Start Blog Seite 992

Sechzig@18:60 – Ein Tag im Zeichen der Trauer beim TSV 1860

1

Der TSV 1860 München trauert – ein schwerer Tag für die Löwen

Der heutige Tag ist ein trauriger für Fans und Offizielle des TSV 1860 München. Der Kapitän der Meistermannschaft von 1966, Peter Grosser, ist gestorben. Uns erreichte diese Nachricht heute um kurz nach 11:00 Uhr. Große Bestürzung – und dann die Überlegung, was man mit dieser Nachricht macht.

Bei „Anlässen“ wie diesen geht es jedoch nicht darum, die erste Schlagzeile bringen zu können. Die Mitteilung über den Tod des Kapitäns – das wollten wir dem TSV 1860 selbst überlassen.

Leider war Löwen-Pressesprecher Rainer Kmeth gerade in einer Besprechung und nicht erreichbar. Nachdem die Nachricht dann bereits durch diverse WhatsApp-Gruppen geisterte und wir mehrere Anrufe zu dem Thema bekamen, haben wir uns dann doch für eine Veröffentlichung vor dem TSV entschieden. Schwere Entscheidung, aber uns war klar dass innerhalb der nächsten Minuten ohnehin eine Zeitung oder ein Internet-Portal die traurige Nachricht veröffentlichen wird.

All das ist aber nicht wirklich wichtig. Wichtig ist nur eines: Ruhe in Frieden, Peter Grosser. Stefan Kranzberg hat noch einen Nachruf verfasst.

Annäherung unter den 1860-Blogs?

Dabei hätte das eigentlich ein schöner Tag für den TSV 1860 werden sollen. Die Löwen trainierten bei Sonnenschein. Wir haben unter den Blogs des TSV eine Annäherung feststellen können. Darüber haben wir an dieser Stelle berichtet.

Die Taktiktafel

Etwas untergegangen ist dabei auch die TAKTIKTAFEL von Bernd Winninger vom Heimspiel-Sieg gegen die Spielvereinigung Unterhaching. Hättet ihr z.B. geglaubt, dass die Hachinger 60% Ballbesitz hatten? Dies und einige interessante Fakten mehr findet ihr wie immer in der TAKTIKTAFEL.

Sportclub Verl – nächste Saison Heimspiele in Gütersloh?

Dass der Sportclub Verl seine Heimspiele nächstes Jahr evtl. in Gütersloh austragen möchte, ist vor allem für die Groundhopper unter den Löwen interessant. Wobei wir ja nach wie vor hoffen, dass die Löwen nächstes Jahr eine Liga über dem SC Verl spielen. Nein, wir wünschen dem SC Verl nicht den Abstieg – der Löwe soll nach oben.

Viktoria Köln – 1. FC Magdeburg

Aus ähnlichem Grund ist auch die Partie Viktoria Köln gegen Magdeburg für den Löwen nur bedingt interessant gewesen. Der 1. FCM gewann mit 4:2. Beide Mannschaften sind jedoch in einer Tabellenregion, in der die Löwen in dieser Saison bitte nicht mehr landen sollen.

Peter Grosser (1938-2021): Nachruf auf einen Meisterlöwen

0

Die traurige Nachricht erreichte die sechzger.de-Redaktion heute Vormittag: Meisterlöwe Peter Grosser ist tot! Bei einer Persönlichkeit wie dem langjährigen Kapitän, die den TSV 1860 geprägt hat und der die Löwen vieles zu verdanken hat, fällt es schwer, einen Nachruf zu verfassen, der dem Verstorbenen gerecht wird. Wir versuchen es dennoch.

Peter Grosser (1938-2021)

In Erinnerung bleiben wird uns Peter Grosser nicht nur als Kapitän der Meistermannschaft, sondern auch als Mensch, der sich auch lange nach Ende seiner Karriere mit dem TSV 1860 München beschäftigt und identifiziert hat. Seine fußballerischen Wurzeln hatte der gebürtige Münchner jedoch nicht bei den Löwen, sondern beim MTV 1879 München, von wo aus er 1956 zum FC Bayern wechselte. Dort wurde er Jugend- und Amateurnationalspieler, ehe er 1958 in die 1. Mannschaft aufrückte. Zweimal wurde er gar für die A-Nationalmannschaft berufen, kam jedoch nicht zum Einsatz. Nachdem der FC Bayern die Qualifikation für die neugegründete Bundesliga verpasst hatte, wechselte Grosser 1963 nach 134 Einsätzen und 65 Toren für die Seitenstraßler zu den Löwen.

Nachruf auf einen Meisterlöwen

In seiner ersten Saison beim TSV 1860 stand Grosser verletzungsbedingt nur 18 Mal für das Team von Max Merkel auf dem Platz. Auch beim Pokalendspiel fehlte er, da der Trainer stattdessen auf Wilfried Kohlars setzte. In der kommenden Saison ging Grossers Stern bei den Löwen jedoch auf und er bestritt alle Saisonspiele. Natürlich war er auch beim Höhepunkt, dem Europapokalfinale in Wembley, auf dem Platz.

In der Saison 1965/66 ernannte Merkel den Edeltechniker statt Rudi Brunnenmeier zum Kapitän und Grosser dankte es ihm mit einer herausragenden Spielzeit. Wie sehr die Mannschaft von ihrem Führungsspieler abhängig war, zeigte sich daran, dass Grossers Formkrise zu Mitte der Saison Hand in Hand ging mit eher wechselhaften Ergebnissen in dieser Phase. Als es dann jedoch um die Meisterschaft ging, war Grosser wieder voll da und und trumpfte groß auf. Und so war es kein Zufall, dass es der Kapitän war, der mit seinem Tor zum 2:0 bei Borussia Dortmund am vorletzten Spieltag für die Vorentscheidung im Kampf um die Deutsche Meisterschaft sorgte. 1969 wechselte Grosser nach 130 Spielen und 49 Toren zu Austria Salzburg. Bis zu seinem Karriereende im Jahr 1975 bestritt Grosser dort 164 Erstligaspiele und erzielte 32 Treffer.

