Nach der 0:3-Niederlage beim SV Waldhof Mannheim äußerten sich die beiden Trainer zu der Partie. Michael Köllner bestätigte dabei den Verdacht, dass es erneut Corona-Fälle beim TSV 1860 gibt.
Fragwürdige Schiedsrichterentscheidung
Gute Laune konnte man Michael Köllner nach Betrachtung der knapp acht Minuten wahrlich nicht attestieren. Der Trainer der Löwen wirkte obgleich der klaren Niederlage beim Waldhof bei der Pressekonferenz nach dem Spiel sichtlich angefressen. Dafür sorgten vor allem die beiden Elfmeterentscheidungen. Während der 52-Jährige den ersten Pfiff an sich zwar für vertretbar hielt, gingen der Situation zwei Fouls gegen Steinhart und Neudecker voraus. Kein Verständnis zeigte Köllner dann für die Entscheidung in der Partie. Erneut gab es Handelfmeter für Mannheim, nachdem Goden den Ball an den angelegten Arm bekam.
Auch Waldhof-Trainer Patrick Glöckner ging in seinem Eingangsstatement auf die Szene aus der 65.Minute ein. Durchaus als glücklich wertete er die Entstehung zum 2:0, für ihn war es durchaus eine natürliche Armhaltung von Goden, sodass kein strafwürdiges Verhalten vorlag. Insgesamt zeigte er sich sehr zufrieden mit seiner Mannschaft. Man habe nur eine Torchance der Gäste zugelassen und über 90 Minuten die nötige Gier gehabt, um das Spiel siegreich zu gestalten.
TSV 1860 muss vorerst auf Dressel, Belkahia und Moll wegen Corona verzichten
In der anschließenden Fragerunde verriet Köllner dann, warum so viele Spieler der Löwen die Reise nach Mannheim nicht hatten antreten können. Was im Spielbericht von sechzger.de bereits vermutet wurde, bewahrheitete sich leider. Mit Quirin Moll, Dennis Dressel und Semi Belkahia gibt es drei weitere Corona-Fälle beim TSV 1860. Auch Niki Lang konnte nicht zum Einsatz kommen, er sei aber “lediglich krank”. Für einen Einsatz legten die Ärzte ihr Veto ein.
Die folgenden Fragen gaben dann einen Einblick in das Innenleben von Köllner. Angesprochen auf die möglichen Schlüsse, die man aus der Niederlage ziehen könne, reagierte er bereits deutlich ungehalten. Der Frust saß tief, den erhofften Punkt vor toller Kulisse im Carl-Benz-Stadion nicht erzielt zu haben. Als dann mit der letzten Frage erneut die beiden Elfmetersituationen angesprochen wurden, wies der Trainer des TSV 1860 diese nicht nur zurück, sondern leitete sie direkt in die Schiedsrichterkabine weiter. Beantworten wollte der sonst so redselige Oberpfälzer nach diesem Spiel offensichtlich am liebsten nichts mehr.
Es hat nicht ganz gereicht zum Meisterschafts-Triumph und zum Aufstieg in die Regionalliga für die Futsaler des TSV 1860 München. In einem hochdramatischen Final-Rückspiel vor 150 Zuschauern waren am Ende die Ingolstadt Panthers zwar nicht das bessere, aber das glücklichere Team. Nach dem 5:3-Erfolg im Hinspiel genügte ihnen eine 8:8-Unentschieden nach Verlängerung in München zur Bayernliga-Meisterschaft.
1860 Futsaler erzwingen Verlängerung
Wer dachte, dramatischer als im Hinspiel gehts im Futsal nicht mehr, der wurde in der Halle an der Knorrstraße in München-Milbertshofen eines Besseren belehrt. Zur Pause stand es 3:2 für die Löwen, Vendim Sinani, Ballkünstler Orlando Herzberger und Spielgestalter Linus Radau markierten die Treffer für die Münchner.
In der zweiten Hälfte erkämpften sich die Sechzger durch Tore von Igor Ilinkovic und Anto Bonic (2) bis zum Ende der regulären Spielzeit ein 6:4 und erzwangen somit eine Verlängerung, in der sich die Löwen – nach Anschlusstreffern der Ingolstädter – dank der Tore von Anto Bonic und Linus Radau erneut einen Zwei-Tore-Vorsprung herausspielen konnten.
Umstrittene gelb-rote Karte für die Löwen
Ingolstadt wankte, Löwenkeeper Michi Vukovic hielt überragend, und hätten die Löwen beim Stande von 8:6 sechs Minuten vor dem Ende der Verlängerung nicht eine umstrittene gelb-rote Karten kassiert, die sie dazu zwang, zwei Minuten in Unterzahl zu dritt gegen vier Donaustädter zu spielen, wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre.
Am Ende fehlten die Kräfte, die Panthers mit mehr als 2 Toren Unterschied zu besiegen oder mit einem Zwei-Tore-Vorsprung zumindest ein Sechsmeter-Schießen zu erzwingen. Ingolstadt kam infolgedessen in den letzten beiden Spielminuten zum Anschlusstreffer und zum Ausgleich.
