Die U19 des TSV 1860 München konnte im Gegensatz zu den Profis am heutigen Samstag einen Sieg in Illertissen feiern. 3:0 hieß es am Ende für die Löwen, alle Tore fielen durch Elfmeter.
Nach Sieg in Illertissen: TSV 1860 U19 kann Aufstieg am Samstag perfekt machen
Mit Nathan Wicht in der Startaufstellung gingen die Löwen das Auswärtsspiel in Illertissen an. Von Beginn an dominierten die Mannen von Jonas Schittenhelm die Partie und gingen nach 18 Minuten in Führung. Devin Sür war elfmeterreif gefoult worden, Marius Wörl verwandelte sicher unten links. Wenige Minuten später hatte Philip Kuhn das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte allerdings am Torwart der Gastgeber (25.).
Die ruppige Herangehensweise von Illertissen bescherte dem TSV 1860 nach 27 Minuten Elfmeter Nummer zwei. Dieses Mal trat Devin Sür an und verwandelte ebenfalls sicher. Aus dem Spiel heraus erarbeiteten sich die Löwen immer wieder Chancen, doch ein Tor gelang dabei nicht. Kurz vor der Pause verpassten sowohl Bell als auch Wicht am langen Eck (44.). Daher ging es nur mit einem 2:0 in die Kabinen.
Die etwa 100 Zuschauer sahen auch nach Wiederanpfiff einen TSV 1860, der das Spielgeschehen gegen Illertissen weiter im Griff hatte. Die U19 drängte auf Treffer Nummer 3 und bekam in der 60. Minute den dritten Foulelfmeter zugesprochen. Der gefoulte Ouro-Tagha trat selbst an und erhöhte auf 3:0. Damit war das Spiel entschieden. Sür verpasste es, das Ergebnis noch weiter in die Höhe zu schrauben und scheiterte am stark reagierenden Torhüter der Gastgeber (79.). Auf der Gegenseite konnte sich Maximilian Rothdauscher kurz vor Schluss auch noch einmal mit einer Parade auszeichnen (89.).
Stimmen zum Spiel
Trainer Jonas Schittenhelm zeigte sich nach Abpfiff durchaus zufrieden, bemängelte aber die mangelhafte Chancenverwertung aus dem Spiel heraus. Nächsten Samstag kann die U19 des TSV 1860 München den Aufstieg gegen Memmingen perfekt machen. In der Tabelle liegen die Löwen aktuell fünf Punkte vor Schweinfurt 05, das erst morgen spielt. Anpfiff ist an der Grünwalder Straße um 16:00 Uhr. Manfred Paula zeigte sich zuversichtlich. „Die Chancen auf die Bundesliga stehen sehr gut“, so der Leiter des NLZ.
Der 1.FC Magdeburg war heute eine Nummer zu groß für den TSV 1860 München. Condé, Ito, Kwarteng und ein wieder überragender Atik sorgen für eine 0:4-Niederlage der Löwen.
Zwei Spieltage vor Ende der Saison empfing der designierte Meister aus Magdeburg den TSV 1860 München. Während die Gastgeber tags zuvor mit den Fans in der Stadt feierten und die Pokalübergabe nach Abpfiff sehnlich erwarteten, ging es für die Löwen sportlich noch um einiges. Nur mit einem Sieg wäre Platz 3 rechnerisch noch möglich. Herschenken wollte der FCM das Spiel aber keinesfalls, wie Trainer Christian Titz vor Anpfiff klarstellte.
Michael Köllner brachte Niklas Lang für Leandro Morgalla, der krankheitsbedingt nicht im Kader stand. Außerdem begann Fabian Greilinger von Beginn an. Erik Tallig nahm dafür – ebenso wie Richy Neudecker – auf der Bank Platz. Einhergehend damit war eine taktische Umstellung, die auf Konter ausgelegt war.
