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Rafati: Kein Abseits von Lex, aber Handspiel von Lakenmacher

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Fynn Lakenmacher TSV 1860

Beschweren durfte sich der TSV 1860 am Samstag über Schiedsrichter Timo Gerach sicher nicht. Besonders vor der Pause entschied der Unparteiische im Zweifelsfall – zumindest hatten wir den Eindruck – eher für die Gäste aus München. Experte Babak Rafati nahm nun die Leistung seines Kollegen unter die Lupe und kommt zu dem Schluss, dass Stefan Lex be der Vorbereitung des ersten Treffers nicht im Abseits stand, während das dritte Tor der Löwen wegen eines Handspiels von Fynn Lakenmacher irregulär war.

Strittige Szenen mit Lex und Lakenmacher

Abseits ja oder nein? So lautete die Frage nach dem 1:0 der Löwen in Dresden in der 8. Minute? War Stefan Lex schon einen Schritt zu weit?

Babak Rafati erklärt auf liga3-online.de:

“Zum Zeitpunkt des Abspiels von Steinhart auf Lex steht dieser nicht in Abseitsposition, sodass eine richtige Entscheidung vorliegt, den Treffer für 1860 München anzuerkennen.”

Kevin Ehlers hatte nach der Vorarbeit von Lex ins eigene Tor getroffen und die Löwen somit früh in Führung gebracht.

Kein Foul, aber Handspiel

Beim dritten Tor des TSV 1860 hingegen widerspricht Rafat der Entscheidung seines Kollegen Timo Gerach.

“Die erste Aktion ist keine Regelwidrigkeit von Bär an Akoto, denn dieses kurze “Bearbeiten” am Trikot stellt kein Foulspiel dar. Somit richtig, weiterspielen zu lassen. Bei der zweiten Aktion spreizt Lakenmacher den Arm sehr weit aus, sodass der Arm eine unnatürliche Bewegung macht und zur Vergrößerung der Körperfläche eingesetzt wird. Damit wird in Kauf genommen, den Ball mit der Hand zu spielen. Es liegt somit ein strafbares Handspiel vor. Eine Fehlentscheidung, weiterspielen zu lassen und den daraus resultierten Treffer anschließend anzuerkennen.”

Bitter für Dynamo, Glück für die Löwen. Aber wie es ist, vom Schiedsrichter benachteiligt zu werden, musste der TSV 1860 ja in der Vorsaison zur Genüge erleben…

sechzger.de Talk Folge 65 vor TSV 1860 – Borussia Dortmund

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Noch drei Tage sind es bis zum Freitag, noch drei Tage bis zum Duell zwischen dem TSV 1860 München und Borussia Dortmund. In Folge 65 ist Vanni von schwatzgelb.de im sechzger.de Talk zu Gast und spricht über die 1.Runde im DFB-Pokal mit Moderator Jan sowie Christian und Bernd. Auch der Auftaktsieg in Dresden wird ausführlich behandelt.

Löwen siegen in Dresden

4:3 zeigte die Anzeigetafel nach 90 Minuten in Dresden an – ein Tor mehr hatte der TSV 1860 München erzielt. Entsprechend wurde ein toller Auftakt in die Saison 2022/23 gefeiert. Während Gast Vanni nur wenige Minuten – und nur einen Treffer – live im Fernsehen zu Gesicht bekam, waren Jan und Christian im Auswärtsblock und berichten von ihren Eindrücken aus dem Rudolf-Harbig-Stadion. Neben dem Geschehen auf dem Platz waren auch die Aktionen auf den Rängen in beiden Fällen sehenswert. Zwischenzeitlich vereinigten sich beide Fanszenen gar und sangen gemeinsam.

Der TSV 1860 München empfängt Borussia Dortmund

Am heutigen Dienstag wartet zunächst der Bezirksligist SV Rödelmaier auf die Löwen. Knapp 350 Kilometer Anreise sind dafür notwendig. Ab 18:30 Uhr geht es um nicht mehr als die Erfüllung einer Pflichtaufgabe, um in die 2.Rundesdes Toto-Pokals einzuziehen.

Weit mehr Löwenfans fiebern auf den Freitagabend hin. Ab 20:45 Uhr – und damit ungewöhnlich spät – empfängt der TSV 1860 den Bundesligisten Borussia Dortmund. Vanni von schwatzgelb.de berichtet von der Vorbereitung sowie den Veränderungen im Kader und an der Seitenlinie. Alle vier Teilnehmer sind sich einig, dass die Löwen einen kleinen Vorteil haben, da sie sich bereits im Wettkampfmodus befinden. Die Bundesliga startet hingegen erst im August.

Mit einem Fanmarsch werden sich die Löwenfans auf einen stimmungsvollen Abend vorbereiten und im Anschluss wird das Grünwalder Stadion 90 Minuten hinter seiner Mannschaft stehen. Die Grundvoraussetzung für die Sensation, falls der TSV 1860 München gegen Borussia Dortmund tatsächlich in die 2.Runde des DFB-Pokals einziehen sollte.

