Start Blog Seite 186

TSV 1860 IV punktet zum Saisonauftakt in Thalkirchen

3
Tsv 1860 III Fc Espanol dritte IV

Bis in die Nachspielzeit lief die Vierte am 1. Spieltag der Kreisklasse einem Rückstand hinterher, durfte dann aber doch noch jubeln. Durch einen Elfmeter sicherte Jeffrey Ebert dem TSV 1860 IV zum Saisonauftakt doch noch einen Punkt in Thalkirchen.

TSV 1860 IV zum Saisonauftakt 3:3 in Thalkirchen

Bereits in der 5. Minute setzte es für die Löwen bei der SpVgg Thalkirchen den ersten Gegentreffer der Saison. Jonas Raub traf für die Gastgeber, doch die Vierte des TSV zeigte sich nicht geschockt und schlug doppelt zurück. Zunächst glich Alexander Petö aus (26.), dann brachte Salif Boubacar Münchens große Liebe kurz vor der Pause gar mit 2:1 in Führung (43.).

Nach dem Seitenwechsel waren dann jedoch die Gastgeber am Drücker und drehten die Partie ihrerseits. Erneut Jonas Raub (48.) und Omid Amiri (84.) machten aus einem 1:2 ein 3:2 und ließen Thalkirchen vom Heimsieg träumen. Quasi mit der letzten Aktion gab es dann jedoch Elfmeter für Sechzig und Jeffrey Ebert sicherte dem TSV 1860 IV zum Saisonauftakt doch noch einen Punkt.

Die Dritte hatte am 1. Spieltag der Kreisliga ein 2:2 beim TSV Gräfelfing erreicht.

Titelbild: Nicolai Walch

Youtube-Tipp: Traumfabrik – Faszination Fußball

6

Es war unser externer Gast im letzten sechzger.de Talk 224, Christian Straßburger, der uns – vor laufender Kamera – darauf hinwies. Rund um das diesjährige Saisoneröffnungsspiel der 3. Liga zwischen Rot-Weiss Essen und unseren Löwen begleitete ein Kamerateam der KUEHNMEDIA die drei Hauptakteure der Spielübertragung auf MagentaSport. Herausgekommen ist ein interessanter Blick hinter die Kulissen der Liveübertragung eines Drittligaspiels. Hier kommt eine uneingeschränkte Empfehlung an alle unsere Leser*innen, sich den knapp dreißigminütigen Film “Traumfabrik – Faszination Fußball” einmal anzusehen.

 

sechzger.de findet: Christian Straßburger hat in unserem Talk nicht zu viel versprochen. Die halbe Stunde Zeitinvestition lohnt sich.

DFB Nachwuchsliga: TSV 1860 U19 chancenlos in Augsburg

0
Fc Augsburg Tsv 1860 U19

Mit einer 2:5-Niederlage im Gepäck musste die U19 des TSV 1860 am Sonntag den Heimweg aus Augsburg antreten. In der Tabelle belegen die Löwen damit aktuell Platz 5.

TSV 1860 U19 chancenlos in Augsburg

Nach dem Sieg in Freiburg und der abgebrochenen Partie gegen den FC Bayern wollten die Löwen beim FC Augsburg natürlich wieder drei Punkte einfahren, waren jedoch über 90 Minuten mehr oder weniger chancenlos. Nach vorne gelang wenig und auch die Defensive stand des Öfteren alles andere als sicher. Dennoch dauerte es bis zur 30. Minute, ehe Florian Hangl den FCA in Führung brachte. Noch vor der Pause legte Robert Draghici mit dem 2:0 nach (37.).

Nach dem Seitewechsel das gewohnte Bild: Die Schwaben bestimmten das Geschehen und erzielten folgerichtig weitere Tore. Mauro Hämmerle (55.) und Louis Stöcker (74.) schraubten das Ergebnis auf 4:0, ehe Ben Wohlkezetter die Löwen endlich auch auf die Anzeigetafel brachte (85.). Erneut Stöcker stellte den alten Vorsprung des FCA wieder her (87.), bevor Xaver Lippmann in der Nachspielzeit den 5:2-Endstand herstellte.

In der Tabelle der Gruppe E der DFB Nachwuchsliga liegen die Löwen mit lediglich zwei absolvierten Spielen und drei Punkten derzeit auf Platz 5. Spitzenreiter ist der SC Freiburg mit sieben Zählern aus vier Partien.

