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Sieg beim ASC Geretsried – Futsal Löwen weiter in der Erfolgsspur

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TSV 1860 Futsal Löwen
Die Futsal Löwen schlugen den SV Italia mit 10:5.

Die Siegesserie der Futsal Löwen hält unvermindert an: Vierter Sieg im vierten Spiel. Der ASC Geretsried hatte, wie schon im Hinspiel gegen die Löwen nichts zu melden. Die Futsal-Adler des südlichen Alpenvorlandes wurden zwar nicht abgeschossen, aber zu Höhenflügen konnten sie auch nicht ansetzten. Nein, am Ende waren sie zweifelsohne am Boden, denn da stand eine deutliche 3:6-Heimniederlage gegen souverän auftretende Sechzger zu Buche.

Starke Anfangsphase als Basis zum Sieg

Löwen-Trainer Franjo Ereiz lobte denn auch seine Schützlinge, denen er eine “insgesamt gute spielerische und kämpferische Leistung” attestierte, wenngleich in der Spieleröffnung und im Defensivverhalten durchaus noch Luft nach oben sei.

Rafael Topcic hatte die Löwen bereits in der dritten Minute in Führung geschossen. Ante Topcic und Anto Bonic erhöhten auf 3:0. Das schönste Tor des Tages allerdings gelang Rafael Topcic zum 4:1 Pausenstand. Mit Hilfe des berühmten Zidane-Tricks tanzte er seinen Gegenspieler aus, ehe er aus fünf Metern lässig einschob. “Das hat er im Training am Donnerstag noch geübt. Toll, dass das heute schon geklappt hat”, konstatierte Trainer Franjo Ereiz. In der zweiten Halbzeit steuerten Andy Körtvelesyi und Anto Bonic zwei weitere Tore zum Sieg des TSV 1860 München bei.

Futsal Löwen siegen in Geretsried

Die Löwen führen weiterhin die Tabelle der Bayernliga-Süd souverän an und Löwen-Futsalchef Thomas Bohlender hat eine plausible Erklärung für die überraschende Erfolgsgeschichte ausgemacht:

“Es ist in erster Linie das Verdienst unseres Trainers Franjo Ereiz, der aus einem wilden Haufen neuer Spieler eine homogene Truppe geformt hat, die immer mehr Spielverständnis entwickelt und auch kämpferisch überzeugen kann.”

Ob die Löwen aber auch ihr fünftes Spiel hintereinander gewinnen können, das erfahren wir am nächsten Spieltag. Dann wird der Futsalclub Italia München in der Sporthalle A zu Freiham am Sonntag den 28.11.2021 ab 20:00 Uhr zu Gast sein.

16. Spieltag: Stefan Lex einziger Löwe in der kicker “Elf des Tages”

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Stefan Lex, TSV 1860
Stefan Lex, TSV 1860

Zwei Elfer rausgeholt und ein Tor selber aufgelegt – klasse Bilanz! Keine Frage: Stefan Lex zeigt seit Wochen beständig starke Leistungen. Zur Belohnung wurde Lex am 16. Spieltag nach dem 3:2-Sieg der Löwen gegen den MSV Duisburg vom kicker für die “Elf des Tages” nominiert.

kicker: Stefan Lex in “Elf des Tages”

Neben Stefan Lex hat es diesmal kein weiterer Löwen in die kicker “Elf des Tages” geschafft. Mit Adriano Grimaldi vom 1. FC Saarbrücken ist jedoch ein Akteur vertreten, der einst für den TSV 1860 auflief.

