Während es bei Profis, U21, U19 und U17 wenig Grund zur Freude gab, feierten die Löwinnen eine gelungene Generalprobe für die kommende Saison. Auch die U10 und die U12 kehrten mit Erfolgserlebnissen aus dem Wochenende zurück.
Löwinnen gewinnen Generalprobe deutlich
Am kommenden Wochenende starten die Frauen des TSV 1860 nach dem Aufstieg in der Vorsaison in die Kreisklasse. Die Generalprobe gestalteten die Löwinnen überaus erfolgreich. Gegen die SG Aich/Aufkirchen/Wildenroth siegten die Giesingerinnen ungefährdet mit 7:0.
Neuzugang Sofia Endrizzi netzte viermal für 1860 ein, zudem trafen Leonie Lauth, Stefanie Neubauer und Michelle Brey für die Löwinnen.
Löwenstarke Turniersiege fuhren die U10 und die U12 des TSV 1860 am Wochenende ein. Die U10 gewann das internationale Topturnier in Bischofsheim bei Frankfurt.
Auch die U12 zeigte eine klasse Leistung und setzte sich in der Goldrunde als Gruppenerster gegen Teams wie den VfB Stuttgart und RB Salzburg durch. Im anstehenden Halbfinale besiegten die Junglöwen die TSG Hoffenheim, ehe sie im Finale erneut auf RB Salzburg trafen. Dort gewannen die Giesinger mit 1:0 und holten sich somit die Trophäe des großen internationalen Turniers.
Auf dem Platz sah das am Samstag über weite Strecken ziemlich trist aus, was die Löwen den mitgereisten Fans boten. Logische Konsequenz: eine verdiente 1:4-Niederlage im Saarland. In unserer Fotogalerie präsentieren wir Euch dennoch die schönsten Impressionen vom Match des TSV 1860 beim neuen Tabellenführer SV Elversberg.
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Sieg und Niederlage für die Herrenmannschaften des e.V.! Während die Vierte deutlich den Kürzeren zog, setzte sie Dritte des TSV 1860 ihres Siegesserie fort.
Sieg für Dritte, Niederlage für Vierte des TSV 1860
Bis zur Pause hielt die 4. Mannschaft der Löwen beim ESV München gut mit und lag nur mit 0:1 zurück. Nach dem Seitenwechsel wurde es jedoch deutlich und so musste die Vierte mit einer 0:5-Klatsche im Gepäck den Heimweg antreten. Mit drei Punkten aus den ersten drei Partien rangiert das Team nun auf Platz 7 der Kreisklasse 3.
In Staffel 4 der Kreisklasse eilt die Dritte des TSV 1860 indes von Sieg zu Sieg. Nachdem bereits am Donnerstag drei Zähler eingefahren worden waren, siegten die Löwen auch gestern. Kenyan Price sorgte mit seinem Treffer in der 63. Minute für den knappen, aber ungemein wichtigen Auswärtssieg beim FC Espanol. Mit der Maximalpunktausbeute von 12 Zählern aus den ersten vier Partien liegen die Löwen punktgleich mit Spitzenreiter FC Bosna Hercegovina auf Platz 2 der Tabelle.
Elversberg ist seit Samstag neuer Tabellenführer der 3.Liga. Die Saarländer schlugen die Löwen bekanntlich mit 4:1 und liegen mit dem besseren Torverhältnis vor dem TSV 1860. Neben allen weiteren Artikeln um diese Partie gibt es zum Start in eine neue Woche die Ergebnisse von anderen Löwen-Teams sowie News von der Konkurrenz aus Liga 3.
Giesinger Gedanken nach der Niederlage in Elversberg
Die erste Saisonniederlage stellt Thomas Enn vor eine ganz neue Aufgabe. Lange Zeit konnte er in den Giesinger Gedanken stets über positive Ergebnisse berichten. Dies hat am 8.Spieltag bekanntlich ein Ende. Der TSV 1860 hat klar mit 1:4 bei Elversberg verloren. Entsprechend fallen auch die Giesinger Gedanken am gestrigen Sonntag aus. Unter dem Motto “Zurück auf dem Teppich” schildert Thomas seine Eindrücke nach Niederlage Nummer 1.
