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kicker: Marcel Bär, Marco Hiller und Semi Belkahia in “Elf des Tages”

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Semi Belkahia (TSV 1860)
Semi Belkahia im Löwentrikot der Saison 2021/22

Nach dem 3:0-Sieg des TSV 1860 bei den Würzburger Kickers berief der kicker mit Marcel Bär, Marco Hiller und Semi Belkahia drei Löwen in die “Elf des Tages” der 20. Spielrunde. Während der Doppeltorschütze von gestern bereits zum dritten Mal nominiert wurde, ist es für den Innenverteidiger in dieser Saison die Premiere. Für Hiller ist es die zweite Berufung.

Hiller, Belkahia und Bär in der “Elf des Tages”

Zwei Tore, ein Assist – Marcel Bär erwischte in der flyeralarm Arena einen Sahnetag und wirbelte zusammen mit Sturmkollege Stefan Lex die Abwehr der Unterfranken ordentlich durcheinander.

Schwere Zeiten musste Semi Belkahia zuletzt durchleben. Über Wochen hinweg galt der 22-Jährige als Unsicherheitsfaktor und wurde stark kritisiert. Bereits in Dortmund zeigte er aufsteigende Form, in Würzburg präsentierte er sich in Top-Form, stand defensiv sicher und leitete mit einem klugen Pass das 0:1 ein.

Einmal mehr Garant für ein “Zu-Null-Spiel” war Torhüter Marco Hiller, der seine Mannschaft in der ersten halben Stunde mehrmals vor einem Rückstand bewahrte.

Die Spieltags-Elf im Überblick

Folgende Spieler nominierte der kicker für die “Elf des Tages” der 20. Spielrunde.

Hiller (TSV 1860) – Lewald (Berlin), Pfanne (BVB II), Belkahia (TSV 1860) – Raschl (BVB II), Atik (Magdeburg), Tankulic (Meppen), Pherai (BVB II), Theisen (Berlin) – Lakenmacher (Havelse), Bär (TSV 1860)

Lex & Bär: drei Buchstaben, drei Assists und drei Tore für drei Punkte

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Marcel Bär TSV 1860

Drei. Eindeutig die Zahl des gestrigen Tages. Der dritte Auswärtssieg in Folge, drei Punkte in Würzburg. Beide Stürmer mit jeweils drei Scorerpunkten. Und, na klar, die Anzahl der Buchstaben bei Lex und Bär.

Lex und Bär sorgen für drei Punkte

Es läuft bei Marcel “Cello” Bär und Stefan Lex. Gestern Abend traten die beiden als Wiederholungstäter auf, denn bereits in Dortmund sorgten die beiden Offensivkräfte mit ihren Toren für den Auswärtsdreier. Nach der Unruhe um Sascha Mölders natürlich ein Wohltat, dass ausgerechnet der neue Kapitän und die neue Sturmspitze so vorbildlich vorangehen.

Lex auf Bär beim 0:1, Cello auf Lexi beim zweiten Treffer und wieder die 7 auf die 15 bei Tor Nummer drei. Das neue Sturm-Duo der Löwen hat sich gesucht und gefunden – und das nicht nur gestern Abend in Unterfranken.

Linsbichler komplettiert das Offensiv-Trio

Das “neue” Offensivspiel der Löwen wirkt deutlich flexibler, die Fixierung auf einen Zielspieler à la Mölders scheint der Vergangenheit anzuhören. Die beiden flinken Stürmer stießen immer wieder in die Lücken der Würzburger Viererkette und konnten mit ihrer Schnelligkeiten Löcher reißen, von denen der jeweils andere profitieren konnte.

Um eine eventuelle Kopfballschwäche auszugleichen, überraschte Michael Köllner zudem mit dem Startelf-Debüt von Tim Linsbichler. Und wer weiß: Vielleicht können wir ja schon bald von drei erfolgreichen Löwen-Stürmern berichten…

Bild: OR-Pressedienst

Michael Köllner auf PK: “Junge Spieler brauchen Vertrauen!”

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Pressekonferenz Würzburg 1860 Schwarz Köllner 20122021

3:0 in Würzburg, ein gelungener Jahresabschluss für die Löwen. Entsprechend zufrieden zeigte sich Trainer Michael Köllner auch auf der anschließenden Pressekonferenz, verwies aber auch darauf, dass man sich vor der Führung einmal mehr bei Marco Hiller bedanken durfte. Angesprochen auf die starke Leistung von Semi Belkahia, entgegnete Köllner, dass so eine Entwicklung nur mit Vertrauen und ohne Störfeuer aus dem Umfeld möglich sei.

Aus einer gesicherten Defensive nach vorne spielen

Die beiden Trainer waren sich gestern Abend einig. Würzburg hatte zu Beginn deutlich mehr vom Spiel, während die Löwen meist in der Defensive beschäftigt waren, um sich der Angriffe der Kickers zu erwehren.

“Wir wollten ein stabiles, kompaktes Spiel hinlegen – und ich glaube, das ist uns gelungen. Würzburg hat einen riesigen Druck entfacht und es war für uns sehr schwer, den eigenen Strafraum zu verteidigen.”

