Start Blog Seite 885

Sechzig um Sieben: Wieder öffentliches Training beim TSV 1860 München

1
Sechzig um Sieben: Ohne Vier gegen Havelse

Beim TSV 1860 München kommen Kiebitze ab heute nachmittag endlich wieder auf ihre Kosten, denn dann findet nach langer Pause wieder ein Training mit Zuschauergenehmigung statt. Neben den Meldungen des gestrigen Tages blicken wir heute morgen auch auf die Konkurrenz in der 3.Liga.

Vorstellung der Kandidaten für die Ämter beim TSV 1860

Ende Oktober kommt es nach einem Jahr Pause wieder zu einer Mitgliederversammlung in Präsenz. Ganz unwichtig ist diese Veranstaltung nicht, denn in diesem Jahr stehen einige Wahlen an. Unter anderem wird der Verwaltungsrat neu bestimmt. Nun haben sich alle Kandidaten für die verschiedenen Ämter vorgestellt.

Stimmung hui, Ergebnis…nicht so

Lange Zeit war es ruhig in unserer Kategorie der Historischen Spiele. Gestern jedoch blickte Stefan Kranzberg wieder einmal zurück in die Vergangenheit. Konkret geht es 25 Jahre zurück, als die Löwen auf den VfB Stuttgart trafen.

News vom e.V.

Der TSV 1860 München ist so viel mehr als nur Fußball und diesem Umstand versuchen wir bei sechzger.de so gut es eben geht Rechnung zu tragen. So informierten wir euch gestern beispielsweise darüber, dass die Löwen auf der Suche nach Schiri-Nachwuchs sind.

Außerdem berichteten wir von einer Sparte, von der im Zusammenhang mit den Löwen vermutlich eher wenige von euch schon einmal etwas gehört haben. Es geht um die Rhythmische Sportgymnastik.

Wieder Training mit Zuschauern beim TSV 1860

Weiter geht die Vorbereitung auf das kommende Spiel gegen Viktoria Berlin, die die Löwen am Samstag in Giesing als Tabellenzweiter herausfordern werden. Heute stehen gleich zwei Einheiten auf der Tagesordnung. Während die Nachmittagseinheit ohne Kiebitze stattfindet, kann das Training vom TSV 1860 am Vormittag nach längerer Pause wieder vor Trainingsgästen stattfinden. Los geht es ab 10:30 Uhr. Neben den üblichen Verdächtigen können dabei auch Kevin Goden und Johann Djayo beobachtet werden, die das Training inzwischen wieder aufgenommen haben.

Passend dazu hat das Löwenstüberl im Anschluss ab 12:00 Uhr seine Pforten geöffnet.

Klassen im Aufgebot für Russland

Ex-Löwe Leon Klassen, der mittlerweile in Österreich unter Vertrag steht, steht zum ersten Mal im Kader der russischen U21. Sie spielen Anfang Oktober gegen Nordirland und Litauen.

News aus der 3.Liga

Geldstrafe für Zwickau

Nach dem HFC hat nun auch der FSV Zwickau Post vom DFB bekommen. Im Spiel gegen Dortmund II wurde Pyrotechnik gezündet. “Mindestens fünf Bengalische Fackeln” hat der Verband dabei erspäht, was eine Strafe von 1.750€ zur Folge hat. Die Schwäne haben dem Urteil bereits zugestimmt und legen keine Revision ein.

Doppeltes Verletzungspech in Braunschweig

Dieser Einsatz kam wohl doch noch etwas zu früh. Nach wochenlanger Abstinenz durfte Luc Ihorst in der Schlussphase des Heimspiels gegen Waldhof Mannheim wieder für die Eintracht auflaufen. Doch nach nur fünf Minuten war der Einsatz auch schon wieder beendet. Der 21-Jährige zog sich erneut einen Muskelfaserriss zu, allerdings an einer “etwas anderen Stelle”.
Jannis Kleeberg hingegen wird den Braunschweiger noch länger fehlen. Der 19-Jährige wurde bisher bei der 2.Mannschaft eingesetzt und muss nach einer Operation (Außenmeniskusriss) etwa ein halbes Jahr zuschauen.

