Noch zwei Mal schlafen, dann ist endlich wieder SECHZIG AUSWÄRTS! Das letzte Auswärtsspiel mit offiziell zugelassen Auswärtsfans fand übrigens am 07.03.2020 in Jena statt und wurde wegen Kritik an Dietmar Hopp und dem DFB unterbrochen. Für den TSV 1860 München trafen beim 3:0 Sieg Gebhart, Bekiroglu und Lex. Könnt Ihr Euch noch erinnern? Kommt einem vor, wie in einer anderen Zeit, oder? Wer in Erinnerung schwelgen will, kann das bei Magenta-Sport tun.
Wenn Ihr Bock drauf habt, die Löwen zu einem Auswärtssieg zu schreien, könnt Ihr Euch im Auswärts-Ticketshop des SV Wehen noch mit Karten eindecken. Die Tageskasse vor Ort wird geschlossen sein.
Amateure müssen sich mit Punkt in Ismaning zufrieden geben
Nach dem 3:0-Auftaktsieg gegen Schwaben Augsburg traten die Sechzig Amateure gestern zum ersten Auswärtsspiel der neuen Saison beim FC Ismaning an. Vor den Augen von Günther Gorenzel und Michael Köllner tat sich in der ersten Hälfte nicht viel. Im zweiten Durchgang dominierte die U21 des TSV 1860 München, konnte den Ball aber nicht im Kasten des FC Ismaning unterbringen. So mussten sich die Amas mit einem 0:0 zufrieden geben. Da wäre auch ein Sieg drin gewesen.
Löwenrunde steht an
Wegen der Abreise nach Wehen findet die “Löwenrunde” genannte Pressekonferenz bereits heute um 11:30h statt. Wir werden Euch wie immer die wichtigsten Aussagen von Michi Köllner zusammenstellen.
“Scheißegal wie weit…”
Den Auftakt für SECHZIG AUSWÄRTS 21/22 macht eine 440 km lange Reise nach Wiesbaden. Wie viel Kilometer da für den geneigten Allesfahrer in der aktuellen Saison noch obendrauf kommen, werden wir Euch heute im Lauf des Tages zeigen. Eins sei jetzt schon verraten: wer alle Löwenspiele 21/22 auswärts sehen will, muss fast den halben Erdball umrunden.
News aus der dritten Liga
FCK an Stehle interessiert
Die roten Teufel suchen noch einen vielseitigen Offensivspieler und haben dabei den 19-jährigen Simon Stehle von Hannover 96 ins Visier genommen. Die Pfälzer würden das Talent gerne ausleihen, wozu dieser allerdings erst seinen Vertrag in Hannover um ein Jahr verlängern müsste.
Neuer Verteidiger für Waldhof
Nach der 0:2-Auftaktpleite gegen Magdeburg sahen die Mannheimer Verantwortlichen wohl Nachbesserungsbedarf in der Defensive. Der vertragslose Alexander Rossipal stößt ab sofort zum SVW. Letzte Saison schnürte der 25-Jährige die Stiefel noch in der zweiten Liga beim SV Sandhausen.
Damit geht Ihr wieder top-informiert über den TSV 1860 München und die dritte Liga in den Tag. Wie gesagt: noch zwei Mal schlafen, dann wieder SECHZIG AUSWÄRTS!
Der TSV 1860 München II kommt beim FC Ismaning nicht über ein 0:0-Unentschieden hinaus. Vor allem in der zweiten Hälfte waren die Löwen besser, trafen aber das Tor nicht.
Nach dem souveränen Auftaktsieg gegen den TSV Schwaben Augsburg war der TSV 1860 II nur drei Tage später erneut gefordert. Gegner war der FC Ismaning, vor dem Trainer Schmöller im Vornherein durchaus Respekt hatte und eine Leistungssteigerung der kleinen Löwen forderte, um erneut mit Punkten vom Feld gehen zu können.
Mehrere hundert Zuschauer waren in das Prof Erich Greipl Stadion in Ismaning gekommen. Unter ihnen befanden sich unter anderem auch Trainer Michael Köllner und Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel.
