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Sechzig um Sieben: Jagd auf die Aufstiegplätze offiziell eröffnet

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Guten Morgen, liebe Löwenfans! Gestern ging der zweite Teil des 35. Spieltags der dritten Liga über die Bühne. Nach unserem Sieg am Dienstag gegen Kaiserslautern und den Unentschieden der direkten Konkurrenten, waren die gestrigen Partien nicht mehr ganz so relevant für die Jagd des TSV 1860 München auf die Aufstiegsränge. Ausnahme: Das Spiel der Saarbrücker gegen den 1. FC Magdeburg. Die Gäste aus Sachsen-Anhalt konnten durch Tore von Brünker (59. Minute) und einen Doppelschlag von Conteh (84. und 85. Minute) einen 3:0-Auswärtssieg einfahren.

Die Ergebnisse der weiteren Mittwochsspiele der dritten Liga

KFC Uerdingen 05 – Viktoria Köln 1:1

MSV Duisburg – Bayern II 2:2

FSV Zwickau – SV Meppen 0:0

SpVgg Unterhaching – Waldhof Mannheim 0:2

Damit ist die erste Entscheidung dieser Saison gefallen: Die SpVgg Unterhaching steht definitiv als erster Absteiger in die Regionalliga fest.

Die Löwen können nur nach oben schauen

Durch die Saarbrücker Niederlage ist für 1860 auch eins klar: Platz 4 und damit die Teilnahme am DFB-Pokal sind sicher! 9 Punkte Vorsprung und eine um 21 Tore bessere Tordifferenz kann der FCS nicht mehr aufholen. Die Löwen können stolz sein, diesen Erfolg bereits am viertletzten Spieltag vor Saisonende eingefahren zu haben. Herzliche Gratulation an die Mannschaft und das Betreuerteam!

Aber jetzt ist die Jagd auf die (direkten) Aufstiegsplätze natürlich offiziell eröffnet. Und wir wollen mehr! Die Jagd geht am Samstag in Wiesbaden beim SV Wehen weiter. Michi Köllner wird seine Jägertruppe sicher optimal einstellen. Sein Hauptaugenmerk wird sicher drauf liegen, den aktuell sensationellen Flow der Truppe aufrecht zu erhalten.

Insolvenzverfahren gegen den KFC Uerdingen

Eine nicht ganz unwichtige Entscheidung für den Aufstiegskampf könnte heute am grünen Tisch fallen. Der Insolvenzverwalter des KFC Uerdingen, Claus-Peter Kruth, stellt morgen seinen Sanierungsplan vor. Dieser sieht vor, dass die Gläubiger 17,4% ihrer ausstehenden Forderungen bekommen. Zu den Gläubigern zählt nach einem Bericht des Spiegel auch der Bund, von dem die Uerdinger wahrscheinlich unrechtmäßig 770.000 € Corona-Hilfen trotz bestehender wirtschaftlicher Schieflage bekommen haben. Stimmen die Gläubiger dem Plan nicht zu, müssten der KFC sofort den Spielbetrieb einstellen und absteigen. Der TSV 1860 gehört übrigens auch zu den Gläubigern, da wohl die Ablösesumme in Höhe von 200.000€ (Quelle: transfermarkt.de) für Adriano Grimaldi (teilweise?) nicht gezahlt wurde.

In der Tabelle würden dann alle Spiele der Uerdinger gestrichen. Das hätte zur Folge, dass den drei Teams an der Tabellenspitze (Dresden, Rostock, 1860) jeweils 4 Punkte abgezogen würden. Der FC Ingolstadt wäre der Gelackmeierte, da sie beide Spiele gegen Uerdingen gewinnen konnten und ihnen somit 6 Punkte abgezogen würden. Wir bitten unbedingt, den Konjunktiv zu beachten, denn laut liga3-online ist diese Variante sehr unwahrscheinlich.

Und wir wollen den Aufstieg doch schließlich auch auf dem grünen Rasen schaffen und nicht am grünen Tisch zugesprochen bekommen.

Damit wünschen wir Euch einen schönen Tag! Natürlich halten wir Euch wie immer über alle News rund um den TSV 1860 München und die Dritte Liga auf dem Laufenden. Deckt Euch für das Wochenende schon mal mit Baldrian und Blutdrucksenkern ein…

 

Titelbild: Armin Forster

3.Liga am Mittwoch: Unterhaching steigt in die Regionalliga ab

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Die SpVgg Unterhaching steigt in die Regionalliga ab. Durch die Niederlage gegen Mannheim und die zeitgleichen Punkterfolge der Konkurrenz ist der Abstieg drei Spieltage vor Schluss besiegelt.

Abstiegskampf pur war angesagt bei den Mittwochspartien der 3.Liga am 35.Spieltag. Uerdingen und Meppen holen im Keller nur einen Punkt. Trotzdem steht damit der Abstieg der SpVgg Unterhaching in die Regionalliga fest.

FSV Zwickau – SV Meppen 0:0 (0:0)

Mit einem Monat zum Abhaken reiste der SV Meppen nach Zwickau. Nur ein mickriger Punkt im April, 3:10 Tore: so lautet die Bilanz der Niedersachsen. Mut machte zuletzt ein 3:0-Erfolg gegen Delmenhorst im Pokal und so wollte Meppen auch heute in Zwickau drei wichtige Punkte im Abstiegskampf einsammeln. Die Gastgeber hingegen können die Saison recht entspannt ausklingen lassen. Mit sieben Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone vor Anpfiff sollte man nicht mehr unten reinrutschen.

In einer chancenarmen ersten Hälfte waren die Gastgeber etwas überlegen, aber wenig zwingend. Nennenswerte Chancen gab es bis auf einen Pfostenschuss in Minute 31 durch Zwickau nicht. Auch in der zweiten Halbzeit fielen keine Tore, sodass Meppen weiterhin sieglos in der 3.Liga bleibt.

KFC Uerdingen – Viktoria Köln 1:1 (1:0)

Ganz anders ist die Lage beim KFC in Uerdingen. Die Krefelder lagen auf dem 17.Platz der 3.Liga und waren daher zum Punkten verdammt. Nicht gerade die einfachste Aufgabe, wenn einem dann Viktoria Köln gegenüber steht. Die Höhenberger sind seit mittlerweile neun Spielen ungeschlagen, auch der TSV 1860 München hatte gegen die Mannschaft von Trainer Janßen seine liebe Mühe. Von Platz 14 am 22.Spieltag kletterte man so bis auf den achten Rang der Tabelle.

