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Hasan Ismaik – Verkauf von Merch statt geschenkter T-Shirts?

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Hasan Ismaik hat angekündigt, in der Nähe des Zenith vergünstiges Merchandising anzubieten und Mitglieder zu verköstigen – gibt es nun doch keine geschenkten T-Shirts?

Souvlaki und Softdrinks for free

Mit kostenfreiem Souvlaki und Softdrinks möchte Hasan Ismaik die Mitglieder zur MV 2024 locken. Auf dem Gelände der Gaststätte des ESV Freimann soll es den ganzen Tag kostenfreie Speisen und Getränke für Löwenmitglieder geben.

Die Lokalität ist ca. 6 Minuten zu Fuß vom Zenith entfernt. Hin und zurück braucht man also eine knappe Viertelstunde – und hat dann noch nichts gegessen oder getrunken.

Ismaik kündigt reduziertes Merchandise an

“Ihr habt die Möglichkeit, Fanartikel unseres geliebten TSV 1860 als Zeichen unserer Dankbarkeit an euch mit einem besonders großen Rabatt zu erwerben” sagt Ismaik zudem.

Es ist also zu erwarten, dass Anthony Power, der nach Informationen von sechzger.de kein Mitglied des Vereins ist und somit nur als Gast an der Mitgliederversammlung teilnehmen könnte, ein paar Schmankerl der Merchandising GmbH rabattiert unter das griechische Köstlichkeiten schmatzende Löwenvolk bringen will.

Mobilisierung von Wählern?

Ob die kostenfreie Vergünstigung von Speisen und Getränke sowie reduzierte Merchandise-Ware der Mobilisierung von wahlberechtigten Mitgliedern dienen soll, ist nicht bekannt. Jedoch käme Ismaik dies wohl gelegen. Er unterstützt das “Bündnis Zukunft 1860”, das in seinem 6-Punkte Plan gemeinsam mit Ismaik die mutmaßliche Entfernung von Präsidium und Geschäftsführung der KGaA vereinbart hat.

Was ist mit den geschenkten T-Shirts?

Vor ein paar Tagen hatte Ismaik noch angekündigt, JEDEM, der zur Mitgliederversammlung kommt, ein T-Shirt als Souvenier schenken zu wollen. Ist es damit nun dahin, jetzt, wo er den Fanshop einen Pop-Up-Store eröffnen lassen will?

Hinweis von sechzger.de an alle Mitglieder

An dieser Stelle möchten wir allen Mitgliedern folgenden Hinweis geben:

Die (voraussichtlich gut besuchte) Mitgliederversammlung wird nicht für die Jausentour von Fans unterbrochen werden. Zudem muss jedes stimmberechtigte Mitglied beim Verlassen des Zenith seine Wahlunterlagen abgeben. Dies sowie den Wiedereinlass berücksichtigend und auch im Hinblick auf den Hin- und Rückweg, Verköstigung und Shopping-Freuden an Tonis Fanshop-Wühltisch sollte man also ca. eine Stunde einplanen. Bei schlechtem Timing läuft man Gefahr, Wahlen und Abstimmungen zu verpassen.

Wir empfehlen daher, bereits vor Einlass um ca. 8 Uhr morgens sich an reichlich Souvlaki und Spezi gütlich zu tun, um gut gestärkt in eine wohl lang andauernde Mitgliederversammlung zu starten.

Titelbild: Der Berichterstattung dienender Screenshot, (c) TSV 1860 München Merchandising GmbH

 

Bündnis Zukunft präsentiert 6-Punkte-Plan

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Tsv 1860 Vertrag Verträge

Leider waren wir auf der Veranstaltung von Bündnis Zukunft 1860 und Hasan Ismaik heute Vormittag in der Zentrale der Industrie- und Handelskammer (IHK), deren gewählter Präsident Klaus Lutz derzeit ist, nicht dabei. Allerdings haben wir aus gut informierten Kreisen – wie es so schön heisst – die einzelnen Punkte des als “6-Punkte-Plans” übermittelt bekommen, der dort vorgestellt worden sein soll. Und die wollen wir unseren Leserinnen und Lesern natürlich nicht vorenthalten. Ob im Rahmen der Veranstaltung auch ein Dokument unterzeichnet wurde, was von Seiten des Bündnis’ vorab angekündigt worden war, wissen wir leider aktuell nicht.

Hier kommen nun die einzelnen Punkte mit einer ersten vorsichtigen Deutung, was das stichpunktartig formulierte eigentlich zu bedeuten hat. Eine Bewertung, die selbstverständlich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhebt! Wir freuen uns aber über eine rege und – ganz wichtig – respektvolle Diskussion über diesen Plan des Bündnis im Kommentarbereich.

1. Neubesetzung Verwaltungsrat

Dieser Punkt scheint unstrittig: Das Bündnis Zukunft möchte sieben der neun Verwaltungsratspositionen im TSV 1860 e.V. nach der Wahl auf der MV am Sonntag mit seinen eigenen Kandidaten besetzen und damit eine deutliche Mehrheit im VR übernehmen. Davor steht jedoch natürlich das demokratische Votum der Mitglieder am Sonntag.

2. ⁠Neuaufstellung Präsidium

Auch dieser Punkt betrifft die MV: Nach Vorstellung des Bündnisses sollen die Mitglieder des TSV 1860 weder Norbert Steppe noch Karl-Christian Bay als Vizepräsidenten bestätigen bzw. neu wählen.