Chancenarme erste Hälfte
Die ersten 45 Minuten passierte allerdings erst einmal wenig. Die jungen Löwen spielten oft zu kompliziert und verzettelten sich in teils aussichtsreichen Positionen. Auch die Hausherren tauchten immer wieder vor dem von Dario Pavlovic behüteten Tor auf, ohne dabei allerdings gefährlich zu werden. Die auffälligste Szene der ersten Halbzeit war da schon eine unliebsame Begegnung von Leon Tutic mit einem Gegenspieler. Die Folge: mehrere Blutflecken auf seinem Trikot. Nach einer Behandlungspause und mit einem neuen Dress ausgestattet ging es für ihn dann aber weiter.
Gut besucht: mehrere hundert Zuschauer wollten die Sechzig Amateure sehen
TSV 1860 II scheitert gegen Ismaning an sich selbst
Nach Wiederanpfiff dauerte es eine Zeit lang, bis die erste wirklich große Chance zu sehen war. Nach einer Ecke kam Moritz Heigl vom TSV 1860 II aus wenigen Metern frei zum Abschluss, schoss den Ball jedoch in die Arme des Torwarts aus Ismaning. Die Sechzig Amateure dominierten die zweite Halbzeit, ohne dabei jedoch zum Torerfolg zu kommen. Nicht nur Trainer Schmöller versuchte mit Kommandos von außen zu unterstützen. Auch Michael Köllner gab den ein oder anderen Hinweis.
An Chancen mangelte es dem TSV 1860 II gegen Ismaning wahrlich nicht, das Tor fiel jedoch nicht. Trainer Schmöller verzweifelte an der Seitenlinie. Um ein Haar hätten die Gastgeber das Spiel kurz vor Schluss noch auf den Kopf gestellt. Die Löwen konnten sich glücklich schätzen, dass Ismaning die sich bietenden Chancen nicht nutzte.
Weiter geht es für den TSV 1860 II in der Bayernliga Süd am kommenden Sonntag, den 01.August. Zu einer durchaus ungewöhnlichen Uhrzeit (18:00 Uhr) treffen die Sechzig Amateure auf die zweite Mannschaft des FC Ingolstadt. Spielort ist – wie im gesamten August – erneut das Ausweichstadion in Gilching.
Während die Sechzig Amateure in diesen Minuten in Ismaning um Punkte kämpfen (Link zum Livestream unten im Artikel) fassen wir euch zum Feierabend die Nachrichten des heutigen Tages bei Sechzig @18:60 zusammen. Aufhorchen lässt die Meldung, dass die Fans vom Halleschen FC am Wochenende die Westkurve im Grünwalder Stadion entern dürfen.
sechzger.de Talk bereits zum 20.Mal
Vor dem 2.Spieltag, an dem der TSV 1860 München in Wiesbaden gastiert, gibt es wie gewohnt eine frische Folge vom sechzger.de Talk. Es geht dabei allerdings nicht nur um das Spiel beim SV Wehen. Wir haben euch eine kleine Übersicht erstellt.
Interviews mit Buchautor und Bär
In wenigen Wochen erscheint ein weiterer Teil der Fußballfibel, die dieses Mal von Löwen-Fan Michael Stoffl geschrieben wurde. Wir haben uns mit ihm unterhalten und herausgekommen ist ein Interview, das viele verschiedene Themen abdeckt. So erzählt der gebürtige Münchner beispielsweise, wieso es ihn nach Berlin verschlagen hat oder von seinen Reisen quer über den gesamten Globus.
Beim DFB wiederum war Marcel Bär der Gesprächspartner. Der Neuzugang des TSV 1860 begründet seinen Wechsel nach München und sagt, wieso ihn der Abstieg mit Eintracht Braunschweig besonders mitgenommen hat. Der 29-Jährige ist sich darüber hinaus sicher, dass die Löwen noch besser spielen können als am vergangenen Wochenende gegen Würzburg.
Am 2.Spieltag reist der Hallesche FC zu Türkgücü und spielt folglich im Grünwalder Stadion. Ganze 1.600 Tickets haben die Gastgeber in den Osten der Republik geschickt. Wie der Verein auf seiner Webseite mitteilt, wird die Westkurve hierfür zum Gästebereich umfunktioniert. Möglich dürfte dies überhaupt nur sein, weil die Reihen und Plätze mühsam mit Nummern versehen wurden – durch Löwenfans. Alle Plätze sind als Sitzplätze ausgewiesen. Auch für die Auswärtsfans gibt es Zeitfenster, in denen sie sich ins Stadion begeben sollen.
