Nach dem etwas missglückten ersten Punktspiel feiern die Löwinnen II einen hohen Auswärtssieg. SV Gartenstadt Trudering/ESV München Ost Frauen I : TSV 1860 München Frauen II (1:1) 1:6
Löwinnen II feiern 1:6-Auswärtssieg
Die Sonne scheint, das Bier ist kalt und Sechzig spielt. Was will man mehr? Am zweiten Spieltag der Saison gastierten unsere Löwinnen auswärts an der Bezirkssportanlage an der Heinrich-Wieland-Straße, welche zugleich die Heimat des Regionalligisten Türkgücü München ist. Nachdem 35 Minuten Minuten lang vergeblich ein Schiedsrichter gesucht wurde konnte das Spiel erst um 13:20 angepfiffen werden. Ein guter Start wurde in der 15. Spielminute dann endlich mit dem 1:0 belohnt. Kurz darauf fiel dann jedoch der Ausgleich zum 1:1.
Drückende Überlegenheit in der zweiten Hälfte
Quasi direkt mit Wiederanpfiff die erneute Führung für für die Frauenmannschaft von 1860. Keine 5 Minuten später der erneute Treffer zum 3:1. In der 65. Spielminute hieß es dann erneut Tor für Münchens große Liebe, 4:1. Die Überlegenheit machte sich jetzt deutlich bemerkbar und so fiel in der 75. Minute das 5:1. Den Schlusspunkt setzten dann ebenfalls die Gäste durch einen direkt verwandelten Freistoß. In der Tabelle der A-Klasse 01 liegen die Löwinnen II nun auf dem 4. Platz.
Kommen wir nun zum letzten Teil der vierteiligen Serie, in welcher wir den Artikel in der Stadionzeitung der Fanszene “Da Brunnenmiller” nochmals dokumentieren wollten. Die Teile I, II und III verlinken wir der Vollständigkeit halber nochmals hier. Hier geht es nunmehr um die ungeschickte Stellungnahme der KGaA sowie Power’s Auftreten in seinen privaten Social Media Accounts.
Die völlig unnötige Stellungnahme bzgl. Markenrechten
Dass Anthony Power im diplomatischen Dienst – trotz aller aus LinkedIn aufgeführten Skills – eine absolute Fehlbesetzung wäre, ist spätestens jetzt allen bekannt. Trotzdem ist es im negativen Sinne immer wieder bewundernswert, wie er es schafft, völlig unnötig Öl ins Feuer zu gießen. Ob unmittelbar oder über das Ausüben von Druck. Mitte Juni 2022 war es wieder einmal so weit. Auf der offiziellen Homepage erschien, ohne große Not, eine Mitteilung mit dem Titel „Fortbestehen der Markenrechte“. Darin wurde detailliert erläutert, bei welchen Bild- und Wortmarken die „TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA“ die Lizenzinhaberin ist. Unverhohlen wurde gedroht: „Die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA behält sich das Recht vor, gegen jeden, der lizenzrechtlich geschützte Bild-, Wort- und Wort/Bildmarken ohne Genehmigung verwendet, vorzugehen“. Damit wurde gegen die jahrzehntelange Abmachung verstoßen, dass die Fanclubs ohne kommerzielle Interessen die Logos nutzen können, was vor allem den bei der ARGE eingetragenen Fanclubs entgegenkam.
Aufgeführt wurden dabei eigentlich alle gängigen Wort- und Bildmarken, die auch rund ums Stadion durch die Fans verwendet werden. So sind verschiedene Varianten des Löwen und Wortmarken wie „Münchner Löwen“, „Sechzig“ oder „TSV 1860“ dargestellt. Was bezweckt man damit? Es ist davon auszugehen, dass die Stellungnahme vor allem auf Geheiß Anthony Powers veröffentlicht wurde. Die Löwenfans zu verunsichern und ggf. gegen Kuttenträger und Besitzer von selbstgemachten Fahnen oder Zaunfahnen vorzugehen, wie es bereits 2019 im Zuge der Abmahnungen/Klage gegen Löwen passiert ist? Ein absolutes No-Go! Bitte spring nicht über jedes Stöckchen, Marc-Nicolai, und lass solche Stellungnahmen bleiben. Dadurch verscherzt Ihr es Euch unnötig mit den eigenen Fans, während kommerzielle (Internet-)Anbieter anscheinend ungeschoren davonkommen. Hier warten wir bis heute vergeblich auf eine derart entschiedene Kampfansage und/oder Klagen.
Powers Social-Media-Kanäle
Power „glänzt“ aber auch gerne mit seinem privaten Instagram-Profil. Zwar stellt er hier durch den von ihm gewählten Namen A.power60 Bezug zu 1860 her, aufgrund der regelmäßigen Posts und Stories, die geteilt werden, handelt es sich allerdings klar um ein privates Profil. Nichtsdestotrotz gelingt es ihm auch hier, keine Chance auszulassen, um gegen Fans – das seiner Aussage nach “höchste Gut” des Vereins – zu schießen. Innerhalb weniger Tage antwortete er der Kurve auf die an ihn per Spruchband adressierte, sachliche Kritik („Wer Mitarbeiter bedroht und die eigene Macht über Sechzig stellt, Fans verklagt und den e.V. verarscht, dessen Tage sind gezählt. Unsere Forderung: Power muss weg“) mit einem grammatikalisch ausbaufähigen, aber für uns verständlichen, Instagram-Post: „Just because to don’t see the Beast it’s doesn’t mean the Beast isn’t there. Be careful.“ Und weiter: „The problem with opinion even idiots are allowed to have them.“
Entgleisung Anthony Powers auf Instagram, Quelle: Screenshot privat
Dass mit den hier erwähnten Idioten die Fanszene der Löwen gemeint ist, lässt sich beim Hashtag #tsv1860 nicht wegdiskutieren. Neben der Drohung („be careful“/“seid vorsichtig“) und der Beleidigung („idiots“/Idioten), die offensichtlich der Kurve gilt und einem offiziellen Vertreter einer Merchandise GmbH alles andere als würdig ist, hat dieses Statement auch ein Positives: Jetzt erkennt offensichtlich auch A. Power die Meinungsfreiheit an. Warum dann all der Terz der letzten Jahre und Wochen?
