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Vom Fehleinkauf zum Matchwinner: Bobby Wood trifft in MLS-Play-Offs

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Bobby Wood
Bobby Wood, ehemaliger Stürmer des TSV 1860

Dass das Fußballgeschäft schnelllebig ist, ist nichts Neues. Dies durfte nun auch Bobby Wood am eigenen Leib erfahren, der kürzlich noch als Fehleinkauf abgestempelt worden war, sich nun aber Matchwinner feiern lassen durfte. Sein Treffer sorgte für den Einzug von Real Salt Lake ins Halbfinale der Western Conference der MLS.

Matchwinner Bobby Wood

Vor nicht einmal zwei Monaten sah es düster aus für den ehemaligen Nationalspieler Bobby Wood. Der Ex-Löwe war von seinem Club ins Farmteam abgeschoben worden und wurde dort für einen 13-Jährigen ausgewechselt. Nun meldete sich der 29-jährige Stürmer jedoch eindrucksvoll zurück und traf in der Nachspielzeit zum 2:1-Erfolg gegen Sporting Kansas City. Der erst in der Schlussphase eingewechselte Wood erzielte damit in seinem 19. Saisonspiel seinen dritten Treffer und schoss seine Farben in die nächste Runde.

Fan-Infos zum Heimspiel gegen Mannheim

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Kartenausschnitt und Titelbild: © OpenStreetMap-Mitwirkende unter der ODbL-Lizenz

Fan-Infos zum Spiel gegen den SV Waldhof Mannheim

Morgen um 18:60 Uhr ist es soweit: 1860 empfängt auf Giesings Höhen den SV Waldhof Mannheim zum Nachholspiel. Aufgrund stark gestiegener Inzidenzzahlen darf das Grünwalder Stadion nur mit 25% der Gesamtkapazität ausgelastet werden! Es gilt nun “2G-PLUS” und Maskenpflicht.

Folgende Voraussetzungen sind auch morgen wieder an den Einlass ins Stadion geknüpft:

  • Die Plastik-Dauerkarten gelten nicht. Alle Besucher*innen müssen ein print-at-home Tagesticket vorweisen, welches vorher gekauft werden muss.
  • Tageskarten kann man – sofern verfügbar -wie gewohnt im Online-Shop zu den dort geltenden Bedingungen kaufen. Auch spontan gekaufte Tageskarten sind dann ausgedruckt zum Spiel mitzubringen.
  • Kann man selbst nicht kommen und gibt seine Tageskarte weiter, hat man selbst für die Dokumentation der Kontaktdaten des Nutzers für den Infektionsfall zu sorgen.
  • Jede Person muss sich mit ihrem Lichtbildausweis ausweisen;
  • Jede Person muss über einen 2G-PLUS-Nachweis verfügen, das bedeutet:
    • Vollständig geimpft sein (14 Tage nach Zweitimpfung bzw. Bei Johnson&Johnson nach der Einmalinjektion oder sogar “geboostert”) oder
    • nachweislich genesen sein

UND

    • einen negativen Corona-Test vorweisen
      • PCR-Test, max. 48h vor Spielende gemacht
      • Antigen-Schnelltest, max. 24h vor Spielende gemacht (kein “Selbsttest”)
  • Es herrscht dauerhaft folgende Maskenpflicht im Stadion – sowohl im Eingangsbereich als auch am Platz:
    • unter 6 Jahre – keine Maskenpflicht
    • 6-16 Jahre Medizinische oder FFP2-Maske
    • Älter 16 Jahre FFP2-Maske
  • Es ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten;
  • Stehplätze sind erlaubt, jedoch nur mit Abstand und FFP-2-Maske
  • Alkoholausschank findet nicht statt;

Hier findet ihr die “Covid-Stewards”

Die Zuschauer*innen für das Heimspiel gegen Mannheim müssen einen 2G-PLUS-Nachweis erbringen. Dieser findet nicht am Einlass zum Stadion, sondern in dessen Nähe an vielen verschiedenen Standorten bei sogenannten “Covid-Stewards”, statt. Diese händigen den Fans mit 2G-PLUS-Nachweis ein entsprechendes Einlassbändchen aus.

Wir haben für euch eine Übersichtskarte (ohne Gewähr) erstellt, wo die Stewards wahrscheinlich zu finden sind (blaue Punkte):

Personen, die sich nicht impfen lassen KÖNNEN

Besucher, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, können mit einem max. 48 Stunden alten negativen PCR-Test ins Stadion. Die Personen müssen den Nachweis wie folgt erbringen:

  • Ärztliches Zeugnis im Original, das bestätigt, dass man sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen kann
  • Das Zeugnis muss Namen und Geburtsdatum der Person beinhalten
  • Die Person muss sich mit Lichtbildausweis ausweisen

Dieser besondere Nachweis kann NUR an der Abholkasse SÜD/OST erbracht werden.

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Bitte vergesst euren 2G-PLUS-Nachweis, eure ausgedruckte Tageskarte sowie den Lichtbildausweis und eure FFP2-Maske nicht! 

Für diejenigen mit der längeren Anreise sei unsere TAKTIKTAFEL vom Experten Bernd Winninger ans Herz gelegt. Wer’s kurz und knackig mag, hört in Winningers Wirtshaus Weisheiten hinein-alles Wissenswerte für Stammtisch-Know-How.

Schon wieder mal Woche der Wahrheit? – Nicht für Michael Köllner.

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Mannheim & Magdeburg: Woche der Wahrheit?

Sie ist wieder da. Die Woche der Wahrheit. In der LÖWENRUNDE vor dem morgigen Nachholspiel des TSV 1860 gegen Waldhof Mannheim hob Merkur-Reporter Uli Kellner als erster die im Umfeld von 1860 so gerne verwendete Formulierung auf’s Tablett. Er fragte Michael Köllner ganz direkt: “Morgen kommt der Vierte, am Samstag der Tabellenerste. Würden sie von einer Woche der Wahrheit sprechen?”

