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Löwenfan beobachtet Absturz der Quote in Elversberg

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SV Elversberg TSV 1860 München

Schwache Leistung von Löwen & Referee

Zur Leistung der Löwen beim Auswärtsspiel in Elversberg am Samstag gibt es eine eindeutige Bewertung: Verdiente deutliche Niederlage im Spitzenspiel. Punkt. Dass die Leistung von Schiedrichter Dr. Arne Aarnink ebenfalls mindestens kritikwürdig war, gilt genauso als Konsens in der Nachbetrachtung. Und obwohl die vielen Fehlentscheidungen des Unparteiischen nicht als Ausrede für die Niederlage des TSV 1860 herhalten dürfen, möchten wir die Beobachtungen eines unserer Leser teilen, welche die Wettquoten beim Spitzenspiel der 3. Liga am Samstag Mittag betreffen und die zumindest Fragen aufwerfen.

Verbunden ist dieses Interview mit einem Aufruf an unsere Leser, die Matthias’ Beobachtungen teilen und vielleicht sogar dokumentieren können, sich bei uns zu melden.

Drastische Veränderung der Wettquoten

Sechzger.de: Servus Matthias! Mal abgesehen von der Leistung unserer Löwen am Samstag in Elversberg, über die es ja keine zwei Meinungen gibt, hast Du am Rande des Spiels eine Beobachtung gemacht, die die Wettquoten betrifft. Erzähl doch mal kurz, bitte.

Matthias: Hallo Christian, als ehemaliger operativer Mitarbeiter eines großen Wettanbieters, bin ich vor den Spielen unserer Löwen immer an den ausgegebenen Quoten interessiert. Nicht selten geben sie vorab bereits ein zu erwartendes Bild für das Spiel ab. So habe ich mir auch die Woche vor Spielbeginn die Quoten für das Spiel in Elversberg angesehen. Aufgrund der Quoten war von einem 50:50-Spiel auszugehen, was anhand der bisher gezeigten Leistungen beider Teams auch als realistisch galt. Über den Wochenverlauf sank die Quote auf einen Heimsieg dann bereits von 2,70 auf 2,10 was einer starken, jedoch gerade noch marktüblichen Schwankung entspricht. Zu Spielbeginn, als die Quoten live geschalten wurden, war die Quote auf einen Heimsieg bereits bei 1,6 bzw. teilweise 1,55 (Stand 14:00 Uhr) angelangt. Für einen Auswärtssieg unserer Löwen hätte man zu diesem Zeitpunkt bereits das 5-fache seines Einsatzes erhalten.
Um es auf den Punkt zu bringen: Die Quoten waren bereits zu Spielbeginn so, als ob Elversberg mit 1:0 führen würde.
Als dann tatsächlich das erste Tor für Elversberg fiel, war die Quote auf einen Heimsieg bereits bei 1,12 angelangt. Auf einen Löwensieg gab es – obwohl noch über eine Stunde zu spielen war – bereits das 15-20-fache des Einsatzes.

Sechzger.de: Vielleicht noch für unsere weniger “Zock”-affinen Leser: Was bedeutet denn das konkret, wenn eine Quote so absinkt (bzw. steigt), obwohl auf dem Feld noch gar nichts passiert ist bzw. noch nicht einmal der Ball rollt?

Matthias: Die Wettquoten passen sich dem zu erwartenden Spielausgang bzw. den darauf getätigten Einsätzen an. Würde sich z.B. ein Großteil der Mannschaft mit Corona infizieren und es müsste mit einer B-Elf gespielt werden, würde es zu einer starken Veränderung kommen. Da es hierfür am Samstag keinerlei Ansatzpunkte gab, ist die andere Möglichkeit, dass unverhältnismäßig hohe Einsätze auf ein Ergebnis abgegeben wurden – welche die Quote entsprechend beeinflussten.

Vorsichtig geäußerter Verdacht

Sechzger.de: Und welchen – mal ganz vorsichtig formulierten – Verdacht könnte man eventuell daraus ableiten?

Matthias: Da die ersten beiden Ligen aufgrund des VAR für Manipulationen mittlerweile ungeeignet sind, ist es nicht auszuschließen, dass sich das Ganze in Richtung 3. Liga verlagert hat. Jeder kann sich die Situationen zum 2:0, 3:0 oder auch das nicht gegebene 3:1 selbst nochmals anschauen… Man muss mit Manipulationsvorwürfen wirklich sehr vorsichtig sein. Aber aufgefallen sind mir diese zwei Tatsachen: Quote und Schiedsrichterleistung. Natürlich kann das auch ganz andere Gründe haben. Buchmacher sind im Regelfalle ja sehr gut informiert. Die können die taktische Umstellung der Elversberger genauso erfahren haben wie die lange Anreise der Stau-Löwen im Bus, angeschlagene Löwenspieler oder ähnliches. Hier kann ganz vieles einfließen. Aufgefallen ist mir persönlich auf jeden Fall der Quotenabsturz.

Sechzger.de: Deine Beobachtung muss nicht, aber könnte in einen krassen Vorwurf münden. Gibt es denn irgendeinen schriftlichen Beleg (einen Screenshot o.ä.), der diesen von dir beobachteten Quotensturz nachweisbar dokumentiert?

Matthias: Den Quotenabsturz habe ich selbst leider nicht dokumentiert. Dies sollte aber jedem Fan, der noch seine kleine Wette auf 1860 abgeben wollte, aufgefallen sein. Evtl. hat tatsächlich der ein oder andere Leser die vermeintlich gute Quote von 5,0 für einen Löwensieg zu Spielbeginn für seine Wette genutzt. Verdient hat er damit natürlich leider nichts.

Sechzger.de:  Mal jenseits dieser seltsamen Quotenbewegungen am Samstag rund um das Spiel: Unter’m Strich haben wir das Spiel aber nicht wegen des Schiedsrichters verloren, sondern wegen einem ganz schwachen Auftritt unserer Mannschaft. Da stimmst du zu, oder?

