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Rafati: 1860 hätte nach Foul an Linsbichler Elfmeter bekommen müssen

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Die Löwen haben allen Widrigkeiten zum Trotz mit 1:0 bei Viktoria Köln gewonnen. Laut Experte Babak Rafati hätte Schiedsrichter Lukas Benen dem TSV 1860 nach Foul an Linsbichler jedoch zusätzlich einen Elfmeter zusprechen müssen.

Elfmeter für 1860 nach Foul an Linsbichler?

Zwar habe Torwart Bördner der Ball gespielt, so Rafati, aber erst nachdem er Tim Linsbichler gefoult hatte.

“Bei diesem Zweikampf läuft Keeper Bördner aus seinem Tor heraus und will vor Linsbichler knapp innerhalb des eigenen Strafraumes den Ball klären. Er räumt zuerst den Angreifer komplett ab und kann dann erst den Ball abfangen. Hier ist die Reihenfolge maßgeblich. Hätte der Keeper erst den Ball kontrolliert abgefangen, könnte man noch argumentieren, dass der Ball Spielobjekt ist. In dieser Szene wird aber zunächst der Angreifer attackiert und abgeräumt und erst anschließend der Ball kontrolliert, sodass ein Foulspiel vorliegt. Es hätte somit einen Elfmeter für 1860 München geben müssen. Eine Fehlentscheidung, das Spiel weiterlaufen zu lassen.”

Gut, dass es trotz des ausgebliebenen Elfmeterpfiffs zum Dreier für die Löwen reichte.

Gelb-Rot für May zu hart

Richtig lag der Schiedsrichter jedoch bei der strittigen Szene, in der Semi Belkahia einen Handelfmeter für 1860 forderte. Dort sei der Arm angelegen gewesen, so Rafati, weswegen die Entscheidung, das Spiel laufen zu lassen, korrekt gewesen sei.

Falsch lag Benen jedoch bei der Gelb-Roten Karte für den Kölner May. Zwar habe ein Foulspiel vorgelegen, eine (zweite) Verwarnung sei jedoch zu hart gewesen.

Bild: CR-Fotos.de

sechzger.de Talk, Folge 44: Sieg in Köln, Aus für Türkgücü, Braunschweig

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In der 44. Auflage des sechzger.de-Talks begrüßt Köln-Fahrer und Moderator Jan seine beiden Gäste: Christian, der sich ebenfalls auf den Weg in die Domstadt gemacht hat, sowie Bernd, die TAKTIKTAFEL.
Der Sieg bei der Kölner Viktoria nach einer aufregenden Woche. Die Mittel und Wege, die Löwenfans gefunden haben, um ihrem Team auch am Rhein ganz nah zu sein. Die nun also tatsächlich erfolgte Insolvenz von Türkgücü und natürlich das nächste Spiel am Sonntag daheim gegen Eintracht Braunschweig. Das sind die Themen im neuen Talk, der diesmal schon Montagabend aufgezeichnet wurde.

Zentral im Talk: Der Sieg in Köln

Es war ein besonderer Tag: Zum ersten Mal siegten die Löwen – nach zwei Pleiten vor Geisterkulisse – im dritten Anlauf im Sportpark Höhenberg zu Köln. Unter den zugelassenen 750 Besuchern waren zahlreiche Löwenfans. Wie sie das angestellt haben, nachdem ja kein Gästeticket-Kontingent vorhanden war? Bei uns im Talk erfahrt Ihr es. Und natürlich auch, wie die TAKTIKTAFEL den Sieg sportlich bewertet. Mannschaftliche Geschlossenheit und Glück sind die Stichwörter.

Insolvenz bei Türkgücü

Die Spatzen pfiffen es schon seit Tagen von den Dächern, auch uns wurde schon am Donnerstag über das Gerücht berichtet. Am Montag war es dann soweit: Türkgücü-Geschäftsführer Kothy blieb am Ende nur der Gang auf’s Gericht, um die Insolvenz zu beantragen. Wir kommen an diesem Thema im Talk natürlich nicht vorbei und sprechen über mögliche Folgen – ohne Häme, versprochen!

Braunschweig am Sonntag in Giesing

Nachdem das Spiel gegen Kaiserlautern Corona-bedingt abgesagt werden musste, ist es am Sonntag nun so weit: Die Löwen haben die Chance, erstmals in dieser Saison ein Spitzenteam zu schlagen. Dass die Eintracht als solches bezeichnet werden darf, analysieren Jan und Bernd. Ob die 3.750 (endlich wieder) zugelassenen Zuschauer unseren Gast Christian euphorisch machen, wird ebenfalls besprochen.

Der sechzger.de Talk Nummer 44 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

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Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Ex Löwe Nik Ledgerwood gibt mit 37 sein Karriereende bekannt

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Nik Ledgerwood

Im zarten Alter von 17 Jahren wechselte Nik Ledgerwood im Jahr 2002 von Calgary Storm zum TSV 1860. Für die Löwen absolvierte er 32 Spiele (1 Tor) in der 2. Bundesliga, zudem war er 52 mal für die Amateure in der Regionalliga im Einsatz. Nun gab Ledgerwood mit 37 sein Karriereende bekannt.

