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TAKTIKTAFEL, die Analyse: TSV 1860 – Waldhof Mannheim (12.Spieltag)

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur TAKTIKTAFEL-Analyse des Spiels TSV 1860 München – SV Waldhof Mannheim.

Dem flexiblen 4-1-4-1, das Michael Köllner für den TSV 1860 gewählt hatte, stellte Coach Patrick Glöckner vom SV Waldhof Mannheim ein 4-2-3-1 entgegen. Soweit so gut. Personell und systematisch war bei beiden Teams alles wie vor dem Spiel erwartet.

Die absolut verdiente Niederlage im Heimspiel für den TSV 1860 hat vor allem einen Grund: Mannheim spielte genau so, wie ich es von Mannheim erwartet habe. Aggressiv mit aktivem Pressing, hoher Intensität bei den Zweikämpfen und vor allem mit hoher Erfolgsquote im Zweikampfbereich – defensiv wie auch offensiv.

Die Sechzger hingegen hatten sich zwar offensichtlich viel vorgenommen, konnten aber aufgrund verschiedener Umstände in der ersten Halbzeit bis auf etwa zehn Minuten zu Beginn der Partie, als das Spiel noch in der Abtastphase war, nie wirklich ins Spiel finden.

Die statistischen Werte

  • Ballbesitz TSV 1860 51% SV Waldhof 49%
  • Passgenauigkeit TSV 1860 72% SV Waldhof 74%
  • Defensive Zweikampfquote TSV 1860 45% SV Waldhof 63%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 1860 11/4 SV Waldhof 14/7
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 1860 5,16 SV Waldhof 9,16

Was fällt auf?

Bei den statistischen Werten sieht man eines sofort: Noch nie in dieser Saison war der PPDA-Wert über das ganze Spiel beim TSV 1860 derart niedrig. Niedriger Wert der PPDA bedeutet hohe Pressingintensität. Theoretisch.
Als nächstes schauen wir auf die Zweikampfbilanz defensiv. Mehr als jeder zweite defensive Zweikampf ging bei den Sechzgern verloren. Aktionen gegen den Ball zu setzen ist zwar gut, aber wenn diese zu keinem Ballgewinn führen, ergibt sich daraus meistens eine Unterzahl, weil mindestens ein Spieler (nämlich der Spieler, der gerade den Zweikampf verloren hat) überspielt wurde.

In den pressingrelevanten Zonen gingen 56% der defensiven Zweikämpfe in die Binsen. Nicht aus jedem verlorenen Zweikampf muss gleich eine Torchance entstehen, das ist klar. Manche Zweikämpfe stören den Ballführenden, der den Zweikampf gewinnt so, dass der nächste Spieler des Gegners den Ball erobern kann – nicht so aber beim gestrigen Spiel. Viel zu oft waren diese Duelle entscheidend dafür, ob der Gast einen Vorstoß ins letzte Drittel vor dem Löwentor schafft oder nicht. Dann war oft auch Platz vorhanden, den die Gäste meist gut nutzen konnten. Dass Waldhof Mannheim nur drei Tore in diesem Spiel schießt, ist noch glücklich für den TSV 1860 München.

Es ist nicht der Einsatzwille, der ist klar vorhanden. Sonst würde man nicht diese Menge an defensiven Zweikämpfen führen. Das Problem war klar die Zweikampfführung. Und somit indirekt auch das Stellungsspiel. Wer schlecht zum Gegner steht, verliert den Zweikampf eher als ein gut gestellter Spieler.

Im defensiven Zentrum war das gezeigte über weite Strecken nicht das, was die Spieler eigentlich können. Die Defensivabteilung hat bis auf Erdmann, der letzte Saison nicht viel Spielzeit auf der Innenverteidiger Position bekam, ihr Gesicht behalten. Die Spieler können es definitiv besser. Warum sie es vor allem in der Innenverteidigung nicht auf den Platz bringen, verstehe ich langsam nicht mehr.

Dressel, Neudecker und Biankadi waren die Spieler mit der besten defensiven Zweikampfbilanz am Dienstagabend. Alle anderen, die von Beginn an ran durften, haben 50% oder weniger defensive Zweikämpfe gewonnen. Nur diese drei kommen auf Werte über 60%, Dressel sogar über 70%.

Der zweite Wert, der signifikant für die Einschätzung des gestrigen Qualitätsunterschieds ist, ist die Zielgenauigkeit bei den Schüssen. 50% aller Schüsse der Mannheimer verschafften Marco Hiller Arbeit.

Die Löwen hatten eine Zielgenauigkeit von rund 36%. Zudem schossen sie auch noch weniger oft auf das Tor des Gegners. Wer häufig gut schießt trifft öfter. Klingt nach einer hohlen Phrase, ist aber leider eine Tatsache.

Die Kombination einer desolaten Zweikampfbilanz mit einer ebenso unerklärlichen Ungenauigkeit beim Abschluss ergibt dann am Ende eine 3:1 Heimniederlage bei zugegebenermaßen widrigen Bedingungen. Die waren für die Gästevon Waldhof Mannheim jedoch ebenso widrig wie für den TSV 1860.

Das Spiel TSV 1860 – Waldhof Mannheim

Die erste Halbzeit

Nach einer Abtastphase von etwa zwölf Minuten, in denen der TSV zwei Chancen durch Salger verzeichnete, aber die Mannheimer nach bereits 30 Sekunden einmal aufblitzen ließen, womit heute von ihnen zu rechnen war, nahmen die Gäste dem TSV 1860 die Partie bis zum Pausentee komplett aus der Hand. Keiner hätte sich beschweren dürfen hätte es, als der gute, teilweise großzügige Schiedsrichter Erbst zur Pause pfiff, bereits 5 mal hinter Hiller eingeschlagen.

Aus dem 4-2-3-1 verschob Mannheim gegen den Ball zu einem 4-5-1 und bei eigenem Ballbesitz im letzten Drittel der Löwen auf 4-1-2-3.

Aggressivität im Pressing, Risikofreude im Spiel nach vorn, der unbedingte Wille an den Ball zu kommen: all das hat Mannheim nach diesem Zeitpunkt gezeigt.

Beim TSV 1860 war von diesen Tugenden nur ansatzweise bei einigen Spielern etwas zu erahnen, leider aber nicht bei allen.

