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Giesinger Gedanken nach der Niederlage in Dresden: Wind of Change

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Obwohl der TSV 1860 München gestern Abend in Dresden etwas unglücklich verloren hat, bin ich gut gelaunt und habe seit gestern 10:36h den pfeifenden Klaus Meine im Ohr. Warum? Die TSV 1860 München KGaA schickte unserem Redaktionsleiter zu diesem Zeitpunkt eine Mail, die uns fortan wieder die Nutzung des offziellen Löwenwappens erlaubt. Offenbar weht aktuell der Wind of Change durch die Grünwalder Straße 114.

Nutzung des Wappens wurde uns vor der Saison 22/23 untersagt

Wir empfanden es als einen schweren Schlag in die Magengrube, als uns die KGaA im Juni 2022 die Nutzung des Wappens von 1860 untersagte. Unser Herzensverein, über den wir tagtäglich berichten, dessen Spiele so mancher von uns seit über 4 Jahrzehnten besucht, der mit seinem Spielplan den Rhythmus unseres Lebens maßgeblich beeinflusst, wollte nicht, dass wir sein Wappen benutzen. Umso kurioser war, dass ausgerechnet unser Verein der einzige von damals 19 Drittligisten war, der uns die uns die Nutzung seines Wappens nicht genehmigte. Das mussten wir erstmal sacken lassen. Die sechzger.de Redaktion saß schwer angeknockt in der Ecke. Bei so manchen von uns sorgte das für enorme Frustration, andere reagierten mit einer “Jetzt-erst-Recht” Attitüde.

Ersatz war schnell gefunden

Aber wenn man als Löwe eins kann, dann ist es, mit Rückschlägen umgehen. Aufgeben, nur weil man uns die Nutzung des Löwens – der bildgewordenen DNA jedes Löwenfans-  nicht erlauben wollte, war nie ernsthaft eine Option für uns. Also suchten wir nach Alternativen zum eigentlich alternativlosen Löwen im Achteck. Und fanden eine. Die Nutzung des “Wir-sind-der-Verein” Logos wurde uns vom e.V. problemlos genehmigt. Dennoch saß der Frust bei uns tief und wir stellten Euch das “Wir-sind-der-Verein” Logo und ein “Freigabe-nicht-erteilt” Logo zur Wahl. Am Ende gewann das “Wir-sind-der-Verein” Logo, das wir nun über zwei Jahre genutzt haben.

Man wollte uns wohl Steine in den Weg legen

Damals wie heute können wir über die Gründe für die nicht erteilte Gehmigung nur spekulieren. “Wir sind über diese Entscheidung der Verantwortlichen maßlos enttäuscht und können darauf nur mit Unverständnis reagieren. Offenbar gibt es in der KGaA oder ihrem Umfeld Personen, die mit unserer Arbeit bei sechzger.de nicht einverstanden sind. Anders können wir uns die fehlende Genehmigung nicht erklären,” schrieben wir im Juni 2022. Heute würde ich das nicht anders formulieren können. Besonders, da wir bei vielen anderen Vereinen oft überaus positives Feedback für unsere “Arbeit” bekamen. Sechzger.de ist für uns natürlich keine “Arbeit”, sondern ein Hobby und eine Herzensangelegenheit.

Seit Januar weht der Wind of Change durch die Grünwalder Straße

Ich habe den Eindruck, dass seit der abgesagten Beiratssitzung kurz vor Weihnachten der Wind of Change durch die Grünwalder Straße weht. Wahrscheinlich war das der Punkt, an dem diejenigen, die 1860 und den Löwen wirklich im Herzen tragen, endgültig genug von den Blockaden und Scharmützeln derjenigen hatten, die 1860 als ein Investment betrachten und seine positive Weiterentwicklung seit über einem Jahrzehnt blockieren. Das sieht man an der Ernennung von Dr. Christian Werner, der Verpflichtung von Argirios Giannikis und der denkwürdigen PK zur Vorstellung von Oliver Mueller. Ich hoffe sehr, dass 1860 weiter in diesem Sinne geführt wird und damit die Störfeuer aus Abu Dhabi zunehmend weniger werden. Aber zurück zum Hier und Jetzt: Vielen Dank an die Verantwortlichen der KGaA für diese Entscheidung. Wir sehen das als große Anerkennung für unsere “Arbeit”, die für uns einfach ein Teil des schönsten Hobbys der Welt ist. Endlich können wir wieder da schönste Wappen der Welt für unsere Berichterstattung verwenden! In diesem Sinne “Follow the Moskva, down to Gorkij Park…”

Giannikis: „Ordentliches Auswärtsspiel“

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Giannikis: Ordentliches Auswärtsspiel
Giannikis: Ordentliches Auswärtsspiel

Punkte konnten die Löwen am Freitagabend bei der 1:2-Niederlage bei Dynamo Dresden zwar keine mit an die Isar nehmen, die Münchner zeigten aber dennoch eine gefällige Leistung und schrammten in letzter Sekunde nur haarscharf an einem Punktgewinn vorbei. So sagte Löwen-Trainer Giannikis bei der Pressekonferenz nach dem Spiel, dass seine Mannschaft ein ordentliches Auswärtsspiel gemacht habe.

Anfang: „Intensives Spiel von beiden Seiten“

Dresdens Trainer Markus Anfang berichtete nach der Partie: „Es war ein intensives Spiel beider Mannschaften. Es wurden viele Zweikämpfe geführt und beide Seiten haben ordentlichen Fußball gespielt“. Sein Team habe es versäumt nach der frühen Führung den zweiten Treffer nachzulegen. „Im Gegenzug kassieren wir durch einen Stellungsfehler den Ausgleich. Das war ein Nackenschlag, aber die Mannschaft hat das in der zweiten Halbzeit gut weggesteckt“, erklärte Anfang. Dynamo habe mutig nach vorne gespielt und sich drei bis vier Möglichkeiten erarbeitet.

Mit dem Quäntchen Glück zum Sieg

„In den letzten Wochen hat uns zu Hause das letzte Quäntchen Glück gefehlt und dieses Mal geht ein abgefälschter Schuss rein. Das hat mich richtig gefreut. Danach hätten wir den Sack zumachen müssen“, sagte Anfang weiter. Doch Lob hatte der Dresdner Coach auch für die Gäste parat: „Sechzig hat einen Top-Kader. Nankishi habe ich selbst trainiert. Sie haben gezeigt, dass sie Fußball spielen können.“. Am Ende sei der Sieg seiner Truppe in einem emotionalen Stadion verdient, resümierte Anfang.

