17.Spieltag der 3.Liga 2021/22: TSV Havelse gegen den TSV 1860 München in der HDI-Arena in Hannover
Der TSV Havelse muss nach nur einem Jahr mit großer Wahrscheinlichkeit wieder zurück in die Regionalliga. Der Klassenerhalt ist nach der heutigen Niederlage gegen den FSV Zwickau kaum noch möglich.
TSV Havelse nur noch rechnerisch mit Chancen auf den Klassenerhalt
Fünf Spieltage vor Schluss haben die Niedersachsen einen Rückstand von 15 Punkten auf das rettende Ufer. Der 16.Platz wird aktuell von Aufsteiger Viktoria Berlin belegt, der nach zwei Siegen in Folge gegen Tabellenführer Magdeburg und Dortmund II wieder neue Hoffnung auf einen Klassenerhalt schöpfen darf. Der Leidtragende ist dabei der TSV Havelse, der sein heutiges Heimspiel gegen den FSV Zwickau verlor. Loktosch, Baumann und Nkansah trafen für die Sachsen, die sich mit dem Sieg auf Platz 10 vorschieben.
Da Havelse im Vergleich mit der Berliner Viktoria zudem eine um 19 Tore schlechtere Tordifferenz aufweist, ist der Abstieg in die Regionalliga Nord kaum noch zu verhindern. Sollte Berlin in den verbleibenden vier Spielen mindestens einen Punkt holen, ist der Klassenerhalt für Havelse auch mit eigenen Siegen nicht mehr möglich. Die erste Chance bietet sich der Viktoria am kommenden Samstag im Heimspiel gegen den MSV Duisburg. Der TSV Havelse spielt zeitgleich auswärts beim Halleschen FC.
Durch die Abmeldung vom Spielbetrieb steht mit Türkgücü der erste Absteiger bereits sicher fest. Der Verein befindet sich aktuell in einem Insolvenzverfahren. Er darf aber offenbar in der kommenden Saison in der Regionalliga Bayern an den Start gehen. Die weiteren Abstiegsplätze werden aktuell vom SC Verl und den Würzburger Kickers belegt. Während Verl mit zwei Spielen weniger und lediglich vier Punkten Rückstand noch gute Chancen auf einen Verbleib in der 3.Liga hat, trennen die Kickers bereits zehn Punkte (bei einem Spiel weniger) von der Berliner Viktoria. Würzburg trifft noch auf Braunschweig, Viktoria Berlin, Meppen, Halle und Zwickau.
Der TSV 1860 München erzielt in Freiburg einen ganz wichtigen Sieg durch Tore von Neudecker und Deichmann. Die Gastgeber mussten einen Großteil der Spielzeit in Unterzahl bestreiten.
Sechs Spieltage vor Schluss führte der Weg des TSV 1860 München in den Breisgau zur zweiten Mannschaft des SC Freiburg. Um die Chance auf einen Platz unter den ersten drei weiterhin zu wahren, war für die Löwen ein Sieg gegen die im Mittelfeld platzierten Freiburger Pflicht.
Trainer Michael Köllner veränderte seine Aufstellung gegenüber dem 1:1-Unentschieden gegen Saarbrücken auf zwei Positionen. Hiller und Salger begannen für Kretzschmar (Bank) und Morgalla (nicht im Kader).
Bär vergibt, Neudecker clever unter der Mauer hindurch
Der gut gefüllte Gästeblock im Dreisamstadion
Vom Anstoß weg übernahm der TSV 1860 München in Freiburg das Kommando und erarbeitete sich früh die ersten Chancen. Die beste Gelegenheit konnte Toptorjäger Bär allerdings noch nicht nutzen (5.). Neun Zeigerumdrehungen dann der erste große Aufreger: SCF-Kapitän Braun-Schumacher touchierte Bär auf dem Weg in Richtung Tor und brachte ihn zu Fall. Die Folge war Rot wegen Notbremse und Freistoß aus 18 Metern – und der führte zum 0:1. Neudecker trat an und brachte den Ball per Flachschuss unter der Mauer hinweg im Tor unter (16.).
Auch in der Folge blieben die Löwen die spielbestimmende Mannschaft, vor allem Neudecker trat in der Offensive immer wieder in Erscheinung. Während er mit einem weiteren Freistoß am starken Atubolu noch scheiterte (25.), erzielte er wenige Minuten später seinen zweiten Scorerpunkt per Vorlage. Seine hohe Flanke war lange in der Luft, Deichmann stand am zweiten Pfosten völlig allein und erhöhte für den TSV 1860 auf 0:2 (32.).
