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Giesinger Gedanken: vom Regen in die Traufe

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Am 21.Spieltag zeigten die Löwen große Moral und drehten einen 0:2-Rückstand noch in einen Sieg. Die Voraussetzungen waren fast perfekt, um gegen den Karlsruher SC im Pokal zu bestehen. Doch nach den gestrigen Meldungen mit mehreren Corona-Fällen beim TSV 1860 rückt das Ganze schon wieder in den Hintergrund.

Am Dienstag kommt der Regen…

Dienstagabend, 18:30 Uhr im Grünwalder Stadion: Mane und ich sitzen neben mehreren Funktionären, Ersatzspielern, Pressevertretern und weiteren Personen auf der Haupttribüne. Der Schiedsrichter pfeift an. Wo normalerweise ein Stadion wie eine Wand hinter den Löwen stehen würde, herrscht angespannte Stille.

Der TSV 1860 beginnt gut, der KSC verzweifelt zusehends und wirkt gegen Ende der ersten Halbzeit zermürbt. Im zweiten Durchgang kommt der Zweitligist besser ins Spiel und zieht durch einen Handelfmeter ins Viertelfinale ein. Wie wir schon im Talk beredet haben, war der Sieg durchaus verdient. Aber die Art und Weise, wie das Tor entsteht, nervt schon gewaltig.

…am Ende der Woche Corona beim TSV 1860: die Traufe

Während ich mich mit manchen Freunden auch kurz vor dem Duell gegen Türkgücü noch darüber aufrege, dass auch im Viertelfinale viele Vereine stehen, bei denen die Löwen durchaus Chancen gehabt hätten, ändert eine Meldung auf einen Schlag alles.

Ein Spieler fährt wieder heim, weitere folgen kurz danach. Corona ist natürlich direkt die erste Vermutung, aber ob es beim TSV 1860 oder Türkgücü Fälle gab, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt. Kurze Zeit später herrscht Gewissheit: mehrere Corona-Fälle beim TSV 1860.

Überraschend ist es tatsächlich nicht, nachdem man die Meldungen rund um den Karlsruher SC verfolgt hat. Erst waren es ein paar, später 16 Spieler und dazu vier Trainer, die positiv getestet wurden. Aber trotzdem hatten am Samstag wohl die wenigsten mit diesen Nachrichten von der Grünwalder Straße gerechnet. Unser Vertreter von sechzger.de verbrachte den Samstag damit nicht im zugigen Olympiastadion, sondern daheim auf dem warmen Sofa. Das beste – wenn man das denn aktuell sagen kann – ist, dass das Spiel bei der Neuansetzung mit ziemlicher Sicherheit mit mehreren tausend Löwenfans stattfinden kann.

Vorwürfe in Richtung Baden

Spannend wird aber zu beobachten sein, welche Folgen das Ganze haben wird. In den letzten Wochen mehrten sich die Spielverlegungen in der 3.Liga, nun kommen durch Corona beim TSV 1860 zwei oder gar drei Spiele hinzu. Der Spielplan wird mal wieder durcheinander gewirbelt. Neben den möglichen gesundheitlichen Folgen für die betroffenen Spieler ist auch die erhöhte Belastung durch mehrere Englische Woche nicht zu verachten.

Eine Sache kann ich allerdings überhaupt nicht nachvollziehen. In den Sozialen Medien werden Vorwürfe gegenüber dem Karlsruher SC immer lauter. Man solle sie verklagen, das Spiel anfechten, den Viertelfinaleinzug vor Gericht erzwingen. Was für ein Quatsch!

Wer glaubt denn ernsthaft, dass der KSC Corona-Fälle vor dem Spiel gegen den TSV 1860 verschwiegen hat? Dann der Vorwurf, die Badener hätten überhaupt nicht getestet. Auch das ist doch an den Haaren herbeigezogen.

Die aktuelle Situation ist für uns alle nicht einfach. Unsere Spieler bemühen sich seit zwei Jahren, um einen Corona-Ausbruch beim TSV 1860 zu vermeiden. Nun hat es uns allerdings erwischt – trotz Hygienekonzept und aller Vorsichtsmaßnahmen. Damit müssen wir zurecht kommen, aber sicher nicht dem Karlsruher SC die Schuld dafür geben.

Allen Betroffenen an dieser Stelle noch einmal gute Besserung. Wenn es wieder losgeht, sind die Löwenfans wieder dabei. Sie werden dafür sorgen, dass es nicht mehr zum Regen kommt. Über die Traufe brauchen wir dann gar nicht erst reden. Auf dem Platz und auf den Rängen: alle gemeinsam für den TSV 1860, damit wir im Mai das bestmögliche Ergebnis erzielen.