Giannikis: „Denkbar schlechter Start“

Löwen-Trainer Giannikis hatte einen „denkbar schlechten Start“ seiner Elf gesehen. Nach dem Gegentor habe seine Mannschaft zehn Minuten gebraucht, um ins Spiel zu kommen. „Dann haben wir mutig mitgespielt und hatten den Lattenschuss. Der Ausgleich war eine gute Aktion über die rechte Seite von Schröter“, berichtete Giannikis. Nach der Pause sei seine Mannschaft gut herausgekommen und es habe bis auf zwei Aktionen gut funktioniert, Dresden vom eigenen Tor wegzuhalten. „Das Gegentor durch einen abgefälschten Ball war ärgerlich“, sagte der Franke weiter. Den Schuss hätte Torwart Hiller in den Augen seines Trainers sonst pariert.

Giannikis: „Ordentliches Auswärtsspiel“

Ganz unzufrieden war der Löwen-Dompteur nach dem Schlusspfiff aber dennoch nicht. „Als wir am Schluss aufgemacht haben, hatten wir ein oder zwei Mal Glück und machen dann fast noch den Ausgleich durch Zwarts. Aber den Ball hat Dresdens Keeper stark gehalten. Es war ein ordentliches Auswärtsspiel. Wir haben uns nicht belohnt, aber es gibt nicht viele Mannschaften, die in Dresden so spielen, wie wir es getan haben“, erklärte der Löwen-Trainer.

Sechzig verliert 2:1 in Dresden

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Am 29. Spieltag der dritten Liga gastierte Sechzig bei Dynamo Dresden. Die Dynamos hatten eine turbulente Woche hinter sich, in der Sportchef Ralf Becker entlassen wurde und Trainer Markus Anfang eine Jobgarantie ausgesprochen bekam.

Dynamo startet dominant

Argirios Giannikis stellte seine Elf vier Mal um. Für den rot-gesperrten Frey stand Starke in der Startelf. Guttau ersetzte Ouro-Tagba, Für den kurzfristig erkrankten Glück begann Greilinger und Ludewig stand nach überstandenem Magen-Darm Virus wieder für Kurt auf dem Feld. Dynamo Dresden gelang es vom Anpfiff an, die negativen Einflüsse in positive Energie umzuwandeln und 1860 unter Druck zu setzen. Sechzig zeigte sich auch von der Kulisse mit über 31.000 Zuschauern in Dresden beeindruckt. Bereits in der vierten Minute musste Nankishi einen schnelen Gegenstoß der Dresdner stoppen und sah zu Recht gelb. In der achten Minute gingen die Gastgeber bereits in Führung. Nach einer Dresdner Ecke konnte Hauptmann vom Strafraumeck erneut flanken, Kutschke ging dem Ball entgegen und lenkte ihn per Kopf ins lange Eck. Verlaat hatte nicht energisch genug eingegeriffen.

1860 gleicht vor der Pause aus

In der Folge blieb Dynamo spielbestimmend. Doch die Dresdner konnten den Dauerdruck nur noch ein Mal in eine gute Chance umwandeln. Lewald hatte nach einer Ecke Hiller schon überwunden, aber Verlaat konnte auf der Linie noch klären (32. Minute). Im direkten Gegenzug zeigte sich 1860 das erste Mal in der Offensive. Und wie! Nach einer Ecke von Schröter und Guttau wackelte Nankishi in zentraler Position seinen Gegenspieler aus und setzte den Ball mit einem fulminanten Schuss an die Latte. Broll war schon geschlagen. Das war der Weckruf für die Löwen, die nun aktiver am Spiel teilnahmen. In der 41. Minute spielte 1860 dann einen Bilderbuch-Angriff über rechts. Lakenmacher ließ sich weit zurückfallen, spielte schnell auf Schröter weiter, der in Windeseile über den rechten Flügel bis zur Grundlinie durchbrach und danach den Ball mit großer Übersicht auf den vollkommen freien Nankishi am langen Ecke zurück legte. Dieser setzte Ball flach neben den linken Pfosten zu seinem ersten Tor für 1860 ins Netz. Ohne weitere Höhepunkte ging es in die Pause.

Dresden macht auch in der zweiten Hälfte das Spiel

Sechzig kam ebenso wie Dresden mit unveränderter Elf zurück auf’s Feld. Nach dem hochintensiven ersten Durchgang ließen es beide Teams etwas langsamer angehen. Die erste Chance konnte dieses Mal 1860 verzeichnen. Guttau, Nankishi und Schröter kombinierten sich in den Dresdner Strafraum, am Ende setzte Schröter den Ball hoch am kurzen Eck vorbei. Danach übernahmen die Gastgeber wieder das Kommando. In der 54. Minute wurde Verlaat aus kurzer Distanz im eigenen Strafraum deutlich an die Hand geschossen. Schiri Burda zeigte nicht auf den Punkt, was er durchaus hätte tun können… Eine Minute später musste dann die Latte für Hiller bei einem kernigen Fernschuss von Zimmerschied klären. 1860 konnte sich glücklich schätzen, nicht erneut in Rückstand geraten zu sein.

Glückliches 2:1 für Dynamo

Angetrieben vom extrem lautstarken Heimpublikum erhöhten die Dynamos weiterhin den Druck. Sechzig konnte nur selten Entlastungsangriffe starten. Ab Mitte der zweiten Hälfte versuchte 1860 zunehmend, das Tempo aus der Partie zu nehmen und spielten sich den Ball des Öfteren quer in der eigenen Hälfte zu. Diese Taktik wirkte und die Sachsen verloren zunehmend den Rhythmus in ihrem Offensivspiel.  So gelang es 1860, Dresden weitgehend weg vom eigenen Tor zu halten. In der 76. Minute ging Dresden dann per Billard-Tor erneut in Führung. Dresden kam über links, Ludewig ließ Zimmerschied ohne ernstzunehmede Gegenwehr quer durch den Strafraum laufen, der den Ball auf Cueto zurück legte. Dessen eigentlich harmloser Schuss wurde von Kwadwo ganz unglücklich abgefälscht, so dass Hiller keine Chance hatte, den Ball zu parieren.