In Halbzeit 1 war Uerdingen allerdings das bessere Team und belohnte sich nach 35 Minuten mit der Führung. Kiprit traf per Dropkick zum 1:0. Direkt nach Wiederanpfif traf Anapak vom KFC den Pfosten, das Tor aber machten die Gäste. Thiele glich für die Viktoria zum 1:1 aus (56′). Dabei blieb es dann auch bis zum Schlusspfiff.

Unterhaching nächste Saison in der Regionalliga

SpVgg Unterhaching – Waldhof Mannheim 0:2 (0:1)

Trotz Banner steigt Unterhaching in die Regionalliga ab
Auch das Banner auf der Haupttribüne half nichts: Unterhaching steigt aus der 3.Liga ab

Siegen – egal wie. Das war das Motto für die Speilvereinigung am heutigen Mittwoch. Mit 28 Punkten hatte man bereits neun Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Bei einer Niederlage war Unterhaching auf die Schützenhilfe von den anderen Plätzen angewiesen, um nicht bereits am 35.Spieltag endgültig in die Regionalliga abzusteigen. Gegner Mannheim war aber keineswegs angereist, um bereitwillig drei Punkte herzuschenken.

Genauso traten die Gäste auch von Anfang an auf und waren die bessere Mannschaft. Nach mehreren Chancen (u.a. ein Lattentreffer) war es Garcia, der mit einem abgefälschten Schuss die Führung zum 0:1 erzielte (24′). Auch in der Folge blieb Mannheim klar spielbestimmend. Torschütze Garcia hatte kurz vor dem Pausenpfiff das 0:2 auf dem Fuß, doch Coppens verhinderte einen höheren Rückstand. Zu diesem Zeitpunkt war Unterhaching in die Regionalliga abgestiegen.

Auch nach der Pause hatte Mannheim die deutlich besseren Chancen. Scheiterte man zunächst am Torwart oder dem Querbalken, war es erneut Garcia, der mit dem 0:2 die Abstiegssorgen der SpVgg vergrößerte (60′). Die restliche Spielzeit plätscherte die Partie dem Ende entgegen. Unterhaching fand zu keiner Zeit in die Partie und steigt damit nach 2015 erneut in die Regionalliga ab.

MSV Duisburg – Bayern II 2:2 (1:1)

Mit der knappen 0:1-Niederlage im Nachholspiel gegen Dynamo Dresden erhielt die Punktejagd des MSV Duisburg einen kleinen Dämpfer. Heute galt es gegen Bayern II, den Trend der letzten Wochen fortzusetzen und sich entscheidend von der unteren Tabellenregion zu distanzieren.

Das erste Tor erzielten allerdings die Gäste. Der 18-Jährige Sieb traf nach 13 Minuten aus dem Nichts zum 0:1. Die Duisburger antworteten alllerdings umgehend und erzielten durch Bouhaddouz das 1:1 (15′). Kurz vor der Pause hatte Ex-Löwe Stoppelkamp die Chance zur Führung, der Pfosten und Gästetorwart Hoffmann verhinderten dies aber. Nach 61 Minuten war dieser allerdings machtlos, als ihm sein Mitspieler Che den Ball durch die Beine spielte und per Eigentor zum 2:1 für Duisburg traf. Kollege Arp macht den Fehler aber wieder gut und stellte per Elfmeter auf 2:2-Endstand (73′).

Platz 4 für den TSV 1860 München so gut wie sicher

1.FC Saarbrücken – 1.FC Magdeburg 0:3 (0:0)

Die wichtigste Partie für die Löwen fand heute im Ludwigsparkstadion in Saarbrücken statt. Dort gastierte der formstarke 1.FC Magdeburg und wollte auch gegen Saarbrücken Punkte einsammeln. Die Gastgeber konnten mit einem Sieg bis auf sechs Punkte an die Löwen und die viertplatzierten Ingolstädter heranrücken. Die Gäste hatten mit der starken Serie zuletzt einen ordentlichen Puffer auf die Abstiegszone aufbauen können.

In Hälfte eins der Partie sahen die Zuschauer ein chancenarmes Spiel, bei dem Magdeburg leichte Feldvorteilen besaß. Die Abwehr von Saarbrücken stand allerdings sicher und ließ keine Chancen zu. Die Gäste kamen mit Volldampf aus der Kabine und konnten nach 59 Minuten in Person von Brünker das 0:1 erzielen. Kurz vor Schluss machte Magdeburg mit einem Doppelpack durch Conteh zum 0:2 (84′) und 0:3 (85′) alles klar.

Damit liegt Saarbrücken drei Spieltage vor Schluss neun Punkte hinter dem TSV 1860 München. Durch das deutlich bessere Torverhältnis ist den Löwen Platz 4 quasi nicht mehr zu nehmen.

Sechzig@18:60 – Nach dem Sieg des TSV 1860 gegen Kaiserslautern

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TSV 1860 München News am Abend

Seid Ihr auch immer noch so aufgedreht wegen gestern Abend? Was war das denn bitte für ein Fußballfest gegen den 1. FC Kaiserslautern? Aber nicht nur das Geschehen auf dem Rasen war der Wahnsinn, sondern auch das ganze Drumherum, mit dem Spalier vom Trainingsgelände bis zum Sechzgerstadion. Wie sehr auch unsere Spieler das genossen und gefeiert haben, sieht man an diversen Postings auf ihren Instagram-Kanälen. Der TSV 1860 ist auf einem guten Weg…

Giesinger Gedanken nach 1860 – Kaiserslautern

Auch Thomas Enn war ganz hin und weg vom gestrigen Tag und spricht uns in seinen Giesinger Gedanken aus der Seele. Was für ein Team, was für ein Trainer, was für eine großartige Saison. Selten war es schöner als jetzt, Löwe zu sein, oder? Und wenn wir ehrlich sind, war das schon vor dem Sieg des TSV 1860 gegen Kaiserslautern so…

Vor über 50 Jahren an einem Tag im Mai

Einen Grund zu feiern hatte der TSV 1860 auch heute vor 56 Jahren. Bei strömendem Regen schlugen die Löwen den AC Turin im Züricher Letzigrund mit 2:0 und zogen ins Europokalfinale ein. Über 10.000 Fans hatten die Mannschaft zum Entscheidungsspiel in die Schweiz begleitet.

