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Toto-Pokal: Termin für Auslosung vom Halbfinale steht fest

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Eintrittskarte TSV Buchbach - TSV 1860 München Toto-Pokal 2021/22 Viertelfinale

Vor der Winterpause werden die Löwen keine Pokalpartie mehr austragen. Das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den Karlsruher SC findet im Januar statt. Noch länger dauert es, bis Sechzig im bayerischen Wettbewerb wieder eingreifen muss. Für das Halbfinale im Toto-Pokal, an dem Ende März bzw. Ende April auch der TSV 1860 München teilnehmen wird, findet heute die Auslosung für das Halbfinale statt.

Auslosung Toto-Pokal Halbfinale: auf wen trifft der TSV 1860?

Durch ein 3:2 beim TSV Buchbach (Tore: Linsbichler, Lex und Dressel) haben sich die Löwen den Einzug ins Halbfinale des bayerischen Toto-Pokals gesichert. Neben dem TSV 1860 haben sich bereits der TSV Aubstadt (3:1 gegen Türkgücü) sowie der FV Illertissen (2:1 gegen die SpVgg Bayreuth) das Halbfinal-Ticket gesichert. Noch nicht ausgetragen wurde die Begegnung 1.FC Schweinfurt 05 gegen die Würzburger Kickers aufgrund einiger Corona-Fälle beim Drittligisten. Hier steht aktuell auch noch kein Nachholtermin fest.

Trotzdem findet heute abend parallel zum Anpfiff beim Spiel des TSV 1860 gegen Waldhof Mannheim (sechzger.de Liveticker) die Auslosung für das Halbfinale im Toto-Pokal statt. Ab 18:60 Uhr werden die vier Kugeln live auf YouTube gezogen.

Sobald feststeht, gegen wen die Löwen spielen, erfahrt ihr es hier auf sechzger.de. Ausgetragen wird das Halbfinale dann zwischen dem 29.März und dem 26.April 2022.

 

Den Gegner im Fokus: TSV 1860 – Waldhof Mannheim

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Technische Daten

Sportverein Waldhof Mannheim
von 1907 e.V.
Gründung: 11. April 1907
Mitglieder:
2.463
Vereinsfarben: Blau-Schwarz
Weitere Sportarten: Handball, Tennis, Tischtennis, E-Sports
Website der Fußball-Gesellschaft

Das erste Mal

Sonntag, 18. November 1945
TSV 1860 – SV Waldhof  4:1
Oberliga Süd, 3. Spieltag
Sechzgerstadion
Zuschauer: 8.000

Tore für 1860:
L. Janda (2x), O. Glas, F. Bachl


Heimbilanz gegen den Waldhof

16 Spiele
13 Siege
2 Unentschieden
1 Niederlage

Gesamtbilanz gegen den Waldhof

32 Spiele
17 Siege
7 Unentschieden
8 Niederlagen

Das letzte Mal

Samstag, 24. April 2021
SV Waldhof – TSV 1860 0:2
3. Liga, 34. Spieltag
Carl-Benz-Stadion
Geisterspiel
Tore:
0:1 Neudecker (1.)
0:2 Dressel (90.+6.)

Prognose 2021/22

Den SV Waldhof – am Ende der vergangenen Saison immerhin auf Platz acht über die Ziellinie gekommen – hatte vor dieser Saison keiner der Konkurrenztrainer auf seinem Aufstiegszettel. Vielleicht ist die Rolle des Überaschungsteams genau das derzeitige Erfolgsrezept in der Quadratestadt? Mannheims Coach Patrick Glöckner wollte sich bei der vorsaisonalen Befragung von liga3-online.de nur auf zwei (statt wie gewünscht auf drei) Ligafavoriten festlegen: Einen doppelten Löwen-Aufstieg prognostizierte er für den Mai 2022: Braunschweig und 1860.

Tabellenplätze der Vorsaison

3. Liga 2020/21: 1860 & Mannheim


Zum Reinhören


Heimniederlage

Erst ein einziges Mal musste sich der TSV 1860 dem heutigen Gegner auf heimischem Geläuf geschlagen geben: Vor ziemlich genau 40 Jahren, am 10. Oktober 1981 unterlagen die Löwen vor nur 5.300 Zuschauern im Sechzgerstadion dem damaligen Zweitligakonkurrenten in der 2. DFB-Pokal-Hauptrunde. Das einzige Tor des Tages erzielte für die Gäste Fritz Walter (der 1960 geborene, nach dem das Maskottchen des VfB Stuttgart benannt ist) fünf Minuten nach Beginn der Verlängerung. Klingt nach einem zähen Nachmittag auf Giesings Höhen…

Niemals erstklassig

Von den 32 Pflichtspielen, die den TSV 1860 und Waldhof Mannheim in der Geschichte schon zusammengeführt haben (von den aktuellen Drittligisten stehen nur für Lautern, Braunschweig und Duisburg mehr Duelle mit 1860 zu Buche) fand kein einziges in der 1. Bundesliga statt! Fast schon ein Kunststück, dass sich keines der insgesamt 27 Jahre Bundesligazugehörigkeit der beiden Klubs (20 Jahre 1860, 7 Jahre Waldhof) überschnitt.

Niemals Arena

Umso öfter kreuzten die Löwen mit dem Waldhof dafür im Unterhaus die Klingen: 10x in der 2. Bundesliga Süd, 4x in der eingleisigen 2. Bundesliga. In den (vielleicht eher als zweifelhaft zu bezeichnenden) Genuss eines Auftritts in der Allianz Arena kamen die Mannheimer allerdings nie. In den 25 Jahren zwischen 1994 und 2019 (in die auch die Leidenszeit der Löwen am Fröttmaninger Müllberg fällt), gab es kein einziges Spiel zwischen den Kontrahenten von heute Abend.