Bereits 2019 (!) äußerte sich Ismaik zum damaligen Doppelhalter-Zensur-Gate (Stichwort: Verdammt ich lieb dich, ich lieb dich nicht“), wie folgt: „Es gab von meiner Seite nie den Auftrag, ein Foto auf der Website […] zu bearbeiten. Davon distanziere ich mich. Ich stehe für Meinungsfreiheit in der Löwenfamilie […]”. Herrn Power wäre anzuraten, seine Testosteron-Schübe besser im Fitnessstudio als im Internet auszuleben, denn auf solche „Kommunikationskills“ können wir bei den Löwen gerne verzichten.
Kritik und Meinungsfreiheit
Ihr merkt es: Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass wir als aktive Fanszene berechtigte – von der Meinungsfreiheit gedeckte – Kritik auch in Zukunft immer anbringen werden (gerne verweisen wir auch auf den Artikel in Ausgabe 60 „Wir sind der Verein – eine Haltung ohne Kompromiss“). Das durchgestrichene Konterfei ist dabei eine Symbolik, die wir mit unseren Argumenten zu untermauern wissen! Alles, was darauf an Reaktionen zurückkommt – ob von Seiten einzelner Vertreter der Merch GmbH oder der KGaA – wirkt wenig bis gar nicht durchdacht und abgesprochen. Es herrscht unprofessionelle und vereinsschädigende Narrenfreiheit.
Die Profifußball-Abteilung und der e.V. täten gut daran, darauf hinzuwirken, dass das Gebaren von A. Power endlich Konsequenzen hat. Ebenso wäre es dringend an der Zeit – jetzt wo wir schon beim Thema „Accounts in den Sozialen Medien“ sind – offenzulegen, welche (widersprüchlichen) Redakteure sich hinter dem durch gekaufte Likes frisierten Facebook-Account „Ismaik1860“ verbergen. Es wären die ersten Schritte hin zu einem glaubwürdigen #gemeinsam.
Es bleibt wie es ist: Power muss weg!
PS: Die angekündigte Spende der Merchandising GmbH zugunsten der Familie von Moritz ist ein feiner Zug, keine Frage. Nichtsdestotrotz gilt es auch hier im Sinne der Sachlichkeit zu differenzieren, denn vergangene Taten oder Verhaltensweisen können dadurch weder beschönigt, noch entschuldigt werden.
Im ersten Teil der Serie haben wir uns bereits mit Anthony Power’s Werdegang und seinem Einstieg bei den Löwen beschäftigt. Der zweite Teil behandelte seine Bilanz als Geschäftsführer der KGaA, das Arbeitsklima an der 114 sowie wie Power überhaupt zur Merchandising GmbH kam. Nunmehr folgt der dritte Teil der Serie über seinen verhinderten Angriff auf den ehemaligen Kassenwart des TSV, seine Sonderbehandlung sowie seine geklauten Motive für Artikel für die Merchandising GmbH.
Nun könnte man natürlich sagen, alles halb so wild, aber in seiner mittlerweile fast sechsjährigen Anwesenheit glänzte Power immer wieder mit Zwischenfällen, auf die wir hier noch einmal eingehen möchten.
Androhung von Gewalt
Der Eklat um die Handgreiflichkeiten auf der Fröttmanninger VIP-Tribüne: Was geschah denn nun wirklich am Rande des Relegationsrückspiels gegen Regensburg im Mai 2017? Das Portal Sport1 veröffentlichte einen Artikel, der einen sehr aufgebrachten Anthony Power auf dem Foto zeigte. Hier soll es auf der VIP-Tribüne zu einem Übergriff von ihm auf den damaligen Kassenwart Thomas Probst gekommen sein. Im Artikel beschreibt Sport1, dass Power auf Probst gestürmt sei, nachdem dieser “Ismaik raus!” gerufen habe. Nach unserem Flyer gegen Oldenburg, in welchem wir auf besagten Artikel verwiesen, veröffentlichte Probst über das Löwenmagazin am 14. August eine Richtigstellung:
“Da es leider immer wieder falsche oder nicht vollständige Berichte und Spekulationen zu dem Vorfall mit Herrn Power gibt”, möchte Thomas Probst den Sachverhalt von damals klarstellen: „Ich habe zu keinem Zeitpunkt “Ismaik Raus” oder Ähnliches gerufen und ich habe mich auch zu keinem Zeitpunkt geprügelt. Ich habe Herrn Power am Ende des Spiels meine persönliche Meinung sehr deutlich auf Deutsch gesagt. Herr Power ist höchst aggressiv auf mich persönlich losgegangen, und hat mir Prügel angedroht. Ich bin sofort zur Seite gegangen um die Sache zu deeskalieren. Herr Power wurde von mehreren Personen zurückgehalten und zum Sitzplatz zurückgeführt. Ich möchte an dieser Stelle auch noch mal ausdrücklich Sascha Färber für seinen Einsatz danken”, erläutert Probst.
Ob dies nun für Powers Peoplemanagement-Skills spricht, darf jeder für sich selbst beantworten.
