Start Blog Seite 663

Reisinger klärt auf: Kein unüberlegter Auszug aus der Arena anno 2017

20

Viele Fragen hatten Christian, Stefan und Jan, die Gastgeber im sechzger.de Talk Folge 85 an Löwenpräsident Robert Reisinger. Einige davon betrafen natürlich die ewige Stadionfrage bei Münchens großer Liebe. Aber nicht nur in der Gegenwart. Auch auf die Vergangenheit wurde ein Blick geworfen. Konkret auf den Auszug der Löwenprofis aus der Allianz Arena nach dem historischen Doppelabstieg im Mai 2017.

Die Behauptung vom überhasteten Auszug aus der Arena

Die Ereignisse liegen schon fünf Jahre zurück und sind vielen Anhängern dennoch sehr präsent. Seit einiger Zeit wird aus einer bestimmten Ecke im Umfeld des TSV 1860 versucht, den damals vollzogenen Abschied aus Fröttmaning als überhasteten oder unüberlegten Schritt der damals Verantwortlichen darzustellen. Zu den Akteuren, die rund um den “schwarzen Freitag” Verantwortung übernahmen, gehört natürlich auch Robert Reisinger, der seinen Vorgänger Peter Casalette im Amt des Löwenpräsidenten am 3. Juni 2017 interimsmäßig beerbte. An der Entscheidung, die Zukunft der ersten Mannschaft des TSV 1860 im Sechzgerstadion zu planen und damit zu den Wurzeln des Vereins zurückzukehren, war Reisinger maßgeblich beteiliigt. Aber es war keineswegs eine rein emotionale Entscheidung, sondern sie hatte vor allem mit wirtschaftlichen Zwängen zu tun, wie er im Talk ausführte:

Wie wir alle wissen, braucht die KGaA alle zwei Jahre eine positive Fortführungsprognose, dass es überhaupt weitergeht. Da kommen dann Wirtschaftsprüfer und prüfen die Zahlen. Der Herr Fauser hat damals die Berechnungen vorgelegt und da war ein Zuschauerschnitt drin von 8.000. Dann hat der Prüfer gefragt: “In der Arena?” – Dann hat der Fauser gesagt: “Nein, wir versuchen aus der Arena rauszukommen und das ist jetzt die Planung für’s Grünwalder Stadion.” – Dann hat der Wirtschaftsprüfer gefragt: “Wieviele Dauerkarten habt’s denn in der Arena verkauft?”. Und der Fauser: “6.000 und wir haben hier 2.000 Anfragen für Dauerkarten, die aber explizit reingeschrieben haben: Nur wenn man zurückgeht in die Heimat, ins Sechzgerstadion.” Dann hat der Wirtschaftsprüfer gesagt: “Okay, dann erhöht’s bitte die Zuschauerzahl auf 10.000, weil des nehm ich euch ab. In der Arena hätt’ ich euch keine 5.000 abgenommen.” Also war des schon mal der erste Grund.

1860 in Giesing als Marketingstory

Die erfolgte Rückbesinnung auf die Wurzeln des Vereins, nicht als reiner Stadtteilverein, sondern als Repräsentant der ganzen Stadt München, aber eben aus Giesing kommend – im Sinne der Marke “1860” – führte Reisinger ebenfalls aus:

Auch vom Marketinggesichtspunkt wäre es ja ein Irrsinn gewesen: Wie willst du denn einen Sponsor dafür gewinnen, dass wir als Regionalligist in einer 70.000 Mann-Arena spielen? Da fehlt ja die Story. Wir hatten natürlich auch den Plan, mit der Rückkehr in die Heimat  eine Marketingstory erzählen zu können. Das war ja dann nochmal ein Benefit, wo wir  Sponsoren gewinnen konnten: Zurück zu den Wurzeln. Und das hätte in der Arena  nicht funktioniert. Auch da hätten wir Abstriche machen müssen – im Sponsoring.

Löwen “für lau” in der Allianz Arena?

Vereinzelt wird im Zusammenhang mit diesem Thema immer wieder das Gerücht verbreitet, der FC Bayern bzw. die Allianz Arena GmbH hätte die Löwen in der Regionalliga Bayern kostenlos in dem riesigen Stadion spielen lassen. Auch damit räumte Reisinger im sechzger.de Talk ein für alle Mal auf. Verbunden mit einem interessanten und durchaus auch amüsanten Erklärunsansatz für dieses hartnäckige Gerücht:

Wir haben zu Zweitligazeiten da fünfeinhalb Millionen Euro bezahlt, hätten dann zweieinhalb oder zwei Millionen in der Regionalliga für das Stadion zahlen müssen und wenn ich mir die Bilanzen und die Umsätze vom roten Nachbarn anschau’, dann ist das praktisch für den wie umsonst. Vielleicht ist dann irgendwann einmal in irgendeinem Gespräch gefallen: “Die Blauen dürften ja umsonst bei uns spielen.” Und dann hat sich das wie der Schneeball dann eben bei den Leuten, die das natürlich bedauern, dass man aus dem Stadion rausgegangen ist, so weiter verbreitet: “Ja, die hätten uns ja umsonst drin spielen lassen.”