Schnatterer, Martinovic 2x, Costly und Seegert hätten mit ihren Chancen bzw. Toren in den ersten 45 Minuten für absolute Klarheit sorgen können was den Ausgang der Partie anbelangt. Vom TSV war nach den ersten zwölf Minuten nicht mehr viel bis zur Pause zu sehen.

In allen Belangen lief der TSV 1860 München, der aus dem 4-1-4-1 im Spiel nach vorn ein 4-1-3-2 zu formen versuchte und gegen den Ball mit Neudecker als Box to Box Spieler auf 4-2-3-1 verschob, dem Spiel hinterher. Die Abwehr wurde von Mannheim in mehreren Situationen derart durcheinandergewirbelt, dass es reiner Zufall war, dass Mannheim nicht noch höher führte als es in die Kabinen ging. Im Pressing wurden die Löwen ein ums andere Mal von den Mannheimern überspielt, sodass diese Aktionen verpufften und den Mannheimern Räume zur Verfügung standen, die sich so nicht hätten auftun können, wenn das Pressing funktioniert hätte.

Konsternierte Löwen konnten nach dem frühen Gegentor gegen die gut eingestellten und konzentriert spielenden Gäste zunächst keine Akzente mehr setzen. Zwölf Minuten ließen die Sechzger keinen Schuss des Gegners zu. Dann traf Schnatterer. Gegentore passieren und Schnatterers Sonntagsschuss am Dienstagabend war absolut kein Grund plötzlich Angst vor dem SVW zu bekommen.

Dennoch passierte offensichtlich genau das. Angst sowie Verunsicherung bei einigen Spielern und daraus resultierendes Unvermögen sich zu konzentrieren führten in der Defensive und im Aufbauspiel zu einem Fehler nach dem Anderen. Ob die Fehler nun Kopfsache waren wie z.B. eine falsche Entscheidung beim Abspiel zu treffen oder praktischer Natur, indem man einen Zweikampf falsch angeht bzw. defensiv falsch steht oder verschiebt, ist letztlich egal. Die Burschen müssen ihren Kopf frei bekommen.

Zum Ende der ersten Halbzeit waren die Löwen jedenfalls mit dem 2:0 gut bedient.

Die zweite Halbzeit

Ein gänzlich anderes Gesicht hatte die zweite Halbzeit des Spiels. Moll kam für Belkahia, dem an diesem Abend einfach nichts glücken wollte. Und die Mannschaft des TSV 1860 München kam mit Schaum vor dem Mund zurück auf den Platz.

Alles funktionierte nun besser. Die defensiven Zweikämpfe wurden nun häufiger gewonnen als verloren, die Schussgenauigkeit verbesserte sich; Konzentration, Glaube und Wille waren wieder da. Vor Neudeckers Treffer hatten Mölders, Salger und Biankadi schon Chancen auf den Anschlusstreffer. Staude, der Gott weiß warum sich zum Elferschützen berufen fühlte, hatte sogar den Ausgleich auf dem Fuß und vergab den Elfmeter kläglich. Bis zu diesem Zeitpunkt war abgesehen von einem Schuss durch Höger in der 72. Minute nur der TSV 1860 am Drücker und hätte der Qualität der Chancen nach ebenfalls gut und gerne drei Tore machen können.

Nach Staudes vergebenem Elfmeter, der mehr Rückgabe als Schuss war, wurde von beiden Mannschaften mit offenem Visier gespielt. Mit dem besseren Ende für den SV Waldhof. Das 3:1 zum Ende der Partie fällt nicht mehr wirklich ins Gewicht. Liegt man hinten, muss man aufmachen und fängt sich in logischer Konsequenz den ein oder anderen Konter ein. So wie Mannheim am Dienstag Abend drauf war, war das 3:1 die logische Folge einer nicht geglückten Aufholjagd.

Aber diese zweite Halbzeit macht bis zum abermaligen Bruch nach Staudes Versagen vom Punkt grundsätzlich hoffnungsvoll, dass man es auch gegen Gegner kann, die in der Tabelle besser platziert sind.

Die Tore

Das 0:1

Mannheims Boyamba bekommt bei einem Einwurf der Löwen auf der linken Seite tief in der eigenen Hälfte das Bein an den Ball, den er dann zu Verlaat weiterleiten konnte. Verlaat in halbrechter Position aus Sicht der Mannheimer chipte den Ball leicht diagonal an die Strafraumkante zu Martinovic, der dem einlaufenden Schnatterer den Ball in den Lauf spielt, sodass dieser nur noch abziehen muss. Hiller ist bei diesem Schuss absolut machtlos. Ein Sonntagsschuss am Dienstagabend bringt Mannheim das 0:1.

Was hat hier nicht funktioniert?
Nach dem Einwurf kam zunächst Biankadi mit dem Kopf an den Ball, um Mölders anzuspielen. Boyamba ging dazwischen. Gutes Stellungsspiel von Boyamba begünstigt den Ballgewinn. Der genaue Chippass kann nicht verhindert werden. Aber spätestens bei der folgenden Ballannahme muss Martinovic gestört werden. Dass Martinovic den Ball sowohl annehmen als auch verarbeiten kann, darf hier nicht passieren. Spätestens bei der Verarbeitung muss man dem am Boden liegenden Spieler den Passweg ins Zentrum zustellen.

Das 0:2

Bei einer Ecke der Mannheimer von rechts in der 20. Minute kam zunächst Sascha Mölders mit dem Kopf an den Ball. Der Abwehrversuch landete am linken Fünfereck bei Costly. Der spielte weiter zu Höger an die Grundlinie. Mit der Hacke gibt Höger den Ball ins Zentrum, wo im vielbeinigen Gewühl zunächst Verlaat scheitert, dann aber Martinovic zum 2:0 vollendet.

Chaos pur, nachdem Mannheim – mit ungewollter Mithilfe von Mölders wegen dessen eher unglücklichem Kopfball – den Ball nochmal scharf macht. Aber auch hier gilt wie bei anderen Standardgegentoren: Sowas kann immer mal passieren. Tatsache ist leider, dass diese Art Gegentore mittlerweile immer häufiger auftreten.

Das 1:2

Am Ende einer längeren Druckphase der Löwen erzielt Neudecker mit mehr Glück als Verstand den 1:2-Anschlusstreffer für die Löwen. Drei Angriffswellen prallen in dieser Druckphase am Mannheimer Abwehrriegel ab, bevor Neudecker trifft.