Die Sonderrechte des Anthony Power
Immer wieder teilt Power auf seinem Kanal auch Fotos seines Lieblingshobbies: Bodybuilding. Natürlich ist es aller Ehren wert, wenn man so auf seinen Körper achtet, wir hängen halt lieber am Tresen, als im Fitnessstudio. Spaß beiseite. Allerdings stellen wir uns schon die Frage, wie es dazu kommt, dass unser guter Merchandising-Chef regelmäßig die Trainingsräume auf dem Trainingsgelände des TSV 1860 nutzt und dies auch immer wieder öffentlich zum Besten gibt. Vor dem Hintergrund des von der Liga vorgegebenen Hygienekonzepts, das zum Schutz der Profis sogar der U21, sowie der U19-Mannschaft der Löwen die Nutzung des selbigen untersagt, ist das alles schon sehr bemerkenswert. Wie das Löwenmagazin vor wenigen Wochen bereits berichtete, war es vor Pandemiebeginn kein Problem für Nachwuchsmannschaften des TSV 1860 den Fitnessraum mitzubenutzen. Dieser Zustand wurde seitdem nicht verändert und zeugt von wenig Professionalität seitens der KGaA im Umgang mit dem oftmals angepriesenen Herzstück des Vereins. Dass ein gewisser Geschäftsführer der Merchandising GmbH Befugnis hatte und immer noch hat diese Halle nutzen dürfen – eine Farce, die ihres Gleichen sucht…
Auch während der Coronapandemie war es immer wieder erstaunlich, dass man Anthony Power regelmäßig bei den Geisterspielen im Stadion antraf.
Anthony Power im Spielerkreis auf dem Spielfeld
Als wäre das für jeden Fan nicht schon ein Schlag ins Gesicht, nein auch auf dem Rasen sah man unser Fanartikel-Mastermind dabei regelmäßig herumstolzieren. Hygienekonzept? Vollkommen wurscht.
Ein weiterer Funfact: Die Geschäftsadresse der Merchandising GmbH befindet sich vor den Toren Münchens in Oberhaching. Witzigerweise aber befindet sich das offizielle Geschäftsbüro von Anthony Power an der Grünwalderstraße 114 in der dritten Etage, also dort, wo sich die Geschäftsführung der KGaA-Fußballfirma befindet. Wieso ist das eigentlich so und wer schafft diese Art von Freiraum für den Geschäftsführer des Fanshops?
Kopie von Fanartikeln aus der Löwenlandschaft
Nanu, haben wir uns gedacht, als wir die Werbung der Merchandising GmbH für ein „neues“ T-Shirt gesehen haben. Es ist weiß und auf der Brust prangt in blauer Farbe ein Löwe umkreist von dem Spruch „Wir sind der Verein – 1860 München“. Ihr seht es oben im Bild rechts. Und gleich links daneben ein T-Shirt, dass es seit ein paar Monaten im (übrigens sehr zu empfehlenden) Shop des TSV München von 1860 e.V. (Produkte Archiv – TSV 1860 München e.V.), unserem Verein, zu kaufen gibt. Ein schönes Shirt, das nicht nur bessere Qualität (inkl. Fair Trade) verspricht, sondern dessen Erlöse auch noch einem gemeinnützigen Verein zu Gute kommen. Warum sollte man nun das „gleiche“ Shirt für 3,65 € weniger in Anthony Powers Fanshop kaufen? Haben die dort wirklich gar keine eigenen Ideen? Oder will man in bester Kindergartenmanier, ohne Anlass, dem e.V. ans Bein pissen und für schlechte Stimmung sorgen? Eine gute Frage und wir kennen noch immer keine Antwort darauf. Abgesprochen war das Ganze, wie man hört, auf jeden Fall nicht und wir sind gespannt, ob Copy-Cat Anthony sich damit nicht vielleicht an sein eigenes Bein gebieslt hat. In jedem Fall ein ziemliches Armutszeugnis und außer Kopfschütteln fällt uns dazu eigentlich gar nichts mehr ein. Achja, einen „Fehler“ haben wir dann doch gefunden: Die „Axt” verwendete den alten Löwen, während beim Original des e.V. unser aktueller Löwe das Shirt ziert:
T-Shirt “Wir sind der Verein”, das Original des eV. Quelle: Screenshot des Online-Shops des TSV München von 1860 e.V.T-Shirt “Wir sind der Verein”, die Kopie der Merchandising AG, Quelle: Foto privat
Zu dem Anlass haben wir auch mal wieder das restliche Sortiment von Anthony Powers Fanshop durchgeschaut und gleich noch ein negatives „Highlight“ entdeckt: Das T-Shirt-Motiv auf der nächsten Seite ist uns doch auch sehr bekannt vorgekommen. Haben diese Kreativlosen doch tatsächlich das Motiv eines alten Aufklebers der Cosa Nostra quasi 1 zu 1 kopiert und auf ein T-Shirt geklatscht. Könnt Ihr eigentlich gar nix selber? Die Gründe, im offiziellen Fanshop nichts zu kaufen, sind ja bereits seit ein paar Jahren bekannt (v.a. dass Sechzig vom Gewinn quasi nix sieht), aber sie schaffen es irgendwie doch immer noch ein Stückweit tiefer zu sinken. Und, wo wir grad bei alten Motiven aus der Fanszene sind: Wir sind immer wieder begeistert von der Kreativität in der Löwenfanlandschaft, insbesondere wenn es um Aufklebermotive geht. Was da ständig an geilen/witzigen Neuheiten auftaucht ist wirklich erstaunlich. Von dieser Kreativität kannst du dir einige Scheiben abschneiden, doch in Sachen Merchandising bist du einfach ein Totalausfall.
Anthonys Resterampe bedient sich mangels eigener Ideen doch tatsächlich bei der sonst so ungeliebten Fanszene der Münchner Löwen, Sachen gibt’s… Allerdings auch kein Wunder, so war z.B. die Serie von Fanartikeln zum Pokalspiel gegen die Borussia aus Dortmund gefühlt einfach vom Spiel aus dem Jahre 2013 kopiert. Einfallsloser geht’s einfach nimmer. Daher war es auch keine große Überraschung, dass diese Shirts, Schals und Hoodies im Stadion praktisch nicht zu sehen waren.
Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat den Kader für das Qualifikationsturnier zur Teilnahme an der Endrunde um den UEFA Regions‘ Cup nominiert und dabei auch vier Spieler des TSV 1860 berücksichtigt.