Der sechzger.de Talk Nummer 65 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

TSV 1860 erhält größte Summe aus Nachwuchsfördertopf des DFB

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Leandro Leo Morgalla TSV 1860

Dass bei den Löwen noch immer eine großartige Jugendarbeit geleistet wird, ist bekannt. Dementsprechend kann Profitrainer Michael Köllner immer wieder auf Spieler zurückgreifen, die im eigenen NLZ ausgebildet wurden. Der DFB honoriert dies nun und schüttet an den TSV 1860 die größte Summe aus dem Nachwuchsfördertopf aus.

1860 erhält größte Summe aus Nachwuchsfördertopf

Zwei Kriterien werden für die Berechnung der Ausschüttung zugrunde gelegt. Zum Einen ist das Vorhandensein eines Leistungszentrums oder eines Leistungszentrums im Aufbau notwendig. Zum Anderen werden die Einsatzzeiten von Spielern in der 3. Liga mit deutscher Staatsangehörigkeit im U21-Alter berücksichtigt.

Die größte Summe aus dem Nachwuchsfördertopf des DFB für die abgelaufene Saison 2021/22 fließt an den TSV 1860 München. Stolze 448.300 Euro erhalten die Löwen, da man zahlreichen Junglöwen entsprechende Einsatzzeiten gewährte. Dahinter folgen die Würzburger Kickers (370.500 Euro), Viktoria Köln (369.200 Euro) und der 1. FC Saarbrücken (234.000 Euro).

Die Ausschüttung muss zweckgebunden für die Nachwuchsförderung verwendet werden, was von den Klubs entsprechend nachzuweisen ist.

Bild: CR-Fotos.de

Bär im Interview: “Zuschauer pushen uns jede Minute nach vorne”

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Viktoria Köln TSV 1860 20220130 Marcel Bär Tor

Was wurde zuletzt nicht wieder alles kritisiert an den Fans des TSV 1860: Fahnen, Banner, Pyro,… Im Interview mit dem DFB äußert sich Torschützenkönig Marcel Bär nun jedoch sehr positiv über die Löwenfans und sieht nicht zuletzt in ihnen den Schlüssel zu einer möglichen Pokalüberraschung gegen Borussia Dortmund.

Marcel Bär im Interview mit dfb.de

Natürlich sehe er den TSV 1860 im Duell mit dem Vizemeister als krassen Außenseiter, so Bär im Interview mit dfb.de, verweist aber auf die Vorsaison, als man zwei ambitionierte Zweitligisten aus dem Wettbewerb kegelte.

“Wir brauchen uns auf jeden Fall nicht zu verstecken. Klar müssen wir versuchen, hinten so lange wie möglich die Null zu halten, damit das Spiel offenbleibt. Aber wir brauchen auch Aktionen nach vorne. Wir haben in der letzten Saison gezeigt, dass wir dann auch höherklassige Teams in Bedrängnis bringen können. Wir haben zwei Zweitligisten, die um den Aufstieg mitgespielt haben, in unserem Stadion besiegt.”

Dass der Champions League-Teilnehmer aus dem Ruhrpott nochmal eine deutlich höhere Klasse – nicht zuletzt individuell – aufweist, ist jedoch klar.

Großes Lob für die Löwenfans

Eine besondere Bedeutung misst Marcel Bär den Fans des TSV 1860 und überschüttet sie mit Lob.

“Wenn das Stadion ausverkauft ist und man ein Flutlicht-Spiel hat, setzt das noch einmal ein paar Prozente frei. Die Zuschauer sind sehr wichtig für uns. Die pushen uns in jeder Minute nach vorne. Das beflügelt uns Spieler. Daher macht es riesigen Spaß, vor ihnen zu spielen.”

Sowas geht natürlich runter wie Öl! Auch am Freitag werden die Löwenfans wieder alles geben, um die Mannschaft nach vorne zu treiben. Und wer weiß, was dann alles möglich ist…

Bereits zwei große Überraschungen

Bär selber war bereits an zwei großen Überraschungen beteiligt. 2015 besiegte er mit Regionalligist Carl Zeiss Jena den damaligen Bundesligisten Hamburger SV. Fünf Jahre später schaltete er mit Eintracht Braunschweig Hertha BSC aus.

“Man freut sich darauf, sich mit den besten Spielern in Deutschland messen zu können und zu gucken, wo man steht. Um zu gewinnen, braucht der Bundesligist einen schlechten Tag und man selber einen guten Tag. Wir hatten einen gesunden Respekt vor dem Gegner, haben aber trotzdem frech nach vorne gespielt. Dann sind solche Erlebnisse möglich.”

Auch diesmal?

Bild: CR-Fotos.de

Ab 18:30 Uhr: Fanmarsch vor TSV 1860 – Borussia Dortmund

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Fanmarsch TSV 1860 München vor dem Relegationsspiel gegen Saarbrücken im Grünwalder Stadion

Vor dem DFB-Pokalspiel gegen Borussia Dortmund am Freitag stimmen sich die Fans des TSV 1860 München mit einem Fanmarsch auf die Party im Grünwalder Stadion ein.

