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Videos vom 6:3-Sieg des TSV 1860 gegen Borussia Dortmund II

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TSV 1860 Borussia Dortmund BVB II

Was war das nur für ein würdiger Saisonabschluss! 15.000 Fans feierten den 6:3-Sieg der Löwen gegen die Zweite des BVB und verwandelten das Grünwalder Stadion (einmal mehr) in ein Tollhaus. Wir haben für Euch zwei Videos vom Spiel des TSV 1860 gegen Borussia Dortmund II bei YouTube hochgeladen. Viel Spaß!

Videos von TSV 1860 gegen Borussia Dortmund II

Bereits zu Beginn der Partie war die Stimmung im Sechzgerstadion prächtig. Die Fans stimmten sich lautstark auf das Match der Löwen gegen den BVB II ein.

Selbstverständlich ging nach dem Abpfiff ordentlich die Post ab. Die Westkurve feierte die Mannschaft nach dem 6:3-Sieg und der damit verbundenen Qualifikation für den DFB-Pokal.

Salgers Abschiedsworte bei der Löwenparty: “Deswegen ist Sechzig auch Sechzig”

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Zurück zu den Wurzeln – Salger geht zu Köln II

Stephan Salger war der erste Abgang, der beim TSV 1860 für das Saisonende 2022 fest stand. Der gebürtige Dürener lässt seine Karriere zukünftig bei jenem Verein ausklingen, bei dem er ab dem zarten Alter von 12 Jahren alle Jugendmannschaften durchlaufen hatte und für den er im Jahr 2010 sogar in der Bundesliga fünfmal zu Kurzeinsätzen kam: Beim 1. FC Köln. In der Regionalliga West wird er für die zweite Mannschaft der Geißböcke auflaufen und, wie er selber nach der Partie gegen die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund lächelnd feststellte, dann auf “der anderen Seite stehen und die Traditionsvereine im Westen ärgern.”

Abschiedsparty auf Giesings Höhen

In seiner Zeit beim TSV 1860, die im Sommer 2020 begann, bestritt der 32jährige 67 Drittligaspiele (erzielte dabei 2 Tore) und insgesamt acht Partien in DFB- und bayerischem Landespokal. Nach dem finalen 6:3 gegen Dortmund am Samstag Nachmittag stand Salger den Medienvertretern Rede und Antwort und kommentierte die ausgelassene Stimmung im Sechzgerstadion so:

Ich glaube, dass die Zuschauer das letzte halbe Jahr honoriert haben. Wir haben 2022 einen sensationellen Schnitt gespielt. Da haben die Zuschauer hier ein sehr sehr feines Gespür dafür, auch was zurück zu geben. Und wir haben es heute zum Glück mit einem Sieg wieder geschafft – nach einer bitteren Enttäuschung letzte Woche.

Die Szenen der Begeisterung, die sich nach dem samstäglichen Torfestival auf Giesings Höhen abspielten, bewiesen Salger wohl noch einmal, dass seine Entscheidung im Jahr 2020 den Weg aus Bielefeld zu den Löwen zu gehen, richtig gewesen war.

Das ist sensationell! Deswegen ist Sechzig auch Sechzig. Das macht den Verein aus, deswegen bin ich hierher gekommen. Weil die Strahlkraft und die Größe des Vereins auch bis nach Köln durchgekommen ist.

Eine ganze Saison ohne Löwenfans im Rücken

Leider durfte er derlei Partystimmung bei den Löwen nicht all zu oft erleben. Dies lag allerdings nicht am sportlichen Misserfolg. Als Salger im Sommer 2020 nach München kam, befand sich die Welt gerade inmitten der Coronapandemie und es folgte für die Löwen eine komplette Spielzeit mit den – bei Spielern und Fans – so unbeliebten Geisterspielen. Salger zieht dennoch ein positives Fazit seiner Zeit in der bayerischen Landeshauptstadt:

Ich habe trotzdem eine sehr sehr schöne Zeit hier gehabt, mit tollen Leuten, die ich kennengelernt habe und zuletzt Gott sei Dank auch mit Fans – endlich mal. Ich habe das erste Jahr hier komplett ohne Fans gespielt, das war nicht so toll. Umso schöner, dass es dann heute mal zehn Minuten länger geht.

 Salger glaubt an die Qualität der jungen Kollegen

Neben dem erfahrenen Stephan Salger konnten in den letzten beiden Spielzeiten in der 1860-Inneverteidigung Löwentalente, wie Semi Belkahia (23), Niki Lang (19) oder zuletzt Leo Morgalla (17) wachsen und sich fußballerisch weiter entwickeln. Nun geht der Leitwolf und Abwehrchef von Bord und die Verantwortung für die jungen Wilden wird größer. Ihm ist aber für die Zukunft in der Defensive der Löwen nicht bang. Als “top” bezeichnet er die Qualität die 1860 im Abwehrverbund – auch ohne ihn – zu bieten hat.

Wir danken Stephan Salger für seinen Einsatz für Münchens große Liebe und wünschen ihm für die Aufgabe in Köln alles Gute und viel Erfolg!

Servus und Tschö, Stephan!

 

TSV 1860 – Borussia Dortmund II (6:3) in der Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur letzten Taktiktafelanalyse der Saison 21/22. Unsere Sechzger empfingen die Zweitvertretung von Borussia Dortmund und machten in einem rassigen Spiel die Qualifikation für den DFB Pokal und die Torjägerkanone für Marcel Bär klar.