Freiburg erzielt den Anschlusstreffer gegen den TSV 1860
Ein Mann mehr und zwei Tore vorne – die Zeichen standen nach etwas mehr als einer halben Stunde eindeutig auf Auswärtssieg in Freiburg für den TSV 1860 München. Doch die Gastgeber hatten sich noch nicht aufgegeben und kamen noch vor der Pause zu ihrem ersten Treffer. Nach einer Flanke aus dem Halbfeld kam Hiller etwas zu zögerlich aus seinem Tor. Kehrer spritzte dazwischen und traf zum 1:2 (38.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff bekam Marcel Bär dann noch einmal die Chance auf einen Treffer. Biankadi setzte den frischgebackenen Papa nach tollem Solo gut in Szene, doch der Ball rutschte über den Fuß vom freistehenden Bär und verfehlte sein Ziel deutlich.
Freiburg kassiert Gelb-Rot gegen den TSV 1860
Nach der Pause brachte Michael Köllner Dressel für Biankadi. Den frischeren Eindruck vermittelte in den ersten Minuten allerdings der SC Freiburg, der den TSV 1860 unter Druck setzte und kurz vor dem Ausgleich stand. Erneut war es Kehrer, der um ein Haar das 2:2 erzielte. Marco Hiller rettete jedoch gleich doppelt herausragend und verhinderte Schlimmeres (50.).
Während Neudecker nach einem taktischen Foul die Gelbe Karte sah (52.), erwischte es den Freiburger Risch wegen Ballwegschlagen (56.) Nur eineinhalb Minuten später war der Linksverteidiger erneut im Fokus von Schiedsrichter Winter – und sah Gelb-Rot! Im Duell mit Neudecker hatte er den Fuß draufgehalten und traf den Münchner. Die Entscheidung war trotz allem hart, der SCF musste die restliche halbe Stunde mit zwei Mann weniger bestreiten.
Köllner kassiert gelb und ist gegen Osnabrück gesperrt
Wer nun ein Spiel auf ein Tor erwartete, rieb sich verwundert die Augen. Der SCF gab sich bei weitem nicht auf und forderte den Löwen am heutigen Sonntagnachmittag alles ab. Die beste Gelegenheit in dieser Phase bot sich Lex, der Kapitän scheiterte aus kurzer Distanz am Pfosten (63.). Das Offensivspiel des TSV 1860 glich zweitweilig einem Handballspiel, doch zwingende Gelegenheiten ergaben sich kaum. Freiburg konzentrierte sich auf die Defensive und probierte über Konter zum Erfolg zu kommen.
In der Schlussphase wurde es dann noch einmal hitzig. Nach einem Foul musste Deichmann mit dick bandagiertem Knie den Platz verlassen. Köllner lieferte sich in der Folge ein minutenlanges Wortgefecht an der Seitenlinie mit der Freiburger Bank. Die Konsequenz war eine Gelbe Karte, der Trainer ist damit im Duell gegen den VfL Osnabrück gesperrt. In der sechsminütigen Nachspielzeit rannte der SCF noch einmal an, die Löwen retteten sich mit Befreiungsschlägen aber über die Zeit und erzielt drei wichtige Punkte im Aufstiegskampf der 3.Liga.
Mit dem Sieg springt der TSV 1860 auf den 4.Platz und ist schärfster Verfolger vom 1.FC Kaiserslautern und Eintracht Braunschweig. Als nächstes treffen die Löwen im Grünwalder Stadion auf den VfL Osnabrück. Anpfiff ist am Samstag, 16.April um 14:00 Uhr.
Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 33.Spieltag der Saison 2021/22 mit dem Duell zwischen dem SC Freiburg II und dem TSV 1860 München!
Noch sechs Spiele gibt es in der aktuellen Spielzeit, heute sind die Löwen beim SC Freiburg II zu Gast. sechzger.de begleitet das heutige Duell live aus dem Dreisamstadion und mit Bildern sowie Eindrücken rund um die Partie.
Besondere Vorkommnisse: Rot nach Notbremse für Braun-Schumacher (15., SCF), Gelb-Rot für Risch (57.)
