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TSV 1860 – RWE (1:1) die Taktiktafel nach dem Spiel

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur letzten Taktiktafel-Analyse des Jahres 2022 nach dem 1:1 gegen Rot Weiß Essen. RWE lieferte dem TSV 1860 den erwarteten heißen Tanz. Danach war die Ernüchterung groß. Zuhause nur Unentschieden gegen einen Aufsteiger. Ausgerechnet in einer Phase, wo es wichtig gewesen wäre, ein Erfolgserlebnis mit in die lange kommerzveranstaltungsbedingte Pause zu nehmen. Aber wie in anderen Spielen scheiterten die Löwen wieder einmal an der eigenen Ungenauigkeit vor dem gegnerischen Tor.

TSV 1860 München – RWE. Montag Abend, Flutlicht, voll besetzter Auswärtsblock. Stimmung, um die wir von vielen höherklassigen Vereinen beneidet werden. Genau das was man sich für ein letztes Spiel vor so einer Pause wünscht. Einzig das Ergebnis stimmte aus Sicht des TSV 1860 nicht so ganz.

4-2-3-1 war das System in dem sowohl der TSV 1860 München als auch RWE begannen. Bei den Sechzgern war Rieder als tiefer Sechser unterwegs und Wörl schlüpfte in die Rolle des Box-to-Box-Spielers.

Die Sechzger begannen mit hoher Pressinglinie. Die Essener legten diese eher tief bis mittel an. Ebenso verhielt es sich mit den Defensivlinien der beiden Mannschaften. Sechzig erwartete mittel bis hoch stehend die Angriffe des Gegners. Essen hatte zunächst den Plan tiefer und damit kompakter und sicher zu stehen.

Beide Konzepte gegen den Ball funktionierten wunderbar. Aus dem Spiel heraus ergaben sich für beide Teams kaum Gelegenheiten, erfolgreich den Abschluss zu suchen.

Die Löwen wie auch die Essener hatten nach vorne den Plan, im letzten Drittel des Gegners mit drei Spielern in der vordersten Reihe Gefahr für das gegnerische Tor zu erzeugen. Insgesamt gelang das den Sechzgern zwar besser, fehlendes Zielwasser verhinderte jedoch immer wieder eine Führung für die Hausherren. Die Essener hatten generell Probleme ihre Positionsangriffe durchzubringen. So waren auch bei den Jungs von der Ruhr echte Torchancen Mangelware.

Bevor wir zur Analyse schreiten, hier wie immer zunächst die wichtigsten statistischen Werte der Partie.

Die wichtigsten statistischen Werte

  • Ballbesitz TSV 1860 54% – RWE 46%
  • Passgenauigkeit TSV 1860 72% – RWE 73%
  • Defensive Zweikampfquote TSV 1860 68% – RWE 62%
  • Schüsse/auf’s Tor TSV 1860 15/2 – RWE 8/2
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 1860 6,2 – RWE 8,7

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz

Mit 54:46 Prozent war der Ballbesitz relativ ausgeglichen. Der TSV 1860 München schaffte es im Gegensatz zu RWE zwar deutlich öfter (+21%) seine Angriffe bis in die Spielfeldhälfte der Rot-Weißen durchzubringen und auch fast doppelt so häufig das Spielgerät in den gegnerischen Strafraum zu bringen, geringes Spieltempo und Ungenauigkeiten seitens der Sechzger einerseits und eine kompakt stehende Defensive im Zentrum der Ruhrpottkicker andererseits, verhinderten jedoch, dass die Löwen sich klare Chancen hätten erarbeiten können.

Keine Mannschaft verzögerte das Spiel, beide versuchten bei Ballbesitz nach vorne zu spielen. Insgesamt gelang das dem TSV 1860 deutlich besser als RWE. Die Statistik der bis ins letzte Drittel zuende gespielten Positionsangriffe zeigt hier ein Plus von 52,5% für Sechzig gegenüber Essen. Diese 52,5% entsprechen in diesem Fall 21 Ballbesitzphasen mehr, die die Sechzger ins gegnerische letzte Drittel brachten. Aber spätestens dort begannen dann die Probleme. Vor allem bei der Genauigkeit der Zuspiele und beim Abschluss war es im letzten Drittel für Sechzig ein gebrauchter Abend.

Passgenauigkeit

Mit knapp über 72%, einmal auf und einmal abgerundet, haben sich hier beide Mannschaften nicht wirklich mit Ruhm bekleckert. Wobei man aber nach Analyse aller Daten und nochmaliger Betrachtung der Partie auch sagen muss, dass – in Abhängigkeit vom Ballbesitz – Essen hier deutlich genauer gespielt hat. Drehen wir diese Statistik um und nehmen wir nur die Summe der nicht angekommenen Pässe als Grundlage zur Bemessung, haben wir bei Essen 84 Fehlpässe zu verzeichnen. Für die Löwen stehen 108 Fehlpässe zu Buche.

Noch eklatanter wird das, wenn wir uns nur die Vorwärtspässe der beiden Teams ansehen: Hier lag das Verhältnis der nicht angekommenen Pässe bei 46:61 zugunsten der Gäste.

