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Den Gegner im Fokus: Eintracht Braunschweig – TSV 1860

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Technische Daten

Braunschweiger Turn-
und Sportverein Eintracht
von 1895 e. V.
Gründung:
15. Dezember 1895
Mitglieder:
5.400
Vereinsfarben: blau-gelb
weitere Sportarten: Basketball, Fitness, Futsal, Handball, Hockey, Leichtathletik, Schwimmen, Steeldart, Tennis, Tischfußball, Turnen, Wasserball, Wintersport
Website der Fußballgesellschaft

Das erste Mal

Sonntag, 24. August 1963
1860 – Braunschweig 1:1
Bundesliga, 1. Spieltag
Sechzgerstadion
35.000 Zuschauer
Premierenspieltag der neuen Fußball-Bundesliga

Auswärtsbilanz gg. Braunschweig

19 Spiele
3 Siege
7 Unentschieden
9 Niederlagen

Gesamtbilanz gegen Braunschweig

37 Spiele
15 Siege
10 Unentschieden
12 Niederlagen

Das letzte Mal

Das einzige Spiel der Münchner Löwen im Januar 2020 war das Duell mit den Löwen aus Braunschweig. Am Sonntag, den 24. Januar 2020 kam 1860 furios aus der Winterpause und die Gäste mit einem 4:1 auf Giesings Höhen unter die Räder (Torschützen: 2x Mölders, Dressel und ein Eigentor). Das deutliche Ergebnis überaschte die 15.000 Fans, die live dabei sein durften, durchaus. War Braunschweig doch kurz zuvor auf dem Transfermarkt aktiv gewesen und hatte sich mit dem bei 1860 nicht unbekannten Marvin Pourié (aus Karlsruhe) und einem gewissen Merv Biankadi (aus Heidenheim) leihweise deutlich verstärkt. Das half aber an diesem Nachmittag gegen entfesselt auspielende Löwen jedoch nichts. Am Ende der Saison machte sich die hinzugewonnene Qualität im Kader dann aber schon bemerkbar: Die Eintracht stieg in die 2. Bundesliga auf.
Der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle auch noch der Torschütze des Braunschweiger Ehrentreffers vom 24.1.20 zum zwischenzeitlichen 1:2 erwähnt: Es war ein gewisser Marcel Bär.


Prognose 2021/22

Absteiger sind Aufstiegsaspiranten. So verwundert es wenig, dass 14 Trainer der Ligakonkurrenz die Eintracht am Ende dieser Saison auf einem der Plätze an der Sonne vermuten. Nur zwei weniger, als bei unseren Löwen. Braunschweigs Coach Michael Schiele nominierte auf die Frage nach seinen drei Favoriten für den Aufstieg den TSV 1860, Kaiserslautern und Türkgügü.
Die Wettbüros waren sich bei der Eintracht wieder einmal sehr uneinig: Die Quoten auf den Aufstieg schwankten vor der Saison zwischen Rang vier und zwölf.

Zum Reinhören: Das Vereinslied


Tabellenplätze der Vorsaison:

2. Bundesliga 2020/21

Spielort

EINTRACHT-Stadion
auf Google Maps
Kapazität: 25.000
Eröffnung: 17. Juni 1923

300 Drittliga-Tore

Unser heutiger Gastgeber befindet sich derzeit in seiner insgesamt sechsten Drittligaspielzeit. Durch den Treffer zum 0:2 beim SC Verl am 5. Spieltag wurde die Eintracht der 15. Verein mit mindestens 300 erzielten Toren in der 3. Liga. Nur drei andere aktuelle Ligakonkurrenten sind in dieser Liste noch zu finden: Wiesbaden (führt sie mit 584 Treffern an),  Osnabrück (464) und Halle (441). Duisburg, Magdeburg und Saarbrücken dürften in dieser Saison ebenfalls Mitglieder im “Klub 300” werden. Unsere Löwen haben in dieser Statistik erstmal die 200er-Grenze vor Augen: 185 Drittliga-Tore durften bis jetzt seit 2018 bejubelt werden.

3. Liga: Der ganz normale Wahnsinn bei Halle gegen Verl

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Erdgas Sportpark Halle

Zum Auftakt des 6. Spieltags der 3. Liga sahen 4.997 Zuschauer im Leuna Chemie Stadion ein spektakuläres 4:4 zwischen Halle und Verl.

Acht Tore zwischen Halle und Verl

Bereits vor der Pause hatte es fünfmal geklingelt und die Gäste aus Ostwestfalen gingen mit einer knappen Führung in die Kabine. Nach dem 2:4 sah der SC Verl wie der sichere Sieger aus, doch die Hallenser schlugen zurück und kamen noch zum vielumjubelten Ausgleich. Überragender Spieler auf Seiten des HFC war Michael Eberwein mit drei Treffern.

1:0 Eberwein (9.)
1:1 Berlinski (11.)
1:2 Putaro (20., Elfmeter)
2:2 Eberwein (25.)
2:3 Berlinski (34.)

2:4 Petkov (52.)
3:4 Derstroff (75.)
4:4 Eberwein (87.)

Spiel des TSV 1860 München in Burghausen terminiert

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Wacker Burghausen TSV 1860 München Luftballon Choreo Regionalliga Bayern

Der BFV hat das gestern ausgeloste Spiel des TSV 1860 München in Burghausen terminiert.

Runde 3 an der Salzach

Nach den Stationen Birkenfeld und Bayreuth führt der Weg des TSV 1860 München im Achtelfinale des Toto-Pokals nach Burghausen. Wacker, der dort ansässige Regionalligist freut sich auf “ein weiteres sportliches Highlight”, so der Geschäftsführer Andreas Huber. Der Spieltermin ist mittlerweile bekannt gegeben worden. Ursprünglich sollten alle Achtelfinal-Partien am Dienstag, den 07.09. gespielt werden. Doch bereits in der gestrigen Auslosung wurde erwähnt, dass auch Spiele am darauffolgenden Mittwoch durchgeführt werden können. Dieser Termin wurde nun auch für das Duell zwischen dem TSV 1860 und Burghausen festgelegt. Anpfiff ist in der Wacker-Arena um 18:30 Uhr.