Die komplette “Elf des Tages” im Überblick:

Atubolu (Freiburg II) – Kleinhansl (Osnabrück), Verlaat (Mannheim), Tomiak (Kaiserslautern), Lannert (Verl) – Lex (1860), Pherai (Dortmund II), Günther-Schmidt (Saarbrücken) – Lauberbach (Braunschweig), Grimaldi (Saarbrücken), Martinovic (Mannheim)

Bild: CR-Fotos

TSV 1860: Vier Spiele, vier Siege im Herrenbereich – Futsal Löwen siegen

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TSV 1860 III & IV

Was für ein Wochenende für die Löwen! Im Herrenbereich gewannen alle vier Teams des TSV 1860 ihre Spiele und fuhren somit satte 12 Punkte ein. Auch die Futsal Löwen bleiben auf der Erfolgswelle. Sie schlugen den ASC Geretsried auswärts mit 6:3.

TSV 1860: Makellose Bilanz im Herrenbereich

Auch bei den Junioren lief es sehr gut für die Junglöwen. Die U19 siegte in einem Testspiel auswärts beim Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern. Die U13 schlug die SpVgg Unterhaching deutlich. Die angedachten Freundschaftsspiele der U14 und U15 gegen Viktoria Pilsen mussten abgesagt werden.

Samstag, 20.11.:

09.30 Uhr: U13 – SpVgg Unterhaching 3:0 (siehe Video unten)
11.00 Uhr: SV Germering – U9 3:7
11.00 Uhr: 1. FC Kaiserslautern – U19 2:3
12.00 Uhr: U11 – SV Italia 1965 U13 0:0
14.00 Uhr: Profis – MSV Duisburg 3:2
15.00 Uhr: 4. Mannschaft – FC Bosna u Hercegovina München II 5:0
16.00 Uhr: U15 – ASV Neumarkt 2:0
17.00 Uhr: 3. Mannschaft – FC Bosna u Hercegovina München 1:0
19.00 Uhr: ASC Geretsried – Futsal 3:6

Sonntag, 21.11.:

09.30 Uhr: U15 – Viktoria Pilsen abgesagt
11.30 Uhr: U14 – Viktoria Pilsen abgesagt
13.00 Uhr: FC Deisenhofen – U19 4:2
14.00 Uhr: U21 – FC Deisenhofen 2:0
16.00 Uhr: ASV Dachau U11 – U9 4:7

Bild: Phillip Rapp

Verena Dietl schlägt Erbpachtvertrag für Grünwalder Stadion vor

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Grünwalder Stadion, Heimat des TSV 1860 im Herbst 2021
Grünwalder Stadion, Heimat des TSV 1860 im Herbst 2021

Hinsichtlich des Ausbaus des Grünwalder Stadions gab es in letzter Zeit einige Irritationen. Die Stadt München und der TSV 1860 schoben sich gegenseitig den Schwarzen Peter zu, warum es in der Stadionfrage nicht weitergeht. Nun meldet sich auch Verena Dietl in der Abendzeitung zu Wort, schlägt in die selbe Kerbe, bringt aber auch einen interessanten Vorschlag ins Spiel: einen Erbpachtvertrag für das Grünwalder Stadion.

Erbpachtvertrag für Grünwalder Stadion?

Auch Sport-Bürgermeisterin Verena Dietl moniert, dass der Stadt München seitens der Löwen eine definitive Zusage zur Nutzung des Stadions fehle. Der TSV 1860 hingegen gibt an, dass er ohne Kenntnisse zur zukünftigen Höhe der Miete keine Versprechen abgeben könne. Verständlich.

Laut Dietl wäre auch ein Erbpachtvertrag für das Sechzgerstadion eine denkbare Option. So habe sie den Löwen bereits angeboten, das Projekt Um- und Ausbau selbst in die Hand zu nehmen. Einerseits wäre das natürlich eine große Chance für den TSV 1860, andererseits fehlt es Münchens großer Liebe bekanntermaßen an finanziellen Mitteln, um so ein Projekt zu stemmen. Es bleibt spannend…