Ledgerwood gibt Karriereende bekannt

Via Instagram blickte der 50-malige kanadische Nationalspieler auf seine Karriere zurück und zeigte sich dankbar für alles, was er in den letzten Jahren erleben durfte. Und das war einiges: In Deutschland war er nämlich nicht nur für die Löwen am Ball, sondern auch für Wacker Burghausen, den FSV Frankfurt, den SV Wehen Wiesbaden, Energie Cottbus und den MSV Duisburg.

Zudem führte in seine Karriere nach Schweden zu Hammarby IF, ehe er 2016 in seine kanadische Heimat zurückkehrte und dort noch für den FC Edmonton, die Calgary Foothills und den Cavalry FC aktiv war.

Sechzig um sieben: Türkgücü reicht Insolvenzantrag ein

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Am Tag nach dem hart, aber bravorös erkämpften Auswärtssieg lag der Fokus (leider) nicht auf der grandiosen Leistung des letzten Aufgebots des TSV 1860 München, sondern etwas weiter östlich in München. Denn Türkgücü trat den Gang aus Neuperlach in die Infanteriestraße zum Amtsgericht an und reichte dort Insolvenzantrag ein.

Türkgücü reicht Insolvenzantrag ein

Bevor wir zu den Löwen kommen, werfen wir einen Blick auf die Lage in Neuperlach. Gestern am frühen Nachmittag wurde bekannt, dass die Türkgücü München Fußball GmbH & Co. KGaA, vertreten durch ihren Geschäftsführer Max Kothny Insolvenzantrag einreichte. Was das genau für die Liga und die Löwen bedeutet ist aktuell unklar. Der Zeitpunkt am letzten Tag des Transferfensters lässt vermuten, dass Türkgücü Abgänge von Spielern vermeiden wollte. Transfers wurden gestern auf jeden Fall keine vermeldet. Ob der Spielbetrieb weiter geführt werden kann, ist aktuell nicht sicher. Anders als im letzten Jahr beim KFC Uerdingen gibt sich der DFB in seiner Pressemitteilung skeptischer. Wie es nun für die Gesellschaft und die Spieler weitergeht, steht noch nicht fest. Gute Infos findet Ihr im Kommentarbereich des oben verlinkten Artikels. Vielen Dank an die sechzger.de Leser, die uns helfen den Löwenkosmos möglichst gut zu informieren. Viele Fragezeichen also in Neuperlach. Wir berichten weiter.

Rückschau auf den Auswärtssieg bei Viktoria Köln

Damit von Fragezeichen zu Vragezeichen. Viele Leser wunderten sich über unsere Schreibweise in den Giesinger Gedanken zum gestrigen Auswärtssieg. Diejenigen, die sich über den Webshop von Viktoria Köln ein Ticket besorgt haben, wissen was gemeint ist. Manchmal müssen wir halt auch etwas geheimnisvoll sein.

Auf jeden Fall waren wir überglücklich, der starken Leistung unserer Notelf live zugesehen zu haben. Die Löwen zeigten eine bemerkenswerte kämpferische Leistung. Marcel Bär gab 101% und rannte bis zur letzten Sekunde. Außerdem feierten Leandro Morgalla und Alexander Freitag ihr Profi-Debüt. Wie es den Löwen gelang, die drei Punkte aus dem Sportpark Höhenberg zu entführen, hat Bernd Winninger wie immer haarklein für Euch in der TAKTIKTAFEL seziert. Wir sind gespannt, wer in dieser Woche wann aus der Quaratäne zurück kommt und einen der Helden von Köln wieder aus der Startaufstellung verdrängen kann. Besonders die elf Akteure der Startelf machen es Michi Köllner sehr schwer, sie wieder auf die Bank zu setzen. Andererseits kommen Cracks wie Neudecker, Salger und Lex wahrscheinlich zurück ins Aufgebot.

Vorverkauf gegen Braunschweig startet

Die nächste Bewährungsprobe für die Löwen wartet schon. Am kommenden Sonntag gegen geht es gegen die Eintracht aus Braunschweig. Im Stadion dürfen 3.750 Löwenfans dabei sein, heute um 10:00h startet der Vorverkauf im Ticketshop des TSV 1860 München.

Sechzger.de Talk Folge 44

Moderator Jan hat nach dem gestrigen Auswärtssieg eine illustre Runde an sechzger.de-Redakteuren versammelt. Die Jungs besprechen den unerwarteten Auswärtssieg unserer Löwen in Köln, das ebenso unerwartete zahlreiche Erscheinen der Löwenfans im Sportpark Höhenberg, die Insolvenz von Türkgücü und was vom Spiel gegen Braunschweig zu erwarten ist. Der Talk erscheint wie immer auf unseren youtube Kanal und den gängigen Podcast-Plattformen. Im Nachgang zu unserem Geburtstag-Talk von letzter Woche kam übrigens mehrfach die Frage auf, warum wir kein weibliches Redaktionsmitglied haben. Die Antwort ist: Wir haben einfach noch keins gefunden.