Die Personalsituation
Die Langzeitverletzten Keanu Staude (Herzmuskelentzündung), Marius Willsch, Daniel Wein (Ermüdungsbruch), Lorenz Knöferl (Schulter-OP), György Szekely (Muskel-Sehnenverletzung) und Marco Mannhardt (Fuß-OP) fallen weiterhin aus. Tim Linsbichler ist wieder ins Training eingestiegen, dürfte jedoch noch keine Option für Michael Köllner darstellen.
Diesen Löwen droht eine Sperre
Aktuell droht keinem Spieler eine Gelbsperre. Allerdings muss Trainer Michael Köllner aufpassen. Er hat bereits drei Gelbe gesehen und müsste bei einer vierten ein Spiel von der Tribüne aus verfolgen.
Wo könnt ihr das Spiel SC Freiburg II – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?
Wie immer werden die reisefreudigen Löwenfans sich auch heute auf den Weg in den Breisgau machen und den TSV 1860 München vor Ort unterstützen. Für alle Löwenfans, die die Reise nicht antreten, gibt es leider keine Option, das Spiel im Free-TV zu verfolgen.
Für Abonnenten von MagentaSport besteht allerdings wie gewohnt die Möglichkeit, das Spiel zu verfolgen (Fernsehen und Online-Stream).
Seit dieser Spielzeit können alle Spiele der 3.Liga bei onefootball abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für nur 2,99€ gekauft werden.
Vor einigen Tagen schickten wir einige Leser mit unserer Meldung von einem Transfer beim Bierlieferanten des Löwenstüberls in den April. Die hereingelegten Leser wurden im Stüberl immerhin freundlich empfangen und erhielten zum Trost sechzger.de-Aufkleber. Heute nun stellt Stüberl-Wirt Bene Lankes klar: “Das Löwenstüberl bleibt natürlich bei Hacker-Pschorr”. Und mehr noch: Neben dem Löwenstüberl wird auch Bene’s Kuchl, seine neue Lokalität am Tennisplatz an der Grünwalder Str. 114, Hacker Pschorr ausschänken.
Gerne beim Aprilscherz mitgemacht
Was hatten wir uns in der Redaktion nicht für Aprilscherze ausgedacht. Hasan Kivran übernimmt die 1860-Anteile von Hasan Ismaik, Max Kothny rückt als Investorenvertreter in den Aufsichtsrat der KGaA auf oder Türkgücü darf die Saison per Ausnahmegenehmigung auf Kosten des FC Saarbrücken beenden. Am Ende entschieden wir uns doch für eine etwas bodenständigere Variante und Bene Lankes war sofort bereit mitzumachen.
Löwenstüberl bleibt natürlich bei Hacker-Pschorr
Der Vertrag des Stüberls mit dem Sponsor der KGaA stand natürlich nie zur Disposition. Ganz im Gegenteil: Der junge Wirt ist ja gerade dabei, das Restaurant der Tennis-Abteilung zu renovieren und steht kurz vor der Eröffnung. Und dort wird er auch Biere von Hacker-Pschorr anbieten. Der bisherige Bierlieferant Ayinger kam bei Bene nicht mehr zum Zuge. Denn bereits in seinem ersten Betrieb Thomis Kuchl in Perlach arbeitet der Wirt mit Hacker-Pschorr zusammen und ist mit der Brauerei stets zufrieden gewesen. Daher war ihm auch wichtig, die Kooperation auf das neue Restaurant auszuweiten.
Auf die Löwen!
So stießen die vom Freibier angelockten Löwenfans dann doch wie gewohnt mit einer kühlen halben Hacker an. Dabei ließen sich es nicht nehmen, mehrmals lautstark “Auf die Löwen” zu trinken. Wir hoffen sehr, dass alle Löwenfans heute am späten Nachmittag Grund haben, auf einen Sieg der Löwen anzustoßen. Egal mit welchem Bier, denn nach einem Löwensieg mundet einfach jeder Gerstensaft!
Am 09.04.22 wurde für die Boxer und die Fans des TSV ein Traum wahr. Die Boxstaffel gewann ihre zweite Heimpartie in der Bundesliga mit 14:11 gegen den Favoriten aus Hannover-Seelze. Ein historischer Heimsieg für die Boxlöwen!
Randy Botikali gewinnt seinen Kampf
Nachdem Boxroutinier Raman Sharafa nicht über ein Unentschieden hinauskam und Ahmet Sor in der Klasse bis 60 kg trotz starken Kampfes eine Niederlage einstecken musste, gewannen die Löwen die folgenden sechs Partien.