Fanmarsch beim TSV 1860 München: Treffpunkt ab 16:30 Uhr

Rund zwei Stunden vor Anpfiff setzen sich die Löwenfans vom Hans-Mielich-Platz aus in Bewegung. Eingedeckt mit einem Mottoshirt, das es für 10€ zu erwerben gibt, zieht der Fanmarsch der TSV 1860-Fans dann ab 18:30 Uhr in Richtung Grünwalder Stadion. Dort kommt es um 20:45 Uhr zum Duell mit Borussia Dortmund (live im ZDF).

Zuletzt wurde vom gleichen Treffpunkt aus ein Fanmarsch vor dem Relegationsrückspiel gegen den 1.FC Saarbrücken gestartet. An diesem Tag schafften die Löwen den Aufstieg in die 3.Liga durch ein 2:2-Unentschieden. Daran schloss sich eine lange und ausgiebige Aufstiegsfeier an. Ob es am Freitag in Giesing ebenfalls etwas zu feiern gibt, wird sich erst noch zeigen. Der TSV 1860 München gilt als krasser Außenseiter, wenn auch der Auftakt in die Saison 2022/23 durch den Sieg in Dresden gelang.

Sechzig um sieben: Auftakt im Toto-Pokal

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Sechzig um Sieben: Ohne Vier gegen Havelse

Heiß geht’s her in der ersten Woche der Saison 22/23. Nicht nur von den Außentemperaturen her. Der TSV 1860 München beginnt die Saison mit einer englischen Woche und tritt in drei Wettbewerben an. Heute Abend steht der Auftakt im Toto-Pokal an.

Auftakt in den Toto-Pokal beim SV Rödelmaier

Nur eine etwa eine Viertelstunde mit dem Auto vom Ort des Scheiterns im letztjährigen Wettbewerb starten die Sechzger in den Toto-Pokal 22/23. Der SV Rödelmaier wartet gespannt auf die Münchner Löwen und ist sich seiner Außenseiterrolle bewusst, wie Teammanager Mike Seidler im Interview kundtat. Für das Spiel waren stand gestern etwa 1.000 Tickets abgesetzt. Wer also in der Arbeit am Mittag hitzefrei kriegt, kann sich spontan im (hoffentlich wohlklimatisierten) Auto gen Unterfranken aufmachen und die Löwen unterstützen. Löwensponsor Christian Dierl tippt 5:1 für 1860 und geht davon aus, dass Michael Köllner einen Teil der Stammelf schonen wird. Das sehen wir genauso und hoffen, dass die Löwen einen ungefährdeten Sieg mit nach München bringen und wenig Körner dafür investieren müssen. Denn am Freitag kommt mit dem BVB ein ganz anderes Kaliber nach Giesing, wenn die Löwen in den dritten Wettbewerb der Saison starten.

Rückschau auf den Auswärtssieg in Dresden

Die Löwen machten es mal wieder spannender als nötig, um die drei Punkte in Dresden unter Dach und Fach zu bringen. Nachdem Marcel Bär in der letzten Saison oft als Alleinunterhalter unterwegs war, hat er in Fynn Lakenmacher nun einen bärenstarken (sorry für den flachen Wortwitz…) Mitstreiter. Die AZ lobt die Leistung des vielseitigen Stürmers mit der enormen physischen Präsenz ausdrücklich und Michael Köllner will den Neuzugang zur “Allzweckwaffe” umformen. “Der weiß noch gar nicht, was ich mit ihm vorhabe”, ließ Köllner verlauten. Dass Marcel Bär trotz Einwechslung die zwei entscheidenden Buden machte, bringt ihn fast schon wie gewohnt in die Kicker Elf des Tages. Außerdem könnt Ihr Cello hier zum Spieler des Spieltags wählen. Und wie die Löwen die Dynamos knackten hat Bernd Winninger wie immer in der TAKTIKTAFEL für Euch analysiert.

Bär über die Löwen-Fans: “Macht riesigen Spaß vor Ihnen zu spielen”

Marcel Bär äußert sich sehr positiv über uns Löwenfans. In einem Interview mit dfb.de erklärt der Torschützenkönig, dass das ausverkaufte Sechzgerstadion bei Flutlicht “noch einmal ein paar Prozente freisetzt”. Außerdem verspricht der Goalgetter dass die Löwen “alles in die Waagschale werfen und unseren Fans ein gutes Spiel bieten” werden. Davon gehen wir aus, denn wir werden am Freitag am Freitag Alles geben, was in unseren Kehlen steckt und dafür wird uns die Mannschaft Alles geben, was in ihren Beinen steckt. Da kann es keine Missverständnisse geben. Diese gab es aber in der Bewertung so mancher Ereignisse in Dresden und wir versuchen die Missinterpretationen aufzuklären.