Stimmen zum Spiel: Alemannia Aachen – TSV 1860 0:2 (0:0)

1

In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten rund um den TSV 1860 München eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre – jeweils aktuelle und ehemalige -, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. Heute geht’s um die Partie des 3. Spieltags gegen die Alemannia auf dem Tivoli in Aachen, die die Löwen gestern Nachmittag etwas glücklich mit zwei späten Toren von Hobsch und Philipp mit 0:2 für sich entschieden.

Peter Gratz (Redakteur sechzger.de):

Das sind wohl diese dreckigen Siege, von denen immer alle reden. Eigentlich eine sehr mäßige Leistung unserer Mannschaft, die einem limitierten Aachener Team besonders am Anfang das Feld überließ. Speziell über die Außen ging gar nichts. Aber die Mannschaft hat glücklicherweise nicht aufgesteckt und so konnte die Bank für uns das Spiel gewinnen. Hobsch erbringt mal wieder einen Qualitätsnachweis und besonders David Phillip zeigt eine tolle, kämpferische Leistung von der Bank. Solche Siege sind für eine erfolgreiche Saison unverzichtbar, eine Steigerung, insbesondere im Offensivspiel, muss aber erfolgen. Gefühlt verlässt man sich hier zu sehr auf die individuelle Qualität der Neuzugänge. Andere Gegner werden dir nicht bis in die Schlussphase Zeit lassen.

Carmen (Ex-Spielerin bei den Löwinnen):

Solche Siege wie heute, wo wir am Schluss dreckig gewinnen, sind doch die schönsten. Auch wenn vorher die Nerven extrem beansprucht wurden. Vor allem die erste Halbzeit ließ sowohl spielerisch als auch kämpferisch zu wünschen übrig und die Löwen hatten Glück, dass sie angesichts des Aachener Unvermögens vor dem Tor nicht hinten lagen.

Patrick Glöckner (Cheftrainer des TSV 1860, nach dem Spiel bei MagentaSport):

Die Unterzahlsituation war natürlich bitter für Aachen. Aachen war sehr gut eingestellt und wir hatten in der ersten Halbzeit überhaupt keine Aktionen. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht und waren besser ins Spiel. Mit den Jokern, die wir bringen können, konnten wir Spiel auf unsere Seite reißen. Das hier ist ein wahnsinniger Hexenkessel, da ist es normal dass es zur Sache geht. Insgesamt war es vielleicht ein bisschen drüber, im Großen und Ganzen ist Fußball aber halt auch ein Kampfsport.

Benedetto Muzzicato (Cheftrainer von Alemannia Aachen, nach dem Spiel):

Schon über die erste Gelbe Karte gegen Gaudino kann man streiten. Dass so schnell die zweite Gelbe gezeigt wird ist für uns eine scheiß Situation. Wir haben Sechzig komplett überrascht. Eine solche Entscheidung macht das Spiel leider kaputt. Wir haben uns für ein gutes Spiel in der ersten Halbzeit nicht belohnt. Ich kann meiner Mannschaft nur ein großes Kompliment machen für die Art und Weise. Wir belohnen uns vorher nicht und so entscheiden die Szenen in der zweiten Halbzeit die Partie. Die Jungs schmeißen alles rein, ich kann keinem einen Vorwurf machen.

Mario (Löwenfan aus Sprockhövel – mit ganz kurzer Anreise zum Tivoli):

Das Spiel hat uns gezeigt, dass die Saison sicherlich kein Selbstläufer werden wird!
Andersherum betrachtet, spricht man nach einem 2:0 Sieg in einem ansonsten ausgeglichenen Spiel gerne von “individueller Klasse”. Und die hat sich am Tivoli erneut herauskristallisiert!
Für meinen Geschmack spielten die Löwen nach der roten Karte für die Alemannia allerdings etwas zu hektisch. Aber auch dem kann ich Positives abgewinnen, denn nach jedem Ballgewinn ging es bei uns mit viel Tempo nach vorne. Da kann der ein oder andere Ball im Eifer des Gefechts mal unpräzise gespielt werden.
Super Löwen, weiter so!!

Thomas Probst (Mitglied des Aufsichtsrats der TSV 1860 KGaA):

Der weite Weg nach Aachen hat sich definitiv gelohnt. Unsere Fans haben für eine unfassbare Stimmung gesorgt. Es war das erwartete schwere Spiel und unsere Joker haben gestochen. Ein bisschen Glück braucht man halt auch.