Weltergewichtler Randy Botikali, mit neuer passender Haarfarbe zum Trikot, konnte vor gut gefüllter Halle den zuerst ausgeglichenen Kampf in der 3. Runde für sich entscheiden. Der ebenfalls 19-jährige Daniel Asoegwu dominierte den Kampf in der Klasse -71kg durch gezielte Treffer und eine brillante Abwehrtechnik.
Historischer Heimsieg für die Boxlöwen
Auch Kampf Nr. 6 und 7 werteten die Punktrichter für Alexander Burkijew (Mittelgewicht) und Serhat Parlak (-81kg) vom TSV 1860. Im Schwergewicht siegte der Dachauer Leo Kirschberger für die Löwen in einem harten Kampf mit Unterstützung der Fans gegen Viktor Fröhlich. Im letzten Kampf musste sich der Gastboxer im Dienste des TSV, ein Newcomer vom BC Hattingen, nach einem beherzten Duell geschlagen geben.
Nach der letzten Partie gab es kein Halten mehr für die Trainer Alfonso Fusco und Raschad Pekpassi, sowie Abteilungsleiter Ali Cukur, die den Mannschaftssieg mit ihren Boxern lautstark feierten.
So heißt es am 23.04.22 in Schwerin wieder: Auf gehts Löwen kämpfen und siegen! Für die Daheimgebliebenen zu verfolgen im Live stream von www.bundesligaboxen.de.
Obacht, Löwen! In der aktuellen Heimtabelle der 3. Liga liegt unser heutiger Gegner satte sechs Plätze besser, als im Gesamtclassement: Ranf vier! Mit 26 Heimpunkten aus 15 Spielen haben die Breisgauer daheim sogar einen Zähler mehr geholt, als unsere Löwen. Und das offensichtlich mit maximaler Effizienz: Nur fünf Teams der Liga haben auf eigenem Platz noch weniger Tore erzielt, als Freiburg II (18). Zum Vergleich: Im Sechzgerstadion fielen in dieser Saison schon 28 Treffer für 1860. Die letzte Heimniederlage fügte dem SCF Tabellenführer Magdeburg zu. Mitte Januar mit einem 2:3.
Offensivschwach
Nicht nur im heimischen Dreisamstadion (siehe oben), auch an des Gegners Platz haben die Freiburger das Toreschießen nicht erfunden. 27 erzielte Treffer in 30 Spielen bedeuten den drittschwächsten Wert der Liga. Nur Würzburg und Havelse treffen noch seltener ins gegnerische Tor. Deutlich mehr als doppelt so viele Treffer, wie Freiburg II hat der Tabellenführer aus Magdeburg erzielt: 61. Die Löwen stehen bei 48 Torerfolgen – eine Zahl die sich durchaus sehen lassen kann.
Fehlerhafte Prophezeiung
Wir leugnen nichts: Vor dem Hinspiel Ende Oktober wurde an genau dieser Stelle den Freiburgern ein langer und harter Abstiegskampf prophezeit. So kann man sich irren! Mit soliden 40 Punkten, einem zehnten Tabellenplatz und zehn Punkten Vorsprung auf den ersten aktuellen Absteiger hat das Team von Trainer Thomas Stamm ungefähr so viel mit dem Abstieg aus der 3. Liga zu tun, wie Türkgücü mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga. Aber der wurde mancherorts ja auch prognostiziert. 😉
Der wertvollste Kader
10,4 Millionen Euro ist laut transfermarkt.de der aktuelle Kader von Freiburg II wert. Ligaspitzenwert! Rund eine halbe Million mehr, als der von Borussia Dortmund II. Danach folgen – analog zur aktuellen sportlichen Tabelle – die Kader aus Magdeburg (7,5), Kaiserslautern (7,4) und Braunschweig (7,2). Unsere Löwen liegen in dieser Rangliste mit einem Kaderwert von sechs Millionen auf Platz 11. Übrigens noch hinter dem MSV Duisburg, Viktoria Köln oder dem Halleschen FC. Beim TSV Havelse stehen bescheidene 2,8 Millionen zu Buche.
Musik zum Ziel
Hat nichts mit dem heutigen Spiel, mit dem Gegner oder den Löwen zu tun. Geht dem Verfasser dieses Beitrags aber gerade durch den Kopf. Laut aufdrehen!
