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Sechzig@18:60 – Vor dem Spiel der Löwen gegen Kaiserslautern

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Sechzig @18:60 Pilotprojekt Union Berlin
Das Grünwalder Stadion in den Abendstunden

Heute gings rund auf sechzger.de – kein Wunder, denn am morgigen Dienstag steht der 35. Spieltag auf dem Programm! Die Löwen empfangen den 1. FC Kaiserslautern im Grünwalder Stadion und was einst ein Duell um einen Champions League-Platz war, stellt sich nun als Aufstiegs- gegen Abstiegskandidat der 3. Liga dar. Wie die Zeiten sich doch ändern… Aber: Wir sind heiß!

Die Löwen gegen Kaiserslautern in der TAKTIKTAFEL

Dass das morgen alles andere als ein Spaziergang für die Mannschaft von Michael Köllner werden dürfte, liegt auf der Hand. Der 1. FC Kaiserslautern ist gut drauf und möchte auch bei den Löwen punkten, um den Klassenerhalt zu schaffen. Bernd Winninger zeigt Euch in seiner TAKTIKTAFEL auf, welche Faktoren am Ende über Sieg oder Niederlage des TSV 1860 entscheiden könnten.

sechzger.de Talk vor TSV 1860 – Kaiserslautern

Selbstverständlich ist die morgige Partie gegen die Pfälzer auch ein zentrales Thema den neuen sechzger.de Talks. Neben dem sportlichen Aspekt werfen Sebastian, Bernd und Christian auch einen Blick auf die Fanfreundschaft der Löwen mit dem 1. FC Kaiserslautern. Hört doch mal rein!

Expertentipp mit Albert Gröber

66 Spiele, 26 Tore – Albert Gröber kann eine starke Bilanz beim TSV 1860 aufweisen und ist mit Münchens großer Liebe dreimal aufgestiegen. Für das Match gegen den FCK ist der ehemalige Stürmer optimistisch und drückt vor allem einem Spieler die Daumen.

Löwenrunde vor dem FCK-Match

“Wir werden mit verdammt breiter Brust in die letzten vier Spiele gehen.” Geschäftsführer Günter Gorenzel gab in der heutigen Löwenrunde die Richtung für den Saisonendspurt vor. Trainer Michael Köllner ergänzte, man habe nichts zu verlieren und verriet, dass die Löwen bereits vor der Partie gegen Kaiserslautern 6.000 Dauerkarten für die kommende Saison verkauft haben.

Umstrittene Stadionverordnung kommt nicht

Die umstrittene Neufassung der Stadionordnung wird nicht beschlossen! Dies berichten Teilnehmer eines Treffens zwischen Vertretern der Grünen, SPD, Volt und Rosa Liste sowie Vertretern der aktiven Fanszene, des Fanprojekts, der Löwenfans gegen Rechts und der Freunde des Sechzgerstadions. Im Vorfeld des Treffens hatte bereits die Partei Die LINKE die Ablehnung der Vorlage zugesagt. Bereits 2016 war eine Verschärfung der Stadionverordnung abgelehnt worden. Auch die Münchner Löwen äußerten sich heute mit einer Stellungnahme zu diesem brisanten Thema.

Personelle Besetzung des NLZ für die neue Saison

Auch wenn der Ball im Nachwuchsbereich seit geraumer Zeit nicht rollt, so wird hinter den Kulissen doch eifrig gearbeitet. Für die kommende Spielzeit wurde nun auch die personelle Besetzung fixiert, sodass die Qualität der Ausbildung weiterhin auf höchstem Niveau gewährleistet werden kann. Nähere Informationen findet Ihr auf der Homepage der Junglöwen.

Ex-Löwe Knauer beim FCN vor dem 1. Arbeitstag entlassen

Auch beim 1. FC Nürnberg laufen die Planungen im Nachwuchsbereich auf Hochtouren. Der dortige NLZ-Leiter Michael Wiesinger, der ja auch bei den Löwen aktiv war, stellte kürzlich Maximilian Knauer als neuen U17-Trainer vor. Nun wurde Knauer, einst für die Jugend und die Amateure des TSV 1860 am Ball, noch vor seinem ersten Arbeitstag wieder entlassen.

Der Grund: Knauer hatte während seiner Zeit als Jugendtrainer des FC Bayern rassistische Beleidigungen in einem WhatsApp-Chat mindestens toleriert. Zwar wollte man Knauer beim Club zunächste eine “zweite Chance” einräumen, entschied sich nun aber doch gegen Knauer, da das Vergehen nicht mit den vom Verein vermittelten Werten vereinbar sei.

Neuer Job für Dufner

Besser läufts hingegen für Dirk Dufner, ehemals Sportdirektor beim TSV 1860 München. Er wird zur neuen Saison als Kaderplaner bei Hertha BSC anfangen. Da kann man nur hoffen, dass sich Dufner, zuletzt als Spielerberater tätig, nicht mit dem neuen Geschäftsführer Fredi Bobic in die Quere kommt.

Trainer Serdar Dayat fehlt Türkgücü München beim Auswärtsspiel in Halle

Türkgücü ohne Trainer nach Halle

Einen neuen Job darf sich auch Serdar Dayat demächst suchen. Bekanntlich übernimmt Peter Ruman ja zur neuen Saison die Trainerposition bei den Perlachern. Für das Auswärtsspiel beim Halleschen FC muss Dayat aus gesundheitlichen Gründen passen und wird an der Linie (mal wieder) von Andreas Pummer vertreten.

SC Verl in Lotte

Eigentlich wollte der SC Verl in der kommenden Spielzeit seine Heimspiele in Gütersloh austragen, nun läuft es aber wohl doch auf Lotte hinaus. Aufgrund der Emissionsschutzgesetze werden im nur zehn Kilometer von Verl entfernten Heidewaldstadion in Gütersloh vermutlich keine 10.000 Zuschauer zugelassen. Dies ist jedoch für die 3. Liga vorgeschrieben. Somit muss der sympathische Aufsteiger seine Heimspiele demnächst wohl in Lotte austragen, wo sich aktuell ja auch der KFC Uerdingen eingemietet hat.