Dennoch sei es durchaus der Plan gewesen, abwartend zu spielen. Angesichts der Ausfälle (Neudecker, Lang, Wein) war es auch wichtig, zunächst kräftesparend zu agieren, um letztendlich mit drei Punkten in die Winterpause zu gehen. Zudem verwies Köllner darauf, dass der Mannschaft die Platzverhältnisse extrem zugute kamen, da gerade die beiden schnellen Stürmer Lex und Bär davon profitieren konnten.

Köllner: Vertrauen in junge Spieler

Ein extra Lob erhielt auch Semi Belkahia, der in der Innenverteidigung eine tadellose Leistung zeigte. Noch vor zwei Wochen galt der 22-Jährige als Unsicherheitsfaktor, gestern glänzte er defensiv und im Spielaufbau.

“Junge Spieler brauchen Vertrauen. (…) Jetzt merkt der Semi, dass wir unheimlich auf ihn bauen und das hat ihm gut getan in den letzten paar Tagen. Dann sieht man auch seine Qualität und die hat er auch schon mehrfach unter Beweis gestellt. (…) Das sind junge Burschen. Wenn da kleine Störfaktoren im Umfeld auftreten, dann zerlegts die Burschen.”

Neben der Leistung in der Defensive hob Köllner auch den Spielaufbau vor dem ersten Treffer der Löwen hervor, als Belkahia Stefan Lex einsetzte, der dann für Bär auflegte.

Überraschende Rolle für Linsbichler

Erstmals in der Startelf stand gestern Tim Linsbichler – und das in einer äußerst überraschenden Rolle. Michael Köllner erklärte auf die Frage von sechzger.de hin, wieso der Österreicher hinter den Spitzen agierte, dass er sich dadurch mehr Power aus dem Rückraum erhofft hatte. Besonders bei Flanken spekulierte der Trainer auf Linsbichlers Kopfballstärke als nachrückender Offensivspieler. Der Plan ging jedoch nur bedingt auf, da die Kickers auf der Sechserposition einen ebenfalls kopfballstarken Spieler aufboten. Gerade bei Standards des Gegners habe Linsbichler durch seine Präsenz aber seine Aufstellung und das in ihn gesetzte Vertrauen absolut gerechtfertigt, so Köllner.

 

dieBayerische verlängert Sponsoring beim TSV 1860 München

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Martin Gräfer Vorstandsvorsitzender DieBayerische Verlängert Mit Dem TSV 1860 München

Am gestrigen Montagabend gab es im Anschluss an den Auswärtssieg des TSV 1860 München gleich noch einen weiteren Grund zur Freude: dieBayerische verlängert und bleibt Hauptsponsor der Löwen. Dies verriet Löwen-Trainer Michael Köllner auf der Pressekonferenz nach dem Match.

Hauptsponsor seit 2016: die Bayerische bleibt dem TSV 1860 treu

Es war noch zu Zeiten der 2.Bundesliga, als die Löwen einen neuen Hauptsponsor präsentierten. Auch nach dem Abstieg in die Viertklassigkeit blieb dieBayerische dem TSV 1860 München allerdings treu und sorgte damit für einen wichtigen Grundstein für den direkten Wiederaufstieg in den deutschen Profifußball.

Seit mittlerweile über fünf Jahren haben die Löwen ihren Partner an der Seite. Viele Fans sind sich einig, dass es selten einen passenderen Sponsor für den TSV 1860 gab als es dieBayerische ist. Der Versicherer unterstützt die Löwen nicht nur finanziell, auch viele Angestellte und Martin Gräfer (Vorstandsvorsitzender) drücken den Weiß-Blauen privat die Daumen.

Gemeinsamer Videodreh im Stadion am Dallenberg

DieBayerische Und TSV 1860 München Verlängern Vertrag
Volltreffer: ein Vertreter von dieBayerische trifft trotz zahlreichen Torwärten

Nach dem Schlusspfiff hatten einige Verantwortliche der Löwen sowie des Hauptsponsors noch nicht genug und betraten den Platz, auf dem Lex, Bär & Co. die Würzburger Kickers zuvor mit 3:0 besiegt hatten. Auch sie zeigten sich am heutigen Abend durchaus treffsicher, obwohl gleich mehrere Personen das Tor bewachten. Herauskam ein Video, das die Löwen sicher in Kürze auf ihrer Homepage veröffentlichen werden. Die Vertragsverlängerung hatte Gräfer vor einigen Tagen bereits angekündigt.

 

 

Auch im Januar Geisterspiele: TSV 1860 vor leerer Kulisse gegen KSC

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Fußball gehört den Fans TSV 1860 München Spruchband Fanszene

Heute trifft sich erneut die Ministerpräsidentenkonferenz und berät über weitere Maßnahmen, die wohl ab Ende Dezember gelten sollen. Der Achtelfinal-Partie zwischen dem TSV 1860 München und dem KSC drohen leere Ränge im Grünwalder Stadion.

TSV 1860 gegen Wehen, KSC und Lautern ohne Zuschauer

Bereits seit einigen Wochen sind nur noch Geisterspiele im Freistaat erlaubt, der Amateurfußball ruht zum Großteil gar komplett. Das Schicksal von leeren Rängen droht nun auch dem Rest von Deutschland. Wie im Vorfeld bekannt wurde, plant die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am heutigen Dienstag weitere Maßnahmen. Eine davon: im Profifußball in Deutschland sollen vorerst nur noch Geisterspiele ausgetragen werden dürfen. Aber auch andere Veranstaltungen dürften betroffen sein.