So viel Zuschauer sind beim Spiel zwischen dem TSV 1860 und Burghausen erlaubt

Bisher sind noch keine Informationen zu Tickets bekannt. Der TSV 1860 München strebt wieder eine Live-Übertragung an, die Details hierzu müssen allerdings natürlich auch erst abgeklärt werden. Laut der Homepage von Wacker Burghausen sind im Stadion aktuell 1.500 Zuschauer, davon 1.300 Sitzplätze sowie 200 Stehplätze. Es gelten zudem die bekannten Abstands- und Maskenregeln. Der Verein hat hierzu eine extra Seite eingerichtet, die in letzter Zeit allerdings nicht mehr gepflegt wurde. Denn dort ist noch beschrieben, dass aufgrund der niedrigen Inzidenz im Landkreis Altötting kein 3G-Nachweis erforderlich ist. Mittlerweile liegt hier allerdings ein Wert von 115 vor. Ob also die aktuelle Angabe bezüglich der Zuschauerzahl noch korrekt ist, ist nicht bekannt.

Informationen zu Tickets und der Live-Übertragung werden in den nächsten Tagen erwartet.

Eintracht Braunschweig – TSV 1860 (6. Spieltag): Ergebnistipp Maxi Wittek

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Maximilian Wittek
Maxi Wittek (ehemals TSV 1860)

Auch für das Gastspiel des TSV 1860 bei Eintracht Braunschweig konnten wir wieder einen ehemaligen Löwenspieler für den Ergebnistipp gewinnen. Diesmal wagt Maxi Wittek einen Tipp und zeigt sich zuversichtlich, dass Münchens große Liebe drei Punkte aus Niedersachsen entführen wird. Hoffen wir, dass er aucch mit seinem Tipp weiter auf der Erfolgswelle reitet. Erst gestern war Wittek mit zwei Toren maßgeblich daran beteiligt, dass sich sein Verein Vitesse Arnhem gegen den RSC Anderlecht durchsetzte (3:3, 2:1) und in die Gruppenphase der Europa Conference League einzog.

Wittek: 1860 siegt in Braunschweig

Schon klein auf ist Maxi Fan der Löwen und wechselte bereits in der U9 von seinem Heimatverein TSV Eching nach Giesing. Seine Verbundenheit zum TSV 1860 ist ungebrochen und so sieht er Sechzig auch beim Duell mit Eintracht Braunschweig vorne.

“2:0 gwinn ma!
Torschützen: 0:1 Mölders, 0:2 Staude”

Abschied nach 14 Jahren

Maxi Wittek durchlief nach seinem Wechsel zu den Löwen sämtliche Jugendmannschaften des NLZ und rückte bereits 2013 in der Kader der Regionalliga-Mannschaft auf. Im Sommer 2014 übernahm ihn Ricardo Moniz in den Profikader und so feierte Wittek am 2. Spieltag gegen RB Leipzig sein Debüt in der 2. Bundesliga. Im Oktober 2014 bestritt der gebürtige Freisinger zudem sein erstes U20-Länderspiel für den DFB.

Nach dem Abstieg des TSV 1860 im Sommer 2017 trennten sich nach 14 Jahren die Wege von Maxi Wittek und den Löwen. Der Linksverteidiger wechselte ablösefrei zur SpVgg Greuther Fürth und avancierte bei den Franken sofort zum Stammspieler. Nach 80 Spielen für die Kleeblättler wurde Witteks Vertrag im Sommer 2020 nicht verlängert. Daraufhin wechselte er zum niederländischen Erstligisten Vitesse Arnheim.

Titelbild: Instagram Maxi Wittek

TAKTIKTAFEL: Eintracht Braunschweig – TSV 1860 München (6.Spieltag)

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem Spiel unseres TSV 1860 München gegen den BTSV Eintracht aus Braunschweig.

Mit zuletzt drei beeindruckenden Siegen ohne Gegentor in den letzten drei Spielen kommt mit den anderen Löwen der Liga von Eintracht Braunschweig ein ganz schöner Brocken auf den TSV 1860 München zu.

Trainer Michael Schiele ließ die Eintracht bisher zweimal im 4-1-3-2 antreten. Danach wurde zum beliebtesten System der Liga gewechselt. 4-2-3-1 ist seit der Niederlage gegen Viktoria Berlin im zweiten Saisonspiel die Devise.

Im Gegensatz zu vielen anderen Trainern legt aber Schiele das Hauptaugenmerk im 4-2-3-1 nicht auf das Spiel gegen den Ball, sondern auf die offensive Entfaltung. Meist bekleiden die Außenpositionen im Mittelfeld gelernte Außenstürmer. Damit vernachlässigt man auf den ersten Blick zwar ein wenig die Defensive. Fakt ist aber auch, dass das Stellungsspiel der Braunschweiger derart gut ist, dass die Mängel in der defensiven Zweikampfführung auf den Außenbahnen meist kompensiert werden können.

Fakt ist auch: die Gegner kommen durchaus zu Torchancen. Die Hälfte derer sind in bisher jedem Spiel Schüsse aus dem Strafraumzentrum. Allerdings waren, außer für die Viktoria aus Berlin, die in Braunschweig ein 4:0 erzielen konnte, Torhüter Fejzic und die Braunschweiger Abwehr unüberwindbar. Vier Mal in fünf Ligaspielen konnte Eintracht Braunschweig die Null halten.

Die wichtigsten statistischen Werte der Braunschweiger

  • Ballbesitz 49%
  • Passgenauigkeit 81%
  • Defensive Zweikampfquote 57%
  • Flankengenauigkeit 36%
  • PPDA (Zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 8,91

Offensiv lässt Michael Schiele mit dem Personal, das ihm zur Verfügung steht, das 4-2-3-1 zu einem 3-4-3 verschieben. Dabei schiebt bisher aus der Abwehrreihe zunächst einer der Außenverteidiger mit ins Mittelfeld vor. Beide Mittelfeldaußen schieben vor, einer davon asymmetrisch, sodass zwei Stürmer im Zentrum anspielbar sind.

Im letzten Drittel taucht Braunschweig auch gerne mit fünf offensiven Spielern auf einer Linie vor dem gegnerischen Strafraum auf. Speziell, wenn beide Außenverteidiger im Lauf einer Offensivaktion mit nach vorne gehen und die Mittelfeldaußen das Zentrum verstärken, sorgt das für extremen Stress in der Abwehr, bei dem dann im Optimalfall für die Braunschweiger Stürmer die korrekte Zuordnung verloren geht.

