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Erster Trainerjob für Stefan Reisinger beim Halleschen FC?

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Der Hallesche FC hat sich nach bisher unbestätigten Berichten von Sreto Ristic getrennt. Den Klassenerhalt soll nun Stefan Reisinger für den Halleschen FC unter Dach und Fach bringen.

HFC rutscht auf Platz 17 ab

Am Wochenende verloren die Hallenser mit 0:2 beim neuen Tabellenführer Jahn Regensburg. Durch den gleichzeitigen Auswärtssieg von Waldhof Mannheim bei Borussia Dortmund II rutschten die Hallenser auf den 17. Platz ab, der am Saisonende den Abstieg in die Regionalliga Nordost bedeuten würde. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt aktuell jedoch noch aufholbare zwei Punkte. Dennoch sind die Hallenser Verantwortlichen wohl zum Schluss gekommen, Sreto Ristic mit sofortiger Wirkung freizustellen. Ristic war seit Februar 2023 an der Saale im Amt.

Reisinger wird als Nachfolger beim Halleschen FC gehandelt

Angeblich haben sich die HFC-Verantwortlichen auch bereits auf einen Nachfolger geeinigt. Dieser ist kein Unbekannter an der Grünwalder Straße: Stefan Reisinger. Reisinger war zuletzt von Juli 2022 bis Dezember als Co-Trainer beim TSV 1860 München tätig. Er wurde gemeinsam mit Maurizio Jacobacci frei gestellt. Während seiner Zeit bei den Löwen absolvierte Reisinger den Pro-Lizenz-Lehrgang des DFB. Jetzt sieht es so aus, als ob Stefan Reisinger beim Halleschen FC seine erste Anstellung als Chef-Trainer antreten wird. Beim Halleschen FC trifft er auf die ehemaligen 1860-Spieler Meris Skenderovic und Tarsis Bonga.

VR-Kandidat Lutz: Mittel und Wege gegen die Meinungsfreiheit?

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Tsv 1860 Westkurve Faninformationen

Verwaltungsratskandidat Prof. Klaus Lutz hat ein Interview der “Süddeutschen Zeitung” dazu genutzt, zu einem Rundumschlag gegen die Satzung des e.V. sowie die Meinungsfreiheit im Stadion auszuholen.

Bündnis Zukunft Kandidaten im SZ-Interview

Am vergangenen Freitag veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung ein Interview der Verwaltungsratskandidaten Prof. Klaus Lutz sowie Klaus Ruhdorfer. Dabei war auch der nicht zur Wahl antretende Alexander Möst. Die beiden Namensvetter beklagten sich im Interview über “Attacken” (“Es war schwer genug, Persönlichkeiten für die Opposition zu überzeugen, weil bekannt ist, dass man sofort attackiert wird”) und die angeblich undemokratische Satzung. Zudem äußerte Ruhdorfer Falschbehaupten über den Wahlausschuss, der seiner Aussage nach bei der Mitgliederversammlung 2018 parteiisch die Fragerunde dirigiert haben soll. Das Protokoll der Mitgliederversammlung 2018 widerlegt diese Falschbehauptungen, sechzger.de berichtete am Sonntagnachmittag.

Prof. Klaus Lutz: “mit einer vereinsrechtlich demokratischen Satzung wenig zu tun”

Ex-BayWa Vorstand Prof. Klaus Lutz nahm sich im Interview auch direkt die Satzung des Vereins vor. Der Jurist, der – womöglich, um die Glaubwürdigkeit seiner Person zu untermauern – mit der Erwähnung seiner Profession einleitete, äußerte sich zur Vereinssatzung des TSV München von 1860 e.V. wie folgt: “Ich (…) bin an manchen Stellen schon verwundert. Was ich hier feststelle, hat mit einer vereinsrechtlich demokratischen Ausrichtung wenig zu tun. (…) Vielleicht ist das alles rauf und runter geprüft, das weiß ich nicht. Aber einen Publikumsverein unter diesen Rahmenbedingungen zu führen und zu hoffen, dass jemand investiert, ist in der Tat ein Ding der Unmöglichkeit.”

Welche Abschnitte der Vereinssatzung genau undemokratisch seien, ließ der Volljurist und zugelassene Anwalt unerwähnt. Ebenso, woher sein Gedanke kam, dass jemand in den Verein investieren wolle und dies aufgrund dessen Satzung nicht täte.

Auch auf Nachfrage der “SZ”, was denn genau an der Satzung undemokratisch sei, äußerte sich Lutz lediglich vage und unpräzise: “Der Wahlausschuss und die damit verbundenen Rechte. So etwas kenne ich von ähnlichen One-man-one-vote-orientierten Organisationen definitiv nicht.”

Die Vereinssatzung wurde im Rahmen der Abschaffung des Delegiertensystems eingeführt, um den Mitgliedern deutlich weitreichendere Mitwirkungsmöglichkeiten durch direkte Wahl- und Abstimmungsrechte einzuräumen. Seitdem wird die Satzung regelmäßig durch Änderungsanträge engagierter Mitglieder geschliffen oder im Sinne der Mitglieder, die jede Änderung mit der notwendigen 3/4-Mehrheit verabschiedeten, abgeändert. Allein zu dieser Mitgliederversammlung wurden 17 Anträge auf Satzungsänderung zugelassen. Ein Antrag von Prof. Klaus Lutz war nicht dabei.

“Mittel und Wege” – kündigte Lutz an, die Meinungsfreiheit in der Kurve einzuschränken?

Angesprochen darauf, was er über den Kulturkreis von Hasan Ismaik (“Wenn man das ignoriert und nicht kommuniziert, darf man sich nicht wundern, wenn nichts vorwärtsgeht”) wisse, kam Lutz ungefragt auf die Fahnen und weitere Utensilien mit durchgestrichenen Köpfen des Mehrheitsgesellschafters sowie Fanshop-Chef Anthony Power zu sprechen.

“Eines ist mir wichtig: Leute, die durchgestrichene Köpfe von Menschen zeigen (von Hasan Ismaik in der Fankurve, d. Red.), schaden der gemeinsamen Kultur des Vereins. Und das müssen wir auch ändern. Da gibt es Mittel und Wege, für Ordnung zu sorgen.”

Das ist kein Aprilscherz.