Vier Spieler des TSV 1860 für Regions’ Cup nominiert
BFV-Cheftrainer Engin Yanova berief insgesamt 18 Spieler aus neun Bayernliga-Vereinenins Aufgebot für die Vorrunde der Europameisterschaft der Amateure. Diese wird vom 29. September bis 5. Oktober 2022 im Stadio Domenico Francioni, der Heimspielstätte des italienischen Serie-C-Klubs Latina Calcio 1932 ausgetragen. Der BFV vertritt dabei Deutschland, die Gegner sind Nordmazedonien, England sowie die Auswahl Italiens.
Vom TSV 1860 wurden insgesamt vier Spieler für den UEFA Regions’ Cup nominiert: Valentin Sponer, Daniel Winkler (siehe Titelbild), Marco Mannhardt und Marko Zivanovic.
Das Aufgebot des BFV
Tor
Enrico Caruso (FC Deisenhofen)
Ludwig Zech (FC Ingolstadt 04 U21)
Abwehr
Flemming Schug (FC Memmingen)
Mathias Bauer (FC Memmingen)
Daniel Winkler (TSV 1860 München U21)
Valentin Sponer (TSV 1860 München U21)
Anthony Manuba (TSV 1865 Dachau)
Sebastian Brey (TSV 1865 Dachau)
Nicolai Oppelt (TSV Kornburg)
Mittelfeld
Marco Mannhardt (TSV 1860 München U21)
Martin Mayer (FC Deisenhofen)
Rufus Roth (FC Ismaning)
Mario Götzendörfer (FC Ingolstadt 04 U21)
Marcel Kosuch (TSV 1865 Dachau)
Julian Baumgärtner (DJK Don Bosco Bamberg)
Sturm
Egson Gashi (FC Ingolstadt 04 U21)
Yannick Frey (SpVgg Bayern Hof)
Marko Zivanovic (TSV 1860 München U21)
Gänzlich verschieden verlief der Nachmittag der 3. und der 4. Mannschaft der Löwen. Während sich die Vierte mit der SpVgg Thalkirchen-Freundschaft einen harten Fight lieferte und mit dem Unentschieden zumindest einen Punkt fürs Konto holte, trat der Gegner der Dritten gar nicht erst an.
Vierte spielt Unentschieden
Die 4. Mannschaft der Löwen ist nach dem Aufstieg scheinbar endgültig in der Kreisklasse angekommen und behauptete sich am Samstag Nachmittag auch gegen die SpVgg Thalkirchen-Freundschaft. Nachdem Jonas Elfara die Gäste nach einer Viertelstunde in Führung gebracht hatte, schlug der TSV 1860 noch vor der Pause zurück. Zunächst glich Abdou Jarmaine in der 35. Minute aus, ehe Leonhard Schnepper in der 44. Minute gar das 2:1 für die Löwen erzielte.
Vor nur 30 Zuschauern auf dem Sechser-Platz erkämpften sich die Gäste dann aber doch noch einen Punkt. Niklas Rothaug traf in der 70. Minute zum 2:2-Endstand. Aktuell steht die Vierte somit mit 10 Punkten aus 6 Partien auf Platz 3 der Tabelle, kann aber am Sonntag von einigen Teams überholt werden.
Es muss ordentlich gebroddelt haben in dem Blogger, seit er vor ein paar Tagen in der Abendzeitung mehrfach als das bezeichnet wurde, was er nun einmal ist: Ein Blogger.
Das Wort „Blogger“ ist an und für sich nichts Schlimmes. Für jemanden, der gerne ein Journalist wäre, ist es quasi eine Beleidigung. Aber um als Journalist ernst genommen zu werden, braucht es mehr als einen Presseausweis. Uns würde da z.B. das Einhalten von journalistischen Standards einfallen. Warum die Abendzeitung ihren ehemaligen Mitarbeiter mehrfach als „Blogger“ bezeichnet hat – nun, darauf kann sich jeder selber einen Reim machen.
Wir werden an dieser Stelle nicht das neueste „Ungezähmt“ des Bloggers Wort für Wort betrachten. Es genügt bereits ein Blick auf den ersten Absatz um aus dem Kopfschütteln nicht mehr herauszukommen. Schauen wir ihn doch einmal etwas genauer an.
„Wenn´s ums Grünwalder Stadion geht, dann schlägt bei manchen Menschen der Puls deutlich höher und dann wird vor lauter Stadion-Verehrung gern mal die Faktenlage ausgeblendet,”
Diesem Halbsatz schließen wir uns vorbehaltlos an. Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung, lieber Blogger.
„dass die Giesinger Kultstätte“
– schön erkannt –
„für den TSV 1860 zwar die Heimat“
– ebenfalls schön erkannt –
„, aber eben auch leider ein Verlustgeschäft ist“
– das ist nachweislich falsch. Der TSV 1860 München macht mit dem Grünwalder Stadion keinen Verlust.
„und dem Verein jede wirtschaftliche Entwicklung nimmt“.
Abgesehen davon, dass in diesem Satz vermutlich das Wort „positive“ fehlt, ist auch dieser Satz einfach nur falsch. Die Mitgliederanzahl ist so groß wie sie noch nie in der Geschichte des TSV 1860 war. Die Sponsoren sind so zahlreich wie seit vielen Jahre nicht mehr. Welche wirtschaftliche Entwicklung hätte der Herr Blogger denn gerne? Die, die wir in der Allianz Arena hingelegt haben?
Als Münchens OB Dieter Reiter am vergangenen Dienstag auf der Löwen-Wiesn im “Himmel der Bayern” vor mehreren Reportern erklärte, dass die Sechzger im Falle des Zweitliga-Aufstiegs bei ihm für die Rückkehr ins Olympiastadion die “Drehtür einrennen” würden, konterte AZ-Lokalchef Felix Müller in seinem Blatt wenige Stunden später, dass dieser OB-Vorschlag keine “ernsthafte Option” sei und das ehemalige WM-Stadion sowieso nur Platz für 35.000 Fans hätte. Da mussten viele Löwen-Fans herzlich schmunzeln. Weiß die AZ mehr als der OB selbst?
