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Groundhopping Ukraine: Europameisterschaft 2012 (Teil 1)

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Europameisterschaft 2012 Ukraine Groundhopping Donezk

Das Wort Groundhopper bzw. Groundhopping setzt sich zusammen aus dem englischen Substantiv ground und dem Verb to hop. Als ground bezeichnet man unter anderem das Spielfeld eines Fußballstadions. To hop bedeutet hüpfen oder springen. Groundhopping meint also das schnelle Hüpfen von Stadion zu Stadion. Letztlich sind Groundhopper Sammler von Fußballstadien, die ein besuchtes Stadion (während eines Spiels, wichtig!) als gesammelt betrachten. Einer dieser Menschen ist Stefan, Anfang Vierzig und extrem reisefreudig. Bereits vor Ausbruch des Krieges in der Ukraine hatte er uns seine Eindrücke zur Reise zur EM 2012 zukommen lassen. Der nachfolgende Text kann also Passagen enthalten, die inzwischen von der politischen Geschichte eingeholt wurden. Es ist eine komische Welt… Der Autor Stefan hat uns darauf hingewiesen, dass er für die Städtenamen die zuletzt gültige Bezeichnung verwendet hat, welche üblicherweise an die russische Nennung angelehnt sind. Die korrekte – ukrainische – Schreibweise der Städte lautet Lwiw, Kyiv, Charkiw und Donezk.

Groundhopping in der Ukraine

Auf die EM 2012 in der Ukraine hatte ich richtig Bock. Noch nie vorher war die Europameisterschaft in einem exotischeren Land. Noch nie vorher wurden so viele Schauermärchen über den Veranstalter verbreitet. Von Korruption war die Rede, von massenhaften Tötungen von Straßenhunden, von fehlenden Hotels und vor allem von den vielen, vielen russischen Hooligans.

Die EM wurde in die Länder Polen und Ukraine vergeben, beide Länder stellten jeweils vier Spielorte. Während Polen längst in Europa angekommen ist, befindet sich die Ukraine stets in einem Wandel, und verliert sich in seiner eigenen Suche zwischen Ost und West. Mein Plan war, allen vier ukrainischen Spielorten einen Besuch abzustatten, und zwar von Ost nach West. Die 1.400 Kilometer von Donezk an der russischen Grenze nach Lviv (Lemberg) an der polnischen Grenze wollte ich mit Nachtzügen zurücklegen, auch um teure Übernachtungen zu sparen.

Frankreich – England 1:1
11. Juni 2012, Donbass-Arena Donezk
Vorrunde Gruppe D

Mein erster Stopp war also die ostukrainische Industriestadt Donezk, die Heimatstadt des Vereins Schachtar und des legendären Olympiasiegers im Stabhochsprung, Sergey Bubka. Mittlerweile hat die Stadt ja traurige Berühmtheit erlangt, da sie im Separatistenkampf zur Fronstadt geworden ist. Nachdem das Stadion 2014 im Zuge der Krise durch zwei Explosionen zerstört wurde, trägt Schachtar seine Spiele im Exil in Kharkiw und Kiew aus.

Die wenigen Hotels in der Stadt waren leider ausgebucht und so musste ich kurzerhand auf einen Campingplatz weit vor der Stadt ausweichen, der extra für die anreisenden Fußballfans auf einem Acker aufgebaut wurde. Der Campingplatz mit knapp 1.000 Zelten wurde hauptsächlich von Engländern bewohnt und so mangelte es nicht an ausreichend Bier, Pools und einer Bühne mit ordentlich Elektromucke. Alles wirkte wie ein perfekt organisiertes Fußball-Festival im Nirgendwo kurz vor Russland. Ich hatte mich noch mit Leuten aus Duisburg und St. Pauli verabredet, mit denen ich die Tage verbrachte und unter anderem das alte Zentralstadion in der Innenstadt besuchte. Mehr als die 1000 Fans am Campingplatz waren auch nicht aus England angereist, da im Vorfeld durch das Auswärtige Amt eine Warnung zu möglichen Ausschreitungen ausgesprochen wurde. Außerdem wurde potentiellen Gewalttätern ohnehin die Ausreise verweigert. Übrig blieb also ein relativ junges Partyvolk, das überaus begeistert über die zusätzliche Unterstützung war. Inzwischen hat sich eine langjährige Freundschaft mit einigen der Engländer entwickelt. Noch heute besuche ich die Leute von Aston Villa gerne und freue mich, sie immer wieder in München begrüßen zu dürfen. Ich mag Turniere deshalb so gerne, weil sie ein toller Treffpunkt von Leuten aus der ganzen Welt sind, die alle dieselben Interessen haben: Fußball schauen und Bier trinken.