Die durchgestrichenen Gesichter auf den Fahnen waren vom Landgericht Nürnberg/Fürth bereits im Jahr 2019 als von der Meinungsfreiheit gedeckt bestätigt worden. Ob Lutz dies wusste, ist nicht bekannt. Hätte er jedoch als Volljurist und zugelassene Anwalt Kenntnis der Rechtslage bezüglich der Symbole eingeholt, könnte man seine Äußerung recht gut deuten. Nämlich: “wir werden gegen die Meinungsfreiheit in der Kurve vorgehen”.

VR-Kandidat Ruhdorfer sagt Unwahrheiten über den Wahlausschuss

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Verwaltungsratskandidat Klaus Ruhdorfer tritt ebenfalls für das “Bündnis Zukunft 1860” zu den Wahlen an – und hat den Wahlausschuss des TSV München von 1860 e.V. mit unwahren Vorwürfen attackiert.

Klaus Ruhdorfer – der siebte im Bunde des “Bündnis Zukunft 1860”

Klaus Ruhdorfer wurde als siebter Kandidat des “Bündnis Zukunft 1860” präsentiert. Gemeinsam mit Prof. Klaus Lutz und Andreas Möst gab er nun der “Süddeutschen Zeitung” ein Interview und holte mit den anderen zum Rundumschlag gegen Vereinsgremien und die Satzung aus.

Unwahre Vorwürfe gegen den Wahlausschuss

Insbesondere gegen den Wahlausschuss des TSV München von 1860 e.V. teilte Ruhdorfer aus. Im Interview mit der “SZ” sagte er über das Gremium:

Ich habe ja als Einziger, seit Pro 1860 an der Macht ist, schon einmal kandidiert und wollte Veränderungen (“Team Profifußball” 2018, d. Red.). Wir sind vor der Mitgliederversammlung, aber vor allem während der Mitgliederversammlung, extrem bekämpft wurden. Der Wahlausschuss kann Fragen zulassen oder eben nicht. Am Ende war es ein Kreuzverhör mit vielleicht 30 kritischen Fragen gegen die Opposition, und es wurde so gut wie keine Frage zugelassen, die Kritik gegenüber dem bestehenden Verwaltungsrat geäußert hätte. Der Wahlausschuss hat eine unglaubliche Macht, was den Ablauf der Mitgliederversammlung anbelangt, auch was die Redezeit am Mikrofon anbelangt.

Protokoll der Mitgliederversammlung steht Ruhdorfer-Aussage entgegen

Schwere Vorwürfe, die Ruhdorfer hier veröffentlichen ließ. Und will man dem öffentlich einsehbaren Protokoll der Mitgliederversammlung 2018 Glauben schenken, sind diese zudem unwahr: der Niederschrift der Veranstaltung zufolge wurden zehn Fragen in Richtung des Team Profifußball gestellt, während die amtierenden Verwaltungsratskandidatinnen und -kandidaten insgesamt vier Fragen beantworten mussten. Dass der Wahlausschuss Wortmeldungen nicht zugelassen habe, findet sich im Protokoll nicht. Im Gegenteil: der Wahlausschuss fragte aufgrund der langen Fragerunde, ob Mitglieder bereit seien, auf ihre Fragen zu verzichten. Als diese diese Bereitschaft nicht erklärten, wurde die Fragerunde an die Kandidatinnen und Kandidaten für den Verwaltungsrat fortgesetzt.

Kann sich Ruhdorfer an die Mitgliederversammlung nicht mehr erinnern? Immerhin ist diese bereits 6 Jahre her. Oder schenkt er dem Inhalt des Protokolls keine Glauben? Immerhin wäre es nicht das erste Mal, dass einzelne Unterstützer des “Bündnis Zukunft 1860” neben der Vereinssatzung inzwischen auch öffentlich einsehbare, notariell beglaubigte Protokolle in deren Wahrheitsgehalt anzweifeln. Für das Protokoll der Mitgliederversammlung zeichneten Clarissa Schellong und Dr. Alexander Schellong (Tochter und Schwiegersohn von Hans Sitzberger) verantwortlich, ihre Unterschriften findet man auch auf dem Dokument.

Werden Falschaussagen jetzt zur Wahlkampfmasche?

Ruhdorfers Worte sind nicht die ersten Falschaussagen des “Bündnis Zukunft 1860”. Neben dem öffentlich kolportierten “Nichtanstreben von Ämtern” durch einzelne Bündnis-Kandidaten wurde beispielsweise auch im “SZ”-Interview behauptet, der TSV 1860 hätte nur 3 Trainingsplätze (es sind 5). Verwertbare Ergebnisse scheinen die vielen Arbeitsgruppen wohl nicht erzielt zu haben.

Gehen die Attacken durch das “Bündnis Zukunft 1860” jetzt auch in der schwierigen sportlichen Situation unvermindert weiter, während sich amtierende Gremienmitglieder bewusst in der öffentlichen Diskussion zurückhalten? Die Löwen-Profis stehen nach dem 0:1 in Freiburg alles andere als gesichert in der Tabelle der Dritten Liga.

Zu erwarten bleibt, ob sich Ruhdorfer von seiner Aussage öffentlichkeitswirksam distanzieren wird. Möglicherweise erinnert er sich in den nächsten Tagen auch daran, dass er kurz nach der Mitgliederversammlung den ehemaligen Vorsitzenden des Wahlausschusses für die Leitung der Mitgliederversammlung nach sechzger.de-Informationen gelobt hatte.

Inzwischen soll man auch in den jeweiligen Gremien des Vereins hinsichtlich der verunglimpfenden Unwahrheiten hellhörig geworden sein.

Pressekonferenz nach der Niederlage in Freiburg: “… dann verlierst Du auch verdient”

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Giannikis: "Verpasst in Führung zu gehen"
Giannikis: "Verpasst in Führung zu gehen"

Eine kurze und knackige Pressekonferenz gab es nach dem 0:1 des TSV 1860 München beim SC Freiburg II. Dabei brachte Löwentrainer Argirios Giannikis die Gründe für das 0:1 aus Löwensicht prägnant auf den Punkt.

