Start Blog Seite 714

Freitagsspiel der dritten Liga: Duisburg-Essen

1

Das erste Heimspiel für die Zebras hatte es in sich. Der MSV Duisburg empfing Rot-Weiß Essen zum Revierderby im ausverkauften Wedaustadion vor über 28.000 Zuschauern. Beide Teams wollten ihren suboptimalen Saisonstart vergessen machen. Duisburg unterlag in Osnabrück mit 0:1, der RWE musste sich bei der Rückkehr in Liga 3 der SV Elversberg mit 1:5 geschlagen geben.

Duisburg geht früh in Führung

Beide Fanlager gaben von Anfang an Alles, um ihre Manschaften nach vorne zu treiben.

Choreo der MSV-Fans, Quelle xtranews.de
Ca. 3000 Fans begleiteten den RWE nach Duisburg, Quelle xtranews.de

Das beflügelte die Duisburger mehr als die Essener. Nach der ersten Ecke von Stoppelkamp konnte Marvin Bakalorz weitgehend unbedrängt zum 1:0 für die Zebras einköpfen (6. Minute). Kurz drauf hätte Ekene erhöhen können, doch sein Schuss landete im Essener Fanblock, nachdem er von Bakir per klugem Rückpass bedient wurde. Die Gäste aus Essen taten sich schwer, ins Spiel zu finden. Erst in der 16. Minute traten sie das erste Mal gefährlich in Erscheinung. Und: wie Heber hämmerte einen Ball aus sechs Metern an die Querlatte. Das hätte aus heiterem Himmel der Ausgleich sein müssen.

Duisburg reifer im Spielaufbau als Essen

Dieser Abschluss blieb eine Ausnahme, Duisburg zeigte die reifere Spielanlage und Essen tat sich besonders im Spielaufbau ziemlich schwer. Nach Ballgewinnen trieb der MSV den Ball schnörkellos und direkt nach Vorne. Dagegen konnte sich RWE oft nur regelwidrig zur Wehr setzen. Aus Essener Sicht konnten immerhin weitere Chancen für die Gastgeber verhindert werden, auch weil die letzte Präzision im Passspiel der Zebras fehlte.

Das Spiel nimmt vor der Pause Fahrt auf

Die nächste Chance war erst in der 36. Minute zu verzeichnen, als Berlinski zu einem Kopfball auf das Duisburger Tor kam, aber nicht genug Druck hinter den Ball bringen konnte. In der 41. Minute hätten die Meidericher auf 2:0 stellen müssen, als zunächst Mai mit dem Kopf scheiterte und Senger den Nachschuss nur parallel zur Torlinie zustande brachte. In der 44. Minute war Enalli dann alleine Richtung MSV-Tor unterwegs, verdribbelte sich aber konnte im Strafraum noch fair vom Ball getrennt werden. So ging es mit 1:0 zum Pausentee.

Schlechte Sicht zum Beginn des zweiten Durchgangs

Die Essener Fans hatten nicht nur lautstarke Unterstützung sondern auch Einiges an Pyrotechnik von der Hafenstraße mitgebracht. Deren Einsatz verschlechterte die Sicht vor dem Essener Fanblock durch Rauchschwaden kurzzeitig. Doch der MSV ließ sich davon nicht beeindrucken und traf erneut früh. Einen blitzsauberen Konter in der 52. Minute schloss Stoppelkamp nach exaktem letzten Pass von Bakir routiniert in den linken Winkel ab und stellte auf 2:0. Danach gewannen auch die MSV-Fans wieder die Oberhand im Stadion.

MSV kontrolliert die Partie

Essen war nun natürlich gefordert, um hier noch etwas mitnehmen zu können. Doch der RWE vermochte es einfach nicht, Druck auf die Gastgeber aufzubauen. Ganz im Gegenteil der MSV behielt die Fäden in der Hand und strahlte weiterhin mehr Torgefahr aus. In der 64. Minute konnte Römling froh sein, dass er nach deutlich zu spätem Einsteigen gegen Ajani nur Gelb sah.

Doppelschlag von RWE

In der 66. Minute schob der eingewechselte Engelmann nach tollem Zuspiel von Berlinski den Ball eiskalt ins rechte Eck und der RWE war wieder im Spiel. Der Treffer zum 2:1 war die erste Chance der Essener in der zweiten Hälfte. Nur vier Minuten später brachte Ennali den Essener Anhang zur Extase. Er veredelte einen Essener Konter nach Steilpass von Eisfeld zum 2:2. Damit drehte RWE ein schon verloren gegalubtes Spiel.

Beflügeltes RWE am Drücker

In der Folge gaben die Gäste aus der Heimatstadt von Kreator auf ein Mal den Ton an. Der MSV wirkte sichtlich bedient von der unerwarteten Essener Aufholjagd, konnte sich aber zurückkämpfen. So sahen die Zuschauer in der Schlussphase einen offenen Schlagabtausch. Essen zog nun einige Fouls im Mittelfeld, die daraus resultierenden Standards der Duisburger verpufften allerdings wirkungslos. In der Nachspielzeit rettete Vincent Müller den Zebras den Punkt, als er einen Kopfball von Kefkir sensationell parierte.

