieltempo der Löwen im Vergleich zu letzter Woche deutlich erlahmte.

Wenn im letzten Drittel des Gegners oder knapp davor immer wieder Quer- und Rückpässe gespielt werden müssen, ist das ein deutliches Anzeichen für falsche Laufwege oder falsche Positionierung zwischen den Ketten des Gegners.

Die zwar mit positiver Bilanz vorgetragenen Offensivduelle (Läufe und/Dribblings) brachten aufgrund der mannorientierten Verteidigung – und der somit nicht vorhandenen Anspielstationen des SV Meppen im eigenen letzten Drittel – kaum klare Chancen für den TSV 1860 München.

Um eine mannorientierte Verteidigung richtig zu bespielen, muss besser kombiniert werden. Einzelaktionen über lange Strecken bringen keinen produktiven Raumgewinn, wenn ich damit keinen Mitspieler freispielen kann.

Es wäre also für den TSV 1860 München im Spiel gegen den SV Meppen wichtig gewesen, in der horizontalen Ebene im Mittelfeld viel zu verschieben und mit offensiven Positionswechseln durch Kreuzbewegungen zu arbeiten, um sich freie Räume zu erspielen und Verteidiger aus der Position zu ziehen. Das geschah, wie man sehen konnte, kaum.

Defensive Zweikampfquote

Die defensive Zweikampfquote befindet sich alles in allem auf einem guten Weg. Die entscheidenden Zweikämpfe wurden allerdings nicht geführt. Bei beiden Treffern der Meppener führte der Gegenspieler des Torschützen den entscheidenden Zweikampf nicht.

Wir müssen hier festhalten, dass die Mannschaft über den gesamten Platz hinweg grundsätzlich guten Einsatz gegen den Ball zeigt und auch eine gute Bilanz bei den geführten Zweikämpfen auf dem Boden hat. Je weiter der Gegner jedoch in die Hälfte der Löwen eindrang, desto weniger gut liefen diese Aktionen für die Sechzger.

Im eigenen letzten Drittel wurden nur 45 Prozent der Defensivduelle auf dem Boden gewonnen und lediglich ein Drittel in der Luft. Das ist in diesem Bereich des Spielfelds deutlich zu wenig. Im eigenen Strafraum wurden gar nur – Luft- und Bodenduelle zusammengezählt – fünf von vierzehn Zweikämpfen gewonnen.

Schüsse/aufs Tor

16 Mal schossen die Spieler des TSV 1860 München im Spiel gegen den SV Meppen. In einigen Situationen, auch beim eigenen Treffer, mehrmals in der selben Spielsituation. Von den 14 Schüssen der Löwen konnte Meppen vier blocken. Dass bei zehn Schüssen, die ohne Gegenwehr der Meppener Feldspieler blieben, nur einer hinein ging, ist bei zwei Pfostentreffern im Spiel und fünf gehaltenen Schüssen vom glänzend aufgelegten Torhüter Domaschke durchaus als unglücklich zu bewerten.

Auch die Zonen in oder vor der Box des SV Meppen, aus denen der Großteil der Schussversuche des TSV 1860 erfolgte, waren durchaus so gewählt, dass mehr als ein Treffer hätte erzielt werden können.

Am Willen der Spieler des TSV, den Ball ins Tor zu bringen, lag es sicherlich nicht, dass der Ball nicht hinein ging. Vielmehr war es die glanzvolle Torhüterleistung und die gute Manndeckung der Gastgeber im eigenen letzten Drittel, die es den Löwen, die zu wenig kombinierten, erschwerte, sich zwingendere Gelegenheiten herauszuspielen.

PPDA

Der Pressingindex PPDA ist für beide Teams auf einem sehr hohen Wert. Meppen überraschte durch teilweise aggressives Anlaufen auf mittlerer bis hoher Linie. Das hat vermutlich kaum einer so erwartet. Das oft zögerliche Agieren der Spieler des TSV 1860 München im eigenen Aufbau brachte Meppen immer wieder Umschaltmomente, die entweder aus den eigenen Pressingfallen im Mittelfeld heraus gestartet werden konnten, aber auch in einem großen Ausmaß durch Ballgewinne in der direkten Pressingsituation entstanden.

Acht Mal verloren die Sechzger den Ball gegen das direkte Pressing im eigenen letzten Drittel. Insgesamt konnte der Gastgeber 21 Mal in direkten Duellen in den sogenannten pressingrelevanten Zonen den Ball behaupten und 20 Pässe der Sechzger dort abfangen, um die Situation umzudrehen und selbst offensiv zu agieren.

Das Pressing der Sechzger war ähnlich angelegt, allerdings weniger aggressiv mit deutlichem Fokus auf Gewinn von Bällen in Pressingfallen im Mittelfeld. Das wurde allerdings zu selten durch Einlaufen in Passwege realisiert, sondern musste zu oft in direkten Duellen entschieden werden.

Meppen war in der pressingrelevanten Zone beim Aufbau deutlich erfolgreicher gegen Pressingaktionen der Löwen. Zwar konnten die Sechzger dort zwei Drittel der geführten Defensivduelle gewinnen, es stehen aber lediglich zehn abgefangene Pässe dort auf der Habenseite zu Buche.

Erfolgloses Umschaltspiel

Erfolgreiche Umschaltaktionen entstehen mit höherer Wahrscheinlichkeit nach dem erfolgreichen Einlaufen in einen Passweg und nicht durch in tiefen Bereichen der pressingrelevanten Zone gewonnene Defensivzweikämpfe. Das rührt daher, dass nach einem gewonnenen Defensivzweikampf der Spieler, der den Ball verloren hat, oft gleich selbst wieder eine Aktion gegen den Ball ausführen kann. So hat man nach Ballgewinn als Umschaltspieler weniger schnell die Chance, Tempo aufzunehmen. Gelingt die Umschaltaktion trotzdem, ist es dann in vielen Fällen so, dass kein Defensivspieler verschieben muss, weil der Gegenspieler des Umschaltspielers ja “an ihm dran” ist und für die Fortsetzung des Umschaltangriffs die möglichen Anspielstationen weiterhin zugestellt sind. Die Folge: Einzelaktionen ohne Mehrwert.

Gewinnt man hingegen den Ball durch Einlaufen in einen Passweg, muss der angespielte Spieler des Gegners der Situation und seinem Gegenspieler hinterherlaufen. Das zieht entweder einen Defensivspieler aus seiner Position, um den Umschaltspieler zu attackieren, der dann Raum nach vorne für sein Passspiel finden könnte, oder es gibt dem Umschaltspieler Raum für eine Einzelaktion mit höherer Erfolgsaussicht, falls aus der Verteidigung kein Spieler im Raum verschiebt, und alle weiterhin ihre Deckungsaufgaben erfüllen.

