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TSV 1860 – SC Verl in der Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur Taktiktafelanalyse des Spiels TSV 1860 gegen den SC Verl. Verls Trainer Michél Kniat ließ seine Verler unter Flutlicht auf Giesings Höhen wie erwartet im 4-3-3 antreten. Dem stellte Michael Köllner das flexible 4-1-4-1 entgegen. Nach neunzig Minuten lautete das Endergebnis am Freitag Abend 2:0 für die Sechzger. Ein von Beginn an gut aufgelegter und engagierter TSV 1860 München ließ Verl von Beginn an wissen, wer Herr im Haus ist.

In dieser Systematik sah das Spiel TSV 1860 gegen Verl so aus, dass Quirin Moll wieder auf der Sechser Position aufgeboten wurde. Diesmal stand Merveille Biankadi ihm gegen den Ball als Box to Box Spieler zur Seite. Dennis Dressel, der in den letzten beiden Partien diese Position innehatte, musste sich zu Beginn nach zwei kräftezehrenden Spielen mit dem Platz auf der Bank zufrieden geben. Damit ergab sich bei den Löwen gegen den Ball eine flache 4-4-1-1 Formation mit Neudecker als Verbindungsglied hinter Bär für Umschalt- und Konterspiel.

Bei Verl verschob sich das offensive 4-3-3 gegen den Ball zum 4-5-1. Verl musste in beide Richtungen so zwar weniger verschieben, die Wege für die Spieler waren aber länger, so ergaben sich vor allem außen und in den Halbpositionen immer Räume für die Spieler des TSV 1860, die Verl nicht schnell genug zustellen konnte.

Wie immer werfen bevor, wir zur Analyse schreiten, einen Blick auf die wichtigsten Statistiken des Spiels.

Die wichtigsten Statistiken des Spiels TSV 1860 – SC Verl

  • Ballbesitz: TSV 1860 42% – SC Verl 58%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 70% – SC Verl 78%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 64% – SC Verl 63%
  • Schüsse / aufs Tor TSV 1860: 13/6 – SC Verl 11/4
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 18,74 – SC Verl 7,17

Die statistischen Werte in der Analyse

PPDA

Es fällt sofort ins Auge, dass die PPDA mit 18,74 zugelassenen Pässen pro Aktion gegen den Ball in den pressingrelevanten Zonen extrem hoch ist. Das würde ja im Umkehrschluss, wenn man das Spiel nicht gesehen hat, bedeuten, dass sie Sechzger kein gutes Pressing auf den Platz gebracht hätten. Diese Annahme wäre aber falsch. Es wurde nur sehr viel im Raum gepresst, also der Passweg nach vorne zugestellt und nicht direkt und aggressiv der ballführende Spieler angegangen. Dadurch hatte Verl natürlich die Möglichkeit, im eigenen Defensivverbund relativ ungestört den Ball zirkulieren zu lassen, für die Offensive der Verler kam dabei logischerweise nicht viel rum. Aus diesem Verhalten im Anlaufen bei den Löwen lässt sich auch ableiten, warum sowohl Passgenauigkeit, als auch Ballbesitz für Verl besser aussehen als beim TSV 1860.

Ballbesitz

Schauen wir zunächst auf den Ballbesitz. 16 % weniger haben die Löwen hier im Vergleich zu Verl in den neunzig Minuten plus Nachspielzeit. Hat also Verl das Spiel gemacht oder gar bestimmt? Die Antwort ist ein klares Nein. Erstens hatte Verl auf der einen Seite zwar viele Phasen mit langem Ballbesitz, in denen die Gäste auch viele genaue Pässe anbringen konnten. Dieser Ballbesitz fand hauptsächlich in der eigenen Spielfeldhälfte statt und dort wiederum viel im eigenen letzten Drittel oder knapp davor.

Daraus folgt – wenn man sich ansieht, welche Pässe wo gespielt wurden – dass Verl im eigenen Abwehrverbund inklusive defensivem Mittelfeldspieler weit mehr Pässe spielen musste als der TSV 1860 München. Verl fand in den meisten Fällen keine Lösungen, um das eigene Spiel so schnell nach vorne zu bringen, dass es für das System 4-3-3 in dem Maße zuträglich wäre, dass das effektiv funktioniert. So verpuffte der hohe Ballbesitz, den Verl hatte, in vertaner Zeit beim eigenen Aufbauspiel. Wer sich so viel Zeit lässt, um die Kugel in einem auf Schnelligkeit ausgelegten Spielsystem in die Spitze zu bringen, braucht sich nicht wundern, wenn der Gegner dann im Stellungsspiel gegen den Ball so steht, dass die Angriffe abgefangen werden können. Uneffektiver Ballbesitz treibt also die Ballbesitzquote für Verl stark nach oben.

Passgenauigkeit

Aus diesem uneffektiven Ballbesitz leitet sich nun die höhere Passgenauigkeit ab. 30 % aller gespielten Pässe der Verler waren Quer- und Rückpässe innerhalb des eigenen Defensivverbundes, also Torwart, Viererkette und defensives Mittelfeld. Im Vergleich dazu spielte der TSV 1860 München nur 15 % seiner Pässe dort, wo keine Effektivität für das Spiel nach vorn gegeben ist. Wenn wir von den relativen Prozentwerten hier zu den reellen Zahlen schauen, ist das Verhältnis 138:47. Der TSV 1860 München hat also gegenüber Verl 91 Pässe weniger innerhalb der eigenen Defensive gespielt als Verl.

Bei Pässen, die für die eigenen Offensivbemühungen zählen, liegen der TSV 1860 München und Verl in etwa gleich auf. Der Unterschied bei der Passgenauigkeit hier liegt bei unter zwei Prozent, und die Anzahl der Pässe, die beide Vereine nach vorne gespielt haben, differiert um genau neun zugunsten des SC Verl. Neun Vorwärtspässe Unterschied zwischen zwei Mannschaften in einem Spiel, in dem insgesamt 767 Pässe gespielt wurden. Ich denke dieser Unterschied ist vernachlässigbar.