Montagsspiel der dritten Liga: Türkgücü – Zwickau 2:2

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Abstand halten leicht gemacht hieß das Motto für die 500 (!) Zuschauer beim Spiel Türkgücü – Zwickau im Olympiastadion heute Abend. Darunter Waldhof-Trainer Patrick Glöckner, der das Spiel ohne Maske verfolgte. Naja, Abstand halten war ja nicht so schwierig…

Türkgücü noch ohne Nachfolger für Hyballa

Nach dem wenig überraschenden Rauswurf von Peter Hyballa konnte das Team aus Neuperlach noch keinen Nachfolger verpflichten. So übernahmen die Co-Trainer Alper Kayabunar und Nicolas Masetzky die Betreuung an der Seitenlinie. Interessanterweise mussten auch die Zwickauer von ihrem Co-Trainer Robin Lenk gecoacht werden, da Joe Enochs nach einem positiven Corona-Test noch in Quarantäne weilt.

Türkgücü – Zwickau beginnt gemächlich

Beide Mannschaften begannen vorsichtig und tasteten sich erstmal gegeneinander ab. Überraschenderweise wurde die Partie mit einem roten Ball gespielt, obwohl nicht eine Schneeflocke auf dem satten Grün im Olympiastadion zu finden war. Den roten Ball brachten die Zwickauer in der 12. Minute erstmals halbwegs gefährlich auf das Tor von Vollath, allerdings verzog Starke beim Abschluss. Sechs Minuten später hatte Barry den Führungstreffer für die Hausherren auf dem Kopf. Er köpfte die perfekte Hereingabe von Vrenezi aber am Tor vorbei.

Führungstreffer für die Gäste

Bis zur 31. Minute passierte wenig Berichtenswertes. Dann setzte sich Göbel auf dem linken Flügel durch. Seine Hereingabe wehrte Vollath direkt auf Gomez ab, den Ball nur noch Volley über die Linie drücken musste. So ging Zwickau nach diesem Torwartfehler 0:1 in Führung. Vor der Pause konnte Türkgücü dann durch Mittelfeld-As Sararer ausgleichen. Nach einem sehenswerten Zuspiel von Irving drang er frei in den Strafraum ein und chippte die Kugel fein über den Zwickauer Torwart zum 1:1 in die Maschen (43. Minute). So ging es in die Kabinen.

Erneute Führung für Zwickau

In der 53. Minute ging der FSV Zwickau erneut in Führung. Nach einem langen Ball von Möker tauchte Gomez frei vor Vollath auf und schob eiskalt links unten zum 1:2 ein. Danach passierte nicht viel und das Spiel plätscherte vor sich hin. Wer vehementes Drängen der Neuperlacher auf den Ausgleich erwartet hatte, sah sich getäuscht.

Dennoch gelang Türkgücü in der 88. Minute aus heiterem Himmel noch der Ausgleich. Hottmann tankte sich über links in den Strafraum und seine nicht unbedingt gefährliche Hereingabe wurde von Reinthaler ins eigene Tor gelenkt.

Was bedeutet das für den TSV 1860 München?

Nach dem 3:2-Auswärtssieg in Hannover, bei dem länger als nötig gezittert werden musste, liegen die Löwen in der Tabelle weiterhin auf Rang 9. Der Abstand auf den Relegationsplatz beträgt fünf Punkte, der Abstand auf die Abstiegsplätze ist auf sechs Punkte angewachsen. Mit einem Sieg im Nachholspiel gegen Waldhof morgen, ist man wieder oben dran…

 

Vom Fehleinkauf zum Matchwinner: Bobby Wood trifft in MLS-Play-Offs

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Bobby Wood
Bobby Wood, ehemaliger Stürmer des TSV 1860

Dass das Fußballgeschäft schnelllebig ist, ist nichts Neues. Dies durfte nun auch Bobby Wood am eigenen Leib erfahren, der kürzlich noch als Fehleinkauf abgestempelt worden war, sich nun aber Matchwinner feiern lassen durfte. Sein Treffer sorgte für den Einzug von Real Salt Lake ins Halbfinale der Western Conference der MLS.

Matchwinner Bobby Wood

Vor nicht einmal zwei Monaten sah es düster aus für den ehemaligen Nationalspieler Bobby Wood. Der Ex-Löwe war von seinem Club ins Farmteam abgeschoben worden und wurde dort für einen 13-Jährigen ausgewechselt. Nun meldete sich der 29-jährige Stürmer jedoch eindrucksvoll zurück und traf in der Nachspielzeit zum 2:1-Erfolg gegen Sporting Kansas City. Der erst in der Schlussphase eingewechselte Wood erzielte damit in seinem 19. Saisonspiel seinen dritten Treffer und schoss seine Farben in die nächste Runde.

Fan-Infos zum Heimspiel gegen Mannheim

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Kartenausschnitt und Titelbild: © OpenStreetMap-Mitwirkende unter der ODbL-Lizenz

Fan-Infos zum Spiel gegen den SV Waldhof Mannheim

Morgen um 18:60 Uhr ist es soweit: 1860 empfängt auf Giesings Höhen den SV Waldhof Mannheim zum Nachholspiel. Aufgrund stark gestiegener Inzidenzzahlen darf das Grünwalder Stadion nur mit 25% der Gesamtkapazität ausgelastet werden! Es gilt nun “2G-PLUS” und Maskenpflicht.