Patrick Hobsch (Torschütze des TSV 1860, nach dem Spiel):

Das ist eine witzige Situation, dass ich wieder so spät ein Tor in Aachen mache. Umso schöner ist es, dass es heute nicht nur der Ausgleich war, sondern wir das Spiel gewinnen konnten. Wir hatten die Überzahl und wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Die zwei oder drei Situationen muss man dann auch wegmachen. Ich versuche immer Gas zu geben, war natürlich enttäuscht dass ich in den ersten zwei Spielen nur so wenig Einsatzzeit hatte, bin aber froh, dass ich heute einige Minuten mehr bekommen habe. Ich fühle mich in München sehr wohl, es macht sehr viel Spaß, aber ich habe natürlich den Anspruch auf einen Platz in der Startelf.

Giesinger Gedanken: Locker bleiben, Löwen-Fans!

13
Giesinger Gedanken: Locker bleiben Löwen-Fans!

Drei Spiele, sieben Punkte und Tabellenplatz zwei. Die Löwen liefern! Durch zwei späte Joker-Tore von Hobsch und Philipp siegte Münchens große Liebe am neuen Tivoli gestern spät mit 2:0 und sorgten für Extase bei den etwa 2.500 mitgereisten Löwen-Fans. Auch wenn es mit Sicherheit keine Glanzvorstellung war, so haben sich die Löwen die drei Punkte erarbeitet, mit solider Defensiv-Arbeit, Taktik-Treue und wahnsinniger Qualität von der Bank. Kritik ist durchaus erlaubt, aber bei sieben Punkten aus drei Spielen gegen Essen, Osnabrück und zuletzt Alemannia Aachen? Das sind wirklich keine No Names! Locker bleiben und genießen, liebe Löwen-Fans!

Nur Zauberfußball geht halt einfach nicht

Betrachtet man das Spiel in Aachen näher und mit etwas Abstand so wird man vielleicht davon abrücken müssen, die erste Halbzeit als “sehr mau” zu kritisieren, wie es in dem einen oder anderen Fan-Chat zu lesen war. Ja, die Chancen waren rar, aber auf Aachener Seite gab es schlichtweg gar keine. Und das liegt daran, dass die Löwen ihr Spielkonzept und ihre Taktik in jeder Sekunde durchziehen! Was Verlaat, Dulic und Voet in der Dreierkette wegrackern, was Jacobsen und Deniz im Zentrum weglaufen und was die Außen und die Offensive auch dann wegackert, wenn einem mal nicht alles rausgeht – das ist das Geheimnis des Erfolgs.

Im Hexenkessel die Ruhe bewahrt

Was folgte war eine völlig chaotische und sehr hektische zweite Halbzeit und auch hier bewahrten die Löwen die Ruhe. Mein Mann des Spiels war Verlaat, der erst am eigenen Strafraum niedergedroschen wird, dafür völlig zu Unrecht Gelb sieht, aufsteht und in der letzten halben Stunde alles klärt, was man klären kann – sich mit vollem Risiko in Anbetracht eines Platzverweises in den Dienst der Mannschaft stellt. Auch Defensivarbeit kann schön sein und sie ist wichtig für den Erfolg der Mannschaft. Achtung Phrasenschwein: Offensive gewinnt Spiele, Defensive gewinnt Meisterschaften. Keeper Dähne strahlt bislang eine Sicherheit aus, die man in der dritten Liga kaum einmal bei einem Torwart sieht. Vor 25.000 Zuschauern, in einem Hexenkessel wie dem Tivoli, vor enthusiastischen Fans beider Seiten muss man erst einmal so die Ruhe bewahren wie die Löwen gestern.

Die Qualität im Kader macht den Unterschied

Und am Ende war es kein Zufall, dass mit Hobsch und Philipp zwei Joker das Spiel für Münchens große Liebe entschieden haben. Denn was 1860 heuer von der Bank bringen kann, das sucht weit und breit seinesgleichen. Auch Coach Glöckner bewahrte die Ruhe, nahm den verwarnten Niederlechner rechtzeitig raus und brachte dafür Hobsch, der den Dreier mit seiner Coolness vor dem Kasten einleitete. Einen Niederlechner und einen Volland wird ein Gegner auf Profiniveau schon das eine oder andere Mal rausnehmen können und doch hatten beide großen Anteil am Sieg – auch ohne selbst zu treffen. Niederlechner mit viel Einsatz und Laufarbeit, Volland mit starken Pässen wie auf Philipp beim Alleingang nach 70 Minuten und wie auf Hobsch beim 0:1. Das ist die Qualität im Kader, die in Summe den Unterschied macht.