Gegen den Ball ist vor allem das mit Gardemaß ausgestattete Abwehrbollwerk ein Garant dafür, dass die Anspiele der Gegner, wenn sie hoch in die Box kommen, keine Gefahr für das von Fejzic gehütete Tor darstellen. Auch bei der Verteidigung von Standards zeigt sich die Eintracht-Defensive bisher felsenfest.

Bei Angriffen, die auf dem Boden flach, schnell und präzise durchgezogen werden, offenbaren die Braunschweiger jedoch durchaus die ein oder andere Schwäche. Das Spiel unter der Woche sah in der ersten Halbzeit die später mit 3:0 unterlegenen Verler klar als die Mannschaft mit eindeutigeren Möglichkeiten, die sich in Halbzeit zwei durch einen Torwartfehler und ein Eigentor selbst schlug.

Wie kann man Eintracht Braunschweig knacken?

Die oberste Devise, wie in allen Spielen, ist volle Konzentration in der Defensive. Vor allem gilt das bei hohen Flanken und hohen langen Bällen. Die Braunschweiger Mannschaft verfügt über viele große Spieler. Mittelstürmer Lauberbach überragt beispielsweise mit 1,94 m alle Spieler des TSV 1860 München. Diese Luthoheit zeigt sich auch bei der Flankengenauigkeit, die mit 36% um elf Zähler höher liegt als beispielsweise bei den Löwen.

Offensiv müssen die Sechzger gegen die Braunschweiger sehr intelligent agieren, um was zu reißen. Die technischen Möglichkeiten, die der TSV 1860 München mit den schnellen quirligen Spielern wie Neudecker und Lex hat, muss man gegen die großen Brocken in der Braunschweiger Verteidigung klug einsetzen.

Die Brechstange ist gegen eine Abwehr, bei der die Durchschnittsgröße bei 1,85 m liegt, wenn man den tiefen Sechser und Krauße im defensiven Mittelfeld mitzählt eher nicht angesagt. Die alte Weisheit: “flach spielen, hoch gewinnen!” wird zwar nicht ganz zum Tragen kommen. Wenn wir das hoch aber rauslassen, reicht es mir auch schon.

Die Stärken und Schwächen des 4-2-3-1

Die Stärken

Gegen den Ball ist das 4-2-3-1 in der Zentrale und Richtung eigener Box sehr kompakt. Es gibt den Gegnern kaum Raum, um dort vernünftiges Passkombinationsspiel aufzuziehen. Auch gegen zwei oder drei Stürmer ist man durch die beiden defensiven Mittelfeldspieler gut abgesichert.

Nach Balleroberung kann das Spiel über die beiden Sechser relativ variabel gestaltet werden. Sowohl über die Flügel als auch über das Zentrum sind schnelle Angriffe möglich, wenn man die Lücken im Raum schnell erfasst und alle Offensivspieler ihre Laufwege situationsbedingt richtig anlegen. Oft schaltet sich einer der beiden Sechser auch aktiv und nicht nur als Ballverteiler in das Offensivspiel mit ein. Dadurch wird die Offensive als Ganzes schwerer auszurechnen.

Die Schwächen

Gegen den Ball ist ein Gegner, der gern über die Flügel angreift, schwer zu kontrollieren. Das liegt daran, dass die Wege um einen Spieler zu doppeln relativ weit sind und die Doppelung vom Angreifer oft schon erkannt wird, wenn sich der doppelnde Gegner aus seiner taktischen Grundposition löst. Das führt bei guter Spielübersicht und genauem Passspiel zu viel Raum für die angreifende Mannschaft.

Die Mittelfeldspieler auf den Außenpositionen müssen außerdem ein extrem hohes Laufpensum bewältigen, wenn sie die gegnerischen Flügel unter Kontrolle halten wollen. Im Spiel nach vorn ist vor allem das Fehlen eines zweiten Stürmers ein großes Manko, da sich durch dessen Fehlen für den Spieler in der Sturmzentrale nur wenig Raum zur Entfaltung seiner Fähigkeiten bietet. Deshalb sind torgefährliche Mittelfeldspieler, die mit aufrücken zwingend erforderlich, um im 4-2-3-1 erfolgreich zu sein.

Die Schlüsselspieler

Der Keeper

Torwart Jasmin Fejzic (#16) ist abgesehen vom Spiel gegen Viktoria Berlin, als er sich vier Stück einfing, bisher in allen Partien absolut fehlerlos und ein sicherer Rückhalt seines Teams. Er hat keine Schwächen. Eine besondere Stärke sind seine sehr guten Reflexe. Ihn zu überwinden gelingt wahrscheinlich nur mit tatkräftiger Hilfe seiner Vorderleute.

Abwehr

Innenverteidiger Brian Behrendt (#30) gewinnt bisher 91% seiner Zweikämpfe und ist im Verbund mit dem 1,94 m großen Michael Schultz eine Bank in der Abwehrzentrale. Auch seine Pässe zur Spieleröffnung kommen sicher an. Die einzige Schwäche ist ein etwas langsamer Antritt. Bei gutem Stellungsspiel fällt dieser aber kaum ins Gewicht.

Mittelfeld

Robin Krauße (#39) im defensiven Mittelfeld ist der offensivere der beiden Sechser. So gehen die meisten Angriffe, die übers Zentrum eingeleitet werden, über ihn. Aber auch als Vorlagengeber trat er schon zweimal in Aktion. Abgesehen von einer gewissen Schwäche bei Kopfballduellen, die seiner Größe geschuldet sein dürfte, ist er ein kompletter defensiver Mittelfeldspieler, der über genügend technische Qualitäten verfügt, um auch nach vorne entscheidend mitzuwirken.

Der erst 22-jährige Yari Otto (#11) auf der Position hinter der Spitze ist ein genialer Techniker, der mit einem guten Auge für die Mitspieler und deren Laufwege, einer hohen Grundschnelligkeit sowie einem schnellen Antritt gesegnet wurde. 50% seiner Dribblings bringt er durch. Von zehn Pässen, die er spielt, kommt nur einer nicht dort an, wo er hin soll. Ihn nicht ins Spiel kommen zu lassen wird ein wichtiger Aspekt für die Defensive der Löwen sein.

Der Stürmer

Lion Lauberbach (#20) wurde erst diese Woche aus Kiel ausgeliehen und verstärkt den durch drei Verletzte geschwächten Sturm in der Zentrale als momentan einziger gelernter Mittelstürmer. Im Spiel gegen Verl hing er noch etwas in der Luft. Das braucht sich meinetwegen bis zum Samstag auch nicht großartig ändern.