Campingplatz in Donezk
Campingplatz in Donezk

Viele Russen bei Frankreich – England

47.700 Zuschauer waren in der kurz vorher erbauten Donbass Arena und sahen ein ausgeglichenes 1:1 der Mannschaften von Franck Ribery und Steven Gerrard. Aus Frankreich waren quasi gar keine Fans angereist, das hatte aber auch niemand erwartet. Die Engländer machten sich vor allem bei ihrer Nationalhymne, sowie beim Treffer durch Lescott bemerkbar. Die klare Stimmungsoberhand hatten jedoch die Anhänger aus Russland: Bis zur Grenze sind es noch knapp 80 Kilometer, also machten viele Russen einen Tagesausflug, um hochklassigen Fußball zu sehen. Nicht nur einmal raunte also ein lautstarkes RUSSIA durchs weite Rund.

Nach dem Spiel ging ich mit Duisburg und St. Pauli noch Pizza essen und wir waren sehr erstaunt über die massenhaften Heiratsanträge, die wir von der anwesenden Damenwelt erhielten. Wir lehnten dankend ab. Da die U-Bahn leider nicht rechtzeitig bis zur EM fertig wurde, quetschten wir uns noch zu sechst in ein Taxi und fuhren zurück zum Campingacker, wo die Party der Engländer noch voll im Gange war.

Den folgenden Tag verbrachte ich mit Sightseeing. Der Spaziergang durch die alte kommunistische Industriestadt hatte sehr viel Charme. Mit dem Nachtzug ging es dann weiter ins 300 km entfernte Kharkiv, wo die deutsche Elf ihr Spiel gegen die Niederländer hatte.

Englische Fans in der DonbassArena
Englische Fans in der DonbassArena

Die Freude des Verlierens

Eine Fahrt mit dem Nachtzug durch ein ehemalig sowjetisches Land ist immer ein Erlebnis: Je nach Buchungsklasse teilen sich vier oder sechs Personen ein Abteil, wobei die Tickets immer vorher geordert werden müssen. Die Betten werden ausgeklappt, die Vorhänge zugezogen, und dann beginnt entweder die Nachtruhe, oder eine übles Gelage – je nachdem mit wem man sich das Abteil teilt.

Es ist immer wieder eine Überraschung, auf wen man bei so einer Fahrt trifft. Bei dieser Fahrt hatte ich Glück: Fünf junge Engländer aus Manchester wollten mit mir irgendein Würfel-Trinkspiel spielen. Die Engländer haben sich riesig gefreut, weil ich ständig verloren habe. Und ich habe mich gefreut, weil ich ihnen den Schnaps wegsaufen durfte!

Teil 1 (dieser Artikel)
Teil 2
Teil 3

UEFA-Wegweiser in der Stadt
UEFA-Wegweiser in der Stadt

Über die Zukunft von Michael Köllner – Ein Kommentar

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Amüsiert sich Köllner?

Steile These: Klammheimlich, in den eigenen vier Wänden, unbemerkt von der Öffentlichkeit amüsiert sich Michael Köllner über die derzeitige Aufregung und haut sich lachend auf die strammen Fußballerschenkel. Seit Samstag Nachmittag scheint nur ein Thema das Löwenumfeld zu beschäftigen: Verlässt der Oberpfälzer den TSV 1860? Ist seine Mission in Giesing beendet? Oder unternimmt er ab Juli den (nicht nur vertraglich) zu erwartenden neuen Anlauf, die Löwen zurück in die 2. Bundesliga zu führen? Womit er sich im Erfolgsfall – wie er weiß – selbst ein Denkmal in der Landeshauptstadt setzen könnte.