So endete ein mitreißendes Fußballspiel mit toller Unterstützung von den Rängen unentschieden. Der MSV wird sich ärgern, dass er das Spiel aus der Hand gegeben hat. RWE kann stolz auf seine Moral sein und hätte tatsächlich noch den Lucky Punch setzen können. Morgen um 14:00h treten unsere Löwen gegen den VfB Oldenburg an. Das Spiel ist ausverkauft. Sechzger.de berichtet im Liveticker.

 

 

 

Winningers Wirtshaus Weisheiten vor TSV 1860 – VfB Oldenburg

0
Winningers Wirtshaus Weisheiten Tsv1860 Vfb Yoldenburg

Neben der Taktiktafel gibt es auch vor dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und dem VfB Oldenburg wieder Winningers Wirtshaus Weisheiten im Audio-Format.

Was kann der TSV 1860 vom VfB Oldenburg erwarten?

Am Samstag empfangen die Löwen ab 14:00 Uhr den ersten Aufsteiger der Saison. Zu Gast beim TSV 1860 ist der VfB Oldenburg, der sich als Vertreter der Regionalliga Nord in den Relegationsspielen gegen den BFC Dynamo (Vertreter der Regionalliga Nordwest) durchsetzen konnte und so für die 3.Liga qualifiziert hat. Bernd Winninger beschäftigt sich mit der Spielweise der Niedersachsen. Lediglich die Testspiele sowie der 1.Spieltag (1:1 gegen den SV Meppen) stehen hierfür aktuell zur Verfügung.

Insofern sah nicht nur er sich einer kleinen Wundertüte gegenüber, sondern auch den Spielern wird es morgen so ergehen. Dennoch geht der TSV 1860 München natürlich als klarer Favorit in die Partie. Hier könnt ihr Bernd Winningers Einschätzungen lauschen.

Gorenzel im Interview: “Wir wollen ambitionierten Fußball spielen”

4
Günther Gorenzel Rainer Kmeth Interview

Während Michael Köllner sowohl in der Sommerpause als auch seit Wiederaufnahme des Spielbetriebs omnipräsent war, war es um Geschäftsführer Günther Gorenzel relativ ruhig. Dabei hatte er alle Hände voll zu tun, verlängerte Verträge und verpflichtete insgesamt neun neue Spieler für den TSV 1860. Im Interview mit der BILD äußert sich Gorenzel zu den Zielen der Löwen, seine Zukunft in Giesing und sein Image als “Stimme der Vernunft”.

Günther Gorenzel im Interview

Mit Kobylanski, Verlaat, Boyamba & Co hat Günther Gorenzel in der Sommerpause zahlreiche Hochkaräter verpflichtet. Das Ziel und die Erwartungshaltung ist klar: Der TSV 1860 soll endlich wieder den Sprung in die 2. Bundesliga schaffen. Im Interview mit der BILD gibt sich Gorenzel jedoch zurückhaltend:

“Wir wollen ambitionierten Fußball spielen, die Ziele hier sind allen klar. Das Wort mit A werden Sie aber bewusst nicht von mir hören, das wird bis zum Saison-Ende nicht ausgesprochen, denn nur durch reden hat noch niemand Ziele erreicht.”

Dennoch unterstreicht der Geschäftsführer, dass man alle Wunschspieler auch bekommen habe und der Kader auch von der Breite her sehr gut aufgestellt sei.

Kühler Kopf, Erfahrung und nötiger Abstand

Angesprochen auf sein Image als “Stimme der Vernunft” als Counterpart zu Menschenfänger Michael Köllner lacht der Österreicher:

“Ich versuche mit kühlem Kopf, Erfahrung und dem nötigen Abstand das eine oder andere auszubalancieren. Sehen Sie, genau diese Ergänzung macht es doch aus. Ich muss mit Beratern anders sprechen, als Michael mit Spielern. Er macht das perfekt, kann in kürzester Zeit Vertrauen aufbauen. (…) Ich habe auf der Bank beim Spiel einen Puls von 60. Kein Witz. Die Jahre haben mich gelehrt: Mit zu vielen Emotionen übersieht man viele wichtige Dinge.”

Gerade diese analytisch geprägte Herangehensweise ist für den TSV 1860 jedoch äußerst wertvoll und in Gorenzels Positions sehr hilfreich.

Zehn Jahre bei 1860

Klappt es dieses Jahr mit dem Aufstieg? Und wie geht es mit Günther Gorenzel bei den Löwen weiter?

“In Summe bin ich seit zehn Jahren bei 1860, mich kann nichts mehr überraschen. (…) Solange ich hier das Gefühl habe, etwas bewirken und Dinge gestalten kann, bleibe ich. Aber es kann sein, dass meine Frau ein Veto einlegt, wenn es diese Saison wieder nichts wird.”