Benefizspiel von Lautern gegen Mainz für Flutopfer

Während der TSV 1860 am spielfreien Wochenende in der 3.Liga im Pokal ran muss, hat die Konkurrenz größtenteils frei. Der 1.FC Kaiserslautern allerdings nutzt die Chance und bestreitet ein Benefizspiel für die Opfer der schweren Flutkatastrophe. Trotz aller Rivalität, die für diesen Tag ruhen wird, spielen die Roten Teufel am Samstag, 09.Oktober gegen den Bundesligisten 1.FSV Mainz 05. Das Geschehen auf dem Rasen wird dabei nur nebenrangig sein. Unter anderem werden eine Spendenhotline eingerichtet, die bei der Live-Übertragung des Spiels beworben wird. Auch über das Bundesland Rheinland-Pfalz erhoffen sich die beiden Vereine so einen Beitrag leisten zu können.

TSV 1860 München e.V.: Sparte Schiedsrichter sucht Nachwuchs

0
Symbolbild Schiedsrichter VAR 3. Liga Regeln Saison
Manchmal ein undankbarer Job, aber immer mittendrin statt nur dabei: der Schiedsrichter

Ja, man hat es nicht immer leicht als Unparteiischer, aber immerhin ist man stets mittendrin statt nur dabei. Auch beim TSV 1860 sind zahlreiche Jugendliche und Erwachsene als Schiedsrichter aktiv. Dennoch ist der Verein stets auf der Suche nach interessiertem und motiviertem Nachwuchs.

Lange Geschichte bei den Löwen

Bereits zu Gründungszeiten der Fußballabteilung des TSV 1860 verlangten die Fußballverbände, dass die Vereine entsprechend der Zahl ihrer Mannschaften auch eine bestimmte Anzahl Schiedsrichter zu stellen habe. Da die Löwen damals bereits etliche Jugend- und Männermannschaften unterhielt, gründete der Verein auch eine eigene Schiedsrichtersparte innerhalb der Fußballabteilung. Bis heute ist die Sparte ein fester Bestandteil der Fußballabteilung und des Vereins und hat sich mittlerweile zu einer der größten vereinseigenen Schiedsrichterabteilungen Deutschlands entwickelt. Über fünfzig Mitglieder sind in der Sparte organisiert, wobei die jüngsten Schiedsrichter des TSV 1860 erst 14 Jahre alt sind. Ganz großer Respekt!

TSV 1860 sucht neue Schiedsrichter

Jeder aktive Unparteiische des TSV 1860 pfeift pro Jahr. Damit zählt die Gruppe zu einer der engagiertesten im gesamten Fußballkreis München. Und wer weiß: Vielleicht schafft es ja eines der jungen Talente in die höchsten Spielklassen.

Insofern freut sich die Schiedsrichter-Gruppe über neue Mitglieder (auch Schiedsrichter-Novizen und bietet den Neuzugängen attraktive Angebote.

Wer Interesse hat, einen Neulingskurs zu besuchen oder dem TSV 1860 als bereits aktiver Schiedsrichter beizutreten, kann sich gerne mit Schiedsrichter-Obmann Stefan Gräbel per E-Mail in Verbindung setzen.

Rafati: TSV 1860 hätte gegen Verl Elfmeter bekommen müssen

0

Viele Freunde hat sich Cottrell Ezekwem am Samstag bei den Löwen nicht gemacht. Gleich mehrmals stieg der 2,02 m große Hüne, der einst auch in der 3. und 2. Mannschaft von Münchens großer Liebe aktiv arg ungestüm und unfair gegen seine Gegenspieler ein. Einen Elfmeter für den TSV 1860 hätte es laut liga3-online-Experte Babak Rafati jedoch in einer anderen Szene geben müssen.

Rafati: Elfmeter für 1860 wäre korrekt gewesen

Nach einem Schuss von Biankadi bekam Ezekwem den Ball an die Hand. Die einzig richtige Entscheidung für Rafati wäre ein Elfmeter für 1860 gewesen.

“Der Schuss von Biankadi ist aus sehr kurzer Entfernung und geht dann an den Arm von Ezekwem. Allerdings ist der Arm vom Verteidiger vorher schon abgespreizt, sodass in Kauf genommen wird, den Ball an den Arm zu bekommen beziehungsweise das Spielgerät aufzuhalten. Das ist daher laut Reglement ein absichtliches Handspiel, sodass es einen Elfmeter für 1860 München hätte geben müssen. Eine Fehlentscheidung, weiterspielen zu lassen. Der Schiedsrichter hat aber auch eine ungünstige Position, weil zwei Spieler ihm die Sicht versperren.”