Borussia Dortmund II wurde von Trainer Enrico Maaßen wie erwartet im 3-4-3 auf den Platz geschickt, Michael Köllners TSV 1860 München wie üblich im 4-1-4-1.

Dortmunds Plan war es, nach Ballgewinn über schnelles direktes, wenn möglich vertikales Spiel, mit viel Tempo in die gegnerische Spielfeldhälfte einzudringen und dort den Ball halbhoch von der Seite oder flach ins Zentrum so vor das gegnerische Tor zu bringen, dass ein Spieler in der Mitte die Kugel im Kasten unterbringen kann.

Die Sechzger setzten darauf, mit zwei offensiv ausgerichteten Außenverteidigern früh Überzahl im Mittelfeld zu schaffen und so im Positionsspiel mit variablen Verschiebungen hinter der Spitze mit Kombinationsspiel über Außen und die Halbpositionen nach vorne zu kommen. Bei Ballverlust wurde auf Gegenpressing gesetzt, um schnelle Vorstöße des BVB II zu verhindern. Das Positionsspiel der Dortmunder wurde weder hoch noch hart gepresst, sondern konservativ und eher mannorietiert verteidigt.

Die wichtigsten statistischen Werte des Spiels TSV 1860 München – Borussia Dortmund II

  • Ballbesitz: TSV 1860 47% – Borussia Dortmund II 53%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 77% – Borussia Dortmund II 81%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 55% – Borussia Dortmund II 61%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 1860: 17/9 – Borussia Dortmund II 17/9
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 9,32 – Borussia Dortmund II 9,6

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz

Der nahezu ausgeglichene Ballbesitz der beiden Mannschaften bedarf, denke ich, kaum einer Erklärung. Die Spielanteile waren in den Phasen, als es während dem Spiel unentschieden stand, deutlich auf Seiten der Sechzger. Vor dem 1:0 für den TSV 1860 München und während es 2:2 stand, hatten die Löwen gegenüber Borussia Dortmund 20 % mehr Spielanteile. In Führung liegend überließ Michael Köllners Mannschaft dem Gegner den Ball und das Feld. Über etwas mehr als zwei drittel der Spieldauer hatte also Dortmund den Ball. Dadurch ergibt sich die um 6 % höhere Ballbesitzquote für den BVB II über die gesamte Spieldauer hinweg.

Passgenauigkeit

Wie fast immer, erklärt sich die bessere Passgenauigkeit des Gegners auch diesmal mit einer Vielzahl an Rück- und Querpässen in der Defensivreihe der Gäste. Die auf Umschaltspiel, Konter und vertikales Spiel ausgerichtete Taktik des BVB II passte für die Schwarz-Gelben nicht zum Spielverlauf. Wenn man hinten lange die Null hält und selbst irgendwann in Führung geht, kann dieser Plan aufgehen. Muss man aber selbst über einen Großteil der Partie das Spiel machen, kann es vorkommen, dass gegen eine Mannschaft die mannorientiert verteidigt und beim Positionsspiel gegen den Ball stark auf Angriffssteuerung setzt, die Anspielstationen gut zugestellt sind und man den Weg nach vorne nicht findet. Die Zahlen bei den Pässen zeigen das auch überdeutlich.

In den Phasen, als es Unentschieden stand, ist die Anzahl der Rückpässe innerhalb der beiden Defensivreihen etwa auf gleichem Niveau, während bei den Querpässen hintenherum der TSV 1860 München ein deutliches Übergewicht hat. In den Phasen, als die Löwen in Führung lagen – also 63 Minuten lang – sieht das Ganze anders aus. Sowohl bei Rück- als auch bei Querpässen innerhalb der eigenen Defensivreihe hat der BVB, während die Sechzger in Führung lagen, in beiden Kategorien fast 40 % mehr dieser Pässe auf dem Kerbholz. Dass Dortmund dann in diesen Phasen nur ganze zehn Vorwärtspässe mehr zu Buche stehen hat als die Sechzger, zeigt, dass der BVB II wenig Ideen hatte anders zu agieren als mit vertikalem Spiel, das durch die eher mannorientierte Defensive gut unterbunden werden konnte.

Defensive Zweikampfquote

Bei der defensiven Zweikampfquote herrscht eine Diskrepanz von 7 % und gleichzeitig haben die Löwen einen der schlechteren Werte dieser Saison eingefahren. Wer insgesamt 6 % weniger Ballbesitz hat, muss logischerweise mehr defensive Zweikämpfe führen und hat demzufolge auch mehr Chancen, diese nicht erfolgreich zu gestalten. Allerdings kommt es auch immer darauf an, wo finden diese Zweikämpfe statt, und will man mit der Aktion gegen den ballführenden gegnerischen Spieler diesen eher stören, unter Druck setzen oder will man das Leder in diesem Zweikampf tatsächlich gewinnen.

Genau diesen Ansatz muss man hier bei der Analyse wählen. Einem verlorenen Zweikampf folgte – egal in welcher Zone er geführt wurde – meist ein abgefangener Ball durch einen eigenen Mitspieler. Der TSV 1860 München gewann, wenn man die absoluten Zahlen ansieht, sechs defensive Zweikämpfe weniger als Borussia Dortmund II insgesamt geführt hat. Das Verhältnis tatsächlich gewonnener Zweikämpfe gegen den Ball gewinnt der TSV 1860 München im Vergleich mit den Gästen von Borussia Dortmund mit 40:28.