Nachdem Mannheim einen dieser Angriffe vereitelte, kam Moll halbrechts an den Ball und schlug ihn lang diagonal zu Staude links etwa zehn Meter vor der Mannheimer Box. Staude spielt den Ball zu Neudecker. Der geht zwei Schritte, lässt Saghiri und Höger hinter sich und zieht aus 18 m ab. Sein Schuss geht durch Königsmanns Arme und Beine ins Tor.

Das 1:3

Einen Pass von Willsch auf Deichmann konnte Donkor knapp vor dem eigenen Sechzehner abfangen. Er spielte sofort auf den startenden Costly. Sechzig, wegen der versuchten Aufholjagd hinten nun offen wie ein Scheunentor, musste in Persona Willsch den drei gegen eins Konter geschehen lassen. Willsch bleibt mittig beim mit nach vorn gelaufenen Donkor. Der ließ den von Costly gepielten Ball passieren und so konnte Martinovic aus etwa elf Metern halbrechts in der Box den dritten Scorerpunkt an diesem Abend verbuchen.

Zwei Tore und eine Vorlage für den Mannheimer Mittelstürmer, der nun bei vierzehn Scorerpunkten aus 17 Spielen steht. Hut ab vor dieser Leistung.

Fazit zur Niederlage des TSV 1860 gegen Waldhof Mannheim

Die erste Halbzeit war ab dem ersten Gegentor eine einzige Katastrophe. So bitte nicht mehr.

In der zweiten Halbzeit hab ich persönlich mehr Licht als Schatten gesehen, was das Geschehen im Spiel betrifft. Nach dem von Staude kläglich vergebenen Elfmeter gab es für den TSV 1860 auch keinen Bruch im Spiel gegen Waldhof Mannheim. Der misslungene Schuss vom Punkt war aber eine Initialzündung für die Gäste, um wieder am Spiel teilzunehmen.

Hätte der Schütze getroffen, wäre ein Punkt oder mehr möglich gewesen. In der zweiten Halbzeit waren die Löwen zunächst das überlegene Team und ab der 74. Minute bis zum Ende hin mindestens ebenbürtig. Den Kontertreffer kassierst halt, wennst den Ausgleich erzwingen willst. Aber ob man dieses Spiel schlussendlich 2:1 oder 3:1 verliert, interessiert am Ende der Saison keinen.

So schlecht wie alle möglichen Sofatrainer diese Partie in den Kommentarspalten der sozialen Netzwerke nun wieder machen, war es sicher nicht.

Die zweite Halbzeit gibt durchaus Hoffnung auf bessere Zeiten. Belkahias Kopf muss wieder frei werden, damit der Bursche wieder so klasse spielt wie letztes Jahr.

Datenquelle: wyscout

Giesinger Gedanken nach Waldhof Mannheim: Fragen über Fragen

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Grünwalder Stadion gegen Waldhof Mannheim TSV 1860

Eine Nacht darüber geschlafen und noch immer ratlos. Warum ging die erste Halbzeit so dermaßen in die Hose? Weshalb lief es nach der Pause plötzlich so viel besser? Wieso hat es am Ende trotzdem nicht gereicht? Die Niederlage gegen Mannheim wirft in den Giesinger Gedanken mehr Fragen auf, als dass sie Antworten liefert.

Es braucht keine Sündenböcke

Natürlich könnte man es sich jetzt leicht machen und auf Semi Belkahia und/oder Keanu Staude einprügeln. Aber wem wäre damit geholfen? Dass der Verteidiger nicht erst seit dem gestrigen Abend seiner Form aus der Vorsaison nachläuft, ist bekannt. Auch wenn sich 1860 und Belkahia nichts davon kaufen können, aber da werden auch wieder andere Zeiten kommen. Aktuell wirkt der Junge von A bis Z verunsichert, geradezu verängstigt.

Und ja, man kann einen Elfmeter veschießen. Das ist auch den Besten der Welt schon passiert – auch ähnlich kläglich und überheblich. Die Frage ist doch eher: Warum durfte Staude überhaupt zum Strafstoß antreten? Wo waren denn die etablierten Spieler, als es darum ging, Verantwortung zu übernehmen? Die gestrige Situation erinnerte fatal an der Kioyo-Elfmeter, als sich auch keiner der vermeintlichen Führungsspieler darum gerissen hat, den Strafstoß auszuführen.

Giesinger Gedanken gegen Mannheim: Viele Fragen

Klar, der Wind war gestern ein spielbestimmender Faktor. Nichtsdestotrotz hätte mich interessiert, ob es zur Pause in der Kabine seitens des Trainers einen Orkan gegeben hat, um das laue Löwen-Lüftchen etwas anzuregen. Wie dem auch sei: Die 2. Hälfte war mehr als ordentlich und ein Punkt absolut im Bereich des Möglichen. Chancen gab es ja zuhauf – aber halt eigentlich nur bis zum Elfmeter. Danach kam nicht mehr arg viel, Mannheim stand wieder kompakter und wurde nicht mehr so arg gefordert. Warum eigentlich?

Ich gehe jetzt seit mehr als 30 Jahren zu den Löwen, aber so vorgeführt wie gestern vor der Pause wurden sie in dieser Zeit selten. Wer weiß, wie es gelaufen wäre, wenn Stephan Salger den Ball kurz vor dem 0:1 über die Linie gestolpert hätte und Sechzig in Führung gebracht hätte… Hättewärewenn. Fragen über Fragen. Keine Antworten. Das ist das eigentlich Schwierige.

Wie gehts weiter?

Was zieht mann denn nun für Erkenntnisse aus diesem Spiel? Müssen Hierarchien überdacht werden, damit auch wirklich diejenigen die Aufgaben übernehmen, für die sie bestimmt sind? Michael Köllner hat auf der Pressekonferenz ja bereits angedeutet, dass er selbst dezent überrascht war, als Staude die Verantwortung beim Elfmeter übernahm.

Am Samstag kommt Magdeburg. A gmahde Wiesn schaut anders aus. Allerdings dürfte bereits klar sein, dass die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigen wird. Vielleicht weniger personell, auch wenn Steinhart gesperrt sein wird, sondern vielmehr von der Einstellung her. Dafür wird der Trainer sorgen, sorgen müssen. Fragen wurden nun genug gestellt, es ist Zeit für Antworten.