Dann hoffen wir mal, dass die Mannschaft funktioniert und der Aufstieg gelingt, sodass Günther Gorenzel in der kommenden Saison einen Zweitliga-Kader zusammenstellen darf.

TSV 1860 – VfB Oldenburg die Taktiktafel vor dem Spiel

3
Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem Spiel TSV 1860 München – VfB Oldenburg. Der Aufsteiger hat seit Saisonstart zwei Pflichtspiele gegen den SV Meppen absolviert. In der Liga trennte sich der von Dario Fossi trainierte Verein mit einem 1:1 Unentschieden von den Emsländern, im darauf folgenden Landespokalspiel wurde auswärts (!) ein 5:0 Kantersieg eingefahren.

TSV 1860 – VfB Oldenburg, dieses Spiel gab es noch nie als Pflichtspiel. Wie sehen also einer Premiere entgegen. Dario Fossi, Trainer der Elf aus dem hohen Norden, hat das 5-3-2, das bei eigenem Ballbesitz zu einem 3-4-1-2 verschoben wird, als System der Wahl für den VfB auserkoren. Beide Spiele gegen Meppen wurden in dieser Formation begonnen. Vergangene Saison war das 4-3-3 (offensiv) in nahezu allen Spielen angesagt.

Mit zehn Neuzugängen hat der VfB sich in der Sommerpause verstärkt. Darunter namhafte Drittligaprofis wie Manfred Starke (kam aus Zwickau) oder Oliver Steurer (davor in Duisburg), die beide auch schon Zweitligaluft geschnuppert haben.

Kommen wir, bevor wir uns näher mit dem Spiel der Oldenburger befassen, zu den bisherigen statistischen Werten. Diese sind nach erst einem Ligaspiel allerdings nicht wirklich aussagekräftig. Aus dem Landespokal liegen leider keine Zahlen vor.

Statistische Werte des VfB Oldenburg

  • Ballbesitz: 61%
  • Passgenauigkeit: 86%
  • Defensive Zweikampfquote: 66%
  • Flankengenauigkeit: 39%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): 7,4

Wie spielt der VfB Oldenburg?

Bei eigenem Ballbesitz

Bei eigenem Ballbesitz sind die Oldenburger ein Team, das nicht viel Zeit verliert, wenn es nach vorne geht. Der sogenannte progressive Pass (Pass für großen Raumgewinn) dominiert das Spiel nach vorne und diese Pässe kommen mit ungeheurer Genauigkeit beim Mitspieler an. 93 von 108 progressiven Pässen wurden erfolgreich gespielt. Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist dabei die sehr hohe Passgenauigkeit des Torhüters der Oldenburger. Nur ein Ball, den der Oldenburger Keeper weit nach vorne spielte, kam nicht beim eigenen Mitspieler an.

Wir müssen uns also auf schnelles vertikales Spiel mit hoher Präzision einstellen, wenn Oldenburg in Ballbesitz ist.

Die beiden offensiv ausgerichteten Außenverteidiger verschieben nach Ballgewinn im Positionsspiel auf die Außenpositionen im Mittelfeld. Aufgebaut wird dann, wenn nicht der lange Ball kommt, über die Dreierkette.

Aus dem Mittelfeld schiebt der zentrale Offensivspieler mittig hinter die beiden Stürmer. Der ballnahe Angreifer geht auf die Halbposition in der vordersten Linie, während der ballferne etwas weiter außen auf seinem Flügel versucht, das Spiel breit zu machen. Durch diese Verschiebung ziehen die Oldenburger die Innenverteidigung des Gegners auseinander. Damit wird vor allem für den nachrückenden Zehner, der als Schattenstürmer agiert, Raum geschaffen.

Gegen den Ball

Gegen den Ball presst Oldenburg mit drei bis vier Spielern zunächst hoch und aggressiv. Schafft es der Gegner, die Pressingline zu überspielen, ziehen sich die Oldenburger schnell zurück und stehen mit einer 5-4-1 Formation tief in der eigenen Hälfte.

Dass die Defensivspieler des VfB auch in Puncto Härte keine Kinder von Traurigkeit sind, konnte man im Spiel gegen Meppen ebenfalls gut beobachten. Acht Fouls der Oldenburger hatten nur eine einzige gelbe Karte zur Folge. Oldenburg spielt den taktischen Kniff der defensiven Härte also auch noch intelligent aus. Es gibt viele Zweikämpfe, in denen Ball und Gegner Ziel der Defensivaktion sind.

Stärken und Schwächen des 5-3-2

Stärken

Das System ermöglicht bei Ballbesitz eine gute Staffelung in der Breite und Tiefe, dadurch kann eine für Passkombinationen gute Raumaufteilung entstehen.

Zwei Stürmer in der Spitze bringen starke Präsenz im Zentrum des gegnerischen Abwehrdrittels. Durch ein kompaktes Mittelfeldzentrum lässt man dem Gegner gegen den Ball wenig Raum.

