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Groundhopping Albanien: Länderpunkt im Zeichen der Jugend

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Groundhopping Albanien

Wie bereits im Vorjahr nutzte ich das Wochenende nach dem Saisonfinale der Profis für eine Fußballreise ins Ausland. Beim Groundhopping in Albanien stand der Länderpunkt dabei ganz im Zeichen der Jugend.

Albanischer Verband wenig kooperativ

Nachdem ich 2024 nach Bosnien gereist war, um dort die Saison ausklingen zu lassen, verschlug es mich diesmal zum Groundhopping nach Albanien. Warum gerade dorthin? Zum Einen, weil ich dort noch nie war und zum Anderen, da dort gerade die U17 Europameisterschaft stattfindet, was den Vorteil hat, dass Spielorte und Termine fix sind und die Planung durchaus erleichtern. Gerade auf dem Balkan, wo Spiele oft erst wenige Tage vorher terminiert oder verschoben bzw. sogar ganz abgesagt werden, ist dies ein großer Vorteil.

Auch diesmal wäre ich ohne das Turnier der UEFA wohl aufgeschmissen gewesen, denn die albanische Liga ist bereits beendet (Meister wurde KF Egnatia), das Pokalfinale war bereits absolviert (Pokalsieger: Dinamo City) und vom albanischen Verband kam auf meine zahlreichen Anfragen, ob an dem besagten Wochenende irgendwelche Spiele (Liga, Alter, Geschlecht – alles egal!) stattfinden, nicht eine einzige Antwort.

Verspätete Ankunft in Durres

Okay, dann halt nur U17 EM – gibt Schlimmeres! Zum Beispiel einen verspäteten Hinflug, der Zeitplanung direkt mal infrage stellt, zumal diese ohnehin sehr knapp war. Landung in Tirana um 17 Uhr, Anpfiff im 40 km entfernten Durres um 18 Uhr, da schmerzen 15 Minuten ungemein, wenn man auch noch Geld abheben und eine albanische SIM-Karte kaufen muss.

Ganz zum Anpfiff hats dann tatsächlich auch nicht gereicht, aber 20 Minuten nach Spielbeginn setzte mich das Taxi vor den Toren des Stadiumi Niko Dovana ab und kurz darauf war ich auf meinem Platz. Schon witzig, dass hier ein UEFA-Turnier ausgetragen werden darf, das Grünwalder Stadion aber nicht zweitligatauglich sein soll. Es bröckelte an allen Ecken und Enden, Sitze waren munter im ganzen Block verteilt und Inspekteure des TÜV Süd wären sicher mit Schnappatmung geflüchtet.

Sportlich war das Ganze recht eindeutig, Belgien dominierte den Gegner aus der Tschechischen Republik über weite Strecken nach Belieben und hätte noch viel deutlicher als 3:1 (Video findet Ihr HIER) gewinnen können, ja fast schon müssen. Überragender Spieler auf Seiten der Belgier war Ali Camara vom KRC Genk – der wird seinen Weg machen.

Groundhopping Albanien: Schon wieder U17!

Am nächsten Tag war nach einer kurzen und aufgrund der nicht ganz so coolen und ungepflegten Unterkunft recht unangenehmen Nacht erstmal Sightseeing in Durres angesagt. Die Stadt mit rund 100.000 Einwohnern liegt direkt am adriatischen Meer und ist im Sommer ein touristisches Zentrum Albaniens. Ende Mai hingegen hat sich Durres noch nicht wirklich rausgeputzt, der Strand schaut noch total verwildert aus, die schön hergerichtete Promenade ist noch ziemlich menschenleer. Ich nutze das schier endlose an Angebot an Kaffeehäusern ausgiebig – und toppe das dann in Tirana nochmal deutlich…

Auf meinem Spaziergang durch die Gemeinde komme ich fast schon zwangsläufig auch nochmal am Stadion vorbei und stutze. Das war doch ein Pfiff, oder? Und das ein Schrei? Also beschleunige ich meinen Schritt und tatsächlich: Auf dem Nebenplatz des Stadions wird gespielt und schnell finde ich heraus, dass sich die U17-Mannschaften von KF Teuta Durres und dem FC Kinostudio Tirana gegenüberstehen. Welch schöne Überraschung! Das hätte mir der Verband durchaus mitteilen können… In einer interessanten Partie siegen die Gäste schließlich verdient mit 4:2, wobei da munter durchgewechselt wird und am Ende auch einige Spieler von Teuta beim Gegner mitkicken, weil die nur zu zwölft angereist waren.

Pulsierendes Tirana mit dunkler Geschichte

Mit Abpfiff verlasse ich den Platz, gönne mir noch ein ausgiebiges Mahl und setze mich in den Bus nach Tirana. Im Gegensatz zum Taxi ist dieses Verkehrsmittel spottbillig, für 200 Lek (2 Euro) bringt mich der Bus in die Hauptstadt. Wobei: Der Busbahnhof liegt extrem dezentral und genau am anderen Ende der Stadt, der Fußmarsch zu meiner Unterkunft ist mir zwei Stunden veranschlagt und da gerade der Regen einsetzt und es ein bisschen donnert, nehme ich halt doch nochmal ein Taxi. Dieses umfährt den katastrophalen Stau weiträumig und so schlage ich zwanzig Minuten später in meinem Apartment auf. Erstmal duschen, dann noch eine Runde durchs Viertel und anschließend chillen. Ich hatte an dem Tag dann doch schon deutlich über 20 km in den Beinen.