Skilöwen starten bereits in Saison 2021/22

Kaum ist die letzte Saison beendet, startet die Skiabteilung des TSV 1860 München e.V. bereits in die Vorbereitung auf den nächsten Winter. Angesagt waren 2,5 h Mountainbiken im Isartrail, wo es in erster Linie um Technik und Geschicklichkeit ging. Zwischendurch wurden auch ein paar Bergläufe eingelegt. Respekt!

Expertentipp TSV 1860 – 1. FC Kaiserslautern (35. Spieltag): Albert Gröber

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Albert Gröber TSV 1860
Albert Gröber, ehemaliger Torjäger des TSV 1860

Drei Aufstiege hat Albert Gröber mit dem TSV 1860 erlebt und schwärmt noch heute von seiner Zeit bei den Löwen. Zweimal war er maßgeblich daran beteiligt, dass Münchens große Liebe in die 2. Bundesliga aufstieg und auch bei der Rückkehr in die Bundesliga 1994 stand Gröber im Kader und kam zu ein paar Einsätzen. Heute tippt der mittlerweile 54-jährige ehemalige Stürmer die Partie der Löwen gegen den 1. FC Kaiserslautern.

Albert Gröber tippt auf Sieg des TSV 1860

Seinen Löwen ist Gröber noch immer verbunden und verfolgt das Geschehen an der Grünwalder Straße. Entsprechend optimistisch ist er auch hinsichtlich des Aufeinandertreffens mit dem 1. FC Kaiserslautern. Sein Tipp:

“2:1 für 1860!

Kaiserslautern ist aktuell eine sehr spielstarke Mannschaft, die dir nichts schenken wird. Das Motto für wichtige drei Punkte: Hinten keine Fehler erlauben und vorne soll der Lex Stefan seine Torflaute beenden. Es ist immer schön, wenn ein Eittinger für die Löwen trifft!

Es ist schade, dass keine Fans ins Stadion dürfen. Ich hatte damals bei jedem Heimspiel Gänsehaut. Die Atmosphäre im Grünwalder Stadion und die Leidenschaft der Fans sind mit nichts zu vergleichen.”

Ein Arzt zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Dass Gröber überhaupt mal Profi werden konnte, hat er Dr. Reinhard Kubo zu verdanken. Nie gehört? Kein Wunder, denn der hat zwar mit Fußball nichts zu tun, dem damals 20 Jahre alten Stürmer das Leben gerettet, als Gröber – damals noch beim FC Moosinning – nach einem Zusammenprall mit dem gegnerischen Torhüter schwer verletzt auf dem Rasen liegenblieb. Der linke Augenhöhlenboden war zertrümmert, die Schlagader dahinter abgedrückt, es kam zum Herzstillstand. Das Eingreifen von Dr. Kubo, der zufällig vor Ort war, brachte Gröber zurück ins Leben, drei Monate später stand er wieder auf dem Fußballplatz.

Nachdem er im Pokal zweimal gegen die Löwen mit Trainer Willi Bierofka getroffen hatte, verpflichtete der TSV 1860 den Stürmer im Sommer 1989.

Dreimaliger Aufstieg mit dem TSV 1860

Für Gröber geht ein Traum in Erfüllung, denn ein Blauer war er schon immer. Trotz zahlreicher Verletzungen (z. B. Kreuzbandriss, Schultereckgelenkverletzung, Leisten-OP) bringt es Gröber auf 66 Pflichtspiele und 26 Tore für den TSV 1860. Unsterblich machte sich der Stürmer für die Löwenfans natürlich vor allem in der Auftsiegsrunde 1991. Gröber trifft in Neunkirchen, gegen Pforzheim und Kassel und 1860 kehrt zurück in die 2. Liga.

Karriereende als Spielertrainer beim FC Eitting

Nach dem sofortigen Wiederabstieg in die Bayernliga übernimmt Werner Lorant die Löwen und für Gröber beginnen schwere Zeiten. Zunächst kommt er noch regelmäßig zum Einsatz, doch nach der Rückkehr in die 2. Bundesliga sind Peter Pacult und Bernhard Winkler gesetzt – zurecht, wie auch Gröber zugesteht. 1994 wechselt der Stürmer zur SpVgg Unterhaching, 1998 dann zum FC Kufstein. Beim TSV Ampfing (unter Trainer Rainer Berg) und als Spielertrainer beim FC Eitting lässt Albert Gröber seine Karriere ausklingen.

TSV 1860 vs. Kaiserslautern – LÖWENRUNDE aktuell – “Wir haben nichts zu verlieren!”

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Am heutigen Montag Mittag fand die LÖWENRUNDE vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern statt.

Sportdirektor Günter Gorenzel schilderte in seinem Eingangsstatement die Gefühlslage an der Grünwalder Straße klar und deutlich: “Wir werden mit verdammt breiter Brust in die letzten vier Spiele gehen.” Zur Begründung hob er hervor, dass die Vereine, die in der Tabelle aktuell (noch) vor den Löwen liegen, mit der klaren Zielsetzung des Aufstiegs bzw. Wiederaufstiegs in die laufende Saison gegangen seien. Bei 1860 sei das anders und “deswegen gibt es für uns nichts mehr zu verlieren.” Als bereits erreichten, wichtigsten Sieg dieser Saison bezeichnete Gorenzel, “dass es der Mannschaft gelungen ist, die Sympathie unserer überragenden Fans zu gewinnen.”

Trainer Michael Köllner erinnerte in der Zoom-Konferenz an den letzten Besuch von Lauterns neuem Coach Marco Antwerpen im Stadion an der Grünwalder Straße: Eintracht Braunschweig kam zum Rückrundenauftakt im Januar 2020 als Tabellenfünfter nach Giesing und wurde mit 4:1 vom Platz gefegt.

 

sechzger.de Talk, Folge 8 vor TSV 1860 – 1.FC Kaiserslautern

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sechzger.de Talk Podcast TSV 1860 München

Folge 8 des sechzger.de Talks ist online! Vor der Partie TSV 1860 München – 1 FC Kaiserslautern unterhält sich Sebastian mit Christian und Bernd über das morgige Spiel und weitere Themen.