Gelb für Ezekwem ausreichend

Auch den rabiaten Einsatz von Ezekwem gegen Biankadi und Bär sieht Rafati kritisch, erachtet die von Schiedsrichter Nico Fuchs ausgesprochene Verwarnung jedoch als ausreichend.

“Ein völlig unnötiger Einsatz von Ezekwem. Er checkt seinen Gegenspieler Bär mit angelegtem Arm. Dabei liegt aber auch kein Schlag vor, sodass die gelbe Karte absolut zum Vergehen passt und somit eine richtige Entscheidung ist.”

Mitgliederversammlung des TSV 1860: Vorstellung der Kandidaten

0
TSV 1860 Mitgliederversammlung blanker hohn
Stimmkarte, TSV 1860 München

Mitgliederversammlung des TSV 1860 im Oktober

Dieses Jahr findet die diesjährige Mitgliederversammlung des TSV 1860 München e.V. am 24.10.2021 im Zenith statt. Nach der coronabedingten Online-MV im Vorjahr handelt es sich diesmal also wieder um eine Präsenzveranstaltung. Im Rahmen der MV werden auch Wahlen (u.a. des Verwaltungsrats) durchgeführt werden. Die Kandidaten stellen sich nun auf der Homepage des Hauptvereins vor.

Kandidaten*innen stellen sich vor

Für den Verwaltungsrat stellen sich demnach zehn Kandidaten*innen vor. Einige von ihnen haben ihre Beweggründe sogar in einem Video dokumentiert.

Des Weiteren stehen auch der Wahlausschuss, die Kassenprüfer, der Ehrenrat und der Seniorenvertreter zur Wahl. Auch hier stellen sich mehrere Bewerber*innen per Video vor und bitten um die Stimme der wahlberechtigten Mitglieder.

Zu den Kandidaten*innen: HIER KLICKEN!

Protokoll der MV 2019

Zudem stellte der TSV 1860 München e.V. nun auch das Protokoll der MV aus dem Jahr 2019 online.

RSG beim TSV 1860 e.V.: Emma Lena Pacak ist Bayerische Meisterin!

0
sechzger.de Logo Löwe mit weiß-blauer Fahne 1860
sechzger.de Logo 1860

Großer Erfolg für die Sparte Rhythmische Sportgymnastik (RSG) in der Abteilung Turn- und Freizeitsport des TSV 1860 München. Gymnastin Emma Lena Pacak gewann am Wochenende den BayernPokal 2021 und ist somit amtierende Bayerische Meisterin der Rhythmischen Sportgymnastik.

Erfolgreiche RSG beim TSV 1860

Der diesjährige BayernPokal und die Qualifikation für den Regio Cup 2021 fanden diesmal online statt. Klingt komisch, war aber so. In der Schülerwettkampfklasse starteten insgesamt 40 Gymnastinnen aus ganz Bayern, darunter auch Löwin Emma Lena Pacak. Mit ihrer Ohne-Handgerät- und Keulenübung gelang es ihr, sich den ersten Platz und somit den Titel der Bayerischen Meisterin zu sichern. Wir gratulieren ganz herzlich!

Sechzig um sieben: Ursachenforschung im Löwenkosmos

1
Sieg in Geiselbullach, Fotogalerie ist jetzt online!

Die weiß-blaue Fangemeinde betreibt Ursachenforschung, warum der TSV 1860 München einfach nicht in Form kommen will. Auch unsere Leser diskutieren fleißig. Nachdem ich in den Giesinger Gedanken gefragt habe, ob das neue System von Michi Köllner die Lösung der Probleme sein könnte, sehen unsere Leser grundlegendere Ursachen.

Ursachenforschung, warum die Löwen einfach nicht auf Touren kommen

Ein Leser sieht Gründe darin, dass Günter Gorenzel über ein nicht ausreichendes Netzwerk verfügt, um hochklassige Drittliga-Spieler nach Giesing zu locken. In der Folge hält er den Kader für nicht-aufstiegsfähig. Ein anderer User sieht die Ursache in der ständigen Umstellungen in der Mannschaft durch Verletzungen und Corona. Dadurch fehlt einfach das blinde Verständnis der letzten Saison. Ebenso fehle ein Führungsspieler. Als weiterer Grund wird genannt, dass die Spieler besonders am Ende der letzten Saison über ihren Möglichkeiten gespielt haben und eben aktuell wieder auf “normalem ” Level spielen. Durch die wegfallende Euphorie nach der letzten Saison halte ich diesen Grund auch für relativ plausibel.

