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PK in Mannheim: “Gegen Sechzig? – Da freut sich jeder drauf!”

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Großes Interesse in Mannheim

14.700 Tickets (davon rund 3.000 an die Fans des TSV 1860 München) konnte der SV Waldhof Mannheim für den Jahresauftakt am Samstag (14.00 Uhr im sechzger.de-Liveticker) bereits absetzen. Dies war die erste Information, die in der Pressekonferenz der Mannheimer vor dem Duell mit den Münchner Löwen am Donnerstag Vormittag kommuniziert wurde. Letztlich wird die Kulisse beim Duell zwischen den Kurpfälzern und 1860 mehr als doppelt so groß sein, wie der normale Zuschauerschnitt beim SVW bei den vorherigen neun Heimspielen. Das ewig junge Duell elektrisiert die Massen. Auch Waldhof-Coach Christian Neidhart bestätigt den Medienvertretern einen Kribbeln im Hinblick auf die Partie:

Ja, sehr. Gerade wenn man weiß, dass das Stadion voll ist, dass ein Gegner wie Sechzig München kommt. Mit viel Tradition. Ich glaube, da freut sich jeder drauf, jeder Fußballfan, aber auch wir als Trainer. Und auch die Mannschaft freut sich riesig auf das Spiel.

Holzhauser-Leihe unterstreicht Ziele der Löwen

Die zwei Vereine trennen in der aktuellen Drittligatabelle nur zwei Plätze (und vier Punkte). Für die ambitionierten Waldhöfer ist es extrem wichtig, den Kontakt zur Spitze nicht zur verlieren. Kommt da ein direkter Mitkonkurrent um die Spitzenplätze, der sich obendrein mit Raphael Holzhauser nochmal nachdrücklich verstärkt hat, für den Waldhof-Trainer gelegen?

Ich glaube, dass Sechzig München gerade mit der Verpflichtung nochmal audrücklich gezeigt hat, wo der Weg hingehen soll. Sie haben die Qualität im Kader jetzt nochmal deutlich erhöht. Aber auch – glaub ich – den Druck. Wer aufsteigen will, hat diesen Druck und Sechzig München als Traditionsverein sicher genauso, wie wir auch. (…) Eine sehr spielstarke Mannschaft, die es auch fußballerisch lösen will.

Bewertung der Vorbereitung

Mit Niederlagen gegen die Zweitligisten Heidenheim (0:2) und den KSC (1:5) sowie gegen Ligakonkurrent Wiesbaden (0:2) hat Waldhof Mannheim in der Winterpause eher negativ, als positiv überascht. Die Bewertung der vergangenen zwei Monate fällt für Christian Neidhart dennoch positiv aus:

Ich glaube schon, dass wir als Mannschaft ein Stück weiter gekommen sind. Die Vorbereitung war von allem bißchen was dabei. Wir haben leider das Testspiel in Basel gehabt, was ausgefallen ist. Dann waren ja eine Woche Minusggrade – da konnten wir wirklich auch nur impovisieren, haben aber das beste aus der Situation gemacht. Danach war die Vorbereitung eigentlich okay. (…) Die Ergebnisse sind für mich wirklich zweitrangig, was in der Vorbereitung passiert, weil dafür kannst du dir am Ende des Tages nichts kaufen.

Nach zehneinhalb Minuten waren alle Fragen der Pressevertreter in Mannheim beantwortet.

Bär im Interview: “Ich bin wieder gesund und brenne auf Einsätze!”

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Marcel Bär (TSV 1860)

21 Tore erzielte Marcel Bär in der letzten Spielzeit und wurde damit Torschützenkönig in der 3. Liga. Nach zwei weiteren Treffern zum Saisonauftakt bei Dynamo Dresden zog sich der Stürmer im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund einen Mittelfußbruch zu und fiel monatelang aus. Nun möchte Bär wieder voll angreifen, wie er im Interview mit der AZ klarstellt.

Marcel Bär im Interview

Vier Einsätze absolvierte Marcel Bär vor der langen Winterpause noch und ist froh, dass er noch ein wenig Spielpraxis sammeln konnte. Sowohl körperlich als auch mental habe ihm das gut getan, so der Stürmer. Nun aber freut er sich auf die Rückrunde, für die er sich bestens gerüstet fühlt.