Im Endeffekt haben die Sechzger nur in zwei Passstatistiken – von insgesamt acht – genauer gespielt, als Essen. Das waren zum einen Rückpässe – wobei hier alle Pässe die in irgendeiner Weise nach hinten gespielt wurden gezählt werden, also auch wenn ein Stürmer im Strafraum beispielsweise den Ball auf einen etwas weiter hinten postierten Mitspieler ablegt – und zum anderen sogenannte progressive Pässe. Progressive Pässe gehören natürlich mit in die Gruppe der Vorwärtspässe, in der die Sechzger zwar insgesamt schlechter abschneiden als Essen, bilden aber aufgrund des hohen Raumgewinns eine eigene Unterkategorie.

Am deutlichsten fällt die Passschwäche der Löwen ins Auge, wenn man sich die Erfolgsquote bei Passversuchen durch die Abwehrkette des Gegners ansieht. Ein einziger kam hier – bei sieben Versuchen – an. Essen verzeichnet hier bei sechs Versuchen viermal erfolgreiche, also angekommene Pässe.

Defensive Zweikampfquote

Der relative Wert, 68% gewonnene defensiv Zweikämpfe für den TSV 1860 gegenüber 62% Erfolgsquote bei RWE schaut zunächst einmal gut aus.

Sehen wir uns die reellen Zahlen an, fällt jedoch auf, dass man trotz in etwa ausgeglichenem Ballbesitz, mit 66 Zweikämpfen gegen den Ball insgesamt 30% weniger defensive Zweikämpfe führte, als der Gegner. 45 Balleroberungen aus diesen Zweikämpfen gegenüber 59 bei Essen sind am Ende des Tages 25% weniger Balleroberungen für die Löwen aus defensiven Zweikämpfen.

Hier hinkt die Statistik deutlich wenn man sich nur auf die relativen Prozentwerte verlässst.

Allerdings ist es auch so, dass, wie so oft, viele der nicht gewonnenen Zweikämpfe im Nachgang trotzdem zu einer Balleroberung für das verteidigende Team führten.

In dieser Statistik kann man also keiner der beiden Mannschaften den Vorwurf machen, nicht gut oder konsequent gewesen zu sein.

Schüsse/aufs Tor

Nun kommen wir zur größten Problematik. Dieses Thema verfolgt uns seit mehreren Spielen. Schussgelegenheiten und Genauigkeit.

Dreizehnmal schlossen die Löwen ab, um im besten Fall ein Tor zu erzielen. Einer diese Abschlüsse war der Elfmeter. Nehmen wir diesen aus der Rechnung, verzeichnen die Sechzger genau einen Schuss aufs Tor aus dem Spiel heraus. Das war Lakenmachers Kopfball in der 46. Minute. Verlaats Schuss nach einer Ecke in der 60. Minute, ebenfalls aus vielversprechender Position, allerdings mit dem schwächeren linken Fuß, zentral vor dem Tor, konnte durch einen Essener Verteidiger geblockt werden und geht daher nicht als Schuss aufs Tor in die Statistik ein.

Vier weitere Schüsse, von denen einer geblockt wurde, konnten die Sechzger insgesamt in der Box der Essener für sich verbuchen. All diese Schüsse kamen aus zentraler oder halbzentraler Position vor dem gegnerischen Kasten. Am vielversprechendsten war Wörls Chance in 22. Minute, als er frei vorm Tor aus fünf Metern die Kugel neben das Gehäuse setzte.

Alles in Allem ist eine Schussgenauigkeit von 13,3% zu wenig, vor allem dann wenn einer dieser Schüsse ein Strafstoß ist, der im Normalfall immer aufs Tor geht. Nehmen wir den Elfer aus der Statistik, liegt die Schussgenauigkeit der Sechzger in diesem Spiel bei mageren 7,14%.

RWE konnte bei acht Schüssen – davon ein gefährlicher Freistoß der am Pfosten landete – dreimal so abschließen, dass Hiller eingreifen musste. Zweimal gelang ihm das. Beim dritten Schuss der Essener auf sein Tor – Bastians Kopfball nach einem Freistoß in der Nachspielzeit – war er machtlos.

Dieser Kopfball war einer von vier Abschlüssen, die Essen im Strafraum der Sechzger absetzen konnte.

Die Schussgenauigkeit der Essener liegt somit bei 25%. Auch nicht das Gelbe vom Ei, aber nichtsdestotrotz um rund 18% höher als die der Sechzger.

PPDA

Die Pressingintensität der Teams liegt für beide in einem guten Bereich. Dafür, das Essen nicht so hoch gepresst hat, haben sie mit knapp neun zugelassenen Pässen pro Defensivaktion im Schnitt in den pressingrelevanten Zonen in Puncto Pressingintensität einen guten Wert erzielt. Wie allerdings vor dem Spiel schon so erwartet, erfolgten die meisten Balleroberungen der Essener im Mittelfeld und im letzten Drittel der eigenen Spielfeldhälfte. Das Anlaufen der Essener war also wie erwartet eher dazu gedacht Fehlpässe in die Pressingfallen zu provozieren, als das Spielgerät direkt zu erobern.

Die Spieler des TSV 1860 hatten gegen RWE die höchste Intensität beim Anlaufen bisher bei einem Heimspiel in dieser Saison. Die Pressingintensität blieb beim TSV über fast die gesamte Spielzeit auf hohem Niveau. Erst nach dem Führungstreffer veränderte sich dieser Wert bis zum Ende der Partie auf sage und schreibe 26.0 für die letzte Viertelstunde plus Nachspielzeit, in der Essen dann aufgrund des Rückstands noch einmal einen Gang hochschaltete und die Löwen in der Defensive eher tief standen und ihrerseits auf Umschaltmöglichkeiten und Konter lauerten.