Angesichts der Kartensituation hat mittlerweile die HFC-Fankurve offiziell zum Besuch des Auswärtsspiels aufgerufen. Auch die Saalefront-Ultras beteiligen sich daran. Grundsätzlich wollen diese von Spiel zu Spiel entscheiden, ob Auswärtsspiele besucht werden oder nicht. Bei 1.600 Karten sollte es jedem Halle-Fan ein leichtes sein, ein Ticket für den 2.Spieltag zu ergattern.
Verena Dietl, 3. Bürgermeisterin der Stadt München
Gestern wurden die umstrittenen Änderungen der Stadionverordnung beschlossen, nun meldet sich Verena Dietl zu Wort. Dabei versucht sie, den Fokus auf die Entschärfungen zu legen, was bei genauerer Betrachtung jedoch nicht wirklich gelingt.
Dietl äußert sich zur Stadionverordnung
Auf ihrer Facebook-Seite äußert sich Verena Dietl, die 3. Bürgermeisterin der Stadt München, folgendermaßen zur Änderung der Stadionverordnung.
“Mich erreichen viele Reaktionen zur Debatte über die neue StadionVO für das GWS und die Allianz Arena. Daher möchte ich hier knapp auf die wichtigsten Punkte eingehen.
Geändert wurde nur in der VO:
– Glasflaschenverbot innerhalb von Fanmärschen
– Durchreichen von Gegenständen (würde Kontrollen am Eingang ja unwirksam machen)
– Vermummungsverbot (was es gesetzlich eh gibt)
– Extremismusbegriff gestrichen
Wir konnten erwirken, dass in der VO entschärft wurde:
– beliebte Fantreffpunkte und Standorte Fanprojekte sind ausgenommen
– der nicht näher definierte Begriff “friedenstörendes Verhalten” ist komplett raus
– Präzisierung des Fanmarschbegriffes (kleinere Gruppen sind nicht gleich Fanmärsche)
Der ursprüngliche Entwurf hätte zu keinem Zeitpunkt eine Mehrheit gefunden, das habe ich in vielen Gesprächen mit Fanvertreter*innen, Politiker*innen und der Polizei erkannt. Ich bin froh, dass wir nun einen Kompromiss gefunden haben, der mehrheitsfähig ist.
Ich verstehe die Enttäuschung, dass überhaupt etwas geändert wurde, aber tatsächlich konnten wir jetzt Verschärfungen verhindern und Unklarheiten beseitigen. Mir war wichtig, dass wir den Extremismusbegriff ändern und die Fankultur minimal beschränken. Mit dem Candidplatz, dem Giesinger Grünspitz und dem Busparkplatz in Fröttmaning haben wir auch Freiraum für die Fanszene gesichert.
Die Option, den Beschluss einfach abzulehnen – wie einige mir schreiben – bestand nicht. Die Verordnungen mussten wir verändern, vor allem der Baumaßnahmen in Fröttmanning und allgemein, um für mehr Rechtssicherheit zu sorgen.
Das sind die Rahmenbedingen, und unter diesem Umständen bin ich fürs Erste zufrieden mit dem Stadtratsbeschluss. Aber selbstverständlich werde ich beobachten, wie die Verordnungen sich in der Praxis auswirken. Und ich versichere Euch, dass ich mich jederzeit dafür einsetzen werde, die Verordnungen zu verbessern und der Realität anzupassen. Für Euer Feedback danke ich Euch!”
Viele Löwenfans nutzen die LÖWENGRUBE-App. Hier werden Nachrichten, die rund um den TSV 1860 München tagtäglich zu vermelden sind und von den verschiedenen berichterstattenden Formaten unterschiedlich aufbereitet werden, kompakt und übersichtlich zusammengefasst. Falls gewünscht kann man die Artikel auch direkt ansteuern. Löwentrainer Michael Köllner ist ein begeisterter Nutzer dieser Informationsquelle. Dies äußerte er schon mehrmals im Rahmen der LÖWENRUNDE gegenüber der über den TSV 1860 berichtenden Zunft. Im Januar dieses Jahres war die App vorrübergehend nicht erreichbar. Als sie wieder funktionierte, hob der Löwendompteur in der nächsten Presserunde explizit hervor, dass seine diesbezügliche Leidenszeit gottlob ausgestanden war. Mehr Werbung für ein Online-Angebot geht fast nicht… Uns auf sechzger.de war dies eine Meldung Wert.
