Seit Mitte September steht fest, dass Biel Ballester Relat Mitglied im Aufsichtsrat der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA sowie im Beirat der TSV München von 1860 Geschäftsführungs GmbH ist. Heute tippt er für sechzger.de das Ergebnis zur Partie zwischen Waldhof Mannheim und dem TSV 1860 München.
Biel Ballester Relat hofft auf Auswärtssieg in Mannheim
Seit gut einem Monat ist Biel Ballester Relat nun immer wieder an der Grünwalder Straße 114 anzutreffen. Natürlich verfolgt er auch die Spiele der Profimannschaft. Für das kommende Auswärtsspiel in der Quadratestadt tippt der neue Aufsichtsrat auf einen Auswärtssieg. 2:0 geht die Partie dem Tipp zufolge aus, auf Torschützen wollte er sich nicht festlegen. Sei´s drum: Sollte es tatsächlich so kommen, würde der neue Trainer Markus Kauczinski äußerst erfolgreich bei den Löwen starten.
Neu im Aufsichtsrat und Beirat
Biel Ballester Relat ist seit Mitte September Mitglied im neu gestalteten Aufsichtsrat der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA. Zusammen mit Herbert Bergmaier und Shohi-Dul Choudary vertritt er die Gesellschafterseite um Hasan Ismaik in diesem Gremium. Von Vereinsseite sind Thomas Probst, Präsident Gernot Mang sowie Verwaltungsrat Sebastian Seeböck dabei.
Einer Analyse zufolge könnte Ballester Relat in das Gremium berufen worden sein, um bei einem möglichen Anteilsverkauf seitens Hasan Ismaik zu unterstützen. Aktuell ist es – zumindest in der Öffentlichkeit – äußerst ruhig geworden in dieser Angelegenheit. Außerdem ist der heutige Ergebnistipper auch Mitglied im Beirat der TSV München von 1860 Geschäftsführungs GmbH. Dieses Gremium wird von Herbert Bergmaier, Nicolai Walch (Verwaltungsrat) und Peter Schaefer (Vize-Präsident) komplettiert.
War in der Vergangenheit die Arbeit in den Gremien immer von Meinungsverschiedenheiten und teils öffentlichen Schuldzuweisungen geprägt, erlebt man derzeit endlich eine gute Form der Zusammenarbeit. Wie man hört, hat seit den Neubesetzungen eine ganz andere und vor allem produktivere Stimmung Einzug gehalten. Jüngstes Beispiel: die vorzeitigen Entlassungen von Trainer Patrick Glöckner und Geschäftsführer Christian Werner wurden einstimmig und daher auch gemeinsam entschieden.
Ob Biel Ballester Relat tatsächlich vor allem wegen eines möglichen Anteilsverkaufes im Aufsichtsrat und Beirat sitzt, wird sich in der Zukunft erst noch zeigen. Erst einmal geht der Blick in Richtung Mannheim, wo der TSV 1860 hoffentlich einen Auswärtssieg erzielen kann.
Am heutigen Freitag reisen die Profis der Münchner Löwen nach Mannheim, am Samstag um 14:03 Uhr wird dort die Partie gegen den SV Waldhof angepfiffen. Die Sechzger werden dabei von mehr als 2.500 Fans begleitet. In der Löwenrunde gab Trainer Markus Kauczinski gestern ein Personalupdate, zudem hat die sechzger.de-Redaktion ihre Wunschaufstellungen bekanntgegeben. Außerdem stand die Frauen-Fußball-Abteilung im Fokus, hier wurde ein Bericht der SZ richtiggestellt, in dem es geheißen hatte, man hätte ein Defizit von 50.000 Euro erwirtschaftet.
Kein Defizit der Frauen-Fußball-Sparte
Ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom Mittwoch, den wir gestern Vormittag hier auf sechzger.de besprochen und einzuordnen versucht haben, sorgte für Wirbel im Umfeld der Fußballabteilung des TSV 1860. Es geht um die finanzielle Schieflage der für das NLZ und die Amateurkicker bei den Löwen zuständigen Abteilung. Auch wenn es keine offizielle Stellungnahme gab ist inzwischen klar, es gab kein Defizit der Frauen-Fußball-Sparte, wie ihr hier nachlesen könnt. Der entsprechende SZ-Artikel wurde inzwischen überarbeitet.
Löwenrunde: Grundhaltung konservieren
Viele gute Ansätze und Phasen hatte Trainer Markus Kauczinski beim Spiel der Profis gegen den MSV Duisburg gesehen. In der gestrigen Löwenrunde forderte er deshalb, diese “Grundhaltung zu konservieren”. Fehlen werden den Sechzgern in Mannheim Verlaat, Schröter und Jakob (alle verletzt), sowie der gesperrte Deniz. Alle Informationen zur Löwenrunde findet ihr hier in unserem Artikel.
Wunschaufstellungen der sechzger.de Redaktion
Vier Wunschaufstellungen der sechzer.de Redaktion haben wir hier für Euch zusammengeschrieben. Die große Frage lautet dabei, wer ersetzt den gesperrten Deniz? Maier, Christiansen, oder doch Althaus. Wie würdet ihr die Sechzger am Samstag aufs Feld schicken? Schreibt uns gerne in den Kommentaren.