Köllner bittet um Vertrauen für die Mannschaft

Am gestrigen trainingsfreien Montag bat der Trainer um Geduld mit der Mannschaft: “Man muss der Mannschaft weiter Stabilität und Vertrauen geben.” Er erlebt aktuell seine erste längere Durststrecke mit dem TSV 1860 München und ist wahrscheinlich überrascht, wie stark die Medien hier reagieren. Auf die Frage, wie er die Mannschaft wieder auf die Erfolgsspur bringen will antwortete Köllner: “Das geht am besten, wenn man einfach normal weiterarbeitet.”  Wir sind gespannt, ob das die Verantwortlichen an der Grünwalder Straße auch so sehen. Heute Nachmittag steht das erste Training der Woche an. Michi Köllner sollte es nutzen, um die Mechanismen und die Abstimmung im Angriff besser einüben zu lassen. Diese hat Bernd Winninger bei der Ursachenforschung nach den Gründen für das 1:1 beim SC Verl in seiner TAKTIKTAFEL als Schwachpunkt in Verl/Lotte ausgemacht.

News aus der dritten Liga

Viktoria Berlin – TSV Havelse 3:4

Wahnsinnspiel im Jahn-Sportpark! Viktoria Berlin ging gegen den TSV Havelse drei Mal in Führung. Die Gäste aus Garbsen konnten immer ausgleichen und dann in der 80. Minute durch Meyer ihrerseits erstmals in Führung gehen. Diese Führung ließen sie sich trotz einer hundertprozentigen Ausgleichschance für die Berliner in der 95. Minute nicht mehr nehmen. Damit konnte Havelse den ersten Auswärtssieg feiern und die Viktoria verpasste den Sprung an die Tabellenspitze und wird “nur” als Tabellenzweiter am Samstag nach Giesing kommen. Die Löwen liegen weiter auf Platz 13. Zeit für einen Außenseitersieg!

Geldstrafe für den Halleschen FC

Für den Einsatz von Pyrotechnik vor dem Heimspiel gegen den SV Meppen erhielt der HFC eine Geldstrafe in Höhe von 2.450 € vom DFB. Eine weitere Pönale steht für die Hallenser nach einem weiteren Einsatz von Pyros beim Auswärtsspiel in Zwickau zu befürchten. Der DFB wird hierüber zeitnah entscheiden.

Damit seid Ihr wieder bestens informiert für den neuen Löwentag. Alls Wichtige rund um den TSV 1860 München und die dritte Liga erfahrt Ihr wie immer bei uns. BLAU BLEIBEN!

Taktiktafelanalyse SC Verl – TSV 1860 München

3
Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur Taktiktafelanalyse des Auswärtsspiels unseres TSV 1860 beim SC Verl in Lotte.

In einem über die neunzig Minuten ausgeglichenen Spiel mit zwei glücklichen Toren, trennten sich der TSV 1860 und der SC Verl leistungsgerecht mit 1:1. Während der ersten Halbzeit hatten die Löwen ein wenig Oberwasser. Nach dem Pausentee waren die Gastgeber etwas deutlicher im Vorteil. Guerino Capretti, Trainer des SC Verl, ließ seine Mannschaft wie immer im 4-3-3 auflaufen. Michael Köllner setzte erstmals auch auf dieses System, wobei es mehr ein 4-3-1-2 war. Dabei spielte einer der drei Stürmer, die viel rotierten, als hängende Spitze oder Schattenstürmer, der aus dem Mittelfeld heraus operiert und ein weiterer über den Flügel.

Die wichtigsten statistischen Werte

  • Ballbesitz: TSV 1860 52%, SC Verl 48%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860, 77% SC Verl 79%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 57%, SC Verl 69%
  • Schüsse/aufs Tor: TSV 1860 12/2 SC Verl 17/3
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 8,07, SC Verl 6,97

Fokus auf die defensive Zweikampfquote

Die defensive Zweikampfquote bei den Löwen sieht unterdurchschnittlich aus. Schauen wir uns das doch einmal genauer an.

Während der ersten Halbzeit hatten die Sechzger eine defensive Zweikampfquote von nur 53%. Führten aber in Summe 40% mehr Zweikämpfe als der Gegner und gewannen deshalb 33% mehr als die Verler.