In der ersten Halbzeit und über weite Strecken der zweiten Halbzeit hielten die Sechzger diesen Wert also auf gutem und sehr hohem Niveau. Zur Erinnerung: je niedriger der PPDA Wert desto besser ist dieser. Wenn wir es für die letzte viertel Stunde des Spiels mit einer PPDA von 26 zu tun haben liegt das Niveau zuvor bei etwa 4,5.

Die Tore

Über die Tore an sich braucht man nicht viele Worte verlieren. Vrenezi feuerte einen – durch Lex herausgeholten und wohl berechtigten – Elfmeter unhaltbar halbhoch links neben den Pfosten ins von Golz gehütete Tor zur Führung. Bastians verwandelte einen Kopfball nach einem Freistoß aus der Tiefe zum Ausgleich in der Nachspielzeit.

Das fiel auf…

Bereits vor der Partie, als die Aufstellung bekanntgegeben wurde, wunderte sich der ein oder andere, warum sowohl Boyamba als auch Kobylanski auf der Tribüne Platz nehmen mussten. Eine wirklich schlüssige Erklärung für diese Entscheidung war dem Trainer auch in der Pressekonferenz nach dem Spiel nicht zu entlocken. Bei Kobylanski verstehe ich diese Entscheidung. Zu pomadig war sein Spiel in den bisherigen Partien. Bei Boyamba hingegen, der immer bemüht ist und sowohl bei eigenem Ballbesitz, als auch gegen den Ball immer viel Einsatz zeigt, hab ich mich über die Entscheidung, ihn auf die Tribüne zu verbannen, gewundert.

Vrenezi – als ständiger Aktivposten – gelang viel. Kein anderer Offensivspieler hüben wie drüben hatte eine auch nur annähernd so hohe Erfolgsquote bei eigenen Offensivaktionen. Auf der anderen Seite muss man sagen, so gut er auch spielt, er verzettelt sich dabei zu oft und kommt dadurch in ausweglose Situationen. Tempo heraus nehmen um den Ball wieder zurück zu passen und dann von neuem aufzubauen war dann des öfteren das Resultat des Ganzen.

Morgalla gewinnt 100% seiner Zweikämpfe. Leider führt er den entscheidenden gar nicht, als er Bastians vor dem Gegentreffer in seinem Rücken entkommen lässt.

Fazit

Ein so schlechtes Spiel, wie es für viele nach dem ersten Eindruck aussah, war es definitiv nicht. Ich denke bei vielen wiegt die Enttäuschung über eine vergeigte Führung so schwer, dass man gleich alles in Frage stellt. In Summe und im Vergleich mit anderen Spielen der letzten Zeit war der Auftritt solide und akzeptabel.

Zu bemängeln gibt es nämlich – abgesehen von der Performance im gegnerischen Strafraum und der Unkonzentriertheit vor dem Gegentreffer – nicht viel. Unter anderem allerdings die Passgenauigkeit im letzten Drittel und im Strafraum des Gegners.

Dass bei 34 in die Box gespielten Bällen und achtzehn Ballkontakten der Sechzger dort, abgesehen vom Strafstoß, nur ein weiterer Ball so auf Tor geht, dass der Keeper des Gegners Arbeit bekommt und insgesamt nur fünf Schüsse aus dem Spiel heraus oder nach strafraumnahen Standards in der Box abgefeuert werden konnten, ist deutlich zu wenig.

Seit der Partie gegen Duisburg konnten die Löwen im Schnitt nur jedes dritte Spiel derart gestalten, dass aus den herausgespielten Torchancen auch genügend Tore fielen um einen Sieg davon zu tragen. Laut der xG (expected Goals) Statistik sollten die Sechzger seither fünfzehn Tore erzielt haben. Zwölf Treffer stehen aber nur zu Buche.

In zwei dieser Spiele – gegen Osnabrück und Wiesbaden – übertraf die Trefferausbeute die statistische Erwartung. Gegen Aue (mit drei Treffern bei 2,67 xG) und Ingolstadt (xG 0.93 bei einem Tor) hat es gepasst. In den weiteren Spielen seither lag die Torausbeute teilweise deutlich unter dem xG Wert.

Wie geht’s weiter?

Hoffen wir darauf, dass der Trainer, dem gestern von Präsident Robert Reisinger das Vertrauen ausgesprochen wurde, im neuen Jahr zusammen mit der Mannschaft das Ruder herumreißen kann und der TSV 1860 München in den 21 verbleibenden Spielen wieder auf Aufstiegskurs kommt – und dann auch auf diesem Kurs bleibt.

Kolportierte Gerüchte, nach denen Trainer Köllner schon vor dem Spiel, egal wie das Ergebnis ausgesehen hätte, Geschichte gewesen wäre, können also klar ins Reich der Fabel verwiesen werden.

In der nun anstehenden Pause wird es wichtig, die Probleme auszumerzen. Der Fokus in der Vorbereitung auf die restliche Saison muss auf Passgenauigkeit im letzen Drittel unter Druck, das Freispielen aus Pressingsituationen, der Dynamik in der Spielhälfte des Gegners und vor allem der Schussgenauigkeit, liegen.