Der Mann an der Pfeife: Felix Wagner
Wie immer in dieser Saison gibt es natürlich auch wieder unsere beliebte Rubrik “Der Mann an der Pfeife”. Darin stellen wir Euch den Schiedsrichter der nächsten Partie, Felix Wagner, ausführlich vor und berichten über seine bisherigen Einsätze in der dritten Liga, sowie seine Bilanz in Spielen mit dem TSV 1860 München.
David Voß schießt U16 zum Turniersieg
Beim Vier-(Bundes-)Länder-Turnier in der Sportschule Oberhaching setzte sich die U16-Auswahl des Bayrischen Fußball Verbands (BFV) durch und machte damit den Titel-Hattrick perfekt. Dabei setzte sich das bayrische Team gegen die Auswahlteams aus Württemberg (2:0), Sachsen (2:1) und Bremen (1:1) durch. Löwen-Kicker David Voß erzielte zwei der fünf Treffer für den BFV. Herzlichen Glückwunsch!
Ois Guade, Flo!
Und gleich nochmal herzlichen Glückwunsch und zwar an Florian Niederlechner, der heute seinen 35. Geburtstag feiert!
Top-informiert in den Freitag
Damit geht ihr wieder mal bestens informiert in den heutigen Freitag. Heute haben wir natürlich wieder etliche Berichte wie die Gegnervorstellung und den Ausblick auf das Wochenende der Sechzig Amas für Euch parat… Wir wünschen Euch einen schönen Freitag – trotz des stürmischen Wetters – und allen Mannheim-Fahrern schon einmal eine gute Anreise trotz der Orkanwarnung für den Süd-Westen.
Ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom gestrigen Mittwoch, den wir heute Vormittag hier auf sechzger.de besprochen und einzuordnen versucht haben, sorgt für Wirbel im Umfeld der Fußballabteilung des TSV 1860. Es geht um die finanzielle Schieflage der für das NLZ und die Amateurkicker bei den Löwen zuständigen Abteilung. Ein Satz, der auf die vor einigen Jahren gegründete Frauen-Sparte verweist, die “mit rund 50.000 Euro” an dem Defizit beteiligt sein soll, wie der Autor erfahren haben will, machte zahlreiche Löwenfans besonders hellhörig.
Kein 50.000 Euro-Defizit der Frauensparte
Gleichwohl die SZ über das häufig ja viel dramatischere Geschehen neben dem Platz beim TSV 1860 München in der Regel gut informiert ist, war – so muss man es inzwischen formulieren – im besagten Artikel, der sich hinter der Bezahlschranke befindet, eine Fehlinformation enthalten. Dass die weiblichen Fußballerinnen bei Sechzig mit 50.000 Euro zum finanziellen Defizit der Fußballabteilung beigetragen haben, enspricht nicht den Tatsachen. Die entsprechende Rückfrage und Bitte um eine Stellungnahme beim neuen Fußballabteilungsleiter, Martin Obermüller, wurde mit dem Verweis auf die am 27. November stattfindende Mitgliederversammlung der 1860-Fußballer und mit der Bitte um Verständnis leider zurückgewiesen. “Auf der in fünf Wochen anberaumten Versammlung wird die finanzieller Situation der Abteilung mit maximaler Transparenz und Offenheit an die Mitglieder kommuniziert,” sagte Obermüller gegenüber sechzger.de.
Anpassung des SZ-Artikels mit Ergänzung
Schneller reagierte die SZ selbst und änderte den Artikel online. Woher die Information und die konkrete Defizitsumme stammte, ist nicht bekannt. Der Artikel ist aber inzwischen korrigiert. Der viele Mitglieder der Fußballabteilung durchaus aufwühlende Satz mit der Defizitsumme, die den Löwinnen zugeschrieben wird ist im Artikel nicht mehr zu lesen. Unter dem Beitrag wurde ergänzt:
In einer früheren Version dieses Artikels war von einem hohen Defizit der Frauenabteilung für die Saison 23/24 die Rede. Dieser teilweise vereinsintern kolportierte Betrag wurde von Gremien überprüft und hat sich als unzutreffend erwiesen.
Mit dieser Nachricht verhält es sich also, wie so oft im aufgeregten Umfeld des TSV 1860: Viel Lärm um wenig. Auf Fragen zur generellen finanzielle Schieflage der Fußballabteilung und insbesondere, wie die neue Abteilungsleitung dieser begegnen wird, gibt es dann am 27. November Antworten.
– – – – – Titelbild: Spielort der Löwinnen: Der Sechserplatz
Die Rubrik Der Mann an der Pfeife (oder ggf. auch Die Frau an der Pfeife) stellt unseren Leser*innen den Schiedsrichter (oder die Schiedsrichterin) der jeweils nächsten Partie des TSV 1860 in der 3. Liga vor. Heute geht es hier um Felix Wagner aus Glött im schwäbischen Landkreis Dillingen. Der noch sehr junge Referee pfeift am Samstag Nachmittag die Löwen allerdings nicht zum ersten Mal. Und auch in der 2. Bundesliga durfte er schon ran.
Der jüngste Schiri in dieser Saison
Ganz ahnlich wie der vier Jahre ältere Kollege Martin Wilke, der die Löwen am Sonntag gegen den MSV Duisburg pfiff und dabei eine tadellose Partie ablieferte, sieht die Statistik von Wagner in der dritten Liga aus. In 15 Spielen, die er bislang hier leitete, vergab er 95 Gelbe Karten, im Schnitt also 6,3 pro Partie. Wie Wilke überdurchschnittlich viele. Bei den Gelb-Roten Karten stehen beim 24jährigen sogar schon vier zu Buche. Er zeigt mehr als doppelt so häufig, wie andere Kollegen in der 3. Liga die Ampelkarte. Und auch die Disziplinarmaßnahmen Rot und Elfmeter kommen bei ihm häufiger zum Einsatz, als im Mittel.