Pressekonferenz: Giannikis mit klarer Anaylse zur Niederlage in Freiburg

Argirios Giannikis sah eine verdiente Niederlage des TSV 1860 München am gestrigen Samstag im Dreisamstadion gegen den SC Freiburg II. Die Niederlage sah der Löwentrainer vor allem darin begründet, dass seine Mannschaft “zu wenig Phasen hatte, in denen Ballgewinne generiert werden konnten”. Eigentlich hatten sich die Löwen vorgenommen die Freiburger Zweitvertretung früh zu stören und im Spielaufbau bereits unter Druck zu setzen. Wenn mal Ballgewinne gelangen, “haben wir die nicht sauber zu Ende gespielt”, kritisierte Giannikis. Außerdem agierte sein Team bei eigenem Ballbesitz zu fehlerbehaftet. In Kombination mit zu vielen falschen Entscheidungen im letzten Drittel führte das zu einer verdienten Niederlage. Giannikis trauerte den vergebenen Chancen von Lakenmacher und Güler nach, mit denen 1860 hätte in Führung gehen können.

“Vorsprung ist aufgebraucht”

Giannikis analysierte auch die aktuelle Tabellensituation und konstatierte: “Der Vorsprung, den wir uns erspielt haben, ist ein Bisschen aufgebraucht”. Trotzdem habe es 1860 “weiterhin in der eigenen Hand”. Allerdings müssen sich die Löwen jetzt “schnell straffen, um wieder in die Punkte zu kommen.” Damit liegt er sicherlich nicht falsch und gegen Viktoria Köln muss nun am Samstag am Dreier her, um nicht mittendrin zu sein im Abstiegskampf.

 

Giesinger Gedanken nach der Niederlage in Freiburg: Luftschlösser und Lenin

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Gestern war ich war ich mal wieder mit dem E-Auto gen Freiburg unterwegs. Anders als vor ziemlich genau zwei Jahren gab es dank eines Updates der Batterie-Software keinerlei Reichweitenprobleme mehr. Stattdessen konnten wir uns auf der Rückfahrt einer ausführlichen Analyse des SZ-Interviews der Protagonisten des Bündnis Zukunft widmen. Irgendwie konnten wir die Aussagen aber nicht recht greifen und so blieben und vor Allem Luftschlösser und Lenin in Erinnerung.

Vierte Niederlage in Serie

Auf der Rückfahrt gab es wenig über die 1:0-Niederlage des TSV 1860 München zu diskutieren. In der Rückfahrcrew des E-Autos herrschte witestgehende Einigkeit, dass Sechzig einer der schlechteren Leistungen unter Argirios Giannikis abgerufen hatte. Wenn nicht die schlechteste. Lediglich der Volleyschuss von Güler (58. Minute) und Lattenkracher von Lakenmacher (29. Minute) waren sehenswerte Offensivaktionen der Löwen. Als man sich dann nach einer verunglückten Abwehraktion von Verlaat den Gegentreffer einfing (71. Minute), konnte 1860 keinerlei Gefahr mehr entwickeln und wir fühlten uns ein wenig an das Offensivspiel unter Jacobacci erinnert. Zu unpräzise, zu träge.

Unruhige Zeiten stehen bevor

Weitere Diskussionen über das Sportliche mussten nicht geführt werden und so widmeten wir uns der Radioübertragung der Seitenstraße und genossen eine weitere Niederlage des Lokalrivalen. Danach stand 1860  natürlich wieder im Mittelpunkt unserer Gespräche und wir kamen recht schnell auf das umfangreiche SZ-Interview der Herren Möst, Ruhdorfer und Lutz, die für das Bündnis Zukunft sprechen. Interessant war, dass wir alle drei das Interview mehrfach lesen mussten, um überhaupt zu verstehen, was die drei Herren zum Ausdruck bringen wollten. Dabei interpretierten wir diverse Textpassagen vollkommen unterschiedlich. Es war uns lediglich klar, dass durch diesen “offiziellen Wahlkampfauftakt” des Bündnisses 1860 unruhige Zeiten bevorstehen. Auf dem Platz angesichts der erneuten Niederlage und nur sechs Punkten Vorsprung auf den Abstiegsplatz. Und neben dem Platz wegen einer zu erwartenden Schlammschacht bis zur Mitgliederversammlung.

Das Bündnis schaltet in den Wahlkampfmodus

Für Robert Reisinger war das Bündnis Zukunft in unserem Interview am Donnerstag noch “schwer greifbar”. Seit Freitagabend mit Erscheinen des Interviews durfte das Bündnis für ihn und alle Anderen weit weit weniger schwer greifbar sein: Das Bündnis plant nicht weniger als den Frontangriff auf die Gremien des e.V. und strebt nach der Macht bei 1860. Ruhdorfer führt aus: “Der Verwaltungsrat ist das mächtigste Gremium des TSV 1860, er bestimmt das Präsidium, er berät den Wahlausschuss. Bei dieser Wahl im Juni geht es konkret darum, dass man diese einseitige ideologische Ausrichtung und Machtausübung beendet. Dafür brauchen wir die Mehrheit, also mindestens fünf Sitze.” Diese Mehrheit will das Bündnis offensichtlich durch Luftschlösser und basierend auf Theorien von Lenin erreichen.

“Die letzte Chance für Sechzig”

Mehrfach wird betont, dass das Bündnis “die letzte Chance für Sechzig” sei. Warum und weshalb, war uns dreien jedenfalls nicht klar. Eine kausale Herleitung für diese Behauptung ließ sich nicht finden. Also gingen wir das Interview, das von der herrschenden “Stadion-Clique” über Luftschlösser beim Stadion, Thesen von Lenin und einen Vergleich von Hans Sitzbzerger mit Taylor Swift ein breit gefächertes inhaltliches Spektrum bot, nochmal minutiös durch. Wie bei einer Gruppenarbeit an der Uni las einer Frage für Frage vor und wir analysierten zu dritt jede Antwort einzeln. Oder versuchten es zumindest.