Matthias: Dass die Leistung am vergangenen Samstag nicht ausreichend war, darüber gibt es keine Zweifel.

Schlugen Frühwarnsysteme an?

Sechzger.de: Nochmal zu diesem Quotensturz: Denkst Du, dass im Hintergrund schon die entsprechenden Alarm-Systeme, die es ja seit dem Hoyzer-Skandal gibt, angeschlagen haben und vielleicht schon recherchiert wird?

Matthias: Auszuschließen ist das nicht. Die Vergangenheit zeigt jedoch, dass es sehr viel Zeit benötigt, um die Manipulationen zweifelsfrei nachzuweisen. Auch den Betrügern ist das System nicht verborgen geblieben und es wird mit einem Großteil des Einsatzes auf Buchmacher im asiatischen Raum ausgewichen, welche nicht in den gängigen Alarm-Systemen registriert sind.

Sechzger.de: Dann schauen wir mal, ob da noch irgendwas dabei rauskommt. Auf jeden Fall vielen Dank an Dich, dass Du uns über Deine Beobachtungen informiert hast. Sollten sich bei uns Leser melden, die das auch beobachtet haben oder sogar dokumentieren können, dann wäre das toll. Wir bleiben auf jeden Fall dran!

Matthias: Sehr gerne und vielen Dank für eure tolle Arbeit bei sechzger.de. ELIL

 

Bei unserem Leser, den wir hier – aus gutem Grund – nicht bei seinem richtigen Namen nennen, handelt es sich um einen Löwenfan, der in der Vergangenheit drei Wettbüros geleitet hat und nicht zuletzt aus diesem Grund mit der Materie Sportwetten eng vertraut ist.

SV Elversberg – TSV 1860 München (4:1) in der Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur Taktiktafelanalyse des Spiels unseres TSV 1860 München gegen die SV Elversberg. Am Ende war es eine verdiente Niederlage für die Sechzger. Elversberg, das wie in der 2. Halbzeit gegen Meppen mit einer Dreier- respektive Fünferkette antrat, zeigte Defizite im Spiel der Löwen sowohl mit als auch gegen den Ball auf und nutzte die sich bietenden Chancen mit einer Coolness und einer Selbstverständlichkeit aus, vor der man den Hut ziehen muss.

Die von Horst Steffen trainierte SV Elversberg spielte gegen das von Michael Köllner wie immer im 4-1-4-1 ins Match geschickte Team des TSV 1860 München im 3-4-3 (3-4-2-1). Gegen den Ball verschob die SV Elversberg aus dem Mittelfeld asymmetrisch in die Defensivformation auf 5-3-2 bzw. 5-4-1 im eigenen letzten Drittel. Der linke Flügelspieler im Mittelfeld (Neubauer) kippte auf die linke Außenverteidiger Position ab. Die Verschiebung auf der rechten Seite war etwas komplizierter, aber sehr effektiv.

Durch das Abkippen des linken Mittelfeldspielers in die Abwehrreihe entstand gegen den Ball zunächst ein 4-3-2-1. Erst nachdem die Löwen es schafften, die pressingrelevanten Zonen zu überbrücken, fügte sich dann auch der rechte Mittelfeldaußenspieler in die Abwehrreihe ein, wobei dieser Spieler sich durch das horizontale Verschieben der Dreierinnenverteidigung in den wenigsten Fällen tatsächlich bis auf die Höhe seiner Kollegen in der Defensivreihe zurückfallen lassen musste. Correia hatte die rechte Abwehrseite der SVE gut im Griff. So konnte Pinckert, der rechte Mittelfeldaußen, häufig etwas weiter vorne Räume zustellen und als Abfangjäger vor der Kette auf dem Flügel einerseits Angriffe zum Erliegen bringen und andererseits im offensiven Umschaltspiel früher wieder seine eigentliche Position im System einnehmen.

Diese asymmetrische Verschiebung auf der rechten Abwehrseite der Elversberger schuf eine kompakte, zweireihige Defensive, die der TSV 1860 München vor allem in der ersten Halbzeit kaum durchbrechen konnte, um sich selbst Abschlusschancen zu erarbeiten.

Bei eigenem Ballbesitz spielte Elversberg sehr offensiv. Immer wieder schaltete sich der bundesligaerfahrene Innenverteidiger Correia auf der Halbposition oder auch über den Flügel mit in die Angriffe der SVE ein. Unter anderem dadurch schuf Elversberg im Vorwärtsgang oft überall auf dem Feld Überzahl.

Die Übergabe der Gegenspieler beim TSV 1860 im Raum, wenn sie gegen den Ball agieren mussten, funktionierte deshalb nicht wie sonst üblich reibungslos. Immer wieder stimmte die Zuordnung bei den Sechzgern gegen den Ball nicht und die glänzend kombinierenden Elversberger wurden von Minute zu Minute stärker, sicherer, mutiger und abgeklärter.

Am Ende war es ein verdienter Sieg der Gastgeber, der aufgrund einer sehr fragwürdigen Schieds- und Linienrichterleistung vielleicht um ein Tor zu hoch ausgefallen ist, was aber nicht als Ausrede für die desolate erste Spielhälfte des TSV 1860 München dienen kann und darf.

Vor der weiteren Analyse kommen wir zu den statistischen Werten der Partie.

Statistische Werte

  • Ballbesitz: TSV 1860 52% – SVE 48%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 75% – SVE 78%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 54% – SVE 67%
  • Schüsse/aufs Tor: TSV 1860 8/4- SVE 12/5
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 8,67 – SVE 7,74

Analyse der statistischen Werte

Heute müssen wir dieses Spiel wieder in einzelne Phasen zerlegen, damit klar wird, warum die Werte der kompletten Partie einerseits relativ ausgeglichen aussehen, es am Ende aber eine deutliche und verdiente Niederlage setzte.

Während in der ersten Halbzeit die Gastgeber dem TSV 1860 München in fast allen Belangen überlegen waren, konnten die Löwen, die in der zweiten Halbzeit deutlich besser im Spiel waren als in der ersten, zumindest nach der Pause ein wenig Ergebniskosmetik betreiben. Aber der Reihe nach.