News aus der dritten Liga

Montagsspiel endet remis

Im ersten Monatgsspiel der Saison empfing der SV Wehen die kleinen Borussen. In der ersten Hälfte zeigten sich die Dortmunder leicht feldüberlegen, ließen aber besonders durch Fink einige Chancen ungenutzt. In der 56. Minute brachte Nilsson die Wehener kurios in Führung. Dortmunds Torwart Unbehaun dachte wohl, er hätte Freistoß und legte sich den Ball zur Ausführung bereit. Allerdings war dem nicht so und Nilsson schnappte sich den Ball und versenkte ihn im verwaisten Dortmunder Tor zum 1:0. In der 77. Minute glich der kurz vorher eingewechselte Elongo-Yombo für den BVB aus. Am Schluss drückten die Gastgeber auf den Siegtreffer, der ihnen nicht mehr gelang. So trennte man sich 1:1.

Ausschreibung der TV-Rechte beginnt

Der DFB beginnt mit der Vermarktung der TV-Rechte der dritten Liga für die Saisons 2023/2024 bis 2026/2027. Interessierte Unternehmen können sich bei DFB melden und die Ausschreibungsunterlagen anfordern, die ab 04.08. versandt werden. Aktuell nimmt die Liga 16 Mio. Euro pro Saison für die Vermarktung ein. Der DFB und die Vereine möchten gerne mehr erlösen, was jedoch durch den Wegfall der bei Stadionbesuchern sehr unbeliebten Montgasspiele nicht leicht sein dürfte.

Rotsperren des ersten Spieltags

Freiburgs Kimberly Ezekwem wird nach der schnellsten roten Karte der Drittliga-Geschichte für ein Spiel gesperrt. Rico Preißinger vom Fusionsverein aus Ingolstadt muss dagegen für sein hartes Einsteigen  gegen den Bayreuther Dennis Lippert doppelt so lange von der Tribüne aus zuschauen.

Damit geht Ihr bestens informiert in den Tag mit dem Auftakt im Toto-Pokal beim SV Rödelmaier! Wir wünschen einen entspannten nicht zu kräftezehrenden und zu nervenaufreibenden Fußballabend!

(H)ausgemachter Unfug – ein Journalist versucht sich in Fanthemen

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Dynamo Dresden TSV 1860 München Choreo vor Spielbeginn

Löwenjammer trotz Sieg in Dresden

Das Löwenleben könnte so schön sein! Der TSV 1860 erfüllt gleich am ersten Spieltag der 3. Liga die hohen Erwartungen, führt beim Zweiligaabsteiger und ebenfalls Aufstiegskandidaten Dynamo Dresden vorübergehend mit 3:0 und 4:1, bringt das Spiel trotz einiger Unsicherheiten in der Defensive letztlich mit 4:3 siegreich über die Bühne. Die mitgereisten Fans liefern – trotz brütender Sommerhitze – wieder mal einen überragenden Support… Und dennoch wird in einem 1860-Blog am heutigen Montag lautstark über einzelne Ereignisse vom Samstag gejammert.

Sportjournalist versucht sich an Fanthemen

Ein ausgewiesener Sportjournalist mit jahrzehntelanger Erfahrung versucht sich heute mal an Fanthemen. Wir nehmen es schon mal vorweg: Er sollte davon besser die Finger lassen. Dafür gibt es ja uns. Kritisiert wird vor allem der Einsatz von Pyrotechnik im Löwenblock, das Zeigen einer großen Fahne mit dem durchgestrichenen Konterfei des KGaA-Mehrheitsgesellschafters und ein Solidaritätsspruchband für Dynamo Dresden. Als Krönung bekommt der Leser noch eine angeblich exklusive Insiderinformation aus der Fanszene und eine falsche Behauptung über den sechzger.de-Instagram-Account. Ganz schön viel für einen Artikel. Gerne nehmen wir – als Fanportal – zu den einzelnen Punkten hier Stellung.

Pyrotechnik: So hübsch wie umstritten

Zur Pyrotechnik ist eigentlich in den letzten Jahren, ja Jahrzehnten ausreichend diskutiert worden. Das wollen wir uns an dieser Stelle in epischer Breite ersparen. Für die organisierten Fanszenen und auch für viele “normale” Fans in den Kurven gehört die Untermalung von Choreos mit dem Einsatz von Rauch oder bengalischen Feuern beim Fußball dazu. Für andere nicht. Dem Verband ist sie ein Dorn im Auge und er verteilt dafür regelmäßig drakonische Strafen. Dass sich die Ultras dadurch nicht vom Zündeln abhalten lassen, ist hinlänglich bekannt. Seit Jahren bewegt man sich hier in einer Sackgasse. Die einzige Lösung dieses festgefahrenen Konflikts wäre eine Diskussion über die Legalisierung von kontrolliertem Pyro-Einsatz, wie es in anderen europäischen Ländern bereits praktiziert wird.