Folgende Voraussetzungen sind auch morgen wieder an den Einlass ins Stadion geknüpft:

  • Die Plastik-Dauerkarten gelten nicht. Alle Besucher*innen müssen ein print-at-home Tagesticket vorweisen, welches vorher gekauft werden muss.
  • Tageskarten kann man – sofern verfügbar -wie gewohnt im Online-Shop zu den dort geltenden Bedingungen kaufen. Auch spontan gekaufte Tageskarten sind dann ausgedruckt zum Spiel mitzubringen.
  • Kann man selbst nicht kommen und gibt seine Tageskarte weiter, hat man selbst für die Dokumentation der Kontaktdaten des Nutzers für den Infektionsfall zu sorgen.
  • Jede Person muss sich mit ihrem Lichtbildausweis ausweisen;
  • Jede Person muss über einen 2G-PLUS-Nachweis verfügen, das bedeutet:
    • Vollständig geimpft sein (14 Tage nach Zweitimpfung bzw. Bei Johnson&Johnson nach der Einmalinjektion oder sogar “geboostert”) oder
    • nachweislich genesen sein

UND

    • einen negativen Corona-Test vorweisen
      • PCR-Test, max. 48h vor Spielende gemacht
      • Antigen-Schnelltest, max. 24h vor Spielende gemacht (kein “Selbsttest”)
  • Es herrscht dauerhaft folgende Maskenpflicht im Stadion – sowohl im Eingangsbereich als auch am Platz:
    • unter 6 Jahre – keine Maskenpflicht
    • 6-16 Jahre Medizinische oder FFP2-Maske
    • Älter 16 Jahre FFP2-Maske
  • Es ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten;
  • Stehplätze sind erlaubt, jedoch nur mit Abstand und FFP-2-Maske
  • Alkoholausschank findet nicht statt;

Hier findet ihr die “Covid-Stewards”

Die Zuschauer*innen für das Heimspiel gegen Mannheim müssen einen 2G-PLUS-Nachweis erbringen. Dieser findet nicht am Einlass zum Stadion, sondern in dessen Nähe an vielen verschiedenen Standorten bei sogenannten “Covid-Stewards”, statt. Diese händigen den Fans mit 2G-PLUS-Nachweis ein entsprechendes Einlassbändchen aus.

Wir haben für euch eine Übersichtskarte (ohne Gewähr) erstellt, wo die Stewards wahrscheinlich zu finden sind (blaue Punkte):

Personen, die sich nicht impfen lassen KÖNNEN

Besucher, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, können mit einem max. 48 Stunden alten negativen PCR-Test ins Stadion. Die Personen müssen den Nachweis wie folgt erbringen:

  • Ärztliches Zeugnis im Original, das bestätigt, dass man sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen kann
  • Das Zeugnis muss Namen und Geburtsdatum der Person beinhalten
  • Die Person muss sich mit Lichtbildausweis ausweisen

Dieser besondere Nachweis kann NUR an der Abholkasse SÜD/OST erbracht werden.

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Bitte vergesst euren 2G-PLUS-Nachweis, eure ausgedruckte Tageskarte sowie den Lichtbildausweis und eure FFP2-Maske nicht! 

Für diejenigen mit der längeren Anreise sei unsere TAKTIKTAFEL vom Experten Bernd Winninger ans Herz gelegt. Wer’s kurz und knackig mag, hört in Winningers Wirtshaus Weisheiten hinein-alles Wissenswerte für Stammtisch-Know-How.

Schon wieder mal Woche der Wahrheit? – Nicht für Michael Köllner.

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Mannheim & Magdeburg: Woche der Wahrheit?

Sie ist wieder da. Die Woche der Wahrheit. In der LÖWENRUNDE vor dem morgigen Nachholspiel des TSV 1860 gegen Waldhof Mannheim hob Merkur-Reporter Uli Kellner als erster die im Umfeld von 1860 so gerne verwendete Formulierung auf’s Tablett. Er fragte Michael Köllner ganz direkt: “Morgen kommt der Vierte, am Samstag der Tabellenerste. Würden sie von einer Woche der Wahrheit sprechen?”

Die Antwort des Löwendompteurs war ziemlich klar: “Das erzählt ihr mir jede Woche, dass es eine Woche der Wahrheit wird. Wenn ich die ganzen Pressekonferenzen seit ich hier Trainer bin, verfolge, dann habe ich gefühlt von drei Wochen zwei Wochen, die Wochen der Wahrheit. Natürlich sind das wichtige Spiele für uns, wir kennen unseren Tabellenplatz, wir wissen, wo der Gegner platziert ist. Wir wissen, wo wir hinkommen könnten, wenn wir morgen gewinnen, das ist uns alles klar. So dumm sind wir nicht. Aber jetzt eine finale Woche oder ähnliches anzukündigen, wäre fatal.”

“Die Wahrheit ist jede Woche da”

Diese eigentlich klare und unmissverständliche Ausführung, wie Michael Köllner die Sachlage bewertet, genügte nicht allen in die Zoom-Konferenz eingewählten Teilnehmern. Einer von ihnen gestand, dass er die Aussage des Löwentrainers nicht verstehe. Da der Oberpfälzer in der Regel ein geduldiger Zeitgenosse ist, gab es für den Kollegen also eine Extra-Erklärung: “Die Wahrheit ist doch jede Woche da. Jede Woche geht es um Wahrheiten. Anders als vielleicht in Unternehmen, die alle Vierteljahr’ Quartalszahlen liefern, haben wir als Mannschaft, als Trainer, als Verein jede Woche einen Spieltag. Da geht es darum, dass du punkten musst. Wenn du nicht punktest, hast du Ärger und wenn du punktest, ist alles ruhig und zufrieden und das wird genauso auch morgen wieder sein.”