3. ⁠Re-Strukturierung der KGaA

Dieser Punkt dürfte die meisten Fragezeichen hervorrufen und wird bereits heiß diskutiert. Will man die beiden Geschäftsführer Dr. Christian Werner und Oliver Mueller (wie spricht man ihn eigentlich?) von ihren Positionen enfernen und durch andere Personen ersetzen? Dies wäre allein schon aufgrund der – jenseits aller Grabenkämpfe – als durchaus gelungenen Transferaktivitäten im Hinblick auf die kommende Saison einigermaßen überraschend. Agiert das Bündnis hier wirklich auf der oft beschworenen Augenhöhe mit dem Gesellschafter? Oder treibt Hasan Ismaik Gräfer, Lutz & Co. vor sich her?

4. ⁠Rückkehr in die 2. Liga binnen 3 Jahre

Mit jährlich fünf Millionen Euro will man die Rückkehr in die 2. Bundesliga realisieren. Nicht mit Darlehen, sondern mit Genussscheinen. Ein detaillierter Wirtschaftsplan soll in den nächsten drei Monaten erstellt werden. Nachdem in den letzten Wochen so viele, so unterschiedliche Millionenbeträge in ebenso vielen Formen der Zurverfügungstellung von Hasan Ismaik in den Raum geworfen wurden, sind Zweifel an der Nachhaltigkeit dieses Plans durchaus angebracht.

5. Vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten

In lobenswertem Optimismus – manche würden vielleicht das Wort Naivität bemühen – glauben die Vertreter vom Bündnis Zukunft, man könne mit Hasan Ismaik vertrauensvoll zusammenarbeiten. Martin Gräfer spricht in diesem Zusammenhang gern die “Alternativlosigkeit” an. Das Ansinnen ist lobenswert – allein es ist schwer daran zu glauben, wenn man die Historie der Funktionäre bei 1860 in der Zeit seit Ismaiks Einstieg reflektiert. So wirklich vertrauensvoll konnte keiner mit ihm zusammenarbeiten…

6. Stärkung aller Fanclubs

Will Klaus Lutz tatsächlich genau diesen Teil des TSV 1860 stärken, den er im Rahmen des Spiels in Unterhaching im April als “Abschaum und Idioten” bezeichnet hatte? Oder soll Klaus Ruhdorfer, der große Teile der Fans despektierlich als “Stadion-Clique” betitelt hatte, diese Funktion übernehmen? Und was genau bedeutet eine Stärkung der Fanclubs? Und wie hilft diese dem TSV 1860? Hier gibt es im Nachgang sicher noch Erklärungsbedarf. Wir sind gespannt.

FAZIT: Erneut keine konkrete, spruchreife Umsetzungsmaßnahmen der genannten Punkte. Fraglich bleibt, ob eine mutmaßlich entsprechende Vereinbarung, auf die man Hasan Ismaik im Falle der für das Bündnis erfolgreichen Verwaltungsratswahl festnageln könnte, existiert. Auch, wer auf Seiten des Bündnisses als Vertragspartei hier in die Verantwortung gegangen wäre. Die Rechtsnatur des Bündnis’ selbst ist undurchsichtig und nicht klar erkennbar.

Und noch wichtiger:
Der Grundtenor des Plans ist klar:
Köpfe gegen Geldversprechungen von Ismaik. Eine klare Unterwanderung der 50+1-Regel.

Ismaik gilt als unzuverlässig, was langfristige Pläne betrifft

Auf Ismaiks Worte oder Ankündigungen sollten die Kandidaten des Bündnis Zukunft 1860 allerdings sowieso nicht all zu viel geben.

Einen ausgearbeiteter 3-Jahresplan, verabschiedet 2012, warf Ismaik bereits nach einem halben Jahr über den Haufen. Ein Blick in die Süddeutsche Zeitung vom 2. Januar 2013 genügt:

“Damals wurde nach langem Hin und Her eine Friedens-Wasserpfeife geraucht und ein Dreijahresplan verabschiedet – den Ismaik nun nach einem halben Jahr als gescheitert empfindet.”  Ismaiks damaliger Repräsentant, Noor Basha: “Wir haben dem Dreijahresplan damals zugestimmt, aber dann haben wir gemerkt: Wir können viel schneller aufsteigen, wir müssen nicht drei Jahre warten.” 

Der Aufstieg erfolgte dann vier Jahre später: Von der Regionalliga in die 3. Liga.

 

Mansour Ouro-Tagba via Köln zu Jahn Regensburg

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Ouro-Tagba TSV 1860 Togo

Mansour Ouro-Tagba wird in der kommenden Saison für Zweitliga-Aufsteiger Jahn Regensburg auflaufen. Der 19-Jährige unterschrieb zwar beim 1. FC Köln einen Vertrag, wird von den Domstädtern jedoch umgehend in die Oberpfalz verliehen.

Ouro-Tagba via Köln zu Jahn Regensburg

Der von Ex-Trainer Maurizio Jacobacci stark kritisierte Offensivspieler wurde von Argirios Giannikis regelmäßig eingesetzt und zahlte das Vertrauen mit großem Einsatz und drei Toren zurück. Als Bestätigung seiner Leistung wurde er gar zur Nationalmannschaft von Togo eingeladen und feierte dort im März sein Debüt.

Nun wechselt der in New York geborene Stürmer zu Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln, der aufgrund einer Transfersperre jedoch keine neu verpflichteten Spieler einsetzen darf. Bei den Geißböcken hält man viel von dem 19-Jährigen, wie Geschäftsführer Christian Keller betont.

“Mansour hat vielversprechende Anlagen und bringt für sein junges Alter vor allem aus athletischer Perspektive schon sehr gute Voraussetzungen mit, um sich nachhaltig im Profifußball durchzusetzen. Für seine weitere Entwicklung ist die Leihe nach Regensburg genau der richtige Schritt. Wir werden ihn während der Leihe eng begleiten, bevor ab Sommer 2025 dann bei uns sein nächster Karriereschritt folgen soll.”

Auch wir wünschen Mansour Ouro-Tagba alles Gute für den weiteren Verlauf seiner Karriere.

