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Sechzig um Sieben: Am Ende sind wir alle Löwen

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Sechzig um Sieben, heute u.A. mit Jan Schraders Beitrag, warum wir alle am Ende Löwen sind, 3 Ausfälle im Spiel gegen Verl, Löwen in der Kicker-Elf des Tages und mehr.

Am Ende sind wir alle Löwen

Streit um Marken, T-Shirts, Banner, Taschen, Fitnessräume, etc.; alles hat irgendwie mit Anthony Power zu tun.

Jan Schrader analysiert in seinem neuesten Beitrag “Am Ende sind wir alle Löwen” die Konflikte der jüngsten Vergangenheit und sieht dennoch trotz der derzeit unüberwindbar erscheinenden Gräben eine große Chance auf Überwindung des Konflikts beim TSV 1860.

Mit drei Ausfällen nach Paderborn

Michael Köllner muss für die Auswärtspartie gegen den SC Verl (Samstag, 14 Uhr, Sechzger.de-Liveticker) auf drei Spieler verzichten: Neben Marcel Bär und Semi Belkahia fällt nun auch Philipp Steinhart verletzungsbedingt aus. Wie berichtet wird Steinhart nach seiner Verletzung aus dem Heimspiel gegen den SV Meppen mehrere Wochen fehlen. Die Gute Nachricht: Yannick Deichmann hat sich fit gemeldet und bereits mittrainiert.

Fünf Löwen in der “Kicker”-Elf des Tages

Fynn Lakenmacher durfte natürlich auf keinen Fall fehlen. Nicht nur, weil er am vergangenen Dienstag gegen Meppen zwei Tore erzielt hat, sondern auch die Art und Weise seines ersten Treffers berechtigt ihn, in der “Kicker”-Elf des Tages zu stehen. Auch Leandro Morgalla, Jesper Verlaat, Christopher Lannert und Martin Kobylanski haben es in die Auswahl geschafft. Somit besteht fast die gesamte Elf des Tages aus Löwen!

Die Löwen am Wochenende: U17 und U19 starten in die Saison

Die U19 als auch die U17 des TSV 1860 haben den Saisonstart in der Bundesliga vor der Brust. Die Löwinnen treten am Sonntag gegen Borussia Dortmund an.

Die Spiele im Überblick

Freitag, 12.08.

19.15 Uhr: FV Birkenhof – 3. Mannschaft -:-

Samstag, 13.08.

11.00 Uhr: FC Bayern München – U19 -:-
14.00 Uhr: U21 – FC 1920 Gundelfingen -:-
14.00 Uhr: SC Verl – Profis -:-

Sonntag, 14.08.

11.00 Uhr: U17 – FC Augsburg -:-
13.00 Uhr: SG SC Kirchasch – Löwinnen II -:-
14.00 Uhr: Löwinnen – Borussia Dortmund -:-

News aus der Dritten Liga

Rafati: Meppen hätte Elfmeter bekommen müssen

Babak Rafati hat für Liga-3-online den vergangenen Spieltag analysiert und die Entscheidungen der Unparteiischen unter die Lupe genommen. Bei der Partie der Löwen gegen Meppen hätten die Gäste seiner Ansicht nach einen handelfmeter bekommen müssen: “Nach einem Einwurf in den Strafraum verpassen zwei Spieler den Ball. Der circa 2-3 Meter entfernte Verlaat rechnet nicht damit, den Ball zu bekommen, sodass er reflexartig den Arm leicht herausfährt und zu Hilfe nimmt, um den Ball kontrollieren zu können. Dieser Armeinsatz ist eine Vergrößerung der Körperfläche, sodass ein strafbares Handspiel vorliegt. Eine Fehlentscheidung, in dieser Situation nicht auf Elfmeter zu entscheiden.”

Lakenmacher steht zur Wahl als “Spieler des Spieltags”

Bei Liga-3-online steht Fynn Lakenmacher zur Auswahl für den “Spieler des Spieltags”. Bei Redaktionsschluss am vergangenen Abend lag er mit 37% auf Platz 1, gefolgt von Vincent Müller (Duisburg, 24%) und Adriano Grimaldi (Saarbrücken, 23%). Hier könnt ihr voten!

Drei Ausfälle gegen Verl – Belkahia, Bär und Steinhart fehlen

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Drei Ausfälle gegen Verl

Am Samstag wartet auf den TSV 1860 München das vierte Saisonspiel in der 3. Liga beim SC Verl. Dabei muss Coach Michael Köllner auf drei wichtige Spieler verzichten. Neben Marcel Bär und Semi Belkahia fällt nun auch Philipp Steinhart verletzungsbedingt aus. Wie berichtet wird Steinhart nach seiner Verletzung aus dem Heimspiel gegen den SV Meppen mehrere Wochen fehlen. Köllner sucht bereits nach Lösungen:

“Wir müssen schauen, wie wir Steinhart ersetzen. Das tut uns extrem weh. Es gibt viele Überlegungen dazu. Wir brauchen eine geschlossene Mannschaftsleistung. Die Mannschaft macht einen erholten Eindruck. Wir sind aktuell richtig gut unterwegs.”

Doch es gibt auch gute Nachrichten. Yannick Deichmann, der gegen Meppen aufgrund von Magenproblemen gefehlt hatte, meldete sich wieder fit und stand bereits heute wieder auf dem Trainingsplatz. Auch Fabian Greilinger nahm an der Trainingseinheit der Löwen teil, ob er nach seiner Bauchmuskelverletzung jedoch in Verl schon wieder auf dem Platz stehen wird, muss sich erst zeigen.