Erfahrungen in DFB-Pokal und 2. Bundesliga
Neben den Drittligapartien in dieser und der vergangenen Saison hat Felix Wagner im Sommer auch schon zwei Spiele in der 2. Bundesliga leiten dürfen. Er ist aktuell der jüngste Schiri, der im Unterhaus pfeift. Insgesamt blickt er trotz des jugendlichen Alters schon auf fast 100 geleitete Partien von den B-Junioren bis in die 2. Liga zurück. Die meisten davon (26) in der Regionalliga Bayern. Aber auch im DFB-Pokal hat er diesen Sommer seine Premiere gefeiert. Beim – auf den Rängen gewiss sehr hitzigen – Duell zwischen dem BFC Dynamo Berlin und dem VfL Bochum (1:3 nach Verlängerung). Dort zeigte er übrigens vor fast 5.000 Zuschauern im Sportforum Hohenschöhausen achtmal Gelb und zweimal glatt Rot (für den BFC). Einen von Wagner in der Verlängerung verhängten Elfmeter für die Gäste hielt der Berliner Torwart.
Wagner und die Löwen
Positive Erinnerungen haben wohl alle Löwen – abgesehen von Morris Schröter – an den bisher einzigen Einsatz von Felix Wagner bei einem Spiel des TSV 1860. Am 1. Februar diesen Jahres pfiff er die Partie von Münchens großer Liebe bei Viktoria Köln, in der besagter Schröter sein bislang letztes Spiel für Sechzig bestritt. Nach einer knappen Viertelstunde musste dieser wegen einer Bänderverletzung runter. Des einen Freud’ des anderen Leid: Für Tim Danhof, der für Schröter in die Partie kam und eine starke Vorstellung bot, endete damit ein schwieriges erstes halbes Jahr bei 1860. Er stand – nach zuvor nur fünf Einsätzen – in allen verbleibenden Spielen der Saison fast immer über die volle Distanz auf dem Platz. Das Spiel in Köln, übrigens erst das zweite für den damals neuen Löwendompteur Patrick Glöckner, drehten die Löwen nach Rückstand durch einen Doppelschlag von Patrick Hobsch (73.) und Maxi Wolfram (76.). Die Kölner waren nach einer halben Stunde durch den aktuellen Bundesliga Shootingstar beim FC, Said El Mala hochverdient in Führung gegangen.
Das Unparteiischen-Team in Mannheim
Unbterstützt wird Felix Wagner am Samstag in Mannheim von den Linienrichtern Dominik Jolk (36) aus Bergisch Gladbach und Alexander Roppelt (28) aus Lübeck. Mit beiden gab es bislang keine gemeinsamen Spielleitungen. Der älteste in diesem Dreigespann, Jolk, ist den Löwen als Assistent schon ein paar mal begegnet. Unter anderem im Februar 2017 bei einem 2:1 in der Allianz Arena gegen den KSC. In den sechs Drittligapartien mit seiner Beteiligung, gingen die Löwen fünfmal als Verlierer und nie als Sieger vom Platz. Von den vier Partien mit Beteiligung des TSV 1860, die Alexander Roppelt an der Seitenlinie begleitete, endeten drei mit dem Ergebnis 2:2 (in Oldenburg, in Essen und gegen Osnabrück) und eines 0:1 (gegen Saarbrücken). Die Löwenbilanz beider Linienrichter vom Samstag gehört also dringend aufgebessert! Als vierter Offizieller fungiert im Carl-Benz-Stadion Sebastian Hilsberg. Der 25jährige aus Leiningerland in Rheinland-Pfalz ist den Löwen bislang noch nicht begegnet, hat aber in dieser Saison schon drei Spiele in der 3. Liga als Hauptschiedsrichter gepfiffen. Hervorzuheben ist dabei sein bislang letzter Einsatz. Nach dem Spiel von Erzegbirge Aue gegen Rot-Weiss Essen (2:2) vor knapp drei Wochen, wurde er von liga3-online zum Schiedrichter des 10. Spieltags gekürt.
– – – – – Titelbild: Aufwärmen in Köln. Felix Wagner am 1. Februar diesen Jahres im Sportpark Höhenberg vor der Partie zwischen der Viktoria und den Löwen, die 1860 am Ende mit 2:1 gewinnen konnte.
Den Rückenwind des jüngsten 3:1-Heimsiegs gegen den MSV Duisburg wollen die Löwen ins Auswärtsspiel beim SV Waldhof Mannheim (Samstag, 14:03 Uhr) mitnehmen. Bei der Löwenrunde vor der Partie gab Sechzger-Trainer Markus Kauczinski ein Personal-Update und sagte rückblickend auf das Duisburg-Spiel: “Wir müssen die Grundhaltung konservieren, was die Leidenschaft und die Emotionen angeht. Wir haben ein gutes Spiel gemacht und gesehen, dass wir jedes Spiel gewinnen können, auch wenn noch nicht alles perfekt ist.”.