Die Antwort des Löwendompteurs war ziemlich klar: “Das erzählt ihr mir jede Woche, dass es eine Woche der Wahrheit wird. Wenn ich die ganzen Pressekonferenzen seit ich hier Trainer bin, verfolge, dann habe ich gefühlt von drei Wochen zwei Wochen, die Wochen der Wahrheit. Natürlich sind das wichtige Spiele für uns, wir kennen unseren Tabellenplatz, wir wissen, wo der Gegner platziert ist. Wir wissen, wo wir hinkommen könnten, wenn wir morgen gewinnen, das ist uns alles klar. So dumm sind wir nicht. Aber jetzt eine finale Woche oder ähnliches anzukündigen, wäre fatal.”

“Die Wahrheit ist jede Woche da”

Diese eigentlich klare und unmissverständliche Ausführung, wie Michael Köllner die Sachlage bewertet, genügte nicht allen in die Zoom-Konferenz eingewählten Teilnehmern. Einer von ihnen gestand, dass er die Aussage des Löwentrainers nicht verstehe. Da der Oberpfälzer in der Regel ein geduldiger Zeitgenosse ist, gab es für den Kollegen also eine Extra-Erklärung: “Die Wahrheit ist doch jede Woche da. Jede Woche geht es um Wahrheiten. Anders als vielleicht in Unternehmen, die alle Vierteljahr’ Quartalszahlen liefern, haben wir als Mannschaft, als Trainer, als Verein jede Woche einen Spieltag. Da geht es darum, dass du punkten musst. Wenn du nicht punktest, hast du Ärger und wenn du punktest, ist alles ruhig und zufrieden und das wird genauso auch morgen wieder sein.”

Köllner, der “Realo”

Der Reflex im medialen Umfeld der Löwen, das aktuelle Geschehen stets ein bisschen dramatischer und mit ein bisschen mehr Pathos zu beschreiben, als es die eigentliche Realität gerade hergibt, ist bekannt. Die Motive dafür sind mitunter durchschaubar und teilweise sogar nachvollziehbar. Von einer Woche der Wahrheit zu sprechen, ist für manchen wohl deutlich aufregender und unterhaltsamer, als von einem Nachholspiel des 12. Spieltags und ein Treffen mit dem aktuellen Tabellenführer aus Sachsen-Anhalt. Irgendwie wohltuend, dass Michael Köllner dennoch nicht müde wird, das Umfeld immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.

PS: Hier auf sechzger.de erschien übrigens auf den Tag genau heute vor einem Jahr ein Kommentar unter der Überschrift “Rückblick auf die Woche der Wahrheit“. Der Verfasser jener Zeilen durfte sich nach drei Unentschieden und einer angeblichen Krise bei 1860 zur Dramatisierung der Löwenlage auslassen. Damals wie heute war anderenorts eine Woche der Wahrheit ausgerufen worden. Manche Dinge ändern sich nie!

 

TSV 1860: Drei Spieler und Trainer Köllner von Gelbsperre bedroht

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Michael Köllner PK Löwenrunde 29.11.2021

Am Samstag zeigte Richard Neudecker nach seinem Startelf-Comeback beim TSV Havelse eine starke Leistung und wurde folgerichtig vom kicker in die “Elf des Tages” berufen. In die morgige Partie der Löwen gegen Waldhof Mannheim startet er jedoch ebenso wie zwei seiner Kollegen mit vier gelben Karten. Auch Trainer Michael Köllner droht eine Gelbsperre.

Steinhart, Mölders und Neudecker gefährdet

Während Neudecker und Sascha Mölders ihre vier gelben Karten schon etwas länger mit sich schleppen, gesellte sich Phillipp Steinhart am Wochenende in die Riege der Gefährdeten. In der heutigen LÖWENRUNDE stellte Trainer Michael Köllner jedoch klar, dass er die betroffenen Spieler morgen keineswegs einbremsen werde.

“Nein, sie bekommen nichts auf den Weg, denn das ist ein Spiel wie jedes andere. Die Spieler wissen, dass sie vier gelbe Karten haben, aber wir können in dieser Situation nicht sagen: So, jetzt ziehst gegen Mannheim zurück, damit du gegen Magdeburg spielen darfst, aber dafür verlieren wir dann gegen Mannheim zu Hause. Wir werden morgen 100% auf den Platz bringen müssen und deswegen gibt es in solchen Sachen nie eine Ansage, vor allem nicht für Abwehr- und Mittelfeldspieler, die in Zweikämpfen auch mal ein taktisches Foul brauchen. Da gibt’s keinerlei Ansagen”.

Auch Köllner droht eine Gelbsperre

Doch nicht nur die Akteure auf dem Platz müssen aufpassen, sondern auch der Übungsleiter selber. Michael Köllner wurde in dieser Saison bereits dreimal verwarnt, beim nächsten Mal ist eine Gelbsperre angesagt.

“Sieben Karten – hochgerechnet auf meine ganze Karriere. In der Saison bin ich bei drei, bei vier bin ich raus. Und dennoch werde ich auch zu mir selbst nicht jeden Tag ein Wort sprechen, damit ich mich zügle, sondern ich bin genauso, wie Mölders, Steinhart und Neudecker in unserer Liste etwas markiert.”

Bleibt nur eins: Die Mannschaft muss auf dem Platz möglichst schnell für klare Verhältnisse sorgen, damit es gar nicht erst hektisch wird. Man wird ja mal träumen dürfen…

Brandl und Beer als möglicher Köllner-Ersatz

So oder so ist Köllner zuversichtlich, dass er ohne Sperre durch die Saison kommt.