Pushbenachrichtigungen dokumentieren einen Konflikt
Am heutigen frühen Nachmittag erreichte die Nutzer der App, die Push-Benachrichtigungen zulassen, die folgende durchaus als pikant zu bezeichnende Meldung:
Löwengrube-App schaltet DB24 ab
Bereits gut 24 Stunden zuvor, also am Dienstag Vormittag konnte man die nachfolgend ebenfalls dokumentierte Nachricht zum offensichtlich gleichen Sachverhalt auf dem Smartphone lesen:
dieblaue24 wird von der Löwengrube-App abgemahnt
Anscheinend hat der Betreiber des Blogs dieblaue24, der Sportjournalist Oliver Griss auf den offensiven Hinweis von gestern nicht reagiert und der Betreiber der LÖWENGRUBE (die Bet IT Best GmbH) hat wiederum seiner Ankündigung nun Taten folgen lassen.
Hintergrund des Konflikts ist nicht bekannt
Aber worum genau geht es eigentlich? In den letzten Wochen war aufgefallen, dass stets Artikel, die auf db24 erschienen waren, in der LÖWENGRUBE-App ganz oben gelistet wurden. Dies suggerierte, dass es sich dabei jeweils um den – medienübergreifend – zuletzt erschienen Artikel rund um Münchens große Liebe handeln würde, was jedoch häufig nicht stimmte. So passte mehrmals das sichtbare Datum von db24-Artikeln und der Inhalt der Überschrift nicht zusammen. Die Betreiber der LÖWENGRUBE sprechen in diesem Zusammenhang von “Datums-Manipulation”. Für uns als Nutzer der App ist leider technisch nicht nachvollziehbar, was die genauen Hintergründe dieses Konflikts sind. Auf alle Fälle ist es bemerkenswert, dass ab heute der größte Blog im Umfeld des TSV 1860 nicht mehr Teil der LÖWENGRUBE ist.
Update vom 29.07.2021, 10:30 Uhr: Oliver Griss hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Mehr Details dazu in diesem Artikel.
Beim 3:2-Sieg der deutschen Olympia-Auswahl gegen Saudi-Arabien war Felix Uduokhai, ehemaliger Verteidiger des TSV 1860, als Siegtorschütze noch der gefeierte Mann. Heute schied das Team von Stefan Kuntz aus dem olympischen Turnier aus, Uduokhai hat dennoch das Interesse von Atalanta Bergamo geweckt. Profitieren auch die Löwen von einem Wechsel?
15 Millionen Euro Ablöse im Gespräch
Aktuell steht der 23-jährige Uduokhai beim FC Augsburg unter Vertrag, doch dies könnte sich bald ändern. Laut Sport 1 ist Champions League-Teilnehmer Atalanta Bergamo am Innenverteidiger interessiert. Als mögliche Ablöse stehen 15 Millionen Euro im Raum. Sollte Uduokhai ins Ausland wechseln, blüht dem TSV 1860 eine Ausbildungsvergütung in beachtlicher Höhe. Im Idealfall könnte gar eine Millionensumme in Richtung Giesing wandern…
Profitiert 1860 von einem Wechsel von Uduokhai?
Felix Uduokhai kam 2008 als 10-Jähriger zum TSV 1860 und durchlief in der Folge sämtliche Jugendmannschaften der Löwen. Ab Oktober 2015 kam der Verteidiger für die U21 in der Regionalliga Bayern zum Einsatz. In der Spielzeit 2016/17 stand Uduokhai zudem im Kader der Profimannschaft, für die er am 12. September 2016 beim 2:1-Auswärtssieg gegen den 1. FC Nürnberg in der 2. Bundesliga debütierte. Am 6. November 2016 erzielte Uduokhai bei der 2:3-Niederlage gegen den SV Sandhausen sein erstes Pflichtspieltor. Im Sommer 2017 wechselte er zum VfL Wolfsburg, zwei Jahre später zog er zum FC Augsburg weiter. Zieht es Uduokhai nun in die Serie A?
Für die Löwen würde sich dieser Wechsel finanziell rentieren. Bei Verbandswechsel werden 5 % der Ablösesumme für den FIFA-Solidaritätsmechanismus aufgewendet. Die genaue Aufteilung regeln die Jahre, die er bei den Vereinen verbracht hat. Von den Lebensjahren 12-15 bekommt man jeweils 5 % (von den 5 % Solidaritätssumme). Von den Lebensjahren 16-23 jeweils 10 %. Folglich könnte der TSV 1860 von einer siebenstelligen Summe träumen, sollte Uduokhai tatsächlich nach Italien wechseln.
TSV 1860 München Musiksparte „Sechzger Musikanten“ gegründet
Am Dienstag den 27. Mai 2021 wurde die Musiksparte des TSV 1860 München „Sechzger Musikanten“ offiziell gegründet. Dem Aufruf zur Gründung der Musiksparte waren über 50 Musiker gefolgt. Zur Gründungsversammlung anwesend waren 20 Musiker und unter anderem TSV 1860 Vize-Präsident Hans Sitzberger.
Erstes Treffen im „Daxerhof“ in Olching
Das erste Treffen der Sechzger Musikanten fand im Daxerhof in Olching statt. Das Lokal war schon vor vielen Jahren Namenspatron für den TSV 1860 Fan-Club „Daxer-Löwen Olching“. Als es vor einigen Jahren geschlossen werden sollte, übernahm es kurzerhand Peter Helfer. Peter Helfer war beim TSV 1860 München von 2013 – 2016 Vize-Präsident. Heute ist er noch bei den Unternehmern für Sechzig dabei.
Übungsraum und Brotzeit von Peter Helfer
Er lies es sich auch nicht nehmen, den anwesenden Musikern eine Brotzeit auszugeben. Zudem stellt er für die Proben regelmäßig einen Saal zur Verfügung.
Leitung von Anton Hörger – alle Register besetzt
Geleitet werden die Sechzger Musikanten von Anton Hörger. Dieser ist bereits seit 2017 Dirigent und musikalischer Leiter der Blaskapelle Alling. Von ihm wurden alle Register besetzt.
Der Sechzger-Marsch durfte natürlich nicht fehlen
Den Sechzger-Marsch wollten die Musikanten ursprünglich nicht veröffentlichen. Wegen der Notenrechte wurde eine abgewandte Version gespielt, mit dem Ergebnis waren die Musiker nicht alle zufrieden. Man solle bitte bedenken, dass die Musikanten noch nie zuvor gemeinsam spielten.
Den Fans des TSV 1860 München wird er trotzdem gefallen, musikalische Laien haben hier ohnehin nichts zu beanstanden. Für die Zukunft haben sich die Musikanten viel vorgenommen. So sollen unter anderem bereits bestehende Fan-Hymnen Blasmusiktauglich vertont werden.
Die Löwen-Fans dürfen gespannt sein. Und sich über eine weitere Sparte beim TSV 1860 München, dem großartigen und traditionsreichen Münchner Verein freuen.
Fußball im Fernsehen ist etwas, was die meisten Fans nach fast eineinhalb Jahren pandemiebedingter Geisterspiele eigentlich gar nicht mehr brauchen. Und dennoch möchten wir alle Löwenfans auf eine Live-Übertragung aus Ismaning hinweisen.
Wie schon heute Früh bei Sechzig um Sieben ausführlich thematisiert, gastiert die U21 des TSV 1860 heute Abend um halb sieben beim FC Ismaning. Wer einen Besuch des Professor Erich Greipl Stadions nicht realisieren kann, hat heute Abend dennoch die Möglichkeit, das Spitzenspiel des 2. Spieltags in der Bayernliga Süd live zu verfolgen.
Sporttotal TV zeigt FC Ismaning – TSV 1860 ab 18.30 Uhr hier live und in Farbe. Das kostenfreie, werbefinanzierte Angebot auf dem viele bayerische Amateurspiele übertragen werden, kann über die gängigen Webbrowser gestreamt werden. Alternativ gibt es für Mobiltelefone in den Appstores eine gleichnamige App.