Schüsse

Ein ausgeglichenes Schussverhältnis sowohl bei den Schussversuchen, als auch bei Schüssen ,die tatsächlich auf den Kasten des Gegners gingen, unterstreicht die Rassigkeit des Spiels. Es war Feuer drin in der Partie. Schlussendlich ausschlaggebend für den Sieg des TSV 1860 über Borussia Dortmund ist wohl die Leistung der Spieler zwischen den Pfosten: Marco Hiller und Stefan Drljaca. Während Hiller fünf von neun Schüssen parieren konnte, gelang seinem Gegenüber das nur dreimal. Die Tatsache, dass Stammkeeper Unbehaun wieder bei der Bundesligatruppe der Westfalen auf der Bank saß und Drljaca einspringen musste, könnte man somit als deutlichen Nachteil für die Borussen auslegen. Allerdings ist das nur die halbe Wahrheit. Beim Stand von 2:1 hielt Drljaca seine Borussen noch im Spiel, als Biankadi in der 26. Minute schoss und der Torhüter der Borussen die Kugel mit einem Reflex über den Querbalken lenkte.

Alle Schüsse des TSV 1860 München, die aufs Tor gingen wurden aus zentraler oder halbzentraler Position abgesetzt. Nur einen der neun Schüsse, die auf den Kasten von Drljaca gingen, feuerten die Löwen von außerhalb der Box ab (Lex, 56.).

Den Gegner zentral vor dem Tor zum Schuss kommen zu lassen, kann man natürlich nicht dem Keeper anlasten. Und wenn aus solchen Positionen die Schüsse nicht geblockt werden, schaut der Torhüter meist alt aus.

Dortmund hatte sechs Schussversuche in der Box, die nicht geblockt werden konnten. Den Schuss mit der größten Wahrscheinlichkeit auf einen Torerfolg der Gäste überhaupt, vereitelte diesmal nicht Hiller, sondern Salger unter dankbarer mithilfe des Schützen Njinmah, der in der 34. Minute das Leder nicht richtig traf. Drei der Schüsse, die Dortmund im Strafraum abfeuerte, parierte die Nummer 1 des TSV 1860, einer ging rein (Njinmah, 45.), einer über den Querbalken.

Das alles hat natürlich unter anderem mit der Anzahl der Ballkontakte im gegnerischen Strafraum zu tun. Während die Gäste auf insgesamt 15 Ballkontakte im Strafraum der Löwen kommen, von denen lediglich vier mehr oder weniger zentral vor dem Kasten waren, hat der TSV 1860 deren 27 in der Box von Dortmund verbucht. 14 davon zentral oder halbzentral vor dem gegnerischen Kasten.

PPDA

Beide Mannschaften hatten einen durchschnittlich guten Wert bei der Pressingintensität. Bis zum vorentscheidenden Treffer zum 4:2 war es allerdings so, dass Dortmund insgesamt energischer versuchte, bei gegnerischem Ballbesitz draufzugehen. Sieht man die Phasen des Spiels einzeln an, fällt auf, dass die Sechzger nach dem zwischenzeitlichen 2:0 in der ersten Spielhälfte bis zum Pausenpfiff beim Pressing etwas zurückschalteten und Dortmund in dieser Phase den Faden wieder aufnehmen konnte.

Die Halbzeitansprache von Michael Köllner hatte wohl auch das Anlaufverhalten bei gegnerischem Ballbesitz als Thema. Nach Wiederanpfiff bis zum Ende der Partie ließ der TSV 1860 München Dortmund mit einer guten Mischung von Angriffs- und Mittelfeldpressing nicht mehr wirklich zur Entfaltung kommen. Allerdings war es auch so, dass auch das Pressing auf der vorderen Linie eher zur Angriffssteuerung diente als der direkten Balleroberung. Bezeichnend ist, dass dadurch der BVB in der zweiten Halbzeit nur noch sieben Ballkontakte im Strafraum der Sechzger hatte. Ein einziger davon in aussichtsreicher Position. Njinmah lief in dieser Situation allein auf Hiller zu, der ihm mit einer Glanztat den Ball vom Fuß nahm. Im Gegenzug dieser Aktion markierten die Sechzger das 4:2. Alle weiteren Ballkontakte für Dortmund in der Box des TSV 1860 waren an einer der beiden seitlichen Begrenzungen der Box.

Das Spiel

1.Halbzeit

Der erste Durchgang der Partie TSV 1860 München gegen Borussia Dortmund bestand aus zwei Phasen. Zunächst waren, bis die Löwen sich in die Partie gefunden hatten, kurz die Dormunder mit weniger Ballbesitz aber überfallsartigen präzisen schnellen Angriffen leicht im Vorteil. Defensiv fanden die Sechzger zunächst kein gutes Mittel gegen diese Spielweise der Gegner aus dem Pott. Viele Ballgewinne erfolgten für den TSV 1860 nicht auf dem Feld durch Balleroberungen, sondern dadurch, dass der BVB viele Bälle ins Seitenaus spielte und die Löwen zu Einwürfen kamen. Nach der kurzen Findungsphase waren dann aber die Löwen am Drücker. Ballbesitz, Passgenauigkeit, Schussverhältnis – alles entwickelte sich in die für den TSV 1860 richtige Richtung.

Mit einem Doppelschlag in der 18. (Lex) und 21. (Bär) Minute gingen die Löwen dann verdient in Führung. Danach gab es einen Bruch im Spiel des TSV 1860 München. Dortmund wurde stärker und nach einem Traumfreistoß durch Papadopuolus (23.) zum 2:1 hatte Dortmund das Geschehen auf dem Spielfeld zusehends immer besser im Griff. Es war spannend im Sechzgerstadion. So kam es wie es kommen musste und Njimah traf nach einem Konter zum zwischenzeitlichen Ausgleich für den BVB II (45.).