Thema Augenhöhe

Ein besonderes Anliegen scheint dem Bündnis eine Kommunkation mit Hasan Ismaik und HAM “auf Augenhöhe” zu sein. Wenn wir es richtig verstanden haben, werden die e.V.-Seite und insbesondere Präsident Reisinger für eine generell nicht stattfindende Kommunikation verantwortlich gemacht. Und wenn sie denn stattfindet, würde sie nicht auf Augenhöhe stattfinden. Wir waren uns einig, dass dieser Vorwurf gegenüber den Vertreten des e.V. wirklich hanebüchen ist. Sind es doch Hasan Ismaik und die HAM-Seite, die sich seit Jahren jeder “Kommunikation auf Augenhöhe” entziehen. Dazu nur zwei Beispiele aus jüngerer Vergangenheit: Der Besuch von Hasan Ismaik im Februar und die wegen “Unwohlsein” der HAM-Vertreter platzen gelassene Beiratssitzung am 22.12.2023. Dass sich Möst dann damit brüstet, dass “wir die erste Partei seit sieben Jahren sind, die überhaupt mal wieder
ein persönliches Gespräch mit ihm [Ismaik] geführt hat”, zeigt ja genau, dass Ismaik den e.V. immer wieder brüskiert und er sich jeder Kommunikation verweigert. Stattdessen tauscht er sich lieber mit Leiten aus, die bei 1860 keinerlei offizielle Funktion ausüben. Übrigens ist Robert Reisinger der fünfte Präsident, der sich an der Kommunikation mit Hasan Ismaik versucht. Vielleicht gibt das einen Anhaltspunkt, wer hier der problematische Kommunikationspartner ist.

Das Schwert der “Undemokratie”

Mehrmals wird im Interview auch behauptet, dass 1860 eine Art undemokratisches System habe. Ruhdorfer beklagt sich: “Als sich die Kandidaten des “Bündnis Zukunft” präsentiert haben, wurde sofort von den Parteiorganen der Stadion-Clique scharf geschossen. Wir wissen das alle – aber demokratisch ist es nicht.” Uns war unklar, was daran undemokratisch ist, wenn im demokratischen Diskussionsprozess auch mal schärfere Meinungen zum Ausdruck gebracht werden. Was sollen Olaf Scholz, Robert Habeck und Christian Lindner da sagen?

Möst treibt es dann aber auf die Spitze: “Es wurde ja ein Antrag auf Online-Wahlen gestellt. Dann wäre es wirklich demokratisch, und alle stimmberechtigten Mitglieder könnten wählen. Dann wäre dieses kleine Konstrukt von ein paar hundert Stimmberechtigten nicht mehr gegeben.” Unseres Wissens kann sich jedes Mitglied am 16.06. ins Zenit bewegen und dort abstimmen. Niemand wird an seiner Wahl gehindert. Folgt man Mösts Argumentation, wären ja alle politischen Wahlen in Deutschland “undemokratisch”, weil sie nicht online stattfinden. Ebenso stellt sich die Frage, ob das vor der vom Bündnis scharf kritisierten aktuellen Satzung des e.V. geltende Delegiertensystem demokratischer gewesen sein soll. Ebenso ist unklar, wieso die aktuelle Satzung nicht dem Konzept “One-man-one-vote” entsprechen soll, wie Lutz anmerkt.

Luftschlösser und Lenin bleiben in Erinnerung

Viele weitere Passagen des Interviews konnten wir nicht so recht nachvollziehen. In Ernninerung bleiben deswegen vor Allem Luftschlösser zum Thema Stadion und Ausführungen über Lenin. Ruhdorfer behauptet, dass ein “Stadion mit vier Trainingsplätzen” “nicht an der Finanzierung scheitern würde”. Da haben wir uns gefragt, wieso so etwas nicht eingebracht wird und wo in München denn der Standort eines Stadions mit vier Trainingsplätzen außenrum sein soll. Der wird unseres Wissen seit den früheren Neunzigern gesucht und wurde bisher nicht gefunden. Immerhin hat Ruhdorfer Recht damit, dass in das Stadionthema “ein völlig anderer Wind rein muss.” Besondere Aufmerksamkeit neben den Luftschlössern rund ums Stadion widmeten wir noch dem Passus über Lenin und dessen “Transmissionsriemen” von Herrn Lutz.

Wir googleten, um herauszufinden, was es damit auf sich hat. Und landeten beim FDBG-Lexikon! Nach Lenin sind z.B. die Gewerkschaften ein “unverzichtbarer Transmissionsriemen”, um – ich zitiere von obigen Link – “das Proletariat möglichst umfassend zu organisieren und „die Verbindung der Avantgarde mit den Massen herzustellen“ sowie „durch ihre tägliche Arbeit die Massen überzeugen, die Massen derjenigen Klasse, die allein imstande ist, uns vom Kapitalismus zum Kommunismus zu führen.“”

Das muss man erstmal sacken lassen, gell? Dagegen ist der Vergleich von Hans Sitzberger mit Taylor Swift irgendwie gar nicht mal so surreal wie er sich noch beim ersten Lesen des Interviews darstellte.

Negativ-Serie geht in Freiburg weiter

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Negativ-Serie geht in Freiburg weiter
Negativ-Serie geht in Freiburg weiter

Der TSV 1860 München hat am Karsamstag das vierte Spiel in Folge verloren. Beim SC Freiburg II hatten die Sechzger insgesamt zwar mehr Chancen. Der Goldene Treffer zum 1:0 (0:0)-Endstand gelang aber den Hausherren eine Viertelstunde vor Ende durch eine Volleyabnahme aus knapp 20 Metern. Die Löwen zeigten eine eher schwache Leistung, zudem will der Ball momentan nicht ins Tor und das nötige Quäntchen Glück fehlt. Dennoch befindet man sich bei sechs Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone immer noch in einer Ausgangsposition, die wir uns im Winter gewünscht hätten. Gegen Köln muss aber dringend ein Sieg her, sonst brodelt es wieder rund um Giesing…

Vrenezi überraschend in der Startelf

Löwen-Coach Giannikis, der auf den verletzten Reinthaler, Niankishi und den gesperrten Glück verzichten musste, konnte im Breisgau wieder auf die Dienste von Verlaat zurückgreifen. Dieser stand ebenso neu in der Startelf wie Starke und überraschenderweise Vrenezi. Dieser konnte die Chance aber einmal mehr nicht nutzen und blieb blass. Die spielstarken Hausherren begannen gut, die Löwen brauchten eine Viertelstunde um in die Partie zu finden. Dann rettete Hiller nach einem groben Fehlpass von Kwadwo bärenstark.