Ausgleichschance in letzter Sekunde für die Löwen

Giannikis setzte in der Schlussphase auf verstärkte Offensive und brachte unter Anderem Zwarts für Schröter. Dennoch musste Hiller in der Nachspielzeit noch zwei Großchancen der Dynamos zum 3:1 entschärfen. In der letzten Minute setzte Zwarts noch einen Kopfball genau neben den Pfosten, den Broll in höchster Not abklatschen konnte. Weniger Sekunde später schoss Starke von der Strafraumlinie knapp drüber. So musste sich Sechzig mit 2:1 trotz Kampf bis zur letzten Sekunde geschlagen geben. Am Ende ist der Dresdner Sieg auf Grund der höheren Spielanteile und einer größeren Anzahl gefährlicher Chancen verdient. Trotzdem bleibt für 1860 ein bitterer Beigeschmack. Der entscheidende Treffer fiel sehr unglücklich in einer Spielphase, in der Sechzig eigentlich Alles unter Kontrolle hatte, und der Kopfball von Zwarts in der Nachspielzeit hätte durchaus drin sein können.

Liveticker: SG Dynamo Dresden – TSV 1860 München (29.Spieltag)

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Herzlich willkommen zum Liveticker am 29.Spieltag der Saison 2023/24 mit dem Duell zwischen der SG Dynamo Dresden und dem TSV 1860 München!

Nach der Niederlage gegen den SSV Ulm und dem Ende einer beeindruckenden Serie will der TSV 1860 München schnell wieder in die Spur kommen. Die erste Möglichkeit dazu bietet sich am heutigen Freitagabend in Dresden. Der Aufstiegsfavorit schwächelte zuletzt und wurde von den Spatzen in der Tabelle überholt. Mit lautstarker Unterstützung aus dem Gästeblock werden die Löwen alles unternehmen, um möglichst mit Punkten im Gepäck die Heimreise antreten zu können. Anpfiff ist um 18:60 Uhr, sechzger.de berichtet im Liveticker von der Elbe.

Aufstellung:
Hiller – Ludewig, Verlaat (C), Kwadwo, Greilinger – Rieder, Starke – Schröter (86. Zwarts), Guttau (77. Vrenezi), Nankishi (77. Ouro-Tagba) – Lakenmacher

Bank:
Schmid (TW), Richter (TW), Kurt, Kloss, Steinhart, Güler

Tore:
1:0 Kutschke (8.), 1:1 Nankishi (41.), 2:1 Cueto (76.)

Die Personalsituation

Es fehlen:
Max Reinthaler (Innenbanddehnung), Marlon Frey (Rotsperre), Daniel Winkler (Kreuzbandriss), Michael Glück (krank), Moritz Bangerter, Eroll Zejnullahu, Niklas Tarnat, Milos Cocic, Devin Sür, Valmir Sulejmani, Eliot Muteba (alle nicht berücksichtigt)

Ausfälle bei Dynamo Dresden:
Stefan Drljaca, Lars Bünning, Tobias Kraulich, Jonathan Meier, Tom Kraus, Kyrylo Melichenko (alle verletzt), Jakob Lemmer (Gelb-Rot Sperre)

Diesen Löwen droht eine Sperre

Michael Glück, Fabian Greilinger und Tim Rieder haben bereits vier gelbe Karten gesehen, bei einer weiteren Verwarnung müssen sie also ein Spiel aussetzen. Fynn Lakenmacher, Julian Guttau, Marlon Frey, Kaan Kurt und Valmir Sulejmani stehen aktuell bei drei gelben Karten.

Wo könnt ihr das Spiel Dynamo Dresden – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Rund 2000 Löwenfans reisen dem TSV 1860 München heute hinterher und unterstützen die Mannschaft aus dem Gästeblock heraus. Karten sind vor Ort noch an der Tageskasse erhältlich.

Das Match wird nicht im Free-TV übertragen, MagentaSport ist jedoch natürlich wie gewohnt vor Ort. Das Spiel wird vom Sender sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream angeboten.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99€ gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Dynamo Dresden – TSV 1860 München, die Taktiktafel vor dem Spiel

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem Auswärtsspiel unseres TSV 1860 München bei der SG Dynamo Dresden. Am heutigen Abend treffen die Löwen im vermutlich ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion auf die Elf aus Sachsens Hauptstadt. Was kommt dort auf die Sechzger zu?

Bei der Partie Dynamo Dresden – TSV 1860 München stehen die Gastgeber unter Druck und müssen einen Dreier einfahren, um nicht vollends in die Krise zu rutschen. Trainer Markus Anfang setzt in bisher jedem Spiel diese Saison auf ein 4-3-3, dass in der Art wie Dresden es spielt vor allem über die offensiven Achterräume seine Wucht entwickeln soll und gegen den Ball sehr variabel sein kann.

Im Normalfall hoch anlaufend, aber bei der Wahl der Defensivlinie variabel je nach Spielstil des Gegners agierend, kann Dresden den Druck auf das Aufbauspiel nach Belieben anpassen. Zur Defensivlinie kann man im Allgemeinen sagen: je vertikaler der Gegner nach vorne spielt, desto tiefer stellt man sich dort nach Ballverlusten. Allerdings sieht man es extrem selten, dass Dresden gegnerische Angriffe auf einer der wirklich tiefen Linien erwartet.

Bevor wir zur genauen Spielweise der Dynamos kommen gibt es an dieser Stelle wie immer die wichtigsten, statistischen Werte der Dresdner.

Statistische Werte der SGD

  • Ballbesitz 56% (Platz zwei)
  • Passgenauigkeit 83% (Platz zwei)
  • defensive Zweikampfquote 66% (Platz eins)
  • Flankengenauigkeit 34%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 7,84 (Platz drei)

Spielweise der SGD

Bei Ballbesitz

Nach wie vor hat es Dresden im Positionsspiel nicht wirklich eilig, um nach vorne zu kommen. Die Muster über die zentralen Halbräume mit Unterstützung eines abkippenden Außenstürmers auf der ballfernen Seite und dem ballnah vorgeschobenen Außenverteidiger sind noch immer die gleichen wie im Herbst.