Das Regenwetter ist übrigens keine Ausrede, die TV-Übertragung dem Besuch am Ismaninger Fußballplatz vorzuziehen. Laut wetteronline ist ab 18 Uhr im Münchner Norden kein Regen mehr zu erwarten!
Mitte August erscheint die überaus lesenswerte Fußballfibel „In 90 Minuten um die Welt“ von Michael Stoffl im Culturcon-Verlag (12,99 €) und kann jetzt schon beim Buchhändler des Vertrauens vorbestellt werden. Es muss ja nicht unbedingt Bezos‘ Online-Butze sein… Wir haben den Löwenfan zum Interview getroffen.
In 90 Minuten um die Welt mit Michael Stoffl
sechzger.de: Servus Michi und erstmal danke, dass Du Dir Zeit für dieses Interview nimmst. Wo bist Du denn aktuell? Zuhause in Berlin oder auf Achse?
Michael Stoffl: Gerade wieder in Berlin. Viel herumgekommen bin ich heuer noch nicht, aber das vergangene Wochenende habe ich bei Kali Werra Tiefenort in Thüringen verbracht. Ein sehr sympathischer Verein, der mit dem Kaffeetälchen eines der schönsten Stadien des Landes sein Zuhause nennt. In Kooperation mit dem Zeitspiel-Magazin haben wir dort einen Fußballkulturabend veranstaltet: Es gab u.a. bislang unveröffentlichtes Filmmaterial aus der Geschichte des Vereins zu sehen und auch einige Kostproben aus den neuesten Werken unserer Autoren zu hören. Und obendrein die Weltpremiere von „In 90 Minuten um die Welt“ aus der Fußballfibel-Reihe. Es war ein wunderbarer Abend.
Michael Stoffl, Autor von “In 90 Minuten um die Welt” auf einer seiner Reisen
sechzger.de: Du bist ja Löwenfan und eigentlich aus dem Münchner Umland. Was hat Dich denn nach Berlin verschlagen?
Michael Stoffl: Das war 2003, als ich ein gutes Jobangebot angenommen habe. Diese Stelle habe ich zwar mittlerweile nicht mehr, aber ich bin trotzdem irgendwie hier hängengeblieben. Die Stadt bietet auch eine sehr breit aufgestellte Fußballlandschaft jenseits der Profiligen und Kunstrasenplätze – oft mit sehr idyllischem oder besonderem Ambiente. Noch ursprünglicher geht es im Brandenburger Umland zu.
sechzger.de: Als Reisender in Sachen Fußball bezeichnest Dich aber selber nicht als „Groundhopper“, oder?
Michael Stoffl: Nein, nicht unbedingt. Ich bin keiner, der Statistiken führt, Ligen komplettiert oder sich gar mit anderen misst und im Wettbewerb steht. Da soll jeder machen, wie er es für richtig hält. Und trotzdem besuche ich immer wieder gerne neue Sportplätze und Stadien und das rund um die Welt. Was für mich zählt, ist das Rundum-Erlebnis – von der Architektur der Tribünen über die Geschichte des Vereins bis hin zur Geselligkeit im Vereinsheim. Und natürlich die Reiseerlebnisse an sich. Das kann dann mal ein Kreispokalspiel in der deutschen Provinz sein oder ein Ligaspiel mit 50.000 Fanatikern in Surabaya, Indonesien. Obendrein noch ein unterhaltsames Spiel, was will man mehr?
sechzger.de: Wie viele Länder hast Du inzwischen bereist? Und in wie vielen hast Du tatsächlich auch Fußball gesehen?
Michael Stoffl: Ich habe über hundert unabhängige Staaten besucht und dabei 88 Länderpunkte gesammelt (inkl. DDR). Wieviele Spiele oder verschiedene Stadien das jetzt insgesamt waren, könnte ich nicht annähernd schätzen. Ich gehe seit 1980 zum Fußball und für die ersten zwanzig Jahre fehlt mir einfach der Überblick.
sechzger.de: Was waren denn die „exotischsten“ Ziele, die Du bislang bereist hast? Welche Anekdoten sind Dir besonders in Erinnerung geblieben?