Nationalspieler Grosser

Doch nicht nur für die Löwen leistete Grosser Großes: Im entscheidenden Qualifikationsspiel für die WM 1966 bereitete er bei seinem Debüt in der Nationalelf das Siegtor von Uwe Seeler vor. Leider kam nur ein weiteres Länderspiel hinzu, für die WM in England verzichtete Bundestrainer Schön auf Grosser ebenso wie auf Stürmer Rudi Brunnenmeier.

Peter Grosser als Trainer und Funktionär

Dass einen wie Grosser der Fußball auch nach der aktiven Zeit nicht loslässt, liegt auf der Hand. So war zunächst als Jugendtrainer beim TSV Forstenried tätig, ehe er die SpVgg Unterhaching von der Bezirksklasse in die Bayernliga führte (1977-1987) und dort auch etliche Male mit den Löwen die Klingen kreuzte. 1988 führte er auch Türkgücü München als Trainer in die Bayernliga, ehe er in der Saison 1992/93 nochmal ein Comeback auf der Trainerbank der SpVgg feierte. Von 1990 bis 2011 war Peter Grosser zudem Vizepräsident der SpVgg Unterhaching.

Private Schicksalsschläge

Zwei harte Schicksalsschläge musste Peter Grosser in den vergangenen Jahren verkraften, als seine beiden Söhne vor ihm verstarben. Peter jun. kam bereits 1979 im Alter von 19 Jahren bei einem Autounfall ums Leben, Thomas verstarb 2008 mit 42 Jahren beim Fußballspielen. Was kann einem Menschen Schlimmeres passieren als seine eigenen Kinder zu überleben?

Ein großer Verlust für die Löwen

Heute nun ist Peter Grosser von uns gegangen. Die Löwen verlieren eine Ikone, eine Legende. Aber eins ist sicher: Er ist tief in der Geschichte unseres Vereins verankert und wird nicht vergessen werden.

Machs gut da oben, Peter! Und grüß die anderen Meisterlöwen, die Dich mit offenen Armen empfangen werden. Hier unten werden wir Dich vermissen und in bester Erinnerung behalten.

Beitragsbild: Archiv Schwarz Weiß Bregenz

Gemeinsam für Sechzig? „dieblaue24“ verweist auf Artikel von sechzger.de

6
sechzger.de-Liveticker, Magdeburg

Größter TSV 1860-Blog „dieblaue24“ platziert Beitrag von sechzger.de an prominenter Stelle

Die Medienlandschaft beim TSV 1860 München hat sich seit den glorreichen Bundesligazeiten deutlich gewandelt. Die Printmedien kämpfen seit Jahren gegen die sinkenden Auflagen. Trotz deutlich ausgebautem Online-Angebot fahren fast alle Zeitungen einen Sparkurs. Das schlägt sich auch in der Berichterstattung nieder. Lange Jahre war “dieblaue24” das aktuellste Medium rund um den TSV 1860.

Kaum mehr Münchner Reporter bei Auswärtsspielen des TSV 1860

Die Zeiten, als eine große Anzahl Reporter aus München den TSV 1860 zu Auswärtsspielen oder ins Trainingslager begleitete, ist lange vorbei. Reporter wie Claudius Mayer (tz) oder Thomas Nuggis (Bild) waren früher fast überall dabei, wo der Löwe spielte. Unter der Woche fand man sie zumeist im Löwenstüberl. Das gilt übrigens auch für Oliver Griss, der zu dieser Zeit bei der Abendzeitung war. Er ist jedoch als einziger aus dieser Zeit übrig geblieben.

Oliver Griss fährt immer noch – für „dieblaue24“

Auch wenn er nicht mehr für die Abendzeitung schreibt, sondern seinen eigenen Blog über den TSV 1860 aus dem Boden gestampft hat: „dieblaue24“. Wir haben erst kürzlich ausführlich darüber berichtet, als die Mehrzahl der db24-Leser in einer Umfrage auf der Seite für den Ausbau des Grünwalder Stadions auf 18 000 Zuschauer stimmte.  Gerade eben sind die guten Ergebnisse des Vorjahres übrigens bestätigt worden. Wieder ist „dieblaue24“ der zweitgrößte Fußballblog ohne großes Medienhaus im Hintergrund.

Verhältnis der TSV 1860-Blogs zueinander leider nicht das Beste

Spannen wir den Bogen zurück zu den 1990ern, zu Mayer, Nuggis, Griss. Die saßen im Löwenstüberl oder bei Auswärtsspielen zusammen und ratschten. Natürlich waren sie auch Konkurrenten, aber sie hatten zumindest für Außenstehende ein gutes Verhältnis zueinander. Das ist heutzutage beim TSV 1860 leider anders.

Egal ob man sich bei den Löwen am Trainingsgelände, auswärts im Zug oder auf der Pressetribüne im Stadion trifft, es herrscht eisiges Schweigen. Versuche, ins Gespräch zu kommen werden bislang mit Missachtung oder maximal verständnislosem Kopfschütteln beantwortet. Auch schriftliche Kontaktversuche – z.B. vor dem Trainingslager des TSV 1860 in Windischgarsten – führten bislang nicht zum gewünschten Erfolg.

Gemeinsam für Sechzig – auch in der Presselandschaft?

Um so überraschter waren wir gestern, als unser Artikel zum Chemnitz-Spiel vor einem Jahr auf „dieblaue24“ auftauchte.