22. Spieltag in der 3. Liga: Fünf Spiele am Nachmittag

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Blick auf die Konkurrenz bei sechzger.de: so haben die anderen Vereine in der 3.Liga abgeschnitten

Nachdem das Duell unserer Löwen mit Türkgücü im Olympiastadion dem Corona-Ausbruch bei 1860 zum Opfer fiel, bot sich den Löwenfans die Gelegenheit, die Konkurrenz ein wenig unter die Lupe zu nehmen. Mit Kaiserslautern (wobei das Spiel am kommenden Dienstag wohl auch abgesagt wird), Viktoria Köln, Braunschweig und Halle waren vier der kommenden fünf Löwengegner am 22. Spieltag in der 3. Liga im Einsatz. Sechzger.de fasst die Spiele für Euch zusammen:

1. FC Kaiserslautern – Viktoria Berlin 2:0

Neuzugang Terence Boyd, den manch Löwenfan ja gerne einmal im Trikot des TSV 1860 gesehen hätte, durfte auf dem Betzenberg noch nicht ins Geschehen eingreifen. Er nahm erstmal – neben 1.000 Zuschauern – auf der Tribüne seiner neuen Wirkungsstätte Platz. Die Kollegen auf dem Rasen gingen drei Minuten vor der Pause nach einer druckvollen Phase durch Julian Niehues in Front. Nach einer guten Stunde erhöhte Philipp Hercher auf 2:0. Mehr passierte nicht mehr. Die Pfälzer brachten den Sieg im Stile einer Spitzenmannschaft über die Bühne.

Eintracht Braunschweig – Hallescher FC 1:0

Über eine Stunde mussten 500 Zuschauer in Braunschweig warten, ehe die Eintracht durch Luc Ihorst in Führung gehen konnte. Das Tor war nicht gänzlich unverdient, allerdings für die Gäste ein wenig bitter, da Innenverteidiger Jonas Nietfeld zu dem Zeitpunkt gerade verletzungsbedingt draußen behandelt wurde. Dem Ausgleich, den die Gäste aus Sachsen-Anhalt in der 74. Minute erzielen konnten, verweigerte Schiedsrichter Franz Bokop wegen einer Abseitsstellung – nach längerem Hin und Her – die Anerkennung. Eine Fehlentscheidung. Also ein weiteres bitteres Erlebnis für den HFC, der mit leeren Händen die Heimreise antrat.

Wehen Wiesbaden – VfL Osnabrück 0:0

Kein Spiel hat es in der Geschichte der 3. Liga häufiger gegeben, als diese Partie (19x). Heute war es gleichzeitig ein Bruder-Duell zwischen den beiden Ex-Löwen Ulrich und Emanuel Taffertshofer und dies konnte keiner der beiden für sich entscheiden.
Die mitgereisten Fans von der Bremer Brücke unter den 1.000 Zuschauern mühten sich redlich, so etwas wie Fußballatmosphäre in die Brita-Arena zu zaubern. Allein dieser Einsatz hätte ein paar Tore verdient gehabt. So kommen beide ambitionierten Teams nicht von der Stelle in der Tabelle.

Würzburger Kickers – Waldhof Mannheim 1:2

Am Würzburger Dallenberg konnte der erst vor neun Tagen aus Dresden nach Mannheim transferierte Pascal Sohm in der 41. Minute sein erstes Tor für den neuen Verein erzielen. Der zwischenzeitliche Ausgleich für den Zweitligaabsteiger durch Robert Herrmann (69.) half allerdings nichts. Wieder einmal unterlag Würzburg durch ein ganz spätes Tor. Fridolin Wagner vergrößerte in der 90. Minute durch den Mannheimer Siegtreffer die akuten Abstiegssorgen in Unterfranken. Schon fünf Punkte fehlen den Kickers zum rettenden Ufer.

Viktoria Köln – SC Verl 5:2

Im Sportpark Höhenberg fiel nicht nur nach acht Minuten das erste Tor dieses Drittliga-Nachmittags, sondern auch die meisten Treffer. Sieben an der Zahl! Die Gäste gingen durch Cyrill Akonos siebtes Saisontor in Führung. Kurz nach der Pause jubelte dann nur noch die deutliche Mehheit der 750 Zuschauer (das dürfte sich kommenden Samstag dann ein wenig anders verteilen). Der Ausgleich war der erste Saisontreffer für Jeremias Lorch. Sieben Minuten später drehte die Viktoria durch ein erneutes Premierentor das Spiel: Lenn Jastremski traf mit der Hacke an den Innenpfosten – und ins Tor. Acht Minuten vor dem Ende machte der voraussichtlich nächste Gegner der Löwen den Deckel drauf. David Philipp schloss einen Konter mustergültig ab und war dann auch noch für das 4:1 (86.) verantwortlich. In der Nachspielzeit trafen dann nochmal die Verler in Person von Nico Ochojski, ehe Seokju Hong den Schlusspunkt der Partie setzte.

Folgen für die Löwen?