“Durch die Pause habe ich noch mehr Zeit bekommen, an meinem Körper zu arbeiten, dieses Gefühl zu haben, dass nichts mehr passieren kann. (…) Ich habe so hart gearbeitet wie noch nie in meinem Leben. (…) Aber ich bin wieder gesund und ich brenne auf Einsätze.”

Eine klare Kampfansage an die Offensivkollegen Fynn Lakenmacher und Meris Skenderovic, die den Torschützenkönig während dessen Absenz vertreten hatten.

Lob für die Sturmkollegen

Für die beiden anderen Stürmer findet Bär jedoch lobende Worte und freut sich, dass sie ihre Sache in den vergangenen Monaten so gut gemacht haben.

“Die beiden Jungs wurden durch meine Verletzung ins kalte Wasser geworfen und mussten sofort Verantwortung übernehmen. Man darf nie unterschätzen, wo sie hergekommen sind, der eine aus der Regionalliga, der andere von einem Absteiger. Ich weiß auch, dass sie in einem Verein spielen, der medial sehr präsent ist und dass für junge Spieler auf dem Niveau der Eindruck entstehen könnte: Sie stehen unter Druck. Unter diesen Bedingungen haben sie es sehr gut gemacht.”

Zur Erinnerung: Lakenmacher hat in der 3. Liga bereits sechs Tore für den TSV 1860 erzielt, Skenderovic steht bei vier Saisontreffern.

“Wir sind fokussiert, wir arbeiten gut”

Nach zwei 4. Plätzen träumt man in Giesing natürlich vom Aufstieg in die 2. Bundesliga. Noch ist alles drin und die ersehnte Platzierung in greifbarer Nähe. Klappt es diesmal?

“Wir wollen bis zum Ende oben dabei sein. Wir sind nicht weit weg von oben, aber hatten leider einen kleinen Knick drin. Dadurch, dass wir im Trainingslager 24/7 aufeinander hockten, kamen auch viele Gesprächsthemen vor. Das war eines davon. Wir sind fokussiert, wir arbeiten gut, alle ziehen an einem Strang, damit wir am Ende das erreichen, was wir am Anfang kommuniziert haben. Die Dritte Liga ist so eng, das entscheidet sich meistens am letzten Spieltag. Wichtig ist, dass du an den letzten fünf Spieltagen immer ein, zwei, maximal drei Punkte dranbleibst. Dann entscheidet sich, wer mehr Körner hat.”

Am besten direkt mal mit einem Dreier in Mannheim starten und sich dann von der Euphorie treiben lassen… Und wer weiß: Vielleicht trägt Marcel Bär am Samstag im Carl-Benz-Stadion ja direkt mit einem Tor zum gelungenen Re-Start bei!

Derby-Mentalität: Netzfundstück über Raphael Holzhauser

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Mit dem Anheuern von Raphael Holzhauser an der Grünwalder Straße verbinden viele Löwenfans große Hoffnung. Der in Wiener Neustadt geborene Mittelfeldmann ist nicht nur der mit Abstand wertvollste Spieler im Kader beim TSV 1860 und kann durch fußballerische Qualität glänzen, die in der 3. Liga nicht alltäglich ist. Er bringt darüber hinaus auch jede Menge internationale (Erstliga-)Erfahrung mit nach Giesing. Und er hat etwas, was dem Team von Michael Köllner – spätestens seit dem Abschied von Spielern wie Sascha Mölders oder Dennis Erdmann – fehlt: Die Mentalität, auch mal die Pfade der – nennen wir es – übertriebenen edlen Fairness zu verlassen. Wenn es nötig erscheint. Der Verfasser dieser Zeilen erinnert sich – als Sympatisant des österreichischen Rekordmeisters Rapid Wien – an Duelle in der österreichischen Hauptstadt zwischen besagtem SK Rapid und der Austria, in denen Holzhauser engagiert zu Werke ging und den Gegenspielern (und auch den Fans) in grün-weiß selbtsbewusst entgegentrat. Ohne klein beizugeben. In besagten Partien gefiel mir das naturgemäß nicht so gut – half es doch den Violetten und schadete dem Team, dem ich die Daumen drückte. Aber nun freue ich mich, den 29jährigen Neu-Löwen auf diese Art und Weise auch im Trikot meines Lieblingsvereins so “in Action” zu sehen.

