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Sechzig um Sieben: Würzburg siegt im Derby und steht im Halbfinale

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Derby in Schweinfurt mit besserem Ende für Würzburg, Veränderungen in der Abteilung Fußball, Folge 49 beim Talk und Viktoria Berlin im Blick: all das gibt es heute morgen zum Start in den Tag bei Sechzig um Sieben.

Beer und Probst stellen Ämter zur Verfügung

Knapp beziehungsweise über ein Jahrzehnt haben sie die Abteilung Fußball beim TSV 1860 München e.V. geprägt. Spätestens nach der laufenden Saison ist allerdings Schluss. Abteilungsleiter Roman Beer und sein Stellvertreter Thomas Probst stellen ihre Ämter zur Verfügung und werden nicht erneut kandidieren. Die Suche nach möglichen Nachfolgern läuft bereits.

sechzger.de Talk Folge 49

Vor dem Duell mit Viktoria Berlin traf sich Moderator Jan in Folge 49 virtuell mit Stephan und Bernd sowie einem Gast aus der Bundeshauptstadt. Neben seinem Fanclub, den Hauptstadtlöwen, wurde natürlich auch über den Sieg gegen den SC Verl sowie das kommende Auswärtsspiel der Löwen gesprochen.

Helden des Handwerks im NLZ

Die DMAX Serie Helden des Handwerks ist im NLZ und berichtet zwei Episoden lang über die Bauarbeiten im neuen Nachwuchsleistungszentrum unserer Löwen. Los geht es heute Abend, mehr Informationen hierzu gibt es heute Vormittag in einem separaten Artikel.

Neuer Trainer nach Punkt optimistisch

Farat Toku feierte im Kellerduell gegen den TSV Havelse sein Debüt bei der Berliner Viktoria. Mit dem 1:1-Unentschieden kann er aufgrund des Spielverlauf zwar nicht zufrieden sein, doch es hätte mit einer Niederlage freilich auch schlechter laufen können. Nun hofft der neue Trainer in Berlin auf eine gute Leistung gegen den TSV 1860 und mögliche weitere Zähler im Kampf gegen den Abstieg.

Nur zwei Punkte: 2022 ist nicht das Jahr der Viktoria

Doch die Vorzeichen sind dabei nicht allzu gut. Seit dem Sieg gegen Viktoria-Kollegen aus Köln Mitte Dezember konnte Berlin kein Spiel mehr gewinnen. Mehr noch: bislang reichte es gerade einmal zu zwei mickrigen Punkten. Neu-Trainer Farat Toku hat dabei nach einem Spiel bereits die Punktausbeute aus den sechs Spielen zuvor in der 3.Liga eingeholt. Es kann also nur besser werden…

Wilder Schlagabtausch in Ingolstadt

Wie man auswärts gewinnt, zeigten die Löwen bereits 2009 in Ingolstadt. In einer furiosen ersten Halbzeit sollten alle Tore des Tages fallen, es ging munter hin und her auf der Anzeigetafel. Am Ende durfte der weiß-blaue Anhang einen Auswärtssieg bejubeln. Da spricht am Freitag aus unserer Sicht ebenfalls nichts dagegen!

Würzburg siegt gegen Schweinfurt im Derby

1:0 in Rückstand und am Ende doch klar gewonnen. Würzburg kann sich über einen Sieg im Derby freuen und zieht mit einem klaren Sieg gegen Schweinfurt als vierter Teilnehmer in das Halbfinale des bayerischen Toto-Pokals ein. Gegner ist dort der FV Illertissen, einen fixen Spieltermin gibt es noch nicht.

News aus der 3.Liga

Fehlende Zuschauer: Halle mit vergleichbarem Etat in der kommenden Saison

Nicht jeder Verein in der 3.Liga hat diese unglaubliche Anzahl an Dauerkarten-Besitzern vorzuweisen wie der TSV 1860. In Halle beispielsweise liegt der Zuschauerschnitt momentan bei etwa 4.500 Zuschauern, 1.000 weniger als erwartet. Das lässt für die nächste Spielzeit finanziell keine großen Sprünge zu und so plant der HFC erneut mit rund 7,5 Millionen Euro. Sorgen macht sich Präsident Jens Rauschenbach in dieser Hinsicht vor allem wegen dem Kader. Zahlreiche Verträge laufen aus und für kostspielige Neuverpflichtungen ist in den derzeitigen Planungen kaum Budget vorgesehen. Er setzt daher vor allem auf ein gutes Scouting, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Weiterer Corona-Fall in Braunschweig

Deutlich ruhiger ist es bei den Drittligisten geworden, doch so ganz ohne Meldungen zum Corona-Virus kommt die Liga aktuell doch nicht aus. Erwischt hat es nun Philipp Strompf vom BTSV, der den Niedersachsen damit vorerst nicht zur Verfügung stehen wird.

 

Nach Rückstand: Würzburg siegt gegen Schweinfurt im Toto-Pokal

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Willy Sachs Stadion Beim Toto Pokal Viertelfinale 1.FC Schweinfurt Gegen Würzburger Kickers

Der TSV 1860 München kämpft Ende März gegen den TSV Aubstadt um den Einzug in das Finale des bayerischen Toto-Pokals. In das Halbfinale war zudem der FV Illertissen mit einem Sieg gegen die SpVgg Bayreuth eingezogen. Am heutigen Abend ermittelten Schweinfurt und Würzburg den vierten Halbfinal-Teilnehmer.