Sechzig am Wochenende: TSV 1860 U17 empfängt Hoffenheim

0
Wochenendvorschau TSV 1860 Löwen Wochenende Löwinnen NLZ U19 U17 U21 Dritte Vierte Futsal

Die Winterpause naht, aber für die B-Jugendlichen der Löwen geht es am Wochenende ein letztes Mal in diesem Jahr um Bundesliga-Punkte. Nach dem überzeugenden 5:0-Auswärtssieg der U17 des TSV 1860 bei der SpVgg Unterhaching empfängt das Team von Trainer Felix Hirschnagl am Samstag die TSG Hoffenheim.

TSV 1860 U17 empfängt Hoffenheim

Durch den Kantersieg im Nachbarschaftsduell mit den Vorstädtern am vergangenen Wochenende stehen die Löwen aktuell auf einem Nichtabstiegsplatz. Allerdings trennt die U17 derzeit nur ein Punkt von der Abstiegszone. Gegen die TSG Hoffenheim – derzeit Dritter der Bundesligatabelle – sind die Löwen jedoch klarer Außenseiter. Kann die Elf von Felix Hirschnagl den Schwung vom letzten Sonntag mitnehmen und dem Favoriten aus dem Kraichgau ein Bein stellen? Am Samstag um 11 Uhr ist Anpfiff am Trainingsgelände an der Grünwalder Straße.

Die Spiele im Überblick

Samstag, 10.12.

11.00 Uhr: U17 – TSG Hoffenheim -:-

Sonntag, 11.12.

09.15 Uhr: U13 – Lenggrieser SC U15 -:-
12.00 Uhr: U14 – Eintracht Bamberg U15 -:-
14.30 Uhr: SV Darmstadt 98 – Futsal -:-
16.00 Uhr: U16 – DFI Bad Aibling U17 -:-

Zudem nimmt die U12 am Samstag und Sonntag an einem Hallenturnier in Ebersberg teil. Die U10 bereichert am Samstag den Budenzauber in Mühldorf.

Eine Turnhalle für den TSV 1860 – das ist der aktuelle Stand

3
TSV 1860 München Trainingsgelände Ismaik
Das Trainingsgelände des TSV 1860 an der Grünwalder Straße

Seit Jahrzehnten herrscht bei den Löwen eine rege Stadiondiskussion. Grünwalder Stadion, Olympiastadion, Arena oder ein Neubau – was ist die beste Lösung? Doch auch das Thema “Turnhalle” erhitzt die Gemüter beim TSV 1860. Im sechzger.de Talk klärt Präsident Robert Reisinger über den aktuellen Stand bei diesem für den Hauptverein wichtigen Thema auf.

Verweis auf den Erbpachtvertrag

Auf der letzten Mitgliederversammlung hatte Reisinger dem Mitgesellschafter mit Verweis auf den Erbpachtvertrag eine dreimonatige Frist gesetzt. Diese ist nun abgelaufen, passiert ist bislang jedoch nichts. Was ist der aktuelle Stand in Sachen Turnhalle für den TSV 1860?

“Zumindest sprechen wir jetzt schon mal mit der HAM darüber, was wir da planen. Das war leider eine Zeit lang nicht der Fall. Fest steht halt, dass in dem Erbpachtvertrag eine Klausel drin ist, dass die KGaA bei Übernahme des Erbpachtvertrages auf dem Gelände für den e.V. eine Dreifachturnhalle bauen muss.”

Der Verein habe nun den Kompromissvorschlag gemacht, der Erbpachtvertrag solle gesplittet werden, so Reisinger. Infolge dessen sei die KGaA von ihrer Baupflicht befreit und der Hautverein könne die Halle selbst errichten. Eine Zusage der Stadt für dieses Vorhaben liege bereits vor, wie der Löwen-Präsident verriet.

Wann kommt die Turnhalle für den TSV 1860?

Aber woran hakt es denn nun?