Wenn der offensive Mittelfeldspieler im letzten Drittel noch mit in die Sturmreihe vorschiebt, entsteht ein schwer zu verteidigendes Übergewicht auf der kompletten Breite des Platzes.

Schwächen

Es ergeben sich bei Ballverlust teilweise weite Abstände, die der Gegner bei schnellem Spiel gut ausnutzen kann.

Die für die Flügelspieler langen Laufwege können in einem dynamischen Spiel mit viel Ballbesitzwechsel zu verfrühtem Kraftverlust der Außenspieler und damit zum Erlahmen des Drucks, der über die Flügel aufgebaut werden soll, führen.

Die Flügel sind nur einfach besetzt; deshalb können entweder Defensive oder Offensive dort schwächeln.

Gegen Systeme, in denen mit zwei oder mehr Stürmern agiert wird, kann es bei Kontern des Gegners oder zügigen Positionsangriffen leicht zu einer Unterzahl in der Hintermannschaft kommen.

Das starke Vorschieben des offensiven Mittelfeldspielers ermöglicht bei Umschaltmomenten noch mehr Raum für den Gegner.

Schlüsselspieler

Torhüter

Pelle Boevnik (#28) ist nicht nur ein hervorragender Torhüter, sondern wie alle niederländischen Profis auch ein exzellenter Fußballer. Seine genau gespielten und perfekt getimten Pässe nutzt der VfB Oldenburg als taktisches Mittel in der Offensive sehr gut. Boevnik spielte gegen Meppen nur einen einzigen Fehlpass. Das war ein langer Ball von knapp außerhalb des eigenen Strafraums bis in den gegnerischen Sechzehner. Alle anderen Pässe – ob kurz oder lang – kamen gegen die Emsländer beim Adressaten an. Auch die gute Strafraumbeherrschung, seine Reflexe, sowie das Timing des 1,90 großen Torhüters bei Standards sind erwähnenswert. Leichte Schwächen hat Boevnik im Eins gegen Eins.

Abwehr

Oliver Steurer (#32), der oben bereits erwähnte Abwehrchef, dürfte allen ein Begriff sein. Der extrem zweikampfstarke Innenverteidiger verliert kaum ein defensives Kopfballduell und ist obendrein auch in der Spieleröffnung ein wichtiges Element. Nahezu jeder von hinten aufgebaute Positionsangriff läuft über Steurer. Sein größtes Manko ist die fehlende Geschwindigkeit. In Laufduellen zieht er gerne mal den Kürzeren.

Mittelfeld

Ob Neuzugang Manfred Starke (#6), der gegen Meppen in der Liga erst in Überzahl eingewechselt wurde, dann jedoch den Ausgleichstreffer markierte, nun fit genug ist, um von Beginn an aufzulaufen, weiß ich nicht, gehe aber davon aus. Im Landespokal spielte er 69 Minuten und bereitete einen Treffer vor. Über die Qualitäten des Nationalspielers aus Namibia brauchen wir, denke ich, keine großen Worte verlieren. Er ist ein ausgebuffter Profi, der am Ball alles kann, ein gutes Auge für sich öffnende Räume hat und obendrein mit überaus präzisen Pässen und Torgefahr glänzt. Ein typischer moderner Zehner auf hohem Drittliganiveau.

Sollte Starke nicht von Beginn an spielen können, steht mit Rafael Brand (#7) ein gelernter Rechtsaußen parat, um auf dieser Position in die Bresche zu springen. Je nach Spielverlauf dürfen wir uns aber sicher sein, dass Starke früher oder später zum Einsatz kommen wird.

Sturm

Sowohl der 33-jährige Mannschaftskapitän Max Wegner (#9) als auch der 22-jährige Jungprofi Kebba Badjie (#24), der im Sommer von der Weser an die Hunte wechselte, sind nicht zu unterschätzende Stürmer. Während Wegner ein typischer Mittelstürmer mit Torriecher ist, spielt Linksfuß Badjie seine Technik aus und versucht sich eher als Vorbereiter. Sobald das Zusammenspiel dieser beiden automatisiert ist, kann hier eine Torfabrik entstehen, deren Entwicklung sehr interessant sein dürfte. In Ansätzen hat man das vor zwei Wochen durchaus schon sehen können.

Fazit

Mit dem von allen Verantwortlichen propagierten Aufstieg als Ziel, kann es für den TSV 1860 München im Spiel gegen den Aufsteiger VfB Oldenburg nur heißen: “Ein Sieg ist Pflicht.” Dass solche Pflichtsiege nicht auf der Straße liegen oder vom Himmel fallen, dürfte nach dem holprigen Beginn der Hinrunde der vergangenen Saison allen Beteiligten und Verantwortlichen bekannt sein.