Ein Wort zum TSV 1860 München: Hans Well

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Von wegen “Stagnation” – Hans Well teilt in unserer Kurzserie “Ein Wort zum TSV 1860 München” seine Gedanken zum neuen Kurs des e.V..

Wo andere Stagnation und gar Rückschritte sehen, sehen wir wirtschaftliche Vernunft, zukunftsfähige, nachhaltige Konzepte und messbaren Fortschritt. Und wir sind nicht allein. Wir haben ehemalige Spieler, die selbst ihre fußballerische Heimat in Giesing haben, aber auch mehr oder weniger prominente Anhänger und Freunde des TSV 1860 München nach ihren Gedanken gefragt.

“Ein Wort zum TSV 1860 München”: Hans Well teilt sechzger.de seine Gedanken mit

„Der TSV 1860 war für mich nie bloß ein Profi-Fußballclub, sondern eine München-Giesinger Institution bezüglich sportlicher Jugendarbeit. Dazu gehören etwa sozialpolitische Leistungen beim Boxsport oder die Aufbauarbeit bei Jugendfußball-Manschaften. Basisarbeit und Engagement trägt und prägt diesen Verein viel mehr als internationale Geldgeber. Auch das Engagement gegen rechte Parteien und Anschauungen finde ich beim TSV 1860 als einem Club, der in der Nazizeit schneller noch als der FC Bayern hinter NS-Fahnen herlief, wichtig und ehrenwert.“

– Hans Well, Musiker, bekannt als Mitglied der früheren Biermösl Blosn

sechzger.de blickt zurück: Scherbenhaufen nach Totalabsturz

Seit dem Sommer 2017, in dem die erste Mannschaft des TSV 1860 München in Folge eines wirtschaftlichen und sportlichen Desasters der aus dem Mutterverein ausgegliederten Profi-Fußballgesellschaft, bis in die Regionalliga Bayern fiel, sind die Vertreter des Muttervereins beharrlich um einen bodenständigeren Kurs bemüht.

Die ökonomischen und strukturellen Problemlagen in der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA waren im Nachwuchsbereich schon zwei Spielzeiten vor dem großen Crash wahrnehmbar gewesen. Zwei Jahre lang blieb die KGaA damals dem gemeinnützigen Verein die vertraglich vereinbarten Ausbildungszuschüsse schuldig. In der Folge mussten Ausbildungsmaßnahmen zurückgefahren werden und zeitgleich mit den Profis stiegen in der Saison 2016/2017 auch die A- und B-Junioren aus der Bundesliga ab.

TSV München von 1860 e.V. trägt die Ausbildung der jungen Talente seit 2017 allein

Seit dem Sommer 2017 trägt der Mutterverein die Ausbildung der Talente finanziell allein. Die ausstehenden Beihilfen wurden nach dem Neubeginn im Rahmen eines Sanierungskonzepts für die überschuldete KGaA gestundet. Der Eintritt zahlreicher Neumitglieder in den Verein versetzte die Verantwortlichen in die Lage, umfangreiche organisatorische, konzeptionelle und ausbildungsspezifische Erneuerungen bei den Junglöwen voranzutreiben.

Das Nachwuchsleistungszentrum des TSV 1860 München ist heute wieder eine renommierte Ausbildungsstätte. Sowohl die A-Junioren wie die B-Junioren kehrten sportlich in die Bundesliga  zurück. Zahlreiche Nachwuchstalente konnten für den Einsatz im Profibereich des TSV 1860 München qualifiziert werden. Die Profimannschaft des Klubs verfügt seit vielen Jahren über eine der höchsten Quoten an sogenannten Eigengewächsen im Deutschen Fußball.

Neue Geschäftsführer des TSV 1860 setzen auf die Jugend

Das vom Mutterverein zu Jahresbeginn neu eingesetzte Management der Profi-Fußballgesellschaft (Dr. Christian Werner, Sport/Oliver Mueller, Finanzen) verfolgt einen sportlichen Kurs, der diese Bemühungen für die Zukunft zu einem identitätsstiftenden Merkmal für den TSV 1860 München institutionalisieren will.

Die Presse berichtet darüber: Für Präsident Robert Reisinger war die Verpflichtung von Giannikis, Werner und Mueller diesbezüglich ein Meilenstein. „Wir müssen von unserer Ausbildungsqualität mehr profitieren“, lautet seine alte, in einem Podcast erneuerte Forderung: „Diese Aufgabe ist in meinen Augen absolut wettbewerbsentscheidend. Dafür braucht es Kreativität, strategisches Geschick und einen scharfen Blick für Entwicklungspotenzial. Das scheint jetzt endlich angekommen zu sein.”

 

TSV 1860 München verkauft für 2024/25 10.500 Dauerkarten

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Tsv 1860 Dauerkarte

Trotz Platz 15 in der abgelaufenden Saison – auch in der nächsten Spielzeit wollen wieder viele tausend Löwenfans regelmäßig ihre Mannschaft im Grünwalder Stadion sehen. Die Obergrenze von 10.500 Dauerkarten, die zur Schaffung weiterer Tageskarten in der Saison 2024/25 eingeführt wurde, ist vollständig ausgeschöpft worden wie der TSV 1860 München gestern mitteilte.