“HAM hat das noch nicht eingesehen und will das rechtlich prüfen lassen, ob tatsächlich diese Bauverpflichtung bindend ist. Ich hoffe, dass – wenn das geklärt ist – wir auch zur Tat schreiten können.”

Robert Reisinger sieht das Projekt als “Win-Win-Situation” für Verein und Turnhalle, da parallel zum Bau der Turnhalle auch die Errichtung einer Parkgarage geplant sei. Zudem wäre der Umzug des Ticketings und des Fanshops direkt an die Grünwalder Straße möglich. Auch eine Neuausrichtung der Gastronomie dürfte dann zum Wohle des TSV 1860 und seiner Fans thematisiert werden.

Win-Win-Situation für KGaA und e.V.

Einen weiteren Vorteil für die KGaA zeigt der Löwen-Präsident gleich mit auf:

“Man könnte die Fläche, wo jetzt das Löwenstüberl steht, nutzen, um da ein weiteres Gebäude für die KGaA hinzubauen, wo dann Profispieler ihre Umkleidekabinen haben, wo die ihre Duschen haben und ihren Massageraum und Ruheraum haben. Das steht uns ja dann alles frei. (…) Da die Abstandsflächen zu den Nachbarn groß genug sind, könnte man da sicher einen ein- oder zweistöckigen Bau machen, der das Ganze integriert und dann wäre das auch für die Profis mal ein professionelles Umfeld. Das wäre (…) ein Meilenstein für den ganzen Verein, also nicht nur für den e.V., sondern auch für die KGaA.”

Ein Zeitplan liege auch bereits in der Schublade, so Reisinger. Durch die Unstimmigkeit mit der HAM müsse diese Timeline jedoch monatlich angepasst werden…

Verein strebt Bau in Eigenregie an

Resinger stellt jedoch auch klar, dass er die notwendige Einigung nicht auf gerichtlichem Weg erwirken wolle.

“Ich bin ja grundsätzlich kein Mensch, der sich gerne streitet oder der Gerichte bemühen will. (…) Der Vertrag sagt aus, was er aussagt und es macht ja auch gar keinen Sinn, dass die KGaA die Halle baut. In dem Moment, in dem der Erbpachtvertrag gesplittet wird, kriegen wir als e.V., als gemeinnütziger Verein, einen Haufen Zuschüsse und die wollen wir natürlich nutzen. Selbst wenn es “nur” 2 oder 3 Millionen sind: Das ist Geld, das sich die KGaA spart und das sie in den Kader stecken kann oder zum Beispiel in den Bau dieses Funktionshauses für die Profis.”

Die Finanzierung der Turnhalle durch den TSV 1860 München e.V. stehe in groben Zügen, so Reisinger. Crowdfunding sei dabei durchaus ein Thema, doch dies werde kommuniziert, wenn es soweit sei.

sechzger.de Talk Folge 85: Im Gespräch mit Robert Reisinger

23
sechzger.de Talk Folge 85 im Gespräch mit Präsident Robert Reisinger (TSV 1860 München)

Nach Union Berlin und dem Fanprojekt München blau geht der dritte und in der Redaktion lange mit Spannung erwartete Podcast in der Winterpause online. In Folge 85 ist niemand geringerer als Löwen-Präsident Robert Reisinger zu Gast und steht den sechzger.de-Redakteuren Jan, Christian und Stefan Rede und Antwort.

Die Löwen und das Eigenkapital

Bevor in die einzelnen Themenblöcke des Gesprächs eingestiegen wird, ist in Folge 85 ein aktuelles Thema im Fokus. Auch auf sechzger.de wurde thematisiert, dass das Eigenkapital der Löwen wieder zu Problemen führen könnte. Bereits kurz vor Aufnahmebeginn stellte Robert Reisinger den Sachverhalt allerdings klar und wiederholt dies auch noch einmal in aller Deutlichkeit zu Beginn des Talks. Die Lizenz für die kommende Spielzeit dürfte damit gesichert sein, was natürlich auch in unserer Redaktion wohlwollend zur Kenntnis genommen wird.

Robert Reisinger über die Stadiondiskussion

Danach richtet sich der Fokus dann zunächst der Frage, wo die Löwen in Zukunft spielen werden. Alle drei denkbaren Optionen – Grünwalder Stadion, Olympiastadion oder ein Neubau – werden dabei angesprochen, wobei dem Olympiastadion recht deutlich eine Absage erteilt wird. Darüber hinaus wird sogar noch ein Stadion im Münchner Norden thematisiert, aber natürlich nicht als mögliche Spielstätte. Ein Novum dürfte es dabei dennoch gegeben haben: Ein Lob von Präsident Robert Reisinger für den Stadtrivalen.