Ballbesitz

Hier haben wir in beiden Spielhälften einen in etwa ausgeglichenen Ballbesitz für beide Mannschaften. Allerdings muss man die erste Halbzeit sehr differenziert sehen. Die Ballbesitzverteilung war bis zum 2:0 (27.) für die SVE deutlich zu Gunsten der SV Elversberg. In der letzten Viertelstunde des ersten Durchgangs war dieser statistische Wert dann zunächst ausgeglichen. In der zweiten Halbzeit hatten die Löwen dann mehr Spielanteile, aber trotzdem keine wirkliche Spielkontrolle. Dass Ballbesitz und Spielkontrolle nicht unbedingt miteinander zu tun haben, sagte ja auch Trainer Michael Köllner in der Pressekonferenz vor dem Spiel. Elversberg bewies genau das während der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit und auch über weite Strecken der zweiten Halbzeit.

Zu viele der anderen um ein Spiel zu diktieren wichtigen Faktoren waren aus Löwensicht einfach nicht auf dem Niveau, das die Mannschaft von Michel Köllner bisher gezeigt hatte.

Die Anzahl der in der eigenen Defensivreihe inklusive Torwart gespielten Rück- und Querpässe beider Teams liegt nicht wirklich weit voneinander entfernt, sodass man ganz klar sagen muss: Der Grund für die Dominanz beim Ballbesitz in der anfänglichen Drangphase der Gastgeber ist diesmal also nicht hier zu suchen, sondern in der Passgenauigkeit der Spielvereinigung zu diesem Zeitpunkt und auch in der Art, wie Elversberg das eigene Kombinationsspiel aufzog.

Dass die Gastgeber in der zweiten Halbzeit nicht mehr Vollgas gaben, liegt in der Natur der Dinge. Kräfte schonen, Ergebnisverwaltung und mit Konterangriffen Nadelstiche setzen, war die Devise der SVE in Halbzeit zwei. Die Sechzger durften also, weil Elversberg es erlaubte, im zweiten Durchgang mehr Ballbesitz haben, nicht weil die Löwen sich das wirklich erkämpft hätten.

Passgenauigkeit

Schnelle Passstafetten mit sogenanntem One-touch-Fußball der SVE, gegen die der TSV 1860 München kein Mittel fand, und eigene Unzulänglichkeiten der Sechzger beim Passspiel sorgten dafür, dass die Löwen dem Geschehen in der ersten Halbzeit derart hinterherliefen, dass es aussah, als würde hier ein höherklassiges Team die Löwen aufmischen.

Das, was im Passspiel beider Teams in der ersten Halbzeit des Spiels auf dem Platz ablief, wirkte streckenweise wie in dem Pokalspiel gegen den BVB vor einigen Wochen. Der siegreichen Elf aus Elversberg gelang das Kombinationsspiel mit nahezu schlafwandlerischer Sicherheit.

Das genaue Gegenteil war beim TSV 1860 München während der ersten 45 Minuten der Fall. Behäbig und ideenlos mit viel zu wenig Bewegung der Spieler im Mittelfeld versuchte der TSV 1860 sein Offensivspiel aufzuziehen. Diese Versuche waren in der ersten halben Stunde des Spiels größtenteils zum Scheitern verurteilt. Ganze drei Positionsangriffe konnten die Sechzger während der ersten halben Stunde bis ins letzte Drittel des Gegners voranbringen. Das ist nicht nur schlecht, das ist unterirdisch und übrigens der gleiche Wert wie gegen Dortmund im Pokal.

Bereits in der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit verbesserten sich die Sechzger hier, nachdem die Umstellung, die Trainer Köllner nach dem zweiten Gegentreffer vornahm, fruchtete. Morgalla agierte danach deutlich offensiver und brachte frischen Wind für die Offensive.

In dieser Phase des Spiels kämpften die Löwen zwar gut und erspielten sich bis zum Pausentee immerhin wenigstens eine gute Tormöglichkeit durch Lakenmacher. Der Heimmannschaft gelang in dieser Phase aus dem Spiel heraus tatsächlich keine Schussmöglichkeit mehr.

In der zweiten Halbzeit zeigt sich hier ein ähnliches Bild wie in der oberen Rubrik. Die SV Elversberg ließ den TSV 1860 München kommen. So konnten die Sechzger ihre Werte hier im Spiel nach vorne deutlich steigern. Dadurch stieg die Passgenauigkeit bei den Löwen wieder auf einen normalen Wert, der mit 75% über das gesamte Spiel nicht ganz so desolat aussieht wie in den ersten 30 Minuten der Partie.

In dem Maße, wie der Wert beim TSV 1860 München stieg, fiel er allerdings bei Elversberg nicht ab. Die SVE spielte weiterhin ballsicher, schnell und direkt nach vorn, wenn sich die Möglichkeit ergab. Die Sechzger standen nun aber auch gegen den Ball besser und konnten so die meisten Angriffe der Elversberger rechtzeitig unterbinden und ließen nur noch wenig zu.

Womit wir bei der nächsten Kategorie statistischer Werte angelangt wären.

Defensive Zweikampfquote

Nur 54% aller defensiven Zweikämpfe, die der TSV 1860 München geführt hat, endeten mit einem Ballgewinn für die Löwen.

Grundsätzlich ist ja nicht schlimm, wenn defensive Zweikämpfe verloren gehen, solange der laufende Angriff in der Folge durch ein schlechtes Abspiel oder weil der Gegenspieler sich die Kugel zu weit vorlegt, doch noch verteidigt werden kann. Das geschah aber klar zu selten.

Das Problem war aber tatsächlich nicht, dass die Sechzger die Duelle nicht gesucht hätten. Elversberg spielte einfach zu schnell, sodass der TSV 1860 München zunächst gar nicht vernünftig in die Duelle hineinkam.

Erst nach dem dritten Tor für die Hausherren wurde das, unter anderem auch deshalb, weil Elversberg nicht mehr so stark aufs Tempo drückte, stetig besser.