Die Pressekonferenz nach SV Elversberg – TSV 1860 München
Schon während der 90 Minuten in Elversberg merkte man Michael Köllner den Frust an. Unter anderem gab es einen Vorfall mit einem Sicherheitsbeauftragten des DFB, zudem erhielt der Coach seine dritte gelbe Karte. Auch auf der Pressekonferenz zeigte sich Köllner natürlich nicht zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft und gab zu, dass er die Partie “erstmal sacken lassen” müsse.
Schlechte Ergebnisse für U17, U19 und U21
Ebenfalls keine guten Ergebnisse gibt es von drei weiteren Teams der Löwen zu berichten. Alle zusammen erzielten lediglich einen Punkt – und der geht natürlich auf das Konto der weiterhin sportlich ungeschlagenen U21. Die A-Jugend schied dagegen im Duell mit dem VfB Stuttgart aus dem DFB-Pokal aus und auch die U17 verlor ihr Ligaspiel gegen Jahn Regensburg.
Groundhopping in Spanien
Noch einen weiteren Artikel von Thomas Enn gab es am gestrigen Tage. Er berichtet von einem zweiten Spiel aus dem Spanien-Urlaub, genauer gesagt von der Partie Racing Santander gegen Real Oviedo. Das Duell in der zweiten Liga Spaniens zog zahlreiche Zuschauer an und hatte mit unter anderem neun Minuten Nachspielzeit und Videobeweis auch einiges zu bieten.
News aus der 3.Liga
Der 8.Spieltag
Neben dem Duell im Saarland gab es natürlich noch weitere Partien am 8.Spieltag. Die Ergebnisse vom Samstag findet ihr hier in der Übersicht. Außerdem fanden am Sonntag die Duelle Duisburg – Dresden sowie Aue – Zwickau statt. Bereits am Freitag konnte Osnabrück gegen Aufsteiger Essen gewinnen.
Heute abend empfängt abschließend Verl den SV Meppen. Anstoß ist um 18:60 Uhr.
Rost vor Rausschmiss in Aue?
Das Derby im Erzgebirge wurde vor allem nach Schlusspfiff von unschönen Szenen begleitet. Auf der Tribüne wurde ein Zwickauer Ersatzspieler durch Heimfans verletzt, zudem wurde Torschütze Gomez beim Interview beinahe von einem Zuschauer attackiert, der aus der Heimkurve auf den Platz gestürmt war. Der Frust beim FCE ist riesig nach dem völlig verkorksten Saisonstart. Nicht unwahrscheinlich ist daher, dass die Mannschaft am Freitag in Giesing von einem neuen Trainer trainiert wird. Die Zeit von Timo Rost in Aue dürfte bald zu Ende sein.
Zwei Partien standen am 8.Spieltag am heutigen Sonntag auf dem Programm. Während Dresden erneut siegen konnte, strauchelt Erzgebirge Aue weiterhin und hat gegen Zwickau das Derby verloren. Der Stuhl von Trainer Timo Rost wackelt bedenklich.
MSV Duisburg – Dynamo Dresden 0:1 (0:0)
Dynamo Dresden kommt in der 3.Liga immer besser in Fahrt. Nach dem eher durchwachsenen Start gelang am heutigen Sonntag bereits der dritte Sieg in Folge. Dabei hatten die Gastgeber in einer offensivarmen Partie leichte Feldvorteile. Sinnbildlich fiel der einzige Treffer des Tages auch durch einen Elfmeter. Ausgerechnet Ex-Dynamo Sebastian Mai verursachte ihn mit einem Foul an Melichenko. Stefan Kutschke verwandelte sicher zum 0:1, das auch bis zum Schlusspfiff Bestand hatte.
