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Jetzt geht’s los: Verkauf der Dauerkarten für 2022/23 startet

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Dauerkarten: Für welche Liga?

Die aktuelle Saison läuft noch. Die Löwen haben nach dem 3:0 über den TSV Havelse – rein rechnerisch – noch keine Gewissheit, ob sie in der kommenden Spielzeit weiter in der 3. Liga antreten oder vielleicht doch noch den Sprung in die 2. Bundesliga schaffen. Ganz unabhängig davon gibt der TSV 1860 bekannt, dass der Verkauf der Dauerkarten für die neue Saison am Montag, den 2. Mai um 12.00 Uhr startet.

Preiserhöhung unumgänglich

Angesichts der generellen Preis- und Marktentwicklung werden die Preise für das Saisonbillet angehoben. In der Pressemitteilung der KGaA heisst es dazu:

Auch wirtschaftlich haben die Dauerkarten-Verkäufe eine bedeutende Auswirkung auf die Budgetsituation und folglich auf den Kader der Löwen. Die Konditionen im Grünwalder Stadion sind alles andere als marktüblich und weit weg von effizient. Dennoch gibt es nach heutigem Stand keine wirtschaftlichere Alternative. In Kombination und aufgrund der zuletzt stark gestiegenen Energiekosten, der zu erwartenden Erhöhung des Mindestlohns und Auswirkungen von Krieg und Krise hat sich der TSV 1860 München schweren Herzens entschieden, die Preise für Dauerkarten und Tageskarten anzuheben.

Wir arbeiten auf allen Ebenen an einer Verbesserung der Konditionen. Wenn wir es schaffen, diese Kosten in Richtung einer marktüblichen Situation zu bewegen und sofern sich alle Dauerkartenbesitzer der vergangenen Saison erneut dafür entscheiden, auch in diesem Jahr wieder ihr Bekenntnis für die Löwen abzugeben, können diese Mehrerlöse aus dem Spielbetrieb vollumfänglich in den Spieleretat der Profimannschaft investiert werden. Zuletzt hat Frau Bürgermeisterin Dietl ihre Unterstützung dafür signalisiert. Jede Dauerkarte unterstützt uns bei der Zusammenstellung der Mannschaft für die neue Saison!

19 Heimspiele in der 3. Liga, 17 in der 2.

In der 2. Bundesliga würde das Plastikkärtchen den Zutritt zu 17 Heimspielen ermöglichen, eine Liga tiefer sind es sogar 19 Partien. Alle – Fans wie Verantwortliche – hoffen natürlich, dass erstmalig seit der Saison 2018/19 wieder eine komplette Saison mit normaler Zuschauerauslastung auf Giesings Höhen gespielt werden kann und dass nicht – wie in den letzten drei Spielzeiten – wegen der Corona-Pandemie mit reduzierter Kapazität oder sogar mit den ungeliebten Geisterspielen agiert werden muss.

Die Phasen des Verkaufs der Dauerkarten

Die erste Verkaufsphase, in der sich die rund 11.500 derzeitigen Saisonabonnenten erneut ihr Ticket sichern können, endet am Freitag, den 20. Mai. In einem möglichen nächsten Schritt sollen Vereinsmitglieder, die in der laufenden Saison keine Dauerkarte ihr Eigen nannten, die Möglichkeit auf den Erwerb einer solchen haben. Falls es dann noch Kapazitäten gibt. Im vergangenen Jahr war es zu dieser Phase gar nicht gekommen.

Von den 15.000 Plätzen im Sechzgerstadion müssen pauschal zunächst 10% für Gästefans reserviert werden. Von den verbliebenen 13.500 Plätzen sind rund 85% mit Jahreskarten belegt. Der kleine verbliebene Rest geht vor Spieltagen in den freien Verkauf. Falls im Einzelfall der Gastverein deutlich weniger Anhänger mitbringt, wie am Samstag z.B. der TSV Havelse, können die oben genannten 1.500 Gästetickets in der Ostkurve auch als Tageskarten an Löwenfans verkauft werden.

Rückgang bei den Verkaufszahlen?

Den Verantwortlichen bei 1860 ist wichtig, zu betonen, dass die Preiserhöhung bei den Einzeltickets insgesamt höher ausfällt, als bei den Dauerkarten. Die besonders treuen Anhänger, die in den vergangenen zwei Spielzeiten vielfach auch noch mit dem Kauf der “Herz”-Variante für mehr Planungssicherheit bei der KGaA gesorgt haben, sollen nicht für die generelle wirtschaftliche Entwicklung bestraft werden. Ob die Anzahl der Saisonkarten, die 1860 verkaufen kann, insgesamt zurück gehen wird, bleibt abzuwarten. Der Trend, der durch die Pandemie wohl nochmal deutlich verstärkt wurde, ist ein eindeutiger Rückgang bei der Kartennachfrage im deutschen Profifußball insgesamt. Die Löwen haben diese Entwicklung bislang noch nicht zu spüren bekommen. Es wird spannend, zu beobachten, ob das so bleibt. Ob die Begeisterung für Fußballfeste auf Giesings Höhen vor vierzehntägig 15.000 Fans der Regelfall bleibt.

Spieler nehmen Reservierungen entgegen

Um die besondere Verbindung zwischen Mannschaft und Fans zu unterstreichen, stehen am Dienstag, den 3. Mai im Ticketing auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße einige Aktive bereit, um die Kartenverlängerungen der Fans, entgegen zu nehmen. Zwischen 12.30 und 13.45 Uhr sind das zunächst Marco Hiller und Fabian Greilinger. Danach übernehmen bis zum öffentlichen Training um 15.00 Uhr Daniel Wein und Marius Willsch diesen Job. Nach einer kleinen Pause sind ab 16.00 Uhr Günther Gorenzel und Marc Nicolai Pfeifer als Verkäufer im Einsatz, ehe zwischen 17.00 Uhr und 18.00 Uhr Marcel Bär und Stefan Lex diesen Aktion abschließen. Begleitend dazu gibt es auf dem Trainingsgelände ein kleines Rahmenprogramm, wie der TSV 1860 vermeldet.