Spruchband nicht verstanden

Das in Dresden gezeigte Spruchband der Löwenfans (“Utopische Strafen für arme Ossis? Gegen Verbandsstrafen. Fick dich DFB!”) behandelt das gleiche Thema, stellt aber keineswegs eine “Beleidigung ostdeutscher Mitbürger”, dar, wie der Sportreporter interpretiert. Im Gegenteil: Es zeigte die Solidarität der weiß-blauen Anhänger mit der zu 300.000 € Geldstrafe verdonnerten SG Dynamo. Der Dresdner K-Block (also die besagten ostdeutschen Mitbürger) verstand den Gruß übrigens. Dass zwischen Dresdner und Münchner Fans keine innige Freundschaft besteht und daher die Formulierung von den “armen Ossis” verwendet wurde, konnten die Einheimischen offensichtlich verschmerzen. Den sich anschließenden Wechselgesang zwischen Heim- und Gästeblock gegen den DFB verschweigt unser Journalist in seinem Artikel. Wahrscheinlich hat er den vor lauter Ärger über die Beleidigung seiner ostdeutschen Mitbürger ganz überhört.

Die Anti-Ismaik-Fahne

Über die Fahne mit dem Konterfei Hasan Ismaiks kann man – wie über fast alles was mit Meinungsäußerung und scharfer Kritik zu tun hat – ebenfalls leidenschaftlich diskutieren. Eine einheitliche Meinung darüber ist nicht vorhanden. Ist auch gar nicht nötig. Solange es eine relevante Anzahl an Fans gibt, die den Einsatz dieser Fahne begrüßen, wird sie benutzt und gezeigt. Warum gerade heute so getan wird, als sei diese Fahne ein neues Problem, ist allerdings völlig unverständlich. Wer beispielsweise die Kurvenbilder vom letzten Auswärtsspiel der Löwen 21/22 in Magdeburg noch im Kopf hat, der erinnert sich: Auch dort wurde eine solche Fahne – in etwas kleinerem Ausmaß – geschwenkt. Bei den Heimspielen ist sie in der Westkurve stets zu sehen. Offensichtlich gibt es unter den Löwenfans immer noch genug Leute, die das so wollen. In der Vergangenheit, vorgestern und wahrscheinlich auch in der nahen Zukunft.

Tatsächliche Stimmung im Fanblock

Der Blogbetreiber behauptet in seinem Artikel, es handle sich um “ein paar wenige Chaoten”, die das Gesamtbild der Fanszene kaputt machten. Nun, zu seiner Ehrenrettung ist zu sagen, dass er ja auch am Samstag – wie immer – weit weg vom Fanblock auf der gemütlichen Pressetribüne saß und von dem, was im Gästebereich los war, natürlich nichts mitbekam. Der Eindruck der Vertreter von sechzger.de, die in Dresden in der Kurve dabei waren und an ganz verschiedenen Stellen standen, ist unisono anders: Von den 2.200 Löwenfans schien augenscheinlich kaum einer ein Problem damit zu haben, dass vorne die oben besprochene Fahne geschwenkt wurde. Sind offensichtlich doch ein paar mehr Chaoten, als man auf der Pressetribüne mitzukriegen im Stande ist.

Die Sache mit der Instagram-Story

Der Beitrag über die hausgemachten Provokationen endet dann noch mit einer durchaus lustigen Behauptung. Ein Instagram-Beitrag, der die oben genannte Fahne gezeigt hatte und mit dem scherzhaften Spruch “Hasan Ismaik wurde in der Kurve gesichtet” unterschrieben war, soll “mittlerweile gelöscht” worden sein. Aha! Also, wir haben nichts gelöscht. Irgendwie lustig, dass der Betreiber des angeblich größten unabhängigen Onlineportals im Deutschen Fußball das Prinzip der “Instagram-Story” noch nicht kennt. Aber wir helfen gerne mit einer Erklärung: Alles, was in einer Instagram-Story veröffentlicht wird, ist genau 24 Stunden lang zu sehen. Dann nicht mehr. Und so verhielt es sich auch mit unserem oben genannten Beitrag. Man lernt nie aus…

Wir sprechen an dieser Stelle abschließend eine Empfehlung aus: Vielleicht überlässt unser Sportreporter zukünftig die Berichterstattung über die Fanthemen den beiden Fanportalen sechzger.de und Löwenmagazin und konzentriert sich selbst auf das, worin er sich ja – nach eigenen Angaben – seit Jahrzehnten bewegt und also bestens auskennen sollte. Vielen Dank!

SV Rödelmaier – TSV 1860: Bisher rund 1000 Tickets verkauft

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Sv Rödelmaier Tsv 1860 Toto Pokal
Das Sportgelände in Rödelmaier bietet Platz für 2000 Zuschauer

2000 Zuschauer fasst die Sportanlage “Storchsberg” in Rödelmaier, gut die Hälfte der Tickets für das morgige Pokalspiel sind bisher verkauft. Wer sich kurzfristig für einen Besuch der Partie in Unterfranken entscheidet, hat also gute Chancen, noch eine Eintrittskarte zu ergattern.