Die Sechzger fanden defensiv bis zum dritten Tor keinen wirklichen Zugriff auf die SVE.

Zwölf mal brachten die Elversberger den Ball bis zum dritten Tor in die Box der Sechzger. Daraus entstanden vier Ballkontakte dort für die Gastgeber. Keiner der drei Elversberger Ballkontakte im Zentrum der Box konnte vom TSV 1860 München verteidigt werden. Nur an den Rändern des Strafraums gelang das. Auch die defensiven Kopfballduelle in der eigenen Box gingen bis zum dritten Gegentor abgesehen von einem einzigen nicht als erfolgreich buchbar in die Statistik ein.

Die Defensivleistung war die über erste Halbe Stunde hinweg in allen Belangen ungenügend.

Wer schlecht verteidigt, muss logischerweise viele Schüsse abwehren, oder?

Schüsse

Im Vergleich zum Saisonschnitt durfte Elversberg während der ersten Halbzeit die zweitmeisten Schüsse abfeuern. Dass Elversberg in Addition dazu auch noch eine wahnsinnig hohe Schussgenauigkeit an den Tag legte, ist natürlich etwas, das uns doppelt bitter schmeckt. In der ersten Halbzeit lag die Schussgenauigkeit der SVE aus dem Spiel heraus bei 50%. Addieren wir den Elfmeter sind es gar knapp über 57%.

Bei den Sechzgern dauerte es bis zur 37. Minute, ehe der erste Schussversuch erfolgte.

Der erste wirklich gefährlich Versuch, den Ball ins Tor zu bugsieren, gelang Lakenmacher kurz vor dem Halbzeitpfiff.

Mit nur zwei Schüssen in der ersten Halbzeit haben die Sechzger die ineffektivste Halbzeit in der Liga seit der 0:3 Niederlage gegen Waldhof Mannheim im vergangenen Frühjahr abgeliefert.

Im zweiten Durchgang wurde das deutlich besser, auch wenn durch die Mithilfe des Schiedsrichterassistenten der Torerfolg länger auf sich warten ließ.

Boyambas aberkannter Treffer wegen einer angeblichen Abseitsposition fließt logischerweise nicht mit in die Schussstatistik ein. Von den Schüssen, die der TSV 1860 München in der zweiten Spielhälfte abgab, musste der Elversberger Keeper Kristof bei jedem zweiten eingreifen, um einen Einschlag der Kugel hinter ihm zu verhindern. Das ist ein ordentlicher Wert. Wäre Boyambas Tor nicht zu unrecht aberkannt worden, wären es sogar wie bei der SV E in Halbzeit eins knapp über 57%.

Diese Statistik in der zweiten Halbzeit stimmt mich dann doch durchaus positiv.

PPDA

Auch bei dieser Statistik zeigte die Mannschaft des TSV 1860 München zwei Gesichter während der Partie. Bis zum dritten Gegentor durften die Elversberger in den pressingrelevanten Zonen im Schnitt fünfzehn Pässe spielen, bis dort eine Aktion gegen den Ball durch die Sechzger erfolgte. In der zweiten Halbzeit waren es dann nur noch fünf Pässe, bis einen Aktion gegen den Ball erfolgte.

Die Pressingintensität in der zweiten Spielhälfte war – man mag es kaum glauben, wenn man das Spiel gesehen hat – tatsächlich die beste in einer Halbzeit seit dem zweiten Durchgang im Spiel gegen Türkgücü vergangenen Februar.

Die Tore

Die Tore und andere Highlights könnt ihr hier nochmal ansehen. Fehlersuche werde ich hier diesmal für keinen der vier Gegentreffer, die der TSV 1860 gegen die SV Elversberg kassierte, betreiben. Am Ende hat der TSV 1860 München das Spiel aufgrund zu statischer und pomadiger Spielweise verloren. Bei eigenem Ballbesitz fehlten die Ideen. Gegen den Ball war man im Kopf zu langsam, um in den Umschaltsituationen nach Ballgewinn der SVE vernünftig ins Gegenpressing zu kommen.

Wir brauchen keine Fehler vor irgendwelchen Toren zu suchen, wenn sich das wie ein Faden durch die komplette erste Halbzeit zieht.

Das fiel auf

Die Mannschaft des TSV 1860 München lief im gesamten Spiel, auch in der besseren zweiten Hälfte der Begegnung, wenn die SV Elversberg das Tempo anzog, gegen die gut und schnell kombinierende Mannschaft aus dem Saarland dem Geschehen deutlich hinterher.

Leandro Morgalla.

Ein 17-jähriger Teenager ist in einer Mannschaft, gespickt mit gestandenen Drittligaprofis, die teilweise Zweitliga- oder auch Bundesligaerfahrung haben, der Spieler, der als einziger nicht negativ auffiel. Natürlich hat auch er den ein oder anderen Fehler gemacht. Fehler macht jeder Spieler in jedem Spiel – das ist normal. Aber die Passivität der gesamten Mannschaft, vor allem im ersten Durchgang, ist bei den Zielen, die man sich gesteckt hat, nicht akzeptabel. Es müssen sich andere Herren im Team den Hut aufsetzen und schon im ersten Durchgang Zeichen setzen, um das Team aus dem Tiefschlaf aufzuwecken.

Die Schieds- und Linienrichterleistung.

Teilweise ist es haarsträubend, was die Herren in Schwarz am Samstag geleistet haben. Nichtsdestotrotz ist das keine Entschuldigung für die Leistung der Mannschaft.

Ausgeglichene zweite Halbzeit.

Die zweite Halbzeit konnten die Sechzger ausgeglichen gestalten. Man hatte aber permanent das Gefühl, dass die SV Elversberg im Spiel gegen den TSV 1860 München im zweiten Durchgang durchaus wieder hätte zulegen können, wenn es denn nötig geworden wäre.