Ohne Verlaat, Schröter, Jakob und Deniz
Nicht mit dabei sein werden in Mannheim die Langzeitverletzten Verlaat und Schröter, beide werden laut Kauczinski noch etwa vier Wochen brauchen, ehe sie wieder voll einsteigen können. Auch für Jakob käme ein Einsatz noch zu früh, er absolvierte diese Woche aber bereits Laufeinheiten. Zwei Wochen wird es wohl noch dauern, bis er unter Vollbelastung trainieren kann. Zudem fehlt in Mannheim Deniz nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt. Gegen Duisburg stand Pfeifer überraschend nicht im Kader, der Sechzger-Coach erklärte hierzu auf Nachfrage von sechzger.de: “Es war über die letzte Woche nicht alles wie ich es mir vorgestellt hatte, daher hatte Clemens [Anm.d.Red.: Lippmann] die Nase vorn, aber es war eine Millimeter-Entscheidung.”.
“Es hat alles total Spaß gemacht”
Der neue Coach fühlt nach zwei Wochen bereits wohl in Giesing und sagte: “Es waren zwei intensive Wochen, aber es hat alles total Spaß gemacht. Beispielsweise auch der Abend im Kino, der noch einmal aufgezeigt hat, wo der Verein herkommt. Ich fühle mich rundum wohl.”. Die Eingewöhnungs-Phase war also kurz beim neuen Coach, sicherlich auch begünstigt durch den guten Start mit dem 3:1 im Heimspiel gegen Duisburg.
“Wir sind in einem Prozess”
Zu Beginn der Löwenrunde blickte Kauczinski zurück auf sein Premieren-Spiel gegen Duisburg: “Wir sind in einem Prozess. Es war noch nicht alles perfekt, aber es war sehr gut, weil ich es noch nicht so erwartet hatte. Wir haben unter der Woche einen Schritt gemacht. Die Mannschaft ist emotional und leidenschaftlich aufgetreten, hat phasenweise guten Fußball gespielt.”. Diese Einstellung fordert der 1860-Coach nun jede Woche. “Jedes Spiel hat eine Bedeutung für die Fans. Für uns ist es wichtig, dass wir immer mit der gleichen Intensität und Energie herangehen, egal wer da kommt. Das ist die Basis, die ich immer verlange”, fügte Kauczinski an. Seine Mannschaft habe gegen Duisburg “das Positionsspiel gut umgesetzt und dem Druck standgehalten. Wir hatten auch gute Ballbesitz-Passagen, müssen aber noch ein bißchen präszier werden”, erklärt der Löwen-Coach.
Einschätzungen zu einzelnen Spielern
Auch Nachfrage der Presseverteter erklärte der Löwen-Dompteur so manche seiner Personalentscheidungen. “Schifferl zeigt was Einsatz und Willen angeht immer hundert Prozent. Er bringt eine unglaubliche Energie mit”, berichtete Kauczinski. Über Haugen sagte er: “Er hat Qualität und bringt viel Tempo mit. Ich habe das Gefühl, dass er perfekt zum Rest passt.”. Bei Lippmann hatte Kauczinski “Licht und Schatten”, gesehen, dem jungen Kicker gehöre die Zukunft: “Die Anlagen sind richtig gut, sein Tempo ist überragend in beide Richtungen.”. In Hobsch sehe er keineswegs nur einen Joker, sagte Kaczinski weiter.
Christiansen ersetzt wohl Deniz
Für den gesperrten Deniz wird wohl Christiansen ins Zentrum des Löwenspiels rücken. “Christiansen und Maier können die Position beide spielen und beide haben es im Training gut gemacht. Aber Christiansen ist etwas mehr im Spiel-Rhythmus, daher geht die Tendenz in seine Richtung. Aber Maier ist auf dem Sprung, er hat richtig gut trainiert”, erläuterte Kauczinski.
Mannheim ein “sehr variabler” Gegner
Über den nächsten Gegner Waldhof Mannheim sagte der Löwen-Coach Folgendes: “Sie sind sehr variabel, haben ihre Aufteilung angepasst und geändert. Sie haben immer schnelle Leute im Sturm und wissen ihre Leute einzusetzen. Sie haben auch bewegliche Spieler dabei, die durchstecken können. Aber wir wissen auch, mit welchen Möglichkeiten wir Mannheim wehtun können”.
Partie im Live-Ticker und im Free TV
Am Freitagmittag wird sich die Mannschaft per Bus auf den Weg nach Mannheim machen. Mehr als 2.500 Löwenfans werden die Sechzger dann am Samstag nach Mannheim begleiten. Alle Daheiumgebliebenen können die Partie natürlich wieder bei uns im Live-Ticker verfolgen. Zudem läuft das Spiel im Free TV beim SWR und beim BR.
Heute vor 32 Jahren traf Bernhard Winkler doppelt für die Löwen und verhalf dem TSV 1860 zu einem wichtigen Heimsieg gegen Fortuna Köln.
Zweiter gegen Fünfter in Giesing
Eine Woche nach der 0:1-Niederlage bei Bayer Uerdingen empfing der als Aufsteiger so fantastisch gestartete TSV 1860 München im Grünwalder Stadion Fortuna Köln. Der Tabellenzweite hatte den Fünften aus dem Rheinland zu Gast, aber trotz aller Euphorie waren “nur” 12.000 Zuschauer live vor Ort.
Die aber bereuten ihr Kommen nicht, denn bereits nach einer guten Viertelstunde ließ Bernhard Winkler, der vor der Saison von der Fortuna nach Giesing gewechselt war, die Maschen des gegnerischen Tores erstmals erbeben. Danach aber kehrte der Schlendrian ein und die vom legendären Hannes Linßen trainierten Südstädter glichen in der 26. Minute durch Jürgen Radschuweit aus.