FOTO: TSV 1860

 

 

 

Moritz Leitner Meister mit dem FC Zürich

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Der Wechsel von Moritz Leitner zum FC Zürich hat sich für den Ex-Löwen ausgezahlt. Heute Nachmittag brachte Leitner den Titel Schweizer Meister mit dem FC Zürich durch einen 2:0-Auswärtssieg in Basel unter Dach und Fach.

Großes Talent aus dem NLZ

Moritz Leitner wechselte 1998 aus Unterföhring nach Giesing. Er durchlief ab dann alle Jugendmannschaften an der Grünwalder Straße und wechselte in Winterpause der Saison 10/11 zu Borussia Dortmund und spielte dort unter Jürgen Klopp. Für die deutsche U21-Nationalmannschaft absolvierte er 24 Spiele, in denen er sieben Tore schoss. In der Saison 11/12 holte Leitner mit den Schwarz-Gelben das Double. Leider konnte sich der talentierte Mittelfeldspieler nie über einen längeren Zeitraum bei einer Mannschaft wirklich etablieren. Zahlreiche Leihen kennzeichneten seine Karriere, die ihn zu Vereinen wie Lazio Rom, VfB Stuttgart und einen Fußballclub aus einer Stadt an der A8 zwischen München und Stuttgart. Am längsten hielt es ihn bei Norwich City, wo er drei Jahre spielte. Mit den Canaries stieg er sogar in die Premier League auf und hatte neun Ensätze in der vermeintlich stärksten Liga der Welt.

Verletzungspech in der laufenden Saison

Anfang August schloss sich Leitner dem nun 13-maligen Schweizer Meister an. Im Herbst gehörte Leitner noch zur Stammformation der Zürcher. Dann stoppte ihn eine Ellenbogenverletzung. Seitdem stand er nur noch drei Mal auf dem Rasen für den FCZ. Insgesamt bracht er es auf neun Einsätze in der Liga und zwei im Schweizer Cup. Leitner blieb ohne Torerfolg in Zürich. Sein Vertrag endet am 30.06. und seine Zukunft ist ungewiss. Der FC Zürich wird von Andre Breitenreiter trainiert und mit Marc Honschuh steht ein weiterer Deutscher im Kader.

Leitner Meister mit dem FC Zürich

Heute gelang Leitners Team, den Schweizer Meistertitel zu sichern. Die Zürcher siegten 2:0 beim FC Basel und liegen fünf Spieltage vor Schluss mit 16 (1) Punkten uneinholbar in Führung. Damit konnte der mittlerweile 29-jähige Leitner seinen zweiten nationalen Meistertitel feiern. Lieber Moritz, sechzger.de gratuliert ganz herzlich zu diesem Erfolg! Wir wünschen Dir für nächste Saison weniger Verletzungspech!

 

Köllner erklärt seine fünfte Gelbe Karte

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Fünf Spieler und der Coach: Gelbe Karten für 1860

Fünf Spieler im aktuellen Kader des TSV 1860 haben in dieser Saison schon sechs oder mehr gelbe Karten gesehen: Belkahia (10), Steinhart (9), Salger und Neudecker (je 7) und Stefan Lex (6). Ihr Übungsleiter steht diesen Gelbsündern in wenig nach: Nachdem Michael Köllner beim Heimspiel gegen Osnabrück Mitte April die Partie von unter dem Dach der Haupttribüne verfolgen musste, weil er in Freiburg zum vierten Mal verwarnt worden war, erhielt er beim Heimspiel gegen Havelse direkt zum fünften Mal den gelben Karton vor die Nase gehalten. Allerdings konnte man im Sechzgerstadion gestern Nachmittag den Eindruck gewinnen, dass die Aufregung, die der Verwarnung für Köllner vorausging, der Löwentruppe den vielleicht letzten nötigen Impuls gab, das ersehnte 2:0 zu erzielen. Genau in diese Richtung zielte die Frage von sechzger.de in der LÖWENRUNDE nach dem Spiel ab. Köllner bestätigte den Eindruck und ergänzte eine ihm wichtige Feststellung:

Auch, ja. (…)
Das hat jetzt nichts damit zu tun, dass der grundsätzlich schlecht gepfiffen hat, aber die Gefahr ist immer bei solchen Spielen, dass am Ende der Schiedsrichter meint, wir spielen hier ein Freundschaftsspiel. Havelse abgestiegen, wir sind Vierter, können eh nicht mehr aufsteigen. Dann pfeif’ ich da so locker das Spielchen runter. Und dann passieren trotzdem irgendwelche Dinge. (…) Ich habe das mehrfach dem Linienrichter gesagt: ‘Das ist kein Freundschaftsspiel. Ihr braucht’s jetzt nicht denken, dass ihr ohne Karte auskommt.’ (…)

Strittige Szene um Stefan Lex im Strafraum

Dass er dann selbst der einzige Protagonist des Treffens auf Giesings Höhen werden sollte, der eine Gelbe Karte bekam, war gewiss nicht die Köllner’sche Intention. In der besagten Szene war Stefan Lex im Strafraum nach einem Zuspiel von Neudecker im Zweikampf mit Fynn Arkenberg zu Fall gekommen und das Publikum forderte lautstark einen Elfmeter. Schiedsrichter Christian Ballweg aus Mannheim entschied jedoch auf Stürmerfoul und zog sich damit auch den Unmut des Löwendompteurs zu. Letztlich machte sich der Unparteiische auf den Weg über das halbe Feld, um Köllner die Gelbe Karte unter die Nase zu halten. Keine Minute nach dieser Szene hatte Marcel Bär zunächst seine Doppelchance auf das erlösende 2:0, das er dann im nächsten Löwenangriff besorgte.
Die Verwarnung für Michael Köllner blieb, wie erwähnt, die einzige Gelbe Karte des Spiels, was die These des Trainers von oben zu einem gewissen Grad untermauert. Allerdings war die Partie insgesamt ein sehr faires Duell.