Fazit

Es war eine verdiente Niederlage gegen das Team der Stunde. Möglicherweise ist diese Niederlage ein Tor zu hoch ausgefallen, das ist aber irrelevant. Speziell die erste Halbzeit war für die Anhänger des TSV 1860 München ein Trauerspiel.

Dass im Nachgang keiner der Spieler oder auch der Trainer versucht hat, die Leistung der ersten Halbzeit schönzureden, ist sehr positiv zu bewerten. Das sah nach dem ein oder anderen schlechten Spiel in den vergangenen Spielzeiten durchaus anders aus. Es werden keine Ausreden gesucht, sondern die Fehler angesprochen.

Am Freitag kommt der Zweitligaabsteiger aus Aue nach Giesing, da muss das Team von Michael Köllner von Beginn an ein anderes Gesicht zeigen.

Datenquelle: Wyscout

TSV 1860 – Stefan Lex deutet tiefer liegendes Problem an

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Stefan Lex TSV 1860

Konzept- und ideenlos traten die Löwen am Samstag über weite Strecken auf und mussten eine 1:4-Niederlage bei der SV Elversberg einstecken. Klar, der Gegner präsentierte sich stark und das Schiedsrichtergespann hatte sicher auch schon bessere Tage, aber die Leistung des TSV 1860 war schon arg dürftig. Kapitän Stefan Lex deutet in der tz an, dass es ein teaminternes Problem geben könnte. Die Frage ist: Was meint er damit?

Stefan Lex deutet tiefer liegendes Problem an

Während Trainer Michael Köllner in seiner Kurzanalyse nach dem Match darauf hinwies, dass man nicht in die Zweikämpfe gekommen sei und die erste Hälfte komplett verschlafen habe, sehen andere die beschwerliche Anreise per Bus als Grund für die Pleite.

Einer, der es wissen muss, deutet tiefer liegende Gründe an. Kapitän Stefan Lex:

“Es gibt Gründe, aber da reden wir intern drüber. Ähnliches ist uns letzte Saison schon ein-, zweimal passiert.”

Positiv: Interne Aufarbeitung

So positiv es ist, dass das mögliche Problemfeld zunächst intern angesprochen und bearbeitet werden soll, so sehr lässt es das Umfeld natürlich aufhorchen.

Was denkt Ihr? Was könnte Stefan Lex meinen?

Niemand redet mehr von einer Fahne

Eines hat die Niederlage am Samstag auf jeden Fall geschafft: Es wird nicht mehr über den Protest gegen Hasan Ismaik bzw. seinen Statthalter Anthony Power diskutiert. Die Worte von Stefan Lex werden diesen Effekt sicherlich noch verstärken.

Man darf gespannt sein, ob das am Samstag ein einmaliger Ausrutscher war oder ob die Gründe doch tatsächlich tiefer liegen. In letzterem Fall wünschen wir Michael Köllner und der gesamten sportlichen Leitung ein glücklicheres Händchen als in der Causa Sascha Mölders.

TSV 1860 am Wochenende: Löwinnen gewinnen Generalprobe

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Frauen Tsv 1860 Aufhofen Testspiel Löwinnen

Während es bei Profis, U21, U19 und U17 wenig Grund zur Freude gab, feierten die Löwinnen eine gelungene Generalprobe für die kommende Saison. Auch die U10 und die U12 kehrten mit Erfolgserlebnissen aus dem Wochenende zurück.

Löwinnen gewinnen Generalprobe deutlich

Am kommenden Wochenende starten die Frauen des TSV 1860 nach dem Aufstieg in der Vorsaison in die Kreisklasse. Die Generalprobe gestalteten die Löwinnen überaus erfolgreich. Gegen die SG Aich/Aufkirchen/Wildenroth siegten die Giesingerinnen ungefährdet mit 7:0.

Neuzugang Sofia Endrizzi netzte viermal für 1860 ein, zudem trafen Leonie Lauth, Stefanie Neubauer und Michelle Brey für die Löwinnen.

Die Spiele im Überblick

Donnerstag, 08.09.

20.00 Uhr: Dritte – FC Teutonia München 4:1

Samstag, 10.09.

10.00 Uhr: Jahn Regensburg – U11 1:4
11.30 Uhr: U15 – SpVgg Greuther Fürth1:2
14.00 Uhr: SV 07 Elversberg – Profis 4:1
14.00 Uhr: U21 – TSV 1861 Nördlingen 3:3
14.30 Uhr: U19 – VfB Stuttgart 1:3
14.30 Uhr: Löwinnen – SG Aich/Aufkirchen/Wildenroth 7:0

Sonntag, 11.09.

10.30 Uhr: U14 – RB Leipzig 3:0
11.00 Uhr: U17 – Jahn Regensburg 1:4
12.45 Uhr: FC Espanol – Dritte 0:1
13.30 Uhr: ESV München – Vierte 5:0
14.00 Uhr: U16 – SpVgg Bayreuth 5:1
14.30 Uhr: SpVgg GW Deggendorf U12 – U11 3:1

Turniersiege für U10 & U12

Löwenstarke Turniersiege fuhren die U10 und die U12 des TSV 1860 am Wochenende ein. Die U10 gewann das internationale Topturnier in Bischofsheim bei Frankfurt.

Vorrunde:
U10 – Hamburger SV 1:1
U10 – Germania Enkheim 10:0
U10 – EFC Kronberg 9:0

Goldrunde:
U10 – FC Augsburg 0:0
U10 – Borussia Dortmund 2:1
U10 – Werder Bremen 1:0
U10 – Hertha BSC Berlin 2:0
U10 – MTK Budapest 4:0

Viertelfinale:
U10 – Tennis Borussia Berlin 2:0

Halbfinale:
U10 – Borussia Mönchengladbach 3:2 n.E.

Finale:
U10 – MTK Budapest 1:0

U12 holt Joe-Penas-Cup

Auch die U12 zeigte eine klasse Leistung und setzte sich in der Goldrunde als Gruppenerster gegen Teams wie den VfB Stuttgart und RB Salzburg durch. Im anstehenden Halbfinale besiegten die Junglöwen die TSG Hoffenheim, ehe sie im Finale erneut auf RB Salzburg trafen. Dort gewannen die Giesinger mit 1:0 und holten sich somit die Trophäe des großen internationalen Turniers.