TSV 1860 besiegt Fortuna Köln dank Winkler
Es folgte eine Partie auf des Messers Schneide, in dem die Löwen das bessere Ende auf ihrer Seite hatten. Erneut war es Bernhard Winkler, der kurz nach der Pause für das 2:1 sorgte. Diesmal kam Fortuna Köln nicht zurück, die zwei (damals gab es ja die Drei-Punkte-Regel noch nicht) Zähler blieben also in Giesing und die Löwen holten einen Punkt auf Tabellenführer VfL Bochum auf, der gegen Uerdingen nicht über ein Remis hinauskam.
Am Saisonende stiegen die Löwen bekanntlich in die 1. Bundesliga auf, während Fortuna Köln die Spielzeit mit nur einem Punkt vor den Abstiegsrängen beendete.
Die Aufstellung der Löwen
Trainer Werner Lorant setzte am 23.10.1993 auf folgende Elf des TSV 1860:
Nach dem Heimsieg der Löwen gegen Tabellenführer MSV Duisburg muss Trainer Markus Kauczinski mindestens eine Änderung vornehmen, da Tunay Deniz im Carl-Benz-Stadion gesperrt fehlen wird. Wie sehen die Wunschaufstellungen der Redaktion für das Auswärtsspiel des TSV 1860 München beim SV Waldhof Mannheim aus?
Wunschaufstellungen zu Waldhof Mannheim – TSV 1860
Christian Jung
Das 3-4-1-2 hat gegen Duisburg ordentlich geklappt, deswegen behält Christian das System – ebenso wie Peter und Thomas bei. Auch personell nimmt er nur eine Änderung vor und dies (wie oben angedeutet) gezwungenermaßen. Für Deniz rückt Christiansen in die Startelf.
Thomas Enn
Gleich drei Änderungen nimmt Thomas vor, der Kilian Jakob nach (hoffentlich) auskurierter Verletzung auf der linken Seite eine Chance gibt. Auch Samuel Althaus rückt bei ihm in die erste Elf und spielt auf der Doppel-Sechs neben Thore Jacobsen. Überraschenderweise muss Kevin Volland diesmal David Philipp weichen und zunächst auf der Bank Platz nehmen.
Peter Gratz
Vier Wechsel nimmt Peter vor, der ebenfalls auf Kilian Jakob und Samuel Althaus zurückgreift und zudem Philipp Maier im defensiven Mittelfeld aufbietet. Clemens Lippmann rückt auf rechts, weswegen Marvin Rittmüller ebenso wie Thore Jacobsen auf die Bank muss. Im Angriff erhält Patrick Hobsch den Vorzug vor Florian Niederlechner.
Stefan Kranzberg
Im Gegensatz zu den anderen Redakteuren kehrt Stefan beim Auswärtsspiel in Mannheim zur Viererkette zurück. Manuel Pfeifer ist wieder von Beginn an dabei, für Siemen Voet hingegen ist diesmal kein Platz in der Abwehr. Im defensiven Mittelfeld bekommt Samuel Althaus eine Chance, im offensiven Mittelfeld des 4-2-2-2 sollen Kevin Volland und David Philipp Chancen kreieren.
Deine Meinung ist gefragt
Welche der aufgeführten Aufstellungen kommt Deiner Wunschelf am nächsten? Oder hast Du ganz andere Ideen? Wir sind gespannt auf Deinen Vorschlag!
Die Süddeutsche Zeitung berichtet von einer gravierenden Unterdeckung beim TSV 1860 München e.V., die durch ein Minus in der Fußballabteilung entstanden sein soll. Über die letzten zwei Jahre in Hinweg soll das Loch in der Kasse insgesamt fast 1,5 Mio. € betragen haben.
“Finanzielle Schieflage” im e.V. durch massive Unterdeckung in der Fußballabteilung?
Wie die SZ schreibt, sollen in den letzten beiden Geschäftsjahren ein Miunus von knapp 1,5 Mio.€ entstanden sein. Die Fußballabteilung nimmt der SZ zur Folge jährlich ca. 1,5 Mio. € an Mitgliedsbeiträgen ein. Die Kosten zum Betrieb der Fußballabteilung und des NLZ bis zur U17 (ab der U19 fallen die Mannschaften in den Bereich der KGaA) soll aber um Einiges mehr kosten. So stehen angeblich für die Saison 23/24 900.000 € Unterdeckung zu Buche, für 24/25 soll es sich um “rund 500.000” € handeln. Außerdem soll die Sparte Frauenfußball mit 50.000 € zum Minus beigetragen haben.
Gründe für das Minus
Die Belastung zum Betrieb des NLZ ist für den e.V. nach dem Doppelabstieg 2017 immens gestiegen. Damals verpflichtete sich der e.V. die Kosten des NLZ alleine zu schultern, bis ein neuer Servicevertrag für die Ausbildung der NLZ-Spieler geschlossen würde. Diesen neuen Servicevertrag gibt es aber bis heute nicht. Das bedeutet in der Kosequenz, dass der e.V. die Ausbildung junger Spieler aus eigenen Mitteln stemmen muss, während der Profifußballbetrieb (also die KGaA) Ablösesummen von Spielern wie Morgalla, Glück oder Reich einstreicht. Kurios ist außerdem, dass der e.V. die Nutzung der Plätze am Trainingsgelände der KGaA vergüten muss, da sich das Trainingsgelände bekanntlich im Besitz der KGaA befindet. Weitere Ursachen für die Unterdeckung in der Fußballabteilung dürften vielen kleineren Sportvereinen bekannt vorkommen: höhere Mindestlöhne für Trainer, steigende Energiekosten etc.