Also, besonderer Aufruf an alle Löwinnen: Meldet Euch bei uns, wenn Ihr mal mitmachen wollt. Wir sind zwar Löwen, beißen aber nicht. Wir und unsere Leser/Hörer würden uns wirklich freuen!

News aus der dritten Liga

Montagsspiel der dritten Liga

Gestern war der SC Verl bei unserem nächsten Gegner, Eintracht Braunschweig, zu Gast. Und die abstiegsbedrohten Verler konnten einen Punkt von der Hamburger Straße entführen. Beim 1:1 konnten die Braunschweiger am Ende froh sein, dass es noch für einen Punkt langte.

Transfers am Deadline Day

Am letzten Tag ds Wintertransferfensters (neudeutsch dramatisierend “Deadline Day” genannt) wurden bis gestern am späten Abend folgende Transfers bekannt:

  • Hallescher FC: Philipp Zulechner (Sturm, vereinslos) und Sebastian Bösel (Abwehr, Saarbrücken) verstärken die Hallenser im Abstiegskampf.
  • Viktoria Köln: Sebastian Mielitz (Tor, Helsingör, zweite Liga Dänemark) verlässt den Sportpark Höhenberg, dafür kommen Kevin Rauhut (Tor, SGV Freiburg, Oberliga BW) und Jamil Siebert (Verteidiger, Fortuna Düsseldorf) an den Ort des letzten Löwen-Auswärtssiegs.
  • FC Saarbrücken: Neben Sebastian Bösel (siehe Hallescher FC) verlässt auch Maurice Deville (Sturm, SV Sandhausen) das Saarland. Dafür stößt Jalen Hawkings (Sturm, FC Ingolstadt) zu den Blau-Schwarzen.
  • SV Meppen: Mike Feigenspan (Sturm) kommt von Hessen Kassel.
  • FSV Zwickau: Anthony Syhre (Mittelfeld, vereinslos) bekommt einen Vertrag bis Saisonende bei den Wetsachsen.
  • SV Waldhof: Dominik Kother (Mittelfeld, KSC) soll den Mannheimer helfen, ihre Aufstiegsambitionen in die Tat umzusetzen.
  • Weitere Abgänge: Die Spieler Thaqi (BVB II), Ghindovean (MSV Duisburg), Stumpe (Braunschweig) und Sprekelmeyer (Osnabrück) verlassen ihren Verein bzw. werden ausgeliehen.

Damit geht Ihr wieder bestens informiert in den Löwentag. Wir halten Euch über alles Wichtige rund um den TSV 1860 München, die dritte und insbesondere die Entwicklungen nach dem Insolvenzantrag von Türkgücü auf dem Laufenden.

24. Spieltag: Das Montagsspiel. Braunschweig-Verl 1:1

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Montagabend in Braunschweig

Im Montagsspiel des 24. Spieltags empfing der kommende Gegner des TSV 1860, Eintracht Braunschweig am Abend den SC Verl. Für die Gastgeber, die nach dieser Partie noch mit einer Partie im Rückstand sind, bedeutete das Duell mit dem Tabellensechzehnten die große Chance, wieder an die Tabellenspitze heranzurücken.

500 Zuschauer staunen

Doch diese Chance schien die Braunschweiger eher zu hemmen: Schon nach sechs Minuten bestaunten die 500 zugelassenen Zuschauer im Eintracht-Stadion (darunter auch wieder ein paar reiselustige Verler – siehe unser Titelbild) das 0:1. Frederik Lach war per Kopf der Torschütze. Die Hausherren fanden in der Folge nicht zu ihrem Spiel, die Verler waren dem 2:0 deutlich näher.

Dann doch der Ausgleich für Braunschweig

Die Kabinenpredigt von Eintracht-Trainer Michael Schiele dürfte sehr deutlich ausgefallen sein. Viel zu leidenschaftslos und pomadig gingen seine Schützlinge zu Werke. Und doch gelang nicht den Gästen in den weißen Trikots das zweite Tor, sondern den Braunschweigern das 1:1. Bryan Henning verwertete nach einem Pfostenschuss des  eingewechselten Martin Kobylanski ein erneutes Zuspiel von Sebastian Müller zum Ausgleich (58. Minute). Wer nun vermutete, dass die Braunschweiger nun eine Schippe drauf legen würden, um die drei Punkte im Aufstiegskampf einzufahren, sah sich getäuscht. Am Ende waren die Verler dem Sieg näher. Allein das Eckenverhältnis von 4:10 aus Sicht der Gastgeber spricht eine deutliche Sprache.

Remis stimmt beide nicht wirklich zufrieden

Am Ende war mit dem 1:1 im allerersten Aufeinandertreffen der beiden Teams keiner wirklich zufrieden. Die Verler springen damit in der Tabelle auf den 15. Platz und haben nun 23 Punkte aus 24 Spielen auf dem Konto, die Eintracht steht mit 40 Punkten auf Rang drei, zwei Zähler hinter dem FCK, punktgleich mit Saarbrücken und Meppen. Allerdings – wie der FCK – noch mit einem Spiel weniger.