Neuer Tag, volles Programm. Ich laufe 25 Minuten ins Zentrum, schlendere ein wenig planlos herum und um 10 Uhr beginnt die Free Walking Tour am Opernhaus, das am imposanten Skanderbeg-Platz liegt. Zweieinhalb Stunden lang führt uns Guide Françesko kreuz und quer durch die Stadt, versorgt uns mit allerhand Geschichten und Eindrücken und zeichnet das Bild eines Landes, das bis vor rund 30 Jahren wie ein Nordkorea in Europa regiert wurde. Eine ungemein interessante, aber auch bedrückende Historie, der man sich unbedingt auch widmen sollte, wenn man Albanien bereist.

Groundspotting in der Hauptstadt

Nach der Führung erstmal ein lokales Craft Beer, einen kleinen Snack und einen Espresso und dann die eine oder andere Sehenswürdigkeit nochmal genauer unter die Lupe nehmen. Ich beginne mit dem House of Leaves, der Zentrale der Geheimpolizei, also quasi der albanischen Stasi. Danach brauche ich was Leichtes, lasse mich durch die Stadt treiben und beschließe, mir die nächsten Stunden mit Groundspotting zu vertreiben.

Erster Anlaufpunkt ist das Stadiumi Selman Stërmasi von KF Tirana und zunächst sieht es so aus, als gäbe es keine Möglichkeit, einen Blick ins Innere zu werfen. Das letzte Tor nach Umrundung des Grounds ist dann aber doch geöffnet und so schlüpfe ich rein und schieße ein paar Fotos. Der direkt angrenzende Nebenplatz wird seit Jahren nicht mehr genutzt und verwildert zunehmend. Schade eigentlich.

Generalprobe der Hymnen

Nach einer weiteren Espressopause mit Aufladen des Smartphone-Akkus (darauf komme ich später nochmal zurück…) spazierte ich weiter zum Kompleksi Dinamo und zum unmittelbar daneben gebauten Kompleksi Federata Shqiptare e Futbollit des albanischen Verbandes. Die beiden Grounds teilen sich sogar ein Dach. Dort konnte ich das Areal leider nicht betreten und so zog ich weiter in den schönen und erholsamen Stadtpark Tiranas. Nach all der Hektik zuvor eine willkommene Oase der Ruhe.

Mit Anbruch des Abends bewegte ich mich in Richtung Air Albania Stadium, warf einen ersten Blick auf die futuristische Arena, in der auch schon ein Europapokalfinale stattgefunden hatte. Es war allerdings noch zu früh, um das Stadion zu betreten, die Generalprobe der Hymnen beim Vorbeigehen war dennoch ganz witzig. Also erstmal zum Abendessen, nochmal ein albanisches Craft probieren, ein bisschen Premier League im TV und dann zurück zum Ground.

Übereifriger Steward im Air Albania Stadium

Jetzt waren die Tore geöffnet, das Abtasten verlief problemlos, aber plötzlich wurde ich aufgehalten und mir der Eintritt verwehrt. Warum? Dem Steward passte es nicht, dass ich mein Handy-Ladegerät dabei hatte, das ich ja Richtung Spielfeld werfen könnte. Diskussion zwecklos, also hinterlegte ich das gute Stück in einem nahen Café, um dann festzustellen, dass quasi alle Jugendlichen um mich herum so ein Gerät im Stadion dabei hatten. Wie ich diese Willkür hasse!

Absolutes Highlight vor Spielbeginn war übrigens die Freude von so manchem Kind, das zum ersten Mal im Stadion war und ganz große Augen bekam. So viel echte Begeisterung und Aufregung sieht man wirklich selten.

Deutschland scheitert verdient an Portugal

Die Geschichte des Spiels zwischen den U17-Teams aus Portugal und Deutschland ist schnell erzählt. Die Deutschen mussten gewinnen, um weiterzukommen, kamen aber selten gefährlich vors Tor, während die Iberer des Öfteren am deutschen Keeper scheiterten. So wirklich unterhaltsam war das nicht.

20 Minuten vor Schluss ging Deutschland dann doch noch in Führung, der Ausgleich fiel nur wenige Zeigerumdrehungen später und in der 89. Minute versetzte Portugal den deutschen Jungs mit dem 2:1 endgültig den Todesstoß. Zur Strafe musste die deutsche Mannschaft am Tag drauf mit mir am Flughafen auf den Heimflug warten…

Ein letzter Spaziergang…

Den Montagvormittag nutzte ich erneut für einen ausgedehnten Spaziergang inklusive Besuch der Ausstellung Bunk’Art 2, die eine beeindruckende Übersicht über den Kommunismus in Albanien bietet. Danach hieß es Abschied zu nehmen, per Bus ging es zum Flughafen und zurück nach Memmingen.