Sechzig um Sieben: Löwen siegen gegen Zebras, auch U21 punktet

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Drei Punkte waren es nach nervenaufreibenden 90 Minuten, die beim TSV 1860 bejubelt wurden. Für einen neutralen Zuschauer dürfte es durchaus ein ansprechendes Fußballspiel gewesen sein, denn beide Mannschaften boten viel Spektakel mit fünf Toren und vielen Pfosten- bzw. Lattentreffern. Doch als Anhänger des TSV 1860 hätte man es gerne etwas ruhiger gehabt, zumal die Maske im Stadion nicht gerade förderlich war bei hohem Puls und entsprechend schneller Atmung. Auch andere Mannschaften der Löwen zeigten sich am Wochenende siegreich. Bei einem anderen Münchner Drittligisten wird die Luft für den Trainer hingegen schon wieder dünner. Das alles lest ihr jetzt zum Start in eine neue Woche bei Sechzig um Sieben.

Im Stadion trotz 2G und Maske: die Giesinger Gedanken

Zum allerersten Mal in seinem Leben hat sich Thomas Enn die Frage gestellt, ob er ins Stadion gehen soll. Die Umstände gegen Duisburg waren mit 2G und Maske im gesamten Stadion sehr besonders. Hinzu kam, dass einige Löwenfans bei einem Blick auf die aktuellen Zahlen nicht gerade das beste Gefühl dabei hatten, einer Großveranstaltung beizuwohnen. Viele andere blieben tatsächlich daheim, Thomas hingegen entschied sich für den Stadionbesuch. Warum er es im Nachhinein nicht bereut und wie es war, erzählt er in den Giesinger Gedanken.

Erfolgreiches Wochenende für den TSV 1860

Einen ganz wichtigen Sieg durften die Löwenfans nach 90 Minuten gegen Duisburg feiern. Auch die anderen Mannschaften der Löwen waren in den vergangegen Tagen gut unterwegs. So konnte die U21 endlich wieder drei Punkte in der Bayernliga Süd feiern. Auch Sechzig III und IV gewannen ihre Spiele jeweils. So darf es gerne weitergehen!

News aus der 3.Liga

Hyballa bei Türkgücü vor dem Aus?

Am Wochenende setzte es für Türkgücü eine 0:2-Niederlage bei Eintracht Braunschweig. Nach nur zwei Siegen bei fünf Niederlagen scheint der Stuhl von Trainer Hyballa nach nur etwa zwei Monaten bereits wieder zu wackeln. Im Interview nach dem Spiel sprach der Übungsleiter davon, dass das Ziel der Klassenerhalt sei. Das dürfte die Vereinsspitze etwas anders sehen. Ob Hyballa am kommenden Wochenende noch Trainer bei Türkgücü ist, wird sich zeigen.

Geisterspiel für den FSV Zwickau

Ab (voraussichtlich) morgen treten in Bayern weitere Verschärfungen in Kraft. Die Folge: eine maximale Auslastung von 25% im Stadion gegen Waldhof Mannheim. Möglicherweise müssen die Löwen sogar ganz auf Zuschauer verzichten. Dieses Schicksal ist dem FSV Zwickau im Heimspiel gegen Saarbrücken Anfang Dezember bereits sicher. In Sachsen werden alle Großveranstaltungen ab heute für die nächsten drei Wochen abgesagt.

Der 16.Spieltag

Eine Übersicht über die beiden Sonntagspartien gab es bereits gestern bei uns zu lesen. Heute abend beschließen Meppen und Viktoria Köln ab 18:60 Uhr den Spieltag – zumindest fast. Denn die Partie Zwickau-Magdeburg wurde wegen Corona verschoben und muss noch nachgeholt werden. Wie oben beschrieben, droht dieser Begegnung ebenfalls eine Geisterkulisse.

Sechzig steht aktuell auf Platz 12 in der 3.Liga, könnte aber bei einem Sieg der Kölner noch auf den 13.Rang fallen. Weiterhin steht allerdings das Nachholspiel gegen Waldhof Mannheim aus, dass am 30.November nachgeholt werden soll.