Zahlen Trainer in die Mannschaftskasse?

Ob diese erneute Karte für Michael Köllner intern negative Konsequenzen nach sich zieht, ist aktuell nicht bekannt. Allerdings äußerte der Oberpfälzer – mit einem Schmunzeln im Gesicht – in der Pressekonferenz schon einen Verdacht:

Philipp Steinhart freut sich wahrscheinlich, weil er irgendwann auch mal zum Trainer kommt und sagt: ‘Jetzt musst mal den Geldbeutel aufmachen – ob du willst oder nicht – und ein paar Euro rausrücken.’

Der Trainer zahlt für eine Gelbe Karte in die Mannschaftskasse. Schöne Vorstellung!

Schwere Geburt – TSV 1860 besiegt TSV Havelse 3:0

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Nach dem 6:0-Auswärtssieg in Duisburg empfing der TSV 1860 München den TSV Havelse. Gegen die bereits abgestiegenen Niedersachsen war ein Sieg für die Löwen Pflicht, um im Rennen um Platz 4 vor den Osnabrückern zu bleiben. 1860 löste die Aufgabe mit gewissen Anlaufschwierigkeiten und besiegte Havelse 3:0.

Löwen tun sich schwer gegen tiefstehende Gegner

Michi Köllner schickte die selbe Startelf wie in Duisburg ins Rennen. Leandro Morgalla wurde also rechtzeitig wieder fit und der wieder genesene Richy Neudecker musste zunächst auf der Bank Platz nehmen. Das Spiel entwickelte sich schnell wie man das erwarten konnte. Die Havelser überließen den Löwen weitgehend den Ball und stellten sich mit teilweise sechs Mann auf einer Linie hinten rein. Dabei versuchten sie, über weite Bälle nach vorne Umschaltmöglichkeiten zu erzielen, was ihnen in Durchgang eins auch teilweise gelang. Die erste Großchance im Spiel hatte vielleicht-bald-Löwe Fynn Lakenmacher, der in der 23. Minute den Pfosten traf. Von 1860 war bis dahin kaum etwas Zwingendes zu sehen, obwohl die Löwen deutliche Überlegenheit im Spielaufbau hatten. Allerdings fehlten die zündenden Ideen vor dem Strafraum der Niedersachsen und die Offensivbemühungen der Löwen endeten meist in ungenauen Fernschüssen.

Interessante Phase vor der Pause

Die bis dato sehenswerteste Phase des Spiels bekamen die 15.000 Zuschauer im ausverkauften Sechzgerstadion vor der Pause zu sehen. Zunächst konnte Havelse über Lakenmacher kontern, dessen Schuss geriet aber zu schwach, um Hiller in Bedrängnis zu bringen (33. Minute). Dann drang Froese in der 40. Minute in den Löwen-Strafraum ein und setzte den Ball aus spitzen Winkel am Tor von Hiller vorbei. Das war der Wachmacher für den TSV 1860 München. Eine Minute später wurde ein Fernschuss von Bär aus ca. 18 Metern noch abgefälscht und strich um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (41. Minute). Direkt vor der Pause hatte Lex das 1:0 auf dem Fuß. Quindt konnte einen Weitschuss nur abklatschen, den Abpraller drosch Lex vollkommen überhastet Richtung Anzeigetafel anstatt ihn im Netz der Havelser zu versenken. So ging es mit 0:0 in die Kabinen.

Dosenöffner Belkahia

Einige weiß-blaue Supporter im Stadion befürchteten schon ein nervenaufreibendes Geduldsspiel bis zum Ende. Doch Semi Belkahia erlöste die Löwenfans in der 51. Minute. Er köpfte eine Ecke von Lex in der 51. Minute ins lange Eck und brachte den Münchner TSV verdient mit 1:0 in Führung. Jetzt waren die Löwen am Drücker und Havelse konnte nicht mehr wirklich dagegen halten. Dennoch taten sich die Löwen schwer, das zweite Tor nachzulegen und auf Giesings Höhen für kollektive Erleichterung zu sorgen. In der 81. Minute war es dann soweit und Marcel Bär höchstpersönlich sorgte für das 2:0. In der 81. Minute setzte er einen Flachschuss nach einem Gewühl im Strafraum der Gäste hart und platziert ins lange Eck. So war der Bann endgültig gebrochen und Bär konnte in der 89. Minute nach schöner Einzelaktion auf 3:0 stellen. Dieses Tor wollte der Löwenstürmer unbedingt, denn dadurch führt er nun alleinig die Torjägerliste an.

Die Löwen weiter im Rennen

Da Kaiserslautern zeitgleich mit 0:3 gegen Borussia Dortmund II verlor, sind die Löwen sogar weiter im Aufstiegsrennen. Platz 3 ist rechnerisch noch möglich, allerdings reicht Kaiserslautern dazu kommendes Wochenende bei Viktoria Köln bereits ein Punkt. Aber den roten Teufeln scheint ganz schön die Muffe zu gehen… Im Rennen um die DFB-Pokalqualifikation liegt 1860 durch das 3:0 gegegen Havelse nun in der Pole Position. Hauptkonkurrent Osnabrück verlor beim SC Freiburg II mit 4:1. In der Tabelle haben die Löwen nun drei Punkte und sieben Tore Vorsprung vorm VfL.