War das alles die Mühen wert? Logo. Würde ich es wieder tun? Klar. Ist Albanien eine Reise wert? Ja, wenn man bereit ist, Abstriche zu machen und Bock hat, sich auf Land, Leute und die Historie Albaniens einzulassen. Die nächste Reise kommt bestimmt…

Groundhopping auf sechzger.de

In den letzten Monaten erschienen bereits einige Groundhopping-Artikel auf sechzger.de. Hier eine kurze Übersicht:

Groundhopping Rumänien
Groundhopping Mazedonien bzw. Nordmazedonien
Groundhopping Armenien
Groundhopping Thailand (Teil I / Teil II)
Groundhopping Ukraine
Groundhopping Kuba
Groundhopping Montenegro
Groundhopping Indien
Groundhopping Kirgisistan
Groundhopping Saudi-Arabien
Groundhopping Antarktis (Südgeorgien)
Groundhopping Kolumbien
Groundhopping Indonesien
Groundhopping Laos
Groundhopping Georgien
Groundhopping Sansibar
Groundhopping Moldawien/Transnistrien
Groundhopping Nordkorea
Groundhopping Bulgarien
Groundhopping Senegal
Groundhopping Gambia
Groundhopping Guinea-Bissau
Groundhopping Frankreich
Groundhopping Kosovo & Nordmazedonien
Groundhopping Bosnien
Groundhopping Taiwan
Groundhopping Tunesien
Groundhopping Algerien
Groundhopping Türkei
Groundhopping Galicien (Teil I / Teil II)
Groundhopping Madrid (Teil I / Teil II)
Groundhopping Ecuador (Teil I / Teil II)

Remis zwischen Havelse und Lok Leipzig

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Remis zwischen Havelse und Lok Leipzig

Mit einem 1:1-Unentschieden haben sich die beiden Meister der Regionalligen Nord und Nord-Ost getrennt. Beim Relegations-Hinspiel um den Aufstieg in die 3. Liga lieferten sich Lokomotive Leipzig und der TSV Havelse eine ausgeglichene und intensive Begegnung. Tore fielen dabei erst in der Schlussphase. Letztlich war das Remis ein leistungsgerechtes Ergebnis.

Havelse eröffnet Spiel mit Pfostenschuss

Über 10.000 Zuschauer wollten das Hinspiel im Bruno-Plache-Stadion in Leipzig sehen. Die erste Halbzeit war ausgeglichen und chancenarm, dafür aber körperlich intensiv. Spielerische Glanzstücke hatten eher Seltenheitswert. Die Gäste aus Havelse eröffneten das Spiel mit einem Pfostenschuss. Bereits vor dem Spiel hatten die TSV-Fans einen Banner für ihren Fan-Beauftragen Marius gehisst, bei dem eine Krebserkrankung festgestellt wurde. Den Genesungswünschen schließen wir uns natürlich gerne an.

Zweite Hälfte geht an Leipzig

Im zweiten Durchgang konzentrierten sich die Gäste auf die Defensive. Lokomotive Leipzig rannte an, konnte seine Chancen aber nicht nutzen. Turbulent wurde es dann in der Schlussphase. Der Führungstreffer für Havelse fiel dann in der 89. Spielminute komplett aus dem Nichts, als Ilic das Leder mit einem sehenswerten Volleyschuss unter die Querlatte nagelte. Doch die Freude der Gäste währte nur kurz, Cevis glich postwendend nach einem Steckpass aus zum 1:1.

Remis zwischen Havelse und Lok Leipzig

Entsprechend endete das Relegations-Hinspiel zwischen Havelse und Lok Leipzig mit einem Remis, mit dem die Gäste sicherlich besser leben können. Das Rückspiel steigt am Sonntag um 13:30 Uhr und wird wieder auf MagentaSport live übertragen. Wen ihr Euch lieber in der dritten Liga wünscht, könnt ihr in unserer aktuellen Umfrage auf unserer Startseite abstimmen. Aktuell führt Lok das Ranking klar an.

Endspiel um Aufstieg: Löwinnen gastieren bei SG Haar/Grasbrunn

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Löwinnen 1 Tsv Solln Tabellenspitze

Recht viel spannender kann ein Saisonfinale gar nicht sein – und der TSV 1860 München spielt dabei die Hauptrolle. Am letzten Spieltag der Kreisliga gastieren die Löwinnen im Endspiel um den Aufstieg bei der SG Haar/Grasbrunn. Anstoß ist am Samstag um 17 Uhr im Sport- und Freizeitpark Eglfing (Höglweg 3, 85540 Haar).

Fehlende Spielpraxis beim TSV 1860

Kampflos erhielten die Löwinnen am vergangenen Wochenende ihre drei Punkte, da der Gegner SG Sentilo-Blumenau/Pullach nicht antrat. Der Nachteil: Dem TSV 1860 fehlt nun der Spielrhythmus für die entscheidende Partie am kommenden Samstag. Die SG Haar/Grasbrunn hingegen steht nach dem 4:2-Auswärtssieg beim TSV Solln voll im Saft und möchte die Löwinnen am letzten Spieltag in der Tabelle noch abfangen.

Wie ist die Ausgangsposition?