Keine Antwort auf eine unangebrachte Frage

Wo kommt das ganze Thema eigentlich her? Ein Journalist wollte in der Pressekonferenz direkt nach der Niederlage gegen Osnabrück wissen, ob Michael Köllner vorhabe, einen vierten Anlauf zu nehmen, die Löwen in die 2. Bundesliga zurückzuführen.

Nachdem der Löwendompteur einen Vertrag bis zum kommenden Sommer besitzt, muss diese Frage eigentlich weder gestellt, noch beantwortet werden. Und Michael Köllner ging auch nicht direkt darauf ein, sondern schilderte, wie wenig Spaß es in den zwei Stunden zuvor gemacht habe, das Spiel aus einer Kabine unter dem Dach der Haupttribüne zu verfolgen. Dann erklärte er, dass seine nächsten Gedanken bereits beim Spiel in Duisburg und bei den folgenden drei saisonfinalen sportlichen Aufgaben seien. Und dann? “Dann erst geht es darum, die Saison grundsätzlich zu analysieren und dann kann man sich mit allen Themen auseinandersetzen.” Die Frage nach einem möglichen Abschied vom TSV 1860 blieb von Michael Köllner weitgehend unbeantwortet.

Interpretation der Nicht-Antwort

In der umkämpften Münchner Medienlandschaft  wird so eine Aussage sofort als “kein Bekenntnis” gedeutet. Wie gerechtfertigt das ist, kann jeder Leser für sich selbst bewerten. Aber: Muss ein Trainer mit einem noch über ein Jahr laufenden Vertrag, der gerade eben das große Saisonziel des Aufstiegs verpasst, aber noch vier Spiele vor der Brust hat, in denen es um nicht weniger als die Pokalqualifikation für die neue Saison geht, ein flammendes Bekenntnis zu seinem Arbeitsplatz abgeben? Oder anders formuliert: Muss Michael Köllner über jedes Stöckchen springen, das ihm die schreibende Zunft hinhält? Ich finde: Das muss er nicht!

Ausklammern des Themas erbeten

Er selbst hat darauf wohl auch eine klare Antwort parat und wollte den Journalisten in der lockeren Presserunde am Dienstag Nachmittag am liebsten gar keine Fragen zu seiner Person beantworten. Die anwesenden Kollegen von Abendzeitung, tz/Merkur und Bild, die sich wohl auch wegen der – angeblich – vakanten Personalie an der Grünwalder Straße 114 eingefunden hatten, hielten sich allerdings nicht alle in Gänze an den Wunsch des Trainers. Also wiederholte Köllner sein nun schon mehrfach geäußertes Mantra, dass es aktuell überhaupt nicht um seine Person gehe, dass man die Spielzeit vernünftig zu Ende spielen wolle und nach Saisonende dann gerne alles – aus allen Richtungen – hinterfragen könne. Auch seinen Verbleib an der Seitenlinie des TSV 1860 München.

Köllner amüsiert sich!

Und erneut wurde diese Aussage in schriftlicher Form als schuldig bleiben eines klaren Bekenntnisses zu den Löwen interpretiert. Michael Köllner scheint sich – wie eingangs schon als These in den Raum gestellt – einen Spaß aus dieser besonderen Form des Katz-und-Maus-Spiels zu machen. Nicht anders sind seine augenzwinkernd formulierten Abschiedsworte aus der Presserunde am Dienstag Nachmittag, als er sich zu seinen Spielern auf den Trainingsplatz aufmachte, zu interpretieren: “Ihr dürft’s mich gern am Freitag wieder fragen – und bis Freitag überleg’ ich mir dann was Neues.”

Stefan Lex: Karriereende beim TSV 1860 München?

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Stefan Lex, TSV 1860

Karriereende bei den Löwen: das scheint in den Vorstellungen von Stefan Lex durchaus eine Rolle zu spielen. Der Kapitän des TSV 1860 war gestern beim Format “3.Liga Top Thema” von Magenta Sport zu Gast.

Karriereende von Stefan Lex nach Saison 2022/23?