Holzhauser cool im Wiener Derby

Ein Netzfunstück, das wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen, zeigt ein wenig auf, dass Raphael Holzhauser kein schüchterner Angsthase ist. Es handelt sich um eine Szene aus dem 332. Wiener Derby vom 6. August 2017 im Hexenkessel Hanappi-Stadion. In der 3. Minute der Nachspielzeit gibt es beim Stand von 2:2 – Holzhauser hat erst wenige Minuten zuvor mit dem 2:2 per Elfmeter die 2:0-Führung der Gastgeber egalisieren können – Eckball für die Austria. Vor der Fankurve von Rapid. Unser Neu-Löwe lässt sich viel Zeit auf dem Weg zu Eckball und weder von den aufgebrachten Anhängern des Block West, noch von Ex-Löwe und Rapid-Legende Steffen Hofmann aus dem Konzept bringen. Absolut cool bleibt er – trotz der hitzigen Atmosphäre. Ist das die Mentalität, die Michael Köllners Team im anstehenden Aufstiegskampf benötigt? Überzeugt Euch selbst:

Weitere Derbyerfahrung

Dass uns Raphael Holzhauser hier in München seine Derby-Erfahrung (neben den Wiener Derbys war er auch an Stadtduellen in Zürich zwischen den Grashoppers und dem FCZ beteiligt) nicht auch in einem Ligaspiel gegen den Rivalen aus der Seitenstraße unter Beweis stellen kann, kann man angesichts solch emotionaler Szene durchaus bedauern.

 

Eine Woche Trainingslager mit dem TSV 1860 München in Belek

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1860 Belek Trainingslager

Auftakt in eine Woche (mit dem) TSV 1860 München

Wie schon letztes Jahr stand der Plan im Raum, nach Belek ins Trainingslager des TSV 1860 München zu fliegen. In der Reisegruppe gab es 1-2 Änderungen gegenüber dem Vorjahr, jedoch blieb der Großteil der Teilnehmer gleich.

Nachdem bekannt wurde, dass die Mannschaft in ein Hotel ging, welches für den normalen Fan nicht erschwinglich ist, einigte man sich auf das daneben liegende Hotel. Abgesprochen war, dass man sich anmeldet und man dann problemlos zum Training der Mannschaft gehen könne – dachte man zumindest. Aber nun zum Anfang…

Kontrollwahn des Hotels verärgert Löwenfans

Der Abflug erfolgte Dienstag Mittag und verlief relativ reibungslos. Auch nach der Landung funktionierte der Transfer vom Flughafen sehr gut und das gebuchte Hotel wusste zu überzeugen.

Richtig interessant wurde es jedoch am Mittwoch. Alle Löwen, die zu der Vormittagseinheit spazieren wollten, schauten erstmal nicht schlecht, als keiner da war, um das Tor aufzusperren. Nächste Ansage: Anmeldung beim Hotel 150 Meter weiter und dann durfte man endlich auf den Trainingsplatz.

Heiß diskutiert wurden die üblichen Themen wie Stadion, Trainer oder warum wir eigentlich so blöd sind. Alles wie immer also…

Personalausweis musste abgegeben werden

Nach überragendem Mittagessen und einer kleinen Erkundungsrunde der Anlage wurde der Weg zum Nachmittagstraining angetreten. Zwar war es kein Problem, mit Getränken jeglicher Art die Anlage zu betreten, jedoch musste man nun einem türkischen Beamten seinen Personalausweis aushändigen. Dieses Prozedere wiederholte sich von nun an bei jeder Trainingseinheit und wir ließen es widerwillig über uns ergehen. Besonders ärgerlich war dabei, dass die gesammelten Ausweise dann für alle sichtbar auf einem Tisch lagen und sich jeder einfach hätte bedienen können.