Auch wenn die Löwen als Tabellenführer nach Verl, beziehungsweise Paderborn reisen, wo die Partie ausgetragen wird, warnt Köllner davon, die Hausherren auf die leichte Schulter zu nehmen:

“Verl verkörpert seine Idee von der ersten bis zur letzten Minute. Bei Verl bist du fußballerisch gut ausgebildet. Das ist eine tolle Mannschaft mit starken Spielern und einem starken Keeper.”

Zudem erwartet Köllner einen hochmotivierten Gegner und sagte im Rahmen der Löwenrunde vor dem Spiel:

“Verl ist scheinbar schlecht gestartet. Sie hatten ein brutales Auftaktprogramm. In den Spielen waren sie aber nicht schlechter. Wir müssen uns auf einen heißen Ritt einstellen. Es wird wichtig, kompakt zu stehen. Wir wollen unseren Topstart ausbauen. Durch die englischen Wochen haben wir aktuell eine enge Taktung.”

Lakenmacher und vier weitere Löwen in kicker “Elf des Tages”

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Fynn Lakenmacher TSV 1860

Am Dienstag erzielte Fynn Lakenmacher seine ersten beiden Pflichtspieltore für den TSV 1860 und schwärmte anschließend von einem “Weltklasse-Gefühl”. Für seinen Auftritt erhielt der 22-jährige Lakenmacher vom kicker die Note 1,5 und wurde in die “Elf des Tages” berufen. Mit Leandro Morgalla, Jesper Verlaat, Christopher Lannert und Martin Kobylanski wurden zwei weitere Löwen für die Spieltagsauswahl nominiert.

Fynn Lakenmacher “Spieler des Tages” im kicker

Bereits in Dresden hatte der kicker die Leistung von Lakenmacher als “gut” erachtet und ihn folgerichtig mit der Note 2,0 bedacht. Der Doppelpack gegen den SV Meppen bescherte dem Stürmer nun die erstmalige Nominierung für die “Elf des Tages”. Als besonderes Zuckerl zeichnete das Sportmagazin den 1860-Neuzugang auch als “Spieler des Tages” aus.

“Schon sein Volley-Steckpass auf Martin Kobylanski war ein Hingucker (28.) – aber noch gar nichts gegen das, was Fynn Lakenmacher (22) in der zweiten Halbzeit gegen Meppen (4:0) folgen ließ: beim 2:0 den Ball selbst mit der Brust passgenau vorgelegt und mit Wucht in den Winkel geknallt, kurz darauf formvollendet abgestaubt.

Die 1860-Fans spendeten Sonderbeifall, als Trainer Michael Köllner den Doppelpacker kurz vor Schluss vom Feld holte. Ein neuer Löwen-Liebling ist geboren.”

Vier weitere Löwen nominiert

Auch Verteidiger Leandro Morgalla ist erstmals vertreten – und das völlig zurecht. Wie abgeklärt der 17-Jährige in der Innenverteidigung abräumte und immer wieder das Spiel nach vorne ankurbelte, war beeindruckend. Der kicker belohnte Morgallas Leistung mit der Note 1,5.

Verteidigerkollege Jesper Verlaat, nach dem Spiel gegen den VfB Oldenburg noch “Spieler des Tages” beim kicker, glänzte erneut und erhielt ebenfalls die Note 1,5.

Mit Christopher Lannert (2,5) und Martin Kobylanski (2,0) ist das Löwen-Quintett in der “Elf des Tages” komplett.

Die “Elf des Tages” im Überblick

Batz (Saarbrücken) – Kölle (Duisburg), Morgalla, Verlaat, Lannert (alle 1860) – Schröck (Ingolstadt), Wagner (Freiburg II), Röhl (Ingolstadt), Kobylanski (1860) – Testroet (Ingolstadt), Lakenmacher (1860)

Bild: CR Fotos

TSV 1860 am Wochenende – Saisonstart für U19 und U17

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U19 TSV 1860 Bundesliga BFV DFB Pokal

Ferienbedingt erwartet die Mannschaften der Löwen zwar erneut ein abgespecktes Programm, die bevorstehenden Partien am Wochenende haben es jedoch in sich. Sowohl die U19 als auch die U17 des TSV 1860 haben den Saisonstart in der Bundesliga vor der Brust. Die Löwinnen treten am Sonntag gegen Borussia Dortmund an.

Saisonstart für U19 und U17 des TSV 1860

Nach einer intensiven Vorbereitung wird es nun ernst für die A- und B-Junioren der Löwen. Zum Saisonstart der Bundesliga hält der Spielplan für die U19 (siehe Titelbild) und die U17 des TSV direkt mal reizvolle Aufgaben parat. Während das Team von Jonas Schittenhelm als Aufsteiger zum Derby beim FC Bayern antreten muss, empfängt die Elf von Felix Hirschnagl zum Auftakt den FC Augsburg.

Revanche für die Löwinnen

Vor ziemlich genau einem Jahr reisten die Frauen des TSV 1860 nach Dortmund, um sich dort mit dem BVB zu messen. Am Ende stand zwar ein 1:3, die guten Kontakte wurden jedoch gepflegt und nun kommt es zum Rückspiel. Anpfiff im österreichischen Westendorf (Vorderwindau 2) ist am Sonntag um 14 Uhr.

Die Spiele im Überblick

Freitag, 12.08.

19.15 Uhr: FV Birkenhof – 3. Mannschaft -:-

Samstag, 13.08.

11.00 Uhr: FC Bayern München – U19 -:-
14.00 Uhr: U21 – FC 1920 Gundelfingen -:-
14.00 Uhr: SC Verl – Profis -:-

Sonntag, 14.08.