Chancenwucher in Serie

Dann hätten die Münchner eigentlich in Führung gehen müssen. Lautstark unterstützt von 1.500 Löwenfans war das Match in Freiburg schon fast ein Heimspiel und auch die Mannschaft auf dem Feld kam immer besser in Schwung. Erst zog Schröter zu spät ab, sein Schuss wurde geblockt, genauso erging es Verlaat nach einer Ecke. Pech hatte Lakenmacher, der artistisch per Drehschuss abzog. Sein Schuss krachte aber nur an die Querlatte. So ging es mit dem torlosen Remis in die Pause.

Gegentor in Löwen-Druckphase

Nach einer guten Anfangsphase der Freiburger drückten die Münchner nach einer Stunde aufs Gas und erarbeiteten sich eine Reihe an Hochkarätern. Doch Güler scheiterte gleich zwei Mal im Abschluss, einmal hatte auch er Pech, als Freiburgs Keeper eine perfekte Direktabnahme aus dem Winkel fischte. Die Löwen drückten, Freiburg traf – wie so oft in letzter Zeit. Gut 70 Minuten waren gespielt als das 1:0 fiel. Die Hausherren flankten, Verlaat köpfte den Ball mittig aus der Gefahrenzone. Freiburgs Marino nahm das Leder volley und traf zur Freiburger Führung, Hiller war chancenlos.

Bemüht aber nicht zwingend

Die Münchner versuchten es in der Schlussphase noch einmal, den Ausgleich zu erzwingen. Doch das Aufbauspiel war oft zu umständlich. So kam keine echte Torchance mehr zu Stande. Am Ende war es eine unnötige aber insgesamt auch nicht unverdiente 0:1-Niederlage. Insgesamt war es ein eher langweiliges Spiel, das ein 0:0 am ehesten widergespiegelt hätte. Das komplette Spiel zum Nachlesen gibt es hier im Live-Ticker.

Gegen Köln muss ein Sieg her

Gegen Viktoria Köln ist nun am Samstag Abstiegskampf pur angesagt. Ein Heimsieg muss her, dann sollte das Thema Klassenerhalt für diese Saison weitgehend durch sein. Und fast noch wichtiger: Den Dreier brauchen die Münchner, damit Giannikis und sein Team weiter in Ruhe arbeiten können, ohne dass in so manch wankelmütigem Löwen-Lager wieder die Panik ausbricht.

 

Liveticker: SC Freiburg II – TSV 1860 München (31.Spieltag)

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Herzlich willkommen zum Liveticker am 31.Spieltag der Saison 2023/24 mit dem Duell zwischen dem SC Freiburg II und dem TSV 1860 München!

Die Löwen wollen die Kehrtwende – nach drei Niederlagen in Folge soll es endlich wieder mit Punkten klappen. Die Voraussetzungen dafür könnten schlechter sein, schließlich ist der TSV 1860 München am Osterwochenende beim Tabellenletzten zu Gast. Doch Vorsicht ist geboten: die Breisgauer haben in den letzten fünf Partien ordentlich gepunktet und wollen ihrerseits weiterhin erfolgreich sein, auch wenn der Abstieg schon so gut wie besiegelt sein dürfte. Gelingt dem TSV 1860 München dennoch ein Auswärtssieg im Dreisamstadion?sechzger.de berichtet im Liveticker von der Partie, die um 16:30 Uhr angepfiffen wird.

Aufstellung:
Hiller – Ludewig (57. Kurt), Verlaat (C), Kwadwo, Greilinger – Rieder, Starke (65. Steinhart) – Schröter (76. Zejnullahu), Guttau, Vrenezi (46. Güler) – Lakenmacher (65. Zwarts)

Bank:
Richter (TW), Kloss, Ouro-Tagba, Muteba

Tore:
1:0 Marino (71.)

Die Personalsituation

Es fehlen:
Max Reinthaler (Innenbanddehnung), Marlon Frey (Rotsperre), Michael Glück (Gelbsperre), Daniel Winkler (Kreuzbandriss)

Ausfälle beim SC Freiburg II: Alessio Besio, Niklas Sauter, Oskar Wiklöf (alle Aufbautraining), Serge Müller (Sprunggelenk), Julian Stark (Rotsperre), Johannes Wurtz (Kreuzbandriss)

Diesen Löwen droht eine Sperre

Fabian Greilinger und Tim Rieder haben bereits vier gelbe Karten gesehen, bei einer weiteren Verwarnung müssen sie also ein Spiel aussetzen. Fynn Lakenmacher, Julian Guttau, Marlon Frey, Kaan Kurt, Abdenego Nankishi und Valmir Sulejmani stehen aktuell bei drei gelben Karten.

Wo könnt ihr das Spiel SC Freiburg II – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Etwa 1400 Löwenfans reisen dem TSV 1860 München heute hinterher und unterstützen die Mannschaft aus dem Gästeblock heraus. Karten sind nur noch online erhältlich, es gibt keine Tageskasse.

Das Match wird nicht im Free-TV übertragen, MagentaSport ist jedoch natürlich wie gewohnt vor Ort. Das Spiel wird vom Sender sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream angeboten.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99€ gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Winningers Wirtshaus Weisheiten: SC Freiburg II – TSV 1860

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Winningers Wirtshaus Weisheiten SC Freiburg II TSV 1860 München 31.Spieltag 2023 24 Dreisamstadion

Vor dem Auswärtsspiel des TSV 1860 München beim SC Freiburg II analysiert Bernd Winninger die Spielweise und Taktik des SCF-Nachwuchs in seinen Wirtshaus Weisheiten.

Wirtshaus Weisheiten vor SC Freiburg II – TSV 1860 München

Drei Niederlagen in Folge hat der TSV 1860 München aktuell vorzuweisen – nicht gerade das, was man sich als Löwenfan unbedingt wünschen würde. Entsprechend ist die Haltung klar: ein Auswärtssieg im Breisgau muss her. Am Osterwochenende geht es gegen den Tabellenletzten der 3.Liga. Neben der schriftlichen Analyse in der Taktiktafel hat Bernd Winninger auch wieder in seinen Wirtshaus Weisheiten einen ausführlichen Blick auf den nächsten Gegner der Löwen geworfen. Das ist am heutigen Samstag im Dreisamstadion der SC Freiburg II. Thomas Stamm, der den Verein zum Saisonende verlässt, ist für die Geschicke des SCF-Nachwuchs verantwortlich. Wie er spielen lässt und welche Taktik er in der Regel auf den Platz bringt, erfährt der interessierte Fan wie gewohnt in den Wirtshaus Weisheiten.

sechzger.de berichtet natürlich wie gewohnt im Liveticker von der Partie und von der Anreise nach Freiburg.