Die heutigen Themen im Überblick:

Spendenaufruf für Lorenz und Vincent

Zurzeit ist (zum Glück) der Spendenaufruf des Onkels von Lorenz und Vincent in aller Munde. Der TSV 1860 München unterstützt die Aktion offiziell, auch viele Fans aus Kaiserslautern haben sich bereits mit den 12.Mann Tickets eingedeckt. Zudem laufen aktuell auf ebay Auktionen, bei dem man für seine Spende an die Jungs auch noch etwas Schönes ersteigern kann.

Nachholspiele von Dynamo Dresden

Durch sechs von sechs Punkten aus zwei Nachholspielen grüßt Dynamo Dresden wieder von der Tabellenspitze. Sebastian, Christian und Bernd werfen einen Blick zurück auf die beiden Partien (u.a. der Sieg gegen Uerdingen).

TSV 1860 München – 1.FC Kaiserslautern

Nicht nur aus sportlicher Sicht ist das morgige Spiel von Bedeutung. Während die Löwen Punkte für den möglichen Aufstieg sammeln wollen, brauchen die Roten Teufel jeden Zähler im Abstiegskampf. Zudem diskutieren die drei Protagonisten die Fanfreundschaft zwischen den Anhängern des TSV 1860 und aus Kaiserslautern.

Der sechzger.de Talk als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts mittlerweile für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge unseres Talks zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren.

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und Eure Verbesserungsvorschläge.

Münchner Löwen mit E-Mail zur Stadionverordnung

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Münchner Löwen mit Spruchband zur Stadionverordnung vor dem Rathaus

Wie wir heute morgen bereits berichteten, wird die umstrittene Änderung nun doch nicht beschlossen. Die Münchner Löwen sorgen für die Zukunft vor und unterstreichen in einer E-Mail noch einmal klar ihren Standpunkt bezüglich der Stadionverordnung.

Änderungen vorerst auf Eis gelegt

Die neue Stadionverordnung für das Grünwalder Stadion hatte nicht nur bei den Münchner Löwen hohe Wellen geschlagen. Unter anderem war dort eine Bannmeile rund um das Stadion geplant. Außerdem sollte jedes Spiel in der 3.Liga pauschal zu einem Hochrisikospiel erklärt werden. Diese Stadionverordnung ist nun wohl (erst einmal?) vom Tisch.

Stadionverordnung vom Tisch: Münchner Löwen setzen nach

Da das Thema bereits zum zweiten Mal behandelt wurde, ist davon auszugehen, dass auch jetzt das letzte Wort in dieser Hinsicht noch nicht gesprochen ist. So sehen das auch die Münchner Löwen und haben mit einer E-Mail an alle Mitglieder des Kreisverwaltungsausschusses noch einmal klar ihre Meinung geäußert.

Die E-Mail der Münchner Löwen zur Stadionverordnung im Wortlaut

Sehr geehrte Stadtratsmitglieder,

Bezugnehmend auf die am Dienstag stattfindende Kreisverwaltungsausschuss Sitzung möchten wir unseren Standpunkt zur vom KVR angedachten Veränderung der Stadionverordnung des Städt. Stadions an der Grünwalderstraße kurz darlegen.

Inhaltlich haben sich bereits verschiedenste Gruppierungen aus der Fanlandschaft kritisch mit einzelnen Punkten aus der Verordnung auseinander gesetzt und in öffentlichen Stellungnahmen dargelegt warum die angedachten Änderungen nicht sinnvoll sind. Dem schließen wir uns vollumfänglich an.

Für uns als aktive Fanszene stand mit der Rückkehr ins Grünwalder Stadion fest, dass die Fanlandschaft des TSV 1860 München sich in Giesing verantwortungsvoll und dem Standort mitten im Herzen Giesings angemessen verhält. Dies wurde sowohl in einer öffentlichen Stellungnahme als auch in der Bürgerversammlung vor dem 1. Regionalliga Spieltag von einem Fanvertreter den Anwohnern mitgeteilt.

Seit der Rückkehr ins Grünwalder Stadion kam es zu keinen nennenswerten negativen Vorkommnissen, im Gegenteil wurde in Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen, beispielsweise dem Fanprojekt München, ein Konzept erarbeitet (Stichwort Löwentreff am Candidplatz), dass es den Fans ermöglicht den Spieltag im Herzen Giesings sicher und friedlich zu erleben. Dadurch war es auch der Exekutive möglich für Fantrennung und ein sicheres Stadionerlebnis mitten in der Stadt zu sorgen. Stadt und Polizei betonten in der Vergangenheit regelmäßig, wie zufrieden Sie mit den Abläufen an Spieltagen des TSV 1860 München in Giesing sind.

Die angedachten Änderungen greifen an Stellen ein, an denen aktuell überhaupt kein Handlungsbedarf besteht. Im Gegenteil, viele der Änderungen sind ein massiver Eingriff in das bisherige Geschehen rund um den Spieltag und sorgen so vor allem für neues Konfliktpotential zwischen Fans/ Anwohnenden/ Gastwirtschaften und der Polizei.

Umso mehr verwundert uns jetzt, dass das KVR in einer Hauruck Aktion während einer weltweiten Pandemie mit massiven Verschärfungen unsere Freiheiten als Bürger und Fans einschränken will!

Für uns als aktive Fanszene steht fest: Grünwalder Stadionverordnung ablehnen!

 

Bildquelle: Münchner Löwen

TAKTIKTAFEL: TSV 1860 München – 1.FC Kaiserslautern

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem vorletzten Heimspiel unseres TSV 1860 München diese Saison. Es gastiert der 1.FC Kaiserslautern, unsere Freunde, die Roten Teufel vom Betzenberg, im Sechzgerstadion.

Neue Besen kehren gut. Die Pfälzer, die unter Jeff Saibene einen Tiefschlag nach dem anderen erleiden mussten, sind seit Februar unter neuer Regie aufgeblüht und haben sich seit dem Trainerwechsel von Jeff Saibene zu Marco Antwerpen gehörig stabilisiert. Im April war Kaiserlautern sogar eines der drei besten Teams der 3. Liga. Was sind die genauen Gründe für diesen Höhenflug der Unentschiedenkönige der Liga? Werfen wir zunächst einen Blick auf die Statistiken.