Fazit

Es ist die erste wirkliche Standortbestimmung gegen einen Mitfavoriten um die vorderen Plätze. Auswärts bei einem Team, das seit drei Spielen ohne Gegentreffer ist, wird es für den TSV 1860 München sicherlich nicht leicht als Sieger oder mit Punkten vom Platz zu gehen.

Wir müssen uns immer vor Augen halten, dass eine Mannschaft wie Eintracht Braunschweig nicht in der dritten Liga spielt, um dort zu bleiben. Die Braunschweiger sind einer der härtesten Konkurrenten der Löwen im Kampf um die vorderen Plätze.

Wenn die Spieler von Trainer Michel Köllner nicht über die kompletten 90 Minuten konzentriert bleiben, wird es nicht einfach gegen eine Mannschaft dieser Qualität und in der Form, in der sie sich momentan präsentiert, etwas zu holen.

Ich sage nicht, dass ein Sieg unmöglich wäre. Denn es ist in dieser Liga nie so, dass ein Team von vornherein ohne Chance in ein Spiel gehen würde. Es wird aber sehr, sehr schwer. Ich persönlich wäre mit einem dreckigen Punkt dort hochzufrieden.

Worauf wir uns mit Sicherheit verlassen können ist die Tatsache, dass wir eine Löwenelf sehen werden, die mit aller Macht versuchen wird das Optimum zu erreichen. Den richtigen Matchplan wird Michael Köllner auch in der Tasche haben. Wenn die Mannschaft ihre Aufgaben erledigt, bin ich von einem Punkt überzeugt. Ich hoffe natürlich – wie wir alle – auf mehr.

So könnte Eintracht Braunschweig gegen den TSV 1860 auflaufen

Mögliche Aufstellung Eintracht Braunschweig Gegen Den TSV 1860 München 6.Spieltag 2021 22

Datenquelle: wyscout

Ex-Löwe Maxi Wittek schießt Vitesse Arnhem in die Conference League

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sechzger.de Logo Löwe mit weiß-blauer Fahne 1860
sechzger.de Logo 1860

Das passiert ihm auch nicht oft: Ex-Löwe Maxi Wittek erzielte gestern Abend zwei Tore und schoß seinen Verein Vitesse Arnhem damit in die Gruppenphase der Europa Conference League. Heute um 14 Uhr tippt er für sechzger.de die Partie des TSV 1860 bei Eintracht Braunschweig.

Wittek trifft doppelt für Vitesse

Nach dem 3:3 im Hinspiel beim RSC Anderlecht standen die Zeichen für die Niederländer nicht schlecht. Bereits nach vier Minuten traf Wittek erstmals für Arnhem, kurz nach der Pause erhöhte der gebürtige Freisinger zum 2:0. Der Anschlusstreffer der Belgier in der 89. Minute kam zu spät und so zog Arnhem dank der beiden Wittek-Treffer in die Gruppenphase der Europa Conference League ein. Herzlichen Glückwunsch!

Sechzig um Sieben: Pressekonferenz vor Braunschweig – TSV 1860

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Vor dem Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig war beim TSV 1860 München gestern die Pressekonferenz angesetzt. Neben zahlreichen Informationen, die Michael Köllner in der LÖWENRUNDE verriet, gibt es auch Neuigkeiten von einem Ex-Löwen sowie der Konkurrenz aus der 3.Liga

Pressekonferenz Braunschweig – 1860

Am gestrigen Donnerstag empfing der TSV 1860 München die Pressevertreter zur Pressekonferenz an der Grünwalder Straße. Dabei zeigte sich der Trainer grundsätzlich mit der Leistung vom vergangenen Dienstag zufrieden. Dass der Sieg aber allein auf die Systemumstellung zurückzuführen ist, glaubt der 51-Jährige nicht. In Braunschweig könnten die Löwen wieder mit zwei Stürmern auflaufen, doch diese Option hielt sich Köllner freilich noch offen. Ob Quirin Moll gegen seinen ehemaligen Verein zum Einsatz kommen wird, ist nach einem Tritt in die Wade gegen Köln noch unklar. Als Ersatz stünde beispielsweise der 17-jährige Nathan Wicht bereit, auf den Köllner große Stücke hält.

Besser sieht es dagegen bei den Langzeitverletzten der Löwen aus. Semi Belkahia und Marius Willsch schnüren inzwischen wieder die Laufschuhe und absolvieren erste lockere Einheiten. Noch besser ist die Lage bei Daniel Wein. Er soll demnächst in das Mannschaftstraining einsteigen. Gegen Wacker Burghausen im Toto-Pokal ist dann sein erster Einsatz nach der Verletzung geplant.

Bevor dieses Spiel allerdings stattfindet, reisen die Löwen am Wochenende zunächst einmal zu Eintracht Braunschweig. Das Spiel wird ein echter Gradmesser und zeigen, wie die Löwen im direkten Duell mit einem Aufstiegsaspiranten agieren werden. Nicht nur Köllner bezeichnet Braunschweig als “Referenzgröße”, auch Bernd Winninger teilt diese Einschätzung. Er wird heute vormittag die Eintracht in seiner TAKTIKTAFEL analysieren.

Auswärtsinformationen für Gastefans

Erstmalig dürfen bei der Eintracht aus Braunschweig auch auswärtige Fans ins Stadion. 550 Tickets wurden an Löwenfans verkauft. Was es vor Ort zu beachten gibt, hat der TSV 1860 auf seiner Homepage übersichtlich zusammengestellt. Unter anderem ist ein 3G-Nachweis erforderlich und die Maske muss die gesamte Spielzeit über getragen werden. Michael Köllner freute sich auf der Pressekonferenz, dass auch Anhänger des TSV 1860 gegen Braunschweig dabei sein werden und hofft auf zahlreiche Unterstützung.

Andermatt wechselt nach Bayreuth

Nicolas Andermatt war zuletzt vereinslos, nachdem er über die soziale Medien beim SV Meppen erfuhr, dass sein Vertrag im Emsland nicht verlängert wird. Nun hat der 25-Jährige einen neuen Verein gefunden. Ab sofort läuft er für die SpVgg Bayreuth in der Regionalliga auf. Das gemeinsame Ziel ist klar, es soll um den Aufstieg gehen. Kein leichtes Unterfangen, denn ein anderer Münchner Verein spielt teilweise mit Nationalspielern um den Aufstieg. In Bayreuth trifft Andermatt unter anderem auf Felix Weber und Markus Ziereis.

