Vor dem morgigen Spiel gegen Saarbrücken lud der TSV 1860 zur Pressekonferenz, um nicht nur über Taktik, sondern auch über die Torwart-Entscheidung von Trainer Argirios Giannikis zu reden (Spoiler: Es wird Vollath, der künftig das Tor der Löwen bewacht). Alles Wichtige zum heutigen Termin hier zusammengefasst.
„Was die Torwart-Frage betrifft muss man natürlich festhalten, dass wir zwei sehr gute Torhüter haben. (…) Es war klar, dass die Wahl dementsprechend eng und natürlich keine einfache entscheidung ist. Wir haben uns entschieden morgen mit René Vollath zu starten.“
Vollath bei den Löwen im Tor
Einige Fans werden darüber nicht begeistert sein. René Vollath, der erst vor wenigen Wochen, von der SpVgg Unterhaching zum TSV 1860 kam, wird beim Eröffnungsspiel morgen Abend im Tor stehen. Giannikis erklärt seine Entscheidung wie folgt:
“Im Endeffekt waren es nuancen, (…) da brauchen wir nicht ins detail zu gehen. Es war eine Millimeter-Entscheidung für René Vollath. Wir haben, wie bereits gesagt, zwei herausragend gute torhüter. Marco war natürlich enttäuscht, aber er ist ein sechzger und Professionell, er ist ein Teamplayer. Er ist weiterhin ungemein wichtig für die Mannschaft.”
Diese Aufstellung sorgt auf den sozialen Medien für viel Unmut. Vor einigen Tagen hatten wir bereits über die umstrittene Torwart-Frage berichtet. In einer Umfrage auf unserer Seite haben wir ein Stimmungsbild gemacht: Die Mehrzahl der Löwenfans war dafür, dass Hiller weiterhin im Tor bleibt. Aber 42 % der Teilnehmenden stimmten für den Neuzugang aus Haching. Ob Vollath sich bewähren wird, zeigt sich sicherlich in den nächsten Wochen. Die Identifikationsfigur Marco Hiller wird vorerst leider nicht in der Startelf zu finden sein.
Restliche Löwen-Startelf für den Saisonauftakt
Der Kapitän und Torwart stehen fest, doch bei den restlichen Positionen hüllt sich der Trainer weiterhin in Schweigen. Wie in den letzten Wochen bereits, betonte Giannikis erneut, dass es in der Mannschaft einen großen Umbruch gab. Doch die verschiedenen Aufstellungen, aus der sich bis jetzt keine fixe Startelf gebildet hat, sind anscheinend beabsichtigt.
“Jeder hat seinen Blick auf die Mannschaft, jeder hat seinen Favoriten. Vielleicht passt das nicht zusammen mit dem, was wir haben möchten.”
Laut Giannikis ging es bei diesen Wechseln während der Testspiele vor allem darum, dass alle Spieler die Abläufe und Taktiken beherrschen. So sei man besser auf Ausfälle gewappnet.
„Zunächst gilt es, eine Mannschaft zu werden“, meint der Trainer. Erwartungen und Zielsetzungen sind für ihn noch nicht im Fokus. Die Einstellung von Giannikis bleibt über die Vorbereitung hinweg gleich: Mit dem Umbruch umgehen sei im Moment das Wichtigste. Auf einen Platz in der Tabelle oder sonstige Saisonziele wird Giannikis voraussichtlich erst einmal auch nicht weiter kommunizieren. Sein Fazit hierzu:
“Am besten ist es, meiner Erfahrung nach,Tagtäglich daran zu arbeiten. Die Endziele werden dann erreicht, wenn das ganze stabil ist.”
Taktik und System im morgigen Spiel
„Es ist sinnvoll, sich auf die Stärken der Spieler einzulassen“, meint der Trainer auf die Frage nach dem geplanten Spielsystem für die morgige Partie. Wie bei so ziemlich jedem Tagesordnungspunkt der Löwenrunde, lässt sich Giannikis auch hier nicht in die Karten schauen.
Giannikis scheint eine Systemoptimierung auf 4-2-2-2 anstreben, zumindest bei eigenem Ballbesitz. Das bringt Vorteile in der Variabilität bei den Verschiebungen, wenn die Flügel bespielt werden. Ob diese Systemanpassung durch die Trainingseindrücke entstanden oder geplant sei? Giannikis erklärte wie folgt:
“Es ist alles auf die optimierung der Stärken der Spieler zugeschnitten. (…) Das ist fluide.”
Na ja, dann warten wir morgen Abend ab und schauen, welche Stärken – und Systeme – im Grünwalder Stadion gegen Saarbrücken präsentiert werden.


