Nach Eindringen ins letzte Drittel entsteht über weitere Verschiebungen eine jeweils in vorderster Linie asymmetrische 4-3 oder 3-4 Offensivformation, mit der Dresden es schafft die gegnerische Mannschaft auch über längere Zeit unter hohen Druck zu setzen.

Während beim 3-4 die Halbräume und das Zentrum hinter der vordersten Linie besetzt sind und dann eher mit Flanken oder Offensivduellen von Außenpositionen nach innen gearbeitet wird, um in die Box zu kommen, sehen wir beim 4-3 meist die volle Breite der zweiten Linie besetzt. Hier liegt der Fokus für die Penetration der Box auf den inneren Achterräumen.

Die größte Wucht entsteht bei den Dresdnern jedoch nicht im Positionsspiel, sondern im Umschaltspiel. Aus diesen Situationen heraus bedienen die Dresdner gerne schnell und vertikal die offensiven Achterräume. Mit der Dreierkette in der Offensivlinie ist es das Ziel der Dynamos die Restverteidigung des Gegners hier zu düpieren. Geschwindigkeit und Präzision sind in diesen Situationen bei Dresden bis in die gegnerische Box wahnsinnig hoch. Vor allem in Heimspielen schafft es die SGD aus diesen Situationen extrem viele Abschlüsse zu produzieren.

Insgesamt feuerten die Dynamos in den vier Heimspielen seit Ende der Winterpause unglaubliche 107 Schüsse ab.

Gegen den Ball

Massiver Druck auf das gegnerische Aufbauspiel regiert die Herangehensweise vor allem in den Heimspielen. Dresden lässt dem Gegner beim Aufbau wenig Zeit und kaum Luft. Dabei werden viele der hohen Ballgewinne auch in eigene Schüsse umgemünzt. Chancen aus gewonnenen Pressing- oder Gegenpressingsituationen herauszuspielen kann keine Mannschaft der Liga so gut wie Dynamo Dresden.

Schafft es die gegnerische Mannschaft sich aus dem Pressing zu befreien, ist Dresden sehr erfolgreich dabei das Offensivspiel der Konkurrenz mit einem kompakten Zentrum gegen den Ball auf den Flügeln zu halten und dort auch zu kontrollieren. So gelingt es den Gastmannschaften in Dresden nur selten gefährlich in die Box der Hausherren einzudringen. Sowohl gegnerische Ballkontakte in der Box wie auch Schüsse des Gegners von dort begrenzen die Dynamos meist erfolgreich auf ein absolutes Minimum. Den 107 Schüssen der Dresdner seit der Winterpause zuhause stehen lediglich 24 Schüsse der Gegner gegenüber.

Stärken und Schwächen des 4-3-3

Stärken

Im Offensivspiel kann eine Mannschaft, die ein 4-3-3 praktiziert, sehr variabel auftreten. Durch die drei Stürmer wird Stress für die Abwehr des Gegners ausgelöst. Das rührt daher, dass durch die mit drei Spitzen hergestellte Variabilität in Puncto Breite oder Enge des Spiels und dem Wechselspiel beider Varianten die Angreifer schwer ausrechenbar sind. Somit können in jedem Spielzug andere Laufwege zum Tragen kommen. Die im Raum zu verteidigenden Schnittstellen überlagern sich manchmal, wodurch eine Überzahl für die Angreifer bei kreuzenden Stürmern entstehen kann.

Wenn die Mannschaft, die im 4-3-3 spielt, obendrein auf Ballbesitzfußball mit hohem Pressing gegen den Ball setzt, ist die Chance für sie andauernden Druck auf den Strafraum bzw. das Tor des Gegners auszuüben sehr hoch.

Dadurch, dass die beiden Außenstürmer mit relativ wenig Energieleistung zwischen Sturm und Mittelfeld pendeln können, ist auch eine gute Anpassung an das Spielsystem des Gegners möglich. Es kann gegen den Ball leicht eine Überzahl generiert werden, die für den Gegner (wenn die Räume gut verteidigt werden) zu Ballverlusten führen kann. Dafür müssen beide Außenstürmer gegen den Ball konsequent nach hinten mitarbeiten.

Mit drei Stürmern geht vom 4-3-3 obendrein eine hohe Gefahr für Kontergegenstöße nach Ballgewinn aus. Es kann schnell umgeschaltet werden und die Sturmreihe wird, auch wenn sich die Außenstürmer in der Rückwärtsbewegung ins Mittelfeld haben fallen lassen, schnell wieder besetzt sein, da der Außenstürmer vom Anforderungsprofil ein sehr schneller Spieler ist.

Schwächen

Wenn der Gegner schnell spielt, entstehen Lücken im Raum, die dann durch entstehende Überzahl ausgenutzt werden können. Schnelle Spieler im Mittelfeld gepaart mit vertikalem Spiel helfen den Gegnern diese Räume gegen ein 4-3-3 zu schaffen.

Im Defensivspiel gegen Positionsangriffe sind die Halbräume und/oder Außenbahnen eine Schwäche des 4-3-3, da diese mit nur drei Mittelfeldspielern ohne Unterstützung der Außenstürmer nie vollständig zugestellt werden können.

Auch gegen diagonales Spiel (Seitenwechsel) ist das System anfällig, wenn die Defensivunterstüzung durch die Außenstürmer nicht konsequent geboten wird, da in diesem Fall im Mittelfeld ein Spieler abgeht, um beide Flanken abzudecken.

Wie kann man Dresden knacken?

Sein wir ehrlich: auch wenn Dynamo Dresden momentan eine kleine Krise zu haben scheint, betrifft diese lediglich die Abschlussgenauigkeit. Für den TSV 1860 München macht das die Aufgabe nicht leichter, denn alles andere im Spiel der Dresdner hat nach wie vor Hand und Fuß. Platzt der Knoten im Sturm wieder, schießt diese Mannschaft alles, was sich ihr in den Weg stellt, kurz und klein. Wie also geht man so ein Spiel an?