Also lieber Blogger, noch einmal ganz langsam für Dich zum Mitschreiben. Oder auch einfach nur lesen und eventuell verstehen.
In der zweiten Liga und auch der ersten Liga dürfen nur überdachte Plätze verkauft werden. Das sind im Olympiastadion die genannten 35 000. Einen Umbau mit Überdachung wird es wegen dem Denkmalschutz nicht geben, dieser ist unmöglich. Wenn die Löwenfans an dieser Stelle herzlich schmunzeln, dann über Dich.
Wie hast Du in der Einleitung so schön geschrieben? „dann wird vor lauter Stadionverehrung gerne mal die Faktenlage ausgeblendet“.
Richtig. Dann erkenne doch bitte den Fakt, dass dieses Stadion niemals bundesligatauglich sein wird.
Das restliche „Ungezähmt“ ist eine General-Abrechnung mit sechzger.de. Wir vermuten stark, dass ein richtiger Journalist so etwas nicht machen würde. Sondern nur ein Blogger, in dem es ordentlich brodelt, so einen Text auf seinen Blog stellt. Ein brodelnder Blogger eben. Konkret: Ein brodelnder Bogenhausener Blogger.
sechzger.de wünscht gute Besserung.
PS: Eines ist uns dann doch noch wichtig: Es wird in “Giesinger Geschwätz” ernsthaft behauptet, dass wir unsere Berichtigung ihn betreffend im Kommentarbereich versteckt hätten.
Das ist nicht wahr. Die Berichtigung steht wie in solchen Fällen üblich am Ende des Artikels. Dort steht sie nachweislich schon mehr als 24 Stunden. Aber das “Übersehen” muss ja nicht absichtlich geschehen sein. Das kann schon einmal passieren, wenn es in einem brodelt.
Wir gehen davon aus, dass diese Falschbehauptung umgehend korrigiert wird. Eine Entschuldigung erwarten wir nicht.
Im ersten Teil der Serie haben wir uns bereits mit Anthony Power’s Werdegang und seinem Einstieg bei den Löwen beschäftigt. Weiter geht es nun mit seiner Bilanz als Geschäftsführer der KGaA, dem Arbeitsklima an der 114 sowie wie Power überhaupt zur Merchandising GmbH kam.
Die Bilanz unter Power als GF
In 13 Ligaspielen konnten die Löwen 6 Siege einfahren, bei einem Unentschieden und 6 Niederlagen, da hatten wir auf jeden Fall schon Schlimmeres erlebt. Inwieweit dies nun auf das Wirken von Power zurückzuführen ist, nun ja, darüber werden sich eines Tages die Gelehrten streiten.
In der Wintertransferperiode 16/17 zeigte Power dann allerdings seine wahren finanziellen Skills
Mit Vitus Eicher, Milos Degenek sowie Rodnei und Goran Sukalo (ok, letzterer hatte nach seiner Station bei uns seine Karriere beendet) gab es im Winter 2016/17 insgesamt vier Abgänge in der ersten Mannschaft der Löwen zu verzeichnen, GF Power erzielte hierbei einen grandiosen Transfererlös von 0,00 Euro.
Demgegenüber wurden mit Gytkjaer (2,25 Mio. Euro Ablöse), Amilton (500k), Frank Boya, Ba, Lumor (hier sind keine Details bekannt) und Boenisch* insgesamt ein Minus von 2,75 Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.de) erzielt. In Wahrheit war die Transferbilanz unseres großen Zampanos noch viel verheerender: für Frank Boya, der nicht eine einzige Minute auf dem Platz stand, wurde eine in den Medien kolportierte Ablösesumme von 3,5 Mio Euro fällig. Ein Teil dieser Summe ging wohl direkt an den äußerst unseriösen Londoner Spielervermittler Kia Joorabchian. Der gebürtige Iraker hatte bereits bei Hasan Ismaiks absoluten Wunsch-Sommertransfers von Lucas Ribamar – der satte 3,2 Mio. € für 41 Minuten Zweitligafußball kostete – seine Finger im Spiel und mit Sicherheit sehr gut daran verdient. Im Klartext: Joorabchian, der auch mit der russischen Mafia in Verbindung gebracht wurde, hat unseren unerfahrenen Geschäftsführer so über den Tisch gezogen wie bereits unseren geliebten Investor im Sommer 2016. Kia Joorabchian schläft vermutlich immer noch in Löwen-Bettwäsche.
Wenn das die so lautstark unterstrichene finanzielle Expertise bei der Unterstützung von in Schieflage geratener Unternehmen ist, erklärt das zumindest die relativ vielen Jobwechsel in kurzer Zeit in seiner beruflichen Laufbahn.
Das Arbeitsklima an der Grünwalderstraße 114
Mitarbeiterberichten zufolge herrscht seit dem Wirken von AP am Trainingsgelände der Löwen ein schreckliches Arbeitsklima. Power soll hier vor keinerlei Gepflogenheiten Respekt haben, erst nach mehrmaligen Ermahnungen und Hinweisen zeigte er sich dem Vernehmen nach etwas kompromissbereit. So beendete er den Abschiedsbrunch der damaligen Empfangssekretärin mit der Begründung, dass dies Diebstahl von Arbeitszeit sei.
In der Winterpause 2016/17 sorgte er beim sich anbahnenden Wechsel von Keeper Vitus Eicher nach Heidenheim ebenfalls für einen Eklat. Er forderte für den zu diesem Zeitpunkt dritten Torhüter der Löwen sechs Monate vor Vertragsende eine mittlere sechsstellige Ablösesumme. “Wir können unsere Spieler nicht an die Konkurrenz verschenken – auch nicht Vitus!” Eine größere Degradierung eines mehr als verdienten Sechzgers, der die gesamte Jugend bei den Löwen verbracht hatte, gibt es wohl nicht.