Toto-Pokal Halbfinale: Gegner des TSV 1860 München steht fest

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Matchball TSV Buchbach Toto Pokal - TSV 1860 München Viertelfinale

Soeben wurde das Halbfinale im bayerischen Toto-Pokal durch den BFV ausgelost, an dem auch der TSV 1860 München teilnimmt.

TSV 1860 trifft im Halbfinale auf den TSV Aubstadt

Parallel zum Anpfiff der Partie TSV 1860 – Waldhof Mannheim begann um 18:60 Uhr die Auslosung vom Halbfinale im Toto-Pokal. Sie wurde live auf YouTube übertragen. Seit kurzem steht der Gegner der Löwen fest: der TSV 1860 München trifft im Halbfinale auf den TSV Aubstadt. Ein Spieltermin steht noch nicht fest, die Partie findet entweder Ende März oder Ende April 2022 statt. Zuvor muss im Nachholspiel noch der letzte Halbfinalteilnehmer zwischen Schweinfurt und Würzburg ermittelt werden.

Der Weg des TSV 1860 München ins Halbfinale des Toto-Pokals

In der ersten Runde führte der Weg der Löwen zum SV Birkenfeld. Der Kreisligist schlug sich wacker, verlor aber am Ende mit 0:3. Immerhin führen die Unterfranken die Kreisliga aktuell mit 48 Punkten aus 17 Spielen an und dürfen vom Aufstieg träumen.

Das gleiche Ergebnis gab es in Runde 2 gegen den Bezirksligisten BSC Saas-Bayreuth. Durch Tore von Knöferl und Linsbichler (2) gewannen die Löwen nach Startschwierigkeiten im Hans-Walter-Wild-Stadion in Bayreuth. Es gibt darüber hinaus noch eine Parallele: auch der BSC Saas-Bayreuth liegt im Ligabetrieb auf dem ersten Platz.

Im Achtelfinale konnte sich der TSV 1860 erst im Elfmeterschießen gegen Wacker Burghausen (Regionalliga Bayern) durchsetzen. Eine doppelte Führung durch Bär und Lex reichte nicht aus, da die Gastgeber zunächst den Anschluss- und wenig später den Ausgleichstreffer erzielen konnten. Die besseren Nerven hatten dann die Löwen, Marcel Bär schoss Sechzig ins Viertelfinale. Zuvor konnte sich auch Tom Kretzschmar auszeichnen und hielt einen Elfmeter.

Auf dem Weg in das Finale stellte sich Anfang Oktober dann der TSV Buchbach (ebenfalls Regionalligist) dem TSV 1860 im Viertelfinale in den Weg. Nach einer ganz schwachen ersten Hälfte bekamen die Löwen im zweiten Durchgang noch einmal die Kurve und siegten am Ende nach zweifachem Rückstand mit 3:2.

 

Liveticker: TSV 1860 München – Waldhof Mannheim (12.Spieltag)

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Liveticker von sechzger.de bei der Partie TSV 1860 München - SV Waldhof Mannheim am 12.Spieltag der 3.Liga 2021/22 mit FFP2-Maske

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 12.Spieltag der Saison 2021/22 mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und Waldhof Mannheim!

Im Nachholspiel des 12.Spieltags kommt es am Dienstag, den 30. November zum Duell zwischen dem TSV 1860 und Waldhof Mannheim. sechzger.de begleitet die Partie im Liveticker für euch mit Bildern und allen Ereignissen rund um das Spiel live aus dem Grünwalder Stadion sowie aus Giesing.

 

Aufstellung:
1 Hiller – 36 Steinhart, 6 Salger, 27 Belkahia (46. 5 Moll), 20 Deichmann – 14 Dressel, 31 Neudecker – 19 Biankadi (81. 22 Linsbichler), 15 Bär (87. 25 Willsch), 7 Lex (64. 23 Staude) – 9 Mölders (C)

Bank: 40 Kretzschmar, 11 Greilinger, 16 Goden, 30 Cocic, 34 Freitag

Tore:0:1 Schnatterer (13.), 0:2 Martinovic (20.), 1:2 Neudecker (66.), 1:3 Martinovic (90.+4)

Besonderes Vorkommnis: Staude verschießt Elfmeter (75.)

Die Personalsituation

Niklas Lang befindet sich nach seiner Knieverletzung zwar bereits wieder im Lauftraining, ein Einsatz heute kommt allerdings noch zu früh. Auch Daniel Wein fällt heute Abend noch aus. Des Weiteren fehlen Marco Mannhardt, Johann Djayo, Nathan Wicht und der zuletzt an Covid-19 erkrankte Erik Tallig, der mittlerweile wieder ins Training eingestiegen ist.

Diesen Löwen droht eine Sperre

Die meisten gelben Karten haben bisher Sascha Mölders, Phillipp Steinhart und Richard Neudecker vorzuweisen (jeweils vier). Bei der nächsten Verwarnung droht daher ein Spiel Pause. Außerdem muss auch Michael Köllner aufpassen. Er hat bereits drei Gelbe gesehen und müsste bei einer vierten ebenfalls ein Spiel von der Tribüne aus verfolgen.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – Waldhof Mannheim außer im Liveticker noch verfolgen?

Das heutige Spiel wird leider nicht im Free-TV übertragen. Erst das Aufeinandertreffen mit dem Tabellenführer Magdeburg wird wieder kostenlos für alle übertragen.

Außerdem besteht für Abonnenten von MagentaSport wie gewohnt die Möglichkeit, das Spiel zu verfolgen (Fernsehen und Online-Stream). Aber auch 3.200 Zuschauer im Grünwalder Stadion freuen sich auf den Anpfiff.

Seit dieser Spielzeit können alle Spiele der 3.Liga bei onefootball abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für nur 2,99€ gekauft werden.

Außerdem ist das Löwen-Radio vor Ort und geht für euch live auf Sendung. Die Moderatoren Gilbert Kalb und Jan Mauersberger führen euch durch die 90 Minuten, an dessen Ende hoffentlich unsere Löwen als Sieger feststehen.