Datenquelle: Wyscout

Reisinger in der SZ: “Köllner bleibt”

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TSV 1860 Präsident Robert Reisinger 50+1 Stadt München
TSV 1860 München e.V. MitgliederEhrungen Copyright by : sampics Photographie Bierbaumstrasse 6 81243 München TEL.: ++49/89/82908620 , FAX : ++49/89/82908621 , E-mail : sampics@t-online.de Bankverbindung : Hypovereinsbank München Konto : 1640175229 , BLZ 70020270 IBAN : DE78700202701640175229 BIC HYVEDEMMXXX weitere Motive finden sie unter : www.augenklick.de

Letztes Spiel für Köllner gegen RWE?

Rund um das letzte Heimspiel des Jahres 2022 gegen Rot-Weiss Essen kursierte das Gerücht, Michael Köllners Tage beim TSV 1860 seien gezählt und er werde – ganz unabhängig vom Ausgang der Partie gegen den Aufsteiger aus dem Ruhrpott – nach dem Spiel entlassen. Eigentlich unvorstellbar: Hätten die Löwen auch in der Nachspielzeit die Konzentration hoch gehalten und sich nicht das bittere 1:1 eingefangen, dann hätten sie in den kommenden zwei Monaten vom Relegationsplatz drei aus – und nur einen Punkt hinter dem 1. FC Saarbrücken liegend – dem Jahr 2023 entgegengeblickt, in dem ja die Rückkehr in die 2. Bundesliga nach sechs Jahren Abwesenheit realisiert werden soll. Eine durchaus als dürftig zu bezeichnende Leistung gegen einen bieder auftretenden Gast hätte fast für einen versöhnlichen Jahresabschluss gereicht. Hätten und fast – die entscheidenen Vokalbeln in den zwei vorangegangenen Sätzen.

Magere sportliche Bilanz im Spätherbst

Es kam anders. Der TSV 1860 ist im Jahresfinale – nach einem fulminanten Saisonstart – viermal in Serie ohne dreifachen Punktgewinn geblieben, wartet seit nunmehr 370 Minuten auf ein Tor aus dem Spiel heraus (der Elfmeter gegen Essen war verdient und clever erworben, kann aber eben nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Löwen für ein Spitzenteam viel zu wenige Torchancen kreieren). In der Tabelle steht man auf Platz 6. Nicht gerade ein Empfehlungsschreiben für die garantierte weitere Zusammenarbeit mit einem Coach, der im Sommer mit Ultimaten an die sportliche Führung seinen Wunschkader zusammengestellt bekam, daraufhin vollmundig den Aufstieg versprach – und dies auch zuletzt mehrfach wiederholte.

Aufsichtsrat spricht angeblich nicht über Köllner

Am Dienstag Abend tagte an der Grünwalder Straße 114 der Aufsichtsrat mit Vertretern des e.V. und der Investorenseite. Turnusmäßig. Dass in dieser Sitzung auch über die Personalie Michael Köllner diskutiert werden würde, wäre keine ganz große Überraschung gewesen. War aber offensichtlich nicht der Fall. Die Süddeutsche Zeitung zitiert in ihrem Artikel, in dem sie 1860 in der Überschrift – recht passend – als “Quatsch-Comedy-Klub” bezeichnet, Präsident Robert Reisinger, der auf SZ-Nachfrage sagte: “Der Trainer steht für mich nicht zur Disposition.”
Kritik an Köllners Auftreten in der LÖWENRUNDE vor dem Spiel gegen RWE äußerte der Oberlöwe aber dennoch. Der Trainer hatte eine angeblich nicht erfolgte Einladung zu einer Benefizveranstaltung des Vereins Unternehmer für Sechzig e.V. beklagt und dies dann – ganz allgemein – als “Blaupause” für das “was im Moment im Verein” passiere, bezeichnet. Von “Insiderinformationen”, die an “die Presse durchgesteckt würden” sprach Köllner. Für den geäußerten Vorwurf des Oberpfälzers an die umtriebigen Unternehmer für Sechzig entschuldigte sich Reisinger im Namen des TSV 1860. Dass derlei kleine Scharmützel bei 1860 seit Jahrzehnten zum ganz normalen Vereinsleben dazu gehören, irritiert keinen Fan. Sowas ist in Giesing auch kein Anlass, die berufliche Zukunft eines Übungsleiters in Frage zu stellen. Die sportliche Bilanz der letzten Wochen allerdings eigentlich schon. Und insofern stellen in den diversen Internetforen die User weiterhin in Frage, ob Michael Köllner beim nur vier Punkte hinter den Löwen liegenden ambitionierten SV Waldhof Mitte Januar wirklich noch an der Seitenlinie stehen wird.

Die 3. Liga macht nun erstmal einen langen Winterschlaf. Bei 1860 hingegen bleibt es spannend – und die Fans bleiben hellwach.

Fotogalerie zur Partie TSV 1860 – Rot-Weiss Essen

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TSV 1860 München RWE Rot Weiss Essen Fotogalerie

Zum Jahresabschluss mussten sich die Löwen am Montag Abend mit einem 1:1 gegen die Gäste von der Hafenstraße zufrieden geben. Trotzdem war es ein Erlebnis, an das man sich noch lange zurückerinnern wird. Wir präsentieren Euch in unserer Fotogalerie die schönsten Impressionen vom Spiel der TSV 1860 München gegen Rot-Weiss Essen im Grünwalder Stadion.