Schwierige Aufgabe für die neue Abteilungsleitung
Es liegt nun also an der neuen Abteilungsleitung um Martin Obermüller, die Fußballabteilung wieder in stabileres finanzielles Fahrwasser zu führen. Eine Schlüsselrolle dürfte dabei Manfred Paula zukommen, der als langjähriger Leiter des NLZ die Situation sicherlich bestens kennt und nun als Geschäftsführer der KGaA einen direkten Zugang zu den Vertretern von Hasan Ismaik hat. Eine Möglichkeit Einnahmen für das NLZ zu generieren, sollte ihm dabei ganz besonders am Herzen liegen: Durch den Einsatz von Eigengewächsen unter 23 Jahren aus dem NLZ bei den Profis lassen sich aus dem Fördertopf des DFB schnell Einnahmen generieren. Eine Maßnahme, die sicherlich auch viele Löwenfans befürworten würden.
Am Samstag sind die Löwen in Mannheim gefragt und wollen die neu aufgekommene Euphorie nach dem Sieg gegen den MSV Duisburg natürlich aufrecht erhalten. Für das Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken sind die Tickets ab heute verfügbar.
Vorberichterstattung zum Spiel in Mannheim
sechzger.de startet heute mit der Vorberichterstattung auf die Partie in Mannheim am Samstag. Selbstverständlich werden wir wieder live aus dem Carl-Benz-Stadion berichten. Um 10.30 Uhr präsentieren wir Euch die Wunschaufstellungen der Redaktion, im Laufe des Tages stellen wir Euch den Schiedsrichter näher vor.
Tickets für Saarbrücken ab heute erhältlich
Am Sonntag, den 23. November empangen die Löwen die ambitionierten Saarländer im Grünwalder Stadion. Tickets für die Partie gegen Saarbrücken sind heute ab 14 Uhr verfügbar. Wie immer gilt: Schnell sein! Und vermutlich gilt ebenso: Nicht ärgern, wenn das Online-Ticketing nicht sofort funktioniert…
Rise & Fall
Am Samstag, 25. Oktober, erscheint in der ARD-Mediathek die neue Doku-Serie “Rise & Fall”. Darin geht es um den Aufstieg und den tiefen Fall von drei großen Traditionsvereinen. Genauer gesagt den TSV 1860 München, den 1. FC Kaiserslautern und den VfB Stuttgart. Der BR hat eine fünfteilige Serie über die Löwen produziert, die am Dienstagabend im Filmtheater Cincinnati beim offiziellen Pre-View gut 300 geladenen Gästen präsentiert wurde. Eine Delegation von sechzger.de war natürlich für Euch dabei.
Finanzielle Probleme der Fußballabteilung
Für die Saison 2023/24 steht ein Minus von 900.000 Euro im gesamten e.V. zu Buche, von dem der Großteil auf die Fußballabteilung zurückzuführen ist. Aus der Spielzeit 2024/25 kommen vrsl. nochmal ca. 500.000 Euro dazu. Mehr zum Thema könnt Ihr in der SZ lesen. (Abo notwendig)
Neues aus der 3. Liga
MSV Duisburg will Braune halten
Der Tabellenführer aus Meiderich möchte Torhüter Maximilian Braune längerfristig binden, muss sich jedoch namhafter Konkurrenz erwehren. So bemüht sich der niederländische Erstligist PEC Zwolle um den 22-Jährigen und auch englische Zweitligisten haben wohl schon ihre Fühler ausgestreckt.
RWE: Schultz wieder fit
Rechtzeitig zum Derby gegen den MSV Duisburg meldet sich Abwehrspieler und Kapitän Michael Schultz wieder zurück. Sorgen bereitet hingegen Lucas Brumme, der aufgrund einer Oberschenkelverletzung nicht trainieren konnte.
Alemannia Aachen auf Trainersuche
Wer wird neuer Trainer in der Kaiserstadt? Nach der Freistellung von Benedetto Muzzicato wird auch im Fanumfeld der Alemannia reichlich spekuliert. Man kennt das ja… In den Fanforen geistern Namen wie Pavel Dotchev, Sascha Hildmann, Christoph Dabrowski, Mersad Selimbegović oder Fuat Kilic umher. Warum eigentlich nicht Patrick Glöckner? Sollte man sich in Aachen für den ehemaligen Coach der Löwen entscheiden, hätte dies den angenehmen Nebeneffekt, dass man ihn an der Grünwalder Straße nicht länger auf der Gehaltsliste hätte.
Sommerpause bei den Löwen heißt entweder kein Fußball für ein paar Wochen, alternativ Zeit für andere Mannschaften in der Relegation oder sogar anderen Ländern. sechzger.de-Redakteur Jan plante rund um das schwedische Pokalfinale gleich eine ganze Tour und berichtet davon in mehreren Artikeln. Nach Stops in Litauen, Lettland, Finnland und Norwegen wurde dann das eigentliche Ziel der Tour sowie Elfsborg und Mjällby angesteuert.