11.00 Uhr: U17 – FC Augsburg -:-
13.00 Uhr: SG SC Kirchasch – Löwinnen II -:-
14.00 Uhr: Löwinnen – Borussia Dortmund -:-

Titelbild: Sampics (Stefan Matzke)

Am Ende sind wir alle Löwen

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TSV 1860 SV Meppen Bildergalerie Faninformationen

Mit einem guten und klar formulierten Statement schafft es das Präsidium des TSV 1860 München e.V. womöglich tatsächlich den aktuellen Konflikt etwas zu besänftigen. Das ist ein wichtiger Schritt und gibt dem ganzen erstmals eine reelle Chance, eine Lösung herbeizuführen.

Ein Kommentar von Jan Schrader

Ein unlösbarer Konflikt beim TSV 1860 München?

Klagen gegen Löwenfans, ein kopiertes T-Shirt, ausgiebiges Lob in einer Pressekonferenz oder die exklusive Nutzung des Kraftraums – für die einen sind es lapidare Vorgänge, die in der Öffentlichkeit nicht ausgeschlachtet werden müssten. Für die anderen sind es untragbare Zustände, die es anzuprangern und zu kritisieren gilt. Zu letzterer Fraktion gehöre ich und sicherlich auch der Großteil unserer Redaktion – das ist insbesondere in den letzten Wochen mehr als deutlich geworden.

Hinzu kamen – und das muss man leider so sagen – dann noch Statements der Geschäftsführung zu den schlechtesten Zeitpunkten mit, nennen wir es ungeschickten Formulierungen und Inhalten. Keine dieser Stellungnahmen hat ihr Ziel, nämlich den Konflikt zu verkleinern und für ein besseres Gemeinsam zu sorgen, erreicht. Ganz im Gegenteil: auf die inhaltlich eigentlich begrüßenswerte Erklärung zu den Markenrechten (Erklärung hier) folgte beim Spiel gegen den VfB Oldenburg eine klare Botschaft in Richtung Anthony Power: “Verklag uns doch du Luftpumpe”.

Verklag uns doch du Luftpumpe Spruchband der Löwenfans TSV 1860 München in Richtung Anthony Power

Vor der Partie gegen den SV Meppen setzte dann ein offener Brief dem Ganzen dann noch die Krone auf. Tenor: Meinungsfreiheit wird bei den Löwen groß geschrieben – aber irgendwie auch wieder nicht. Vor wenigen Wochen war der Kulturkreis der Eigentümer von Newcastle United noch nicht wichtig, denn es ging rein um das Sportliche. Nun ist der Kulturkreis von Kreditgeber Hasan Ismaik der Anlass, um das Hausrecht durchzusetzen und jegliche kritischen Nachrichten aus dem Grünwalder Stadion zu verbannen.

Stellungnahmen erreichen das Gegenteil

Ja, man kann über ein durchgestrichenes Konterfei durchaus diskutieren. Dass Hasan Ismaik sich davon persönlich angegriffen fühlt, steht wohl außer Frage. Dass es Löwenfans gibt, die sich ein Spiel ohne diese Symbolik wünschen, ist auch klar und konnte man oft genug in den Kommentarbereichen beobachten.

Aber seit jeher gibt es beim TSV 1860 München verschiedene Meinungen zu Themen, die es zu akzeptieren gilt. Wenn insbesondere die angesprochene Symbolik bereits Gegenstand mehrerer Gerichtsverfahren war und ein Oberlandesgericht entschied, dass das durchgestrichene Konterfei von der Meinungsfreiheit gedeckt ist, wirkt es auf die eigene Anhängerschaft nicht wirklich beruhigend, wenn eben jene Symbolik verboten wird – während gleichzeitig die Meinungsfreiheit als besonders wichtig betont wird. Das passt nun einmal einfach nicht zusammen. Seinen – und unseren Standpunkt in dieser Angelegenheit hat Thomas Enn gestern morgen in den Giesinger Gedanken noch einmal zusammengefasst. Bei Meinungsfreiheit darf es keine zwei Meinungen geben – da sollten wir uns ausnahmsweise wirklich alle einig sein.

Eine große Chance im Konflikt beim TSV 1860

Nun wird der ein oder andere sich vielleicht zu Beginn bereits gedacht haben “Mei der Schrader schon wieder, der kann mich am Arsch lecken”. Doch seit vorgestern grübelt es in mir und spätestens mit bereits erwähntem Statement des Präsidiums hat sich die Idee zu diesem Kommentar verfestigt. Sicherlich haben auch wir bei sechzger.de in diesem Konflikt nicht alles richtig gemacht und unseren Teil zur Eskalation beigetragen. Der plötzliche und unvorhersehbare Rausschmiss aus der Löwenrunde hat uns getroffen und in unseren Artikeln vermutlich für mehr Schärfe gesorgt.

Doch haben die Artikel, Bilder und Kommentare etwas besser gemacht? “Es kann nur Verlierer geben” las ich vor kurzem in unserem Kommentarbereich von einem Nutzer. Außerdem forderte Stephan Tempel, der bei uns in den letzten Monaten etwas kürzer getreten ist, öffentlich ein Abrüsten. Zu guter Letzt sagte er die Pfiffe und Buh-Rufe voraus, die es gegen Meppen als Reaktion auf das angestimmte Scheich-Lied gab. Sie kamen für mich nicht unbedingt überraschend, haben aber dennoch einen Eindruck hinterlassen.