Titelbild: Löwenmagazin

Fotogalerie von der Partie SV Elversberg – TSV 1860 München

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SV Elversberg TSV 1860 München Fotogalerie

Auf dem Platz sah das am Samstag über weite Strecken ziemlich trist aus, was die Löwen den mitgereisten Fans boten. Logische Konsequenz: eine verdiente 1:4-Niederlage im Saarland. In unserer Fotogalerie präsentieren wir Euch dennoch die schönsten Impressionen vom Match des TSV 1860 beim neuen Tabellenführer SV Elversberg.

Zum Vergrößern der Bilder bitte aufs jeweilige Thumbnail klicken!

TSV 1860 – Dritte siegt, Vierte mit Niederlage

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Tsv München Ost Tsv 1860 Iii Dritte

Sieg und Niederlage für die Herrenmannschaften des e.V.! Während die Vierte deutlich den Kürzeren zog, setzte sie Dritte des TSV 1860 ihres Siegesserie fort.

Sieg für Dritte, Niederlage für Vierte des TSV 1860

Bis zur Pause hielt die 4. Mannschaft der Löwen beim ESV München gut mit und lag nur mit 0:1 zurück. Nach dem Seitenwechsel wurde es jedoch deutlich und so musste die Vierte mit einer 0:5-Klatsche im Gepäck den Heimweg antreten. Mit drei Punkten aus den ersten drei Partien rangiert das Team nun auf Platz 7 der Kreisklasse 3.

In Staffel 4 der Kreisklasse eilt die Dritte des TSV 1860 indes von Sieg zu Sieg. Nachdem bereits am Donnerstag drei Zähler eingefahren worden waren, siegten die Löwen auch gestern. Kenyan Price sorgte mit seinem Treffer in der 63. Minute für den knappen, aber ungemein wichtigen Auswärtssieg beim FC Espanol. Mit der Maximalpunktausbeute von 12 Zählern aus den ersten vier Partien liegen die Löwen punktgleich mit Spitzenreiter FC Bosna Hercegovina auf Platz 2 der Tabelle.

Sechzig um Sieben: Elversberg löst den TSV 1860 an der Spitze ab

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Sechzig um Sieben: Löwen in Rot, im Podcast und im Blick

Elversberg ist seit Samstag neuer Tabellenführer der 3.Liga. Die Saarländer schlugen die Löwen bekanntlich mit 4:1 und liegen mit dem besseren Torverhältnis vor dem TSV 1860. Neben allen weiteren Artikeln um diese Partie gibt es zum Start in eine neue Woche die Ergebnisse von anderen Löwen-Teams sowie News von der Konkurrenz aus Liga 3.

Giesinger Gedanken nach der Niederlage in Elversberg

Die erste Saisonniederlage stellt Thomas Enn vor eine ganz neue Aufgabe. Lange Zeit konnte er in den Giesinger Gedanken stets über positive Ergebnisse berichten. Dies hat am 8.Spieltag bekanntlich ein Ende. Der TSV 1860 hat klar mit 1:4 bei Elversberg verloren. Entsprechend fallen auch die Giesinger Gedanken am gestrigen Sonntag aus. Unter dem Motto “Zurück auf dem Teppich” schildert Thomas seine Eindrücke nach Niederlage Nummer 1.

Die Pressekonferenz nach SV Elversberg – TSV 1860 München

Schon während der 90 Minuten in Elversberg merkte man Michael Köllner den Frust an. Unter anderem gab es einen Vorfall mit einem Sicherheitsbeauftragten des DFB, zudem erhielt der Coach seine dritte gelbe Karte. Auch auf der Pressekonferenz zeigte sich Köllner natürlich nicht zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft und gab zu, dass er die Partie “erstmal sacken lassen” müsse.

Schlechte Ergebnisse für U17, U19 und U21

Ebenfalls keine guten Ergebnisse gibt es von drei weiteren Teams der Löwen zu berichten. Alle zusammen erzielten lediglich einen Punkt – und der geht natürlich auf das Konto der weiterhin sportlich ungeschlagenen U21. Die A-Jugend schied dagegen im Duell mit dem VfB Stuttgart aus dem DFB-Pokal aus und auch die U17 verlor ihr Ligaspiel gegen Jahn Regensburg.

Groundhopping in Spanien

Noch einen weiteren Artikel von Thomas Enn gab es am gestrigen Tage. Er berichtet von einem zweiten Spiel aus dem Spanien-Urlaub, genauer gesagt von der Partie Racing Santander gegen Real Oviedo. Das Duell in der zweiten Liga Spaniens zog zahlreiche Zuschauer an und hatte mit unter anderem neun Minuten Nachspielzeit und Videobeweis auch einiges zu bieten.

News aus der 3.Liga

Der 8.Spieltag

Neben dem Duell im Saarland gab es natürlich noch weitere Partien am 8.Spieltag. Die Ergebnisse vom Samstag findet ihr hier in der Übersicht. Außerdem fanden am Sonntag die Duelle Duisburg – Dresden sowie Aue – Zwickau statt. Bereits am Freitag konnte Osnabrück gegen Aufsteiger Essen gewinnen.

Heute abend empfängt abschließend Verl den SV Meppen. Anstoß ist um 18:60 Uhr.

Rost vor Rausschmiss in Aue?

Das Derby im Erzgebirge wurde vor allem nach Schlusspfiff von unschönen Szenen begleitet. Auf der Tribüne wurde ein Zwickauer Ersatzspieler durch Heimfans verletzt, zudem wurde Torschütze Gomez beim Interview beinahe von einem Zuschauer attackiert, der aus der Heimkurve auf den Platz gestürmt war. Der Frust beim FCE ist riesig nach dem völlig verkorksten Saisonstart. Nicht unwahrscheinlich ist daher, dass die Mannschaft am Freitag in Giesing von einem neuen Trainer trainiert wird. Die Zeit von Timo Rost in Aue dürfte bald zu Ende sein.