SV Rödelmaier – TSV 1860: Rund 1000 Tickets verkauft

Wie uns Mike Seidler, Teammanager und Pressesprecher des SV Rödelmaier, heute Mittag telefonisch bestätigte, habe der Bezirksligist bisher rund 1000 Karten für das Toto Pokalspiel gegen den TSV 1860 verkauft. Tickets gibt es noch bis 22 Uhr HIER zu ordern! Die Partie wird selbstverständlich auch wieder im Löwen TV live übertragen.

Achtung:
Es wird darauf hingewiesen, dass beim Zutritt zum Spiel keine Schirme, Taschen, Rucksäcke, Glasflaschen, Dosen und Fahnen zugelassen sind!

Gastgeber als krasser Außenseiter

Im Interview mit sechzger.de betont Mike Seidler, dass sich der komplette SV Rödelmaier sehr auf die bevorstehende Aufgabe freut, auch wenn man natürlich krasser Außenseiter sei.

“Unser Coach Werner Feder hat bislang in der Vorbereitung eine sehr gute Trainingsbeteiligung seiner Jungs. Die ist auch nach der Auslosung weiterhin hoch. Ob sie deswegen höher ist, kann man daher natürlich nicht sagen. Fakt ist auf jeden Fall, dass sich alle Spieler besonders reinhängen, damit sie bei dem Spiel dabei sind. Wir haben 20 Feldspieler im Kader… Da wird es leider ein paar Enttäuschte geben, weil ja nur 16 Spieler ran dürfen. So ist aber die Spielordnung…”

Löwen-Sponsor Christian Dierl sagt im Expertentipp einen deutlichen Sieg voraus, obwohl er davon ausgeht, dass der TSV 1860 bei weitem nicht in Bestbesetzung auflaufen wird.

SV Rödelmaier – TSV 1860: Expertentipp von Christian Dierl

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Expertentipp Rödelmaier-1860 Christian Dierl

Am Sonntag feierte er den 70. Geburtstag seines Unternehmens mit dem Löwentag. Die Veranstaltung war durchaus gelungen und über 400 Löwenfans verließen die Sportanlage in Geroldshausen begeistert. Natürlich ließ es sich sechzger.de nicht nehmen, den Geschäftsführer Christian Dierl vor dem Toto-Pokal Spiel beim SV Rödelmaier nach seinem Expertentipp zu fragen.

Toto-Pokal in Rödelmaier der Expertentipp von Christian Dierl

Christian Dierl (im Titelbild rechts vorne) ist Mitglied bei den Unternehmern für Sechzig und sponsort zusätzlich die KGaA mit seinem Unternehmen. Der Unternehmer ist Jahreskartenbesitzer und fährt auch häufig zu Auswärtsspielen. Für das Spiel in Rödelmaier tippt Christian Dierl 5:1 für den TSV 1860 München. “Ich gehe davon aus, dass Sechzig nicht mit der vollen ersten Mannschaft spielen wird. Michael Köllner wird einerseits einige Spieler für das DFB-Pokalspiel am Freitag gegen Borussia Dortmund schonen. Andererseits wird er sicher auch wegen der zu erwartenden Hitze die Stammspieler nicht über Gebühr belasten.”

Chancen für den zweiten Anzug

Dierl geht davon aus, dass der Löwentrainer einigen Spielern aus der zweiten Reihe eine Chance geben wird. “Der Konkurrenzkampf auf vielen Positionen ist hart und so sollten wir davon ausgehen, dass die Spieler aus dem zweiten Anzug eine hohe Motivation haben, sich für einen Stammplatz zu empfehlen.” Ihr seht, wir haben es dieses Mal mit einem wirklichen Experten zu tun. Hoffen wir, dass die Löwen sich Christians Worte zu Herzen nehmen und morgen einen ungefährdeten Sieg feiern können. Das Spiel in Dresden hat uns alle genug Nerven gekostet und von Freitag wollen wir noch gar nicht reden…

Dresden – TSV 1860: Das Auftaktspiel in der Taktiktafel-Analyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur ersten Taktiktafelanalyse der Saison 2022/23 nach dem Sieg des TSV 1860 bei Dynamo Dresden.

Der TSV München von 1860 trat in Dresden zum vermeintlich schwersten Auswärtsspiel der neuen Saison an. Das Endergebnis von 3:4 zugunsten unserer Löwen war sicherlich so nicht erwartet worden, aber bezogen auf den Spielverlauf auch nicht so knapp wie das Resultat im Endeffekt auf dem Papier aussieht.

Dynamo Dresden und der TSV 1860 begannen beide mit einem 4-1-4-1 System. Die Löwen verschoben aus der Abwehr heraus bei eigenem Ballbesitz im Positionsspiel zunächst mit einem gependelten Außenverteidiger zur Dreierkette. Im weiteren Verlauf entwickelte sich das zu einem brutal offensivem System, dass man, wenn man so will, im letzten Drittel vor dem gegnerischen Tor gut und gerne als 3-3-4 bezeichnen kann.