Überregionale Sport-, Kultur- und vergleichbare Groß­veranstaltungen finden spätestens ab dem 28. Dezember 2021 ohne Zuschauer statt.

Zitat aus der Beschlussvorlage zur heutigen MPK

Auch Spiel gegen Türkgücü wohl im leeren Olympiastadion

Für wie lange die Maßnahmen gelten sollen, dürfte sich heute erst noch klären. Es gilt allerdings als recht wahrscheinlich, dass im gesamten Januar Geisterspiele stattfinden – möglicherweise sogar bundesweit. Einzelne Bundesländer könnten dennoch erneut von dem Beschluss abweichen und diesen nur teilweise umsetzen. Zuletzt war beispielsweise beim 1.FC Saarbrücken noch eine Auslastung von 100% im Ludwigspark erlaubt.

Dem TSV 1860 drohen daher neben den Drittliga-Heimspielen gegen Wehen Wiesbaden und Kaiserslautern auch ein Geisterspiel im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen den KSC. In Runde 2 hatten die Löwenfans noch ihren maßgeblichen Anteil an dem knappen Sieg gegen den FC Schalke 04. Gegen Karlsruhe müssen die Spieler auf diese Unterstützung dann verzichten. Auch das “Auswärtsspiel” im Olympiastadion gegen Türkgücü Ende Januar wird aller Wahrscheinkeit nach ohne Zuschauer stattfinden. Wie die zuständigen Behörden in Köln (gegen Viktoria, 30.1.) entscheiden, wird sich erst noch zeigen.

Giesinger Gedanken nach dem Sieg in Würzburg: Geht da noch was?

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Am Freitag ist Heiligabend und vier Tage vorher schenkten die Löwen dem weiß-blauen Anhang schon mal drei Punkte. Nach zuletzt drei Auswärtssiegen in Folge und der Trennung von Sascha Mölders wirkt die Mannschaft befreit. Und als Löwenfan fragt man sich: Geht da noch was?

Wurde da eine Serie gestartet?

Es ist wie so oft in Giesing. Es ist noch keine zwei Wochen her, da lag die weiß-blaue Welt in Trümmern. Waldhof und Magdeburg zeigten dem TSV 1860 München die Grenzen auf und feierten hohe Auswärtssiege im Sechzgerstadion. Zu den Geisterspielen gesellte sich für manch einen schon das Abstiegsgespenst. Nach dem Debakel gegen Magdeburg wurde die Trennung von Sascha Mölders eingeleitet, die nun seit vorgestern endgültig vollzogen und vertraglich abgesichert ist. Durch die zwei Auswärtssiege (immerhin mit einem Torverhätnis von 5:0 errungen!) sieht es so aus, als ob die Maßnahme richtig war und die Mannschaft die gewünschte Reaktion gezeigt hat. Sind diese zwei (Auswärts-)Siege der Start einer Serie?

Geänderte Grundformation und Taktik

Nach der Ausbootung von Mölders wollte Köllner die Defensive stabilsieren und setzte auf ein angepasstes System, dass dem Gegner das Angreifen schwer macht und auf schnelle Konter setzt. Bei beiden Spielen setzte die Mannschaft das System gut um und erreichte damit maximalen Erfolg. Die drei Mann im Defensivzentrum sind schwer auszuspielen, wenn sich auch noch die Flügel fallen lassen, entsteht eine massive Fünferkette. Allerdings bringen sich die Außen Willsch und Greilinger immer aktiv ins Spiel nach vorne mit ein und stellen die gegnerische Defensive so vor so manches Problem. Besonders Fabi Greilinger blüht richtig auf in dieser Rolle.

Schnörkellose Konter

Beim Auftritt in Dortmund führte Richy Neudecker noch Regie, war so gut wie immer anspielbar und konnte so manchen Angriff einleiten und das Spiel lenken. Er fungierte so als Relais zwischen Abwehr und Angriff. Leider fehlte dieses Relais gestern in Würzburg und so musste noch schnörkelloser als im Stadion Rote Erde auf schnelle Konter gesetzt werden. Obwohl die Würzburger das Spiel in der ersten Hälfte im Griff hatten – ohne dabei allerdings irgendeine Form von Torgefahr auszustrahlen – konnten die Löwen durch gnadenlose Effektivität mit einem 2:0-Vorsprung in die Kabine gehen. Die zwei Chancen, die sich durch schnörkelloses Spiel nach vorne eröffneten, wurden eiskalt ausgenutzt. Beiden Tore waren mannschaftsdienliche Aktionen vorausgegangen. So wollen wir das sehen! Würzburg verzweifelte im zweiten Durchgang an sich selbst und die Löwen konnten noch einen drauflegen, ohne wirklich gut zu spielen.

Dauerhaftes System?

Gemeinsam war beiden Spielen, dass der Gegner kaum Chancen aus dem Spiel erarbeiten konnte. Gegen den BVB II ist das erwähnenswert, die Würzburger in ihrer gestrigen Form waren da trotz ihrer langen Ballstafetten sicher kein Gradmesser. Wird Michi Köllner dieses System nun weiter spielen lassen? Ich glaube, es ist zu früh, das zu sagen. Durch die Vertragsauflösung mit Sascha Mölders könnte es nun möglich sein, dass in der Winterpause (je nach dem, auf was sich die beiden Parteien geeinigt haben) noch ein Stürmer verpflichtet wird. Abhängig davon, ob jemand kommt und welcher Spielertyp es dann ist, könnte das System entsprechend angepasst werden.