Abstimmung über Stadionverordnung vertagt

Über die geplante Stadionverordnung wurde in den vergangenen Tagen kontrovers diskutiert. Nachdem die Tendenz zuletzt in Richtung Ablehnung der Neufassung ging, wurde nun beschlossen, erst Ende Juli darüber abzustimmen.

Neuer Partner für das NLZ

Nach dem ASV Dachau kooperiert das Nachwuchsleistungszentrum des TSV 1860 nun auch mit dem TSV Gilching Argelsried. Ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung effektiver und gewinnbringender Talentförderung.

Drei Löwen in der “Elf des Monats” April

Wir hatten Euch zur Wahl aufgefordert und Ihr habt offenbar zahlreich mitgemacht. Mit den gestrigen Torschützen gegen Kaiserslautern, Phillipp Steinhart und Richard Neudecker, sowie Sascha Mölders wurden gleich drei Spieler des TSV 1860 in die “Elf des Monats” April bei liga3-online gewählt.

Dynamo vorerst ohne Kapitän Sebastian Mai

Tabellenführer Dynamo Dresden muss vorerst ohne Kapitän Sebastian Mai auskommen. Der Innenverteidiger zog sich eine Innenbandverletzung im Knie zu und wird den Sachsen “bis auf Weiteres” fehlen. Bei dem knackigen Restprogramm der SGD (Viktoria Köln/H, Türkgücü/H, Wehen Wiesbaden/A) durchaus ein schmerzhafter Verlust.

Unberechtigte Corona-Hilfen für KFC Uerdingen?

Hat der KFC Uerdingen zu Unrecht Corona-Hilfen seitens des Staats erhalten? Laut Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” wurden die staatlichen Hilfen beantragt, obwohl den Verantwortlichen die Zahlungsunfähigkeit der KFC Uerdingen 05 Fußball GmbH schon weit vor dem März des vorigen Jahres bekannt gewesen sein soll.

Radlrudel bei Bioracer “Team des Monats”

Bioracer, der Anbieter für maßgefertigter Speedwear fürs Radfahren, Mountainbiken, Laufen und Triathlon, hat das Radrudel der Löwen zum „Team des Monats“ gekürt. Nähere Informationen findet Ihr auf der Homepage des Vereins.

Skilöwen schon voll im Training

Von nichts kommt nichts. Nach diesem Motto verfährt die Skiabteilung des TSV 1860 München e.V. und gibt schon jetzt ordentlich Gas für den nächsten Winter!

Drei Spieler des TSV 1860 in der Elf des Monats April

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Mannschaftskreis vor Waldhof Mannheim - TSV 1860 München

Die gesamte Mannschaft lieferte nicht nur gestern gegen Kaiserslautern, sondern auch im ganzen April starke Leistungen ab. Völlig zurecht stehen daher drei Löwen in der Elf des Monats April von liga3-online.

Platz 1 in der April Tabelle

Mit dem gestrigen Sieg gegen den 1.FC Kaiserslautern konnte der TSV 1860 München seine Serie von ungeschlagenen Spielen am Stück auf neun ausbauen. Im April führte das dazu, dass die Löwen in der inoffiziellen Monatstabelle vor Magdeburg und Kaiserslautern auf dem 1.Rang lagen. Vier Siege und ein Unentschieden sorgten dafür, dass im weiß-blauen München doch noch vom Aufstieg geträumt werden darf.

Wahl zur Elf des Monats April

liga3-online ruft jeden Monat seine Leser auf, für die Elf des Monats abzustimmen. Im April standen gleich fünf Spieler und Trainer Michael Köllner zur Wahl. Nun wurde das Ergebnis bekannt gegeben. Drei Löwen stehen in der Elf des Monats April, einer hat es auf die Ersatzbank geschafft.

Auszeichnung für Neudecker, Steinhart und Mölders

Linksverteidiger Phillipp Steinhart lief in vier April-Spielen für den TSV 1860 auf. Besonders auffällig war er gegen den SC Verl, als er beim 3:2-Sieg zwei Vorlagen beisteuern konnte. Am 32.Spieltag war Steinhart gegen Türkgücü gelbgesperrt. Sein Pendant auf der Gegenseite, Marius Willsch, kam dagegen in allen fünf Spielen zum Einsatz und hat es auf die Ersatzbank der Elf des Monats April geschafft.

Richard Neudecker ist mittlerweile aus der Startaufstellung nicht mehr wegzudenken. Der 24-Jährige ist zum Denker und Lenker der Löwen avanciert. Im April schaffte er es, in jedem Spiel ein Scorerpunkt zu erzielen. Gegen Verl, Türkgücü und Mannheim traf er selber; gegen Uerdingen und Köln legte er für einen seiner Kollegen auf. Auch gestern traf Neudecker wieder ins Tor. Ein wunderbarer Lupfer brachte das erlösende 1:0 für den TSV 1860 München.

Nutznießer einer der Vorlagen war Toptorjäger Sascha Mölders. Gegen Köln erzielte er den einzigen Treffer der Löwen. Gegen Uerdingen und Verl war der 36-Jährige dagegen doppelt erfolgreich. Aber nicht nur Tore schießen, sondern auch Vorlagen kann er. Im Doppelpack macht es offensichtlich Spaß, denn sowohl gegen Türkgücü als auch gegen Mannheim legte Mölders jeweils zwei Mal auf.
Damit führt der Löwen-Stürmer nicht nur die Torschützenliste (21 Treffer), sondern auch die Scorerliste (30 Punkte) deutlich an.

Weitere Spieler in der Elf des Monats April

Neben den Löwen ist Hansa Rostock mit gleich vier Akteuren (Trainer Härtel sowie Kolke, Riedel und Rhein) vertreten. Komplettiert wird die Elf durch Müller, Atik (beide 1.FC Magdeburg), Hercher, Hanslik (beide Kaiserslautern) und Shipnoski (1.FC Saarbrücken).