Vergesst nicht wo wir herkommen

Man darf nie vergessen, wo wir herkommen. Wir haben jetzt zwei Jahre hintereinander um den Klassenerhalt gezittert. Und nach einem bärenstarken Transfersommer, danke an Dr. Werner der mal sowas von geliefert hat, stiegen die Erwartungen ins Unermessliche. Klar, wir wollen alle zurück in die zweite Liga, aber dass dies kein Selbstläufer wird, sollte spätestens nach dem Spiel in Aachen jetzt allen klar sein, oder?

Euphorie ist erlaubt und schön für alle

Die Euphorie bei den Fans der Löwen ist wunderbar und schön für alle. Schon heute freuen wir uns doch alle auf das nächste Heimspiel am Samstag. Das Grünwalder Stadion wird Kopf stehen, die Stimmung für Gänsehaut sorgen, dafür muss man kein Prophet sein. Aber wir dürfen nicht jede Woche eine Galavorstellung erwarten, diese werden wir von unseren Jungs noch oft genug zu sehen bekommen. Genau solche Kampfspiele und solche dreckigen Auswärtssiege wie in Aachen werden am Ende darüber entscheiden, welche Teams in einer erneut starken dritten Liga auf den ersten drei Plätzen stehen. Und da ist es mir – sorry für die Ausdruckweise – absolut scheißegal, ob die Löwen mit dem Flugzeug, dem Bus oder dem Radl nach Aachen reisen. Solange es am Ende funktioniert… Und das tut es momentan und hoffentlich auch weiterhin.

Locker bleiben, liebe Löwen-Fans

Genießen wir den kleinen Lauf, den unser Team schon heute hat. Genießen wir die Auswärtsfahrten mit mehreren tausend Gleichgesinnten in die entlegensten Winkel der Nation und feiern wir gemeinsam die Mannschaft, egal ob sie mit sechs Zaubertoren oder durch ein Eigentor am Ende erfolgreich ist.
Deshalb: Locker bleiben liebe Löwen-Fans. Der Auftritt in Aachen war sicherlich kein Zauberfußball, aber er war effizient, er war defensiv und taktisch bärenstark und er war erfolgreich. Das belegen übrigens auch die Statistiken. 1860 hatte mehr Torschüsse, deutlich mehr Ballbesitz und eine klar bessere Zweikampf-Quote, auch wenn das im Stadion oder vorm dem TV nicht immer so aussieht. Liebe Grüße gehen raus an Taktik-Guru Bernd, vielleicht magst Du das ja wieder einmal mit Zahlen unterlegen?

Der neue Biss des Löwen

Aufgehts Löwen, weiter so – denn DAS ist der neue Biss des Löwen, das ist die neue Effektivität, die neue taktische Disziplin und ein kleines Bissl sicher auch das neue Dusel der Löwen. Vielleicht war es ja doch für etwas gut, dass wir die vielen Fehlentscheidungen gegen uns in den letzten Jahren so tapfer ertragen haben… Locker bleiben, genießen und sich auf nächsten Samstag freuen – was wollen wir denn mehr?

Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.

Sechzig all over the World: Standard Lüttich – Dender

0

Mein Sohn hatte in den Wochen vor den Sommerferien mit der kicker-App kurzerhand entschieden, dass wir dieses Jahr den Sommerurlaub in Belgien verbringen werden und dort so einige Stadionbesuche absolvieren würden. Gesagt getan – bei mir rennt er da ja himmelweit geöffnete Türenein. Als erstes Spiel stand für uns direkt am Tag nach dem 1:1 unseres TSV 1860 München bei Rot-Weiss Essen ein Ausflug nach Lüttich in eins der sehenswertesten Stadien Europas auf dem Programm.

