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Gegner PK: Alemannia Aachen erwartet die Löwen

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Am Samstag empfängt Alemannia Aachen die Münchner Löwen zum dritten Spieltag dieser Saison. Wie bereits in der Löwenrunde erwähnt, wird die Mannschaft von Patrick Glöckner mit dem Flugzeug anreisen. Wie aber steht es momentan um die Alemannen?

Alemannia Aachen und ihre Rolle im Spiel

Über die Favoritenrolle im Spiel sagt Mittelfeldspieler Lukas Scepanik: “Es wäre vermessen zu sagen, dass wir das sind. Wir machen uns aber in keiner Weise kleiner als wir sind. Wir spielen zu Hause und haben unsere positiven Fans im Rücken. Wir werden mutig zu Werke gehen und sind heiß, den Löwen ein Bein zu stellen.”

Trainer Benedetto Muzzicato spricht sich dennoch für die Stärken seiner Mannschaft aus: “Für uns spricht, dass wir in der zweiten Halbzeit eine gute Reaktion gezeigt haben. Die Mannschaft hat nach dem holprigen Start bewiesen, dass sie eine gute Intensität und einen starken Charakter hat, wenn sie einmal ,online‘ ist.”

Schwierigkeiten beim Kader

Auch die momentane sportliche Lage der Mannschaft kommentiert Scepanik: “Wir haben in den letzten Wochen so ziemlich aus dem letzten Loch gepfiffen.” Momentan greift Trainer Muzzicato auf einen stark dezimierten Kader zurück: “Ich musste in Diensten von Viktoria Berlin während Corona mal mit zwei U19-Spielern in Mannheim starten, weil wir so viele Ausfälle hatten. Aber über eine solch lange Zeit nur mit zwölf bis vierzehn Spielern zu trainieren, ist auch für mich eine Herausforderung.”

Trotz dieser schwierigen Lage schauen Team und Trainer mit einigen Verletzten bleibt die Grundstimmung positiv. “Das ist doch das Schöne am Fußball: Dass du Herausforderungen bewältigen willst. Wir wollen gegen einen guten Gegner mit großen Namen ein ähnlich solides Spiel abliefern wie in Osnabrück. Diese Aufgabe gehen wir voller Überzeugung an.”

Anhaltende Ausfälle

“Flo Heister ist wieder im Training, aber macht noch nicht alles mit. Unterdessen dürften Danilo Wiebe und Jeremias Lorch wieder eine Option sein”, erläutert Muzzicato in der Pressemitteilung. Lamar Yarbrough ist aufgrund einer Roten Karte gesperrt, Kevin Goden muss verletzungsbedingt aussetzen. Jan Olschowsky ist seit dem letzten Pokalspiel ebenfalls wieder im Einsatz.

Die Suche nach Neuzugängen hält bei der Alemannia auch weiterhin an. So sagt Coach Muzzicato: “Wir suchen nach Spielern, die verlässlich sind und uns sofort weiterhelfen. Die haben wir noch nicht vermeldet, aber wir befinden uns jeden Tag in Gesprächen. Bald kann der Konkurrenzkampf im Training starten.”

Gästetickets für Pokal-Spiel in Illertissen erhältlich

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Gästetickets für Pokal-Spiel in Illertissen erhältlich

Am Samstag, 6. September, ist der TSV 1860 München beim FV Illertissen zu Gast. Das Toto-Pokal-Achtelfinale beim amtierenden bayrischen Pokal-Sieger beginnt um 14:00 Uhr und wird auch im Bayrischen Fernsehen live und kostenlos übertragen. Erst kürzlich hatte Illertissen in der ersten Runde des DFB-Pokals den Zweitligisten 1. FC Nürnberg mit 6:5 nach Elfmeterschießen besiegt.

Gästetickets für Pokal-Spiel in Illertissen erhältlich

Nachdem der Vorverkauf der Tickets für den Heimbereich bereits begonnen hatte sind ab sofort auch Eintrittskarten für den Gästebereich erhältlich. Der Vorverkauf findet hier im Ticket-Shop des FC Illertissen statt. Die Eintrittskarten kosten einheitlich 13€. Darin ist der BFV-Sozial-Euro bereits enthalten. Ermäßigungen gibt es, wie auch schon bei den Heimkarten, keine.

Gegnervorstellung 25/26: Aachener Turn- und Sportverein Alemannia 1900 e.V.

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Presseraum im Aachener Tivoli

Endlich ist die Pokalpause vorbei und es geht in der Liga weiter. Mit der Auswärtsfahrt nach Aachen steht das nächste Schmankerl auf dem Programm, das aber stand heute nicht den gleichen Sog wie letzte Saison ausübt. Trotzdem werden die Löwenfans in großer Zahl in die Kaiserstadt reisen, um hoffentlich die Punkte mit nach München zu nehmen. Nachdem es beim letzten Mal eher spielerische Schonkost gab, hoffen wir morgen natürlich auf ein Feuerwerk des TSV. Dieses gab es von schwarz-gelber Seite bis jetzt noch nicht, auf den Rängen der Heimkurve wird aber eine große Show erwartet! Wir sind gespannt, wenn es heißt Turn- und Sportverein München von 1860 gegen den Aachener Turn- und Sportverein Alemannia 1900 e.V.!

Aktuelles – Die Ausgangssituation

Den Start in die Saison hätte sich die Alemannia sicher etwas anders vorgestellt. Nach einem biederen 0:0 gegen Osnabrück und einer 2:4 Heimniederlage gegen die Zweitvertretung auf Hoffenheim steht man mit einem Zähler da. Nun folgen mit den Partien gegen die Löwen, Essen und Absteiger Ulm Termine bei denen auch nicht mit vielen Erfolgserlebnissen gerechnet werden kann. Außerdem plagen das Team von Neu-Trainer Benedetto Muzzicato große Verletzungssorgen, wodurch über einen langen Zeitraum nur rund 14 Feldspieler trainieren konnten.

Das Lazarett solle sich nun etwas gelichtet haben – Olschowsky, Lorch und Wiebe sind wieder Optionen – dafür fehlt Innenverteidiger Yarbrough am Samstag gesperrt. Vom Bollwerk der letzten Saison steht also maximal Strujic auf dem Rasen, da Kapitän Hanraths und Außenverteidiger Heister ebenfalls verletzt sind. Die Vorbereitung lief im Angesicht der Tatsache, dass Muzzicato aufgrund des überraschenden Abgangs von Heiner Backhaus nach Braunschweig nur einen Monat Zeit hatte, gut. Jedoch konnte man gegen keinen höherklassigen Gegner punkten. Zumindest im Landespokal konnte man einen souveränen Sieg verbuchen und gewann gegen den 1. FC Düren (Mittelrheinliga) mit 1:6.