Info: Tickets für das Heimspiel des TSV 1860 gegen Braunschweig

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Grünwalder Stadion TSV 1860 München

Noch immer freuen wir uns über den 1:0-Sieg der Löwen in Köln, doch der Blick ist bereits aufs kommende Wochenende gerichtet. Am Sonntag empfängt der TSV 1860 um 13 Uhr Eintracht Braunschweig im Grünwalder Stadion.

Tickets für TSV 1860 – Eintracht Braunschweig

Der Verkauf der insgesamt 3.750 Tickets beginnt am 01.02. um 10:00 Uhr. Diese gehen exklusiv an Dauerkarten-Inhaber und VIP-Dauerkarten, sowie in geringer Anzahl an den Gastverein. Auf der Homepage des TSV 1860 heißt es hierzu:

“Alle Dauerkarten-Inhaber der Saison 2021/22 in können ab Dienstag, den 01.02.2022 um 10:00 Uhr nach dem Prinzip „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ ihr Ticket im Grünwalder Stadion buchen. Dabei kann jeder Dauerkarten-Inhaber gemäß der Anzahl seiner Dauerkarten die Plätze buchen. Es sind ausschließlich Einzelplätze mit Abstand zum nächsten Stadionbesucher erhältlich. Dabei ist es unerheblich, ob die Dauerkarte für den Steh- oder Sitzplatzbereich ist, jeder Dauerkartenkunde kann jeden verfügbaren Platz buchen. Die Dauerkarten-Variante (Herz oder Kopf) hat ebenfalls keinen Einfluss auf die Zuteilung der Plätze.”

Erst Braunschweig, dann Halle

Eine wichtige Ergänzung hinsichtlich der Ticketvergabe:

“Wer ein Ticket für das Spiel gegen Eintracht Braunschweig bucht, ist für das folgende Heimspiel gegen den Halleschen FC gesperrt. Sollte jedoch absehbar sein, dass die zur Verfügung stehenden Tickets gegen Halle nicht vollumfänglich gebucht werden, wird die Buchungssperre wieder aufgehoben. Sollte dieser Fall eintreten, informieren wir dazu nochmal separat.”

 

Viktoria Köln – TSV 1860 München in der Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur Taktiktafelanalyse des Spiels Viktoria Köln – TSV 1860 München. Mit einer defensiv kämpferischen Glanzleistung bezwang die aus diversen Gründen stark ersatzgeschwächte Gästeelf aus der bayerischen Landeshauptstadt die Hausherren mit 1:0. Besonderes Lob gebührt hierbei Torhüter Marco Hiller, der seine Sechzger in der ersten Halbzeit mit mehreren Glanzparaden im Rennen hielt, bevor die Löwen selbst in Führung gehen konnten.

Aber der Reihe nach: Der TSV 1860 München wurden von Trainer Köllner im 5-3-2 auf den Platz geschickt, der gegnerische FC Viktoria Köln trat im 4-4-2 mit Doppelsechs an. Ohne die aus Verletzungs- bzw. Quarantänegründen fehlenden Deichmann, Goden und Willsch stellte Michael Köllner bei den Giesingern Biankadi auf die Position des rechten Verteidigers. Staude ersetzte den gelbgesperrten Neudecker. Steinhart spielte, nachdem er in den letzten Spielen als Innenverteidiger aushalf, auf seiner angestammten Position als Linksverteidiger. Für den mit muskulären Problemen pausierenden Greilinger kam Tallig in die Startelf. Moll ersetzte Salger im Abwehrzentrum. Linsbichler spielte neben Bär für Lex im Sturm.

Viktoria Köln musste ebenfalls auf einige Stammkräfte verzichten. Mit Moritz Nicolas fehlte der Stammtorhüter; für ihn warf Olaf Jansen den 19jährigen Bördner in kalte Wasser, der seine Aufgabe im Großen und Ganzen zufriedenstellend erfüllte. Im Sturm spielte zunächst Handle – und nicht der von mir dort erwartete Palacios – für Jastremski neben Hong als hängende Spitze. Damit rückte Niklas May, der gegen den Waldhof noch auf der Bank Platz nehmen musste, auf die Position im linken Mittelfeld. Rossmann ersetzte Klefisch, damit rückte Lorch wie erwartet ins defensive Mittelfeld.

Taktisch spielte Köln wie erwartet bei eigenem Ballbesitz mit einer asymmetrisch gependelten Viererkette. So entstand zunächst ein 3-5-2, das sich in im letzten Drittel vor dem Tor der Sechzger zu einem 3-4-3 verschob.

Der TSV 1860 München verschob bei eigenem Ballbesitz ebenfalls auf 3-5-2, jedoch zunächst, um einiges defensiver als die Hausherren eingestellt und auf Konter lauernd, nicht mit den kompletten Flügel beackernden Außenverteidigern. Vor allem der als Rechtsverteidiger spielende Biankadi hielt sich in der ersten Halbzeit stark zurück. Auch im letzten Drittel vor dem kölschen Tor behielten die Löwen diese Formation weitestgehend bei.