Freiburger Rasselbande
Michael Köllner hat in der LÖWENRUNDE am Freitag extra nochmal darauf hingewiesen: Unser heutiger Gegner stellt mit einem Durchschnittsalter von 21,6 Jahren in den bisherigen Spielen der laufenden Saison die jüngste Mannschaft der Liga. Liegt bei einer “U23” natürlich auf der Hand, das Team von Dortmund II kommt auf den Wert 21,9. Viktoria Köln liegt – dann allerdings schon mit 24,2 Lenzen im Schnitt – auf Platz 3. Die ältesten Teams findet man in Meppen (27,2), Saarbrücken und Zwickau (je 26,6). Und Michael Köllners Löwenrudel? – Findet sich im Liga-Mittelfeld wieder. Mit 25,8 Jahren das neunälteste Team der Liga. Allerdings geht in diesen Schnitt auch noch ein ziemlich reifer Akteur ein, der seit Anfang Dezember bei Sechzig nicht mehr zum Einsatz kam und inzwischen für Großaspach die Stiefel schnürt.
Das Hinspiel
Samstag, 30. Oktober 2021
TSV 1860 – SC Freiburg 6:0
3. Liga
14. Spieltag
Sechzgerstadion
15.000 Zuschauer
1:0 Lex (17.)
2:0 Mölders (42.)
3:0 Greilinger (56.)
4:0 Lex (58.)
5:0 Bär (70.)
6:0 Goden (73.)
Der “Schalke-Rausch” war noch nicht ganz ausgeschlafen, da stand – vier Tage später – schon das nächste Giesinger Fußballfest auf dem Programm. Nach sieben sieglosen Ligaspielen und einem (in der schiefen Tabelle) vorrübergehenden Abstiegsplatz für sein Team wollte Michael Köllner in der LÖWENRUNDE am Tag vor der Partie gar nicht mehr über das Schalke-Spiel sprechen. Der Fokus galt wieder dem Ligaalltag. Und der fühlte sich an diesem Samstagnachmittag ähnlich an, wie die magische Pokalnacht: 15.000 Zuschauer (das letzte Mal für über fünf Monate), organisierter Support aus der Westkurve und entfesselte Löwen auf dem Platz, die mit den Gästen heute kurzen Prozess machten. Stefan Lex eröffnete nach einer guten Viertelstunde den Torreigen, den Schlusspunkt setze Kevin Goden 17 Minuten vor dem Ende. In 56 Spielminuten hatte Sechzig sechs Tore erzielt! Eine Randgeschichte, die irritierte, eineinhalb Monate später aber ein wenig aufgeklärt wurde, war der Torjubel von Sascha Mölders nach seinem 2:0, als er Tim Linsbichler, der mit ihm feiern wollte, ziemlich unsanft zur Seite schob, um sein Tor alleine zu zelebrieren. Der Wirbel, den die Besprechung dieser Beobachtung verursachte, passte irgendwie in diesen Herbst 2021. Trotz Pokaltriumph und einem 6:0 hinkte 1860 den vorsaisonal kommunizierten Ansprüchen weiter hinterher. Eine Woche später ging es nach Osnabrück. Die meisten Leser dürften das Resultat an der Bremer Brücke noch im Kopf haben…
Die Bundesliga-Boxer des TSV 1860 haben ihren ersten Bundesliga-Sieg eingefahren. Vor den Augen von Präsident Reisinger, Vizepräsident Hans Sitzberger sowie Wahlausschuss-Vorsitzenden Evert Koenes hieß es am Ende 14:11 nach Punkten für die Löwen. Auch Franz Maget befand sich unter den Zuschauern in der Sporthalle an der Seitenstraße.
Wegen Bandagen-Regelverstoß wurde der Löwenkämpfer im Super-Schwergewicht im letzten Kampf disqualifiziert.
Wenn alle Punktrichter sich für denselben Boxer als Sieger entschieden haben
Wenn die Mehrheit der Punktrichter sich für denselben Boxer als Sieger entschieden hat
2.
Sieg durch Überlegenheit
(RSC)
Der Ringrichter entscheidet in diesem Fall.
Zwingend, wenn die für diese Altersklasse und dieses Geschlecht maximale Anzahl des Anzählens erreicht ist
Wenn die kämpferische Überlegenheit des einen so groß ist, dass die Gesundheit des anderen geschützt werden soll
3.