„Stellvertretend für viele Fans haben wir in Facebook einen lesenswerten Beitrag von Janina Huber vom Fanclub Buchbach-Steeg gefunden. Sie schreibt: “One year ago. Ein Jahr wie eine Ewigkeit.“

Abgebildet war dann der Facebook-Beitrag vom 1860-Fan-Club Buchbach-Steeg, geschrieben von Janina Huber. Unter diesem wurde genau der Beitrag verlinkt, dem vermutlich das Zitat „One year ago. Ein Jahr wie eine Ewigkeit.“ entnommen war.

One year ago. Ein Jahr wie eine Ewigkeit.

Heute vor einem Jahr war ich zum letzten Mal live im Grünwalder Stadion ? bei…

Gepostet von Fan-Club 1860 Buchbach-Steeg am Montag, 1. März 2021

„One year ago. Ein Jahr wie eine Ewigkeit…“ Mit dieser Textzeile beginnt ein Song von Falco aus dem Jahr 1986, der sich im Herbst dieses Jahres zwei Wochen lang auf Platz 1 der deutschen Single-Charts befand.

Artikel von Christian Jung von sechzger.de

Solche Sätze schreibt im Umfeld des TSV 1860 München üblicherweise nur einer: Christian Jung, Redakteur bei sechzger.de und seit rund einem halben Jahr in nahezu jeder Löwenrunde vor den 1860-Spielen via Zoom-Konferenz vertreten. Natürlich auch bei jeder Zoom-Pressekonferenz dabei: Oliver Griss. Womit sich der Kreis an dieser Stelle wieder schließt

Die Gesellschafter des TSV 1860 nähern sich ja seit Monaten wieder vorsichtig aneinander an. Vielleicht erleben wir in der Medienlandschaft rund um den TSV 1860 gerade ähnliches.

Vielleicht gibt es ja, wenn Corona vorbei ist in naher Zukunft einen Stammtisch im Löwenstüberl für alle Blogger. Oder gemeinsame Zugfahrten zu Auswärtsspielen, wo man im Bistro stundenlang über den richtigen Weg für 1860 philosophieren und diskutieren kann. Trotz unterschiedlicher Ansichten – besser als eisiges Schweigen wäre es allemal.

Auch dieses „GemeinsamfürSechzig“ würden wir uns wünschen.

Meisterlöwe Peter Grosser tot aufgefunden

1
Peter Grosser

Meisterlöwe des TSV 1860 Peter Grosser ist gestorben

Schlimme Nachrichten erreichen die Fans des TSV 1860 München am heutigen Dienstag. Meisterlöwe Peter Grosser ist gestorben.

Peter Grosser
Peter Grosser in der Stadionzeitung im September 1998

Todesursache von Peter Grosser ungeklärt

Unbestätigten Berichten zufolge war der Meisterlöwe tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. Diese Berichte wurden inzwischen bestätigt. Über die Todesumstände ist bisher nichts bekannt.

Kapitän der Meistermannschaft

Der Kapitän der Meistermannschaft wurde am 28.September 1938 in München geboren. Beim TSV 1860 München war der 82-Jährige von 1963 bis 1969 als Spieler aktiv. Insgesamt absolvierte er 130 Spiele für die Löwen und erzielte dabei 49 Tore. 1966 führte er den TSV 1860 München als Kapitän zur Deutschen Meisterschaft.

Nach seiner Zeit in München wechselte er nach Österreich zum SV Austria Salzburg. Bis zu seinem Karriereende im Jahr 1975 kam er dort auf 164 Erstligaspiele, 32 Mal durfte er sich als Torschütze feiern lassen.

Nachruf auf einen Meisterlöwen

Peter Grosser (1938-2021): Nachruf auf einen Meisterlöwen

Bildquelle: Archiv Schwarz-Weiß Bregenz

Der Sieg des TSV 1860 gegen Unterhaching in der TAKTIKTAFEL-Analyse

0
Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur TAKTIKTAFEL-Analyse des Spiels TSV 1860 München gegen die SpVgg Unterhaching, mittlerweile auch S-Bahn Derby genannt.

In einem optisch insgesamt relativ ausgeglichenen, aber durch viele Unterbrechungen sehr zerfahrenen Spiel, erarbeiteten sich die Löwen gegen die SpVgg Unterhaching etwas glücklich für den TSV 1860 – aber sicherlich nicht unverdient – einen 3:1 Sieg. Sehen wir uns mal genauer an, warum das ein wenig glücklich war.

Statistiken zum Spiel

  • Ballbesitz: TSV 1860 40%, SpVgg Unterhaching 60%
  • Schüsse (davon aufs Tor): TSV 1860 10 (4),  SpVgg Unterhaching 7 (2)
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 78%, SpVgg Unterhaching 76%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 60%, SpVgg Unterhaching 56%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 9,75; SpVgg Unterhaching 6,16

Die Gäste aus der Vorstadt kamen wie erwartet mit einem 4-2-3-1 auf den Platz, nichts Neues also. Mit Schröter und Greger in der Anfangsformation war die Mannschaft von Arie van Lent allerdings im Vergleich zum Duisburg-Spiel auf zwei Positionen verändert worden. Schröter spielte für den gelbgesperrten Heinrich und Greger für Stierlin. Marseiler kam deshalb wieder auf dem linken Hachinger Flügel als Offensivspieler zum Einsatz, Schröter dafür rechts. Müller rückte aus der Innenverteidigung ins defensive Mittelfeld, seinen Part dort übernahm Greger.