Ich kann kaum erwarten, dass es weiter geht

Am 15. Januar geht es schon weiter. Schon? Ich meine erst… Jetzt fast 4 Wochen Pause, wo die Löwen gerade etwas in Gang kommen nach den bisher holprigen Leistungen in der aktuellen Saison. Schade… Aber wenn es dann weiter geht, geht es Schlag auf Schlag:

15.01. Heimspiel gegen Wiesbaden

18.01. DFB-Pokal Achtelfinale gegen den KSC

22.01. Auswärtsspiel bei Türkgücü

25.01. Heimspiel gegen Kaiserslautern

30.01. Auswärtsspiel bei Viktoria Köln

Das sind gleich mal zwei Wochen, die mit geilen Spielen so richtig vollgepackt sind. Ich kann nicht erwarten, dass es weiter geht!!! Natürlich schwebt über all dem die Gefahr von Geisterspielen…

Geht da noch was?

Die zweite Januarhälfte wird richtungsweisend sein. Erst das Verfolgerduell gegen Wehen, dann das emotional sicher extrem wichtige Spiel gegen den nicht unbezwingbar erscheinenden KSC, dann der Ausflug ins Olympiastadion gegen die Sportgruppe von Max Kothny. Und wenn gegen die roten Teufel was geholt werden kann, werden sich alle Löwenfans fragen: Geht da noch was? Ich kann’s Euch jetzt auch nicht sagen, aber ich bin extrem gespannt. Sieben Punkte nach oben sind schon ein dickes Brett, aber mit einem guten Start geht da noch was. Löwen, packt den Bohrer aus!

Also, lasst uns Weihnachten und Silvester hinter uns bringen und dann mit vollem Enthusiasmus in den Rest der Rückrunde gehen. Viellecht geht ja doch noch was! Mehr als alles Andere wünsche ich mir aber, dass wir uns alle so schnell wie möglich im und um’s Stadion wieder sehen können.

Frohes Fest und guten Rutsch!

Lex und Bär im Duo: TSV 1860 siegt bei den Würzburger Kickers

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Endstand Würzburger Kickers TSV 1860 München Am 20.Spieltag 2021 22 0 3

Marcel Bär und Stefan Lex haben dem TSV 1860 München zum Jahresabschluss weitere drei Punkte gegen die Würzburger Kickers beschert. Vor allem die gnadenlose Effektivität sorgten für den dritten Auswärtssieg der Löwen in Folge.

Nach den Auswärtssiegen in Havelse und Dortmund wollte der TSV 1860 diese Serie gegen die Würzburger Kickers gerne fortsetzen und so einerseits die sportlich wenig erfreulichen Heimniederlagen gegen Mannheim und Magdeburg vergessen machen als auch die endgültige Trennung von Ex-Kapitän Mölders in der Hintergrund rücken lassen.

Richard Neudecker musste krankheitsbedingt in München bleiben, auch Merveille Biankadi fiel erneut aus. Dafür bekam Tim Linsbichler endlich seine Chance von Anfang an und stand in der Startelf. Ansonsten stand die gleiche Elf wie beim dreifachen Punktgewinn in Dortmund auf dem Platz.

Würzburger Kickers TSV 1860 München 20.Spieltag 3.Liga 2021 22 Im Stadion Am Dallenberg
Die beiden Mannschaften vor Anpfiff

Kickers klar am Drücker

Die erste Viertelstunde gehörte nach kurzer Findungsphase klar den Gastgebern. Die Würzburger Kickers kamen in Person von Kopacz das erste Mal gefährlich zum Abschluss (8.), kurz danach rettete Hiller überragend für den TSV 1860 gegen Pepic (10.). Wiederum drei Minuten später war der Ball das erste Mal im Tor, doch der Treffer zählte nicht. Kopacz war zu früh gestartet, der Linienrichter hatte sofort die Fahne oben.

Nur kurz kamen die Löwen nach 20 Minuten nach vorne, die durch Lex eroberte Ecke brachte allerdings keine Gefahr zu stande. Im Anschluss übernahm Würzburg direkt wieder die Spielkontrolle. Vor allem die hohe Pressinglinie machte dem TSV 1860 immer wieder zu schaffen.

Würzburger machen das Spiel, der TSV 1860 die Tore

Torjubel TSV 1860 München Gegen Würzburger Kickers Am 20.Spieltag
Löwen bejubeln das 0:1 durch Marcel Bär

War es nur eine Frage der Zeit, bis die Heimmannschaft in Führung gehen sollte, staunte man nach 32 Minuten dann allerdings nicht schlecht. Belkahia schickte mit einem tollen Pass Lex auf die Reise, der den Ball an Bonmann vorbeilegte. Marcel Bär war den entscheidenden Schritt schneller als sein Gegenspieler und konnte das überraschende 0:1 erzielen. Es war sein siebter Saisontreffer, bereits im Hinspiel war der Stürmer des TSV 1860 gegen die Würzburger Kickers erfolgreich gewesen.
Fünf Minuten später tauschten die beiden Löwen die Rollen: Bär passte wunderbar auf Lex. Bonmann kam etwas zu zögerlich aus seinem Tor, sodass der Topscorer das 0:2 erzielen konnte.