Die wichtigsten statistischen Werte

  • Ballbesitz: TSV 1860 36% – Viktoria Köln 64%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 75% – Viktoria Köln 85%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 66% – Viktoria Köln 56%
  • Schüsse/aufs Tor: TSV 1860 14/4 – Viktoria Köln 15/4
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 16,48 – Viktoria Köln 7,48

Was sagen uns diese Werte?

Weniger Ballbesitz, schlechtere Passgenauigkeit, weniger Schüsse als der Gegner und obendrein der zweitschlechteste Wert bei der PPDA in dieser Saison. Theoretisch würde wahrscheinlich jeder, der diese Werte liest und das Spiel nicht gesehen hat, sagen, der TSV 1860 München habe glücklich gewonnen. Ganz falsch ist das auch nicht, wenn man speziell die erste Halbzeit betrachtet, in welcher der Münchner Keeper Hiller seine Löwen mit drei Glanzparaden im Spiel hielt. Das Fazit “hinten hält Hiller und vorne hilft der liebe Gott” wäre nun aber auch nicht wirklich das Richtige, wenn man das Spiel als ganzes betrachtet.

Ballbesitz

Beginnen wir mit dem Ballbesitz. Tief stehende, abwartende Löwen überließen Köln nach Ballverlust das Feld. Sie standen defensiv kompakt und meistens auch konzentriert gegen die Hausherren. Enge Räume in der Hälfte des TSV 1860 München sorgten dafür, dass die Kölner immer wieder neu aufbauen mussten, weil sie kaum Mittel fanden, das Abwehrbollwerk der Sechzger zu durchdringen. Wenn die Gastgeber gefährlich wurden, entsprangen diese Situationen in den meisten Fällen Umschaltmomenten wie beim TSV 1860 auch. Im Positionsspiel fand die Viktoria wenig adäquate Mittel, um die Box der Löwen dauerhaft zu penetrieren.

Passgenauigkeit

Womit wir bei der Passgenauigkeit ankommen. 85% für die Hausherren stehen 75% für unsere Sechzger gegenüber. Die Passgenauigkeit hängt natürlich mit dem Ballbesitz zusammen. Schauen wir zunächst auf die Pässe die für Raumgewinn sorgen, also Pässe nach vorn, und setzen diese in Abhängigkeit von der Gesamtpassanzahl der beiden Mannschaften. Nur 33% der Pässe, die Köln spielte, waren Vorwärtspässe. Die Löwen haben hier ein um zehn Prozent besseres Ergebnis aufzuweisen. Auch wenn die Gesamtanzahl der Vorwärtspässe wegen des wenigeren Ballbesitzes niedriger liegt, so ist es doch als positiv zu werten, dass die Löwen mit 43% nach vorne gespielter Pässe sobald sie in Ballbesitz waren einen klaren Plan hatten, wie sie gegen Köln agieren wollen.

Bei den Rückpässen liegen die Werte in Abhängigkeit der jeweils gespielten Pässe nur um ein Prozent auseinander. Der absolute Wert der Rückpässe übersteigt bei den Kölnern den der Löwen jedoch um mehr als 138%. Das tut aber nicht wirklich etwas zur Sache, denn die Krux im Passspiel liegt diesmal bei der Anzahl der Querpässe. Hier haben die Löwen in Abhängigkeit von der jeweiligen Gesamtpasszahl gegenüber den Kölnern 9% weniger gespielt. Das heißt: Die Löwen spielten schneller und direkter wenn sie in Ballbesitz waren.

Der TSV 1860 München schaffte es immer wieder, das Positionsspiel der Viktoria so zu stören, dass diese keine Raumgewinn erzielen konnte und sich mit Rück- und Querpässen behelfen musste, um das Spielgerät in den eigenen Reihen zu halten.

PPDA und Schüsse

Dies führt uns nun direkt zur PPDA, also den Aktionen, die gegen den Ball gesetzt wurden. Da hat Köln eindeutig die Nase vorn, aber auch das ist nur die halbe Wahrheit. 7,48 zugelassenen Pässen pro Defensivaktion gegenüber den Löwen, die mehr als 16 Pässe pro Defensivaktion zuließen vorn. Das defensive Stellungsspiel der Löwen war jedoch dermaßen gut, dass die Kölner im Verhältnis zum eigenen Ballbesitz im Vergleich der beiden Mannschaften kaum einen Weg fanden, um den Löwen gefährlich zu werden. Wäre es Köln gelungen, mit dem Ballbesitz von 64% ähnlich effektiv und gefährlich zu werden wie die Sechzger mit nur 36%, müsste bei Schüssen/aufs Tor die Statistik für Köln nicht 15/4 lauten sondern 27/7.