Nein – gewonnen hat bisher wahrlich keiner beim TSV 1860. Außer eben die Mannschaft, die mit drei Siegen aus drei Spielen hervorragend in die neue Spielzeit gestartet ist. Gleichzeitig konnte man damit einen momentan seltenen Effekt beobachten: die Löwenfans waren sich einig. Trotz Konflikt beim TSV 1860 München war es für fast 90 Minuten tatsächlich ein echtes Gemeinsam im Grünwalder Stadion. Denn sportlich erfolgreich sein und im Optimalfall im Mai in die 2.Bundesliga aufsteigen, das wünscht sich jeder in der weiß-blauen Anhängerschaft.

Die Stellungnahme bietet eine Chance. Es liegt nun an den Verantwortlichen, den Worten auch sinnvolle Taten folgen zu lassen. Die Kritikpunkte sind klar definiert, Ansatzpunkte sind ausreichend vorhanden. Es könnte tatsächlich eine Möglichkeit sein, um den Konflikt beim TSV 1860 München zu beruhigen.

Sechzig um sieben: Das Präsidium schaltet sich in die Debatte um die Meinungsfreiheit ein

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TSV 1860 München Sechzgerstadion

Der Tag nach dem 4:0 Sieg gegen den SV Meppen stand im Löwenkosmos leider weniger im Zeichen von Siegesfeiern und Aufstiegsbeschwörungen. Die Debatte um die Meinungsfreiheit wegen der vielfach an den Stadiontoren abgenommenen Ismaik-Taschen stand im Vordergrund.

Rückschau auf das 4:0 gegen Meppen

Auch heute Morgen sind unsere Löwen Spitzenreiter! Mit drei Siegen in drei Spielen und neun Punkten liegt 1860 an der Spitze der Tabelle. Die Mission Aufstieg beginnt also vielsprechend. An diesem wunderschönen Sommerabend in Giesing  beherrschte Sechzig den SV Meppen und gewann hochverdient, analysiert unser Experte Bernd Winninger in der TAKTIKTAFEL. Doppeltorschütze Fynn Lakenmacher stand trotz der Hitze mit Gänsehaut vor der Westkurve: “Hier gleich zwei Tore vor der Fankurve zu schießen, ist ein Weltklasse-Gefühl. (…) Ich habe Gänsehaut gehabt, mit den zwei Toren im Rucksack dort zu stehen.” Martin Kobylanski widmete sein erstes Tor im Löwendress seinem Vater, Andrzej Kobylanski, an den sich vielleicht das ein oder andere ältere Semester unter den Löwenfans noch aus Cottbusser Zeiten erinnern dürfte.

Steinhart verletzt

Aber – wir sind schließlich bei Sechzig – kein Glücksgefühl ohne Wermutstropfen. Phillipp Steinhart zog sich eine Knieverletzung zu und wird mehrere Wochen ausfallen! Sechzger.de wünscht gute Besserung!

U21 siegt in Memmingen

Frank Schmöllers Amas feierten einen 1:0 Sieg beim FC Memmingen. Das goldene Tor gelang Zivanovic in der 60. Minute. Kevin Goden flog in der 31. Minute wegen einer Tätlichkeit vom Platz.

Debatte um Meinungsfreiheit geht weiter

Nachdem mit Verweisen auf die Hausordnung zahlreichen Löwenfans am Stadiontor Ismaik-Taschen und Fanzine mit kritischen Inhalt abgenommen wurden und sie am Recht der freien Meinungsäußerung gehindert wurden, schaltete sich das Präsidium gestern in die Debatte ein. Das Präsidium stellt klar, dass es sich weder die Ismaik-Fahne wünscht noch die Abnahme der Taschen und Fanzines an den Stadiontoren gut heißt. In der sehr differenzierten Stellungnahme verweisen Reisinger, Sitzberger und Schmidt auf ein Statement von Hasan Ismaik aus dem Jahre 2019, in dem er sich ebenfalls zur Meingsfreiheit äußert.  „Es gab von meiner Seite nie den Auftrag, ein Foto auf der Website (…) zu bearbeiten. Davon distanziere ich mich. Ich stehe für Meinungsfreiheit in der Löwenfamilie…“, ließ Ismaik wissen, als die KGaA einen Ismaik-kritischen Doppelhalter offenbar ohne Auftrag des Jordaniers entfernte.

Es bleibt zu hoffen, dass der Investor seine Meinung in den letzten 3,5 Jahren nicht geändert hat und nach wie vor zu seinen Aussagen steht. Nun obliegt es ihm als Mehrheitsgesellschafter der KGaA, das die Meinungsfreiheit einschränkende Verhalten an den Eingängen abzustellen. Ebenso sollte sich Ismaik überlegen, ob er seinen allmächtigen Statthalter zu einem weniger konfliktiven Verhalten ermutigen kann, das immer auch auf Ismaik selbst zurückfällt. Oder diesen eventuell gleich abzuberufen, um endlich mal Ruhe in das Umfeld des TSV 1860 München zu bringen. Denn die Löwen sind des Streitens müde! Auch wir!

News aus der dritten Liga

Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey!

Die zweite Hälfte des 3. Spieltags brachte gestern Abend folgende Ergebnisse:

Dresden – Verl 2:0

Waldhof – Aue 1:0

Saarbrücken – Dortmund II 1:0

Osnabrück – Ingolstadt 0:1

Wehen – Bayreuth 4:1

Damit liegt 1860 auf der Spitzensposition der Tabelle und voll auf Kurs Aufstieg!!!