Sieg durch Verletzung
(RSC-I)
Der Ringrichter entscheidet in diesem Fall.
Wenn der Boxer durch regelkonforme Treffer eine Verletzung erleidet, die nach Ansicht des Ringrichters oder Arztes eine Fortführung des Kampfes nicht mehr erlaubt
Wenn der Boxer durch einen Unfall im Ring eine Verletzung erleidet, die eine Fortführung des Kampfes nicht mehr erlaubt
4.
Sieg durch Aufgabe
(ABD)
Der Sportler oder der Trainer entscheidet in diesem Fall.
Wenn der Sportler aufgibt
Wenn der Trainer das Handtuch wirft
5.
Disqualifikation
(DISQ)
Der Ringrichter entscheidet in diesem Fall.
Zwingend, wenn die 3. Verwarnung ausgesprochen wird
Bei groben Unsportlichkeiten ggf. sofort
6.
Unentschieden
(DRAW)
Die Punktrichter entscheiden in diesem Fall, wenn:
alle Punktrichter ein Unentschieden haben
die Mehrheit der Punktrichter ein Unentschieden hat
im Fall von drei eingesetzten Punktrichtern jeder Punktrichter an anderes Urteil hat
7.
Sieg durch Nichtantreten
(WO)
Der Ringrichter entscheidet in diesem Fall.
Wenn der aufgerufene Kämpfer nach dem letzten Aufruf nicht im Ring erscheint
8.
Keine Entscheidung
(NC)
Der Ringrichter entscheidet in diesem Fall.
Wenn äußere Umstände wie z.B. ein Lichtausfall in der ersten Runde einen Abbruch des Kampfes erzwingen. Tritt der Umstand in der 2. oder 3. Runde ein, entscheiden die Punktrichter auf Grundlage des bis dahin stattgefundenen Kampfes
9.
Sieg durch Niederschlag
(KO)
Der Ringrichter entscheidet in diesem Fall.
Wenn ein Boxer infolge regelkonformer Treffer nicht mehr handlungs- oder verteidigungsfähig ist und nach dem Anzählen bis 8 noch nicht wieder soweit erholt ist, dass er den Kampf fortsetzen kann
Die U21 des TSV 1860 setzte ihre Serie ohne Niederlage auch in Gundelfingen fort. Beim 1:0-Sieg im Schwabenland standen in erster Linie Mussa Fofanah und David Hundertmark im Fokus.
U21 des TSV 1860 gewinnt in Gundelfingen
Trainer Frank Schmöller stand diesmal nur ein Rumpfkader zur Verfügung. Neben der Startelf mir Johann Djayo als einzigem Profi reisten nur vier Ersatzspieler (inkl. Reservekeeper) mit ins Schwabenstadion. 80 Minuten lang stand es torlos, dann wurde Mussa Fofanah für Jeremie Zehetbauer eingewechselt.
Keine fünf Minuten später zog Moritz Heigl ab, Stürmer Fofanah stand goldrichtig und versenkte den Abpraller zum 0:1 (85.). Danach wurde es hektisch: In der 90. Minute legte Torwart David Hundertmark einen Angreifer der Gastgeber – und avancierte Sekunden später doch zum Helden! Manuel Müller trat zum Elfer an, Hundertmark hielt und kurz danach war Schluss. Mit dem Sieg in Gundelfingen verbesserte sich die U21 der Löwen vorerst auf Platz 8 der Bayernliga Süd.
Wenn alle Punktrichter sich für denselben Boxer als Sieger entschieden haben
Wenn die Mehrheit der Punktrichter sich für denselben Boxer als Sieger entschieden hat
2.
Sieg durch Überlegenheit
(RSC)
Der Ringrichter entscheidet in diesem Fall.
Zwingend, wenn die für diese Altersklasse und dieses Geschlecht maximale Anzahl des Anzählens erreicht ist
Wenn die kämpferische Überlegenheit des einen so groß ist, dass die Gesundheit des anderen geschützt werden soll
3.
Sieg durch Verletzung
(RSC-I)
Der Ringrichter entscheidet in diesem Fall.
Wenn der Boxer durch regelkonforme Treffer eine Verletzung erleidet, die nach Ansicht des Ringrichters oder Arztes eine Fortführung des Kampfes nicht mehr erlaubt
Wenn der Boxer durch einen Unfall im Ring eine Verletzung erleidet, die eine Fortführung des Kampfes nicht mehr erlaubt
4.