Erzgebirge Aue – FSV Zwickau 0:1 (0:1)
Die Veilchen belegen auch nach dem 8.Spieltag den letzten Tabellenplatz und kommen mit Neu-Trainer Rost überhaupt nicht in Fahrt. Gegen den FSV Zwickau verlor Erzgebirge Aue nach erneut schwacher Leistung mit 0:1. Den Treffer des Tages erzielte Gomez bereits nach 14 Minuten. Während Aue kaum Torgefahr ausstrahlte und weitesgehend ideenlos agierte, ging Zwickau gerade gegen Ende der Partie fahrlässig mit sich bietenden Gelegenheiten um. Der Auswärtssieg im Derby hätte durchaus noch höher ausfallen können. Kurz vor Schluss wurden immer wieder Böller und Pyrofackeln auf das Spielfeld geworfen. Entsprechend beendete der erfahrene Schiedsrichter Deniz Aytekin die Partie pünktlich ohne Nachspielzeit. Torschütze Gomez wurde nach dem Interview bei MagentaSport beinahe noch von einem Fan angegriffen, der den Platz gestürmt hatte.
Ob Trainer Timo Rost am Freitag im Duell mit dem TSV 1860 München noch auf der Bank Platz nehmen darf, darf bezweifelt werden. Nur drei Punkte aus den ersten acht Spielen und der letzte Tabellenplatz sprechen eine deutliche Sprache.
Morgen abend empfängt der SC Verl zum Abschluss des 8.Spieltags noch ab 18:60 Uhr den SV Meppen.
Die U17 des TSV 1860 München hat gegen Jahn Regensburg eine deutliche Niederlage hinnehmen müssen.
Jahn Regensburg holt drei Punkte bei der U17 des TSV 1860
Am 5.Spieltag der B-Junioren Bundesliga Süd/Südwest empfingen die Löwen den SSV Jahn Regensburg an der Grünwalder Straße. Bis dato war die U17 eher durchwachsen in die neue Saison gestartet. In vier Spielen standen ein Sieg sowie ein Unentschieden bei zwei Niederlagen zu Buche. Am heutigen Samstag konnte diese Bilanz nicht aufgebessert werden.
Die frühe Führung der Gäste durch Max Meyer nach 11 Minuten konnte Luis Pereira de Azambuja noch ausgleichen (27.). Doch gegen Ende der Partie machte der Jahn aus Regensburg den Auswärtssieg bei der U17 des TSV 1860 München klar. Zunächst erzielte Daniel Zormeier die erneute Führung für den SSV (64.), ehe Mladen Dobrokes mit einem Doppelschlag alles klar machte (79., 85.). Die Regensburger springen durch die drei Punkte in München auf Rang 5, die Löwen hingegen rutschen auf einen Abstiegsplatz ab.
Kommenden Mittwoch bestreiten die Löwen ein Testspiel gegen den SV Heimstetten (Anstoß 19:30 Uhr). In der B-Junioren Bundesliga Süd/Südwest geht es dann am Samstag gegen die SpVgg Greuther Fürth weiter. Anstoß in Fürth ist um 13:00 Uhr. Die Kleeblätter liegen mit vier Niederlagen und 21 Gegentreffern auf dem letzten Tabellenplatz.
Nach unserem tollen Ausflug nach Gijon stand im Urlaub für meinen Sohn und mich noch ein weiteres Match an. Wir besuchten das El Sardinero in Santander und sahen das Spiel Racing Santander – Real Oviedo.
Kombi aus Museums- und Stadionbesuch
Der Spielplan der Segunda Divison hatte das Spiel auf den letzten Tag unseres Urlaubs gelegt und so kombinierten wir den Besuch des Maritimen Museums ins Santander gleich mit dem Spielbesuch. Wir hatten aus den “Fehlern” unseres Besuchs in Gijon gelernt und bereits im Vorfeld Karten im Internet besorgt und sind bereits am Vormittag angereist, um den zu erwartenden Parkplatzproblemen rund ums Stadion aus dem Weg zu gehen.