Mit Spannung erwartetes Derby

Mehrfach gab es den Versuch, doch schlussendlich sollte der Ball erst am heutigen Dienstagabend rollen. Aufgrund mehrerer Corona-Fälle bei den Kickers sowie den strengen Vorgaben bezüglich Zuschauern wurde das Unterfranken-Derby zwischen Schweinfurt und Würzburg erst am heutigen Dienstagabend ausgetragen. Zahlreiche Zuschauer waren in das Willy-Sachs-Stadion gekommen und freuten sich auf einen stimmungsvollen Abend.

Die Gastgeber waren durchwachsen in das Jahr 2022 gestartet. Je ein Sieg, Unentschieden und Niederlage standen in der Regionalliga Bayern zu Buche, die Schnüdel liegen damit aktuell auf Platz 5. Die sportliche Lage beim Gegner in der 3.Liga ist weitaus schlechter. Akut abstiegsbedroht befinden sich die Kickers auf Rang 19 in der 3.Liga.

Fanszene Schweinfurt Mit Spruchband Im Derby Gegen Würzburger Kickers Toto Pokal Viertelfinale
DIe Fanszene Schweinfurt mit einem Spruchband im Derby gegen Würzburg

Umgekehrte Vorzeichen also, doch der Pokal kennt schließlich seine eigenen Gesetze. Im heimischen Stadion erwischte Schweinfurt gegen Würzburg einen Start nach Maß. Nach nur fünf Minuten erzielte Ex-Löwe Kristian Böhnlein das frühe 1:0 für den Regionalligisten. Die Schnüdel belohnten sich für eine engagierte Anfangsphase, von den Gästen kam einfach zu wenig. Auch zur Pause hatte das Ergebnis Bestand.

Würzburg dreht die Partie gegen Schweinfurt und siegt klar

Nach der Pause reagierte Kickers-Trainer Ralf Santelli folgerichtig doppelt und brachte unter anderem Ex-Löwe Marvon Pourie. Es dauerte allerdings bis zur 59.Minute, ehe es den Ausgleich im Unterfranken-Derby gab. Leon Schneider erzielte aus wenigen Metern das 1:1.

Es sollte in der Folge ein gänzlich anderes Spiel werden. Der Drittligist kam immer mehr in Fahrt und erzielte nur acht Minuten nach dem Ausgleich die Führung. Saliou Sané verlängerte eine Hereingabe von Stefaniak per Kopf zum 1:2 in das Tor der Gastgeber. Aufgrund von Pyrotechnik vor dem Gästeblock unterbrach Schiedsrichter Patrick Hanslbauer die Partie daraufhin für wenige Minuten.

Pyrotechnik Würzburger Kickers Auswärts Im Derby Gegen 1.FC Schweinfurt Im Toto Pokal
Pyrotechnik vor dem Gästeblock

Schweinfurt probierte noch einmal alles, doch Würzburg zeigte sich nun gnadenlos effektiv und entschied das Viertelfinale im Toto-Pokal so zu seinen Gunsten. In der 87.Minute erzielte Daniel Hägele das 1:3, ehe erneut Sané mit dem Schlusspfiff gar noch auf 1:4 erhöhte (96.).

Damit steht Würzburg im Halbfinale des bayerischen Toto-Pokals und trifft auf den FV Illertissen. Ein Termin für das Spiel steht noch nicht fest. Bereits klar ist, dass der TSV 1860 München am Samstag, den 26.März auf den TSV Aubstadt trifft. Das Spiel wird live im Free-TV übertagen.

Warten seit 2021: Viktoria Berlin nach Punkt gegen Havelse weiter sieglos

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Viktoria Berlin Mannschaftskreis beim Auswärtsspiel gegen den TSV 1860 München

Im neuen Jahr ist Viktoria Berlin weiterhin sieglos. Geht es nach den Löwenfans, kann dies auch mindestens noch bis zum 31.Spieltag so bleiben.

TSV 1860 will Siegesserie ausbauen

Die letzten drei Punkte für die Viktoria gab es am 17.12.2021 gegen Viktoria Köln im Sportpark Höhenberg zu bejubeln. Auf dem 11.Platz ging man in der Folge in die Winterpause, ein durchaus respektables Ergebnis als Aufsteiger. Doch seit dem Jahreswechsel konnten gerade einmal zwei Punkte eingefahren werden. Diese Misere war auch Thema im sechzger.de Talk Folge 49. Das 1:1 gegen den Tabellenletzten TSV Havelse bedeutete tatsächlich eine Verdopplung des Punktekontos im Jahr 2022.

Der neue Trainer Farat Toku zeigte sich mit dem Punktgewinn nach Abpfiff zumindest zufrieden. Auch gegen den TSV 1860 München will die Viktoria punkten. Die Löwen hingegen sind sicherlich daran interessiert, dass Berlin auch nach dem kommenden Spieltag weiterhin sieglos ist. Durch zuletzt drei Siege in Folge dürfte das nötige Selbstbewusstsein bei der Mannschaft von Trainer Michael Köllner durchaus vorhanden sein.

Viktoria Berlin in trauriger Gesellschaft: drei Mannschaften 2022 sieglos

Die Formkurve zeigt nach den schwachen Leistungen gegen Türkgücü und Halle auf jeden Fall wieder nach oben und damit in die richtige Richtung. Noch besser läuft es aktuell beim 1.FC Magdeburg. Der Tabellenführer der 3.Liga ist neben Werder Bremen, die mittlerweile Platz 1 in der 2.Bundesliga eingenommen haben, das einzige Team, das im Jahr 2022 noch keine Niederlage hinnehmen musste.