“Alles gegeben und gut gespielt”
Während die Futsal Panthers aus Ingolstadt jubelnd die Meisterschaft feierten, gingen die Münchner Löwen zwar sehr enttäuscht, aber keineswegs mit mit gesenkten Häuptern aus der Halle. Die 1860 Futsaler hatten, wie ihr Trainer Franjo Ereiz resümierte, “alles gegeben und gut gespielt. Leider war das Glück heute nicht auf unserer Seite.” Auch Löwen-Futsal-Leiter Thomas Bohlender war voll des Lobes für seine Mannschaft und merkte an:
“Natürlich hätten wir uns alle von Herzen die Meisterschaft gewünscht, aber wenn man bedenkt, wie wir die Saison begonnen haben, dann ist die Vizemeisterschaft ein schöner und höchst beachtlicher Erfolg.”
Nach Abschluss der Liga-Saison gibts für die Futsaler erstmal eine verdiente Pause bis zum Bayern-Cup, der ab Mai auf dem Programm steht.
Leider verloren unsere Löwen gestern etwas unglücklich, aber letzlich verdient mit 3:0 in Mannheim. Dennoch war es ein Spiel, das in Erinnerung bleiben wird. Denn der Gästeblock war zum ersten Mal wieder komplett gefüllt und die Löwenfans unterstützten ihre Mannschaft bundesligareif. Mindestens. Wir haben Kurvenvideos aus Mannheim zugeschickt bekommen und wollen Euch diese nicht vorenthalten.
Kurvenvideos aus Mannheim bei sechzger.de
Wir haben die Videos in unserem youtube-Kanal für Euch bereit gestellt. Hier könnt Ihr die Highlights ebenfalls durchklicken.
Es begann mit einem Copuntdown und einem Konfettiregen, der selbst in argentinischen Stadien für Aufsehen gesorgt hätte.
Hier der Konfetti-Regen aus der Persepktive im Block:
Von den Sitzplätzen aus gesehen:
Und auch von der Gegengerade haben wir noch eine Perspektive für Euch:
So hat man wenigstens noch ein paar schöne Erinnerungen an einen eher unguten Tag…
Im coolen Sportreporter-Deutsch nennt man das, was im Carl-Benz-Stadion gestern Nachmittag passierte, einen “gebrauchten Tag”. Unsere Löwen traten durch einen Corona-Ausbruch am Freitag (den Michael Köllner in der PK nach dem Spiel bestätigte) stark ersatzgeschwächt an. Getreu dem Motto “wenn man schon kein Glück hat…”, kam mit zwei sehr unglücklichen Handelfmetern für die Löwen auch noch das sprichwörtliche Pech dazu.
Rückkehr der Münchner Löwen
Die größe Gruppierung der Löwen-Kurve war gestern zum ersten Mal wieder am Start und sorgte für einen gut gefüllten Auswärtsblock in Mannheim. Zu Spielbeginn regnete es Konfetti und der Gästebereich wurde in weiß-blauen Rauch eingehüllt. Sah am TV sehr schön aus, aber natürlich gehen jetzt die Diskussionen a la “Robert, schaff die Pyro ab” wieder los. Dennoch war gleich ein anderer Zug im Support und die Löwenfans gaben über 90 Minuten alles, um die glücklose Mannschaft zu unterstützen.
Zu Beginn war der Auswärtsblock in weiß-blauen Rauch gehüllt.
Vertretbarer Handelfmeter direkt zu Beginn
Die Löwen hatten also kein Glück mit den Corona-Infektionen, was so manchen weiß-blauen Supporter ziemlich nervte. Fehlten doch einige Eckpfeiler der zuletzt vier Mal in Serie siegreichen Mannschaft, plus der gelbgesperrte Kapitän Stefan Lex. Noch nerviger aber begann das Spiel nach einer eigenartigen Kopfballstafette im eigenen Strafraum. Startelf-Debütant Leandro Morgalla sprang der Ball beim Kopfball-Ping-Pong klar erkennbar an den Unterarm und Schiri Badstübner blieb nicht anderes übrig, als auf den Punkt zu zeigen. Martinovic wollte den Ball humorlos halbhoch in die Mitte knallen, aber Marco Hiller der schon ins rechte Eck unterwegs war, konnte mit einer mirakulösen Fußabwehr das Tor noch verhindern. Aber wenn man kein Glück hat, springt der Ball halt auf die andere Seite zu Costly, der ins quasi verlassene Tor zum 1:0 für die Waldhöfer einschieben konnte.
Dezimerte Löwen lassen wenig zu
In der Folge war Waldhof drückend überlegen, konnte aber aus dem Spiel heraus keine Torchancen erarbeiten. Ausnahme blieb ein abgefälschter Schuss von Russo. So solide die Löwen auch verteidigten, nach vorne ging eigentlich nichts, wenn man ehrlich ist. Marcel Bär rannte sich zwar die Seele aus dem Leib, aber er war komplett auf sich alleine gestellt und bekam einfach keine Bälle aus dem Mittelfeld. Kurzer Ausflug ins “Hätte-Hätte-Fahrradkette”: Ohne den Strafstoß wäre es wohl wäre es wohl mit einem hart erkämpften 0:0 in die Pause gegangen.