Damit waren die Gastgeber erst einmal bedient. Sie kamen allerdings vor der Pause noch einmal vor das Tor von Marco Hiller, doch sowohl nach einer Ecke (39.) als auch erneut überragend im 1:1-Duell (43.) rettete der 24-Jährige den Zwei-Tore-Vorsprung. Im Anschluss an die Rettungstat hatte der TSV 1860 Glück, dass es keinen Elfmeter für die Würzburger Kickers gab. Kopacz war im Duell mit Willsch zu Fall gekommen. Schiedsrichter Badstübner hatte gute Sicht und winkte sofort ab.

1860 muss nicht, Würzburger können nicht mehr

Beide Mannschaften betraten das Spielfeld zum zweiten Durchgang unverändert. Das Geschehen auf dem Rasen war allerdings durchaus ein anderes. Während es die Löwen nun mit den zwei Toren im Rücken etwas leichter hatten, waren die Kraftreserven der Gastgeber offensichtlich deutlich dezimiert. Die Partie verflachte zusehends und es gab kaum noch Torraumszenen.

Bezeichnend für das heutige Spiel war dann auch der nächste Treffer für die Löwen. Wieder schickte Lex Marcel Bär in den Strafraum, der seinen Gegenspieler locker stehen ließ und links unten zum 0:3 einschob (71.). Damit war die Entscheidung endgültig gefallen, auch wenn Würzburg weiter mitspielte und noch zum Ehrentreffer kommen wollte. Mit vereinten Kräften konnten Hiller und Belkahia aber auch dies verhindern (89.).

Damit verabschieden sich die Löwen auf Platz 10 in die kurze Winterpause. Nur kurz dürfen sich die Spieler ausruhen, ehe es zunächst ins Trainingslager in die Türkei geht und im Anschluss direkt zwei Englische Wochen in Folge anstehen. Den Auftakt macht das Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden (Samstag, 15.1.22 14:00 Uhr), ehe am Dienstag darauf der Karlsruher SC im Achtelfinale auf den TSV 1860 wartet.

Aufstellung TSV 1860: 1 Hiller – 36 Steinhart, 6 Salger, 27 Belkahia, 25 Willsch (86. 16 Goden) – 14 Dressel – 11 Greilinger, 20 Deichmann, 7 Lex (C) (86. 8 Tallig) – 15 Bär, 21 Linsbichler (69. 5 Moll)

Tore: 0:1 Bär (32.), 0:2 Lex (37.), 0:3 Bär (71.)

Liveticker: Würzburger Kickers – TSV 1860 München (20.Spieltag)

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Sechzger De Liveticker Würzburger Kickers Tsv 1860 München Liga3

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 20.Spieltag der Saison 2021/22 mit dem Duell zwischen den Würzburger Kickers und dem TSV 1860 München!

Geisterspiel Nummer 2 für die Löwen im Jahr 2021. Zum Jahresabschluss reist der TSV 1860 zu den Würzburger Kickers, erneut werden keine Zuschauer zugelassen sein. Es ist der Rückrundenauftakt für die Löwen in der 3.Liga, das Hinspiel konnten sie knapp für sich entscheiden. sechzger.de begleitet die Partie im Liveticker für euch mit Bildern und allen Ereignissen rund um das Spiel im Stadion am Dallenberg.

Aufstellung:
1 Hiller – 36 Steinhart, 6 Salger, 27 Belkahia, 25 Willsch (86. 16 Goden)– 14 Dressel – 11 Greilinger, 20 Deichmann, 7 Lex (C) (86. 8 Tallig) – 15 Bär, 22 Linsbichler (69. 5 Moll)

Bank: 40 Kretzschmar, 8 Tallig, 16 Goden, 23 Staude, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler, 34 Freitag

Tore: 0:1 Bär (32.), 0:2 Lex (37.), 0:3 Bär (71.)

Die Personalsituation

Niklas Lang ist noch nicht wieder ausreichend fit und wird erst im Trainingslager wieder zu der Mannschaft stoßen. Auch Daniel Wein fällt bis zur Winterpause aus. Merveille Biankadi wird auch die Reise nach Unterfranken wegen muskulärer Probleme nicht antreten. Richard Neudecker ist wegen einer Mandelentzüdung fraglich, hinter seinem Einsatz steht ein großes Fragezeichen. Nathan Wicht fehlt ebenfalls krankheitsbedingt.

Zudem wird Sascha Mölders nicht mehr für die Löwen auflaufen, darauf haben sich beide Seiten am gestrigen Sonntag geeinigt.

Diesen Löwen droht eine Sperre

Richard Neudecker und Stephan Salger haben bisher vier gelbe Karten gesehen. Bei der nächsten Verwarnung droht daher ein Spiel Pause. Außerdem muss auch Michael Köllner aufpassen. Er hat bereits drei Gelbe gesehen und müsste bei einer vierten ebenfalls ein Spiel von der Tribüne aus verfolgen.

Wo könnt ihr das Spiel Würzburger Kickers – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Keine Möglichkeit, im Stadion live dabei zu sein und zudem auch kein Free-TV. Das Spiel wird heute abend nicht kostenlos im deutschen Fernsehen zu sehen sein.