Taktische Umstellung beim TSV 1860

Löwencoach Michael Köllner setzte zum ersten Mal in dieser Saison nicht auf ein 4-1-4-1, sondern auf ein 3-5-2 mit stark defensiv ausgerichteten Flügelspielern im Mittelfeld. Steinhart, der sonst auf der Position des linken Verteidigers spielt, nahm diesen Platz auf dem linken Flügel ein, Biankadi rechts. Hatte der Gegner den Ball im letzten Drittel der Löwen, verschob sich das 3-5-2 zum 5-4-1. Für Steinhart änderte sich faktisch nicht viel für sein Spiel abgesehen davon, dass er mehr Freiheiten nach vorne genoss. Biankadi wirkte durch die ihm auferlegte defensive Variante etwas gehemmt und im Spiel nach vorn agierte er bisweilen unglücklich. Er hat, wenn er den Ball tief in der Hachinger Hälfte bekam, einige wenige falsche Entscheidungen getroffen, die dann zu Ballverlusten führten. Schwamm drüber.

In diesem Spiel war die Defensivarbeit Biankadis auf dem Flügel eindeutig wichtiger, um ein wenig Druck vom Debütanten Lang zu nehmen. Seine Werte in der Defensivarbeit zeigen das auch deutlich. Nur drei verlorene Duelle in der Verteidigung, drei von vier lose Ball Duelle gewonnen und vier abgefangene Pässe in der eigenen Hälfte bei nur einem begangenen Foul lesen sich für einen Spieler, dessen tägliches Brot eigentlich die Offensive ist, nicht ganz so schlecht.

Änderungen in der Startaufstellung

Personelle Wechsel in der Defensive wurden durch die Sperren von Salger und Willsch sowie durch die Verletzung des defensiven Mittelfeldspielers Daniel Wein, der sich beim Warmmachen eine Muskelverletzung im Adduktorenbereich zugezogen hat, nötig. Dennis Dressel, normalerweise der Box-to-Box Spieler im 4-1-4-1 System von Trainer Köllner, rückte auf die ihm nicht fremde Position im defensiven Mittelfeld. Niklas Lang kam für Willsch und Erdmann für Salger in die Abwehrkette. Dressels Position als Box-to-Box Spieler übernahm Erik Tallig.

Die für die Spielvereinigung Unterhaching wohl unerwartete Systemänderung änderte allerdings nicht viel an der taktischen Herangehensweise in der Offensive der Löwen.

Die Anfangsphase: 1860 gegen Unterhaching hinten gefordert

Da die Spielvereinigung Unterhaching im Sturm jedoch sehr variabel auftrat, gab es sowohl Verschiebungen zu einer asymmetrischen Fünferkette als auch zu einer flachen Fünferkette. In einigen Situationen auch zu einer Viererkette, wenn Dressel sich weiter zurückfallen lassen musste als vom System vorgesehen. Das lag an einem oder beiden Flügelspielern, die sich dann noch weiter vorne befanden.

Bis die Mechanismen im Defensivverbund des TSV 1860 München wirkungsvoll griffen, dauerte es ca. eine halbe Stunde. In dieser ersten halben Stunde des Spiels konnten die Gäste immer wieder gefährlich an und in den Strafraum der Löwen vordringen.

Die Hachinger erspielten sich in dieser Zeit einige Gelegenheiten. Aufgrund schlechter Anspiele in die Spitze oder miserabler Ballverarbeitung seitens der Hachinger kam nichts Zählbares dabei heraus. Auch die Anzahl der Bälle, die der Gegner in den Strafraum der Sechzger spielen konnte, war im Gegensatz zu Spielen im 4-1-4-1 in der Anfangsphase eher hoch. Elf Bälle wurden in dieser Zeit von der SpVgg in die Box gespielt, was zu sieben Ballkontakten der Hachinger dort führte.

Die Löwen erwachen

Nach Ablauf der ersten halben Stunde griffen aber dann die Automatismen bei den defensiven Verschiebungen und der TSV 1860 München saß, gegen eine sich redlich bemühende Unterhachinger Mannschaft, fester im Sattel. Auch offensiv kamen die Löwen, die bis zu diesem Zeitpunkt nur einmal gefährlich vor dem Hachinger Tor zu sehen waren, danach besser ins Spiel.

Aber wirkliche Dominanz strahlten die Löwen in keiner Phase des Spiels aus. Zu bissig und giftig wehrten sich die Spieler aus der Vorstadt. Diese Giftigkeit in Person von Schwabl wurde in Minute 35 dann mit einem Freistoß geahndet.

Das 1:0 für die Löwen

Nach einem durch Lex in der 35. Minute herausgeholten Freistoß schlägt Neudecker den Ball in den Fünfer zentral vor dem Tor. Torwart Coppens kann diesen nicht wie wohl geplant wegfausten. Daher prallt der Ball von Stroh-Engels Schulter zu Erdmann zurück, der etwa sieben Meter vor dem Tor nicht lange fackelt und den Ball volley in die Maschen drischt.

Dieses Tor zog den Hachingern erst einmal den Zahn. Bis zum Pausentee konnte die bis dahin gefährlichere Mannschaft nicht mehr glänzen. Brachten die Vorstädter in der ersten halben Stunde noch elf Mal den Ball in den Strafraum der Löwen, woraus insgesamt sieben Ballkontakte in der Box für die Hachinger entstanden, gelang das nur noch zwei weitere Male bis zum Halbzeitpfiff. Daraus resultierte eine nicht weiter erwähnenswerte Chance für Marseiler in der 41. Minute. Die Löwen brachten ihr Pressing nun auch besser als noch zuvor auf den Platz. So hatte Unterhaching zwar mehr, aber viel ineffektiven Ballbesitz in dieser Phase. Neun Rückpässe und viele Querpässe während der letzten Viertelstunde vor der Pause zeigen das deutlich auf.