Die Niederlage gegen den VfL Osnabrück hat Stefan Lex in der Video-Zusammenfassung sowie in Teilpassagen noch einmal aufgearbeitet. Entdeckt hat der 32-Jährige dabei auch, dass Trainer Michael Köllner bei seinem Besuch auf der Haupttribüne gesanglich vorbildlich unterwegs war. Nicht nur deswegen wünscht sich der Kapitän, dass der aktuelle Trainer der Löwen auch nach dem Sommer weiter an der Seitenlinie zu finden ist.

Im Interview mit Magenta Sport war allerdings nicht nur ein möglicher Wechsel von Köllner ein Thema, sondern auch das Karrierende von Stefan Lex selbst. Dazu äußerte er sich relativ deutlich. Offenbar spielt der Mittelfeldakteur mit dem Gedanken, seine Profikarriere im Sommer 2023 zu beenden. Denkbar wäre, dass Lex im Anschluss noch im bayerischen Amateurfußball aktiv wird. Lex wohnt aktuell in Eitting, der dortige FC wäre wohl ein heißer Kandidat und erster Ansprechpartner für solche Planungen.

Das ganze Gespräch von Stefan Lex über sein mögliches Karriereende, das Grünwalder Stadion und weitere Themen gibt es auf Youtube (ab Minute 11:31).

Sechzig um Sieben: Schwerverletzte in Bayreuth nach Angriff

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

sechzger.de ist zurück aus der Osterruhe – oder besser gesagt Stefan Kranzberg. Er brachte gestern die Feder wieder einmal zum Glühen und sorgte so im Alleingang für genug Themen in der morgendlichen Zusammenfassung. Darüber hinaus gibt es natürlich noch weitere Nachrichten, die es nun in der Übersicht gibt. Leider gehört auch ein Angriff in Bayreuth auf die Spieler der SpVgg dazu.

Die nächste Concept Kits, bitte!

Die Spielzeit ist noch nicht einmal beendet und schon wird über das neue Trikot des TSV 1860 München gemutmaßt. Bereits in der Vorbereitung auf die aktuelle Saison fand der Designwettbewerb unter unserer Leserschaft großen Anklang, sodass es natürlich auch für 2022/23 so weitergeht. Den ersten Schwung gab es am gestrigen Dienstag.

Sechzig Amateure heute abend im Einsatz

Wer gar nicht genug von Fußball bekommen kann, wird heute im Spielplan fündig. Der TSV 1860 II reist zum Tabellenletzten der Bayernliga Süd und möchte die nächsten drei Punkte auf das Konto bringen. Beim TSV Schwabmünchen kommt es zum Duell mit Ex-Löwe Djordje Rakic, Anpfiff ist bereits um 18:00 Uhr.

Was passiert mit Michael Köllner?

Nicht nur über neue Trikots wird gesprochen, sondern auch über die Zukunft von Michael Köllner. Der 52-Jährige hat noch ein Jahr Vertrag beim TSV 1860, wich aber in einem Interview der Frage nach seiner Zukunft aus. Seitdem diskutieren auch die Löwenfans eifrig über den aktuellen Trainer. Der Tenor: Köllner soll bleiben!

Am gestrigen Nachmittag empfing er dann einige Pressevertreter am Trainingsgelände und sprach unter anderem über das erneuerte Saisonziel – nicht allerdings über seine Personalie.

Basti Maier im Anflug?

Neben möglichen Ab- sind freilich auch Zugänge ein Thema in der Gerüchteküche. Koch Kranzberg warf gestern die Zutat Basti Maier in den Raum. Der 28-Jährige war zuletzt bei Türkgücü und ist somit aktuell vereinslos. Die bisherigen Rückmeldungen im Kommentarbereich: lieber nicht! Diskutiert gerne mit.

Blick zurück: Niederlage gegen den HSV

1969 waren die Löwen noch in der Bundesliga zu finden. Gegner im historischen Spiel des gestrigen Tages war der Hamburger SV, der gestern gegen den SC Freiburg im DFB-Pokal Halbfinale scheiterte. Auch 1969 lagen die Hamburger bereits mit 1:3 zurück, konnten damals das Ergebnis allerdings im Gegensatz zu gestern noch egalisieren.

