Das war so nicht zu erwarten, ist aber ein weiterer Beweis dafür, wie ausgeglichen die 3. Liga ist. Mit der überraschenden 0:1-Heimniederlage gegen den SC Freiburg II verpasste der VfL Osnabrück die Rückkehr auf den 2. Tabellenplatz. In der zweiten Partie des Tages schlug Viktoria Köln den Halleschen FC mit 2:0.
VfL Osnabrück – SC Freiburg II 0:1 (0:1)
Wie schon beim 3:1 gegen die Löwen zündete der VfL Osnabrück phasenweise ein Offensivfeuerwerk. Der Unterschied: Während die Lila-Weißen gegen Sechzig trafen, schien des Gegners Tor diesmal wie vernagelt. Auf der anderen Seite nutzte Routunier Vincent Vermeij eine der wenigen Chancen der Gäste zum entscheidenden Treffer für den SC Freiburg II.
Viktoria Köln – Hallescher FC 2:0 (2:0)
Luca Marseiler war der entscheidende Mann am Kölner Höhenberg. Der Ex-Hachinger traf doppelt für die Elf von Olaf Janßen und bescherte der Viktoria drei Punkte gegen enttäuschende Hallenser. Zu allem Überfluss sah Jan Löhmannsröben beim HFC kurz vor Schluss auch noch die Rote Karte.
Die Türkei visiert Michael Köllner nicht nur aus privaten Gründen als Urlaubsziel an, immer wieder war er dort auch für ein Trainingslager mit seiner Mannschaft zu Gast. Bis zur Winterpause sind noch fünf wichtige Spiele zu absolvieren, es geht unter anderem gegen den Dritten Waldhof Mannheim sowie den Tabellenführer aus Magdeburg. Doch angesichts der aktuellen Lage wirft die mögliche Reise in die Türkei bereits jetzt ihre Schatten voraus.
Ein Team aus Liga 3 ist im Pokal noch vertreten
Die Zahlen in Deutschland schießen ungebremst in die Höhe, immer mehr Länder werden zu Hochrisikogebieten erklärt. Für geimpfte Personen scheint trotz allem keine Quarantänepflicht sowohl bei der Hin- als auch Rückreise innerhalb der EU zu bestehen. Da Trainingseinheiten Anfang Januar in München meist aufgrund der Wetterlage nur unter erschwerten Bedingungen möglich sind, verfolgt der TSV 1860 München weiterhin die Ziele, ein paar Tage in der Türkei zu verweilen.
Das letzte Spiel vor der Winterpause in der 3.Liga bestreiten ausgerechnet die Löwen auswärts bei den Würzburger Kickers. Daher “fehlen uns zwei Tage” bedauerte Michael Köllner in der LÖWENRUNDE vor dem Gastspiel beim TSV Havelse. Obendrein ist der TSV 1860 die einzige Mannschaft der 3.Liga, die im DFB-Pokal überwintert. Das bedeutet zum Auftakt gleich eine Englische Woche für die Löwen. Umrandet von den Ligaspielen gegen Wehen Wiesbaden (H) und dem Duell mit Türkgücü (A) steht am Dienstag, den 18.Januar 2022 das Viertelfinale gegen den Zweitligisten Karlsruher SC auf der Agenda. Grund genug für Köllner, dass die Löwen am Trainingslager in der Türkei festhalten.
Trainingslager des TSV 1860 in der Türkei – Köllner verteidigt Pläne
Rückblickend auf das letzte Wintertrainingslager im spanischen La Manga erhofft sich der Trainer einen ähnlichen Schub. Nach der Winterpause in der Saison 2019/20 blieben die Löwen neun Spiele ungeschlagen. Betrachtet man zudem noch die Duelle aus dem Winter 2019, konnte der TSV 1860 gar eine beeindruckende Serie von 16 Spielen ohne Niederlage aufstellen. Ähnliches erhoffen sich die Verantwortlichen auch für den Januar 2022. Neben Erfolgen in der 3.Liga wäre dies vor allem mit dem Einzug in das Viertelfinale des DFB-Pokals verbunden. Sportlich wie auch finanziell wäre dies ein großer Erfolg für den TSV 1860.