Köllner, der “Realo”

Der Reflex im medialen Umfeld der Löwen, das aktuelle Geschehen stets ein bisschen dramatischer und mit ein bisschen mehr Pathos zu beschreiben, als es die eigentliche Realität gerade hergibt, ist bekannt. Die Motive dafür sind mitunter durchschaubar und teilweise sogar nachvollziehbar. Von einer Woche der Wahrheit zu sprechen, ist für manchen wohl deutlich aufregender und unterhaltsamer, als von einem Nachholspiel des 12. Spieltags und ein Treffen mit dem aktuellen Tabellenführer aus Sachsen-Anhalt. Irgendwie wohltuend, dass Michael Köllner dennoch nicht müde wird, das Umfeld immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.

PS: Hier auf sechzger.de erschien übrigens auf den Tag genau heute vor einem Jahr ein Kommentar unter der Überschrift “Rückblick auf die Woche der Wahrheit“. Der Verfasser jener Zeilen durfte sich nach drei Unentschieden und einer angeblichen Krise bei 1860 zur Dramatisierung der Löwenlage auslassen. Damals wie heute war anderenorts eine Woche der Wahrheit ausgerufen worden. Manche Dinge ändern sich nie!

 

TSV 1860: Drei Spieler und Trainer Köllner von Gelbsperre bedroht

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Michael Köllner PK Löwenrunde 29.11.2021

Am Samstag zeigte Richard Neudecker nach seinem Startelf-Comeback beim TSV Havelse eine starke Leistung und wurde folgerichtig vom kicker in die “Elf des Tages” berufen. In die morgige Partie der Löwen gegen Waldhof Mannheim startet er jedoch ebenso wie zwei seiner Kollegen mit vier gelben Karten. Auch Trainer Michael Köllner droht eine Gelbsperre.

Steinhart, Mölders und Neudecker gefährdet

Während Neudecker und Sascha Mölders ihre vier gelben Karten schon etwas länger mit sich schleppen, gesellte sich Phillipp Steinhart am Wochenende in die Riege der Gefährdeten. In der heutigen LÖWENRUNDE stellte Trainer Michael Köllner jedoch klar, dass er die betroffenen Spieler morgen keineswegs einbremsen werde.

“Nein, sie bekommen nichts auf den Weg, denn das ist ein Spiel wie jedes andere. Die Spieler wissen, dass sie vier gelbe Karten haben, aber wir können in dieser Situation nicht sagen: So, jetzt ziehst gegen Mannheim zurück, damit du gegen Magdeburg spielen darfst, aber dafür verlieren wir dann gegen Mannheim zu Hause. Wir werden morgen 100% auf den Platz bringen müssen und deswegen gibt es in solchen Sachen nie eine Ansage, vor allem nicht für Abwehr- und Mittelfeldspieler, die in Zweikämpfen auch mal ein taktisches Foul brauchen. Da gibt’s keinerlei Ansagen”.

Auch Köllner droht eine Gelbsperre

Doch nicht nur die Akteure auf dem Platz müssen aufpassen, sondern auch der Übungsleiter selber. Michael Köllner wurde in dieser Saison bereits dreimal verwarnt, beim nächsten Mal ist eine Gelbsperre angesagt.

“Sieben Karten – hochgerechnet auf meine ganze Karriere. In der Saison bin ich bei drei, bei vier bin ich raus. Und dennoch werde ich auch zu mir selbst nicht jeden Tag ein Wort sprechen, damit ich mich zügle, sondern ich bin genauso, wie Mölders, Steinhart und Neudecker in unserer Liste etwas markiert.”

Bleibt nur eins: Die Mannschaft muss auf dem Platz möglichst schnell für klare Verhältnisse sorgen, damit es gar nicht erst hektisch wird. Man wird ja mal träumen dürfen…

Brandl und Beer als möglicher Köllner-Ersatz

So oder so ist Köllner zuversichtlich, dass er ohne Sperre durch die Saison kommt.

“Ich mach mir kein Szenario, dass ich mal gesperrt bin. Ich gehe davon aus, dass das in der Saison nicht einmal passieren wird. Man kann auch mit drei Karten die Saison zu Ende bringen, egal ob das der 10., der 20. oder der 30. Spieltag ist. Ich sehe da kein Problem. (…) Am Ende geht es immer darum, der Mannschaft zum Erfolg zu verhelfen. Und wenn die gelbe Karte dazu nötig ist, dass wir gewinnen und die drei Punkte holen, dann wird es sicherlich Überlegungen geben, dass ich mir die Karte dann auch hole, damit wir gewinnen. Alles für den Erfolg! Zu Hause wie am Fußballplatz.”

Sollte Michael Köllner doch mal ein Spiel von der Tribüne aus verfolgen müssen, stehen dem TSV 1860 mit Oliver Beer und Günter Brandl zwei kompetente Co-Trainer zur Verfügung. Ohne Köllner holten die Löwen in dieser Spielzeit ein 1:1 beim Halleschen FC.