Zum Abschluss Pokalfinale und zwei Mal erste Liga
Eines vorweg: eigentlich sollte dieser Bericht bereits im Sommer erscheinen, so wie die anderen Artikel von der zugehörigen Reise. Der aktuelle, völlig überraschende und sensationelle Meistertitel vom Mjällby AIF war nun Anlass genug, den letzten Bericht verspätet doch noch zu vervollständigen.
Im Nachtbus von Frederikstad nach Malmö erwischten wir eher wenige Stunden Schlaf, nach einem Kaffee sah der persönliche Gemütszustand aber schon wieder deutlich besser aus. Bei bestem Wetter verfolgten wir das Standardprogramm der letzten Tage. Ein wenig Stadterkundung, die in diesem Fall an der Strandpromenade mit einem kalten Getränk endete. Mit Blick auf die Östersund-Brücke nach Kopenhagen ließ es sich hier wirklich gut aushalten – doch es sollte an diesem Tage ja auch noch Fußball gespielt werden. Für uns ging es frühzeitig in Richtung Stadion, da die Heimfans einen gemeinsamen Treffpunkt ausgerufen hatten.
Pokalfinale: Malmö FF – BK Häcken
Dieser lag idyllisch gelegen mitten in einem Park und mehrere hundert himmelblaue Anhänger stimmten sich auf das Pokalfinale im eigenen Stadion ein. Gesänge oder Ähnliches vermisste man hier, stattdessen gab es diverse Speisen vom Grill, Getränke und das ein oder andere Gespräch unter den Fans. Wir betrachteten die Szenerie ein paar Minuten und machten uns dann weit vor Anpfiff auf den Weg zu unseren Plätzen. Grundsätzlich war die Partie ausverkauft, im Gäste-Kontingent wurden wir allerdings über Kontakte vor Ort doch noch fündig. Bei Anpfiff waren sogar noch einige Plätze frei – mein Kumpel verglich den BK Häcken (Vorort in Göteborg) mit Haching. Das erklärte natürlich einiges… Zumindest zum Anpfiff war im Gästeblock einiges los. Der ein oder andere Schwenker kam in dichten, gelben Rauchwolken gut zur Geltung und die meisten Anhänger in gelb und schwarz feuerten zu diesem Zeitpunkt ihr Team an.
Auf der Gegenseite beobachteten wir das Treiben bei Malmö schon, als die Heimtribüne noch spärlich besetzt war. Diverse Zaunfahnen wurden angebracht und frühzeitige Vermummung ließ auf reichlich Pyrotechnik hoffen. Erst einmal jedoch begannen diese Kollegen das Ball-Fangnetz vor der gesamten Kurve zu demontieren. Zunächst interessierte das niemanden, der dann auf den Plan gerufenen und eher halbscharig agierende Ordnungsdienst konnte auch nicht allzu viel ausrichten. Der Fußballverband als Veranstalter wollte jedoch ein Machtspiel durchführen und schickte die Mannschaften nach dem Einlaufen erst einmal wieder in die Kabinen. Nach geschlagenen 40 Minuten waren alle mit dem wieder montierten Netz zufrieden und es konnte losgehen.
Kein Sieger in der regulären Spielzeit
Malmö dominierte die Partie quasi zu jeder Zeit, verpasste es jedoch einen Treffer zu erzielen. Zu Beginn supportete der Heimbereich sehr lautstark, die Trommel war bis zu uns auf der anderen Stadionseite gut zu hören. Man merkte allerdings auch zunehmend im Spielverlauf die Ungeduld und den Frust wachsen.
Zur Halbzeit gab es dann tatsächlich den ein oder anderen Pfiff zu hören. Kurz vor Schluss wurde ein Gästespieler mit einem Becher am Arm getroffen. Meinen Respekt bekam er, weil er stehen blieb und nicht den sterbenden Schwan spielte. Der Schiedsrichter sah das allerdings ein bisschen ernster und erneut gingen die Teams für eine ganze Weile in die Kabinen. In dieser Zwischenzeit wurde eine Zuschauerin – die vermeintliche Werferin – vom Ordnungsdienst abgeführt. Auf dem Platz blieb es dann beim 0:0 und auch in der Verlängerung gelang keinem der beiden Teams ein Tor. Im Elfmeterschießen entschied schließlich Häcken das Finale für sich und wurde nach 2016, 2019 und 2023 zum vierten Mal Pokalsieger.
Binnen weniger Minuten war das Stadion komplett verwaist, alle Himmelblauen hatten sich schleunigst auf den Heimweg gemacht. Das hatten wir uns natürlich komplett anders vorgestellt… Dennoch war es cool, für diese Partie überhaupt Karten zu bekommen. Häcken feierte vor den paar hundert mitgereisten Anhängern die Pokalübergabe, im Anschluss begaben wir uns nach rekordverdächtigen 4,5 Stunden im Stadion zurück zu unserer Unterkunft.
IF Elfsborg – Hammarby IF
Für uns ging es am Tag darauf weiter nach Göteborg, wo wir nicht nur ein Spiel im niederklassigen Bereich anschauten, sondern auch ein weiteres Stadion in der ersten Liga live im Einsatz erleben durften. Es kam zum Wiedersehen mit Hammarby, die ich ja bereits in Stockholm live gesehen hatte. Gastgeber war der IF Elfsborg und das Stadion konnte dabei auf jeden Fall überzeugen. Wir hatten Tickets im Oberrang der Gegengerade: das war nicht nur grundsätzlich eine gute Übersicht, sondern sah einfach auch cool als Stadion an sich aus. Wir hatten vor dem Spiel schon zahlreiche Hammarby-Fans in der Stadt gesehen, entsprechend voll war der Gästeblock dann auch.