10.500 Dauerkarten: TSV 1860 mit mehr Tageskarten in der Saison 2024/25

Noch findet sich die alte Dauerkarte der zurückliegenden Spielzeit in dem ein oder anderen Portemonnaie der Löwenfans. Für die Saison 2024/25, die Anfang August starten wird, haben sich allerdings viele Anhänger erneut mit einem Saisonabo versorgt. In der ersten Verkaufsphase gingen über 10.000 Dauerkarten für 2024/25 über die Ladentheke. Im Umkehrschluss heißt das aber auch: nur wenige 100 Tickets waren im Mitgliederverkauf seit Mittwoch verfügbar. Der Andrang darauf hielt sich Beobachtungen zufolge in Grenzen. Am Trainingsgelände gab es nur kurze Schlangen, immerhin eine zweistellige Anzahl an Löwenfans stand zeitweilig an. Die ersten treuen Seelen fanden sich sicherheitshalber bereits um 7 Uhr vor dem Ticketshop ein. Der Server im Ticket-Onlineshop ging hingegen ausnahmsweise nicht in die Knie. Dennoch: auch diese Karten wurden an die Frau und den Mann gebracht und so heißt es wieder einmal “ausverkauft” in München-Giesing.

Zur neuen Spielzeit wurde die Obergrenze der Dauerkarten auf 10.500 gesenkt. Damit sollen künftig mehr Tageskarten verfügbar sein. So erhalten mehr Löwenfans die Möglichkeit, ein Spiel des TSV 1860 München im Grünwalder Stadion live verfolgen zu können. Abzüglich der Gästekarten (1.500) stehen daher 3.000 Tickets zur Verfügung. Hierbei müssen allerdings noch VIP-Karten, Sponsoren und weitere Freikarten abgezogen werden. Insgesamt erhöht sich so trotzdem die Chance, eine Karte für eine Partie der Löwen zu ergattern.

sechzger.de Talk 162: Im Gespräch mit Sebastian Seeböck

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Sechzger Talk 63 Mitgliederversammlung Heimtrikot Gladbach

Wenige Tage vor der Mitgliederversammlung des TSV 1860 e.V. im Zenith veröffentlichen wir den sechzger.de Talk 162. Die Sendung, die Christian – unterstützt von unserem Redaktionsleiter Thomas Spiesl – moderiert, wurde schon vor über einer Woche aufgezeichnet. Zu Gast ist Sebastian Seeböck, aktuell stellvertretender Vorsitzender im Verwaltungsrat des TSV 1860 und Kandidat für die Wahlen am Sonntag. Aus Gründen der Fairness gegenüber allen Kandidierenden haben wir beschlossen, diese Sendung erst nach Veröffentlichung aller Fragebögen auf sechzger.de online zu stellen.

Sieben Jahre Stillstand im TSV 1860 e.V.?

Das zentrale (und einzige) Thema der Sendung ist die im Vorfeld der Mitgliederversammlung immer wieder in Umlauf gebrachte These, man blicke bei den Löwen auf “sieben Jahr Stillstand” unter der Präsidentschaft Robert Reisinger, Heinz Schmidt und Hans Sitzberger zurück. Allerdings geht es bei der Beschäftigung mit dieser These nicht um die Fußballer der KGaA, sondern um explizite Themen des e.V.

Mitgliederentwicklung und finanzielle Situation

Anhand verschiedener Themen wie der Entwicklung der Mitgliederzahl, dem Wachstum bei Abteilungen und Sparten oder der grundsätzlichen finanziellen Situation des e.V. und wird eine Entwicklung nachgezeichnet, die im Widerspruch zur These von “sieben Jahren Stillstand” steht.

Vereinsmanagenemt, Bamboleo

Der TSV München von 1860 e.V. ist ein lebendiger Verein. Seit Frühjahr gibt es mit dem Bamboleo eine zentral in Giesing gelegene Vereinsgaststätte. Und bereits vor acht Jahren wurde mit Viola Oberländer eine Vereinsmanagerin installiert, die inzwischen von einem weiteren Aktiven, nämlich von Julian Reich unterstützt wird. Die beiden sehr engagierten, hauptberuflich für die Mitglieder tätigen Vereinsmanager haben wir übrigens im sehr hörenswerten sechzger.de Talk 113 vor knapp einem Jahr vorgestellt.

Gemeinnützigkeit, NLZ – und natürlich: Turnhalle

Das wichtige Thema der Gemeinnützigkeit – insbesondere im Falle einer Zuspitzung der finaziellen Situation in der KGaA konnte in den letzten sieben Jahren ebenfalls gelöst werden. Noch nicht gelöst ist hingegen die Frage einer Turnhalle auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114. Hier erläutert Sebastian, woran es aktuell noch hakt und was geschehen müsste, damit dieses Projekt begonnen werden kann.

NLZ

Zum Abschluss der Sendung geht es dann doch noch um Fußball. Die Entwicklungen im Nachwuchsleistungszentrum des TSV 1860 in den letzten Jahren – insbesondere nach dem Totalabsturz von 2017 – werden besprochen.

Der sechzger.de Talk 162 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Sechzig um sieben: Mit Bodyguards zur MV

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Sechzig um Sieben: Becketts

Noch zwei Tage, dann ist es endlich soweit. Die Mitgliederversammlung des TSV 1860 München e.V. findet am Sonntag ab 10:00h (Einlass ab 8:30h) statt. Vielen Löwenmitgliedern geht der beinharte Wahlkampf, der eine nachhaltige weitere Spaltung der Mitglieder befürchten lässt, gewaltig auf die Nerven. In der Konsequenz fühlen sich ein Protagonist des Bündnis Zukunft und Hasan Ismaik offenbar nicht sicher und werden daher mit Bodyguards auf der MV erscheinen.