Mehrere Spieler in Bayreuth nach Angriff verletzt

Eine unglaubliche Nachricht erreichte uns dann gestern noch aus der “Oldschdod”. Während die Laune nach dem deutlichen Sieg gegen die Zweitvertretung aus der Seitenstraße natürlich noch bestens war, wurde diese noch am selben Abend durch einen Angriff auf Spieler von der SpVgg Bayreuth getrübt. Unbekannte gingen aus noch ungeklärter Ursache auf drei Akteure los und verletzten diese zum Teil schwer. Ein Opfer liegt nach Angaben des Vereins noch immer im Krankenhaus. Unfassbar… Wir wünschen eine schnelle Genesung und hoffen, dass die Attacke keine negativen Auswirkungen auf den Endspurt in der Regionalliga hat.

News aus der 3.Liga

Osnabrück spielt Unentschieden in Halle

Eine erfreuliche Nachricht im Kampf um Platz 4 gibt es aus Halle zu berichten. Der HFC konnte dem VfL Osnabrück nach doppeltem Rückstand noch ein 3:3 abringen. Die Niedersachsen gingen durch Tore von Klaas (31.) und Higl (36.) zunächst in Führung, ehe Kreuzer nach 59 Minuten der Anschlusstreffer gelang. Durch ein Eigentor von Landgraf (73.) wähnte sich der VfL dann bereits auf der Siegerstraße, doch die Gastgeber hatten dagegen etwas einzuwenden. Zulechner (84.) und wenig später Shcherbakovski (86.) konnten noch den Punktgewinn für Halle sichern. Osnabrück liegt damit nur drei Punkte vor dem TSV 1860 München und somit noch in Reichweite für die Löwen. Halle bleibt 14.

Geldstrafe für die Würzburger Kickers

Nach einem rassistischen Vorfall am 26.Spieltag im Duell mit dem MSV Duisburg müssen die Würzburger Kickers in die Tasche greifen. Der DFB hat ein Strafmaß in Höhe von 3.000€ festgesetzt, der Verein hat dem Urteil bereits zugestimmt. Ein einzelner Fan hatte den MSV-Spieler Zamoran rassistisch beleidigt, was nun die Geldstrafe zur Folge hatte.

Köllner: “Wir haben Platz vier nicht in der eigenen Hand”

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Kein Antwort auf Frage nach der Zukunft Köllners

Zum Auftakt in die neue Trainingswoche, in der es in erster Linie um die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel beim MSV Duisburg am kommenden Sonntag (13 Uhr im sechzger.de-Liveticker) geht, stand Löwentrainer Michael Köllner den Pressevertretern auch heute wieder zu einem lockeren Austausch jenseits laufender Kameras zur Verfügung. Fragen zu seiner persönlichen Zukunft, die seit der Niederlage gegen Osnabrück am Samstag durch das Web und die Gazetten geistern, wollte der Löwendompteur heute nicht beantworten. Dafür wurde über das nun verbliebene Saisonziel gesprochen, nachdem der Aufstieg in die 2. Bundesliga realistischerweise wohl endgültig vom Tisch ist. Platz vier in der Abschlusstabelle der 3. Liga würde die – nicht zuletzt finanziell attraktive – Qualifikation für die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal 2022/23 bedeuten. Ist das nun das unbedingte Vorhaben an der Grünwalder Straße, diesen Tabellenplatz zu erreichen?

Das unbedingte Ziel kann ich ausgeben, aber am Ende sind wir nicht mehr Herr der Lage. Soll ich jetzt sagen, Den Platz vier müssen wir unbedingt schaffen? Wir haben das aber gar nicht in unserer eigenen Hand. (…) Am Ende geht es darum, dass wir aus den verbliebenen vier Spielen so viele Punkte wie möglich holen, dass wir für uns sagen können: Wir haben eine richtig gute Rückrunde gespielt.

Sollte der Gegner vom vergangenen Samstag, der durch den Sieg in der Tabelle an 1860 vorbeigezogen ist, heute Abend beim Halleschen FC ein- oder gar dreichfach punkten, müssten die Löwen in den verbleibenden vier Spielen schon drei oder sogar fünf Zähler auf Osnabrück aufholen, um die besagte Pokal-Quali zu realsieren.