Nach Wiederanpfiff

Nach der Pause zeigte sich ein Spiel mit allerdings jetzt großen Ballbesitzvorteilen für die SpVgg. Die erste wirkliche Chance hatten jedoch die Löwen in Minute 51 nach einer sehr guten Pressingaktion tief im letzten Drittel des Gegners durch Erik Tallig, der vielleicht ein wenig zu lang mit seinem Schuss, den er ans Lattenkreuz zimmerte, gewartet hat. Wenige Minuten später, genauer in der 56. Minute, brachte die erste Ecke von Haching in der zweiten Halbzeit den Ausgleich.

Der 1:1 Ausgleichstreffer

Von der linken Hachinger Seite bringt Schröter den ruhenden Ball punktgenau auf den Kopf von Göttlicher. Belkahia kann diesen Kopfball noch von der Linie kratzen, allerdings fällt das Leder Müller drei Meter vor dem Tor vor die Füße. Er zieht ab und erzielt das zu diesem Zeitpunkt absolut verdiente 1:1.

Nach dem Ausgleich besannen sich die Löwen wieder mehr auf ihr Spiel und die Ballbesitzquote stieg stetig an. Haching konnte in den Folgeminuten nicht mehr ins letzte Drittel der Löwen vorstoßen. Drei mal hingegen kamen die Löwen in den Hachinger Strafraum. In der 66. Minute dann auch erfolgreich.

Die erneute Führung des TSV 1860, das 2:1 gegen Unterhaching

Nach einem Einwurf von Phillipp Steinhart kommt der Ball auf der linken Seite etwa zwanzig Meter vor der Grundlinie zu Tallig. Dieser stetzt sich gut gegen Müller durch und spielt auf Stefan Lex, der von links in den Strafraum eindringen will. Dabei stört ihn Göttlicher und Lex verliert das Leder. Tallig, der hinter Lex lauert, kommt erneut an den Ball und spielt auf den aus der Tiefe antrabenden Steinhart. Dieser wiederum löffelt eine parabolische Flanke sehr hoch in den Strafraum an die Grenze des Torraums, wo Mölders den aus dem Kasten kommenden Coppens gut wegblockt. Coppens kann den Ball nur kerzenartig hoch abklatschen und verliert, wegen Mölders hartem aber absolut fairen Einsatz, dabei das Gleichgewicht und fällt um. Als die Kerze sich wieder nach unten bewegt, verwandelt Mölders per Fallrückzieher zum 2:1. Ein glasklares Tor des Monats.

Nach dem erneuten Führungstreffer unserer Löwen wurde das Spiel noch zerfahrener als es eh schon war. Beide Mannschaften sparten nicht mit Fouls, die Hachinger aber auch hier wie beim Ballbesitz mit numerischen “Vorteilen”. Tatsächlich pfiff aber Schiedsrichter Badstübner nicht jeden Zweikampf, der geahndet hätte werden müssen. Speziell Marseiler, der wiederholt den Debütanten Lang niederstreckte, hatte viel Glück mit den Entscheidungen des Unparteiischen.

Der Todesstoß, das 3:1

Nach einem Freistoß für Unterhaching von der linken Hachinger Seite durch Schwabl faustet Marco Hiller das Leder zu Anspach an die linke Strafraumgrenze. Der legt den Ball weiter nach rechts zu Mensah. Mensah will halbrechts vor dem Strafraum mit der Kugel nach vorne in die Box der Löwen eindringen. Der sehr dynamisch herausrückende Löwe Steinhart kann aber den zu weit vorgelegten Ball erobern und startet einen Konter.

Mit Biankadi und Lex im Schlepptau stürmt Steinhart 65 m über den Platz nach vorne. Nachdem Lex ihn rechts überholt hatte, spielt Steinhart ihn an. Lex bekommt den Ball zwar an den Fuß, aber das Leder verspringt. Geistesgegenwärtig holt sich Steinhart den Ball vor den Abwehrspielern der Hachinger zurück. Er geht in Richtung rechter Torpfosten und schießt. Coppens kann abwehren. Steinhart bekommt jedoch den Ball wieder und verlagert das Geschehen nach rechts, indem er durch den Sechzehner nach außen kreuzt und in Richtung Auslinie trabt. Von dort spielt er dann Mölders an, der an der rechten Strafraumgrenze den Pass erwartet. Mölders spielt eine flache Flanke diagonal in den Fünfer und Lex, der aus dem Hintergrund einläuft, verwandelt sicher zum vorentscheidenen 3:1 in der 80. Minute.

Nach diesem Treffer, der hoffentlich den Knoten bei Lex endlich zum Platzen gebracht hat, war bei Haching mehr oder weniger die Luft raus. Der TSV 1860 München verteidigte in den verbleibenden Minuten gut und setzte kleine Nadelstiche nach vorn. Gefährlich für das Tor der Hachinger war aber bis auf eine Situation kurz vor dem Abpfiff, als Mannhardt im Fünfer den Ball nicht mehr erreicht, nichts mehr. Ein Fun Fact aus der Schlussphase ist, dass Biankadi für ein paar Minuten nominell tatsächlich Rechtsverteidiger in einer Viererkette war, als Michael Köllner Greilinger für Lang einwechselte.

Fazit zum Heimsieg des TSV 1860 gegen Unterhaching

Ein brutal zerfahrenes Kampfspiel mit insgesamt 59 Einwürfen und 37 gepfiffenen Fouls sowie mehreren längeren Verletzungsunterbrechungen geht aufgrund der starken Anfangsphase der Gäste glücklich, aber letztendlich wegen der Kaltschnäuzigkeit vor dem Kasten, die der TSV 1860 München in diesem Spiel an den Tag legte, verdient mit einem Sieg unserer Löwen in die S-Bahn Derby Geschichte ein. In der Spieleröffnung waren die Hachinger einfach zu ideenlos, im gesamten Spiel verbuchten sie 81(!) Rückpässe. 49 davon gingen zum Torwart oder den Innenverteidigern. Zum Vergleich: Der TSV 1860 hat im gesamten Spiel nur 26 Rückpässe gespielt.