Die Dynamos waren nicht ganz so mutig. Deren offensive Verschiebungen endeten mit einem 3-4-3 im letzten Drittel der Löwen. Tatsächlich gilt es aber, das Augenmerk in diesem Spiel auf das defensive Stellungsspiel unserer Löwen zu richten. Der Gewinn sogenannter zweiter Bälle durch kluge Positionierung gegen den Ball war vor allem in den ersten zwei Dritteln der Partie ein brutaler Vorteil für den Turn- und Sportverein aus München-Giesing.

Bevor wir aber die Partie im Detail analysieren, kommen wir – wie immer an dieser Stelle – zu den statistischen Werten.

Die statistischen Werte der Partie Dynamo Dresden – TSV 1860

  • Ballbesitz: TSV 1860 41% – Dynamo Dresden 59%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 70% – Dynamo Dresden 79%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 59% – Dynamo Dresden 73%
  • Schüsse (aufs Tor): TSV 1860 8 (4) – Dynamo Dresden 18 (7)
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 9,15 – Dynamo Dresden 8,91

Analyse der statistischen Werte

Im Statistikvergleich gewinnt Dresden die Partie. Nichtsdestotrotz kann niemand, der das Spiel gesehen hat, behaupten, der TSV 1860 hätte glücklich oder unverdient gewonnen. Woher kommt also die statistische Überlegenheit der Dynamos?

Ballbesitz

In erster Linie entspringt diese Überlegenheit vor allem dem höheren Ballbesitz. Wie der aufmerksame Leser dieser Rubrik aber weiß, ist Ballbesitz keine Garantie für Erfolg. Aber der Reihe nach: Warum hatte Dresden mehr Ballbesitz? Die höhere Ballbesitzquote der SGD entspringt vor allem der Tatsache, dass sie des Öfteren aus Ideenlosigkeit viel hintenherum spielen mussten, weil die Löwen in der Rückwärtsbewegung die Räume für Dynamo dermaßen eng machten. Dresden fand folglich im Positionsspiel kaum Mittel, um effektiv gegen den TSV vorzugehen.

Passgenauigkeit

Aus dieser Ideenlosigkeit nach vorne folgt dann logischerweise die deutlich höhere Passgenauigkeit. Warum, fragt sich nun der ein oder andere. Wer viel hintenherum spielt, umgeht das Risiko eines Fehlpasses.

Defensive Zweikampfquote

Ok, so weit so gut. Aber defensiv war Dresden besser, oder? Steht doch da. Das stimmt relativ gesehen durchaus. Sehen wir uns aber die reellen Zahlen an, hat Dynamo Dresden über 90 Minuten 10% weniger Zweikämpfe geführt als der TSV 1860, aber insgesamt nur fünf Zweikämpfe mehr gewonnen. Das ist wahrlich viel Mathematik für einen Montagvormittag. Und selbst wenn der TSV ein Defensivduell verloren hatte, wurde der Ball nicht gleich verloren gegeben. Die Spieler der Löwen fielen vor allem dadurch auf, dass – wie oben schon erwähnt – kein zweiter Ball verloren gegeben wurde. Diese Aggressivität schüchterte die junge Mannschaft aus Elbflorenz sichtlich ein. Ein Spieler kann gerne einen Zweikampf gewinnen. Wenn er diesen alleine führt und kein Mitspieler da ist, der den gewonnenen Ball weiter verarbeiten kann, ist trotz gewonnenem Zweikampf die eigene Mannschaft nur zweiter Sieger. Der Gegner dreht das Spiel um und es geht wieder in die andere Richtung.

Schüsse

Da war aber Dresden jetzt besser, mag man meinen mögen. Und richtig, da war Dresden tatsächlich besser. Mit einem anderen Keeper als Hiller im Tor bekommt der TSV 1860 München mindestens zwei Gegentreffer mehr. Tut das was zur Sache? Im Fall von Dynamo Dresden – TSV 1860 am Samstag auf jeden Fall. Es spielte eine Mannschaft mit einem der besten Torhüter der Liga beim Absteiger aus der zweiten Liga, der sich auf der wichtigsten Position, was die Defensive anbelangt, mit einem echten äußerst mittelmäßigen Keeper namens Drljaca verstärkt hat. Vor der Partie hätte ich Haus, Hof und sämtliches Zubehör verwettet, dass nicht Drljaca, sondern Müller im Tor der Dresdner stehen wird. Warum Markus Anfang sich so entschieden hat, weiß vermutlich nur er. Einen Torwart, der im Verlauf der vergangenen Saison vom Gegner acht Stück bekommen hat und der sich auch in der Vorbereitung nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert hat, im Auftaktspiel zwischen die Pfosten zu stellen, zeugt entweder von gnadenloser Ignoranz der sportlichen Fakten oder von einem Plan, den ich nicht erkennen kann.

War Dresden jetzt schlechter oder nicht? Wer zu einem relativ späten Zeitpunkt in einem Fußballspiel mit 4:1 zurückliegt, kann zumindest nicht besser gewesen sein, da sind wir uns vermutlich alle einig. Ebenbürtig zumindest? Ja, über weite Strecken im Spiel nach vorne schon. Problematisch war bei Dresden jedoch die defensive Präsenz und die defensive Staffelung.