WWW als Video und Podcast

Ob Youtube oder einer der zahlreichen Podcast-Anbieter – Winningers Wirtshaus Weisheiten gibt es an vielen Stellen. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

SC Freiburg II – TSV 1860: Wunschaufstellungen sechzger.de

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Voller Ungeduld wartet die Löwengemeinde nach der Länderspielpause auf das nächste Spiel der 1860-Profis! So ist es vielleicht zu erklären, dass für die Partie bei der Zweitvertretung des SC Freiburg gleich sechs Mitglieder der sechzger.de-Redaktion ihre Wunschaufstellungen für den 31. Spieltag abgegeben haben. Wie wird Löwen-Coach Argirios Giannikis sein Team im Dreisamstadion auf den Rasen schicken?

Wunschaufstellungen zu SC Freiburg II – TSV 1860

Christian Jung

Mit einem offensiven 4-1-3-2 will Christian das Dreisamstadion stürmen. In der Defensive ist er voller Hoffnung, dass sowohl Winterneuzugang Max Reinthaler, als auch Kapitän Jesper Verlaat mit an Bord sind. Und Manni Starke gibt den einzigen Mann vor der Abwehrkette.

Die Wunschaufstellung von Christian

Bernd Winninger

Der Verfasser der Taktiktafel wählt einen fast identischen Ansatz, wie Christian – allerdings darf bei ihm Tim Rieder statt Manni Starke in Freiburg auf die Sechs.

Die Wunschaufstellung von Bernd

Thomas Enn

Eigentlich hätte unser “Mister Giesinger Gedanken” gerne Michi Glück anstelle von Jesper Verlaat in die Startformation gestellt. Leider fehlt der junge Österreicher ja wegen seiner fünften Gelben Karte aus dem Spiel gegen Preußen Münster. Glück für den Kapitän! Und damit die gleiche Abwehrformation, wie bei Christian und Bernd. Ganz vorn muss bei Thomas Fynn Lakenmacher auf die Bank und Joel Zwarts gibt die einzige Spitze.

Die Wunschaufstellung von Thomas Enn

Stefan Kranzberg

Zwarts auf die Bank und Lakenmacher vorne rein – so wünscht sich das Stefan Kranzberg, der für das defensive Mittelfeld außerdem eine Überraschung begrüßen würde: Der 19jährige Moritz Bangerter feiert bei Stefan sein Drittligadebüt neben Routinier Starke. Rieder rückt in die Abwehrreihe, wo auch Fabian Greilinger hinten links erneut dabei ist. Ob dieser Wunsch wohl mit der Befürchtung zu tun hat, dass sowohl Verlaat, als auch Reinthaler nicht rechtzeitig fit werden?

Die Wunschaufstellung von Stefan

Thomas Spiesl

Unser derzeitig einziger Vertreter in der LÖWENRUNDE wünscht sich morgen Nachmittag ein klassischen 4-4-2 mit den beiden Spitzen Zwarts und Lakenmacher, während Nankishi eine Pause auf der Bank verordnet bekommt. Moris Schröter darf sich in der Viererkette im halblinken Mittelfeld einreihen. Mal was ganz anderes!

Die Wunschaufstellung von Thomas Spiesl

Florian Buch

Und auch unser Redaktionsküken hat eine kreative Idee: Er schickt den zuletzt sehr treffsicheren Julian Guttau in die Spitze und Lakenmacher zusammen mit Nankishi und Schröter direkt dahinter. Im Abwehrverbund gibt auch bei FloBu Fabi Greilinger den linken Außenverteidiger.

Die Wunschaufstellung vom FloBu

Eure Meinung ist gefragt

Welche der aufgeführten Aufstellungen kommt Eurer Wunschelf am nächsten? Oder habt Ihr ganz andere Ideen? Wir sind gespannt auf Eure Vorschläge!

Grafiken: meineaufstellung.de

SC Freiburg II – TSV 1860 München, die Taktiktafel vor dem Spiel

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem Spiel unseres TSV 1860 München bei der U23 des SC Freiburg. Die extrem junge Mannschaft der Freiburger musste im Sommer einen großen Umbruch verdauen. Was erwartet uns am Samstag beim Nachwuchs des SCF?

Am 31.Spieltag steigt die Partie SC Freiburg II – TSV 1860 München. Gegen die zweite Mannschaft der Breisgauer sieht die Bilanz für die Sechzger absolut positiv aus. Vier von fünf Pflichtspielen konnten bisher gewonnen werden, nur einmal verloren die Löwen. In dieser Saison hat Freiburg bisher erst fünf Mal gewinnen können, ebenso oft Unentschieden gespielt und 20 Niederlagen eingesteckt.

Thomas Stamm, Trainer der Freiburger Nachwuchskicker, setzt mittlerweile auf ein 3-5-2, nachdem er in der Hinrunde und in den ersten Spielen nach Ende der Winterpause noch hauptsächlich mit einer Viererkette in der Abwehr agierte. Das 3-5-2 verschiebt sich gegen den Ball zu einem 5-3-2 bzw. 5-4-1. Schmerzlich vermissen werden die Freiburger Julian Stark, der gegen Halle die rote Karte sah.

Im Pressing ist Freiburg eher wenig aggressiv einzuordnen, die Defensivlinie steht in Erwartung gegnerischer Positionsangriffe zunächst meist mittig.
Bei eigenem Ballbesitz orientiert sich Freiburg im Positionsspiel mit variablem Kombinationsspiel auf der gesamten Breite des Feldes. Nach Eindringen ins letzte Drittel des Gegners geht Freiburg meist über die Halbpositionen kommend oft erst spät ins Zentrum.

Vor der genaueren Betrachtung der Freiburger Spielweise gibt es an dieser Stelle wie immer die statistischen Werte des kommenden Gegners.

Statistische Werte des SCF II

  • Ballbesitz 55% (Platz 3)
  • Passgenauigkeit 81%
  • defensive Zweikampfquote 63%
  • Flankengenauigkeit 33%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 9,77

Wie spielt Freiburg II?