Für Abonnenten von MagentaSport besteht allerdings wie gewohnt die Möglichkeit, das Spiel zu verfolgen (Fernsehen und Online-Stream).

Seit dieser Spielzeit können alle Spiele der 3.Liga bei onefootball abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für nur 2,99€ gekauft werden.

TAKTIKTAFEL: Würzburger Kickers – TSV 1860 München (20.Spieltag)

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur letzten TAKTIKTAFEL des Kalenderjahres 2021 vor dem Auswärtsspiel unseres TSV 1860 bei den Würzburger Kickers.

Seit unserem Auftaktsieg gegen die Unterfranken hat sich in Würzburg viel getan. Der  Trainerposten wurde mit Danny Schwarz neu besetzt, der in der letzten Saison die sogenannten Amateure des Rivalen aus der Seitenstraße in die Regionalliga führte. Er hat vor acht Spieltagen in Würzburg das Zepter übernommen. Seither spielen die Würzburger Kickers ein kompaktes 4-2-3-1, haben nur zweimal verloren und insgesamt zehn Punkte eingefahren. Das sind immerhin drei mehr als in den zehn Spielen zuvor. Ein Aufwärtstrend ist zu erkennen.

Die wichtigsten Statistiken des FWK

  • Ballbesitz 46%
  • Passgenauigkeit 80%
  • Defensive Zweikampfquote 58%
  • Flankengenauigkeit 33%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 12,25

Wie spielen die Würzburger Kickers?

Die Würzburger spielen das 4-2-3-1 relativ Konservativ, abwartend, nicht auf eigenen Ballbesitz fokussiert und mit wenig Verschiebungen innerhalb der Mannschaftsteile. Die meisten Freiheiten in Bezug auf Verlassen der eigentlichen Positionen haben die Außenverteidiger und der zweite Sechser. Das Spiel in der Offensive ist momentan stark auf Marvin Pourié zugeschnitten. Er ist der Toptorschütze der Würzburger und hat auch schon zwei Vorlagen auf der Habenseite. Der Plan Pourié in Szene zu setzen und von seinen Toren sowie Ideen zu profitieren würde theoretisch gut funktionieren, wenn die Würzburger es schaffen würden in adäquater Häufigkeit in des Gegners Strafraum einzudringen und dort gefährlich zu werden. Fakt ist jedoch, dass die Kickers das Team sind, die sich die wenigsten Schussgelegenheiten in der ganzen Liga herausspielt.

Dass der Ball auch bei Pourié ankommt ist Aufgabe der Spieler im Mittelfeld. Das Spiel der Würzburger wird von den Gegnern allerdings im Mittelfeld oft so gut gestört, dass Kombinationen im Zentrum nicht stattfinden und immer wieder auf die Flügel (vor allem auf den rechten) ausgewichen werden muss. Aber auch die Flügelzange lahmt. Würzburg ist die Mannschaft, die über die gesamte Breite des Feldes die zweitwenigsten Positionsangriffe zu Ende spielen kann.

Gegen den Ball funktioniert das, was Würzburg auf den Platz bringt, relativ gut. Mit 25 Gegentoren in der Hinrunde steht der FWK bei den Gegentoren auf Rang zehn und damit um zwei Tore besser da als die Löwen.

Wenn Würzburg es schafft seine Kreativspieler im Mittelfeld besser in Szene zu setzen und dort den Knoten zum Platzen bringt, sodass der/die Stürmer öfter bedient werden können, wird Würzburg sich früher oder später tabellarisch klar verbessern.

Stärken und Schwächen des 4-2-3-1

Stärken

  • kompakt im Zentrum und vor der Box gegen den Ball
  • auch gegen Systeme mit mehr als einem Stürmer sicher
  • variabel beim Spielaufbau
  • offensiv schwer ausrechenbar

Schwächen

  • anfällig und laufintensiv gegen variables Flügelspiel mit Seitenwechsel
  • in der Offensive ist viel Mittelfeldunterstützung für den Stürmer nötig, um Gefahr zu kreieren

Die Schlüsselspieler der Würzburger

Hendrik Bonmann (#1) im Tor bedarf vermutlich keiner weiteren Vorstellung. Lange hat er unter Michael Köllners Vorgänger Daniel Bierofka das Tor der Löwen als Nummer eins hüten dürfen. Nun steht er beim Gegner aus Unterfranken zwischen den Pfosten. Seine Vorzüge und Schwächen dürften allen Lesern bekannt sein.

Eigentlich würde hier jetzt Lars Dietz (#4) als Schlüsselspieler in der Innenverteidigung stehen. Der ist jedoch gelbgesperrt. Der Schlüsselspieler in der Innenverteidigung ist deshalb, Tobias Kraulich (#6). Der Zweikampfstarke Innenverteidiger gewinnt 70% seiner Zweikämpfe ist extrem passsicher und auch in Puncto Stellungsspiel einer der besten Innenverteidiger der Liga. Eine leichte Schwäche hat er im defensiven Kopfballspiel. Offensiv hingegen ist das Kopfballspiel seine Paradedisziplin. Zwei seiner drei Saisontore, alle nach Ecken, konnte er mit diesem Körperteil beisteuern.

Der routinierte Regisseur Fanol Përdedaj (#20), kreativer Kopf auf der Doppelsechs, ist eine Passmaschine, die beim Abspiel selten Fehler macht sowie auch das Auge für sich entwickelnde Momente und Situationen hat. Ihn sollte man in der Zentrale nicht zur Entfaltung kommen lassen.