Lutz mit Bodyguards zur Mitgliederversammlung

Die lange von Klaus Lutz geführte BayWa hatte am Dienstag Hauptversammlung. Soweit man weiß, erschien Lutz nicht persönlich vor Ort. Denn möglicherweise hätte der VR-Kandidat des Bündnis dort schon den Schutz von Bodyguards benötigt, nachdem Aktionäsrvertreter ihn für wirtschaftlichen Misserfolg während seiner Amtszeit von 2008-2023 verantwortlich machten und ihn sogar aufforderten, seine Abfindung in Höhe von 6,7 Mio. € zurückzuzahlen. Nachdem Lutz im April Löwenfans als “Abschaum und Idioten” bezeichnete, fürchtet er wohl physisch angegangen zu werden und wird daher mit Bodyguards auf der MV erscheinen. Auch Hasan Ismaik wird mit Personenschützern der MV beiwohnen. Außerdem ging der Fragebogen der einzigen Kandidatin, Beatrix Zurek, gestern morgen online. Wenn Ihr Euch nochmal über alle VR-Kandidaten informieren wollt, empfehlen wir Euch den sechzger.de Talk 161, in dem Christian und Jan nochmal alle Kandidatenvorstellungen durchgehen.

Interview mit Markus Drees und Roman Beer zum Ablauf des schwarzen Freitags

Die Abläufe des berühmt berüchtigten “schwarzen Freitags”, in dessen Verlauf Hasan Ismaik seine “4” kundtat und der Doppelabstieg des TSV 1860 München besiegelt wurde, werden höchst unerschiedlich dargestellt. Markus Drees und Roman Beer waren unmittelbar an den Ereignissen beteiligt und schildern in unserem Interview nochmals detailliert, wie der 02.06.2017 ablief.

Dauerkarten für die kommende Saison bereits ausverkauft

Wie der TSV 1860 gestern bekannt gab, ist die freie Verkaufsphase von Dauerkarten für Mitglieder nach nicht mal einem Tag beendet. Damit sind alle 10.500 Dauerkarten über den Tisch gegangen. 1860 reduzierte die Anzahl der verkauften Dauerkarten leicht, um mehr Tageskarten anbieten zu können.

Felix Weber muss Homburg verlassen

Der ehemalige Löwenkapitän muss seine Zelte in Homburg nach einer Saison schon wieder abbrechen. Der Vertrag des Innenverteidigers wurde bei den Saarländern nicht verlängert. Wo Weber seine Karriere fortsetzen wird, ist bisher nicht bekannt.

Traditionsmannschaft mit 4:4 gegen “Schottland”

Das leider sehr kurzfristig angekündigte Freundschaftsspiel der kombinierten Senioren-/Traditionsmannschaft des TSV 1860 gegen eine schottische Auswahl endete mit 4:4. Karsten Wettberg agierte fast die gesamten zweiten 45 Minuten mit großer Übersicht im defensiven Mittelfeld, während Meister Bubi Bründl in der Anfangsphase für die Löwen auf dem Platz stand. Nach dem Spiel gab es ein gemütliches Beisammensein beider Teams in Benes Kuchl. Apropos Bene: Er zeigt im Löwenstüberl und im Biergarten auf insgesamt fünf Großblidfernsehern alle Spiele der deutschen Mannschaft bei der EM live.

UF60 Cup: Teilnehmer stehen fest

Martin Obermüller organisiert für die Unternehmer für Sechzig den UF60 Cup am 22.06. am Trainingsgelände. Gestern wurde bekannt gegeben, dass das Teilnehmerfeld steht. Zwölf Mannschaften haben gemeldet und werden in zwei Sechsergruppen gegeneinander antreten. Zuschauer sind herzlich willkommen und können nach Anmeldung sogar am Grillabend teilnehmen. Alle Erlöse kommen 100% dem NLZ zu Gute. Tolle Aktion!

News aus der dritten Liga

Sapina zu Dynamo Dresden

Dynamo Dresden macht ernst im Unternehmen Aufstieg. Wie die Dynamos gestern bekannt gaben, verpflichteten sie Vinko Sapina von Rot-Weiss Essen. Da der 28-jährige Mittelfeldspieler noch einen Vertrag an der Hafenstraße hatte, ist davon auszugehen, dass Dresden eine Ablösesumme gezahlt hat.

Prtajin zu Union

Millionenablöse für den SV Wehen: der kroatische Stürmer Ivan Prtajin wird nach dem Zweitligaabstieg des SVWW in die Bundesliga zu Union Berlin wechseln. Dafür dürften die Köpenicker die festgeschriebene Ablöse von einer Million Euro an den SV Wehen überweisen.

Shipnoski und Thalhammer zu Waldhof

Der SV Waldhof schlug gestern gleich zwei Mal auf dem Transfermarkt zu. Von Arminia Bielefeld wird Nicklas Shipnoski an den Neckar wechseln. Nach seiner sehr starken Saison 20/21 in Saarbrücken konnte Shipnoski bei den folgenden Station in Düsseldorf, Regensburg und Bielefeld nicht an die Leistungen anknüfen. Außerdem meldete der Waldhof die Verpflichtung von Maximilian Thalhammer bekannt. Der zentrale Mittelfeldspieler wechselt vom VfL Osnabrück nach Vertragsablauf zum SVW.

Damit geht Ihr bestens informiert auf die Zielgeraden des Wahlkampfs. Am Sonntag ist es vorbei, haltet durch!

 

Interview: Markus Drees und Roman Beer zum Schwarzen Freitag

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Gesellschafterversammlung bringt wenig Neues
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Der 2.Juni 2017 ging beim TSV 1860 München als sogenannter “Schwarzer Freitag” in die Geschichte ein. Das Geschehen beschäftigt die Löwen noch heute – vor allem, weil Hasan Ismaik in einem Facebook-Post zuletzt ausführlich seine Sicht der Dinge zu den Vorgängen schilderte. Im Interview mit sechzger.de geben Markus Drees und Roman Beer Einblicke in die Geschehnisse rund um den Doppelabstieg des TSV 1860 München.

Interview mit Markus Drees und Roman Beer zum Vorabend des “Schwarzen Freitags”

sechzger.de: Servus Markus! Endspurt in Sachen Mitgliederversammlung – freust du dich schon auf Sonntag?