Dagegen gibt es allerdings auch drei Mannschaften, die im neuen Jahr noch keinen einzigen Dreier bejubeln durften. Alle drei deutschen Profiligen sind dabei mit einem Team vertreten. In der 1.Bundesliga kommt diese zweifelhafte Ehre Hertha BSC Berlin zugute, eine Klasse darunter ist Dynamo Dresden Teil dieser Statistik. Noch eine weitere Mannschaft aus Berlin ist 2022 weiter sieglos, nämlich die Viktoria in der 3.Liga.

Der TSV 1860 München wird Freitag (18:60 Uhr, sechzger.de Liveticker) alles dafür tun, um diesen Fakt noch etwas länger Bestand sein zu lassen.

Viktoria Berlin will Havelse-Punkt gegen den TSV 1860 vergolden

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Viktoria Berlin TSV 1860

Am gestrigen Abend feierte Neu-Trainer Farat Toku beim 1:1 gegen den TSV Havelse einen gelungenen Einstand. Bei seiner Heimpremiere empfängt Viktoria Berlin am Freitag Abend den TSV 1860 München und möchte wichtige Punkte im Abstiegskampf sammeln.

Vom Überraschungsteam zum Sorgenkind

Die Himmelblauen waren die positive Überraschung der Hinrunde und waren über mehrere Wochen hinweg in der Spitzengruppe der 3. Liga zu finden. Auch beim 1:1 im Grünwalder Stadion zeigte die Truppe von Benedetto Muzzicato, dass sie als Aufsteiger mithalten kann. Als der Überraschungseffekt jedoch nicht mehr zog, ließ auch die Punktausbeute der Hauptstädter immer mehr zu wünschen übrig. Mit Tolcay Cigerci verließ zudem ein absoluter Leistungsträger den Verein in Richtung Türkei. Die Konsequenz der Talfahrt: Muzzicato musste gehen, Farat Toku übernahm den Trainerposten.

Beim gestrigen Remis beim TSV Havelse war durchaus mehr drin für die Viktoria. Nach der frühen Führung durch Gunte nach einer einstudierten Eckballvariante sah es gut aus mit einem Dreier für die Berliner, doch ein Torwartfehler von Krahl brachte die Niedersachsen zurück ins Spiel. Trotz einiger guter Möglichkeiten und zehnminütiger Überzahl in der Schlussphase reichte es nicht für den Auswärtssieg. Beim Blick auf die Tabelle doppelt bitter für die Himmelblauen.

Viktoria Berlin will Punkt gegen 1860 vergolden

Am Freitag kann Farat Toku wieder auf den zuletzt gelbgesperrten Jakob Lewald zurückgreifen. Ob jedoch Christopher Theisen, der gestern nach einem Tritt gegen den Knöchel ausgewechselt werden musste, zur Verfügung stehen wird, ist noch unklar. Die Marschrichtung der Viktoria gegen den TSV 1860 ist indes klar, wie der Trainer feststellt.

“Nach den vier Niederlagen können wir den Punkt gegen Sechzig vergolden.”

Der Blick auf die Tabelle verrät jedoch, dass nicht nur die Berliner dringend Punkte benötigen…

sechzger.de Talk Folge 49 vor dem Auswärtsspiel des TSV 1860 in Berlin

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Youtube Thumbnail Sechzger De Talk 49 Rückblick Sc Verl 1860 Vorschau 1860 Gegen Viktoria Berlin Hauptstadlöwen 01

Nach der 9-Punkte-Woche mit den Siegen gegen Zwickau, Kaiserslautern und Verl empfängt Jan seine Gäste natürlich auch zum 9-Punkte-Talk. Das sind in Folge 49 vor dem Auswärtsspiel des TSV 1860 München bei der Viktoria in der Bundeshauptstadt Stephan, Bernd und Christian aus Berlin.

Der Heimsieg gegen den SC Verl

Souverän konnte man es betiteln, was die Löwen am letzten Freitag ablieferten. Andere sprachen von einem Arbeitssieg. So oder so bleibt festzuhalten, dass erneut drei Punkte auf das Konto des TSV 1860 gingen. Wie die Teilnehmer im Talk das Spiel erlebt haben, berichten sie zu Beginn von Folge 49.

Der TSV 1860 zu Gast in Berlin bei den Hauptstadtlöwen

Das wird sich am kommenden Wochenende dann etwas ändern. Während manch Löwenfan aus München den Weg nach Berlin zum Auswärtsspiel des TSV 1860 München nicht antritt, haben wiederum andere quasi ein Heimspiel. Christian wohnt in Berlin und ist Mitglied bei den Hauptstadtlöwen. Dort hat sich eine beachtliche Zahl an Fans des TSV 1860 angesammelt. Auch aus der Ferne werden die Löwen also unterstützt.

Nun haben sie in der Bundeshauptstadt also die angenehme Möglichkeit, den TSV 1860 München vor der Haustür anzufeuern. Die Vorzeichen und Statistiken sprechen dabei klar für die Löwen. Es läuft wahrlich nicht gut bei Viktoria Berlin. Viele Löwenfans werden sich auf den Weg machen, für manch einen ist es DAS Auswärtsspiel der ganzen Saison. Im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark dürften noch nicht allzu viele gewesen sein.