Der Grund für die Maßnahme? Man hatte befürchtet, jemand könne sich ins Hotel schleichen… Da sich alle Löwen während des Trainings vorbildlich verhielten und auch ihren Müll wieder mitnahmen, war dies eine Begründung, die kaum einer verstehen konnte – zumal das eigene Hotel ja auch genau daneben lag.

Fannachmittag des TSV 1860 München

Die Trainingseinheiten am Donnerstag und Freitag Vormittag fanden leider ohne meine Anwesenheit statt, da ich mich mit drei Freunden auf die Nachbarinsel Zypern begab. Auch da gab es einiges zu erleben, aber hier geht es ja um die Löwen.

Den Erzählungen der anderen nach, verliefen die Trainings aber wie gewohnt und die Spieler scherzten, hatten Spaß und gaben Vollgas auf dem Platz. Nach der Nachmittagseinheit am Freitag, zu dem meine Wenigkeit nun auch endlich wieder im Lande war, gab es eine kleine Zusammenkunft zwischen Spielern und Fans. Man traf sich auf der Tribüne und die Löwen stellten für alle ca. 70 Fans 60 Dosen-Bier zur Verfügung. Während einige Spieler offen mit den Fans plauderten (besonders hervorzuheben: Lex, Hiller, Deichmann, Greilinger, Verlaat und ein / zwei andere), so hatte man bei anderen das Gefühl, dass sie extrem kurz angebunden waren und den Nachmittag als reine Pflichtveranstaltung erachteten.

Ein besonderes Lob gebührt hier Michael Köllner, der sehr lange und intensiv mit den Fans redete. Am Ende legten wir ihm noch ein Angebot vor, welches er im Falle eines Aufstiegs einlösen könne. Sein Lachen zeigte, dass er nicht abgeneigt war. Michi, wenn wir aufsteigen, mach ma des!

Unterschiedliche Behandlung von Fans

Nachdem am Donnerstag schon Hotelmanager Ibrahim für die nicht auf Zypern gereisten Fans einen Bus organisierte, wurde dies am Samstag zum Spiel FC Schalke 04 – FC Zürich wiederholt. Security? Fehlanzeige. Eintritt? Nö. Als wir uns mit Schalkern unterhielten, schauten sie uns mit verdutzten Augen an, als es hieß, wir müssen unsere Personalausweise und so weiter abgeben.

Nachdem wir uns zurück ins Hotel begeben hatten, kam im Laufe des Abends vom Fanbeauftragten Felix Hiller die Bitte, sich über einen Doodle-Link für das Testspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern zu registrieren. Für uns junge Löwenfans war das  kein Problem, aber einige ältere Mitgereiste waren mit diesem Prozedere ein wenig überfordert.

Testspiele gegen Kaiserslautern und Arad

Am nächsten Morgen kam es dann jedoch ganz anders. Zuerst musste man für das Kaiserslautern-Spiel im Stadion seinen Personalausweis wieder abgeben – nicht jedoch am Eingang, sondern 200 Meter weiter am Hotel. War es bei den Übungseinheiten noch kein Problem, Bier mitzubringen, herrschte nun plötzlich Alkoholverbot. Warum? Wieder keine Antwort an uns Fans.

Das Spiel war nicht berauschend, aber auch keine volle Katastrophe, wie von manch anderem behauptet. Nach der Partie musste man die Ausweise wieder abholen, da man sonst angeblich später nicht wieder reingelassen würde. Das zweite Spiel gegen UTA Arad wurde auf den Trainingsplatz gelegt, welcher aber denselben Eingang wie das Stadion hatte. Nach zwei schnellen Hellen wollte man wieder den Weg zurück antreten und wurde überraschenderweise abgewiesen.

Eine kleine Odyssee zum Löwenspiel

Rund 20 Minuten vor dem Anpfiff kamen wir am Platz an. Ein Security eröffnete uns jedoch, er würde uns erst ab 17 Uhr reinlassen. Nach einer gefühlten Ewigkeit, da der werte Herr natürlich auch kaum Englisch konnte, durften wir nach erneutem Weg zum Hotel, um die Ausweise, welche diesmal gemischt mit denen anderer Fans offen rumlagen, wieder ins Stadion.