Kader & Transfers

Nachdem man in der vergangenen Saison einen sehr großen Kader unterhielt, wurde in Aachen im Sommer gröber aussortiert. So stehen 17 Abgängen nur 11 Neuverpflichtungen gegenüber.

Bedeutsamster Abgang ist der 200 000€ schwere Transfer von Mittelfeldmann Soufiane El-Faouzi (22) zu Schalke 04. Weiters ging Freistoßspezialist Anton Heinz (ST, 27) zu den Amateuren an die Seitenstraße. Der frühere Einsergoalie Marcel Johnen (22) verstärkt den BVB II, während Charlison Benschop (ST, 35) die Zweitvertretung der Düsseldorfer Fortuna unterstützt. Der letztes Jahr gesetzte Innenverteidiger Patrick Nkoa (25) wollte sein Glück in der Schweiz beim FC Winterthur versuchen, ist aber aufgrund einer nicht erteilten Arbeitserlaubnis vereinslos. Auch ohne Verein steht Anas Bakhat (OM, 25) da, der in der Rückrunde noch zu den Leistungsträgern am Tivoli gehörte.

Verstärkt hat man sich mit einigen alten Bekannten. Stürmer Kwasi Wriedt (30) kommt aus der zweiten türkischen Liga nach Aachen, während Valmir Sulejmani (29, verletzt) in der dritten Liga verbleibt und Hannover II verlassen hat. Ebenfalls die Liga hält Jeremias Lorch (IV, 29), der aus Sandhausen an die holländische Grenze wechselt. Neben der ganzen Routine holte man auch einige Youngster in die Kaiserstadt. Stürmer Fabio Torsiello (20) ist aus Darmstadt geliehen und hat die letzte Spielzeit in Unterhaching verbracht. Matti Wagner (LV, 20) kennt die Liga ebenfalls. Die Leihgabe aus der Nürnberger Westvorstadt war letztes Jahr übergangsweise in Essen aktiv. Außerdem kam von Mainz II aus der Regionalliga mit Marc Richter (23) ein groß gewachsener Mann fürs offensive Mittelfeld.

Aktuell einsatzbereit sind von den verbliebenen Stützen der vergangenen Saison wenige, so etwa Sasa Strujic, Lukas Scepanik (OM, 31), sowie Gianluca Gaudino (DM, 28). Neben den im vorangegangenen Abschnitt Genannten, besteht das Aachener Lazarett noch u.a aus Kevin Goden (MS, 31) und Bentley Baxter Bahn (ZM, 32).

Neben dem Trainerwechsel, wurde auch auf der Kommandobrücke getauscht. Geschäftsführer Sascha Eller wurde nach Saisonende freigestellt, hier sollen insbesondere unvorteilhafte Deals mit Ausrüster “Capelli” und die Auslagerung des Fanshops an eine externe Firma ausschlaggebend gewesen sein. Diese Auslagerung wird, wie bei den Löwen, auch von der Fanszene sehr kritisch gesehen. Nachfolger ist mit Rachid Azzouzi ein im deutschen Fußball bekanntes Gesicht. Der 54-jährige stammt aus der Region, ist aber besonders durch seine langjährige Tätigkeit inklusive Bundesligaaufstieg beim Rivalen des FC Nürnberg aufgefallen.

Löwenpower: Kevin Goden (2021-23), Valmir Sulejmani (23/24)

Vereinsgeschichte

Im Dezember 1900 gründeten 18 Schüler den “Fußballclub Alemannia”, im Gegensatz zu vielen anderen Städten war der Fußball in Aachen zu dieser Zeit in den oberen Schulen schon etabliert. Wie hoch der erste Mitgliedsbeitrag war, erfahrt ihr übrigens in Talk Folge #185. Da es schon einen 1. FC Aachen gab, suchte man sich den Beinamen “Alemannia” aus. Grund für die Gründung war, auch Nicht-Mitschülern ein Mitspielen zu ermöglichen.

Der erste richtige Sportplatz war 1901 der Innenraum der Radrennbahn am Zoologischen Garten. Um an Meisterschaftsspielen teilnehmen zu dürfen trat man 1903 dem Verband bei und zog ein Jahr später auf den Waldspielplatz im Stadtwald um. In der Saison 1904/05 nahm der Klub dann das erste Mal an Pflichtspielen teil, eine Jugendabteilung und Vereinszeitung wurden gegründet.

1907/08 wurde man Meister des 1. Bezirks und zog auf den Sportplatz hinter dem Forsthaus Siegel um. Dieser Platz wurde zwar von der Stadt errichtet, erwies sich aber nicht als tauglich und so spielten die Gelb-Schwarzen fortan auf dem Sportplatz am Tivoli. Das Gelände ist bis heute die Heimat des ATSV. 1909 qualifizierte man sich für die 1. Ligaklasse, in der man bis 1913 spielte. Im ersten Weltkrieg kam der Spielbetrieb fast zum Erliegen, der Verein konnte sich aber in der Bezirksklasse halten und zum Ende hin wieder Erfolge feiern.

Im Jahre 1919 erfolgte dann eine Fusion mit den Aachener Turnverein von 1847. Der Verein hieß von da an wie heute, nur mit 1847 im Namen.  In der Saison 1920/21 wurde man Meister im Westkreis und qualifizierte sich für die Rheingauliga. 1924 wurde die Fusion mit dem ATV aufgrund von Unstimmigkeiten wieder aufgehoben und der heutige Vereinsname angenommen.

1925 begann der Bau des alten Tivoli und des weiteren Vereinsgeländes, was in der Eröffnung des Stadions im Jahre 1928 mündete. So ging es auch sportlich bergauf und man konnte gute Leistungen in der Rheinbezirksliga zeigen, 1931 wurde man Bezirksmeister. Dieser Erfolg konnte in Folge zweimal wiederholt werden. Zu Beginn der NS-Zeit stieg der ATSV aus der Gauliga ab und spielte zum ersten Mal bis 1937 im Unterhaus. Nach dem Aufstieg qualifizierte man sich für und wurde dritter der deutschen Meisterschaft.

Während des zweiten Weltkriegs musste man wie fast alle Vereine in Kriegsspielgemeinschaften den Notbetrieb aufrechterhalten. Das Stadion wurde beschädigt und musste 45 wiederaufgebaut werden. Der Verein startete ab 1947 in der Oberliga West, in der man sich zuerst schwertat. Ab 1952 wurden die sportlichen Leistungen besser und im Stadion stand ab 1957 Europas modernste Flutlichtanlage.