Immer wieder wurde von verschiedenen Mitarbeitern über die unsäglichen Arbeitsbedingungen unter Power berichtet. So wurde als Amtssprache am Trainingsgelände fortan Englisch vorgeschrieben, mit eigenen, von ihm persönlich eingesetzten Mitarbeitern unterhielt er sich indes sogar auf Arabisch, sodass der Eindruck entstand, es werde über andere Kollegen gar gelästert. Widergespiegelt hatte sich dann die Abneigung gegenüber dem US-Amerikaner, dass er 2016 nicht zur Weihnachtsfeier der Mannschaft eingeladen worden war.
Der ehemalige Kassenwart Thomas Probst wird im Löwenmagazin wie folgt zitiert: “Herr Power stand am 9. Februar 2017 im Büro der Mitarbeiter der Fußballabteilung und hat sie mit Angst und großem Druck aufgefordert, alle Büros innerhalb von zwei Stunden umgehend zu räumen. Er hat ihnen auch keine anderen Räume zur Verfügung gestellt. Unsere verängstigten Mitarbeiter haben die Arbeitsplätze geräumt und arbeiteten seit diesem Zeitpunkt entweder von zu Hause aus oder saßen in überfüllten Büros. Wie man sich vorstellen kann, waren dies unerträgliche Arbeitsbedingungen. Wie sich herausstellte, ließ Herr Power den dritten Stock komplett räumen, um der Entourage von Herrn Ismaik jederzeit ungestört ein leeres Stockwerk zur Verfügung stellen zu können. Tatsächlich saßen dort nur noch Power, Yahya Ismaik (Ismaiks Bruder) und später Ian Ayre (letzterer bekanntermaßen ja nur für wenige Tage). Alle anderen KGaA Mitarbeiter, die im dritten Stock saßen, hatte Power in die Büros der rausgeschmissenen e.V. Mitarbeiter gesetzt.”
Ab April 2017 leitete Power von nun an die Geschicke der Merchandising GmbH als neuer Geschäftsführer
Man sollte ja eigentlich meinen, dass ein Sanierer wie AP ein Unternehmen wie die Merchandising GmbH steil nach oben führen sollte. Die Bilanz spricht hier aber eine eher andere Sprache. Schauen wir uns die im Bundesanzeiger veröffentlichten Gewinnausschüttungen der vergangenen Jahre mal genauer an:
Die Bilanz von Anthony Power: Die Gewinnverteilung der Merchandising GmbH zum 30.06.2021
Das Einzige was hier absolut Bestand hat, ist – oh Wunder – die Unbeständigkeit.
Power hat es in fünf Jahren nicht geschafft, für Kontinuität in der Merchandising GmbH zu sorgen. Differenzen im sechsstelligen Bereich nach oben und unten zeugen davon, dass weder mit Strategie gearbeitet wird noch, dass der gute Herr etwas von Fanartikeln eines Fußballvereins versteht. Das sieht man zum einen an den teilweise mehr als beschämenden Artikeln im Fanshop der Löwen, den mehr als dreisten Kopien von Motiven aus der Fanszene oder des e.V., aber auch dadurch, dass man eigentlich abgesehen vom Fanshop an der 114 und dem Shop am Platzl quasi nirgendwo mehr vertreten ist (ok, den Tegut am Hauptbahnhof mal ausgenommen).
Während jeder Discounter, Souvenirladen, Tabakshop und Sporthändler Waren der Roten über den Tresen gehen lässt, sucht man weiß-blaue Fanartikel meilenweit vergebens. Trauriger Höhepunkt des Ganzen ist aber letztlich, dass durch den Verkauf der Merchandising GmbH an Hasan Ismaik für läppische 1 Million Euro im Januar 2012 die letzte echte Geldeinnahmequelle der Löwen endgültig verschwand. Im Vertrag wurde geregelt, dass die ersten 120.000€ Gewinn direkt auf das Konto von HI Squared fließen und alles darüber dann 50/50 zwischen Ismaik und der TSV München von 1860 GmbH und Co KGaA (dessen Mehrheitsgesellschafter wiederrum Ismaik ist) gesplittet wird. Unterm Strich haben die Löwen damit in den vergangenen zehn Jahren gerade einmal 560.000€ Gewinn durch ihre EIGENEN Fanartikel erwirtschaftet. Da steht jeder Regionalligist besser da.
Funfact am Rande: Bei Creditsafe (ein Unternehmen, das u.a. Online-Bonitätsbewertungen von Unternehmen anbietet) wird die Merchandising GmbH mit der Note 3,6 im Bonitätsindex bewertet. Das bedeutet ein erhöhtes Geschäftsrisiko! Creditsafe rät also zur Vorsicht, bei sich anbahnenden Geschäftsbeziehungen zur Merch GmbH – Chapeau, Anthony!
*Anmerkung der Redaktion: Sebastian Boenisch wurde noch unter der Führung von Geschäftsführer Thomas Eichin verpflichtet. Danke für den Hinweis im Kommentarbereich.
“Abrechnung mit Anthony Power” – so lautete ein Artikel im Brunnenmiller, welcher die Wurzeln des Konfliktes zwischen den aktiven Fans des TSV 1860 und Anthony Power offenlegt.
Auch bei uns war besagter Power schon Thema des ein oder anderenArtikels.
Viele Fans des TSV 1860 München fragen sich, wo die Ursprünge des Protestes gegen Anthony Power liegen. Im Fanzine “Brunnenmiller” wird dazu ausführlich Stellung bezogen.
Das geben wir hier 1:1 weiter. Ohne Wertung unsererseits.
Bereits beim Heimspiel gegen den VfB Oldenburg haben wir Münchner Löwen lautstark klargemacht, dass die Personalie Anthony Power an der Grünwalder Straße 114 nicht mehr tragbar ist. Neben den Doppelhaltern und dem Spruchband in den Stimmungsblöcken G und H der Westkurve wurden vor dem Spiel Flyer verteilt, die diese Forderung nochmals unterstreichen sollten. Warum und wieso, das waren in den Gesprächen mit anderen Löwenfans, neben viel Zuspruch und Unterstützung, immer wieder die zwei großen Fragen, die wir mit diesem Text versuchen möchten zu beantworten.