Giesinger Gedanken nach dem Sieg gegen Kaiserslautern

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Oh, Mann!!! Ganz ehrlich, liebe Löwenfans, wer hat heute Nacht nicht den Tabellenrechner zwischen 18 und 60 Mal durchrattern lassen? Wer kennt das Restprogramm der Top 4 der Tabelle noch nicht auswendig? Wer kann den Tabellenstand nicht innerhalb einer Zehntelsekunde runterrattern? Hat überhaupt jemand geschlafen? Wird überhaupt ein Löwe ein Auge zudrücken können bis zum Saisonfinale am 22. Mai in Ingolstadt? Spannung pur von Giesing bis zur Ostsee!

Spannung pur in Liga drei

Das, wovon andere Ligen träumen, haben wir in der dritten Liga. Spannung ohne Ende! Vier Mannschaften streiten sich um zwei direkte Aufstiegsplätze, einen Relegationsplatz und der „Letzte“ dieser Vierergruppe bekommt als Trostpreis die Teilnahme im DFB-Pokal. Gut rein rechnerisch könnte das auch Saarbrücken werden, aber sehr wahrscheinlich ist das nicht. Hätte man mir vor der Saison gesagt, dass der TSV 1860 München bis zur letzten Spieltag um den Aufstieg kämpft und am Ende im schlechtesten Fall Vierter wird, hätte ich das sofort genommen.

Jetzt geht es um Alles

Aber jetzt will ich mehr! Erneut am letzten Spieltag den Aufstieg verpassen? Nach dieser Saison? Nein, Freunde, darauf habe ich keinen Bock! Nicht nach dieser Saison! Wir haben kein Spiel chancenlos verloren, wir haben kaum unverdiente Punkte gewonnen. Ganz im Gegenteil, wir haben so manchen verdienten Punkt liegen gelassen und stehen trotzdem ganz dicht an der Schwelle zur zweiten Liga.

Versteht mich nicht falsch. Platz 4 ist mehr als die meisten – auch ich – vor der Saison erwartet haben. Und ich wäre mehr als zufrieden damit. Aber mit den Leistungen, die die Mannschaft jetzt seit Wochen zeigt, wäre der Aufstieg einfach die Belohnung, die sich die unglaublich coole, sympathische Truppe verdient hat. Ich habe schon häufiger geschrieben, wie sehr ich dieses Kollektiv von Mannschaft und Betreuerteam schätze. Aber ganz ehrlich, könnt Ihr Euch an eine sympathischere Löwentruppe erinnern? Und einen besseren Löwendompteur als Michi Köllner?

Die DNA der Löwen wird gelebt

Ich nicht. Was dieser Mann aus der Truppe holt, wie die sich fußballerisch weiter entwickelt haben, wie er die jungen Talente an die Mannschaft herangeführt hat. Wahnsinn! Mir gefällt diese Bescheidenheit, diese Zielstrebigkeit, dieses leise Arbeiten. Da wird nichts an die große Glocke gehängt. Da wird von Woche zu Woche gearbeitet. Da werden auch „Rückschläge“ (wenn man denn z.B. ein Unentschieden in Lübeck überhaupt als solchen bezeichnen will) weggesteckt und man steht wieder auf und kämpft weiter.

Das sind die Eigenschaften, die uns Löwen ausmachen. Nicht entmutigen lassen, weiter kämpfen, immer wieder aufstehen. Lasst ruhig alle unseren Kader schlecht reden, wir zeigen Euch schon, was wir können. Jungs, es ist so geil, Euch zuzuschauen und Euch wenigstens ein bisserl anfeuern zu dürfen!

Und die Löwen-DNA wird weiter gegeben

Ich war gestern mit einem Freund und unseren beiden Söhnen an der Grünwalder Straße und habe dem Bus zugejubelt.

 

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Wir waren ganz nah am Trainingsgelände und haben dem Bus ca. 5 Sekunden zugejubelt. 99,99% der Menschheit bezeichnen uns deswegen als bescheuert. Wahrscheinlich sogar zu Recht. Aber wisst Ihr was: zu viert im Auto auf dem Rückweg zu sitzen und die Kleinen fragen zu hören, „haben uns die Spieler jetzt gesehen?“, „Spielen die jetzt deswegen besser?“, „Papa, darf ich das Spiel bis zu Ende anschauen? Bitte, bitte, bitte?“. Das hat den Vätern in dieser sehr schwierigen Zeit so viel Auftrieb gegeben. Es ist so unsagbar toll, den Löwenwahnsinn genau in dieser Form an die kleinen Buben weitergeben zu dürfen.

Die beiden Kleinen haben auch den Aufstieg 2018 erlebt und das war schon alles kompletter Wahnsinn. Unvergessen, das Spiel in Völklingen. Das 3:2 von Sascha Mölders, als ich dachte, der Mann rennt den Zaun nieder und umarmt den gesamten Auswärtsblock. Den 2:0 Rückstand im Heimspiel. Den Elfmeter, das 2:2 durch Seferings. Das war Wahnsinn! Und es war auch Spannung pur bis zum Abpfiff.

Spannung bis zum Schluss

Und diese Saison? Noch drei Spieltage. Spannung pur! Jeder Punkt zählt. Die Löwen sind für den Endspurt in top Form. Haben Lautern, die immerhin sechs Spiele in Folge ungeschlagen waren, mit 3:0 vom Platz gefegt. Wir müssen uns vor niemandem fürchten. Wir gehen mit Rückenwind in die Endphase der Saison.

Von den Löwen für’s Leben lernen

Und wenn es am Ende doch nur zu Rang 4 langt? Dann haben die Kinder gelernt, dass es oft trotz akribischer Arbeit und obwohl man sein allerallerbestes gibt, im Leben manchmal nicht ganz reicht. Und das ist auch wichtig! Und nächste Saison lernen sie dann, dass man wieder Aufstehen muss, um dann vorne anzufangen. Und es dann schafft! Löwen, ich bin so froh, dass ich das alles mit Euch durchmachen darf! Und dass mein Sohn so wichtige Sachen für das Leben mit Euch lernen darf!

Aber: Wir bringen das jetzt zu Ende!