Nietfeld und Kreuzer gegen Sechzig gesperrt

Beim Halleschen FC flogen gestern gleich zwei Spieler vom Platz. Beide wurden heute vom DFB für zwei Spiele gesperrt. Die Hallenser akzeptierten das Urteil bereits. Damit fallen Jonas Nietfeld und Niklas Kreuzer auch für das Spiel am 19.08. in Giesing aus.

Reduzierung der Free-TV Spiele möglich

Wie der kicker berichtet, gibt es drei Szenarien zu Live-Übertragungen im Free-TV bei der derzeit laufenden Ausschreibung der Übertragungsrechte der dritten Liga ab 2023/24. Während aktuell 86 Spiel übetragen werden, könnte es ab der nächsten Saison zu einer merklichen Reduzierung kommen. Eine Variante sieht nur noch zehn Live-Spiel im Free-TV vor, die zweite weiterhin 86, während in der dritten sogar 114 frei empfangbare Spiele enthalten sind. Auch Anpassungen der Anstoßzeiten sind möglich. Hoffen wir, dass die Löwen so weitermachen und das für Andere interessant ist…

Damit seid Ihr wieder auf Ballhöhe. Übermorgen geht der Siegeszug der Löwen hoffentlich in Paderborn weiter. Bis dahini kriegt Ihr alle News bei sechzger.de.

 

U21 siegt in Memmingen

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FC Memmingen TSV 1860 München II U21 Bayernliga Süd

Am Tag nach dem souveränen 4:0-Sieg der Profis trat die U21 in Memmingen an.

Vier Profis in der Startaufstellung

Nach dem 2:0 Heimsieg gegen Hallbergmoos bot Amateure Trainer Frank Schmöller vier Profis aus dem Kader der ersten Mannschaft von Beginn an auf. Kevin Goden, Michael Glück, Marius Willsch und  Alexander Freitag streiften sich das Leiberl der Amas über und sollten helfen Zählbares aus dem Allgäu nach Giesing zu bringen.

Goden sieht Rot

In der 31. Minute sah Kevin Goden nach einem Scharmützel mit dem ehemaligen NLZ-Spieler Nikola Trkulja wegen einer Tätlichkeit die rote Karte und die Giesinger U21 musste fortan zu zehnt um die Punkte kämpfen. Das gelang den Juglöwen ganz gut und sie konnten mit einem 0:0 in die Kabinen gehen.

U21 geht in Memmingen in Führung

In der 60. Minute (ausgerechnet!) gingen die dezimierten Amas mit 1:0 in Führung. Marko Zivanovic brachte die U21 mit seinem ersten Saisontreffer in Führung. Der Torschütze wurde zwei Minuten nach seinem Tor gegen Jeremie Zehetbauer ausgewechselt.

Amas bringen den Sieg über die Zeit

Die Junglöwen konnten danach trotz fünfminütiger Nachspielzeit ihren Kasten sauber halten und den dritten Saisonsieg feiern. Außerdem stehen drei Unentschieden für die Truppe von Frank Schmöller zu Buche. Damit ist die U21 das einzig noch ungeschlagene Team in der Bayernliga Süd. In der Tabelle findet sich die U21 des TSV 1860 München nach sechs Spielen mit 12 Punkten auf Rang 5 wieder. Sechzig gehört damit zur Spitzengruppe und hat nur einen Punkt Rückstand auf Tabellenführer FC Ismaning.

 

 

Das Verletzungspech bleibt 1860 treu: Steinhart verletzt

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TSV 1860 SV Meppen (99) Steinhart Verletzung

Schlechte Nachrichten nach dem 4:0-Sieg über den SV Meppen gestern. Philipp Steinhart wird einige Wochen verletzt ausfallen.

Phillipp Steinhart muss verletzt ausgewechselt werden

Für Viele war die Auswechslung von Phillip Steinhart in der 76. Minute beim souveränen Sieg der Löwen nur eine Randnotiz. Leider stellte sich heute heraus, dass der Vize-Kapitän das Feld verletzungsbedingt verlassen musste. Bei unserem etatmäßigen Linksverteidigung wurde eine nicht näher spezifizierte Knieverletzung festgestellt. Er wird für “einige Wochen” ausfallen lassen die Löwen verlauten. Ob Fabi Greilinger als sein Ersatzmann seine Verletzung bereits überwunden ist unklar. Das Verletzungspech bleibt dem TSV 1860 München also treu in dieser Saison.

 

Präsidium des TSV 1860 zu “Debattenkultur und Fanproteste”

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Präsidium MV 2022 1860 reisinger schmidt sitzberger zukunft
Das frisch im Amt bestätigte Präsidium

Wie berichtet, wurde der Ordnungsdienst gestern im Grünwalder Stadion durch die KGaA angewiesen, Kleidungsstücke, Accessoires und Fanzines, die sich kritisch mit Hasan Ismaik beschäftigen, zu konfiszieren. Das Thema “Meinungsfreiheit” ist nicht erst seit gestern beim TSV 1860 omnipräsent. Nun veröffentlichte das Präsidium des TSV 1860 ein Statement zum Thema “Debattenkultur und Fanproteste”.

Präsidium des TSV 1860 zu “Debattenkultur und Fanproteste”

Hier das Statement im Wortlaut:

Verehrte Mitglieder, liebe Löwinnen und Löwen,

aktuell erhalten wir zahlreiche Zuschriften, die sich um Debattenkultur und Fanproteste beim TSV 1860 München sowie deren Ausdruck im Stadion drehen. Einige Nachrichten konnten wir persönlich beantworten, doch mittlerweile sind es zu viele, weshalb wir nun vereinfacht allen Mitgliedern kurz unsere Sicht als Gesellschaftervertreter darlegen.