DAS SECHZGER-SPIEL DES MONATS: Real Madrid gegen TSV 1860

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Historie TSV 1860 München Giesing vor 111 jahren

1860 scheitert nach großem Spiel an Real Madrid

30.11.1966. Europapokal der Landesmeister. Achtelfinale. Rückspiel. 55.000 Zuschauer. Der TSV 1860 ist30 zu Gast auf dem heiligen Rasen des Estadio Santiago Bernabeu, beim großen Favoriten Real Madrid.  Zwar hatte das Real der Sechziger-Jahre nicht mehr die absolute Dominanz vergangener Tage, als das „Weiße Ballett“ von 1956 bis 1960 die europäische Konkurrenz nach Belieben beherrschte und fünfmal hintereinander den Europapokal der Landesmeister abstauben konnte, aber die Königlichen hatten nach einer europäischen Durststrecke als Sieger dieses Wettbewerbs im Mai 1966 wieder zu alter Stärke zurückgefunden.

Mit einem knappen Hinspielsieg nach Spanien

Real Madrid, ein übermächtiger Gegner? Nicht für die Löwen. Bravourös hatten sich die Münchner 14 Tage vorher im Hinspiel zu Hause vor 45 000 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Grünwalder Straße geschlagen: 1:0 hieß es nach 90 Minuten, in denen die Sechzger die bessere Mannschaft waren und durch ein Tor von Hennes Küppers verdient gewannen. Aber man wusste um die legendäre Auswärtsschwäche und die enorme Heimstärke der Madrilenen. Und so fragten sich bange Beobachter, ob dieses knappe Resultat fürs Weiterkommen reichen würde. Zudem mussten die Löwen – wie schon im Hinspiel – ohne drei wichtige Stammkräfte auskommen. So fehlte Torgarant Timo Konietzka ebenso wie Flügelflitzer Fredi Heiß. Besonders das Fehlen von Abwehrspieler Manni Wagner sollte sich jedoch höchst negativ bemerkbar machen.

Rudi Brunnenmeier nährt die Hoffnung

Das Spiel begann – um 21:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit angepfiffen – mit einem Sturmlauf der Königlichen in ihren makellos weißen Trikots. Aber 1860 konterte. 15. Minute: Hennes Küppers passt auf Rudi Brunnenmeier, der den Ball zentral 16 Meter vor dem Tor aus der Drehung volley mit rechts unhaltbar in den Torwinkel hämmert. Ein Traumtor. Der damals 9jährige, leicht löwenfanatische Autor, dem seine Mutter eine halbe Stunde längeres Aufbleiben gewährt hatte, hing wie gebannt am Radiogerät. Nach dem Führungstor für die Löwen entschlummerte er ins Land der Träume, siegessicher und glücklich. Zwei Tore Vorsprung, das würde reichen.

Die Königlichen schlagen zurück

Über dem Bernabeu-Stadion funkelten die Sterne, zum Greifen nah und sie leuchteten für die Münchner Löwen. Sollte dieser Traum wirklich in Erfüllung gehen? Noch nie hatte eine deutsche Mannschaft im Bernabeu gewinnen können. Aber ein Unentschieden hätte ja auch schon fürs Erreichen der nächsten Runde im Europapokal genügt. Eine 1:2 Niederlage allerdings nicht, da es damals die Auswärtstor-Regel noch nicht gab. Immerhin hätte der TSV 1860 dann noch die Chance auf ein Entscheidungsspiel gehabt. Alles schien jetzt möglich, die Tür zu einem ganz großen internationalen Erfolg stand einen Spalt offen, wenn auch nur für einen kurzen Moment. Denn dann schlug Real durch Tore von Grosso in der 25. Minute und Veloso in der 38. Minute gegen die ersatzgeschwächte Löwen-Abwehr erbarmungslos zu. Pirri brachte die Madrilenen in der 52. Minute mit seinem noch abgefälschten Torschuss zum 3:1 endgültig auf die Siegesstraße. Dabei blieb es bis zum Schluss.

Max Merkel als Schuldiger?

Zeitzeuge Manni Graf führt das Ausscheiden der Sechzger aus dem Europapokal vor allem auf Fehler von Trainer Max Merkel zurück, der die Löwenabwehr auf den Madrider Sturmlauf nicht gut eingestellt habe. Dennoch zeigte der ersatzgeschwächte TSV 1860 gegen die Stars aus der spanischen Hauptstadt eine beachtliche Leistung.

Nach der Niederlage in Madrid, die mit einer besseren Taktik durchaus vermeidbar gewesen wäre, war die Zeit des Diktators und Löwendompteurs Max Merkel als Trainer des TSV 1860 München vorbei. Seinen von verbalen Entgleisungen, Rücksichtslosigkeit und Rechthaberei geprägten Umgang mit den Spielern ließen sich charakter- und meinungsstarke Persönlichkeiten wie Petar Radenkovic und Peter Grosser nicht länger gefallen. Es kam zum endgültigen Zerwürfnis. Die Mannschaft stimmte ganz einfach demokratisch über den Verbleib ihres Trainers ab. Nur wenige Spieler hielten noch zu Merkel. Wenn schon nicht gegen Real Madrid, so hatte die Mannschaft am Ende doch wenigstens über Max Merkel gesiegt. Ergebnis: 12:3. Präsident Adalbert Wetzel blieb nichts anders übrig, als den vormaligen Meistertrainer zu entlassen.

Das Sechzger-Spiel des Monats

Einmal im Monat entführt Euch Thomas Bohlender in die Vergangenheit des TSV 1860 München und stellt ein – aus seiner Sicht – besonderes Spiel näher vor. Der Autor ist Mitglied der Abteilung Vereinsgeschichte des TSV 1860 München e.V.!

TAKTIKTAFEL: TSV 1860 München – Waldhof Mannheim (12.Spieltag)

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem Heimspiel unseres TSV 1860 München gegen den SV Waldhof Mannheim.

Die von Patrick Glöckner trainierten Mannheimer haben bisher nur drei Spiele verloren und stehen momentan auf dem vierten Tabellenplatz. Dort stehen sie durchaus zurecht. Das 4-2-3-1, welches Waldhof Mannheim in den meisten Partien bisher spielt, ist vor allem gegen den Ball im Mittelfeld schwer zu überwinden. Die Mannheimer liegen in allen defensiv relevanten Statistiken in den Top Fünf der Liga.

Bei eigenem Ballbesitz verschiebt die Mannschaft von Trainer Glöckner im letzten Drittel meist auf 4-3-3 oder asymmetrisch auf 3-4-3. Dann und wann spielt Waldhof auch im 4-4-2 mit Doppelsechs. Heute rechne ich allerdings nicht damit.

Die wichtigsten statistischen Werte des SV Waldhof

  • Ballbesitz 50%
  • Passgenauigkeit 79%
  • Defensive Zweikampfquote 65% (zweitbester Wert)
  • Flankengenauigkeit 27%
  • PPDA (Zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 7,91

Wie spielt Waldhof Mannheim?