Zaghaftes Aufbäumen der Giesinger
In der zweiten Hälfte machten die Löwen mehr Druck und hatten durch Bär, dessen Schuss Königsmann gerade noch so mit einer Hand ablenken konnte, und Morgalla gute Gelegenheiten. Dennoch muss man festhalten, dass die Kreativabteilung gestern nicht ihren besten Tag hatte. Lex fehlte merklich, Tallig hatte keinen guten Tag. Lediglich Neudecker und Deichmann zeigten hin und wieder gute Kombinationen, aber gefährlich ins Zentrum kamen die Löwen eigentlich nie. Dennoch lag Sechzig nur 1:0 zurück und hätte durch einen Treffer ausgleichen können.
Kein Glück für Goden
Die Hoffnung auf einen vielleicht möglichen glücklichen Punktgewinn zerplatze in der 66. Minute wie eine Seifenblase. Eine Ecke senkte sich hinter einer Spielertraube am Fünfer plötzlich nach unten. Dort stand Kevin Goden, der den Ball wahrscheinlich sehr spät erst erkennen konnte (wenn überhaupt). Der Ball landete an seinem am Körper angelgeten Arm und änderte deutlich die Richtung. Schiri Badstübner pfiff erneut Handelfmeter. Wahrscheinlich nach aktueller Regelauslegung sogar korrekt (wer blickt da eigentlich noch durch?). Dennoch fragt man sich schon, ob Kevin Goden in einer Zehntelsekunde eine Motorsäge herbeizaubern hätte sollen, um sich kurzerhand den Arm abzutrennen. Anders wäre ein Handspiel in dieser Situation nämlich nicht vermeidbar gewesen. Boyamba platzierte den fälligen Elfer gut und traf, obwohl Hiller die Ecke ahnte.
Boyamba beim fragwürdigen Handelfmeter zum 2:0
Damit war der Kaas bissen
Danach war klar, das Sechzig nichts mehr mitnehmen würde. Schade, die tolle Serie mit vier Siegen in Folge hat auch durch sehr unglückliche äußere Umstände ein jähes Ende gefunden. Vielleicht wäre nochmal was nach oben gegangen. Nun liegen die Löwen sieben Spiele vor Schluss auf Rang 7 mit sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz. Dazwischen liegen unter Anderem Braunschweig mit zwei Spielen weniger und Osnabrück mit einem Spiel weniger. Das wird schwer bis unlösbar… Nächste Woche gibt’s Ablenkung im Toto-Pokal. Halbfinale in Aubstadt. Wahrscheinlich der einzige Weg, sich erneut für den DFB-Pokal zu qualifizieren.
Im Gegensatz zu den Profis gewann die zweite Mannschaft des TSV 1860 München am heutigen Sonntag und das sogar deutlich. Nachdem man bisher in drei Spielen 2022 vier Punkte holte, kamen heute drei weitere Zähler auf das Konto der Amas. Gegen die Gäste aus Dachau konnte man somit das dritte Spiel in Folge ungeschlagen bleiben. Die Truppe von Frank Schmöller ging früh in der 10. Spielminute durch Timo Spennesberger in Führung. Zwar glich das Team rund um Ex-Löwe Fabian Lamotte in der 29. Minute aus, jedoch stellte Mason Judge kurz vor der Pause die Führung wieder her.
In den zweiten 45 Minuten ließen die Löwen dann nix mehr anbrennen. Die U21 erhöhte nachdem Wiederanpfiff durch zwei weiter Treffer von Timo Spennesberger zum 3:1 und 5:1. Zwischenzeitlich erzielte Mussa Fofanah das 4:1. Damit hat die Mannschaft jetzt einen soliden Vorsprung von elf Punkten auf die direkten Abstiegsplätze und sechs auf die Relegationsplätze. Die Gegner aus Dachau stecken damit weiter tief im Abstiegsplatz und sind punktgleich mit dem ersten direkten Abstiegsplatz.
U19 des TSV 1860 München mit Rückschlag.
Nachdem man im Grunddurchgang der Bayernliga Süd noch alle Spiele gewinnen konnte, war der Start in der Meisterrunde eher enttäuschend. Denn die Löwen kamen leider nicht über ein torloses Remis in Schweinfurt hinaus. Gegen den Dritten der Bayernliga Nord leider nicht das gewünschte Ergebnis. Jedoch ist noch nichts verloren, da die A-Jugend unserer Löwen noch in sechs weiteren Spielen den Sprung in die Bundesliga Süd/Südwest schaffen kann.
Angeführt wird die Tabelle nun vom FV Illertissen, welcher genauso wie der Würzburger FV sein Auftaktmatch gewinnen konnte. Ebenfalls 0:0 trennten sich die SG Quelle Fürth und der SSV Jahn Regensburg. Der Jahn wird wohl auch der größte Konkurrent der Löwen im Aufstiegsrennen sein. Die U19 der Oberpfälzer gewannen mit Ausnahme von einer Niederlage auch fast alle ihrer Spiele im Grunddurchgang.
Englische Woche für unsere Zwoate. Samstag Löwen im Doppelpack
Schon am Mittwoch um 18:30 Uhr steht die nächste Partie auf dem Programm. Das Auswärtsspiel beim Tabellenletzten TSV Schwabmünchen sollte zwar gewonnen werden, ist aber garantiert kein Selbstläufer.