Fotogalerie zur Partie TSV 1860 – Rot-Weiss Essen

Zum Vergrößern der Bilder einfach auf das jeweilige Thumbnail klicken!

Und nicht vergessen: Auch zwei Videos vom Montag sind bereits online und fangen die Stimmung bestens ein!

Sechzig um Sieben: Wörl & Morgalla fahren zur deutschen U19

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Sechzig um Sieben: Löwen in Rot, im Podcast und im Blick

Die Berichterstattung um das Heimspiel gegen Essen findet so langsam seinen Abschluss. Dazu zählten gestern die Giesinger Gedanken und eine Zusammenfassung der Pressekonferenz nach dem Spiel. Die Junglöwen Morgalla und Wörl dürfen sich nun auf einen Einsatz im Nationaltrikot freuen. Alle News vom TSV 1860 München sowie von der Konkurrenz aus der 3.Liga gibt es nun zum Start in den Tag bei Sechzig um Sieben.

Giesinger Gedanken nach dem Unentschieden gegen Rot-Weiß Essen

Tja, wie soll man nun diesen Punkt gegen Essen am Montagabend einordnen? Das fragt sich auch Thomas Enn und schreibt darüber in den Giesinger Gedanken. Insgesamt war ihm nicht nur die Leistung gegen RWE zu wenig, sondern auch rückblickend in den zuletzt absolvierten Spielen. Allerdings muss man nach dem sehr guten Start auch sagen: für 2023 ist noch alles möglich, der Abstand ist keinesfalls riesengroß.

Köllner äußert sich auf der Pressekonferenz

Mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden zeigte sich hingegen Michael Köllner auf der Pressekonferenz nach der Partie im Grünwalder Stadion. Er empfand das Unentschieden durch den späten Gegentreffer als “bitter” und ärgerte sich, dass es nicht zu drei Punkten gereicht hatte. Die Nicht-Nominierung von Boyamba und Kobylanski hatte nach Angaben von Köllner keine besonderen Hintergründe.

Deutsche U19 Nationalmannschaft mit Wörl und Morgalla

Nachdem Leandro Morgalla bereits das ein oder andere Mal das Deutschland-Trikot überstreifen dürfte, kommt diese Ehre nun wohl auch Junglöwe Marius Wörl zuteil. Nach dem vierten Saisoneinsatz können die beiden Löwen gemeinsam nach Malta reisen, wo insgesamt drei Testspiele angesetzt sind. Möglicherweise stehen Morgalla und Wörl sogar gemeinsam auf dem Platz. Darüber hinaus wurden auch Sür und Wicht für ihr Land nominiert.

Entwarnung bei Belkahia

Nach einer Grätsche musste Semi Belkahia früh den Platz am Montagabend verlassen. Doch es handelt sich wohl um eine vergleichsweise kleinere Knieblessur. Der Innenverteidiger kehrt nach Weihnachten in das Mannschaftstraining zurück.

News aus der 3.Liga

Die Auswärtsfahrerzahlen am 17.Spieltag

Beachtenswerterweise folgten Rot-Weiß Essen 1.500 Fans in das Grünwalder Stadion nach München. Vergleichbare Zahlen lieferten am 17.Spieltag zudem noch die Fanszenen von Osnabrück und dem FSV Zwickau. Bei beiden war allerdings die Anreise ein Bruchteil von den über 600 Kilometern, die die Anhänger von RWE auf sich nehmen mussten. Sie führen auch weiterhin die Gesamttabelle mit einem Schnitt von 2.335 Fans pro Auswärtsspiel an.

Zwickau ohne Jansen im Pokal

Der FSV Zwickau muss im kommenden Landespokalspiel auf Mittelfeldspieler Maximilian Jansen verzichten. Der 29-Jährige zog sich beim torlosen Unentschieden gegen Dynamo Dresden einen Bänderriss zu.

Pütz tritt als Präsident von Viktoria Köln zurück

Es sind wohl unter anderem gesundheitliche Gründe, die Günter Pütz zu diesem Schritt bewegten. Er ist nach 10 Jahren nicht mehr Präsident vom Drittligisten Viktora Köln. Diese Nachricht wurde auf der Mitgliederversammlung überbracht. Vorerst übernimmt ein Trio um Frank Wunderlich die Aufgaben, ehe nächstes Jahr die Neuwahlen anstehen.

Seegert im Interview über die Ambitionen von Waldhof Mannheim

Ein Verein, der sich zur Winterpause ebenfalls eine etwas bessere Position in der Tabelle gewünscht hätte, ist Waldhof Mannheim. Zuhause agieren die Mannheimer unglaublich erfolgreich, holten 24 von 26 möglichen Punkten – es wird also ein schwerer Auftakt für den TSV 1860 München. Auswärts dagegen läuft es bei weitem nicht so gut. Nach 17 Spieltagen steht der Waldhof auf Rang 8 und hat drei Punkte Rückstand auf den Tabellen-3. Wiesbaden. Im Interview spricht Kapitän Yannick Seegert über die bisher absolvierten Partien und gibt sich für das neue Jahr kämpferisch. Der Aufstieg in die 2.Bundesliga bleibt auch in Mannheim das Ziel.