Im Jahre 1960 war die Alemannia dann Westdeutschlands größter Verein mit über 3 000 Mitgliedern, beflügelt vom tollen Stadion und anhaltenden Erfolgen in der Liga. Trotz alle- dem wurde der ATSV nicht in die Bundesliga aufgenommen und musste, nach einer verständlichen, aber erfolglosen Klage, ab 1963 in der Regionalliga West antreten. Man wurde hier direkt überlegen Meister, blamierte sich aber in der Aufstiegsrunde. 1965 stieß man bis ins Finale des DFB-Pokal vor und wurde Zweiter in der Liga, der Aufstieg gelang abermals nicht. Dieser wurde dann 1967 realisiert, der Klassenerhalt geschafft und es ging als erster deutscher Klub auf Südamerika Tournee.

Mit teuren Neuverpflichtungen konnte in der zweiten Saison im Oberhaus dann sogar die Vizemeisterschaft errungen werden. Man hatte sich aber insgesamt, besonders finanziell, überhoben, musste 1970 absteigen und stand in der nächsten Zeit kurz vor der Insolvenz. Man konnte sich aber für die neu gegründete 2. Bundesliga qualifizieren. 1990 musste der Verein sogar den Gang in die Oberliga antreten, ab 1994 in der neuen Regionalliga, bis 1999 der Wiederaufstieg ins Unterhaus gelang.

Bis 2006 spielte man in der 2. Bundesliga gut mit und erreichte 2004 wieder das Pokalfinale. Als Pokalzweiter qualifizierte der ATSV sich damit für den UEFA-Cup. Durch die Einnahmen konnte sich der Verein wirtschaftlich erholen und man steig in der Saison 05/06 in die Bundesliga auf. Es folgte der direkte Wiederabstieg und man geriet im Zuge des Stadion-Neubaus wieder in finanzielle Schwierigkeiten. Trotz Hilfe der Stadt Aachen ging es turbulent weiter und die Alemannia fand sich 2012 in der 3. Liga wieder. Man wurde durchgereicht und stand 2013 in der Regionalliga am Abgrund.

Seitdem hat sich die Alemannia in der Regionalliga eher schwergetan und musste über 10 Jahre im Amateurbereich bleiben. Als negativer Höhepunkt bleibt ein weiteres Insolvenzverfahren, als positives Highlight stehen einige Zuschauerrekorde auf dieser Ebene. Im Herbst 2023 wurde dann Heiner Backhaus Trainer in Aachen. Dieser schaffte den “Turnaround” und brachte den ATSV, nach Platz 12 in der Vorsaison, wieder auf die Siegerstraße. 2024 gelang als Meister der Aufstieg in Liga 3 und damit die lang ersehnte Rückkehr in den Profifußball.

Die Alemannia vereint ca. 10 800 Mitglieder auf die Abteilungen Fußball, Frauenfußball, Handball (kein Spielbetrieb mehr), Leichtathletik, Tischtennis, Volleyball, Futsal, eSports und Tischfußball. Der Profifußball ist in die “TSV Alemannia Aachen GmbH” ausgegliedert, welche zu 100% dem Verein gehört.

Spruchband zum GWS der KBU in Aachen

Fanszene

Die Fanszene der Alemannia ist auf der Werner-Fuchs-Tribüne beheimatet und hat eine recht bewegte Geschichte vorzuweisen.

Seit 1999 gab es am Tivoli die “Aachen Ultras”, welche den Support organisierten. Nach Konflikten innerhalb der Gruppe, welche sich auf die gesamte Fanszene ausweiteten, spaltete sich 2010 die “Karlsbande” von den “Ultras” ab. Laut “KBU” sollen Meinungsverschiedenheiten zur Supportgestaltung und verschiedene Auffassungen von “Ultra” der Hauptgrund gewesen sein. Laut Medien und “ACU” ging es aber um die antifaschistische Ausrichtung, welche nicht mehr mitgetragen werden wollte.

So teilte sich die Szene, wobei die “KBU” mehr Unterstützung von Fanclubs und Hooligans erhielt. Von da an gab es auch tätliche Angriffe auf die übrigen “Ultras”, laut übereinstimmenden Medienberichten unter Beteiligung von Hooligans aus dem rechtsextremen Milieu. Nachdem eine für sie intolerable Eskalationsstufe erreicht war, entschlossen sich die “Aachen Ultras 1999” zur Auflösung im Jahre 2013. Zu diesem Thema lohnt sich auch ein Blick in die letzte Sonderausgabe des Stadionhefts der Gruppe, genannt “Mullejan”. Die “Karlsbande” hatte zu diesem Zeitpunkt ein Auftrittsverbot im Tivoli, welches aber seit der Ablösung des damaligen Vorstands bis zum heutigen Tage ignoriert, sowie nicht vom Verein durchgesetzt wird. Dieses bestand darin, dass die Benutzung des Namens “Karlsbande” im Stadion auf jedweden Medien untersagt war. Aus diesem Grund trat man für einige Zeit in Material mit der Aufschrift “Unerwünscht” auf.

Die “Karlsbande” ist noch immer die Hauptgruppe im Stadion und feiert am Samstag ihr 15-jähriges Bestehen. Sie gibt in unregelmäßigen Abstände das Stadionheft “Karlumne” , sowie das gleichnamige Jahresheft als Fanzine aus der Aachener Szene heraus. Seit 2014 hatte sich daneben die “Yellow Connection” etabliert, welche in der Hinrunde der letzten Saison nach Streitereien um die Benutzung der neuen Mikrofonanlage und weiteren Machtkämpfen auflöste. Auch der Verein spielte, u.a. mit kurzfristigen Stadionverboten, wieder eine eher unrühmliche bzw. unpassende Rolle. Teil der aktiven Fanszene, aber keine Ultragruppen, sind zudem die “Fahrgemeinschaft 520”, “Domwacht” und die “Monkey Fighters”. Außerdem gibt es noch die Hooligans der “Boxstaffel 520”. Der Dachverband der Fans, in dem viele Fanclubs organisiert sind, heißt, nach dem Standort der meisten Anhänger, “Werner-Fuchs-Tribüne”.

Weiters standen der Verein und die Szene des ATSV immer wieder wegen Verbindungen in die rechtsextreme Szene im Fokus. Nach dem Aufstieg gab es mehrere Artikel und Dokumentationen des ÖRR zu dem Thema, in dem besonders die Rolle der Hooligans von der “Boxstaffel 520” beleuchtet wird. Im Verein ist in der letzten Zeit, wie vom neuen Präsidenten Björn Jansen (ehemaliger Bürgermeister von Aachen, SPD) bekräftigt, anscheinend ein Umdenken eingetreten und so wird das offene zur Schau stellen rechtsextremer Gesinnung sowohl von Verein und Ordnungsdienst als auch von der aktiven Fanszene mittlerweile aktiv bekämpft. So wurde z.B. Personen in einschlägiger Kleidung beim letzten Spiel in Verl von den Ultras “freundlich” der Ausgang gezeigt.