Lüttich – eine Fußballstadt

Es war nicht mein erster Besuch im Stade de Sclessin, das offiziell Stade Maurice Defrasne heißt. In meiner Zürcher Zeit hatte ich das Vergnügen im Jahr 2011 den FCZ bei Standard Lüttich in der CL-Qualifikation zu sehen. Damals natürlich im Gästeblock und mir blieben sowohl das Stadion als auch das Publikum als absolut spektukulär in Erinnerung. Als wir am Nachmittag in die Trambahn Richtung einsteigen, ist diese eher spärlich mit erkennbaren Fußballfans gefüllt. Aber man kann sich nicht verfahren, weil es nur einen Ttrambahnlinie gibt und diese ihre Endstation am Stadion hat. Lustigerweise ist ausgerechnet die Endhaltestelle gesperrt. Als wir ankommen, verstehen wir auch warum. Es sind so viele Fans in den engen Straßen Richtung Stadion unterwegs, dass die Trambahn schlicht nicht durchkommen würde. Außerdem klärt sich auf, warum nur wenige Standard-Fans in der Trambahn waren. Die sind alle schon da! Sie haben sich rund ums Stadion verteilt und verpflegen sich mit fester und flüssiger Nahrung.

Standard Lüttich Fans auf den Trambahngleisen unterwegs in Richtung Stadion
Überall rund um’s Stadion kann man sich mit Getränken und Essen versorgen

Alles läuft sehr relaxt ab und wir stellen und an einem der zahlreichen Stände einfach dazu und nehmen ein Kaltgetränk und genießen den Ausblick auf die möglicherweise steilsten Stadiontribünen der Welt. Ein wirklich beeindruckender Anblick:

Die steilen Tribünen des Stade de Sclessin von Außen

Das Publikum kommt einem so ein wenig wie bei 1860 in den Neunzigern vor. Eine bunte Mischung aus Allem. Es sind komplette Großfamilien über drei Generationen unterwegs, von denen drei Viertel der Entourage in feinste RSCL-Ballonseide Trainingsanzüge gehüllt sind. Genauso trifft man auf Normalos, Ultras und auch durchaus erkennbare Freunde der dritten Halbzeit. Uns fällt besonders auf, dass auch überdurchschnittliche viel ältere Herrschaften am Start sind.

Steil, steiler, Sclessin

Wir begeben uns dann auf unsere Plätze. Ich habe Plätze auf der Haupttribüne im dritten Rang gekauft, um die Steitlheit der Stadion wirklich genießen zu können. Die Eingangskontrollen sind bei uns lasch. Bei der Tribüne hinter dem Tor erkennen wir die guten alten Turnstiles englischer Prägung, da wird wohl schärfer kontrolliert. Nach dem tatsächlich etwas kräfteraubenden Anstieg bietet sich uns ein toller Blick auf Spielfeld und beide Kurven.

Blick auf’s Spielfeld von unserem Platz aus

Die Stufen sind so klein und so hoch, dass die Leute sich immer wieder gegenseitig helfen, um den Aufstieg bewältigen zu können. Was ich nicht wusste: Standard hat mittlerweile zwei Ultrakurven. Die “neue” und deutlich kleinere ist direkt neben dem Gästeblock und hier scheinen eher jüngere Semester zu stehen. Zu Spielbeginn wurde hier auch eine kleine Pyroshow zum Besten gegeben.

Der “neue” Ultrablock direkt neben dem Gästeblock

In der “traditionellen Kurve” sind wohl eher die alten Haudegen zu finden. Beide Ultragruppen versammeln sich im zweiten Rang. Die etwas aktivere Kurve ist schon die “traditionelle” Heimkurve, aber die Ultras auf der anderen Seite machen auch gut Stimmung mit etwas modernerem Liedgut als die “alten Haudegen”. Beide Kurven scheinen sich aber zu respektieren und singen mit, wenn die jeweils andere etwas anstimmt. Auch das restliche Publikum stimmt hin und wieder komplett in die Gesänge der beiden Kurven mit ein. Aus Dender sind nur etwa 100 Fans mitgekommen, die sich im volllkommen überdimensionierten Gästeblock etwas verlieren.

Die “traditionelle Heimkurve”

Das Spiel: eher Magerkost

Das Spiel findet nicht gerade auf hohem Niveau statt. Wir sind uns einige, dass 1860 und RWe hier durchaus mithalten hätten können. Ein guter Beleg dafür ist, dass ein alter Bekannter aus der dritten Liga, nämlich Dennis Eckert-Ayensa, den Führungstreffer für Standard schießt (65. Minute) und zu den auffälligeren Akteuren an diesem Abend zählt. Generell spielt es Standard in der Offensive viel zu kompliziert und es scheint, als ob der Trainer die Vorgabe gemacht hat, dass jeder Angriff erstmal zur Grundlinie geführt werden muss, um den Ball dann irgendwie auf einen Spieler im Rückraum zu bringen. So kann Dender, dass noch limitierter als Standard agiert, immer wieder Löcher in der Defensive schließen und weitere Gegentore verhindern. Dender gibt aber nicht auf und kommt in der 85. Minute durch Kvet zum etwas glücklichen Ausgleich. Standard ist geschockt und kann nicht mehr reagieren. So endet das Spiel 1:1.