Ein weiteres Indiz dafür, dass die Statistik beim ersten Blick lügt, ist die Anzahl der Schüsse. Hier führt der TSV 1860 gegenüber dem Gast aus Verl sowohl bei der Anzahl der abgesetzten Schüsse, als auch bei der Schussgenauigkeit.

Das Spiel

1. Halbzeit

Eine Abtastphase zu Beginn gab es nicht. Verl war in den ersten Minuten sehr offensiv unterwegs und wollte sichtlich früh dem Spiel den eigenen Stempel aufdrücken. Außer zwei Chancen für Akono in der dritten und in der sechzehnten Minute hatte der Sport Club allerdings keine guten Möglichkeiten, um auf die Siegerstraße zu gelangen.

Als Akono in der Anfangsphase zentral vor dem Tor aus etwa sieben Metern den Ball über das Löwengehäuse setzte, musste man kurz die Luft anhalten. Ebenso bei seinem Schuss nach einer guten Viertelstunde, als Hiller rettend eingreifen musste.

Aus siebzehn Versuchen der Verler, den Ball in die Box der Löwen zu bekommen, resultierten lediglich sechs Ballkontakte im Strafraum. Während der ersten Halbzeit verlor der TSV 1860 München keinen einzigen Defensivzweikampf im eigenen Sechzehner. Offensivgefahr hat eindeutig ein anderes Gesicht.

Im eigenen letzten Drittel spielte die Mannschaft des TSV 1860 so konzentriert, dass nur sieben Defensivzweikämpfe dort überhaupt verloren gingen. Sechs davon auf den Flügeln, einer auf der linken Halbposition etwa 29 Meter vor dem eigenen Kasten. Die Defensivarbeit gegen den Mann war aber nicht so entscheidend für das Spiel wie das gute Stellungsspiel des TSV 1860. Fast 50 % mehr abgefangene Bälle sind ein klares Indiz, wie effektiv die Mannschaft von Michael Köllner die Räume zugestellt hatte. Von allen abgefangenen Bällen wurden deutlich mehr als die Hälfte zwischen der Mitte der eigenen Spielfeldhälfte und dem gegnerischen letzten Drittel erobert.

Dominanz der Löwen

Gegen den Ball trat der TSV von Beginn an dominant auf. Wenn die Spieler der Sechzger in Defensivzweikämpfe verwickelt wurden, konnten in der Anfangsphase knapp acht von zehn zu Gunsten der Löwen entschieden werden. Nach vorne spielten die Sechzger in den eigenen Positionsangriffen schnell und direkt. In der zehnten Minute hätte Bär einen Pass von der rechten Seite möglicherweise lieber für Kapitän Lex durchlassen müssen, anstatt selbst den Abschluss zu suchen.

In der letzten Sekunde der 25. Minute konnte Verl dann die starken Löwen nicht mehr stoppen und Biankadi besorgte das verdiente 1:0. Nur kurze Zeit später erhöhte Bär nach einem Konter zum 2:0 und besorgte damit bereits den Endstand.

In der Folge nahmen sich die Sechzger dann etwas zurück. Das bedeutete aber nicht, dass man mit dem Spielstand schon zufrieden gewesen wäre. Man muss jedoch bedenken, dass viele der Spieler bereits das dritte Spiel innerhalb von sieben Tagen bestritten. Da muss man natürlich auch an den Kräftehaushalt denken. So wurden die weiteren Angriffe nicht mit allerletztem Risiko durchgeführt.

Die Zweite Halbzeit

Wie Verl zu Beginn des ersten Durchgangs, hatte nun der TSV 1860 die Gelegenheit, in der Anfangsphase der Halbzeit auf 3:0 zu stellen. Ein Schuss von Bär nach einem Konterangriff durchs Zentrum konnte von Thiede im Tor mit einer Glanzparade entschärft werden. Lex, der im Hintergrund mitgelaufen war, jagte das Leder dann im Nachschuss leider über den Kasten.

Verl, das in der Halbzeitpause mit zwei Wechseln neue Impulse setzen wollte, kam nicht wirklich ins Rollen. Die Sechzger agierten weiterhin dominant im Stellungsspiel gegen den Ball, und aggressiv bei den defensiven Zweikämpfen. Im Spiel nach vorn spielte Sechzig nach wie vor schnell und direkt. Allerdings arbeiteten die Löwen nun mit etwas anderen Verschiebungen. Das war dem Umstand geschuldet, dass nun der Fokus auf ökonomischem Spiel und Kräfteschonung lag. Frühe Wechsel und Spiel ohne Risiko aus der eigenen Abwehr heraus war von nun an die Maxime beim TSV.

So endete die zweite Halbzeit weitestgehend ereignislos. Marco Hiller musste im zweiten Durchgang genau einen Ball halten, des Weiteren pflückte er drei Flankenversuche aus der Luft. Das spricht für die gute Defensivarbeit der Spieler TSV 1860. Natürlich versuchte Verl, den Druck auf die Löwen zu erhöhen. Das gelang bis vor das letzte Drittel der Löwen auch relativ gut. Dann war aber für die Ostwestfalen Schluss. Lediglich fünf Ballkontakte bei zwanzig Versuchen, in die Box der Sechzger zu spielen, sprangen für Verl in der gesamten zweiten Halbzeit heraus. In der eigenen Box verlor der TSV 1860 auch in der zweiten Hälfte keinen einzigen defensiven Zweikampf.

Kleine Konzentrationsschwächen, die aber den Spielverlauf nicht sonderlich beeinflussten, gab es hüben wie drüben. Es bleibt festzuhalten, dass ideenlos und behäbig spielende Verler – abgesehen von der Viertelstunde zu Beginn – den Löwen in keiner Phase des Spiels wirklich etwas entgegenzusetzen hatten.