In der zweiten Halbzeit lag die defensive Zweikampfquote beim TSV 1860 München auf guten 62%. Wie schon in der ersten Halbzeit führten sie aber in Halbzeit zwei mehr Zweikämpfe als Verl. Hier sieht man allerdings nun den ausschlaggebenden Unterschied des weiter unten beschriebenen aggressiveren Spiels gegen den Ball der Ostwestfalen nach der Pause. Verl führte weniger Zweikämpfe, gewann aber gleichzeitig mehr.

Das gleicht allerdings das gute defensive Stellungsspiel der Sechzger wieder ein wenig aus. Die Löwen konnten um 33% mehr Pässe abfangen als der Gegner.

Fokus auf die Schüsse

Mit einem Schussverhältnis von 12/2 bei den Löwen zu 17/3 beim SC Verl ist eines glasklar: Die Löwen müssen sich definitiv mehr Torschusschancen herausspielen und die herausgespielten Chancen auch mit mehr Genauigkeit abschließen.

Die 1. Halbzeit

Nach einer etwa fünfminütigen Druckphase der Hausherren zu Beginn des Spiels, bekamen die Sechzger die Partie in den Griff und spielten sehr gefälligen Fußball. Sowohl mit als auch gegen den Ball waren die Spieler des TSV 1860 München klar die tonangebende Mannschaft in Halbzeit eins.

Variables schnelles Kombinationsspiel über die gesamte Spielfeldbreite mit zu Ende gespielten Angriffen über beide Flügel und auch durchs Zentrum zeichneten die Löwen in der Offensive aus. Immer wieder war es Stefan Lex, der gute Akzente setzen konnte, wenn er angespielt wurde. Auch gegen den Ball war es eine bärenstarke Partie des Erdingers. Mit sechs abgefangenen Pässen und weiteren wichtigen Balleroberungen in Zweikämpfen oder im Duell um einen freien Ball sowie seinem Stellungsspiel in der Pressingformation.

Leider benötigte der TSV 1860 München, um wirklich effektiv zu sein, die tatkräftige Unterstützung der Verler.

Was positiv auffiel, war die übers gesamte Spiel hinweg – aber speziell in Halbzeit eins – hohe Flankengenauigkeit. Jeder zweite von außen in die Box gespielte Ball kam im ersten Spielabschnitt beim Empfänger an. In den meisten Fällen konnte aber leider der Adressat nichts Vernünftiges mit dem Leder anfangen.

Verl setzte bei Ballgewinn ebenfalls auf schnelles Spiel nach vorne, war aber vor dem Pausentee harmlos. Abgesehen von einem aus aussichtsreicher Position abgesetzten Kopfball des 2,02 m großen Ezekwem in der 20. Minute, der aber das Gehäuse verfehlte, hatte Verl keine wirklich gefährlichen Momente.

Zu stabil stand die Defensive der Löwen in der ersten Hälfte. Und wenn ein Verteidiger Gefahr lief, Probleme zu bekommen, waren diesmal Kollegen zur Stelle, um ihn zu unterstützen. So viele Doppelungen gegen den Ball habe ich in den neun Spielen zuvor zusammen nicht gesehen. Das war gegen den Ball eine starke kompakte Mannschaftsleistung.

Die 2. Halbzeit

Die Halbzeitansprache von Trainer Capretti auf seine Verler hatte offensichtlich die gewünschte Wirkung erzielt. Von Anfang an, buchstäblich mit der ersten Aktion, drückte nun Verl auf den Ausgleich. Die Spieler des TSV 1860 München hingegen hatten den Faden verloren.

Zumindest was die Offensive angeht, war der TSV 1860 München nicht mehr überlegen. Die Arbeit gegen den Ball funktionierte weiterhin meist sehr gut. Bis auf je einen Schuss von Steinwender, Ochojski und Petkov bekam Hiller im Tor der Sechzger kaum Arbeit. Ochojskis Sonntagsschuss war leider drin.

Woran aber lag es, dass die Löwen ihre Angriffe nicht mehr durchbekamen und in der zweiten Halbzeit nur vier Schüsse abfeuern konnten? Lag es an den Löwen? Teilweise sicherlich. In manchen Momenten wäre es klar die bessere Entscheidung gewesen, einen Pass zu spielen, anstatt sich auf ein eins gegen eins Duell mit dem jeweiligen Gegenspieler einzulassen. Verl schraubte seine defensive Zweikampfquote in der zweiten Halbzeit um 16,5% nach oben auf einen Wert von 76,5% für den zweiten Spielabschnitt. In der eigenen Spielfeldhälfte verloren die Verler in der zweiten Halbzeit nur ganze vier direkte defensive Duelle mit ihren Gegenspielern am Boden und drei in der Luft.

