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Gegen Halle eines der letzten Montagsspiele des TSV 1860?

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Sind Montagsspiele bald Geschichte?

Eine Nachricht, die wohl die wenigsten Anhänger unseres geliebten Fußballs stören wird.
Kaum ein Thema ist im Fußball so unbeliebt, wie die Montagsspiele.
Während die aktiven Fanszenen diese Anstoßzeit regelrecht verachten, gibt es nur wenige Seelen, die sich am ersten Tag der neuen Woche auf einen Abend im Stadion freuen. Doch das ganze Thema gehört wohl schon bald der Vergangenheit an. Bei einem Aufstieg am Ende der laufenden Spielzeit würden wir schon nächste Saison mit einem freien Montag planen können: In der 2. Bundesliga gibt es seit dem 1. Spieltag dieser Saison keine Montagsspiele mehr. Dort ist jedoch seit letztem Jahr Samstag 20:30 Uhr der neue Montagabend. Auch kein Traum, aber immerhin samstags.
Kommen wir jedoch zu der für unsere Löwen wohl relevanteren Neugkeit.
Sehen wir gegen das Halle eines der letzten letzte Montagsspiele des TSV 1860 München?

Ab der Saison 2023/2024 keine Montagsspiele mehr?

Dies steht zwar noch nicht zu 100% fest, jedoch haben sich knapp mehr als die Hälfte der aktuellen Drittligisten gegen die Spiele am Montagabend ausgesprochen. Dies ging aus einer kürzlich gehaltenen Managertagung hervor.
Von den 18 Vereinen (die Vertreter der zweiten Mannschaften aus Dortmund und Freiburg waren nicht beteiligt) haben sich elf dagegen entschieden, teilte der DFB mit.
Sieben stimmten unter Bedingungen für den Verbleib des Montags als Termin im Spieltags-Kalender.

Wie ist das möglich?

Die Medienrechte werden neu ausgeschrieben. Nachdem Magenta letztes Jahr durch eine Option im bestehenden Vertrag diesen um ein Jahr verlängert hatte, werden die Rechte ab dem 30. Juni 2023 frei.
Nun hat der Ausschuss der 3. Liga den DFB damit beauftragt den neuen Vertrag ohne Spiele am Montagabend auszuschreiben. Das neue Papier würde ab dem 1. Juli 2023 in Kraft treten und für einen Zeitraum von vier Jahren Gültigkeit besitzen.
Die Ausschreibung soll voraussichtlich im Sommer diesen Jahres beginnen und bis Anfang Herbst soll eine Einigung erzielt werden.
Dies wäre ein Schritt in Richtung Fans, die seit Beginn der Corona-Pandemie sehr viel einstecken mussten. Hoffen wir mal, dass der Montag nicht durch ein Dienstagspiel in einem neutralen Stadion ersetzt wird. Zuzutrauen wäre es dem DFB…

 

Giesinger Gedanken: Beschämend von vorn bis hinten

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TSV 1860 München Spieler Nach Der Niederlage Gegen Türkgücü Am 22.Spieltag Nachholspiel 16.02.2022

Da schlichen sie von dannen. Große Fragezeichen und Ratlosigkeit war ihnen ins Gesicht geschrieben. Die Spieler des TSV 1860 München kamen nach der besiegelten Niederlage gegen Türkgücü vor die Nordkurve. Auf beiden Seiten wusste niemand so recht, wie er damit umgehen soll. Einige Fans wollten die Spieler aufmuntern, andere ließen ihrer Wut freien Lauf. Richy Neudecker nahm sich das zu Herzen und wollte dagegen vorgehen. Er wurde von Marco Hiller zurückgehalten, der Rest der Spieler stand vor der Nordkurve und ging dann ohne neue Erkenntnis in die Kabinen.

Stimmung schlecht, Leistung unterirdisch

Nun sitze ich hier und formuliere die Giesinger Gedanken nach diesem Spiel. Dieses Spiel, das von vorne bis hinten eine Enttäuschung war. Mutlos, ideenlos, lustlos, kampflos – all das konnte ich alleine in nur einem Chat lesen. Ich konnte wenig dagegen sagen, vor allem letzter Punkt macht mich wirklich wütend. Wie oft habe ich das schon gelesen – und ich sehe das auch so: solange die Mannschaft auf dem Platz alles gibt, ist das Ergebnis eher zweitrangig. Klar, ein Sieg ist dann umso schöner, aber ein Unentschieden oder eine Niederlage fühlen sich dann eben auch nicht so dramatisch an.

Doch das gestern war einfach nichts. Doch: ganz, ganz schlimm war es! Dabei ist mir egal, ob der Gegner Eintracht Braunschweig, Viktoria Köln oder eben wie gestern Türkgücü heißt. So eine “Leistung” ist einfach inakzeptabel. Da gibt es nichts zu diskutieren. Das sollte die Mannschaft intern auch in aller Klarheit ansprechen.