Die Tore

1:0

Einen langen Diagonalpass der Verler auf die rechte Seite der Löwen fing Deichmann an der Seitenauslinie einige Meter in der eigenen Spielfeldhälfte ab. Er spielte das Leder sofort nach vorn zu Tallig, der ebenfalls an der Seitenausline klebte. Tallig verarbeitete den Ball und spielte Neudecker den Ball zu. Neudecker, in der Halbposition außen auf der Mittellinie stehend, sah den durchgestarteten Deichmann, der die Seitenauslinie hinaufjagte. Neudecker spielte Deichmann nun einen langen Steilpass in den Lauf. Ohne angegriffen zu werden, konnte Deichmann bis zur Grundlinie durchgehen und von dort eine passgenaue Flanke auf Merveille Biankadi spielen.

Biankadi versenkte den Ball volley mit einem – wie Daniel Wein es bezeichnete: “Weltklasse-Schuss” – hinter Thiede in die Maschen.

Man muss hier Ex-Löwe Aaron Berzel extrem dankbar sein. Hätte er Deichmann angegriffen, um die Flanke zu verhindern, anstatt diszipliniert die Innenverteidiger-Position zu halten, hätte Verl diesen Angriff möglicherweise verteidigen können.

2:0

Einen Freistoß nach einem taktischen Foul von Belkahia von der halblinken Seite des SC Verl am Mittelkreis, köpft zunächst Marcel Bär abwehrend aus dem eigenen Strafraum auf die rechte Vereer Angriffsseite. Die dann von Belkahia per Kopf abgewehrte Verler Flanke von deren rechter Seite, kam zu Neudecker. Der wollte sofort Bär auf die Reise schicken. Sein Pass blieb jedoch bei Baack hängen. Geistesgegenwärtig sprang Lex hier in die Bresche und luchste der Nummer 5 der Verler das Leder wieder ab.

Mit dieser Aktion zum Ballgewinn legte Lex die Kugel gleichzeitig zu Biankadi auf die aus Löwensicht linke Halbposition etwa 30 Meter von der Torauslinie entfernt. Biankadi sah den aus der eigenen Spielfeldhälfte gestarteten Bär und spielte ihm die Kugel mustergültig in den Lauf. Bär war seinen Gegenspielern entwischt. Der hinterhersprintende Pernot hatte keine Chance, Marcel Bär auf seinem Weg in den gegnerischen Strafraum noch einzuholen. Von der halblinken Position in der gegnerischen Box aus etwa sieben Metern versenkte Bär das Leder im langen Eck rechts hinter Thiede. Fast hätte der Verler Goalie noch die Pranke an den Schuss gebracht hätte.

Fazit

Nur zu Beginn der Partie war das Spiel kurzzeitig ausgeglichen. Der TSV 1860 München zeigte dem SC Verl klar die Grenzen auf. Beim Zusehen im Stadion hatte man nie das Gefühl, als könnten die Verler tatsächlich gegen die Löwen ein Tor erzielen.

Konzentriert, einsatzfreudig und leidenschaftlich spielende Löwen zeigten dem Sport Club aus Ostwestfalen, wer auf Giesings Höhen das Zepter schwingt und im Sechzgerstadion regiert.

Sieben Tage, neun Punkte. So weit so gut. Jetzt gilt es für jeden einzelnen Akteur, weiterhin auf dem Boden zu bleiben. Bereits am Freitag gilt es auswärts bei der Berliner Viktoria an die zuletzt gezeigten Leistungen anzuknüpfen.

Eine ganze Woche Pause vor diesem Spiel wird den Löwen sicherlich gut tun, um in der Bundeshauptstadt auch wieder erfolgreich sein zu können.

Datenquelle: Wyscout

Nach Sieg gegen Verl: Merveille Biankadi ist “Spieler des Tages” im kicker

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Merveille Biankadi TSV 1860

Ein (Traum-)Tor, ein Assist – Merveille Biankadi war der überragende Spieler beim 2:0-Sieg des TSV 1860 gegen den SC Verl am vergangenen Freitag. Diese Glanzleistung blieb auch dem kicker nicht verborgen, der Biankadi zum “Spieler des Tages” der 29. Spielrunde ernannte.

kicker beruft Biankadi, Bär & Steinhart in “Elf des Tages”

Doch nicht nur Merv Biankadi wurde vom kicker ausgezeichnet. Auch seine Kollegen Phillipp Steinhart und Marcel Bär wurden vom Sportmagazin in die “Elf des Tages” berufen. Dank der Note 1,5 sicherte sich Biankadi erstmals in dieser Spielzeit die Auszeichnung zum besten Akteur des Spieltags. Der kicker begründet seine Entscheidung wie folgt:

“Gesenkter Kopf, Bälle, die vom Fuß springen. Anfang Februar fehlte Merveille Biankadi (26) wegen einer Muskelverletzung Selbstvertrauen. Derselbe Biankadi war nun maßgeblich an einer Neun-Punkte-Woche seiner Löwen beteiligt – mit einem Scherenschlag-Traumtor gegen Verl als Krönung. Aus den Assist zum 2:0 lieferte das Ex-Sorgenkind – und bedankte sich bei den Teamkollegen für das Vertrauen in schweren Zeiten. Da sei er ‘nicht der einfachste Typ in der Kabine” gewesen.”

Löwen-Trio in Spieltags-Auswahl

Die kicker “Elf des Tages” im Überblick:

Raab (Kaiserslautern) – Steinhart (1860), Zellner (Saarbrücken), Schultz (Braunschweig), Ernst (Saarbrücken) – Krauße (Braunschweig), Biankadi (1860), Multhaup (Braunschweig) – Bär (1860), Boyd (Kaiserslautern), Yeboah (Duisburg)

Bild: CR-Fotos.de

Die Löwen am Wochenende: Frauen des TSV 1860 siegen in Kirchheim

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TSV 1860 Frauen Kirchheim

Während sowohl die Profis als auch die U21 am Wochenende wichtige Siege feiern konnten, musste sich die U17 in der B-Junioren-Bundesliga dem FC Ingolstadt 04 geschlagen geben und schwebt weiterhin in Abstiegsgefahr. Aufsteigen wollen hingegen die Frauen des TSV 1860 und bereiten sich derzeit auf die Rückrunde vor. Gestern siegten sie mit 3:1 bei der höherklassigen SG Aschheim/Kirchheim.