Spielbericht TSV 1860 München – 1.FC Kaiserslautern (35.Spieltag)

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Der TSV 1860 München gewinnt hochverdient gegen den 1.FC Kaiserslautern und erobert den 3.Platz in der 3.Liga!

Beim Aufeinandertreffen zwischen den Löwen und den Teufeln prallten zwei Serien aufeinander, die beide Mannschaften natürlich fortführen wollten. Sechzig war seit acht Spielen ungeschlagen, der 1.FCK seit sechs.

Michael Köllner brachte Greilinger von Anfang an, dafür nahm Wein neben Geburtstagskind Knöferl auf der Bank Platz. Bei den Gästen fiel Stammtorwart Spahic mit Grippesymptomen aus. Außerdem begann Bakhat für Redondo im Vergleich zum 3:2 Sieg gegen die Spielvereinigung Unterhaching.

TSV 1860 München gegen den 1.FC Kaiserslautern vor der Partie am 35.Spieltag in der 3.Liga
Der Mannschaftskreis der Löwen aus der Vogelperspektive

Mit Volldampf geht es im Grünwalder Stadion los

Vielleicht lag es an der ungewohnten Startrichtung auf die Westkurve zu, dass die Löwen ein paar Minuten brauchten. Dann aber übernahm der TSV 1860 München gegen den 1.FC Kaiserslautern wie auch in den letzten Wochen die Kontrolle. Angriff um Angriff rollte auf das Tor der Gäste zu. Tallig war zunächst aber etwas zu zögerlich, Mölders hingegen zu ungenau (4′).
Kurze Zeit später hätte es dann Elfmeter geben müssen. Eine Hereingabe von Biankadi erreichte am Fünfmeterraum Salger, der beim Versuch der Ballannahme klar von Hlousek am Trikot gezogen wurde (8′). Schiedsrichter Günsch winkte aber ab und pfiff nicht.

ELfmeterszene beim Spiel TSV 1860 München 1.FC Kaiserslautern 04.05.2021

1860 hinten im Glück und dann in Führung gegen Kaiserslautern

Die Löwen ließen sich davon aber nicht aus der Fassung bringen und zogen ihr Spiel weiterhin durch. Lautern war zumeist in der Defensive gefordert und hatte alle Hände voll zu tun.
Fast geriet der TSV 1860 gegen Kaiserslautern allerdings in Rückstand. Hiller versuchte eine Situation spielerisch zu lösen. Der Pass geriet jedoch zu kurz und wurde von Pourie abgefangen. Die Hereingabe konnte gerade noch von Belkahia geklärt werden, der Ball sauste links am Pfosten vorbei. Dahinter wäre der völlig freie Zimmer einschussbereit gewesen.

Dann belohnten sich die Hausherren aber doch für ihren Einsatz – und wie. Nach einer Ecke der Gäste ging es ganz schnell. Biankadi trieb das Spielgerät in die Spielhälfte von den Roten Teufeln. Im richtigen Moment legte er quer auf Neudecker, der frei auf das von Raab behütete Tor zulief und mit einem schönen Lupfer das 1:0 markierte (31′). Ein mustergültiger Konter des TSV 1860 München!

Tor Richard Neudecker TSV 1860 München 04.05.2021 Jubel

Auch nach dem Führungstreffer blieben die Löwen dominant und ließen Chancen der Gäste nicht zu. Folgerichtig ging es daher mit dem 1:0 in die Kabinen, mit dem der 1.FC Kaiserslautern noch gut bedient war.

Unveränderter Beginn nach Wiederanpfiff

Zur Pause reagierte Michael Köllner wie eigentlich immer nicht. Gästetrainer Antwerpen tauschte dagegen zwei Mal. Pourie und Sickinger konnten früher duschen, dafür kamen Huth und Ouahim auf den Platz. Das änderte allerdings nichts am Spielgeschehen. Sechzig weiter absolut spielbestimmend, den Gästen blieb nichts anderes über, als zu verteidigen.

Zwei Ellbogensituationen von Hlousek gegen Greilinger (47′) und Senger gegen Neudecker (49′) blieben zu Beginn der Halbzeit ungeahndet. Die Löwen bestraften das auf ihre Art und Weise. Ein Traumball von Biankadi erreichte Mölders, der das Spielgerät mitnahm und dann klar von Raab im Strafraum abgeräumt wurde. Den fälligen Strafstoß versenkte Steinhart platziert im linken Eck zum 2:0 (52′).

TSV 1860 2:0 Kaiserslautern 04.05.2021

Kaiserslautern war danach bemüht, gegen den TSV 1860 München den Anschlusstreffer zu erzielen. Die Löwen-Defensive ließ aber einfach nichts zu. Vorne machten die Gastgeber weiter Druck und kamen durch Mölders (62′) und Biankadi (63′) zu Möglichkeiten, die jedoch das Tor verfehlten.

Steinhart mit seinem zweiten Tor zum 3:0 für 1860 gegen Kaiserslautern

Besser machte es Linksverteidiger Steinhart. Halblinks im Strafraum erreichte ihn der Ball, von den Gästen wollte keiner so recht angreifen. Der Schuss des 28-Jährigen wurde von einem Lauterer noch unglücklich abgefälscht und schlug somit unhaltbar für Raab im Tor ein (69′).

Tor zum 3:0 vom TSV 1860 gegen den 1.FC Kaiserslautern

Damit war die Partie entschieden und die Löwen schalteten einen Gang zurück. Der 1.FC Kaiserslautern hatte sich offenbar mit seinem Schicksal abgefunden, denn auch jetzt blieb es ruhig für Marco Hiller im Tor des TSV 1860 München. Sechzig hingegen kam noch einmal zu Chancen. In der 82.Minute konnte sich Raab endlich auch auszeichnen, in dem er ein Eigentor durch Senger verhinderte. Kurze Zeit später scheiterte Biankadi erneut am Schlussmann von Kaiserslautern (86′).

Damit gewinnt der TSV 1860 München auch in der Höhe völlig verdient mit 3:0 gegen den 1.FC Kaiserslautern!