Beziehungen zu Hasan Ismaik und Michael Köllner

Gesprochen wird in Folge 85 auch viel über die Profimannschaft und alles, was eben dazu gehört. Dazu ist unweigerlich Trainer Michael Köllner zu zählen, der im Amt bleibt und Anfang 2023 die Mission Aufstieg in die 2.Bundesliga weiter in Angriff nehmen darf. Aber auch zum anstehenden Trainingslager in der Türkei befragen Jan, Christian und Stefan den Präsidenten. Darüber hinaus werden die aktuellen Beziehungen zu Hasan Ismaik und seine möglichen Besuche in München angesprochen.

Der e.V. im Allgemeinen und die Turnhalle im Speziellen

Als weiterer Schwerpunkt kristallisierte sich natürlich auch noch der TSV 1860 e.V. heraus. Robert Reisinger hat viel mit dem Fußball und der Profi-Mannschaft zu tun, doch die Löwen haben deutlich mehr Sportarten vorzuweisen. So wurden beispielsweise Schachidov und Hamidi Deutsche Meister im Boxen, die Volleyballer sind in der Bundesliga vertreten und die Abteilung Fechten ist auf dem Weg zur Turnierreifeprüfung. Die Zukunft ist von einem großen Projekt abhängig: Der eigenen Turnhalle für den TSV 1860. Der aktuelle Stand bei diesem Projekt wird in Folge 85 ebenfalls abgefragt.

Der sechzger.de Talk 85 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Hinweis: Im Abschnitt zum Trainingslager kam es leider kurzzeitig zu technischen Problemen. Wir bitten dies zu entschuldigen.

Sechzig um Sieben: Punktabzug droht laut Reisinger & Ismaik nicht

9
Sechzig um Sieben: Heimpremiere rückt näher

Trotz Winterpause war das gestern ein durchaus turbulenter Tag an der Grünwalder Straße. Gerüchte aus dem Norden um Michael Köllner und dann noch das Kapitel Eigenkapital und ein möglicher Punktabzug. Diese Sorge wurden den Löwenfans aber aus gleich zwei Richtungen mittlerweile genommen. Außerdem blicken wir am Ende der Woche auf die Meldungen von der Konkurrenz.

Reisinger über das Olympiastadion

Der neue Talk ist bereits online zu finden, noch am Vormittag geht auch der zugehörige Artikel online. Bereits vorab haben wir über Aussagen vom Präsidenten Robert Reisinger über das Münchner Olympiastadion berichtet. Für ihn stellt diese der drei Optionen tatsächlich gar keine wirkliche dar. Entsprechend verbleiben zwei – und über die wird im neuen Talk natürlich gesprochen.

Eigenkapitalquote geklärt, Punktabzug vom Tisch

Für verständlicherweise viel Wirbel sorgte am gestrigen Tag der Artikel zu einem möglichen Punktabzug aufgrund des negativen Eigenkapitals der Löwen. Sowohl Hasan Ismaik (über die sozialen Medien) als auch Präsident Robert Reisinger meldeten sich noch am selben Tag zu diesem Thema und klärten nicht nur auf, sondern konnten die Löwenfans auch direkt beruhigen. Im neuen sechzger.de Talk wird das Thema ebenfalls noch einmal angesprochen.

Michael Köllner zu St.Pauli?

Gleich ein weiteres Thema gab es, dass ebenfalls intensiv diskutiert wurde. Der Zweitligist St. Pauli soll nach der Entlassung seines Trainers Interesse an Michael Köllner haben. Auf dem Zettel der Hamburger stehen allerdings noch viele Namen, unter anderem die Trainer der Konkurrenten aus Freiburg und Elversberg. Insofern dürfte diese Meldung aktuell nur ein Gerücht sein. Reisinger gab auch hier lediglich den Standardsatz zu Protokoll: “Er hat nach wie vor einen Vertag bei uns.”

Vor 31 Jahren gegen Erfurt

Schnee gibt es aktuell nur in wenigen Teilen Bayerns, obwohl schon bald Mitte Dezember im Kalender angezeigt wird. Anders war das vor 31 Jahren, als das Grünwalder Stadion in einem weißen Gewand erschien. Gegen den FC Rot-Weiß Erfurt konnten die Löwen einen klaren Heimsieg einfahren. Hier geht es zum Bericht mit schönen Bildern vom damaligen Tag.