Frauen des TSV 1860 siegen in Kirchheim

Nachdem die Löwinnen am Wochenende zuvor gegen die SG Petersdorf/Hollenbach den Kürzeren gezogen hatten, konnte sie diesmal wieder als Siegerinnen den Platz verlassen. Bei der SG Aschheim/Kirchheim, die eine Liga über den Frauen des TSV 1860 spielt, gab es einen ebenso überraschenden wie überzeugenden 3:1-Auswärtssieg. Zur Pause lagen die Löwinnen noch 0:1 zurück, doch Sandra Böhnke (2) und Veronika Ecker drehten die Partie noch zugunsten des TSV.

Zweistellige Siege feierten die U9 und U10, obwohl sie gegen Gegner antraten, die eine Altersstufe weiter sind.

Die Spiele im Überblick

Freitag, 04.03.

19.00 Uhr: U13 – Wacker Burghausen U14 3:1
19.00 Uhr: Profis – SC Verl 2:0
20.15 Uhr: Türkgücü München – Senioren B 4:0

Samstag, 05.03.

10.30 Uhr: TSV Neusäß U11 – U9 2:8
10.30 Uhr: SV Heimstetten U14 – U13 0:0
13.00 Uhr: SC Unterpfaffenhofen Herren – U18 3:3
13.00 Uhr: 4. Mannschaft – SG Brunnthal/Hofolding II 4:2
13.15 Uhr: FC Wacker München U11 – U10 2:13

Sonntag, 06.03.

09.00 Uhr: ASV Dachau U11 – U10 1:6
10.00 Uhr: SC Grüne Heide U10 – U9 1:15
11.00 Uhr: SG Aschheim/Kirchheim – Frauen 1:3
11.00 Uhr: FC Ingolstadt 04 – U17 1:0
14.00 Uhr: U21 – TSV 1880 Wasserburg 3:0
16.00 Uhr: SpVgg Unterhaching – U15 0:0
16.45 Uhr: U16 – TSV 1865 Murnau U17 4:4

Sechzig um Sieben: Löwen wollen gegen Viktoria Berlin erneut punkten

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Nach den Siegen gegen Zwickau, Kaiserslautern und Verl will der TSV 1860 München natürlich auch auswärts bei Viktoria Berlin möglichst drei Punkte holen. Bevor allerdings am Freitagabend schon wieder der Ball rollt, gibt es bei Sechzig um Sieben zunächst aber einmal die Meldungen vom vergangenen Wochenende.

Verspätete Giesinger Gedanken

Jeden Morgen nach einem Spieltag wird in den Giesinger Gedanken die Gefühlswelt der Löwenfans zusammengefasst. Für die meisten passend, für andere weniger, was dann immer wieder zu schönen Diskussionen führt. Nach einem bierseligen Abend gab es eine leichte Verspätung im Fahrplan – und unter anderem genau darüber schrieb Thomas Enn nach dem Sieg gegen den SC Verl.

Köllner zieht in der PK den imaginären Hut

Nicht nur die Löwenfans waren nach neun Punkten aus der Englischen Woche hochzufrieden. Auch Michael Köllner war auf der Pressekonferenz nach der Partie stolz auf seine Mannschaft und betonte, dass er das Vertrauen in sie nie verloren hatte. Besonders hervorgehoben wurde Merv Biankadi, der mit je einem Tor und Assist Mann des Abends war.

Auswärtshinweise Viktoria Berlin

Weiter geht es bereits am Freitagabend, also erneut unter Flutlicht. Auswärts trifft der TSV 1860 München auf Viktoria Berlin, der heute noch im Einsatz ist (siehe unten). Für alle Löwenfans, die den Weg in die Bundeshauptstadt antreten wollen, gibt es allerdings bereits jetzt einen wichtigen Hinweis. In Berlin gilt 2G+, die Auslegung ist allerdings anders als in Bayern. Es gibt noch ausreichend Karten im Gästeblock.

Annulierung aller Türkgücü-Spiele rückt näher

Es wird immer konkreter, denn der April rückt mit jedem Tag näher. Bis dahin müsste Türkgücü einen neuen Geldgeber auftreiben, um zumindest den Spielbetrieb in der 3.Liga noch wie geplant zu Ende führen zu können. Doch danach sieht es bei Weitem nicht aus und so wird es wohl zu einer Annulierung aller bisher absolvierten Partien kommen. Einer der Profiteure wäre damit der TSV 1860 München, die Punkte auf die Konkurrenz gut machen würden.

Drei Profis treffen für den TSV 1860 II

Unterstützt von zahlreichen Spielern aus der Profimannschaft hat der TSV 1860 II gestern einen ungefährdeten Sieg gegen Wasserburg feiern können. In der Bayernliga Süd waren die kleinen Löwen gefährlich nah an die Abstiegszone herangerutscht, sodass der Sieg zum richtigen Zeitpunkt kommt.

News aus der 3.Liga

Der 29.Spieltag

Nachdem die Löwen am Freitagabend den Spieltag gegen den SC Verl eröffneten, war die Konkurrenz sowohl am Samstag als auch Sonntag im Einsatz. Heute abend gibt es dann noch Abstiegskampf pur in Hannover. Der TSV Havelse empfängt den nächsten Gegner der Löwen. Das ist natürlich Viktoria Berlin, es kommt also zum Duell der Aufsteiger. Anpfiff ist um 18:60 Uhr.

Klingenburg mit Prellungen und Gehirnerschütterung

Es war eine schlimme Szene, die Rene Klingenburg beim Auswärtsspiel an der Bremer Brücke erleben musste. Minutenlang wurde der Spieler des 1.FC Kaiserslautern behandelt und im Anschluss mit einer Halskrause vom Feld gebracht. Gersten gab es dann zumindest eine leichte Entwarnung. Der Spieler konnte das Krankenhaus verlassen und hat “nur” mehrere Prellungen im Gesicht und eine starke Gehirnerschütterung davongetragen. Klingenburg selbst war sogar schon wieder zu Späßen aufgelegt. Bezogen auf seinen Kopf schrieb er auf Instagram: “Wo nichts drin ist, kann auch nichts kaputt gehen”. Fehlen wird der 28-Jährige den Roten Teufeln natürlich erst einmal trotzdem.