Damit die Einzelaktion dann erfolgreich wird, ist wieder Tempo und rasches Erkennen der räumlichen Situation nötig. Die Abgeklärtheit, souverän mit dem Ball am Fuß den Raum zu finden, wo die Aktion effektiv werden kann, fehlt den Offensivspielern des TSV 1860 München in den meisten Fällen.

Es folgt das Woche für Woche gleiche Bild einer Mannschaft, die sich um den Sechzehner des Gegner herum die Bälle zuspielt und keinen Weg findet, im Strafraum Mannschaftskameraden so frei zu spielen, dass sie präzise abschließen und den Ball im Gehäuse unterbringen, ohne dem Keeper eine Chance zu lassen, ihn zu halten.

Die Tore beim Spiel SV Meppen – TSV 1860 München

Die Tore und weitere Highlights sind hier zu sehen.

Unter die Lupe nehmen wir diesmal das 1:0 durch Janssen in der 19. Minute. Ein Freistoß der Meppener aus dem rechten Mittelfeld noch in der eigenen Hälfte auf die halblinke Position vor der Box der Löwen, wird zunächst durch den TSV 1860 München geklärt. Meppen behauptet sich jedoch im Kampf um den zweiten Ball und das Zuspiel von Mazagg kann Janssen, dessen Gegenspieler Belkahia sich in dieser Situation aus unerfindlichen Gründen von ihm weg orientiert am chancenlosen Hiller vorbei einnetzen.

Warum konnte die Situation entstehen?

Der verlorene zweite Ball ist kein Grund, dieses Tor zu fangen. Belkahia allein die Schuld zuzuschieben, wäre allerdings auch zu einfach. Die Abwehr stand generell nicht so, wie es nötig gewesen wäre. Dröseln wir das nun Spieler für Spieler auf und sehen uns an, wo der initiale Stellungsfehler war, der die Fehlerkette einleitet. Jesper Verlaat orientiert sich beim Freistoß der Meppener zu weit vorne, als er versucht, den Ball per Kopf zu klären und verpasst dabei auch noch die Kugel, sodass sich das Spiel auf den linken Flügel der Meppener verlagert.

Für diesen Kopfball oder eine andere Abwehraktion, erfolgreich oder nicht, ist fürs Stellungsspiel nicht relevant, wäre eigentlich Quirin Moll verantwortlich und auch gut positioniert gewesen. Aber Verlaat verlässt seine taktische Position und bringt damit den entscheidenden Fehler in die defensive Aktion

Wenn Verlaat übernimmt, muss er den Ball sicher haben, sonst fehlt ein Spieler in der Kette. Nur weil Verlaat hier aus der Kette ausbricht, muss Belkahia Janssen überhaupt erst übernehmen. Wenn er übernimmt, muss er allerdings theoretisch für den Rest des Spielzuges auch bei ihm bleiben. Nur für den Fall, dass Verlaat seine Position in der Kette wieder einnimmt, hätte Belkahia sich zur Absicherung der kleinen Box in Richtung Strafraumzentrum bewegen dürfen.

Der Fehler

Der initiale Fehler liegt also nicht beim Innenverteidiger Belkahia, sondern im Stellungsspiel von Verlaat. Mit seiner misslungenen Aktion hat Verlaat gleich zwei Mitspieler und sich selbst in die Bredouille gebracht. Einerseits Moll, der gleich komplett aus der Situation genommen wird, dann Belkahia, der nicht sicher sein kann, ob Rieder oder Moll für Verlaat in die Kette abkippen und als drittes sich selbst, weil er zunächst den Ball verpasst und dann, anstatt wieder in die Kette abzukippen, weiter davor, wo er in dieser Situation nichts zu suchen hat, herumgeistert.

Obwohl Verlaat hier die Hauptschuld am Gegentreffer hat, wäre vermutlich nichts passiert, wenn Belkahia bei Janssen geblieben wäre. Denn er hätte aufgrund des spitzen Winkels sowohl Schuss als auch Passweg zugestellt.

Das fiel auf

Taktische Disziplin ist offensichtlich für einige Feldspieler des TSV 1860 München ein Fremdwort. Wie man als Spieler, sowohl offensiv als auch defensiv, klar offensichtliche taktische Vorgaben auf den Müll werfen kann und aus Gründen, die ich nicht finden kann, die eigene Position möglichst mannschaftsundienlich interpretiert, müssten die einzelnen Spieler einmal selbst erklären müssen.

Verlaat

Verlaat spielt dermaßen oft vor der Kette, dass das nichts mehr mit freier Interpretation der taktischen Vorgaben zu hat, sondern mit Missachtung derselben. Und seine individuellen Werte sind für die positionsbezogenen Kategorien durch die Bank ungenügend. Vielleicht sollte man Verlaat in Zukunft als Stürmer aufstellen. Dann wäre es vielleicht zu verstehen, dass er nur fünf von siebzehn Kopfballduellen gewinnt und eine Ballgewinn- und -verlustquote von 2/3 wäre dann auch eher erklärbar.

Vrenezi

Vrenezi verzettelt sich immer wieder in Einzelaktionen und ist nicht fähig, seine Laufduelle so erfolgreich zu gestalten, dass am Ende dadurch Raum für Mitspieler geschaffen wird. Sein Gegenspieler gewinnt den Ball entweder direkt oder – falls Vrenezi sich durchsetzt – muss der Ball quer oder zurückgespielt werden. Sechzehn Pässe spielte Vrenezi bis zu seiner Auswechslung, lediglich drei davon nach vorne. Seine Auswechslung war absolut nachzuvollziehen. Er ist weiterhin zu eigensinnig bei seinen Aktionen und nicht mannschaftsdienlich. Welchen Zweck er mit seiner Spielweise verfolgt, kann ich nicht erkennen.

Rieder

Tim Rieder als tiefer Sechser kann oder will seine Aufgaben auch weiterhin offensichtlich nicht so erfüllen, wie man es von ihm vor der Saison erwartet hat. Kein gewonnenes Kopfballduell, lediglich zwei geführte Defensivzweikämpfe am Boden, sieben von zehn Laufduellen verloren und eine Passgenauigkeit von nur 56 Prozent entspricht bei keiner dieser Kategorien dem Anforderungsprofil eines defensiven Mittelfeldspielers. Lediglich vier seiner fünfzehn Vorwärtspässe kamen beim Mitspieler an. Diese Interpretation der Position im defensiven Mittelfeld ist unterirdisch, Herr Rieder.