David Kopacz (#29): Der 22-Jährige ist der Topvorlagengeber und Motor im offensiven Mittelfeld. Er ist zusammen mit Perdedaj der kreative Kopf im Team. Dribbelstark und passsicher wie er ist, kann er ein Unterschiedsspieler sein. Sein Defensivverhalten ist hingegen klar verbesserungswürdig.

Marvin Pourié (#9): Wandervogel und “Enfant terrible”. Nachdem weder Kaiserslautern ihn weiterverpflichten noch der KSC ihn behalten wollte, hat sich der ehemalige Sechzger nun den Dallenberg als seine zwischenzeitliche sportliche Heimat auserkoren. Mit erst vier Toren und zwei Vorlagen läuft er, wie auch der Rest der Mannschaft, momentan den Erwartungen durchaus etwas hinterher. Fakt ist: ein Spieler wie Pourié ist immer gefährlich. Wenn man ihn aus den Augen lässt, wird er Möglichkeiten finden für Gefahr zu sorgen.

Fazit

Mit dem neuen Schwung nach dem reinigenden Gewitter und einer geschlossenen Mannschaftsleistung wird der TSV 1860 München bei den Würzburger Kickers drei Punkte holen. Wenn die Sechzger das gleiche Gesicht wie in Dortmund auch in Würzburg zeigen, steht einem Sieg nichts im Wege. Sollte man defensiv wieder unkonzentriert agieren, kann das allerdings auch durchaus nach hinten los gehen.

Dass sich unsere Sechzger vom Tabellenbild einlullen lassen und deshalb die Kickers auf die leichte Schulter nehmen, kann ich mir nicht vorstellen. Wir werden eine Top auf den Gegner eingestellte und hochmotivierte Mannschaft sehen, die sich und uns drei Punkte zu Weihnachten schenken will.

Zum Jahresabschluss werden die Löwen, wenn alles passt, uns Fans einen Sieg unter den Christbaum legen.

So könnten die Würzburger Kickers am Montag beginnen

Datenquelle: wyscout

Den Gegner im Fokus: Würzburger Kickers – TSV 1860

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Technische Daten

Fußballclub
Würzburger Kickers e.V.
Gründung:
17. November 1907
Mitglieder:
1.400
Vereinsfarben: rot-weiß
Weitere Sportarten (aktuell): Boxen, Tischtennis, Fechten
Website der Fußballgesellschaft

Spielort

Stadion am Dallenberg
(Flyeralarm-Arena)
auf Google Maps
Kapazität: 13.090
Eröffnung: 15. August 1967
Kickers Würzburg

Auswärtsbilanz gegen Würzburg

5 Spiele
2 Siege
0 Unentschieden
3 Niederlagen

Gesamtbilanz gegen Würzburg

11 Spiele
6 Siege
1 Unentschieden
4 Niederlagen

Das Hinspiel

Samstag, 24. Juli 2021
TSV 1860 – Würzburger Kickers 1:0
3. Liga
1. Spieltag
Sechzgerstadion
3.736 Zuschauer
1:0 Bär (11.)
Es war nicht für alle die eigentlich erwartete große emotionale Rückkehr in die Heimat nach fast eineinhalb Jahren Abstinenz. Und doch sicher ein denkwürdiger Nachmittag: Erstmals seit dem epischen 4:3 gegen den Chemnitzer FC am 29. Februar 2020 bevölkerten zum Saisonauftakt 2021/22 wieder Fans die Ränge des Sechzgerstadions. Wenn auch nur ein Fünftel der sonstigen Zuschauerzahl. Neuzugang Marcel Bär gelang gleich im ersten Spiel sein erster Treffer für 1860.



Das letzte Mal vor Ort

Der letzte Auftritt der Löwen am Dallenberg war ebenfalls ein Montagspiel der 3. Liga. Am 7. Oktober 2019 unterlag das Team von Daniel Bierofka am 11. Spieltag mit 1:2. Der vorrübergehende Ausgleich durch Sascha Mölders kurz nach der Pause und eine gelbrote Karte für den Würzburger Pfeiffer in der 80. Minute halfen jedoch nichts: Aufgrund einer ganz schwachen 1. Halbzeit musste man sich im damals fünften Spiel an des Gegners Platz zum vierten Mal geschlagen geben. Für Biero war es das vorletzte Auswärtsspiel an der Seitenlinie beim TSV 1860. Anfang November stellte er sein Amt zur Verfügung.
 

Bis hierher…

Saisonverlauf 2021/22: 1860 & Würzburg

Unterschiedliche Perpektiven

Ein Blick auf die Platzierungen bisher verrät: Der Tiefpunkt für die Löwen (Platz 16 nach den Runden 13 und 15) entspricht der besten Platzierung der Kickers in dieser Saison. Nach ihrer Auftaktniederlage in Giesing und nochmal einmal nach den ersten beiden Unentschieden belegten sie den Gerade-noch-Nichtabstiegsplatz in der 3. Liga. Seitdem kennt man in Unterfrankens Hauptstadt nur den tiefen Tabellenkeller.


Der dritte Auswärtssieg?