Michael Stoffl: Wie man z.B. ins ausverkaufte Pokalfinale in Kolumbien kommt, oder wie der Abend mit dem Betreuerstab von Guinea-Bissau vor einem wichtigen Afrika-Cup-Spiel abläuft. Was hat es mit dem Bonanza-Cup auf sich, dessen Finale am Weihnachtstag ausgespielt wird, und wie fühlt sich ein Spielbesuch in Nordkorea an? Wie verhält man sich klugerweise, wenn man ins Visier des Mossad gerät, und wie reist es sich in einem iranischen Nachtzug? Das alles – und noch mehr – gibt es bald nachzulesen.
Madagaskar: Spieltag Im Stade Ampasambazaha in Fianarantsoa
sechzger.de: Am 23.08. erscheint Dein Buch „In 90 Minuten um die Welt“, in dem Du von einigen Deiner Reisen berichtest. Wie kam es dazu? War das Deine eigene Idee oder wurde Dir einfach zu oft gesagt, dass man da doch mal ein Buch draus machen sollte?
Michael Stoffl: Dass ich das alles mal aufschreiben sollte, habe ich schon öfters gehört. Mir fehlte aber die Motivation, mit einem Manuskript – womöglich erfolglos – hausieren zu gehen. Als dann aber der Verlag auf mich zukam und an meinen Geschichten Interesse zeigte, war klar, dass das jetzt der richtige Zeitpunkt wäre.
sechzger.de: Nach welchen Kriterien hast Du ausgewählt, was ins Buch kommt und was erstmal nicht berücksichtigt werden kann?
Michael Stoffl: Ich ließ mir erstmal die besten, lustigsten, bizarrsten und gefährlichsten Anekdoten und Erinnerungen durch den Kopf gehen, die ich beisteuern könnte. Dabei konnte ich aber nicht alles verwenden, weil manchmal einfach der Aufhänger Fußball fehlte. An manchen Zielen fehlte es auch an diesen besonderen Geschichten, wenn alles einfach nur reibungslos ablief. Außerdem war mir wichtig, lieber ein paar längere Kapitel zu schreiben und ins Detail zu gehen als typische Groundhopper-Berichte aneinanderzureihen.
sechzger.de: Gibt’s auch schon konkrete Pläne für eine Fortsetzung? An Stories dürfte es ja keinesfalls mangeln…
Michael Stoffl: Noch nicht. Was wir aber tatsächlich in Erwägung ziehen, ist eine englische Fassung. Weil hierfür das Budget fehlt, bin ich gerade dabei, eine Gruppe qualifizierter Freiwilliger zusammenzustellen, die mich dabei unterstützen. Ich hoffe, das wird was.
sechzger.de: Da ja nun auch wieder Veranstaltungen mit Publikum möglich sind: Wird es eine Lesereise geben? Steht München auf dem Programm?
Michael Stoffl: Ab etwa Mitte September wird es deutschlandweit einige Lesungen geben. Das ist gerade alles erst in Planung, aber die ersten Termine stehen sogar schon. Ich hoffe doch sehr, dass sich auch in München die Gelegenheit ergibt – vom Fanprojekt bis hin zu Fußballkneipen.
sechzger.de: Apropos München: Wie oft siehst Du denn die Löwen noch live im Stadion?
Michael Stoffl: In den letzten Jahren vor der Pandemie war ich höchstens ein, zwei mal pro Saison bei Heimspielen. Auswärts hingegen wesentlich häufiger.
sechzger.de: Bei all den Ländern und Spielen, die Du besucht hast, fällt es sicher schwer, ein Lieblingsstadion zu benennen, oder? Magst Du trotzdem mal versuchen, uns Deine Top 5-Grounds aufzulisten?
Michael Stoffl: Unser Sechzgerstadion steht natürlich ganz oben. Und das Stadion im Kaffeetälchen hatte ich ja eingangs schon erwähnt. Alleine die Top 5 für Buenos Aires zu benennen, würde mich schon vor unüberwindbare Hürden stellen. Huracán wäre aber sicherlich dabei.