 

Nach Sieg gegen Havelse: Bär und Neudecker in kicker “Elf des Tages”

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Marcel Bär

217 Tage musste der TSV 1860 warten, ehe er wieder ein Auswärtsspiel gewinnen konnte. Am Samstag war es dann endlich wieder so weit – zwar knapp, aber im Endeffekt doch souverän besiegten die Löwen den TSV Havelse mit 3:2. Besonders Richy Neudecker und Marcel Bär wussten laut kicker zu überzeugen und wurden in die “Elf des Tages” der 17. Spielrunde berufen.

Bär und Neudecker in kicker “Elf des Tages”

Während Startelf-Rückkehrer Neudecker als Ideengeber, Antreiber und Vorbereiter glänzte, konnte sich Marcel Bär sogar in die Torschützenliste eintragen. Sein Kopfball zum 0:2 nach einer guten halben Stunde kam genau zur richtigen Zeit, nachdem die Gastgeber nur Sekunden zuvor vehement einen Elfmeter und Rot für Belkahia gefordert hatten.

Aufgrund seiner herausragenden Leistung wurde Marcel Bär vom kicker Sportmagazin sogar zum “Spieler des Tages” erkoren.

Die komplette kicker “Elf des Tages” der 17. Spielrunde:

Batz (Saarbrücken) – Schmidt (Freiburg II), Tomiak (Kaiserslauern), Maloney (Dortmund II) – Neudecker, Bär (beide TSV 1860), Costly (Mannheim), Faßbender (Meppen) – Jaeschke (Havelse), Martinovic (Mannheim), Marseiler (Köln)

Bild: OR-Pressedienst

TAKTIKTAFEL Analyse: der erste Auswärtssieg des TSV 1860 bei Havelse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafelanalyse des Spiels TSV Havelse – TSV 1860 München. Beim TSV Havelse langte es für die im 4-1-4-1 von Michel Köllner ins Rennen geschickten Sechzger zum ersten mal für einen Auswärtsdreier. Die Havelser, von Rüdiger Ziehl im 5-3-2 aufgestellt, versuchten das mit allen ihnen möglichen Mitteln zu verhindern. Gelungen ist es jedoch nicht. Ein hochverdienter Auswärtserfolg, der, betrachtet man das Spiel in seiner Gesamtheit, um mindestens zwei Tore zu niedrig ausgefallen ist.

Die wichtigsten Statistiken des Spiels

  • Ballbesitz: TSV 1860 49% TSV Havelse 51%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 79% TSV Havelse 81%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 62% TSV Havelse 58%
  • Schüsse/aufs Tor: TSV 1860 19/8 TSV Havelse 16/7
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 14,61 TSV Havelse 12,57

Genauerer Blick auf die Statistik

Beim ersten Blick auf die statistischen Werte sieht es aus, als wären zwei etwa gleichstarke Teams in einem ausgeglichenen Spiel aufeinander getroffen. Wer das Spiel gesehen hat aber weiß, dass die Löwen hochverdient als Sieger vom Platz gingen. Welche Zahlen führen den Leser der Werte hier also in die Irre?

Ballbesitz

Da hätten wir zunächst die Ballbesitzquote. Die ist nahezu ausgeglichen mit leichter Tendenz pro Havelse. Entscheidend für diese Ausgeglichenheit ist allerdings die Art und Weise, wie mit dem eigenen Ballbesitz umgegangen wurde. Schaut man auf die Zahlen der Pässe, die jeweils in den Abwehrreihen unter den dort befindlichen Akteuren gespielt wurden, hat Havelse hier ein klares Übergewicht. Das heißt: Havelse konnte seltener was mit dem eigenen Ballbesitz anfangen. Zu statisch und ideenlos waren die Hausherren gegen gut gestaffelte Sechzger im Positionsspiel.

Die Sechzger hingegen versuchten fast immer, wenn sie in Ballbesitz kamen, sofort den Weg nach vorne zu finden. Das gelang bis zur Grenze zwischen Mittelfeld und gegnerischem letzten Drittel auch hervorragend. Meistens waren es erst die Pässe dorthin die, unter anderem, weil sie durchaus mit Risiko gespielt waren, nicht den eigentlichen Adressaten fanden, sondern von der Fünferkette der Garbsener abgelaufen werden konnten.

Zweikämpfe

Auch der Bereich, in dem defensive Zweikämpfe geführt wurden, und vor allem wo sie verloren wurden, ist ein starker Indikator für die Überlegenheit des TSV. Zehn von fünfunddreißig Defensivzweikämpfen verloren die Sechzger im eigenen letzten Drittel. Havelse verlor siebzehn von siebenunddreißig im letzten Drittel geführten Zweikämpfen in ihrer defensiven Zone. Klarer Vorteil also auch hier für den TSV 1860.

Schüsse und Ballkontakte in der Box

Die Schussbilanz wirkt zunächst auch relativ ausgeglichen. 19 Schüsse für die Sechzger, 16 für Havelse. Mit sieben Schüssen mussten die Havelser aber fast die Hälfte ihrer Versuche von außerhalb der Box abfeuern. Der TSV 1860 hingegen hat nur vier Schüsse von außerhalb des Sechzehners zu Buche stehen. Damit schossen Michael Köllners Männer nur einmal weniger aus der Box aufs Tor als die Havelser insgesamt zu Schüssen kamen. Ein Drittel der Schüsse des TSV 1860 München in der Box erfolgte sogar von innerhalb des Fünfmeterraums.

Dort konnte Havelse nur zweimal überhaupt an den Ball gelangen. Beide Male nach Standards – und beide Male war der Ball auch drin.