Köllner will nicht nur auf die Tabelle schauen

Aber selbst, wenn es das Schicksal nicht gut meint mit dem Turn- und Sportverein von 1860 und am Ende der Spielzeit nur der fünfte oder sechste Tabellenplatz steht, sieht Köllner nicht schwarz für München große Liebe.

Wir haben unsere Zuschauer weiter hinter uns, die Leute erfreuen sich an unserem Spiel, gehen gern ins Stadion, pfeifen uns nicht aus, wenn wir mal verloren haben. Das sind Aspekte, die müssen doch auch was mit einem machen. Und nicht nur der blöde Blick auf die Tabelle.

 

Concept Kits: Neue Ideen für das Trikot des TSV 1860

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Concept Kits 1860 Gabriele Brini

Vier Spiele haben die Löwen noch Zeit, sich auf Platz 4 zu verbessern und so doch noch die Qualifikation für den DFB-Pokal zu schaffen. Dennoch wirft die bevorstehende Spielzeit bereits einige Fragen auf. Wird Michael Köllner noch Trainer des TSV 1860 sein? Wer kommt? Wer geht? Und wie schauen die neuen Trikots der Löwen aus? Der italienische Trikotdesigner Gabriele Bruni hat ein paar Concept Kits für den TSV 1860 erstellt. Was haltet Ihr davon?

Concept Kits für den TSV 1860

Doch nicht nur südlich der Alpen macht man sich Gedanken über der Löwen neuer Kleider. Von Hansi Kasparek stammt dieser ungewöhnliche, aber doch sehr interessante Vorschlag. Er orientiert sich bei seiner Idee für das Auswärts- bzw. dritte Trikot am Design der Duschen im Grünwalder Stadion. Irgendwie hat das was…

Noch nichts Passendes dabei?

Wenn Ihr Euch mal selber an einem Design versuchen wollt, dann geht das natürlich wunderbar in Photoshop oder Gimp. Ist das zu kompliziert, dann versucht Euch doch an einem der zahlreichen kostenlosen Online-Trikotkonfiguratoren. Nachfolgend ein paar Beispiele:

Owayo
Spized
Erima

Oder einfach mal “Trikotkonfigurator” bei der Suchmaschine Deines Vertrauens eingeben und aus dem reichhaltigen Angebot wählen. Die Ergebnisse dürft Ihr uns dann gerne zuschicken!

Gerücht: Kehrt Basti Maier zum TSV 1860 zurück?

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TSV 1860 München Trainingsgelände Ismaik
Das Trainingsgelände des TSV 1860 an der Grünwalder Straße

Von 2004 bis 2013 war Sebastian Maier bereits für den TSV 1860 am Ball, ehe er zum FC St. Pauli wechselte. Nach Zwischenstationen bei Hannover 96 und dem VfL Bochum stand der gebürtige Landshuter zuletzt bei Türkgücü unter Vertrag. Schließt sich nun der Kreis und Maier kehrt zu den Löwen zurück?

Kehrt Sebastian Maier zum TSV 1860 zurück?

Dass Basti Maier einem Angebot der Löwen gegenüber nicht abgeneigt wäre, ist kein großes Geheimnis. Angesichts der Tatsache, dass die Verträge mit Dennis Dressel und Richard Neudecker noch nicht verlängert wurden und auch der Verbleib von Merv Biankadi eher unwahrscheinlich ist, besteht Handlungsbedarf im Mittelfeld des TSV 1860. Füllt Sebastian Maier die Kreativ-Lücke bei den Löwen?

Der ehemalige U19-Nationalspieler bringt die Erfahrung von knapp 150 Spielen in der 1. und 2. Bundesliga mit. In der 3. Liga leistete Maier in 21 Einsätzen für Türkgücü fünf Torvorlagen, wartet jedoch noch auf seinen ersten Treffer. Erzielt er den in der kommenden Saison für die Löwen?

Trainer Michael Köllner: Bleibt er oder verlässt er den TSV 1860?

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Die Niederlage gegen den VfL Osnabrück hat die Löwen tief getroffen. Auch in der kommenden Saison wird Münchens große Liebe in der 3. Liga antreten. Ob Michael Köllner dann noch Trainer des TSV 1860 sein wird, ist ungewiss. Ein klares Bekenntnis zu den Löwen vermied der Coach auf der Pressekonferenz nach dem Match.