Nach Auswechslung: Löwen geben Entwarnung bei Semi Belkahia

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Semi Belkahia TSV 1860 München Verletzung Gegen Rot Weiß Essen

Es war ein kleiner Schockmoment und ließ schon Schlimmeres vermuten. Semi Belkahia musste beim 1:1 gegen Rot-Weiß Essen den Platz – immerhin eigenständig – frühzeitig verlassen. Nun gaben die Löwen aber Entwarnung.

Semi Belkahia pausiert bis nach Weihnachten

Eine schlimmere Verletzung hat sich Innenverteidiger Semi Belkahia demnach nicht zugezogen. Auf Facebook spricht der TSV 1860 München von einer “Knieblessur” und einer voraussichtlichen Rückkehr nach der Weihnachtspause. Der 23-Jährige fiel diese Saison schon einmal verletzt aus, stand bisher sechs Mal auf dem Platz (davon drei Mal in der Startelf). Bei einer Grätsche auf Höhe der Mittellinie zog sich Belkahia bereits nach 11 Minuten eine Verletzung zu. Wenig später musste er durch Junglöwe Leandro Morgalla ersetzt werden.

Vier Löwen reisen zur Nationalmannschaft

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Zwei Monate Pause in der 3. Liga

Das 1:1 der Löwen gegen Rot-Weiss Essen gestern Abend war das letzte Profifußballspiel in Deutschland vor Beginn einer internationalen Sportveranstaltung in einem arabischen Wüstenstaat, über die wir bei sechzger.de – wie so viele andere vernünftigerweise – den Mantel des Schweigens hüllen. Genau zwei Monate ruht der Fußball hierzulande, ehe 1860 am Samstag, den 14. Januar zum nächsten Drittligaspiel bei Waldhof Mannheim antritt.

Vier Spieler zur Nationalmannschaft

Allerdings sind ein paar Spieler aus dem Profikader des TSV 1860 in den kommenden Tagen für Nationalmannschaften im internationalen Einsatz, wie Löwentrainer Michael Köllner in der Pressekonferenz nach dem Montagsspiel verriet. Konkret handelt es sich um Nathan Wicht, Devin Sür, Leandro Morgalla und Marius Wörl.

Wicht und Sür zu Schweiz und Türkei

Nathan Wicht durfte in diesem Jahr schon Erfahrungen bei der U19 der Schweiz sammeln  (sechs Einsätze). Hier steht nach unseren Informationen aber kein weiteres Spiel auf dem Programm. Der Mittelfeldspieler reist dennoch zu seiner U-“Nati”.
Für Devin Sür ist die Einladung zur U19 der Türkei eine Premiere. Auch hier sind uns keine geplanten offiziellen Länderspiele bekannt.

Morgalla und Wörl mit Nationalmannschaft auf Malta

Leandro Morgalla und erstmals auch Marius Wörl, der am Montag gegen Rot-Weiß Essen zum vierten Mal in der Startelf der Löwen stand und in einem insgesamt eher schwachen Löwenteam eine gute Leistung ablieferte, folgen der Einladung der U19-Nationalmannschaft Deutschlands. Für drei Testspiele gegen Polen (23.11.), Malta (26.11.) und Portugal (29.11.) reist der DFB-Nachwuchs nach Malta.

Köllner freut sich

Für Michael Köllner sind diese Nominierungen ein Beleg dafür, dass man bei 1860 versuche “mit unseren jungen Spielern Qualität zu erzeugen”. Wir von sechzger.de wünschen unseren vier international Aktiven, dass Sie viele interessante Erkenntnisse gewinnen und möglichst unverletzt von ihren Reisen zur Nationalmannschaft zurückkehren.

 

Videos vom Spiel TSV 1860 – Rot-Weiss Essen (Pyro)

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1860 Essen Pyro

Während die Mannschaft auf dem Rasen erneut ein wenig gehemmt wirkte, ging es auf den Rängen des Grünwalder Stadions ordentlich ab. Ab der 60. Minute wurde in der Westkurve ordentlich gezündelt. Wir präsentieren Euch zwei Videos von der Pyro Show beim Match des TSV 1860 gegen Rot-Weiss Essen auf Giesings Höhen.

Pyro Videos von TSV 1860 – Rot-Weiss Essen

Nach dem 1:0 durch Albion Vrenezi schien sich das Blatt zugunsten der Löwen zu wenden. Entsprechend euphorisch wurde das Elfmetertor unserer Nummer 9 gefeiert. Leider zerstörte das späte Gegentor von Felix Bastians den Traum vom Dreier zum Jahresabschluss.

Köllner: “Sehr, sehr gute Leistung meiner Mannschaft”

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Mannschaftskreis TSV 1860 München Nach Unentschieden Gegen Rot Weiß Essen 17 Spieltag

Nach dem Unentschieden zwischen dem TSV 1860 München und Rot-Weiß Essen zum Abschluss des Jahres 2022 äußerten sich die beiden Trainer Christoph Dabrowski und Michael Köllner auf der Pressekonferenz nach der Partie im Grünwalder Stadion.