2. Halbzeit

Bis zur erneuten Führung des TSV 1860 acht Minuten nach Wiederanpfiff ging es munter hin und her auf Giesings Höhen. Zu Schüssen kamen, bis das erneute Führungstor fiel, allerdings nur die Sechzger. Borussia Dortmund hatte in dieser Zeit zwar etwas mehr Ballbesitz, aber die Löwen waren zwingender. Salger, dessen Schuss gehalten wurde, und Deichmann, dessen Versuch drüber ging, scheiterten noch. Biankadi verwandelte das Sechzgerstadion dann mit seinem Treffer (54.) zum 3:2 in ein Tollhaus.

Und der TSV ließ nicht nach: Bis zum 4:2 spielten die Löwen nur einen einzigen Pass, der nicht beim Adressaten ankam. Für eigenen Ballbesitz musste der BVB II hart arbeiten. Diese Arbeit wäre kurz vor dem 4:2 allerdings fast belohnt worden, als – wie oben schon beschrieben – Njimah allein aufs Tor unterwegs war. Im Gegenzug dieser Aktion Njimahs fiel dann das vorentscheidende 4:2 wiederum durch den Torschützenkönig der Saison 21/22, Marcel Bär (59.).

Danach ergab sich Dortmund zwar nicht dem Schicksal, aber musste die klare Überlegenheit der Sechzger vor dem gegnerischen Kasten akzeptieren. Zunächst erhöhte Deichmann in der 75. Minute auf 5:2. Bah-Traoré steuerte mit seinem ersten Profitor das 5:3 für Dortmund bei, bevor Dressel mir dem 6:3 in der 84. Minute endgültig den Deckel auf die Partie machte.

Die Tore

Neun Tore im Spiel. Ein Wahnsinn. Das torreichste Spiel des TSV 1860 in der 3. Liga bisher stellt sicher, dass sich Marcel Bär die Torjägerkanone sichert. Es war überhaupt ein Sahnetag für den gebürtigen Gifhorner. Er war in irgendeiner Weise an allen Treffern des TSV 1860 München beteiligt. Zwei Treffer, drei Vorlagen und beim Tor von Deichmann zum 5:2 war es ebenfalls Bär, der mit seinem Einsatz an der linken Seitenauslinie Steinharts Flanke auf Deichmann erst ermöglicht hatte.

Alle Treffer im Detail zu analysieren würde definitiv zu weit führen. Ansehen könnt Ihr euch alles in der Zusammenfassung von Magenta Sport, die hier zu finden ist.

Dennoch ist es mir ein Anliegen, ein Tor und dessen Entstehung herauszustellen. Das 2:2 für die Gäste kurz vor der Halbzeit. Dieser Treffer war unnötig wie ein Kropf.

Das 2:2

Zunächst erkämpft sich Salger mit einer tollen Defensivaktion gegen Njinmah den Ball auf Höhe der Mittellinie. Salger geht danach ungestört ein paar Meter mit der Kugel am Fuß und legt den Ball dann kurz quer auf Steinhart. Anstatt sich wieder in die Abwehrkette zurückfallen zu lassen, geht Salger jedoch weiter nach vorne.

Steinhart legt das Leder weiter nach außen zu Bär. Der spielt zu Moll. Bevor dieser den Fuß an den Ball bringt, springt dieser seltsam auf und Moll sieht, als er den Ball an den Fuß bekommt, etwas unglücklich aus. Eine Kerze ist die Folge. Das Kopfballduell im Anschluss gewinnt dann der weiter aufgerückte Steinhart. Der Ball kommt somit an die Strafraumgrenze der Dortmunder, wo der mittlerweile dort befindliche Salger das Leder nicht erreicht.

Der Befreiungsschlag von Papadopoulos landet bei Bornemann im Mittelkreis, der das Leder mit einem Kontakt brillant zu Njinmah weiterleitet. Dieser startet durch ist danach mehr oder weniger allein auf dem Weg zum Tor. Neudecker, der aus der gegnerischen Spielfeldhälfte zurückeilt und Morgalla, der aufgrund dessen, dass er erst dann Tempo aufnehmen kann, als Njinmah schon an ihm vorbei ist, können die Nummer 22 des BVB II nur noch begleiten, aber nicht mehr eingreifen, ohne das Risiko einer roten Karte einzugehen.

Dieser Treffer geht leider auf die Kappe von Stephan Salger. Grundsätzlich ist es natürlich, wenn die Abstimmung passt und jemand den Raum hinten absichert, kein Fehler, wenn sich ein Innenverteidiger in einen Angriff einschaltet. Bei einer knappen 2:1-Führung in einem Spiel, in dem ein Sieg, um das Minimalziel zu erreichen, Pflicht ist, sollte man das aber möglicherweise besser unterlassen.

Man muss aber auch Bornemann, der das Leder mit dem Rücken zum Mitspieler mustergültig weiterleitet, loben. Diese Aktion war ganz großes Kino. Auch die Kaltschnäuzigkeit des jungen Njimah vor dem Kasten gegen den herauseilenden Hiller war durchaus bemerkenswert.

Seien wir froh, dass Salgers Faux-Pas am Ende nicht teurer kam. Entscheidend ist: Die Löwen konnten das Spiel in der zweiten Halbzeit mit vier weiteren Treffern deutlich für sich entscheiden.