Der ATSV pflegt (auf Ultraebene) eine Freundschaft zum niederländischen Klub Roda Kerkrade, sowie zum schwedischen Hauptstadtklub Hammarby IF. Wirklich große Feindschaften sind mir nicht bekannt, Abneigung gibt es aber zu fast allen Klubs aus dem näheren NRW. Besonders groß soll diese nach Gladbach, Essen und Wuppertal sein. Abseits von “Ultra” hat die Alemannia noch 79 offizielle Fanclubs.

Stadion

Der (neue) Tivoli in Aachen ist das größte Stadion der dritten Liga und bietet 32 960 Plätze sowie alle Schikanen, wie z.B. ein eigenes TV-Studio. Fertiggestellt wurde die Arena im Sommer 2009. Nach mehreren Vorfällen in der letzten Saison, wurden in der Sommerpause die unteren elf Reihen des Gäste-Sitzplatzbereichs in sogenannte “Safe-Standing”-Plätze umgewandelt. Diese sind robuster als herkömmliche Sitzschalen und können sowohl als Sitzplätze, als auch Stehränge mit Wellenbrecher genutzt werden. Für Fotos und genaueste Zahlen konsultiert am besten die Website des ATSV. In den Veranstaltungsräumen des Stadions befindet sich seit 2015 u.a. die “Spielbank Aachen”. Der Bau der Arena stürzte den Verein in eine schwere finanzielle Krise, welche in zwei Insolvenzverfahren mündeten.

Tivoli in Aachen

Der Name der Aachener Stadien kommt vom Standort, welcher auf dem Grund des ehemaligen Gut Tivoli liegt. Das Stadion ist Teil des “Sportpark Soers” in dem auch das Reitstadion liegt in dem der “CHIO” ausgetragen wird. Weitere Infrastruktur sind ein Parkhaus und Trainingsplätze. Von den Kunstrasenplätzen, welche nach ausländischen Städten benannt sind, befindet sich u.a. der Platz “Alkmaar” oben auf dem Parkhaus. Die Namen sind die der Gegner aus der UEFA-Cup Saison 2005/06.

Wer sich noch für den alten Tivoli interessiert, dem sei dieser Artikel ans Herz gelegt: Tivoli Historie.

Trivia – Unnützes Wissen

  • Die im letzten Jahr gegründeten Tischfußballer der Alemannia spielen auf (besonders im Seniorenbereich) auf dem höchsten Niveau.
  • Der Aachener Dom samt Domschatz ist UNESCO-Welterbe.
  • Sportlich ist Aachen besonders für den Reitsport bekannt, der CHIO Aachen ist das weltgrößte Turnier für u.a. Springreiten.
  • Jährlich wird ein Seifenkistenrennen zwischen RWTH und FH Aachen ausgetragen.
  • Die “Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Henry Lambertz GmbH & Co. KG” gilt als Weltmarktführer bei Herbst- und Weihnachtsgebäck.

Der 3. Spieltag im Überblick

Freitag 19:00 Uhr SV Wehen Wiesbaden – Rot-Weiss Essen
Samstag 14:00 Uhr VfB Stuttgart II –  SC Verl 1924
14:00 Uhr VfL 1899 Osnabrück – 1. FC Saarbrücken
14:00 Uhr SSV Jahn Regensburg – 1. FC Schweinfurt 05
14:00 Uhr Aachener TSV Alemannia 1900 – TSV 1860 München
14:00 Uhr TSG Hoffenheim II – FC Energie Cottbus 
16:30 Uhr MSV 02 Duisburg – SSV 1846 Ulm Fußball 
Sonntag 13:30 Uhr FC Ingolstadt 04 – FC Hansa Rostock
16:30 Uhr FC Erzgebirge Aue – TSV Havelse 1912
19:30 Uhr SV Waldhof Mannheim – FC Viktoria Köln 1904

 

Der Mann an der Pfeife (in Aachen): Dr. Robert Kampka

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Mit der Rubrik Der Mann an der Pfeife (oder ggf. auch Die Frau an der Pfeife) wollen wir Euch in dieser Saison die Schiedsrichter der jeweils nächsten anstehenden Partie unserer Löwen etwas näher bringen. Insbesondere mit einem (statistischen) Blick auf bisherige Einsätze des Schiris bei Spielen mit Beteiligung des TSV 1860. Heute geht es natürlich um die Partie bei Alemannia Aachen (Samstag um 14:00 – im sechzger.de-Liveticker).

Kampka aus Köln, Mainz oder Schornbach?

Den erfahrenen 43jährigen Dr. Robert Kampka, im Hauptberuf Truppenarzt bei der Bundeswehr, schickt der DFB am Samstag Nachmittag auf den Tivoli in Aachen, um das Spiel zwischen der Alemannia und dem TSV 1860 München zu leiten. Dass Kampka laut kicker im nur 75 Kilometer von der Kaiserstadt entfernten Köln zu Hause ist, könnte für Diskussionen sorgen. Allerdings lebt und arbeitet er anderen zuverlässigen Quellen zufolge in Mainz und pfeift für den TSV Schornbach, gut dreißig Kilometer östlich von Stuttgart. Diese Herkunft erscheint weit weniger problematisch.

Ein nachweislich erfahrener Schiri

Dr. Kampka hat nicht weniger als 35 Bundesliga-, 134 Zweitliga- und 113 Drittligaspiele auf dem Buckel. Hinzu kommen 23 DFB-Pokalpartien und zahlreiche weitere Einsätze in tieferen Spielklassen. In den Drittligaspielen, die er seit der Einführung der Liga im Sommer 2008 leitete, verteilte er in Summe 605 Gelbe, 11 Rote und 17 Gelb-Rote Karten. Mit damit über fünfeinhalb Verwarnungen pro Partie ist Kampka ein vermeintlich strengerer Regelhüter, als der Kollege Gerach, der die Löwen gegen Osnabrück pfiff. 31 Mal entschied der morgige Referee in der 3. Liga bislang auf Strafstoß.

Kampka hat die Löwen schon 15 Mal gepfiffen…

Zum insgesamt 16. Mal steht Robert Kampka morgen bei einem Spiel mit Beteiligung des TSV 1860 auf dem Platz. Elfmal in der 2. Bundesliga und dreimal in der 3. Liga. In der Zweitklassigkeit ist unsere Bilanz dabei negativ: Fünf Niederlagen und jeweils drei Siege und drei Remis stehen zu Buche. Allerdings mussten die Löwen dabei auch neunmal auswärts und nur zweimal zu Hause (wenn man das Stadion am Müllberg im Zusammenhang mit Sechzig überhaupt so nennen kann) ran. Eine Liga tiefer ist die Bilanz dieses Schiedsrichters bei und mit 1860 ausgeglichen. Er pfiff im Herbst 2018 das 1:1 in Unterhaching, ein Jahr später die 2:1-Niederlage in Würzburg und ein weiteres Jahr darauf den 2:0-Sieg in der Vorstadt, bei dem wegen der Coronapandemie keine Fans anwesend waren.

…Zuletzt war’s ein schöner Abend!

Da war das letzte Mal, als Kampka bei den Löwen im Einsatz war, schon deutlich mehr los. Dieser letzte Berührungspunkt mit Sechzig liegt aber auch schon wieder fast vier Jahre zurück. Auf den Tag genau ein Jahr nach dem Sieg in Unterhaching, den Kampka leitete, fand auf Giesings Höhen ein Spiel statt, das den Löwenfans noch in allerbester Erinnerung ist. Es war die legendäre DFB-Pokal-Nacht am 26. Oktober 2021, als 1860 Schalke 04 in der 2. Runde mit 1:0 aus dem Wettbewerb kegelte.

Linienrichter und vierter Offizieller

Es wäre ja zu schön, wenn Dr. Robert Kampka getreu dem Motto “Aller guten Dinge sind drei” nach den beiden Löwensiegen, die er zuletzt leitete, am Samstag erneut einen Erfolg in weiß und blau begleitet! Assistiert wird er bei diesem Unterfangen übrigens von Asmir Osmanagic aus Stuttgart und von Steven Greif aus Gotha an den Seitenlinien. Der vierte Offizielle in Aachen wird Kristijan Rajkovski aus Remscheid sein.

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Titelbild: Löwen-Torjubel im menschenleeren Hachinger Sportpark am 26. Oktober 2020. Schiedsrichter Kampka ist – in der rechten Bildhälfte – bereits auf dem Weg zum Anstoßkreis auszumachen.

 

Alemannia Aachen – TSV 1860: Ergebnistipp Achim Bogdahn

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Achim Sechzig Bogdahn

Schon zum vierten Mal innerhalb der letzten viereinhalb Jahre haben wir Achim Bogdahn um eine kompetente Prognose für das Spiel der Löwen bei Alemannia Aachen am morgigen Samstag (14.00 Uhr – im sechzger.de Liveticker) gebeten. Und der BR-Moderator und Autor hat direkt geliefert:

Experte setzt auf einen knappen Sieg

Der Tivoli ist für mich vorrangig ein Vergnügungspark in Kopenhagen. Am Samstag wird der Aachener Tivoli unser Vergnügungspark, wenn wir dort
mit 2:1 gewinnen und Volland und Hobsch treffen.

In Aachen live dabei

Die Irritation über den Stadionnamen in Aachen hindert Achim allerdings natürlich nicht daran, sich selbst auch auf den weiten Weg zum Auswärtsspiel in die Kaiserstadt zu machen – und den Aachener Tivoli zu besuchen. Man wird ihn im Gästeblock treffen und nach dem Spiel mit der Stimmigkeit seiner Prognose konfrontieren können.

Zur Person Achim Bogdahn

Unser heutiger Tipp-Experte arbeitet schon seit fast 35 Jahren als Moderator für den Bayerischen Rundfunk. Im Radioprogramm von Bayern 2 moderiert er die Sendungen Zündfunk, Eins zu Eins. Der Talk sowie das sowohl im Radio, als auch im Fernsehen, nämlich in ARD-alpha ausgestrahlte Tagesgespräch. Im Herbst 2022 erschien Bogdahns erstes Buch, Unter den Wolken: Meine Deutschlandreise auf die höchsten Berge aller 16 Bundesländer. Mit diesem unterhaltsamen Werk ist Bogdahn auch drei Jahre später immer wieder mal auf Leserreise unterwegs.
Bereits seit elf Jahren darf Achim Bogdahn den Namenszusatz “Sechzig” offiziell in seinem Personalausweis tragen, wofür er lange Zeit kämpfte. Ein unwiederuflicher Nachweis für die Liebe und Hingabe, die der studierte evangelische Theologe dem TSV 1860 München entgegenbringt.

Sechzig um Sieben: Mit dem Flugzeug nach Aachen

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Sechzig um Sieben 1860
Sechzig um Sieben: Erfolgsrezept

Die Löwen-Anhänger sind heiß auf das zweite Auswärtsspiel der Saison bei Alemannia Aachen. Entsprechend viel war gestern auch rund um den TSV 1860 München geboten. In Sechzig um Sieben fassen wir wieder alles Wissenswerte zusammen. In der Löwenrunde verkündete Coach Patrick Glöckner, dass sein Team mit dem Flugzeug nach Aachen reisen wird. Zudem gibt es erste Ticket-Infos zum Toto-Pokal-Achtelfinale in Illertissen und laut kicker.de ist Dickson Abiama wieder ein Thema an der Grünwalder Straße 114.

Löwenrunde: Mit dem Flugzeug nach Aachen

Bei der Löwenrunde am Donnerstagnachmittag gab Trainer Patrick Glöckner ein Kader-Update. Neben Schröter fehlen wohl Maier und Erdogan, beide waren zuletzt krank. Zudem erläuterte er, warum Münchens große Liebe mit dem Flugzeug nach Aachen reist und freut sich bereits auf das Spiel und die gute Stimmung am neuen Tivoli.

Abiama wieder ein Thema bei den Löwen

Laut einer Transfermeldung von kicker.de ist Dickson Abiama vom 1. FC Kaiserlautern wieder ein Thema an der Grünwalder Straße, obwohl der Kader bereits groß ist. Allerdings fällt Schröter wie berichtet längerfristig aus. Der Offensivmann der Roten Teufel war bereits in der Rückrunde für Münchens große Liebe aufgelaufen und hatte dabei zwei Tore und vier Assists geliefert.

Talk mit Christian Strassburger

Einen ganz besonderen Gast konnten Christian und Peter in Folge 224 des sechzger.de-Talks begrüßen. Christian Strassburger, bekannt als Kommentator bei MangentaSport, Sky und RTL+ berichtet dabei aus seiner täglichen Arbeit, über seine fußballerische Liebe zur Borussia Mönchengladbach und seinem Bezug zu den Münchner Löwen. Prädikat sehr hörenswert!

Wunschaufstellungen für Aachen

Natürlich haben auch wir uns wieder Gedanken gemacht über unsere Wunschaufstellungen für das Auswärtsspiel bei Alemannia Aachen. So viel sei schon einmal verraten: Große Veränderungen gibt es in unseren Wunsch-Aufstellungen im Vergleich zum 3:1 gegen Osnabrück nicht.

Amateure in Pipinsried – Saisonvorschau der Amas

Die zweite Mannschaft der Münchner Löwen ist heute Abend in Pipinsried zu Gast. In unserer Vorschau auf das nächste Bayernliga-Spiel blicken wir auch noch einmal zurück auf die guten und schlechten Erinnerungen des TSV 1860 an die jüngsten Spiele in Pipinsried. Am Wochenende wird es auch für die Dritte und die Vierte ernst, in unserer Saisonvorschau fassen wir für Euch zusammen, was im Sommer alles passiert ist.

Pokalspiel in Illertissen im Free-TV

Am Samstag, 6. September, sind die Löwen um 14:00 Uhr im Achtelfinale des Toto-Pokals bei der FV Illertissen zu Gast. Das Bayrische Fernsehen wird die Begegnung live im Free-TV übertragen. Zudem haben die Gastgeber erste Informationen zum Ticketing bekannt gegeben. Hier findet ihr die Preise und die Termine für den Vorverkauf. 

Mit über 2.000 Löwen-Fans nach Aachen

Bereits am heutigen Freitag machen sich die ersten der gut 2.000 Löwen-Fans auf den Weg nach Aachen. Wir wünschen schon einmal eine gute Anreise und allen anderen einen gelungenen Wochen-Ausklang. Natürlich erwarten Euch auch heute wieder jede Menge spannende Infos auf unserer Webseite – viel Spaß beim Lesen.

Faninformationen zu Alemannia Aachen – TSV 1860 München

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Alemannia Aachen TSV 1860

Am Samstag rollt der Ball endlich wieder und die Löwen kämpfen am Tivoli um die nächsten drei Punkte. Wir präsentieren Euch die Faninformationen für das Spiel des TSV 1860 bei Alemannia Aachen.

Faninformationen zu Alemannia Aachen – TSV 1860

Anreise

Per Auto/Bus

Aus Köln – Düsseldorf- Lüttich:
Autobahn A4; weiter A 544; Ausfahrt Rothe Erde

Bei größeren Spielen ist für Gästefans der Parkplatz P1 geöffnet. Dort liegt auch der Parkplatz für Gästebusse. Der Gästeparkplatz ist wie folgt zu erreichen: Nach Abfahrt Autobahn Aachen Zentrum an der Kreuzung rechts abbiegen in den Eulersweg. Dann die zweite Möglichkeit links in den Soerser Weg. Hinter dem Reitstadion wieder links rein (Straße “Am Sportpark Soers”). Diese Straße ist relativ neu und wird entsprechend nicht von allen Navigationsgeräten erkannt.

Per ÖPNV

Vom Hauptbahnhof Aachen aus bringen Euch Shuttle-Busse ab ca. 11.30 Uhr zum Stadion und nach dem Spiel wieder zurück. Diese starten in Richtung Bahnhof vom Gästeparkplatz aus. Zudem berechtigen die Eintrittskarten zur Nutzung des Nahverkehrs innerhalb der Städteregion Aachen.

Verbotene Symbolik am Tivoli

Alemannia Aachen schreibt sich auf die Fahnen, ein weltoffener, inklusiver und toleranter Verein zu sein, in dem Menschen jeglicher Herkunft, jeglichen Geschlechts und jeglicher sexuellen Orientierung Platz finden. Wer ein Spiel der Alemannia live im Stadion verfolgen möchte, dem muss klar sein: Bei uns gibt es keinerlei Platz und Akzeptanz für Rechts- und Linksextremismus, Rassismus, Diskriminierung, Antisemitismus, Homo- oder Transphobie und Sexismus.

Um klare Kante gegen Symboliken, Gedankengut, Erkennungszeichen oder Handlungen aus dem rechts- und/oder linksextremen Spektrum zu zeigen, setzt die Alemannia mithilfe von an den Tivoli-Eingängen angebrachten Tafeln eindeutige Zeichen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit gilt: Alle Symbole, Abkürzungen und Bekleidungsmarken, die dort gelistet sind, haben am Tivoli nichts verloren. Bei Zuwiderhandlungen ist mit den entsprechenden Konsequenzen zu rechnen.

Einlass

Für den Gästebereich sind noch Karten erhältlich, es wird folglich eine Tageskasse für Kurzentschlossene geben. Der Tivoli öffnet seine Pforten zwei Stunden vor Spielbeginn um 12 Uhr.

Catering

Im Stadion kann sowohl cash als auch bargeldlos gezahlt werden. Es wird Vollbier ausgeschenkt.

Löwenrunde: “Wir unterschätzen keinen Gegner”

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Löwenrunde: "Wir unterschätzen keinen Gegner"
Löwenrunde vor Essen

Am Samstagnachmittag ist der TSV 1860 München bei Alemannia Aachen zu Gast. Bei der Löwenrunde vor dem Spiel blickte Trainer Patrick Glöckner auf die nächste Aufgabe nach vorne und gab ein Kader-Update. Auch wenn die Aachener mit nur einem Zähler aus zwei Spielen gestartet sind reisen die Löwen mit viel Respekt an. “Gut 2.000 Tickets wurden verkauft”, erklärte Pressesprecher Rainer Kmeth im Hinblick auf das Gästekontingent. Etwa 25.000 Besucher werden wohl insgesamt am neuen Tivoli zu Gast sein. “Wir unterschätzen keinen Gegner”, versprach Glöckner.

Keine Pause – voll im Rhythmus

“Wir hatten keine echte Pause und sind voll im Rhythmus. Auch die Vorbereitung war ganz normal. Wir unterschätzen keinen Gegner. Aachen hat das in Osnabrück auch gut gemacht und hätte das Spiel gewinnen können”, sagte Glöckner weiter. Personell sind die Löwen nicht ganz komplett. Maier und Erdogan fehlten zuletzt krankheitsbedingt, Schröter fällt wie berichtet noch länger aus.

“Die ganze Arena macht Spaß”

Der Löwen-Coach freut sich auf das Spiel in Aachen, auch im Hinblick auf das Stadion. “Die Zuschauer sind dort sehr laut. Die ganze Arena macht Spaß, schon wenn man reingeht”, sagte Glöckner weiter. Auch im Hinblick auf die Löwenfans: “Über 2.000 Zuschauer – da sieht man wieder wie geil das ist und wie viel Support wir da mitbekommen. Wir konzentrieren uns nur auf uns selbst  und sind wieder eine sehr starke Einheit.”, so der Löwen-Coach. Er fordert von einem Team “die Leistung zu bestätigen” und “alles dafür zu tun, um erfolgreich zu sein”. Von den Hausherren erwartet er ein “hohes Angriffs-Pressing, eine hohe Intensität, sowie Umschalt- und Ballbesitz-Fußball”.

Löwen fliegen nach Aachen

Per Flugzeug werden die Münchner in den Westen der Republik reisen. “Wenn Du zehn Stunden im Bus sitzt als Leistungssportler ist es klar, dass der eine oder andere Prozentpunkt abgeht”, erläuterte Glöckner. Auch auf die letzten Spiele blickte der Löwen-Dompteur noch einmal kurz zurück. “Wir Trainer neigen immer dazu, die Perfektion zu suchen. Aber die gibt es nicht über 90 Minuten”, erklärte Glöckner im Hinblick auf den deutlichen 3:1-Heimsieg gegen Osnabrück. “Verbesserungspotenzial gibt es immer”, so der TSV-Trainer.