Morgalla knackt die Millionen-Marke

Ein weiteres Update gab es bei der Bewertung der 3.Liga-Spieler auf dem Portal transfermarkt.de. Junglöwe Leandro Morgalla hat noch einmal um 300.000€ zugelegt und ist damit nun mit einer Million Euro bewertet. Jesper Verlaat legte immerhin um 50.000€ zu, Junglöwe Marius Wörl stieg mit einer Bewertung von 200.000€ neu ein.

News aus der 3.Liga

Entscheidung über Marschwegstadion im Oktober

Die Fans des VfB Oldenburg müssen sich bis zu einer möglichen Entscheidung in der Stadionfrage bis in die neue Saison hinein gedulden. Erst im Oktober 2023 soll dann entschieden werden, ob ein neues Stadion gebaut wird. Wo der TSV 1860 München im Februar antreten wird -in Oldenburg oder in Hannover – entscheidet sich je nach Witterung erst kurz vor der Partie.

Osnabrück streckt die Fühler nach Schepp aus

Noch ist das Winter-Transferfenster noch nicht geöffnet, doch die ersten Gerüchte dringen bereits nach außen. So soll der VfL Osnabrück Interesse an Christopher Schepp vom Regionalligisten Blau-Weiß Lohne haben. Der Drittligist hat gerade erst ein Testspiel gegen den Viertligisten absolviert und konnte sich direkt von den Qualitäten seines möglichen Neuzugangs überzeugen. Im Gegenzug könnte ein Nachwuchsspieler auf Leihbasis nach Lohne wechseln und dort Spielerfahrung sammeln.

Die zehn besten Neuzugänge

Außerdem hat die Redaktion von liga3-online die aus ihrer Sicht zehn besten Neuzugänge in einem Artikel gewürdigt. Mit Albion Vrenezi und Jesper Verlaat finden sich darunter auch zwei Löwen. An der Spitze liegt Jannick Rochelt vom Tabellenführer SV Elversberg.

Reisinger: Olympiastadion ist für 1860 keine dauerhafte Option

5
Türkgücü München - Viktoria Köln am 05.11.2021 1860 Olympiastadion

In der neuesten Folge des sechzger.de Talks, der am Freitag auf unserer Homepage zu finden sein wird, ist Präsident Robert Reisinger zu Gast. Neben diversen anderen Themen kam man natürlich auch auf die unendliche Stadionsdiskussion zu sprechen. Ob Grünwalder Stadion oder Neubau – vieles ist denkbar. Die Option Olympiastadion ist für Robert Reisinger indes indiskutabel.

Olympiastadion für Reisinger keine Dauerlösung

Zwar stellte der Präsident des TSV 1860 München e.V. klar, dass das weite Rund am Oberwiesenfeld sehr wahrscheinlich als Ausweichspielstätte während eines eventuellen Umbaus des Grünwalder Stadions dienen würde, als permanente Heimat der Löwen sieht Reisinger das Olympiastadion jedoch nicht.

“Ich kann mich daran erinnern, dass wir Ende des letzten Jahrunderts riesige Diskussionen hatten, dass das nie ein Fußballstadion werden wird. Dann gabs einen bekannten Fußballspieler, der wollte sogar Terroristen engagieren, dass sie es wegsprengen. Mir fehlt die Phantasie, wieso das jetzt 22 Jahre später auf einmal die Nonplusultra-Lösung sein soll. Ich kann die Diskussion, wenn ich ehrlich bin, nicht nachvollziehen, zumal auch die Bestimmungen der DFL mittlerweile gestiegen sind an den Anforderungen des Stadions. Auch wenn das ein Weltkulturerbe, wird sich der DFB oder die DFL da nicht erweichen lassen und irgendwelche Ausnahmen oder Sonderregelungen zu geben. Dann sind wir ja ein Präzedenzfall und den werden sich der DFB oder die DFL niemals ins Haus holen.”

Diese Argumentation dürfte für jedermann nachvollziehbar sein, zumal auch ein wirtschaftlicher Vorteil im Olympiastadion äußerst fragwürdig ist. Inwiefern DFB/DFL angesichts der fehlenden Komplettüberdachung überhaupt lizenzfähig wäre, müsste ohnehin geprüft werden.

Schon seit 1996 nicht mehr ins Oly

Doch nicht nur wirtschaftlich, sondern auch emotional sieht Reisinger die Löwen zukünftig nicht als Dauermieter im Olympiastadion.

“Persönlich meine Meinung ist: Ich bin 1996 schon nicht mehr ins Olympiastadion gegangen, obwohl ich vier Jahreskarten hatte. Ich hab also meine Karten gezahlt, bin aber nicht hingegangen. Als Präsident oder als Gesellschafter der KGaA sag ich: Das muss man sich schon wild schön rechnen, dass sich das irgendwann lohnt.”