Derzeit führen die Löwinnen die Tabelle mit 56 Punkten an, zwei Zähler dahinter folgt die SG Haar/Grasbrunn. Das heißt: Punktet der TSV 1860 am Samstag, steht er als Meister fest und steigt auf. Bei einer Niederlage zieht der Gegner sicher vorbei und auch die DJK Pasing (derzeit 53 Zähler) könnte in diesem Fall mit einem Sieg aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs noch auf Rang 2 springen.

Klar ist jedoch: Nur Platz 1 berechtigt zum Aufstieg, es gibt für die dahinter platzierten Teams auch keine Relegation.

Endspiel um Aufstieg am Samstag

Insofern ist klar, dass die Partie am Samstag nicht nur ein Endspiel um die Meisterschaft ist, sondern auch um den Aufstieg. Die Löwinnen hoffen nach dieser erfolgreichen Saison (Sieg im Kreispokal, Finale im Bezirkspokal) natürlich auf die Krönung und würden sich über zahlreiche und lautstarke Unterstützung freuen.

Anstoß ist am Samstag um 17 Uhr im Sport- und Freizeitpark Eglfing (Höglweg 3, 85540 Haar).

sechzger.de Talk 212: Saisonbilanz unserer Gäste

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Sechzger.de Talk Folge 212 Saison 2024 25 Aus Der Sicht Der Gäste Im Sechzger.de Talk Zum TSV 1860 München Und Der 3.Liga

Im sechzger.de Talk 212 wiederholen wir ein Konzept, das nach der vorletzten Saison 2023/24 sehr gut ankam. Wir haben unsere externen Gäste von den Gegnern der 3. Liga, die – in der Regel – vor den Duellen mit unseren Löwen am sechzger.de-Talk teilgenommen haben, um ihre Einschätzungen zur gerade zu Ende gegangenen Saison 24/25 gebeten. Die Antworten auf unsere Fragen wurden jeweils von den Protagonisten aufgezeichnet und an uns übermittelt. Außerdem führten wir im Vorfeld der Sendung zwei Gespräche mit unseren (ehemaligen) Gästen. Christian und Peter präsentieren (und kommentieren) hier also die Einspieler von und mit Jan (Energie Cottbus), Raimund (SC Verl), Kai (VfL Osnabrück), Philip (RWE) und Flo (Alemannia Aachen). Und ganz am Ende kommt noch ein Überaschungsgast…

Aktuelles Geschehen: Abschied von Lukas Reich

Obwohl sich die Löwen gerade in der Sommerpause befinden und es an der Grünwalder Straße 114 recht ruhig ist, erreichte uns just heute die finale Bestätigung vom Wechsel Lukas Reichs’ zur SpVgg Greuther Fürth. An dieser Nachricht kommen Christian und Peter natürlich – trotz anderen Schwerpunkts im sechzger.de Talk 212 nicht vorbei und ordnen das Ganze kurz ein.

Die drei Fragen an unsere Gäste

Danach geht’s aber dann los mit den Einschätzungen unserer Gäste. Mit den nachfolgend hier abgedruckten Fragen haben wir sie konfrontiert und um Antworten gebeten:

  1. Wie beurteilst Du zurückblickend die Saison 2024/25 für Deinen Verein? Wurden die Erwartungen enttäuscht, erfüllt oder gar übertroffen? Was waren die High- und Downlights der Saison für Deinen Verein (aus sportlicher Sicht, aber gerne auch Themen aus dem Umfeld, der Fanszene etc. aufgreifen)
  2. Was fällt Dir – aus der Distanz – zum TSV 1860 in der Saison 2024/25 ein? Evtl. ergänzend: Wie intensiv hast Du die Löwen (vielleicht auch nach Deiner Teilnahme bei uns im Talk) überhaupt verfolgt?
  3. Was wünschst Du Dir für Deinen Verein (oder vielleicht für die ganze 3. Liga) in der kommenden Saison? Sportlich und vielleicht auch im Umfeld?

Der sechzger.de Talk 212 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

III & IV: Probetraining beim TSV 1860 am 02.06.

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TSV 1860 U21 Dritte Vierte

Nein, Dr. Christian Werner muss noch nicht zum letzten Strohhalm greifen, um in bester 1. FC Düren-Manier Spieler im Massencasting für die Löwen zu gewinnen. Vielmehr laden die Amateurmannschaften des TSV 1860 zum Probetraining, um vielleicht so die eine oder andere Verstärkung zu finden.

Probetraining beim TSV 1860 am 02.06.

Hier noch das offizielle Statement der Löwen für die Veranstaltung:

Die Anmeldung erfolgt per Mail unter probetraining@tsv1860-amateure.de.

Interessenten sollten dabei folgende Infos über sich preisgeben: Name, Alter, Position, aktueller Verein und die höchste bisherige Spielklasse.

28.05.1952: TSV 1860 unterliegt SK Rapid nach Aufholjagd

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Historie TSV 1860 München Giesing vor 111 jahren

Die meisten Leser erinnern sich vermutlich noch an die UEFA-Cup-Schlachten gegen den SK Rapid aus Wien in der Saison 1997/98. Damals zogen die Löwen gegen die Hütteldorfer den Kürzeren uns mussten sich in der 2. Runde aus dem Wettbewerb verabschieden (0:3, 2:1). Doch schon im Mai 1952 kreuzten des TSV 1860 und Rapid die Klingen. Auch heute vor 73 Jahren hatten die Österreicher das bessere Ende auf ihrer Seite.