Linsbichler trifft bei Sieg der U21 der Löwen gegen Wasserburg

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TSV 1860 U21 Wasserburg

Bei den Profis in der 3. Liga wartet Tim Linsbichler noch auf seinen ersten Saisontreffer, für die U21 war der Österreicher heute erfolgreich. Beim 3:0-Sieg gegen den TSV 1880 Wasserburg brachte der Stürmer die Amateure Mitte der ersten Hälfte in Führung.

Linsbichler trifft für die U21 des TSV 1860

Vor den Augen von Profi-Trainer Michael Köllner setzte Amateure-Coach Frank Schmöller mehrere Jung-Profis ein. Neben Tim Linsbichler kamen auch Maxim Gresler, Leo Morgalla, Alex Freitag, Marco Mannhardt, Milos Cocic, Lorenz Knöferl und Johann Djayo zu ordentlich Spielpraxis.

In der 22. Minute eröffnete Linsbichler den Torreigen für die U21 und sorgte mit seinem Treffer für den knappen Pausenstand. Nach dem Seitenwechsel legten die Löwen nach. Zunächst zog Djayo ab, dessen Schuss in der 54. Minute von Lucas Knauer zum 2:0 abgefälscht wurde. Für den Schlusspunkt sorgte Lenzi Knöferl in der 65. Minute. Danach verpassten die Löwen mehrfach, etwas für die Tordiffenz zu tun. Mit dem Heimsieg verbesserten sich die Amateure auf Platz 11 der Bayernliga Süd.

3. Liga am Sonntag: Aufstiegskampf pur

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SV Meppen 3. Liga Sonntag Aufstiegskampf
Hier ein Archivbild des Spiels der Löwen gegen den SV Meppen

Einiges zu bieten hatte der Drittliga-Sonntag für die Löwen-Fans nach dem Heimsieg gegen den SC Verl am Freitagabend. Gleich zwei spannende Spiele im Kampf um die ersten drei Tabellenplätze standen an. Der 1. FC Saarbrücken empfing den SV Meppen, zudem war Eintracht Braunschweig beim SV Waldhof Mannheim zu Gast. Saarbrücken setzte sich erwartungsgemäß mit 1:0 gegen die schwächelnden Meppener durch und belegt im aktuellen Klassement mit drei Punkten Vorsprung vor den Löwen Platz vier. Auf dem dritten Platz liegt weiterhin Eintracht Braunschweig, das mit Mannheim einen direkten Verfolger mit 0:3 besiegte.

1. FC Saarbrücken – SV Meppen 1:0 (0:0)

1:0 (48.) Dominik Ernst

SV Meppen
Hier ein Archivbild des Spiels der Löwen gegen den SV Meppen

Wenig Sehenswertes lieferten sich der 1. FC Saarbrücken und der SV Meppen in der ersten Halbzeit des frühen Sonntagsspiels. Angepeitscht von den heimischen Fans hatten die Saarländer zwar mehr vom Spiel und zwei gute Chancen, allerdings stand dabei kurz vor der Pause der Pfosten im Weg. Ein Schuss von Robin Scheu aus 20 Metern Torentfernung prallte vom Aluminium zurück ins Feld. Von Meppen kam in den ersten 45 Minuten wenig, sodass es torlos zum Pausentee ging.

Nach der Pause brauchte Saarbrücken keine drei Minuten um in Führung zu gehen. Meppens Keeper Erik Domaschke faustete einen harmlosen Freistoß vor die Füße von Dominik Ernst, der von der Strafraumgrenze aus zum 1:0 einschoss. Saarbrücken kontrollierte die Begegnung im Anschluss in jeder Hinsicht, das enttäuschende Meppen konnte sich kaum in Richtung gegnerischem Strafraum kombinieren und blieb nahezu gänzlich ungefährlich. Abgesehen von einem Kopfball von Richard Sukuta-Pasu, der neben dem Tor landete, kam von den Gästen viel zu wenig, um Zählbares mitzunehmen. Saarbrücken versäumte es auf der Gegenseite bei zahlreichen Kontern den zweiten Treffer nachzulegen. Der verdiente Heimsieg geriet aber bis zum Schlusspfiff nicht mehr in Gefahr.

SV Waldhof Mannheim – Eintracht Braunschweig 0:2 (0:1)

0:1 (39.) Maurice Multhaup, 0:2 (49.) Maurice Multhaup, 0:3 (54.) Michael Schultz

Aufstiegskampf Braunschweig
Eintracht Braunschweig kämpft wie die Löwen um den Aufstiegs in die 2. Bundesliga

Die Hausherren aus Mannheim erwischten gegen die Gäste aus Braunschweig den besseren Start und setzten in der Anfangs-Viertelstunde erste Duftmarken im gegnerischen Strafraum, ohne allerdings wirklich gefährlich zu werden. Mit zunehmender Spieldauer fanden die Braunschweiger immer besser ins Spiel und übernehmen die Regie. In der Schlussphase der ersten Halbzeit wurde das Spiel dann intensiver. Nach einem nicht gegebenen Abseitstor der Mannheimer fiel im direkten Gegenzug das 0:1. Nach einem Angriff über die linke Seite wurde das Leder abgelegt auf Maurice Multhaup, der aus zwölf Metern Torentfernung für Braunschweig mit einem trockenen Rechtsschuss zum 0:1 traf. Kurz vor der Pause gab es dann Elfmeter für Braunschweig, doch der Schiedsrichter Bastian Dankert nahm seine Entscheidung nach Rücksprache mit den Gästen zurück, sodass es mit dem 0:1 in die Kabinen ging.

Kurz nach Wiederanpfiff jubelten dann erneut die Gäste. Nach einem Einwurf kam der Ball von der Grundlinie aus ans kurze Eck des Fünf-Meter-Raums, wo Multhaup goldrichtig stand und mit dem 0:2 seinen Doppelpack perfekt machte. Spätestens mit dem 0:3 von Michael Schultz (54.), der eine Ecke einköpfte, war die Messe gelesen. Mannheim mühte sich zwar noch einmal heranzukommen und wurde vom Mannheimer Publikum bis zum Schlusspfiff angefeuert. Es blieb es jedoch beim insgesamt auch verdienten 0:3-Erfolg der Braunschweiger.