16. Spieltag der dritten Liga: Die Sonntagsspiele

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SV Waldhof Mannheim Anzeige Carl-Benz-Stadion

Nachdem die Löwen gestern in einem hart umkämpften Spiel einen 3:2 Sieg gegen den MSV Duisburg einfuhren und sich die Fans Gedanken über Notwendigkeit eines Stadionbesuchs in diesen Zeiten machten, standen heute die Sonntagsspiele des 16. Spieltags der dritten Liga an.

Viktoria Berlin – Würzburger Kickers 1:1

Im Jahnsportpark empfing die Berliner Viktoria die Gäste aus Unterfranken vor 846 Zuschauern. Die Kickers kamen besser ins Spiel und gingen bereits in der 8. Minute durch Pepic in Führung. Er schlenzte eine Vorlage von Atmaca sehenswert ins linke obere Eck des Berliner Tores. Danach gestaltete sich das Spiel ausgeglichener. Allerdings konnten die Hausherren nicht gefährlich vor das Tor der Würzburger kommen. In der 39. Minute hätte Ex-Löwe Moritz Heinrich dann per Direktabnahme auf 0:2 stellen können. Da er das Tor verfehlte, ging es mit 0:1 zum Pausentee.

Im zweiten Durchgang übernahmen die Hauptstädter zunehmend die Kontrolle und erarbeiteten sich nun auch einige Chancen. In der 76. Minute war es dann schließlich soweit: Verkamp wurde im Strafraum gelegt und Cigerci verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 1:1. Danach rührten die Kickers Beton an und konnten sich bei Ex-Löwenkeeper Bonmann bedanken, dass sie einen Punkt mit an den Main nehmen können.

Waldhof Mannheim – VfL Osnabrück 3:3

Ein Spektakel erster Güte bekamen die 8.413 Zuschauer im Carl-Benz-Stadion zu Mannheim zu sehen. In der Anfangsphase lief das Spiel noch relativ ruhig. Mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Osnabrücker die Spielkontrolle, aber die Waldhöder ließen keine gefährlichen Offesivaktionen der Gäste zu. So war es Kunze per Fernschuss in der 28. Minute, der die Osnabrücker in Führung brachte.

Waldhof musste sich zunächst sammeln und hatte dann etwas Glück, als Boyamba Martinovic fein einsetzte und diser mit der ersten nennenswerte Offensivaktion der Hausherren auf 1:1 stellen konnte (36. Minute). Eine Minute vor der Halbzeit brachte der Osnabrücker Torwart Kühn Boyamba im Strafraum ungeschickt zu Fall und Schiri Kleinhansl zeigte auf den Punkt. Von dort traf erneut Martinovic zum 2:1 Führungstreffer für die Waldhof-Buben. Danach ging es dann in die Kabinen.

Durchgang 2 hatte es dann in sich. Der VfL drückte von Beginn an auf den Ausgleich, aber die Gastgeber nutzten die Freiräume in der Offensive gut und hatten selbst zwei gute Möglichkeiten, um die Führung auszubauen. In der 65. Minute gelang den Niedersachsen dann eine exakte Kopie des 2:1 gegen unsere Löwen. Simakala köpfte eine Ecke von Opoku ins lange Eck. Der SV Waldhof wollte unbedingt wieder in Führung gehen und setzte die Gäste sofort unter Druck. Nach zwei ausgelassenen Chancen war es erneut Kühn, der Jurcher ungestüm im Strafraum blockte und somit den zweiten Elfer verursachte. Erneut trat Martinovic an und versenkte den Ball zur 3:2 Führung der Waldhöfer (76. Minute). Osnabrück hatte aber noch den Lucky Punch auf seiner Seite. Higl flankte aufs lange Eck und Seegert brachte den Ball beim Abwehrversuch im eigenen Tor unter. So trennten sich beide Teams in einem sehr sehenswerten Drittligaspiel mit 3:3. Damit endeten beide Sonntagsspiele des 16. Spieltags unentschieden.