Der sechzger.de Talk Nummer 49 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

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08.03.2009: TSV 1860 setzt sich knapp beim FC Ingolstadt 04 durch

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FC Ingolstadt 04 TSV 1860 ESV-Stadion

Da sich das neue 08/15-Stadion der Schanzer auf dem ehemaligen Gelände einer Raffinerie noch im Bau befand, musste in der Zweitligasaison 2008/09 in das altehrwürdige Eisenbahner-Stadion ausgewichen werden. Da es dem TSV 1860 aber grundsätzlich egal ist, wo er den FC Ingolstadt 04 schlägt, setzten sich die Löwen diesmal also in unmittelbarer Nähe des Ingolstädter Hauptbahnhof durch.

Löwen und Schanzer vom olympischen Geist beflügelt?

So fand der Auswärtssieg am 08.03.2009 also auf historisch relevantem Geläuf statt. Denn was den wenigsten bekannt ist: Der olympische Geist weht über diesem Stadion, fanden dort 1972 doch insgesamt fünf Spiele des olympischen Fußballturniers statt. Beispielsweise putzte die damals noch real existierende DDR die Sportsfreunde aus Mexiko mit 7:0.

Aber zurück zum Gastspiel der Löwen heute vor 13 Jahren. Die mit dem Zug angereisten Löwenfans konnten damals noch über den inzwischen von einer schnöden Unterführung ersetzten Steg über die Gleise gehen und kamen am Ende dieser Überführung direkt vor dem Gästeblock des ESV-Stadions wieder raus. Für die Zweitligasaison 2008/2009 wurde das historische Geläuf kurzzeitig auf eine Kapazität von 10.500 Zuschauern „aufgemörtelt“.

FC Ingolstadt 04 TSV 1860 ESV Stadion
Die Mannschaften laufen ins altehrwürdige ESV-Stadion ein.

Lauth sorgt für die frühe Führung

Die Löwen reisten an diesem 23. Spieltag mit Blick auf die Abstiegsränge an die Donau. Als Tabellenzehnter fuhr man mit nur sechs Punkten Vorsprung auf den vom FC Ingolstadt belegten Abstiegs-Relegationsrang zu den Schanzern.

Trainer Uwe Wolf hatte erst eine Woche zuvor sein Debüt auf der Löwenbank gegeben (5:1 gegen St. Pauli) und sollte auch diesmal erfolgreich bleiben. Nach dem frühen Führungstreffer von Benjamin Lauth (2. Minute) mussten die Löwen in einer ereignisreichen ersten Halbzeit zwei Gegentreffer hinnehmen und lagen nach 34 Minuten mit 1:2 in Rückstand.

TSV 1860 siegt in Ingolstadt

Die Treffer von Markus Thorandt (36. Minute) und Lars Bender (41. Minute) drehten aber das Spiel erneut und ebneten den Weg zum verdienten Auswärtssieg. Kurz vor der Halbzeit rasselten die Trainer Uwe Wolf und Thorsten Fink nach einem heftigen Foul an Benny Lauth aneinander und wurden von Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer daraufhin auf die Tribüne verbannt.

In der zweiten Hälfte mussten unsere weiß-blauen Helden bis zum Schluss zittern, da – wie so oft – die allerbesten Konterchancen gegen aufmachende Schanzer vergeben wurden. Die Ära Uwe Wolf war im Mai 2009 indes schon wieder Geschichte, Nachfolger wurde Ewald Lienen.

Am Saisonende belegten die Löwen den enttäuschenden 12. Tabellenplatz, während die Schanzer als 17. der Tabelle nach nur einem Jahr wieder in die 3. Liga absteigen mussten. Wie sich die Geschichte in Ingolstadt doch wiederholt…

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Uwe Wolf schickte am 08.03.2009 folgende Löwen-Elf auf den Rasen des Ingolstädter ESV-Stadions.

Hofmann – Rukavina, Thorandt, Hoffmann, Schick – Aigner (85. S. Bender), L. Bender (70. Rösler), Béda, Johnson – Schäffler, Lauth

Tore:
0:1 Lauth (2.), 1:1 Jungwirth (28., Elfmeter), 2:1 Wohlfarth (34.), 2:2 Thorandt (36.), 2:3 L. Bender (41)

FC Ingolstadt 04 TSV 1860
Die Fans der Löwen durften einmal mehr jubeln als die der Schanzer. AUS-WÄRTS-SIEG!

Abteilung Fußball: Roman Beer gibt Amt nach neun Jahren ab

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TSV 1860 München - die Löwen!
Die Löwen, Münchens große Liebe!

Das kommt überraschend! In der Leitung der Abteilung Fußball wird es in naher Zukunft zwei personelle Wechsel geben. Roman Beer und Thomas Probst werden ihre Ämter als Abteilungsleiter bzw. als Stellvertretender Abteilungsleiter spätestens zum Ende der Saison 2021/22 zur Verfügung stellen.

Roman Beer und Thomas Probst ziehen sich zurück

Zum Einen hat dies private Gründe, zum Anderen bietet sich der Fußballabteilung dadurch eine Möglichkeit, dass nach knapp neun Jahren (Beer) bzw. dreizehn Jahren (Probst) frischer Wind in der Leitung einkehrt.

Kassenwart Kurt Renner hingegen bleibt weiterhin in seinem Amt tätig. Er wird sich in den nächsten Wochen der satzungsgemäßen Nachbesetzung der beiden Positionen in der Leitung der Fußballabteilung annehmen (siehe Ziffer 16.3 der Satzung). Sobald die Nachfolgersuche abgeschlossen ist, werden Beer und Probst ihre Ämter abgeben, ihren Nachfolgern aber während der Einarbeitungsphase selbstverständlich für alle Fragen zur Verfügung stehen.