Choreo der Gastgeber anlässlich des 50.Jubiläums der Oberliga Meisterschaft 1972 in der DDRPyroshow der Münchner Löwen im Gästeblock
Magdeburg dominiert gegen den TSV 1860 das Geschehen auf dem Platz
Alles war angerichtet für einen tollen Fußball-Nachmittag und die Fans auf den Rängen taten ihr Übriges hinzu. Während beim FCM anlässlich der Oberliga-Meisterschaft in der DDR 1972 eine Choreographie die gesamte Heimkurve in weiß und blau hüllte, zündeten die Anhänger der Löwen zahlreiche Pyro-Fackeln.
Bis zur ersten Chance für den TSV 1860 München dauerte es gerade einmal 90 Sekunden, weil Magdeburg-Kapitän Müller den Ball nicht zum eigenen Gegenspieler passte, sondern direkt in die Füße von Merveille Biankadi. Sein Schuss konnte Reimann im Tor des FCM allerdings entschärfen. Im Anschluss übernahm der Meister dann mehr und mehr die Spielkontrolle, die Löwen fanden in der Offensive fast gar nicht mehr statt. Die erste gute Gelegenheit der Gastgeber hatte Ceka, sein Ball touchierte die Latte (15.).
Topscorer Baris Atik, der in der 13.Minute gelb sah und damit im letzten Saisonspiel zusehen muss, prüfte Marco Hiller erstmalig in Minute 31 – und wie! Der Löwen-Keeper konnte den Ball nur prallen lassen, den Nachschuss setzte Krempicki über die Latte. Sechs Minuten später tauchte der 27-Jährige erneut vor Hiller auf, der Ball konnte gerade noch vor der Torlinie geklärt werden. Entlastungsangriffe für den TSV 1860 waren in dieser Phase Fehlanzeige, Magdeburg hatte die Partie im Griff. Mit einem 0:0 ging es in die Pause.
Condé bringt den FCM in Führung, Joker Ito erhöht
Auch zur 2.Hälfte qualmte es im Auswärtsblock – und auf dem Platz machte der Meister dort weiter, wo er aufgehört hatte. Nun auch mit Erfolg: Krempicki zirkelte zunächst noch knapp vorbei (48.), wenig später konnte Condé die Gastgeber nach Vorlage von Atik allerdings in Führung bringen (51.). Der TSV 1860 schaffte es nach dem Gegentreffer weiterhin nicht, den FCM in der Defensive zu fordern. Köllner reagierte und brachte Neudecker für Lang. Unmittelbar danach traf Atik mit einem Versuch den Pfosten (63.). Der Magdeburger wollte unbedingt Marcel Bär im Kampf um die Torjägerkanone einholen, das merkte man ihm deutlich an.
Mit der Hereinnahme von Ito ebnete Trainer Titz dann den Weg zur Vorentscheidung. Nur drei Minuten nach seiner Einwechslung traf der 24-jährige Japaner zum 2:0 (75.). Tallig und Goden kamen für die Schlussphase, doch der TSV 1860 bekam in Magdeburg keinen Zugriff mehr auf das Spiel. Zu dominant trat der FCM auf und ließ am heutigen Samstag keinen Gegentreffer mehr zu. Stattdessen musste Marco Hiller zwei weitere Gegentreffer hinnehmen. Baris Atik erzielte in der Nachspielzeit Tor Nummer 3 (90.+1) und legte sogar noch ein weiteres für Kwarteng auf (90.+3).
Damit haben die Löwen nun keine Chance mehr auf den 3.Platz und können für die nächste Spielzeit in der 3.Liga planen. Der Kampf um Platz 4 entscheidet sich dann im Fernduell mit dem VfL Osnabrück und Waldhof Mannheim am 38.Spieltag. Zum Saisonabschluss empfangen die Löwen kommenden Samstag Borussia Dortmund II. Anpfiff im Grünwalder Stadion ist um 13:30 Uhr, der BR übertragt erneut live.