Die uns zugegangenen Meinungsäußerungen stehen sich häufig in ihrem Denken diametral entgegen, rufen aber beide nicht minder scharf nach Sanktionen. Es geht dabei um von Fans aus Protest geschaffene Darstellungen mit dem Konterfei unseres Mitgesellschafters, das mit einem blauen Halteverbotszeichen belegt ist, um strittige Fragen von Nutzungsrechten im Zusammenhang mit Fanartikeln und einzelnen Designs sowie das Verhalten des Geschäftsführers der sich in Besitz unseres Mitgesellschafters befindlichen TSV 1860 Merchandising GmbH. Sie merken schon, die Sache ist kompliziert und nicht in der Eindeutigkeit zu beantworten, die sich manche wünschen.

“Jeder Konflikt hat eine Vorgeschichte”

Jeder Konflikt hat eine Vorgeschichte. Der hier zugrunde liegende sogar eine ausgesprochen lange und viele Aspekte umfassende. Die Vorstellung, eine mitunter unschöne Auseinandersetzung könnte durch ein paar Verbote für die Fankurve gelöst werden, ist so verführerisch wie falsch. Nach unserer Überzeugung führt die dadurch entstehende Spirale von Aktion und Reaktion zu nichts. Losgelöst von Inhalten ist eine Auseinandersetzung um Symbole zwecklos. Wir werden uns also alle zwangsläufig mit den Ursprüngen für den Konflikt und seinen Wechselbeziehungen beschäftigen müssen. Das tun wir im Verein und bemühen uns Lösungen für die bestehenden Probleme zu finden! Ein nicht immer einfaches Unterfangen. Aber es lohnt sich.

Unser persönlicher Wunsch ist es, dass alle in und um unseren Verein eine Debattenkultur pflegen, die auch im sachlichen Streit den anderen wertschätzt. Ob dazu die durchstrichene Silhouette eines Menschen gehört, erhitzt die Gemüter. Für den Betroffenen ist die Darstellung sicher ein Affront. Justiziabel ist sie nicht.

Anthony Power verliert vor Gericht

Wer die Facebook-Postings unseres Mitgesellschafters unter dem Account Ismaik1860 verfolgt, stellt fest, dass am 13. März 2019 zu dieser Causa eine Wortmeldung veröffentlicht wurde. Anlass war die in vorauseilendem Gehorsam erfolgte Photoshop-Retusche eines im Motiv ähnlichen Banners aus der Westkurve auf der Website tsv1860.de. Ismaik1860 schreibt dazu: „Es gab von meiner Seite nie den Auftrag, ein Foto auf der Website (…) zu bearbeiten. Davon distanziere ich mich. Ich stehe für Meinungsfreiheit in der Löwenfamilie…“

Erst im Nachgang entspann sein Münchner Vertreter Anthony Power auf eigene Faust daraus eine juristische Auseinandersetzung mit Fans, die ihn bis vor das Oberlandesgericht Nürnberg führte und die er in allen Punkten verlor. Der alleinige Blick auf das Banner oder eine Fahne verengt aber die Perspektive zu stark. Wir müssen uns fragen, wie wollen wir miteinander umgehen?

“Ohne Wenn und Aber für Meinungsfreiheit”

Wir als Präsidium stehen in dieser Frage an Hasan Ismaiks Seite und plädieren ohne Wenn und Aber für Meinungsfreiheit. Diese gilt für die freie Rede ebenso wie für die Verbreitung einer subjektiven Haltung in Wort, Schrift und Bild. Auch dann, wenn diese von herrschenden Ansichten abweicht. Aber – und das ist wichtig zu verstehen! – sie umfasst nicht die Äußerung von nachprüfbaren Unwahrheiten. Unwahre Tatsachenbehauptungen und Hetze im Internet sind rechtlich nicht vom Schutz der Meinungsfreiheit gedeckt.

Während unseres letzten Heimspiels kam es Berichten nach an verschiedenen Kontrollstellen beim Stadioneinlass zum Versuch, das Hausrecht als Veranstalter dahingehend zu nutzen, Anhängern einzelne Gegenstände wie Fanzines oder Textilien, die das umstrittene Motiv zeigen, abzunehmen. Wir halten ein solches Vorgehen für in keiner Weise hilfreich, um den bestehenden Konflikt zu entschärfen. Als Gesellschaftervertreter wünschen wir uns, dass diese Fahne nicht mehr weht. Dafür bedarf es Überzeugungskraft. Verbote sind der falsche Weg.

Vorbilder und Brückenbauer sind gefragt

Sie als Mitglieder unseres Vereins können ein besseres Miteinander fördern, indem Sie mit Ihren Meinungsäußerungen in Foren, sozialen Medien und Kommentarbereichen von Blogs als Vorbilder und Brückenbauer agieren. Wenn Sie sich mit Ihren Beiträgen zum Vereinsgeschehen um bestmögliche Recherche, um zuverlässige Quellen, einen sachlichen Tonfall und um größtmögliche Differenzierung bemühen, helfen Sie dem TSV 1860 München und tragen zur Vermeidung von Feindseligkeiten bei.

München, den 10. August 2022,

Robert Reisinger, Präsident
Heinz Schmidt, Vizepräsident
Hans Sitzberger, Vizepräsident

TSV 1860 – SV Meppen (4:0) in der Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafelanalyse nach dem 4:0-Heimsieg unseres TSV 1860 München gegen den SV Meppen. Die Emsländer wurden von Stefan Krämer im 4-3-3 auf den Platz geschickt. Dem entgegnete Michel Köllner wie fast immer das flexible 4-1-4-1. Am Ende hatte Meppen keine Chance gegen abgeklärte und torhungrige Löwen.