Am Samstag steht dann das Heimspiel gegen die Tabellenführer der SpVgg Hankhofen-Hailing an. Anpfiff ist wie bei den Profis um 14:30 Uhr. Eine persönliche Empfehlung für alle die es nicht nach Aubstadt schaffen: Am Samstag empfängt die U19 direkt nach den Amas die SG Quelle Fürth am Trainingsgelände.
Also wenn´s eh scho bei der Zwoaten seid´s, kennt´s ja au glei bleim. Bier gibt’s ja bekanntlich auch im Löwenstüberl. Die Jungs freuen sich bestimmt über jeden Fan, der Sie anfeuert.
Nach zuletzt vier Siegen in Folge musste der TSV 1860 München beim SV Waldhof antreten. Es ging für beide Verfolger darum, in der Tabelle Anschluss an die Aufstiegsplätze zu halten.
Löwen stark ersatzgeschwächt
Offenbar gab es an der Grünwalder einen neuerlichen Corona-Ausbruch. Es fehlten Lex (gelbgesperrt), Moll, Belkahia und Dressel. Dafür standen Morgalla, Greilinger und Goden in der Startelf. Somit kam der junge Leandro Morgalla zu seinem ersten Einsatz von Beginn an. Die Löwen liefen in einem 4-1-4-1 System auf. Morgalla spielte neben Salger in der Innenverteidigung und erstezte somit Belkahia. Goden kam über links, Greilinger über rechts.
Unglücklicher Beginn
Schon in der zweiten Minute zeigte Schiri Badstübner zurecht auf den Punkt. Morgalla war der Ball unglücklich an die Hand gesprungen, was für ein Pech für den jungen Kerl! Martinovic drosch den Ball halbhoch genau in die Mitte. Hiller, der auf dem Weg ins rechte Eck war, konnte bravorös mit dem Fuß klären. Den Abpraller erlief sich Costly, der zum 1:0 einschieben könnte. Das war kein Auftakt nach Maß…
Waldhof dominiert intensives Spiel gegen 1860
Die Löwen wirkten zunächst geschockt und wurden von den Waldhöfern konsewquent in der eigenen Hälfte engeschnürt. Zhäbares sprang dabei nicht raus für de Waldhöfer. Nach etwa 15 Minuten fingen sich der TSV 1860 und setzte Waldhof etwas entgegen. Alerdings konnte Sechzig sich keine Torchancen erarbeiten. Nach kurzem Durchschnaufen übernahm der SVW wieder die Kontreolle und machte konstant Druck auf das weiß-blaue Tor. Außer einigen Ecken sprang aber auch für die Gastgeber nichts Zählbares mehr heraus. Das intensive Spiel bot beiden lautstarken Fangruppen beste Unterhaltung. Wobei die Wlfhöfer mehr Freude am Spiel ihrer Mannschaft gehabt haben dürften.
Ekincier vor der Pause ausgewechselt
Der starke Ekincier musste bei den Mannheimern in der 41. Minute verletzt auswechseln. Der hatte bis dahin ein starkes Spiel auf der rechten Seite gemacht und die Löwen in der Abwehr vor einige Probleme gestellt. Bei 1860 hing Marel Bär im Sturm zu sehr in der Luft, obwohl er sich als einziger Forechecker einen Wolf lief. So ging es mit 1:0 in die Kabinen. Waldhof war feldüberlegen, konnte aber aus dem Spiel heraus trotz einiger Druckphasen kaum Chancen erarbeiten.
Sechzig dreht auf nach der Pause
Die Löwen kamen giftiger aus der Kabine und setzten die Mannheimer zu Beginn des zweiten Durchgangs unter Druck. Morgalla und Bär (50. bzw. 54. Minute) hatten im Strafraum gute EInschussmöglichkeiten. Leider konnten diese nicht genutzt werden. so etwa ab der 60. Minute wachte Waldhof dann wieder auf und hielt besser dagegen. Nach einer kurzen Trinkpause ging das Spiel mit einer Ecke für Waldhof weiter. Die sprang Kevin Goden sehr unglücklich an die Hand und Schiri Badstübner zeigte erneut auf den Punkt. Das war eine sehr harte Entscheidung, da Goden den Ball nicht mal gesehen hatte.
Zweiter Elfmeter für Waldhof
Den zweiten Elfmeter für Waldhof übernahm Boyamba. Er setzte den Ball hoch links ins Eck. Hiller hatte die Ecke geahnt, aber kam nicht an den Ball. Damit führten die Gastgeber in der 66. Minute mit 2:0. Aber Sechzig steckte nicht auf. Mannhardt und Knöferl kamen für Greilinger und Goden, um die Offensivbemühungen zu verstärken.
Viele Spielunterbrechungen
In der Folge wollte Waldhof nichts mehr anbrennen lassen und setzte auf das Stilmittel der Behandlung auf dem Feld. Gefühlt alle drei Minuten eilten Betreuer auf’s Feld um vermeintliche verletzte Waldhof-Spieler zu versorgen. Die Löwen versuchten dennoch unverdrossen, den Anschlusstrffer zu erzielen. Besonders Neudecker und Deichmann kombinierten sich ein ums andere Mal über rechts durch, aber im Sturmzentrum waren die Löwen heute einfach zu harmlos. Besonders die Standards konnten einfach nicht genügend Gefahr kreieren. In der Nachspielzeit erzielte Pascal Sohm dann noch das 3:0 für die Mannheimer.