Enttäuschende Saison 1951/52

Die Spielzeit 1951/52 beendeten die Löwen auf Platz 13 der Oberliga Süd und rangierte damit hinter Vereinen wie Viktoria Aschaffenburg, dem FSV Frankfurt oder dem VfB Mühlburg, der nach der Saison mit dem FC Phönix zum Karlsruher SC fusionierte.

Neben dem Ligaalltag bot sich den Fans des TSV 1860 aber auch ein interessantes Testspielprogramm mit etlichen internationalen Gegnern. So war am Neujahrstag beispielsweise der jugoslawische Spitzenverein Fudbalski Klub Crvena Zvezda – hierzulande bekannt als Roter Stern Belgrad – zu Gast auf Giesings Höhen. Einen Bericht zu dieser denkwürdigen Partie findet Ihr HIER!

Europäisches Spitzenteam in Giesing

Am 28.05.1952 hieß der Gegner des TSV 1860 jedoch SK Rapid und stellte eine legendäre Mannschaft, die weit über die Landesgrenzen hinweg für Furore sorgte. Neben der Landesmeisterschaft (1951 & 1952) sicherten sich die Hütteldorfer im Jahr 1951 auch Zentropapokal, einen internationalen Pokalwettbewerb, der als Vorläufer des UEFA-Cups gilt. Im Halbfinale hatte man Lazio Rom mit 5:0 abgefertigt.

Rapid galt damals als europäische Spitzenmannschaft, bekannteste Spieler waren Gerhard Hanappi und der spätere Weltklasse-Trainer Ernst Happel.

TSV 1860 verliert knapp gegen Rapid

Dennoch gelang es den Löwen immer wieder, die Wiener in Bredouille zu bringen. Zwar führten die Gäste zur Pause standesgemäß mit 2:0, doch Sechzig gab sich nicht geschlagen und kämpfte sich zurück ins Spiel. Mondschein und Zausinger sorgten nach dem Seitenwechsel binnen sechs Minuten für den Ausgleich.

Rund 12.000 Zuschauer im Grünwalder Stadion witterten eine große Überraschung, am Ende setzte sich der Favorit dann aber doch durch. Riegler traf in der 71. Minute für Rapid und besiegelte die Niederlage des TSV 1860.

Besser lief es einige Tage später gegen die Austria. Die Violetten gastierten am 03.06.1952 in Giesing und reisten mit einer 0:3-Niederlage im Gepäck zurück nach Wien. Wieder hatten Mondschein und Zausinger für die Löwen getroffen, zudem trug sich Lauxmann in die Torschützenliste ein.

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Josef Molzer setzte heute vor 73 Jahren auf folgende Elf des TSV 1860:

Strauß – Pledl, Hasenstab – Knöferl, Müller, Seemann – Zausinger, Link, Lauxmann (18. Baumgartner), Mondschein, Hornauer

Tore:
0:1 Probst (26.), 0:2 Hanappi (26.), 1:2 Mondschein (47.), 2:2 Zausinger (53.), 2:3 Riegler (71.)

Die statistischen Daten wurden dem Löwen Kompendium von Thorsten Ruinys entnommen.

Saarbrücken scheitert in der Relegation und bleibt in der 3. Liga

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Choreo von Münchens Jugend in Saarbrücken

Die Löwenfans dürfen auch in der kommenden Saison zu einem Auswärtsspiel nach Saarbrücken reisen. Der FCS verpasste am Dienstag Abend in Braunschweig 19 Jahre nach seinem letzten Abstieg die Rückkehr in die 2. Bundesliga. Die Niedersachsen, die das Hinspiel der Relegation im Saarland am Freitag Abend schon mit 2:0 gewonnen hatten, wurden ihrer dadurch entstandenen Favoritenrolle gerecht und setzten sich gegen den Drittligisten durch. Allerdings benötigten Sie dafür 120 Minuten und ein hartes Stück Arbeit. Damit geht Eintracht Braunschweig ins vierte Zweitligajahr in Folge, der 1. FC Saarbrücken in die sechste Spielzeit in Serie in der 3. Liga.

Saarbrücken von Beginn an oben dabei

Das offizielle Eröffnungsspiel der Drittligasaison 2024/25 bestritten der TSV 1860 und der 1. FC Saarbrücken am 2. August letzten Jahres. Während die Löwen mit der Aufstiegsfrage allerdings die ganze Saison nichts zu tun hatten, orientierten sich die Saarländer nach etwas holprigem Start schnell in Richtung Tabellenspitze und formulierten spätestens zum Ende der Hinrunde, als man den dritten Tabellenplatz erklommen hatte, das klare Ziel des Aufstiegs in die 2. Bundesliga. Im März belegte man für zwei Wochen sogar den direkten Aufstiegsrang Zwei, musste letztlich allerdings Arminia Bielefeld und Dynamo Dresden den Vortritt lassen. Im Saisonfinale, in dem sich Trainer Rüdiger Ziehl, gleichzeitig Manager in Saarbrücken quasi selbst entließ, setzte man sich dann am letzten Spieltag gegen Energie Cottbus im Kampf um den Platz, der zur Teilnahme an der Relegation berechtigt, durch.