“Ich mach mir kein Szenario, dass ich mal gesperrt bin. Ich gehe davon aus, dass das in der Saison nicht einmal passieren wird. Man kann auch mit drei Karten die Saison zu Ende bringen, egal ob das der 10., der 20. oder der 30. Spieltag ist. Ich sehe da kein Problem. (…) Am Ende geht es immer darum, der Mannschaft zum Erfolg zu verhelfen. Und wenn die gelbe Karte dazu nötig ist, dass wir gewinnen und die drei Punkte holen, dann wird es sicherlich Überlegungen geben, dass ich mir die Karte dann auch hole, damit wir gewinnen. Alles für den Erfolg! Zu Hause wie am Fußballplatz.”

Sollte Michael Köllner doch mal ein Spiel von der Tribüne aus verfolgen müssen, stehen dem TSV 1860 mit Oliver Beer und Günter Brandl zwei kompetente Co-Trainer zur Verfügung. Ohne Köllner holten die Löwen in dieser Spielzeit ein 1:1 beim Halleschen FC.

 

Nach Sieg gegen Havelse: Bär und Neudecker in kicker “Elf des Tages”

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Marcel Bär

217 Tage musste der TSV 1860 warten, ehe er wieder ein Auswärtsspiel gewinnen konnte. Am Samstag war es dann endlich wieder so weit – zwar knapp, aber im Endeffekt doch souverän besiegten die Löwen den TSV Havelse mit 3:2. Besonders Richy Neudecker und Marcel Bär wussten laut kicker zu überzeugen und wurden in die “Elf des Tages” der 17. Spielrunde berufen.

Bär und Neudecker in kicker “Elf des Tages”

Während Startelf-Rückkehrer Neudecker als Ideengeber, Antreiber und Vorbereiter glänzte, konnte sich Marcel Bär sogar in die Torschützenliste eintragen. Sein Kopfball zum 0:2 nach einer guten halben Stunde kam genau zur richtigen Zeit, nachdem die Gastgeber nur Sekunden zuvor vehement einen Elfmeter und Rot für Belkahia gefordert hatten.

Aufgrund seiner herausragenden Leistung wurde Marcel Bär vom kicker Sportmagazin sogar zum “Spieler des Tages” erkoren.

Die komplette kicker “Elf des Tages” der 17. Spielrunde:

Batz (Saarbrücken) – Schmidt (Freiburg II), Tomiak (Kaiserslauern), Maloney (Dortmund II) – Neudecker, Bär (beide TSV 1860), Costly (Mannheim), Faßbender (Meppen) – Jaeschke (Havelse), Martinovic (Mannheim), Marseiler (Köln)

Bild: OR-Pressedienst

TAKTIKTAFEL Analyse: der erste Auswärtssieg des TSV 1860 bei Havelse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafelanalyse des Spiels TSV Havelse – TSV 1860 München. Beim TSV Havelse langte es für die im 4-1-4-1 von Michel Köllner ins Rennen geschickten Sechzger zum ersten mal für einen Auswärtsdreier. Die Havelser, von Rüdiger Ziehl im 5-3-2 aufgestellt, versuchten das mit allen ihnen möglichen Mitteln zu verhindern. Gelungen ist es jedoch nicht. Ein hochverdienter Auswärtserfolg, der, betrachtet man das Spiel in seiner Gesamtheit, um mindestens zwei Tore zu niedrig ausgefallen ist.

Die wichtigsten Statistiken des Spiels

  • Ballbesitz: TSV 1860 49% TSV Havelse 51%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 79% TSV Havelse 81%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 62% TSV Havelse 58%
  • Schüsse/aufs Tor: TSV 1860 19/8 TSV Havelse 16/7
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 14,61 TSV Havelse 12,57

Genauerer Blick auf die Statistik

Beim ersten Blick auf die statistischen Werte sieht es aus, als wären zwei etwa gleichstarke Teams in einem ausgeglichenen Spiel aufeinander getroffen. Wer das Spiel gesehen hat aber weiß, dass die Löwen hochverdient als Sieger vom Platz gingen. Welche Zahlen führen den Leser der Werte hier also in die Irre?

Ballbesitz

Da hätten wir zunächst die Ballbesitzquote. Die ist nahezu ausgeglichen mit leichter Tendenz pro Havelse. Entscheidend für diese Ausgeglichenheit ist allerdings die Art und Weise, wie mit dem eigenen Ballbesitz umgegangen wurde. Schaut man auf die Zahlen der Pässe, die jeweils in den Abwehrreihen unter den dort befindlichen Akteuren gespielt wurden, hat Havelse hier ein klares Übergewicht. Das heißt: Havelse konnte seltener was mit dem eigenen Ballbesitz anfangen. Zu statisch und ideenlos waren die Hausherren gegen gut gestaffelte Sechzger im Positionsspiel.

Die Sechzger hingegen versuchten fast immer, wenn sie in Ballbesitz kamen, sofort den Weg nach vorne zu finden. Das gelang bis zur Grenze zwischen Mittelfeld und gegnerischem letzten Drittel auch hervorragend. Meistens waren es erst die Pässe dorthin die, unter anderem, weil sie durchaus mit Risiko gespielt waren, nicht den eigentlichen Adressaten fanden, sondern von der Fünferkette der Garbsener abgelaufen werden konnten.

Zweikämpfe

Auch der Bereich, in dem defensive Zweikämpfe geführt wurden, und vor allem wo sie verloren wurden, ist ein starker Indikator für die Überlegenheit des TSV. Zehn von fünfunddreißig Defensivzweikämpfen verloren die Sechzger im eigenen letzten Drittel. Havelse verlor siebzehn von siebenunddreißig im letzten Drittel geführten Zweikämpfen in ihrer defensiven Zone. Klarer Vorteil also auch hier für den TSV 1860.