Markus Drees: Ich habe gemischte Gefühle. Einerseits freue ich mich auf eine gut besuchte Mitgliederversammlung, andererseits ist die Stimmung sehr aufgeladen..

Roman, du hast mittlerweile kein offizielles Amt mehr inne und kannst den Wahlkampf daher entspannt von außen betrachten. Wie ruhig bist du innerlich – oder wäre aufgewühlt doch eher das richtige Wort?

Roman Beer: Entspannt bin ich nicht. Es wurde in den letzten Wochen ein Lagerwahlkampf vom Bündnis Zukunft und Hasan Ismaik angezettelt. Diese beiden habe sich nach meinem Eindruck unter dem Motto „der Feind meines Feindes ist mein Freund“ verbündet. Und ihren populistischen Tönen laufen leider erstaunlich viele Leute hinterher, die scheinbar aus den Erfahrungen von 13 Jahren mit Hasan Ismaik und den Ereignissen in der Saison 2016/17, als Ismaik das alleinige Sagen hatte und die bekanntlich mit Abstieg und Lizenzverweigerung endete, nichts gelernt haben.

“Geld von Ismaik gibt es nur bei Erfüllung seiner Forderungen”

Damit in Zusammenhang steht unser eigentliches Thema: Hasan Ismaik hat am vergangenen Mittwoch, 5. Juni 2024 via Facebook umfangreich auf eine Stellungnahme des e.V. reagiert, die wiederum eine Reaktion auf vorangegangene Aussagen des Mitgesellschafters in einem Videointerview mit BR24 waren. Thematisiert wurden dabei auch die Vorgänge rund um den als “Schwarzer Freitag” bekannt gewordenen Doppelabstieg. Am Tag zuvor (Donnerstag, der 1. Juni 2017) war klar, dass Geld benötigt wird. Von 11 Millionen Euro ist die Rede. Wie kam es dazu und seit wann stand dieser Umstand fest?

Markus Drees: Gehen wir dazu zurück in den März 2017. Es musste von Anthony Power als Geschäftsführer die Lizenz beantragt werden – und zwar für Liga 2 wie für Liga 3. Schon zu diesem Zeitpunkt stellte Hasan Ismaik Forderungen an den Verein, die dieser aufgrund von Regularien in DFL und DFB schlicht nicht erfüllen konnte. Man signalisierte Gesprächsbereitschaft, aber es kam keine Antwort mehr. Für Liga 2 hat er dabei mit einem auszugleichenden Fehlbetrag von 22 Mio. Euro geplant. Ian Ayre sollte im April als Powers Nachfolger seinen Dienst antreten und nach dem Klassenerhalt wollte man angeblich erheblich investieren. Von der 3. Liga durfte man unter Power aber gar nicht reden und auch nicht mit ihr planen. Aufgrund der tabellarischen Situation musste aber ein Lizenzantrag für die 3. Liga gestellt werden.

Power machte es sich leicht und ließ dafür alle Zahlen aus dem Antrag für die 2. Liga einfach kurzerhand halbieren. Somit stand ein erwarteter Fehlbetrag von 11 Millionen Euro im Falle eines Abstiegs seit März 2017 fest. Die Lizenzbeantragung ist seitens der KGaA nur mit den Gesellschaftern abzusprechen; der Verwaltungsrat des e.V. ist nicht zustimmungspflichtig. Daher erfuhren wir Verwaltungsräte von den Summen erst nach der Beantragung der Lizenz.

Zur selben Zeit tauchten erneut die oben genannten Forderungen von Ismaik auf, die er vom e.V. erfüllt sehen wollte, damit er das Geld zum Ausgleich der von Power angesetzten Fehlbeträge lockermachen würde. Dazu gehörte die Rückübertragung von ihm angeblich „gestohlenen“  e.V.- Marken, die Übertragung aller Jugendmannschaften an die KGaA sowie eine Beschränkung des Weisungsrecht des eingetragenen Vereins an die Geschäftsführer der KGaA. Es wurde in den Sitzungen des Verwaltungsrats immer darauf hingewiesen, dass ein Großteil der Forderungen gar nicht realisierbar ist im Lichte von 50+1. Die Forderungen wurden vor den Relegationsspielen von der Ismaik-Seite nochmal bekräftigt und erklärt, dass er nicht verhandeln, sondern alles erfüllt sehen möchte. Bis zum Donnerstag, 1.6.2017 war also klar: Geld von Ismaik gibt es nur bei Erfüllung seiner Forderungen.

Markus Drees erscheint nicht an der Grünwalder Straße 114

Ismaik schreibt, du wurdest als “Verwaltungsratsboss” eingeladen, nachdem Peter Cassalette das Weite gesucht hatte. Warst du in diesem Zusammenhang für dieses Thema überhaupt der richtige Ansprechpartner?

Markus Drees: Nach dem Rücktritt Cassalettes vertraten die Vizepräsidenten Heinz Schmidt und Hans Sitzberger gemäß Satzung den Verein weiterhin in allen Rechtsgeschäften – und nicht der Verwaltungsrat.

Weiter schreibt der Jordanier in seinem Facebook-Statement, du seist nicht an der Geschäftsstelle erschienen – obwohl Vertreter Ismaiks dort gewartet hätten. Ist das soweit korrekt?

Markus Drees:  Es passierte am Donnerstag, 1.6.2017 erstmal lange nichts, außer dass von HAM-Vertretern in der Früh nochmal in einer Mail an Ian Ayre und den Aufsichtsrat der KGaA das Festhalten an Ismaiks Forderungskatalog bekräftigt wurde. Erst abends kam Bewegung in die Sache. Zunächst wurde mein Verwaltungsratskollege Robert von Bennigsen angerufen. Er sollte zum Rücktritt genötigt werden. Dann rief man bei mir an. Ich sollte ebenfalls auf von Bennigsen einwirken und ihn zum Rücktritt bewegen. Es war absolut bizarr. Zunächst sprach ein bekannter “Allesfahrer“ mit mir, später schaltete sich Ismaiks Übersetzer Mutaz Sabbagh ein. Ich sollte sofort zur Geschäftsstelle kommen. Ich war zu diesem Zeitpunkt beim Monatstreffen der Freunde des Sechz‘ger Stadions und hatte nach all den aufreibenden Telefonaten wohl einen nervlich angeschlagenen Eindruck auf die Besucher gemacht, so dass man mich zum Heimgehen überredete.