El Sardinero – direkt am Strand
El Sardinero ist nicht nur der Name des Stadions, sondern auch der eines Stadtteils von Santander und des größten Strandes der Stadt. Da bestes Badewetter herrschte, hatten wir beim Thema Parkplatz die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Halb Santander schien sich im Auto zum Strand Sardinero aufgemacht zu haben und dort einen Parkplatz zu suchen. Immerhin hatten wir genug Zeit und konnten nach einer halben Stunde im Parkplatzsuchchaos in einer Nebenstraße einen Parkplatz finden. Von dort aus machten wir uns zu Fuß zum Museum auf.
Der Parkplatz am Stadion – schon am Mittag über fünf Stunden vor Anpfiff voll belegt
Zahlreiche Auswärtsfans in Santander unterwegs
Nach dem durchaus interessanten Besuch des Museums, das sich über Fischerei bis hin zur Tierwelt mehreren Aspekten des Kantabrischen Meeres widmet, ging es per Bus zum Stadion. Im Bus herrschte gleich Fußballatmosphäre. Etwa die Hälfte der Fahrgäste waren erkennbare Racing-Fans. So löste sich auch die Sorge meines Sohnes, ob wir auch die richtige Haltestelle zum Aussteigen finden würden. “In fremdem Städten immer Heimfans suchen und diesen folgen”, ein Ratschlag für’s Groundhopper-Leben, der sich mal wieder bewahrheitete. Aus dem Bus heraus konnten wir zahlreiche Fans aus Oviedo (lustigerweise der Erzrivale von Gijon, deren Heimspiel wir eine Woche zuvor gesehen hatten) sehen, die sich wohl zahlreich am Ufer des Atlantiks die Zeit vor dem Spiel vetrieben und sich ihrerseits auch Richtung Stadion aufmachten.
Kein Pre-Match Bierchen
Am Stadion angekommen, die erste negative Überraschung: es gab keine fliegenden Verkäufer, die Bier im Angebot hatten. Wie man mir erzählte, verlangt die Stadt Santander dafür eine Gebühr und überwacht das wohl aktiv. In der Theorie bestünde noch die Möglichkeit, sich in einer endlos scheinenden Schlange an der Stadionbar anzustellen. Aber mit Rücksicht auf meinen Sohn sehen wir davon ab und umrunden das von Außen puritische anmutende Stadion ein Mal, um es von allen Seiten gesehen zu haben.
El Sardinero von Außen
Die nach Santander gereisten Fans von Oviedo sorgen für eine riesige Schlange und für spanische Verhältnisse relativ viele Polizeikräfte am Eingang zu Gästeblock.
Schlange der Oviedo-Fans vor dem Eingang zum Gästeblock
Zweckmäßiges Stadion auch von Innen
Nachdem wir mittels Vorzeigen des QR-Codes am Handy (wieso geht das eigentlich in Deutschland nicht???) das Stadion betreten, ziegt sich das Stadion von Innen ähnlich zweckmäßig wie von Außen. Irgendwelchen Schnick-Schnack sucht man im El Sardinero vergeblich. Mein Sohn ist begeistert über die Chips, die in einer Verpackung mit dem Santander-Maskottchen verkauft werden. Sie schmecken ihm so gut, dass er sie selbst über die 90 Minuten für sich rationiert. Zu Spielbeginn ist das Stadion tatsächlich ziemlich voll besetzt und wir kommen natürlich auch mit unseren Sitznachbarn ins Gespräch. Diese erwarten eine harte Saison für ihr Team, das frisch aus der Segunda B aufgestiegen ist. Real Ovideo wird als starkes Team eingeschätzt, das sogar um den Aufstieg mitspielen kann. Nachdem Santander mit zwei Niederlagen ohne eigenes Tor in die Saison gestartet ist, wären unsere Gesprächspartner schon mit einem 0:0 zufrieden. Als die Mannschaften auf’s Feld kommen, wird geschlossen die Hymne gesungen.