Zu keiner Zeit hatte man wirklich das Gefühl, dass der TSV 1860 gegen die Gastgeber großartig zu Torgefahr kommen würde. Bezeichnend war dann auch das einzige Tor der Löwen. Mehr ein Zufallsprodukt sorgte für den Anschlusstreffer, der im Nachhinein allerdings wertlos erscheint. Verdient wäre ein Punkt gestern auch überhaupt nicht gewesen.

TSV 1860 muss nach Türkgücü die berühmte Reaktion zeigen

Marcel Bär blieb als einziger Spieler länger vor der Kurve, trat sogar zu einer Gruppe Fans und sprach mit ihnen. Was er gesagt hat, weiß ich nicht, aber es schien zumindest den Umstehenden zu gefallen. Aufmuntenderen Applaus bekam der Toptorjäger von Sechzig, ging dann aber natürlich trotzdem schlecht gelaunt zum Umziehen.

Ich weiß auch aktuell noch nicht, was ich mit diesem Ergebnis nun anfangen soll. Es muss dringend etwas passieren. Das hat sich in den vergangenen Partien schleichend angedeutet, nun wurde es uns allen mit voller Wucht vor Augen geführt. Da bin ich nun auf die nächsten Spiele gespannt, ob es so weitergeht – oder eben wieder ordentliche Leistungen gezeigt und mit Siegen veredelt werden. Ich traue es dieser Mannschaft durchaus zu! Es liegt an ihr, uns Löwenfans das zu beweisen.

Wenn man es nüchtern betrachtet, war das Spiel gestern wohl ironischerweise sogar völlig egal. Der Mannschaft aus Neuperlach werden heute neun Punkte abgezogen, ein Abstieg wird damit wohl nicht zu vermeiden sein. Mehr noch: vermutlich wird dann auch der Spielbetrieb vorzeitig eingestellt. Das würde für die Löwen nach gestern also einen Punktgewinn von fünf Zählern bedeuten. Aber hört mir bloß auf mit diesen Gedanken, diese Punkte will ich wirklich nicht mal geschenkt haben! Mit die schlechtesten Leistungen in der bisherigen Spielzeit hat der TSV 1860 gegen Türkgücü gezeigt. Damit reicht es dann halt nur für einen Punkt aus diesen beiden Partien.

Aber machen wir uns nichts vor. Egal wie schlecht das gestern war. Egal, dass wir verloren haben und erst recht egal gegen wen. Nächsten Montag sind wir wieder alle im Grünwalder Stadion. Auf der Haupttribüne, in der Stehhalle, in der Westkurve. Weil wir gar nicht anders können. Einmal Löwe, immer Löwe.

Liveticker: Türkgücü – TSV 1860 München (Nachholspiel, 22.Spieltag)

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Liveticker sechzger.de Türkgücü gegen TSV 1860 München 3.Liga 22.Spieltag Nachholspiel

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker zum 22.Spieltag der Saison 2021/22 mit dem Duell zwischen Türkgücü und dem TSV 1860 München (Nachholspiel)!

Nach der Corona-bedingten Verlegung treffen die Löwen heute auf Türkgücü, das vor kurzem einen Insolvenzantrag gestellt hat. sechzger.de begleitet das heutige Duell im Liveticker aus dem Olympiastadion mit Bildern sowie Eindrücken rund um die Partie des TSV 1860.

 

Aufstellung:
1 Hiller – 16 Goden (70. 22 Linsbichler), 27 Belkahia, 3 Lang, 36 Steinhart (80. 11 Greilinger) – 5 Moll (46. 8 Tallig), 20 Deichmann, 14 Dressel, 31 Neudecker – 7 Lex (C), 15 Bär

Bank:
40 Kretzschmar, 6 Salger, 19 Biankadi, 28 Mannhardt, 32 Gresler, 39 Morgalla

Tore:
1:0 Hottmann (79.), 2:0 Sararer (85., Elfmeter), 2:1 Neudecker (90.)

Die Personalsituation

Fabian Greilinger könnte nach überstandener Verletzung in die Startelf zurückkehren, Stephan Salger hat in Meppen seine Gelbsperre abgesessen.

Bei den Löwen fallen nach wie vor Keanu Staude (Herzmuskelentzündung), Daniel Wein (Fußverletzung) und Marius Willsch (Probleme mit der Patellasehne) aus.

Diesen Löwen droht eine Sperre

Semi Belkahia hat bisher vier gelbe Karten gesehen. Bei der nächsten Verwarnung droht daher ein Spiel Pause. Außerdem muss auch Michael Köllner aufpassen. Er hat bereits drei Gelbe gesehen und müsste bei einer vierten ebenfalls ein Spiel von der Tribüne aus verfolgen.

Wo könnt ihr das Spiel Türkgücü – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Das heutige Duell wird nicht im Free-TV übertragen. Für Abonnenten von MagentaSport besteht hingegen wie gewohnt die Möglichkeit, das Spiel zu verfolgen (Fernsehen und Online-Stream). Im Olympiastadion werden bis zu 10.000 Zuschauer live dabei sein.

Seit dieser Spielzeit können alle Spiele der 3.Liga bei onefootball abgerufen werden. In der App (Tablet und Handy) des Anbieters kann das Spiel für nur 2,99€ gekauft werden.