Was bedeutet das für den TSV 1860 München?

Nach Beendigung der Sonntagsspiele des 16. Spieltags liegen die Löwen durch den gestrigen Sieg gegen Duisburg in der Tabelle auf Rang 12. Die Löwen haben nun 20 Punkte und ein Spiel weniger als die meisten Teams in dieser Tabellenregion. Der Abstand auf Rang 16 beträgt nun immerhin vier Punkte. Morgen steht noch das Spiel zwischen dem SV Meppen und Viktoria Köln an. Die Kölner Viktoria könnte den TSV 1860 München mit einem Sieg überholen.

Endlich wieder ein Sieg: U21 des TSV 1860 schlägt FC Deisenhofen

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TSV 1860 U21 - FC Deisenhofen

Sieben Spiele lang musste die U21 des TSV 1860 auf einen Sieg warten. Der letzte Dreier wurde zum Auftakt der Sechzger Wiesn gefeiert – ein 7:1 gegen den VfB Hallbergmoos. Gegen den FC Deisenhofen konnten die Amas nun endlich die Negativserie beenden und gewannen auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße mit 2:0.

TSV 1860 U21 – FC Deisenhofen 2:0

Schon im Hinspiel hatten sich die Junglöwen mit 1:0 durchsetzen können und auch diesmal behielten sie die Oberhand. Von den Profis waren Knöferl und Djayo im Einsatz, für die Tore sorgten aber andere. Alex Freitag sorgte in der 10. Minute für die frühe Führung. Den zweiten Treffer legte Mussa Fofanah in der 29. Minute nach.

Mit dem Sieg hat die U21 des TSV 1860 nun 28 Punkte gesammelt und steht auf Rang 11 der Bayernliga Süd.

Foto: Siegfried Nagelstutz

TSV 1860 e.V.: Dritte und Vierte siegen gegen FC Bosna u Hercegovina

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TSV 1860 - FC Bosna: Sieg für die Dritte

Der FC Bosna u Hercegovina München war das Team der Stunde in der Kreisklasse 4. Nach zuletzt vier Siegen rechneten sich die Gäste natürlich auch gegen die Dritte des TSV 1860 gute Chancen aus. Am Ende siegten jedoch die Löwen und bleiben Spitzenreiter FC Espanol auf den Fersen.

Dritte des TSV 1860 schlägt FC Bosna u Hercegovina

250 Zuschauer hatten sich nach dem Sieg der Profis auf dem Weg zur St. Martin-Straße gemacht und wurden mit drei weiteren Punkten für die Löwen belohnt. Lange hielten die Gäste das torlose Remis, dann gelang 1860 doch noch der Lucky Punch. Andre Orbegozo Araujo traf in der 83. Minute für die Dritte, die mit zwei Punkten Rückstand auf den Tabellenführer Rang zwei der Kreisklasse 4 belegt.

Auch die Vierte siegt

Auch die Vierte des TSV 1860 kam zu einem Erfolgserlebnis. Nachdem am vergangegen Wochenende die Reserve des SC München hochdramatisch geschlagen wurde, machten es die Löwen diesmal nicht so spannend. Gegen die Zweite des FC Bosna u Hercegovina gewann die vierte Mannschaft mit 5:0. Torschützen: Clemens Meysel (2), Yanneck Holst, Shendrit Ameti und Arjan Musliu.

Foto: Phillip Rapp

Tierisch: Bär hat das letzte Wort beim Sieg der Löwen gegen die Zebras

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TSV 1860 - MSV Duisburg: Löwen gegen Zebras 3:2

Tierisch gings gestern zu im Grünwalder Stadion! Beim Spiel der Löwen gegen die Zebras hatte ausgerechnet Bär das letzte Wort und bescherte Münchens großer Liebe mit seinem Treffer drei wichtige Punkte.