Die weiteren Ergebnisse am 35.Spieltag

Hansa Rostock – FC Ingolstadt 04 1:1 (0:0)
Hallescher FC – Türkgücü 4:1 (1:1)
SC Verl – Dynamo Dresden 0:0 (0:0)
VfB Lübeck – SV Wehen Wiesbaden 0:3 (0:2)

Parallel war die Konkurrenz im Aufstiegskampf allesamt im Einsatz. Rostock und Ingolstadt nahmen sich mit einem Unentschieden gegenseitig (wie geplant) die Punkte weg. Auch Dynamo Dresden konnte beim SC Verl nur einen Punkt ergattern. Damit liegt der TSV 1860 München nun auf dem 3.Platz der 3.Liga und hat nur noch zwei Punkte Rückstand auf Dresden und Rostock.

So geht es weiter für die Löwen

So lange warten wie beim letzten Mal müssen die Löwenfans dieses Mal nicht. Bereits am kommenden Samstag, 08.05.2021 gastiert der TSV 1860 München beim SV Wehen Wiesbaden. Anpfiff in der Brita-Arena ist um 14:00.

Liveticker: TSV 1860 München – 1.FC Kaiserslautern (35.Spieltag)

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Liveticker TSV 1860 München von sechzger.de

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 35.Spieltag zwischen dem TSV 1860 München und dem 1.FC Kaiserslautern!

In einer erneuten Englischen Woche trifft der TSV 1860 München auf den 1.FC Kaiserslautern. sechzger.de begleitet die Partie im Liveticker für euch mit Bildern und allen Ereignissen rund um das Spiel.

sechzger.de Liveticker Spielstand

 

Aufstellung: 1 Hiller – 36 Steinhart, 6 Salger, 27 Belkahia (83. 13 Erdmann), 25 Willsch (83. 3 Lang) – 14 Dressel – 19 Biankadi, 31 Neudecker (83. 18 Knöferl), 11 Greilinger (64. 7 Lex), 8 Tallig (77. 17 Wein) – 9 Mölders

Bank: 40 Kretzschmar, 32 Gresler

Tore: 1:0 Neudecker (31.), 2:0 Steinhart (52.), 3:0 Steinhart (69.)

Die Personalsituation

Nicht einsatzbereit sind Tim Linsbichler, Keanu Staude und Quirin Moll aufgrund von Verletzungen. Staude und Moll befinden sich immerhin bereits wieder im Aufbautraining. Ansonsten kann Michael Köllner aus dem Vollen schöpfen.

Diesen Löwen droht eine Sperre

Mit vier gelben Karten vorbelastet ist aktuell Erik Tallig. Bei einer möglichen Gelben am heutigen Tage müsste er beim nächsten Auswärtsspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden pausieren.
Bereits acht Gelbe hat Torjäger Sascha Mölders in dieser Saison gesehen. Bei einer möglichen weiteren Verwarnung müsste er sich im Saisonendspurt zusammen reißen, um nicht noch einmal aussetzen zu müssen.

sechzger.de Talk Folge 8

Gestern erschien Folge 8 des sechzger.de Talks. Im Podcast geht es vor allem um das heutige Spiel und die Fanfreundschaft zwischen Anhängern des TSV 1860 und Kaiserslautern, aber auch weitere Themen haben es in den Podcast geschafft.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – 1.FC Kaiserslautern außer im Liveticker noch verfolgen?

Heute müssen die Löwenfans auf Free-TV verzichten. Das Spiel wird auf diesem Wege nicht zu verfolgen sein.

MagentaSport überträgt das Spiel für Abonennten im Fernsehen, auch im Online-Stream könnt ihr die Begegnung verfolgen.

Außerdem ist das Löwen-Radio wie bei jedem Heimspiel vor Ort. Die Moderatoren Gilbert Kalb und Jan Mauersberger führen euch durch hoffentlich erfolgreiche 90 Minuten.

TSV 1860: TSV Gilching Argelsried neuer Kooperationspartner des NLZ

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Nachdem das Nachwuchsleistungszentrum des TSV 1860 München bereits im Februar den ASV Dachau als Kooperationspartner vorgestellt hat, geht man nun auch mit dem TSV Gilching Argelsried eine Partnerschaft im Jugendbereich ein.

Gilching: Partner für 1860 im Landkreis Starnberg

Gilching ist die nördlichste und drittgrößte Gemeinde des Landkreises Starnberg und liegt ca. 20 km von München entfernt. Der TSV Gilching Argelsried ist der größte Verein der Gemeinde und umfasst aktuell 17 Abteilungen. Neben Fußball werden u.a. auch Badminton, Judo, Schach und Rhönradfahren angeboten. Da ist also für jeden was dabei!

Kooperation TSV 1860 – TSV Gilching Argelsried

Hier die offizielle Pressemitteilung der Löwen im Wortlaut:

„Der TSV-Gilching-Argelsried war einer der Vereine, welche wir aktiv als Partnervereine gewinnen wollten. Insofern freuen wir uns, dass unsere Vorschläge zur Zusammenarbeit von den Kollegen in Gilching von Beginn an interessiert aufgenommen wurden. Die Chemie in allen Gesprächen hat gestimmt, daher sind wir uns sicher, dass wir eine langfristige und starke Partnerschaft mit Vorteilen für beide Seiten gestalten können“, so Manfred Paula, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums des TSV 1860 München.

„Aufgrund der sportlichen Perspektive, aber auch der infrastrukturellen Gegebenheiten sind wir uns sicher, dass der TSV Gilching-Argelsried für uns ein ausgezeichneter Partner in der Nachwuchsausbildung sein wird. Wir werden als Nachwuchsleistungszentrum einen engen Austausch zum TSV Gilching pflegen und einige interessante Projekte umsetzen“, freut sich Ludwig Dietrich, der als Ansprechpartner von Seiten der Junglöwen für die Partnervereine agiert.