Ein Politikum wollte Köllner aus der Frage, ob das Trainingslager in einem Hochrisikogebiet sein müsse, allerdings nicht machen. Der TSV 1860 hält sich an die Vorgaben und sollten diese Anfang Januar einen Besuch in der Türkei erlauben, sind die Löwen auch gewillt diese Möglichkeit zu nutzen. Selbstverständlich würde man bei einem Verbot ebenso akzeptieren, dass man sich nach einer Alternative umsehen müsste. So sieht das auch Michael Köllner:
Wir werden keine wilden Dinge veranstalten, das kann ich jedem versprechen. […] Wenn wir da hinfahren, muss das absolut safe sein.
Zur Not packen alle mit an
Dass Übungseinheiten im verschneiten München trotzdem möglich sind, zeigte der letzte Winter eindrucksvoll. Vom Präsidenten über den Balljungen bis hin zur Vereinsmanagerin packte jeder beim Schneeschaufeln mit an und sorgte so für einen freien Trainingsplatz. Zusammenhalt ist beim TSV 1860 München nicht nur irgendein Wort oder ein schöner Hashtag, sondern wird von den Löwen gelebt.
Bevor es aber überhaupt in die Winterpause geht, stehen noch “ein paar ganz, ganz wichtige Spiele” an. Mit Waldhof Mannheim und dem 1.FC Magdeburg trifft der TSV 1860 in der kommenden Woche gleich auf zwei Teams aus dem Spitzentrio der 3.Liga. Wertet man den Sieg gegen Duisburg als Startschuss, könnten die Löwen sogar noch eine vergleichbare Serie wie 2019 auf die Beine stellen. Bis zum Trainingslager in der Türkei hätte Michael Köllner mit seinem Team dann sechs Spiele in Folge ohne Niederlage absolviert. Optimale Voraussetzungen also für den geplanten Besuch in der Türkei und den anschließenden Schub, den die Löwen im Januar sicher gut gebrauchen können.
Mehr als schleppend verlief der Vorverkauf für das Spiel der Löwen gegen Waldhof Mannheim am kommenden Dienstag. Lange Zeit waren noch Karten im Online-Ticketshop verfügbar. Das hat nun auch unmittelbar Auswirkungen auf das Heimspiel gegen den Tabellenführer Magdeburg am kommenden Wochenende.
Heimspiel gegen Magdeburg erneut vor etwa 3.200 Zuschauern
Ab dem morgigen Montag stehen ab 12 Uhr die Tickets für das Duell mit dem Tabellenführer im Online-Ticketshop des TSV 1860 München zur Verfügung. Wie bereits beim Mannheim-Spiel gelten diverse neue Vorgaben, die viele in Kombination mit der steigenden Anzahl an Neuinfektionen von einem Stadionbesuch absehen lassen. So reicht mittlerweile ein 2G-Nachweis alleine nicht mehr aus, jeder Besucher muss zusätzlich entweder einen maximal 24 Stunden alten Schnelltest oder einen maximal 48 Stunden alten PCR-Test vorweisen können. Hinzu kommt, dass jeder Fan im Stadion alleine auf seinem Platz steht und während der gesamten Partie eine FFP2-Maske tragen muss. Mit dem ursprünglichen Stadionerlebnis hat das bei weitem nichts mehr zu tun. Zuletzt waren bereits beim 3:2-Sieg gegen den MSV Dusiburg gerade in der Stehhalle große Lücken zu erkennen.
Besuche der Spiele gegen Mannheim und Magdeburg möglich
Diese vergrößern sich im Heimspiel gegen Waldhof Mannheim am Dienstag noch einmal deutlich. Nur noch etwa 25% der möglichen Zuschauerzahl darf im Grünwalder Stadion anwesend sein. Auch beim Heimspiel gegen Tabellenführer Magdeburg werden nur etwas mehr als 3.000 Zuschauer vor Ort sein. Immerhin ein kleines Kontingent geht dabei jeweils an den Gastverein.