Mölders an die Latte, Bouhaddouz ins Tor

Trotz der pandemiebedingten Umstände sahen die Zuschauer im Sechzgerstadion eine überaus interessante und intensive Partie. Von hochklassig möchte ich bewusst nicht sprechen – zu fahrig waren die Defensivreihen beider Teams.

Die erste Gelegenheit bot sich 1860 bereits in der 8. Minute, als Sascha Mölders nach einer Ecke am Quergebälk des Duisburger Kastens scheiterte. Nur zwei Minuten später schepperte es dann auf der Gegenseite. Stoppelkamp ließ Wein stehen wie eine Fahnenstange, flankte nach innen und Bouhaddouz setzte sich im Kopfballduell gegen Salger durch. Hiller im Löwentor war machtlos – 0:1!

Steinhart gleicht per Elfmeter aus

Ein äußerst bitterer Zwischenstand, da Sechzig bis dahin eigentlich das bessere Team gewesen war. Das dachte sich wohl auch der Duisburger Verteidiger Gembalies, der sich in der 16. Minute nachdrücklich für das dämlichste Elfmeterfoul des Jahres empfahl, indem er den Ball nicht einfach wegschlug, sondern passieren ließ und stattdessen Stefan Lex aus den Latschen trat. Phillipp Steinhart wars egal, der Elfer saß und alles war wieder offen.

Danach entwickelte sich eine offene Partie, wobei die Löwen in der 37. Minute Glück hatte, dass Bouhaddouz für die Zebras nur den Pfosten traf. Nicht nur in dieser Situation sah Semi Belkahia gar nicht gut aus; ihm war die fehlende Spielpraxis und Unsicherheit deutlich anzumerken.

Mölders als Mini-Messi

Den besseren Start in die zweite Hälfte verbuchte erneut der TSV 1860 – und belohnte sich dafür. Sascha Mölders mutierte in der 54. Minute zum Messi, ließ zwei Gegenspieler auf engstem Raum stehen und netzte per Flachschuss ins kurze Eck zum 2:1 ein.

Zehn Minuten später dann der nächste Elfer für die Löwen und wieder hatte Gembalies Stefan Lex zu Fall gebracht. Erneut lief Steinhart an, doch diesmal hatte Leon Weinkauf im Gästetor das bessere Ende für sich.

Bär erlegt die Zebras für die Löwen

Statt 3:1 und der vermeintlichen Vorentscheidung stand dann aber plötzlich 2:2 an der Anzeigetafel des schönsten Stadions der Welt. Wieder flankte Stoppelkamp in den Strafraum, diesmal aber kam ein Löwe mit dem Kopf an den Ball und wehrte ab. Zu kurz jedoch und Ademi schweißte das Spielgerät unhaltbar für Hiller in die Maschen.

Sechzig zeigte sich aber nur kurz geschockt, übernahm dann aber wieder die Kontrolle und traf in Person von Bär in der 72. Minute nur die Latte. Nur eine Minute später gabs dann aber doch Grund zum Jubeln. Lex setzte sich im Strafraum durch, legte den Ball dann auf Verdacht in den Rückraum ab, wo Marcel Bär anrauschte und die Kugel zum 3:2 versenkte.

In der Nachspielzeit vergab Mölders noch eine hundertprozentige Chance zum 4:2, aber das war auch schon egal, denn nur wenige Sekunden später war das Spiel zu Ende und die Löwen hatten gegen die Zebras drei wichtige Punkte eingefahren.

Giesinger Gedanken nach dem Sieg gegen Duisburg: The masked (Gia)singers

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Ich habe in meinem ganzen Leben noch nicht ein Mal drüber nachgedacht, ein Fußballspiel nicht zu besuchen. Im Vorfeld vor dem gestrigen Spiel gegen den MSV Duisburg habe ich mir, das erste Mal im Leben die Frage gestellt, ob ich wirklich ins Stadion muss oder ob es nicht klüger wäre, daheim zu bleiben. Am Ende habe ich mich dann doch entschieden, ins Stadion zu gehen und mich zu den masked (Gia)singers zu gesellen.