Marco Haber, Leiter der Talentsichtung und Kaderplanung der Junglöwen, weist auf die Ziele der Partnerschaft hin: „Nachdem wir mit dem ASV Dachau bereits einen starken Partner im Norden gefunden haben, sind wir sehr glücklich, mit dem TSV Gilching-Argelsried nun einen regionalen Partnerverein im westlichen Raum zu haben. Unser Ziel ist es, durch eine effiziente Kooperation Erfahrungswerte weiterzugeben, um auch zu einer Verbesserung der Talentförderung in der Region beizutragen.“

Auch der TSV Gilching-Argelsried ist von der neuen Partnerschaft begeistert: „Wir sind überzeugt, dass die Zusammenarbeit mit dem TSV 1860 München als professionellem Partner nachhaltige Vorteile für unsere Jugendarbeit und einen Mehrwert für beide Vereine bringen wird. Auch wenn eine derzeitige coronabedingte Zwangspause einen Trainings- und Spielbetrieb nicht zulässt, bleiben wir zuversichtlich die Partnerschaft in naher Zukunft auch auf dem Platz leben zu können.“, so Florian Gareis vom TSV Gilching-Argelsried.

Manfred Paula, Leiter des NLZ beim TSV 1860 München (Foto: Anne Wild)

Bilder: TSV 1860 München e.V. bzw. Anne Wild

Happy Birthday, Lorenz Knöferl! Sechzger.de gratuliert!

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Lorenz Knöferl wird heute volljährig!

Schon mit elf Jahren aus dem Glonntal ins Löwen-NLZ

Unser heutiges Geburtstagskind begann das Fußballspielen beim TSV Hilgertshausen im Landkreis Dachau. Nachdem dort schon früh sein fußballerisches Talent erkannt wurde, schloss er sich der – inzwischen aufgelösten – JFG TaF Glonntal an und wechselte mit 11 Jahren in das NLZ des TSV 1860 München. Er durchlief alle Jugendmannschaften bei den Löwen. In der Saison 2019/20 gehörte er zu jenem Kader der U17, der die Bayernliga dominierte und bis zum Saisonabbruch im Frühjahr wegen der Corona-Pandemie alle 16 Spiele gewinnen konnte.

Von Michael Köllner zu den Profis geholt

Im vergangenen Sommer holte Trainer Michael Köllner Lorenz Knöferl zunächst in seinen Drittligakader. Da er nach seinem Realschulabschluss im Jahr zuvor eine Ausbildung zum Bürokaufmann in der 1860-Geschäftsstelle begonnen hatte, beschloss die sportliche Leitung aber zunächst, dass er sich auf diese Aufgabe konzentrieren und in der U19 zum Einsatz kommen solle. In vier von acht Spielen der Bayernliga kam er zum Einsatz, dann wurde die Saison 20/21 unterbrochen. Die Nummer 18 rückte in den Trainingskader bei den Profis auf. Beim 5:0 gegen Waldhof Mannheim stand der damals 17jährige erstmals im Kader und wurde in der 71. Minute für Stefan Lex eingewechselt. Auch in der folgenden Partie auf dem Kaiserslauterer Betzenberg wurde er kurz vor Schluss vom Löwendompteur aufs Feld geschickt.

Heute Abend vielleicht ein Einsatz zum Geburtstag?

Das erste ganz große Highlight seiner noch jungen Profikarriere durfte Lorenz Knöferl bereits im nächsten Spiel erleben: Mit 1:2 lag Sechzig im Jahresfinale gegen Wehen Wiesbaden zurück, als er in der 82. Minute für Dennis Dressel ins Spiel kam. Und nur eine Minute später erzielte der frische Mann den viel umjubelten Ausgleich zum Endstand. “Youngster Knöferl rettet 1860 München einen Punkt im Topspiel” titelte der kicker. Ein Platz in den Geschichtsbüchern ist dem Alberzeller mit diesem Treffer sicher: Er ist der jüngste Profifußballtorschütze in der Geschichte des TSV 1860 München und der viertjüngste Torschütze in der Drittligahistorie.

Ob der heutige Jubilar nach vier weiteren Kurzeinsätzen in der Rückrunde auch an seinem  Ehrentag ein wenig Spielzeit erhält und zu dem erwünschten Erfolg über den FCK beitragen kann, entscheidet natürlich letztlich Coach Michael Köllner. Wir würden es ihm von Herzen gönnen!

Ois Guade, Lenzi!

 

Sechzig um Sieben: TSV 1860 – 1. FC Kaiserslautern

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Unser Vorbericht zum Spiel der Löwen gegen den 1. FC Kaiserslautern

Unerträgliche zehn Tage lang mussten wir in der spannendsten Phase der Saison auf unsere Löwen verzichten. Unser Redaktionsmitglied Thomas Enn inspirierte diese Pause zu einer  literarischen Sonderausgabe der Giesinger Gedanken. Gerne in der heutigen Spielvorbereitung hier nachlesen! Heute Abend geht es endlich weiter im Saisonfinale der 3. Liga. Und wie die Spielzeit für 1860 endet, ist weiterhin völlig offen. Michael Köllners Mannschaft hat das Erreichen des Relegationsplatzes selbst in der Hand. Für mehr muss die Konkurrenz mitspielen.

Das letzte Heimspiel gegen Kaiserslautern – verdammt lang her

Eine Serie geht auf jeden Fall weiter. Wir erleben das dritte Spiel der Löwen hintereinander, das in dieser Konstellation zuletzt in der zweiten Jahreshälfte 2019 – also noch vor vielen tausend Zuschauern und ohne Michael Köllner an der Seitenlinie – stattfand. Und diese spezielle Serie von Geisterspielpremieren wird auch nächstes Wochenende fortgesetzt.

Der letzte Besuch des FCK bei den Löwen auf Giesings Höhen datiert vom 28. September 2019. Am mittleren Oktoberfest-Samstag siegte Daniel Bierofkas Team in dunkelblauen Wiesntrikots mit 3:1. Die Gäste halfen zu diesem Erfolg tatkräftig mit und schenkten ihrem Torwart Lennart Grill gleich zwei Eigentore ein. Nicht weniger als sieben Akteure in rot erhielten für dieses Spiel vom kicker die Note 5 oder 6. Nach dem Spiel kam es – zu allem Überfluss – in der Ostkurve noch zu einem völlig überzogenen Polizeieinsatz gegen den mitgereisten FCK-Anhang. Für wirklich alle Gäste aus der Pfalz ein komplett gebrauchter Nachmittag.

28. September 2019, kurz nach Abpfiff: Pfeifkonzert im Sechzgerstadion für die Ordnungshüter. Polizeikräfte attackieren Lauternfans in der Ostkurve.