Diese Steigerung in der Defensive und die damit verbundenen Ballgewinne – zusammen mit dem typischen schnellen Spiel des SC Verl – stellte die Löwen zumindest bis ins eigene Abwehrdrittel des Spielfelds vor gewisse Probleme. Die eigene Box verteidigten die Löwen aber dennoch sehr gut. Wenn Verl im Strafraum der Sechzger Ballkontakte hatte, dann nicht zentral vor dem Tor.

Die Tore

Das 0:1

Den Führungstreffer für die Löwen markierte Merveille Biankadi in der 22. Minute. Bei einem Angriff der Löwen über die rechte Seite landet der Ball von Bär ins Zentrum gespielt zunächst bei Daniel Wein etwa zwanzig Meter vor dem Tor. Wein bedient Lex halblinks in der Box mit einen Pass. Dieser versucht eine Flanke, die aber zu lang gerät und bei einem Verler Verteidiger am Fünfereck auf der rechten Seite landet. Geistesgegenwärtig läuft Biankadi dorthin und kann den unsicher verarbeiteten Ball erobern.

Er spielt dann von der Grundlinie zu Neudecker, der in halbrechter Position in der Box etwa acht Meter vor der Torauslinie in Ballbesitz kommt. Mit einer Drehung entkommt er seinem Gegenspieler Petkov und schießt sofort. Diesen Schuss blockt jedoch Corboz so, dass der Ball wieder auf der linke Seite des Strafraums landet. Putaro, der an den Ball kommt, geht mit der Kugel am Fuß von Lex verfolgt nach außen. Einen Moment zu lange überlegte er, wohin der Ball nun am besten gespielt wird.

Das war die Chance, die Lex nutzte, sich das Leder erneut zu holen. Lex zog daraufhin mit dem Ball horizontal nach innen. Als er die Strafraumkante auf der linken Seite erreicht, spielt er einen Steilpass auf den hinterlaufenden Steinhart, der sofort in die Box passt. Dort kam der Verler Corboz grätschend an die Kugel und spielt sie zur großen Freude von Merveille Biankadi in den Fünfmeterraum. Biankadi nahm dieses Geschenk dankend zum 1:0 aus Löwensicht an.

Das 1:1

Einen von Rabihic getretenen Eckball von klärte Lex per Kopf auf die halbrechte Seite der Verler. Ochojski trifft den Ball nachdem er einmal aufspringt 30 m vor dem Tor volley und der Ball senkt sich hinter Hiller in die Maschen.

Fazit

In einem durchaus rassigen Spiel, in dem der TSV 1860 München klare Vorteile in der ersten Halbzeit nicht zu mehr als einem Tor ummünzen konnte, trennen sich die Kontrahenten schlussendlich leistungsgerecht mit 1:1 – wie schon in der Vorsaison.

Die Umstellung auf das 4-3-3 bzw. 4-3-1-2, die Trainer Michael Köllner mit der Herausnahme von Kapitän Mölders anstieß, trug spielerisch und auch im Spiel gegen den Ball bei der Pressingintensität durchaus Früchte.

Was ein wenig verloren ging, war die Genauigkeit beim Zuspiel auf die eigenen Mitspieler. Das kann man aber nicht der Systemumstellung zuschreiben. Diese Anspielfehler sind kleine individuelle Schwächen, an denen im Training gearbeitet werden muss.

Die Anspiele in die Box müssen ebenfalls noch weiter optimiert werden. Es fiel aber auf, dass die Spieler des TSV 1860 München öfter als in den Spielen zuvor versuchten, die kleine Box mit Flachpässen zu erreichen.

Die Schussgenauigkeit muss ebenfalls – wie weiter oben angemerkt – unbedingt verbessert werden. Dieses Manko zieht sich aber nicht durch die Saison wie ein roter Faden. Nehmen wir die Spiele gegen Verl, Wiesbaden und das Perlacher Projekt aus der Wertung, sind es die Leistungen der gegnerischen Torhüter und nicht die Schussgenauigkeit, die das Problem für den TSV 1860 München darstellen.

Ich hoffe, dass das nicht das letzte Mal war, dass die Sechzger in diesem System aufgelaufen sind.

Wenn Ochojski dieses Tor nicht macht, können die Verler, so wie die Löwen über die gesamte Spielzeit verteidigt haben, vermutlich noch zwei Stunden spielen und kommen zu keinem Treffer.