Das El Sardinero beim Einlauf der Mannschaften
Und auch die Gästefans aus Oviedo (ich denke, dass es etwa 2.000 waren) zeigten sich sehr sangesfreudig und unterstützten ihre Mannschaft von Beginn an lautstark.
Support der mitgereisten Fans aus Oviedo
Racing Santander – Real Oviedo 0:1
Im Spiel merkte man schnell, dass Oviedo die reifere Mannschaft war und auch vom Spielermaterial her überlegen war. Dennoch spielte Racing munter drauf los, ohne allerdings irgendwelche nenneswerten Chancen herauszuspielen. Oviedo kam selten vor das Tor der Gastgeber, konnte aber in den wenigen Situation durchaus Gefahr erzeugen. Alles in Allem war es aber ein zähes Spiel. Es sollte durch einen Elfmeter, der per Videobeweis gepfiffen wurde, entschieden werden (53. Minute). Ich habe sowas das erste Mal im Stadion erlebt und muss sagen, dass ich gar keine elfmeterwürdige Szene entdeckt habe während des Spiels.
Der entscheide Elfmeter zum 0:1 für Oviedo
Danach war im Stadion deutlich Resignation zu spüren und Santander konnte sich bis in die Nachspielzeit keine wirkliche Ausgleichschance erarbeiten. Der Support war stark getrieben vom Fanblock hinter dem Tor, anders als in Gijon griffen Gesänge nur sehr selten vom Fanblock auf das ganze Stadion über. Dafür lieferten die mitgersisten Fans aus Ovideo durchaus ansehnliche Stimmung und legten – besonders für spanische Verhältnisse – einen guten Auswärtssupport hin. Kurz vor Spielende wähnte ich mich bei einem Spiel der Seitenstraße, als eine 9-minütige Nachspielzeit angezeigt wurde, in der zunächst Ovideo, das sichere 2:0 vergab und Santander schließlich doch noch seine erste Ausgleichschance verzeichnen konnte, diese aber ungenutzt ließ.
Neun Minuten Nachspielzeit habe ich auch noch nicht oft erlebt
So kamen nach Spielende die Spieler vor den Oviedo-Block und ließen sich feiern.
Die Oviedo-Spieler lassen sich für ihren Auswärtssieg feiern
Abschlussessen gegenüber vom Stadion
Unsere Sitznachbarn verabschiedeten sich von uns und wünschten uns, dass wir es Ihnen nachmachen und am Ende dieser Saison von der dritten in die zweite Liga aufsteigen. Mein Sohn und ich feierten den letzten Abend eines wunderschönen Urlaubs in Sichtweise des Sardinero mit argentinischen Steaks und Pommes.
Als Spitzenreiter und mit dem Rückenwind des 4:1 gegen Duisburg sowie dem Achtelfinalsieg gegen Türkgücü reisten die Löwen ins Saarland zum Tabellenzweiten. Bei Antritt der Rückreise hatten die gestrigen Kontrahenten die Rollen getauscht. Elversberg ist nun Tabellenführer und der TSV 1860 München hoffentlich zurück auf dem Teppich.
Eine Woche in luftigen Sphären
Fiel Euch in der vergangenen Woche auch Vieles leichter als sonst? Konntet Ihr Fünfe auch mal gerade sein lassen und Dinge, die nicht so ganz optimal gelaufen sind, schulterzuckend mit einem Lächeln hinnehmen? Dann ging’s Euch so wie mir. Der Grund dafür war in meinem Fall die Leistung unserer Löwen gegen den MSV Duisburg, insbesondere in der ersten Hälfte. Und natürlich die Tabellenführung. Da verliert man leicht die Bodenhaftung und achtet nicht mehr so ganz auf jedes Detail.