Gegen den Ball

Zu verlieren hat man nichts, zu gewinnen hingegen sehr viel. Das spricht für einen defensiv wieder kompakten Ansatz, der den Gegner auf den Flügel zwingt so wie das in den letzten Spielen auch schon der Fall war und grundsätzlich gut geklappt hat. Konzentrationsfähigkeit und Positionstreue im eigenen letzten Drittel werden entscheidende Faktoren sein. Wenn die Außenstürmer der Dresdner in deren Umschaltsituationen in den Achterräumen bedient werden, gilt es dort keine Kompromisse einzugehen. Der Zug zum Tor der Dynamo-Offensive in diesen Momenten ist gewaltig und schwer in den Griff zu kriegen. Die schnellen Außen sowie Routinier Kutschke im Zentrum können jede Verteidigung in die Bredouille bringen.

Drei Spieler bei eigenen Angriffen in der Restverteidigung zu belassen und dem tiefen Sechser nicht zu viele Freiheiten nach vorne zu gewähren, sodass im Fall der Fälle zentral eine Doppelung möglich ist ohne eine andere Defensivposition zu entblößen, wäre da mein Ansatz.

Bei Ballbesitz

Umschaltspiel

Bei eigenem Ballgewinn muss dann meiner Meinung nach versucht werden schnell und vertikal zu agieren. Mit vertikal meine ich allerdings nicht den langen Hafer, sondern das vertikale Kombinationsspiel. Das setzt kreative Laufwege, hohe Passfrequenz und Präzision im Passspiel in diesen Situationen voraus. Der geparkte Neuner und ein oder zwei schnelle Spieler in der Zentrale werden dabei die entscheidenden Rollen tragen. Hier muss die Abstimmung dabei 100%ig stimmen, wer wann wohin kreuzt. Die Geschwindigkeit beim Ausschwärmen aus der Defensivformation und generelle Richtung dabei müssen richtig gewählt werden, um Dresden damit Nadelstiche zu versetzen.

Dass es von diesen Situationen nicht viele geben wird, muss jedem klar sein. Es wird für die Mannschaft des TSV 1860 München gegen Dynamo Dresden in jedem Fall eine Abwehrschlacht.

Positionsspiel

Sich im Positionsspiel aus dem Pressing der Dresdner zu befreien wird nicht leicht werden. Wenn man das aber schafft, muss das Ziel sein ähnlich wie in Umschaltsituationen schnell und ebenfalls über mehrere Stationen ins Zentrum hinter der Neun zu kommen. Der Mittelstürmer sollte dann mit Präzision in die Tiefe geschickt werden ohne das Spiel zu verschleppen. Hier wären Präzision und Geschwindigkeit die entscheidenden Faktoren.

Langes Spiel auf einen Zielspieler, um das Mittelfeld zu überbrücken, kann nur dann funktionieren, wenn die nachrückenden Spieler im Kampf um den zweiten Ball mit hohem Tempo und extremer Breite daherkommen und der Zielspieler dadurch a) schnell Hilfe aus der Tiefe erhält und b) die zur Unterstützung nachrückenden Spieler ihren Gegenspielern entkommen können, bevor diese ihre Defensivpostionen erreicht haben. Das bedeutet Präzision und Timing beim Auslösen der Attacke wäre in diesen Fällen wichtig.

Schlüsselspieler

Tor

Ersatzkeeper Kevin Broll (#35) dominiert trotz seiner nur 1,85 m bisher den Luftraum in der Box der Dynamos. Wenn er die Linie verlässt, ist die Kugel bisher zu 100% seine Beute. Leichte Defizite hat er allerdings was seine Reflexe betrifft. Im eins gegen eins macht der 28-Jährige meistens durch sein gutes Timing beim Rauslaufen eine gute Figur. Alles in allem ist Broll ein solider, aber nicht überragender und definitiv kein unüberwindbarer Rückhalt.

Abwehr

Jens Lewald (#31) ist der beste Innenverteidiger der Liga. Mit 70% Quote bezüglich defensiver Zweikämpfe und einem exzellenten Stellungsspiel macht er gegnerischen Stürmern das Leben so schwer wie möglich. Der Aufbau im Positionsspiel läuft zwar häufig über ihn, aber er ist selten der Spieler, der den Angriff auslöst, sondern derjenige, der die initiale Angriffsrichtung vor dem eigentlichen Auslösen der Attacke bestimmt.

Mittelfeld

Sowohl Niklas Hauptmann (#27) als auch Luca Herrmann (#19) in der Zentrale der Dresdner sind für die Progression der Angriffe der Sachsen extrem wichtig. Sie agieren hinter der Sturmreihe versetzt zueinander je nachdem, über welche Seite der Angriff läuft. Jeder der beiden Topspieler hat in diesem Mannschaftsteil einen hohen Anteil an den vielen Strafraumsituationen und auch am Unterbinden von Umschaltsituationen für die Gegner. Gegen das perfekt funktionierende Herzstück der Dresdner mit beiden Spielern in der Top Sieben der zentralen Mittelfeldspieler der 3.Liga muss konsequent, hart und bedingungslos verteidigt werden. Beide sind sehr dribbelstark, extrem passsicher und sorgen mit ihren Pässen in die Spitze für viel Gefahr in der Box. Gegen den Ball sind beide ebenfalls sehr einsatzfreudig und zweikampfstark.

Sturm

Mittelstürmer Stefan Kutschke (#9) ist Kapitän der Dynamos und wie es nicht anders zu erwarten war auch der bisher beste Torschütze. Zehn Treffer und vier Vorlagen hat der unangenehme Sturmtank bisher auf dem Konto. In der Liste der besten Stürmer führt ihn unser Statistikportal für diese Saison auf Platz drei. In der Rückrunde hat er jedoch bisher etwas mit einer Ladehemmung zu kämpfen. Erst ein Treffer und eine Vorlage gelangen dem 1,94 m großen Mittelstürmer seit Ende der Winterpause. Trotzdem darf man diesen Spieler nie abschreiben. Er ist ein Offensivmonster, das jederzeit zuschlagen kann und wird, wenn man ihm die Chance dazu gibt und gleichzeitig immer ein Auge für den besser positionierten Nebenmann hat.

Fazit

Kann der TSV 1860 München die angeschlagene SG Dynamo Dresden düpieren und von dort Punkte entführen? Ich sage ja. Aber damit das geschieht, muss alles passen und man darf sich gegen den Ball nichts erlauben. Wie das funktionieren kann habe ich oben beschrieben. Dass das aber auch extrem schwer werden wird, liegt auf der Hand.