3.Liga am Sonntag: Aue verliert Derby gegen Zwickau

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MSV Duisburg Dynamo Dresden 3.Liga 2022 23 Endstand 0 1

Zwei Partien standen am 8.Spieltag am heutigen Sonntag auf dem Programm. Während Dresden erneut siegen konnte, strauchelt Erzgebirge Aue weiterhin und hat gegen Zwickau das Derby verloren. Der Stuhl von Trainer Timo Rost wackelt bedenklich.

MSV Duisburg – Dynamo Dresden 0:1 (0:0)

Dynamo Dresden kommt in der 3.Liga immer besser in Fahrt. Nach dem eher durchwachsenen Start gelang am heutigen Sonntag bereits der dritte Sieg in Folge. Dabei hatten die Gastgeber in einer offensivarmen Partie leichte Feldvorteile. Sinnbildlich fiel der einzige Treffer des Tages auch durch einen Elfmeter. Ausgerechnet Ex-Dynamo Sebastian Mai verursachte ihn mit einem Foul an Melichenko. Stefan Kutschke verwandelte sicher zum 0:1, das auch bis zum Schlusspfiff Bestand hatte.

Erzgebirge Aue – FSV Zwickau 0:1 (0:1)

Die Veilchen belegen auch nach dem 8.Spieltag den letzten Tabellenplatz und kommen mit Neu-Trainer Rost überhaupt nicht in Fahrt. Gegen den FSV Zwickau verlor Erzgebirge Aue nach erneut schwacher Leistung mit 0:1. Den Treffer des Tages erzielte Gomez bereits nach 14 Minuten. Während Aue kaum Torgefahr ausstrahlte und weitesgehend ideenlos agierte, ging Zwickau gerade gegen Ende der Partie fahrlässig mit sich bietenden Gelegenheiten um. Der Auswärtssieg im Derby hätte durchaus noch höher ausfallen können. Kurz vor Schluss wurden immer wieder Böller und Pyrofackeln auf das Spielfeld geworfen. Entsprechend beendete der erfahrene Schiedsrichter Deniz Aytekin die Partie pünktlich ohne Nachspielzeit. Torschütze Gomez wurde nach dem Interview bei MagentaSport beinahe noch von einem Fan angegriffen, der den Platz gestürmt hatte.

Ob Trainer Timo Rost am Freitag im Duell mit dem TSV 1860 München noch auf der Bank Platz nehmen darf, darf bezweifelt werden. Nur drei Punkte aus den ersten acht Spielen und der letzte Tabellenplatz sprechen eine deutliche Sprache.

Morgen abend empfängt der SC Verl zum Abschluss des 8.Spieltags noch ab 18:60 Uhr den SV Meppen.

U17 des TSV 1860 verliert klar gegen Jahn Regensburg

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TSV 1860 München U17 Gegen Jahn Regensburg 2022 23

Die U17 des TSV 1860 München hat gegen Jahn Regensburg eine deutliche Niederlage hinnehmen müssen.

Jahn Regensburg holt drei Punkte bei der U17 des TSV 1860

Am 5.Spieltag der B-Junioren Bundesliga Süd/Südwest empfingen die Löwen den SSV Jahn Regensburg an der Grünwalder Straße. Bis dato war die U17 eher durchwachsen in die neue Saison gestartet. In vier Spielen standen ein Sieg sowie ein Unentschieden bei zwei Niederlagen zu Buche. Am heutigen Samstag konnte diese Bilanz nicht aufgebessert werden.

Die frühe Führung der Gäste durch Max Meyer nach 11 Minuten konnte Luis Pereira de Azambuja noch ausgleichen (27.). Doch gegen Ende der Partie machte der Jahn aus Regensburg den Auswärtssieg bei der U17 des TSV 1860 München klar. Zunächst erzielte Daniel Zormeier die erneute Führung für den SSV (64.), ehe Mladen Dobrokes mit einem Doppelschlag alles klar machte (79., 85.). Die Regensburger springen durch die drei Punkte in München auf Rang 5, die Löwen hingegen rutschen auf einen Abstiegsplatz ab.

Kommenden Mittwoch bestreiten die Löwen ein Testspiel gegen den SV Heimstetten (Anstoß 19:30 Uhr). In der B-Junioren Bundesliga Süd/Südwest geht es dann am Samstag gegen die SpVgg Greuther Fürth weiter. Anstoß in Fürth ist um 13:00 Uhr. Die Kleeblätter liegen mit vier Niederlagen und 21 Gegentreffern auf dem letzten Tabellenplatz.

Sechzig all over the World: Racing Santander – Real Oviedo

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Nach unserem tollen Ausflug nach Gijon stand im Urlaub für meinen Sohn und mich noch ein weiteres Match an. Wir besuchten das El Sardinero in Santander und sahen das Spiel Racing Santander – Real Oviedo.

Kombi aus Museums- und Stadionbesuch

Der Spielplan der Segunda Divison hatte das Spiel auf den letzten Tag unseres Urlaubs gelegt und so kombinierten wir den Besuch des Maritimen Museums ins Santander gleich mit dem Spielbesuch. Wir hatten aus den “Fehlern” unseres Besuchs in Gijon gelernt und bereits im Vorfeld Karten im Internet besorgt und sind bereits am Vormittag angereist, um den zu erwartenden Parkplatzproblemen rund ums Stadion aus dem Weg zu gehen.

El Sardinero – direkt am Strand

El Sardinero ist nicht nur der Name des Stadions, sondern auch der eines Stadtteils von Santander und des größten Strandes der Stadt. Da bestes Badewetter herrschte, hatten wir beim Thema Parkplatz die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Halb Santander schien sich im Auto zum Strand Sardinero aufgemacht zu haben und dort einen Parkplatz zu suchen. Immerhin hatten wir genug Zeit und konnten nach einer halben Stunde im Parkplatzsuchchaos in einer Nebenstraße einen Parkplatz finden. Von dort aus machten wir uns zu Fuß zum Museum auf.