Die statistischen Werte des 1. FC Kaiserslautern, seit Antwerpen übernommen hat

  • Ballbesitz 53% (zuvor 46%)
  • Passgenauigkeit 79% (zuvor 79%)
  • Defensive Zweikampfquote 59% (zuvor 62%)
  • Flankengenauigkeit 31% (zuvor 38%)
  • PPDA 7,42 (zuvor 14,10)

Was sagen uns diese Zahlen?

Der Trainerwechsel hat den Verein aus der Pfalz also in gewissen Punkten verbessert, aber auf den ersten Blick zumindest auch verschlechtert, oder? Da müssen wir ein wenig genauer hinsehen. Die defensive Zweikampfquote ist offensichtlich um 3% gesunken. Aber trotzdem ergattern die Lauterer mittlerweile mehr Punkte. Die reelle Anzahl der gewonnen Zweikämpfe hat sich tatsächlich im Schnitt kaum verändert, aber der FCK führt jetzt pro Spiel mehr defensive Zweikämpfe als unter Coach Saibene. Und genau das ist der springende Punkt. Mit jedem Zweikampf, den ich führe, störe ich das Spiel des Gegners und er muss beim laufenden Angriff eine Kleinigkeit ändern oder er braucht länger, bis er selbst eine Aktion setzen kann. Gleichzeitig haben meine Mitspieler dadurch mehr Zeit, sich im Raum so zu positionieren, dass sie Pässe besser abfangen können oder selbst besser in einen Zweikampf kommen. Diese Verschlechterung ist also nur auf den ersten Blick eine solche.

Flankengenauigkeit und Ballbesitz

Wie sieht das mit den Flanken aus? Hier sank der Genauigkeitswert um satte sieben Prozent. Auch hier sehen wir beim 1. FC Kaiserslautern ein ähnliches Bild. Die tatsächliche Anzahl der Flanken, die ihr Ziel finden, ist auf dem gleichen Niveau wie zuvor. Die Anzahl der insgesamt geschlagenen Flanken hat sich aber signifikant erhöht. Die Zahlen der Statistik sind also in Summe ein klares Zeichen für den höheren Druck, den die Lauterer nun auf den Gegner aufbauen können.

Das zeigt sich ganz deutlich am um 6% verbesserten eigenen Ballbesitz. Durch diese leichten Verbesserungen, die mit den Umstellungen von Antwerpen bei Kaiserslautern einhergehen, hat man weniger das eigene offensive Spiel verbessert, als das offensive Spiel des Gegners beschnitten. Spielten Kaiserslauterns Kontrahenten, als der FCK von Jeff Saibene trainiert wurde noch 463 Pässe mit einer Genauigkeit von 82% im Schnitt pro Spiel, so lässt der FCK nun nur noch 345 gegnerische Pässe mit einer Genauigkeit von 78% pro Spiel zu. Woher kommt das, was macht die Pfälzer stärker?

Was hat sich beim 1. FCK systematisch und taktisch verändert?

Die Fünferkette in der Verteidigung

Mit dem seit nun drei Spielen praktizierten Systemwechsel stehen die Pfälzer statistisch viel stabiler als zuvor. Der Wechsel auf eine Dreierkette in der Innenverteidigung mit offensiv ausgerichteten Flügelverteidigern, die zur Unterstützung ihrer Kollegen bei eigenem Ballbesitz ins Mittelfeld hochschieben, trägt größtenteils zu dieser Stabilisierung bei.

Die Art, wie der Trainer seine Fünferkette dann im letzten Drittel taktisch verteidigen und verschieben lässt, ist ein Schmankerl für Defensivfanatiker, wie ich einer bin.

Sobald der Gegner ins letzte Drittel eindringt und sich die Fünferkette gegen den Ball etabliert hat, rückt der zentrale Innenverteidiger situationsabhängig entweder ein wenig nach vorne und agiert wie ein Libero vor der Abwehr oder bleibt im Zentrum der Dreierinnenverteidung. Damit können die beiden defensiven Mittelfeldspieler der Lauterer im Spiel gegen den Ball im Zentrum breiter agieren. So kann der Raum für die gegnerischen Offensivspieler sehr eng werden.

Bei Angriffen durch das Zentrum kann der 1. FC Kaiserslautern durch dieses Verhalten des zentralen Innenverteidigers Stress und Hektik im gegnerischen Angriffsspiel provozieren. Bei Angriffen, die auch im letzten Drittel auf den Flügeln bleiben, kippt dieser Spieler dann wieder in die Kette und sorgt für Überzahl bei den zu verteidigenden Flanken.

Die Offensive der Roten Teufel

Auch im Spiel nach vorne hat der zentrale Innenverteidiger eine tragende Rolle, wenn von hinten kontrolliert aufgebaut werden soll. Während einer oder beide Flügelverteidiger ins Mittelfeld vorschieben, rückt dieser Spieler in den Raum zwischen Abwehr und defensivem Mittelfeld, um dort als Verbindung zwischen den Mannschaftsteilen zu fungieren. Die entstehende Formation macht es der gegnerischen Mannschaft schwerer im Raum zu pressen.

Diese Idee der Spieleröffnung hat aber auch einen gravierenden Nachteil. Wenn die Zuspiele nicht genau kommen oder ein Gegenspieler es schafft, in einen Passweg einzulaufen, ist die Gefahr plötzlich sehr hoch, in Unterzahl dem Gegner ins offene Messer zu laufen.

Beim Spiel mit Ball fiel in den letzten drei Spielen – also seit auf Dreier- respektive Fünferkette umgestellt wurde – auf, dass Teile der Mannschaft höchst flexibel agieren und andere äußerst statisch bleiben. Das bringt bei den Pfälzern auch offensiv eine Stabilität ins Spiel, die davor nicht zu sehen war.

Stark verbesserte PPDA

Die Spieler auf der zentralen Achse interpretieren ihr Spiel weitestgehend positionsgetreu. Alle anderen haben einen gewissen Spielraum, sich frei im System zu bewegen. Damit wird die Offensive des 1. FC Kaiserslautern ein Stück weit unberechenbarer. Weitere Verbesserungen beim kommenden Gegner sind einerseits die zunehmende Häufigkeit bei Standardsituationen in Tornähe und andererseits der häufige Gewinn zweiter Bälle.