Kollektives Frustessen nach dem Spiel

Den Standard-Fans ist anzumerken, dass sie vom Unentschieden enttäuscht sind. Dennoch wird das Stadion nicht einfach verlassen und nach Hause gegangen. An den Ständen inner- und außerhalb des Stadion bilden sich riesige Schlangen und die Menschen nehmen hier hier ihr Abendessen ein und diskutieren über das Spiel. Wir nehmen auch noch einen Snack und ein Bierchen (also ich, der Sohn kriegt brav ein Wasser). Danach machen wir uns auf zur Trambahn, die immer noch erst ab der vorletzten Station verkehrt. Sie ist wieder ziemlich leer für nach einem Fußballspiel, denn ein Großteil der Standard-Fans befindet sich noch in und um das Stadion, um das bei einem Snack und einem Bier revue passieren zu lassen. Alles in Allem ist der Besuch eines Spiels von Standard Lüttich definitiv empfehlenswert. Das steile Stadion Sclessin ist alleine die Reise wert. Wirklich positiv aufgefallen sind uns die Fans, für die ein Spiel von Standard weit mehr als 90 Minuten auf dem Feld sind.

Zähe Nummer beim 2:0-Sieg am Tivoli in Aachen

6
Zähe Nummer beim 2:0-Sieg am Tivoli in Aachen

Die Löwen taten sich am dritten Spieltag auswärts bei Alemannia Aachen schwer. Es war eine zähe Nummer am Tivoli in Aachen. Trainer Patrick Glöckner hatte die gleiche Startelf wie beim 3:1 gegen Osnabrück aufs Feld geschickt, doch Aachen begann überraschend offensiv. Die Löwen taten sich schwer und kamen im ersten Durchgang kaum zu nennenswerten Chancen. Die zweite Hälfte war nach einer Ampelkarte gegen Aachens Gaudino sehr hektisch. Am Ende entschieden die Löwen-Joker das Spiel. Hobsch traf zum 1:0 (89.), Philipp machte zwei Minuten später den Deckel drauf. Sicher kein Traumspiel, aber ein wichtiger und erkämpfter Dreier für Münchens große Liebe.

Aachen presst hoch – Sechzig steht gut

Die Anfangseuphorie der sehr hoch pressenden Hausherren dauerte etwa 15 Minuten. Die Löwen standen zwar unter Druck, hielten aber ihre taktische Formation und standen gut. Torchancen auf Seiten der Alemannia gab es keine wirklichen. Einige Male musste Keeper Dähne das Spielgerät zwar aufnehmen, allerdings wurde er nicht ernsthaft geprüft. Am ehesten noch bei einem kurzen Kopfballrückpass von Jacobsen den er aber problemlos per Kopf klärte.

Zwei Halbchancen für die Löwen

Ab der Mitte des ersten Durchgangs konnten sich die Löwen zwar immer mehr befreien, wirklich zwingend wurde es aber auch auf die mit 2.500 Fans gut gefüllte Gäste-Kurve aber nur selten. Nach einem schnell ausgeführten Deniz-Freistoß aus dem rechten Halbfeld zog Niederlechner aus spitzem Winkel ab, doch Aachens Keeper Olschowsky klärte zur Ecke. Kurz vor der Pause ergab sich eine hoffnungsvolle Umschaltsituation für Münchens große Liebe. Doch Haugens Querpass auf den im Zentrum freistehenden Niederlechner wurde geblockt. So ging es letztlich verdient mit dem torlosen 0:0 in die Halbzeitpause.

Ohne Wechsel in den zweiten Abschnitt

Die Löwen lauerten schon im ersten Durchgang aus einer starken Defensive heraus auf Lücken und Konterchancen. So ging es auch ohne Wechsel in den zweiten Abschnitt. Nach einer guten Stunde flog dann Aachens Gaudino nach einem Frustfoul an Niederlechner mit Gelb-Rot vom Platz. Gaudino selbst hatte zuvor den Ball gegen zwei Löwen vertändelt. In Überzahl agierten die Münchner druckvoller, aber auch Aachen versteckte sich nicht und spielte weiter nach vorne.