Für alle Löwenfans, die möglichst alle Spiele der Löwen live verfolgen wollen, gibt es unterdessen gute Nachrichten. Aufgrund der geringen Nachfrage für das Mannheim-Spiel wird kein Dauerkarten-Besitzer im Ticketshop gesperrt sein und kann auch zum Heimspiel gegen den 1.FC Magdeburg eine Eintrittskarte erwerben. Fraglich bleibt eher noch, ob es zuvor nicht bereits zu einem Verbot von Großveranstaltungen kommen wird.
Alle Informationen zum Ticketverkauf gegen Magdeburg finden sich auf der Homepage des TSV 1860.
Der erste Auswärtssieg der laufenden Saison ist unter Dach und Fach! Yeah! Aber warum ließ die Mannschaft die Fans vollkommen unnötig bis zur 94. Minute zittern? Die Antwort bekam ich nach dem Spiel auf mein Telefon geschickt: Weil es die Löwen sind.
Wann, wenn nicht gestern?
Gestern musste es einfach passieren. Jedem im weiß-blauen Kosmos war es im Vorfeld des gestrigen Spiels klar: Entweder die Löwen fahren in Havelse (Hannover genauer gesagt) den ersten Auswärtssieg der Saison ein oder es wird schwer, diese Saison noch einen Auswärtssieg einzufahren. So machte man sich doch mit einem gewissen Druck auf nach Niedersachsen, um endlich die ersten drei Punkte der Saison 21/22 in der Fremde zu holen. Havelse hatte vor dem Spiel eine Heimbilanz von 2-0-6 zu bieten. Also gegen wen, wenn nicht Havelse??? Aber man hat ja schon so einiges erlebt mit den Münchner Löwen.
Druck von der ersten Minute an
Mölders & Co. schienen sich der Ausgangslage bewusst zu sein und spielten von der ersten Minute an auf das frühe Führungstor. Die Gastgeber wurden sofort unter Druck gesetzt und in der 8. Minute war es soweit. Nach einer tollen Ballstaffette über den linken Flügel (Lex und Steinhart) legte Neudecker den Ball perfekt in die Mitte, wo Mölders und Bär einschussbereit positioniert waren. Doch Fölster nahm ihnen die Arbeit ab und vollendete selbst zum 0:1 für die Giesinger. Direkt danach hätte Mölders gleich das nächste Nachlegen können. Und kurz darauf hätte Merv Biankadi ebenfalls auf 0:2 stellen können. Aber sie taten es nicht. Weil es die Löwen sind…
Kurz den Faden verloren
Nach einer Behandlungspause wegen eines rüden Einsatzes gegen Richy Neudecker verloren die Löwen dann etwa zehn Minuten komplett den Faden. Vollkommen unerklärlich, nachdem Havelse bis dato nicht einen sinnvollen Angriff im zu weiten und zu leeren Rund zustande gebracht hatte. Und dann ging es ganz schnell: Semi Belkahia hatte Glück, dass sein Einsatz an der Strafraumkante nicht gepfiffen wurde und im Gegenzug legten die Löwen einen perfekten Konter auf den niedersächsichen Rasen, den Marcel Bär per Kopf zum 0:2 nach einer milimetergenauen Flanke von Geburtstagskind Stefan Lex vollendete.
Weil es die Löwen sind, ging es nicht mit 0:4 oder 0:5 in die Pause
Direkt im Anschluss hatte Mölders die Doppelchance, das 0:3 zu erzielen. Quindt und die Latte verhinderten es. So ging es mit 0:2 in die Pause, anstatt mit 0:5 was durchaus im Bereich des Möglichen gelegen hätte.
Schneller Anschlusstreffer
Nach der Pause gelang Jaeschke der Anschlusstreffer (51. Minute) und das Spiel, das längst entschieden sein hätte müssen, wurde wieder spannend. Allerdings nur vorübergehend. Die Löwen reagierten toll und Richy Neudecker machte Ansgar Brinkmann den Titel “weißer Brasilianer” streitig, als er den halben TSV Havelse auf einem Bierdeckel ausspielte und dann leider an Quindt scheiterte. Zwei Munten später legte Mölders dann mit viel Übersicht auf Biankadi ab, der sich das 1:3 nicht nehmen ließ und den Ball is rechte obere Eck hämmerte (56. Minute). Der Puls beim weiß-blauen Anhang sank und die beruhigende 2-Tore-Führung war wieder hergestellt.
Sechzig lässte Havelse spielen
Die Löwen stellten nun aber die Bemühungen auf ein weiteres Tor komplett ein und überließen aus unerfindlichen Gründen den Havelsern das Feld. Havelse war allerdings zu schwach, um aus dem geschenkten Freiraum Kapital zu schlagen und wirkliche Gefahr vorm Tor von Marco Hiller zu kreieren. Das wäre gegen fast jede andere Mannschaft der dritten Liga wahrscheinlich schief gegangen.
Unnötig spannende Schlussphase
Aber weil es die Löwen sind, ging es fast schief. Denn in der 85. Minute ließen sich die Löwen von einem Freistoßtrick überrumpeln und es stand auf ein Mal 2:3. Der erste Auswärtssieg seit dem 24.04. war auf ein Mal in Gefahr. Mit vereinten Kräften brachte Sechzig den Sieg über die Zeit und ich fragte mich:
Da hätte ich eigentlich auch selbst drauf kommen können!
Mit dem ersten Auswärtssieg nach 217 Tagen beendeten die Löwen ihre Negativserie in der Ferne und verbesserten sich in der Tabelle auf Platz 9. Obwohl es am Ende nochmal eng wurde, waren sich die beiden Trainer, Rüdiger Ziehl und Michael Köllner einig, dass der Sieg des TSV 1860 verdient war.
Köllner zufrieden mit der Anfangsphase, Ziehl nicht
Während Ziehl, der Coach des TSV Havelse, bemängelte, dass sein Team zu Beginn zu “mutlos” agierte, zeigte sich Michael Köllner besonders von der ersten Hälfte seiner Mannschaft sehr angetan.
“Wir haben eine sehr, sehr gute erste Halbzeit gespielt mit einem unheimlich schnellen, direkten Spiel, obwohl der Platz nicht einfach zu bespielen ist. (…) Dennoh haben wir von Beginn an das Zepter in die Hand genommen.”
Insbesondere am Positionsspiel seiner Elf fand Köllner Gefallen und sprach von einer verdienten 2:0-Pausenführung.
“Wir haben eine gute Reaktion gezeigt”
Weniger begeistert war er jedoch, dass man direkt nach dem Wiederanpfiff die Chance zum 0:3 liegenließ und dann den Anschlusstreffer kassierte.
“Dann haben wir eine gute Reaktion gezeigt, waren nicht sonderlich beeindruckt oder frustriert, sondern haben mit dem 3:1 relativ schnell reagiert. Am Ende haben wir uns das Leben dann selber schwer gemacht mit einer Schläfrigkeit bei einem Freistoß, der vorher genau so schonmal gespielt worden ist.”
Alles in allem war Köllner jedoch zufrieden mit seiner Mannschaft, fand jedoch auch aufmunternde Worte für Rüdiger Ziehl und dessen aufopferungsvoll kämpfendes Team.
Die U17 des TSV 1860 München in der Saison 2021/22
Was für ein wichtiger Sieg! Mit einem knappen 1:0-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg verbesserte sich die U17 des TSV 1860 in der B-Junioren Bundesliga auf Platz 11.
Garza trifft für die U17 des TSV 1860
69 Minuten dauerte es, bis Arin Garza die Junglöwen erlöste und das goldene Tor für den TSV 1860 erzielte (siehe Video unten). Pandemiebedingt durften keine Zuschauer aufs Trainingsgelände an der Grünwalder Straße, doch das minderte die Freude nicht. Durch den Heimsieg kletterte Sechzig auf Rang der Tabelle und liegt nun einen Punkt vor dem 14. Platz, den es tunlichst zu vermeiden gilt.
17.Spieltag der 3.Liga 2021/22: TSV Havelse gegen den TSV 1860 München in der HDI-Arena in Hannover
Der TSV 1860 München hat beim TSV Havelse den ersten Auswärtssieg der Saison unter Dach und Fach gebracht. Am Ende retteten die Löwen ein knappes 2:3 über die Zeit.
Am 17.Spieltag führte der Weg des TSV 1860 nach Hannover, wo der TSV Havelse aktuell seine Heimspiele im Niedersachsenstadion austrägt. Die Devise gegen den Tabellenletzten war klar: es sollte endlich klappen mit dem ersten Dreier in der Fremde.
Viel Grund zum Handeln gab es für Michael Köllner nach dem 3:2-Sieg gegen den MSV Duisburg nicht. Lediglich Daniel Wein musste nach seiner Fußverletzung ersetzt werden. Für ihn begann Richard Neudecker.
Blick in die spärlich gefüllte HDI-Arena in Hannover beim Spiel TSV Havelse
Frühe Führung für die Löwen
550 Auswärtsfans hatten die Reise nach Hannover angetreten, insgesamt waren 1343 Zuschauer in das Niedersachsenstadion gekommen. Lange mussten sie sich nicht gedulden, ehe das 0:0 von der Anzeigetafel bereits verschwand. Geburtstagskind Stefan Lex schickte Steinhart auf die Reise, der kurz vor der Auslinie überlegt auf Richard Neudecker zurücklegte. Dessen Pass in den Fünfmeterraum klärte Havelse-Kapitän Fölster zum frühen 0:1 in das eigene Tor (8.).
Während der TSV Havelse durch den Rückstand erst richtig in der Partie ankam, machte der TSV 1860 in der Offensive weiter Druck. Zunächst scheiterte Mölders mit einem Kopfball am Keeper der Gastgeber (10.), wenige Minuten später zielte Biankadi mit dem Außenrist freistehend rechts vorbei (16.).
Kein Elfmeter für Havelse – TSV 1860 stellt auf 0:2
Der Tabellenletzte blieb dran und kam immer wieder auch vor das Tor der Löwen. Knifflig wurde es dann nach 32 Minuten. Meyer fiel im Duell mit Belkahia, der den Ball nicht berührte. Freistoß oder Elfmeter sowie zudem eine Rote Karte wären hier die Konsequenz gewesen. Die Pfeife des Unparteiischen blieb jedoch stumm. Im direkten Gegenzug konnte Stefan Lex seinen nächsten Scorerpunkt verzeichnen. Über links setzte er sich im Laufduell durch, seine butterweiche Flanke versenkte Marcel Bär zum 0:2 im Havelser Tor (32.). Wiederum zwei Zeigerumdrehungen später hatte Mölders nach Vorlage von Deichmann das 0:3 auf dem Fuß, scheiterte aber zunächst an Quindt und danach an der Latte. Der Nachschuss von Bär ging deutlich über das Tor, sodass es mit dem 0:2 in die Kabinen ging.
Talk-Gast Jaeschke bringt Löwen in Not
Während der TSV 1860 den schwierig zu bespielenden Rasen nach der Pause unverändert betrat, reagierte der TSV Havelse einmal und brachte mit Yannik Jaeschke den sechzger.de Talk Gast auf das Feld. Dass er nicht nur im Podast eine gute Figur machen kann, bewies der 28-Jährige nahezu umgehend. Nach einer Ecke köpfte Arkenberg das Leder zunächst an den linken Pfosten. Den Abpraller verwertete Jaeschke zum Anschlusstreffer (52.).
Die Löwen ließen sich davon erst einmal aber nicht beirren. Zunächst scheiterte Neudecker noch am Torwart des TSV Havelse (53.), kurz danach wurde die zwei Tore-Führung für den TSV 1860 aber wieder hergestellt. Biankadi versenkte eine Ablage von Mölders gekonnt im Tor der Heimmannschaft (56.). Havelse gab aber nicht auf und kam immer wieder in die Nähe des Löwen-Strafraums. Auf der Gegenseite hatte Mölders das vierte Münchner Tor nach einer Hereingabe von Bär auf dem Fuß, vergab etwas überrascht allerdings freistehend und schoss neben das Tor (75.).
Das rächte sich beinahe in der Schlussphase: Havelse führte einen Freistoß zunächst schnell aus. Nach Pass von Froese war es im Fünfer erneut Yannik Jaeschke, der den erneuten Anschlusstreffer erzielen konnte (85.). Die Gastgeber warfen nun in den Schlussminuten noch einmal alles nach vorne, zum Ausgleichstreffer sollte es allerdings nicht mehr reichen.
Auswärtssieg Nummer 1 – TSV 1860 klettert auf Rang 9
Es blieb beim knappen 2:3 für den TSV 1860, der damit einen Sprung in der Tabelle macht und nun auf dem 9.Platz liegt. Havelse hingegen bleibt durch die siebte Heimniederlage auf dem letzten Platz. Im Nachholspiel am kommenden Dienstag können die Löwen gegen Waldhof Mannheim weiter Boden gut machen auf die Tabellenspitze. Anpfiff ist um 18:60 Uhr im Sechzgerstadion.
Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 17.Spieltag der Saison 2021/22 mit dem Duell zwischen dem TSV Havelse und dem TSV 1860 München!
Der TSV 1860 München will nach dem Heimsieg gegen Duisburg endlich auch in der Fremde dreifach punkten. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich gegen den TSV Havelse, der aktuell den letzten Platz in der 3.Liga belegt. sechzger.de begleitet die Partie im Liveticker für euch mit Bildern und allen Ereignissen rund um das Spiel live aus dem Niedersachsenstadion in Hannover.
Niklas Lang befindet sich nach seiner Knieverletzung zwar bereits wieder im Lauftraining, kann aber heute in Hannover noch nicht zum Einsatz kommen. Auch Nathan Wicht (krank), Marco Mannhardt, Daniel Wein und Erik Tallig (Covid-19) fehlen den Löwen.
Diesen Löwen droht eine Sperre
Die meisten gelben Karten haben bisher Sascha Mölders und Richard Neudecker vorzuweisen (beide vier). Bei der nächsten Verwarnung droht daher ein Spiel Pause.
sechzger.de Talk Folge 36
Stürmer Yannik Jaeschke ist in Folge 36 des sechzger.de Talks zu Gast und spricht neben seinen Zukunftsplänen natürlich auch über das heutige Spiel. Ganz chancenlos sieht er die Gastgeber für den heutigen Samstag auf jeden Fall nicht.
Wo könnt ihr das Spiel TSV Havelse – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?
Das heutige Spiel wird leider nicht im Free-TV übertragen. Erst das Aufeinandertreffen mit dem Tabellenführer Magdeburg wird wieder kostenlos für alle übertragen.
Für Abonennten von MagentaSport besteht hingegen wie gewohnt die Möglichkeit, das Spiel zu verfolgen (Fernsehen und Online-Stream).
Seit dieser Spielzeit können zudem alle Spiele der 3.Liga bei onefootball abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für nur 2,99€ gekauft werden.
Man kann den heutigen Jubilar durchaus als eines der Sorgenkinder der vergangenen Monate beim TSV 1860 bezeichnen. Für einen Stürmer – und auch für seine Fans – fühlt es sich ganz schlecht an, wenn er 24 Ligaeinsätze lang auf seinen nächsten Treffer warten muss. So wiederfuhr es dem gebürtigen Erdinger zwischen dem 26. Februar (3:1 gegen Unterhaching) und dem 30. Oktober (6:0 gegen Freiburg II). Die zwischenzeitlichen Tore im Totopokal (in Burghausen und Buchbach), die vermuten ließen, der Knoten sei endlich geplatzt, konnten über die Flaute in der Liga kaum hinwegtrösten. Da war es wohl eher der entscheidende Treffer in der magischen Giesinger Pokalnacht gegen Schalke 04, der Lex’ persönliche Wende einläutete. Nun ist er auf jeden Fall wieder da! In Osnabrück folgte gleich das nächste – leider letztlich wertlose – Tor. Und am vergangenen Samstag beim 3:2 gegen Duisburg netzte Lexi zwar nicht selbst sein, war aber an allen drei Toren aktiv beteiligt.
Über Buchbach, Fürth und Ingolstadt zum Herzensverein
Der gebürtige Erdinger verbrachte seine fußballerische Jugend beim FC Eitting und bei Eintracht Freising, ehe er mit 20 Jahren in die Regionalliga Bayern zum TSV Buchbach wechselte. Von dort ging es Anfang 2013 weiter zu Greuther Fürth, wo er in der zweiten Mannschaft spielte und auch regelmäßg traf. Eine Nominierung für ein Bundesliga- bzw. Zweitligaspiel war ihm allerdings in Franken nicht vergönnt. Dazu kam es im Februar 2014 in Ingolstadt, wo er sich in der Winterpause hin verändert hatte. Ausgerechnet beim 2:0 gegen den TSV 1860 feierte Lexi sein Profidebüt. Nach viereinhalb Jahren bei den Schanzern – u.a. mit einer Saison in der 1. Bundesliga – kam unsere Nummer sieben 2018 zum frisch gebackenen Drittligaaufsteiger TSV 1860 – seinem erklärten Herzensverein!
Geburtstagsjubel im fernen Hannover?
Im Mittelpunkt seines heutigen Ehrentages steht natürlich das Spiel in Hannover gegen den TSV Havelse. Wir wünschen unserem Geburtstagskind, dass er heute Nachmittag vielleicht schon die Saisontore vier und fünf erzielen kann und damit den Gesamscore der Vorsaison bereits egalisiert hätte. Wenn das kein Grund zum Feiern wäre…
Turn- und Sportverein
Havelse 1912 e.V. Gründung: 5. August 1912
Mitglieder: Vereinsfarben: Rot-Weiß Weitere Sportarten: Tennis, Tischtennis, Turnen Website der Fußballgesellschaft
Zum Reinhören
Auswärtsbilanz gegen Havelse
1 Spiel 0 Siege
1 Unentschieden
0 Niederlagen
Gesamtbilanz gegen Havelse
2 Spiele 1 Sieg
1 Unentschieden
0 Niederlagen
Die zwei bisherigen Duelle
Zwischen dem ersten und dem bislang letzten Spiel zwischen Havelse und 1860 lagen nur zehn Tage. Und eine verhängnisvolle 1:4-Heimniederlage gegen Fortuna Köln. Vor fast dreißig Jahren musste in Folge der deutschen Wiedervereinigung auch der Fußball aus Ost und West zusammengeführt werden, was am Ende der Saison 1991/92 eine einmalige Konstellation zur Folge hatte: Die beiden zehntplatzierten der Zweitligastaffeln Nord und Süd (1860 und Fortuna Köln) duellierten sich in Hin- und Rückspielen mit dem Dritten der Oberliga Nord – eben dem TSV Havelse – um einen Platz in der 2. Bundesliga in der folgenden Saison.
Die Löwen hatten – “klassisch” möchte man sagen – den schon sicher geglaubten Klassenerhalt im letzten regulären Ligaspiel in Leipzigverspielt, die Kölner dagegen sich nur aufgrund des Lizenzentzugs für Stahl Brandenburg in die Relegationsrunde retten können. Die Duelle zwischen Köln und 1860, die beide von den Rheinländern gewonnen wurden, entschieden über die Zugehörigkeit zur 2. Liga 1992/93. Die Spiele gegen Havelse waren im Prinzip fast ohne Bedeutung.