Nach dem Spiel verlief alles reibungslos und wir freuten uns auf das abschließende Training und einen nette Verabschiedung aus Belek. Kurzfristig wurde die letzte Trainingseinheit am Montag jedoch abgesagt und die Mannschaft bekam einen freien Tag. Für die Fans in gewisser Weise ein Schlag ins Gesicht, da man sich so auch einen Tag Urlaub und Geld hätte sparen können.

Den freien Tag nutzte jeder anders in der Türkei. Ich persönlich verbrachte ihn mit sehr starken Kopfschmerzen und dem Drang, meinem Ich vom Vorabend eine reinzuhauen dafür, dass er kein Ende kennt.

Am Dienstag ging es dann im selben Flieger wie unser geliebter TSV 1860 München gen Heimat.

Fazit zum Trainingslager des TSV 1860

Das Hotel und alles drumherum war super, jedoch waren die Auflagen für die Trainingseinheiten und Spiele ein Witz. Bei anderen Vereinen ging es schließlich auch einfacher. Ein etwas älterer Löwe sagte zu mir “I fahr jetza seit zwanzg Joahr ins Trainingsloger und des hier woa die greste Frechheit vo olle, do host ja in Corona no mehr mit da Mannschaft z dua ghobt.”

So schlimm würde ich selbst es jetzt nicht bezeichnen, aber man merkte einigen die Enttäuschung und den Frust sehr an. Viele private Geschichten aus dem Trainingslager bleiben zum Schutze Dritter oder meiner Wenigkeit unter einem Deckmantel des Schweigens, aber man kann so viel sagen: Giasing Asozial, Giasing International!

Sechzig um sieben: Holzhauser bei 1860 eingetroffen

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Sechzig um Sieben von sechzger.de für den TSV 1860 München

Es hat doch noch geklappt! Der Transfer von Raphael Holzhauser ist endlich über die Bühne und der Heilsbringer für das Mittelfeld ist bei 1860 eingetroffen.

Holzhauser bei 1860 eingetroffen

Wahrscheinlich ist die Unterschrift auf dem Aussetzungsvertrag zwischen Raphael Holzhauser und OH Leuven vorgestern Abend irgendwann aus Thailand eingetrudelt. Denn gestern Morgen erschien der von Michael Köllner mit ultimativer Vehemenz geforderte Achter leibhaftig an der Grünwalder Straße. Nachdem Holzhauser am Traininigsgelände des TSV 1860 eingetroffen war, wurde er kurz der Presse vorgestellt und danach nahm er direkt am Training teil. Ob er beim Restrundenauftakt in Mannheim am Samstag im Aufgebot oder gar in der Startaufstellung stehen wird, ist noch nicht absehbar.

Quartett fehlt beim Training

Beim Training fehlten übrigens Kapitän Stefan Lex, Erik Tallig, Milos Cocic und Quirin Moll. Über Verletzungen der vier ist nichts bekannt. Bei Quirin Moll ist wahrscheinlich, dass er sich bei einem potentiellen neuen Arbeitgeber vorstellte. Außerdem musste Leandro Morgalla die Trainingseinheit auch noch abbrechen. Von Außen sah es nach Kniebeschwerden aus. Auch hier gibt es von offizieller Seite keine Information über eine mögliche Verletzung.

Keine Ausreden mehr für Köllner

Nachdem Holzhauser nun endlich bei 1860 eingetroffen ist, steigt der Druck auf Michael Köllner. Der Coach hatte zuletzt den Eindruck erweckt, dass seine Mannschaft ohne den Hoffnungsträger aus Österreich nicht konkurrenzfähig wäre und das Mittelfeld der Löwen vollkommen unzulänglich besetzt wäre. Nun gibt es keine Ausreden mehr für Michael Köllner und er muss sich jetzt an den Ergebnissen messen lassen. Auffällig ist, wie der Trainer seinen Optimismus und das Vertrauen in seine Spieler verloren hat. Diese haben nota bene mit fünf Siegen in Folge vor nicht Mal vier Monaten den besten Saisonstart in der Geschichte der dritten Liga hingelegt.