Giesinger Gedanken nach dem Sieg gegen Havelse: “Muss halt der Bär die Tore für die Löwen machen”

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Es war der 06.12.2021 und ich hatte auf dem Weg ins Kayak-Training von der Trennung von Sascha Mölders erfahren. Natürlich musste ich meinen Sohn davon sofort in Kenntnis setzen und rief ihn aus der Umkleidekabine an. Während ich mir große Sorgen um die Torgefährlichkeit des TSV 1860 München machte, beruhigte mich mein Sohn. “Papa! Muss halt der Bär die Tore für die Löwen machen!”

Über Nacht geänderte Vorzeichen

Eigentlich möchte ich bei den Giesinger Gedanken keinen Spieler besonders herausheben, denn schließlich ist Fußball ein Mannschaftssport und man gewinnt und verliert zu elft. Oder zu zehnt oder zu neunt. Aber heute möchte ich für Marcel Bär ein Mal eine Ausnahme machen. Denn ich bin wirklich begeistert wie Cello sich seit jenem 06.12.2021 bei den Löwen entwickelt hat. Er war über Nacht zur Nummer eins in unserem Sturm geworden und alle Verantwortung für Torerfolge lag nun auf seinen Schultern. Naja, zumindest ein Großteil.

Die Situation überragend angenommen

Die ersten Monate in Giesing waren sicher nicht leicht für den geborenen Gifhorner. Bis Anfang Dezember war er klar die Nummer zwei hinter Sascha Mölders und spielte eine Art hängende Spitze oder auf der Außenbahn offensiv. Sascha Mölders war im Zentrum der Platzhirsch und es gab auf Grund der Meriten der vergangen Saison keinen Weg an ihm vorbei. Leider ist nie nach Außen gedrungen, wie sich das Gebahren von Mölders innerhalb der Mannschaft darstellte. Für Marcel Bär muss es sich wahrscheinlich wie eine ziemliche Sackgasse angefühlt haben. Er brachte gute Leistungen, aber der Weg auf seine Stammposition war versperrt. Und wahrscheinlich spürte Marcel auch, dass es nicht unbedingt an der sportlichen Leistung des Alphatieres lag. Aber es gab einfach kein Vorbeikommen. In Spiel eins nach Mölders war er auf den Punkt zur Stelle und erzielte den entscheidenden Treffer zum 2:0 Auswärtssieg im Stadion Rote Erde.

Bär ist aus der Löwen-Elf nicht mehr wegzudenken

Beim nächsten Spiel – dem 3:0 Auswärtssieg in Würzburg – konnte Bär gleich zwei Tore machen und sorgte damit wahrscheinlich nicht nur bei mir für Beruhigung, was die offensive Durchschlagskraft unserer Löwen angeht. Vor der Winterpause hatte Bär fünf Treffer erzielt. Nun, nach dem 36. Spieltag, liegt er auf Platz eins der Torschützenliste mit 19 Treffern und ist der Torgarant von 1860. Er trägt hohen Anteil daran, dass die Löwen sogar mathematisch noch im Rennen um den Relegationsplatz sind. Für mich ist er aktuell aus der Löwenelf nicht wegzudenken. Was mir besonders imponiert, ist sein unbändiger Einsatzwille und dass er rennt, bis es wirklich nicht mehr geht. Beim Auswärtssieg in Köln, als die Löwen von Corona stark dezimiert antraten, gab er den Alleinunterhalter in der Offensive, schoss das Siegtor und – noch wichtiger – rannte buchstäblich bis zum Umfallen, um die unerwarteten drei Punkte zu sichern.

“Muss halt der Bär die Tore für die Löwen machen”

So leicht wie mein Sohn das gesagt hat, so leicht scheint es dem Marcel im echten Leben zu gelingen. Nach den wahrscheinlich harten ersten Monaten an der Grünwalder Straße war Marcel Bär auf den Punkt bereit, Verantwortung zu übernehmen und hat sofort gezeigt, dass er das kann. Cello, wir sind wirklich froh, dass wir Dich haben und hoffen, dass Du noch lange bei uns bleibst! Mach weiter so! Und vielleicht stimmen ja die Gerüchte und Du hast nächste Saison mit Fynn Lakenmacher einen zweiten Stürmer an der Seite, der Dich etwas von der Alleinunterhalterrolle im Sturmzentrum entlastet. Natürlich wünsche ich Dir auch, dass Du Torschützenkönig wirst. Aber so lange Du so weiter machst, ist das gar nicht soooo wichtig!

Fynn Lakenmacher vom TSV Havelse zum TSV 1860 München?

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1860 havelse

Kommt Havelse Stürmer Fynn Lakenmacher zum TSV 1860 München?

Am Samstag gab es am Rande des Sieges des TSV 1860 München gegen den TSV Havelse vor allem noch zwei Gesprächsthemen. Zum einen natürlich den Gesundheitszustand von Allesfahrer Svend Friderici. Der Löwen-Allesfahrer – seine Serie an Pflichtpielen riss nach über 25 Jahren erst durch die Corona-Geisterspiele – kämpft aktuell um sein Leben.

Zum anderen gab es auch ein erfreulicheres Thema. Wie sechzger.de aus gut unterrichteten Kreisen der Gäste erfuhr, wird TSV Havelse Stürmer Fynn Lakenmacher in der neuen Saison öfter in München sein. Er soll in der kommenden Spielzeit für die Löwen auflaufen.