In vielen Fällen, in denen der TSV 1860 gegen Dynamo Dresden zweite Bälle gewann, war die Staffelung in der Defensive unserer Löwen das Entscheidende. Dresden fehlt da noch die Abstimmung. 19 Neuzugänge inklusive zurückkehrender Leihspieler und ein neuer, sicherlich aufgrund seines Verhaltens bezüglich seines Impfstatus nicht unumstrittener Trainer, müssen erst zusammenfinden.

Allerdings hat man auch gesehen, was die Dynamos könnten, wenn sie wollen und der TSV 1860 München keinen Hiller im Tor hätte. Drljaca ins Tor zu stellen war ein Geschenk von Markus Anfang an den TSV 1860 München.

Die Tore

Anzusehen sind sie hier noch einmal. Bei sieben Toren müsst ihr mir bitte nachsehen, dass ich nicht jedes Tor einzeln in die Mangel nehme.

Auch die vier Tore unserer Löwen und deren Entstehung lass ich jetzt mal links liegen. Die beiden Tore zum 3:1 und 4:2 für Dynamo dürfen so nicht fallen. Das 3:1 direkt nach Wiederanpfiff nach dem 3:0 und das 4:2 kurz nach dem 4:1. Langer Ball, falsche Zuordnung und peng schepperts zweimal im Karton. Einmal nach Anstoß der SGD, einmal nach einer Standardsituation aus dem Mittelfeld heraus. Ok, das kann einmal passieren, aber zweimal so kurz hintereinander? Hier muss man die Stellschrauben in Zukunft besser justieren.

Der individuelle Fehler vor dem 4:3 jedoch muss angesprochen werden. Zunächst verliert Vrenezi auf der rechten Seite ein Defensivduell gegen Park. Dresden bekommt den zweiten Ball, weil Moll, anstatt sich auf seinen Gegenspieler zu konzentrieren, versucht Vrenezi gegen Park zu helfen. Nach Parks Pass auf Borkowski kommt er zu spät in dieses – in dem Fall – entscheidende Duell und ist zu passiv und zu langsam, um Borkowski zu stellen. Zunächst schaut er zu, wie Borkowski den Ball verarbeitet und danach begleitet er den Dresdner Außenstürmer anstatt ihn anzugreifen. Borkowski läuft ihm auf dem Weg ins Zentrum davon und schießt aus etwa 22 Metern. Dass dieser Ball im Kasten einschlägt, ist einerseits aus dieser Entfernung klar Glückssache, andererseits darf man Borkowski weder so nach innen ziehen lassen, noch darf man ihm diese Schussgelegenheit bieten. Da muss man näher dran sein.

Als Borkowski Moll entkommt, sind Vrenezi und Morgalla mit Park, der nach seinem Abspiel auf Borkowski dessen Position auf dem Flügel einnimmt und somit dem Dresdner Außenstürmer Raum verschafft, beschäftigt. Hier hätte es ein wenig besserer Kommunikation bedurft. Ist die Mannschaft demnächst besser eingespielt, reicht vermutlich ein Blickkontakt der beiden, um sich klar zu sein, wer welche Aufgabe übernimmt.

Einer der beiden wäre – hätte die Kommunikation funktioniert – zu Molls Unterstützung Borkowski ins Zentrum gefolgt. Ob dann der Schuss zu verhindern gewesen wäre oder nicht, sei dahingestellt, aber der Dresdner hätte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein so freies Schussfeld gehabt.

Fazit

Auftaktspiel beim Zweitligaabsteiger siegreich beendet. Das ist das, was zählt. Aber ähnlich wie vergangene Saison, darf man den Tag nicht vor dem Abend loben. Auch im vergangenen Jahr hat man zum Auftakt einen Zweitligaabsteiger besiegt, um sich wenige Spieltage später im Niemandsland der Tabelle wiederzufinden.

Die Konzentrationsprobleme gegen Ende einer Partie ziehen sich wie ein roter Faden durch große Teile der letzten Saison. Diese sollte man in dieser Saison früher in den Griff bekommen als in der vergangenen Spielzeit.

Nun ja, es ist wie es ist. Es war ein schöner Auftaktsieg, den jeder Löwenfan in der Emotionalität des Tages sicherlich genossen hat. Für den weiteren Verlauf der Saison gilt es jedoch das defensive Positionsspiel dergestalt zu verbessern, dass auch nach Ein- und Auswechslungen jeder Spieler auf dem Platz klar vor Augen hat, wohin er wann zu verschieben hat.

Mund abwischen und weitermachen liest man des Öfteren nach verlorenen Partien in diversen Foren. Gestern überwog die Freude über drei Punkte, auch bei mir. Nichtsdestotrotz darf man sich nicht auf den ergatterten Lorbeeren ausruhen, sondern muss die Schwachstellen in der Defensive so schnell wie möglich in den Griff bekommen. Mund abwischen? Ja gern, aber bloß nicht die Serviette wegschmeißen, sondern genau analysieren, was den Mund da verdreckt hat.

Datenquelle: wyscout