Die Langzeitverletzten Keanu Staude (Herzmuskelentzündung), Daniel Wein (Ermüdungsbruch), Lorenz Knöferl (Schulter-OP), Marco Mannhardt (Fuß-OP), György Szekely (Sehnenabriss) und Marius Willsch (Trainingsrückstand) fallen weiterhin aus.
Darüber hinaus steht auch Leandro Morgalla heute nicht zur Verfügung.
Diesen Löwen droht eine Sperre
Aktuell droht keinem Spieler eine Gelbsperre.
Wo könnt ihr das Spiel 1.FC Magdeburg – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?
Zahlreiche Löwenfans machen sich heute auf den Weg nach Sachsen-Anhalt, um die Löwen zu unterstützen. Für alle Löwenfans, die daheim bleiben oder das Spiel in Giesing verfolgen, gibt es immerhin die Option Free-TV. Alle Informationen hierzu sind in unserem Artikel zu finden.
Für Abonnenten von MagentaSport besteht zudem wie gewohnt die Möglichkeit, das Spiel zu verfolgen (Fernsehen und Online-Stream).
Seit dieser Spielzeit können alle Spiele der 3.Liga bei onefootball abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für nur 2,99€ gekauft werden.
1. Fußballclub Magdeburg e.V. Gründung: 22. Dezember 1965
Mitglieder: 9.237 Vereinsfarben: Blau-Weiß Weitere Sportarten: Handball, Hockey, Leichtathletik, Volleyball, Judo, Turnen Website der Fußballgesellschaft
Bis hierher…
Saisonverlauf 2021/22: Magdeburg & 1860
Gesamtbilanz gegen Magdeburg
5 Spiele
1 Sieg
2 Unentschieden
2 Niederlagen
Auswärtsbilanz gegen Magdeburg
2 Spiele
1 Sieg
0 Unentschieden
1 Niederlage
Spielort
MDCC-Arena
(“Heinz-Krügel-Stadion”)
auf Google Maps
Kapazität: 30.098
Eröffnung: 10. Dezember 2006
Fast immer vorn
An nur fünf von 38 Spieltagen war der 1. FCM in dieser Saison nicht Tabellenführer. Und die schlechteste Platzierung war Rang 3. Zum Auftakt musste man – wegen des weniger hoch gewonnenen Spiels in Runde 1 – noch dem Rivalen aus Halle den Platz an der Sonne überlassen. Dann feierte Aufsteiger Viktoria Berlin kurz seinen euphorischen Liga-Einzug. Wiesbaden und Dortmund II (wie Berlin bekanntlich ein Aufsteiger) durften auch ganz kurz mal Höhenluft schnuppern – aber ab Runde 11 gab es in Liga 3 in dieser Saison nur einen Tabellenführer.
Für unsere Löwen ist der aktuelle Rang 4 die beste Platzierung der Spielzeit. Mal sehen, ob das noch gesteigert werden kann.
Rechenspiele I
Allzuviele verschiedene tabellarische Veränderungen sind heute Nachmittag um dreiviertel Vier gar nicht wahrscheinlich: Siegen die Löwen beim FCM bleiben sie auf jeden Fall erstmal Vierter. Bei einem Unentschieden wäre der Traum von der Relegation endgültig ausgeträumt, der vierte Platz aber mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit noch besetzt – sofern Waldhof Mannheim nicht mit acht (!) Toren Differenz in Wiesbaden gewinnt. Im Falle einer Niederlage heute Nachmittag könnten die Löwen um einen (wenn Mannheim in Wiesbaden gewinnt) oder gar um zwei Plätze zurückfallen. Wenn nämlich der VfL Osnabrück in Havelse so hoch gewinnt, dass die um sieben Tore schlechtere Differenz aufgeholt wird. Dann wären wir nur noch sechster. So richtig spannend – was die Tabelle anbelangt – wird es dann womöglich erst am kommenden Samstag, wenn Dortmund II zum letzten Spieltag nach Giesing kommt.