Schwerer Rückschlag im Aufstiegsrennen
Durch die Niederlage haben die Löwen nun sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsrang. Durch die starke personelle Schwächung (mutmaßlich durch einen nerneuten Corona-Ausbruch) war heute für Sechzig nicht mehr drin. Dennoch zeigten sich die mitgereisten Fans zufrieden und unterstützten die wacker kämpfende Mannschaft eindrucksvoll über 90 Minuten.
Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 31.Spieltag der Saison 2021/22 mit dem Duell zwischen Waldhof Mannheim und dem TSV 1860 München!
Die Löwen treten heute zum zweiten Mal in Folge auswärts an und treffen auf den Waldhof. sechzger.de begleitet das Duell natürlich wieder live aus dem Carl-Benz-Stadion mit Bildern sowie Eindrücken rund um das Stadion.
Daniel Wein fehlt weiterhin verletzungsbedingt, kehrt aber wohlmöglich bald in das Mannschaftstraining zurück. Keanu Staude muss wegen einer Herzmuskelentzündung noch länger pausieren. Marius Willsch hat im Aufbautraining einen Rückfall erlitten, ihm droht mittlerweile das Saisonaus.
Auf Kapitän Stefan Lex müssen die Löwen diesmal gelbgesperrt verzichten. Der Einsatz von Marcel Bär steht auf der Kippe, da der Geburtstermin seines Kindes just für den Spieltag errechnet wurde und er da natürlich gerne dabei wäre.
Diesen Löwen droht eine Sperre
Aktuell steht kein Spieler des TSV 1860 bei vier gelben Karten und muss eine Sperre befürchten. Stattdessen muss Trainer Michael Köllner aufpassen. Er hat bereits drei Gelbe gesehen und müsste bei einer vierten ein Spiel von der Tribüne aus verfolgen.
Wo könnt ihr das Spiel Waldhof Mannheim – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?
Bis zu 19.000 Zuschauer dürfen heute in Mannheim dabei sein und das Spiel live verfolgen. Dementsprechend machen sich auch zahlreiche Löwenfans auf den Weg in die Quadratestadt und werden den TSV 1860 vor Ort unterstützen. Restkarten gibt es an der Tageskasse. Für alle anderen gibt es leider keine guten Nachrichten, denn das Spiel wird nicht im Free-TV übertragen. Somit wird das Spiel heute nicht kostenlos im deutschen Fernsehen zu sehen sein.
Für Abonnenten von MagentaSport besteht allerdings wie gewohnt die Möglichkeit, das Spiel zu verfolgen (Fernsehen und Online-Stream).
Seit dieser Spielzeit können alle Spiele der 3.Liga bei onefootball abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für nur 2,99€ gekauft werden.
Erst zum zweiten Mal in dieser Saison treffen die Löwen heute auf einen direkten Tabellennachbarn. Wer weiß, wann dies das letzte Mal der Fall war? – Richtig. Am 30. Oktober, am 14. Spieltag, als 1860 als Tabellensechzehnter den SC Freiburg II empfing. Diesmal passiert das ganze zum Glück zehn Tabellenplätze weiter oben.
Willkommen zurück!
Am Samstag, den 7. März 2020, also vor genau zwei Jahren und 13 Tagen gab es zuletzt einen durch die Münchner Löwen organisierten Support in einem Auswärtsblock des TSV 1860 München. Wir freuen uns sehr über die heutige Rückkehr und sind sehr gespannt, ob der Verlauf des Nachmittags ähnlich kurios wird, wie damals 2020 in Jena, als das Spiel nach wenigen Minuten wegen der Fan-Aktionen gegen TSG Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp unterbrochen wurde. Das Ergebnis von damals würden wir heute natürlich sofort nehmen: 3:0 für Sechzig!
Kadervergleich
Zehn Spieler in Michael Köllners Kader können in ihrer fußballerischen Vita mit Erfahrungen aus Erst- oder Zweitklassigkeit aufwarten. Insgesamt kommen die Löwen auf 50 Spiele in der ersten Liga (Dank Richy Neudecker 16 davon in der niederländischen Ehrendivision) und 400 in der 2. Bundesliga Deutschlands.
Beim Waldhof ist die Erfahrung von 13 Profis, die schon höherklassig gespielt haben, etwas größer: 173 Erstligapartien (zwei davon in Fankreichs League 1 absolviert) und 452 Zweitligaspiele. Hinzu kommt noch die fast dreißigfache internationale Erfahrung aus 15 Championsleague- und 14 Europaleague-Partien, die in der Hauptsache der Ex-Schalker Marco Höger in den Kader einbringt.
Serien-Löwen
Vorletzten Freitag in Berlin konnten die Löwen den vierten Sieg in Folge einfahren. Bezogen auf Ligaspiele wurde damit die bestehende Rekordserie rund um den Jahreswechsel egalisiert. Nun geht es um den nächsten Rekord für Michael Köllner und 1860 in der 3. Liga: Fünf Erfolge am Stück. Sollte am Ende in Mannheim jedoch “nur” ein Punkt ergattert werden (was für Michael Köllner völlig in Ordnung wäre), dann nähern wir uns damit immerhin ebenfalls einer bestehenden Serie aus dem Winter: Zwischen 11. Dezember und 16. Februar blieben die Löwen sechsmal ungeschlagen. Alles übrigens nichts im Vergleich zu den Ungeschlagen-Serien aus den zurückliegenden Spielzeiten: Im Saisonfinale 2021 blieben die Löwen elf Partien ohne Niederlage. Bis zum letzten Spieltag in Ingolstadt. Und in der Saison davor dauerte es von November bis Juni, als man in 16 Partien ungeschlagen blieb. Dazwischen lag allerdings eine längere Corona-Zwangspause.