Wenn der 1. FC Kaiserslautern sich ins letzte Drittel des Gegners hineingespielt hat, ist die Verweildauer dort, seit der neue Trainer im Amt ist, viel höher als noch unter Jeff Saibene. Das drückt sich auch im Indikator für die Pressingintensität beim 1. FC Kaiserslautern aus. Die PPDA ist, seit Marco Antwerpen das Traineramt übernommen hat, nur im knapp verlorenen Spiel gegen die Kogge aus Rostock über dem Wert von zehn geblieben. Sie liegt seitdem im Schnitt bei 7,42. Man darf sich also auf aggressives Pressing der Pfälzer gegen den ballführenden Spieler einstellen.

Pressing im Raum mit Pressingfalle sieht man bei den Lauterern in den von mir beobachteten Spielen eher nicht.

Wie kann man Lautern knacken?

Das A und O gegen die Pfälzer ist eine stabile Defensive, aus der heraus man dann nach Ballgewinnen schnell und sicher nach vorne kombinieren muss. Ob das über die Flügel oder zentral geschieht, ergibt sich immer aus der jeweiligen Situation. Wichtig ist, dass man Kaiserslautern dazu bringt, im Rückwärtsgang zu verteidigen. Lässt man den Pfälzern Zeit, um sich hinten zu formieren, wird das Durchbrechen der stabilen und kompakten Defensivformation sehr schwer.

Bei Ballgewinn im Mittelfeld kann man eine Formation mit Dreierkette auch sehr leicht auf dem falschen Fuß erwischen.

Die generellen Vor- und Nachteile des Systems 5-4-1

Vorteile

In der Defensive ist das 5-4-1 unfassbar kompakt, es lässt wenige Chancen zu. Speziell wenn es mit flacher Vier im Mittelfeld gespielt wird, sind zudem die Flügel jeweils doppelt besetzt. Konterspiel wird stark begünstigt.

Nachteile

Die Offensivaktionen sorgen normalerweise mit einem Stürmer und kaum Offensivkraft aus dem Mittelfeld nur für wenige Überraschungen beim Gegner. Bei der flachen Vier im Mittelfeld können die Wege im Positionsspiel recht lang werden, es erhöht sich möglicherweise der Erschöpfungsgrad zum Ende des Spiels. Ohne aufrückende Außenverteidiger ist das System im modernen Fußball offensiv ineffizient.

Schlüsselspieler

Torhüter Avdo Spahic (#1) hat die meisten vereitelten Tore der Liga zu Buche stehen, liegt aber in der Statistik der gehaltenen Schüsse nur auf Platz fünf. Das bedeutet, dass die stabilere Abwehr, die er ja nun seit dem Trainerwechsel hat, macht ihn zu einem wahren Monster im Kasten. Auch in der Strafraumbeherrschung ist der 24-Jährige ein Guter. Dass er erst sieben Mal zu null spielen konnte ist definitiv der Leistung seiner Vorderleute geschuldet.

Tim Rieder (#17), den zentralen Innenverteidiger, muss ich Euch wohl nicht weiter vorstellen. Mit der Amtsübernahme von Antwerpen hat Rieder zu der Stärke zurückgefunden, die wir bei ihm während seiner Zeit beim TSV 1860 bewundern durften.

Nur Leihspieler und trotzdem Kapitän. Der 27-jährige Jean Zimmer (#16) kam während des Wintertransferfensters aus Düsseldorf zu den Pfälzern. Offensiv ist er in den meisten Spielen der auffälligste Akteur auf dem rechten Flügel. Ihn unter Kontrolle zu bekommen wird Steinhart auf der linken Seite vor eine große Aufgabe stellen.

Marvin Pourié (#9) reist wie Rieder mit Löwenvergangenheit an, nur liegt sie beim 30-Jährigen etwas länger zurück. Mit 19 Jahren schnürte der Mittelstürmer für ein Jahr die Fußballschuhe für den TSV 1860 München. Seither ist der 1.FC Kaiserlautern seine elfte Station in elf Jahren. Der Toptorjäger der Lauterer hat neun Treffer und zwei Vorlagen zu Buche stehen.

Weitere Schlüsselspieler im Kader der Pfälzer (Ciftci, Skalartidis, Hanslik) sind im Moment verletzt. Das Lazarett in Kaiserslautern beherbergt im Moment zwölf Spieler, drei davon coronabedingt. Bei Daniel Hanslik könnte ein Einsatz am Dienstag möglich sein.

Fazit

Wer auf der Jagd weiterhin erfolgreich bleiben will, muss dreifach punkten. Soviel ist klar. Möglich scheint für den TSV 1860 München auch gegen die Pfälzer alles. Wenn die Sechzger aber ihre standardmäßige Leistung abrufen können und mit dem üblichen Biss ins Spiel gehen, wird der Sieger dieser Partie derselbe sein wie im Hinspiel. Da bin ich mir sicher. Wie in allen anderen Spielen darf man sich aber keinen Augenblick der Unkonzentriertheit erlauben. Kaiserslautern hat unter dem neuen Trainer einen gewaltigen Sprung gemacht. Nicht nur spielerisch, auch taktisch. Vor allem die jetzt sehr gut sortierte Defensive hat mich beeindruckt. Dass die starke Defensive des TSV 1860 München allerdings die Offensive des 1. FC Kaiserslautern gut in Schach halten kann, sollten wird alle nicht bezweifeln. Bei Ballgewinn dann schnell umschalten, genau spielen, den Gegner im Rückwärtsgang zahlenmäßig vor Probleme stellen. Diesen Plan müssen die Löwen verfolgen.

So könnte der 1. FC Kaiserslautern gegen den TSV 1860 München beginnen

mögliche Aufstellung des 1.FC Kaiserslautern gegen den TSV 1860 München

Datenquelle: wyscout

Umstrittene Verschärfung der Stadionordnung wird nicht beschlossen!

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Die umstrittene Verschärfung der Stadionordnung wird nicht beschlossen! Dies berichten Teilnehmer eines Treffens zwischen Vertretern der Grünen, SPD, Volt und Rosa Liste sowie Vertretern der aktiven Fanszene, des Fanprojekts, der Löwenfans gegen Rechts (LFGR) und den Freunden des Sechzgerstadions (FdS). Im Vorfeld des Treffens hatte bereits die Partei Die LINKE die Ablehnung der Vorlage zugesagt.