Sehr gutes Abwehrverhalten

“Wir bringen im Abwehrverhalten sehr gute Leistungen”, lobte Glöckner und verwies darauf “wie wenige Torchancen aus dem Spiel gegen uns bisher entstehen”. Drei bis sechs Torchancen des Gegners seien eigentlich normal. “Wir müssen in der Abwehr unsere Leistungen bringen, laufen und leiden. Und dann kommt der Spielwitz dazu”, sagte der TSV-Trainer. Er fordert von seiner Mannschaft auch weiterhin als Einheit aufzutreten. “Das ist unser Faustpfand”, erläuterte Glöckner weiter. Auf die Tabelle schaut er aber noch nicht: “Das juckt uns gar nicht, ich weiß nicht einmal auf welchem Tabellenplatz wir stehen, weil der zweite Spieltag einfach nicht repräsentativ ist.”.

Live-Übertragung im BR

Die Partie in Aachen wird wie berichtet im BR übertragen und beginnt deshalb am Samstag um 14:03 Uhr. Wie immer berichten wir für Euch wieder ab den frühen Morgenstunden des Samstags im Live-Ticker.

 

 

Saisonvorschau auf die Amateur-Fußballer des TSV 1860

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1860 Iii Pasing

Drei Wochen nach den Profis beginnt an diesem Wochenende auch für die 3. und 4. Herrenmannschaft des TSV München von 1860 e.V. wieder der Ligabetrieb. Grund genug, einen kurzen Blick auf die beiden Mannschaften zu werfen. Unsere Saisonvorschau.

Großer Umbruch in der dritten Mannschaft

In der Dritten gab es einen relativ großen Umbruch. Neben einem neuen Trainerteam kamen auch neun neue Spieler in die Mannschaft.

Neuer Trainer mit interessanten Stationen

Der neue Trainer, Josef “Beppo” Gutsmiedl, kann für Kreisligaverhältnisse eine beeindruckende Vita aufweisen und ist beim TSV 1860 kein unbekanntes Gesicht: Bereits mit jugendlichen 17 Jahren begann er bei der U11 im NLZ, später folgten U16, U19 und U21, bevor er dann erst zu Wacker Burghausen (Trainer U19; Co-Trainer Herren) und weiter zum FC Ingolstadt wechselte (Trainer U17, Co-Trainer U19). In den vergangenen drei Jahren war er als Trainer bei seinem Heimatverein DJK Pasing aktiv.

Acht Wochen Vorbereitung…

Solch große Veränderungen im gesamten Team bergen immer ein gewisses Risiko, auch wenn man nur Top-Leute verpflichtet. Aus diesem Grund entschied man sich dazu, die Vorbereitung zu verlängern, wie uns der sportliche Leiter, Dominik Kilpatrick, berichtete:

Ein neues Trainerteam und neun neue Spieler, das braucht natürlich alles seine Zeit. Die Vorbereitung haben wir daher von den üblichen fünf bis sechs Wochen auf acht gezogen, damit sich die Jungs gegenseitig kennenlernen können und das Trainerteam die Möglichkeit hat der Mannschaft ihre Spielphilosophie zu vermitteln.

…sind gut gelaufen

Auch wenn nicht alle Spiele gewonnen werden konnten, lief die Vorbereitung, aus Sicht von Dominik Kilpatrick, gut: “Es ist ein klarer Plan erkennbar und die Jungs scheinen gut zusammen gefunden zu haben”.

Saisonvorschau mit Saisonziel: Besser sein als letzte Saison!

Zum Saisonziel äußerte Coach Gutsmiedl gegenüber LÖWENAMATEURE: “Wir haben uns erstmal darauf verständigt, eine bessere Saison als die Vergangene zu spielen.” Im Frühsommer stand man auf Platz 6). Und auch der sportliche Leiter bestätigte uns gegenüber dieses Vorhaben:

Unsere Ziele sind klar! Besser abschneiden als in der letzten Saison – oder wenn man es anderes hören möchte: Oben mitspielen! Aber das wird nicht leicht, auch die anderen Mannschaften haben im Sommer nicht geschlafen und überragende Transfers getätigt, wodurch die Liga mit Sicherheit sehr attraktiv wird. Ich bin mir sicher die KL 2 ist die Stärkste hier in München, wenn man mal nur die Namen liest, ist das schon eher eine erweiterte Bezirksliga.

Ligastart am Wochenende

Die Kreisliga 2 startet an diesem Wochenende, die Dritte muss zum Auftakt am morgigen Freitag zum Aufsteiger nach Gräfelfing (Anpfiff: 18.00 Uhr). Dominik Kilpatrick erwartet hier kein leichtes Spiel und beschreibt den ersten Gegner als „eine gute junge Truppe, die um jeden Punkt fighten wird”. Er hofft aber natürlich auf einen erfolgreichen Saisonstart.

Im ersten Heimspiel, in der Woche darauf, am Samstag den 30. August 2025, trifft die Dritte dann auf den Ex-Club ihres neuen Trainers, die DJK Pasing. Das Spiel wird um 17:30 Uhr angepfiffen. Man schafft es also nach dem Heimspiel der Profis gegen Stuttgarts Zweitvertretung locker rechtzeitig vom “Sechzger” zum “Sechser”.

Auch in der Vierten viele Veränderungen

Auch bei der Vierten gab es viele Veränderungen. Dominik Kilpatrick zufolge kann man hier fast von einem Neustart sprechen.

Nachdem Luda (Christian Ranhart, Anm. d Red.)  seinen Abschied verkündet hat, haben uns auch etliche Spieler aus verschiedensten Gründen verlassen. Dementsprechend mussten wir auch hier handeln. Auf der einen Seite haben wir ein neues Trainerteam installiert: Sinisa und Daniel (Sinisa Zurovac, Daniel Richter, Anm. d Red.). Auf der anderen Seite ist uns ein Stamm aus Spielern erhalten geblieben, um die wir einige Neue dazu bekommen haben, die menschlich und spielerisch top zu uns passen.

Holprige Vorbereitung und Saisonziel Klassenerhalt

Obwohl die Vorbereitung holprig verlief, ist man in der Mannschaft positiv gestimmt und ist sich sicher “eine gute Rolle in der Kreisklasse“ spielen zu können. Nichtsdestotrotz heißt das Saisonziel Klassenerhalt.

Auch hier beginnt die Liga am kommenden Wochenende. Die Mannschaft kämpft am Sonntag um 11.00 Uhr bei der SpVgg Thalkirchen um die ersten drei Punkte der Saison. Das erste Heimspiel ist dann – wie bei der Dritten – am Samstag, den 30. August 2025. Allerdings schon um 15.00 Uhr – während sich die Profis gegen den VfB noch um Drittligapunkte bemühen.