Auch zuhause wurde ich wieder und wieder angerufen, warum ich nicht erscheinen würde und dass ich feige sei. In Absprache mit Verwaltungsratskollegen bestand ich auf einem Schriftstück, das festhalten sollte: tritt von Bennigsen zurück, würden sie die 11 Millionen EUR bereitstellen – in welcher Form war übrigens völlig unklar; von einem Sponsoring war an diesem Abend noch keine Rede . Die HAM-Vertreter ließen sich scheinbar darauf ein, verlangten aber immer noch, dass ich sofort persönlich erscheinen sollte. Was für mich aufgrund der feindseligen Atmosphäre bei den Telefonaten aber ohne eigene Zeugen ausgeschlossen war.

Roman Beer spricht von einer “untragbaren Situation”

Statt dir ist dann Roman Beer am Trainingsgelände erschienen. Roman, du warst damals Fußball-Abteilungsleiter und damit auch nicht gerade “irgendwer dahergelaufenes”. Ismaik schildert, dass du lediglich erschienen bist, um ein mögliches Treffen abzusagen. Stimmt das und wenn ja, wie kam es zu der Situation?

Roman Beer: Auch ich war beim FdS-Monatstreffen und hatte wie alle Anwesenden registriert, dass Markus nervlich am Ende war. Wir waren alle der Meinung: wenn Markus alleine auf die Geschäftsstelle geht, machen die ihn fertig. Daher haben wir ihn nach Hause geschickt. Markus hat uns dann von zuhause angerufen und berichtet, dass Ismaiks Leute nicht locker lassen würden. Ich habe schließlich angeboten, als Bote das von Markus genannte Schreiben entgegenzunehmen und an den Verwaltungsrat zu überbringen. Markus hat das Ismaiks Leuten mitgeteilt.

Ich bin dann zusammen mit drei anderen FdS-Mitgliedern zur Geschäftsstelle gegangen, um auch nicht allein ohne eigene Zeugen dort aufzukreuzen. Im 3. Stock, aus dem Power im Übrigen Monate zuvor alle dort sitzenden Mitarbeiter rausgeschmissen hatte, um für Ismaiks Leute Platz zu schaffen, empfing uns Übersetzer Mutaz Sabbagh, der damals in Personalunion als Fanbetreuer fungierte. Er meinte, es gäbe kein Schriftstück und man werde mir auch keines übergeben. Dann hat er uns, also auch mich als gewählten Fußballabteilungsleiter mit sehr deutlichen Worten des Hauses verwiesen. Wir hatten zuvor aber noch einen Blick in den Raum erhaschen können, in dem Ismaiks Leute saßen. Erkennen konnten wir nur Power und Yahya Ismaik; vermutlich war auch der von Markus genannte “Allesfahrer“ dabei. Die Situation war wie in einem schlechten Film: der Raum abgedunkelt und komplett verraucht. Gott sei Dank hatten wir Markus davon abbringen können, dort alleine hinzugehen. Eine untragbare Situation.

Klare Vorgaben des DFB

Noch einmal zurück zu dir Markus: es ist unstrittig, dass es Versuche gab, den TSV 1860 München doch noch in der 3.Liga zu halten. Doch wie konkret waren diese Ideen, welche Lösungsansätze gab es und hätte das Ganze zeitlich überhaupt klappen können? Hat der DFB als Verband Gesprächsbereitschaft signalisiert?

Markus Drees: Am Morgen des “Schwarzen Freitag“ erschien ein neuer Player auf der HAM-Seite, ein Anwalt namens Frank Koch aus Hamburg. Seine erste Tat bestand darin, die Forderungen abzuschwächen auf ein „wir verhandeln danach“. Er schrieb auch, dass das Weisungsrecht des e.V. in Liga 3 und tiefer ohnehin keine Rolle spielen würde, da 50+1 in den DFB-Ligen seiner Ansicht nach nicht gelte. Hier wurde er von Heinz Schmidt vehement korrigiert, aber scheinbar hatte sich diese Sichtweise bei HAM schon festgesetzt. Wir waren dann alle ab 11 Uhr in der Geschäftsstelle versammelt, aber aus Abu Dhabi kam bis um circa 12.30 Uhr nichts. Die Regeln vom DFB waren klar: 11 Millionen Euro auf dem Konto oder alternativ ein Sponsoringvertrag zusammen mit einer Bürgschaft in niedrigerer Höhe.

Berühmte SMS “4” deutlich vor Vertragsversand

Wie wir auf unserer Seite berichtet haben, war die letzte Möglichkeit ein Ärmelsponsoring. Wieso scheiterte dieser Versuch schlussendlich und die Löwen mussten den Gang in die Regionalliga antreten?

Markus Drees:  Um 12.30 Uhr kam zum ersten Mal von den HAM-Vertretern der Vorschlag mit dem Trikotsponsoring durch die Marya Group auf, also einem Unternehmen aus Ismaiks Firmenkonsortium. Dies hätte den Vorteil gehabt, dass man die 11 Millionen Euro nicht sofort auf den Tisch hätte legen müssen, sondern “nur“ eine Bürgschaft über 1 Million Euro. Von Seiten des DFB wurde Zustimmung zu dieser Lösung signalisiert. Bei einem DAX-Unternehmen wäre laut DFB keine Bürgschaft nötig gewesen. Somit war klar, dass bis zur Deadline um 15.30 Uhr der Sponsoringvertrag an den DFB gefaxt werden und eine Bürgschaft vorliegen musste.