News aus der dritten Liga

Schweigeminute für Pele am kommenden Wochenende

Der kürzlich verstorbene Rekord-Weltmeister wird am kommenden Spieltag der dritten Liga mit einer Schweigeminute geehrt.

Batista-Meier zum SC Verl

Nachdem Oliver Batista-Meier in Dresden bisher nicht zum gekommen ist, wird er von Dynamo nach Verl verliehen. Bis zum Ende der kommenden Saison hat das Talent, das seine Jugend in der Seitenstraße verbracht hat, nun Zeit, sich in Ostwestfalen für höhere Aufgaben zu beweisen.

Michael Schultz wohl zu Viktoria Köln

Die Höhenberger rüsten weiter auf. Nach der Rückkehr von Mike Wunderlich sieht es so aus, als ob Michael Schultz ebenfalls zur Viktoria zurückkehren wird. Der Innenverteidiger wurde auch von Waldhof umworben, offenbar klappt es aber nun mit einem Wechsel nach Köln für den 29-Jährigen, wo er breits in der Rückrunde 20/21 im Einsatz war.

Damit wünschen wir Euch einen schönen Löwentag! Mit der Ankunft von Raphael Holzhauser sollte nun unser aller Leben fundamental besser sein! Oder hat da etwa jemand übertrieben?

3. Liga: Am Wochenende Schweigeminute nach dem Tod von Pelé

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Pele

Während der TSV 1860 kürzlich den Tod von Meisterlöwe Hans Rebele betrauern musste, verlor die Fußballwelt Ende Dezember 2022 einen seiner größten Spieler. Zu Ehren von Pelé wird es am Wochenende auch in Liga 3 eine Schweigeminute geben.

Schweigeminute in Gedenken an Pelé

Drei Mal wurde der Brasilianer Weltmeister und prägte den Sport zu seiner Zeit wie kein Zweiter. Dem möchte man seitens des DFB Tribut zollen, wie DFB-Präsident Bernd Neuendorf zu Protokoll gibt:

“Die Nachricht vom Tod Pelés erfüllt den Deutschen Fußball-Bund mit tiefer Trauer. Der Fußball hat einen seiner Größten verloren. Die Bedeutung Pelés reichte weit über das Spielfeld hinaus. Er war eine Ikone für Generationen. Er bewegte und faszinierte Menschen auf der ganzen Welt, selbst die, die sich nicht für Fußball interessierten. Pelé hat den Fußball mit seiner Eleganz, Raffinesse, Schnelligkeit und Technik bewundernswert leicht aussehen lassen”

Der TSV 1860 wird seinem verstorbenen Meisterlöwen Hans Rebele sehr wahrscheinlich beim nächsten Heimspiel gegen den FSV Zwickau mit einer Schweigeminute gedenken. Auch an Shendrit Ameti (4. Mannschaft des TSV 1860), der kurz nach Weihnachten bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, wird dann erinnert.

Titelbild: Unsplash / Ferran Feixas

Raphael Holzhauser – das erste Training beim TSV 1860

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Training TSV 1860 Raphael Holzhauser

Morgens angereist, vormittags unterschrieben, mittags trainiert – Raphael Holzhauser stand pünktlich um 11 Uhr zum Training der Löwen an der Grünwalder Straße auf dem Platz.

Raphael Holzhauser – das erste Training beim TSV 1860

Neben dem Kennenlernen der neuen Kollegen heißt es für den Neuzugang nun, das Spielsystem von Trainer Michael Köllner zu verinnerlichen und sich mit den Laufwegen vertraut zu machen.

An der Fitness dürfte es dem Österreicher nicht mangeln, stand er doch am Wochenende noch für seinen Ex-Verein OH Leuven in der 1. Liga Belgiens auf dem Feld.

Jetzt ist es fix: Raphael Holzhauser wird ein Löwe!

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Tsv 1860 Raphael Holzhauser Günther Gorenzel

Letzte Woche hatte die BILD den Österreicher erstmals als möglichen Neuzugang des TSV 1860 ins Spiel gebracht, jetzt ist es fix: Raphael Holzhauser wird ein Löwe! Der 29-jährige Mittelfeldspieler wechselt auf Leihbasis vom belgischen Erstligisten Oud-Heverlee Leuven an die Grünwalder Straße.