Elversberg holt 1860 zurück auf den Teppich
Dass auch die Löwen die Bodenhaftung verloren haben, möchte ich gar nicht behaupten. Aber irgendwie war gestern von der ersten Sekunde an zu bemerken, dass beim TSV der letzte Wille fehlte und Elversberg extrem clever und zielgerichtet gegen die Löwen zu Werke ging. Wie von Bernd Winninger prophezeiht, standen die Elversberger extrem kompakt und gut sortiert im Mittelfeld, so dass die Löwen im Spielaufbau einfach nichts gebacken bekamen. Dass dann beide Außenverteidiger bei Gegentoren nicht gerade die beste Figur abgegeben haben, brachte die Löwen mit 0:2 in Rückstand und letztendlich auf die Verliererstraße. Ein unberechtigter Elfmeter gegen Yannick Deichmann folgte noch und so lag 1860 zur Halbzeit mit 0:3 in Rückstand. Die SV Elversberg benötigte also keine 45 Minuten, um die Löwen nach ihrem Höhenflug wieder auf den Teppich zurückzuholen. Am Ende stand eine 1:4 Niederlage für die Löwen auf dem Spielberichtsbogen.
Eine Niederlage zur rechten Zeit?
Niederlagen sind natürlich nie gut und kommen eigentlich auch nie zur rechten Zeit. Aber möglicherweise hat diese Niederlage auch ihre guten Seiten. Ich bin natürlich nicht in der Kabine zugegen und kann auch nicht in die Köpfe der Spieler und des Trainerteams schauen. Aber das mediale Echo nach der Topleistung gegen Duisburg war schon sehr positiv, was auf Grund der ersten Hälfte sicher nicht ungerechtfertigt war. Aber da waren 7 von 38 Spielen absolviert und 31 lagen nach noch vor den Löwen, um das Saisonziel Aufstieg unter Dach und Fach zu bringen. Es ist also noch viiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeeeeeeeel zu früh, um den Aufstieg als sicher zu bezeichnen und die Restsaison als Formsache zu betrachten. Hoffentlich haben die Spieler das auch so im Kopf und bleiben wie sich das für ordentliche Löwen gehört mit beiden Beinen auf dem Boden.
Weiter arbeiten…
Ich würde diese Niederlage gerne als Schuss vor den Bug zur rechten Zeit in Erinnerung behalten. Einen Schuss vor den Bug, der die Löwen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Ein Signal, dass trotz extrem starker Leistungen in dieser Saison bis zum Schluss hart gearbeitet muss, um die Liga nach oben zu verlassen. Der Aufstieg ist kein Selbstläufer und das haben Mannschaft und Betreuerteam gestern bestens demonstriert bekommen und nehmen sich das hoffentlich zu Herzen für die nächsten Wochen. Es gilt weiter, hart zu arbeiten, jeden Gegner ernst zu nehmen und sich über jeden Punkt für den Aufstieg zu freuen. Jeder Punkt muss in dieser Liga hart erarbeitet werden.
… und Ball flach halten
Und für uns im Umfeld gilt, Ball flach halten. Wir sollten weder die Mannschaft nach einem Spiel wie gegen Duisburg in den Himmel loben noch nach einem Spiel wie gestern das Ende der Welt ausrufen. Natürlich werden wir weiter unsere Freunde über Hammerspiele kund tun und nicht ganz so tolle Leistungen gebührend ansprechen. Aber die Mannschaft ist auf einem guten Kurs und ich bin überzeugt davon, dass sie das Zeug zum Aufstieg hat, wenn sie auf dem Teppich bleibt und Woche für Woche hart arbeitet und sich perfekt auf jeden Gegner einstellt. Wenn man ganz ehrlich ist, haben wir diese Saison auch schon viel Dusel gehabt und es ist bisher optimal gelaufen. Siehe die späten Tore in Paderborn/Verl und bei Viktoria Köln sowie den nicht gegeben Elfer für die Duisburger.