Doch der Vertrag kam erst um 15.28 Uhr aus Abu Dhabi und war zudem mit handschriftlichen Änderungsvorschlägen versehen und er war auch nicht unterschrieben. Von einer Bürgschaft oder Geld auf einem Treuhandkonto ebenfalls keine Spur. Es wurde trotzdem alles noch an den DFB gefaxt, aber nichts ging mehr. Kurze Zeit später erfuhren wir von den SZ-Reportern die Geschichte mit der „4“, die Ismaik bereits 45 Minuten vor Ablauf der Deadline verschickt hatte, so dass man die Sache mit dem Ärmelsponsoring erst recht nicht mehr ernst nehmen konnte. Auf alle Fälle hat sich niemand vom e.V. gegen das Angebot eines Ärmelsponsorings verwehrt. Diese Behauptung ist kompletter Unsinn.

Noch eine Story am Rande: Der DFB hatte den TSV 1860 gebeten, keine Pressemitteilung zu versenden, bevor das Statement des DFB über eine Lizenzerteilung oder -verweigerung rausgehen würde. Wer verstieß dagegen? Die HAM-Seite, die um 15.32 Uhr eine Pressemitteilung versendete und dem e.V. die Schuld in die Schuhe schob. Auch ein Fingerzeig, was von dem nur 4 Minuten vorher versendeten Sponsoringvertrag zu halten war.

sechzger.de Talk Folge 161 vor der MV: Kandidatenvorstellung

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sechzger.de Talk Folge 161 vor der Mitgliederversammlung 2024 des TSV 1860 München mit Kandidatenvorstellung Verwaltungsrat

Nur noch wenige Tage, dann steigt endlich die Mitgliederversammlung des TSV 1860 München im Jahr 2024. Christian und Jan blicken im sechzger.de Talk Folge 161 auf die Veranstaltung voraus und werfen vor allem einen Blick auf die Kandidaten für den Verwaltungsrat.

Alles rund um die Mitgliederversammlung

Am Sonntag, den 16.Juni findet in diesem Jahr die mit Spannung erwartete Mitgliederversammlung statt. Christian und Jan treffen sich ein paar Tage vor der MV noch einmal digital und schauen auf den Termin voraus. Nach einer Schnellfragerunde zu Beginn geht es mit allgemeinem Informationen los. Einlass, Beginn oder Größe der Halle werden besprochen – und natürlich auch geklärt, ob der eigene Hund mit zur Mitgliederversammlung darf. Der TSV 1860 e.V. hat alle wichtigen Informationen auch noch einmal auf der vereinseigenen Homepage zusammengefasst.

Vorstellung der Kandidaten für den Verwaltungsrat

Hauptsächlich geht es in der aktuellen Ausgabe des sechzger.de Talks allerdings um die Vorstellung der Kandidaten für den Verwaltungsrat. Dazu hat die Redaktion neben den Fragebögen (unten verlinkt) auch eine Anfrage für einen möglichen Beitrag am aktuellen sechzger.de Talk an die Kandidaten gestellt. Für die vergleichsweise geringe Rückmeldung müssen sich die Redakteure auch an die eigene Nase fassen wie sie selbstkritisch zugeben. Dennoch: immerhin drei Beiträge wurden eingesendet und werden im Talk Nummer 161 eingespielt. Alle 23 Kandidaten werden zudem kurz mittels der Steckbriefe des Vereins vorgestellt. Und wer noch nicht genug von Podcasts in der aktuellen Woche hat, kann sich am Freitag direkt auf eine weitere Ausgabe freuen…

Der sechzger.de Talk 161 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Die Kandidaten aller Gremien in der Übersicht

Verwaltungsrat

Wahlausschuss

Ehrenrat

Kassenprüfer

Seniorenvertreter

Dernitzky, Oskar

weiterführende Links

Spendensammlung für die Hochwasser-Opfer

Informationen des TSV 1860 e.V. zur Mitgliederversammlung

TSV 1860 Senioren & Traditionsmannschaft mit 4:4 gegen Schotten

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Rodnei Tsv 1860 Senioren Traditionsmannschaft Schottland Alba Sonas

Giesing international an der Grünwalder Straße! Kurz vor dem EM-Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Schottland vor den Toren der Stadt empfing ein gemischtes Team aus den Senioren und der Traditionsmannschaft des TSV 1860 eine schottische Auswahl auf dem Trainingsgelände.

TSV 1860 Senioren & Traditionsmannschaft mit Remis

Leider war die Partie im Vorfeld erst sehr kurzfristig und auch nur halbherzig angekündigt worden, weswegen sich nur wenige Zuschauer (darunter zehn 10 Schotten) an der Grünwalder Straße eingefunden hatten. Die aus Spielern des FC Sonas und des Alba FA zusammengesetzte schottische Auswahl war den Löwen über weite Strecken läuferisch überlegen, was beim Blick aufs Alter der Akteure jedoch keine große Überraschung war. Während die Schotten 19 bis 32 Jahre alt waren, standen bei 1860 u.a. Ludwig “Bubi” Bründl (77 Jahre) und Karsten Wettberg (82 Jahre) und auf dem Platz. Letzterer war fast die komplette zweite Hälfte im Einsatz und zeigte sich erstaunlich fit. Chapeau!

Zwischendurch sah es zwar so aus, als würden sich die Schotten ergebnistechnisch ein wenig absetzen können, am Ende stand es jedoch schiedlich-friedlich 4:4. Ein tolles Event, das definitiv mehr Zuschauer verdient gehabt hätte.

Bild: https://www.instagram.com/alba_fa/