TSV 1860 München – SV Meppen – ein einseitiges Spiel mit einem klaren und verdienten Sieger. Die Sechzger verschoben das 4-1-4-1 asymmetrisch im Aufbau. In den meisten Fällen schob Lannert auf der rechten Seite ins Mittelfeld vor, um gegen die Meppener im Mittelfeld Überzahl herzustellen. Durch weitere Verschiebungen aus dem Mittelfeld heraus nach vorne spielten die Löwen dann im letzten Drittel des Gegners mit drei offensiven Spielern in der vordersten Linie. Tallig, Boyamba, Kobylanski und Vrenezi rotierten mit dem jeweiligen Nebenmann auf der horizontalen Linie, beim Eindringen ins letzte Drittel schob dann jeweils der ballferne Spieler auf dem Flügel und auf der ballfernen Halbposition mit zu Lakenmacher, um den Sturm zu komplettieren.

Gegen den Ball war vor allem Joseph Boyamba sehr bemüht, immer wieder mit Tim Rieder auf eine Höhe zu kommen, um so gegen den Ball die Räume vor der Abwehrkette für die Gäste enger zu machen. Taktisch war es wohl so geplant, dass jeweils der ballferne Spieler auf der Halbposition abkippt, um Rieder zu unterstützen, wenn der Gegner den Ball im Mittelfeld führt. Die Automatismen haben sich hier noch nicht ganz gefestigt.

Die Pressing der Sechzger fand zunächst klar im Raum statt. Man wollte Meppen den langen Ball aufzwingen. Meppen tat den Löwen diesen Gefallen und stand nach diesem langen Abspiel meist vor dem Problem, dass sich ein Meppener mit zwei Verteidigern auseinandersetzen musste. In der ersten Viertelstunde hatte der Gast aus dem Emsland keine einzige Ballberührung im Strafraum der Löwen.

Stefan Krämer hatte für Meppen als Grundordnung das 4-3-3 offensiv angedacht. Meppen verschob gegen den Ball dann auf 4-2-3-1. Dabei kippten die Mittelfeldspieler auf den Halbpositionen auf die Sechs ab und die beiden Außenstürmer ließen sich auf die Halbpositionen im Mittelfeld zurückfallen.

Die Meppener Pressinglinie stand zunächst hoch, man versuchte mit vielen Aktionen gegen den Ball Zeichen zu setzen; dies gelang jedoch nicht.

Kommen wir, bevor wir tiefer ins Spielgeschehen eindringen, wie immer zu den statistischen Werten.

Statistische Werte der Partie TSV 1860 – SV Meppen

  • Ballbesitz: TSV 1860 48% – SV Meppen 52%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 80% – SV Meppen 78%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 62% – SV Meppen 55%
  • Schüsse/aufs Tor: TSV 1860 14/8 – SV Meppen 3/0
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 10,08 – SV Meppen 9,25

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz

Nahezu ausgeglichener Ballbesitz der beiden Mannschaften – wie immer eine Statistik, die den Fan, der das Spiel nicht gesehen hat, trügen kann. Defensive Rück- und Querpässe im Meppener Spiel sorgen für längere Ballbesitzphasen der Gäste in der eigenen Spielfeldhälfte. Der effektive Ballbesitz – also das Spiel nach vorne – war bei Meppen, die immer ein wenig suchen mussten bis sie den vermeintlich freien Mann fanden, mit Geduld verbunden.

Der TSV 1860 München hingegen spielte im Aufbau konsequent direkt und schnörkellos. Das entfacht Stress beim Gegner. Stress führt zu Fehlern. Fehler führen – wie wir gesehen haben – zu Toren.

Passgenauigkeit

Da wären wir dann auch bei der Passgenauigkeit angelangt. Insgesamt trennen die beiden Teams hier nur zwei Prozentpunkte. Dass die Sechzger und Meppen hier fast gleichauf liegen hat ebenfalls das risikoarme Spiel des SVM als Hintergrund. Während die Löwen beim Passspiel vor allem nach vorne spielten, war bei Meppen der Querpass stark angesagt. 35 % aller Meppener Pässe waren Querpässe. Weit über die Hälfte aller Querpässe spielten die Meppener innerhalb des Abwehrverbunds.

30 % weniger Querpässe als Meppen spielten die Löwen im gesamten Spiel. Mit dem sicheren Querpass erobert man sich gute statistische Werte, aber für das Spiel nach vorne bringt er nichts – im Gegenteil. Meistens nimmt man Tempo aus dem Spiel, wenn man quer spielt und verhilft so dem Gegner zur Möglichkeit, Räume besser zu besetzen. Wenn dann beim eigenen Spiel auch noch die Dynamik fehlt und im Positionsspiel wenig Bewegung herrscht, kommt das heraus, was wir von Meppen gesehen haben. Vergebliches Mühen gegen gut gestaffelte Sechzger, die kaum Ballkontakte im eigenen Sechzehner zuließen.

Defensive Zweikampfquote

Nicht nur die Quote bei den defensiven Zweikämpfen, sondern auch deren Anzahl ist immer wichtig in der Analyse. 62 % gewonnene Defensivzweikämpfe sind ein guter Durchschnittswert für den TSV 1860. Meppen hat hier ganz klar unter Ligadurchschnitt performt.

Wichtig ist vor allem, dass auch die verlorenen Zweikämpfe beim TSV 1860 oft zu Ballgewinnen führten, wenn der zweite Mann den Ball dann abfangen konnte, ohne einen Zweikampf führen zu müssen. Hektik in den Meppener Reihen im letzten Drittel der Sechzger spielte den Hausherren hier gut in die Karten.