Rechenspiele II
Kann aber auch passieren, dass es gegen Dortmund nur noch um die berühmte goldene Ananas geht: Wenn wir nämlich heute siegen, gleichzeitig Mannheim nicht in Wiesbaden gewinnt, aber der FCK morgen in Köln den noch fehlenden Punkt holt. Spielen wir heute unentschieden, Mannheim und Osnabrück verlieren ihre Spiele (in Wiedbaden und gegen Havelse), wäre uns der vierte Platz auch nicht mehr zu nehmen. Und wir dürften uns auf neuerliche DFB-Pokalschlachten auf Giesings Höhen in der kommenden Saison freuen.
Torfabrik der Liga
74 Tore in 34 Spielen. Nur ein einziges Mal in der Geschichte der 3. Liga hatte eine Mannschaft zum verlgeichbaren Zeitpunkt schon mehr Tore erzielt: Im Jahr 2018 der SC Paderborn, der ein Jahr zuvor überhaupt nur in der Liga geblieben war, weil ein gewisser TSV 1860 München als Zweitligaabsteiger direkt in der Regionalliga aufschlug. 80 Treffer hatten die Ost-Westfalen damals nach 34 Partien erzielt. Vier Spiele später, am Saisonende waren es sogar nochmal zehn mehr. Meister der Liga wurden sie damit aber nicht. Der Meister hieß vor vier Jahren – und da schließt sich der Kreis – 1. FC Magdeburg
Wer wird Schützenkönig?
18 der besagten 74 Magdeburger Treffer – knapp ein Viertel – hat Baris Atik erzielt, der damit bis vor kurzem noch als heißester Anwärter auf die Torjägerkanone der Liga galt. Dann kam der Bär – nicht aus dem Wald, sondern aus München. Mit seinen beiden Treffern gegen Havelse hat sich der Löwen-Cello am knapp drei Jahre jüngeren Konkurrenten vorbeigeschoben. Ob Atik in der Saison nochmal in den Kampf um die Nachfolge von Sascha Mölders als Schützenkönig der 3. Liga eingreifen kann, ist unklar: Eine Innenbandverletzung zwang den Deutschtürken zuletzt zum Pausieren. Bei den Scorerpunkten liegt Atik übrigens weit vor Bär: 38:23 lautet hier die Bilanz bis hierher. Kein Wunder: Irgendwer muss die 13 Tore, die Magdeburg mehr als die Löwen geschossen hat, ja aufgelegt haben.
Auswärtsbilanz
Erst zweimal trat ein Team des TSV 1860 beim – wie die Kollegen aus Nürnberg gerne als “Club” titulierten Verein in Magdeburg an. Und die Resultate waren jeweils deutlich: Beim allerersten Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten überhaupt unterlagen Daniel Bierofkas Löwen am 24. August 2019 dem Zweitligaabsteiger mit 5:1. Gut 17 Monate später wurde es erneut ein deutliches Ergebnis: Allerdings behielten diesmal mit 3:0 die Löwen die Oberhand. An einem Mittwochabend vor Geisterkulisse.
Rückrundenmeister
Nach der ernüchternden Hinrunde nur auf Platz 11 (das 1:1 gegen Türkgücü schon rausgerechnet) – zwischen Freiburg II und Viktoria Berlin rangierend – griffen die Löwen in der Rückrunde richtig an und könnten mit einem Sieg heute Nachmittag in der Rückrundentabelle auf den Spitzenplatz springen. Im abschließenden Heimspiel gegen Dortmund II würde dann der – freilich irgendwie wertlose – Meistertitel in dieser Kategorie winken.
Trainer der Saison
Schon zwei Spieltage vor Saisonende haben die Trainer der 3. Liga ihren “Trainer der Saison” gewählt. Und nach so einer überragenden Spielzeit ist es wenig überaschend, dass die Wahl auf den Coach unserer heutigen Gastgeber gefallen ist. Der zuvor u.a. in Passau, Homburg, beim HSV und bei Rot-Weiß Essen tätige gebürtige Mannheimer hat in eineinhalb Jahren aus durch die Liga taumelnden Magdeburgern einen souveränen Meister geformt und sich die Nachfolge von Michael Köllner als “Trainer der Saison” redlich verdient.