Türkgücü München – TSV 1860 (Spieltag 22): Ergebnistipp Noel Niemann

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Saison 19/20: Noel Niemann (TSV 1860)
Noel Niemann im Trikot des TSV 1860 München

Die “Türkische Kraft” gegen die Löwen – heute Abend steigt das Duell der beiden Münchner Clubs. Bereits vor Jahrzehnten gab es Spieler, die beide Farben trugen; exemplarisch seien Horst Schmidbauer und Bernhard Winkler. Doch auch in der Neuzeit gibt es Akteure, die sowohl die Grünwalder als auch die Heinrich-Wieland-Straße kennengelernt haben, z.B. Basti Maier, Tim Rieder, Kilian Jakob oder Aaron Berzel. Auch Noel Niemann trug das Trikot des TSV 1860 und von Türkgücü und tippt für uns das Ergebnis der heutigen Partie.

Noel Niemann tippt auf Sieg des TSV 1860

14 Partien (2 Tore) absolvierte Niemann in der Vorsaison als Leihspieler für Türkgücü, nachdem er von 1860 zu Arminia Bielefeld gewechselt war und sich dort nicht hatte durchsetzen können. Für heute Abend sieht er Münchens große Liebe im Vorteil.

“Ich denke, die Löwen gewinnen mit 2:0. Das wäre schon ein gutes Ergebnis.”

Was letzte Saison bestens gepasst hat, kann diesmal ja nicht schlecht sein…

Karrieresprung in Österreich

Nach der Leihe zu Türkgücü kehrte Niemann zu Arminia Bielefeld zurück, wurde jedoch umgehend an den österreichischen Erstligisten TSV Hartberg weiterverliehen. Dort blüht der Offensivspieler auf, ist Stammspieler und zeigt konstant starke Leistungen. Derzeit steht er mit dem Verein aus der Steiermark auf Platz 8 der Tabelle und hat durchaus noch Chancen auf die Meistergruppe der Top 6. Noch besser läufts im ÖFB-Cup: Dort setzte sich Niemann mit seinem Club bei Rapid durch und erreichte somit das Halbfinale. Dort muss man am 02.03. bei der SV Ried ran. Das ist übrigens der Ex-Verein von Türkgücü-Coach Andreas Heraf – und da schließt sich der Kreis…

DFB entscheidet morgen über Punktabzug für Türkgücü

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Duell mit den Löwen auf dem Rasen heute

Heute Abend kommt es im Olympiastadion zum Nachholspiel des 22. Spieltags zwischen Türkgücü und dem TSV 1860 (18.60 Uhr im sechzger.de-Liveticker). Nachdem die Gastgeber am 31. Januar den Weg zum Amtsgericht München antreten mussten, um für ihre Fußballgesellschaft Insolvenz anzumelden, war zunächst unklar, ob der Spielbetrieb bis zum neu terminierten Duell gegen die Löwen überhaupt aufrecht erhalten wird. Die Partie wird heute Abend stattfinden, hat allerdings für die Neuperlacher bestenfalls noch symbolischen Wert. Infolge der Insolvenz drohen neun Punkte Abzug. Die Frage, wann beim DFB über diese Maßnahme entschieden wird, scheint nun beantwortet.

DFB beschließt morgen neun Punkte Abzug

Unabhängig, wie das Duell mit den Löwen heute Abend ausgeht, ist der morgige Tag für Türkgücü – und irgendwie auch für die ganze 3. Liga – ein richtungsweisender: Wie unserer Redaktion aus gut unterrichteten Kreisen zugetragen wurde, tagt am morgigen Donnerstag beim DFB in Frankfurt der zuständige Spielausschuss, der über das weitere Vorgehen in der Kausa Insovenz Türkgücü München Fußball GmbH & Co. KGaA entscheidet. Das heißt schon morgen wird der Punktestand der Neuperlacher in der Tabelle auf 14 bzw. maximal 17 Punkte zusammenschmelzen. Vom für Türkgücü besseren Maximalfall gehen wir natürlich nicht aus – ein Sieg über unsere Löwen wäre dafür schließlich die Voraussetzung. Aber wie auch immer das heutige Duell ausgeht: Mit dem Punktabzug wäre der Abstieg in die Regionalliga für Türkgücü besiegelt.

FAQs des DFB unmissverständlich

Als mögliche Blaupause für die morgige Entscheidung des DFB-Ausschusses dient hier übrigens weder der Fall des KFC Uerdingen aus der letzten Saison, noch des 1. FC Kaiserslautern im Sommer 2020. Wegen der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten wurden in diesen Fällen trotz der Insolvenzverfahren keine (FCK) bzw. nur drei Punkte (Uedingen) abgezogen. Der DFB hat aber in den letzten Tagen auf seiner Website unmissverständlich klar gemacht, dass nun wieder die vorgesehenen neun Punkte abgezogen werden. Ob die Neuperlacher Hoffnungen auf eine milde Strafe in ihrem Umfeld verbreiten, um die Motivation ihrer Akteure – insbesondere vor dem Prestigeduell gegen Sechzig – hochzuhalten, ist uns nicht bekannt. Würde aber auf der Hand liegen. Das Team von Michael Köllner sollte gewarnt sein und den Gegner heute Abend trotz der mehr oder weniger auswegslosen sportlichen Situation ernst nehmen!