Schüsse und Ballkontakte in der Box

Die Schussbilanz wirkt zunächst auch relativ ausgeglichen. 19 Schüsse für die Sechzger, 16 für Havelse. Mit sieben Schüssen mussten die Havelser aber fast die Hälfte ihrer Versuche von außerhalb der Box abfeuern. Der TSV 1860 hingegen hat nur vier Schüsse von außerhalb des Sechzehners zu Buche stehen. Damit schossen Michael Köllners Männer nur einmal weniger aus der Box aufs Tor als die Havelser insgesamt zu Schüssen kamen. Ein Drittel der Schüsse des TSV 1860 München in der Box erfolgte sogar von innerhalb des Fünfmeterraums.

Dort konnte Havelse nur zweimal überhaupt an den Ball gelangen. Beide Male nach Standards – und beide Male war der Ball auch drin.

42% mehr Ballkontakte im gegnerischen Strafraum hatten die Löwen im Vergleich mit den Niedersachsen. Deren Flankengenauigkeit und Passspiel im letzten Drittel sind klar ausbaufähig. Von 19 Versuchen, aus dem Spiel heraus in die Box zu kommen, gelang es den Gastgebern ganze neunmal, das erfolgreich zu bewerkstelligen.

So: Genug von den die Analyse begleitenden Statistiken, kommen wir zum Spiel!

Das Spiel

Die erste Halbzeit

TSV 1860

Die in der 4-1-4-1 Grundformation angetretenen Löwen verschoben bei eigenem Ballbesitz von hinten heraus zunächst asymmetrisch auf 3-5-2 und bei Ballbesitz im letzten Drittel der Gastgeber auf 3-4-3. Gegen den Ball spielte Neudecker in der Position des Box to Box Spielers neben Dressel den zweiten Sechser bei der Verschiebung auf 4-2-3-1. Die Pressinglinie der Sechzger war variabel angelegt. Vor der 1:0-Führung wurden die Havelser noch früh angegangen. Dieses raumorientierte Pressing der Löwen diente allerdings stark zur Angriffssteuerung und weniger dazu, den Ball schon in der ersten Linie zu erobern. Die Fehlpässe auf die zweite Linie waren allerdings eine logische Konsequenz aus dieser Herangehensweise. So konnten die Sechzger bis zum 1:0 den Ball häufig schon vor der Mittellinie wieder in ihren Besitz bringen.

Druckvolle Anfangsminuten der Löwen waren die Folge daraus. Bis zum Führungstreffer der Löwen verzeichnet unser Statistikprovider keinen zu Ende gespielten Positionsangriff des TSV Havelse.

Die frühe Führung durch ein Eigentor des Havelser Kapitäns, der das Risiko an den Ball zu gehen nehmen muss, brachte dann erstmal Sicherheit für den TSV 1860. Weitere hochkarätige Chancen, um das Ergebnis frühzeitig deutlich werden zu lassen, ließen die Löwen zunächst liegen. Bis zur 33. Minute, als Marcel Bär zum 2:0 einschädelte. Auch nach diesem Treffer muss der TSV 1860 in Halbzeit eins mindestens noch ein weiteres Tor erzielen. Zweimal Bär, zweimal Mölders und auch Biankadi hatten vor dem Pausentee noch Hochkaräter auf dem Fuß, die allesamt nicht im Tor landeten.

Nach der Führung ließen die Sechzger dem TSV Havelse in deren eigener Spielfeldhälfte mehr Raum zur Spielgestaltung. Dadurch wurde es für den Aufsteiger im Mittelfeld sehr eng. Schwierigkeiten, Anspielstationen zu finden und mit Tempo nach vorn zu agieren, war für Havelse die Folge davon. Die Angriffe der Niedersachsen fanden meist zwischen Mittelline und dem letzten Drittel der Löwen ein jähes Ende.

Havelse

Der TSV Havelse fand während der gesamten ersten Halbzeit, auch aufgrund der gewählten taktischen Grundausrichtung, die klar auf kompakte Defensive ausgerichtet war, in der ersten Halbzeit kein Mittel, um dauerhaft Druck auf die Löwen auszuüben. In dem von Trainer Rüdiger Ziehl gewählten System 5-3-2 war die Möglichkeit, trotz der beiden offensiv ausgerichteten Außenverteidiger Teichgräber und Riedl, durch das starke Mittelfeld der Sechzger konsequent durchzustoßen, nicht gegeben.

Nur zweimal konnte Havelse tatsächlich gefährlich in den Sechzehner der Löwen eindringen. Einmal war das nach einer Ecke, als Teichgräber zum Schuss kam, und einmal kurz vor Ende der ersten Halbzeit, als Hiller Plumes Schuss entschärfen konnte.

Die schnellen Leute der Havelser – Damer, Meyer und Lakenmacher – konnten kaum effektiv eingesetzt werden. Einzig Meyer, der nach einem fragwürdigen Zweikampf mit Belkahia gern einen Elfmeter oder zumindest einen Freistoß an der Strafraumgrenze gehabt hätte, stieß dieses eine gefährlich mal durch die Kette der Löwen, als er von Froese mit einem Pass in die Schnittstelle schön auf die Reise geschickt wurde.

Die zweite Halbzeit

Havelse

Mit der Hereinnahme von Jaeschke für Tasky stellten die Havelser auf 4-4-2 um. Jaeschke orientierte sich nach vorn als zweite Spitze neben Lakenmacher. Dafür begab sich der bis dahin dort tätige Damer in Mittelfeld auf die rechte Halbposition. Die Gastgeber spielten von da ab bei eigenem Ballbesitz mit einer sogenannten engen Raute im Mittelfeld.