Pressekonferenz TSV 1860 München – Rot-Weiß Essen 1:1 (0:0)

Gäste-Coach Christoph Dabrowski hatte dabei das erste Wort und begann zunächst mit einer kleinen Ode an das Grünwalder Stadion. Für den 44-Jährigen, der in seiner Profikarriere unter anderem bei Hannover 96 und dem VfL Bochum unter Vertrag war, stellte das Spiel am gestrigen Abend die Premiere in Giesing dar. Es sei “ein fantastisches Stadion mit einer super Atmosphäre” und es habe “richtig Spaß gemacht hier heute zu spielen“. Mit der Leistung seiner Mannschaft war der Trainer von RWE zufrieden und sprach insgesamt von einem verdienten und gerechten Unentschieden.

Danach äußerte sich Michael Köllner auf der Pressekonferenz zum Unentschieden des TSV 1860 München gegen Rot-Weiß Essen. Er attestierte seiner Mannschaft “fast über das komplette Spiel eine sehr, sehr gute Leistung“. Sie habe den Kampf vom Anpfiff weg angenommen. Man wusste, dass der Gegner mit einer starken Defensive anreisen würde. Trotzdem hatte sich der TSV 1860 immer wieder Standardsituationen erspielt und es laut Köllner von der ersten Minute an geschafft, immer wieder Torchancen zu kreieren. Den einzigen Vorwurf macht der Trainer seiner Mannschaft wegen der “Schläfrigkeit” beim Gegentreffer durch Bastians in der Nachspielzeit. So sei es “bitter” und “enttäuschend“, dass es am Ende nur ein und nicht drei Punkte für die Löwen waren.

Etwas überraschend standen Martin Kobylanski und Jo Boyamba nicht einmal im Kader gegen RWE. Beiden waren zuletzt sowohl in Freiburg als auch gegen Saarbrücken zum Einsatz gekommen. Boyamba stand bei der Niederlage im Dreisamstadion sogar in der Startaufstellung. Köllner begründete die Aussortierung der beiden mit der “Qual der Wahl“, vor die der 52-Jährige gestanden habe. Fast alle Spieler hätten sich vorab fit gemeldet. Auffällig: Alexander Freitag (Köllners Stiefsohn) kehrte in den Kader zurück, nachdem er vom ersten bis zum 12.Spieltag durchgehend, zuletzt aber gar nicht mehr berücksichtigt wurde.

Ein Reporter wollte von Köllner auf der Pressekonferenz außerdem noch wissen, ob er auch nach dem Unentschieden des TSV 1860 gegen Rot-Weiß Essen noch den hundertprozentigen Zuspruch im Verein spüre, dass es mit ihm als Trainer weitergeht. “Ja“, war daraufhin die kurze und knappe Antwort des Oberpfälzers.

Giesinger Gedanken nach dem Unentschieden gegen Essen: Zu wenig

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Die guten Nachrichten zuerst: Die Löwen haben wieder ein Tor geschossen! Seit drei Spielen! Zwar nur ein Elfmeter, aber immerhin… Allerdings konnten die Löwen ihren Kasten zum fünften Mal in Folge nicht sauber halten und so stand am Ende ein 1:1 auf der schönsten Anzeigetafel der Welt. Damit strauchelt der TSV 1860 München in die WM-Pause und zeigt seit Wochen zu wenig, um ernsthaft um den Aufstieg mitspielen zu können.

Erneut harmlose Löwen in der Offensive

Irgendwie war Sechzig das bessere Team und hatte mehr Spielanteile. Aber wie in den letzten Spielen war die weiß-blaue Offensive nicht in der Lage, aus dem optischen Übergewicht Chancen zu kreieren. Immerhin agierten die Löwen nicht ganz so blutleer wie unter der Woche in Freiburg. Aber Feuerwerk wurde den 15.000 Zuschauern gestern Abend ausschließlich von den Rängen geboten. Das war größtenteils mitreißender als der Kick auf dem Rasen. Trotz der optischen Überlegenheit von 1860 hatte Essen die Mehrzahl der wenigen Torgelegenheiten. In der ersten Halbzeit hatte Wörl die beste Chance nach einem Zuspiel von Lakenmacher für Sechzig. Es sollte die einzige aus dem Spiel heraus bleiben. Tarnat setzte einen Freistoß für RWE an den Pfosten.

Eigentlich ein klassisches 0:0

Auch im zweiten Durchgang plätscherte das Spiel so vor sich hin und man begann zu diskutieren, ob ein 0:0 jetzt gut oder schlecht wäre. Dann wurde aus heiterem Himmel Lex im Strafraum gelegt und Vrenezi verwandelte den fälligen Strafstoß sicher. Danach gingen die Löwen nicht auf das 2:0, aber Essen zeigte auch wenig Anstalten, eine Aufholjagd zu starten. In der 87. Minute hätte Ennali dann Marco Hiller den Ball fast zwischen den Beinen durchgeschoben. Aber der Löwenkeeper brachte die Knie in letzter Sekunde zusammen. Dann bekam Essen in der 91. Minute einen Freistoß zugesprochen. Als der Ball in der Luft war, sah man aus meiner Position bereits, dass der Ball perfekt auf Bastians’ Kopf gezirkelt wurde und dieser ihn im Tor unterbringen würde. Und so war es dann auch.