Fazit

Zum Spiel

Ende gut, alles gut. Zwischenzeitlich war ich am Samstag durchaus einem platzenden Kragen sehr nahe. Allerdings war ich mir selbst nach dem 2:2 noch sehr sicher, dass die Sechzger den Platz als Sieger verlassen werden. Es war durchaus deutlich zu sehen, dass alle auf dem Platz sowohl den Einzug in den DFB Pokal, als auch die Torjägerkanone für Marcel Bär als wichtige Ziele ansahen und auch dementsprechend agiert haben.

Einen direkt verwandelten Freistoß sieht man in der 3. Liga nicht wirklich häufig. In 342 gewerteten Spielen dieser Saison sind 19 Tore nach direkt verwandelten Freistößen gefallen. Am häufigsten durften da die Wiesbadener jubeln, denen dieses Kunststück dreimal gelang. Vier Mannschaften – unter anderem unser TSV 1860 – schafften dies zweimal. Acht Teams haben einen direkten Freistoß im Kasten untergebracht. Sieben Teams, wenn man das gescheiterte Projekt von der Heinrich-Wieland-Straße mitzählt, gingen leer aus. Das erste Tor der Dortmunder haken wir also unter Betriebsunfall ab. Dass die Chance zum zweiten Tor des BVB so nicht entstehen darf, habe ich oben schon dargelegt.

Zur Saison

Es war am Samstag der gelungene Abschluss nach einer Saison, die man möglicherweise, wenn man gewisse Entscheidungen im Herbst früher trifft, und in dem ein oder anderen Spiel keine spielentscheidenden Fehlentscheidungen der Schiedsrichter hinnehmen muss, noch erfolgreicher gestalten hätte können. Die Konstanz von Magdeburg war für keine andere Mannschaft zu erreichen. Dass Magdeburg das Glück hat, dass Baris Atik, den sonst niemand haben wollte, dermaßen einschlägt, ist auch nicht planbar gewesen. Am Ende hat jedes Team, denke ich, den Platz erreicht, der ihm zusteht.

Etwas unfair war es von manchen Teams, bzw. deren Funktionären, den Schwarzen Peter nach dem finanziellen Aus des Perlacher Projekts dem TSV 1860 zuzuschieben, der deshalb weniger Punkte als die meisten anderen Teams abgezogen bekam. Es wurde ja durchaus so dargestellt, als ob unser TSV 1860 München etwas für die Regularien beim DFB für solche Fälle könnte.

Zur näheren Zukunft

Durch die Gazetten schwirren nur so die Gerüchte. Während ich hier sitze und diese Zeilen schreibe, wurde nun auch mit Tim Rieder der erste Neuzugang an der Grünwalder Straße 114 bestätigt. Wenn auch nur die die Hälfte der Gerüchte, die im Umlauf sind, der Wahrheit entsprechen, wird der TSV 1860 München in der kommenden Saison eine schlagkräftige Truppe auf den Platz bringen, die von Anfang an oben mitspielen kann. Wichtig wäre natürlich auch der Verbleib von Trainer Michael Köllner – aber davon gehe ich ohnehin ganz stark aus! Einen zweiten Fall Mölders, der das Team zu zerbrechen droht, schließe ich aus. In so einem Fall wird die sportliche Leitung aus Fehlern gelernt haben und früher die Reißleine ziehen.

Damit bleibt mir nur noch übrig, Euch – liebe Leser – eine entspannte Sommerpause zu wünschen. Bis dann.

Datenquelle: Wyscout

Marcel Bär dominiert und blickt nach vorne

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Marcel Bär Mixed Zone gegen Borussia Dortmund II Torschützenkönig

Für Marcel Bär war es sicherlich eine der besten Spielzeiten in seiner Karriere. Beim fulminanten 6:3-Sieg gegen Dortmund erzielte der 29-Jährige nicht nur zwei Tore, sondern bereitete drei weitere Treffer vor. Auch für den “kicker” war Bär “Spieler des Tages” . Bär dominiert aktuell beim TSV 1860. Sein Blick geht aber auch nach vorne.

Leistung weckt Begehrlichkeiten

Am Samstag wurde Marcel Bär die Torjägerkanone überreicht – sehr zur Freude des sympathischen Stürmers: “Das Ding ist ganz schön schwer und war auch schwer zu gewinnen. Aber dass ich es mit so einem Traumtor zum 2:0 festgemacht habe, ist natürlich super.” Ein Jahr Vertrag hat Bär an der Grünwalder Straße noch. Sein Plan ist, “im nächsten bei Sechzig zu sein” – außer es kommt ein unmoralisches Angebot. Dann würde es sich der 29-Jährige überlegen, was wir alle nicht hoffen.

Seine nähere Zukunft heißt aber nach eigener Auskunft 1860:

“Wir wollen zusammen nächstes Jahr angreifen und aufsteigen!”

Der Aufstieg ist auch für den Stürmer das große Ziel für die kommende Saison. in der Mannschaft und im Verein fühlt sich “Cello” nach eigenen Worten sehr wohl. Jetzt heißt es aber erst einmal die Beine hochlegen und sich von der anstrengenden Saison erholen. Das klappt für den Stürmer vor allem mit seiner Familie: “Ich freue mich auf meine Familie – auf meine Frau und unsere Kleine.” Zeit Kraft zu tanken und sich vielleicht doch Gedanken, um eine Vertragsverlängerung zu machen?  Am 17. Juni ist Trainingsauftakt an der Grünwalder Straße und wir gehen alle davon aus mit Marcel Bär.