Niklas Lang hat finde ich ein Debüt gefeiert, dass man als in Ordnung einstufen darf. Mit Marseiler hat er sich auf jeden Fall packende Zweikämpfe geliefert. Und wenn wir ehrlich sind hätte Marseiler für mindestens eins der drei Fouls an Lang, die nicht gepfiffen wurden, den gelben Karton verdient gehabt. Drei Punkte in so einem hart umkämpften Spiel sind Gold wert. Lex als zweiter Stürmer hat mir übrigens gut gefallen. Er hat insgesamt vier Freistöße herausgeholt (einer davon führte zum 1:0), eine für einen Stürmer gute Passquote von 63%, 43% seiner Offensivduelle gewonnen (offensive Zweikampfwerte sind bei Stürmern ab 33% als normal und ab 40% als gut zu werten) und was am wichtigsten ist: Er hat ein Tor geschossen. Ein richtig schönes “Abstauber” Stürmertor. Weiter so Stefan!

Dreckig gewonnen. Weiter geht’s nach Duisburg, dort haben wir eine Rechnung zu begleichen.

 

Unsere Datenquelle: wyscout

Sportclub Verl nächste Saison Heimspiele in Gütersloh?

0

Trägt der SC Verl nächste Saison seine Heimspiele in Gütersloh aus?

Der TSV 1860 musste dieses Jahr wie viele andere Vereine auch zum Auswärtsspiel nach Verl noch nach Paderborn fahren (Beitragsbild). Nächstes Jahr könnte es für ihn und die anderen Vereine in der dritten Liga nach Gütersloh gehen.

Gespräche über Zusammenarbeit

Der Sportclub Verl und der FC Gütersloh haben Gespräche über eine Zusammenarbeit im Ohlendorf Stadion im Heidewald aufgenommen. Das berichtet der FC Gütersloh auf seiner Homepage:

Der Sportclub hat Interesse bekundet, in der kommenden Saison seine Heimspiele in der 3. Liga in Gütersloh auszutragen. Der FC Gütersloh steht dem Verler Anliegen positiv gegenüber und unterstützt das grundsätzlich.

Beim Lizenzantrag für die kommende Saison hat der Sportclub Verl das Stadion am Lotter Kreuz der Sportfreunde Lotte, die eigene Sportclub Arena in Verl und das Ohlendorf Stadion im Heidewald als mögliche Heimspielstätten angegeben.

Ob und unter welchen Auflagen Spiele der 3. Liga in Gütersloh möglich sind, wird das weitere Zulassungsverfahren beim DFB ergeben.

Die Details einer möglichen Zusammenarbeit zwischen dem Sportclub Verl, der Stadt Gütersloh und dem FCG werden in weiteren Gesprächen geklärt.</em

Über das Ohlendorf Stadion im Heidewald / Heidewaldstadion

Das Heidewaldstadion heißt durch einen Sponsorenvertrag offiziell “Ohlendorf Stadion im Heidewald. Es ist das größte Stadion in Gütersloh und dient in erster Linie als Spielstätte des FC Gütersloh.

Der FSV Gütersloh trägt seine Heimspiele seit 2012 in der Tönnies-Arena in Rheda-Wiedenbrück aus. Er nutzt das Ohlendorf Stadion im Heidwald lediglich als Ausweichspielstätte.

Das Stadion bietet insgesamt 12.500 Plätze und ist derzeit für etwa 8.400 Zuschauer zugelassen. (Quelle: Wikipedia)

Sechzig um sieben: News rund um den TSV 1860 München und die dritte Liga

0
Sechzig um Sieben: Neuzugänge unter der Lupe
Sechzig um Sieben: Neuzugänge unter der Lupe

Guten Morgen, liebe Löwinnen und Löwen! Es ist Dienstag und nach dem trainingsfreien Montag startet Michael Köllner heute die Vorbereitung für den Auftritt beim MSV Duisburg am Samstag. Dazu bittet er seine Löwen am frühen Nachmittag auf den Trainingsplatz (Shop und Stüberl haben nach wie vor geschlossen). Ansonsten gibt es nichts von der Grünwalder Straße und rund um den TSV 1860 München zu vermelden, was wir Euch nicht schon kundgetan hätten. Am Abend steht dann das Nachholspiel Viktoria Köln gegen Magdeburg auf dem Programm, Anpfiff ist bereits um 17:00h (wer legt eigentlich diese Anstoßzeiten fest???).

Taktiktafel zum Mittagessen

Wenn Euch Bene Lankes im Stüberl schon nicht den Gaumen verwöhnen kann, muss Bernd Winninger eben einspringen. Kurz vor dem Mittagessen wird er die TAKTIKTAFEL zücken und den Sieg gegen die Elf mit dem Bob Wappen nochmal genau für Euch filettieren. Dann könnt Ihr Euch die drei Punkte nochmal auf der Zunge ergehen lassen.

Montagsspiel der dritten Liga

Gestern spielten bereits unsere Nachbarn aus der Seitenstraße beim SV Waldhof. Das Spiel endete leistungsgerecht 2:2. Donkor konnte die Mannheimer zwei Mal in Führung bringen (10. und 33. Minute), die Roten glichen jeweils aus (Feldhahn, 16. Minute, und Scott, 47. Minute).

News aus der dritten Liga

Ponomarev wieder ans Ruder der Uerdinger Arche?