Treffen zwischen Fanvertretern und Vertretern der Grün-Roten Koalition

Nachdem LFGR und FdS die umstrittene Verschärfung der Stadionordnung bereits in einer erneuten Stellungnahme deutlich kritisiert hatten (Sechzger.de berichtete), nahmen die Rathaus-Parteien die Einladung an, sich nochmals persönlich über die genauen Gründe der Ablehnung zu informieren.

In dem knapp einstündigen Treffen haben die Fanvertreter nochmal alle Kritikpunkte klar herausgestellt. Hierbei wurde die eindeutige Position vermittelt, dass bei einer derartigen Vorlage keine Überarbeitung mehr hilft, sondern lediglich die vollständige Ablehnung des wortwörtlich als “Rohrkrepierer” bezeichneten Referentenentwurfs. Danach, so boten alle Fanvertreter unisono an, könne man gerne an einer sinnvollen Abänderung der Stadionordnung mitwirken, um unter anderem auch den “Hufeisentheorie-Paragraph” abzuändern.

Besonders hervorgehoben wurde, dass alle als Begründung für die notwendige Verschärfung der Stadionordnung angeführten Punkte bereits jetzt als Ordnungswidrigkeiten bzw. Straftaten geahndet werden können. Es handle sich also dann bei dem Verstoß gegen die Stadionordnung um ein sogenanntes Zweitdelikt, welches lediglich dazu dient, das Gesamtstrafmaß zu erhöhen.

Auch die angebliche Dringlichkeit sei nicht gegeben, da aufgrund der aktuellen Coronalage bekanntermaßen keine Fans im Stadion zugelassen sind. Somit gibt es auch keinen Grund, sich wie an einem normalen Spieltag im Stadionumfeld zu versammeln.

Verschärfung der Stadionordnung bereits 2016 abgelehnt

Interessant ist auch, dass ein annähernd gleichlautender Entwurf bereits 2016 abgelehnt worden war. Dass es nunmehr zu einem erneuten Versuch kam, dies doch noch durch den Ausschuss zu bekommen, überrascht nicht. Immerhin wurden Polizei und Geheimdienste in den letzten Jahren durch das ständige Weiterdrehen am Rad der Befugnisse (siehe Bayerisches Polizeiaufgabengesetz) durchaus verwöhnt.

Die Polizei warnte damals vor den “Horden aus dem Osten”. Nach Ansicht der Polizei würden diese marodierend in München einfallen und die Beamten der Bereitschaftspolizei und des USK müssten dem Ganzen hilflos zusehen. Ein Zitat der aus Stellungnahme der Polizei aus dem Jahre 2015:

Ein weiterer Änderungsbedarf besteht dahingehend, dass das städtische Stadion an der
Grünwalder Straße als Spielort der 3. Liga in Frage kommt. Nicht nur bei einem Abstieg
des TSV München von 1860 aus der 2. Bundesliga, sondern auch bei einem Aufstieg der
Münchner Amateurmannschaften könnten dort zukünftig Spiele der 3. Liga stattfinden. In
diesem Falle sollte § 6 Risikospiele der Grünwalder-Stadionverordnung für sämtliche
Spiele der 3. Liga gelten. Der schwerwiegendste Aspekt ist hierbei das große
Gefahrenpotential der Anhänger der Gastmannschaften. Zu den Vereinen, bei denen die
Anhänger für zahlreiche Sicherheitsstörungen am Spielort sowie bereits auf dem
Reiseweg verantwortlich sind, gehören insbesondere SG Dynamo Dresden, FC Energie
Cottbus, FC Erzgebirge Aue, Carl Zeiss Jena, Chemnitzer FC, FC Magdeburg, FC Rot-
Weiß Erfurt, Hallescher FC und der FC Hansa Rostock.

Scheinbar zählte hier der Ersteller der Stellungnahme einfach alle ihm bekannten Vereine aus dem Osten der Republik auf. Dieser Entwurf hatte es aber glücklicherweise auch ohne Einflussnahme von Seiten der Fans nicht durch den Ausschuss geschafft.

Annähernd einhellige Unterstützung der Aufforderung zur Ablehnung

Nachdem sowohl durch die LFGR, FdS und Fanprojekt die Kritikpunkte ausführlich beleuchtet und deutlich gemacht wurden, meldeten sich auch erste, aber deutliche Stimmen der Parteien, die Verständnis für die Ausführungen zeigten. Besonders die eindeutige Unterstützung des Anliegens durch die 3. Bürgermeisterin der Stadt München, Verena Dietl (SPD), sorgte für positive Überraschung bei den Fanvertretern, aber auch die Stadträte der Grünen/Rosa Liste Nimet Gökmenoğlu und Beppo Brem äußerten sich eindeutig.

Ein Teilnehmer von Seiten der Rathausparteien warf ein, dass es jedoch durchaus auch während der Geisterspiele zu verabredeten Treffen von “Hooligans” käme. So etwas habe sich zum Beispiel kürzlich bei der Partie von Bayer Leverkusen gegen Eintracht Frankfurt ereignet. Diese natürlich medial ausgeschlachtete Begegnung war allerdings mitnichten verabredet, sondern lediglich Zufall. Beide Fanlager sind dafür bekannt, in der Vergangenheit ihre Mannschaft von außerhalb des Stadions gesanglich unterstützt zu haben. Ein Aufeinandertreffen konnte weiterhin erfolgreich verhindert werden.

Es wurde hier von Seiten der Fanvertreter jedoch zurecht auf die bisher lupenreine Weste der Löwenfans verwiesen. Diese ist auch durch die Polizei mehrfach lobend erwähnt worden, unter anderem durch den Polizei-Vizepräsident Werner Feiler: “Bisher sind wir mit dem Verhalten der Sechzger-Fans sehr zufrieden. Man merkt, dass sie sich bei den Heimspielen absolute Selbstdisziplin auferlegt haben.” Die Fanvertreter machten klar, dass man wisse, was man an dem besonderen Standort, mitten in Giesing, habe. Daher gäbe es keinerlei Grund, davon auszugehen, dass sich das urplötzlich ändere.