News aus der 3.Liga

Ambitionierte Pläne in Mannheim

Mannheim möchte aufsteigen – und das spätestens im Jahr 2023. Neben diesen ambitionierten sportlichen Zielen haben die Waldhöfer auch hinsichtlich des Carl-Benz-Stadions Pläne. Es soll abgerissen werden, stattdessen wollen die Quadratestädter einen Neubau in einem Sportpark anvisieren. Erste Pläne hierzu sollen bereits vorliegen. Knackpunkt ist hierbei, dass hinter der Betriebssicherheit der aktuellen Spielstätte bereits einige Fragezeichen stehen. Das Carl-benz-Stadion war ursprünglich erst 1994 errichtet worden.

Meppen muss vorerst auf Fedl verzichten

Der SV Meppen verlor das letzte Spiel gegen Mannheim nicht nur deutlich mit 0:5, sondern dabei auch Jonas Fedl. Der Neuzugang vom Mainz II wurde nach einem groben Foulspiel vom Schiedsrichter mit der Roten Karte vom Feld verwiesen. Damit steht er auch gegen den TSV 1860 nicht zur Verfügung.

Der 6.Spieltag

Heute abend eröffnet der Hallesche FC im Heimspiel gegen den SC Verl den neuen Spieltag. Hier trifft der 6. auf den 12. der Tabelle. Die Gäste wollen nach zuletzt zwei Niederlagen wieder zurück in die Spur finden, die Gastgeber hingegen ihre Siegesserie auf drei Spiele anwachsen lassen. Anpfiff in Halle ist um 18:60 Uhr.

Sechzig @ 1860: Berzel wird gefeiert, Rassismusvorwürfe gegen Erdmann

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Sechzig @ 1860: Berzel wird gefeiert, Rassismusvorwürfe gegen Erdmann, Braunschweig-Spiel im Free-TV. Wir haben wieder alle News des Tages rund um die Löwen für euch parat.

TAKTIKTAFEL – Analyse der Partie gegen Köln

Unser TAKTIKTAFEL-Fuchs Bernd Winninger hat in gewohnter Manier fachkundig das vergangene Heimspiel gegen Viktoria Köln analysiert. Wie Coach Köllner zum alten System zurückfand und wieso das Ergebnis einen Tick zu hoch war, lest ihr hier.

Toto-Pokal – 1860 trifft im Achtelfinale auf Wacker Burghausen

Der TSV 1860 trifft im dritten Spiel des Toto-Pokals auf Wacker Burghausen. Nachdem es in den ersten beiden Partien für die Löwen nach Franken ging, fährt der Bus das nächste Mal gen Süden. Ausgetragen wird das Achtelfinale am Dienstag, den 07.09.2021. Allerdings steht als möglicher Ausweichtermin auch der Mittwoch, 08.09.2021 zur Verfügung.

1860-Auswärtsspiel gegen Braunschweig im Free-TV

Die Partie der Löwen am kommenden Samstag (14 Uhr) gegen Eintracht Braunschweig wird im Free-TV übertragen. Der Bayerische Rundfunk (BR) zeigt das Aufeinandertreffen im Fernsehen und im Stream. Zudem können die Löwenfans das Spiel auf Magenta TV (kostenpflichtig) sowie natürlich im bewährten Sechzger.de-Liveticker verfolgen. Nur 550 Löwenfans dürfen die Reise nach Niedersachsen inkl. Stadionbesuch antreten.

Aaron Berzel von 1860-Fans gefeiert

Beim vergangenen Heimspiel gegen Viktoria Köln (3:0, hier zum Nachlesen) lag der Verteidiger der Gäste mit der Nummer 20, Aaron Berzel, in der zweiten Hälfte kurz vor seiner Auswechslung am Boden und musste behandelt werden. “Aaron Berzel” hallte es durch das Grünwalder Stadion – ein aufmunternder Dank der Löwenfans für die Dienste des Abwehrspielers, dessen Vertrag 2020 nicht verlängert wurde und der aufgrund Corona nie richtig verabschiedet werden konnte. Mit Berzel stiegen die Löwen 2018 in die Dritte Liga auf. Immerhin gab’s jetzt die längst überfälligen Sprechchöre. Unvergessen bleibt der Trikot-Faux-Pas im ersten Vorbereitungsspiel der Regionalligasaison, als auf Aarons Rücken das Wort “Brezel” prangte, was diverse Medien dazu verleitete, einen mittelschweren und ernstgemeinten Skandal aus der an sich witzigen Geschichte heraufzubeschwören.

Langjähriges Löwenmitglied verstorben

88 Jahre war Marie Luise Wankerl Mitglied des TSV München von 1860 e.V. Nun ist die treueste der Treuen im 95. Lebensjahr verstorben. der e.V. hat einen Nachruf verfasst:

Bildquelle: TSV München von 1860 e.V.

News aus der Dritten Liga

Rassismusvorwürfe gegen Ex-Löwen Erdmann

Gleich drei Spieler des FC Magdeburg soll der ehemalige Löwe rassistisch angegangen haben: Baris Atik, Amara Condé und Sirlord Conteh sollen vom Verteidiger, der für den FC Saarbrücken spielt, mit fremdenfeindlichen Äußerungen betitelt worden sein. “Das meiste ging gegen unseren Mitspieler Sirlord Conteh. Das war der Wahnsinn, da kamen Sprüche wie ‘Sag deinen Eltern, die sollen wieder zurückpaddeln’. Das N-Wort hast du permanent gehört und immer war eine dreckige Lache dabei.”, schimpft Magdeburgs Atik. Ob der DFB gegen den “Earthman” ein Verfahren eröffnen wird, ist offen. Der Unparteiische hatte kein entsprechendes Verhalten mitbekommen. Jedoch prüft der Deutsche Fußball Bund nun die Vorwürfe.

Vor Partie gegen 1860: Neuzugänge bei Braunschweig?

“Wir sind guter Hoffnung, dass wir die Innenverteidigung noch komplettieren und zumindest einen Spieler für diese Position verpflichten können”, sagte Braunschweigs Sportchef Peter Vollmann bei “MagentaSport”. Die Niedersachsen, die nach einem holprigen Start in die Saison jetzt mit 10 Punkten aus 5 Spielen sehr ordentlich dastehen, empfangen die Giesinger mit breiter Brust. Ob tatsächlich am Samstag bereits ein Neuzugang im Kader stehen wird? Das bleibt abzuwarten.