Ob das ganze stimmt? Bislang spielte der 21jährige ausschließlich in Norddeutschland. Seine Daten findet ihr auf transfermarkt.de

Liveticker: TSV 1860 München – TSV Havelse (36.Spieltag)

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Liveticker TSV Havelse TSV 1860

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 36.Spieltag der Saison 2021/22 mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und dem TSV Havelse!

Zum vorletzten Heimspiel in der laufenden Saison ist der Aufsteiger TSV Havelse zu Gast beim TSV 1860. sechzger.de begleitet das heutige Duell live aus dem Grünwalder Stadion und mit Bildern sowie Eindrücken aus Giesing.

Aufstellung:

1 Hiller – 36 Steinhart (28. 11 Greilinger), 39 Morgalla, 27 Belkahia, 20 Deichmann (88. 6 Salger) – 5 Moll, 8 Tallig (88. 16 Goden), 14 Dressel (88. 34 Freitag), 19 Biankadi (61. 31 Neudecker) – 7 Lex (C) , 15 Bär

Bank:
40 Kretzschmar (Tor), 3 Lang, 22 Linsbichler, 30 Cocic

Tore:
1:0 Belkahia (51.), 2:0 Bär (81.), 3:0 Bär (89.)

Die Personalsituation

Die Langzeitverletzten Keanu Staude (Herzmuskelentzündung), Daniel Wein (Ermüdungsbruch), Lorenz Knöferl (Schulter-OP), Marco Mannhardt (Fuß-OP), György Szekely (Sehnenabriss) und Marius Willsch (Trainingsrückstand) fallen weiterhin aus.

Junglöwe Maxim Gresler hat sich krank gemeldet und fällt für die heutige Partie aus. Nathan Wicht wird heute beim Spiel der U21 beim TSV Landsberg zum Einsatz kommen.

Richard Neudecker hat zwar unter der Woche verletzungsbedingt kaum am Trainingsbetrieb teilgenommen, soll aber im Kader stehen.

Diesen Löwen droht eine Sperre

Aktuell droht keinem Spieler eine Gelbsperre.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – TSV Havelse außer im Liveticker noch verfolgen?

Erneut ist das Grünwalder Stadion am heutigen Samstag ausverkauft. 15.000 Zuschauer dürfen das Spiel auf den Rängen verfolgen. Für alle Löwenfans daheim gibt es leider schlechte Nachrichten. Nach drei Spielen in Folge sind die Löwen heute nicht im Free-TV zu sehen.

Für Abonnenten von MagentaSport besteht allerdings wie gewohnt die Möglichkeit, das Spiel zu verfolgen (Fernsehen und Online-Stream).

Seit dieser Spielzeit können alle Spiele der 3.Liga bei onefootball abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für nur 2,99€ gekauft werden.

Zudem ist das Löwen-Radio vor Ort und geht für euch live auf Sendung. Die Moderatoren Gilbert Kalb und Jan Mauersberger führen euch durch die 90 Minuten, an dessen Ende hoffentlich unsere Löwen punkten können.

Den Gegner im Fokus: TSV 1860 – TSV Havelse

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Technische Daten

Turn- und Sportverein
Havelse 1912 e.V.
Gründung:
5. August 1912
Mitglieder:
3.800
Vereinsfarben:
Rot-Weiß
Weitere Sportarten:
Tennis, Tischtennis, Turnen
Website der Fußball-Gesellschaft

Bis hierher…

Saisonverlauf 2021/22 TSV 1860 & TSV Havelse

Heimbilanz gegen Havelse

1 Spiel
1 Sieg
0 Unentschieden
0 Niederlagen

Gesamtbilanz gegen Havelse

3 Spiele
2 Siege
1 Unentschieden
0 Niederlagen

TSV-Duell

Heut schaut ein Namensvetter in Giesing vorbei. Es gibt nicht viele Turn- und Sportvereine im deutschen Profifußball. Ad hoc fällt uns für die ersten drei Ligen eigentlich nur der “Braunschweiger Turn- und Sportverein Eintracht” ein, wobei dort grundsätzlich immer das “B” mit kommuniziert wird. Also ein “BTSV” und kein richtiger “TSV”. Und beim bekannten Bundesligisten aus der Chemie-Stadt nördlich von Köln ist zwar der Hauptverein der “TSV Bayer 04”, aber darauf beziehen sich die Fußballer überhaupt nicht. Sogar die Fans schreien und singen schon immer vom “SVB” und nie vom “TSV“. So gesehen irgendwie schade, dass der TSV Havelse Mitte nächsten Monats die 3. Liga wieder verlässt.

Schon abgestiegen…

…sind unsere heutigen Gäste. Mit 23 Punkten nach 33 Spielen werden sie demnächst statistisch wohl zu den schwächsten Absteigern in der Geschichte der 3. Liga gehören. Nur Carl-Zeiss Jena (2020 – 19 Punkte) und Werder Bremen II (2012 – 22) hatten zum vergleichbaren Zeitpunkt noch weniger Zähler aufzuweisen. Da Havelse – wegen des Rückzugs von Türkgücü – am Ende nur auf 36 absolvierte Spiele kommen wird, hinkt der Vergleich ein wenig, aber die zweite Mannschaft aus Bremen kam letztlich auch am Ende der Saison vor zehn Jahren auf nicht mehr als 22 Punkte. Einen mehr hat der TSV Havelse schon heute.