Heute winkt – nach den Erfolgen beim TSV Havelse und beim BVB – der dritte Auswärtssieg hintereinander. Eine Serie, die man als Löwenfans nicht allzu oft erlebt. Das letzte Mal, dass wir in diesen Genuss kamen, ist aber noch gar nicht so lange her: Im April 2021 gelangen Erfolge in Lotte (gegen den KFC Uerdingen), im Oly (gegen das Projekt aus der Heinrich-Wieland-Straße) und in Mannheim. Der Sieg beim SV Waldhof war dann bekanntermaßen der letzte Auswärtserfolg bis zum Dreier in Hannover vor drei Wochen. Die damalige Auswätsserie begann – wie die aktuell laufende – bei einem Team im fußballerischen Exil.


Pokalduelle

Zweimal trafen die beiden heutigen Kontrahenten bislang in Pokalwettbewerben aufeinander: In der 2. Hauptrunde im DFB-Pokal setzte sich 1860 am 25. Oktober 2016 mit 4:3 im Elfmeterschießen beim Zweitligakonkurrent durch. Fast vier Jahre später ging es im bayerischen Landespokalfinale auf Giesings Höhen ebenfalls in den Shootout. Und auch hier behielten die Löwen mit 4:1 die Oberhand und holten sich den Pokal. In der laufenden Saison ist eine Wiederholung dieser Endspielpaarung im Totopokal ebenfalls nicht gänzlich unwahrscheinlich. Dazu sollte Sechzig sein Halbfinale in Aubstadt (aktuell terminiert auf den 26. März) erfolgreich bestreiten, während die Kickers vorher noch das Viertelfinale in Schweinfurt und dann das Halbfinale in Illertissen gewinnen müssten.


Vorbild Würzburg?

Kommen die Löwen in dieser Saison nochmal ran an die Aufstiegsplätze? Aktuell Platz 10 und die erreichten 26 Punkte sprechen eigentlich nicht dafür. Wären da nicht zwei mögliche Vorbilder. Eines davon: Der heutige Gegner. In der ersten Corona-Saison 2019/20 lagen die Würzburger Kickers nach der Hinrunde mit der identischen Punktausbeute, wie 1860 heute, auf Platz 12. Am Ende stiegen sie als Tabellenzweiter direkt in die 2. Bundesliga auf. Noch extremer machte es die Zweitvertretung aus der Seitenstraße in jener Spielzeit: Nur 22 Punkte und Platz 15 nach 19 Spielen – am Ende stand die Ligameisterschaft, die bekanntlich jedoch nicht zum Aufstieg berechtigte. Obwohl dieser Verein für uns Löwen natürlich niemals ein Vorbild sein darf, wollen wir doch ein vielleicht gutes Omen nicht verschweigen: Den Rückrundenauftakt (ebenfalls als letztes Spiel im Kalenderjahr), gleichzeitig der Start einer fulminanten Aufholjagd, bestritten die Roten damals gegen… – die Würzburger Kickers.


Löwenfiliale in Unterfranken

Gleich sechs Personen, die – in unterschiedlichen Funktionen – in der Vergangenheit beim TSV 1860 aktiv waren, stehen aktuell auf der Lohnliste der Kickers: Torwart Hendrik Bonmann verließ Giesing zum Saisonstart 2020/21, nachdem sich Michael Köllner endgültig auf Marco Hiller als Stammtorwart festgelegt hatte. Wenig später stieg er beim damaligen Zweitligisten zum Stammtorhüter auf.
Mittelfeldspieler Moritz Heinrich verbrachte insgesamt elf Jahre im NLZ des TSV 1860, ehe er sich im Sommer 2017 Preußen Münster und zwei Jahre später der SpVgg Unterhaching anschloss. Nach dem Abstieg der Münchner Vorstädter wechselte er diesen Sommer nach Würzburg.
Über Marvin Pouirie und sein eher unrümliches Ende beim TSV 1860 Ende Januar 2010 konnte man natürlich auch schon hier bei sechzger.de lesen. Und zwar z.B. hier. Der reiselustige inzwischen 30jährige Stürmer wechselte diesen Sommer nach Würzburg.
Der Kosovare Fanol Perdedaj gehörte in der Saison 2016/17 zum Kader des TSV 1860 und kam in der Hinrunde 14 Mal zum Einsatz. Nach dem Abstieg der Löwen war er bis Januar 2018 vereinslos, eher er sich dem 1. FC Saarbrücken anschloss (und in der Relegation 2018 auf seinen alten Verein traf). In diesem Sommer wechselte er ablösefrei nach Würzburg.
Auch das Traingergespann an der Kickers-Seitenlinie blickt auf eine Löwenvergangenheit zurück:
Chefcoach Danny Schwarz schnürte in den Nullerjahren des neuen Jahrtausends in verschiedenen Episoden die Fußballstiefel für die Löwen – zwei Spielzeiten lang sogar in der 1. Bundesliga. Seine Trainerlaufbahn umfasste vor den Würzburger Kickers nur einen Verein, der hier nicht näher genannt werden soll.
Co-Trainer Benny Schwarz verließ erst vor rund zwei Monaten die Grünwalder Straße 114. “Ein wenig geärgert” hat sich Michael Köllner, wie er am Freitag in der LÖWENRUNDE auf Frage von sechzger.de verriet, dass sich der Co-Trainer von Frank Schmöller bei der U21 im Herbst nach Würzburg veränderte.