Fünf Löwen in der “Elf des Tages”

Bär dominiert auch in der “Elf des Tages” des “kickers”. Bereits zum achten Mal wurde er nominiert. Auch Marco Hiller, Stefan Lex, Yannick Deichmann und Stephan Salger stehen in der Spieltags-Elf. Salger wurde übrigens zum ersten Mal in dieser Saison ausgezeichnet. Ein schönes Abschiedsgeschenk für den Abwehrspieler, der in der nächsten Saison beim 1. FC Köln II spielen wird und am Samstag verabschiedet wurde.

Jetzt offiziell: TSV 1860 holt Tim Rieder zurück an die Grünwalder Straße

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Tim Rieder TSV 1860

Was lange währt, wird endlich gut – das gilt hoffentlich auch für Tim Rieder, dessen Rückkehr zum TSV 1860 nun endlich auch offiziell bestätigt wurde. Bereits kurz nach dem Rückzug von Türkgücü war der Transfer hinter vorgehaltener Hand angekündigt worden.

Tim Rieder kehrt zum TSV 1860 zurück

Bereits in der Saison 2019/20 trug der gebürtige Dachauer auf Leihbasis das Trikot von Münchens großer Liebe und kam dabei zu 25 Einsätzen (3 Tore). Anschließend konnte sich der TSV 1860 nicht mit dem FC Augsburg über eine Ablösesumme einigen und so wechselte der Defensivspieler zum 1. FC Kaiserslautern.

Dort überzeugte Rieder trotz 36 Saisoneinsätzen zu selten und zog nach nur einem Jahr in der Pfalz zu Türkgücü weiter. Nicht zuletzt aufgrund diverser Störfeuer von außen lief es auch dort sehr überschaubar. Beim Perlacher Projekt kam Rieder bis zum Rückzug der Mannschaft auf 28 Einsätze und möchte nun beim TSV 1860 zu alter Stärke zurückfinden. Es sei ihm und den Löwen gegönnt. Der 28-Jährige unterschrieb bis 2024 und möchte mithelfen, Münchens große Liebe wieder in die 2. Bundesliga zu hieven.

Tim Rieder TSV 1860

Bild: TSV 1860

Tolle Serie der U21 des TSV 1860 beim SV Kirchanschöring gerissen

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SV Kirchanschöring TSV 1860 München II U21

Elf Spiele in Folge hatte die U21 des TSV 1860 nicht mehr verloren, nun setzte es für die Löwen eine 0:3-Niederlage beim SV Kirchanschöring. Die Truppe von Frank Schmöller bleibt damit jedoch auf Platz 6 der Bayernliga Süd.

Serie der TSV 1860 U21 reißt in Kirchanschöring

Fünfter gegen Sechster – auf dem Papier sah das nach einer ausgeglichenen Partie aus. Nach 90 Minuten war die tolle Serie der Löwen jedoch beendet und die Anzeigetafel wies einen deutlichen Sieg der Heimmannschaft aus dem Landkreis Traunstein aus.

Die Amateure reisten völlig ohne Unterstützung durch Profis oder U19 nach Kirchanschöring und hatten lediglich vier Ersatzspieler (keinen Keeper!) auf der Bank. Bis zur Pause gestaltete die U21 das Spiel ausgeglichen, dann aber sorgten Huber (54.), Buxmann (59.) und Peter (88.) für den verdienten Sieg der Gastgeber.

Sechzig am Wochenende: TSV 1860 III feiert Kantersieg im Platzderby

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TSV 1860 III Dritte SpVgg Haidhausen II

Mit einem beeindruckenden 9:0 im Platzderby gegen die SpVgg 1906 Haidhausen II hat der TSV 1860 III seine Aufstiegsambitionen untermauert. Vor 150 Zuschauern auf dem 06er-Platz an der St. Martin-Straße ließen die Löwen dem Gegner keine Chance und festigten Platz 2 in der Tabelle.

TSV 1860 III feiert Kantersieg im Platzderby

Bereits zur Pause führte der TSV 1860 III nach Treffern von Julian Schleich, Daniel Schlömer und Jeffrey Ebert im Platzderby mit 3:0. Nach dem Seitenwechsel ging es aber erst so richtig los und die Dritte feierte ein regelrechtes Schützenfest. Diego Hones (2), Jakob Lechner (2), Julio Cardoso und noch einmal Daniel Schlömer sorgten für einen ungefährdeten 9:0-Sieg des Teams von Trainer Lulzim Kuqi.

In der Tabelle liegen die Löwen mit 53 Punkten nur einen Zähler hinter Spitzenreiter FC Ludwigsvorstadt. Dritter ist der TSV Milbertshofen mit 50 Punkten. Am kommenden Wochenende (21.05., 17 Uhr) empfängt die Dritte Milbertshofen und kann im direkten Duell zumindest den Relegationsplatz 2 sicherstellen.

TSV 1860 Frauen feiern Aufstieg und Meisterschaft

Grund zur Freude gab es auch für die Frauen des TSV 1860. Zwar musste die Partie gegen die SG FC Dreistern Neutrudering/DJK SB München-Ost wegen Nichtanritt des Gegners abgesagt werden, der Aufstieg und die Meisterschaft wurden dennoch ordentlich gefeiert! Wir gratulieren ganz herzlich!

TSV 1860 Frauen Aufstieg Meister
Die Frauen des TSV 1860 feiern Aufstieg und Meisterschaft

Die Spiele im Überblick

Freitag, 13.05.

20.00 Uhr: Senioren A – FSV Harthof 1:1

Samstag, 14.05.