Ein kurzer Blick zurück: Wer ist Anthony Power überhaupt?
Geboren wurde Anthony Power am 08. Januar 1967. Der Mann mit US-Staatsbürgerschaft ist allerdings kein gebürtiger Amerikaner, sondern kam in Jordanien zur Welt. Auch der Name Anthony Power ist ein erst später, von ihm selbst gewählter, Künstlername. Über seinen richtigen Namen wissen wir leider nichts, auch nicht, was ihn für diesen Posten qualifizieren soll. Selbiges gilt für seine Kindheits- und Jugendtage. Wann Power in die Staaten emigrierte, ist uns ebenso nicht bekannt.
Auf seinem LinkedIn Profil beschreibt sich der studierte Maschinenbauer selbst als “seniorigen Investmentprofi mit weitreichender Expertise in den Bereichen Baugewerbe, Real Estate, M&A (Anm. d. Red: ‚Mergers and Acquisitions‘, was zu dt. so viel wie ‚Fusionen und Übernahmen‘ bedeutet), dem Managen von diversen Portfolios, mit Fokus auf Track Recordings und Risikominimierungen.”
In seiner über 20-jährigen Berufslaufbahn hat er dabei in verschiedensten Sektoren, darunter Luft- & Raumfahrt, Industrie, Retail, Immobilien, Manufacturing, Bildung, Erneuerbare Energien, IT und Telekommunikationssektor gearbeitet – einfacher wäre es wohl sich an dieser Stelle zu fragen, was er eigentlich noch nicht gemacht hat.
Er bewirbt sich selbst unter anderem mit:
Skills in der Analyse und der Planung zur Rettung von in Schieflage geratenen Unternehmen, um diese zurück in die Liquidität zu führen.
und beschreibt sich dabei als motivierten Selfstarter, der verschiedene Erfolge in seiner frühen Karriere erreicht habe, allerdings ohne diese weiter auszuführen.
Hier hat wohl jemand zu viele Hollywoodfilme geschaut und jagt dem American Dream hinterher…
Nun kann man also überlegen, wie man Powers Karriere einordnet, wir für unseren Teil sind der Meinung, jemanden wie AP setzt man ein bzw. holt man ins Unternehmen, um einen gewissen Selbstreinigungsprozess einzuleiten. Das meinen wir allerdings in keinster Weise positiv. Power wird geholt, da er jemand ist, der sich die Hände schmutzig macht und dabei auch vor Regeln und Gesetzen nicht zurückschreckt. Wer übrigens mehr über Anthony Powers beruflichen Weg erfahren möchte, kann gerne selbst auf LinkedIn auf sein Profil klicken.
Powers Einstieg bei den Löwen
Die Geschichte von Anthony Power und den Münchner Löwen begann am 23.11.2016. Nach einer gemeinsamen Pressekonferenz am 22.11.2016 von Hasan Ismaik und dem damaligen Präsidenten Peter Cassalette holte Ersterer zum Rundumschlag aus. In der – wohlgemerkt – ersten Saison, in welcher Ismaik de facto freie Entscheidungsmacht genoss, wurde nach nur 144 Tagen im Amt der “blaue Bessermacher” Kosta Runjaic (so wurde dieser Trainer anfangs der Saison vom letzten echten Leberkas-Tschornalisten betitelt) bereits wieder beurlaubt.
Auch der damalige Geschäftsführer Thomas Eichin wurde an besagtem Tag degradiert. Lediglich die sportlichen Aufgaben waren nun Hauptteil seiner Arbeit, allerdings mit der gleichzeitigen Drohung unseres geliebten Investors, dass bei ausbleibender Leistung auch hier demnächst die Lichter ausgehen. Mehr oder weniger war er ab diesem Zeitpunkt nur noch die ausführende Kraft und ohne das Abnicken von HI bzw. dessen Vertretern sowieso ohne irgendeine Befugnis.
Auf besagter Pressekonferenz wurde durch Ismaik mit einem Fingerzeig in die erste Reihe des Publikums der neue Geschäftsführer Finanzen, Anthony Power, vorgestellt. Mit den Worten “Good Afternoon, my Name is Anthony!” war er nun also da, Ismaiks neuer Heilsbringer, der von sich selbst an jenem Tag behauptete, ein großer Fan der Löwen zu sein, nachdem er bereits seit einem Jahr mit Ismaik zusammenarbeite. Er habe die Entwicklung des Clubs bereits seit längerem verfolgt. Wie viel Wahrheit dahinter steckt, lassen wir gerne mal im Raum stehen. Power sollte allerdings gar nicht langfristig als GF der Löwen eingesetzt werden. Als Interimslösung sollte er die Geschicke des in Schieflage geratenen Unternehmens lenken, bis ein neuer Geschäftsführer gefunden sei. Dies dauerte dann letztlich 128 Tage und zwar bis zum 31.03.2017, ehe Ian Ayre – frisch aus Liverpool eingeflogen – die Geschäfte übernahm.
Power schließt die Medien am Trainingsgelände aus und entzieht der Presse die Dauerakkreditierungen
Die Aussage, dass über die Löwen oftmals vieles geschrieben wird, was an den Haaren herbeigezogen ist, oder oftmals einzig und alleine dazu dient, Stimmung zu machen, unterschreiben wir zu 100%. Auch wir heißen das keinesfalls für gut. Trotzdem herrscht in Deutschland Meinungsfreiheit und Journalisten (sofern sie auch wirklich welche sind, einen journalistischen Auftrag verfolgen und nicht nur ein Möchtegern-Blogkäseblatt betreiben) haben das Recht auf ihre Akkreditierungen. Power war dies natürlich völlig egal.