Das Spiel der Waldhöfer ist darauf ausgelegt, bei Ballbesitz des Gegners das Spielgerät möglichst früh wieder selbst unter Kontrolle zu bringen. Somit wird hoher Druck auf die Defensive ihrer Kontrahenten ausgeübt und dieser aufrecht erhalten.

Die hohe Pressingintensität, mit der der Waldhof agiert, zusammen mit den guten Zweikampfwerten zeigt uns, dass dieser Plan nicht nur aufgeht, sondern exzellent umgesetzt wird.

Vor allem die rechte Offensiv-Seite ist für die Gegner schwer unter Kontrolle zu behalten. Das bedeutet aber nicht, dass die Mannschaft von Patrick Glöckner nur über die rechte Seite gefährlich wäre. Mannheim strahlt über die gesamte Spielfeldbreite Gefahr aus.

Gegen den Ball ist die Aggressivität, das Stellungsspiel und die Angriffssteuerung der Waldhöfer in dieser Saison derart gut, dass wenn man sich im Spiel nach vorne entweder zu viel Zeit lässt oder Fehler macht, der Ball sofort wieder weg ist.

Im Vergleich zum letzten Jahr hat sich Waldhof Mannheim bei der Art und Weise und vor allem beim Zeitpunkt der Balleroberung sehr stark verbessert. Das begünstigt natürlich das eigene Offensivspiel, denn die sich in ihre Offensivposition begebenden gegnerischen Spieler laufen dem Geschehen oft hinterher, weil durch einen Fehler oder eine gute Defensivaktion der Mannheimer das Leder schon wieder in die entgegengesetzte Richtung unterwegs ist.

Bezeichnend dafür ist, dass nur vier der, bisher zwanzig, eingesetzten Feldspieler des SV Waldhof Mannheim eine defensive Zweikampfquote unter 60% haben.

Die Stärken und Schwächen des 4-2-3-1

Die Stärken

Gegen den Ball ist das 4-2-3-1 in der Zentrale und Richtung eigener Box sehr kompakt. Es gibt den Gegnern kaum Raum, um dort vernünftiges Passkombinationsspiel aufzuziehen. Auch gegen zwei oder drei Stürmer ist man durch die beiden defensiven Mittelfeldspieler gut abgesichert.

Nach Balleroberung kann das Spiel über die beiden Sechser relativ Variabel gestaltet werden. Sowohl über die Flügel als auch über das Zentrum sind schnelle Angriffe möglich, wenn man die Lücken im Raum schnell erfasst und alle Offensivspieler ihre Laufwege situationsbedingt richtig anlegen. Oft schaltet sich einer der beiden Sechser auch aktiv und nicht nur als Ballverteiler in das Offensivspiel mit ein. Dadurch wird die Offensive als Ganzes schwerer auszurechnen.

Die Schwächen

Gegen den Ball ist ein Gegner, der gern über die Flügel angreift, schwer zu kontrollieren, da die Wege um einen Spieler zu doppeln relativ weit sind und die Doppelung vom Angreifer oft schon erkannt wird, wenn sich der doppelnde Gegner aus seiner taktischen Grundposition löst. Das führt bei guter Spielübersicht und genauem Passspiel zu viel Raum für die angreifende Mannschaft.

Die Mittelfeldspieler auf den Außenpositionen müssen außerdem ein extrem hohes Laufpensum bewältigen, wenn sie die gegnerischen Flügel unter Kontrolle halten wollen. Im Spiel nach vorn ist vor allem das Fehlen eines zweiten Stürmers ein großes Manko, da sich durch dessen Fehlen für den Spieler in der Sturmzentrale nur wenig Raum zur Entfaltung seiner Fähigkeiten bietet. Deshalb sind torgefährliche Mittelfeldspieler, die mit aufrücken, zwingend erforderlich, um im 4-2-3-1 erfolgreich zu sein.

Die Schlüsselspieler

Der Keeper

Keeper Timo Königsmann (#1) hat letztes Jahr den Platz im Tor vom vorherigen Stammkeeper Behrens übernommen und macht seine Sache sehr gut. Viermal konnte er bisher die Null halten. Seine leichten Schwächen im eins gegen eins fallen dank der Topdefensive momentan nicht auf.

Die Abwehr

Marcel Seegert (#5), Innenverteidiger, Abwehrchef und Kapitän der Waldhöfer, ist sehr zweikampfstark sowie kopfballstark und hat obendrein ein gutes Stellungsspiel. Auch sein Kollege in der Innenverteidigung Jesper Verlaat (#4) ist definitiv ein Schlüsselspieler. Statistisch hat er ähnlich gute Werte in den für diese Position wichtigen Kategorien.

Der Waldhof im Mittelfeld

Eigentlich auf der rechten Außenbahn beheimatet, ist der robuste und technisch starke Joseph Boyamba(#9), in den letzten Spielen hinter Martinovic, als Schattenstürmer im offensiven Mittelfeld, agierend, wirbelt er zusammen mit ihm die gegnerischen Abwehrreihen durcheinander.

Marco Höger (#37) zieht die Fäden im defensiven Mittelfeld. Über den Bundesligaprofi, der vom 1. FC Köln in die Quadratestadt wechselte, muss man nicht viele Worte verlieren. 159 Bundesliga- und 69 Zweitligaeinsätze hat er auf dem Kerbholz. Zusammen mit dem defensiv noch etwas stärkeren Hamza Saghiri (#35) hält er den Laden vor der Viererkette dicht. Im Aufbauspiel ist er der Mittelfeldspieler, der die häufigsten Ballkontakte hat.

Die beiden Topscorer

Marc Schnatterer (#13), Neuzugang vom Zweitligisten Heidenheim, sorgt auf der linken Seite für viel Alarm. Mit der Erfahrung von 224 Spielen in der zweiten Liga, 48 Toren und 65 Vorlagen hat er beste Voraussetzungen den Mannheimer Topscorer des letzten Jahres abzulösen. Mit bereits acht Scorerpunkten ist er auf dem besten Wege dahin.

Nicht vergessen darf man natürlich Acht-Tore-Mann Dominik Martinovic (#11). Ein kompletter Stürmer, der auch ein Auge für den Nebenmann hat. Elf Scorerpunkte hat der gefährlichste Offensivmann des SV Waldhof bis jetzt auf dem Kerbholz.