10.00 Uhr: U12 – Kirchheimer SC 6:1
13.00 Uhr: U14 – SpVgg Greuther Fürth 3:0
13.30 Uhr: Profis – Borussia Dortmund II 6:3
14.00 Uhr: SV Kirchanschöring – U21 3:0
14.00 Uhr: U16 – FC Orlando 1:3
16.00 Uhr: U19 – FC Memmingen 4:0
17.00 Uhr: 3. Mannschaft – SpVgg 1906 Haidhausen II 9:0
19.00 Uhr: Frauen – SG FC Dreistern Neutrudering/DJK SB München-Ost abgesagt

Sonntag, 15.05.

10.30 Uhr: U11 – FC Bayern München 1:3
12.30 Uhr: U12 – Würzburger Kickers 6:0
15.00 Uhr: U15 – FC Bayern München 1:1
15.30 Uhr: FT Gern II – 4. Mannschaft abgesagt

Montag, 16.05.

19.00 Uhr: Senioren B – Fortuna Unterhaching -:-
19.30 Uhr: FC Unterföhring – Senioren C -:-

TSV 1860 Frauen Aufstieg Meister
Herzlichen Glückwunsch, liebe Löwinnen!

Es ist vollbracht: Die U19 des TSV 1860 steigt in die Bundesliga auf!

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TSV 1860 FC Memmingen U19 Aufstieg
Die Freude war groß, als der Aufstieg eingetütet war

Selten war ein Aufstieg so verdient wie dieser! Nach einer perfekten Vorrunde setzte sich die U19 des TSV 1860 auch in der Aufstiegsrunde ungeschlagen durch und spielt in der kommenden Saison in der Bundesliga. Zum Abschluss gab es einen ungefährdeten 4:0-Sieg über den FC Memmingen.

U19 des TSV 1860 steigt in die Bundesliga auf

Es war angerichtet an der Grünwalder Straße 114. Nach dem 6:3-Sieg der Profis gegen den BVB II strömten 200 Fans (mehr waren leider nicht zugelassen) ans Trainingsgelände, um direkt der nächsten Feierlichkeit beizuwohnen. Trotz drückender Überlegenheit der Löwen-A-Jugendlichen hielt der FC Memmingen bis zur Pause ein torloses Remis. Ein gefährliches Ergebnis, denn nur ein Konter könnte den Traum vom Aufstieg in letzter Minute platzen lassen.

So dauerte es bis zur 58. Minute, ehe Michael Glück die Löwen mit dem 1:0 erlöste. Nun aber kam der Express ins Rollen und die U19 des TSV 1860 schoss sich mit drei weiteren Treffern in die Bundesliga. Toptorjäger Devin Sür erhöhte auf 2:0 (64.), Marius Wörl ließ in der 79. Minute den dritten Treffer folgen.

TSV 1860 FC Memmingen U19 Aufstieg
Daumen hoch für die U19!

Köllner dirigiert die Sechzger Musikanten

Den Schlusspunkt setzte Marko Zivanovic in der 85. Minute und danach stieg die große Aufstiegsfeier auf dem Trainingsgelände. Die Aufstiegsshirts wurden stolz präsentiert, die von den Unternehmern für Sechzig organisiert worden waren.

Profi-Trainer Michael Köllner ließ es sich nicht nehmen, die Sechzger Musikanten anlässlich des U19-Aufstiegs zu dirigieren. Somit sind wieder alle Junioren-Mannschaften des TSV 1860 in der höchsten Spielklasse vertreten. Herzlichen Glückwunsch!

TSV 1860 FC Memmingen U19 Aufstieg
Das Aufstiegsshirt der A-Junioren des TSV 1860

Sechzig um Sieben: Tag 1 der Sommerpause – Löwen auf Mallorca

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Der letzte Spieltag ist vorüber, das Tabellenbild ist final. Der TSV 1860 München schließt die Spielzeit erneut auf Rang 4 ab. Der letzte Absteiger ist gefunden. Zeit also, dass bei sechzger.de auch Ruhe einkehrt und die Sommerpause genossen wird. Gestern war das vielleicht sogar der Fall, doch heute holen wir alles nach – versprochen! Denn wie auch schon vor knapp einem Jahr ist der Begriff Sommerpause für uns immer relativ. Es mag vielleicht etwas weniger zu berichten geben, aber dennoch werden wir euch weiterhin täglich mit allen News versorgen.

Giesinger Gedanken nach dem Sieg gegen Dortmund

Durch den fulminanten Sieg mit neun Toren gegen die Zweitvertretung des BVB sicherten sich die Löwen die Teilnahme am DFB-Pokal in der kommenden Spielzeit. Logischerweise wird in den Giesinger Gedanken nach dem letzten Spieltag die Frage gestellt, ob man die Saison nun als Erfolg werten kann oder doch eher der verpassten Aufstiegschance hinterher trauern soll. Thomas beantwortet die Frage für sich eher mit der zweiten Option und ist sich sicher, dass mehr drin gewesen wäre.

Bierofka im Interview bei sport1

Bekanntlich tritt Daniel Bierofka, ehemals Spieler und Trainer bei den Löwen, ab Sommer seinen neuen Job bei der U17 in Unterhaching an. Im Gespräch mit sport1 geht es aber nicht nur einen Ausblick in die Zukunft, sondern auch um seine Zeit beim TSV 1860 München. Erfreulicherweise äußert der 43-Jährige dabei, dass er “mit 1860 im Reinen” sei.

Ex-Löwe Wittek Spieler der Saison

Er scheint in den Niederlanden sein Glück gefunden zu haben. Fünf Tore konnte er in der neu geschaffenen Europa Conference League erzielen, 25 Mail stand er in der Eredivisie auf dem Platz. Dabei konnte er offenbar überzeugen, denn Maximilian Wittek wurde bei Vitesse Arnheim zum Spieler der Saison gewählt. Herzlichen Glückwunsch!