Bei den Zweikämpfen fallen allerdings die Luftduelle diesmal stark aus dem Rahmen. Nur neunmal ging ein Löwe bei 29 Möglichkeiten als Sieger aus einem Luftduell hervor. Vier der sieben Ballkontakte von Meppen im Strafraum des TSV 1860 waren gewonnene Kopfballduelle. Nur ein gewonnenes Kopfballduell im eigenen Sechzehner ist verbesserungswürdig.

Schüsse

14:3 Schüsse für den TSV 1860 München. Acht der Schüsse gingen auch auf den Kasten der Meppener. Das ist eine signifikante Verbesserung der Schussgenauigkeit im Vergleich zum vergangenen Samstag. Der TSV 1860 München hat am Dienstag Abend neunmal seltener aufs Tor geschossen als am Samstag, aber gleichzeitig dreimal häufiger dem Torhüter Arbeit verschafft. Jeder zweite Schuss, der aufs Tor ging, war drin. Super.

PPDA

Die PPDA hält sich bei beiden Teams im Rahmen. Beide liegen in etwa beim Ligadurchschnitt, der vergangene Saison bei 9,53 lag. Interessant war zu beobachten, dass die Intensität des Pressings bei Meppen nach dem Gegentreffer durch Kobylanski bis zur Pause eher nachließ. Nach der Pause war die Intensität beim Anlaufen bei Meppen wieder auf etwa dem Niveau wie zu Beginn der Partie. Bis zu Lakenmachers Doppelpack hielt Meppen diese auch aufrecht. Danach wurden lieber Kräfte geschont.

Legen wir die Grafiken des PPDA-Verlaufs übereinander, decken sich die Phasen niedriger Intensität beim TSV 1860 mit denen hoher Intensität bei Meppen und vice versa. Interessant ist immer, dass das Anlaufen im Raum, das zur Angriffssteuerung dient, sich wegen fehlender direkter Aktionen gegen den Ball nicht in den Zahlen der PPDA widerspiegelt. Hier hinkt diese Statistik immer hinterher, vor allem dann, wenn die Mannschaften als Lösung für diese Situationen dann den langen Ball auspacken, der folglich in nicht pressingrelevanten Zonen verteidigt wird.

Die Tore

Hier könnt Ihr die Tore und andere Highlights ansehen.

Was fiel auf?

Räume schaffen wir uns selbst

Enge Räume? Kein Problem für die Spieler von Michael Köllner! Mit den oben schon erwähnten Verschiebungen und Positionswechseln schafften die Mittelfeldspieler immer wieder Raum für aus der Tiefe kommende Mannschaftskameraden, indem sie ihren direkten Gegenspieler einige Meter aus der Position zogen. Diese kleinen Verschiebungen brachten dann aufgrund des guten präzisen Passspiels die nötigen Räume, um immer wieder gefährlich tief in die gegnerische Spielfeldhälfte vorzudringen.

Pressingfalle? War da was?

Die Abwehrspieler und Tim Rieder wurden teilweise konsequent von den Meppenern zugestellt, aber nicht aggressiv genug angegangen, wenn sich der Ball beim Positionsspiel der Löwen noch innerhalb des Abwehrverbunds befand. Die Folge waren stetige problemlos durchgeführte Angriffe in Richtung Meppener Strafraum seitens der Löwen. Die oben schon erwähnten dynamischen Verschiebungen innerhalb eines Mannschaftsteils sorgten dafür, dass die Pressingfallen, in die Meppen den TSV 1860 locken wollte, nicht funktionierten.

Rückzugsverhalten

Das Rückzugsverhalten in den Mannschaftsteilen funktioniert trotz der variablen Spielweise in der Offensive bereits nach drei Spieltagen sehr gut. Die kleinen Abstimmungsprobleme, wer wann mit auf die Sechs abkippt, werden sich auch noch geben.

Gefahr von überall für den Gegner.

Acht Tore (und ein Eigentor des Dresdners Ehlers) hat Sechzig in drei Spielen erzielt. Dabei haben sich sechs Spieler in die Torschützenlisten eintragen können. Ebenso viele Spieler haben sich bereits als Vorbereiter hervorgetan. Den Gegnern droht Gefahr aus jedem Mannschaftsteil und von jeder Position.

Kritikpunkt Luftduelle

Es war nicht so, dass Meppen mit einer Truppe von Riesen gegen Zwerge gespielt hätte. Die Luftüberlegenheit der Meppener – vor allem in den beiden Boxen – stimmt mich ein wenig nachdenklich. Mal sehen, ob sich der Trend fortsetzt

Fazit

Nachdem man einen Gegner so beherrscht hat wie gestern der TSV 1860 die Meppener, sollte dieser Sieg und die daraus resultierende Spitzenreiterposition in der Tabelle nicht zu hoch gehängt werden.

Zu Meckern gibt es nichts. Naja, fast nichts. Aus Meppener Sicht darf man sich vermutlich über einen nicht gegebenen Handelfmeter beschweren. Hätte der, falls Hiller ihn nicht gehalten hätte, etwas an dem Ausgang der Partie geändert? Eher nicht. Also Schwamm drüber.

Genauso leidenschaftlich und abgeklärt wie gestern möchte ich die Sechzger auch gegen Verl sehen. Vielleicht tragen sich dann weitere Spieler, die bisher diesbezüglich noch kein Glück hatten, in die Torschützenlisten ein.

Datenquelle: Wyscout