Das erste Mal
Mittwoch, 27. Mai 1992
TSV Havelse – TSV 1860 0:0
Relegationsrunde zur 2. Bundesliga,
1. Spieltag
TSV-Kampfbahn
4.800 Zuschauer
Wenig gute Erinnerungen hat Löwentrainer Michael Köllner an den Spielort der heutigen Partie. Am 9. Februar 2019 unterlag er als Trainer mit dem 1. FC Nürnberg dort mit 0:2, wodurch der Club vom Gastgeber Hannover 96 in der Tabelle überholt wurde und die Rote Laterne übernehmen musste. Dies war sein letztes Spiel an der Seitenlinie bei den Franken. Die Verantwortlichen zogen die Reißleine und stellten den Oberpfälzer frei. Der Abstieg konnte dadurch aber nicht verhindert werden. Obwohl Köllner inzwischen schon über zwei Jahre beim TSV 1860 ist und die Ereignisse lang zurückliegen, gestand er in der LÖWENRUNDE am Freitag Vormittag auf Nachfrage von sechzger.de, dass ihm “genau das Spiel in dieser Woche beim Laufen nochmal in den Sinn” gekommen sei. Heute ist also eine gute Gelegenheit für den Löwendompteur, ein neues und besseres Hannover-Kapitel aufzuschlagen!
Die Vorsaison
Neun Spiele in der Regionalliga Nord absolvierte der TSV Havelse in der Saison 2020/21, dann wurde der Spielbetrieb Ende Oktober 2020 eingestellt, die ganze Spielzeit später abgebrochen. Nicht zuletzt weil gleich mehrere Vereine der beiden Regionalliga-Staffeln keine Drittligalizenz beantragten, wurde unser heutiger Gegner im Mai vom Verband als Teilnehmer an der Aufstiegsrelegation bestimmt. Der TSVH absolvierte im Juni dieses Jahres zwei Relegationsspiele gegen den Vertreter der Regionalliga Bayern, Schweinfurt 05. Mit zwei denkbar knappen 1:0-Siegen konnten sich die Niedersachsen gegen die Schnüdel durchsetzen und mit insgesamt acht Siegen in nur elf Saisonspielen den Aufstieg erreichen.
Prognose 2021/22
Havelses Trainer Rüdiger Ziehl ist einer der wenigen Drittligatrainer, der auf die vorsaisonale Frage nach seinen Aufstiegskandidaten nicht den TSV 1860 benannte. Für ihn waren im Sommer Braunschweig, Kaiserslautern und Duisburg die Favoriten.
Der TSV Havelse selbst ist und war – als Aufsteiger mit dem geringsten Etat der 3. Liga – bei den Wettbüros der Topkandidat auf den direkten Wiederabstieg in die Regionalliga Nord. Bislang werden die Niedersachsen zu ihrem eigenen Leidwesen dieser Erwartung voll gerecht.
Endlich ein Auswärtssieg?
217 Tage ist es her, dass die Löwen zuletzt ein Auswärtsspiel in der 3. Liga siegreich gestalten konnten (es war das 2:0 in Mannheim am 24. April). “Wenn nicht heute, wann dann?” mag sich der eine oder andere fragen. Der TSV Havelse, bei dem man trotz der offiziellen Gastgeberrolle angesichts des Spielorts ja eigentlich kaum von Heimspielen sprechen kann, hat von seinen acht Auftritten in Hannover schon sechs verloren und nur zwei gewonnen. Vier selbst erzielten Toren stehen 19 Gegentreffer gegenüber. Unentschieden hat Havelse in Hannover noch nicht gespielt. Der TSV 1860 ist dagegen mit fünf Unentschieden (aus sieben Spielen) an des Gegners Platz der ungekrönte Remis-König der Liga.
Der 63. Verein in der 3. Liga
Unser heutiger Gastgeber ist der bislang letzte von insgesamt 63 Vereinen, die sich in insgesamt vierzehn Spielzeiten für die 3. Liga qualifizieren konnten. Zum Vergleich: In die 1. Bundesliga schafften es im viel längeren Zeitraum seit 1963 “nur” 56 Clubs. Übrigens: Nur drei aktuelle Erstligisten traten in der Vergangenheit schon einmal in der Drittklassigkeit gegen den Ball.
Wer kann sie aus dem Stegreif benennen?
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Es sind RB Leipzig und Union Berlin mit jeweils einer Saison und Arminia Bielefeld mit drei Spielzeiten Auftenthalt in der 3. Liga.