Das Hinspiel
Samstag, 4. Dezember 2021
TSV 1860 – 1. FC Magdeburg 2:5
3. Liga
18. Spieltag
Sechzgerstadion
Geisterspiel
0:1 Krempicki (5.)
0:2 A. Müller (14. )
0:3 Krempicki (17.)
0:4 Schuler (29.)
0:5 Atik (43., Foulelfmeter)
1:5 Greilinger (71.)
2:5 Biankadi (87.)
Eigentlich war Wiedergutmachung angesagt. Vier Tage zuvor hatten die Löwen das Nachholspiel gegen Waldhof Mannheim mit 1:3 verloren, nun kam der Tabellenführer nach Giesing. Der geduldete sich genau fünf Minuten, ehe er seine 45minütige Demonstration begann. Dass vier Minuten nach der Gästeführung Sechzig schon wieder in einem Heimspiel einen Strafstoß vergab (diesmal der Unglücksrabe: Dennis Dressel) ist mehr als Chronistenpflicht. Dies geschah nämlich im dritten Heimspiel in Serie!
Die Gäste legten bis zur Pause gegen deströse Löwen vier Treffer nach, die Betrachter an den Bildschirmen zu Hause rieben sich die Augen. Was würde da im Abschnitt zwei noch auf Münchens große Liebe zukommen? Auf dem Feld kam nicht mehr viel. Magdeburg schaltete mindestens einen Gang zurück, 1860 zeigte Moral und erzielte in der Schlußphase noch zwei Tore zur Ergebniskosmetik. In der 76. Minute geschah dann historisches (was zu dem Zeitpunkt aber die wenigsten ahnten oder gar wussten): Sascha Mölders verließ zum letzten Mal das Spielfeld im Sechzgerstadion. Zwei Tage später begann sein im Nachhinein wohl nötiger, aber leider doch irgendwie unrühmlicher Abschied vom TSV 1860.
Die dritte Liga am Freitag brachte für alle Löwen-Fans ein interessantes Duell zwischen Borussia Dortmund II und dem SC Verl mit sich. Verl brauchte dringend Punkte, um dem Abstieg zu entgehen und den Klassenerhalt weiterhin aus eigener Kraft schaffen zu können, die Hausherren konnten nach dem Sieg in Kaiserslautern ohne Druck ins Spiel gehen. Die Löwen-Fans hielten es dabei mit den Gästen, schließlich würde ein Verler Sieg den Gegner des 1. FC Kaiserslautern, Viktoria Köln, vor dem Spiel am Sonntag unter Zugzwang versetzen.
Verl gewinnt das Spiel in Dortmunt – gut für die Löwen
Ein kleines Pflänzchen Hoffnung gibt es noch…
Und wie gewünscht sollte es auch laufen. Verl setzte sich in Dortmund mit 2:1 durch und setzt damit Köln beim Heimspiel gegen Kaiserslautern unter Zugzwang. Aber zuerst müssen die Sechzger ihre morgige Aufgabe beim 1. FC Magedburg selbst lösen. Dann, aber nur dann, könnte es ja vielleicht doch noch… Ein Fünkchen Hoffnung lebt schließlich doch noch, oder besser gesagt ein Pflänzchen Hoffnung…
Das Spiel eröffnete Vinko Sapina mit einer Großchance für die Gäste. Sein Schuss von der Strafraumgrenze segelte aber knapp am linken Außenpfosten vorbei. Anschließend passierte nicht viel. Es gab kleinere Möglichkeiten auf beiden Seiten, bis in der 39. Spielminute aus dem Nichts das 1:0 fiel. Verls Keeper Niclas Thiele spielte einen fatalen Aufbaupass, den Dortmund abfing und Richmond Tachie nach einem Querpass zum 1:0 einschoss. Mit dem 1:0 für den BvB II ging es auch in die Pause.
Verl dreht nach der Pause auf
Nach dem Seitenwechsel war von der Dortmunder U23 nichts mehr zu sehen. Die Hausherren kamen zu keinem einzigen nennenswerten Torschuss. Verl hingegen spielte in der 57. Minute eine Ecke flach aus und Kasim Rabihic vollstreckte mit einem trockenen Kracher ins kurze Eck. Sechs Minuten später fiel das 1:2. Lukas Petkov blieb vor dem Keeper cool und verwandelte sicher.
Tachie nach Gelb-Rot gesperrt
Eine Viertelstunde vor dem Ende dezimierte sich Dortmund dann noch selbst. Richmond Tachie flog nach einem klaren Foulspiel auf Höhe der Mittellinie mit Gelb-Rot vom Feld. Gefoult wurde der soeben eingewechselte Ex-Löwe Aaron Berzel – die Aktion hätte man als Drittliga-Fachmann wohl eher andersherum erwartet…
Der Dortmunder Offensivmann Tachie fehlt dem BvB damit beim letzten Saisonspiel beim TSV 1860 München. Das Spiel schien gelaufen, Verl versäumte es bei drei Kontern den Sack zuzumachen. Und plötzlich gab es Elfmeter für Dortmund in der vierten Minute der Nachspielzeit. Handspiel im Strafraum, von Aaron Berzel. Wie sollte es auch anders sein – ein Wink des Schicksals.
Doch dann pariert Thiedes den Elfmeter von Franz Pfanne und Verl macht mit den drei Punkten in der Tabelle zwei Plätze gut.
Alles gut gegangen für die Löwen also bisher im Hinblick auf die letzten beiden Spieltage der Saison… Das Pflänzchen Hoffnung wächst ein klein wenig.
Nur ein Sieg zählt für die Löwen, falls man die Chancen auf den Relegationsplatz 3 noch wahren möchte. An Unterstützung aus dem Gästeblock wird es dabei nicht mangeln. Deutlich über 1.000 Anhänger machen sich auf den Weg nach Magdeburg, um den TSV 1860 zu unterstützen.
TSV 1860 gegen Magdeburg gefordert – Aufstiegsfeier zur Unzeit?
Wie der Pressesprecher des 1.FC Magdeburg auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den TSV 1860 München bekannt gab, sind nach aktuellem Stand knapp 25.000 Karten für das Duell zwischen dem Meister und den momentan viertplatzierten Löwen verkauft. 1.250 Anhänger aus München werden sich auf den Weg nach Sachsen-Anhalt machen. Sollten die Löwen gewinnen, erhöht sich der Druck auf den 1.FC Kaiserslautern noch einmal signifikant. Die Roten Teufel sind selber erst am Sonntag bei Viktoria Köln zu Gast und benötigen zur Absicherung von Platz 3 noch einen Zähler. Doch durch den Rückzug von Türkgücü aus dem Spielbetrieb droht ein Zittern vor dem Fernseher am letzten Spieltag. Bei einer Niederlage müsste Kaiserslautern auf einen Patzer des TSV 1860 im Heimspiel gegen Dortmund II hoffen.
Der 1.FC Magdeburg hingegen hat den Aufstieg in die 2.Bundesliga bereits sicher und steht zudem vorzeitig als Meister in der Saison 2021/22 fest. Die Feierlichkeiten finden ausgerechnet am heutigen Freitag – also einen Tag vor dem Spiel – statt. Ein Umstand, den Trainer Christian Titz auf Nachfrage der anwesenden Medienvertreter ebenfalls nicht gut heißen kann. Alkohol wird es für seine Spieler unter diesen Umständen nicht geben, denn das Spiel gegen die Löwen wollen die Magdeburger “unbedingt gewinnen“. Verzichten muss der FCM bei dieser Mission verletzungsbedingt auf Kath, Sliskovic und Brünker. Zudem droht Topscorer Baris Atik bei einer weiteren gelben Karte im letzten Saisonspiel beim VfL Osnabrück auszufallen. Der 27-Jährige duelliert sich mit Marcel Bär um die Torjägerkanone.