Bleibt Michael Köllner beim TSV 1860?

Dass Michael Köllner ein Glücksfall für den TSV 1860 ist, steht außerhalb jeglicher Diskussion. Auftreten, Entwicklung, Außendarstellung – der Oberpfälzer hat sehr viel richtig gemacht bei den Löwen. Aber steht er in der kommenden Spielzeit weiterhin bei Sechzig an der Linie? Auf der Presskonferenz nach dem Osnabrück-Spiel wich Köllner einer Antwort auf diese Frage aus.

“Ich muss jetzt erst mal die Niederlage aus den Klamotten schütteln und mache mir keine großen Gedanken über meine persönliche Zukunft. (…) Wenn die Saison vorbei ist, muss man grundsätzlich analysieren und an den richtigen Stellschrauben drehen. (…) Grundsätzlich bin ich stolz, wie die Mannschaft aufgetreten ist.”

Wie lange Köllners Vertrag bei den Löwen läuft, ist nicht bekannt (2023?). Bereits vor der laufenden Saison hatte Austria Wien laut Medienberichten Interesse am Trainer des TSV 1860 bekundet.

Mittwoch: TSV 1860 U21 trifft auf TSV Schwabmünchen und Djordje Rakic

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Die U21 des TSV 1860 München
Die U21 des TSV 1860 München

36 Lenze zählt Djordje Rakic inzwischen, den Spaß am Fußball hat der Serbe aber noch immer nicht verloren. Nach zahlreichen Stationen im Ausland ist Rakic inzwischen nach Deutschland zurückgekehrt und schnürt nun für den TSV Schwabmünchen die Stiefel. Am Mittwoch trifft er mit seinem neuen Verein auf die U21 seines Ex-Vereins TSV 1860 München.

Djordje Rakic beim TSV Schwabmünchen

Während Rakic einst für die Löwen als Stürmer auf Torejagd ging (65 Spiele, 13 Treffer), ist seine Rolle nun deutlich defensiver ausgelegt. Mit seiner Erfahrung ist es seine primäre Aufgabe, dem Abwehrverbund Stabilität zu verleihen. Das ist auch dringend notwendig, denn der TSV Schwabmünchen steht in der Bayernliga Süd mit dem Rücken zur Wand. Als Tabellenletzter haben die Schwarz-Weißen bereits elf Punkte Rückstand auf die Relegationsplätze. Der Abstieg scheint unvermeidbar.

Dennoch sollte die U21 der Löwen den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen und konzentriert zu Sache gehen, um ihre tolle Serie auch in der Augusta Massivhaus Arena fortzusetzen. Anpfiff ist Mittwoch um 18 Uhr und die Truppe von Frank Schmöller würde sich über zahlreiche lautstarke Unterstützung sehr freuen.

Trotz Niederlage: Biankadi und Morgalla in kicker “Elf des Tages”

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Merveille Biankadi TSV 1860

Es kommt nun wirklich nicht oft vor, dass gleich zwei Spieler eines Teams, das am Wochenende verloren hat, anschließend in die Spieltags-Elf berufen werden. Diesmal gelang dieses Kunststück gleich zwei Akteuren des TSV 1860. Merveille Biankadi und Leandro Morgalla wurden vom kicker nach dem 2:3 gegen den VfL Osnabrück für die “Elf des Tages” nominiert.

Morgalla und Biankadi in kicker “Elf des Tages”

Biankadi agierte über 90 Minuten als Antreiber der Löwen verdiente sich vom Sportmagazin die Note 2,0. Leo Morgalla wurde zur Pause für den unglücklich agierenden Stephan Salger eingewechselt wurde ebenfalls mit der Note 2,0 bewertet.

Die kicker “Elf des Tages” im Überblick:

Weinkauf (Duisburg) – Morgalla (1860), Arkenberg (Havelse), Obermair (Magdeburg) – Nikolaou (Braunschweig), Kunze (Osnabrück), Biankadi (1860), Klaas (Osnabrück) – Redondo, Boyd (beide Kaiserslautern), Atik (Magdeburg)

Bild: CR-Fotos