Das mittlerweile bei Freiburg etablierte 3-5-2 bietet den Breisgauern variable Möglichkeiten, welche die intelligenten Spieler im zweitteuersten Kader der Liga auch gut ausnutzen. Variantenreich nach vorne und im Zentrum kompakt gegen den Ball sind die Hauptmerkmale beim SCF II.

Bei Ballbesitz

Beim Freiburger Nachwuchs setzt man klar auf Kombinationsspiel. Der Ball wird laufen gelassen, kurze Kombinationen über die gesamte Breite des Feldes mit hohem Tempo in Richtung gegnerischem letzten Drittel dominieren das Geschehen. Falls über die Außenpositionen eröffnet wird, geht Freiburg dort auch gerne die Linie am Flügel entlang. Dies erfolgt allerdings immer über möglichst viele Stationen. Das Spiel in die Halbräume, von wo auch immer der jeweilige Angriff lanciert wurde, erfolgt beim Eintritt bzw. kurz nach dem Eindringen ins letzte Drittel. Kann sich der Spieler dort dann durchsetzen, wird das Spiel erst möglichst spät wieder ins Zentrum verlagert. Hier zeigten sich bei der Beobachtung der Spiele der Breisgauer mehrere Varianten.

Varianten in der Offensive

Wenn das Anspiel über einen langen Diagonalpass kommt, folgt meist ein tiefer Lauf auf der Halbposition weit in den Sechzehnmeterraum des Gegners hinein und von dort ein Anspiel in die Mitte oder den zentralen Rückraum.

Wird der Spieler auf der offensiven Halbposition aus dem Zentrum heraus angespielt, versucht man das Momentum der Verschiebung beim Gegner in diese Richtung auszunutzen, indem ein Pass oft knapp vor dem Strafraum wieder in die Mitte kommt. Dort wird entweder gleich der Abschluss gesucht oder der Spieler auf der anderen Halbposition, der dann oft Platz vor sich vorfindet. So kann er in Szene gesetzt und ihm ein Lauf in die Tiefe des Sechzehners ermöglicht werden.

Kommt Freiburg über den Flügel ins gegnerische letzte Drittel, versucht der ballführende Spieler entweder wie in der ersten erwähnten Variante das weite diagonale Abspiel oder aber er sucht selbst die Tiefe, wenn Platz vorhanden ist, um über Flankenläufe zu arbeiten, die dann meist aber entweder mit inversen Läufen oder über Kombinationsspiel in der Tiefe gelöst werden. Seltener sieht man bei Freiburg die hohen Flanken vom Flügel ins Zentrum. Die Variante von außen zunächst in die Randpositionen der Box zu kommen und von dort mit flachen Flanken zu arbeiten wird eindeutig häufiger gewählt.

Dass Freiburg, obwohl sie den vierthöchsten Ballbesitz der Liga verzeichnen, nur auf Platz 15 steht was die eigene Flankenhäufigkeit betrifft zeigt ebenfalls, dass im letzten Drittel des Gegners das Spiel im Zentrum und den Halbräumen deutlich bevorzugt wird.

Probleme vor dem Tor

Generell ist allerdings das Spiel vor dem gegnerischen Tor bei Freiburg problematisch. Oft ungenau und hektisch agierend erspielt sich Freiburg die wenigsten Schussmöglichkeiten der Liga in der gegnerischen Box.

Die Zuspiele in die Box haben bei Freiburg im Schnitt diese Saison ähnlich gute Zahlen wie beim jeweiligen Gegner. Der Erfolg dabei liegt allerdings um 25 Prozent unter dem der Kontrahenten. Etwa die Hälfte der Schüsse Freiburgs kommen von jenseits der Strafraumgrenze.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Freiburg bis ins letzte Drittel des Gegners hinein grundsätzlich immer ein gutes hochwertiges Spiel zeigt, dort dann aber oft Ideen und Durchschlagskraft sowie Passgenauigkeit zu wünschen übrig lässt. In einigen Spielen nach der Winterpause war aber dieses Manko stark verbessert, weshalb man sich auch gegen Freiburg nie in Sicherheit wiegen darf.

Gegen den Ball

Ist der Gegner in Ballbesitz, zieht sich Freiburg schnell und diszipliniert zurück. Hohes Pressing wird im Normalfall nur dann eingesetzt, wenn der SCF II in Rückstand gerät.

Die Pressinglinie setzen die Breisgauer bisher meist mittig in der gegnerischen Spielfeldhälfte. Die Defensivlinie wird meist auf mittlerem Niveau aufgestellt, um im Mittelfeld nicht zuviel Platz zu lassen.

Schafft es der Gegner sich nach Überspielen der Pressinglinie bis ins letzte Drittel der Freiburger durchzukämpfen, erwartet ihn dort eine 5-3 oder 5-4 Formation vor der Freiburger Box. Je nachdem, wie die Raumaufteilung beim Gegner aussieht, passt Freiburg sich da an. Der ballferne Mittelfeldaußen kippt auch oft nur sehr spät in die Kette ab, was dort dann eine leichte Asymmetrie zur Folge hat.

Grundsätzlich sind die jungen Breisgauer gegen den Ball weder zimperlich noch zurückhaltend. Man könnte aufgrund des hohen Ballbesitzes der Nachwuchstruppe ja grundsätzlich vermuten, dass a) wenig Zweikämpfe geführt würden und b) auch die abgefangenen Pässe deutlich niedrigere Zahlen aufweisen als die der Gegner im Schnitt. Dem ist allerdings absolut nicht so. Bei den Zweikämpfen gegen den Ball kommt Freiburg im Schnitt auf eine höhere Anzahl als ihre Gegner und bei den abgefangenen Pässen stehen nur um knapp neun Prozent weniger auf dem Konto als bei deren bisherigen Kontrahenten. Rechnet man das auf die Ballbesitzanteil der Gegner herunter, gleicht sich das nahezu aus.

Wie kann man Freiburg knacken?

Bei Ballbesitz

Wichtig wird es für den TSV 1860 sein gegen den SC Freiburg vor allem im Zentrum präsent und extrem präzise zu sein. Die eigenen Flügel deckt Freiburg durch gute vertikale und horizontale Verschiebung meist gut ab. Ballfern rücken die Freiburger Mittelfeldaußen gern auf die Halbposition ein, um auch das Zentrum eng und schwer bespielbar zu machen. Wenn überhaupt kippt der ballferne Mittelfeldfeld außen nur bei einem Flankenwechsel des Gegners auf seine eigentliche Defensivposition ab.