Raphael Holzhauser wird ein Löwe

Mit einem Marktwert von 1,4 Mio. Euro ist Raphael Holzhauser nunmehr der wertvollste Kicker im Kader des TSV 1860 und löst in dieser Wertung Leo Morgalla ab. Bis zum Saisonende wird der zweifache österreichische Nationalspieler nun von Erstligisten Oud-Heverlee Leuven an die Löwen ausgeliehen. Im Falle eines Aufstiegs könnte Holzhauser womöglich per Kaufoption länger an der Grünwalder Straße bleiben. Dem Vernehmen nach mussten die von Hauptsponsor zusätzlich zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel nicht abgerufen werden. Berichten zufolge soll Geschäftsführer Günther Gorenzel in den Verhandlungen mit dem abgebenden Verein bewirkt haben, dass OH Leuven weiterhin einen Teil des Spielergehaltes übernimmt.

Nach einigem Hin und Her wird der Mittelfeldspieler, der die Rückennummer 26 erhält, in Kürze ins Training des TSV 1860 einsteigen. Bereits am Wochenende hätte er bei den Testspielen gegen den 1. FC Kaiserslautern und UTA Arad erstmals zum Einsatz kommen sollen, musste stattdessen jedoch trotz offizieller Gastspielerlaubnis für die Löwen überraschend für den OH Leuven in der belgischen Liga ran. Was wir von Raphael Holzhauser erwarten dürfen, hat Bernd Winninger in einem Artikel zusammengefasst: KLICK HIER!

Freude bei Gorenzel und Holzhauser

Der von Trainer Michael Köllner zuletzt kritisierte Geschäftsführer Günther Gorenzel zeigt sich begeistert, dass der Transfer eingetütet werden konnte.

“Wir haben einen Spieler mit viel Erfahrung gesucht, der unser Team ab dem ersten Moment verstärken kann und auf Grund der Gesamtkonstellation auch unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Vernunft und Verantwortung zum TSV 1860 passt. Mit Rapha haben wir genau diesen Spieler gefunden und wir sind froh, dass wir die nicht nur aufgrund der Tatsache, dass es sich dabei um einen internationalen Transfer handelt, sehr umfangreichen und komplexen Verhandlungen mit den Verantwortlichen von Oud-Heverlee Leuven erfolgreich gestalten konnten. Zusammen mit der Mannschaft, welche wir im Sommer mit Überzeugung zusammengestellt haben und die unser vollstes Vertrauen genießt, wollen wir in dieser Saison noch viel erreichen. Mit dem Signal der Leihe von Raphael Holzhauser untermauern wir nochmals unsere Ansprüche in der laufenden Spielzeit für unsere Fans, Sponsoren, die gesamte Löwenfamilie und auch unser gesamtes Team.”

Auch Raphael Holzhauser ist zufrieden, dass er nun endlich an der Grünwalder Straße gelandet ist.

“Als ich vom Interesse von 1860 München erfahren habe, war mir sofort klar, dass für einen Wechsel nur die Löwen in Frage kommen. Mein Ziel ist es, hier gemeinsam mit meinen neuen Teamkollegen den Traum des gesamten Vereins zu verwirklichen und mit meiner Leistung einen Teil dazu beizutragen. Ich freue mich künftig mit dem Löwen auf der Brust aufzulaufen.”

Bild: TSV 1860 München KGaA

Raphael Holzhauser an der Grünwalder Straße eingetroffen

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TSV 1860 München Trainingsgelände Ismaik
Das Trainingsgelände des TSV 1860 an der Grünwalder Straße

Bereits heute Morgen erhielt sechzger.de per WhatsApp die Nachricht, man habe Raphael Holzhauser am Dienstag im Flugzeug nach München gesichtet. Nun folgte die Bestätigung: Der Österreicher ist inzwischen an der Grünwalder Straße angekommen und wird vermutlich in Kürze seinen Vertrag beim TSV 1860 unterschreiben.

Holzhauser an der Grünwalder Straße eingetroffen

Bereits um 11 Uhr könnte der Mittelfeldspieler mit seinen neuen Kollegen trainieren. Die Einheit ist öffentlich, ein erster Blick auf den potenziellen Neuzugang wäre also möglich.