Maximilian Wittek Spieler Der Saison Vitesse Arnheim
Auf Instagram freut sich Maxi Wittek über die Auszeichnung

Sommerpause: weiter geht es Ende Juli

Unmittelbar nach dem Dortmund-Spiel ging es für einen Teil der Spieler in den Flieger. Ziel war Mallorca, wo die Löwen bereits auf den dortigen Löwenfanclub trafen. Erst einmal ist also Urlaub angesagt, bevor Mitte Juni die Vorbereitung für die neue Saison beginnt. Zahlreiche Testspiele sind dabei schon vereinbart worden. Die Saison startet dann am Wochenende vom 22. bis 24.Juli.

News aus der 3.Liga

Trauer in Berlin, Feier in Verl

Mit einem fulminanten Spieltag ging die Saison 2021/22 in der 3.Liga vorbei. In fünf von neun Spielen wurden sechs oder mehr Tore erzielt. Sagenhafte 43 Tore kann man daher in allen Zusammenfassungen bestaunen. Im Aufstiegskampf waren bereits alle Entscheidungen gefallen. Im Tabellenkeller musste jedoch noch ein Absteiger ermittelt werden und dieser kommt aus der Bundeshauptstadt. Mit 3:4 verlor Viktoria Berlin gegen den SV Meppen und muss daher direkt zurück in die Regionalliga Nordost. Ganz anders ist dagegen die Gefühlslage beim SC Verl. Nach dem 1:1 gegen Duisburg durften die Sektkorken knallen, denn der SCV tritt auch ab Juli weiterhin in der Drittklassigkeit an. Drei Punkte trennen den Sportclub in der Endabrechnung von der Abstiegszone.

Ex-Trainer Daniel Bierofka im Interview: “Bin mit 1860 im Reinen”

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Daniel Bierofka
Daniel Bierofka, ehemaliger Spieler und Trainer des TSV 1860

Schritt nach vorne oder zurück? Zur neuen Saison wird Daniel Bierofka die U17 der SpVgg Unterhaching übernehmen und nach zwei Profistationen in den Nachwuchsbereich zurückkehren. Im Interview mit Sport1 äußert sich Bierofka auch über seine beiden Ex-Vereine TSV 1860 und Wacker Innsbruck, bei denen er jeweils das zweifelhafte Vergnügen hatte, zwischen den Stühlen zu sitzen.

U17 statt 3. Liga

Ex-Löwe Bierofka beteuert im Interview, auch einen Trainerposten in der 3. Liga angeboten bekommen zu haben, sich dann aber der Familie zuliebe für die räumlich nähere SpVgg Unterhaching entschieden zu haben.

Zwar bezeichnet er den dortigen Cheftrainer Sandro Wagner als “guten Typ”, so ganz abwegig erscheint der Gedanke jedoch nicht, dass er diesen beerben könnte, sollte der Saisonstart der Vorstädter nicht nach Wunsch verlaufen. Aufgrund der TV-Verpflichtungen Wagners wird dieser ohnehin des Öfteren nicht auf dem Trainingsplatz sein können.

Bierofka “mit 1860 im Reinen”

Natürlich kam auch die Zeit von Daniel Bierofka beim TSV 1860 zur Sprache. Hierzu äußerte sich der 43-Jährige sehr vage und beließ es bei den Gründen für seinen Abschied bei Andeutungen.

“Es war ein schwerer Schritt, aber es gab da für mich nur diesen Ausweg. Aufgrund von Strömungen im Verein, die nicht mehr gut waren. Ich wollte einfach, dass die Mannschaft weiter arbeiten kann mit einem Trainer, der mit ganzer Energie dabei ist. Und deshalb war es besser zu sagen ‚Wir beenden das Thema‘. Es waren zweieinhalb extrem anstrengende Jahre bei Sechzig und wir waren erfolgreich, denn wir sind zurückgekommen in den Profibereich.”

Er sei “mit 1860 im Reinen”, fügte der ehemalige Spieler und Trainer der Löwen hinzu.

Guter Austausch mit Ismaik

Dennoch wies Bierofka darauf hin, dass es in seiner Trainerkarriere “eigentlich immer schwierig” gewesen sei. Sowohl in Giesing als auch in Innsbruck habe er in einer Sandwich-Position zwischen Investor und Verein befunden. Seine Situation beim TSV 1860 beschreibt er wie folgt:

“Mit Hasan Ismaik hatte ich einen guten Austausch. Aber leider war zeitweise kein Vertrauen mehr da zwischen dem e.V. und ihm. Momentan hat sich die Situation etwas beruhigt. Aber es geht nur, wenn man gemeinsam ein Ziel hat, das man erreichen will.”

Hilfreiche Erfahrungen bei den Löwen

Auch bei Wacker Innsbruck waren die Begebenheiten nicht die einfachsten, wie Bierofka bestätigt. Hier seien ihm jedoch seine Erfahrungen bei den Löwen zugute gekommen.

“Mir hat die Zeit in Innsbruck durch Sechzig geholfen, weil es da ähnlich zuging. Auch bei Wacker wussten wir am Ende nicht mehr, wie lange das noch gut ausgehen wird.”

Ein Seitenhieb bezüglich der Verlässlichkeit des Hauptgesellschafters und Investors bei den Löwen? Kann man sich bei Bierofka ja eigentlich kaum vorstellen, oder? Wie interpretiert Ihr diese Aussage?