Das half den Havelsern allerdings nur bedingt, um besser nach vorne spielen zu können. Gegen das gute Stellungsspiel der klug gestaffelten Sechzger waren die wirklich kreativen Ideen weiterhin Mangelware. Bezeichnend hierfür ist, dass die beiden Tore für die Niedersachsen aus Standardsituationen fielen. Aus dem Spiel heraus gab es gegen gut verteidigende Löwen nach wie vor kein Durchkommen.

TSV 1860

Die Sechzger machten dort weiter, wo sie in der ersten Halbzeit aufgehört hatten. Kompaktes Spiel mit tief stehender Pressinglinie, das Mittelfeld eng für die Gastgeber machend, verteidigten die Löwen das Positionsspiel sehr erfolgreich. Vor allem Stephan Salger wirkte wie ein Staubsauger für Pässe der Havelser nach vorn. In der zweiten Halbzeit ist er der Spieler beim TSV 1860 mit den meisten abgefangenen Bällen. Aber auch seine Kollegen konnten die meisten Angriffe vor deren Abschluss unterbinden. Aus dem Spiel heraus gelang es Havelse in der zweiten Halbzeit nur viermal, einen Schuss abzusetzen. Zwei dieser Schüsse kamen von außerhalb des Strafraums. Überhaupt konnte Havelse im zweiten Durchgang nur fünfmal erfolgreich den gegnerischen Strafraum aus dem Spiel heraus entern. Mehr ließen die Sechzger nicht zu.

Im Spiel nach vorn spielten die Löwen weiterhin schnell und direkt, sofern das möglich war. Man hatte aufgrund der Führung aber keine Not, dies überhastet anzugehen. Konnten die Havelser sich schnell genug zurückziehen, spielten die Löwen mit Bedacht und im Mittelfeld sehr passsicher. Alle Kontersituationen, die sich für die Löwen durch die vielen Ballverluste, die sich Havelse zwischen der Mittellinie und dem Strafraum des TSV leistete, konnten mit einem Schuss abgeschlossen werden. Auch die durchgebrachten Positionsangriffe endeten für den TSV 1860 größtenteils positiv. Meistens konnte bei den Angriffen, die bis ins letzte Drittel gingen, entweder geschossen werden oder man holte zumindest einen Eckstoß heraus. Nur wenige der durchgebrachten Angriffe von Köllners Team gingen stressfrei für die Havelser Defensive aus. Einer dieser Angriffe in einer Umschaltsituation führte zu einem wunderschön herausgespielten Treffer. Dazu weiter unten mehr.

Die beiden Gegentore durch Jaeschke in der 51. und 85. Minute fielen nach Standardsituationen. Hier müssen die Löwen nachjustieren immer wieder entstehen wegen nonchalant verteidigten Ecken gefährliche Torchancen für gegnerische Teams.

Die Tore

Das 0:1

Nach einem lang und diagonal von der linken Seite auf halbem Weg zwischen Toraus- und Mittellinie getretenen Freistoß für den TSV 1860 konnte dieser knapp hinter dem Mittelkreis von einem Havelser per Kopf verteidigt werden. Zunächst kam dann Mölders in Ballbesitz, der die Kugel zurück auf Deichmann spielte. Deichmann auf der Mittellinie in der Halbposition befindlich, gibt das Leder nach vorn zu Biankadi. Dieser findet keine Anspielstation und macht sich mit dem Ball am Fuß auf den Weg in Richtung eigene Hälfte. Dort angekommen gab Biankadi das Leder zu Belkahia. Nun wurde der Angriff über Salger neu aufgebaut.

Salger spielte aus halblinker Position zehn Meter vor dem Mittelkreis den Ball steil diagonal nach außen an die linke Spielfeldbegrenzung, wo Lex mit nur einem Kontakt sofort den durchstartenden Steinhart auf die Reise schickte. Steinhart erreichte das Leder dort, wo Torauslinie des Gegners und die Seitliche Strafraumbegrenzung aufeinander treffen, und gab zurück zu Neudecker, der in halbrechter Position befindlich in der Box noch einen Schritt mit dem Ball geht und dann nach innen legt, wo Bär Mölders und am Ende der kleinen Box auch noch Deichmann lauern. Diese scharfe Hereingabe versuchte Fölster zu klären, bevor sie einen der gefährlich positionierten Löwen erreicht.

Die Idee war sicherlich richtig. Zu seinem Pech haperte es mit der Ausführung. Der Ball landete im eigenen Netz zur 1:0 Führung der Löwen in der 8. Minute des Spiels.

Das 2:0

Das 2:0 aus Löwensicht erzielte Marcel Bär per Kopf. Aber der Reihe nach: Zunächst befand sich der TSV Havelse im Angriff. Semi Belkahia konnte den durchgebrochenen Meyer im letzten Moment vom Ball trennen. (Ob hier ein Foul gepfiffen hätte werden müssen oder nicht, soll uns Babak Rafati auf liga3-online diese Woche auflösen. Ich bin mir nicht sicher.)

Die sich beim Schiedsrichter beschwerenden Havelser verloren hier etwas den Fokus, denn Hiller hatte den Ball bereits zu Salger gegeben, der wie zuvor Lex an der linken Außenbahn bediente. Statt auf Steinhart, der ebenfalls auf dem Weg nach vorn war, weiterzuleiten, entschied sich der Erdinger diesmal dazu, selbst den Ball nach vorn zu bringen.

Mit Tempo und langen Schritten ging Lex leicht diagonal von der Außenlinie in Richtung der linken Strafraumbegrenzung. Von dort flankte er butterweich ins Zentrum vor die kleine Box, wo Marcel Bär sehr frei zum zweiten Treffer für die Löwen einnetzen kann.