Bleibt zu hoffen, dass der TSV 1860 und die Stadt München doch noch einen Weg finden, das Grünwalder Stadion auf mehr als die bisher angedachten gut 18.000 Plätze auszubauen. Mehr dazu dann im sechzger.de Talk…

Köllner bei St. Pauli im Gespräch

14
Michael Köllner Pressekonferenz SC Freiburg II TSV 1860 München

Nach der Entlassung von Timo Schulz beim FC St. Pauli läuft beim Zweitligisten die Trainersuche. Hier taucht nach Informationen der Bild-Zeitung auch der Name Michael Köllner auf. So ist Köllner bei St. Pauli im Gespräch. Der Löwen-Coach war auch schon vor zwei Jahren Thema in Hamburg. Denn dort ist sein alter Wegfährte aus Nürnberger Tagen, Andreas Bornemann, als Sportchef tätig. Beide verstehen sich gut und darum würde sich eine erneute Zusammenarbeit beim FC St. Pauli durchaus anbieten.

Neben Köllner gibt es laut Bild eine lange Liste mit Übungsleitern, die als Schulz-Nachfolger infrage kommen. So soll auch Elversbergs Erfolgscoach Horst Steffen ein Kandidat sein, wie auch Freiburgs U23-Trainer Thomas Stamm. Weitere Namen, die gehandelt werden, sind Sebastian Hoeneß und Michael Wimmer. Auch Ex-Wolfsburg-Trainer Florian Kohfeldt scheint in der engeren Auswahl zu stehen.

Macht man sich auf St. Pauli einen Gefallen mit Köllner?

Michael Köllner ist dabei der engste Vertraute von Sportchef Bornemann. Zusammen führten die beiden den 1. FC Nürnberg im Jahr 2018 in die erste Liga zurück. Im Februar 2019 war dann für Köllner und Bornemann beim Club Schluss. Bornemann wollte den Trainer damals nicht entlassen und wurde dann gleich mitgefeuert. Beide haben immer wieder bestätigt, dass sie irgendwann mal wieder zusammenarbeiten wollen. Bald beim FC St. Pauli? Fraglich ist allerdings, ob sich Bornemann einen Gefallen bei den Fans machen würde. Bei den Anhängern war der entlassende Schulz sehr beliebt und der Leistungsabfall der Hamburger wird vor allem am Sportchef ausgemacht. Ob es dann gut ist, gerade einen Freund als Trainer zu holen? Auch hat Köllner nach dem 1:1 gegen Rot-Weiß Essen klar gesagt, dass er bleiben will.

Austria Wien sucht auch wieder einen Trainer

Unumstritten ist er beim TSV nicht mehr. Köllner muss in den verbleibenden Spielen mit der Mannschaft liefern. Allerdings liebäugelte der Trainer schon einmal mit einem Wechsel. Im Mai 2021 unterhielt er sich “höflich” mit den Verantwortlichen von Austria Wien. Zu einer Einigung kam es damals mit dem österreichischen Bundesligisten nicht. Übrigens: Die Austria ist wieder auf Trainersuche. Bislang sind aber noch keine Gerüchte aufgekommen, dass Köllner wieder ein Kandidat sein sollte – beim FC St. Pauli allerdings schon. Mal sehen, wie sich die kommenden Tage entwickeln.

 

Negatives Eigenkapital: TSV 1860 droht Punktabzug für 2023/24

65
Gesellschafterversammlung bringt wenig Neues
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Dem TSV 1860 München droht Ungemach aus finanziellen Gründen, wieder einmal ist das Eigenkapital dafür verantwortlich. Im schlimmsten Fall könnten den Löwen bis zu drei Punkte abgezogen werden.

Das Eigenkapital macht dem TSV 1860 erneut Probleme

Der TSV 1860 München und Punktabzug – das wurde in dieser Saison schon einmal thematisiert. Hintergrund war damals der Einsatz von Alex Freitag in Memmingen, wodurch dem Bayernliga-Team von Frank Schmöller der Sieg nachträglich aberkannt wurde. Nun droht auch der ersten Mannschaft dieses Schicksal, allerdings aus finanziellen Gründen. Die kommende Saison 2023/24 wirft dabei schon jetzt ihre Schatten voraus. Bis zum 31.Dezember müssen die Löwen offenbar eine große Summe Geld nachweisen wie das Löwenmagazin berichtet. Das Eigenkapital beim TSV 1860 war in der Vergangenheit immer wieder im Fokus der Öffentlichkeit und könnte nun für einen Punktabzug sorgen.