Der Parkplatz am Stadion – schon am Mittag über fünf Stunden vor Anpfiff voll belegt

Zahlreiche Auswärtsfans in Santander unterwegs

Nach dem durchaus interessanten Besuch des Museums, das sich über Fischerei bis hin zur Tierwelt mehreren Aspekten des Kantabrischen Meeres widmet, ging es per Bus zum Stadion. Im Bus herrschte gleich Fußballatmosphäre. Etwa die Hälfte der Fahrgäste waren erkennbare Racing-Fans. So löste sich auch die Sorge meines Sohnes, ob wir auch die richtige Haltestelle zum Aussteigen finden würden. “In fremdem Städten immer Heimfans suchen und diesen folgen”, ein Ratschlag für’s Groundhopper-Leben, der sich mal wieder bewahrheitete. Aus dem Bus heraus konnten wir zahlreiche Fans aus Oviedo (lustigerweise der Erzrivale von Gijon, deren Heimspiel wir eine Woche zuvor gesehen hatten) sehen, die sich wohl zahlreich am Ufer des Atlantiks die Zeit vor dem Spiel vetrieben und sich ihrerseits auch Richtung Stadion aufmachten.

Kein Pre-Match Bierchen

Am Stadion angekommen, die erste negative Überraschung: es gab keine fliegenden Verkäufer, die Bier im Angebot hatten. Wie man mir erzählte, verlangt die Stadt Santander dafür eine Gebühr und überwacht das wohl aktiv. In der Theorie bestünde noch die Möglichkeit, sich in einer endlos scheinenden Schlange an der Stadionbar anzustellen. Aber mit Rücksicht auf meinen Sohn sehen wir davon ab und umrunden das von Außen puritische anmutende Stadion ein Mal, um es von allen Seiten gesehen zu haben.

El Sardinero von Außen

Die nach Santander gereisten Fans von Oviedo sorgen für eine riesige Schlange und für spanische Verhältnisse relativ viele Polizeikräfte am Eingang zu Gästeblock.

Schlange der Oviedo-Fans vor dem Eingang zum Gästeblock

Zweckmäßiges Stadion auch von Innen

Nachdem wir mittels Vorzeigen des QR-Codes am Handy (wieso geht das eigentlich in Deutschland nicht???) das Stadion betreten, ziegt sich das Stadion von Innen ähnlich zweckmäßig wie von Außen. Irgendwelchen Schnick-Schnack sucht man im El Sardinero vergeblich. Mein Sohn ist begeistert über die Chips, die in einer Verpackung mit dem Santander-Maskottchen verkauft werden. Sie schmecken ihm so gut, dass er sie selbst über die 90 Minuten für sich rationiert. Zu Spielbeginn ist das Stadion tatsächlich ziemlich voll besetzt und wir kommen natürlich auch mit unseren Sitznachbarn ins Gespräch. Diese erwarten eine harte Saison für ihr Team, das frisch aus der Segunda B aufgestiegen ist. Real Ovideo wird als starkes Team eingeschätzt, das sogar um den Aufstieg mitspielen kann. Nachdem Santander mit zwei Niederlagen ohne eigenes Tor in die Saison gestartet ist, wären unsere Gesprächspartner schon mit einem 0:0 zufrieden. Als die Mannschaften auf’s Feld kommen, wird geschlossen die Hymne gesungen.

Das El Sardinero beim Einlauf der Mannschaften

Und auch die Gästefans aus Oviedo (ich denke, dass es etwa 2.000 waren) zeigten sich sehr sangesfreudig und unterstützten ihre Mannschaft von Beginn an lautstark.

Support der mitgereisten Fans aus Oviedo

Racing Santander – Real Oviedo 0:1

Im Spiel merkte man schnell, dass Oviedo die reifere Mannschaft war und auch vom Spielermaterial her überlegen war. Dennoch spielte Racing munter drauf los, ohne allerdings irgendwelche nenneswerten Chancen herauszuspielen. Oviedo kam selten vor das Tor der Gastgeber, konnte aber in den wenigen Situation durchaus Gefahr erzeugen. Alles in Allem war es aber ein zähes Spiel. Es sollte durch einen Elfmeter, der per Videobeweis gepfiffen wurde, entschieden werden (53. Minute). Ich habe sowas das erste Mal im Stadion erlebt und muss sagen, dass ich gar keine elfmeterwürdige Szene entdeckt habe während des Spiels.

Der entscheide Elfmeter zum 0:1 für Oviedo

Danach war im Stadion deutlich Resignation zu spüren und Santander konnte sich bis in die Nachspielzeit keine wirkliche Ausgleichschance erarbeiten. Der Support war stark getrieben vom Fanblock hinter dem Tor, anders als in Gijon griffen Gesänge nur sehr selten vom Fanblock auf das ganze Stadion über. Dafür lieferten die mitgersisten Fans aus Ovideo durchaus ansehnliche Stimmung und legten – besonders für spanische Verhältnisse – einen guten Auswärtssupport hin. Kurz vor Spielende wähnte ich mich bei einem Spiel der Seitenstraße, als eine 9-minütige Nachspielzeit angezeigt wurde, in der zunächst Ovideo, das sichere 2:0 vergab und Santander schließlich doch noch seine erste Ausgleichschance verzeichnen konnte, diese aber ungenutzt ließ.

Neun Minuten Nachspielzeit habe ich auch noch nicht oft erlebt

So kamen nach Spielende die Spieler vor den Oviedo-Block und ließen sich feiern.

Die Oviedo-Spieler lassen sich für ihren Auswärtssieg feiern

Abschlussessen gegenüber vom Stadion

Unsere Sitznachbarn verabschiedeten sich von uns und wünschten uns, dass wir es Ihnen nachmachen und am Ende dieser Saison von der dritten in die zweite Liga aufsteigen. Mein Sohn und ich feierten den letzten Abend eines wunderschönen Urlaubs in Sichtweise des Sardinero mit argentinischen Steaks und Pommes.