Ein toller Angriff. Michael Köllner nannte das gesamte Offensivverhalten in diesem Angriff – speziell aber den Kopfball und die Flanke – “schulbuchmäßig”. Wie Mölders den anderen Innenverteidiger mit nach außen zieht, damit Bär freie Bahn hat, ließ der Coach auch nicht unerwähnt.

Das 2:1

Nach einem Eckstoß von rechts auf den langen Pfosten kam zunächst Plume per Kopf an den Ball. Dieser wuchtige Versuch landete jedoch nur am Pfosten. Von dort springt er auf der anderen Seite der kleinen Box Jaeschke vor die Füße, der nur noch das Leder über die Linie schieben muss.

Der Abstauber von Jaeschke war nicht zu verteidigen. Dass Plume jedoch am langen Pfosten so zum Kopfball kommt, sollte Teil der Videoanalyse zum Standardverhalten defensiv sein. Das war zu einfach.

Das 3:1

Auf der rechten Seite einige Meter in der gegnerischen Hälfe eroberte Deichmann beim Versuch der Havelser, einen Angriff zu lancieren, die Kugel. Postwendend spielte er Biankadi auf der rechten Seite an der Außenlinie an. Biankadi wiederum schickt nach kurzer Verarbeitungsphase Bär auf die Reise in den Strafraum der Havelser. Marcel Bär erreichte das Leder und zog von halbrechts aus spitzem Winkel ab. Quindt, der Torhüter des TSV Havelse, konnte hier noch abwehren. Die Abwehraktion landete bei Richy Neudecker zentral an der Sechzehnmeterlinie. Neudecker köpfte zurück an die kleine Box, wo Mölders den Ball bekam. Mit dem Rücken zum Tor sah Mölders Biankadi. Dieser bekam den kurzen Pass und schoss gezielt und überlegt aus zwölf Metern in halbzentraler Position befindlich rechts ins Tor.

Einleitung und Abschluss dieses Angriffs durch Merv Biankadi waren spitze. Man muss einfach erwähnen, dass das Auge für den freien Raum, in den Bär gestartet war, einerseits und das sofortige Wechseln der Position nach der Abgabe auf Bär andererseits, absolut entscheidend für den Erfolg dieses Angriffs waren.

Das 3:2

Nach einem steil gespielten Freistoß auf der linken Seite bekam Froese den flach gespielten Ball an der Torauslinie und legte die Kugel sofort zurück nach innen in die kleine Box, wo wieder Jaeschke seinen Fuß an den Ball bringt und zum zweiten Mal für die Hausherren trifft.

Unseren Talkgast Yannik Jaeschke hatte ich aufgrund seiner guten Trefferquote und hohen Zielgenauigkeit beim Abschluss eigentlich in der Startelf erwartet. Aus Löwensicht muss man sagen: Gott sei Dank kam es anders. Der Torriecher des Mittelstürmers ist sehr ausgeprägt. Vier Tore bei acht Einsätzen in der Startelf und vier Einwechslungen, macht heruntergerechnet auf die effektive Spielzeit von 739 Minuten, 0,49 Tore pro 90 Minuten, oder anders ausgedrückt jedes zweite Spiel ein Treffer.

Fazit

Ein absolut verdienter Sieg des TSV 1860 München, der, wenn alle hochkarätigen Chancen genutzt hätten werden können, mindestens drei Tore höher ausfällt. Endlich der erste Auswärtsdreier der Saison! Mit klar besseren Anlagen ließ der TSV 1860 nie Zweifel daran, wer das überlegene Team ist.

Warum es die Löwen oft so spannend machen müssen, ist mir seit mittlerweile fast vier Jahrzehnten ein Rätsel. Kollege Thomas Enn hat versucht es in den Giesinger Gedanken zu ergründen, und sein Fazit dazu stimmt wohl. Aber mal ehrlich: Burschen, ich brauch die Spannung in so einem klaren Spiel nicht. Da müssen einfach die Gelegenheiten, in denen Spieler eins gegen eins auf den Torhüter zulaufen, cleverer gespielt werden.

Seis drum. Am morgigen Dienstag gehts gegen Mannheim weiter.

Datenquelle: wyscout

Zahlreiche Adventskalender beim TSV 1860 mit tollen Gewinnen

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Graffiti am Grünwalder Stadion TSV 1860 München Fanszene
TSV-Graffiti hinter der Westkurve vom Grünwalder Stadion in Giesing der aktiven Fanszene des TSV 1860 München

Kaum schaut man einmal kurz nicht auf den Kalender, ist er auch schon da: der Dezember. Mit ihm startet wieder die Kultur der Adventskalender, an dem jeden Morgen zahlreiche Türchen aufgehen werden und neben Schokolade auch viele andere Dinge zum Vorschein kommen werden. Auch beim TSV 1860 gibt es im letzten Monat des Jahres Adventskalender mit vielen Gewinnen.

Adventskalender des TSV 1860 auf Instagram

Zu allererst sind hier natürlich die Löwen selbst genannt. Wie auch im letzten Jahr öffnet sich beim TSV 1860 jeden Tag ein Türchen. Was es jeweils zu gewinnen gibt, wird erst am jeweiligen Tag bekannt gegeben. Auch die Teilnahmebedingungen werden mit jedem Post veröffentlicht.

sechzgerrudel (die Bayerische) auf Instagram

Zudem gibt es in diesem Jahr vom sechzgerrudel einen eigenen Kalender. Hinter dem Account steckt Hauptsponsor die Bayerische. Auch hier wird erst am Tag selber bekannt gegeben, was es zu gewinnen gibt.