Sieg durch Aufgabe
(ABD)
Der Sportler oder der Trainer entscheidet in diesem Fall.
Wenn der Sportler aufgibt
Wenn der Trainer das Handtuch wirft
5.
Disqualifikation
(DISQ)
Der Ringrichter entscheidet in diesem Fall.
Zwingend, wenn die 3. Verwarnung ausgesprochen wird
Bei groben Unsportlichkeiten ggf. sofort
6.
Unentschieden
(DRAW)
Die Punktrichter entscheiden in diesem Fall, wenn:
alle Punktrichter ein Unentschieden haben
die Mehrheit der Punktrichter ein Unentschieden hat
im Fall von drei eingesetzten Punktrichtern jeder Punktrichter an anderes Urteil hat
7.
Sieg durch Nichtantreten
(WO)
Der Ringrichter entscheidet in diesem Fall.
Wenn der aufgerufene Kämpfer nach dem letzten Aufruf nicht im Ring erscheint
8.
Keine Entscheidung
(NC)
Der Ringrichter entscheidet in diesem Fall.
Wenn äußere Umstände wie z.B. ein Lichtausfall in der ersten Runde einen Abbruch des Kampfes erzwingen. Tritt der Umstand in der 2. oder 3. Runde ein, entscheiden die Punktrichter auf Grundlage des bis dahin stattgefundenen Kampfes
9.
Sieg durch Niederschlag
(KO)
Der Ringrichter entscheidet in diesem Fall.
Wenn ein Boxer infolge regelkonformer Treffer nicht mehr handlungs- oder verteidigungsfähig ist und nach dem Anzählen bis 8 noch nicht wieder soweit erholt ist, dass er den Kampf fortsetzen kann
Seit diesen Saison stellt der TSV München von 1860 e.V. eine Mannschaft in der 1. Box-Bundesliga. Wir stellen euch hier einmal ganz grundsätzlich die Kampfstruktur der 1. Bundesliga vor und werfen einen Blick auf die Gewichtsklassen, die in diesem Wettbewerb an den Start gehen.
Bundesliga-Boxen: Wie läuft das?
Individualsport als Mannschaftssport ausgetragen
Anders als im Fußball ist Boxen grundsätzlich ein reiner Individualsport. Daher ist das System der Box-Bundesliga, in welcher Mannschaften zweier Vereine an einem Spieltag mit Einzelkämpfen in den jeweiligen Gewichtsklassen antreten, eher ein Ausnahmemodell. Die nationalen und internationalen Einzelwettkämpfe haben insofern Vorrang vor Partien der Bundesliga. Es wird im Modus “Olympisches Boxen” angetreten, also beträgt eine individuelle Paarung drei Einzelkämpfe. Der Unterschied zwischen “Olympischem Boxen” und “Profi-Boxen” wird hier erklärt.
Die Teilnahme an der Bundesliga ist freiwillig
Die Teilnahme an der Box-Bundesliga ist freiwillig, also ist es beispielsweise für Einzelkämpfer nicht notwendig, einem Verein oder gar einer Mannschaft anzugehören, der/die in der Bundesliga im Mannschaftsbetrieb antritt. Sobald die Vereine die wirtschaftlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen erfüllen, steht es ihnen frei, sich für die Bundesliga (oder die 2. Bundesliga, je nach “Belegung”) anzumelden. Zurzeit kämpfen vier Mannschaften in der ersten Bundesliga: TSV 1860, Hannover-Seelze, Traktor Schwerin und BC Chemnitz.
Rahmenbedingungen einer Saison
Jede Saison werden vorab die Rahmenbedingungen der Wettkämpfe festgelegt. Insbesondere die Gewichtsklassen, die in den Ring steigen, werden beschlossen. Grundsätzlich können alle Gewichtsklassen des Deutschen Boxsport-Verbandes ausgewählt werden. In der Saison 2022 beginnen die Wettkämpfe ab dem Bantamgewicht (bis 57kg).
An einem Spieltag treten die angemeldeten Gewichtsklassen der antretenden Mannschaften in der Box-Bundesliga in drei Einzelkämpfen gegeneinander an. Hier werden die Ergebnisse dieser Einzelkämpfe in Punkten zusammengerechnet und der Sieger eines Spieltags ist derjenige, der nach den absolvierten Einzelkämpfen die meisten Punkte erzielt hat.