Nach einer angeregten Diskussion zogen sich die Parteien dann in die Beratung zurück, nicht jedoch, ohne deutlich durchblicken zu lassen, dass diese Vorlage nicht so, wie eigentlich geplant, am Dienstag, den 04.05. verabschiedet wird. Ein großer Erfolg für die Fanszene der Löwen, die durchaus mit Stolz auf die letzten Jahre seit Rückkehr in die Heimat der Sechzger zurückblicken kann.

Sechzig um Sieben: Rückblick Wochenende, Vorberichte Sechzig-1.FCK

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Servus Löwenfans! Wir starten gemeinsam in den alles entscheidenden Monat. In gut drei Wochen wissen wir alle mehr, bis dahin sind noch vier Spiele zu absolvieren. Das erste davon steht für den TSV 1860 München gleich morgen gegen den 1.FC Kaiserslautern an. Wir blicken auf die Vorberichterstattung voraus, werfen aber auch einen Blick zurück auf das Wochenende, an dem es einige Meldungen bei uns gab.

Versteigerungen zugunsten von Lorenz und Vincent

Die Hilfsangebote für Lorenz und Vincent ebben nicht ab. Nachdem der TSV 1860 München den Erlös der 12.Mann-Tickets an die beiden übergibt, finden sich auf ebay inzwischen auch verschiedene Artikel, die ihnen zugunsten versteigert werden.

Historisches Spiel: TSV 1860 München in der Saison 1971/72

Runden Geburtstag feierte eine Partie der Löwen, als es gegen einen Verein aus Mannheim war. Während man gegen den Waldhof Ende April drei Punkte einfahren konnte, zeigte sich ein anderer Verein aus dieser Stadt als hartnäckiger Widersacher.

Sascha Mölders nominiert für “Tor des Monats”

Bereits im Februar wurde ein Treffer von unserem Torjäger zur Wahl gestellt. Auch im Monat April hat es Mölders wieder geschafft, es geht dieses Mal um das Tor zum 0:3 gegen den KFC Uerdingen.

Aufstiegswünsche von zwei ehemaligen Spielern des TSV 1860 München

Den Besuch eines Kicks in Österreich nutzte Stefan Kranzberg kurzerhand und sprach die Ex-Löwen Peter Pacult und Matze Imhof an. Die beiden sind aktuell beim SK Austria Klagenfurt unter Vertrag und kämpfen um den Aufstieg in die höchste Spielklasse von Österreich. Dem TSV 1860 München wünschen beide den Aufstieg.

Ausstellung am Grünwalder Stadion

Seit gestern findet am Grünwalder Stadion in den Abendstunden eine Ausstellung statt, die bereits mehrfach in München durchgeführt wurde. Noch bis zum 07.Mai werden Projektionen an die Außenfassade gestrahlt. Lediglich morgen wird wegen dem abendlichen Spiel pausiert.

Giesinger Gedanken – ohne Spieltag

Ein Wochenende ohne Fußball? Irgendwie komisch. Das empfindet auch Thomas Enn so und hat spontan seine Giesinger Gedanken formuliert – dieses Mal eben ohne Bezug auf ein Spiel der Löwen. Wenn man ihm Glauben schenken mag, kann das Warten durchaus auch etwas Positives hervorbringen…

Vorberichterstattung von sechzger.de: TSV 1860 München gegen die Roten Teufel

Die Ruhe vor dem Sturm – das könnte man zumindest mit einem Blick auf das heutige Programm bei sechzger.de meinen. Mit den Veröffentlichungen von der TAKTIKTAFEL, den Expertentipps und dem sechzger.de Talk starten wir heute mit Volldampf in die Vorbereitung auf das morgige Spiel gegen den 1.FC Kaiserslautern. Auch die LÖWENRUNDE findet heute statt, aus der wir euch mit den wichtigsten Informationen versorgen werden.

News aus der 3.Liga

Dresden zurück an der Spitze

Am Samstag stand das zweite Nachholspiel für Dynamo Dresden auf dem Programm und erneut blieben die Sachsen siegreich. Gegen den KFC Uerdingen wurden erneut drei Punkte eingefahren, womit Dynamo punktgleich mit Hansa Rostock an der Spitze der 3.Liga liegt. Das macht die Sache für die Löwen nicht gerade einfacher…
Die Krefelder haben hingegen ganz andere Sorgen. Durch die Niederlage liegt man weiterhin auf einem Abstiegsplatz und muss in den kommenden Wochen auf Patzer der Konkurrenz hoffen. Das Schlussprogramm für Uerdingen: Viktoria Köln, 1.FC Kaiserslautern, 1.FC Magdeburg und Waldhof Mannheim.

Mit dem Nachholspiel haben nun alle Mannschaften in der 3.Liga gleich viel Spiele absolviert. Die Tabelle ist ab sofort also wieder in ihrer Gänze aussagekräftig.

Andreas Rettig wird Geschäftsführer bei Viktoria Köln

Viktoria Köln gab gestern bekannt, dass Andreas Rettig (ehemals bei der DFL und St. Pauli) neuer Geschäftsführer des Vereins wird. Der 58-Jährige tritt ab 1.Juni seine neue Stelle an und wird der Vorstand der Geschäftsführung. Für Rettig ist es eine Rückkehr zu alten Wurzeln. Bereits in den 80er Jahren war er als Spieler bei Viktoria Köln, seit 2012 ist er Ehrenmitglied im Verein.

Faces for the Names: Gedenkaktion am Grünwalder Stadion

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Am Grünwalder Stadion findet in den kommenden Tagen die Veranstaltung “Faces for the Names – verfolgte Sportler*innen” statt, die die Gesichter von ermordeten Sportler*innen an die Außenfassade projeziert.

Aktion am Gefängnis Stadelheim

Bereits Anfang 2021 fand die Veranstaltung “Faces for the Names” am Gefängnis Stadelheim statt, dass sich ebenfalls in Giesing befindet. Von 1944 – 1945 wurden im Gefängnis Stadelheim insgesamt 1188 Opfer hingerichtet. Dazu zählen u.a. die Geschwister Hans und Sophie Scholl sowie weitere Mitglieder der Widerstandsgruppe “Weiße Rose”. Ende Februar und Anfang März wurden an mehreren Abenden Gesichter von den Opfern an die Außenwand des Gefängnisses projiziert. Diverse Medien berichteten davon, das ZDF Morgenmagazin produzierte einen Filmbeitrag. Die Aktion fand bereits im Jahr 2020 an acht verschiedenen Orten in München statt.