Holzhauser

Raphael Holzhauser offensiv und individuell wieder mit Werten, von denen andere Spieler in der Liga nur träumen dürfen. Eine Passquote von 93%, nur zwei seiner Vorwärtspässe kamen nicht an. Drei Schussvorlagen, alle Flanken erfolgreich an den Mann gebracht. Im Spiel gegen den Ball wurde er auf der vorderen Pressinglinie allerdings oft allein gelassen und hatte so wenig Chancen, dort erfolgreich zu agieren. Wenn das Anlaufen der Löwen auf der Pressinglinie mit deutlicherer Konsequenz durchgeführt worden wäre und andere Spieler ähnlichen Einsatz wie Holzhauser gezeigt hätten, müssten wir möglicherweise weniger Kritik üben.

Die Art, wie Lakenmacher eingesetzt wurde, gefiel mir ganz und gar nicht. Ein solch robuster Spieler mit dieser Größe muss mehr im Angriffszentrum zum Zuge kommen. Wenn Lakenmacher sich hauptsächlich über die Außen- oder Halbposition in Spiel einbringen muss, ist seine Wucht verschenkt. Da kann allerdings der Spieler selbst wenig dafür. Ich kann einem Fisch zwar befehlen, auf einen Baum zu klettern, bringen wird mir und dem Fisch das allerdings wenig. Allerhöchstens wird der Fisch demotiviert, weil er die ihm gestellte Aufgabe nicht lösen kann. Das führt dann dazu, dass der Spieler seltener angespielt wird und dann quasi der komplette Flügel auf dieser Seite aus dem Spiel genommen wird.

So macht man sich selbst dort schwächer als es sein müsste, vor allem unter der Prämisse, dass man, wenn man weiter mit Außenstürmern bzw. Mittelfeldaußenspielern agieren möchte, bessere Alternativen für diese Position auf der Bank gehabt hätte. Kritik an Lakenmacher ist somit in dem Fall obsolet. Erst in der Partie und nach der Umstellung auf eine Raute im Mittelfeld, rückte Lakenmacher ins Zentrum neben Bär, wurde aber dort nie produktiv angespielt.

Fazit

Status Quo

Das Alibi “Trainer” ist weg. Ich habe vor zwei Wochen geschrieben, nach den Spielen gegen Oldenburg und Meppen wird sich der Charakter der Mannschaft gezeigt haben. Und auch darüber, ob der Trainer das Problem war oder andere Faktoren für den Leistungsabfall seit dem Totopokalspiel gegen Illertissen verantwortlich sind, wird offenbar werden.

Offensichtlich ist es um den Charakter der Mannschaft als Kollektiv nicht gut bestellt, und die Probleme in der Mannschaft liegen tiefer als angenommen. Das kann natürlich auch mit dem Verhalten des Trainers in den Wochen oder Monaten vor seiner Beurlaubung zu tun gehabt haben, alleine ursächlich war es aber mit der Erkenntnis nach diesen Spielen wohl nicht.

Die Mannschaft hat offenbar ein tief liegendes, internes Problem. Es gibt Spieler, die ihre Position gegen den Ball nicht mit der nötigen taktischen Disziplin halten. Es gibt Spieler, die offenbar unbedingt beweisen wollen, dass sie dribbeln können wie Weltstars, aber gleichzeitig nicht die nötige Spielübersicht haben, dass sie bereits im Vorfeld der Einzelaktion erkennen könnten, dass ein gewonnenes Dribbling oder Laufduell die räumliche Situation im Spiel nicht positiv verändern wird, weil der Gegner gegen den Mann verteidigt. Und es gibt Spieler, die, bevor sie tatsächlich den einfacher anspielbaren Mitspieler anspielen, den riskanteren Pass suchen, der in einem Zweikampf des Adressaten mit einem Gegenspieler endet und in vielen Fällen deshalb nach der Ballannahme zu einem Ballverlust im Zweikampf führt, für den der angespielte Mitspieler weniger Verantwortung trägt als der Spieler, der den riskanten Pass gespielt hatte.

Hörts auf, Euch auf Kosten Eurer Mitspieler und somit der Mannschaft und des Vereins profilieren zu wollen. Das steigert weder Euren Marktwert, noch die Akzeptanz bei den Fans und schon gar nicht die Erfolgsaussichten auf dem Platz. Ich war schon lange nicht mehr so sauer auf Spieler in unserer Mannschaft wie in den letzten Wochen.

Wie gehts weiter?

Rieder, Vrenezi und Verlaat hätten aufgrund der Leistung vom Samstag in der kommenden Woche bei mir einen Platz auf der Tribüne sicher.

Die Saisonziele wurden nun neu definiert. Jetzt heißt die Prämisse nicht mehr Aufstieg sondern Klassenerhalt sichern und wenn die dafür nötigen Punkte gesammelt sind, die Möglichkeiten neu zu bewerten.

Wie der Mannschaft neues Leben eingehaucht werden kann, ist die große Frage, die sich wohl alle Fans des TSV 1860 München nach dieser Niederlage beim SV Meppen stellen. Hat die Mannschaft den/die Führungsspieler, der sich den Hut aufsetzt und unter der Woche für ein reinigendes Gewitter sorgen kann, bei dem sich die Spieler tatsächlich miteinander auseinandersetzen um die Probleme zu ergründen, oder ist die Mannschaft verbrannt und sind die Risse im Team nicht mehr zu kitten? Wenn es nicht geschafft wird, aus dieser Truppe wieder ein Team zu formen, bei dem jeder für den anderen einsteht und kämpft, und wenn nicht jeder seine persönlichen Animositäten aufs Abstellgleis stellt, geht der TSV 1860 München schweren, unruhigen Zeiten entgegen.

Anfeindungen gegen den Interimstrainer und andere Verantwortliche für den sportlichen Bereich sind hier meiner Meinung nach ebenso nicht zielführend. Wenn das Team die Vorgaben als Mannschaft nicht umsetzt und Teile der Mannschaft andere Spieler immer wieder in die Bredouille bringen, eigene taktische oder technische Fehler, oder auch Fehler in der Antizipation sich entwickelnder Spielsituationen, ausbügeln zu müssen, wird das noch eine lange schwere Saison für unsere Sechzger.

Das Maß ist voll. Entweder die einzelnen Spieler beweisen in jeder Minute jedes noch zu absolvierenden Spiels, dass sie für den TSV 1860 München bereit sind, Gras zu fressen und für den Erfolg ihre Egos hinten anzustellen, oder sie gehen zum Geschäftsführer und lösen ihren Vertrag auf, weil die Bürde des Löwen auf der Brust nicht zu ihrem schwachen Charakter passt.

Datenquelle: Wyscout

Muss Gorenzel gehen? Wer wird neuer Geschäftsführer bei 1860?

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Günther Gorenzel TSV 1860 Geschäftsführer

Trainer Michael Köllner wurde nach dem 1:2 gegen Dynamo Dresden entlassen, doch auch mit Interimscoach Günther Gorenzel konnte die Wende zum Bessern nicht eingeleitet werden. Dem unglücklichen 2:2 in Oldenburg folgte das in jeder Hinsicht blamable 1:2 beim SV Meppen. Nun steht auch die Position von Gorenzel als Geschäftsführer Sport beim TSV 1860 zur Diskussion. Wer aber könnte im Fall der Fälle auf den Österreicher folgen?