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114
Die KGaA des TSV 1860 München hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020/21 veröffentlicht. Unter dem Strich bleiben trotz aller Anstrengungen 1,6 Millionen Euro Verlust.
Fans, Sponsoren und Kostensenkungen: TSV 1860 trotzdem mit Verlust
Es war sicher kein einfaches Jahr für die Löwen. Die Corona-Pandemie setzte den Fußball-Vereinen stark zu, auch der TSV 1860 hatte seine Probleme mit den Folgen aus den Einschränkungen. Doch die Unterstützung war enorm: mehrere tausend Dauerkarteninhaber entschieden sich dazu, die Kosten für das Jahresticket der KGaA zu schenken – teils ohne ein einziges Spiel gesehen zu haben. Darüber hinaus konnten viele weitere Sponsoren akquiriert werden. Obendrein wurde an diversen Stellschrauben gedreht, um Kosteneinsparungen zu ermöglichen.
Dass die finanzielle Situation bei den Löwen aber alles andere als rosig ist, zeigt der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020/21 nur allzu deutlich auf. Trotz tausender Löwenfans, die ihre Dauerkarte in Zeiten von Geisterspielen verlängerten oder der neuen Sponsoren muss der TSV 1860 einen Verlust verkünden. 1,6 Millionen Euro kommen zu dem ohnehin schon großen Schuldenberg hinzu. Für die im Sommer anstehende Fortführungsprognose dürfte diese Nachricht nicht unbedingt förderlich sein.
Etat für die kommende Spielzeit wird vermutlich sinken
Die Mitteilung des TSV 1860 München zum Jahresabschluss liest sich in weiten Teilen positiv. Reihenweise werden Optionen aufgezählt, bei denen Einsparungen erzielt werden konnten. Von den Gesellschaftern über die Fans bis hin zu den Sponsoren: alle halfen gemeinsam mit, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Dass unter dem Strich trotz allem eine rote Zahl steht, ist bedenklich.
Für die Spielzeit 2022/23 wird das Etat-Niveau der Vorjahre aller Voraussicht nach nicht erzielt werden können. Hierzu nehmen die Löwen wie folgt Stellung:
Nach jetzigem Planungsstand sind weiterhin größere Anstrengungen erforderlich, um in der Spielzeit 2022/2023 das Niveau des Etats halten zu können.
Nicht nur aus sportlicher Sicht dürfte es daher an der Grünwalder Straße weiterhin spannend bleiben. Auf die Fans kann sich der TSV 1860 zumindest verlassen. Bereits über 4.000 Dauerkarten wurden für die nächste Spielzeit zum jetzigen Zeitpunkt verlängert.
Im Spitzenspiel der 3. Liga müssen die Löwen morgen als Tabellenvierter beim feststehenden Aufsteiger antreten. In seinen Wirtshaus Weisheiten stellt Euch Bernd Winninger vor, worauf der TSV 1860 am Samstag in Magdeburg besonders achten muss.
Wirtshaus Weisheiten vor Magdeburg – 1860
Der 1. FC Magdeburg war über die gesamte Spielzeit hinweg das dominante Team der 3. Liga. Keine Frage: Der Aufstieg der Mannschaft von Christian Titz ist hochverdient! Der Drittliga-Meister verfügt über eine außerordentliche individuelle und kollektive Stärke.
Bernd Winninger hat diese in seiner TAKTIKTAFEL kompetent zusammengefasst, präsentiert sie Euch nun aber auch nochmal komprimiert in seinen Wirtshaus Weisheiten.