 

Winningers Wirtshaus Weisheiten vor Türkgücü gegen TSV 1860

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Winningers Wirtshaus Weisheiten Tuerkguecue Gegen TSV 1860 Mänchen

Lang ist es nicht mehr zum Spiel der Löwen bei dem Projekt aus der Heinrich-Wieland-Straße. Selbstverständlich hat Euch Bernd Winninger in seiner TAKTIKTAFEL bereits ausführlich über die Neuperlacher in Kenntnis gesetzt. Wem die Lektüre zu zeitintensiv ist, der darf sich gerne mit Winningers Wirtshaus Weisheiten über Türkgücü informieren.

Wirtshaus Weisheiten gegen Türkgücü

Welche Taktik wird Andreas Heraf wählen? Welches System wird der Gegner spielen? Auf welche Akteure von Türkgücü muss der TSV 1860 heute besonders achten? In Winningers Wirtshaus Weisheiten findet Ihr Antworten auf diese Fragen – damit Ihr am Stammtisch mitreden könnt…

Türkgücü – TSV 1860: die TAKTIKTAFEL vor dem Spiel

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem Spiel Türkgücü – TSV 1860 München.

Andreas Heraf ist der dritte Trainer bei den Neuperlachern in dieser Saison und sollte ursprünglich gegen den TSV 1860 sein Debüt feiern. Wenn man den als Interimscoach tätigen Co-Trainer mitzählt, ist er sogar der vierte. Er war bis Ende September noch als Trainer des österreichischen Bundesligisten SV Ried beschäftigt.

Wir haben also nur wenige Anhaltspunkte dafür welches System oder welche Taktik der seit 2003 als Trainer arbeitende Österreicher, der als Trainer im Profibereich zuletzt die SV Ried betreut hat und als Spieler unter anderem bei Hannover 96 tätig war, für seine Mannschaft im Spiel gegen die Sechzger vorgesehen haben könnte. Bisher hat er in fünf Spielen fünf verschiedene Systeme spielen lassen.

Der letzte von ihm betreute Verein, die SV Ried, war noch im Sommer Gegner in einem Vorbereitungsspiel des TSV 1860 München in Windischgarsten. Ried spielte damals im 4-4-2 gegen das 5-3-2 der Löwen. Bis zu seiner Demission bei den Oberösterreichern Ende September spielten die Rieder unter ihm allerdings in der Liga ein System mit Dreier- respektive Fünferkette. 3-5-2, 3-4-1-2 oder 5-3-2.

Ob allerdings Heraf seine neue Mannschaft in dem für Ried gegen den TSV im Sommer erfolgreichen System mit Viererkette ins Rennen schickt oder eine der Systemvarianten mit Dreierkette wählt, ist für mich unter anderem aus dem Grund, dass er systematisch bisher ein munteres Bäumchen wechsel Dich bei den Perlachern an den Tag gelegt hat, schwer vorherzusagen.

Deshalb wird diese TAKTIKTAFEL diesmal davon geprägt sein, wie ich den kommenden Gegner des TSV 1860 spielen lassen würde, wäre ich an Herafs Stelle.

​Die wichtigsten statistischen Werte

  • Ballbesitz 47%
  • Passgenauigkeit 78%
  • Defensive Zweikampfquote 62%
  • Flankengenauigkeit 30%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 11,94

​Das mögliche System gegen den TSV 1860

Die wichtigste Frage, die sich bezüglich des Systems stellt, lautet: Dreier- oder Viererkette? Wenn ich mir den Kader des Vereins aus der Trabantenstadt im Südosten der Landeshauptstadt ansehe, kommt für mich persönlich eher die Viererkette infrage als eine der Varianten der Dreierkette. Personell hat Heraf durchaus die Möglichkeiten mit beiden Varianten ein Team aufs Feld zu schicken, dass konkurrenzfähig sein kann.

Ich persönlich würde eine Zwischenlösung wählen. Ich würde gegen den Ball ein 4-4-2 System mit Doppelsechs wählen, bei Ballbesitz aber auf die sogenannte dynamische Dreierkette setzen. Dabei lässt sich der tiefe Sechser nach Ballgewinn in die Abwehrkette zurückfallen während beide Außenverteidiger nach vorn ins Mittelfeld aufrücken. Mit Tim Rieder hätte der Trainer den idealen Spieler für dieses Pendeln zwischen defensivem Mittelfeld und Abwehrkette.

​Die taktische Herangehensweise

Ob 3-5-2, 3-4-1-2, 4-4-2, 4-2-3-1 oder 5-3-2 ist für den Gegner, der auf die Löwen zukommt, vielleicht weniger wichtig als die taktische Einstellung und die Spielphilosophie, mit der die Mannschaft von der Bezirkssportanlage Perlach Nord ins Rennen geschickt wird.

Aufgrund der tabellarischen Situation wäre es mein oberstes Anliegen als Trainer, dass hinten die Null steht, also eine defensive Grundausrichtung mit bei eigenem Ballbesitz schnellem vertikal angelegtem Umschaltspiel.

Von dieser taktischen Grundausrichtung ausgehend und mit dem Wissen, dass die Sechzger vermutlich im 3-4-1-2 antreten, wären das 4-4-2 mit Doppelsechs oder eine Variante des 3-5-2 für mich die Systeme, zwischen denen ich wählen würde.

Nun kommt es ein wenig auf die konditionelle Verfassung der Mannschaft als ganzes und der Defensivabteilung im Detail an, ob ich mir für das für die Außenspieler laufintensivere 3-5-2 oder das ökonomischere 4-4-2 entscheiden würde.

Um hinten kompakt zu stehen und wenig zuzulassen ist gegen den Ball das 4-4-2 mit Doppelsechs in der Betonvariante eine gute Wahl. Mit den schnellen Spielern, über die der Verein verfügt, kann das auch im Umschaltspiel gut funktionieren.

Im Positionsspiel ist die Variabilität im Spiel bei beiden Systemen gleich hoch. Durch die taktische Variante der dynamischen Kette besitzt das 4-4-2 offensiv die Durchschlagskraft eines Systems mit sieben offensiven Spielern bei eigenem Ballbesitz. So stellt man mit weniger Laufintensität für die Außenverteidiger die gleiche offensive Gefahr her, als würde man von Haus aus im 3-5-2 antreten.

​Vor- und Nachteile dieser Varianten

Bei den Vor- und Nachteilen dieses Mischsystems muss man nun klar abgrenzen, wann welches System wann zum Tragen kommt, also wann finden die Verschiebungen von Vierer- zu Dreierkette statt.

Im Positionsspiel bei eigenem Ballbesitz ist klar, wann das passiert. Nach Ballbesitzwechsel kippt ein Sechser ab und die Außenverteidiger werden zu Mittelfeldaußenspielern.

Gegen den Ball ist das schon schwerer zu ergründen. Verschiebt man sofort bei Balleroberung durch den Kontrahenten oder wenn der Gegner über die Mittellinie kommt? Oder gar der erst bei Eindringen des Gegners ins eigene letzte Drittel zurück auf die Viererkette?

Das hängt stark davon ab, wo ich die Pressing- und die Defensivlinie setze. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, je tiefer diese Linien in Erwartung des gegnerischen Angriffs stehen, desto früher wird zurückverschoben. Dabei verlässt der tiefe Sechser seine Position in der Abwehrkette erst, wenn beide Außenverteidiger aus dem Mittelfeld auf ihre angestammten Positionen zurückgekehrt sind.

​Vorteile und Nachteile

​Offensiv

Das durch die dynamische Kette entstehende 3-5-2 ist vor allem im Zentrum sehr stark. Mit einem echten Zehner, einem halbzentralen Box-to-Box Spieler und einem zentralen Mittelfeldspieler, der sich bei Ballbesitz neben den Zehner auf die andere Halbposition schiebt, sowie den aufrückenden Flügelverteidigern vernachlässigt man zwar quantitativ ein wenig die Flügel, die bei Einhaltung des 4-4-2 doppelt besetzt wären, hat aber eine bessere Staffelung in Breite und Tiefe. So lassen sich sich mehr Passdreiecke bilden. Hat man ein spielfreudiges zentrales Mittelfeld, kann dieses System viel offensive Energie mit den fünf zentralen Spielern (drei zentrale Mittelfeldspieler und zwei Stürmer) kreieren.

Sind die Außenverteidiger dribbelstark und schnell, hat man ein wirklich riesiges Arsenal an Varianten im Angriff. Kurzpassspiel durch die Mitte, vertikales Spiel mit langen Bällen auf die Spitzen, Laufduelle der Außenspieler mit schnellen Verlagerungen, wenn der Raum zu eng wird, die dann die Breite des Spielfeldes ausnutzen und so Überzahl schaffen können.

​Defensiv

Nun ist die Frage wie Heraf das Pressing angehen möchte. Wann sollen die Verschiebungen zurück aufs 4-4-2 gegen den Ball erfolgen? Das 3-5-2 System eignet sich wunderbar, wenn man den Gegner früh durch direktes Anlaufen der Verteidiger durch die Außenspieler unter Druck setzen will. Das 4-4-2 mit Doppelsechs begünstigt unterdessen eher die Variante Mittelfeldpressing.

So wie sich der TSV 1860 momentan in der Liga präsentiert, tippe ich im Falle des Nachbarn von der Bezirkssportanlage auf frühe Verschiebung in die Defensivformation 4-4-2 und tiefe Linien an beiden Enden der Formation. Das macht das Mittelfeld eng für den Gegner. Die Zonen, in der sich jeder verteidigende Spieler bewegt, sind klar definiert und auch wenn das Spiel etwas unübersichtlich werden sollte leicht einzuhalten.

Das 4-4-2 funktioniert defensiv prima, wenn einfache Pressingvarianten gespielt werden. Jeder Spieler muss allerdings seine Aufgabe mit größter Disziplin angehen. Wenn sich an der ein oder anderen Stelle Lücken auftun, kann der Vorteil einer taktischen Ausgewogenheit zu einem Nachteil werden. Für “Stars”, die sich nicht einfügen und die Defensive vernachlässigen bietet das 4-4-2 wenig bis keinen Platz.

Die Viererkette im Mittelfeld sorgt für kurze Laufwege, die Doppelungen erleichtern.

Die beiden Sechser unterstützen je nach Bedarf entweder auf den Flügeln oder im Zentrum.

Mit der Einhaltung der Disziplin in der Defensive und der Fähigkeit den möglicherweise entstehenden Überzahlvorteil im Mittelfeld auszunutzen steht und fällt dieses Mischsystem.

​Schlüsselspieler

​Tor

Franco Flückinger (#26), seit drei Spielen die Nummer eins im Kasten der Perlacher, war seit er zwischen 2012 und 2014 bei Halle unter Vertrag war nicht mehr oberhalb der vierten Liga im Einsatz. Seine Leistungen in den drei Spielen (seit Heraf ihn zur Nummer eins befördert hatte) sind allerdings absolut nicht schlecht. Mit Reaktionsschnelligkeit und guter Strafraumbeherrschung hat er dem Perlacher Projekt zwei Punkte gerettet und so bewiesen, dass Herafs Entscheidung ihn Vollath vorzuziehen nicht unbedingt die Verkehrteste war.

​Defensive

Tim Rieder (#17), der sowohl als Innenverteidiger, als auch als defensiver Mittelfeldspieler einsetzbar ist, sollte jedem ein Begriff sein. Welche Rolle ihm Heraf zuteilt werden wir sehen. Der Defensivallrounder zeigt bisher im defensiven Mittelfeld bessere Leistungen als auf der Position des Innenverteidigers.

​Offensive

Ob Sercan Sararer (#10), der – warum auch immer – gegen Osnabrück und Halle nicht im Kader war und gegen Mannheim fünf Minuten vor Schluss eingewechselt wurde, von Anfang an spielt oder nicht ist fraglich. Heraf hat auf der Pressekonferenz einen Einsatz von Beginn an ausgeschlossen. Er ist einer der besten Techniker der Liga. Torgefährlich, schnell, dribbelstark und mit einem guten Auge für die Mitspieler ist er der Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel des Projekts. Seine defensive Mitarbeit ist allerdings verbesserungswürdig. Falls er für mehr als einen Kurzeinsatz eingeplant ist, wird ihn unter Kontrolle zu bringen und auch zu halten, die schwerste Aufgabe für die Defensivspieler der Sechzger werden.

Sollte Sararer tatsächlich fehlen wird wahrscheinlich Andy Irving (#6) die Rolle des Regisseurs übernehmen. Er kam im Sommer aus der schottischen Premier League von den Hearts of Midlothian aus Edinburgh an die Heinrich-Wieland-Straße. Er ist zwar dribbelstark aber nicht der schnellste, was in Offensivzweikämpfen manchmal ein Problem darstellt. Seine Passgenauigkeit ist mit 82% allerdings für einen offensiven Mittelfeldspieler äußerst gut.

Nach Sliskovic’s Abgang nach Wiesbaden wird nun Albion Vrenezi (#9) der neue Schlüsselspieler im Sturm. Vrenezi hat 10 Scorerpunkte auf dem Kerbholz. Dribbelstark, passsicher und präzise bei den Flanken ist der schnelle Außenstürmer, der nach Sliskovic’s Abgang auch im Sturmzentrum zum Einsatz kommt. Damit wird er neben Irving bzw. Sararer der wichtigste Angreifer in den Reihen des Nachbarn aus Perlach sein.

​Fazit

Im Olympiastadion vor Geisterkulisse hat man letztes Jahr die Perlacher besiegt und sollte auch genau darauf den Fokus legen. Zumindest die Kulisse wird diese Saison besser aussehen, wenn auch nicht viel. Maximal 10.000 statt möglicher 15.000 Fans dürfen dabei sein.

Offensiv muss die Mannschaft des TSV 1860 die eigenen Stärken in die Waagschale werfen. Defensiv gilt es diszipliniert und vor allem konzentriert gegen den Ball arbeiten. Dass Abwehrchef Stephan Salger wieder mit von der Partie ist, wird dabei eine gewichtige Rolle spielen.

Der TSV 1860 München ist nach wie vor in der Lage jeden Gegner in dieser Liga zu schlagen. Wenn Konzentration und Einstellung passen, wird Michael Köllners Truppe den Perlachern im Olympiastadion einmal mehr deren Grenzen aufzeigen und drei Punkte nach Giesing holen.