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Titelbild: Spiel der Dritten am Sechserplatz gegen Pasing am Ende der vergangenen Saison

Morgen Abend der nächste Streich? Amas in Pipinsried

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Mit dem Spielort, an dem die Amas morgen Abend den nächsten Auswärtssieg in der Bayernliga Süd unter Dach und Fach bringen wollen, verbinden die meisten Löwenfans zwei sehr unterschiedliche Erinnerungen der jüngeren Fußballhistorie in weiß und blau. Eine sehr positive und eine sehr negative. Geprägt sind diese beiden Erinnerungen von zwei Spielen der ersten Mannschaft des TSV 1860 – in Pipinsried. Wir sind gespannt, welches “Pipinsried-Kapitel” das Team von Alper Kayabunar der Geschichte morgen Abend ab 18.15 Uhr hinzufügen wird.

Regionalliga-Meisterschaft vor der Naturtribüne

Der 5. Mai 2018 war ein großartiger Tag. Durch einen souveränen 3:0-Erfolg in Pipinsried sicherten sich die Löwen vorzeitig die Meisterschaft in der Regionalliga Bayern.  Und damit die beiden Relegationsspiele gegen den 1. FC Saarbrücken, die letztlich dann zum Aufstieg in die 3. Liga führten. Da besondere Ereignisse besondere Maßnahmen erfordern, wurde am Ort des Geschehens im Dachauer Hinterland das – leicht abschüssige Feld – gegenüber dem Stadion an der Reichertshausener Straße zu einer Naturtribüne umgestaltet, von der aus die Löwenfans Sascha Mölders & Co. beim letzten Schritt zum Regionalliga-Titel zuschauen konnten. Über 7.000 Besucher (was etwa das dreifache der üblichen Kapazität der Anlage bedeutete) wohnten dem Ereignis bei und feierten nachher glückseelig die Meisterschaft auf dem Rasen. Für alle die dabei waren ein unvergessliches Erlebnis.

Geschafft! Party in Pipinsied. Im Hintergrund erkennt man die extra für dieses Spiel geschaffene Naturtribüne neben dem Stadion an der Reichertshauser Straße…

Peinliches Scheitern im Totopokal

Ganz anders dagegen die Erinnerung an den 18. November 2023. An einem kalten und grauen November-Samstag blamierte sich das Team von Trainer Maurizio Jacobacci beim zwei Klassen tiefer spielenden Bayernligisten im Viertelfinale des Landespokals bis auf die Knochen und verschenkte – wieder einmal – frühzeitig die Chance, sich für den lukrativen DFB-Pokal in der Folgesaison zu qualifizieren. Das Tor für Pipinsried fiel schon nach fünf Minuten, die letzte halbe Stunde war 1860 in Überzahl und in der 83. Minute vergab Albion Vrenezi auf klägliche Weise einen Strafstoß. Ein Tag, über den wir nun lieber den Mantel des Schweigens hüllen wollen.

…die beim Totopokalspiel fünfeinhalb Jahre später komplett anders aussah. “Landwirtschaftliche Nutzfläche” ist wohl der Fachbegriff.

Bilanz der Amas gegen Pipinsried

Die Amas, um die es in diesem Beitrag ja gehen soll, trafen in der oben angesprochenen Saison 2023/24 natürlich – wie die Profis im Pokal – auch auf den FC Pipinsried. In der Bayernliga Süd. Und sie machten ihre Sache deutlich besser, als die Drittligastars. Einem 0:0 im Heimspiel (im August) folgte im Frühjahr 2024 ein 2:0-Sieg für Sechzig beim FCP. Zwei erfolgreiche Spiele der insgesamt ausgeglichenen Bilanz zwischen 1860 II und Pipinsried.

Sechsmal traf man in den letzten sechs Jahren aufeinander und es gab zwei Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen – logischerweise aus Sicht beider Vereine. Den Freunden der Amas dürfte vor allem das letzte Aufeinandertreffen Anfang Mai dieses Jahres noch in Erinnerung sein. Damals kassierte die Mannschaft von Felix Hirschnagl am 32. Spieltag die erste Saisonniederlage in Pipinsried (1:2), was letztlich vielleicht mitentscheidend dafür war, dass man im Saisonfinale den lange belegten Spitzenplatz noch an den FC Memmingen abgeben musste.

Amas noch ungeschlagen, Pipinsried mit guter Bilanz

Morgen Abend wollen die Amas es besser machen, als vor dreieinhalb Monaten und damit an den jüngsten 3:0-Auswärtserfolg bei den Sportfreunden Schwaig vom vergangenen Freitag Abend anknüpfen. Mit der breiten Brust eines ungeschlagenen Spitzenteams und der Bilanz von drei Siegen und einem Unentschieden fahren die Junglöwen in den Nordwesten der Landeshauptstadt. Aber auch die Gastgeber dürfen zufrieden auf den bisherigen Verlauf der Saison blicken. In bislang fünf Ligaspielen gelangen zwei Siege, zwei Unentschieden und man musste nur eine Niederlage hinnehmen. Daheim gegen Landsberg. Zuletzt war Pipinsried vorgestern beim FC Ismaning zu Gast und kam dort zu einem 3:3. Allerdings gab man dort in den letzten zwanzig Minuten eine 3:0-Führung noch aus der Hand. Ein Indikator für Defeizite bei der Fitness? U21-Trainer Kayabunar wird über die möglichen Schwächen der morgigen Gastgeber Bescheid wissen.

Im Totopokal gegen Burghausen

Ein (kleines) Ausrufezeichen konnte Pipinsried in der noch jungen Spielzeit 25/26 kürzlich im Totopokal setzen. In der 2. Runde bezwang man vergangene Woche den letzjährigen Bayernligameister und Aufsteiger FC Memmingen mit 5:1. Im Achtelfinale des Landespokals, das erst am Montag dieser Woche ausgelost wurde, empfängt man in Pipinsried nun den Ligakonkurrenten SV Wacker Burghausen.

Erst Pipinsried – dann Aachen

Dass zu diesem Spiel gegen Burghausen Ende August dann ein paar mehr, als die nur 246 Zuschauer, die das Pokal-Schützenfest gegen Memmingen miterlebten, den Weg an die Reichertshauser Straße finden, wäre beiden Teams durchaus zu wünschen. Ein paar mehr Besucher werden es sicher auch morgen Abend um Viertel nach sechs sein, wenn unsere Amas auflaufen. Der eine oder andere Fan des TSV 1860 dürfte den Vorabend der womöglich geplanten Reise nach Aachen (wo am Samstag Nachmittag bekanntlich die Profis um die nächsten Drittligapunkte kämpfen) nutzen, um den hoffentlich ersten Löwensieg des Wochenendes live mitzuerleben.