Wir danken Roman Beer und Thomas Probst für die geleistete Arbeit und wünschen beiden für die Zukunft alles Gute.

Sechzig um sieben: Keine englische Woche

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Sechzig um Sieben: Heimpremiere rückt näher

Kommt Euch Euer Leben aktuell auch vor wie in Zeitlupe? Das nächste Spiel des TSV 1860 München ist noch mehr als drei Tage hin. Und das letzte liegt schon vier Tage zurück. Ach richtig! Wir haben ja aktuell keine englische Woche…

Merveille Biankadi “Spieler des Tages”

In der perfekten englischen Woche des TSV 1860 München hatte ein Löwe ein super-perfekte Woche: Merveille Biankadi. Der flexibel einsetzbare Offensivspieler konnte sich bei jedem der vergangenen drei Siege in die Scorerliste eintragen und wurde nun zu Recht vom Kicker zum Spieler des Tages erkoren. Außerdem standen mit Phillipp Steinhart und Marcel Bär zwei weitere Löwen in der Elf des Tages. Ihr könnt Merveille übrigens auch hier zum Spieler des Spieltags voten.

TAKTIKTAFEL gegen Verl

Wer den Sieg gegen den Verl nochmal Revue passieren lassen möchte und noch besser verstehen will, warum die Löwen diesen größtenteils ungefährdeten Sieg einfahren konnten, dem sei wie immer Bernd Winningers TAKTIKTAFEL empfohlen.

Überblick über die Ergebnisse der Mannschaften des TSV 1860 München am Wochenende

Nicht nur die Profis konnte ihren Einsatz am Wochenende erfolgreich abschließen. Auch die U21 konnte gegen Wasserburg einen 3:0 Sieg feiern. Und die Löwinnen siegten bei der klassenhöheren SG Aschheim/Kirchheim mit 3:1. Alle Ergebnisse der Sechzger-Mannschaften findet Ihr hier.

Sechzger.de Talk Nummer 49

Heute gegen Mittag findet Ihr auf unserem youtube-Kanal den neuesten Sechzger.de-Talk.  Moderator Jan begrüßt Stephan, Bernd und Christian von den Hauptstadt-Löwen in Berlin. Die Damen und Herren können den Auftritt von Sechzig vor Ihrer Haustüre (bei dem die 2G+-Regeln gelten) natürlich kaum erwarten. Wird es den Löwen erstmals unter Michi Köllner gelingen, vier Mal in Folge gewinnen (da bekommt die “4” mal wieder eine positivere Bedeutung im Löwenkosmos). So wird heiß diskutiert über den Sieg gegen Verl, das anstehende Spiel bei der Viktoria und über die Haupstadt-Löwen gibt’s auch Einiges zu erfahren. Schaut mal rein oder hört es Euch auf den gängigen Podcast-Plattformen an.

News aus der dritten Liga

Havelse – Viktoria Berlin 1:1

Unser nächster Gegner bestritt gestern das Montagsspiel der dritten Liga beim TSV Havelse. Es war das erste Spiel unter dem neuen Trainer Farat Toku. Die Viktoria ging nach 10 Minuten  mit 0:1 in Führung. Die Gastgeber glichen durch Gubinelli noch vor der Pause aus. Danach fielen keine Tore mehr. Der Havelser Fölster sah noch die rote Karte.

Fairplay der Braunschweiger Eintracht

Mit der Ehrlichkeit ist es im Fußball ja so eine Sache. Eine rühmliche Ausnahme machte am Sonntag der Braunschweiger Bryan Henning, der auf Nachfrage von Schiri Dankert, bestätigte, dass seine Flanke nicht am Arm des Mannheimer Verteidigers Gohlke war. Somit nahm Dankert den schon gepfiffenen Elfer zurück. Chapeau, Herr Henning! Da könnten sich so einige ein Beispiel dran nehmen.

Damit seid Ihr in dieser nicht-englischen Woche wieder bestens über alles Wichtige rund um den TSV 1860 München und die dritte Liga informiert. Schönen Tag wünscht Euch sechzger.de!

 

3. Liga am Montag: TSV Havelse und Viktoria Berlin teilen die Punkte

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TSV Havelse in der HDI Arena in Hannover

Stell Dir vor, es ist 3. Liga und kaum einer geht hin… In der für den TSV Havelse ohnehin extrem überdimensionierten HDI Arena in Hannover fanden sich am Abend lediglich 500 Unentwegte ein, um das Kellerduell gegen Viktoria Berlin zu verfolgen.

Gubinelli kontert frühe Führung der Gäste

Die Gäste aus der Hauptstadt wurden erstmal vom neuen Trainer Farat Toku betreut und hätten beinahe einen Traumstart hingelegt. Bereits nach wenigen Sekunden hatte Theisen die Gästeführung auf dem Fuß, setzte den Ball jedoch aus kürzester Distanz neben das Tor. In der 10. Minute machte es der nächste Gegner des TSV 1860 dann aber besser. Nach einer Ecke von Ezeh köpfte Gunte zum 0:1 für die Viktoria ein.

Zwanzig Minuten fand der Tabellenletzte aus Niedersachsen offensiv quasi nicht statt, doch dann sorgte der Schweizer Leonardo Gubinelli für den überraschenden Ausgleich. Gästekeeper Krahl machte dabei weder bei der Entstehung noch beim Abschluss eine sonderlich glückliche Figur.