TSV 1860 e.V. auf Instagram & Facebook

Aller guten Dinge sind drei: auch der TSV 1860 e.V. versüßt euch den Dezember. Sowohl auf Facebook als auch auf Instagram werden täglich neue Türchen geöffnet. Im Übrigen ist davon auszugehen, dass auch die anderen beiden Adventskalender auf Facebook zu finden sein werden. Um keinen Gewinn zu verpassen, solltet ihr täglich vorbeischauen!

Wir gratulieren: Futsal Löwen vorzeitig Meister der Bayernliga Süd

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TSV 1860 Futsal Meister Bayernliga Süd

Der TSV 1860 München ist Gruppensieger der Futsal Bayernliga Gruppe Süd. Mit einem verdienten 9:7 Erfolg über den Futsal Club Italia München sicherte sich der TSV 1860 München am Sonntagabend – einen Spieltag vor Schluss – die Gruppenmeisterschaft.

Ingolstadt kassiert drei Gegentore in der Schlussminute

Wenige Stunden zuvor hatten die Futsal Panthers aus Ingolstadt durch drei Gegentore in der letzten Spielminute ihr Heimspiel gegen die völlig entfesselten Futsal-Adler aus Geretsried noch auf kuriose Weise vergeigt. Damit kann der TSV 1860 München, auch bei einer Niederlage am letzten Spieltag in Ingolstadt, nicht mehr vom ersten Platz verdrängt werden.

Zwar unter 2Gplus-Bedingungen und Maskenpflicht, aber ungeachtet der Pandemie hat der Bayerische Fußballverband in höchst fragwürdiger Weise die Futsal-Meisterschaft in der Halle auch an diesem Wochenende fortgeführt, während alle Amateurspiele im Freien coronabedingt unterbunden wurden.

Futsal Löwen sind Meister der Bayernliga Süd

Zur Pause stand es 3:3, man rechnete mit einem spannenden Spiel bis zum Schluss, aber dann zogen die Löwen, in fast allen Belangen die bessere Mannschaft, gnadenlos auf 9:4 davon. Den in den Schlussminuten mit dem Torwart stürmenden Italiani, gelangen zwar noch drei Treffer, die aber den Sieg der Münchner Löwen nicht mehr gefährden konnten. Josip Buljan (3 Tore), Denys Karmazyn (2), Anto Bonic (2), Darko Filipovic (2) trugen sich in die Torschützenliste ein.

Futsal-Leiter Thomas Bohlender äußerte sich nach dem Spiel voller Zufriedenheit:

“Vor der Saison,  galten wir als krasser Außenseiter und jetzt haben wir ein Super-Team, das spielerisch und kämpferisch überzeugende Leistungen zeigt und dem der erste Platz in der Bayernliga Süd nicht mehr zu nehmen ist.”

Meister – und was jetzt?

In der Kabine feierten die Löwenspieler ausgelassen den Gruppensieg. Wie es aber nach Abschluss der Gruppenspiele weiter geht, hat der Bayerische Fußballverband noch nicht bekannt gegeben. Werden die bayerischen Gruppensieger Nord und Süd untereinander die Bayernligameisterschaft ausmachen oder gibt es eine andere Variante? Man darf, wie immer, gespannt sein.

Sechzig um Sieben: Keine Verschnaufspause für die Löwen

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Endlich Punkte in der Fremde! Sechzig kann es also doch noch und holt den ersten Sieg beim Spiel gegen den TSV Havelse. Zeit zum Verschnaufen bleibt quasi keine, denn mit Mannheim (Platz 4) und Magdeburg (Erster) haben die Löwen eine Hammerwoche vor der Brust. Zunächst aber werfen wir zum Start in die Woche einen Blick auf die Meldungen am Wochenende, u.a. mit dem e.V. und den News der Konkurrenz aus der 3.Liga.

Giesinger Gedanken nach dem ersten Auswärtssieg von Sechzig

Es hat endlich geklappt mit drei Punkten! Über die ersten Auswärtszähler ist Thomas natürlich glücklich, fragt sich aber, warum die Löwen es so spannend machen mussten. Die – eigentlich ziemlich logische – Antwort erhält er von einem Freund und erzählt davon in den Giesinger Gedanken.

U17 sammelt wichtige drei Punkte ein

Während die A-Jugend die gesamte Liga im Griff hatte und teils zweistellige Siege feiern durfte, richtet sich der Blick der U17 eher in die andere Richtung. Umso wichtiger war der Sieg am Wochenende, den die Junglöwen feiern konnten.

Tickets für das Heimspiel gegen Magdeburg ab heute

Ab 12 Uhr sind im Online-Ticketshop die Eintrittskarten für das Spiel gegen den aktuellen Ligaprimus erhältlich. Nach dem nicht-vorhandenen Andrang auf die Tickets für das morgige Spiel gegen Mannheim wird niemand gesperrt. Auch heute ist davon auszugehen, dass nicht allzu viele am Samstag live dabei sein wollen. Magdeburg konnte am Wochenende gegen Braunschweig mit 2:0 gewinnen und hat damit in den letzten sechs Spielen fünf Siege und eine Niederlage zu Buche stehen. Das dürfte ein harter Brocken werden.

Historisches Spiel: Sechzig zu Gast bei Alemannia Aachen

17 Jahre ist es her, als die Löwen zunächst in Führung gingen, um dann doch noch deutlich unter die Räder zu kommen. Es war vielleicht der Anfang vom Ende einer ganzen Reihe an Trainern, die beim TSV 1860 ihr Glück versuchten und an den Ansprüchen scheiterten.

Neues vom e.V.

Kalender der Junglöwen erhältlich

Für die Suche nach einem Weihnachtsgeschenk wird man mittlerweile beim e.V. fündig. Es gibt wieder den beliebten Juniorenkalender zu kaufen. Neben den Mannschaften der U9 bis U21 sind auch die Profis darin abgebildet. Alle Informationen zur Bestellung sowie den Kosten gibt es auf Homepage des e.V.