Für die einen ist es Clickbait, für die anderen einfach nur eine Spielankündigung. Aber wie man es auch sieht: Heute Abend treffen in Giesing die Senioren C des TSV 1860 im Derby auf den FC Bayern München. Anpfiff auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114 ist um 20 Uhr.
Derby zwischen TSV 1860 und FC Bayern
Was der Profifußball nicht schafft, schafft die Münchner Seniorenrunde: Heute Abend steigt das erste Münchner Derby im Seniorenfußball! Die “Blauen” empfangen die “Roten” zum Kräftevergleich – zwar (noch) nicht im Grünwalder Stadion – sondern auf ihrem Kunstrasenplatz im Vereinsgelände.
Beide Mannschaften würden sich über ein großes Publikum bei dieser Premiere der besonderen Art sehr freuen. Apropos Premiere: Die Löwen-AH wird zum ersten Mal in ihren neuen Trikots auflaufen!
Bei der PK vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg wurde nicht nur über die bevorstehende, schwere Aufgabe gesprochen, sondern auch darüber, dass am vorletzten Spieltag nicht alle Spiele zeitgleich stattfinden. Schon im vergangenen Jahr fand der 37. Spieltag versetzt statt. Damals wie jetzt war das Rennen um den Relegationsplatz noch nicht entschieden. Doch ein versetzter Spieltag hat keine Auswirkungen für Köllner und die Mannschaft. Das meinte der Trainer am Donnerstag.
“Was ist schon fair im Fußball?”
Bei der Löwen-Runde wurde Cheftrainer Michael Köllner natürlich auch gefragt, ob er am Sonntag, wenn Kaiserslautern bei Viktoria Köln spielt, einen Spaziergang macht oder am Fernseher live dabei ist. “Wir müssen am Samstag unsere Aufgabe erledigen und uns nicht darauf konzentrieren, was mit den anderen ist”, so Köllner. Dass die Spiele am vorletzten Spieltag nicht gleichzeitig stattfinden und dadurch eventuell kein fairer Wettkampf zustande kommt, ist für den Übungsleiter kein Thema.
Was ist schon fair im Fussball? Das ist für mich eine Wahrnehmungsfrage. Wir müssen unseren Job erledigen. Das ist alles
meinte Michael Köllner am Donnerstag.
Beschluss aus dem Jahr 2020
Schon vergangene Saison fand nur noch der letzte Spieltag parallel statt. Das hatten die Drittliga-Vereine zusammen mit dem DFB im Jahr 2020 so beschlossen. Vor allem auch im Hinblick auf die TV-Vermarktung – wie der Trainer der Löwen selbst anmerkte. “Gerade während der Pandemie und den Geisterspielen war es wichtig, dass die TV-Sender wie Magenta Sport und die ARD die 3. Liga so vermarktet haben und viele Spiele für unsere Fans im TV kamen”, so Köllner.
Versetzter Spieltag hat keine Auswirkungen
Der Trainer sieht keine Auswirkungen auf seine Mannschaft: “Wir haben konzentriert trainiert und in der Mannschaft herrscht große Freude auf das Spiel am Samstag. Das können wir beeinflussen.” Die beiden kommenden Partien gegen Magdeburg und eine Woche später gegen den BVB 2 will er gewinnen.
Ich begrenze mich nicht, dass Platz vier reicht. Ich will das Maximale,
so der Oberpfälzer. Mit einem Sieg beim Drittliga-Meister, einer Niederlage des FCK und einem Sieg gegen Dortmund, wäre die Relegation gesichert. Das ist das Ziel. Darum macht sich der Trainer auch keine Gedanken um das Thema der Parallelität. Trotzdem ist der letzte Spieltag ein besonderer. Zwar finden hier alle Partien gleichzeitig statt, doch der 1. FC Kaiserslautern muss zusehen. Durch den Rückzug von Türkgücü München haben die “Roten Teufel” spielfrei. Der FCK steht am Sonntag unter Druck und muss gewinnen, weil man am letzten Spieltag tatenlos zusehen muss. Auch eine ungewöhnliche Situation.