Für die Spielzeit 2023/24 ist die Eigenkapitalauflage deutlich verschärft worden. Das ist ein Ergebnis aus der Task Force wirtschaftliche Stabilität 3.Liga, die nach den Insolvenzen von Türkgücü und dem KFC Uerdingen für eine Verbesserung der Situation sorgen sollte. Ein negatives Eigenkapital, was der TSV 1860 zweifelsohne aufweist, hat dann Konsequenzen. Jährlich müssen Verbesserungen um mindestens 5% erreicht werden, andernfalls drohen Konsequenzen. Bei der DFL – also für die 2.Bundesliga – sind in der Lizenzierungsordnung sogar 10% vorgegeben. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Löwen für ihre finanzielle Schieflage bestraft werden. Unter anderem Anfang 2016 wurden 750.000 Euro Geldstrafe fällig. Ein Punktabzug ist nun bei einem weiteren Vergehen durch die Verschärfung der Auflagen im Bereich des Möglichen.

Droht ein Verkauf von Leandro Morgalla?

Noch ist aber natürlich Zeit, die entsprechende Summe fristgerecht vorzuweisen. Laut dem Löwenmagazin handelt es sich allerdings um einen Betrag in Millionenhöhe. Schwer vorstellbar, dass die notorisch klammen Löwen innerhalb von dreieinhalb Wochen einen solchen Betrag vorweisen können. Ob eine Umwandlung von Darlehen, wie in der Vergangenheit des Öfteren geschehen – ein entsprechender Vorgang hätte 2016 die Geldstrafe abgewendet – das Problem (zumindest vorübergehend) lösen kann, ist nicht ganz klar. Im Idealfall muss neues Geld her – und dabei könnte in der Not ein Verkauf von Spielern infrage kommen. Junglöwe Leandro Morgalla konnte seinen Marktwert zuletzt exorbitant steigern und hat zudem einen langfristigen Vertrag unterschrieben. Erste Bundesligisten sollen bereits Interesse zeigen – eine mögliche Einnahmequelle für die Löwen, die den fehlenden Betrag abdecken könnte. Das Transferfenster öffnet allerdings erst am Neujahrstag. Die Finanzspritze könnte der TSV 1860 erst nachträglich vorweisen.

Vor diesem Hintergrund erscheint auch die Kritik von Robert Reisinger am Trainingslager in der Türkei noch einmal in einem anderen Licht. Der Präsident hatte die enorme Kostensteigerung im Vergleich zum Vorjahr öffentlich angeprangert. Wie sich darüber hinaus die neuen Erkenntnisse auf mögliche Verstärkungen in der Winterpause auswirken könnten, ist noch nicht bekannt. Einen großen finanziellen Spielraum dürfte es allerdings angesichts der Umstände nicht geben.

NACHTRÄGLICHE ANMERKUNG DER REDAKTION:
Uns wurde heute Vormittag – nach der Veröffentlichung dieses Artikels – mitgeteilt, dass unsere Informationen, eine Umwandlung von HAM-Darlehen würde das hier skizzierte Problem nicht lösen, falsch ist. Wir haben daraufhin die Textpassage angepasst. Voller Vorfreude können wir aber schon mal ankündigen, dass genau dieses Thema in unserem nächsten sechzger.de-Talk (Folge 85), der voraussichtlich am morgigen Freitag veröffentlicht wird, mit einem kompetenten Ansprechpartner besprochen und dann hoffentlich zielführend aufgeklärt wird.

Sechzig um sieben: Mögliche Aggressive Leader unter der Lupe

0
Sechzig um Sieben 1860
Sechzig um Sieben: Erfolgsrezept

Das Transferfenster öffnet im Januar und der TSV 1860 München ließ zu Beginn der Winterpause durchblicken, dass er möglicherweise auf dem Transfermarkt nochmal nachlegen möchte. Bernd Winninger findet, dass den Löwen ein Aggressive Leader im Mittelfeld gut zu Gsicht stünde und stellt geeignete Kandidaten vor.

Mögliche Aggressive Leader für die Löwen

Unser Taktikfuchs Bernd Winninger sieht bei 1860 am ehesten Nachholbedarf in Gestalt eines Aggressive Leaders. Dabei hat er drei mögliche Kandidaten identifiziert. Schaut nach, wen er als mögliche Aggressive Leader im Fokus hat und diskutiert mit, ob uns die genannten Spieler weiter helfen. Oder ob Ihr vielleicht ganz andere Kandidaten im Blick habt.