42% mehr Ballkontakte im gegnerischen Strafraum hatten die Löwen im Vergleich mit den Niedersachsen. Deren Flankengenauigkeit und Passspiel im letzten Drittel sind klar ausbaufähig. Von 19 Versuchen, aus dem Spiel heraus in die Box zu kommen, gelang es den Gastgebern ganze neunmal, das erfolgreich zu bewerkstelligen.

So: Genug von den die Analyse begleitenden Statistiken, kommen wir zum Spiel!

Das Spiel

Die erste Halbzeit

TSV 1860

Die in der 4-1-4-1 Grundformation angetretenen Löwen verschoben bei eigenem Ballbesitz von hinten heraus zunächst asymmetrisch auf 3-5-2 und bei Ballbesitz im letzten Drittel der Gastgeber auf 3-4-3. Gegen den Ball spielte Neudecker in der Position des Box to Box Spielers neben Dressel den zweiten Sechser bei der Verschiebung auf 4-2-3-1. Die Pressinglinie der Sechzger war variabel angelegt. Vor der 1:0-Führung wurden die Havelser noch früh angegangen. Dieses raumorientierte Pressing der Löwen diente allerdings stark zur Angriffssteuerung und weniger dazu, den Ball schon in der ersten Linie zu erobern. Die Fehlpässe auf die zweite Linie waren allerdings eine logische Konsequenz aus dieser Herangehensweise. So konnten die Sechzger bis zum 1:0 den Ball häufig schon vor der Mittellinie wieder in ihren Besitz bringen.

Druckvolle Anfangsminuten der Löwen waren die Folge daraus. Bis zum Führungstreffer der Löwen verzeichnet unser Statistikprovider keinen zu Ende gespielten Positionsangriff des TSV Havelse.

Die frühe Führung durch ein Eigentor des Havelser Kapitäns, der das Risiko an den Ball zu gehen nehmen muss, brachte dann erstmal Sicherheit für den TSV 1860. Weitere hochkarätige Chancen, um das Ergebnis frühzeitig deutlich werden zu lassen, ließen die Löwen zunächst liegen. Bis zur 33. Minute, als Marcel Bär zum 2:0 einschädelte. Auch nach diesem Treffer muss der TSV 1860 in Halbzeit eins mindestens noch ein weiteres Tor erzielen. Zweimal Bär, zweimal Mölders und auch Biankadi hatten vor dem Pausentee noch Hochkaräter auf dem Fuß, die allesamt nicht im Tor landeten.

Nach der Führung ließen die Sechzger dem TSV Havelse in deren eigener Spielfeldhälfte mehr Raum zur Spielgestaltung. Dadurch wurde es für den Aufsteiger im Mittelfeld sehr eng. Schwierigkeiten, Anspielstationen zu finden und mit Tempo nach vorn zu agieren, war für Havelse die Folge davon. Die Angriffe der Niedersachsen fanden meist zwischen Mittelline und dem letzten Drittel der Löwen ein jähes Ende.

Havelse

Der TSV Havelse fand während der gesamten ersten Halbzeit, auch aufgrund der gewählten taktischen Grundausrichtung, die klar auf kompakte Defensive ausgerichtet war, in der ersten Halbzeit kein Mittel, um dauerhaft Druck auf die Löwen auszuüben. In dem von Trainer Rüdiger Ziehl gewählten System 5-3-2 war die Möglichkeit, trotz der beiden offensiv ausgerichteten Außenverteidiger Teichgräber und Riedl, durch das starke Mittelfeld der Sechzger konsequent durchzustoßen, nicht gegeben.

Nur zweimal konnte Havelse tatsächlich gefährlich in den Sechzehner der Löwen eindringen. Einmal war das nach einer Ecke, als Teichgräber zum Schuss kam, und einmal kurz vor Ende der ersten Halbzeit, als Hiller Plumes Schuss entschärfen konnte.

Die schnellen Leute der Havelser – Damer, Meyer und Lakenmacher – konnten kaum effektiv eingesetzt werden. Einzig Meyer, der nach einem fragwürdigen Zweikampf mit Belkahia gern einen Elfmeter oder zumindest einen Freistoß an der Strafraumgrenze gehabt hätte, stieß dieses eine gefährlich mal durch die Kette der Löwen, als er von Froese mit einem Pass in die Schnittstelle schön auf die Reise geschickt wurde.

Die zweite Halbzeit

Havelse

Mit der Hereinnahme von Jaeschke für Tasky stellten die Havelser auf 4-4-2 um. Jaeschke orientierte sich nach vorn als zweite Spitze neben Lakenmacher. Dafür begab sich der bis dahin dort tätige Damer in Mittelfeld auf die rechte Halbposition. Die Gastgeber spielten von da ab bei eigenem Ballbesitz mit einer sogenannten engen Raute im Mittelfeld.

Das half den Havelsern allerdings nur bedingt, um besser nach vorne spielen zu können. Gegen das gute Stellungsspiel der klug gestaffelten Sechzger waren die wirklich kreativen Ideen weiterhin Mangelware. Bezeichnend hierfür ist, dass die beiden Tore für die Niedersachsen aus Standardsituationen fielen. Aus dem Spiel heraus gab es gegen gut verteidigende Löwen nach wie vor kein Durchkommen.