Es hat leider der entscheidende Punch gefehlt, um nach Führung ein zweites Tor gegen die Hausherren nachzulegen.

Kommenden Samstag geht es in Giesing gegen Überraschungsaufsteiger Viktoria Berlin wieder um drei wichtige Punkte.

Datenquelle: Wyscout

Michael Köllner: “Man muss der Mannschaft weiter Vertrauen geben.”

2
TR Michael Köllner 2021 22 1024x628

An der Grünwalder Straße wird heute nicht trainiert. Nach dem kräftezehrenden Auswärtsspiel am Samstag und einer Trainingseinheit gestern ist das absolut verständlich und nachvollziehbar. Die Kommentarspalten diverser Medien sehen das natürlich anders und fordern “Straftraining” oder ähnlichen Schwachsinn. Trainer Michael Köllner sieht das Gott sei Dank etwas anders und stellt klar: “Man muss der Mannschaft weiter Stabilität und Vertrauen geben.”

Köllner vertraut seiner Mannschaft

Aktionismus, übermäßig laute Ansagen in der Kabine oder auf dem Platz, Straftraining oder ähnliche Maßnahmen – davon hält der Trainer nichts. Vielmehr setzt Köllner bei seiner Mannschaft auf vertrauensbildende Maßnahmen. So besuchte er bereits in der vergangenen Woche mit Semi Belkahia, dessen Fehler zum 0:1 gegen den FSV Zwickau geführt hatte, ein Eishockey-Match in München. Auch mit Mittelfeld-Motor Richy Neudecker unternahm der Trainer etwas in seiner Freizeit und ging mit ihm joggen. Aus meiner Sicht alles andere als selbstverständlich und ein besonderes Engagement des Trainers.

Der Trainer erkennt Defizite

Dass Köllner mit der Performance seiner Mannschaft in Lotte nicht zu 100 % zufrieden war, liegt auf der Hand. Während die erste Hälfte völlig in Ordnung war, kam nach der Pause der Bruch. “Aber in der zweiten Halbzeit hätten wir mehr im eigenen Ballbesitz machen müssen”, so der Trainer. Wie jedoch will Köllner seine Mannschaft wieder auf die Siegspur bringen? “Das geht am besten, wenn man einfach normal weiterarbeitet.” Das wünschen wir den Löwen von Herzen. Am Samstag gegen Viktoria Berlin gibts die nächste Chance auf einen Dreier!

Wochenende des TSV 1860: Kantersieg der U19, U12-Derbyniederlage

0
TSV 1860, U19, Saison 2021/22
Die U19 des TSV 1860 in der Saison 2021/22

Leute gibts… Stellt Euch vor, ein ehemaliger Boulevard-Journalist steht am Sonntag Vormittag fast alleine auf dem Trainingsgelände der Löwen und schreibt dann in seiner Publikation, dass “keine Fanblogger” oder “schlaue Taktikfüchse” zu sehen seien. Fast schon selbstverständlich verschweigt er dabei, dass er sich tags zuvor den beschwerlichen Weg nach Lotte gespart hat, während sechzger.de live von der Partie der Löwen beim SC Verl berichtet hatte und 1.400 Kilometer in den Knochen steckten. Ganz untätig waren wir am Sonntag übrigens auch nicht und haben Münchens große Liebe unterstützt, als die Löwinnen ihr Punktspieldebüt erfolgreich gestalten konnten. Für das Highlight des Wochenende sorgte jedoch die U19 des TSV 1860, die den SV Schalding-Heining mit 14:0 abschoss…

TSV 1860: Kantersieg für U19

Während die A-Junioren (siehe Titelbild) also einen Kantersieg feierte, musste die U12 eine bittere Derby-Niederlage einstecken. Trotz 2:0-Pausenführung stand am Ende eine 2:3-Pleite gegen die Seitenstraßler. Die Partien der U17 und U16 mussten coronabedingt abgesagt werden, wir wünschen den betroffenen Spielern eine gute Besserung und baldige Genesung.

Die Spiele im Überblick:

Freitag, 24.09.

17.30 Uhr: SpVgg Landshut U12 – U11 2:4
19.00 Uhr: SG Dreistern Neuperlach/Perlach – Senioren B 2:2

Samstag, 25.09.

09.15 Uhr: U9 – FC Rot-Weiß Oberföhring U10 8:2
13.30 Uhr: U10 – FT Gern U11 5:2
14.00 Uhr: SC Verl – Profis 1:1
14.30 Uhr: SV Planegg-Krailing – U16 abgesagt
15.00 Uhr: Würzburger Kickers – U15 0:2

Sonntag, 26.09.