Rafati-Analyse: Gelb-Rot gegen Kölns Rossmann war korrekt

Ex-Schiedsrichter Babak Rafati hat auch nach diesem Spieltag einen Blick auf die Referee-Leistungen in der Dritten Liga geworfen. Beim Spiel der Löwen gegen Köln gab es nichts an seinen Entscheidungen auszusetzen. Sowohl der Nicht-Elfmeter-Pfiff nach dem Zweikampf zwischen Quirin Moll und Youssef Amyn als auch die Ampel-Karte gegen Rossmann seien jeweils die richtige Entscheidung gewesen.

Achtelfinale: TSV 1860 trifft im Toto-Pokal auf Wacker Burghausen

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Linsbichler trifft zum 0:3 im Toto-Pokal
Die Löwen jubeln nach dem 0:3 durch Tim Linsbichler

Soeben wurde das Achtelfinale im bayerischen Toto-Pokal ausgelost. Der TSV 1860 München trifft dabei auf Wacker Burghausen aus der Regionalliga Bayern.

In der ersten Runde mühten sich die Löwen zu einem Sieg gegen den Kreisligisten Birkenfeld. Danach wurde auch die Hürde Saas-Bayreuth locker übersprungen. Zwei weitere Spiele im Toto-Pokal könnten es für den TSV 1860 in diesem Kalenderjahr noch geben. Fest steht jetzt der Gegner des Achtelfinals nach der heutigen Auslosung durch den BFV.

TSV 1860 München in zwei Wochen gegen Wacker Burghausen im Toto-Pokal

Ausgetragen wird das Achtelfinale am Dienstag, den 07.09.2021. Allerdings steht als möglicher Ausweichtermin auch der Mittwoch, 08.09.2021 zur Verfügung.

Alle Spiele im Überblick

Nord

SV Alemannia Haibach – 1.FC Schweinfurt 05
Sieger SC Etmannsdorf/ASV Neumarkt – SpVgg Bayreuth
TSV Aubstadt – TSV Rain am Lech
SC Eltersdorf – Würzburger Kickers

Süd

Türkspor Augsburg 1972 – Türkgücü München
SV Kirchanschöring – FV Illertissen
SV Heimstetten – TSV Buchbach
SV Wacker Burghausen – TSV 1860 München

TAKTIKTAFEL-Analyse TSV 1860 München – Viktoria Köln

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur TAKTIKTAFEL-Analyse des Spiels TSV 1860 München – Viktoria Köln. In einem in der ersten Halbzeit ausgeglichenen Spiel, blieben bis zur Führung der Münchner Löwen einige Chancen zur Führung auf beiden Seiten liegen. Schlussendlich gewinnen die Giesinger verdient mit 3:0.

Aufgrund der guten Chancen, die der TSV 1860 gegen Viktoria Köln in Halbzeit eins zuließ, fiel das Ergebnis in der Tordifferenz möglicherweise um ein Tor zu hoch aus.

Die systematische Ausrichtung

Michael Köllner, der Coach der Löwen, setzte zum ersten Mal seit Saisonbeginn wieder auf das Erfolgssystem der letzten Saison. Es war deutlich zu erkennen, dass sich die Sechzger von Anfang an in dieser Formation wohler fühlten als in den Systemen mit zwei Stürmern, die in der Vorbereitung getestet wurden und auch in den ersten vier Saisonspielen zum Einsatz kamen. Bis auf Yannick Deichmann auf der Position des rechten Verteidigers standen beim TSV 1860 München nur Spieler in der Anfangsformation, die bereits letztes Jahr im Kader waren. Marcel Bär, bisher der zweite Stürmer neben Kapitän Sascha Mölders, musste zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Olaf Janßen ließ Viktoria Köln wie erwartet im 3-4-2-1, das sich gegen den Ball zum 5-4-1 verschob und offensiv im letzten Drittel zu einem 3-4-3 wurde, antreten. Speziell gegen den Ball hatten die Kölner mit diesem System, das in beide Richtungen großräumige Verschiebungen vorsieht, Probleme. Warum dies so war, dazu kommen wir weiter unten.

Die wichtigsten statistischen Werte zum Spiel 

  • Ballbesitz TSV 1860 48% Viktoria Köln 52%
  • Passgenauigkeit TSV 1860 80% Viktoria Köln 81%
  • Defensive Zweikampfquote TSV 1860 50% Viktoria Köln 60%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 1860 19/9 Viktoria Köln 17/5
  • PPDA (Zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 1860 8,32 Viktoria Köln 8,06

Fokus auf die Defensiven Zweikampfwerte

Nun könnte man vor allem anhand der Defensiven Zweikampfquote meinen Sechzig wäre in der Defensive schlecht gestanden. Das ist mitnichten so. Warum? Dafür gibt es zwei ganz klare Indikatoren. Erstens hat der TSV 1860 München 35% mehr defensive Zweikämpfe geführt und somit in Summe auch mehr Zweikämpfe gewonnen als der Gegner. Und dann muss man noch darauf schauen: wo wurden denn die verlorenen Zweikämpfe geführt? 67% der Verlorenen Defensivzweikämpfe fanden vor dem eigenen letzten Drittel statt.

Als Drittes könnte man schlussendlich noch anführen, dass ein verlorener Zweikampf nicht unbedingt auch weiter Ballkontrolle für den Gegner bedeutet, wenn dieser verlorene Zweikampf gut genug war um die Ballkontrolle oder den folgenden Pass so zu stören, dass er das Aufbauspiel des Gegners hemmt, oder in eine Richtung zwingt in der man den Gegner laut Matchplan gerne defensiv bespielen würde.

Taktischer Ansatz beim TSV 1860

Mit drei offensiv ausgerichteten Mittelfeldspielern, Dennis Dressel in der Rolle des Box-to-Box Spielers und Quirin Moll, der auch oft den Weg nach vorn suchte als defensivem Mittelfeldspieler vor der eigenen Viererkette, bekam das offensive Spiel der Löwen im Mittelfeld gegen die defensive Fünferkette der Kölner ein deutliches Übergewicht.

Gegen den Ball spielte man auf relativ hoher Pressinglinie zwischen Strafraum und Mittlellinie. Das Pressing war nicht bei jedem Angriff der Kölner auf sofortigen Ballgewinn ausgelegt. Im Anlaufverhalten war zu erkennen, dass die Löwen einen Mix aus direktem Pressing und Angriffssteuerung betrieben.