Wir dürfen uns sicher sein, dass wir eine taktisch und mental top eingestellte sowie topmotivierte Löwenelf sehen werden. Ob das am Ende reicht, um die meiner Meinung nach personell am besten besetzte Mannschaft der Liga zu ärgern und aus Dresden einen oder mehrere Punkte zu entführen, werden wir sehen.

Ich bin sehr gespannt auf das Spiel. Dynamo Dresden ist definitiv der Favorit und wenn der TSV 1860 dort was holen kann, ist es ein Riesenerfolg für alle Beteiligten.

In eigener Sache

Diese Woche wurde die Sperre von drei Spielen für Marlon Frey bekannt gegeben. Eine geifernde Meute von sogenannten „Fans“ in den (a)sozialen Netzwerken hat nichts Besseres zu tun, als sich darüber zu freuen, dass ein Spieler, den sie – aus welchen Gründen auch immer – nicht mögen nun drei Spiele gesperrt sein wird.

Habt ihr eigentlich noch alle Tassen im Schrank? Man mag von ihm als Spieler persönlich halten was man will, aber so artikuliert man sich nicht über einen Spieler, der für den eigenen Verein spielt. Egal für wie gut oder schlecht man ihn hält.

Kommen wir zur entscheidenden Frage: Ist er tatsächlich so schlecht, wie viele ihn sehen, oder wollen diejenigen aus reiner Antipathie nur seine Fehler sehen und blenden die guten Aktionen des Spielers einfach aus?

Positionsrelevante Stats

Frey ist der Mittelfeldspieler mit den zweitmeisten erfolgreichen Defensivaktionen im Mittelfeld nach Schröter. Er ist der Mittelfeldspieler mit den meisten erfolgreichen Vorwärtspässen pro Spiel. Mit einer Erfolgsquote von 88% bei Pässen in die Box ist er der beste Spieler in dieser Kategorie im Team, wobei er hierbei pro Spiel im Schnitt lediglich einen Pass weniger als Guttau, Starke oder Schröter spielt. Obendrein ist er (ebenfalls hinter Schröter) der Akteur mit den zweitmeisten Schlüsselpässen in diesem Mannschaftsteil (Platz 4 ligaweit (!)).

Das einzige, was man an Frey tatsächlich und wenn, dann aber bitte respektvoll, kritisieren könnte, ist seine Erfolgsquote bei Kopfballduellen. Diese könnte tatsächlich besser sein sowie sein Timing bei progressiven Pässen aus der eigenen Spielfeldhälfte heraus.

In allen anderen für seine Position entscheidenden Kategorien ist Frey seit dem Ende der Winterpause einer der stabilsten Spieler der Mannschaft.

Leistungsunabhängig finde ich es unsäglich, in der Art und Weise auf einen Spieler der Mannschaft, von der man sich selbst als Fan bezeichnet, verbal sowie ohne Substanz dahinter derart unqualifiziert einzudreschen. Sich darüber zu freuen, dass ein Spieler der eigenen Mannschaft gesperrt wird oder es als “schade” zu bezeichnen, dass er nicht noch eine längere Sperre aufgebrummt bekam, ist perfide. So ein Verhalten ekelt mich an.

So könnte Dynamo Dresden gegen den TSV 1860 beginnen

Datenquelle: Wyscout

Winningers Wirtshaus Weisheiten vor Dynamo Dresden – TSV 1860

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Winningers Wirtshaus Weisheiten Dynamo Dresden TSV 1860

Winningers Wirtshaus Weisheiten vor dem Gastspiel des TSV 1860 bei Dynamo Dresden – diesmal im XXL-Format! Besondere Spiele erfordern besondere Maßnahmen und so nimmt sich Taktikexperte Bernd Winninger diesmal satte 16 Minuten Zeit, um den Gegner der Löwen zu analysieren!

Wirtshaus Weisheiten vor Dynamo – 1860

Auch wenn das Team aus Elbflorenz kriselt, so steht es doch noch auf Platz 3 der 3. Liga und geht als Favorit in die Partie. Wer sind die Schlüsselspieler bei Dynamo? Welches Spielsystem bevorzugen die Dresdner? Was sind ihre Stärken, was die Schwächen? Wo können die Löwen ansetzen, um drei Punkte aus dem Rudolf-Harbig-Stadion zu entführen? Sorgt der TSV 1860 in Dresden gar für das Ende von Anfang?

Ergänzend zu seiner TAKTIKTAFEL erläutert Bernd Winninger, wie die Elf von Argirios Giannikis den Gegner womöglich knacken könnte.

sechzger.de berichtet natürlich wie gewohnt im LIVETICKER von der Partie und vom Drumherum!

WWW als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – Winningers Wirtshaus Weisheiten gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Grünwalder Stadion: Türkgücü muss spätestens im Sommer raus

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Luftaufnahme Grünwalder Stadion
Grünwalder Stadion aus der Vogelperspektive

Das Kapitel Türkgücü und Grünwalder Stadion endet einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge spätestens im Sommer. Demnach muss sich der Verein nach einer neuen Spielstätte für die Regionalliga Bayern umschauen. Es drohen kurzfristig Spielabsagen – und mittelfristig der Abstieg in die Bayernliga. Der Rasen im Sechzgerstadion wird auch künftig viel beansprucht: der FFC Wacker trägt ab der nächsten Saison seine Heimspiele an der Grünwalder Straße aus.

Türkgücü muss Grünwalder Stadion verlassen – möglicherweise sogar vorzeitig

Sie wollten der drittstärkste Verein in München werden, doch Türkgücü beschäftigt derzeit wieder einmal – oder weiterhin – die prekäre, finanzielle Situation um den Verein. Das könnte nun auch Auswirkungen auf den Spielbetrieb im Grünwalder Stadion haben wie die Süddeutsche Zeitung und der Münchner merkur berichtet. Bislang darf der Regionalligist einige Spiele in der laufenden Saison in der Spielstätte austragen, die auch vom TSV 1860 München in der 3.Liga genutzt wird. Zuletzt verfolgten lediglich rund 100 Zuschauer das Heimspiel gegen Viktoria Aschaffenburg. Doch damit könnte schon bald Schluss sein.