Zwei Joker entschieden die Partie

Den Unterschied machte am Ende die große Qualität, die Trainer Patrick Glöckner noch von der Bank ins Spiel bringen konnte. Philipp, Wolfram, Hobsch, Jakob und Christiansen kamen im zweiten Abschnitt in die Partie und entschieden diese am Ende auch. Philipp hatte nach einem Zuckerzuspiel bereits 20 Minuten vor Ende die Entscheidung auf dem Fuß, der Ball landete aber über der Querlatte.

Hobsch trifft erneut spät in Aachen

Wie beim Ausgleich in der letzten Saison war es am Ende Hobsch, der in Aachen spät traf und die Löwen-Fans jubeln ließ. Nach starkem Aufbaupass von Jacobsen legte Volland mit etwas Glück leicht abgefälscht quer und Hobsch vollstreckte eiskalt über den Innenpfosten zum 0:1. Keine zwei Minuten später war es dann Philipp, der ein langes Zuspiel stark annahm und abzog. Sein Abschluss wurde abgefälscht und trudelte ins Netz. Das Spiel war entschieden.

Zähe Nummer beim 2:0-Sieg am Tivoli in Aachen

Insgesamt war es ein sehr erwachsener Auftritt der Löwen, die in Aachen nicht glänzte, aber siegten und somit nach drei Spielen sieben Zähler auf dem Konto haben. Die Sechzger hielten gerade in der Defensive auch in hektischen Phasen ihre taktische Vorgaben ein, fielen nicht aus dem System und am Ende machten die Joker den Unterschied. Der Auftakt ist also geglückt, so kann es weitergehen bei Münchens großer Liebe.

Liveticker: Alemannia Aachen – TSV 1860 München (3. Spieltag)

16
liveticker alemannia aachen tsv 1860

Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen dem TSV Alemannia Aachen und dem TSV 1860 München! Die beiden ehemaligen Bundesligisten treffen am 3. Spieltag der 3. Liga am Tivoli aufeinander.

Vier Punkte holten die Löwen aus den ersten beiden Partien dieser noch jungen Saison und damit drei Zähler mehr als der heutige Gegner. Die Alemannia musste sich zuletzt Aufsteiger TSG Hoffenheim II zuhause geschlagen geben und möchte natürlich unbedingt punkten, um einen kompletten Fehlstart zu vermeiden. Zwar sind mit Florian Heister, Jeremias Lorch, Daniel Wiebe und Jan Olschowsky vier zuletzt angeschlagene Spieler zurück im Training und mit Pierre Nadjombe stieß ein Leihspieler vom 1. FC Magdeburg zum Kader, dennoch muss Trainer Benedetto Muzzicato auf einige vermeintliche Stammspieler verzichten. Und die Löwen? Die wollen den Schwung aus dem Heimsieg gegen den VfL Osnabrück konservieren und sich mit einem Dreier auf dem Tivoli in der Spitzengruppe festsetzen!

Aufstellung:
Dähne – Dulic, Verlaat, Voet – Danhof (67. Wolfram), Deniz (86. Christiansen), Jacobsen, Pfeifer (86. Jakob) – Volland – Haugen (67. Philipp), Niederlechner (74. Hobsch)

Bank (ohne Einsatz):
Bachmann (TW), Althaus, Schifferl, Lippmann

Tore:
0:1 (89.) Hobsch, 0:2 (90.+1) Philipp

Gelb-Rot: 
Gaudino (64./Aachen)

Zuschauer: 24.920

Die Personalsituation

Es fehlen:
Morris Schröter wird den Löwen voraussichtlich über Monate hinweg verletzungsbedingt (Sehnenriss am Hüftbeuger) nicht zur Verfügung stehen. Zuletzt hatten auch Philipp Maier und Emre Erdogan zeitweise mit dem Training aussetzen müssen und sind deshalb fraglich. Torwart Miran Qela ist nach seinem Fingerbruch hingegen zurück im Training, dennoch wird Paul Bachmann heute auf der Bank seitzen.