Michael Stoffl: Ich bedaure bis heute zutiefst, dass ich damals in Parma, Leeds, Smederevo, Baryssau, etc. nicht dabei war. Abgesehen von Testkicks im Trainingslager und dem Freundschaftsspiel bei Cracovia liegen internationale Auftritte der Löwen ja weit zurück. Als dann im Löwenforum plötzlich das Thema Indien auftauchte, war klar, dass ich mir das nicht entgehen lassen wollte. Es war ja bis zuletzt ein ziemliches Hin und Her, ob unsere Amas tatsächlich teilnehmen, und ob und wann das Turnier auch tatsächlich stattfindet. Glücklicherweise war ich durch meinen Job so flexibel, dass ich mich nicht frühzeitig um Urlaub bemühen musste und spontan sein konnte. Es war ein irrer Trip, dem ich im Buch ein eigenes Kapitel gewidmet habe.
sechzger.de: Was sind Deine nächsten Reisepläne?
Michael Stoffl: Abgesehen von der Lesereise quer durch die Republik ab Herbst, habe ich noch keine konkreten Pläne. Warten wir’s ab.
sechzger.de: Du schreibst ja auch für das großartige Zeitspiel-Magazin, das sich größtenteils mit dem Fußball abseits des Mainstreams und der großen Arenen beschäftigt. Lässt sich daraus ableiten, dass Du dem Kommerzfußball auch eher kritisch gegenüberstehst?
Michael Stoffl: Unbedingt. Für die 1. und 2. Bundesliga würde ich mich erst wieder interessieren, wenn wir da selber wieder mitspielen. Während dem Amateurfußball monatelang jede Betätigung untersagt wurde, mussten in der Bundesliga und der Champions League weiterhin Fernsehgelder eingespielt werden. Beim Dorfverein durften keine zwanzig Leute am Spielfeldrand stehen, während die EM mit all ihren fragwürdigen Begleiterscheinungen durchgeboxt wurde. Es ist eine traurige Entwicklung und das geldbringende Geschäft entkoppelt sich immer mehr von dem Sport, den wir lieben.
sechzger.de: Vielen Dank für das nette und informative Gespräch. Bis bald bei den Löwen und alles Gute!
Michael Stoffl: Sehr gerne und danke für das Interesse. Ich hoffe wir sehen uns bald wieder.
In der vergangenen Saison war der 29-Jährige noch mit Eintracht Braunschweig in der 2. Liga, konnte den Abstieg jedoch nicht verhindern. Zum BTSV verbindet den gebürtigen Gifhorner ohnehin eine besondere Beziehung.
“Das hat mich schon eine ganze Weile beschäftigt. Als Kind und als Jugendlicher habe ich die Spiele der Eintracht im Stadion verfolgt. Ich habe viel Zeit mit der Familie verbracht. Als Fußballer steht man viel in der Öffentlichkeit, was auch mit Stress verbunden ist.”
Entsprechend schwer fiel ihm die Frustbewältigung, sein Hobby Angeln habe ihn dann jedoch wieder aus dem Tief geholt.
Hohe Qualität im Kader des TSV 1860
Seinen Wechsel zum TSV 1860 empfindet Bär als Neuanfang und schwärmt von seinem neuen Verein.
“Wir haben eine hohe Qualität im Kader und wollen noch mehr dazulernen. Jeder ist wissbegierig. Trainer Michael Köllner hat uns sehr gut auf die Kickers eingestellt. Je näher der Spieltag rückte, umso größer wurde die Lust auf den Start. Der Wille hat beim Auftaktsieg eine große Rolle gespielt.”
Er sei zudem von der Mannschaft gut aufgenommen worden und sei dankbar für die neue Chance in Giesing. Mit Sascha Mölders, Stefan Lex und Tim Linsbichler sieht Bär auch starke Konkurrenz in der Offensive der Löwen.
Noch Luft nach oben
Zu 100 % war Marcel Bär mit dem Auftritt gegen die Würzburger Kickers jedoch noch nicht zufrieden.
“Es war insgesamt ein kämpferisch und läuferisch guter Auftritt von uns. Sicher: Es war noch nicht alles Gold, was glänzt. Aber wir werden uns im Saisonverlauf ja auch noch weiterentwickeln.”
Für das Spiel in Wiesbaden am kommenden Wochenende erwartet Bär “eine körperlich starke Mannschaft mit einigen erfahrenen Spielern”, ist aber dennoch optimistisch, Zählbares aus Hessen mitzubringen.