Möchte die HAM Gorenzel loswerden?

Dass die Seite des Mehrheitsgesellschafters Gorenzel lieber heute als morgen von all seinen Aufgaben entbinden würde, ist kein großes Geheimnis. Zu eindeutig sind die Äußerungen des Ismaik-Statthalters Anthony Power und auch ein investorennaher Blog befeuert die Personalie Gorenzel seit Monaten.

Für Donnerstag ist beim TSV 1860 eine Aufsichtsratsitzung anberaumt, die Position des Geschäftsführers dürfte eins der Hauptthemen sein. Die Frage ist: Wie steht der Verein zu Gorenzel?

Wer könnte Geschäftsführer bei 1860 werden?

Aufgrund des Saisonverlaufs ist nicht auszuschließen, dass sich der Daumen für Gorenzel senken wird. Mit diesem Kader ist es schon arg verwunderlich, dass man nun bereits seit Monaten der Form hinterherläuft und die Aufstiegsränge immer mehr aus den Augen verliert. Kann man Gorenzel dafür verantwortlich machen, der die Spielerwünsche des Ex-Trainers erfüllt hat?

Wie dem auch sei: Sollte Gorenzel gehen müssen, muss Ersatz her. Wer aber könnte als Geschäftsführer Sport beim TSV 1860 auf den Österreicher folgen? Benjamin Lauth wurde seitens der BILD bereits in Spiel gebracht, auch die Ex-Löwen Jochen Kientz, Horst Heldt und Matthias Imhof wurden genannt. Könnte einer von ihnen das Problem lösen?

Interne oder externe Lösung?

Wäre es wirklich sinnvoll, jemanden zu installieren, der bereits Erfahrungen mit dem TSV 1860 gemacht hat? Besteht da nicht die Gefahr, dass alte Verbindungen sofort wieder das Lagerdenken bestärken? Wäre es insofern nicht sinnvoller, eine externe Lösung zu wählen, also jemanden, der unbedarft an die Sache rangeht?

Thomas Hitzlsperger war beispielsweise bereits im März 2022 gerüchteweise bereits, ein Amt beim TSV 1860 zu übernehmen? Obwohl er als Aktiver unter anderem beim FC Bayern aktiv war, entstammt er einer tiefblauen Familie und hat das Geschehen an der Grünwalder Straße gut im Blick. Ist das noch zu nah dran?

Mögliche Kandidaten für die Löwen

Der gebürtige Memminger Michael Mutzel hat bei der TSG Hoffenheim, der SpVgg Greuther Fürth und beim HSV bereits ordentlich Erfahrung gesammelt und könnte die Aufgabe bei den Löwen unvoreingenommen angehen.

Oder wie wäre es mit Werner Grabherr? Der 37-Jährige war bis Oktober 2022 sportlicher Leiter beim österreichischen Erstligisten SCR Altach, zog sich nach dem katastrophalen Fehlstart der Vorarlberger jedoch freiwillig zurück.

Habt Ihr einen Favoriten?

Bild: OR Pressedienst

Sechzig am Wochenende: Vierte gedenkt Shendrit Ameti

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Tsv 1860 IV Vierte Shendrit Ameti

Der Stachel der Niederlage der Profis in Meppen sitzt noch immer tief. Es gibt allerdings auch Nachrichten aus dem Löwen-Kosmos, die das Herz mit Wärme erfüllen. Am Rande des Testspiels gegen die SpVgg Haidhausen II gedachte die Vierte des TSV 1860 ihres im Dezember verstorbenen Mitspielers Shendrit Ameti.

Vierte gedenkt Shendrit Ameti

Die Familie Ameti war bei der Partie auf dem 6er-Platz an der St.-Martin-Straße zugegen, als die Vierte des TSV 1860 die SpVgg Haidhausen mit 13:1 deklassierte. Mit einer Spielunterbrechung und minutenlangem Applaus erwiesen Zuschauer und Spieler den trauernden Angehörigen Respekt. Die Löwen traten in Sondertrikots an, die an Shendrit Ameti erinnerten. Auf den extra angefertigten Shirts konnte man Für immer einer von uns! und Einmal Löwe, immer Löwe lesen. Eine schöne Geste der Vierten, die auch die Angehörigen Ametis berührte.

Auf dem Kunstrasen dominierten die Löwen ihren klassengleichen Gegner und spielten sich in einen regelrechten Torrausch. Moritz Wieland (14. Min.), Ersan Zeybek (26., 56. und 60. Min.), Patrick Wassermann (30. Min.), Leonhard Schnepper (53. Min.), Alexander Petö (63. und 82. Min.), Henrik Ahrend (65., 79. und 83. Min.), Kadir Zeybek (70. Min.) und Marios Filentas (72. Min.) trafen beim 13:1-Sieg des TSV 1860 IV.

Zuvor hatte bereits die Dritte gegen den A-Klassisten SV Brückmühl II mit 4:1 (1:1) gewonnen. Nachdem die Gäste früh in Führung gegangen waren, drehten Julian Schleich (45. und 80. Min.) sowie Malvin Begaj (60. Min.) und Seyhan Celik (73. Min.) die Partie zugunsten des TSV 1860 München III.

Die Spiele im Überblick

Montag, 06.02.

19.45 Uhr: SG Hertha/Sendling – Senioren B 0:5

Dienstag, 07.02.

18.00 Uhr: U15 – FC Orlando U16 0:4

Samstag, 11.02.

11.00 Uhr: Jahn Regensburg – U17 0:4
12.00 Uhr: U15 – VfB Stuttgart 2:4 (Blitzturnier)
13.00 Uhr: U21 – VfB Forstinning 1:0
13.15 Uhr: U15 – 1. FC Kaiserslautern 0:6 (Blitzturnier)
14.00 Uhr: SV Meppen – Profis 2:1
15.00 Uhr: Dritte – SV Bruckmühl II 4:1
15.30 Uhr: U14 – FC Gundelfingen U15 1:1
17.00 Uhr: SpVgg Haidhausen II – Vierte 1:13

Die U13 erreichte am Samstag bei der Bayerischen Hallenmeisterschaft in Burghausen den 2. Platz. Nachdem man sich in der Gruppenphase als Gruppensieger gegen den FC Ingolstadt 04, die SG Quelle Fürth, die SpVgg Kaufbeuren und den FC Schweinfurt 05 durchgesetzt hatte, kam es im Halbfinale zum Duell mit der SpVgg Bayreuth. Dort setzten sich die Löwen im 9-Meter-Schießen durch und trafen im Finale auf den FC Augsburg. Gegen die Schwaben gab es leider nicht zu holen und so zog der TSV 1860 im Endspiel mit 0:2 den Kürzeren.