Die Defensivlinie war bei Positionsangriffen der Kölner Viktoria ebenfalls zwischen Strafraum und Mittellinie postiert. Daraus ergab sich ein engmaschiges Mittelfeldnetz, das nicht viele Räume anbot, mit dem der Gegner vom Rhein schwer zurechtkam.

Sechzig kreiert Chancen durchs Zentrum

Das offensive Auftreten der beiden Außenverteidiger sorgte häufig für Überzahl der Löwen im Mittelfeld und im letzten Drittel vor der Abwehrkette. Deshalb musste immer wieder einer der drei zentralen Abwehrspieler der Kölner aus dem Verbund nach vorne schieben und im defensiven Mittelfeld aushelfen, um die meist schnell und präzise ausgeführten Angriffe der Löwen abfangen zu können.

Wenn die dadurch entstehenden Lücken im Abwehrzentrum durch horizontale Verschiebung nicht geschlossen werden konnten, ergaben sich mit guten Pässen in die Schnittstelle immer wieder klasse Möglichkeiten für die Sechzger.

Mölders, Neudecker und Lex konnten einige Male gut bedient werden. Mölders’ Schuss zu Beginn der Partie war zu schwach, Neudecker und Lex konnten die ihnen zugedachten Bälle in die Spitze nicht schnell genug oder gar nicht verarbeiten, sodass es einige Zeit dauerte, bis die Löwen in Führung gehen konnten.

Taktischer Ansatz bei Viktoria Köln

Die Kölner setzten neben Kombinationsfußball durchs Zentrum vor allem auf Pässe durch und hinter die Abwehrkette, die dann bestenfalls in 1 vs. 1 Situationen gipfelten. Die meisten der Versuche mit Pässen in die Schnittstelle oder über die Kette hinweg konnte die konzentriert zu Werke gehende Abwehrreihe des TSV 1860 München jedoch entschärfen.

Nach anfänglich sehr hoch gewählter Pressinglinie und Defensivlinie am vorderen Rand des eigenen letzten Drittels im Spiel gegen den Ball, zogen sich die Kölner bei Angriffen der Löwen mit zunehmender Spieldauer immer öfter gegen den Ball etwas weiter zurück.

Über Kombinationsspiel gelang den Kölnern so gut wie nichts. Zu gut war das Stellungsspiel der Löwen gegen den Ball. So konnte eine Vielzahl der Positionsangriffe bereits vor der letzten Reihe abgefangen werden.

Chancen der Viktoria

Chancen auf die Führung hatten nicht nur die Löwen. In der Mitte der ersten Halbzeit hatte die Viktoria zwei absolute Großchancen.

Der schnelle Youssef Amyn war an der ersten dieser Szenen beteiligt. Seinen Schuss pariert Hiller im Stile eines Handballtorwarts. Hongs Nachschuss ging einen Meter rechts neben dem Kasten ins Toraus.

Bei einem durch Handles Antritt vom halbrechten Zentrum in der Hälfte des TSV 1860 München entscheidend lancierten Angriff, der schlussendlich auf der linken Strafraumseite bei Buballa endet, sehen Hiller und Deichmann, als Buballa beide mit einem Hackentrick, durch den er sich den Ball zum Schuss selbst vorlegt, ins Leere rutschen lässt, nicht gut aus. Buballas Schuss klärt Nicki Lang knapp vor der Linie.

Bei beiden Situationen hätte sich der TSV 1860 München nicht beschweren dürfen wenn ein Tor gefallen wäre.

Viktoria zum ersten

Vor allem der erste dieser beiden Angriffe, bei dem der Pass über die Kette hinweg auf den schnellen Amyn punktgenau gespielt wurde, war eine Augenweide. Solche Pässe auf derart schnelle Spieler zu verteidigen ist fast eine Unmöglichkeit. Der zum Nachschuss mitgelaufene Hong hätte aber gedeckt werden müssen, sodass er keine Gefahr mehr ausstrahlen hätte können.

Viktoria zum zweiten

In der zweiten Situation konnte Buballa ohne Gegenspieler von links in den Sechzehner einlaufen und gefährlich werden. Hier hat die Zuordnung in der Hintermannschaft der Sechzger beim schnellen Spiel nach vorn der Kölner nicht gestimmt. Ähnlichkeiten zum 2:0 der Lauterer vom vergangenen Samstag sind hier durchaus zu erkennen gewesen.

Schlussendlich gelang den Sechzgern aber, gemessen an dem was man selbst zuvor vergeben hatte, der absolut verdiente Führungstreffer zum 1:0 fünf Minuten vor dem Pausentee.

Das wichtige 1:0 des TSV 1860 gegen Viktoria Köln

Bei einem aus der eigenen Hälfte heraus aufgebauten Angriff spielten zunächst Salger, Moll und Steinhart in einem etwas breiter gezogenen Dreieck die pressenden Kölner Klefisch, Hong und zuletzt Lorch auf der linken Seite aus. Moll gab den Ball letztendlich aus der Pressingsituation heraus zu Lang auf der halbrechten Seite im eigenen letzten Drittel. Der hatte nun sehr viel Platz und spielte einen tollen öffnenden Pass auf den ihm entgegenkommenden Biankadi an den Mittelkreis.

Mit nur einem Kontakt leitet Biankadi das Leder einige Meter weiter nach vorne kurz hinter die Mittellinie steil weiter zu Mölders. Während er offensichtlich gefoult wird (Rossmann bekam dafür nach Ende der Aktion eine folgenschwere gelbe Karte), gibt er den Ball etwa zehn Meter weiter nach vorn zu Neudecker. Neudecker hat dort zunächst viel Platz und zieht mit dem Ball am Fuß diagonal nach innen ins Zentrum des Spielfelds auf den Strafraum zu. Gleich drei Kölner Defensivspieler bewegen sich auf Neudecker zu.

Sowohl Biankadi auf der linken Seite als auch Lex rechts wären frei und anspielbar gewesen. Doch Neudecker entscheidet sich in zentraler Position etwa siebzehn Meter vor dem Kasten der Viktoria das Leder abzufeuern. Unhaltbar schlägt die Kugel in der 40. Minute links oben im Eck ins Tor der Kölner ein.