Viktorias Theisen verletzt ausgewechselt

Bis zur Pause tat sich dann relativ wenig, was angesichts der akuten Abstiegssorgen beider Teams etwas unverständlich war. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Viktoria Berlin aktiver, von Havelse kam viel zu wenig. So verwunderte es nicht, dass die Himmelblauen durch Ezeh (51.) und Jopek (67.) die nächsten beiden Torchancen hatten.

In der 78. Minute musste der Berliner Theisen verletzt das Spielfeld verlassen; sein Einsatz gegen die Löwen am Freitag erscheint mehr als fraglich. Den an das Foulspiel anschließenden Freistoß schlenzte Ezeh brandgefährlich auf den Havelser Kasten, doch Quindt kratzte die Kugel aus dem Winkel.

TSV Havelse und Viktoria Berlin teilen die Punkte

Nur zwei Minuten später musste dann auch ein Niedersachse vorzeitig vom Feld – diesmal allerdings aufgrund einer Roten Karte. Fölster hatte kurz vor dem Strafraum die Notbremse gezogen und ging in der 80. Minute zum Duschen.

In der restlichen Spielzeit konnten die Gäste kein Kapital aus der Überzahl schlagen und sich folglich mit einem 1:1 zufrieden geben.

 

TSV 1860 – SC Verl in der Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur Taktiktafelanalyse des Spiels TSV 1860 gegen den SC Verl. Verls Trainer Michél Kniat ließ seine Verler unter Flutlicht auf Giesings Höhen wie erwartet im 4-3-3 antreten. Dem stellte Michael Köllner das flexible 4-1-4-1 entgegen. Nach neunzig Minuten lautete das Endergebnis am Freitag Abend 2:0 für die Sechzger. Ein von Beginn an gut aufgelegter und engagierter TSV 1860 München ließ Verl von Beginn an wissen, wer Herr im Haus ist.

In dieser Systematik sah das Spiel TSV 1860 gegen Verl so aus, dass Quirin Moll wieder auf der Sechser Position aufgeboten wurde. Diesmal stand Merveille Biankadi ihm gegen den Ball als Box to Box Spieler zur Seite. Dennis Dressel, der in den letzten beiden Partien diese Position innehatte, musste sich zu Beginn nach zwei kräftezehrenden Spielen mit dem Platz auf der Bank zufrieden geben. Damit ergab sich bei den Löwen gegen den Ball eine flache 4-4-1-1 Formation mit Neudecker als Verbindungsglied hinter Bär für Umschalt- und Konterspiel.

Bei Verl verschob sich das offensive 4-3-3 gegen den Ball zum 4-5-1. Verl musste in beide Richtungen so zwar weniger verschieben, die Wege für die Spieler waren aber länger, so ergaben sich vor allem außen und in den Halbpositionen immer Räume für die Spieler des TSV 1860, die Verl nicht schnell genug zustellen konnte.

Wie immer werfen bevor, wir zur Analyse schreiten, einen Blick auf die wichtigsten Statistiken des Spiels.

Die wichtigsten Statistiken des Spiels TSV 1860 – SC Verl

  • Ballbesitz: TSV 1860 42% – SC Verl 58%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 70% – SC Verl 78%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 64% – SC Verl 63%
  • Schüsse / aufs Tor TSV 1860: 13/6 – SC Verl 11/4
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 18,74 – SC Verl 7,17

Die statistischen Werte in der Analyse

PPDA

Es fällt sofort ins Auge, dass die PPDA mit 18,74 zugelassenen Pässen pro Aktion gegen den Ball in den pressingrelevanten Zonen extrem hoch ist. Das würde ja im Umkehrschluss, wenn man das Spiel nicht gesehen hat, bedeuten, dass sie Sechzger kein gutes Pressing auf den Platz gebracht hätten. Diese Annahme wäre aber falsch. Es wurde nur sehr viel im Raum gepresst, also der Passweg nach vorne zugestellt und nicht direkt und aggressiv der ballführende Spieler angegangen. Dadurch hatte Verl natürlich die Möglichkeit, im eigenen Defensivverbund relativ ungestört den Ball zirkulieren zu lassen, für die Offensive der Verler kam dabei logischerweise nicht viel rum. Aus diesem Verhalten im Anlaufen bei den Löwen lässt sich auch ableiten, warum sowohl Passgenauigkeit, als auch Ballbesitz für Verl besser aussehen als beim TSV 1860.

Ballbesitz

Schauen wir zunächst auf den Ballbesitz. 16 % weniger haben die Löwen hier im Vergleich zu Verl in den neunzig Minuten plus Nachspielzeit. Hat also Verl das Spiel gemacht oder gar bestimmt? Die Antwort ist ein klares Nein. Erstens hatte Verl auf der einen Seite zwar viele Phasen mit langem Ballbesitz, in denen die Gäste auch viele genaue Pässe anbringen konnten. Dieser Ballbesitz fand hauptsächlich in der eigenen Spielfeldhälfte statt und dort wiederum viel im eigenen letzten Drittel oder knapp davor.

Daraus folgt – wenn man sich ansieht, welche Pässe wo gespielt wurden – dass Verl im eigenen Abwehrverbund inklusive defensivem Mittelfeldspieler weit mehr Pässe spielen musste als der TSV 1860 München. Verl fand in den meisten Fällen keine Lösungen, um das eigene Spiel so schnell nach vorne zu bringen, dass es für das System 4-3-3 in dem Maße zuträglich wäre, dass das effektiv funktioniert. So verpuffte der hohe Ballbesitz, den Verl hatte, in vertaner Zeit beim eigenen Aufbauspiel. Wer sich so viel Zeit lässt, um die Kugel in einem auf Schnelligkeit ausgelegten Spielsystem in die Spitze zu bringen, braucht sich nicht wundern, wenn der Gegner dann im Stellungsspiel gegen den Ball so steht, dass die Angriffe abgefangen werden können. Uneffektiver Ballbesitz treibt also die Ballbesitzquote für Verl stark nach oben.