Erinnern wir uns: Zuerst ein knapper Sieg gegen einen Absteiger (Würzburg), danach Sand im Getriebe gegen viele Mannschaften – vor allem in Heimspielen.

Den knappen Sieg gegen den Absteiger hätten wir in Dresden schon mal eingefahren. Nun dürfen wir gespannt sein, wie es weitergeht.

Dieses Jahr muss der Saisonstart auf alle Fälle besser werden. Nicht mit voller Konzentration zu Ende gespielte Partien darf man sich als selbsternannter Mitfavorit um den Aufstieg nicht erlauben.

Auf dem Papier sind die Löwen auf jeder Position besser besetzt. Mit Kampf und Willen kann aber der Underdog VfB Oldenburg sicherlich ein Ärgernis für den TSV 1860 werden. Tritt Oldenburg gegen den Ball so auf wie gegen Meppen, müssen die Spieler des TSV 1860 München die Zähne zusammenbeißen und dagegenhalten. Wenn das funktioniert, klappt es auch mit dem Sieg.

Die starke Offensive unserer Löwen wird den VfB sicherlich vor größere Aufgaben stellen als Meppen es vermochte.

Ich bin äußerst zuversichtlich, dass am Samstag nach Abpfiff drei Punkte mehr auf dem Konto des TSV 1860 stehen als vor dem Spieltag.

So könnte der VFB Oldenburg beginnen

Datenquelle: Wyscout

Sportliche Aspekte aus der Löwenrunde vor Oldenburg

1
Michael Köllner, Trainer der Löwen (TSV 1860)

Löwenrunde vor dem Spiel gegen den VfB Oldenburg: Michael Köllner steht Rede und Antwort zum Sportlichen. Man müsse “sehr torgefährlich aufstellen, um Marcel Bärs Ausfall zu kompensieren”, so der Trainer als Antwort auf die Frage nach der taktischen Ausrichtung. Es wäre ein Fehler, alles nur auf Skenderovic und Lakenmacher zu konzentrieren. Die ganze Mannschaft sei gefordert, sagt Löwencoach Michael Köllner. Die Torgefahr müsse über verschiedene Positionen kommen, aber auch über Standards. Da könnten sich dann beispielsweise auch die Innenverteidiger einbringen.

Sportliche Aspekte aus der Löwenrunde vor Oldenburg

Abzuwarten, was Oldenburg mache, sei im eigenen Stadion fatal, aber man wisse, dass der Aufsteiger schwer zu attackieren sei, redete Köllner den Gegner stark. Wenn man falsch attackiere, nähmen sie einen auseinander. Staffelungsprobleme würde Oldenburg eiskalt bestrafen, so der Trainer der Sechzger in der Löwenrunde. Eigentlich sei es ungewöhnlich, dass ein Aufsteiger Fehler, wie Meppen sie gemacht hat, eiskalt bestrafe. Vielmehr müsse man schlau attackieren. Zudem wisse das Team von Trainer Dario Fossi, wie man ein schlechtes Pressing ausspiele.

Die Löwen wissen also, was sie erwartet. Etwas ausführlicher gibts das Ganze in ein paar Minuten in der TAKTIKTAFEL!

Bild: OR Pressedienst

Lakenmacher hatte nach Premiere im GWS “teilweise Gänsehaut”

2
Fynn Lakenmacher TSV 1860 Benotung

Beim TSV Havelse absolvierte Fynn Lakenmacher in der abgelaufenen Saison die Heimspiele in der völlig überdimensionierten Arena in Hannover. Oft waren die Gästefans in der Überzahl, Fußballatmosphäre kam nur selten auf. Bei seiner Premiere im Grünwalder Stadion als Profi des TSV 1860 hatte Neuzugang Fynn Lakenmacher “teilweise Gänsehaut”, wie er im Interview mit der Abendzeitung zugab.

Neuzugang Lakenmacher hatte “teilweise Gänsehaut”

Alles gegeben, aber die deutschen Nationalverteidiger Süle, Hummels und Schlotterbeck wenig Land gesehen – so lässt sich der Auftritt von Lakenmacher im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund zusammenfassen. Für den Neuzugang dennoch ein tolles Erlebnis, wie er zu Protokoll gibt:

“Eine sehr geile Erfahrung, gegen die zu spielen. Solche Nationalspieler siehst du sonst immer nur im Fernsehen. (…) Über die Stimmung muss ich sagen: Da hatte ich teilweise Gänsehaut. Trotz der Niederlage gab es hinterher Applaus. Das macht echt Lust auf mehr! (…) Diese Euphorie, die ganzen Emotionen, die ich auch in meiner Familie spüre, das kann uns tragen – genau das müssen wir mitnehmen.”

Vielleicht klappt es ja bereits morgen gegen den VfB Oldenburg mit dem ersten Tor im Grünwalder Stadion.