Der Treffer war eine überragende Mannschaftsleistung

Dieser schnelle Angriff war von allen daran beteiligten Löwen eine Meisterleistung. Ein großer Anteil an diesem Tor gebührt allerdings unserer Hintermannschaft. Mit wenigen Pässen war die Pressingreihe der Kölner ausgespielt. Somit wurden die Räume im Mittelfeld frei, die den schnellen Angriff überhaupt erst ermöglicht haben.

Mit der Verlagerung auf die rechte Seite und dem folgenden sehr schnellen direktem Spiel von Biankadi und Mölders wurde das Spiel derart schnell, dass die Defensive der Viktoria in der Folge dem Angriff nur noch hinterherlief. Dadurch hatte Neudecker Platz und konnte seinen Tempolauf starten. Drei Kölner, die wahrscheinlich eher mit einem Pass auf Biankadi oder Lex gerechnet hatten, konnten ihn nicht stoppen.

Kurz nach dem 1:0 bekam Rossmann, der beim Angriff zum 1:0 Mölders gelbwürdig gefoult hatte, die gelb-rote Karte. Er riss Stefan Lex, der auf und davon gewesen wäre, bei einem taktischen Foul um. Fortan musste Köln mit zehn Mann versuchen den Löwen Paroli zu bieten.

Ohne eine personelle Änderung vorzunehmen stellte Janßen nach dem Platzverweis das System auf 4-4-1 um. Das auf dem Platz befindliche Personal war auch absolut dafür geeignet so gegen den TSV 1860 weiterzuspielen.

Die zweite Halbzeit

Aus dem Spiel heraus konnten die Gäste, auch mit einem Mann weniger, gut gegen die Positionsangriffe und Konter der Sechzger verteidigen. Die Varianten der Standardsituationen waren es, die für die Löwen zehn Minuten nach Wiederanpfiff und kurz vor Spielende den Deckel auf die Partie nagelten.

Die Spielanteile lagen weiterhin etwa gleich gut verteilt bei beiden Teams. Der gravierende Unterschied in Halbzeit zwei war, dass die Sechzger kaum Aktionen des Gegners in der eigenen Box zuließen. So mussten die dezimierten Kölner die meisten ihrer Schussversuche von außerhalb des Sechzehnmeterraums anbringen.

Die numerische Überzahl war in diesem Spiel endlich einmal deutlich zu erkennen. Wir hatten ja in der Vergangenheit durchaus Spiele, in denen wir in Überzahl spielten, das aber nie bzw. selten entscheidend nutzen konnten.

Defensiv war meist ein Mann mehr hinter dem Ball. So konnten fast alle Angriffe der Kölner bereits im Mittelfeld geklärt oder dementsprechend gestört werden, sodass die Löwenabwehr kaum vor größere Aufgaben gestellt wurde.

Souverän und kontrolliert zog der TSV 1860 München gegen Viktoria Köln nun die Fäden und brachte offensiv wie defensiv genau das Spiel auf den Platz, was man von dieser Mannschaft sehen will.

Das 2:0

Ich muss gestehen, der direkt vor dem Freistoß zum 2:0 in der 55. abgepfiffene Vorteil hat mich aufgeregt.

Die Passivität, der über die Ausführung sichtlich überraschten Kölner, nach dem flachen Steilpass von Neudecker auf Steinhart, der im Strafraum zunächst viel Platz hatte war hilfreich beim erzielen des Treffers. Es bewegten sich Buballa von rechts und Amyn von hinten auf Steinhart zu. Dadurch war der Passweg von Steinhart auf der linken Seite des Strafraums zum ungedeckten Dressel im Zentrum frei. Ohne lange zu fackeln zieht Dressel aus etwa fünfzehn Metern ab. Der Ball geht rechts am Torwart vorbei in den Kasten zum 2:0. Die Zuordnung der Kölner war hier nicht gut. Vermutlich rechnete man mit einer in den Strafraum gespielten Flanke, nicht mit einem steil gespielten Flachpass auf die halblinke Seite. Da kann das defensive Konzept dann schon mal durcheinanderkommen.

Das 3:0

Das zweite Tor nach einer Standardsituation in diesem Spiel schoss Merveille Biankadi (82.).

Lorch wehrt den, von rechts durch Neudecker hereingebrachten, Eckball, im Fünfmeterraum, wenige Meter vor dem kurzen Pfosten stehend, ab. Der Abwehrversuch fällt Biankadi direkt vor die Füße. Durch die komplette Abwehr hindurch, noch von zwei Kölnern abgefälscht, geht Biankadis Schuss, aus halbrechter Position im Strafraum, fünfzehn Meter vor dem Tor, dann letztendlich links unten in die Maschen.

Fazit des Spiels TSV 1860 – Viktoria Köln

Ein in der ersten Halbzeit noch relativ offenes Spiel fand in den Löwen einen letztlich verdienten Sieger.

Aber nicht nur Licht, auch ein wenig Schatten war zu sehen. Vor allem bei den Großchancen und bei zugelassenen Schüssen von außerhalb des Strafraums die durchaus gefährlich wurden. Es gibt gegen den Ball noch einige Rädchen die besser ineinander greifen müssen als in den vergangenen drei Spielen. Das ist aber zugegebenermaßen Jammern auf hohem Niveau.

Dass man gar keine Torchance zulässt wird es natürlich nie geben. Vielleicht kann man in den nächsten Wochen die Schusszahl bei Chancen des Gegners auf einen Schuss pro Chance reduzieren.

Für die Offensive im Spiel des TSV 1860 gegen Viktoria Köln gibt es heute von meiner Seite uneingeschränktes Lob. Schnelles Kombinationsspiel. Viele Ideen im Mittelfeld. Meist präzise Pässe, die in nur wenigen Situationen bei der Annahme schlecht verarbeitet wurden. Das sind drei Gründe die mich positiv auf die nächsten Aufgaben blicken lassen.

Der Abschluss wurde meist schnell gesucht wenn die Kugel in die Box gebracht wurde. Drei Tore die daraus resultieren und einige andere hochkarätige Chancen des TSV 1860 München, sind eine tolle Ausbeute. Wenn der Ball jedes mal tatsächlich in die Maschen gegangen wäre hätte ein deutlich höheres Endergebnis erzielt werden können. Das zu erwarten wäre allerdings ziemlich vermessen.

Die gezeigte Reaktion der Mannschaft lässt mich positiv in die Zukunft blicken. Auch wenn mit Braunschweig nun ein viel dickeres Brett als die letzten beiden Gegner es waren auf uns zukommt.

Datenquelle: Wyscout