In einer Presserunde stellte sich das neugegründete “Bündnis Zukunft 1860” heute erstmalig vor. Das Interesse war groß, diverse Medienvertreter nahmen an der virtuellen Konferenz teil. Viel wurde über die Ziele gesprochen, vor allem soll ein respektvoller Umgang geschaffen werden. Die Verwaltungsratswahl im nächsten Jahr sei im Bündnis Zukunft dagegen bislang kein Thema gewesen.
Bündnis Zukunft 1860 will Gemeinsam zwischen beiden Gesellschaftern erreichen
Viel war bereits über ein neues Bündnis berichtet worden, dass sich beim TSV 1860 München in der Gründung befand. Eine Gruppe aus Privatpersonen und Sponsoren, die Ende Oktober in einem offenen Brief ihren Unmut kundgetan und unter anderem die Verlängerung mit Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer verlängert hatten, fanden sich für die neue Vereinigung zusammen – so wirkte es zumindest bis zuletzt. Auch wenn der Gedanke in der Alm am Trainingsgelände entstanden sei, wolle man sich dennoch von der Begrifflichkeit “Sponsoren” lösen so der Tenor von Martin Gräfer (die Bayerische) und Anton Hiltmair (WOHNEN & GUT LEBEN GmbH), die das Bündnis stellvertretend vorstellten.
Gerade in der aktuellen Lage wolle man versuchen wieder einen respektvolleren Umgang unter allen Parteien zu erreichen. Gemeint sind damit alle Bereiche: von den beiden Gesellschaftern bis hin zu den Löwenfans, unter denen die Stimmung zuletzt auch immer rauer wurde. Zwar habe man nicht den gleichen Sachstand wie die Gremien des TSV 1860 München, an vier Themenkomplexe soll aber dennoch gemeinsam mit den Verantwortlichen gearbeitet werden. Dazu zählen die Jugend- & Nachwuchsförderung, Stadion & Infrastruktur, Vision, Marke & Kommunikation sowie die Finanzplanung, Vereins- & Gesellschafterstruktur.
Fokus auf den Profifußball
Auf Nachfrage von sechzger.de, wie man die Mammutaufgabe “Gemeinsam” zwischen den beiden Gesellschaftern angehen wolle, wurde zunächst bestätigt, dass es sich wahrhaftig um eine Mammutaufgabe handele. Das sei den Beteiligten bewusst, es gebe aber weder für das Bündnis noch für die Zusammenarbeit einen Plan B. Insofern sei man gewillt alles zu versuchen, um die momentan besonders zerstrittenen Parteien wieder an einen Tisch zu bekommen. Ob das gelingen könne, sei noch ungewiss; grundsätzlich signalisierten aber sowohl der e.V. als auch die HAM-Seite Interesse an der Initiative.
Ohnehin sehe man sich nicht als Opposition, man wolle mit den bestehenden Strukturen für eine bessere Zukunft des TSV 1860 München sorgen. Die Bereitstellung von Kandidaten für die Verwaltungsratswahl im nächsten Jahr sei im Bündnis Zukunft bislang kein Thema gewesen. Entsprechend sei man auch nicht vergleichbar mit Initiativen, die es in der Vergangenheit bereits gab. Beispielhaft wurde hier das “Team Profifußball” genannt, von dem kein einziger Kandidat in den Verwaltungsrat gewählt wurde.
Plädoyer für Grünwalder Stadion und 50+1
In der Ankündigung der neuen Vereinigung hieß es zudem “Das Bündnis verfolgt das Ziel, den Verein inhaltlich und strukturell entscheidend voranzubringen.” Auf Nachfrage von sechzger.de betonte Martin Gräfer, dass sich das Bündnis Zukunft allein auf den Profifußball fokussieren möchte. Die anderen Abteilungen des TSV 1860 e.V. sind entsprechend kein Thema. Einzig die Löwinnen könnten noch in den Fokus rücken, um den TSV 1860 München auch im Frauen-Profifußball etablieren zu können.
Gräfer gab zudem ein deutliches Plädoyer für das Grünwalder Stadion ab, auch wenn die wirtschaftliche Situation bei der Spielstätte schwierig sei und verbessert werden müsse. Außerdem befürwortet er die 50+1 Regel, er sei “kein Fan von Fußball, der ausschließlich dem Kommerz dient“. Die Regelung bedeute aber auch eine “unglaubliche Verantwortung für die Gremien, das Große und Ganze im Blick zu behalten“. Ob die neue Initiative Erfolg hat, wird sich in den kommenden Monaten erst zeigen. Man müsse abwarten und möglicherweise auch die Segel streichen, wenn man merke, dass es nicht funktioniert.