Schnelle Kombinationen mit hoher Präzision vor allem im letzten Drittel und bei der Penetration der Box, Doppelpassspiel, das Mitaufrücken aus dem defensiven Mittelfeld und eines Außenverteidigers wird nötig sein, um die für gelungene Kombinationen ausschlaggebende Überzahl herzustellen.

Gegen den Ball

Genau wie in der Offensive ist gegen den SC Freiburg II für den TSV 1860 München auch für die Defensive eine starke Zentrale wichtig. Freiburg kommt wie erwähnt im letzten Drittel gern über die Halbpositionen oder durch die Mitte.

Kommt Freiburg über den Flügel, ist aufgrund der hohen technischen Fähigkeiten der Außenspieler der Freiburger das Abkippen in die Kette aus dem Mittelfeld sehr zu empfehlen. Ob das diagonal von der Außenposition nach innen geschieht oder die Spieler in zentraleren Positionen diese Aufgabe bekommen, muss situationsbedingt auf dem Platz entschieden werden. Gute Kommunikation ist wichtig, damit sich dabei keine Missverständnisse ergeben.

Stärken und Schwächen des Systems 3-5-2

Stärken

Das System ermöglicht bei Ballbesitz eine gute Staffelung in der Breite und Tiefe. Dadurch kann eine für Passkombinationen gute Raumaufteilung entstehen.

Zwei Stürmer in der Spitze bringen starke Präsenz im Zentrum des gegnerischen Abwehrdrittels. Durch ein kompaktes Mittelfeldzentrum lässt man dem Gegner gegen den Ball wenig Raum.

Schwächen

Es ergeben sich bei Ballverlust teilweise weite Abstände, die der Gegner bei schnellem Spiel gut ausnutzen kann.

Die für die Flügelspieler langen Laufwege können in einem dynamischen Spiel mit viel Ballbesitzwechsel zu verfrühtem Kraftverlust der Außenspieler und damit zum Erlahmen des Drucks führen, der über die Flügel aufgebaut werden soll.

Die Flügel sind nur einfach besetzt. Deshalb können entweder Defensive oder Offensive dort schwächeln.

Gegen Systeme, in denen mit zwei oder mehr Stürmern agiert wird, kann es bei Kontern des Gegners oder zügigen Positionsangriffen leicht zu einer Unterzahl in der Hintermannschaft kommen.

Schlüsselspieler

Tor

Ratespiel im Tor. Benjamin Uphoff (#1), der des Öfteren auch in der ersten Mannschaft auf der Bank sitzt, oder doch die Winterleihgabe von den Nachbarn aus der Seitenstraße Lukas Schneller (#38)? Ich persönlich vermute, dass Uphoff zu seinem 18.Einsatz für den SCF II in dieser Saison kommen wird. Mit seinen 30 Jahren ist Uphoff ein routinierter Keeper, der seiner Hintermannschaft Sicherheit vermitteln kann und in dieser Saison mit seinen Paraden schon einige Gegentore verhindern konnte. Seine Strafraumbeherrschung sowie seine Reflexe bewegen sich auf überdurchschnittlichem Niveau. Im eins gegen eins hat man statistisch gesehen diese Saison eine 50/50 Chance ihn zu überwinden.

Abwehr

Ob der nach einer Sprungelenksverletzung wiedergenesene Serge Müller (#13) seinen Stammplatz in der Abwehr wieder einnimmt, wird man sehen. Sollte er spielen, nimmt der schnelle und auch kopfballstarke Verteidiger vermutlich die zentrale Position in der Abwehrkette ein. Der zweikampfstärkste Verteidiger der Breisgauer ist zur Zeit Joél Bichsel (#25) der – sofern er spielt – auch für den Aufbau aus der Defensive heraus zuständig ist.

Mittelfeld

Julian Stark (#11) wird dem SC Freiburg II im Spiel gegen den TSV 1860 München wegen einer Rotsperre fehlen. Mit Mika Baur (#22), der einer der Top Spieler im zentralen Mittelfeld in Liga drei ist und auch schon viermal im Kader der ersten Mannschaft der Breisgauer stand (allerdings ohne Einsatz), hat Thomas Stamm in der gestalterischen Position auf dem Spielfeld für Stark einen adäquaten Ersatz am Start. Technisch exzellent ausgebildet, dribbelstark und äußerst passsicher kann der erst 19-Jährige extrem gefährliche Situationen kreieren. Wenn er schießt ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Ball aufs Tor geht überdurchschnittlich hoch. Auch gegen den Ball ist er sehr einsatzfreudig und gewinnt dabei deutlich mehr Duelle als er verliert.

Sturm

Maximilian Breunig (#29), der auch zum erweiterten Kader der Bundesligamannschaft der Breisgauer zählt, kommt auf bisher zehn Treffer. Sieben davon hat er in den letzten fünf Spielen erzielt. Der Mittelstürmer hat momentan einen wirklich guten Lauf. Er ist also derzeit extrem torgefährlich, dazu obendrein Kopfballstark und kann auch im eins gegen eins seine Gegenspieler aussehen lassen wie Slalomstangen. Höchste Vorsicht ist geboten, wenn Breunig in der Box angespielt wird.

Fazit

Die nach der Winterpause erstarkten Freiburger muss man auf alle Fälle sehr ernst nehmen. Freiburg hat nichts zu verlieren und kann ungehemmt aufspielen. Es wird kein leichtes Spiel für die Mannschaft des TSV 1860 München im Dreisamstadion gegen den SC Freiburg II. Das ist klar.

Allerdings denke ich, dass man dort punkten muss und kann. Vor allem unsere Offensive sollte gegen Freiburg zeigen können, dass man dominant spielen kann. Man muss das Heft selbst in die Hand nehmen.

Gelingt das, sind drei Punkte möglich. Vor Freiburg braucht man nicht in Ehrfurcht erstarren, aber natürlich ist aufgrund der technischen Fähigkeiten der Spieler auf allen Positionen immer Vorsicht geboten, wenn Freiburg beginnt sein Kombinationsspiel aufzuziehen.

Ich bin zuversichtlich, dass unsere Sechzger Punkte aus dem Breisgau mitnehmen.

So könnte der SC Freiburg II gegen den TSV 1860 beginnen

Datenquelle: Wyscout