Ob Holzhauser am Samstag bereits bereits im Kader der Löwen stehen wird, entscheidet natürlich Michael Köllner. Eine gewisse Eingewöhnungszeit, um die Spielweise der Kollegen kennenzulernen, sollte man dem Österreicher durchaus zugestehen.

Kommentar: Wo ist der Optimismus von Michael Köllner?

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Michael Köllner TSV 1860

“Wir werden nächstes Jahr im Mai wieder hier stehen und etwas ganz Großes feiern.” Noch im Juli sprühte Löwen-Trainer Michael Köllner auf dem Fanfest an der Grünwalder Straße vor Optimismus. Und jetzt? Zuletzt forderte der Übungsleiter vehement einen Neuzugang und kritisierte mehr oder weniger deutlich Geschäftsführer Günther Gorenzel? Bleibt die Frage: Warum?

Aufbruchstimmung in der Sommerpause

Werfen wir einen Blick zurück: Im Juli konstatierte Köllner dem Präsidium und dem Investor, man habe “super gearbeitet” und eine starke Mannschaft zusammengestellt. Im Vergleich zum Vorjahr sei 1860 jünger und habe mehr Tempo. Warum soll das nun nicht mehr der Fall sein?

Das Wichtigste sei, “dass wir alle zusammenhalten. Wir brauchen ein großes und gemeinsames Sechzig München, dann können wir es schaffen”, so Köllner. Wie passt das denn nun zu Köllners Verbalattacken in der Löwenrunde vor der Partie gegen Rot-Weiss Essen oder seinen Auslassungen über Gorenzel am Ende des Trainingslagers? Ist es wirklich leistungsfördernd, dem zur Verfügung stehenden Kader die Qualität zum Aufstieg abzusprechen?

Michael Köllner verzichtet auf zehnten Neuzugang

Neun Neuzugänge präsentierte der TSV 1860 in der Sommerpause, einige davon durchaus namhaft und etabliert. Verlaat, Boyamba, Rieder, Vrenezi, Kobylanski, Lannert – sie alle hatten bereits bewiesen, dass sie in der 3. Liga eine besondere Rolle spielen können.

Dennoch wurde auf einen zehnten Neuzugang spekuliert, ehe Köllner dem einen Riegel vorschob und seinen Meinungswechsel im Merkur wie folgt erklärte:

“Ich glaube, das wäre der Gruppe gegenüber unfair. Ich habe nicht das Gefühl, dass die halbe Mannschaft schlecht ist.”

Der Saisonstart gab dem Trainer Recht. Noch nie zuvor war eine Profimannschaft des TSV 1860 besser in eine Spielzeit gestartet. Nun also soll das Team, das zu Saisonbeginn so begeisterte, plötzlich nicht mehr gut genug sein, um den Traum vom Aufstieg zu realisieren?

Knackpunkt 8er-Position

Keine Frage: Raphael Holzhauser wäre ein Top-Transfer, der die Mannschaft nochmal pushen könnte. Aber wie kommt das bei den Spielern an, die nun öffentlich als nicht gut genug dargestellt werden? Legt sich Köllner da für den Fall des ausbleibenden Erfolges nicht ein Alibi zurecht und schiebt den schwarzen Peter weiter?

Marius Wörl hat sich zum U19-Nationalspieler gemausert und ist neben Leo Morgalla sicher DAS Top-Talent der Löwen. Erik Tallig durfte/musste in dieser Saison des Öfteren auf der Außenposition ran und konnte nach toller Vorbereitung gar nicht beweisen, dass er in der Zentrale Impulse setzen kann. Yannick Deichmann wurde von Köllner als Alternative auf der 8 erst gar nicht erwähnt, obwohl auch er dort bereits starke Leistungen gezeigt hatte.

Bleibt die Personalie Kobylanski… Ihm wirft Michael Köllner vor, noch immer nicht ganz fit zu sein. Ist es nicht Aufgabe des Trainers, das zu ändern? Hatte man dazu nicht ein halbes Jahr Zeit?

Es bleibt spannend an der Grünwalder Straße…

Bild: OR Pressedienst