“Faces for the Names” am Grünwalder Stadion

Nun veranstaltet der Verein “J.E.W.S. Jews Engaged With Society e.V.” diese Projektionen vom 02. – 07.Mai am Grünwalder Stadion. Die Veranstaltung findet jeweils von 21 – 22 Uhr bei den Kässenhäuschen Ecke Stehhalle/Ostkurve statt. Aufgrund der Ausgangssperre dürften wohl nur direkte Anwohner der Aktion beiwohnen können. Durch die Partie TSV 1860 München – 1.FC Kaiserslautern am Dienstag, 04.Mai pausiert das Projekt an diesem Tag.
Insgesamt werden Bilder von 50 Sportler*innen an die Außenfassade projiziert, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden. Zu den Fotos gibt es Erzählungen zu den Hintergründen und Musik von Andrea Pancur & Band. Die angekündigten Kippots werden übrigens nicht von der Organisation “Löwenfans gegen Rechts” vertrieben.

Über den Verein “J.E.W.S. Jews Engaged With Society e.V.”

J.EW.S. Jews Engaged With Society e.V. setzt sich für ein freudiges, selbstbewusstes Judentum im Europa der Solidarität und Vielfalt ein. Durch die Projekte „Faces for the Names“ sowie „Kippa Parties“ fördert der Verein das Gedenken der Opfer des Holocaust, das Bekämpfen von Antisemitismus, Rassismus sowie Hass und Ausgrenzung, sowie den Aufbau und die Pflege von Beziehungen zwischen den Religionen und Gruppierungen.

Giesinger Gedanken am spielfreien Maiwochende

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Liebe Löwinnen und Löwen! Eigentlich hatte ich nicht vorgesehen, dieses Wochenende Giesinger Gedanken zu verfassen. Es steht ja schließlich kein Spiel an an diesem ersten Mai Wochenende. Also gibt es auch keinen Grund, sich Gedanken über den TSV 1860 München, die dritte Liga oder Fußball im Allgemeinen zu machen. Na gut, es war immerhin DFB-Pokal. Aber der geht eigentlich ziemlich spurlos an mir vorbei. Immerhin können unsere Nachbarn aus der Säbener Straße den Pokal dieses Jahr nicht holen. Das Nachholspiel von unserem direkten Aufstiegskonkurrenten Dynamo Dresden war da schon relevanter, aber in einer Art düsterer Vorahnung, habe ich mir vorgenommen, nur das Ergebnis anzuschauen. Also bleibt uns dieses Wochenende nur: Warten!

Sehr ungewöhnlich: Spielfreies Wochenende Anfang Mai

Ich verstehe nicht so ganz, wieso DFB und DFL das Pokalhalbfinale auf das Wochenende terminiert haben. Wahrscheinlich wegen des 1. Mai und der damit verbundenen Polizeieinsätze. Aber wegen Corona sind die Maidemonstrationen deutlich kleiner als normal ausgefallen und die Geisterspiele verlangen ja nun auch nicht so viele Einsatzkräfte wie die Spieltage mit Zuschauern. Immerhin kann man den Planern zu Gute halten, dass man das bei der Saisonplanung alles noch nicht wissen konnte. Sei es wie es sei. Uns bleibt nur: Warten! Geduld ist ja nicht so meine Stärke.

Das Warten – eine Form der Folter

Damit bin ich aber offensichtlich nicht alleine. „Das Schlimmste in der Vorhölle sind, wie beinahe überall, die unerträglichen Wartezeiten.“ sagte z.B. der Schriftsteller Martin Gerhard Reisenberg. Dieser Meinung kann ich mich nur anschließen.

Der erste Literaturnobelpreisträger Sully Prudhomme war der Meinung: „Das Warten ist die grausamste Vermengung von Hoffnung und Verzweiflung, durch die eine Seele gefoltert werden kann.“ Das beschreibt meinen aktuellen Zustand ganz gut…

Am Dienstag geht es auf die Zielgerade

„Vermengung von Hoffnung und Verzweiflung“. Gute Überleitung zu den noch ausstehenden vier Spielen. Die Tabelle ist jetzt wieder „gerade“ und Dynamo Dresden hat durch seine beiden Siege in den Nachholspielen gegen Duisburg und in Uerdingen/Lotte wieder die Tabellenführung übernommen.

Wir gehen also mit folgendem Tabellenstand auf die Zielgerade der Saison:

  1. Dresden +25 65
  2. Rostock +18 65
  3. Ingolstadt + 10 63
  4. TSV 1860 + 33 61

Noch vier Spiele, in denen alles möglich ist

Der TSV 1860 München bekommt es noch mit Kaiserslautern (heim), Wehen (auswärts), Bayern II (heim) und natürlich Ingolstadt (auswärts) zu tun. Vier Spiele, die ich mit größter Ungeduld erwarte. Aber was erwarte ich für Ergebnisse? Meiner Meinung nach ist in jedem einzelnen dieser viele Spiele alles von Sieg bis Niederlage möglich.

Die roten Teufel haben sich an den eigenen Hörnern aus dem Abstiegssumpf gezogen und kommen mit einer Serie von sechs nicht verlorenen Spielen am Dienstag nach Giesing. Am Samstag geht es dann nach Wiesbaden, die bei ihrem Auftritt kurz vor Weihnachten eine sehr starke Leistung abgeliefert haben und die Löwen durch den Ausgleich von Knöferl in letzter Sekunde noch einen glücklichen Punkt sichern konnten. Dann das Derby gegen Rot II, da ist sowieso immer alles möglich. Wahrscheinlich wird es auch für die „Amateure“ um sehr viel gehen, denn sie stecken mitten im Abstiegsstrudel. Tja, und dann steht vielleicht erneut ein Finale um einen Aufstiegsplatz gegen Ingolstadt an. Wie letzte Saison. Nur dieses Mal auswärts.

Wahrscheinlich habt Ihr auch schon Dutzende von Malen den Tabellenrechner durchgespielt. Hilft alles nix, ich halte es mit Leo Tolstoi: „Alles nimmt ein gutes Ende für den, der warten kann.“