Fynn Lakenmacher TSV Havelse Gegen TSV 1860 München Im Duell Mit Yannick Deichmann In Hannover HDI Arena
27.11.21 / 3.Liga: TSV Havelse vs TSV 1860 München /
Yannick Deichmann und Fynn Lakenmacher, Foto: Oliver Vosshage Photography

Neuzugang sieht sich selbst in der Verantwortung

Vielmehr als die Niederlage auf dem Platz schmerzte die Löwen am letzten Freitag die schwere Verletzung vom Marcel Bär. Dadurch rückt der 19-jährige Lakenmacher nun noch mehr ins Rampenlicht. Chance oder Druck?

” Ich hoffe, dass er schnell wieder fit wird, und wünsche ihm gute Genesung. Ich glaube aber auch, dass wir einen sehr guten und breiten Kader haben, um diesen Ausfall aufzufangen. Da sehe ich auch mich selbst in der Verantwortung. (…)  Ich denke, ich habe (in der Vorbereitung) auch unter Beweis gestellt, dass ich meine Qualitäten auf den Platz bringen kann. Dazu haben wir mit Stefan Lex, Albion Vrenezi und einigen anderen, Spieler, die ebenfalls Tore schießen können.”

Dass der TSV 1860 nun in der Offensive womöglich nochmal nachlegen wird, wollte Lakenmacher nicht kommentieren, sondern sich stattdessen auf seine eigenen Leistungen konzentrieren.

Titelbild: OR Pressedienst

Köllner: “Boyamba gegen Oldenburg dabei, Greilinger fällt aus”

9
Michael Köllner in der Löwenrunde am 13.08.2021 boyamba oldenburg
Michael Köllner in der Löwenrunde am 13.08.2021

Zu ungewohnt früher Stunde lud der TSV 1860 heute zur Presskonferenz vor der Partie gegen den VfB Oldenburg. In der Löwenrunde gab Trainer Michael Köllner bekannt, dass Joseph Boyamba gegen Oldenburg im Kader stehen wird.

Boyamba gegen Oldenburg wohl im Kader

Nachdem Neuzugang Joseph Boyamba bisher in den Pflichspielen verletzungsbedingt fehlte, wird er gegen Aufsteiger sehr wahrscheinlich im Kader stehen. Dies bestätigte Trainer Michael Köllner in der Löwenrunde.

“Wir haben morgen vier Ausfälle: Belkahia, Wicht, Bär und Greilinger. Joseph Boyamba wird morgen wohl wieder im Kader sein.”

Die Gäste aus dem Norden erwarte er als “unangenehmen Gegner, der mit viel Aufstiegseuphorie zu uns kommt.”

Vorfreude aufs Heimspiel

Euphorie herrscht aber auch an der Grünwalder Straße. Entsprechend heiß sind die Löwen auf die Heimpremiere in der laufenden Saison.

“Wir wollen den Auftaktsieg gegen Dresden ein Stück weit vergolden. Wir bereiten uns akribisch vor und hoffen, dass die Fans uns morgen wieder antreiben. Wir freuen uns auf unser erstes Liga-Heimspiel.”

Wir auch. sechzger.de berichtet morgen natürlich wieder live aus Giesing!

TSV 1860 – VfB Oldenburg: Ergebnistipp Wolfgang Sidka

1
Wolfgang Sidka Tsv 1860 Vfb Oldenburg

Aufstiegskandidat gegen Liganeuling – die Rollen sind klar verteilt vor dem morgigen Duell an der Grünwalder Straße. Dennoch sollten die Löwen den Gast aus dem hohen Norden keineswegs auf die leichte Schulter nehmen. Wolfgang Sidka, einst Profi beim TSV 1860 und jetzt Präsident des VfB Oldenburg, tippt auf sechzger.de das Ergebnis der Drittligapartie.

Sieht Sidka den TSV 1860 als Favorit gegen Oldenburg?

Dass die Löwen als Favorit in die morgige Partie gehen, bestreitet der 68-Jährige nicht. Trotzdem hofft er natürlich, dass sein VfB etwas Zählbares aus dem Grünwalder Stadion mitnehmen kann.

“Ein genaues Ergebnis möchte ich nicht nennen, tippe aber auf ein Unentschieden.”

Auch wenn sich der Vater von Yannick (1860) und Leon (VfB) Deichmann bereits ähnlich geäußert hatte, so hoffen wir doch, dass die Punkte samt und sonders in Giesing bleiben.

Weltenbummler in Sachen Fußball

Berlin, München, Bremen, Berlin, Oldenburg – bereits als Spieler kam der gebürtige Lengericher ordentlich in Deutschland herum. Für den TSV 1860 bestritt Wolfgang Sidka zwischen 1980 und 1982 insgesamt 71 Spiele, verließ die Löwen nach dem Lizenzentzug jedoch in Richtung SV Werder.

So richtig zum Weltenbummler wurde Sidka dann als Trainer. Nachdem er bei Tennis Borussia Berlin und dem VfB Oldenburg zunächst noch als Spielertrainer aktiv war, übernahm er in der Folge zahlreiche interessante Aufgaben. So stand er in Deutschland u.a. bei Arminia Bielefeld, Werder Bremen, dem VfL Osnabrück, Al-Arabi und Al-Gharafa (beide Katar) an der Linie.