Das Spiel Viktoria Köln – TSV 1860

Defensive

Beide Halbzeiten waren in Puncto Ballbesitz bis auf zwei Prozentpunkte ähnlich, der große Unterschied der zwei Halbzeiten lag beim Gewinn der defensiven Zweikämpfe. Waren die Löwen und die Kölner hier in Halbzeit eins – bei den relativen Werten – noch fast gleich auf mit nur leichten Vorteilen für den TSV 1860, so hatten die Sechzger nach dem Pausentee, mit in Abhängigkeit der geführten Zweikämpfe fast 16% mehr gewonnenen Duellen Mann gegen Mann, und bei den absoluten Werten über 83% mehr gewonnener Duelle bei 42% mehr geführten defensiven Zweikämpfen, klar die Nase vorn.

Es war also in erster Linie die starke Defensivleistung des TSV 1860 München der Schlüssel zum Sieg. Allen voran hat Marco Hiller mit seinen Paraden in der ersten Hälfte natürlich die Löwen im Spiel gehalten. In der zweiten Hälfte musste Hiller nicht einmal bei einem Schuss rettend eingreifen.

Offensive

Aber mit einer starken Defensivleistung alleine gewinnt man kein Spiel. Bei der Effizienz im Spiel nach vorne macht dem TSV 1860 München seit der Umstellung auf die Dreierkette in der Innenverteidigung vor der Winterpause kaum eine Mannschaft etwas vor. Mit risikofreudigem Direktspiel, unter dem zwar die Passgenauigkeit etwas leidet, das aber den Gegner oft in Unterzahl und somit in Stresssituationen bringt, spielten sich die Sechzger gleich viele klare Torchancen heraus wie die beim Ballbesitz dominierenden Hausherren.

Effizienz war auch bei der Verwertung der Möglichkeiten gefragt. Und hier hätten die Löwen, wenn bei unseren Sechzgern nicht Marco Hiller im Tor gestanden hätte, vermutlich das Nachsehen gehabt. Die Löwen nötigten den Kölner Schlussmann zu nur einer Parade (Linsbichler, 72.), alle anderen Möglichkeiten außer die von Marcel Bär in der 39. Minute, konnte Bördner nahezu problemlos entschärfen.

Ein weiterer großer Vorteil für den TSV 1860 München war, dass sich die ebenfalls ersatzgeschwächte Viktoria-Mannschaft nach und nach weiter selbst schwächte. Das begann mit der Verletzung von Lorch, der nach elf Minuten verletzt vom Platz musste, und endete mit der möglicherweise überzogenen gelb-roten Karte für May in der 87. Minute.

Das Tor

In der 39. Minute schoss Bär das 1:0. Begonnen hatte dieser Angriff mit einem kurzen Abstoß von Hiller auf Moll. Dieser legte den Ball postwendend, um dem pressenden Hong zu entgehen, auf die linke Seite zu Steinhart. Der schickte nach Verarbeitung des Spielgeräts Tallig auf der linken Seite mittig zwischen Toraus- und Mittellinie auf die Reise. Tallig spielte sofort weiter zu Dressel, der den Ball in halblinker Position auf Höhe des Mittelkreises annahm und sich mit der Kugel am Fuß wenige Meter leicht diagonal in Richtung der Seitenauslinie bewegte. Kurz vor Erreichen der Mittelline passte Dressel steil auf Linsbichler, der dem scharfen Pass hinterherspurtete, das Leder jedoch nicht rechtzeitig vor Greger, der um die Gefahr zu bannen, dem Kölner Keeper Bördner den Ball zupasste, erreichte.

Bördner wiederum schlug den Ball, bevor der lange Österreicher in Diensten der Löwen ihn unter Druck setzen konnte, wieder in Richtung Mittellinie. Dieser Befreiungsschlag geriet aber ein wenig zu kurz. So konnte wieder Tallig in halblinker Position ungefähr 20 Meter in der Hälfte der Viktoria das Leder erobern und mit dem ersten Kontakt zu Bär spielen. Bär, der in halblinker Position wenige Meter vor dem Strafraum der Kölner das Spielgerät kurz zu Staude in die Mitte zurücklegte, bewegte sich nach seinem Ballkontakt sofort diagonal nach rechts in den Strafraum der Kölner. Der in diesem Spiel gut aufgelegte Staude sah Bärs Laufweg und spielte ihm einen Traumpass in die Box zu. Ohne lange zu fackeln versenkte Bär die Kugel am herausstürzenden Bördner vorbei etwa auf Höhe des Elfmeterpunkts aus halbrechter Position im Strafraum flach links im Tor der Viktoria.