Denn die Stadt München wartet den Artikeln zufolge auf die Zahlung von Nebenkosten sowie dem vorab fälligen Betrag für die Durchführung des Heimspiels gegen die Zweitvertretung von Greuther Fürth Mitte März. Sollten die Gelder nicht bis zum heutigen Freitag eintreffen, wird keine Freigabe erteilt. Sollten in der Folge keine Alternativen gefunden werden, drohen sogar Spielabsagen. Ein Antrag zur Ausrichtung der Spiele in Seligenporten wurde laut SZ bereits abgelehnt. Für die kommende Saison beantragt der Viertligist vorsichtshalber die Lizenz für die Bayernliga.

So oder so, spätestens im Sommer ist Schluss. Denn den Zuschlag für die nächste Saison hat bereits der FFC Wacker erhalten, der mit seiner Mannschaft in der Regionalliga spielt. Türkgücü muss sich also in jedem Fall nach einer Alternative umblicken. Die Greenkeeper im Grünwalder Stadion haben also auch weiterhin gut zu tun, damit die Löwen in der 3.Liga auch weiterhin stets beste Bedingungen vorfinden können.

 

Sechzig um Sieben: Alexander Schmidt im AZ-Interview über Ismaik

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Sechzig um Sieben: Illertissen im Visier
Sechzig um Sieben: Essen

Sechzig um Sieben, heute mit Alexander Schmidt, der der “Abendzeitung” ein Interview gegeben hat, indem es under anderem über Hasan Ismaik geht und weiteren Themen.

Alex Schmidt: Schwierig bis unmöglich, mit Ismaik zusammenzuarbeiten

Ex-Coach Alexander Schmidt hat der “Abendzeitung” ein Interview gegeben. Neben der bevorstehenden Partie seiner beiden Ex-Clubs, Dynamo Dresden gegen den TSV 1860 (heute 19 Uhr, sechzger.de-Liveticker) ging es auch um den Investorenzwist beiden Löwen und insbesondere um Hasan Ismaik. Schmidt betonte aus eigener Erfahrung, es sei “schwierig bis unmöglich, mit Ismaik zusammenzuarbeiten”. Mehr dazu hier.

Faninformationen zum Auswärtsspiel in Dresden

Der TSV 1860 hat für all diejenigen, die den Löwen hinterherfahren, Faninformationen zum Auswärtsspiel in Dresden zusammengefasst. Für Kurzentschlossene besteht vor Ort die Möglichkeit an der Tageskasse ein Ticket zu kaufen. Es sind lediglich Sitzplatzkarten erhältlich. Die Kasse öffnet ab 17:00 Uhr.

Die Adresse für die Anfahrt zum Gästeparkplatz lautet wie folgt: Pieschener Allee 6, 01067 Dresden. Die Löwen empfehlen ausdrücklich den vorgeschlagenen Parkplatz auch zu nutzen. Dieser wird während dem Spiel von der Polizei und Ordnungskräften bewacht. Außerdem wird von dort ein Shuttle direkt zum Stadion angeboten.

Eine Anfahrtsbeschreibung sowie eine Skizze ist bei den Gastgebern zu finden.

Bahnreisende wird es bei dieser Partie vermutlich aufgrund des Streiks, der noch bis Freitag um 13:00 andauert, nicht oder nur in einem sehr geringen Maße geben. Daher wurde auf weitere Hinweise zu dieser Anreisemöglichkeit verzichtet. Weitere Hinweise zum Stadionbesuch findet ihr hier.

Giannikis in der Löwenrunde: “die Fans geben uns immense Power”

1860-Coach Agi Giannikis hat in der Löwenrunde die Wichtigkeit der Löwenfans betont. Die Fans des TSV 1860 gäben dem Team “immense Power”. Nach der ersten Niederlage unter seiner Regie habe es keinen Knacks gegeben, erläuterte Giannikis und sagte weiter: “Das Team war nach dem Spiel nicht zufrieden und hat sich über das Ergebnis geärgert. Das war bitter für die Mannschaft, aber wir lernen daraus.” Alles Wissenswerte zur Löwenrunde lest ihr hier.

Auch Dynamo Dresden hat vor der Partie gegen die Löwen eine Pressekonferenz abgehalten. Hier lest ihr mehr dazu.

DFB terminiert die nächsten Spiele

Der DFB hat die nächsten Spiele der Löwen in der Dritten Liga terminiert:

Samstag, 30.03.2024 16:30 Uhr SC Freiburg II – TSV 1860 München
Samstag, 06.04.2024 14:00 Uhr TSV 1860 München – Viktoria Köln
Sonntag, 14.04.2024 13:30 Uhr Jahn Regensburg – TSV 1860 München
Samstag, 20.04.2024 14:00 Uhr TSV 1860 München – 1.FC Saarbrücken

Mehr zu den Ansetzungen lest ihr hier.

Dresden: 1860 – die Wunschaufstellungen der sechzger.de-Redaktion

Auch für die heutige Partie haben sich die sechzger.de-Redakteure mit den möglichen Aufstellungen auseinandergesetzt. Stefan Kranzberg gönnt Lakenmacher eine Pause und sieht Neuzugang Güler von Beginn an stürmen. Bernd, Christian, Florian und Thomas sehen Fynn gesetzt – bei Florian und Thomas stürmt er gemeinsam mit Mansour Ouro-Tagba. Alles zu den Wunschaufstellungen der sechzger.de-Redaktion lest ihr hier.

Otto Steiner tippt für sechzger.de die Partie gegen Dresden

Otto Steiner ist seit November 1993 Mitglied auf Lebenszeit bei den Löwen und war von 2006 bis 2011 mit Unterbrechungen Mitglied im Aufsichtsrat der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA. Am 28. März 2007 wurde er zum Vizepräsidenten des Vereins bestellt, trat jedoch bereits am 11. Juni wieder von diesem Amt zurück. Anschließend gehörte er dem Aufsichtsrat der Löwen an und war von August 2011 bis zu seinem Rücktritt im Juli 2013 dessen Vorsitzender. Im sechzger.de Talk Folge 104 äußerte sich Otto Steiner im April 2023 u.a. ausführlich zum Einstieg Hasan Ismaiks beim TSV 1860. Nun hat er die heutige Partie getippt: 3:1 für die Löwen.