Kontrastprogramm

Nachdem Türkgücü aus der Wertung der 3. Liga genommen wurde, kann man dem TSV Havelse mit Fug und Recht die Rote Laterne in die Hand drücken. Heute gastiert also der Tabellenletzte in Giesing – und in sieben Tagen reisen wir dann zum Tabellenersten und designierten Meister nach Magdeburg. Mehr Kontrast geht nicht.

Landespokal

Im DFB-Pokal 2022/23 wird der TSV Havelse defintiv nicht antreten. Schon im August 2021 scheiterte man im Niedersachsenpokal in der Qualifikationsrunde (eine Runde vor dem Viertelfinale) im Elfmeterschießen am Regionalligisten SSV Jeddeloh II. Insgesamt sechmal seit 1984 kamen die TSV-Fans in den Genuss einer Teilnahme am großen deutschen Cupwettbewerb. Zuletzt im September 2020, als man in der 1. Runde Mainz 05 mit 1:5 unterlag

Was ist für uns noch drin?

Eigentlich sind die Themen Aufstieg und Relegation in dieser Saison abgehakt. Eigentlich… Nach dem fulminanten 6:0 in Duisburg am vergangenen Sonntag hat der eine oder andere Fan den Rechenschieber jedoch wieder hervorgeholt. Klar ist: Die Löwen sollten – auch zur Absicherung des erreichten vierten Platzes – alle drei ausstehenden Spiele gewinnen und heute gleich damit anfangen. Dann kämen sie in der Endabrechnung auf 64 Punkte. Einer mehr, als Lautern aktuell auf dem Konto hat – und drei plus gegenüber Braunschweig. Da die Pfälzer ein um derzeit 18 (!) Treffer besseres Torverhältnis haben, als Sechzig, reicht ihnen in verbleibenden zwei Spielen (gegen Dortmund II und in Köln) also schon ein Pünktchen, sodass 1860 faktisch nicht mehr an ihnen vorbeikommt.
Und Braunschweig? Auch deren Torverhältnis ist aktuell deutlich besser (+27), als unseres (+15). Sollte die Eintracht also in den ihr noch verbleibenden zwei Spielen (n Meppen und gegen Köln) tatsächlich keine  Punkte holen, käme es darauf an, ob die Löwen mit ihren drei vorausgesetzten Siegen (siehe oben) die elf Tore Differenz aufholen können. Nicht unmöglich, aber auch kein besonders einfaches Unterfangen.
Es ist aber umgekehrt nicht auszuschließen, dass schon heute Nachmittag um dreiviertel vier der Aufstiegszug 2022 auch rein rechnerisch endgültig abgefahren ist. Und das völlig unabhängig vom Ergebnis auf Giesings Höhen.

Das Hinspiel

Samstag, 27. November 2021
TSV Havelse – TSV 1860 2:3
3. Liga, 17. Spieltag
HDI Arena, Hannover
Zuschauer: 1.343
Tore:
0:1 Fölster (ET, 8.)
0:2 Bär (32.)
1:2 Jaeschke (51.)
1:3 Biankadi (55.)
2:3 Jaeschke (85.)
“Wenn nicht jetzt, wann dann?” fragten sich die stets reisefreudigen Löwenfans an jenem Samstag Ende November, als sie der Weg ins riesige Rund des Niedersachsenstadions zu Hannover führte. In der laufenden Saison noch ohne Auswärstsieg sollten die Löwen beim Tabellenletzten den Bock endlich umstoßen. Das Unterfangen gelang, stellte sich aber deutlich schwieriger heraus, als man vielleicht vorher vermuten mochte. Nach einer guten halben Stunde lagen die Löwen schon mit 2:0 in Front. Kurz nach der Pause kamen die Niedersachsen aber durch den sechzger.de-Talk-Gast von unter der Woche heran – 1:2. Kurz später stellte Merv Biankadi den alten Abstand wieder her. Eine halbe Stunde plätscherte die Partie dahin, dann machte es erneut Jaeschke nochmal spannend. Aber die Löwen überstanden auch die letzten Minuten und durften den ersten Auswärtssieg seit dem 24. April bejubeln. Nach über sieben Monaten ohne Sieg in der Fremde. Nach der Partie war Sechzig auf Tabellenplatz 12 geklettert und hatte exakt doppelt so viele Punkte (22), wie die Gastgeber aus dem Norden auf dem Konto. Immerhin.
Michael Köllner Havelse 1860 Pressekonferenz 27.11.2021

LÖWENRUNDE: Köllner will noch neun Punkte holen

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Wieviele Punkte sind noch nötig?

Welche Punktzahl Michael Köllner zum Erreichen des aktuellen Saisonziels (Platz 4 und damit die Qualifikation für den DFB-Pokal) aus den verbleibenden drei Drittligapartien für den TSV 1860 noch als notwendig erachtet, wollten die Medienvertreter in der  LÖWENRUNDE vor dem Heimspiel gegen den bereits feststehenden Absteiger TSV Havelse (morgen im sechzger.de-Liveticker) wissen. Die mögliche Maximalausbeute von neun Punkten würde den aktuell von den Löwen belegten vierten Rang wohl absichern – sofern der VfL Osnabrück nicht in seinen drei Partien (in Freiburg, in Havelse und gegen Magedeburg) drei Schützenfeste feiert und sein Torverhältnis gegenüber den Löwen wieder verbessert. Aber sind drei Siege für Sechzig drin? Michael Köllner kommunizierte in der Pressekonferenz klare Ziele. Auf die direkte Frage, wieviele Punkte nötig seien, um den vierten Platz abzusichern, sagte er:

Keine Ahnung! Aber ich glaube, man tut gut daran, dass man mit neun Punkten plant. Ich glaub nicht, dass wir mit sechs oder sieben Punkten planen sollten, sondern mit neun. Das haben ich vor Duisburg auch gesagt: Wir fahren da hin, um zu siegen. Das gilt morgen auch. Die Konstellation ist klar: Der Tabellenvierte empfängt den Vorletzten – wenn man Türkgücü mit in der Tabelle einstuft – oder eigentlich den Letzten. Da wird natürlich ein Sieg erwartet. Dann geht’s nach Magdeburg und dann Dortmund II zu Hause. Das sind keine leichten Spiele, aber unser Ziel ist es, dass wir den vierten Platz auf jeden Fall erwischen wollen.