Aufgerufen zur Teilnahme an dem Bündnis, in dem “Politik keinen Platz” hat, sind alle Löwenfans. Man wolle eine große Plattform schaffen, in der sich jeder einbringen kann. Bereits online sind die Auftritte in den sozialen Medien wie bei Facebook. Die Homepage soll in den kommenden Stunden erreichbar sein.
Pressemitteilung: “Bündnis Zukunft 1860 stellt sich vor und nimmt Arbeit auf”
Am heutigen Dienstag stellte sich das neue BündnisZukunft1860 vor. Das BündnisZukunft1860 ist eine Plattform, die von treuen und langjährigen Unterstützern des TSV 1860 München gegründet wurde. Das Bündnis verfolgt das Ziel, den Verein in der nächsten Zeit inhaltlich und strukturell entscheidend voranzubringen. Es gibt wesentliche Zukunftsaufgaben, vor denen der TSV 1860 München steht, die bislang ungeklärt sind. Das Bündnis wird diese nicht alleine lösen können, möchte aber einen Beitrag dazu leisten, dass diese Aufgaben sachlich und im Interesse des TSV 1860 München und der bestehenden Gremien diskutiert und gelöst werden.
Das BündnisZukunft1860 lädt alle Stakeholder des TSV 1860 München ein gemeinsam an den wichtigsten Themen zu arbeiten und dort echte Fortschritte zu erzielen. Das Bündnis wird sich auf die vier zentralen Zukunftsthemen konzentrieren und dabei auch externe und vor allen Dingen unabhängige Experten einzubeziehen, um diese Themen voranzutreiben. Es handelt sich dabei um die Aufgabenpakete 1. Vision, Marke & Kommunikation, 2. Stadion & Infrastruktur, 3. Finanzplanung & Gesellschafterstrukturen, sowie 4. Jugend- & Nachwuchsförderung. Diese Themen sollen in verschiedenen Arbeitsgruppen bearbeitet werden. Dabei arbeitet das Bündnis transparent und steht allen neutralen und interessierten Unterstützern, die einen Beitrag leisten wollen und können, offen gegenüber. Das gilt gerade auch für die Einbeziehung der Fans und Mitglieder.
Dabei setzt das BündnisZukunft1860 auf eine enge und konstruktive Zusammenarbeit mit dem TSV 1860 München, mit den bestehenden Entscheidungsgremien sowie mit dem Investor. Alle diese Themen gilt es im Sinne des TSV 1860 München miteinander zu bearbeiten, damit wesentliche Entscheidungen vorangetrieben werden, die die zuständigen Gremien dann treffen können.
Grundlage der gemeinsamen Arbeit mit allen Gremien und Verantwortlichen des TSV 1860 ist die verbesserte inhaltliche und strukturelle Arbeit zum Wohle von 1860, seiner Mitglieder und allen Fans.
Das BündnisZukunft1860 ist:
- überparteilich und offen für alle!
- geeint durch seine inhaltliche Ausrichtung, wesentliche Themen für den TSV 1860 München voranzutreiben,
- allen geltenden Bestimmungen wie auch der Satzung des Vereins verpflichtet, aber keiner Person oder handelnden Parteien beim TSV 1860.
- nicht abhängig von einzelnen Unternehmen, Sponsoren oder Organisationen.
- unabhängig von den sonstigen Zielen und Interessen des Vereins, der KGaA und der Investoren.
Das BündnisZukunft1860 verfolgt einen längerfristigen Fahrplan, will aber in allen genannten Themenbereichen bereits in den kommenden Monaten erste wichtige Ergebnisse produzieren. Diese Ergebnisse sollen den verantwortlichen Stakeholdern der KGaA zur Verfügung gestellt werden.
Mit der Initiierung des Bündnisses und der weiteren Bearbeitung der genannten vier Themen wird das Ziel verfolgt möglichst viele und geeignete Unterstützer, vor allem aber auch die Fans des Vereins für das Bündnis zu gewinnen.
Das BündnisZukunft1860 lädt insofern alle Unterstützer und Fans des TSV 1860 München herzlich ein, die Arbeit des Bündnisses aktiv mitzuverfolgen und nachhaltig zu unterstützen.
Alle Interessierten und die Öffentlichkeit werden kontinuierlich über laufende Aktivitäten des BündnisZukunft1860 informiert sowie über Fortschritte in den Arbeitsgruppen. Es wird zudem für jede und jeden Interessierten die Möglichkeit geben, sich aktiv inhaltlich in die Arbeit des Bündnisses einzubringen und Ergebnisse der Arbeit zu besprechen. Dazu werden in Kürze Beteiligungsmöglichkeiten geschaffen. Außerdem wird in wenigen Tagen eine eigene Homepage frei geschaltet werden, auf der sich Interessierte als Unterstützer des Bündnisses registrieren können. Seit heute sind bei Facebook, Instagram, und LinkedIn weitere Anlaufpunkte zur Information und für den Austausch geschaffen worden.