Der Löwenfahrplan für’s Wochenende

Die Teams des TSV 1860 sind auch am Wochenende wieder rege im Einsatz.

Freitag, 08.03.

19.00 Uhr: Dynamo Dresden – Profis -:-
19.30 Uhr: SG Stockdorf/Planegg-Krailling – Senioren A -:-
19.45 Uhr: FSV Harthof München – Senioren B -:-

Samstag, 09.03.

09.00 Uhr: U10 – FC Alte Haide U11 -:-
11.00 Uhr: U13 – SSV Jahn Regensburg -:-
13.00 Uhr: SV Neufraunhofen – Löwinnen I -:-
13.00 Uhr: FC Augsburg – U19 -:-
13.30 Uhr: U14 – SSV Jahn Regensburg -:-
14.00 Uhr: U21 – TSV 1882 Landsberg -:-
15.00 Uhr: Vierte – TSV Gräfelfing -:-
17.30 Uhr: Dritte – TSG Pasing -:-

Sonntag, 10.03.

11.00 Uhr: U17 – SC Freiburg -:-
12.00 Uhr: FC Augsburg II – Löwinnen II -:-
13.00 Uhr: FC Altrandsberg – Löwinnen U17 -:-
13.00 Uhr: TSV Milbertshofen – U15 -:-
13.00 Uhr: Würzburger Kickers U17 – U16 -:-
13.45 Uhr: U13 – FV Illertissen U14 -:-

Am Mittwochabend musste sich bereits die Senioren A der Löwen etwas unglücklich mit 2:3 in Deisenhofen geschlagen geben.

07.03.2014: TSV 1860 schlägt VfR Aalen in fast leerer Arena

Nicht einmal 15.000 Fans verirrten sich ins weite, graue Rund. Am 7. März 2014, vor 10 Jahren, schlugen die Löwen den VfR Aalen mit 4:0. Die Tore für die Löwen erzielten Stark, Osako, Ludwig und Stoppelkamp.

Friedhelm Funkel setzte am 07.03.2014 auf folgende Mannschaft des TSV 1860:

Kiraly – Steinhöfer (82. Volz), Vallori, Schindler, Wojtkowiak – Stark, Weigl, Ludwig (75. Bierofka), Adlung, Stoppelkamp – Osako (75. Lauth)

Schmidt: Schwierig bis unmöglich, mit Ismaik zusammenzuarbeiten

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Alexander Schmidt Trainer bei Türkgücü München und ehemals TSV 1860

In einem Interview mit der Abendzeitung kritisiert Alexander Schmidt, ehemaliger Trainer des TSV 1860 München den Mitgesellschafter Hasan Ismaik stark. Der Jordanier agiere planlos und eine Zusammenarbeit sei schwierig bis unmöglich. Dass die Löwen Ismaik am Herzen liegen würden, glaubt Schmidt zudem nicht.

Alexander Schmidt im Interview mit klaren Worten zu Hasan Ismaik

Am morgigen Freitag steigt in der 3.Liga das Duell zwischen Dynamo Dresden und dem TSV 1860 München. Einer, der beide Vereine aus seiner Karriere als Trainer kennt, ist Alexander Schmidt. Von 2002 bis 2013 war er bei den Löwen unter Vertrag, von 2021 bis 2022 trainierte er die SGD. Die Abendzeitung hat zu dieser passenden Gelegenheit ein Interview mit dem 55-Jährigen geführt, der zurzeit bei Austria Klagenfurt als Jugendtrainer tätig ist. Darin geht es allerdings nur am Rande um die morgige Partie. Der gebürtige Augsburger verspürt bei der Spielpaarung Gänsehaut und rechnet mit einem Heimsieg von Dynamo Dresden.

Vielmehr äußert Alexander Schmidt deutliche Kritik in Richtung Hasan Ismaik, den Mitgesellschafter beim TSV 1860 München. Während seiner Zeit bei den Löwen erlebte er die weiß-blauen Machtkämpfe hautnah. So forderte Ismaik die Einstellung von Sven-Göran Eriksson als Trainer. Der Schwede war mehrfach in der Arena im Münchner Norden zu Gast, sagte schlussendlich aber selbst ab. Schmidt fühlte sich damit vor den Kopf gestoßen. Zum einen, weil bereits die Verpflichtungen von bis zu fünf Spielern geplant waren und dies Ismaik bereits vorgeschlagen wurde (“Da kam nicht einmal eine Antwort“); zum anderen, weil der heute 55-Jährige die Arbeit hätte machen sollen und Eriksson nur aus Publicity-Gründen zu den Löwen gelotst werden sollte.

Auch heute noch beobachtet Schmidt das Handeln von Hasan Ismaik an der Grünwalder Straße äußerst kritisch. Er befinde sich regelmäßig im Austausch mit Präsident Robert Reisinger und auch mit dem Sport-Geschäftsführer Christian Werner. Den Verantwortlichen stärkte er dabei den Rücken und äußerte Verständnis, dass man einen Weg ohne den Jordanier gewählt habe. Einem möglichen Miteinander erteilt er eine klare Absage.

Ach, hören Sie doch auf. Das hat man doch immer wieder probiert. Du kannst nicht agieren, wirst hingehalten, weil alles verzögert und auf den letzten Drücker entschieden wird. Diese Problematik hatten schon viele Trainer, Sportchefs und Präsidenten. Und 2016/17 hat Ismaik vogelwild Leute dahergeholt, unter Trainer Vitor Pereira. Da steckte null Plan dahinter, sondern irgendwelche Berater, die das gesteuert haben. Am Ende ist Sechzig abgestiegen und keiner wollte schuld sein.

Eine Zusammenarbeit mit Ismaik bezeichnet Schmidt als “sehr schwierig bis unmöglich“. Sauer stößt ihm zudem die Außendarstellung des Mitgesellschafters – Stichwörter Limousine, Privatjet, Zigarre – auf. “Das ist doch nicht Sechzig München!” so seine klare Botschaft.

Hier geht es zum ganzen Interview in der Abendzeitung.

Alexander Schmidt Ehemaliger Trainer TSV 1860 München Kritik An Hasan Ismaik In Abendzeitung