Passgenauigkeit

Aus diesem uneffektiven Ballbesitz leitet sich nun die höhere Passgenauigkeit ab. 30 % aller gespielten Pässe der Verler waren Quer- und Rückpässe innerhalb des eigenen Defensivverbundes, also Torwart, Viererkette und defensives Mittelfeld. Im Vergleich dazu spielte der TSV 1860 München nur 15 % seiner Pässe dort, wo keine Effektivität für das Spiel nach vorn gegeben ist. Wenn wir von den relativen Prozentwerten hier zu den reellen Zahlen schauen, ist das Verhältnis 138:47. Der TSV 1860 München hat also gegenüber Verl 91 Pässe weniger innerhalb der eigenen Defensive gespielt als Verl.

Bei Pässen, die für die eigenen Offensivbemühungen zählen, liegen der TSV 1860 München und Verl in etwa gleich auf. Der Unterschied bei der Passgenauigkeit hier liegt bei unter zwei Prozent, und die Anzahl der Pässe, die beide Vereine nach vorne gespielt haben, differiert um genau neun zugunsten des SC Verl. Neun Vorwärtspässe Unterschied zwischen zwei Mannschaften in einem Spiel, in dem insgesamt 767 Pässe gespielt wurden. Ich denke dieser Unterschied ist vernachlässigbar.

Ein weiteres Indiz dafür, dass die Statistik beim ersten Blick lügt, ist die Anzahl der Schüsse. Hier führt der TSV 1860 gegenüber dem Gast aus Verl sowohl bei der Anzahl der abgesetzten Schüsse, als auch bei der Schussgenauigkeit.

Das Spiel

1. Halbzeit

Eine Abtastphase zu Beginn gab es nicht. Verl war in den ersten Minuten sehr offensiv unterwegs und wollte sichtlich früh dem Spiel den eigenen Stempel aufdrücken. Außer zwei Chancen für Akono in der dritten und in der sechzehnten Minute hatte der Sport Club allerdings keine guten Möglichkeiten, um auf die Siegerstraße zu gelangen.

Als Akono in der Anfangsphase zentral vor dem Tor aus etwa sieben Metern den Ball über das Löwengehäuse setzte, musste man kurz die Luft anhalten. Ebenso bei seinem Schuss nach einer guten Viertelstunde, als Hiller rettend eingreifen musste.

Aus siebzehn Versuchen der Verler, den Ball in die Box der Löwen zu bekommen, resultierten lediglich sechs Ballkontakte im Strafraum. Während der ersten Halbzeit verlor der TSV 1860 München keinen einzigen Defensivzweikampf im eigenen Sechzehner. Offensivgefahr hat eindeutig ein anderes Gesicht.

Im eigenen letzten Drittel spielte die Mannschaft des TSV 1860 so konzentriert, dass nur sieben Defensivzweikämpfe dort überhaupt verloren gingen. Sechs davon auf den Flügeln, einer auf der linken Halbposition etwa 29 Meter vor dem eigenen Kasten. Die Defensivarbeit gegen den Mann war aber nicht so entscheidend für das Spiel wie das gute Stellungsspiel des TSV 1860. Fast 50 % mehr abgefangene Bälle sind ein klares Indiz, wie effektiv die Mannschaft von Michael Köllner die Räume zugestellt hatte. Von allen abgefangenen Bällen wurden deutlich mehr als die Hälfte zwischen der Mitte der eigenen Spielfeldhälfte und dem gegnerischen letzten Drittel erobert.

Dominanz der Löwen

Gegen den Ball trat der TSV von Beginn an dominant auf. Wenn die Spieler der Sechzger in Defensivzweikämpfe verwickelt wurden, konnten in der Anfangsphase knapp acht von zehn zu Gunsten der Löwen entschieden werden. Nach vorne spielten die Sechzger in den eigenen Positionsangriffen schnell und direkt. In der zehnten Minute hätte Bär einen Pass von der rechten Seite möglicherweise lieber für Kapitän Lex durchlassen müssen, anstatt selbst den Abschluss zu suchen.

In der letzten Sekunde der 25. Minute konnte Verl dann die starken Löwen nicht mehr stoppen und Biankadi besorgte das verdiente 1:0. Nur kurze Zeit später erhöhte Bär nach einem Konter zum 2:0 und besorgte damit bereits den Endstand.

In der Folge nahmen sich die Sechzger dann etwas zurück. Das bedeutete aber nicht, dass man mit dem Spielstand schon zufrieden gewesen wäre. Man muss jedoch bedenken, dass viele der Spieler bereits das dritte Spiel innerhalb von sieben Tagen bestritten. Da muss man natürlich auch an den Kräftehaushalt denken. So wurden die weiteren Angriffe nicht mit allerletztem Risiko durchgeführt.

Die Zweite Halbzeit

Wie Verl zu Beginn des ersten Durchgangs, hatte nun der TSV 1860 die Gelegenheit, in der Anfangsphase der Halbzeit auf 3:0 zu stellen. Ein Schuss von Bär nach einem Konterangriff durchs Zentrum konnte von Thiede im Tor mit einer Glanzparade entschärft werden. Lex, der im Hintergrund mitgelaufen war, jagte das Leder dann im Nachschuss leider über den Kasten.