Sonntag, 12.02.

10.00 Uhr: U14 – Fußball-Talente Freiham U15 3:1
13.00 Uhr: U19 – 1. FC Heidenheim 1:2

Foto: Wochenanzeiger München

Sechzig um Sieben: 1860 ist nach Niederlage in Meppen Mittelmaß

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Sechzig um Sieben beim TSV 1860 München

Durch die Niederlage gegen den SV Meppen rutscht der TSV 1860 München auf Platz 8 ab und findet sich daher im Mittelfeld der 3.Liga wieder. Der Aufstieg ist aktuell ganz weit entfernt, Präsident Reisinger spricht im merkur sogar davon die “Saisonziele schrittweise neu zu definieren“. Der Wochenstart bei den Löwen könnte also durchaus gemütlicher sein. Dennoch gibt es am Morgen natürlich die Übersicht der Ereignisse vom vergangenen Wochenende.

Giesinger Gedanken nach der Niederlage gegen den SV Meppen

Bereits vor Schlusspfiff hatten fast alle Fans den Gästeblock verlassen. Die sich anbahnende Niederlage gegen den bis dato Tabellenletzten SV Meppen und insbesondere die Leistung der Mannschaft im zweiten Durchgang waren zu viel. Über 3.000 Kilometer legten die Löwenfans innerhalb von einer Woche für ihre Mannschaft zurück. Heraus sprang dabei nur ein Punkt gegen den VfB Oldenburg. Thomas analysiert in seinen Giesinger Gedanken das Spiel beim SVM und wirft zudem einen Blcik zurück auf die Löwenrunde vor dem Spiel.

Die Pressekonferenz aus Meppen nach dem Spiel

Stefan Krämer zeigte sich auf der Pressekonferenz nach der Partie natürlich glücklich, dass es für seine Mannschaft nach 17 sieglosen Spielen endlich wieder für drei Punkte gereicht hatte. Günther Gorenzel hingegen analysierte die Niederlage in Meppen und sah vor allem eine Schwäche bei den Duellen um die zweiten Bälle. Aber auch die Zweikampfhärte der Löwen war am Samstag im Emsland ein Manko.

Sorgen um Morgalla

Früh musste der Interimstrainer dabei reagieren, nachdem Leandro Morgalla unmittelbar nach dem Führungstreffer der Gastgeber angezeigt hatte, dass es für ihn nicht mehr weitergeht. Er wurde durch Christopher Lannert ersetzt. Morgalla droht nun auch für das kommende Heimspiel gegen den SC Verl auszufallen. Auf jeden Fall zuschauen muss Quirin Moll, der in Meppen seine fünfte gelbe Karte sah.

Gorenzel nach Niederlage in Meppen vor dem Aus – kommt Lauth?

Kurz nach Abpfiff kamen dann die nächsten Gerüchte auf, die auf eine weitere Entlassung beim TSV 1860 München hindeuten. Günther Gorenzel, der momentan nahezu den ganzen Tag an der Grünwalder Straße zu finden ist, soll vor dem Aus stehen. Präsident Robert Reisinger gab gegenüber dem merkur gestern zu Protokoll, dass man nicht in einen “hektischen Aktionismus” verfallen werde. Die nächste Aufsichtsratssitzung am Donnerstag sollte mehr Licht ins Dunkel bringen. Als Nachfolger wird Ex-Löwe Benny Lauth gehandelt.

Power mit Botschaften auf Instagram – der TSV 1860 zum Schämen

Zur Ruhe kommt der TSV 1860 München momentan nun wirklich nicht. Nach der Entlassung von Trainer Michael Köllner wackelt nun also auch Sport-Geschäftsführer und Interimstrainer Günther Gorenzel. Derweil hat sich Anthony Power wieder einmal über seinen Instagram-Profil zu Wort gemeldet. Dort greift er nach Meinung vieler Gorenzel direkt an – und legte am Sonntagabend sogar noch einmal nach. Professionell ist diese Vorgehensweise natürlich in keiner Weise. Schon länger steht Power in der Kritik. Viele Löwenfans wünschen sich, dass der Geschäftsführer der Merchandising GmbH aus seinem Amt entlassen wird.

U19 unterliegt Heidenheim

Leider gab es auch von der A-Jugend der Löwen am Wochenende keine guten Nachrichten. Gegen den 1.FC Heidenheim, einen weiteren direkten Konkurrenten im Kampf um den Abstieg, verlor das Team von Jonas Schittenhelm erneut. Mit 1:2 musste sich der TSV 1860 am Ende geschlagen geben, haderte aber auch mit zwei Schiedsrichter-Entscheidungen.

News aus der 3.Liga

Der 22.Spieltag

Die Löwen verlieren und die Konkurrenz zieht davon. So könnte man den 22.Spieltag vermutlich leider treffend beschreiben. Von den Mannschaften, die aktuell vor dem TSV 1860 liegen, hat nur Waldhof Mannheim am Freitag bei Erzgebirge Aue verloren. Die direkten Aufstiegsplätze rücken damit in weite Ferne. Am gestrigen Sonntag gewann Wiesbaden in Bayreuth, außerdem holte Osnabrück in Ingolstadt den siebten Sieg in Serie. Capretti verlor mit dem FCI hingegen auch sein zweites Spiel.

Heute abend stehen sich abschließend Viktoria Köln und Rot-Weiß Essen gegenüber. Anpfiff ist um18:60 Uhr im Sportpark Höhenberg.

Ristic wird Trainer in Halle

Der Hallesche FC hat einen neuen Mann an der Seitenlinie. Nach der Entlassung von Andre Meyer wurde Sreto Ristic beim HFC offiziell vorgestellt. Eine einfache Aufgabe steht dem 47-Jährigen nicht bevor. Durch die Niederlage am Wochenende gegen Freiburg ist Halle auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Ristic trainierte zuletzt die Offenbacher Kickers, wurde dort aber nach dem verpassten Aufstieg in die 3.Liga entlassen.

Trainersuche in Zwickau: Thielemann vor Einstellung

In Halle ist man gegenüber Zwickau schon einen Schritt weiter, doch in der kommenden Woche soll auch beim FSV ein neuer Trainer vorgestellt werden. Der Favorit auf den Posten ist nach Medienberichten Ronny Thielemann. Der 49-Jährige war lange Jahre Co-Trainer unter Jens Härtel bei Hansa Rostock. Gemeinsam führte das Trainergespann die Kogge in die 2.Bundesliga. Um in Zwickau unterschreiben zu können, müsste sein noch laufender Vertrag in Rostock allerdings zunächst aufgelöst werden. Dabei dürfte es sich aber nur noch um eine Formalie handeln.