Fazit FC Viktoria Köln – TSV 1860

In einem rassigen Kampfspiel zweier ersatzgeschwächter Teams hatten die Löwen das glücklichere Ende für sich. Es ist zwar ein alter Spruch, aber dennoch gilt er für dieses Spiel absolut: Das Glück gehört den Tüchtigen. Der Tüchtigste auf Löwenseite war an diesem Sonntag Nachmittag mit Sicherheit Marco Hiller. Ihn kann man gar nicht genug für seine tollen Paraden loben. Wie das Fachblatt Kicker aus dieser Leistung Hillers nur die Note 2 machen kann wird mir wohl ein Rätsel bleiben. Dass er allerdings nicht in der Elf des Tages steht ist, nach Atubolus Leistung für Freiburg gegen Würzburg, nachvollziehbar. Der hatte sieben gehaltene Schüsse. Fünf davon Reflexparaden

Im Fazit der Taktiktafel vor der Partie hab ich gesagt, ich will Einsatz und Kampfeswille sehen, dann bin ich unabhängig vom Ergebnis zufrieden mit der Leistung. Nun habe ich Einsatz, Kampfeswillen und einen Sieg einer tollen Löwenelf gesehen. Mit Freitag und Morgalla kamen zusätzlich zwei junge Debütanten zu Kurzeinsätzen. Sechzgerherz, was willst Du mehr?

Der Sieg des TSV 1860 gegen Köln war

  • a) immens wichtig für das Selbstvertrauen der Spieler, die nicht immer in der Startelf stehen.
  • b) noch wichtiger für den Verein, um sich trotz der zwei ausgefallenen Spiele gegen das Projekt aus Perlach und unsere Freunde vom 1.FCK näher an die Spitzengruppe heranzupirschen, und bringt
  • c) hoffentlich auch den letzten Kritiker, der die Kaderbreite bemängelt, endlich dazu anzuerkennen, dass der TSV 1860 München einen konkurrenzfähigen Kader hat, der nach wie vor jeden Gegner schlagen kann. Das gilt unabhängig davon, ob sich der TSV 1860 München am heutigen Montag noch einmal mit Neuzugängen verstärken sollte oder auch nicht.

Datenquelle: Wyscout

Jetzt offiziell: Türkgücü München stellt Insolvenzantrag

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Türkgücü Banner im Olympiastadion München

Nach mehreren, bislang nicht bestätigten Insider-Meldungen soll sich Türkgücü München in den vergangenen Tagen ausführlich mit dem Thema “Insolvenz” auseinandergesetzt haben. Auch die tz hatte sich an diesen Spekulationen beteiligt. Nun ist es offiziell: Türkgücü München hat einen Insolvenzantrag gestellt.

Türkgücü München stellt Insolvenzantrag

Die Neuperlacher leiden seit einiger Zeit unter erheblichen finanziellen Schwierigkeiten. Zuletzt konnte nicht einmal mehr das Mannschaftshotel beim Auswärtsspiel beim SC Freiburg II vom Club für alle Spieler bezahlt werden. Präsident und Geldgeber Hasan Kivran weigerte sich zuletzt, Finanzierungslücken in Millionenhöhe zu schließen. Von bis zu zwei Millionen Euro ist die Rede, die fehlen sollen. Geschäftsführer Max Kothny:

“Bis zum Tag der Antragsstellung haben wir alles in unserer Macht Stehende versucht, um diesen Schritt noch abzuwenden. Auch wenn das leider nicht gelungen ist, so gilt es jetzt, die Situation nicht als Ende, sondern als Chance zu sehen. Wir haben nun die Möglichkeit, uns ohne Belastungen aus der Vergangenheit und mithilfe von möglichen neuen, starken Förderern neu auszurichten.”

Mit dem Antrag auf Insolvenz dürfte Kothny den schwersten Gang seiner bisherigen Laufbahn angetreten haben.

Az.: 	1513 IN 198/22
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In dem Verfahren über den Antrag d.

Türkgücü München Fußball GmbH & Co. KGaA, Heinrich-Wieland-Straße 100, 81735 München, vertreten durch die persönlich haftende Gesellschafterin Türkgücü München Management GmbH, Heinrich-Wieland-Straße 100, 81735 München, diese vertreten durch den Geschäftsführer Kothny Maximilian
Registergericht: Amtsgericht München Register-Nr.: HRB 268374
- Schuldnerin -
auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das eigene Vermögen
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Beschluss:

Zur Sicherung des Schuldnervermögens vor nachteiligen Veränderungen (§ 21 Abs. 1 und 2 InsO)
wird am 31.01.2022 um 11:30 Uhr vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet, § 21 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 InsO.

Screenshot: insolvenzbekanntmachungen.de

Fortführung des Spielbetriebs noch ungewiss

Ob und in welcher Form der Club aus Neuperlach den Spielbetrieb bis Saisonende aufrechterhalten wird, ist noch unbekannt. Sollten die Spiele annuliert werden, spielt das dem TSV 1860 München in die Karten. Während die Löwen ein glückliches 1:1-Unentschieden erzielten, konnten der VfL Osnabrück, Waldhof Mannheim, der 1.FC Saarbrücken, Tabellenführer Magdeburg, Eintracht Braunschweig, der SV Meppen und der 1.FC Kaiserslautern allesamt drei Punkte gegen den Verein aus Neuperlach einfahren. Damit würden die Löwen durch den Insolvenzantrag von Türkgücü zwei Punkte auf die Konkurrenz gut machen. Auch Borussia Dortmund II und der SV Wehen Wiesbaden würden von diesem Umstand profitieren.