Der Stadionbesuch als Wert an sich

Ich gehe jetzt seit fast 40 Jahren zu Fußballspielen und ich wäre nie auf die Idee gekommen, mit mir selbst eine tagelange Diskussion zu führen, ob es jetzt gut ins Stadion zu gehen oder nicht. Die Frage stellte sich einfach nicht. Für mich ist der Stadionbesuch einfach ein Wert an sich. Oder ein intrinscher Wert, wie die Philosophen sagen würden. Gestern war das anders: Angesichts der bayerischen Krankenhausampel in der hässlichsten Farbe der Welt und einer Inzidenz von über 750 gestern lt. Süddeutscher Zeitung habe ich mich schon gefragt, ob ich jetzt wirklich da hin muss. Und es ist schon ein bisserl absurd, dass wir Ende letzter Saison bei Inzidenzen von unter 100 Geisterspiele hatten und jetzt ein Stadion vollauslasten dürfen. Natürlich, da war die Impfquote noch niedriger und es gab diese 2G, 3G-Regeln noch nicht in der Form, aber trotzdem fühlte es sich für mich irgendwie komisch an.

Natürlich bin ich dann doch gegangen

Nach den Diskussionen mit mir selbst, oftmals untermalt von einem passenden Lied der meistunterschätzten Band der Welt, bin ich dann doch zum Schluss gekommen, ins Stadion zu gehen und die Löwen im Abstiegskampf zu unterstützen. Immerhin stand ein extrem wichtiges Spiel an und ich halte das Risiko bei angewandter 2G-Regel für vertretbar. An den großen Lücken, die im offziell ausverkauften Stadion klafften, konnte man sehen, dass ich wohl nicht der einzige war, der sich diese Gedanken im Vorfeld des Spiels gemacht hat. Ich würde schätzen, dass ca. 11.000 masked (Gia)singers im Stadion waren.

Unter den masked (Gia)singers

Ich hatte mich natürlich gefragt, wie das wohl sein würde, ein Spiel komplett mit Maske zu verfolgen. Kann man da überhaupt singen und supporten. Nun ja, es geht schon. Aber nicht gut, würde ich sagen. Es ist einfach so, dass die Maske nicht nur den Corona-Virus herausfiltert, sondern auch einen Großteil der Lautstärke eines Schlachtrufs… Hätte ich mir eigentlich vorher denken können. Dennoch fand ich die Stimmung unter den gegebenen Umständen und der Abwesenheit der Münchner Löwen ziemlich passabel. Wir sind einfach ein heißblütiges Publikum. Und das Spiel war natürlich auch mitreißend und sehr emotional.

Offener Schlagabtausch zwischen Löwen und Zebras

Ein typisches Löwenspiel, wenn es wichtig ist. Höhen und Tiefen, man macht es sich selbst oft schwerer als es sein müsste und am Ende dann doch einen Dreier eingefahren unter dem frenetischen Jubel der masked (Gia)singers. Es wäre schade gewesen, wenn ich dieses Spiel auf dem heimischen Sofa hätte verfolgen müssen. Möglicherweise läge ich jetzt wegen eines Herzinfarkts nach so mancher Abwehraktion von Salger und Belkahia tot auf dem selben…

Lebendiges Abendprogramm der masked (Gia)singers

Und wenn man schon mal die Diskussion, ins Stadion zu gehen mit selbst ausgefochten hat, kann man ja gleich auch noch einige Bierchen am Grünspitz konsumieren, im Giesinger Bräu zu Abend essen und den Abend in einer Boazn mit guten Freunden und anderen Löwen ausklingen lassen. Unvernünftig, aber wunderschön. Und die nächsten Monate werden wir da eh wieder drauf verzichten müssen. Deswegen war es die richtige Entscheidung ins Stadion zu gehen. Das wird mir fehlen!!!