TSV 1860

Die Sechzger machten dort weiter, wo sie in der ersten Halbzeit aufgehört hatten. Kompaktes Spiel mit tief stehender Pressinglinie, das Mittelfeld eng für die Gastgeber machend, verteidigten die Löwen das Positionsspiel sehr erfolgreich. Vor allem Stephan Salger wirkte wie ein Staubsauger für Pässe der Havelser nach vorn. In der zweiten Halbzeit ist er der Spieler beim TSV 1860 mit den meisten abgefangenen Bällen. Aber auch seine Kollegen konnten die meisten Angriffe vor deren Abschluss unterbinden. Aus dem Spiel heraus gelang es Havelse in der zweiten Halbzeit nur viermal, einen Schuss abzusetzen. Zwei dieser Schüsse kamen von außerhalb des Strafraums. Überhaupt konnte Havelse im zweiten Durchgang nur fünfmal erfolgreich den gegnerischen Strafraum aus dem Spiel heraus entern. Mehr ließen die Sechzger nicht zu.

Im Spiel nach vorn spielten die Löwen weiterhin schnell und direkt, sofern das möglich war. Man hatte aufgrund der Führung aber keine Not, dies überhastet anzugehen. Konnten die Havelser sich schnell genug zurückziehen, spielten die Löwen mit Bedacht und im Mittelfeld sehr passsicher. Alle Kontersituationen, die sich für die Löwen durch die vielen Ballverluste, die sich Havelse zwischen der Mittellinie und dem Strafraum des TSV leistete, konnten mit einem Schuss abgeschlossen werden. Auch die durchgebrachten Positionsangriffe endeten für den TSV 1860 größtenteils positiv. Meistens konnte bei den Angriffen, die bis ins letzte Drittel gingen, entweder geschossen werden oder man holte zumindest einen Eckstoß heraus. Nur wenige der durchgebrachten Angriffe von Köllners Team gingen stressfrei für die Havelser Defensive aus. Einer dieser Angriffe in einer Umschaltsituation führte zu einem wunderschön herausgespielten Treffer. Dazu weiter unten mehr.

Die beiden Gegentore durch Jaeschke in der 51. und 85. Minute fielen nach Standardsituationen. Hier müssen die Löwen nachjustieren immer wieder entstehen wegen nonchalant verteidigten Ecken gefährliche Torchancen für gegnerische Teams.

Die Tore

Das 0:1

Nach einem lang und diagonal von der linken Seite auf halbem Weg zwischen Toraus- und Mittellinie getretenen Freistoß für den TSV 1860 konnte dieser knapp hinter dem Mittelkreis von einem Havelser per Kopf verteidigt werden. Zunächst kam dann Mölders in Ballbesitz, der die Kugel zurück auf Deichmann spielte. Deichmann auf der Mittellinie in der Halbposition befindlich, gibt das Leder nach vorn zu Biankadi. Dieser findet keine Anspielstation und macht sich mit dem Ball am Fuß auf den Weg in Richtung eigene Hälfte. Dort angekommen gab Biankadi das Leder zu Belkahia. Nun wurde der Angriff über Salger neu aufgebaut.

Salger spielte aus halblinker Position zehn Meter vor dem Mittelkreis den Ball steil diagonal nach außen an die linke Spielfeldbegrenzung, wo Lex mit nur einem Kontakt sofort den durchstartenden Steinhart auf die Reise schickte. Steinhart erreichte das Leder dort, wo Torauslinie des Gegners und die Seitliche Strafraumbegrenzung aufeinander treffen, und gab zurück zu Neudecker, der in halbrechter Position befindlich in der Box noch einen Schritt mit dem Ball geht und dann nach innen legt, wo Bär Mölders und am Ende der kleinen Box auch noch Deichmann lauern. Diese scharfe Hereingabe versuchte Fölster zu klären, bevor sie einen der gefährlich positionierten Löwen erreicht.

Die Idee war sicherlich richtig. Zu seinem Pech haperte es mit der Ausführung. Der Ball landete im eigenen Netz zur 1:0 Führung der Löwen in der 8. Minute des Spiels.

Das 2:0

Das 2:0 aus Löwensicht erzielte Marcel Bär per Kopf. Aber der Reihe nach: Zunächst befand sich der TSV Havelse im Angriff. Semi Belkahia konnte den durchgebrochenen Meyer im letzten Moment vom Ball trennen. (Ob hier ein Foul gepfiffen hätte werden müssen oder nicht, soll uns Babak Rafati auf liga3-online diese Woche auflösen. Ich bin mir nicht sicher.)

Die sich beim Schiedsrichter beschwerenden Havelser verloren hier etwas den Fokus, denn Hiller hatte den Ball bereits zu Salger gegeben, der wie zuvor Lex an der linken Außenbahn bediente. Statt auf Steinhart, der ebenfalls auf dem Weg nach vorn war, weiterzuleiten, entschied sich der Erdinger diesmal dazu, selbst den Ball nach vorn zu bringen.

Mit Tempo und langen Schritten ging Lex leicht diagonal von der Außenlinie in Richtung der linken Strafraumbegrenzung. Von dort flankte er butterweich ins Zentrum vor die kleine Box, wo Marcel Bär sehr frei zum zweiten Treffer für die Löwen einnetzen kann.

Ein toller Angriff. Michael Köllner nannte das gesamte Offensivverhalten in diesem Angriff – speziell aber den Kopfball und die Flanke – “schulbuchmäßig”. Wie Mölders den anderen Innenverteidiger mit nach außen zieht, damit Bär freie Bahn hat, ließ der Coach auch nicht unerwähnt.

Das 2:1

Nach einem Eckstoß von rechts auf den langen Pfosten kam zunächst Plume per Kopf an den Ball. Dieser wuchtige Versuch landete jedoch nur am Pfosten. Von dort springt er auf der anderen Seite der kleinen Box Jaeschke vor die Füße, der nur noch das Leder über die Linie schieben muss.