Zudem übernahm er den Posten als Nationaltrainer in Bahrain (2000 – 2003 und 2005) und im Irak (2010-2011), ehe er im April 2021 das Präsidentenamt beim VfB Oldenburg übernahm.

Sechzig um Sieben: ARGE Jahreshauptversammlung – Zusammenfassung

0
Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Sechzig um Sieben, heute mit der Zusammenfassung der ARGE Jahreshauptversammlung, dem wahren Potential der Löwenfans, Ticketinfos zum Auswärtsspiel gegen Verl, Tippspiel-Erinnerung, Spielplan für das Wochenende und mehr.

Zusammenfassung der ARGE-Jahreshauptversammlung

Am vergangenen Mittwoch fand in der Sechzger-Alm die längst überfällige Jahreshauptversammlung der ARGE statt. Neben Irritationen über wohl nicht ordnungsgemäße Ladungen einzelner Fanclubs über Ismaik-Huldigungen und Zutrittsverbot für Jutta Schnell – hier findet ihr alles kompakt zusammengefasst.

Das wahre Potential der Löwenfans

In der Vergangenheit war ein Fassungsvermögen wie das der Allianz Arena ein paar Mal pro Saison hilfreich, doch es rechtfertigt noch lange nicht eine Heimspielstätte für den TSV 1860 München in dieser Größenordnung – erst recht nicht in der aktuellen Zeit. Begegnungen wie am Samstag sollten schon eher der Gradmesser dafür sein, wie hoch das Interesse an den Löwen momentan ist. Es scheint gerade einmal für knapp 15.000 Löwenfans zu reichen, die sich am Samstag auf den Weg nach Giesing machen. Da fragt man sich schon, wo die zahlreichen Kommentatoren in den sozialen Medien stecken, die sich lauthals und oftmals über die aus ihrer Sicht mangelhafte Ticketsituation beschweren “Hallo!”, möchte man ihnen zurufen, “Hier gibt es noch Karten!” Doch der Ruf kommt scheinbar nicht beim Empfänger an.

Tickets für das Auswärtsspiel gegen Verl in Paderborn verfügbar

Wer am 13.08. in der Home Deluxe Arena in Paderborn dabei sein möchte, hat nun die Möglichkeit, sich HIER Eintrittskarten zu sichern.

Die Preise liegen bei 12 € für den Stehplatz (ermäßigt 9 € und Kinder 6 €) und 25 € für den Sitzplatz (20 € ermäßigt und 12,50 € Kinder). Kinderpreise gelten für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren und sind nur im Online-VVK erhältlich, nicht an der Tageskasse!

Dank Uf60 – Trainingslager für die U17 in Viechtach

Wieder einmal engagieren sich die Unternehmer für 60 für das NLZ der Löwen und leisten einen wertvollen Beitrag zum Erreichen der sportlichen Ziele. Nicht zuletzt dank der Uf60 kann die U17 des TSV 1860 ihr Trainingslager in Viechtach durchführen und sich die Grundlage für eine erfolgreiche Saison in der Bundesliga Süd/Südwest erarbeiten.

Erinnerung an das Sechzger.de-Tippspiel

Vergesst nicht, auch den 2. Spieltag beim Sechzger.de-Tippspiel auf Kicktipp zu tippen!

Aufgrund der anstehenden Englischen Woche können bei dieser Gelegenheit auch gleich die Tipps für den 3.Spieltag abgegeben werden. Dieser startet bereits am kommenden Dienstag, die Löwen empfangen dann den SV Meppen.

Natürlich sind auch weitere Neuanmeldungen noch möglich. Bisher sind bereits weit über 100 Spieler beim sechzger.de Tippspiel angemeldet.

Der Löwen-Spielplan für das Wochenende

Auch am kommenden Wochenende sind wieder viele Löwen-Mannschaften im Einsatz.

Donnerstag, 04.08.

19.15 Uhr: NK Hajduk München – 3. Mannschaft -:-

Freitag, 05.08.

Keine Spiele

Samstag, 06.08.

11.00 Uhr: U17 – FC Ingolstadt 04 -:-
14.00 Uhr: Profis – VfB Oldenburg -:-
14.00 Uhr: U21 – VfB Hallbergmoos -:-
15.00 Uhr: Löwinnen II – TuS Neuenkirchen II -:-
17.00 Uhr: Löwinnen – TSV Solln -:-

Erst am Mittwoch hatte die U19 ein Remis in einem Testspiel bei Red Bull Salzburg erkämpft.

Das wahre Potential der Löwenfans

56

Am Samstag gegen den VfB Oldenburg sowie am Dienstag gegen den SV Meppen bestreitet der TSV 1860 München die ersten beiden Liga-Heimspiele in der Saison 2022/23. Möglicherweise finden beide Partien nicht vor ausverkauftem Haus statt. Das wahre Potential für Stadionbesucher bei den Löwen scheint nicht einmal die Anzahl von 15.000 zu erreichen.