Köllner ist on fire
Michael Köllner persönlich jedenfalls scheint gehörig unter Druck zu stehen und lässt nicht den Hauch eines laissez-faire aufkommen. Der Löwentrainer sah gestern im siebten Spiel seine dritte gelbe Karte und wird nach der nächsten gelben Karte ein Spiel auf der Tribüne verbringen müssen. Auch das Scharmützel mit dem “Sicherheitsbeauftragten des DFB” (lt. Magenta-Reporter), der sich mit gezückter Kamera in der Coaching Zone von 1860 aufhielt, zeigt, dass Köllner gehörig on fire ist. Gestern hätte man sich gewünscht, dass dieser Funke auf die Mannschaft übergesprungen wäre. Auch wenn ich generell der Meinung bin, dass drei gelbe Karten in sieben Spielen für einen Trainer wirklich zu viel sind. Am Freitag geht es weiter gegen Aue, die man hoffentlich nicht unterschätzt wegen ihrer aktuellen Platzierung in der Tabelle. Seid wieder on fire, Löwen!
Nachdem der den Hausherren und ihrem Trainer Horst Steffen zum überzeugenden Sieg gratuliert hatte, erklärte Köllner, dass er schon früh Veränderungen vorgenommen habe, diese aber nicht fruchteten.
“Bei der Qualität, mit der die SV Elversberg ihre Chancen gemacht hat, war es natürlich schwer, Einfluss aufs Spiel zu nehmen. In der 2. Halbzeit wars dann in Ordnung. Da haben wir dann nochmal versucht, nochmal ins Spiel zurück zu kommen. Leider hats nicht geklappt.”
“Wir sind nie richtig in die Zweikämpfe gekommen.”
Obwohl die zweiten 45 Minuten sicher auch nicht das Gelbe vom Ei waren, sah Köllner logischerweise die Leistung seines Teams vor dem Seitenwechsel als Schlüssel zur Niederlage.
“Die 1. Hälfte war grundsätzlich schlecht. (…) Wir sind nie richtig in die Zweikämpfe gekommen. Das ist keine Systemfrage, sondern wir waren immer einen Schritt oder zwei Schritte zu spät. (…) Von dem her ist die Niederlage dann auch verdient.”
Er müsse die heutige Performance seiner Mannschaft “erstmal sacken lassen”, so Köllner, und werde dann zur Analyse übergehen, damit man gegen Erzgebirge Aue wieder ein anderes Gesicht zeigen könne.
Das hatte sich Trainer Frank Schmöller sicher anders vorgestellt: Gegen Aufsteiger TSV 1861 Nördlingen kam die U21 des TSV 1860 nicht über ein 3:3-Remis hinaus. Fabian Rother (siehe Titelbild), Kevin Goden und Marco Mannhardt trafen für die Löwen.
TSV 1860 U21 – TSV 1861 Nördlingen 3:3
Auf dem Rasen hatten die Löwen bis heute noch keine Niederlage einstecken müssen, doch zur Pause sah es für die U21 ziemlich finster aus. 0:2 stand es nach 45 Minuten durch Gegentreffer von Meyer (8.) und Brandt (41.). Frank Schmöller schien in der Kabine jedoch die richtigen Worte gefunden zu haben, denn plötzlich lief es rund beim TSV 1860.
Fabian Rother verkürzte in der 64. Minute zum 1:2 und nur zwei Zeigerumdrehungen später traf Kevin Goden gar zum Ausgleich für 1860. Als Marco Mannhardt in der 78. Minute per Foulelfmeter gar zum 3:2 traf, sah es plötzlich gar nach einem Heimsieg aus.
Später Ausgleich der Gäste
Da hatte Manuel Meyer jedoch etwas dagegen und glich in der 84. Minute noch einmal für die Gäste aus. In der Nachspielzeit sah Rother auf Seiten der Löwen noch Gelb-Rot. Durch das Remis gegen den TSV 1861 Nördlingen rangiert die U21 des TSV 1860 aktuell auf Platz 8 der Bayernliga Süd.