Konstituierende Sitzungen von Verwaltungsrat und Wahlausschuss

Nach der Wahl auf der Mitgliederversammlung ist vor der Wahl zu den Vorsitzenden. Dabei haben sich in beiden Organen keine Veränderungen im Vergleich zur letzten Amtsperiode ergeben. Sascha Königsberg bleibt der Vorsitzende des Verwaltungsrates, sein Stellvertreter ist auch nach der neuen Wahl Sebastian Seeböck. Für den Verwaltungsrat ist Dr. Markus Drees im Vereinsrat vertreten, Nicolai Walch wird neben Präsident Robert Reisinger den e.V. im Beirat repräsentieren.
Auch beim Wahlausschuss bleibt Evert Koenes der Vorsitzende, er wird durch Veronika Seemann vertreten.

Volleyballer feiern ersten Saisonsieg

Während die Profis beim Fußball zum ersten Mal auswärts jubeln durften, war es für die Volleyballer der erste Sieg der aktuellen Spielzeit überhaupt. Die Spieler wollen den Schwung nun mitnehmen und in knapp zwei Wochen erneut erfolgreich sein.

News aus der 3.Liga

Osnabrück verliert überraschend, Köln siegt daheim

In dieser 3.Liga ist weiterhin alles möglich, das zeigt unter anderem die Niederlage des VfL Osnabrück am gestrigen Sonntag. Im zweiten Spiel gewann Köln zuhause gegen Halle. Mit einem Sieg im Nachholspiel gegen Waldhof Mannheim würde der TSV 1860 den Anschluss an die Spitzengruppe wieder herstellen.

Mannheim und Freiburg bald mit Geisterspielen?

Während in Sachsen bereits keine Zuschauer mehr zugelassen sind, soll diese Regelung Anfang dieser Woche auch in Baden-Württemberg umgesetzt werden. Damit würden die Heimspiele von Waldhof Mannheim und dem SC Freiburg II im Jahresendspurt nur noch als Geisterspiele möglich sein. Ob auch in Bayern bald keine Fans auf den Rängen mehr erlaubt sein werden, bleibt abzuwarten.

Erster Saisonsieg: TSV Haching München schlägt Helios Grizzlys Giesen

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Haching - Giesen 28.11.2021

Mit 3:2 (24:26; 25:22; 25:23; 17:25; 15:7) gewann der TSV Haching München gegen die Helios Grizzlys Giesen erstmal in dieser Spielzeit ein Saisonspiel.

Erleichterung bei den Volleyball-Löwen

Entsprechend erleichtert war das ganze Team und Trainer Tanase:

“Toll, dass wir uns endlich mal für unseren Aufwand belohnen konnten. Das tut den Jungs jetzt richtig gut. Wir hatten wieder schwache Phasen, aber in den entscheidenden Momenten waren wir wach und voll dabei.”

Tanase war so begeistert, dass er seinem Team spontan zwei freie Tage einräumte. Die Mannschaft feierte noch am Abend spontan in einer ortsansässigen griechischen Taverne.

Erster Satz geht an die Gäste

Coach Bogdan Tanase wechselte zu Spielbeginn wieder kräftig durch im Vergleich zum Herrschingspiel: Paduretu, Graven und Topuzliev kamen für Sagstetter, Chefai und Rupprecht. Gleichzeitig war den Gästen anzumerken, dass sie ihr 3:0 vom Vortag in Herrsching noch in den Knochen hatten. Die Löwen-Volleyballer zeigten sich aber auch deutlich verbessert, waren fokussierter und vor allem im Service stärker. So kämpfte sich Haching in den ersten Satz, führte lange. Erst bei 19:20 konnten die Niedersachsen erstmals führen. Es entwickelte sich ein spannendes Satzende, das Giesen glücklich gewann.

In Satz zwei wirkte Giesen gefestigter, aber die Hausherren kämpften sich mit viel Einsatz zurück, konnte beim 17:17 ausgleichen. Jetzt hatte Haching den längeren Atem in der Crunchtime, vor allem Paduretu, Rösler und Schumann überzeugten.

2:2 nach vier Sätzen

Der dritte Durchgang verlief ausgeglichen, bis eine Serviceserie von Heckel Haching mit drei Punkten in Front brachte. Die glich Giesen nach einer Aufschlagserie von Mayaula aus; trotzdem hatten die Volleyball-Löwen den längeren Atem und holten sich den zweiten Gewinnsatz.

In den vierten startete der TSV Hachig München dank Philipp Schumann stark, ehe Mayaula seine Farben mit wuchtigen Aktionen aufweckte. Jetzt nutzte Giesen das Momentum, während den Hausherren die Kräfte ausgingen. Den Satz holte sich Giesen ohne großen Aufwand.

Haching gewinnt Tie-Break gegen Giesen

Der Tie-Break musste nun entscheiden: Der entpuppte sich als “Philipp Schumann Festspiel”. Der Diagonalangreifer überzeugte zu Beginn mit starkem Service. Nun lief es für Haching, das junge Team spielte wie aus einem Guss. Sebastian Rösler setzte den Schlusspunkt mit einem Block.

MVP Philipp Schumann war zufrieden:

“Es hat Spaß gemacht, vor allem nach den anstrengenden Wochen. Wir haben gezeigt, was möglich ist, wenn wir Vollgas geben. Die Stimmung auf dem Feld war heute besser, positiver, zuversichtlicher. Das konnten wir heute in Gewinnsätze und Punkte ummünzen.”

Nach einer verdienten Pause spielen die Volleyball-Löwen am 10.12.2021 um 19 Uhr in der Bayernwerk Sportarena gegen die Berlin Recycling Volleys.

Text: Jochen Wessels
Bild: Edmund Zuber