Die Bilanz der Löwen gegen Kaiserslautern

Der TSV 1860 konnte mit dem – aufgrund der eigenen, keineswegs glanzvollen Leistung – etwas schmeichelhaften Erfolg die Gesamtbilanz in diesem Traditionsduell ein wenig verbessern. In 64 Pflichtspielen siegten die Löwen inzwischen 18 mal. Der gleichen Anzahl an Punkteteilungen stehen satte 28 Siege für die Roten Teufel gegenüber.

Die jüngere Geschichte spricht jedoch für Sechzig: Lediglich unser allererstes Drittligaspiel nach dem Wiederaufstieg 2018 ging vor 42.000 Zuschauern auf dem Betzenberg verloren. Von den folgenden vier Partien siegte Sechzig dreimal. Zuletzt im Dezember im leeren Fritz-Walter-Stadion mit 3:0. Eine Heimniederlage gegen Kaiserslautern liegt bereits mehr als sieben Jahre zurück: Die damals durch den jüngst vom 1. FC Köln reaktivierten Friedhelm Funkel trainierten Löwen unterlagen draußen am Müllberg vor den Toren der Stadt mit 0:1. Daran muss man sich aber genauso wenig erinnern, wie sich so ein Resultat heute wiederholen soll!

Von den bisher elf Heimspielen gegen den 1. FC Kaiserslautern, die im Sechzgerstadion stattgefunden haben, ist eines besonders erinnerungswürdig: Am 10. Juni 1995 nahmen die Löwen am vorletzten Bundesligaspieltag tränenreich Abschied von der angestammten Spielstätte auf Giesings Höhen. Ein Spruchband über der Westkurve machte deutlich, was die große Mehrheit der Fans vom kompletten Umzug ins Olympiastadion in der folgenden Saison hielt.

10. Juni 1995: Zum letzten Mal 1. Bundesliga auf Giesings Höhen…
…vor prall gefüllten Rängen. Auch zahlreiche Fans der Roten Teufel lassen sich dieses Ereignis nicht entgehen…
…und dürfen am Ende einen 3:1-Sieg ihrer Mannschaft bejubeln.

Kaiserslauterns Horror-Saison 2020/21

Gleichwohl die Roten Teufel in den vergangenen Wochen augenscheinlich die Kurve gekratzt haben und die sportliche Qualifikation für die kommende Drittligasaison – auch im Falle einer Niederlage heute Abend – nicht mehr ausgeschlossen werden muss, spielt der FCK bereits die dritte enttäuschende Drittligasaison hintereinander. Die Plätze neun und zehn in den Abschlusstabellen der vergangenen Spielzeiten genügten den Ansprüchen in der Pfalz nicht annähernd. In der laufenden Saison krebste man sogar lange Zeit in der Abstiegsregion herum.

Das große Problem dieser eigentlich nicht so schwach besetzten Mannschaft, sind die vielen Unentschieden. Betrachtet man die Anzahl der Niederlagen der Lauterer, so waren in der 3. Liga heuer tatsächlich nur die fünf führenden Teams an der Tabellenspitze erfolgreicher. Allerdings hat keine einzige Mannschaft im Feld annährend so oft die Punkte mit dem Gegner geteilt. Auf unglaubliche 17 Remis – die Hälfte aller bis jetzt gespielten Partien – blicken unsere heutigen Gäste zurück. Im April konnte man aber immerhin die Hälfte von sechs Partien ohne Niederlage gewinnen – unter anderem das prestigeträchtige Südwestduell gegen den 1. FC Saarbrücken.

Von Corona verschont – in jeder Hinsicht

Die Corona-Pandemie und ihre vielen Spielabsagen in dieser Saison halten beim 1. FC Kaiserslautern übrigens nicht als Ausrede für das sportliche Desaster her: Neben Viktoria Köln und unseren Löwen ist der FCK der einzige Verein, der durch die ganze Spielzeit bislang ohne eine Corona-Absage gekommen ist. Und auch nur ein einziger wetterbedingter Spielausfall steht – wie beim TSV 1860 – zu Buche. So viel Glück hatte diesbezüglich keine Mannschaft außer den Löwen und den Teufeln.

Die Löwen-Konkurrenz – nach oben und nach unten

Welche Entwicklungen können wir von dieser letzten Englischen Woche der Saison erwarten? Parallel zu unserem Treffen mit den Roten Teufeln nehmen sich Hansa Rostock und der FC Ingolstadt gegenseitig die Punkte ab. Die meisten Löwenfans dürften dabei auf einen Sieg der Kogge hoffen. Oder doch eher auf ein Unentschieden…? So oder so: Ein Löwensieg würde dann Platz 3 für Sechzig bedeuten. Dynamo Dresden ist auch heute Abend aktiv. Wäre schön, wenn der starke SC Verl, für den es im Saisonfinale faktisch um nichts mehr geht, als eine hübsche Platzierung im Endclassement, den Sachsen – befreit aufspielend – ein Bein stellt.

Unser nächster Gegner aus Wiesbaden könnte sich heute Abend aus dem Rennen um den DFB-Pokalplatz verabschieden. Der Gastgeber der Hessen, der VfB Lübeck wittert vielleicht seine allerletzte Chance, die Weichen doch noch in Richtung Klassenerhalt zu stellen. Das einzige Top-5-Team, das heute Abend zum Zuschauen verdammt ist, ist der 1. FC Saarbrücken. Die Saarländer wollen morgen Abend ihre Chance auf einen besseren, als den derzeitigen Rang fünf wahren und den 1. FC Magdeburg zu Hause im Ludwigspark in die Schranken weisen.

Liveticker, MAGENTA, LÖWEN-RADIO …

Ob die Löwen – wie vor dem Spiel gegen Türkgücü im Olympiastadion – gepusht von den Fans ihre Bilanz von acht ungeschlagenen Spielen fortsetzen können? Ihr erfahrt es im sechzger.de-Liveticker und natürlich ergänzend bei MAGENTA. Auch das LÖWEN-RADIO gibt Euch heute Abend wieder was auf die Ohren – am liebsten natürlich drei Punkte für den TSV 1860!

FOTOS (1995): Wolfgang Budack