Profi-Debüt für Leandro Morgalla und Alexander Freitag

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Leandro Morgalla TSV 1860 München Einwechslung Gegen Viktoria Köln Umarmung Michael Köllner Debüt Für Den Junglöwen

Beim Sieg im Sportpark Höhenberg gegen Viktoria Köln haben Leandro Morgalla und Alexander Freitag ihr Profi-Debüt gefeiert.

Die zweite Chance genutzt

Alexander Freitag TSV 1860 München Debüt Bei Viktoria Köln Einwechslung Für Merveille Biankadi

Er stand schon einmal bereit, doch der Unparteiische hatte etwas dagegen. Beim klaren 3:0-Auswärtssieg in Würzburg ging im Trubel eine Geschichte etwas unter. Alexander Freitag sollte kurz vor Schluss eingewechselt werden und damit sein Debüt bei den Profis des TSV 1860 München erleben. Doch ehe der 22-Jährige den grünen Rasen während dem laufenden Spiel betreten konnte, beendete der Schiedsrichter die Partie. Zwar konnten die Löwen im Anschluss drei Punkte feiern und sich damit erfolgreich in die Winterpause verabschieden. Doch Alex Freitag dürfte trotzdem etwas geknickt gewesen sein obgleich der verpassten Gelegenheit.

Auch in Köln benötigte es drei Anläufe, ehe der Unparteiische ein Einsehen hatte und die Partie für einen Wechsel unterbrach. Für die letzten zwei Minuten verließ Merveille Biankadi, der als Rechtsverteidiger eingesprungen war, das Feld und machte Platz für Debütant Alexander Freitag.

Auch Leandro Morgalla mit Debüt bei Viktoria Köln

Deutlich früher durfte Leandro Morgalla sein Debüt feiern und das erste Mal in einem Drittligaspiel für die erste Mannschaft des TSV 1860 München auflaufen. Nach 75 Minuten ersetzte er Keanu Staude, der mit seinem Pass den entscheidenden Treffer durch Marcel Bär aufgelegt hatte. Der erst 17-Jährige agierte ab seiner Einwechslung als Rechtsverteidiger, Biankadi rutschte eine Position weiter in die Offensive.

Der frisch gebackene Junioren-Nationalspieler durfte bereits in der Saison-Vorbereitung bei den Profis reinschnuppern und kam im Testspiel gegen den VfR Aalen und im Toto-Pokal zum Einsatz. In der Trainingswoche vor dem Auswärtsspiel in Köln war er mit weiteren Junglöwen zudem in den Trainingseinheiten unter Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel anwesend. Seine Formkurve zeigt nicht erst seit der Nominierung für die U18-Nationalmannschaft steil nach oben. Die Löwen sorgen jedoch dafür, dass Morgalla auch nach seinem Debüt bei den Profis nicht abhebt. Erst einmal gilt die volle Konzentration der Ausbildung, die der 17-Jährige zurzeit absolviert. Erst danach wird Morgalla sich voll und ganz dem TSV 1860 widmen.

Matchwinner Marcel Bär: Einsatz bis zum letzten Meter

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Marcel Bär Erschöpft Nach Dem 0 1 Auswärtssieg Bei Viktoria Köln

Nach 94 Minuten sank Marcel Bär vollkommen erschöpft zu Boden. Gemeinsam mit den anderen Spielern des TSV 1860 München auf dem Platz hatte er einen knappen Auswärtssieg des TSV 1860 München über die Zeit gebracht.

Marcel Bär schießt die Löwen zum Sieg in Köln

Es war eine sinnbildliche Szene, die nach Ablauf der Nachspielzeit im Sportpark Höhenberg zu beobachten war. Torschütze Marcel Bär lag kurz nach Abpfiff entkräftet auf dem grünen Rasen in Höhenberg. Nach 40 Minuten hatte er den TSV 1860 München in Führung gebracht, die bis zum Schlusspfiff Bestand hatte. Keanu Staude, der seine wohl beste Leistung im Löwentrikot zeigte, hatte mustergültig für ihn aufgelegt.

Etwa 75 Minuten waren absolviert, als der TSV 1860 einen Einwurf auf der Haupttribünen-Seite zugesprochen bekam. Marcel Bär diskutierte mit Michael Köllner, offenbar wollte der 29-Jährige ausgewechselt werden. Der Trainer vertröstete ihn noch für eine Weile, doch diese Weile dauerte dann doch länger als erwartet. Weder Mannhardt noch Djayo kamen zum Einsatz, obwohl beide bereits bereit standen. Stattdessen durften sowohl Leandro Morgalla als auch Alexander Freitag ihr Profi-Debüt feiern.

So musste der Stürmer der Löwen bis zur letzten Minute durchhalten – und das tat er. Mit nun neun Saisontreffern ist er unangefochtener Toptorschütze beim TSV 1860 und scheint nun so richtig angekommen zu sein nach seinem Wechsel von der Braunschweiger Eintracht. Gegen seinen Ex-Verein könnte er sein Torekonto am Sonntag in den zweistelligen Bereich schrauben. Dagegen hätte sicherlich niemand etwas einzuwenden.