Bilanz-Parallelen
13 Siege, 10 Unentschieden, 7 Niederlagen – so die identische Bilanz der Teams, die heute Nachmittag aufeinandertreffen. Bei der kicker-Durchschnittsnote über alle bisherigen Saisonspiele hinweg, kommen beide auf eine 3,26. Einen Unterschied gibt es aber auch in der Tabelle: Die Löwen haben fünf Tore mehr geschossen, als Mannheim – und drei mehr kassiert.
Das Hinspiel
Dienstag, 30. November 2021 (Nachholspiel)
TSV 1860 – Waldhof Mannheim 1:3
3. Liga
12. Spieltag
Sechzgerstadion
3.200 Zuschauer
0:1 Schnatterer (13.)
0:2 Martinovic (20.)
1:2 Neudecker (66.)
1:3 Martinovic (90.+4)
Ursprünglich angesetzt für Samstag, den 16. Oktober, vor erstmals wieder vollem Haus auf Giesings Höhen, musste das Spiel gegen den SV Waldhof wegen eines Coronaausbruchs bei den Gästen verschoben werden. Und als die Partie dann – am letzten Tag im November – endlich stattfand, herrschte wieder Corona-Tristesse. Nur 3.200 zugelassene Besucher, ein stürmischer Wind pfiff durch’s Sechzgerstadion. Und die Gäste ließen sich nicht lange bitten: Obwohl die erste Torchance des Spiels Stephan Salger nach zwölf Minuten für 1860 vergab, stand es wenig später 0:2. Bis zur Pause hätte der Waldhof den Spielstand noch deutlich höher schrauben können, ja müssen (wie es der 1. FC Magdeburg dann vier Tage später tat). So kamen die Löwen mit einer anderen Einstellung aus der Kabine und in der 66. Minute zum Anschlusstreffer. Neun Minuten später winkte gar die große Ausgleichschance: Handelfmeter! Diesen vergab Keano Staude allerdings kläglich. Den Schlußpunkt unter einen schwierig einzuordnenden Fußballabend setze Martinovic mit dem 3:1 für die Gäste.
Edeltechniker Richy Neudecker durfte im Laufe seiner noch jungen Karriere schon einige namhafte Mitspieler kennen lernen. Das waschechte Eigengewächs der Löwen – er durchlief ab 2010 sämtliche Jugendstationen beim TSV 1860 – spielte als Profi auch beim FC St. Pauli und in Holland – bis er 2020 wieder den Weg in die Heimat an die Grünwalder Straße fand.
In der ersten Episode der BLUE BOX Vol. 2 präsentiert von Sponsor „die Bayerische“, verrät Richy Neudecker der Moderatorin Claudia Pichler seine persönliche Traumelf. Diese ist gespickt mit ehemaligen Weggefährten aus der Zeit im Nachwuchs der Löwen und seinen weiteren Stationen beim FC St. Pauli und der VVV-Venlo. Auch ein Spieler aus dem aktuellen Kader hat es in die erlesene Auswahl geschafft.
Formation: 4 – 4 – 2
Das System der Wahl ist das rautenförmige 4 – 4 – 2. Wenig überraschend, existiert in dieser Formation doch Neudeckers Paradeposition: der Zehner!
Nicht unerwähnt sollte bei der Auswahl seiner Mitstreiter allerdings eines bleiben: für seine Traumelf stellt er persönliche Sympathie über fußballerische Qualität.
1. Tor: Marco Hiller
Eigentlich wollte Richy Neudecker aus Compliance-Gründen auf derzeitige Mitspieler verzichten, mit Marco Hiller hat es dennoch ein Akteur aus dem aktuellen Kader in Neudeckers erlesene Auswahl geschafft hat. Warum gerade Hiller? Ganz einfach: “Der würde mich jetzt killen, wenn ich ihn nicht mit reinnehme.” Goalie Hiller, der gerade erst seinen Vertrag mit den Löwen verlängert hat, wird in Fankreisen dank seiner Reflexe liebevoll ‘Hiller-Killer’ genannt – in diesem Kontext erscheint dieser Spitzname in ganz neuer Bedeutung.
2. Linker Verteidiger: Maxi Wittek
Mit Ex-Löwe Maxi Wittek hat Neudecker eine gemeinsame Zeit im Löwen-Nachwuchs, die beiden spielten gemeinsam in der A-Jugend. Wie auch Neudecker selbst, verschlug es Wittek nach einer Zwischenstation in Fürth in die erstklassige Eredivisie nach Holland. Dort sorgte der Linksverteidiger erst kürzlich für Furore: für seinen Klub Vitesse Arnheim erzielte Wittek in der Euro League Conference ein absolutes Traumtor zum 1 : 1 bei der AS Roma, dem Klub von Starcoach Jose Mourinho. Das Tor reichte schlussendlich leider dennoch nicht zum Weiterkommen.