Relegation: Drittligisten mit besserer Bilanz

In den nun insgesamt 17 Duellen um die Zweitligazugehörigkeit in der Folgesaison, die seit Einführung der 3. Liga ausgetragen wurden, setze sich zwölfmal der unterklassige Drittligist durch. Auch wir Löwen machten diese schmerzvolle Erfahrung im Frühjahr 2017 gegen Jahn Regensburg. Aber auch bei den nun also fünf erfolgeichen Zweitligisten ist 1860 zu nennen: Zwei Jahre vor dem Abstieg behielt man im Krimi gegen Holstein Kiel die Oberhand.

Elfmeter bringt die Hoffnung zurück

Im ausverkauften Eintracht-Stadion waren Torchance in der ersten Halbzeit Mangelware, die Partie plätscherte über weite Strecken vor sich hin. Wie die Saarländer auf diese Weise zwei Tore erzielen wollten, war beim besten Willen nicht erkennbar.

Auch nach dem Seitenwechsel waren zunächst die Niedersachsen das aktivere Teams, ohne dabei jedoch wirklich Torgefahr zu entwickeln. In der 66. Minute gab es jedoch einen berechtigten Handelfmeter für den FCS und Krüger ließ sich nicht zweimal bitten – 0:1!

Brünker erzwingt Verlängerung

Plötzlich war Zug im Spiel der Saarländer, die ihre Chance witterten. Besonders der eingewechselte Civeja drückte dem Spiel des FCS nun seinen Stempel auf und sorgte immer wieder für kreative Momente. Den zweiten Treffer jedoch markierte Kai Brünker, der einen Konter per Kopf zum 0:2 veredelte (83.). Nur Sekunden später hatte Multhaup gar den dritten Treffer auf dem Fuß, schob den Ball freistehend jedoch am Kasten vorbei.

In der 89. Minute dann aus dem Nichts die Chance für die Eintracht zum Lucky Punch, doch der Schuss von Ex-Löwe Tempelmann wurde im letzten Moment abgeblockt. Eine Minute später sah der Saarbrücker Rizzuto Gelb-Rot, das Heft schien sich also noch einmal zu wenden.

In der Verlängerung der Knockout für Saarbrücken

In der siebten Minute der Nachspielzeit forderten die Braunschweiger nach einem Handspiel Elfmeter, der Schiedsrichter jedoch winkte ab – eine knifflige Entscheidung. So ging es in die Verlängerung und diese lange so fade Partie bekam nochmal 30 Minuten extra, nachdem Brünker eine letzte Möglichkeit für die Gäste vergeben hatte. 16 Minuten der ersten Hälfte der Verlängerung konnten die Gastgeber den Abwehrriegel der Saarländer nicht entscheidend durchbrechen, dann war es doch so weit: Eine Flanke fand den Weg an den Elfmeterpunkt, der erste Versuch konnte noch – leicht handspielverdächtig – geblockt werden aber Di Michele Sanchez traf aus zwölf Metern ins linke Eck. Jubel bei der Eintracht – Proteste bei Saarbrücken. Die Nachspielzeit hatte den Saarländern zu lange gedauert. Den Sack endgültig zu machte Eintracht Braunschweig am Ende der regulären Spielzeit. Rayane Philippe vollendete einen schnell und klug gespielten langen Ball seines Torwarts ins leere Saarbrücker Tor. Philip Menzel war in den Schlussminuten weit aufgerückt und kam nicht schnell genug zurück in seinen Kasten. 2:2 – kurz später war Schluss!

Abgang fix: Lukas Reich wechselt zur SpVgg Greuther Fürth

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Tsv 1860 Lukas Reich dfb

Auch wenn der TSV 1860 einmal mehr den Aufstieg deutlich verpasste, findet sich (mindestens) ein Spieler der Löwen in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga wieder. Lukas Reich wechselt nach neun Jahren an der Grünwalder Straße zur SpVgg Greuther Fürth.

Lukas Reich wechselt zur SpVgg Greuther Fürth

Nachdem die Mittelfranken den Klassenerhalt fixiert und Interimscoach Thomas Kleine als neuen Cheftrainer präsentiert haben, wurde nun auch der Wechsel von Lukas Reich vom TSV 1860 München zur SpVgg Greuther Fürth offiziell bekannt gegeben. Laut Sky erhalten die Löwen eine Ablöse in Höhe von 500.000 Euro vom Zweitligisten.

Lukas Reich, der demnächst mit der U19-Nationalmannschaft an der Europameisterschaft in Rumänien teilnehmen wird, wechselt somit ein Jahr vor Vertragsablauf in die 2. Liga und erklimmt die nächste Sprosse auf der Karriereleiter. Obwohl sowohl er als auch seine Familie als tiefblau gelten, ist dieser Schritt absolut nachvollziehbar, wenngleich er nächstes Jahr noch sein Abitur ablegen wird.