Gegen Heidenheim: TSV 1860 München U19 verliert erneut

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U19 TSV 1860 Bundesliga BFV DFB Pokal

Zweites Spiel, zweite Niederlage: auch gegen den 1.FC Heidenheim zog die U19 des TSV 1860 München den Kürzeren. Den Ausgleich von Marius Wörl kurz nach der Halbzeit reichte nicht aus, der FCH entführte am Ende alle drei Punkte von der Grünwalder Straße.

TSV 1860 U19 verliert knapp gegen Heidenheim

Eine Woche nach der Niederlage gegen den 1.FC Ingolstadt hat die Mannschaft von Trainer Jonas Schittenhelm die nächste Niederlage hinnehmen müssen. Gegen den 1.FC Heidenheim verlor der TSV 1860 München am Ende mit 1:2. Nach eigentlich gutem Beginn der Löwen waren die Gäste nach 15 Minuten durch Gorr in Führung gegangen. Es dauerte bis kurz nach der Pause, ehe der Ausgleich durch Marius Wörl fiel (48.). Danach war der TSV 1860 wieder besser in der Partie, doch erneut ging Heidenheim in Führung. Selitaj vollstreckte zum 1:2 aus Löwen-Sicht (64.). Die Mannen von Schittenhelm gaben nicht auf, kamen zu Chancen und auch zum Ausgleich. Doch Schiedsrichter Wagner ließ einen Treffer von Thönig wegen vermeintlichem Handspiel nicht zählen (75.). Auch wenige Minuten später stand der Unparteiische im Mittelpunkt. Mansour Ouro-Tagba wurde zu Fall gebracht, die Pfeife aber blieb stumm (82.). In der Schlussphase musste Siegtorschütze Selitaj nach einem Schubser vorzeitig unter die Dusche, das 2:2 fiel allerdings nicht mehr.

Damit verliert der TSV 1860 erneut gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Die gefährliche Zone rückt damit immer näher. Trainer Jonas Schittenhelm ärgert sich auf der Homepage des TSV 1860 über die Niederlage gegen die Heidenheimer: “Gerade wegen des aberkannten Tores ist es bitter, dass wir mit leeren Händen dastehen.”

Die nächste Aufgabe dürfte für die Löwen kaum einfacher werden. Es geht ausgerechnet zum Tabellenführer nach Mainz. Die 05er verloren am heutigen Sonntag ihr erstes Spiel überhaupt gegen eine andere Münchner Mannschaft. Anpfiff in Mainz ist am kommenden Sonntag um 11:00 Uhr.

3. Liga am Sonntag: Osnabrück klettert nach oben

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Nach einem für unsere Löwen in jeder Hinsicht absolut enttäuschenden Samstagnachmittag, an dem nicht nur eine Pleite beim zuvor 17 Spiele sieglosen SV Meppen zu beklagen war, sondern auch die (ehemalige?) Aufstiegskonkurrenz aus Elversberg, Saarbrücken und Dresden jeweils dreifach punkten konnte, trafen am heutigen Sonntag unter anderem die beiden neuen Tabellennachbarn der nur noch auf Platz acht rangierenden Löwen aufeinander. Und der ambitionierte SV Wehen Wiesbaden wollte in Bayreuth auf den zweiten Platz zurückkehren.

FC Ingolstadt – VfL Osnabrück 1:4 (1:3)

Zwei Serien trafen heute vor rund 3.000 Zuschauern im Audi Sportpark aufeinander: Der FCI – trotz zwischenzeitlichem Trainerwechsel – im Jahr 2023 noch ohne Punkterfolg, empfang den selbstbewussten VfL Osnabrück, der jahresübergreifend bereits auf sechs Siege in Folge zurückblickt. Und schon in der zweiten Minute setzten sich die besagten Serien fort: Erik Engelhardt nutzte nach der ersten Ecke des Spiels das Getümmel im Strafraum und erzielte das erste Tor des Nachmittags in der 3. Liga. Die Schanzer brauchten ein paar Minuten, sich von diesem Schreck zu erholen – und schlugen in der 19. Minute zurück: Ebenfalls nach einem Eckball und Gewühl im Sechzehner traf Calvin Brackelmann zum Ausgleich. Die erneute Führung für die Gäste resultierte dann sechs Minuten später aus einem katastrophalen Torwartfehler des Ingolstädter Torhüters Marius Funk, der einen eigentlich völlig harmlosen Freistoß von Sven Köhler aus dem Halbfeld nicht festhalten konnte. Ein kurioses Tor in einer munteren 1. Halbzeit, die in der Nachspielzeit dann sogar noch einen weiteren Osnabrücker Treffer sah: Erneut war Erik Engelhardt per Kopf zur Stelle und erzielte sein neuntes Saisontor.
Im zweiten Spielabschnitt wollten die Gastgeber mit einem “schnellen Tor” ins Spiel zurückkommen, wie Sportdirektor Beiersdorfer in der Pause ankündigte. Dies gelang allerdings nicht. Und es gelang auch kein langsamer Treffer. Im Gegenteil: In der 73. Minute entschied Traore mit einem Rechtsschuss aus 20 Metern Torentfernung die Partie. Osnabrück springt mit diesem siebten Sieg in Folge auf Platz fünf, die Schanzer bleiben im Jahr 2023 weiter ohne jeden Zähler und damit in der Tabelle drei Punkte hinter dem TSV 1860. Die Anhänger des FCI stellten übrigens – ähnlich wie die Löwenfans gestern Nachmittag – schon eine Weile vor dem Abpfiff den Support ihrer Mannschaft ein und entfernten auch frühzeitig ihre Zaunfahnen.

SpVgg Bayreuth – Wehen Wiesbaden 1:3 (0:0)

Die SpVgg Bayreuth hatte am Sonntag Nachmittag die Chance, erstmalig seit dem 4. Spieltag die Abstiegsplätze zu verlassen.Zwei Heimsiege im Kalenderjahr 2023 haben für neues Selbstvertrauen bei den Schwarzgelben gesorgt. Dazu benötigte man allerdings einen Sieg über den SV Wehen Wiesbaden, der zuletzt Ende Oktober ohne Punkte geblieben war. Und in der ersten Halbzeit ergaben sich für die Oldschdod durchaus Chancen, gegen den Favoriten in Führung zu gehen. Diese wurden allerdings – wie so oft in dieser Saison – nicht genutzt. Auch Wiesbaden hatte die eine oder andere Gelegenheit, traf aber auch nicht, weshalb es vor 2.700 Zuschauern torlos in die Kabinen ging.
Fünf, acht und 16 Minuten nach dem Wiederanpfiff gelang dann Benedict Hollerbach mit einem Rechts- und zwei Linksschüssen ein lupenreiner Hattrick und plötzlich führten die Gäste aus der hessischen Landeshauptstadt mit 3:0. So kann’s gehen. Erinnerung wurden wach an das Heimspiel der Wagnerstädter gegen den 1. FC Saarbrücken Mitte September, als man mit 0:6 den Kürzeren zog. Den Gästen gelang heute aber kein weiterer Treffer, sondern die Bayreuther sorgten in der 81. und der dritten Minute der Nachspielzeit durch Nollenberger und Fenninger nochmal für ein wenig Spannung und erinnerten Wiesbaden an deren Spiel beim Halleschen FC vor genau drei Wochen, als ebenfalls aus einem souveränen 0:3 letztlich ein knappes 2:3 wurde. Unter’m Strich bleiben aber drei Punkte und die Rückkehr auf Tabellenplatz zwei für den SVWW.