Als Frauenfußball beim TSV 1860 München unerwünscht war

Die beiden Frauenmannschaften des e.V. machen den Löwenfans seit nunmehr fast zwei Jahren große Freude. Leider lag der Frauenfußball bei 1860 davor fast 40 Jahre brach und nicht nur das: Mitte der 80er-Jahre vergraulte 1860 seine Damenmannschaft, die daher geschlossen zur FT Gern wechselte. Was sich damals genau zugetragen hat, hat Stefan Kranzberg für Euch recherchiert. Kein Ruhmesblatt für unseren Verein…

“Auswärts-Podcast” mit sechzger.de

Wir laden hin und wieder Gäste zu unseren sechzger.de Podcasts ein. Nun wurde uns die große Ehre zu Teil, selbst zu einem Podcast eingeladen zu werden. Der Podcast 2 für 3 fragte bei uns an und wir schickten einen unserer Moderatoren virtuell ins Emsland. Wie sich Chris beim Auswärts-Podcast geschlagen habt, könnt Ihr hier anhören.

U19 gewinnt Testspiel beim FC Ismaning

Mit dem 3:0-Sieg gegen Reutlingen ging die U19-Bundeliga in die Winterpause. Unsere U19 hat sich aber noch nicht vollends in die Winterpause verabschiedet. Gestern stand noch ein Testspiel beim FC Ismaning an. Dabei konnte unsere U19 erneut überzeugen und ging mit 3:1 als Sieger vom Platz.

Kevin Volland: Zwei Fußballfelder Saatgut für Bangladesch

Der Ex-Löwe hat ein großes Herz und spendet Saatgut, das man auf der Fläche von zwei Fußballfeldern anpflanzen könnte, für Bangladesch. Volland möchte so in Kooperation mit der Organisation WorldVision den Menschen in Bangladesch helfen, die stärker von den aktuellen Bedrohungen Inflation und Energiekanppheit betroffen sind als die meisten Europäer. Weiter so, Kevin!

News aus der dritten Liga

Pavel Dotchev zurück in Aue

Die never ending Story namens “Trainersuche bei Erzgebirge Aue” hat ein Ende! Und was für eins! Zum dritten Mal wird Pavel Dotchev Trainer bei den Schachtern. Seine Tätigkeit ist zunächst bis Saisonende befristet.

MSV Duisburg: Sidney Sam im Trainerteam

Der ehemalige Nationalspieler wirkt im Rahmen seiner Ausbildung zum Trainer bis Saisonende im Trainerteam bei den Zebras mit. Was genau seine Aufgabe sein wird, ist noch unklar.

Steffen und Stamm bei St. Pauli im Gespräch

Nach dem Rauswurf von Timo Schultz auf dem Kiez sucht der FC St. Pauli einen Trainer. Dabei sollen auch Horst Steffen von Tabellenführer SV Elversberg sowie Thomas Stamm von der starken Freiburger Zweitvertretung in der engeren Auswahl sein.

Damit wisst Ihr wieder was rund um die Löwen und die dritte Liga läuft. Wir wünschen Euch einen schönen Tag!

TSV 1860 U19 gewinnt Testspiel beim FC Ismaning

2
Fc Ismaning Tsv 1860 U19 Testspiel

Nur wenige Tage nach dem souveränen Sieg in der Bundesliga gegen den SSV Reutlingen 05 standen die A-Junioren der Löwen schon wieder auf dem Platz. Bei eisigen Temperaturen setzte sich die U19 des TSV 1860 beim FC Ismaning durch.

TSV 1860 U19 gewinnt Testspiel beim FC Ismaning

Beim unterklassigen Gegner ließ Trainer Jonas Schittenhelm zahlreiche Spieler ran, die sonst nicht unbedingt zur ersten Elf zählen. Trotzdem waren die Löwen von Beginn an das spielbestimmende Team und gingen in der 19. Minute durch Christian Ehizibue in Führung. Nach der Pause legten Max Jägerbauer (60.) und Arin Garza (62.) für den TSV 1860 nach, ehe Gianluca Wild zehn Minuten vor dem Ende für den FC Ismaning den 1:3-Endstand erzielte.

Die Aufstellung der Löwen

1 Riedmüller (C)
2 Mila-Bauer
3 Leone
4 Ngounou Djayo
5 Dulic
6 Dumitru
7 Ehizibue
8 Zimmermann
9 Gevorgyan
10 Jägerbauer
11 Naveen

Bank:
14 Dosi
15 Garza
16 Kiefersauer
17 Ott
18 Schatto

Tore:
0:1 Ehizibue (19.)
0:2 Jägerbauer (60.)
0:3 Garza (62.)
1:3 Wild (80., Elfmeter)