Zu Beginn war das ein wahres Stimmungsfeuerwerk: beide Kurven gaben ordentlich Gas und feuerten ihre Mannschaften an. Den deutlich längeren Atem erwischte allerdings Hammarby (übrigens unterstützt von einem Aachener), Elfsborg ging nach 20-25 Minuten etwas die Puste aus. Das ein oder andere Lied – bzw. vielmehr die Melodie – kam mir bekannt vor und sicherte mir für die nächsten Tage wieder Ohrwürmer. Wie schon beim ersten Mal war ich auch von diesem Auftritt von Hammarby wieder begeistert. Auf dem Platz lief es dann ebenfalls und die Grün-Weißen konnten die mitgereisten Fans mit zwei Toren glücklich machen. Es war der erste Sieg seit 18 Jahren für HIF in Boras, entsprechend erleichtert waren Anhänger und Spieler über die drei Punkte. Mit diesen Eindrücken ging es dann zurück in das Hotel zur letzten Nacht in einem schwedischen Bett.
Die Fans aus Elfsborg……und von Hammarby
Mjällby AIF – IFK Värnamo
Eigentlich nur zur Liga-Komplettierung für meinen Kumpel wurde am nächsten Morgen abschließend Mjällby direkt am Meer angesteuert, es sollte jedoch auch sonst ein gelungener Abschluss der Tour werden. Mit dem Zug machten wir uns auf den Weg und erreichten unser Ziel ohne größere Vorkommnisse. Vor Ort wurde wir von einem zuvor kontaktierten Supporter der Heimseite zunächst abgeholt und dann etwas herumgeführt, er beantwortete uns außerdem diverse Fragen rund um die für uns bis dato unbekannten Gastgeber. Das Stadion “Strandvallen” steht nicht nur direkt am Meer – vom Stadionausgang bis zum Strand sind es etwa 200 Meter, siehe hier – sondern auch im Ort Hällevik, der gerade einmal um die 1000 Einwohner zählt. Verrrückte Details zu einem schwedischen Erstligisten… Punkten konnte Mjällby vor allem im kulinarischen Bereich. Ein Gericht mit frittiertem Hering, Kartoffelbrei, Preiselbeere und Dill bekam von mir eine glatte 1 und war sicherlich das coolste, was ich jemals bei einem Fußballspiel in einem Stadion gegessen habe.
Mjällby wird sensationell Meister in der schwedischen Allsvenskan
Nicht so cool an der Spielstätte ist dafür die grundsätzliche Erreichbarkeit. Einmal in der Stunde fährt vom nächstgelegenen Bahnhof ein Bus nach Hällevik. Ansonsten bleibt einem nur das Taxi oder die Anreise mit dem eigenen Auto. Bei den Auswärtsfahrern ist das Strandvallen daher trotz der herausragenden Lage am Meer nicht unbedingt beliebt. Heute zu Gast war der IFK Värnamo, nur einzelne Gästefans versammelten sich im Auswärtsblock. Auf der Heimseite sorgte eine kleine Supporter-Gruppe (keine Ultras) für Stimmung, nur selten beteiligten sich allerdings die weiteren Zuschauerbereiche daran.
Auf dem Platz taten sich die Gastgeber als Tabellenführer gegen den Tabellenletzten überraschend schwer, die Gäste hätten durchaus ein Remis verdient gehabt. Es kam jedoch, wie es kommen musste. Mjällby schlug dann doch noch zwei Mal eiskalt zu und sicherte sich damit den nächsten Heimsieg. Wie man mittlerweile weiß, kamen sie von diesem Kurs nicht mehr ab und sicherten sich tatsächlich völlig überraschend den schwedischen Meistertitel.
Wir stoßen mit einem Kaltgetränk am nahe gelegenen Strand auf die Liga-Komplettierung sowie eine gelungene Tour an, bevor wir uns frühzeitig auf den Weg zum bereits erwähnten Bus machten. Über Malmö ging es dann mit Nachtzug nach Hamburg und von dort erreichten wir mit einem pünktlichen ICE die bayerische Landeshauptstadt wieder.
Fazit zu Schweden
Insgesamt gefiel es mir in Schweden und speziell auch beim Fußball richtig gut. Dass so viele Menschen hier in die Stadien gehen und oft auch eine wirkliche gute Stimmung mit Choreografien, Fahnen, Pyrotechnik und Gesängen herrscht, hat mich tatsächlich überrascht, da ich bislang wenig aus Schweden diesbezüglich mitbekommen habe. Das und vor allem Hammarby ist auf jeden Fall eine Reise wert.
Das Niveau auf dem Platz könnte dagegen noch etwas besser sein im europäischen Vergleich. Das sieht man regelmäßig auch am Abschneiden der schwedischen Teams in den länderübergreifenden Pokalwettbewerben. Auch der Meistertitel von Mjällby ist ein entsprechender Fingerzeig. Hier ist beispielsweise in Norwegen das fußballerische Niveau deutlich höher. Was nicht ist, kann ja allerdings noch werden – die Fans stehen auf jeden Fall hinter ihren Mannschaften und feuern sie an, soviel ist schon einmal sicher.
Groundhopping auf sechzger.de
In den letzten Monaten erschienen bereits einige Groundhopping-Artikel auf sechzger.de. Hier eine Übersicht: