Start Blog Seite 748

Rolle rückwärts: BVB II gegen 1860 im Westfalenstadion

20

Schwierige Suche nach einem Spielort

Eigentlich hieß es schon seit einer ganzen Weile, dass das Auswärtsspiel der Löwen bei der zweiten Mannschaft von Borussia Dormund am 1. Oktober (14.00 Uhr)  nicht in Dortmund stattfinden würde. Weder das Stadion Rote Erde noch der benachbarte, große Signal-Iduna-Park stünden für die Austragung der Drittliga-Partie zur Verfügung. Hieß es. Nun die Kehrtwende: Der BVB II wird den TSV 1860 im größten Fußballstadion Deutschlands empfangen.

BVB II gegen TSV 1860 daheim in Dortmund

Was kursierten nicht alles für mögliche Spielorte? Münster, Lotte, Paderborn, Duisburg, Osnabrück, Essen, Wattenscheid und Wuppertal wurden genannt. Und zu fast jeder dieser Städte und ihren Stadien hätten wir hier eine Geschichte erzählen können… Am Ende bleiben die Schwarzgelben nun doch in ihrer eigenen Stadt und die Arena der Profis vom BVB wird die Partie des TSV 1860 München beim Borussia  Dortmund II beherbergen.

Rückblick: Vor 19 bzw. 6 Jahren…

Den letzten Auftritt im Signal-Iduna-Park erlebte eine Profimannschaft des TSV 1860 übrigens am 16. August 2003, als man am 3. Spieltag der Abstiegssaison dem BVB mit 1:3 unterlag. Den Ehrentreffer für die Löwen markierte drei Minuten vor dem Abpfiff ein gewisser Francis Kioyo, der am Ende dieser denkwürdigen Saison noch zweifelhafte Berühmtheit erlangen sollte. Fast 13 Jahre später fand erneut ein – aus Löwensicht – durchaus denkwürdiges Spiel unter Beteiligung eines Münchner Teams in weiß-blau dort statt: Am 10. Mai 2016 siegte die U19 der Löwen beim gleich alten Borussen-Nachwuchs mit 2:1. Es handelte sich um das Hinspiel im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft. Unvergessen, als eine Minute vor Schluss Florian Neuhaus mit einem Schuss aus 50 Metern Torentfernung den Siegtreffer und das spätere Tor des Monats Mai erzielte. Im Rückspiel unterlagen die kleinen Löwen dann mit 0:2 und mussten dem Gegner den Einzug ins Meisterschaftsendspiel überlassen.

 

Babak Rafati: Fehlentscheidung bei Elfmeter und Abseitstor

3
SV Elversberg TSV 1860 München

Viel wurde geschrieben über mögliche Fehlentscheidungen von Schiedsrichter Dr. Arne Aarnink bei der 1:4-Niederlage der Löwen bei der SV Elversberg. Experte Babak Rafati klärt nun hinsichtlich einiger strittiger Situationen auf und spricht von einer Fehlentscheidung beim Elfmeter und beim Abseitstor von Joseph Boyamba.

Fehlentscheidung bei Elfmeter und Abseitstor

Auch beim 2:0 der Saarländer gab es Diskussionen, doch Rafati kann hier die Entscheidung des Referees nachvollziehen und spricht von einem regelkonformen Einsatzes des Torschützen gegen Fabian Greilinger. Anders sieht es jedoch bei der Elfmeterentscheidung vor dem 3:0 aus:

“Bei diesem Zweikampf greift Deichmann seinem Gegenspieler Neubauer im Strafraum zwar an die Schulter, aber das gehört bei einem Kontaktsport einfach dazu und reicht bei weitem nicht für einen Elfmeter aus. Der Kontakt ist zudem nicht ursächlich für das Zufallkommen, vielmehr wird dieser dankend angenommen. Diese Aktion als Foulspiel zu bewerten, ist somit eine Fehlentscheidung. Das Argument, der Arm habe dort nichts zu suchen, trifft deshalb nicht zu, weil Kontakt schlicht und einfach zulässig ist, solange es nicht zu einem Foulspiel kommt. Das kann man übrigens sehr häufig auch bei Eckbällen beobachten, und auch da wird großzügig weiterlaufen lassen.”

Stattdessen hätte Rafati in der Situation, als in der 2. Halbzeit Stürmerfoul gegen den Elversberger Rochelt gepfiffen wurde, anders entschieden. Aus seiner Sicht war das Vergehen keinen Pfiff wert und in der Folge hätte es Elfmeter nach Foul von Vrenezi geben müssen.

Regelkonformes Boyamba-Tor

Auch die Rücknahme des vermeintlichen 1:3-Anschlusstreffers durch Joseph Boyamba erhitzte die Gemüter. Rafati:

“Beim Zuspiel auf den Torschützen Boyamba steht dieser klar und deutlich nicht im Abseits, weil zwei Verteidiger von Elversberg dieses aufheben. Warum der Assistent trotzdem zu dieser Fehlentscheidung kommt, ist absolut nicht nachvollziehbar. Hier wäre ein anschließendes Interview über möglichen Grund beziehungsweise das Zugeben eines klaren Fehlers ratsam und für die Stimmung zwischen Schiedsrichtern und Vereinen förderlich. So bleibt aber eine Fehlerkultur, die beim DFB meiner Einschätzung nach sehr mangelhaft ist. Transparenz würde zu mehr Akzeptanz führen, trotz klarer Fehler.”

Ich denke, dieser Einschätzung kann man vollumfänglich zustimmen, oder?

Pfeifer im Interview: Positiver Zusammenhalt unter Gesellschaftern

3
Günther Gorenzel Marc Nicolai Pfeifer Geschäftsführer

Marc-Nicolai Pfeifer hat sich beim TSV 1860 in einem sicher nicht ganz einfachen Umfeld einen hervorragenden Namen als Geschäftsführer erarbeitet. Insbesondere bei der Akquise von neuen Sponsoren agiert der gebürtige Ludwigsburger äußerst erfolgreich. Im “Pro Aurum Magazin”, der Hauszeitschrift eines Premium Partners der Löwen, wurde kürzlich ein Interview mit Pfeifer abgedruckt.

Marc-Nicolai Pfeifer im Interview

Selbstverständlich lenkt das Pro Aurum Magazin das Interview mit Marc-Nicolai Pfeifer auch auf Themen mit Bezug zu Finanzanlagen. Darüber hinaus wird der Geschäftsführer des TSV 1860 aber auch auf allgemeine Fragen rund um die Löwen angesprochen. So äußert sich der 41-Jährige u.a. darüber, wie es dazu kam, dass sich die Anzahl der Sponsoren nahezu verdoppeln konnte.

“In diesem Zusammenhang möchte ich zunächst den Zusammenhalt unter den Gesellschaftern besonders positiv hervorheben. Für Aufbruchstimmung und Vertrauen sorgten auch die Vertragsverlängerung und -erweiterung mit unserem Hauptsponsor “die Bayerische”. (…) Mit der gestiegenen Attraktivität im Rücken war es leichter, bei den Sponsoren-Akquise signifikantes Wachstum zu erreichen.”

Letztendlich sei es “das Ziel jeder erfolgreichen Partnerschaft, dass beide voneinander profitieren”, so Pfeifer.

Wettbewerbsumfeld “Fußball”

Bei der Auswahl potenzieller Partner werden diverse Ansätze verfolgt, wie Marc-Nicolai Pfeifer verrät.

“Verstärkt angesprochen werden zum einen Unternehmen, die aus den verschiedensten Gründen für sich werben wollen bzw. müssen. Zum anderen schaut man sich aber auch im Wettbewerbsumfeld “Fußball” um, welche Branchen gerade gefragt sind. Daraus entsteht dann eine Vertriebsstrategie, mit der wir dann unsere Maßnahmen gezielt und strukturiert umsetzen.”

Wir wünschen unserem Geschäftsführer auch weiterhin ein glückliches Händchen bei der Sponsoren-Akquise.

TSV 1860 – wohl kein wirklich tief liegendes Problem

9
TSV 1860 München

Beim TSV 1860 München gibt es wohl kein wirklich tief liegendes Problem

Zum Glück gibt es kein wirklich tief liegendes Problem beim TSV 1860 München. Zu diesem Ergebnis sind wir in der Redaktion nach einiger Diskussionen über einen entsprechenden Artikel aus dem Boulevard gekommen. Leider hatten wir die Aussagen aus diesem Artikel und auch die unserer Meinung nach eher falsche Interpretation übernommen.

Stefan Lex deutete Probleme an

In der tz deutete Stefan Lex tiefer liegende Probleme an, führte allerdings im nächsten Satz dazu aus, dass dies in der letzten Saison schon 2-3 mal passiert wäre. Dieser Satz ging in der gestrigen Hektik bei uns in der Redaktion leider unter. Der ursprüngliche Artikel bzw. ein Zitat daraus wurde uns allerdings auch ohne den zweiten Satz zugespielt.

In den Artikel vom Boulevard ist der Satz mit der “tiefer liegenden Ursache” zudem der Aufmacher.

Somit entstand dieser Artikel. Diesen sehen wir heute anders bzw. betrachten ihn als falsch.

Das Letzte, was wir wollen: Eine Krise herbeischreiben

Wir von sechzger.de wollen natürlich keine zusätzliche Unruhe verursachen oder eine Krise herbeischreiben. Deswegen spekulieren wir nicht darauf dass der Artikel im Nirvana verschwindet, sondern räumen unseren Fehler hier ohne Umschweife ein.

Nicht der einzige Fehler am gestrigen Tag

Wenn wir schon dabei sind, möchten wir uns auch bei der Pressestelle des TSV 1860 München entschuldigen. Diesmal waren wir es, die unabsichtlich (!) vorzeitig das Wiesn-Trikot leakten. Der Vermerk in der Pressemitteilung, dass das Trikot erst um 18:00 Uhr veröffentlicht werden darf, ging leider ebenso unter. Wir haben den entsprechenden Artikel zwar umgehend wieder herausgenommen, aber da war es natürlich schon zu spät. Das Trikot machte die Runde.

Nachdem wir als Redaktion oftmals Fehler gnadenlos anprangern, ist es für uns selbstverständlich, auch Fehler in unserer Arbeit einzuräumen. Beim nächsten Mal machen wir es besser. Versprochen.

Sechzig um sieben: Wies’n Trikot vorgestellt

0
Sechzig um Sieben: Ohne Vier gegen Havelse

Am Samstag heißt es wieder: O´zapft is! Und pünktlich zum Wies’n-Start haben die Löwen gestern das diesjährige Wies’n Trikot vorgestellt.

Wies’n Trikot vorgestellt

Nach zwei Jahren ohne Oktoberfest steigt die Vorfreude auf die Wies’n bei vielen Münchnern ins Unermessliche. Obwohl die Löwen streng genommen kein Wies’n Heimspiel haben, gibt es auch dieses Jahr wieder ein Wies’n Trikot. Dieses wurde gestern vorgestellt und ist hauptsächlich in grün (wohl eine Remineszenz an den e.V.) gehalten. Es ist ab sofort im Fanshop erhältlich.

Rückschau auf den verkorksten Nachmittag in Elversberg

Als Tabellenführer fuhr 1860 ins Saarland, mit einer deftigen 4:1 Niederlage kehrten die Löwen nach München zurück. Dennoch konnten wir einige tolle Bilder im Stadion schießen, die ihr in unserer Bildergalerie zum Spiel findet. Auch ein Video von der Pyro-Show zum Einlauf der Mannschaften findet Ihr in unserem Youtube-Kanal. Das Spiel war weniger ansehnlich, aber Bernd Winninger hat es sich trotzdem nochmal am Bildschirm angetan und analysiert, wieso Elversberg die Löwen einfach nicht ins Spiel kommen ließ und verdient gewann.

Ein wenig “komisch” ist, was mit den Wettquoten rund um das Spiel passierte. Löwenfan und sechzger.de-Leser Matthias wendete sich mit einer interessanten Beobachtung rund um die Entwicklung der Wettquoten an uns. Da wir selbst nicht so aus der Zocker-Ecke kommen, geben wir seine Beobachtungen einfach als Interview ungefiltert an Euch weiter.

Sonderbericht zur Rangelei mit Sicherheitsbeauftragten

Es war einer der Aufreger des Spiels am Samstag: Michael Köllners Rangelei mit dem Sicherheitsbeuaftragten des DFB. Dieser befand sich in der 59. Minute auf ein Mal mit gezückter Digitalkamera in der Coaching Zone der Löwen. Das passte dem Löwentrainer gar nicht, der den Mann aus der Coaching Zone bugsieren wollte. Schließlich schritt Günter Gorenzel ein und trennte die Streithähne. Der Sicherheitsbeauftragte erstellt nun einen Sonderbericht zur Situation. Dieser könnte eine Geldstrafe oder gar eine Spielsperre für den Löwencoach nach sich ziehen. Komisch ist ja schon, dass einer der Beteiligten selbst den Sonderbericht verfassen darf, der wird sicher sehr neutral und ausgewogen sein… Dennoch sollte sich auch Köllner hinterfragen. Er hat in dieser Saison in acht Spielen bereits drei gelbe Karten gesehen. Bei der nächsten ist er für ein Spiel gesperrt.

Löwinnen und Dritte siegen

Die Löwinnen gehen in guter Form in ihre erste Saison in der Kreisklasse. Sie gewannen das abschließende Testspiel gegen die SG Aich/Aufkirchen/Wildenroth mit 7:0. Die Dritte konnte bei Espanol den vierten Sieg im vierten Spiel feiern. Die Vierte unterlag dem ESV München mit 0:5.

Rückblick auf Drnovice anno 2000

Ein Großteil der sechzger.de Redaktion war rund um die Jahrtausendwende noch jung und wild. Und folgte den Löwen überall hin. So auch Stefan Kranzberg, der Euch seine Erinnerungen an das UEFA-Cup Auswärtsspiel in Drnovice gestern vor 23 Jahren schildert. Oh Mann, war das ein Ausflug!

News aus der dritten Liga

Verl – Meppen 2:2

Im Montagsspiel der dritten Liga trennten sich Verl und Meppen 2:2 unentschieden. Verl konnte durch Wosz kurz vor Schluss verdient ausgleichen, bleibt aber weiter auf einem Abstiegsplatz.

Leonhardt hält an Rost fest

Nach der Heimniederlage im Derby gegen Zwickau prohezeihten nicht Wenige den Rauswurf von Timo Rost beim nächsten Löwengegner. Präsident Helge Leonhardt will aber wohl weiter am vor der Saison aus Bayreuth verpflichteten Coach festhalten. Dem TSV 1860 München dürfte das Recht sein, so erwartet uns keine Wundertüte am Freitag.

Damit seid Ihr wieder bestens informiert zu Beginn des Löwentages! Alles Wichtige rund um die dritte Liga und den TSV 1860 München erfahrt Ihr bei sechzger.de.

 

 

SC Verl und SV Meppen mit Punkteteilung

0

SV Meppen mit früher Führung – SC Verl egalisiert

Das Spiel begann gleich kurios. Bereits nach sieben Minuten gingen die Gäste beim SC Verl nach einem Kopfball von Morgan Faßbender in Front. Nach einem Distanzschuss, welcher an die Latte knallte, wurde der Torwart des SCV leicht angegangen, jedoch ahndete Schiedsrichter Christian Ballweg die Situation nicht und so köpfte Faßbender aus 15 Metern zur Führung ein.
Knappe 20 Minuten später fiel in Paderborn dann allerdings der Ausgleich. Grodowski ließ einen Gegner aussteigen und vollendete sehenswert. Der Keeper der Gäste blieb in dieser Situation chancenlos.

Meppen kontert Ausgleich schnell und verspielt die Punkte kurz vor Schluss

Nur ein paar Minuten später stand wieder Faßbender im Mittelpunkt. Nach einem schönen Pass in die Tiefe von „Komm Marvin wir gehen“-Pourié lupfte der Stürmer über den Torwart und traf zur erneuten Führung für Meppen.
In der zweiten Hälfte wurden die Ostwestfalen immer stärker. Verl hatte viele gute Chancen, unter anderem einen Pfostentreffer aus 30 (!) Metern.
Drei Minuten vor Schluss erzielte der Sport Club schließlich den nicht unverdienten Ausgleich durch den von RB gekommenen Stürmer Wosz.

SC Verl weiterhin auf einem Abstiegsplatz

Durch die Punkteteilung bleibt Meppen weiterhin fünf Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz, welcher von dem SC Verl belegt wird. Dieser steht nun auf Platz 17 nur knapp hinter dem Aufsteiger RWE.
Verl empfängt nächste Woche zuhause den MSV Duisburg, welcher nach der Niederlage in München vergangene Woche auch am Sonntag zuhause gegen die Dynamos aus Dresden verlor. Die Emsländer aus Meppen empfangen am kommenden Samstag ebenfalls im heimischen Stadion die Viktoria aus Köln, welche am Wochenende eine 2:0-Führung gegen den Halleschen FC verspielt hat.

Zum Oktoberfest: Wiesn Trikot des TSV 1860 erhältlich

24
Tsv 1860 Wiesn Trikot
Wiesn-Trikot 2022

Das Oktoberfest ist zurück und auch der TSV 1860 bringt wieder ein Wiesn Trikot auf den Markt. Dieses ist heute ab 18 Uhr erhältlich!

Wiesn Trikot des TSV 1860 erhältlich

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Endlich ist es wieder soweit: Das Oktoberfest in München öffnet zum 187. Mal seine Pforten. Die imposanten Festzelte auf der Theresienwiese sind aufgebaut und bald heißt es wieder „O’zapft is, auf eine friedliche Wiesn“. Unter diesem Motto gibt es dieses Jahr wieder ein Wiesn-Trikot für den besonderen löwenstarken Oktoberfest-Look.

Rechtzeitig vor dem Anstich präsentiert die Profi-Mannschaft des TSV 1860 München das Wiesn-Trikot 2022. Der Slogan und das Motto „O’zapft is“ wird modisch ergänzt durch eine Brezn in Herzform, die die Werte der Herzlichkeit, des Friedens und der Gastfreundschaft darstellen sollen. Das Herz-Brezn Muster findet sich auch auf den Trikotärmeln des grün-weißen Nike-Trikots wieder.

Ein ganz besonderes Detail ist das Münchner Kindl, das die Löwen erstmalig auf einem Trikot verwenden dürfen. Hierfür bedankt sich der TSV 1860 München sehr herzlich bei der Landeshauptstadt München und Oberbürgermeister Dieter Reiter. Auch die Bavaria mit ihrem Löwen ist auf dem Wiesn-Trikot eingeprägt, um den besonderen Ort der Theresienwiese zu würdigen.

Hasan Ismaik spendet für Moritz

Wie bereits angekündigt wird Hasan Ismaik der Familie von Moritz eine bedeutende Spende zukommen lassen. Hinzu kommt nun, dass auch die TSV 1860 Merchandising GmbH die Familie aus den Erlösen des Wiesn-Trikots mit einer Spende in Höhe von 3.000 Euro unterstützen wird.

Die Löwen-Elf wird beim Flutlichtspiel gegen den FC Erzgebirge Aue im Wiesn Trikot auflaufen und somit das 187. Oktoberfest einläuten.

Trikot ab sofort online erhältlich

Heute ab 18 Uhr ist das Wiesn-Trikot online unter www.tsv1860-shop.de erhältlich. Ab Mittwoch, 14. September, ist das Trikot im Fanshop an der Grünwalder Straße und im Fanshop in der Orlandostraße für 89,95 € zu erwerben.

Es heißt schnell sein, denn die limitierten Modelle sind ein absolutes Must Have für jeden Löwen-Liebhaber!

Foto: TSV 1860

Löwenfan beobachtet Absturz der Quote in Elversberg

26
SV Elversberg TSV 1860 München

Schwache Leistung von Löwen & Referee

Zur Leistung der Löwen beim Auswärtsspiel in Elversberg am Samstag gibt es eine eindeutige Bewertung: Verdiente deutliche Niederlage im Spitzenspiel. Punkt. Dass die Leistung von Schiedrichter Dr. Arne Aarnink ebenfalls mindestens kritikwürdig war, gilt genauso als Konsens in der Nachbetrachtung. Und obwohl die vielen Fehlentscheidungen des Unparteiischen nicht als Ausrede für die Niederlage des TSV 1860 herhalten dürfen, möchten wir die Beobachtungen eines unserer Leser teilen, welche die Wettquoten beim Spitzenspiel der 3. Liga am Samstag Mittag betreffen und die zumindest Fragen aufwerfen.

Verbunden ist dieses Interview mit einem Aufruf an unsere Leser, die Matthias’ Beobachtungen teilen und vielleicht sogar dokumentieren können, sich bei uns zu melden.

Drastische Veränderung der Wettquoten

Sechzger.de: Servus Matthias! Mal abgesehen von der Leistung unserer Löwen am Samstag in Elversberg, über die es ja keine zwei Meinungen gibt, hast Du am Rande des Spiels eine Beobachtung gemacht, die die Wettquoten betrifft. Erzähl doch mal kurz, bitte.

Matthias: Hallo Christian, als ehemaliger operativer Mitarbeiter eines großen Wettanbieters, bin ich vor den Spielen unserer Löwen immer an den ausgegebenen Quoten interessiert. Nicht selten geben sie vorab bereits ein zu erwartendes Bild für das Spiel ab. So habe ich mir auch die Woche vor Spielbeginn die Quoten für das Spiel in Elversberg angesehen. Aufgrund der Quoten war von einem 50:50-Spiel auszugehen, was anhand der bisher gezeigten Leistungen beider Teams auch als realistisch galt. Über den Wochenverlauf sank die Quote auf einen Heimsieg dann bereits von 2,70 auf 2,10 was einer starken, jedoch gerade noch marktüblichen Schwankung entspricht. Zu Spielbeginn, als die Quoten live geschalten wurden, war die Quote auf einen Heimsieg bereits bei 1,6 bzw. teilweise 1,55 (Stand 14:00 Uhr) angelangt. Für einen Auswärtssieg unserer Löwen hätte man zu diesem Zeitpunkt bereits das 5-fache seines Einsatzes erhalten.
Um es auf den Punkt zu bringen: Die Quoten waren bereits zu Spielbeginn so, als ob Elversberg mit 1:0 führen würde.
Als dann tatsächlich das erste Tor für Elversberg fiel, war die Quote auf einen Heimsieg bereits bei 1,12 angelangt. Auf einen Löwensieg gab es – obwohl noch über eine Stunde zu spielen war – bereits das 15-20-fache des Einsatzes.

Sechzger.de: Vielleicht noch für unsere weniger “Zock”-affinen Leser: Was bedeutet denn das konkret, wenn eine Quote so absinkt (bzw. steigt), obwohl auf dem Feld noch gar nichts passiert ist bzw. noch nicht einmal der Ball rollt?

Matthias: Die Wettquoten passen sich dem zu erwartenden Spielausgang bzw. den darauf getätigten Einsätzen an. Würde sich z.B. ein Großteil der Mannschaft mit Corona infizieren und es müsste mit einer B-Elf gespielt werden, würde es zu einer starken Veränderung kommen. Da es hierfür am Samstag keinerlei Ansatzpunkte gab, ist die andere Möglichkeit, dass unverhältnismäßig hohe Einsätze auf ein Ergebnis abgegeben wurden – welche die Quote entsprechend beeinflussten.

Vorsichtig geäußerter Verdacht

Sechzger.de: Und welchen – mal ganz vorsichtig formulierten – Verdacht könnte man eventuell daraus ableiten?

Matthias: Da die ersten beiden Ligen aufgrund des VAR für Manipulationen mittlerweile ungeeignet sind, ist es nicht auszuschließen, dass sich das Ganze in Richtung 3. Liga verlagert hat. Jeder kann sich die Situationen zum 2:0, 3:0 oder auch das nicht gegebene 3:1 selbst nochmals anschauen… Man muss mit Manipulationsvorwürfen wirklich sehr vorsichtig sein. Aber aufgefallen sind mir diese zwei Tatsachen: Quote und Schiedsrichterleistung. Natürlich kann das auch ganz andere Gründe haben. Buchmacher sind im Regelfalle ja sehr gut informiert. Die können die taktische Umstellung der Elversberger genauso erfahren haben wie die lange Anreise der Stau-Löwen im Bus, angeschlagene Löwenspieler oder ähnliches. Hier kann ganz vieles einfließen. Aufgefallen ist mir persönlich auf jeden Fall der Quotenabsturz.

Sechzger.de: Deine Beobachtung muss nicht, aber könnte in einen krassen Vorwurf münden. Gibt es denn irgendeinen schriftlichen Beleg (einen Screenshot o.ä.), der diesen von dir beobachteten Quotensturz nachweisbar dokumentiert?

Matthias: Den Quotenabsturz habe ich selbst leider nicht dokumentiert. Dies sollte aber jedem Fan, der noch seine kleine Wette auf 1860 abgeben wollte, aufgefallen sein. Evtl. hat tatsächlich der ein oder andere Leser die vermeintlich gute Quote von 5,0 für einen Löwensieg zu Spielbeginn für seine Wette genutzt. Verdient hat er damit natürlich leider nichts.

Sechzger.de:  Mal jenseits dieser seltsamen Quotenbewegungen am Samstag rund um das Spiel: Unter’m Strich haben wir das Spiel aber nicht wegen des Schiedsrichters verloren, sondern wegen einem ganz schwachen Auftritt unserer Mannschaft. Da stimmst du zu, oder?

Matthias: Dass die Leistung am vergangenen Samstag nicht ausreichend war, darüber gibt es keine Zweifel.

Schlugen Frühwarnsysteme an?

Sechzger.de: Nochmal zu diesem Quotensturz: Denkst Du, dass im Hintergrund schon die entsprechenden Alarm-Systeme, die es ja seit dem Hoyzer-Skandal gibt, angeschlagen haben und vielleicht schon recherchiert wird?

Matthias: Auszuschließen ist das nicht. Die Vergangenheit zeigt jedoch, dass es sehr viel Zeit benötigt, um die Manipulationen zweifelsfrei nachzuweisen. Auch den Betrügern ist das System nicht verborgen geblieben und es wird mit einem Großteil des Einsatzes auf Buchmacher im asiatischen Raum ausgewichen, welche nicht in den gängigen Alarm-Systemen registriert sind.

Sechzger.de: Dann schauen wir mal, ob da noch irgendwas dabei rauskommt. Auf jeden Fall vielen Dank an Dich, dass Du uns über Deine Beobachtungen informiert hast. Sollten sich bei uns Leser melden, die das auch beobachtet haben oder sogar dokumentieren können, dann wäre das toll. Wir bleiben auf jeden Fall dran!

Matthias: Sehr gerne und vielen Dank für eure tolle Arbeit bei sechzger.de. ELIL

 

Bei unserem Leser, den wir hier – aus gutem Grund – nicht bei seinem richtigen Namen nennen, handelt es sich um einen Löwenfan, der in der Vergangenheit drei Wettbüros geleitet hat und nicht zuletzt aus diesem Grund mit der Materie Sportwetten eng vertraut ist.

SV Elversberg – TSV 1860 München (4:1) in der Taktiktafelanalyse

5
Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur Taktiktafelanalyse des Spiels unseres TSV 1860 München gegen die SV Elversberg. Am Ende war es eine verdiente Niederlage für die Sechzger. Elversberg, das wie in der 2. Halbzeit gegen Meppen mit einer Dreier- respektive Fünferkette antrat, zeigte Defizite im Spiel der Löwen sowohl mit als auch gegen den Ball auf und nutzte die sich bietenden Chancen mit einer Coolness und einer Selbstverständlichkeit aus, vor der man den Hut ziehen muss.

Die von Horst Steffen trainierte SV Elversberg spielte gegen das von Michael Köllner wie immer im 4-1-4-1 ins Match geschickte Team des TSV 1860 München im 3-4-3 (3-4-2-1). Gegen den Ball verschob die SV Elversberg aus dem Mittelfeld asymmetrisch in die Defensivformation auf 5-3-2 bzw. 5-4-1 im eigenen letzten Drittel. Der linke Flügelspieler im Mittelfeld (Neubauer) kippte auf die linke Außenverteidiger Position ab. Die Verschiebung auf der rechten Seite war etwas komplizierter, aber sehr effektiv.

Durch das Abkippen des linken Mittelfeldspielers in die Abwehrreihe entstand gegen den Ball zunächst ein 4-3-2-1. Erst nachdem die Löwen es schafften, die pressingrelevanten Zonen zu überbrücken, fügte sich dann auch der rechte Mittelfeldaußenspieler in die Abwehrreihe ein, wobei dieser Spieler sich durch das horizontale Verschieben der Dreierinnenverteidigung in den wenigsten Fällen tatsächlich bis auf die Höhe seiner Kollegen in der Defensivreihe zurückfallen lassen musste. Correia hatte die rechte Abwehrseite der SVE gut im Griff. So konnte Pinckert, der rechte Mittelfeldaußen, häufig etwas weiter vorne Räume zustellen und als Abfangjäger vor der Kette auf dem Flügel einerseits Angriffe zum Erliegen bringen und andererseits im offensiven Umschaltspiel früher wieder seine eigentliche Position im System einnehmen.

Diese asymmetrische Verschiebung auf der rechten Abwehrseite der Elversberger schuf eine kompakte, zweireihige Defensive, die der TSV 1860 München vor allem in der ersten Halbzeit kaum durchbrechen konnte, um sich selbst Abschlusschancen zu erarbeiten.

Bei eigenem Ballbesitz spielte Elversberg sehr offensiv. Immer wieder schaltete sich der bundesligaerfahrene Innenverteidiger Correia auf der Halbposition oder auch über den Flügel mit in die Angriffe der SVE ein. Unter anderem dadurch schuf Elversberg im Vorwärtsgang oft überall auf dem Feld Überzahl.

Die Übergabe der Gegenspieler beim TSV 1860 im Raum, wenn sie gegen den Ball agieren mussten, funktionierte deshalb nicht wie sonst üblich reibungslos. Immer wieder stimmte die Zuordnung bei den Sechzgern gegen den Ball nicht und die glänzend kombinierenden Elversberger wurden von Minute zu Minute stärker, sicherer, mutiger und abgeklärter.

Am Ende war es ein verdienter Sieg der Gastgeber, der aufgrund einer sehr fragwürdigen Schieds- und Linienrichterleistung vielleicht um ein Tor zu hoch ausgefallen ist, was aber nicht als Ausrede für die desolate erste Spielhälfte des TSV 1860 München dienen kann und darf.

Vor der weiteren Analyse kommen wir zu den statistischen Werten der Partie.

Statistische Werte

  • Ballbesitz: TSV 1860 52% – SVE 48%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 75% – SVE 78%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 54% – SVE 67%
  • Schüsse/aufs Tor: TSV 1860 8/4- SVE 12/5
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 8,67 – SVE 7,74

Analyse der statistischen Werte

Heute müssen wir dieses Spiel wieder in einzelne Phasen zerlegen, damit klar wird, warum die Werte der kompletten Partie einerseits relativ ausgeglichen aussehen, es am Ende aber eine deutliche und verdiente Niederlage setzte.

Während in der ersten Halbzeit die Gastgeber dem TSV 1860 München in fast allen Belangen überlegen waren, konnten die Löwen, die in der zweiten Halbzeit deutlich besser im Spiel waren als in der ersten, zumindest nach der Pause ein wenig Ergebniskosmetik betreiben. Aber der Reihe nach.

Ballbesitz

Hier haben wir in beiden Spielhälften einen in etwa ausgeglichenen Ballbesitz für beide Mannschaften. Allerdings muss man die erste Halbzeit sehr differenziert sehen. Die Ballbesitzverteilung war bis zum 2:0 (27.) für die SVE deutlich zu Gunsten der SV Elversberg. In der letzten Viertelstunde des ersten Durchgangs war dieser statistische Wert dann zunächst ausgeglichen. In der zweiten Halbzeit hatten die Löwen dann mehr Spielanteile, aber trotzdem keine wirkliche Spielkontrolle. Dass Ballbesitz und Spielkontrolle nicht unbedingt miteinander zu tun haben, sagte ja auch Trainer Michael Köllner in der Pressekonferenz vor dem Spiel. Elversberg bewies genau das während der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit und auch über weite Strecken der zweiten Halbzeit.

Zu viele der anderen um ein Spiel zu diktieren wichtigen Faktoren waren aus Löwensicht einfach nicht auf dem Niveau, das die Mannschaft von Michel Köllner bisher gezeigt hatte.

Die Anzahl der in der eigenen Defensivreihe inklusive Torwart gespielten Rück- und Querpässe beider Teams liegt nicht wirklich weit voneinander entfernt, sodass man ganz klar sagen muss: Der Grund für die Dominanz beim Ballbesitz in der anfänglichen Drangphase der Gastgeber ist diesmal also nicht hier zu suchen, sondern in der Passgenauigkeit der Spielvereinigung zu diesem Zeitpunkt und auch in der Art, wie Elversberg das eigene Kombinationsspiel aufzog.

Dass die Gastgeber in der zweiten Halbzeit nicht mehr Vollgas gaben, liegt in der Natur der Dinge. Kräfte schonen, Ergebnisverwaltung und mit Konterangriffen Nadelstiche setzen, war die Devise der SVE in Halbzeit zwei. Die Sechzger durften also, weil Elversberg es erlaubte, im zweiten Durchgang mehr Ballbesitz haben, nicht weil die Löwen sich das wirklich erkämpft hätten.

Passgenauigkeit

Schnelle Passstafetten mit sogenanntem One-touch-Fußball der SVE, gegen die der TSV 1860 München kein Mittel fand, und eigene Unzulänglichkeiten der Sechzger beim Passspiel sorgten dafür, dass die Löwen dem Geschehen in der ersten Halbzeit derart hinterherliefen, dass es aussah, als würde hier ein höherklassiges Team die Löwen aufmischen.

Das, was im Passspiel beider Teams in der ersten Halbzeit des Spiels auf dem Platz ablief, wirkte streckenweise wie in dem Pokalspiel gegen den BVB vor einigen Wochen. Der siegreichen Elf aus Elversberg gelang das Kombinationsspiel mit nahezu schlafwandlerischer Sicherheit.

Das genaue Gegenteil war beim TSV 1860 München während der ersten 45 Minuten der Fall. Behäbig und ideenlos mit viel zu wenig Bewegung der Spieler im Mittelfeld versuchte der TSV 1860 sein Offensivspiel aufzuziehen. Diese Versuche waren in der ersten halben Stunde des Spiels größtenteils zum Scheitern verurteilt. Ganze drei Positionsangriffe konnten die Sechzger während der ersten halben Stunde bis ins letzte Drittel des Gegners voranbringen. Das ist nicht nur schlecht, das ist unterirdisch und übrigens der gleiche Wert wie gegen Dortmund im Pokal.

Bereits in der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit verbesserten sich die Sechzger hier, nachdem die Umstellung, die Trainer Köllner nach dem zweiten Gegentreffer vornahm, fruchtete. Morgalla agierte danach deutlich offensiver und brachte frischen Wind für die Offensive.

In dieser Phase des Spiels kämpften die Löwen zwar gut und erspielten sich bis zum Pausentee immerhin wenigstens eine gute Tormöglichkeit durch Lakenmacher. Der Heimmannschaft gelang in dieser Phase aus dem Spiel heraus tatsächlich keine Schussmöglichkeit mehr.

In der zweiten Halbzeit zeigt sich hier ein ähnliches Bild wie in der oberen Rubrik. Die SV Elversberg ließ den TSV 1860 München kommen. So konnten die Sechzger ihre Werte hier im Spiel nach vorne deutlich steigern. Dadurch stieg die Passgenauigkeit bei den Löwen wieder auf einen normalen Wert, der mit 75% über das gesamte Spiel nicht ganz so desolat aussieht wie in den ersten 30 Minuten der Partie.

In dem Maße, wie der Wert beim TSV 1860 München stieg, fiel er allerdings bei Elversberg nicht ab. Die SVE spielte weiterhin ballsicher, schnell und direkt nach vorn, wenn sich die Möglichkeit ergab. Die Sechzger standen nun aber auch gegen den Ball besser und konnten so die meisten Angriffe der Elversberger rechtzeitig unterbinden und ließen nur noch wenig zu.

Womit wir bei der nächsten Kategorie statistischer Werte angelangt wären.

Defensive Zweikampfquote

Nur 54% aller defensiven Zweikämpfe, die der TSV 1860 München geführt hat, endeten mit einem Ballgewinn für die Löwen.

Grundsätzlich ist ja nicht schlimm, wenn defensive Zweikämpfe verloren gehen, solange der laufende Angriff in der Folge durch ein schlechtes Abspiel oder weil der Gegenspieler sich die Kugel zu weit vorlegt, doch noch verteidigt werden kann. Das geschah aber klar zu selten.

Das Problem war aber tatsächlich nicht, dass die Sechzger die Duelle nicht gesucht hätten. Elversberg spielte einfach zu schnell, sodass der TSV 1860 München zunächst gar nicht vernünftig in die Duelle hineinkam.

Erst nach dem dritten Tor für die Hausherren wurde das, unter anderem auch deshalb, weil Elversberg nicht mehr so stark aufs Tempo drückte, stetig besser.

Die Sechzger fanden defensiv bis zum dritten Tor keinen wirklichen Zugriff auf die SVE.

Zwölf mal brachten die Elversberger den Ball bis zum dritten Tor in die Box der Sechzger. Daraus entstanden vier Ballkontakte dort für die Gastgeber. Keiner der drei Elversberger Ballkontakte im Zentrum der Box konnte vom TSV 1860 München verteidigt werden. Nur an den Rändern des Strafraums gelang das. Auch die defensiven Kopfballduelle in der eigenen Box gingen bis zum dritten Gegentor abgesehen von einem einzigen nicht als erfolgreich buchbar in die Statistik ein.

Die Defensivleistung war die über erste Halbe Stunde hinweg in allen Belangen ungenügend.

Wer schlecht verteidigt, muss logischerweise viele Schüsse abwehren, oder?

Schüsse

Im Vergleich zum Saisonschnitt durfte Elversberg während der ersten Halbzeit die zweitmeisten Schüsse abfeuern. Dass Elversberg in Addition dazu auch noch eine wahnsinnig hohe Schussgenauigkeit an den Tag legte, ist natürlich etwas, das uns doppelt bitter schmeckt. In der ersten Halbzeit lag die Schussgenauigkeit der SVE aus dem Spiel heraus bei 50%. Addieren wir den Elfmeter sind es gar knapp über 57%.

Bei den Sechzgern dauerte es bis zur 37. Minute, ehe der erste Schussversuch erfolgte.

Der erste wirklich gefährlich Versuch, den Ball ins Tor zu bugsieren, gelang Lakenmacher kurz vor dem Halbzeitpfiff.

Mit nur zwei Schüssen in der ersten Halbzeit haben die Sechzger die ineffektivste Halbzeit in der Liga seit der 0:3 Niederlage gegen Waldhof Mannheim im vergangenen Frühjahr abgeliefert.

Im zweiten Durchgang wurde das deutlich besser, auch wenn durch die Mithilfe des Schiedsrichterassistenten der Torerfolg länger auf sich warten ließ.

Boyambas aberkannter Treffer wegen einer angeblichen Abseitsposition fließt logischerweise nicht mit in die Schussstatistik ein. Von den Schüssen, die der TSV 1860 München in der zweiten Spielhälfte abgab, musste der Elversberger Keeper Kristof bei jedem zweiten eingreifen, um einen Einschlag der Kugel hinter ihm zu verhindern. Das ist ein ordentlicher Wert. Wäre Boyambas Tor nicht zu unrecht aberkannt worden, wären es sogar wie bei der SV E in Halbzeit eins knapp über 57%.

Diese Statistik in der zweiten Halbzeit stimmt mich dann doch durchaus positiv.

PPDA

Auch bei dieser Statistik zeigte die Mannschaft des TSV 1860 München zwei Gesichter während der Partie. Bis zum dritten Gegentor durften die Elversberger in den pressingrelevanten Zonen im Schnitt fünfzehn Pässe spielen, bis dort eine Aktion gegen den Ball durch die Sechzger erfolgte. In der zweiten Halbzeit waren es dann nur noch fünf Pässe, bis einen Aktion gegen den Ball erfolgte.

Die Pressingintensität in der zweiten Spielhälfte war – man mag es kaum glauben, wenn man das Spiel gesehen hat – tatsächlich die beste in einer Halbzeit seit dem zweiten Durchgang im Spiel gegen Türkgücü vergangenen Februar.

Die Tore

Die Tore und andere Highlights könnt ihr hier nochmal ansehen. Fehlersuche werde ich hier diesmal für keinen der vier Gegentreffer, die der TSV 1860 gegen die SV Elversberg kassierte, betreiben. Am Ende hat der TSV 1860 München das Spiel aufgrund zu statischer und pomadiger Spielweise verloren. Bei eigenem Ballbesitz fehlten die Ideen. Gegen den Ball war man im Kopf zu langsam, um in den Umschaltsituationen nach Ballgewinn der SVE vernünftig ins Gegenpressing zu kommen.

Wir brauchen keine Fehler vor irgendwelchen Toren zu suchen, wenn sich das wie ein Faden durch die komplette erste Halbzeit zieht.

Das fiel auf

Die Mannschaft des TSV 1860 München lief im gesamten Spiel, auch in der besseren zweiten Hälfte der Begegnung, wenn die SV Elversberg das Tempo anzog, gegen die gut und schnell kombinierende Mannschaft aus dem Saarland dem Geschehen deutlich hinterher.

Leandro Morgalla.

Ein 17-jähriger Teenager ist in einer Mannschaft, gespickt mit gestandenen Drittligaprofis, die teilweise Zweitliga- oder auch Bundesligaerfahrung haben, der Spieler, der als einziger nicht negativ auffiel. Natürlich hat auch er den ein oder anderen Fehler gemacht. Fehler macht jeder Spieler in jedem Spiel – das ist normal. Aber die Passivität der gesamten Mannschaft, vor allem im ersten Durchgang, ist bei den Zielen, die man sich gesteckt hat, nicht akzeptabel. Es müssen sich andere Herren im Team den Hut aufsetzen und schon im ersten Durchgang Zeichen setzen, um das Team aus dem Tiefschlaf aufzuwecken.

Die Schieds- und Linienrichterleistung.

Teilweise ist es haarsträubend, was die Herren in Schwarz am Samstag geleistet haben. Nichtsdestotrotz ist das keine Entschuldigung für die Leistung der Mannschaft.

Ausgeglichene zweite Halbzeit.

Die zweite Halbzeit konnten die Sechzger ausgeglichen gestalten. Man hatte aber permanent das Gefühl, dass die SV Elversberg im Spiel gegen den TSV 1860 München im zweiten Durchgang durchaus wieder hätte zulegen können, wenn es denn nötig geworden wäre.

Fazit

Es war eine verdiente Niederlage gegen das Team der Stunde. Möglicherweise ist diese Niederlage ein Tor zu hoch ausgefallen, das ist aber irrelevant. Speziell die erste Halbzeit war für die Anhänger des TSV 1860 München ein Trauerspiel.

Dass im Nachgang keiner der Spieler oder auch der Trainer versucht hat, die Leistung der ersten Halbzeit schönzureden, ist sehr positiv zu bewerten. Das sah nach dem ein oder anderen schlechten Spiel in den vergangenen Spielzeiten durchaus anders aus. Es werden keine Ausreden gesucht, sondern die Fehler angesprochen.

Am Freitag kommt der Zweitligaabsteiger aus Aue nach Giesing, da muss das Team von Michael Köllner von Beginn an ein anderes Gesicht zeigen.

Datenquelle: Wyscout

TSV 1860 – Stefan Lex deutet tiefer liegendes Problem an

36
Stefan Lex TSV 1860

Konzept- und ideenlos traten die Löwen am Samstag über weite Strecken auf und mussten eine 1:4-Niederlage bei der SV Elversberg einstecken. Klar, der Gegner präsentierte sich stark und das Schiedsrichtergespann hatte sicher auch schon bessere Tage, aber die Leistung des TSV 1860 war schon arg dürftig. Kapitän Stefan Lex deutet in der tz an, dass es ein teaminternes Problem geben könnte. Die Frage ist: Was meint er damit?

Stefan Lex deutet tiefer liegendes Problem an

Während Trainer Michael Köllner in seiner Kurzanalyse nach dem Match darauf hinwies, dass man nicht in die Zweikämpfe gekommen sei und die erste Hälfte komplett verschlafen habe, sehen andere die beschwerliche Anreise per Bus als Grund für die Pleite.

Einer, der es wissen muss, deutet tiefer liegende Gründe an. Kapitän Stefan Lex:

“Es gibt Gründe, aber da reden wir intern drüber. Ähnliches ist uns letzte Saison schon ein-, zweimal passiert.”

Positiv: Interne Aufarbeitung

So positiv es ist, dass das mögliche Problemfeld zunächst intern angesprochen und bearbeitet werden soll, so sehr lässt es das Umfeld natürlich aufhorchen.

Was denkt Ihr? Was könnte Stefan Lex meinen?

Niemand redet mehr von einer Fahne

Eines hat die Niederlage am Samstag auf jeden Fall geschafft: Es wird nicht mehr über den Protest gegen Hasan Ismaik bzw. seinen Statthalter Anthony Power diskutiert. Die Worte von Stefan Lex werden diesen Effekt sicherlich noch verstärken.

Man darf gespannt sein, ob das am Samstag ein einmaliger Ausrutscher war oder ob die Gründe doch tatsächlich tiefer liegen. In letzterem Fall wünschen wir Michael Köllner und der gesamten sportlichen Leitung ein glücklicheres Händchen als in der Causa Sascha Mölders.