Der Aufstiegskampf in Liga 3 bleibt weiterhin spannend

Der Aufstiegskampf in der 3. Liga bleibt also auch nach den Sonntagsspielen weiterhin spannend und die Löwen sind weiterhin in der Position des Verfolgers. Durch die Mannheimer Niederlage konnten die Sechzger sogar einen Platz im Klassement gutmachen und sich auf Rang fünf nach vorne schieben.

 

Bild: Türkgücü stellt Spielbetrieb nach dem 19.März ein

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Türkgücü München TSV 1860 Olympiastadion 20220216 (57)

Laut der BILD-Zeitung deutet alles darauf hin, dass der Spielbetrieb bei Türkgücü nach dem Auswärtsspiel bei Wehen Wiesbaden eingestellt wird.

Erster Sieg in der Fremde seit August

Nach 74 Minuten machte sich Vrenezi auf und startete einen Sololauf von der Mittellinie. Er endete mit dem Ball im Dortmunder Tor. Es sollte das einzige Tor des Tages an diesem Samstag bei der Borussia bleiben. Das knappe 0:1 auf der Anzeigetafel bedeutete den ersten Auswärtssieg für Türkgücü seit dem klaren 3:0 Ende August gegen den TSV Havelse in Hannover.

Doch die drei gewonnenen Punkte sind aller Wahrscheinlichkeit nach komplett wertlos. Denn weiterhin zeichnet sich kein Ende der Suche nach dem dringend benötigten Geldgeber ab. Ab April müsste der Verein die Gehälter von rund 40 Angestellten wieder selbst übernehmen. In der aktuellen Situation ist dies schlicht unmöglich – es wäre das Ende für Türkgücü, der Spielbetrieb müsste dann eingestellt werden. Im April folgt dann in diesem Szenario die Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Noch ausstehend ist die Entscheidung in Sachen Punktabzug, da die Neuperlacher Einspruch eingelegt haben. Eine Änderung der Entscheidung wäre aber mindestens so überraschend wie die Präsentation eines neuen Geldgebers.

Spielbetrieb bei Türkgücü nur noch bis April – TSV 1860 profitiert

Zwei Spiele wird es laut der BILD noch geben, danach gehen wohl die Lichter in Neuperlach aus – zumindest in der 3.Liga. Das Heimspiel gegen Tabellenführer Magdeburg am kommenden Samstag wird erneut rund 40.000€ kosten, die eigenen Fans werden diese Summe durch die gezahlten Eintrittsgelder nicht auffangen können. Nach dem Auswärtsspiel bei Wehen Wiesbaden (Samstag, 19.März) ist dann wohl Schluss. Bereits bekannt ist, dass vor allem der TSV 1860 München in diesem Fall protifieren würde. Durch die Annulierung aller bisherigen Spiele von Türkgücü würde sich der Abstand auf die Aufstiegsplätze für die Löwen signifikant verringen.

In welcher Liga ein Neustart stattfinden würde und wie die Rahmenbedingungen bei Türkgücü dann sind, ist völlig unklar. Immer wahrscheinlicher wird aber, dass der Spielbetrieb bei Türkgücü nicht bis zum Saisonende aufrecht erhalten werden kann. In 13 Tagen könnte das vorerst letzte Spiel in der 3.Liga mit dem Verein aus Neuperlach stattfinden.

Achtung Auswärtsfahrer: bei Viktoria Berlin gilt 2G+!

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Mannschaftsbus Viktoria Berlin gegen den TSV 1860 München am Grünwalder Stadion beim TSV 1860

Nach drei Siegen in Folge reist der TSV 1860 München als nächstes auswärts in die Bundeshauptstadt. Viktoria Berlin hat zu dem Spiel die ersten Informationen zum Stadionbesuch veröffentlicht, unter anderem gilt 2G+.

Knapp 8.000 Zuschauer zugelassen

Zum Auswärtsspiel im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark wird der TSV 1860 München von vielen Löwenfans begleitet. In der ersten Verkaufsphase waren alle Karten bereits ausverkauft. Durch Lockerungen in Berlin sind mittlerweile 75% Auslastung erlaubt, sodass 7.900 Plätze besetzt werden dürfen. Dadurch sind aktuell im Ticketshop wieder zahlreiche Tickets in den Gästeblöcken F und G erhältlich. Anpfiff ist am Freitag, den 11.März um 18:60 Uhr.

Beachten sollten die Löwenfans, die die Mannschaft nach Berlin begleiten, dass bei Viktoria Berlin 2G+ gilt. Diese Regelung wird vor Ort aber etwas anders als in Bayern ausgelegt. unter folgenden Bedingungen ist ein Stadionbesuch möglich:

  • geboostert
  • zweite Impfung nicht länger als drei Monate her
  • Genesenenstatus nicht älter als drei Monate

Sollten diese Bedingungen nicht erfüllt sein, ist ein negativer Schnelltest notwendig, der nicht älter als 24 Stunden ist. Frühestens darf der Test also am Donnerstag, 10.März um 21:00 Uhr erfolgen. Darüber hinaus ist zu beachten, dass der Impfnachweis digital vorliegen muss. Zusätzlich ist ein Ausweisdokument vorzulegen. Kinder bis 6 Jahre müssen keinen Test vorzeigen. Bei Schülerinnen und Schülern ist der Schulausweis ausreichend. Auch für Personen unter 18 Jahren gilt 2G+ nicht, es reicht ein negativer Test.

2G+ und FFP2-Maske bei Viktoria Berlin

Während dem gesamten Spiel muss im Stadion eine FFP2-Maske getragen werden, die nur zum Essen und Trinken abgesetzt werden darf. Die Stadiontore öffnen ab 17:30 Uhr, Gästefans können mit folgenden Optionen öffentlich anreisen.