Während Trainer Stefan Krämer Trainingsbedingungen einer Betriebsmannschaft beklagt, haben sich die neuen Kapitäne der Arche von der Noah Group wohl immer noch nicht bei Krefelds selbsternanntem sportlichem Aushängeschild blicken lassen. Stattdessen musste gestern wohl der ehemalige Investor und Präsident des e.V., Mikhail Ponomarev, einspringen und den Spieltrieb für den Monat März sichern, nachdem das Insolvenzgeld für die Spieler nur bis Ende Februar lief. Ebenso ist unklar, welchen Spielort die Uerdinger in den gestern einzureichenden Lizenzantrag für die kommende Saison geschrieben haben. Gerüchteweise ist von Lotte die Rede. Falls das so kommende sollte, schlagen wir vor, den Grotifant in Lottifant umzubenennen.

Neues Trainerduo in der Seitenstraße

Ab kommender Saison übernehmen Ex-Löwe Danny Schwarz und Martin Demichelis im Gespann die U23 der Seitenstraße. Der aktuelle Trainer Holger Seitz wird sich dann wieder ins Management zurückziehen. Seitz wurde übrigens mit zwei Spielen Sperre vom DFB belegt, da er nach seiner vierten gelben Karte, eigentlich beim Spiel gegen Dresden gesperrt gewesen wäre, aber trotzdem auf der Trainerbank Platz nahm. Da dachte man wohl wieder, dass für den FC Bayern Sonderregeln gelten…

Damit wünschen wir Euch einen erfolgreichen Dienstag und guten Appetit bei der TAKTIKTAFEL. Alles Wichtige rund um den TSV 1860 München und die dritte Liga erfahrt natürlich wie immer bei uns. BLAU BLEIBEN.

 

 

Sechzig@18:60 – Junglöwen beim TSV 1860 & 10 Jahre Roller Derby

0

Hui, für einen Montag war doch ganz schön viel los heute bei sechzger.de – und das, obwohl wir unsere allseits beliebte TAKTIKTAFEL-Analyse diese Woche ausnahmsweise auf Dienstag verschieben müssen. Dennoch gab es einiges zu berichten und mit dem Jubiläum “10 Jahre Roller Derby” sowie den bevorstehenden Terminen von Penta 1860 haben wir sogar noch was Neues in der Tageszusammenfassung.

Daniel Wein verletzt

Beginnen wollen wir aber wie gewohnt mit den Profi-Fußballern. Heute erreichte uns die Meldung, dass Mittefeldspieler Daniel Wein am kommenden Wochenende beim MSV Duisburg nicht für die Löwen auflaufen kann. Er leidet unter einer Muskelverletzung im Adduktorenbereich. Ob er bis zum Auswärtsspiel in Halle wieder einsatzbereit ist, wird sich zeigen.

Junglöwen im Profikader

Daniel Wein ist auch direkt eine gute Überleitung zum nächsten Thema, denn unsere Nummer 17 war bereits in der Jugend beim TSV 1860 aktiv, durchlief also das NLZ. Im aktuellen Profikader befinden sich sage und schreibe 18(!) Spieler, die bereits im Juniorenbereich bei 1860 kickten. Rekordverdächtig und ein Beweis für die tolle Jugendarbeit bei Sechzig!

One year ago…

…ein Jahr wie eine Ewigkeit! Welch gelungene Einleitung mit Falco-Zitat, die Christian Jung gewählt hat, um daran zu erinnern, dass das letzte Spiel im Sechzgerstadion vor Zuschauern tatsächlich schon wieder ein Jahr her ist. Wer erinnert sich noch an das megaspannende und emotionale 4:3 gegen den Chemnitzer FC?

10 Jahre Roller Derby beim TSV 1860

10 Jahre wer oder was? Roller Derby, sehr geehrte Damen und Herren! Und um noch eins draufzusetzen: Munich Dynamite, das Team des TSV 1860 München e.V., wurde 2019 Deutscher Meister in dieser spektakulären Sportart. Wer mehr dazu erfahren möchte, kann sich auf der Homepage des Hauptvereins gerne einlesen!

Wir gratulieren herzlich zum Jubiläum und drücken Euch die Daumen, dass Ihr bald wieder sporteln und weitere Erfolge erzielen könnt!

Penta 1860: Bevorstehende Termine

Wenn wir schon beim e.V. sind, dann legen wir Euch natürlich auch gerne noch die bevorstehenden Termine des League of Legends-Teams von Penta 1860 ans Herz. Dort geht die Saison der Prime League (höchste nationale Spielklasse) in die Schlussphase und die Spieler würden sich über Untestützung sehr freuen. Alle Partien werden auf Twitch gestreamed.

Beitragsbild: TSV 1860 München e.V.

TSV 1860: Muskelverletzung bei Daniel Wein

0

Muskelverletzung bei Daniel Wein

Auf Daniel Wein muss der TSV 1860 mindestens beim Auswärtsspiel am Samstag beim MSV Duisburg verzichten. Der Spieler zog sich eine Muskelverletzung im Adduktorenbereich zu.

Verletzung beim Aufwärmen vor dem Spiel gegen Unterhaching

Die Verletzung zog sich Wein beim Aufwärmen vor dem Heimspiel gegen die Spielvereinigung Unterhaching zu. Für ihn rückte Erik Tallig in die Startelf.

Zuvor hatte er bislang in jedem Spiel für die Löwen gespielt – außer beim Heimspiel gegen den SV Waldhof Mannheim. Damals hatte er wegen einer Gelbsperre pausieren müssen.

Nun bestätigte eine eingehende Untersuchung der Vereinsärzte die am Wochenende geäußerte Vermutung “Verletzung im Adduktorenbereich”. Das bestätigte der TSV 1860 auf der offiziellen Vereinshomepage.

Wann er wieder mit der Mannschaft trainieren kann und wie schnell er den Löwen auch wieder in Spielen zur Verfügung steht, entscheidet der Therapieverlauf.