Montag Abend in der 3. Liga: Essen – Köln

Das morgige Montagsspiel der 3. Liga bestreiten Rot-Weiß Essen und Viktoria Köln. Ein klassisches Mittelfeldduell. Auf den enttäuschenden Tabellenplatz der Löwen wird dieses Spiel aber keinen Einfluss haben.

Der TSV 1860. Mal wieder zum schämen

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TSV 1860 Fans Anthony Power
TSV 1860 Fans contra Anthony Power

Der TSV 1860.  Leider mal wieder zum schämen

Als Fan des TSV 1860 ist man leidgeprüft. Hohn und Spott können dem Löwenfan im Regelfalle nichts anhaben. Löwenanhänger sind Stolz, von Natur aus. Mit erhobenem Haupt schreitet man auch dann in weiß-blau durch die Stadt, wenn der eigene Verein gerade mal wieder verloren hat oder sogar abgestiegen ist. „Jetzt erst Recht“ ist meistens das Motto der Stunde. Und natürlich: „Einmal Löwe – immer Löwe“.

In diesen Tagen muss man sich leider zunehmend wieder einmal schämen. Nicht dafür, dass man Löwenfan ist, Gott bewahre. Sondern für die Außendarstellung des TSV. Damit meinen wir ausdrücklich nicht die wenig ansehnlichen zweiten 45 Minuten des gestrigen Spieles. Die waren nur ein Symptom eines Stachels, der deutlich tiefer im Fleisch des Löwen sitzt.

Kommunikation via Instagram Storys. Wer bitte macht so etwas?

Instagram. Ein Medium in dem üblicherweise Bilder von Tieren, von gelungenem Essen oder schöne Schnappschüsse aus dem Urlaub geteilt werden. Natürlich auch Bilder von Fankurven. Emotionen. Meistens für Teenager und Heranwachsende.

Um diese Zielgruppe noch länger an Instagram zu fesseln, hatte Mark Zuckerberg irgendwann die geniale Idee, dort „Storys“ zuzulassen. Dort werden üblicherweise Bilder, kleine Videos und Augenblicke geteilt, die nicht gut genug für den regulären Instagram-Feed sind.

Teenager verstecken dort subtile Botschaften, z.B. wenn sie Liebeskummer haben.  Oder pubertäre Wutausbrüche. Gangsta-Rapper dissen/pissen sich dort gegenseitig (an). Um ihre Männlichkeit in den sozialen Medien zu beweisen.

Mittendrin statt nur dabei: Ismaiks Statthalter und (leider) Repräsentant des TSV 1860: Anthony Power

Zwischen hüpfenden Tieren, heulenden pickeligen Gören und Gangstern aus deutschen Reihenhaussiedlungen findet man dort derzeit einen Mann besonders aktiv. Anthony Power.

Dass er dort Bilder von sich und seinem Sohn oben ohne im Fitnessstudio postet oder seinem trainierten Oberarm, kann man bei einem Geschäftsführer schon merkwürdig finden. Die Grenze des guten Geschmacks eindeutig überschritten und zum Fremdschämen sind jedoch die Stories.

Nicht zum ersten Mal: Power auf Instagram – Kriegsfuß

Kommt uns das nicht bekannt vor? Im Herbst letzten Jahres war er dort schon einmal äußerst aktiv. Damals dürfte es in Richtung aktive Fanszene gegangen sein, was er in den sozialen Medien von sich gab. Das wurde schon damals von den Medien dankbar aufgenommen. Als er davon fabulierte, „Scheiße die Toilette herunter zu spülen. Nicht mit ihr zu spielen“ (tz). Oder von einer Bestie schrieb, vor der man sich fürchten müsste.

Anthony Power erneut mit kryptischer Botschaft auf Instagram

Neue Qualität: Adressat dürfte wohl die sportliche Geschäftsführung des TSV 1860 sein

Nun hat sich Power für seine Botschaften einen neuen Adressaten gesucht. Nicht wenige vermuten, dass diesmal Günther Gorenzel der Empfänger der Botschaften sein soll.

Die Freitags-Botschaft die er abschickte war ein Bild mit folgendem Text:

“Some men have thousands of reasons why they cannot do what they want to, when all they need is one reason why they can”. Frei übersetzt: “Manche Menschen haben Tausende Gründe, warum sie etwas, das sie gerne tun würden, nicht tun können. Dabei ist alles, was sie brauchen, nur ein Grund, um es tun zu können.”

Zu dem Bild mit dem Spruch schrieb er: “Just do your job and stop telling lies and making excuses”. Frei übersetzt: “Mach einfach deinen Job anstatt Lügen zu erzählen und Ausreden zu suchen.” Dazu ein Lied mit dem Titel “Stop bitching, do something” (auf deutsch: “Hör’ auf rumzuzicken und tu’ etwas”). 

Am gestrigen Tag, kurz nach dem Spiel dann die nächste Botschaft:

Wieder kam ein Bildchen auf Instagram. Der bedeutungsschwangere Text: “The biggest failure of leadership is the failure to foresee”. Das bedeutet frei übersetzt etwa: “Das größte Führungsversagen ist fehlende Weitsicht.” Dazu wieder ein Lied, diesmal mit dem Titel “Mysterious Experiments”, also “Mysteriöse Experimente”.

Die Abendzeitung spekuliert, dass Gorenzel der Adressat sein soll. Die Medien nehmen das dankbar auf. Für die Außendarstellung des TSV 1860 ist das natürlich wieder einmal katastrophal. Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen. Der TSV 1860 ist einer der größten Traditionsvereine in Deutschland. Zugleich eine KGaA mit einem annähernd zweistelligem Millionenumsatz.

Hüter der Markenrechte. Aber was macht er mit der Marke?

Power ist als Geschäftsführer der Fanartikel GmbH ja der oberste Hüter der Markenrechte. In dieser Funktion hat er keine Probleme damit, Löwenfans zu verklagen, die diese Rechte vermeintlich verletzten.