10.45 Uhr: SpVgg Thalkirchen II – 4. Mannschaft 2:0
11.00 Uhr: U17 – SV Wehen Wiesbaden abgesagt
12.30 Uhr: FC Teutonia München – 3. Mannschaft 2:5
13.30 Uhr: U12 – FC Bayern München 2:3
13.30 Uhr: Jahn Regensburg – U13 4:3
15.00 Uhr: FC Ottobrunn U11 – U10 2:8
16.00 Uhr: TSV Ottobrunn – Frauen 0:2
16.00 Uhr: Jahn Regensburg – U14 0:4
16.00 Uhr: U19 – SV Schalding-Heining 14:0

Bild: TSV 1860

Sechzig um Sieben: TSV 1860 Frauen bejubeln ersten Sieg in der Liga

0
Sechzig um Sieben: Löwen in Rot, im Podcast und im Blick

1:1 in Verl bedeutet Rang 13 in der Tabelle. Das müssen nicht nur die Fans erst einmal verdauen, sondern auch die Spieler, die heute frei haben. Ab morgen startet dann die Vorbereitung auf das nächste Spiel. Deutlich erfolgreicher präsentierten sich die Frauen des TSV 1860 München gestern in Ottobrunn. Sie hatten nach 90 Minuten allen Grund zum Jubeln.

Giesinger Gedanken nach dem Unentschieden in Verl

1:1 hieß es am Ende im Stadion am Lotter Kreuz. Es war zwar keine Niederlage, aber so richtig anfangen kann bei den Löwen niemand etwas mit dem Punktgewinn. Thomas Enn fokusiert sich in seinen Giesinger Gedanken vor allem auf das System, das gegen den SC Verl gewählt wurde. Im Zentrum der Diskussion steht dabei natürlich Sascha Mölders.

LIONHEARTED im Kino

Zurzeit läuft in den Kinos der Republik ein Film, den sich jeder Löwenfan anschauen sollte. Nicht nur Trainer Michael Köllner hat sich bereits als großer Fan geoutet. Im Artikel gibt es einen Link, in dem alle teilnehmenden Kinos zu finden sind.

Frauen vom TSV 1860 München starten perfekt in der Liga

TSV 1860 Frauen Gewinnen Erstes Ligaspiel In Ottobrunn

Nach einer langen Wartezeit war es am Sonntag, den 26.09.2021 endlich soweit. Das allererste Pflichtspiel hatten die Frauen des TSV 1860 bereits im Pokal absolviert, gestern stand dann das erste Spiel in der A-Klasse gegen den TSV Ottobrunn an. Womöglich hatten sie sich erhofft, was dann nach 90 Minuten Wirklichkeit wurde. Die Frauen konnten im ersten Spiel auswärts direkt vor 186 Zuschauern den ersten Dreier feiern. Nach 22 Minuten konnte Lisa Ellbrunner die Führung für die Löwinnen erzielen und auch in Halbzeit 2 sollte der weiß-blaue Anhang einmal jubeln dürfen. Laura Kreuzer erzielte den 0:2-Endstand (71.). Traumeinstand also für die Frauen des TSV 1860 München in der A-Klasse.

Zahlreiche fotografische Impressionen vom Sieg gibt es beim Löwenmagazin.

Weiter geht es mit dem ersten Heimspiel am kommenden Samstag, den 02.10.2021. Um möglichst vielen Löwenfans das Zuschauen zu ermöglichen, erfolgt der Anpfiff zur besten Zeit um 18:60 Uhr. Gespielt wird an der Sportanlage St-Martin-Straße.

News aus der 3.Liga

Der 10.Spieltag

Am gestrigen Sonntag standen sich Türkgücü und Dortmund II gegenüber, außerdem forderte Zwickau im Heimspiel Freiburg II heraus. Eine Übersicht über die Ergebnisse gibt es hier.

Heute abend kommt es zum Abschluss noch zu einem Duell zweier Aufsteiger. Dabei werden auch die Fans des TSV 1860 und die Mannschaft ganz genau hinschauen. Denn mit Viktoria Berlin spielt der nächste Gegner der Löwen. Sie treffen auf den TSV Havelse, der vergangene Woche den ersten Sieg in der 3.Liga feiern konnte und direkt nachlegen möchte. Anpfiff ist um 18:60 Uhr.