Fazit

Der bisher wohl härteste Brocken kommt am Abend auf den TSV 1860 München zu. Mit Waldhof Mannheim kommt der Tabellenvierte, der mit einem Sieg auf Platz zwei klettern könnte.

Natürlich wird Michael Köllner einen Matchplan in der Tasche haben, mit dem man Mannheim schlagen kann. Das A und O in der Offensive wird Tempo und Passgenauigkeit im Spiel sein. Gegen den Ball werden die Löwen vor allem bei den defensiven Verschiebungen gefordert sein. Wie weiter oben schon geschrieben können die Waldhöfer vor allem über rechts den Abwehrverbund gehörig durcheinander wirbeln.

Wenn die Mannschaft auftritt wie gegen Duisburg und Havelse sowie die Leichtsinnsfehler unterlässt, dann kann das auch gegen Mannheim was werden. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass wir an einem guten Tag alle schlagen können. Und am Dienstag Abend unter Flutlicht auf Giesings Höhen im Sechzgerstadion kann auch mal ein Tabellenvierter Punkte in Giesing lassen.

Wollen wir uns in der Tabelle bewegen, muss man drei Punkte holen. Ich hoffe auf hungrige Löwen, die gierig auf einen Sieg sind.

So könnte Waldhof Mannheim heute Abend beginnen

Datenquelle: wyscout

TSV 1860 – Waldhof Mannheim (Spieltag 12): Ergebnistipp Xavier Darcy

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Xavier Darcy Grünwalder Stadion Stehhalle

Was haben Patrick Lindner, Roger Rekless, Tom Fock, Lef Dutti (dicht & ergreifend) und Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys gemeinsam? Richtig, alle sind Musiker, Löwenfans und haben bereits ihre Ergebnistipps auf sechzger.de abgegeben. Heute gesellt sich Xavier Darcy zu dieser illustren Runde und gibt seine Einschätzung hinsichtlich der Partie des TSV 1860 gegen den SV Waldhof Mannheim ab.

Xavier Darcy tippt auf Heimsieg für 1860

Zum ursprünglich angesetzten Spieltermin hatten wir Ex-Löwenspieler und Rapid-Legende Marcus Pürk um seinen Tipp gebeten. Leider wurde die Partie damals coronabedingt kurzfristig abgesagt. Nun darf sich also Sänger Xavier Darcy versuchen und auch er ist zuversichtlich, dass der TSV 1860 drei Punkte einfährt.

“Ich tippe auf einen Heimsieg für die Löwen. Es wird hoffentlich wieder ein besonderer Abend unter Flutlicht im Sechzgerstadion. 2:1, Tore von Bär und Biankadi!”

Der Künstler weiß übrigens, wovon er spricht. Vor seinem Umzug nach Frankfurt (und vor Corona) war der Sänger Stammgast in Block O in der Stehhalle. In dieser Saison hat er die Löwen auswärts zum Spiel in Halle (1:1) begleitet.

Major Label und ESC 2018

Xavier Darcy wurde in Inverness (Schottland) geboren, hat britisch-französische Wurzeln und lebte lange Zeit in München. Seine Durchbruchsingle “Cape Of No Hope” wurde landesweit im Radio gespielt und brachte Xavier Darcy zum ersten Mal in die Top 200 der deutschen Airplay-Charts. Mit der Single “Jonah” unterzeichnete er seinen ersten Major-Label-Vertrag und belegte beim deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest 2018 Platz 2.

Foto: Marco Tarara

Toto-Pokal: Termin für Auslosung vom Halbfinale steht fest

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Eintrittskarte TSV Buchbach - TSV 1860 München Toto-Pokal 2021/22 Viertelfinale

Vor der Winterpause werden die Löwen keine Pokalpartie mehr austragen. Das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den Karlsruher SC findet im Januar statt. Noch länger dauert es, bis Sechzig im bayerischen Wettbewerb wieder eingreifen muss. Für das Halbfinale im Toto-Pokal, an dem Ende März bzw. Ende April auch der TSV 1860 München teilnehmen wird, findet heute die Auslosung für das Halbfinale statt.

Auslosung Toto-Pokal Halbfinale: auf wen trifft der TSV 1860?

Durch ein 3:2 beim TSV Buchbach (Tore: Linsbichler, Lex und Dressel) haben sich die Löwen den Einzug ins Halbfinale des bayerischen Toto-Pokals gesichert. Neben dem TSV 1860 haben sich bereits der TSV Aubstadt (3:1 gegen Türkgücü) sowie der FV Illertissen (2:1 gegen die SpVgg Bayreuth) das Halbfinal-Ticket gesichert. Noch nicht ausgetragen wurde die Begegnung 1.FC Schweinfurt 05 gegen die Würzburger Kickers aufgrund einiger Corona-Fälle beim Drittligisten. Hier steht aktuell auch noch kein Nachholtermin fest.

Trotzdem findet heute abend parallel zum Anpfiff beim Spiel des TSV 1860 gegen Waldhof Mannheim (sechzger.de Liveticker) die Auslosung für das Halbfinale im Toto-Pokal statt. Ab 18:60 Uhr werden die vier Kugeln live auf YouTube gezogen.

Sobald feststeht, gegen wen die Löwen spielen, erfahrt ihr es hier auf sechzger.de. Ausgetragen wird das Halbfinale dann zwischen dem 29.März und dem 26.April 2022.

 

Den Gegner im Fokus: TSV 1860 – Waldhof Mannheim

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Technische Daten

Sportverein Waldhof Mannheim
von 1907 e.V.
Gründung: 11. April 1907
Mitglieder:
2.463
Vereinsfarben: Blau-Schwarz
Weitere Sportarten: Handball, Tennis, Tischtennis, E-Sports
Website der Fußball-Gesellschaft

Das erste Mal

Sonntag, 18. November 1945
TSV 1860 – SV Waldhof  4:1
Oberliga Süd, 3. Spieltag
Sechzgerstadion
Zuschauer: 8.000

Tore für 1860:
L. Janda (2x), O. Glas, F. Bachl


Heimbilanz gegen den Waldhof

16 Spiele
13 Siege
2 Unentschieden
1 Niederlage

Gesamtbilanz gegen den Waldhof

32 Spiele
17 Siege
7 Unentschieden
8 Niederlagen

Das letzte Mal

Samstag, 24. April 2021
SV Waldhof – TSV 1860 0:2
3. Liga, 34. Spieltag
Carl-Benz-Stadion
Geisterspiel
Tore:
0:1 Neudecker (1.)
0:2 Dressel (90.+6.)