So könnte der Gegner beginnen

Bei Ballbesitz

Gegen den Ball

Datenquelle: Wyscout

Kein Test mehr notwendig: Heimspiel gegen Halle mit 2G

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Corona Maßnahmen TSV 1860 München Trainingsgelände

MInisterpräsident Markus Söder setzt seinen neu eingeschlagenen Kurs fort und lockert weiter die bestehenden Regelungen in Bayern. Das hat auch Konsequenzen für das kommende Heimspiel des TSV 1860 München gegen Halle.

Heimspiel gegen Halle ohne Test bzw. Booster

Erst heute kommen erneut die Ministerpräsidenten zusammen und diskutieren über weitere Lockerungen in Deutschland. Möglicherweise wird ein sogenannter “Freedom Day” am 20.März in dieser Runde anvisiert. Schon gestern aber hat Markus Söder in Bayern weitere Schritte angekündigt, die unabhängig von den heutigen Ergebnissen ab morgen gelten. Für das Heimspiel des TSV 1860 München gegen Halle am kommenden Montag, 21.02. wird von aktuell auf 2G+ auf 2G abgeändert. Da heißt, dass ein Booster oder ein entsprechender Test vor dem Spiel nicht mehr notwendig sein werden. Bisher hielt sich der Andrang auf die Tickets in Grenzen, ab Freitag werden die Löwenfans freigeschaltet, die bereits gegen Eintracht Braunschweig ein Ticket kaufen konnten. Nach aktuellem Stand werden sie ausreichend Karten zur Verfügung haben.

Eine andere Lockerung hat jedoch für die Löwen keine Relevanz. Die Obergrenze wird von aktuell 15.000 auf 25.000 Zuschauer angehoben. Die maximale Auslastung verbleibt hingegen vorerst bei 50%, sodass gegen Halle wie geplant 7.500 Zuschauer in das Grünwalder Stadion dürfen.

Straßer bei Olympia Siebter im Slalom. Noel holt Gold

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Ski-Löwe Strasser erneut im WM-Einsatz
Ski-Löwe Linus Straßer beim Training im Ötztal (13.01.2022)

Clement Noel fährt von Rang sechs auf eins und holt Gold für Frankreich. Der Österreicher Johannes Strolz landet auf dem Silberrang. Sebastian Foss-Solevag gewinnt Bronze. Straßer mit zwei leichten Fehlern Siebter bei Olympia in Peking.

Der Sieger Clement Noel fuhr mit einer Gesamtzeit von 1:44.09 und Laufbestzeit im zweiten Durchgang zum ersten Slalom Gold für Frankreich seit 2002. Damals errangen Jean Pierre Vidal und Sebastien Amiez einen Doppelsieg für die Grande Nation. Damit wird zum fünften Mal in Peking die Marseillaise bei der Siegerehrung erklingen.

Johannes Strolz aus Österreich holt nach Gold in der Kombination jetzt die Silbermedaille. Mit einem dritten Platz im Teamwettbewerb könnte er sensationell den kompletten Medaillensatz ergattern. Der Dritte Sebastian Foss-Solevag verweist seinen favorisierten Teamkollegen Kristofferson auf den vierten Rang.

Das Rennen

Spannung bis zum Schluss im letzten alpinen Einzelwettbewerb bei den Olympischen Spielen in Peking. Die gut präparierte Olympia Piste hielt bis zum letzten Starter der besten dreißig Fahrer im Slalom. Nur 0.87 Sekunden trennten die bestplatzierten zwölf Fahrer nach dem ersten Lauf.  Der Skilöwe Linus Straßer ging im Olympia Slalom von Peking als fünftletzter Starter ins Rennen und fuhr in seiner Paradedisziplin auf einen guten siebten Platz.

Eine Vertikale nach drei Toren, noch vor der ersten Zwischenzeit, wurde für einige Fahrer zum Problem. Die zweite Schwierigkeit im Lauf, eine Haarnadel vor dem flacheren Mittelteil, war ebenfalls für viele der Fahrer nicht so zu meistern, dass sie fehlerfrei hätten bleiben können.

Zwei leichte Fehler – einer davon vor dem oben angesprochenen Mittelteil – kosteten Straßer das Stockerl bei Olympia in Peking.

In dem vom Trainer der italienischen Squadra Alpino, mit drei Toren weniger, zum Attackieren einladend, “schnell”, gesteckten zweiten Lauf, fuhr Straßer auf den siebten Platz.

Lange führte der am Ende sechstplatzierte Daniel Yule aus der Schweiz. Nach einem sensationellen zweiten Lauf mit der zweitbesten Laufzeit im zweiten Durchgang wurde er Sechster.

Foss-Solevag fuhr im Finale der besten drei nach Lauf eins, im zweiten Durchgang seinem zunächst besser platzierten Landsmann Kristofferson um 0.13 Sekunden davon, um sich Bronze zu sichern. Am Ende lag er 0.09 Sekunden vor seinem Landsmann.

Der fünfte Loic Meillard aus der Schweiz verschlechterte sich um einen Platz im Vergleich zum ersten Lauf. Mit der zehnten Zeit im zweiten Durchgang hatte er keine Chance ins Medaillenrennen einzugreifen

Straßer, der Sieger des Klassikers in Schladming, der auch in Adelboden auf dem Stockerl stand, hat leider die Olympia Medaille für den TSV 1860 München im Slalom in Peking um 0.23 Sekunden verpasst. Mit der zwölften Laufzeit im zweiten Durchgang war nicht mehr für ihn zu holen.