Den Hammervolley gibt es ab 1:20 Min in der Zusammenfassung zu bewundern:
3. Innenverteidigung: Felix Weber
1860-Urgestein und Aufstiegskapitän Felix Weber darf in dieser Liste natürlich nicht fehlen, haben die beiden doch auch viele Jahre zusammen an der Grünwalder Straße verbracht. Nachdem sein Vertrag bei den Löwen 2020 nicht verlängert wurde wechselte der Weilheimer in die Regionalliga zu Rot-Weiss Essen, was sich als eine eher glücklose Liaison entpuppte – in einer Saison brachte er es auf gerade einmal drei Startelf-Einsätze. Bei seinem aktuellen Verein, der SpVgg Bayreuth, läuft es deutlich besser: die ‘Oldschdod’ steht an der Spitze der Regionalliga Bayern mit zehn Punkte Vorsprung auf den FC Bayern II, die noch ein Spiel in der Hinterhand haben. Felix Weber gelangen dabei in 23 Einsätzen beachtliche vier Treffer.
4. Innenverteidigung: Clemens Schoppenhauer
Auch wenn es der Nachname vermuten lässt, so ist es ist doch kein weltberühmter Philosoph, den Richy Neudecker als zweiten Innenverteidiger in seine Traumelf beruft. Mit dem gebürtigen Bremerhavener hat Neudecker zusammen auf St. Pauli gespielt. Der 30 – Jährige spielt mittlerweile in der Oberliga Niedersachsen beim FC Hagen/ Uthlede.
5. Rechter Verteidiger: Tobias Pachonik
Pachonik (27) ist ein ehemaliger Mitspieler Neudeckers bei der VVV-Venlo, wo der ehemalige Jugendnationalspieler auch heute noch spielt. Mit dem Marktoberdorfer verbindet Richy Neudecker eine enge Freundschaft.
6. Sechser: Bernd Nehrig
Mit Bernd Nehrig, mittlerweile bei 3. Liga Konkurrent Viktoria Berlin unter Vertrag, stellt Richy nicht nur einen echten Haudegen auf die Sechs – Neudecker verbrachte einige Urlaube in Österreich zusammen mit seinem ehemaligen St. Pauli Mitspieler, der sich dabei auch als “richtiger Suffkopf” einen Namen machen konnte.
7. Zentrales Mittelfeld rechts: Julian Weigl
Für Ex-Kapitän Julian Weigl läuft es derzeit richtig rund. Er ist nicht nur bei seinem Verein Benfica Lissabon unumstrittener Stammspieler und darf im Champions League Viertelfinale gegen den FC Liverpool antreten, für die Spiele gegen Israel und die Niederlande wurde er von Bundestrainer Hansi Flick nun auch für die Nationalmannschaft nominiert.
Auch wenn Emanuel Taffertshofer mittlerweile beim Drittliga-Konkurrenten SV Wehen Wiesbaden unter Vertrag steht, ist der ehemalige Löwe auch heute noch ein enger Freund Neudeckers, die ebenfalls gemeinsam in der A-Jugend von 1860 spielten.
9. Zehner: Richy Neudecker
Nach kurzem Grübeln fällt die Wahl dann doch nicht schwer:
“Da kenn ich doch einen guten…ach ja, das war ich selber”
10. Sturm: Mats Möller Daehli
Ein weiterer Weggefährte, mit dem Richy Neudecker am Millerntor auf St. Pauli zaubern durfte. Der Norweger bekleidet eigentlich auch eher Neudeckers Lieblingsposition des Spielmachers, kann aber auch im Sturm spielen. Der Nationalspieler hat einige nahmhafte Vereine in seiner Vita: unter Anderem Cardiff City, SC Freiburg und KRC Genk. Aktuell kämpft er mit dem 1. FC Nürnberg um den Aufstieg in die Bundesliga.
11. Sturm: Henk Veerman
Auch mit dem dem 2,01 Meter Hünen Veerman spielte Richy gemeinsam auf St. Pauli. Der 31-Jährige spielt mittlerweile in der Heimat beim Tabellensiebten der Eredivisie, dem FC Utrecht.
Am 31. Spieltag der dritten Liga mussten die Spitzenteams aus Magdeburg, Kaiserslautern und Saarbrücken vorlegen. Morgen steigt im Mannheimer Carl-Benz-Stadion bekanntlich das Verfolgerduell zwischen dem Waldhof und 1860 (14 Uhr im sechzger.de-Liveticker). Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig, vor dem Spieltag auf Platz vier der Tabelle, tritt am Montag Abend bei Borussia Dortmund II an.
Freiburg II – Kaiserlautern 0:0
Die Pfälzer hatten sich von der Niederlage bei den Löwen Anfang März nicht aus dem Konzept bringen lassen und kehrten danach direkt wieder in die Erfolsspur zurück. Im altehrwürdigen Dreisamstadion tat sich die Mannschaft von Marco Antwerpen am Samstag Nachmittag allerdings schwer und kam über ein torloses Unentschieden nicht hinaus. Auch ein eindeutiges Eckenverhältnis von 6:1 änderte nichts am doppelten Punktverlust für den FCK. Unsere Löwen reisen übrigens am Sonntag in drei Wochen zum Spiel ins Breisgau. Unterschätzen sollte man die Rasselbande von Thomas Stamm auf keinen Fall!