Es gibt folgende Varianten des Siegs/Unentschiedens eines Einzelkampfs:
Sieg nach Punkten (WP) – Sieg durch Punkteaddierung –Regelfall
Sieg durch Referee stops Contest (RSP) – Ein Kämpfer ist so überlegen, dass ein sinnvoller Kampf nicht möglich ist
Sieg durch Aufgabe (ABD) / Ein Kämpfer gibt auf (Hinknien oder Handtuchwurf durch Sekundant)
Sieg durch Referee stops Contest – injury (RSC-I) / Verletzung eines Kämpfers macht Kampf nicht fortsetzbar
Sieg durch Disqualifikation (DISQ) / Anzahl an Verwarnungen (3) wegen Regelverstößen oder ein heftiger Regelverstoß führt zur Disqualifizierung
Unentschieden (DRAW) / Alle oder Mehrheit der Kampfrichter haben Untnescheiden als Ergebnis festgelegt
Sieg durch Walkover (WO) / Kämpfer erscheint nicht
Abbruch ohne Wertung (NC)/ Abbruch durch äußere Umstände (Stromausfall, beschädigter Ring, etc.)
Sieg durch Niederschlag/Knock-Out (KO) / Kämpfer wird durch regelkonformen Treffer Kampf-, oder verteidigungsunfähig und die vom Kampfrichter dem Kämpfer vorgezählte “8/10” verstreicht.
Der Sieger eines Kampfes trägt 2 Kampfpunkte zum Ergebnis seiner Mannschaft bei.
Der Verlierer eines Kampfes trägt 1 Kampfpunkt zum Ergebnis seiner Mannschaft bei.
Bei einem Unentschieden tragen beide Kämpfer 1 Kampfpunkt zum Ergebnis ihrer Mannschaften bei.
Über Sieg, Unentschieden oder Niederlage entscheiden die Kampfrichter. Einen Kampf gewonnen hat der Boxer, dessen Arm am Ende des Kampfes vom Kampfrichter nach oben gehalten wird.
Das gilt jedoch nur, wenn die Kämpfer wirklich exakt in ihrer Gewichtsklasse in den Ring treten können. Überschreitet ein Kämpfer die Gewichtsklasse, für die er gemeldet wurde, dann trägt er keinen Punkt zum Ergebnis seiner Mannschaft bei. Gleiches gilt erst recht für Kämpfer, die wegen Erkrankung oder Verletzung gar nicht antreten können.
Übrigens: Ist für eine Mannschaft ab einem gewissen Zeitpunkt ein Sieg nicht mehr möglich, kann die andere Mannschaft “das Handtuch werfen” (dies ist tatsächlich wörtlich zu verstehen), sodass der jeweilige Kampf dann nicht mehr angetreten und als Sieg für den Gegner gewertet wird – so geschehen im letzten Einzelkampf der Begegnung 1860 gegen Schwerin, als die Löwen keinen Sieg und kein Unentschieden mehr erreichen hätten können.
Die Gewichtsklassen des Deutschen Boxsport-Verbands DBV
DBV-Gewichtsklassen der erwachsenen Männer
Bezeichnung
Untergrenze in kg
Obergrenze in kg
1
Halbfliegengewicht
46,001
48,000
2
Fliegengewicht
48,001
51,000
3
Bantamgewicht
51,001
54,000
4
Federgewicht
54,001
57,000
5
Leichtgewicht
57,001
60,000
6
Halbweltergewicht
60,001
63,500
7
Weltergewicht
63,501
67,000
8
Halbmittelgewicht
67,001
71,000
9
Mittelgewicht
71,001
75,000
10
Halbschwergewicht
75,001
80,000
11
Cruisergewicht
80,001
86,000
12
Schwergewicht
86,001
92,000
13
Superschwergewicht
92,001
…
Die Gewichtsklassen der Bundesliga-Kämpfe 2022
Folgende Gewichtsklassen gehen in der Box-Bundesliga an den Start:
Fliegengewicht (bis 51kg)
Bantamgewicht (bis 57kg)
Leichtgewicht (bis 60kg)
Halbweltergewicht (bis 63,5kg)
Weltergewicht (bis 67kg)
Weltergewicht (bis 71kg)
Mittelgewicht (bis 75kg)
Halbschwergewicht (bis 81kg)
Schwergewicht (bis 91kg)
Superschwergewicht (ab 91kg)
Die Tabelle der Saison 2022 vor dem heutigen Kampf