 

Bildquelle: Linus Straßer

Den Gegner im Fokus: Türkgücü – TSV 1860

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Technische Daten

Türkgücü München e.V.
Gründung:
2009 (Fusion mit dem SV Ataspor)
Mitglieder:
unbekannt
Vereinsfarben: rot-weiß
Weitere Sportarten: keine
Website der Fußballgesellschaft

Wiedersehen

Türkgücüs Trainer Andreas Heraf hat die 13 Jahre seiner aktiven Karriere als Fußballprofi überwiegend in seinem Heimatland Österreich verbracht (u.a. bei Austria Salzburg und Rapid Wien). Nur die ersten sieben Monate des Jahres 1994 trat er in Hannover gegen den Ball. Und genau in dieser Zeit traf er auch auf den TSV 1860 München: Am 27. März konnte Heraf allerdings nicht verhindern, dass seine 96er den Münchner Löwen im Zweitligaspiel mit 1:4 unterlagen. Am Saisonende wechselte er zu Rapid Wien, die Löwen stiegen als Tabellendritter sensationell in die Bundesliga auf.


Auswärtsbilanz gegen Türkgücü

1 Spiel
1 Sieg
0 Unentschieden
0 Niederlagen

Gesamtbilanz gegen Türkgücü

4 Spiele
1 Sieg
2 Unentschieden
1 Niederlage

Spielort

Olympiastadion München
auf Google Maps
Kapazität: 63.000
Eröffnung: 26. Mai 1972
Olympiastadion München

Das Hinspiel

Samstag, 14. August 2021
TSV 1860 – Türkgücü 1:1
3. Liga
3. Spieltag
Sechzgerstadion
4.225 Zuschauer
0:1 Sarrarer (60.)
1:1 Mölders (80.)
Ein wenig glücklich kann man den Punkt für die Löwen bezeichnen, den sie sich – 52 Minuten in Unterzahl spielend – Mitte August gegen den damaligen Tabellenzwölften erkämpften. Yannik Deichmann hatte nach einem Foul die gelb-rote Karte gesehen. Die Gäste vergaben im Laufe des Spiels mehrere 100%ige Chancen, weshalb sich die überwiegende Mehrheit der Zuschauer über den Punkgewinn freute.



Weiter ungeschlagen?

Seit sieben Ligaspielen sind die Löwen nicht mehr besiegt worden. Zuletzt am 4. Dezember auf Giesings Höhen von Tabellenführer Magdeburg (2:5). Die Serie von Siegen an des Gegners Platz riss zwar am Samstag – beim fünften Anlauf – im fernen Meppen, allerdings ist das letzte Mal, dass 1860 von einem Gastspiel ganz ohne Punkte zurück nach München kam, schon richtig lange her: Vor über drei Monaten, am 6. November setzte es beim VfL Osnabrück ein 1:3. Heute reisen wir ja gar nicht weit und sind sehr optimistisch, zum sechsten Mal hintereinander mit Zählbarem an die Grünwalder Straße zurück zu kehren.

Bis hierher…

Saisonverlauf 2021/22: 1860 & Türkgücü

Starke Offensive

In allen Ligaspielen seit dem 18. September (0:2 gegen Zwickau) haben die Löwen immer mindestens ein Tor erzielt, einige Male trafen sie sogar mehrfach in des Gegners Kasten. Daher darf man sich bei 1860 inzwischen als die drittstärkste Offensive der Liga bezeichnen. Das sieht man – wegen der unterschiedlichen Anzahl an Spielen – allerdings nicht auf den ersten Blick. Teilt man jedoch die Anzahl der erzielten Tore durch die Anzahl der gespielten Spiele, kommt Ligaprimus Magedeburg auf unglaubliche 2,19 Tore pro Spiel, Eintracht Braunschweig auf 1,64 und unsere Löwen auf 1,62.
Im Defensivverhalten ist dagegen noch Optimierung möglich: Obwohl Sechzig zwei Spiele weniger, als die meisten anderen Teams auf dem Buckel hat, haben acht von ihnen weniger (oder genauso viele) Tore kassiert, als die Löwen (32).


Lange Sieglos-Serie

Fast auf den Tag vier Monate liegt er bereits zurück, der letzte Sieg für Türkgücü in der 3. Liga. Am 17. Oktober, dem 12. Spieltag erlöste Philip Türpitz zwei Minuten vor dem Abpfiff gegen Wehen Wiesbaden seinen Verein, der schon seit der 35. Minute in doppelter Überzahl unterwegs war, mit seinem Treffer und sicherte die – bis heute – letzten drei Punkte. Der Trainer hieß zu diesem Zeitpunkt seit einem knappen Monat Peter Hyballa. Es folgten bis heute acht Niederlagen, fünf Unentschieden – und zwei Trainerwechsel.