Ein Kommentar von Jan Schrader

Heimspielauftakt mit leeren Plätzen?

800.000 Zuschauer vor den Fernsehbildschirmen verfolgten das Auftaktduell zwischen Dynamo Dresden und dem TSV 1860 München. Im Stadion selbst wiederum sorgten Tausende sowohl im Heim- als auch im Gästebereich für eine prächtige Stimmung. Es folgte für die Löwen das Pokalduell gegen den BVB. Über 3,7 Millionen Zuschauer sahen die Niederlage gegen den Bundesligisten live im ZDF. Auch abseits der Bildschirme war das Interesse groß, 50 – 60.000 Karten hätten die Löwen nach eigenen Angaben verkaufen können. Am Ende waren es 15.000 Zuschauer im Grünwalder Stadion, die das Duell in der 1.Runde des DFB-Pokals live verfolgen durften. Mehr Eintrittskarten sind bekanntermaßen momentan nicht erhältlich, die Kapazität ist beschränkt.

Nach den beiden Spielen gegen große Namen folgt nun der Heimspielauftakt im Doppelpack gegen den VfB Oldenburg und den SV Meppen. Für beide Spiele sind auch heute noch im Onlineshop viele Karten erhältlich. Stets wird zu Highlight-Spielen wie eben gegen Dortmund die Diskussion neu entfacht, ob ein größeres Stadion nicht zwingend notwendig wäre. Doch gerade bei Gegnern wie Oldenburg oder Meppen zeigt sich das momentan wahre Potentital der Löwenfans.

Als der TSV 1860 in die Regionalliga durchgereicht wurde, wurde die wirtschaftlich wichtige Entscheidung getroffen, der Allianz Arena im Münchner Norden den Rücken zuzukehren. Jahrelang hatte man allein schon wegen dem bestehenden Catering-Vertrag enorme wirtschaftliche Einbußen hinnehmen müssen. Dass die momentane finanzielle Situation im Grünwalder Stadion ebenfalls nicht zufriedenstellend ist, wurde mittlerweile oft erwähnt. Doch sie ist immernoch besser verglichen mit den Zeiten in Fröttmanning.

Das wahre Potential wird an den falschen Spielen festgemacht

In der Vergangenheit war ein Fassungsvermögen wie das der Allianz Arena ein paar Mal pro Saison hilfreich, doch es rechtfertigt noch lange nicht eine Heimspielstätte für den TSV 1860 München in dieser Größenordnung – erst recht nicht in der aktuellen Zeit. Begegnungen wie am Samstag sollten schon eher der Gradmesser dafür sein, wie hoch das Interesse an den Löwen momentan ist. Es scheint gerade einmal für knapp 15.000 Löwenfans zu reichen, die sich am Samstag auf den Weg nach Giesing machen. Da fragt man sich schon, wo die zahlreichen Kommentatoren in den sozialen Medien stecken, die sich lauthals und oftmals über die aus ihrer Sicht mangelhafte Ticketsituation beschweren “Hallo!”, möchte man ihnen zurufen, “Hier gibt es noch Karten!” Doch der Ruf kommt scheinbar nicht beim Empfänger an.

Auch in Duellen gegen Oldenburg und Meppen gibt es jeweils drei Punkte zu vergeben, die am Ende für das Ziel Aufstieg benötigt werden. Auch in diesen beiden Partien stehen elf Löwen auf dem Platz, die sich über ein ausverkauftes Sechzgerstadion und lautstarke Unterstützung von den Rängen freuen. Einmalige Erlebnisse wie Spiele gegen Borussia Dortmund sind sicher schön. Doch es ist nur fair, dass diejenigen ein Vorverkaufsrecht haben, die immer da sind – die zahlreichen Dauerkartenbesitzer. Andere müssen dafür draußen bleiben.

Bei sportlichem Erfolg könnte aus meiner Sicht ein möglicher Stadion-Neubau im Größenbereich um 35.000 Zuschauer eine sinnvolle Überlegung sein. Doch die eigenverschuldete (!) finanzielle Situation lässt nunmal keinerlei Spekulation in diesem Bereich zu. Eine – vor allem aus wirtschaftlichen Aspekten – sinnvolle Alternative zum Sechzgerstadion an der Grünwalder Straße gibt es bis heute nicht. Es ist müßig darüber zu diskutieren. Viel eher noch sollten wir uns darüber unterhalten, warum am Samstag und Dienstag womöglich einzelne Sitz- oder Stehplätze frei bleiben werden. So sollte man wohl eher froh sein, dass das Grünwalder Stadion “nur” 15.000 Plätze bietet. Bei einem Fassungsvermögen für 20.000 oder gar 25.000 Zuschauer droht den Löwen eine Kulisse vor vielen leeren Plätzen.