Mannheim braucht den vierten Platz weniger dringend

Worauf Köllner in der Pressekonferenz auch hinwies: Von den vier Mannschaften, die aktuell noch einigermaßen realisitische Ambitionen auf den vierten Platz in der Abschlusstabelle der 3. Liga anmelden, sind drei (1860, Osnabrück, Saarbrücken) in ihrem jeweiligen Landespokal nicht mehr dabei, sondern bereits ausgeschieden. Einzig Waldhof Mannheim spielt demnächst als klarer Favorit im Finale des Landespokals Baden gegen den Rhein-Neckar-Landesligisten Türkspor Mannheim und würde sich mit einem Sieg direkt für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2022/23 qualifizieren. Beim Waldhof ist somit der vierte Tabellenplatz weniger existenziell, als bei den drei Konkurrenten. Die Mannheimer haben allerdings am letzten Spieltag die – vermeintlich – leichte Aufgabe eines Heimspiels gegen Havelse. Das Rennen um den Startplatz im Pokal bleibt wohl bis zum Schluss spannend.

Köllners Zukunft – alles gesagt

Auch die persönliche Zukunft von Michael Köllner war in der Pressekonferenz wieder ein Thema. Allerdings sind die diesbezüglichen Erklärungen des Oberpfälzers ja in allen Medien, die über den TSV 1860 berichten, zur Genüge dargestellt worden und müssen nicht täglich  wiederholt werden.
Unsere Einschätzung: Der Coach bleibt den Löwen auf jeden Fall bis zum Ende der kommenden Saison 2022/23 erhalten. Sollte das große Ziel Aufstieg in die 2. Bundesliga dann – im dritten kompletten Anlauf für Köllner – erreicht werden, könnte er bezüglich seiner Verweildauer an der Grünwalder Straße irgendwann in Lorant’sche Dimensionen vorstoßen.

TSV 1860 – TSV Havelse: die Taktiktafel vor dem Spiel (36.Spieltag)

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor den Heimspiel unseres TSV 1860 München gegen den TSV Havelse.

TSV 1860 München gegen den TSV Havelse heißt es am Samstag im Sechzgerstadion. Havelse, mittlerweile sicher abgestiegen, kann theoretisch befreit aufspielen. Der ein oder andere Spieler der Niedersachsen wird versuchen sich zu präsentieren, um auch nächstes Jahr weiter in der dritten Liga beschäftigt zu sein. Grundsätzlich muss man aber trotz des besiegelten Abstiegs der Hannoveraner Vorstädter dieses Spiel (wie alle anderen auch) ernst nehmen, sonst kann das böse in die Binsen gehen. Der SC Freiburg II kann ein Liedchen davon singen. Gegen Spitzenmannschaften bzw. Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel konnten die Havelser meist gut mithalten und verloren nur knapp wie im Hinspiel gegen unsere Löwen oder auch gegen Braunschweig Anfang des Monats. Gegen Magdeburg ergatterte der TSV Havelse auswärts gar einen Punkt.

Rüdiger Ziehl, Trainer der Niedersachsen, wird seine Mannschaft denke ich, wie meist, mit drei Innenverteidigern aufs Feld schicken. Das bedeutet gegen den Ball etabliert sich bei Havelse dann eine Fünferkette in der letzten Reihe. Neun Mal traten die Niedersachsen bisher mit Viererkette an, damit rechne ich persönlich am Samstag allerdings nicht.
Trickfuchsmäßige Umstellungen bringen die Löwen nicht mehr aus dem Konzept. Das Spiel letzten Sonntag in Duisburg, als alle mit einer Dreierkette rechneten und die Zebras sich dann mit der Viererkette erstmal drei Hütten einfingen, bevor auf Dreierkette zurückgestellt wurde, ist dafür das beste Beispiel. Aufgrunddessen gegen welche Teams die Havelser bisher wie gespielt haben und der Offensivstärke unserer Löwen, rechne ich gegen den Ball bei Havelse mit einer auf Absicherung ausgerichteten 5-3-2 Grundformation. Diese würde sich im eigenen Positionsspiel auf ein 3-5-2 verschieben.

Die wichtigsten Statistiken des TSV Havelse

  • Ballbesitz 42%
  • Passgenauigkeit 76%
  • Defensive Zweikampfquote 60%
  • Flankengenauigkeit 28%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 11,37

Die mögliche Taktik des TSV Havelse

Ich erwarte den TSV Havelse gegen den TSV 1860 München mit tiefer Pressinglinie und etwas vorgeschobener Defensivlinie. Zweck des Ganzen wäre das Mittelfeld für den TSV 1860 München so eng wie möglich zu machen, um das Kombinationsspiel durch konsequente Deckung derart zu erschweren, dass es zwangsläufig zu Fehlpässen beim Gegner kommt. Sobald ein solcher Fehler erzwungen wurde, muss das Umschaltspiel funktionieren. Mit den guten und passsicheren Offensivspielern Froese, Damer und Lakenmacher sowie möglicherweise Jaeschke und Düker hieße die Devise dann schnell sowie vertikal nach vorne zu spielen um die vermutlich hoch stehende letzte Reihe des TSV 1860 in der Rückwärtsbewegung mit Geschwindigkeit zu überbrücken und so zügig zum Abschluss zu kommen.