Im Sommer 2016 war Reich vom FC Forstern zum TSV 1860 gewechselt und hatte seitdem sämtliche Juniorenmannschaften der Löwen durchlaufen. Auch, um noch eine Ablöse zu generieren, legte Dr. Christian Werner dem Youngster auf dem Weg in die 2. Liga keine Steine in den Weg. Insgesamt absolvierte Lukas Reich in der 3. Liga 35 Partien für die Löwen, wobei ihm ein Tor gelang.

Sechzig am Wochenende: Niederlagen für TSV 1860 III & IV

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Tsv 1877 Ebersberg Tsv 1860 Iii Dritte

Während die Saison der Profis bereits beendet ist, kämpfen andere Teams des TSV 1860 noch um Punkte. Wobei: Die Löwinnen I gewannen ihre Partie durch Nichtantritt des Gegners und können Meisterschaft und Aufstieg am letzten Spieltag durch ein Remis sicherstellen. Für den TSV 1860 III & IV setzte es am Wochenende Niederlagen.

Niederlagen für TSV 1860 III & IV

Aufgrund der Vorkommnisse beim Hinspiel lag eine gewisse Brisanz auf dem Spiel der Dritten beim FC Fürstenried. Eine Niederlage sollte nicht nur deshalb vermieden werden. Doch auch die Gastgeber gingen hochmotiviert zu Werk und setzten sich am Ende mit 3:2 durch. Für die Löwen, die den Klassenerhalt in der Kreisliga dennoch sicher haben, trafen Julian Schleich und Marco Gröschel.

Völlig chancenlos war die 4. Mannschaft beim SV Akgüney Spor und unterlag mit 2:5. Immerhin gelang Asaad Khalil mit seinem Doppelpack (70./85.) noch Ergebniskosmetik.

Alle Spiele im Überblick

Freitag, 23.05.

19.30 Uhr: SG Dietersheim/Garching – Senioren A 2:2
20.00 Uhr: Senioren C – FC Türk Sport Garching 1:1

Samstag, 24.05.

09.45 Uhr: U11 – SV Italia 1965 U13 3:2
11.00 Uhr: SpVgg Unterhaching – U10 6:9
12.00 Uhr: FC Eintracht München U10 – U9 0:7
13.00 Uhr: U16 – FC Schweinfurt 05 U17 0:1
13.30 Uhr: Löwinnen U17 – SG Aßling/Grafing 4:0
14.45 Uhr: Löwinnen U15 – SG Tegernseer Tal -:- (Nichtantritt Gast)
15.00 Uhr: Löwinnen II – TSV Eintracht Karlsfeld 2:2
17.30 Uhr: Löwinnen I – SG Sentilo-Blumenau/Pullach -:- (Nichtantritt Gast)

Zudem sicherte sich die U13 in einem BFV-Förderturnier in Grünwald gegen die SpVgg Unterhaching, die FT Freiham, den TSV Grünwald und den SV Heimstetten den Turniersieg.

Auch die U12 war bei einem BFV-Förderturnier im Einsatz und belegte in Rosenheim im Vergleich mit mit den U13-Teams des TSV 1860 Rosenheim, des SB Chiemgau Traunstein, des SV Wacker Burghausen und der FT München den 2. Platz.

Sonntag, 25.05.

10.30 Uhr: U14 – FV Illertissen U15 5:4
11.00 Uhr: FC Fürstenried – Dritte 3:2
13.00 Uhr: U9 – VfB Hallbergmoos U10 17:0
15.00 Uhr: SV Akgüney Spor – Vierte 5:2
15.30 Uhr: TSV 1865 Murnau U11 – U10 0:4

Marco Hiller ist Euer Löwe der Saison 2024/25

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Nach einer Saison, die in einer kürzlich hier bei uns durchgeführten Umfrage lediglich die Gesamtnote 4 (“ausreichend”) erhält, ist es wenig überraschend, dass auf die Frage nach dem Löwenspieler der Saison ein sehr differenziertes Ergebnis herauskommt. Eine Spielzeit wie die kürzlich zu Ende gegangene, an deren Ende ein elfter Tabellenplatz der 3. Liga steht und in der die eigentlich einzige Konstante die Inkonstanz war, ist nicht wirklich geeignet, für alle Zeit unsterbliche Helden hervorzubringen. Und doch haben die sechzger.de-Leser*innen bei der Abstimmung zum “Löwe der Saison 24/25” einen – relativ klaren -Sieger gefunden.

Welche Löwen auf die Auswahlliste?

Schon die Diskussion in unserer Redaktion, welche Akteure denn bei dieser Wahl zur Auswahl stehen müssten, war durchaus schwierig. Eigentlich wollten wir nicht den halben Kader auflisten… Also nur Spieler mit mehr als 20 Spielen? – Dann wären aber die Winterneuzugänge Dickson Abiama und Anderson Lucoqui (die – das sei hier schon Mal verraten – die Platzierungen sechs und sieben erreichten) gar nicht zur Wahl gestanden. Zusammen waren sie für immerhin 124 Anhänger die Löwen der Saison. Letztlich wurde unsere Auswahlliste also doch ziemlich lang und es schafften zwölf Spieler in die Umfrage. Und jeder dieser Akteure erhielt zumindest eine Hand voll Stimmen von den insgesamt 1.099 Teilnehmer*innen.