Der Abstauber von Jaeschke war nicht zu verteidigen. Dass Plume jedoch am langen Pfosten so zum Kopfball kommt, sollte Teil der Videoanalyse zum Standardverhalten defensiv sein. Das war zu einfach.

Das 3:1

Auf der rechten Seite einige Meter in der gegnerischen Hälfe eroberte Deichmann beim Versuch der Havelser, einen Angriff zu lancieren, die Kugel. Postwendend spielte er Biankadi auf der rechten Seite an der Außenlinie an. Biankadi wiederum schickt nach kurzer Verarbeitungsphase Bär auf die Reise in den Strafraum der Havelser. Marcel Bär erreichte das Leder und zog von halbrechts aus spitzem Winkel ab. Quindt, der Torhüter des TSV Havelse, konnte hier noch abwehren. Die Abwehraktion landete bei Richy Neudecker zentral an der Sechzehnmeterlinie. Neudecker köpfte zurück an die kleine Box, wo Mölders den Ball bekam. Mit dem Rücken zum Tor sah Mölders Biankadi. Dieser bekam den kurzen Pass und schoss gezielt und überlegt aus zwölf Metern in halbzentraler Position befindlich rechts ins Tor.

Einleitung und Abschluss dieses Angriffs durch Merv Biankadi waren spitze. Man muss einfach erwähnen, dass das Auge für den freien Raum, in den Bär gestartet war, einerseits und das sofortige Wechseln der Position nach der Abgabe auf Bär andererseits, absolut entscheidend für den Erfolg dieses Angriffs waren.

Das 3:2

Nach einem steil gespielten Freistoß auf der linken Seite bekam Froese den flach gespielten Ball an der Torauslinie und legte die Kugel sofort zurück nach innen in die kleine Box, wo wieder Jaeschke seinen Fuß an den Ball bringt und zum zweiten Mal für die Hausherren trifft.

Unseren Talkgast Yannik Jaeschke hatte ich aufgrund seiner guten Trefferquote und hohen Zielgenauigkeit beim Abschluss eigentlich in der Startelf erwartet. Aus Löwensicht muss man sagen: Gott sei Dank kam es anders. Der Torriecher des Mittelstürmers ist sehr ausgeprägt. Vier Tore bei acht Einsätzen in der Startelf und vier Einwechslungen, macht heruntergerechnet auf die effektive Spielzeit von 739 Minuten, 0,49 Tore pro 90 Minuten, oder anders ausgedrückt jedes zweite Spiel ein Treffer.

Fazit

Ein absolut verdienter Sieg des TSV 1860 München, der, wenn alle hochkarätigen Chancen genutzt hätten werden können, mindestens drei Tore höher ausfällt. Endlich der erste Auswärtsdreier der Saison! Mit klar besseren Anlagen ließ der TSV 1860 nie Zweifel daran, wer das überlegene Team ist.

Warum es die Löwen oft so spannend machen müssen, ist mir seit mittlerweile fast vier Jahrzehnten ein Rätsel. Kollege Thomas Enn hat versucht es in den Giesinger Gedanken zu ergründen, und sein Fazit dazu stimmt wohl. Aber mal ehrlich: Burschen, ich brauch die Spannung in so einem klaren Spiel nicht. Da müssen einfach die Gelegenheiten, in denen Spieler eins gegen eins auf den Torhüter zulaufen, cleverer gespielt werden.

Seis drum. Am morgigen Dienstag gehts gegen Mannheim weiter.

Datenquelle: wyscout

Zahlreiche Adventskalender beim TSV 1860 mit tollen Gewinnen

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Graffiti am Grünwalder Stadion TSV 1860 München Fanszene
TSV-Graffiti hinter der Westkurve vom Grünwalder Stadion in Giesing der aktiven Fanszene des TSV 1860 München

Kaum schaut man einmal kurz nicht auf den Kalender, ist er auch schon da: der Dezember. Mit ihm startet wieder die Kultur der Adventskalender, an dem jeden Morgen zahlreiche Türchen aufgehen werden und neben Schokolade auch viele andere Dinge zum Vorschein kommen werden. Auch beim TSV 1860 gibt es im letzten Monat des Jahres Adventskalender mit vielen Gewinnen.

Adventskalender des TSV 1860 auf Instagram

Zu allererst sind hier natürlich die Löwen selbst genannt. Wie auch im letzten Jahr öffnet sich beim TSV 1860 jeden Tag ein Türchen. Was es jeweils zu gewinnen gibt, wird erst am jeweiligen Tag bekannt gegeben. Auch die Teilnahmebedingungen werden mit jedem Post veröffentlicht.

sechzgerrudel (die Bayerische) auf Instagram

Zudem gibt es in diesem Jahr vom sechzgerrudel einen eigenen Kalender. Hinter dem Account steckt Hauptsponsor die Bayerische. Auch hier wird erst am Tag selber bekannt gegeben, was es zu gewinnen gibt.

TSV 1860 e.V. auf Instagram & Facebook

Aller guten Dinge sind drei: auch der TSV 1860 e.V. versüßt euch den Dezember. Sowohl auf Facebook als auch auf Instagram werden täglich neue Türchen geöffnet. Im Übrigen ist davon auszugehen, dass auch die anderen beiden Adventskalender auf Facebook zu finden sein werden. Um keinen Gewinn zu verpassen, solltet ihr täglich vorbeischauen!