​So spielte Havelse bisher

Die Zentrale im Mittelfeld, die durch die Mitte und über die Halbpositionen im bisherigen Saisonverlauf für die besten Gelegenheiten des TSV Havelse sorgten, ist auf alle Fälle unter Wert geschlagen worden. Oft konnten glänzend heraus gespielte Chancen im gegnerischen Strafraum nicht in Tore umgemünzt werden. Statistisch gesehen sollte Havelse sieben Treffer mehr auf dem Konto haben. Im Zentrum und auf den Halbpositionen sind die Niedersachsen wie oben beschrieben gut besetzt.
Spielt Havelse über die Außenpositionen bis ins letzte Drittel des Gegners wird es meist schwer für die Niedersachsen. Das hat mehrere Gründe. Erstens lässt die Flankengenauigkeit zu wünschen übrig und zweitens fehlt es bei den offensiven Aktionen über Außen etwas an Geschwindigkeit. Damit meine ich nicht, dass die Spieler zu langsam wären, sondern beziehe mich auf das Spiel an sich. Bis die Havelser sich entscheiden über außen zu spielen, ist der Gegner oft so gut zurück in die Defensivpositionen gekommen, dass der Spieler, der an der Seitenlinie vorstößt, mit den richtigen Verschiebungen meist leicht gedoppelt werden kann. Das erschwert die Hereingabe oder das in den Strafraum ziehen erheblich.

Stärken und Schwächen des 3-5-2

​Stärken

Das System ermöglicht bei Ballbesitz eine gute Staffelung in der Breite und Tiefe. Dadurch kann eine für Passkombinationen gute Raumaufteilung entstehen.
​Zwei Stürmer in der Spitze bringen starke Präsenz im Zentrum des gegnerischen Abwehrdrittels. Durch ein kompaktes Mittelfeldzentrum lässt man dem Gegner gegen den Ball wenig Raum.

Schwächen

​Es ergeben sich bei Ballverlust teilweise weite Abstände, die der Gegner bei schnellem Spiel gut ausnutzen kann.
​Die für die Flügelspieler langen Laufwege können in einem dynamischen Spiel mit viel Ballbesitzwechsel zu verfrühtem Kraftverlust der Außenspieler und damit zum Erlahmen des Drucks führen, der über die Flügel aufgebaut werden soll.
​Die Flügel sind nur einfach besetzt. Deshalb können entweder Defensive oder Offensive dort schwächeln.
​Gegen Systeme in denen mit zwei oder mehr Stürmern agiert wird kann es bei Kontern des Gegners oder zügigen Positionsangriffen leicht zu einer Unterzahl in der Hintermannschaft kommen.

Schlüsselspieler

Abwehr

Torhüter Norman Quindt (#1) ist ein reflexstarker Torhüter, der auch bei hohen Bällen im Strafraum sehr sicher agiert. Das Problem bei den Gegentoren waren bisher eher seine Vorderleute als er selbst.

Innenverteidiger Fynn Arkenberg (#19) gewinnt 70% seiner defensiven Zweikämpfe, ist aber nicht unbedingt der Kopfballstärkste. Den Aufbau im Positionsspiel übernimmt meist sein Nebenmann und Kapitän Tobias Fölster.

Mittelfeld

Kianz Froese (#15) ist die Schaltzentrale im Mittelfeld. Technisch exzellent mit gutem Auge für den Mitspieler und starkem Passspiel nach vorn zieht er die Fäden in der Offensive des TSV Havelse. Auf diesen Spieler muss man aufpassen. Mit elf Scorerpunkten ist er der gefährlichste Mann bei den Niedersachsen.

Sehr gut im Zusammenspiel mit Kianz Froese ist Leon Damer (#14). Er ist ein rechter Außenspieler, der oft auf die Halbposition ausweicht. Er ist überaus dribbelstark, seine Flanken finden jedoch zu oft nicht den Adressaten. Damer hätte oft Grund sich über seine Kollegen aufzuregen, wenn sie seine guten Vorlagen nicht verwerten. Wie sein Kollege Froese ist er ein Spieler, auf den man aufpassen muss.

Sturm

Mittelstürmer Fynn Lakenmacher (#18) erinnert nicht nur von der Frisur her an Erling Haaland von Borussia Dortmund. Seine Art die Mittelstürmerposition zu interpretieren ist dem scheidenden Talent von Borussia Dortmund sehr ähnlich. Mehr als jeder dritte Schuss Lakenmachers geht mittlerweile aufs Tor. Lakenmacher ist rein statistisch unter den Top Ten der Stürmer in der dritten Liga. Fünf Tore und eine Vorlage hat er aktuell auf dem Konto.

Fazit

Ohne Wenn und Aber lautet die Devise für das Spiel unseres TSV 1860 München gegen den TSV Havelse: drei Punkte müssen her. Platz vier muss unter allen Umständen verteidigt werden und ich bin mir sicher unsere Mannschaft wird das auch schaffen. Wir werden am Samstag top vorbereitete, leidenschaftliche Löwen mit Gier nach Toren und Punkten auf dem Platz des Sechzgerstadions erleben. Da bin ich mir sicher. Mehr gibt es heute im Fazit nicht zu schreiben.

Weitere interessante Infos zum TSV Havelse gab es übrigens im Talk von Sechzger.de wo wir mit Florian Riedel, dem Havelser Rechtsverteidiger sprechen durften.

So könnte der TSV Havelse gegen den TSV 1860 beginnen

Datenquelle: Wyscout