Gekonnt verfasste der Selfmaker mit starken Leaderqualitäten drei Tage nach seinem Amtsantritt eine Stellungnahme, in der er der Münchner Boulevardpresse ein Hausverbot an der Grünwalderstrasse 114 erteilte und die Akkreditierungen für die Löwenspiele entzog. Der Bayerische Journalisten Verband zitierte eine E-Mail von Power wie folgt: “Wir haben uns für diesen Schritt entschieden, da wir aufgrund der Berichterstattung in den letzten Wochen und Monaten derzeit keine Basis für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit sehen. Selbstverständlich werden wir Ihnen im Sinne der Pressefreiheit die Möglichkeit geben, über den TSV 1860 München zu berichten. Zu diesem Zweck können Sie Antrag auf Tagesakkreditierungen stellen.” Ob und wie diese dann verteilt werden, lag natürlich völlig im Ermessensspielraum Powers. Erst nach lauten Protesten der Medienhäuser sowie des Journalistenverbandes gab der damalige Geschäftsführer nach und ließ die Pressevertreter wieder gewähren.
Nach zuletzt zwei Unentschieden wollten Frank Schmöller und sein Team heute endlich mal wieder einen Dreier einfahren. Beim Tabellenletzten TSV 1860 Rosenheim wurde dieses Vorhaben von der U21 – wenn auch mit sehr viel Mühe – in die Tat umgesetzt. Am Ende siegten die Löwen mit 5:2 und kletterten in der Tabelle vorläufig auf Platz 5.
“Wir müssen auf dem Platz wieder zeigen, was uns stark gemacht hat: Richtig energisch und konzentriert Fußball spielen.”
Die U21 nahm sich dies offenbar zu Herzen und setzte den TSV 1860 Rosenheim von Beginn an unter Druck. Bereits nach acht Minuten nutzte Kevin Goden einen Fehler des Torhüter und netzte zum 0:1 ein. Noah Feil sorgte in der 17. Minute mit einem Schuss aus 16 Metern ins Kreuzeck für den zweiten Löwen-Treffer.
Als Mason Judge (siehe Titelbild) nach einer halben Stunde per Kopf gar das 0:3 folgen ließ, schien die Partie schon frühzeitig entschieden.
U21 mit Auswärtssieg beim TSV 1860 Rosenheim
Kurz nach der Pause brachte Christoph Wallner, in der Jugend einst selbst an der Grünwalder Straße aktiv, den Gastgebern per Freistoß zum 1:3 jedoch die Hoffnung zurück. Die Rosenheimer, die aus den ersten zwölf Partien lediglich sechs Punkte geholt hatten, witterten plötzlich Morgenluft. Und siehe da: In der 62. Minute schepperte es erneut! Tim Kießling zog aus 20 Metern ab, der Ball wurde abgefälscht und senkte sich über Schmid ins Löwen-Tor. Nur noch 2:3…
Eigentlich unfassbar, wie man einen Gegner, der so dermaßen am Boden lag, wieder ins Spiel kommen lassen konnte. Das große Zittern war nun also bei den Löwen angesagt, denn es war schließlich noch eine knappe halbe Stunde zu spielen. Für die Beruhigung der Nerven sorgte in der 82. Minute erneut Mason Judge. Der 20-jährige Amerikaner traf nach einem Freistoß erneut per Kopf zum 2:4 und sicherte der U21 drei wertvolle Punkte. In der Nachspielzeit ließ der eingewechselte Vito Kreuzpaintner gar noch das fünfte Tor für die Löwen folgen und beseitigte die letzten Zweifel.
Nur einen Tag nach dem 1:0-Sieg beim österreichischen Erstligisten WSG Wattens waren die Löwen schon wieder im Einsatz. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des SV Münsing Ammerland gastierte der TSV 1860 im dortigen Sportzentrum und setzte sich erwartungsgemäß deutlich mit 8:1 durch.
Zachenbacher lässt die Gastgeber jubeln
Eine gute Viertelstunde hielt das Bollwerk der Gastgeber, ehe Michael Glück die Löwen per Kopf mit 1:0 in Führung brachte. Doch wer nun glaubte, das Unheil für die Gastgeber nehme nun seinen Lauf, der wurde eines Besseren belehrt. Nach einer halben Stunde wurde Zachenbacher per Traumpass steil geschickt und behielt frei vor Marco Hiller die Nerven. Der Ausgleich für den SV Münsing durch den “wahrscheinlich neuen Ehrenbürger” (Zitat Sebastian Schäch).
Sieben Minuten später führte Sechzig jedoch wieder, als Devin Sür für die Löwen einnetzte. Spätestens mit dem 1:3 durch Fynn Lakenmacher (39.) war dann der letzte Zweifel beseitigt, wer den Platz heute als Sieger verlassen würde. Noch vor der Pause ließ Semi Belkahia gar das vierte Tor für den TSV 1860 in Münsing folgen.
Der SV Münsing Ammerland jubelt nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich
TSV 1860 siegt deutlich in Münsing
Nach dem Seitenwechsel dauerte es gerade mal drei Minuten, bis Meris Skenderovic das 1:5 erzielte. Die ca. 1800 Zuschauer an der Hartlstraße sahen – wie nicht anders zu erwarten – Einbahnstraßenfußball in Richtung des Tores des Kreisligisten. In der 69. Minute war es erneut Skenderovic, der alleine auf den Keeper zusteuerte, von diesem jedoch im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Boyamba verwandelte den fälligen Strafstoß zum 1:6.
Auch danach spielte nur Sechzig München, ließ dabei jedoch die letzte Konsequenz vermissen. Erst in der 82. Minute schepperte es wieder: Nachdem sich Sür auf rechts durchgesetzt hatte, staubte Skenderovic zum siebten Löwentor ab. Der Stürmer hatte aber noch nicht genug und vollstreckte per Fallrückzieher zum 1:8 (86.).
Dabei blieb es dann auch und der Abend endete an der Bar des Burschenvereins Münsing…
Das idyllische Sportgelände des SV Münsing Ammerland