Verl, das in der Halbzeitpause mit zwei Wechseln neue Impulse setzen wollte, kam nicht wirklich ins Rollen. Die Sechzger agierten weiterhin dominant im Stellungsspiel gegen den Ball, und aggressiv bei den defensiven Zweikämpfen. Im Spiel nach vorn spielte Sechzig nach wie vor schnell und direkt. Allerdings arbeiteten die Löwen nun mit etwas anderen Verschiebungen. Das war dem Umstand geschuldet, dass nun der Fokus auf ökonomischem Spiel und Kräfteschonung lag. Frühe Wechsel und Spiel ohne Risiko aus der eigenen Abwehr heraus war von nun an die Maxime beim TSV.

So endete die zweite Halbzeit weitestgehend ereignislos. Marco Hiller musste im zweiten Durchgang genau einen Ball halten, des Weiteren pflückte er drei Flankenversuche aus der Luft. Das spricht für die gute Defensivarbeit der Spieler TSV 1860. Natürlich versuchte Verl, den Druck auf die Löwen zu erhöhen. Das gelang bis vor das letzte Drittel der Löwen auch relativ gut. Dann war aber für die Ostwestfalen Schluss. Lediglich fünf Ballkontakte bei zwanzig Versuchen, in die Box der Sechzger zu spielen, sprangen für Verl in der gesamten zweiten Halbzeit heraus. In der eigenen Box verlor der TSV 1860 auch in der zweiten Hälfte keinen einzigen defensiven Zweikampf.

Kleine Konzentrationsschwächen, die aber den Spielverlauf nicht sonderlich beeinflussten, gab es hüben wie drüben. Es bleibt festzuhalten, dass ideenlos und behäbig spielende Verler – abgesehen von der Viertelstunde zu Beginn – den Löwen in keiner Phase des Spiels wirklich etwas entgegenzusetzen hatten.

Die Tore

1:0

Einen langen Diagonalpass der Verler auf die rechte Seite der Löwen fing Deichmann an der Seitenauslinie einige Meter in der eigenen Spielfeldhälfte ab. Er spielte das Leder sofort nach vorn zu Tallig, der ebenfalls an der Seitenausline klebte. Tallig verarbeitete den Ball und spielte Neudecker den Ball zu. Neudecker, in der Halbposition außen auf der Mittellinie stehend, sah den durchgestarteten Deichmann, der die Seitenauslinie hinaufjagte. Neudecker spielte Deichmann nun einen langen Steilpass in den Lauf. Ohne angegriffen zu werden, konnte Deichmann bis zur Grundlinie durchgehen und von dort eine passgenaue Flanke auf Merveille Biankadi spielen.

Biankadi versenkte den Ball volley mit einem – wie Daniel Wein es bezeichnete: “Weltklasse-Schuss” – hinter Thiede in die Maschen.

Man muss hier Ex-Löwe Aaron Berzel extrem dankbar sein. Hätte er Deichmann angegriffen, um die Flanke zu verhindern, anstatt diszipliniert die Innenverteidiger-Position zu halten, hätte Verl diesen Angriff möglicherweise verteidigen können.

2:0

Einen Freistoß nach einem taktischen Foul von Belkahia von der halblinken Seite des SC Verl am Mittelkreis, köpft zunächst Marcel Bär abwehrend aus dem eigenen Strafraum auf die rechte Vereer Angriffsseite. Die dann von Belkahia per Kopf abgewehrte Verler Flanke von deren rechter Seite, kam zu Neudecker. Der wollte sofort Bär auf die Reise schicken. Sein Pass blieb jedoch bei Baack hängen. Geistesgegenwärtig sprang Lex hier in die Bresche und luchste der Nummer 5 der Verler das Leder wieder ab.

Mit dieser Aktion zum Ballgewinn legte Lex die Kugel gleichzeitig zu Biankadi auf die aus Löwensicht linke Halbposition etwa 30 Meter von der Torauslinie entfernt. Biankadi sah den aus der eigenen Spielfeldhälfte gestarteten Bär und spielte ihm die Kugel mustergültig in den Lauf. Bär war seinen Gegenspielern entwischt. Der hinterhersprintende Pernot hatte keine Chance, Marcel Bär auf seinem Weg in den gegnerischen Strafraum noch einzuholen. Von der halblinken Position in der gegnerischen Box aus etwa sieben Metern versenkte Bär das Leder im langen Eck rechts hinter Thiede. Fast hätte der Verler Goalie noch die Pranke an den Schuss gebracht hätte.

Fazit

Nur zu Beginn der Partie war das Spiel kurzzeitig ausgeglichen. Der TSV 1860 München zeigte dem SC Verl klar die Grenzen auf. Beim Zusehen im Stadion hatte man nie das Gefühl, als könnten die Verler tatsächlich gegen die Löwen ein Tor erzielen.

Konzentriert, einsatzfreudig und leidenschaftlich spielende Löwen zeigten dem Sport Club aus Ostwestfalen, wer auf Giesings Höhen das Zepter schwingt und im Sechzgerstadion regiert.

Sieben Tage, neun Punkte. So weit so gut. Jetzt gilt es für jeden einzelnen Akteur, weiterhin auf dem Boden zu bleiben. Bereits am Freitag gilt es auswärts bei der Berliner Viktoria an die zuletzt gezeigten Leistungen anzuknüpfen.

Eine ganze Woche Pause vor diesem Spiel wird den Löwen sicherlich gut tun, um in der Bundeshauptstadt auch wieder erfolgreich sein zu können.

Datenquelle: Wyscout