Magdeburg – Meppen 0:0
Der Aufstiegsexpress aus Sachsen-Anhalt kam zuletzt – nach vier Monaten ohne Niederlage – ein wenig ins Stocken. Einem 1:1 im Derby gegen den HFC folgte letzten Samstag eine 1:2-Pleite bei Türkgücü. Unruhig wurde man aber – angesichts weiterhin neun Punkte Vorsprung auf Verfolger Lautern – in Magedburg noch nicht. Das könnte sich allerdings langsam ändern. Denn auch das Spiel des Tabellenführers sah keine Tore. Die Corona-dezimierten Meppener hatten am Ende – nach vier Wechseln – nur noch den Ersatztorhüter auf der Bank und retteten mit einem Bezirksligaakteur aus der zweiten Mannschaft der Emsländer doch einen (glücklichen) Punkt. Der sich wie ein Sieg angefühlt haben dürfte. Magdeburgs Stürmerstar Baris Atik bleibt bei 17 erzielten Toren stehen. Für unseren werdenden Papa, Marcel Bär vielleicht die Chance schon morgen weiter Boden in der Torjägertabelle gut zu machen?
Saarbrücken – Halle 2:1 (2:0)
Nach einer Corona-Zwangspause kehrte der Hallesche FC am Samstag Nachmittag in den Spielbetrieb zurück – allerdings mit sieben Änderungen in der Startformation gegenüber dem starken 1:1 im Sachen-Anhalt-Derby in Magdeburg am 5. März. Mit einem Doppelschlag in den Spielminuten 22 und 26 konnte der Favorit aus dem Saarland die Weichen auf einen Dreier stellen. Ex-Löwe Adriano Grimaldi äußerte sich in der Pause bei MAGENTA zu dem den Saarländern drohenden Sechs-Punkte-Abzug wegen des drohenden Rückzugs von Türkgücü sehr sportlich: “Dann müssen wir halt sechs Punkte mehr holen.” In diesem Spiel ging es im zweiten Abschnitt aber eher in die andere Richtung. Der erst Ende Januar aus Kaiserslautern nach Halle gewechselte Elias Huth erzielte in der 64. Minute den Anschlusstreffer. Am Ende konnten die Saarländer allerdings den Sieg über die Ziellinie bringen und verteidigten den dritten Tabellenplatz.
Osnabrück – Viktoria Berlin 3:1 (1:0)
Für die Gastgeber eine extrem wichtige Partie, um den Anschluss an die Tabellenspitze nicht zu verlieren und für die Gäste wiederum die Chance, sich nach Würzburgs Heimniederlage am Freitag Abend gegen die andere Viktoria (aus Köln) Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Lukas Kunze brachte die Bremer Brücke nach einer guten halben Stunde erstmals zum Brodeln. So ging es auch in die Pause. Und auch in dieser Partie schlug zunächst der Gast zurück: Soufian Benyamina, ein gebürtiger Berliner erzielte 19 Minuten nach Wiederanpfiff den Ausgleich. Allerdings schlugen die Lila-Weißen nur zehn Minuten später in Form des uns wohlbekannten Aaron Opoku zurück und stellte auf 2:1. Beim 3:1 war kurzzeitig strittig, ob der Ball wirklich hinter der Linie war – letztlich fand der Kopfballtreffer durch Sven Köhler aber seine Anerkennung.
Wiesbaden – Türkgücü 1:0 (1:0)
Das womöglich letzte Drittligaspiel für lange Zeit führte das Perlacher Fußballprojekt nach Wiesbaden. Nach zuletzt zwei Siegen (in Dortmund und gegen Spitzenreiter Magdeburg) durfte man sehr gespannt sein, was in Hessens Hauptstadt für Türkgücü drin sein sollte. Das war allerdings eher wenig. In der 40. Minute traf Johannes Wurtz zum 1:0. Dabei blieb es bis zum Ende. Türkgücü lieferte großen Kampf, hatte vor dem Tor aber kein Glück. Ob Wiesbaden damit nochmal in den Spitzenkampf eingreifen kann, bleibt die Frage dieses Spiels.
Havelse – Verl 1:3 (0:2)
Beim Abstiegskrimi in Hannover fiel nach 12 Minuten das erste Tor des Nachmittags. Der Friedberger Lukas Petkov – derzeit vom FCA nach Westfalen ausgeliehen – erzielte den Führungstreffer für die Gäste, die 22 Minuten später per Foulelfmeter auf 2:0 erhöhen konnten. In der 66. Minute machte Nico Ochojoski den Deckel drauf. Das 1:3 für Havelse kurz vor dem Ende änderte nichts mehr an der Tatsache, dass es das für den sympathischen TSV Havelse mit dem Klassenerhalt – bei acht Punkten Rückstand auf den rettenden Platz 16 – wohl gewesen sein dürfte.
Was bedeutet das für die Löwen?
Durch diese Ergebnisse rutschen die Kontrahenten des morgigen Verfolgerduells in Mannheim jeweils um einen Platz in der Tabelle zurück. Ein möglicher Sieger springt dann morgen Nachmittag aber vorübergehend auf Rang vier, dem – nicht ganz unwichtigen – Startplatz für den DFB-Pokal in der kommenden Saison.