Auch die in den letzten Tagen hier veröffentlichten Saisonrückblicke der sechzger.de-Redakteure sprechen eine deutliche Sprache. Bei der Frage nach dem “Spieler der Saison” gaben sechs Autoren fünf verschiedene Antworten.

Marco Hiller: Löwe der Saison (25%)

Sich bei der Abstimmung durchsetzen und den Titel “Löwe der Saison 2024/25” der sechzger.de-Leser*innen einheimsen, konnte letztlich der scheidende Torhüter Marco Hiller. Ein Viertel aller Stimmen, insgesamt 273 entfielen auf ihn.
In seinem insgesamt 17. Jahr beim TSV 1860 fand sich der Gröbenzeller zu Saisonbeginn – mal wieder – zunächst auf der Bank wieder. Im Kasten stand der aus Haching gekommene Rene Vollath. Aber nach der 1:5-Pleite in Cottbus Ende Oktober reagierte Trainer Argirios Giannikis und schenkte dem Liebling der Fans, Marco Hiller das Vertrauen. Und die Maßnahme zeigte Wirkung: Zweimal siegte 1860 mit 3:0 und Hiller blieb die Nummer 1 – auch nach dem Trainerwechsel zu Patrick Glöckner im Januar.

Platz 2: Jesper Verlaat (18%)

Mit sieben Berufungen in die “Elf des Tages” beim kicker und damit den meisten im Löwenkader, hat sich der Kapitän diesen zweiten Platz redlich verdient. Wie wichtig Verlaat für die Mannschaft ist, merkte man eigentlich erst so richtig, als er zwischen 30. November und 8. Februar in insgesamt acht Spielen nicht zur Verfügung stand. Zuvor hatte er – saisonübergreifend – in 23 Spielen jeweils immer die kompletten 90 Minuten auf dem Platz gestanden. Für den Aufschwung und den frühzeitigen Klassenerhalt machen nicht wenige Löwenfans den fröhlichen Holländer verantwortlich, weshalb sein zweiter Platz in diesem Ranking gewiss absolut gerechtfertigt ist.

Platz 3: Sean Dulic (15%)

Nur knapp hinter Verlaat mit nur 23 Stimmen weniger landet der Shootingstar der Rückrunde, Sean Dulic. Ab dem 3:0 in Essen Anfangs Dezember, wo er für eine Minute zu seiner Premiere im Löwentrikot kam, bekleidete er die Innenverteidigerposition und hielt den Laden – zu Beginn noch ohne den erfahrenen Verlaat an seiner Seite – zusammen, wie ein Alter. Nicht nur die Löwenfans, die für Dulic gestimmt haben, dürften sich sehr gefreut haben, als vergangene Woche die Vertragsverlängerung mit der Nummer 25 bekannt gegeben wurde.

Platz 4: Tunay Deniz (13%)

35 Spiele (dabei zwei Absenzen wegen Gelbsperre), sechs Berufungen in die kicker-“Elf des Tages”, schlitzohrige Freistoßtore, …. Dies dürften drei der Argumente sein, warum der vor der Saison vom Absteiger Halleschen FC nach Giesing gekommene Tunay Deniz für mehr als jeden achten unserer Leser*innen den Titel “Löwe der Saison” verdient hat. Der Berliner gehörte in der Saison zu den verlässlichen Größen im Löwenspiel. Mal sehen, zu was der für viele Beobachter stärkste zentrale Mittelfeldspieler der 3. Liga in der Zukunft noch im Stande ist.

Platz 5: Julian Guttau (6%)

Nur eine einzige Drittligapartie (und zwar das sehr unerfreuliche 1:5 in Cottbus) hat Julian Guttau in der abgelaufenen Saison verpasst. Er ist mit insgesamt 41 Pflichtspielen der Akteur mit den meisten Einsätzen für den TSV 1860 in der Spielzeit 2024/25. Sicher nicht der einzige Grund, warum ihn 69 sechzger.de-Leser*innen zum Löwen der Saison küren.

Lucoqui & Abiama in den Top-7

Nur fünf bzw. neun Stimmen weniger, als Guttau konnten die beiden Winterneuzugänge Anderson Lucoqui und Dickson Abiama einheimsen. Zwölf (für den Innenverteidiger) bzw. 16 (für die Offensivkraft) reichten, um sich direkt in die Herzen der Löwenfans zu spielen und die Plätze sechs und sieben in unserer Umfrage zu belegen.

“Ein anderer” erhält 13 Stimmen

Dass das oben kurz beschriebene Kopfzerbrechen innerhalb unserer Redaktion, wer auf die Kandidatenliste zum “Löwe der Saison” gehört, letztlich zu einem ganz guten Ergebnis geführt hat, beweist uns die Tatsache, dass die Auswahlmöglichkeit “ein anderer”, die wir – auch aus Unsicherheit – hier mit aufführten, nur von 13 Teilnehmer*innen angekreuzt wurde. Wer sich hier nun angesprochen fühlt und gerne ausführen möchte, welcher Spieler auf unserer Vorauswahlliste gefehlt hat – und idealerweise auch warum – der möge dies in den Kommentaren sehr gerne tun.