Zoologischer Garten: U2 Richtung S+U Pankow bis U Alexanderplatz, dann U8 Richtung S+U Wittenau bis U Bernauer Str., dann Fußweg ca. 15 Minuten (Alternativ ab U Bernauer Str. mit der Tram M10 Richtung S+U Warschauer Straße bis Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark)
Alexanderplatz: U8 Richtung S+U Wittenau bis U Bernauer Str., dann Fußweg ca. 15 Minuten (Alternativ ab U Bernauer Str. mit der Tram M10 Richtung S+U Warschauer Straße bis Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark)
Warschauer Straße: M10 Richtung S+U Hauptbahnhof bis Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark
Hauptbahnhof: M10 Richtung S+U Warschauer Straße bis Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark

Hier geht es zu den kompletten Informationen zum Gastspiel des TSV 1860 München bei Viktoria Berlin.

Michael Köllner: Ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft

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Michael Köllner Pressekonferenz 1860 Fck

Auf der Pressekonferenz nach der Partie gegen den SC Verl zeigte sich Michael Köllner erwartungsgemäß zufrieden. Durch Tore von Biankadi und Bär konnte der TSV 1860 München einen Sieg im Grünwalder Stadion gegen den SC Verl feiern.

Super, super Englische Woche

Von seinem Jubiläum beim TSV 1860 München habe er “gar nichts gewusst” gab Michael Köllner zu Beginn der Pressekonferenz nach dem 2:0-Heimsieg gegen den SC Verl zu. Der Trainer zeigte sich zufrieden – kein Wunder, schließlich krönten die Löwen ihre Englische Woche mit weiteren drei Punkten nach den Siegen gegen Zwickau und Kaiserslautern. Darauf zielte auch die erste Frage von Matthias Eicher (AZ) ab. Zuletzt war das Team aufgrund der Leistungen gegen Türkgücü und Halle in einigen Medien stark kritisiert worden. Eicher wollte von Köllner daher wissen: “Wie bringt man eine krachend gescheiterte Mannschaft so schnell wieder in Schwung?” Sichtlich amüsiert nahm Köllner dies zur Kenntnis und sprach von seinem Vertrauen in seine Löwen.

Ich habe nie an meiner Mannschaft gezweifelt. Krachend gescheitert ist für mich immer relativ. Wir haben seit dem Dezember über einen 2-Punkte-Schnitt erreicht. Ich glaube das muss man auch mal in der Gesamtsituation sehen, dass wir seit Dezember sieben Spiele gewonnen, haben zwei unentschieden gespielt und zwei verloren. Das ist eine mega Bilanz.

Michael Köllner will vom Thema Aufstieg nichts wissen

Dabei hob er Merveille Biankadi hervor, der mit seinem sehenswerten Treffer sowie der Vorlage zum 2:0 durch Marcel Bär der Mann des Tages war. Er freute sich sehr für den Mittelfeldspieler, der in den letzten Wochen keine guten Spiele ablieferte und daher in die Kritik geriet. Aber auch Erik Tallig kommt immer besser in Form und lieferte erneut eine gute Leistung ab.

Neun Punkte aus drei Spielen sorgen zudem dafür, dass die Spitzengruppe und damit die Aufstiegsplätze in der 3.Liga wieder in Schlagdistanz rücken. Angesprochen auf das Thema Aufstieg machte Michael Köllner aber klar verständlich, dass ihn dies aktuell überhaupt nicht interessiert. “Diese Wechselbäder sind mir zu schnell” meinte der 52-Jährige lediglich auf diese Frage.

Die nächste Chance auf drei Punkte bieten sich den Löwen in Berlin. Erneut findet das Spiel unter Flutlicht statt, Anpfiff ist am Freitag, 11.März um 18:60 Uhr. Michael Köllner rechnet dabei mit einem “schweren Spiel“, obwohl sich die Viktoria ebenfalls im Tabellenkeller befindet. Vor dem Duell mit dem TSV 1860 München steht für den Gegner aus der Bundeshauptstadt noch das Duell mit dem TSV Havelse am Montag an.

 

29. Spieltag der dritten Liga: Die Samstagsspiele

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Blick auf die Konkurrenz bei sechzger.de: so haben die anderen Vereine in der 3.Liga abgeschnitten

Nachdem unsere Löwen gestern den 29. Spieltag mit einem erfreulichen 2:0-Sieg gegen den SC Verl eröffneten, standen heute Nachmittag sechs Samstagsspiele auf dem Programm der dritten Liga.

Duisburg – Viktoria Köln 2:0 (0:0)

Die Zebras wollten sich im Abstiegskampf weitere Luft verschaffen und den Abstand auf die Abstiegsplätze vergrößern. Die erste Großchance verzeichnete aber Hong für die Kölner, der knapp am Tor vorbei köpfte. Vor der Pause kamen die Kölner durch Hong und Philipp zu weiteren Chancen. Da sie diese aber ungenutzt verstreichen ließen, ging es mit 0:0 in die Kabinen.

In der 57. Minute hätte Hong die Höhenberger in Führung bringen müssen. Der Südkoreaner traf aber nur den Pfosten, obwohl Weinkauf schon geschlagen war. Gegen den Spielverlauf gingen die Duisburger dann in der 69. Minute durch einen Sonntagsschuss von Bakir ins Kreuzeck in Führung. Zwei Minuten später legte Julian Hettwer das 2:0 für die Zebras nach. Yeboah leitete beide Tore ein. Die Viktoria konnte nicht mehr zurückschlagen und muss sich ärgern, dass sie ihre Chancen nicht genutzt hat.

Osnabrück-Kaiserslautern 0:1 (0:0)

An der Bremer Brücke standen sich zwei direkte Konkurrenten um die Aufstiegsplätze gegenüber. Sicher das interessanteste der Samstagsspiele für die Löwenfans.

Die roten Teufel begannen druckvoller, konnten aber kein Kapital draus schlagen. Die Hausherren hatten in der 25. Minute eine Doppelchance zur Führung. Zunächst konnte Raab gegen Opoku abklatschen, Simakala setzte den Nachschuss über die Latte. Danach kam Osnabrück besser ins Spiel, aber hüben wie drüben fielen bis zur Pause keine Tore mehr.