Wir wünschen ihm eine schnelle Heilung und vollständige Genesung.

Vor einem Jahr: TSV 1860 vs. Chemnitz – das letzte Heimspiel vor Zuschauern…

0
2020 02 29 1860 Chemnitz Endstand zuschauer

„One year ago. Ein Jahr wie eine Ewigkeit…“ Mit dieser Textzeile beginnt ein Song von Falco aus dem Jahr 1986, der sich im Herbst dieses Jahres zwei Wochen lang auf Platz 1 der deutschen Single-Charts befand. Vor einem Jahr empfing der TSV 1860 den Chemnitzer FC. Der Titel des besagten Liedes – und darin liegt dann gleich ein in die Zukunft gerichteter Wunsch – lautet: Coming home.

Der 29. Februar – kein Tag wie jeder andere

Es ist vielleicht kein Zufall, dass der letzte Auftritt des TSV 1860 München vor eigenen Fans im Sechzgerstadion an einem Tag stattfand, den es nur alle vier Jahre gibt. Für die meisten Anhänger in weiß und blau war der 29. Februar 2020 ein denkwürdiger Tag. Der Tag, an dem sie – die Jena-Fahrer einmal ausgenommen – zum letzten Mal ihre geliebten Löwen live im Stadion unterstützen durften. Da es diesen Tag im Jahr 2021 naturgemäß nicht gibt, ist formal also heute der Jahrestag des letzten Auftritts von Sechzig vor Zuschauern auf Giesings Höhen.

Gewiss kein Zufall ist es, dass ausgerechnet dieses letzte Heimspiel für sehr lange Zeit, deren Ende aktuell auch noch gar nicht absehbar ist, eine Dramaturgie bereithielt, die ihresgleichen sucht. Schließlich ist es immer noch der verrückte und unberechenbare TSV 1860, dem wir anhängen.

Die Vorgeschichte

Versetzen wir uns ein Jahr zurück: Es ist ein vorfrühlingshafter Samstagnachmittag. Nach ein paar kälteren Tagen ist das Thermometer in München wieder auf angenehme 16 Grad gestiegen und 15.000 Fußballanhänger finden sich erwartungsfroh an der Grünwalder Straße ein. Der Gast, der Drittligaaufsteiger aus Sachsen liegt mit 31 Punkten knapp vor der Abstiegsregion, die Löwen mit fünf Punkten mehr auf dem 9. Tabellenplatz. Seit dem Einstieg von Trainer Michael Köllner ist das Team des TSV 1860 in zehn Spielen ungeschlagen geblieben, hat aber im heute zu Ende gehenden Februar noch nicht gewonnen, sondern viermal Unentschieden (zuletzt dreimal 1:1) gespielt. Heute soll es wieder mal mit einem Dreier klappen!

Ein Tor, zwei Assists – Stefan Lex mit einer bärenstarken Leistung an diesem Tag

0:2, 3:2, 3:3 – und dann pure Extase!

Die Ernüchterung läßt jedoch nicht lange auf sich warten: Um 14:37 Uhr erzielt ein gewisser Erik Tallig bereits das 0:2 und die Löwen scheinen an diesem Nachmittag erstmals unter dem neuen Coach auf der Verliererstraße. Dann erzielt Stefan Lex kurz vor dem Pausenpfiff den Anschlusstreffer und bei den Fans keimt wieder Hoffnung, dass man dieses Spiel vielleicht doch noch zu den eigenen Gunsten entscheiden kann. Die zweite Halbzeit stürzt alle im Stadion Anwesenden in ein emotionales Wechselbad. Druckvoll kommt das Team in den weißen Trikots aus der Kabine und auch schnell zur Führung: Ein Doppelschlag in den Minuten 56 (Foulelfmeter Gebhart) und 58 (Sascha Mölders) bringt die Löwen in Front – für kurze sieben Minuten. Denn dann erzielt der ehemalige Löwen-Amateur Philipp Hosiner nach einem Alleingang eines seiner 19 Saisontore und läßt wieder den CFC samt mitgereistem Anhang in der Ostkurve jubeln.

Der letzte Torjubel mit Fans auf Giesings Höhen für lange Zeit. Löwen stürmen Richtung Stehhalle…
…und feiern den Siegtorschützen, der sich das Trikot vom Leib reisst

25 Minuten lang sieht es nach dem fünften Unentschieden in Serie aus, dann kommt der Moment von Prince Owusu: Stefan Lex tritt bereits am Ende der angezeigten Nachspielzeit die letzte Ecke des Spiels von der rechten Seite. Die Nummer 21 der Löwen steigt am Fünfmeterraum am höchsten und köpft den Ball wuchtig in die linke Ecke. Was sich anschließend abspielt ist mit Worten kaum zu beschreiben.
Deswegen haben wir auch ein Video davon für Euch. Drei Minuten zum genießen:

Was würden wir dafür geben…?

Im Rückblick und mit der Distanz von einem Jahr wirkt die zweite Halbzeit und das furiose Finale dieses Spiels an jenem 29. Februar 2020 wie eine lange geplante Abschiedsparty, deren Bestimmung zu diesem Zeitpunkt nur noch keiner ahnte. Letzten Freitag stieg bereits das 22. Geister-Pflichtspiel der Löwen auf Giesings Höhen. Die Rückschau auf ein – aufgrund der wenig später alles dominierenden Pandemie – bedeutendes Spiel in der Löwenhistorie schließt mit einem weiteren Zitat aus dem eingangs schon zitierten Song des Popgiganten aus Österreich. Diesem geringfügig modidizierten Satz können sich sicher alle Leser uneingeschränkt anschließen: „I would give anything to see Sechzig again…“