Prognose 2021/22

Den SV Waldhof – am Ende der vergangenen Saison immerhin auf Platz acht über die Ziellinie gekommen – hatte vor dieser Saison keiner der Konkurrenztrainer auf seinem Aufstiegszettel. Vielleicht ist die Rolle des Überaschungsteams genau das derzeitige Erfolgsrezept in der Quadratestadt? Mannheims Coach Patrick Glöckner wollte sich bei der vorsaisonalen Befragung von liga3-online.de nur auf zwei (statt wie gewünscht auf drei) Ligafavoriten festlegen: Einen doppelten Löwen-Aufstieg prognostizierte er für den Mai 2022: Braunschweig und 1860.

Tabellenplätze der Vorsaison

3. Liga 2020/21: 1860 & Mannheim


Zum Reinhören


Heimniederlage

Erst ein einziges Mal musste sich der TSV 1860 dem heutigen Gegner auf heimischem Geläuf geschlagen geben: Vor ziemlich genau 40 Jahren, am 10. Oktober 1981 unterlagen die Löwen vor nur 5.300 Zuschauern im Sechzgerstadion dem damaligen Zweitligakonkurrenten in der 2. DFB-Pokal-Hauptrunde. Das einzige Tor des Tages erzielte für die Gäste Fritz Walter (der 1960 geborene, nach dem das Maskottchen des VfB Stuttgart benannt ist) fünf Minuten nach Beginn der Verlängerung. Klingt nach einem zähen Nachmittag auf Giesings Höhen…

Niemals erstklassig

Von den 32 Pflichtspielen, die den TSV 1860 und Waldhof Mannheim in der Geschichte schon zusammengeführt haben (von den aktuellen Drittligisten stehen nur für Lautern, Braunschweig und Duisburg mehr Duelle mit 1860 zu Buche) fand kein einziges in der 1. Bundesliga statt! Fast schon ein Kunststück, dass sich keines der insgesamt 27 Jahre Bundesligazugehörigkeit der beiden Klubs (20 Jahre 1860, 7 Jahre Waldhof) überschnitt.

Niemals Arena

Umso öfter kreuzten die Löwen mit dem Waldhof dafür im Unterhaus die Klingen: 10x in der 2. Bundesliga Süd, 4x in der eingleisigen 2. Bundesliga. In den (vielleicht eher als zweifelhaft zu bezeichnenden) Genuss eines Auftritts in der Allianz Arena kamen die Mannheimer allerdings nie. In den 25 Jahren zwischen 1994 und 2019 (in die auch die Leidenszeit der Löwen am Fröttmaninger Müllberg fällt), gab es kein einziges Spiel zwischen den Kontrahenten von heute Abend.

Montagsspiel der dritten Liga: Türkgücü – Zwickau 2:2

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Abstand halten leicht gemacht hieß das Motto für die 500 (!) Zuschauer beim Spiel Türkgücü – Zwickau im Olympiastadion heute Abend. Darunter Waldhof-Trainer Patrick Glöckner, der das Spiel ohne Maske verfolgte. Naja, Abstand halten war ja nicht so schwierig…

Türkgücü noch ohne Nachfolger für Hyballa

Nach dem wenig überraschenden Rauswurf von Peter Hyballa konnte das Team aus Neuperlach noch keinen Nachfolger verpflichten. So übernahmen die Co-Trainer Alper Kayabunar und Nicolas Masetzky die Betreuung an der Seitenlinie. Interessanterweise mussten auch die Zwickauer von ihrem Co-Trainer Robin Lenk gecoacht werden, da Joe Enochs nach einem positiven Corona-Test noch in Quarantäne weilt.

Türkgücü – Zwickau beginnt gemächlich

Beide Mannschaften begannen vorsichtig und tasteten sich erstmal gegeneinander ab. Überraschenderweise wurde die Partie mit einem roten Ball gespielt, obwohl nicht eine Schneeflocke auf dem satten Grün im Olympiastadion zu finden war. Den roten Ball brachten die Zwickauer in der 12. Minute erstmals halbwegs gefährlich auf das Tor von Vollath, allerdings verzog Starke beim Abschluss. Sechs Minuten später hatte Barry den Führungstreffer für die Hausherren auf dem Kopf. Er köpfte die perfekte Hereingabe von Vrenezi aber am Tor vorbei.

Führungstreffer für die Gäste

Bis zur 31. Minute passierte wenig Berichtenswertes. Dann setzte sich Göbel auf dem linken Flügel durch. Seine Hereingabe wehrte Vollath direkt auf Gomez ab, den Ball nur noch Volley über die Linie drücken musste. So ging Zwickau nach diesem Torwartfehler 0:1 in Führung. Vor der Pause konnte Türkgücü dann durch Mittelfeld-As Sararer ausgleichen. Nach einem sehenswerten Zuspiel von Irving drang er frei in den Strafraum ein und chippte die Kugel fein über den Zwickauer Torwart zum 1:1 in die Maschen (43. Minute). So ging es in die Kabinen.

Erneute Führung für Zwickau

In der 53. Minute ging der FSV Zwickau erneut in Führung. Nach einem langen Ball von Möker tauchte Gomez frei vor Vollath auf und schob eiskalt links unten zum 1:2 ein. Danach passierte nicht viel und das Spiel plätscherte vor sich hin. Wer vehementes Drängen der Neuperlacher auf den Ausgleich erwartet hatte, sah sich getäuscht.

Dennoch gelang Türkgücü in der 88. Minute aus heiterem Himmel noch der Ausgleich. Hottmann tankte sich über links in den Strafraum und seine nicht unbedingt gefährliche Hereingabe wurde von Reinthaler ins eigene Tor gelenkt.

Was bedeutet das für den TSV 1860 München?

Nach dem 3:2-Auswärtssieg in Hannover, bei dem länger als nötig gezittert werden musste, liegen die Löwen in der Tabelle weiterhin auf Rang 9. Der Abstand auf den Relegationsplatz beträgt fünf Punkte, der Abstand auf die Abstiegsplätze ist auf sechs Punkte angewachsen. Mit einem Sieg im Nachholspiel gegen Waldhof morgen, ist man wieder oben dran…