Zugleich kommuniziert er über die sozialen Medien wie ein bockiger Teenager und greift – nach Ansicht der Medien – den Geschäftsführer der KGaA öffentlich an. Ob das die Marke „TSV 1860“ stärkt oder eher schädigt, soll jeder für sich selber beantworten. Wir sind ja keine Markenrechtler.

Aber als Löwenfans schämen wir uns für diese Art und Weise der Kommunikation. Mal wieder.

Günther Gorenzel folgt lieber Arnold Schwarzenegger

Der (vermeintliche) Adressat der Botschaft hätte diese auf Instagram selber übrigens gar nicht entdeckt. Er folgt dort nur ausgesuchten 32 Instagram – Konten. Das Konto von Anthony Power ist nicht dabei.

Gorenzel folgt lieber Arnold Schwarzenegger oder Wladimir Klitschko. Die beiden sind übrigens der Beweis dafür, dass man es als Muskelpaket auch außerhalb des Kraftraumes durchaus zu etwas bringen kann.

Nach der Niederlage in Meppen: Sorgen um Leandro Morgalla

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Leandro Morgalla TSV 1860 U19 DFB

Der TSV 1860 muss die Niederlage beim SV Meppen teuer bezahlen. Neben dem Punktverlust werden die Löwen im Heimspiel gegen den SC Verl am kommenden Sonntag auch auf voraussichtlich zwei Spieler verzichten müssen. Einer von ihnen ist Leandro Morgalla, der sich bereits in der ersten Halbzeit eine Muskelverletzung zugezogen hatte.

Muskelverletzung bei Leandro Morgalla – Moll sieht zum fünften Mal gelb

Nach 19 Minuten ging der SV Meppen durch Janssen gegen die Löwen mit 1:0 in Führung. Unmittelbar im Anschluss zeigte Leandro Morgalla an, dass es für ihn nicht weiter geht. Er hatte sich eine Verletzung am linken Fuß zugezogen. Gorenzel brachte Lannert in die Partie, der den 19-Jährigen positionsgetreu als rechter Verteidiger ersetzte und später den Treffer zum 1:1 durch Bär vorbereitete. Auf der Pressekonferenz nach der Partie sprach der Interimstrainer des TSV 1860 München von einer “Muskelverletzung“. Den Hergang selbst habe er aufgrund der großen Entfernung nicht wahrgenommen. In der Halbzeitpause sprach Gorenzel kurz mit Morgalla, der bei einem Antritt etwas gespürt hatte und in der Folge nicht mehr weiterspielen konnte. Ob Leandro Morgalla bis zum Sonntag gegen den SC Verl (13 Uhr, sechzger.de Liveticker) wieder einsatzbereit ist, steht noch in den Sternen.

In jedem Fall müssen die Löwen einmal reagieren, da Quirin Moll seine fünfte gelbe Karte sah und somit gesperrt aussetzen muss. Steinhart kehrt hingegen nach seiner Zwangspause wieder in den Kader des TSV 1860 München zurück.

Pressekonferenz nach der Niederlage des TSV 1860 beim SV Meppen

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Pressekonferenz SV Meppen TSV 1860 München 22.Spieltag 2022 23

Nach dem 1:2 aus Sicht des TSV 1860 München äußerten sich Interimstrainer Günther Gorenzel und Stefan Krämer, Trainer des SV Meppen, auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Pressekonferenz nach SV Meppen – TSV 1860 München 2:1 (1:1)

Nach 17 Spielen oder anders gesagt das erste Mal seit August 2022 konnte der SV Meppen in der 3.Liga einen Sieg feiern. Durch Tore von Janssen und Alvarez gelang den Emsländern ein Heimsieg gegen die Löwen, für die Marcel Bär zwischenzeitlich den Ausgleich erzielt hatte. Doch gerade in der zweiten Halbzeit zeigten die Gäste eine schwache Leistung und konnten den erneuten Rückstand nicht mehr egalisieren, geschweige denn in eine eigene Führung umwandeln. Geschlossen verließen die Löwenfans den Gästeblock daher kurz vor Abpfiff ohne sich von der Mannschaft zu verabschieden. Innerhalb von einer Woche mussten die Fans des TSV 1860 über 3.000 Kilometer absolvieren, um ihrem Team nach Oldenburg und Meppen zu folgen. Doch die Ergebnisse aus beiden Spielen sowie das Auftreten in Meppen lassen mehr als zu Wünschen übrig.

Krämer: “Hohes Risiko gegangen und dafür belohnt”

Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen den SV Meppen analysierte der Interimstrainer des TSV 1860 München, Günther Gorenzel, die vorangegangenen 90 Minuten. Dabei habe er zwei Phasen im Spiel ausgemacht. Zunächst sei seine Mannschaft in den ersten 25 Minuten nur schwer in die Partie gekommen. Die Löwen hätten zu viele Zweikämpfe verloren und zweite Bälle hergeschenkt. Nach dem Gegentreffer war der TSV 1860 besser in der Partie, erspielte sich Chancen und konnte durch Bär kurz vor der Pause den Ausgleich erzielen. In der zweiten Phase habe sich seine Mannschaft zu selten getraut den Ball zu kontrollieren.

Wir erspielen uns die ein oder andere Möglichkeit, machen aber ganz einfach final auch zu wenig Tore. Sicherlich auch eine bittere Niederlage aufgrund der zwei Pfostenschüsse, aber in Summe kontrollieren wir zu wenig den Ball.

Neben der Schwäche im Duell um den zweiten Ball monierte Gorenzel auch generell, dass die Zweikampfhärte bei den Löwen nicht gepasst habe.

Sein Gegenüber Stefan Krämer war nach dem Heimsieg natürlich zufrieden. Man sei mit der Umstellung auf eine Dreierkette in der Defensive ein gewisses Risiko eingegangen, da man gegen die guten Offensivleute des TSV 1860 München oft Duelle im eins gegen eins führen musste. Dafür konnte man aber auch in der eigenen Offensive hohen Druck auf die Abwehrkette der Löwen ausüben. Zudem stellte Krämer bewusst viele große Spieler in die Startaufstellung. Damit wollte er einen Vorteil im Duell um die zweiten Bälle gewinnen, was eine Erkenntnis aus dem Spiel des TSV 1860 in Oldenburg gewesen sei.

Ein Sonderlob hatte Krämer dann noch für Raphael Holzhauser im Gepäck. Er sei schon in der ersten Liga Belgiens einer der besten Mittelfeldspieler gewesen und darf aus Sicht des SVM-Coach zurecht als “Unterschiedsspieler” bezeichnet werden.

Den kriegst du über 90 Minuten nicht so kontrolliert, dass da nichts passiert.

Beitragsbild: Screenshot vom SV Meppen Youtube-Kanal