Zu wenig

Essen kam mit der Empfehlung von sechs ungeschlagenen Spielen ins Sechzgerstadion. Die Gäste spielten robusten Fußball, hielten ihre Positionen und waren mit der Taktik “safety first” unterwegs. Diese Stilmittel reichten vollkommen aus, um 1860 im Zaum zu halten. Das Offensivspiel der Löwen gestaltete sich ebenso so harm- und ideenlos wie in den letzten Spielen. Warum bei so einem Spiel weder Boyamba noch Kobylanski auf der Bank sitzen, ist auch interessant. Gerüchteweise hörte man am Grünspitz, dass Köllner die beiden suspendiert habe. Von Verletzungen ist jedenfalls nicht bekannt. Sei es wie es sei, die Leistungen der letzten Wochen sind einfach viel zu wenig für die selbst formulierten Ansprüche.

Wie geht es weiter?

Ich möchte jetzt nicht in Günther Gorenzels Haut stecken. Einerseits sollte man sich nicht wegen einer Negativserie vom Konzept abbringen lassen. Und Kontinuität auf der Trainerposition hatten wir bei 1860 in der jüngeren Vergangenheit viel zu wenig. Andererseits bringt das Team unter Köllner seit Wochen ungenügende Leistungen. Diese wurden lange durch den guten Tabellenstand kaschiert, das ist nun vorbei. 1860 ist aktuell Sechster, einen Punkt hinter einem Aufstiegsplatz. Es ist also noch alles drin.

Wochenlange Talfahrt

Andererseits dauert die Talfahrt in der Tabelle nun schon einige Wochen an. Schwerer wiegt für mich aber, dass es aktuell keinerlei Anzeichen gibt, dass die Mannschaft den spielerischen Abwärtstrend stoppen kann. Es regiert die Einfallslosigkeit. Hier sprechen die Sportdirektoren ja dann oft davon, dass “die Mannschaft einen neuen Impuls braucht”. Am Ende des Tages muss Gorenzel entscheiden, ob er Köllner zutraut, die Mannschaft für die Rückrunde aus dem Tief zu holen. Das aktuelle Leistungsniveau ist definitiv zu wenig, um um den Aufstieg mitzuspielen. Hinzu kommt, dass Michael Köllner sehr dünnhäutig wirkt und durch seinen Auftritt in der letzten Löwenrunde seine Position sicher nicht gestärkt hat. Ich bin gespannt, ob wir mit Michael Köllner in die Rückrunde gehen. Die Trainerdiskussion ist auf jeden Fall eröffnet…

 

 

Liveticker: TSV 1860 München – Rot-Weiss Essen (17.Spieltag)

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Sechzger De Liveticker 1860 Rot Weiß Essen

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 17. Spieltag der Saison 2022/23 mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und Rot-Weiss Essen!

Zum Jahresabschluss 2022 kommt Aufsteiger Rot-Weiss Essen nach Giesing und trifft auf den TSV 1860 München. sechzger.de begleitet das heutige Heimspiel im schönsten Stadion der Welt erneut mit zahlreichen Bildern aus Giesing und rund ums Sechzgerstadion.

Liveticker sechzger.de Heimspiel TSV 1860 München Speilstand 0-0

Aufstellung:
1 Hiller – 22 Lannert, 27 Belkahia, 4 Verlaat, 36 Steinhart – 6 Rieder, 38 Wörl – 20 Deichmann, 7 Lex, 9 Vrenezi – 19 Lakenmacher

Bank:
40 Kretzschmar (Tor), 8 Tallig, 11 Greilinger, 13 Freitag, 14 Skenderovic, 15 Bär, 17 Wein, 25 Willsch, 39 Morgalla

Tore:

Die Personalsituation

Beim TSV 1860 fallen neben dem Langzeitverletzten Milos Cocic (Aufbautraining nach Mittelfußbruch) auch Quirin Moll (krank) und Michael Glück (Nasen-OP) aus. Leandro Morgalla ist ein Wackelkandidat, könnte aber in den Kader zurückkehren.

Die Gäste aus Essen müssen auf Niemeyer, Eisfeld, Harenbrock, Wiegel und Top-Scorer Engelmann (alle verletzt) verzichten.

Diesen Löwen droht eine Sperre

Michael Köllner ist schon früh in der Saison mit drei gelben Karten vorbelastet. Eine weitere Verwarnung und der Trainer der Löwen darf einmal von der Tribüne aus zuschauen.

Im Spielerkader stehen Joseph Boyamba, Yannick Deichmann, Quirin Moll, Jesper Verlaat und Daniel Wein bei drei gelben Karten. Eine Gelbsperre gegen Rot-Weiss Essen droht also keinem Löwen.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – Rot-Weiss Essen außer im Liveticker noch verfolgen?

15.000 Zuschauer werden heute abend im Grünwalder Stadion live dabei sein. Darunter befinden sich sensationell auch sage und schreibe 1.500 Gäste aus Essen. Nicht nur für die Anhänger von RWE ist der Termin unter der Woche ärgerlich, auch einige Fans des TSV 1860 werden es zeitlich nicht einrichten können nach München zu kommen.
Für alle Löwenfans ohne Karte gibt es leider keine guten Nachrichten. Zum heutigen Heimspiel gibt es kein Free-TV Angebot.

Allerdings ist die Begegnung bei MagentaSport verfügbar (Fernsehen und Online-Stream). Seit der vergangenen Spielzeit können alle Spiele der 3.Liga bei onefootball abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für nur 2,99€ gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de