Ausfälle bei Alemannia Aachen:

Lamar Yarbrough (Gelb-Rot-Sperre), Mika Hanraths, Bentley Baxter Bahn, Valmir Sulejmani, Kevin Goden (alle verletzt)

Wo könnt ihr das Spiel Alemannia Aachen – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Das Match wird heute im Free-TV übertragen – und zwar im BR! Zudem läuft die Partie wie gewohnt auf MagentaSport, das die Begegnung sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream überträgt.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99 € gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

TSV 1860 III punktet zum Saisonauftakt beim TSV Gräfelfing

1
TSV 1860 Iii

Immerhin einen Punkt ergatterte der TSV 1860 München III zum Saisonauftakt beim TSV Gräfelfing. Für die Elf von Trainer Beppo Gutsmiedl trafen Josef Tohmaz und Philipp Baumann.

TSV 1860 III punktet zum Saisonauftakt in Gräfelfing

Keine 60 Sekunden waren in Gräfelfing gespielt, als der TSV 1860 III zu ersten Mal jubeln durfte und einen Saisonauftakt nach Maß feiern konnte. Josef Tohmaz, im Sommer vom TSV Grünwald zu den Löwen gewechselt, sorgte für die frühe Führung, an der sich die Elf von Neu-Trainer Beppo Gutsmiedl jedoch nicht lange erfreuen konnte. In der 13. Minute zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt und Jonas Einloft traf zum 1:1. Nach einer halben Stunde dann gar die Führung für den TSV Gräfelfing, als Maximilian Betz einen verunglückten Rückpass der Löwen aufnahm und zum 2:1 einnetzte (30.).

Doch auch die Löwen wussten mit dem Rückstand umzugehen und kamen motiviert aus der Kabine. Philipp Baumann war es schließlich, der in der 59. Minute vor 160 Zuschauern einen Freistoß zum 2:2-Endstand in die Maschen schweißte. Ein Video dieses wunderschönen Treffers findet Ihr HIER!

Am 30.08. (17.30 Uhr) empfängt die Dritte die DJK Pasing zum ersten Heimspiel der Saison auf dem Sechser-Platz.

Doppelpack Klose: TSV 1860 U21 siegt in Pipinsried

1
Fc Pipinsried Tsv 1860 U21 Doppelpack Klose

Während Papa Miroslav mit dem 1. FC Nürnberg wieder leer ausging, sorgte Noah Klose mit seinem Doppelpack für einen 2:0-Auswärtssieg der U21 beim FC Pipinsried. Die Löwen bleiben damit ungeschlagen und belegen derzeit Platz 2 in der Bayernliga Süd.

Doppelpack Klose – Auswärtssieg für U21

Völlig ohne Profiunterstützung musste Trainer Alper Kayabunar beim FC Pipinsried auskommen und dennoch kehrten sein Team mit drei Punkten aus dem Gepäck aus dem Dachauer Hinterland zurück nach Giesing. Zum Einen stand die U21 des TSV 1860 defensiv ziemlich kompakt, zum Anderen agierten die Löwen nach vorne zielstrebig und gradlinig. Bereits in der Anfangsphase boten sich einige Möglichkeiten, der erste Treffer entsprang dann jedoch einem Elfmeter. Noah Klose wurde im Strafraum gelegt, der Gefoulte trat selbst an und netzte zum 0:1 ein (13.).

Auch in der Folge waren die Junglöwen über weite Strecken spielbestimmend und erarbeiteten sich Torchancen, doch wieder musste ein Strafstoß her, um Zählbares herbeizuführen. Wieder wurde Klose gefoult, wieder schnappte er sich den Ball und auch diesmal verwandelte der 20-Jährige. Mit einer 2:0-Führung ging es in die Kabinen und nach dem Seitenwechsel wollte es Pipinsried nochmal wissen.

Zweimal Gelb-Rot für Pipinsried

Angelo Mayer, einst beim TSV 1860, ging die Sache etwas übermotiviert an und sah in der 52. Minute nach einem Foulspiel Gelb-Rot. Die Löwen waren nun also in Überzahl, was der Elf von Alper Kayabunar natürlich in die Karten spielte. Spätestens nach der gelb-roten Karte für den Pipinsrieder Keßler standen die Weichen auf Auswärtssieg und in doppelter Überzahl brachte Sechzig das Ergebnis souverän über die Zeit.

Durch die drei Punkte in Pipinsried setzen sich die Löwen in der Spitzengruppe fest und belegen mit einem Punkt auf den SV Kirchanschöring Platz 2 in der Bayernliga Süd. Der TSV 1860 hat dabei eine Partie weniger absolviert als der Spitzenreiter.