Rene Klingenburg musste in der 64. Minute nach einem Zusammenprall mit der Trage vom Platz befördert werden. Für ihn kam Terence Boyd ins Spiel. Und der brachte die Lauterer in der 77. Minute nach schöner Flanke von Hanslik mit 1:0 in Führung. Die Osnabrücker hatten bis dahin eigentlich die Spielkontrolle übernommen. Redondo hatte in der 91. Minute das 0:2 auf dem Fuss, scheiterte jedoch an Kühn. In der elfminütigen Nachspielzeit (wegen der Verletzungspause von Klingeburg) drückte Osnabrück vehement auf den Ausgleich. Oduah und Wähling hätten diesen noch erzielen können, aber Lautern konnte ein Gegentor verhindern. So gelang den roten Teufeln ein ganz wichtiger Auswärtssieg im Kampf um den Aufstieg.

Wehen – Würzburg 0:1 (0:0)

Der SV Wehen wollte Anschluss an die Aufstiegsplätze halten und musste so gegen die vom Abstieg bedrohten Würzburger gewinnen. Die erste Chance hatten die Gäste, aber Pourie schlug vollkommen freistehend ein Luftloch in aussichtsreicher Position. In der 30. Minute scheiterte Kopacz freistehend vor Stritzel. Die Wehener konnten froh sein, dass sie mit 0:0 zum Pausentee gehen durften.

In der 61. Minute gab es indirekten Freistoß am Fünfmeterraumeck für die Würzburger nach einem Rückpass der Wehener. Pouries Schuss wurde zur Ecke geklärt. Stefaniak ging in der 92. Minute im Strafraum mit der Hand zum Ball. Denn fälligen Elfer konnte Stritzel gegen Pourie klären. Im Nachgang nagelte Kopacz den Ball dann zum Siegtreffer für die Kickers unter die Latte. So konnte Würzburg einen späten, aber nicht unverdienten Auswärtssieg feiern.

Magdeburg – Halle 1:1 (0:0)

Das Sachsen-Anhalt Derby fand vor 22.000 Zuschauern statt, was Zuschauerrekord der laufenden Saison bedeutet. Die Gastgeber traten in gelben Hosen und Stutzen zum hellblauen Trikot an, um so ihre Solidarität mit der Ukraine zu bekunden. Magdeburg setzte die Hallenser von Beginn an unter Druck. Conteh hatte die erste Chance in der 10. Minute, eine Minute später setzte Baris Atik einen Freistoß ans Lattenkreuz. In der 25. Minute vergab Atik einen Handelfmeter, als er links neben das Tor schoss. Halle hatte bis dahin nicht eine Offensivaktion. Magdeburg blieb bis zum Pausenpfiff überlegen, konnte aber kein Tor erzielen.

Der Tabellenführer blieb überlegen. In der 59. musste Kreuzer für die Hallenser gegen Burger auf der Linie klären. In der 71. Minute war es dann soweit: Nach Obermair-Flankte nickte Ceka zum mehr als verdienten 1:0 für Magdeburg ein. Aber Halle ließ sich nicht schocken und erzielte in der 79. Minute den Ausgleich. Löder köpfte den Ball nach einer Ecke ins Tor. Das Tor beflügelte die Hallenser, die nun erstmals begannen, Druck auf das Magdeburger Tor zu erzeugen. Tore fielen aber keine mehr, so dass Magdeburg einen Punkt liegen lässt, während Halle den hart erkämpften Punkt feiern wird.

BVB II – Türkgücü 0:1 (0:0)

Im Stadion Rote Erde lief der Tabellenletzte aus Neuperlach zu einem seiner letzten Drittliga-Auswärtsspiele auf. Die kleinen Borussen taten sich allerdings schwer gegen diszipliert verteidigende Gäste. In der 19. Minute traf Türpitz den Pfosten und hätte Türkgücü in Führung bringen können. Das war die einzige Chance in Durchgang eins, so dass es 0:0 zur Halbzeit stand.

Dortmund tat sich auch in der zweiten Hälfte schwer. Ein Fernschuss von Pohlmann, der über das Tor ging, war das einzig Erwähnenswerte. Vrenezi brachte die Neuperlacher in der 74. Minute nach einem Solo über rechts mit 1:0 in Führung, obwohl der BVB eigentlich feldüberlegen war. Die Partie wurde bis zum Schluss immer zerfahrener und blieb ohne weitere Torchancen. Durch den Lucky Punch entführen die Neuperlacher drei Punkte aus dem Pott.

Freiburg II – Zwickau 1:0 (1:0)

Für einen Blitzstart der Hausherren sorgte Vermej, der in der 4. Minute das 1:0 nach Zuspiel von Tauriainen erzielte. Zwickau spielte wenig überzeugend und so ging es mit 1:0 in die Halbzeit.

In der zweiten Hälfte steigerten sich die Zwickauer und kamen zu zwei Chancen durch König. In der 80. Minute scheiterte Schikora am Pfosten. Der Ausgleich für die Schwäne wäre verdient gewesen. Er fiel aber nicht mehr und so konnte Freiburg einen etwas glücklichen Sieg feiern.

Was bedeutet das für die Löwen?

Durch die goldene englische Woche mit neun Punkte in sieben Tagen rücken die Löwen in der Tabelle weiter an die Aufstiegsplätze heran. Aktuell liegen die Löwen auf Platz 6 mit 2 Punkten Rückstand auf den dritten Platz. Durch die Ergebnisse der Samstagsspiele ist die Spitzengruppe enger zusammen gerückt. Zwischen Platz 3 und Platz 7 sind nur drei Punkte Differenz.

Allerdings stehen mit Saarbrücken – Meppen und Waldhof – Braunschweig morgen zwei extrem wichtige Spiele für den TSV 1860 München an, die wichtige Auswirkungen in der Tabelle haben können. MorgenNachmittag könnt Ihr bei sechzger.de lesen, wie die beiden Spiele gelaufen sind.