Der TSV 1860 bleibt nach diesen Resultaten erstmal auf Platz 9, allerdings hatte man im Löwenherzen heimlich sicher auf Ausrutscher der Magdeburg-Verfolger Lautern, Braunschweig und Waldhof Mannheim gehofft. Dieser Wunsch blieb unerfüllt.
Morgen empfängt zur Spieltag-Fortsetzung dann noch der souveräne Tabellenführer aus Sachsen-Anhalts Hauptstadt den abgeschlagenen Letzten aus Havelse, der SV Meppen den FSV Zwickau sowie der MSV Duisburg den 1. FC Saarbrücken. Eine Änderung in der Tabelle für Sechzig ist durch diese Partien nicht möglich. Montagsspiel gibt es wegen der anstehenden englischen Woche keines.

Straßer beim Slalom in Kitzbühel 14.

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Ski-Löwe Strasser erneut im WM-Einsatz
Ski-Löwe Linus Straßer beim Training im Ötztal (13.01.2022)

Nach der corona-bedingten Absage des Spiels bei Türkgücü verfolgten sicher viele Löwenfans den Auftritt von Linus Straßer im zweiten Durchgang beim Slalom in Kitzbühel.

Fehler kostet bessere Ausgangsposition nach dem ersten Durchgang

Der Skilöwe (hier geht’s zu seinem Interview mit sechzger.de) zeigte im ersten Durchgang bei winterlichen Bedingungen auf dem Ganslernhang in Kitzbühel eine solide Leistung bis wenige Sekunden vor dem Ziel. Dort hob es den gebürtigen Münchner am letzten Geländeübergang aus und er verlor viel Zeit. So musste er sich mit Rang 17 und 1,51 Sekunden Rückstand auf den führenden Alex Vinatzer aus Südtirol begnügen. Mit Anton Tremmel qualifizierte sich auch ein zweiter Fahrer aus dem deutschen Team für den zweiten Durchgang.

Zweiter Durchgang geprägt von Ausfällen

Bei starkem Schneefall im zweiten Durchgang wurden einige Fahrer Opfer der etwas unrhythmischen Torsetzung. Insgesamt fielen elf Läufer aus. Anton Tremmel ging als zweiter Läufer auf die Strecke und kam mit repektabler Zeit ins Ziel. Der junge Mann vom Tegernsee verbesserte sich im zweiten Lauf auf den bemerkenswerten 17. Gesamtrang.

Straßer verbremst den Zweitel Lauf beim Slalom in Kitzbühel

Linus Straßer rutsche bereits nach wenigen Toren weg und war ab dann im Sicherheitsmodus unterwegs. Der Skilöwe war sichtlich darauf bedacht, nicht auszuscheiden und ging nicht das letzte Risiko. Im Ziel schrie schrie er seinen Ärger mit den Worten “Du Schweinshang!” heraus. Am Ende lag Straßer beim Slalom in Kitzbühel auf Platz 14. Gut, dass er mit dem dritten Platz in Adelboden die Olympiaqualifikation buchen könnte.

Ryding feiert ersten Weltcupsieg

Den Sieg konnte sensationell Dave Ryding aus England (!!!) feiern. Das Stockerl komplettierten Lucas Brathen und Henrik Kristoffersenaus Norwegen. Das Gesamtreseultat findet Ihr hier.

Über Schladming nach Peking

Vor den olympischen Spielen steht für Linus Straßer am Diesntag noch der Klassiker bei Night-Race auf der Planai in Schladming an. Danach geht es für die Athleten zu den Olympischen Spielen nach Peking.

Corona-Alarm: Türkgücü gegen TSV 1860 München abgesetzt

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Vor dem Spiel Türkgücü TSV 1860 München Saison 2020/21 3.Liga

Das Spiel zwischen Türkgücü und dem TSV 1860 München wird wegen eines Corona-Ausbruchs bei den Gästen am heutigen Samstag nicht stattfinden. Alle Spieler der Löwen waren schon am Vormittag mit ihren privaten PKWs vom Trainingsgelände an der Grünwalder Straße abgereist.

Corona beim TSV 1860

Die Gerüchte verdichteten sich im Laufe des späteren Vormittags, die offizielle Pressemeldung des DFB verdsendete der TSV 1860 um 12:35 Uhr, eineinhalb Stunden vor dem geplanten Anpfiff der Partie im Olympiastadion. In der eigenen Pressemitteilung der Löwen heißt es:

“Nach dem Corona-Ausbruch beim DFB-Pokal Gegner Karlsruher SC wurde das gesamte Team des TSV 1860 München täglichen Testungen unterzogen. Diese Testserien brachten bis Donnerstag ausschließlich negative Ergebnisse. In der Testserie am gestrigen Tag traten jedoch mehrere positive Fälle auf, die das Gesundheitsamt München zu einer Mannschaftsquarantäne veranlasste. Dies ist aus Sicht der Löwen umso ärgerlicher, da sich das gesamte Team in den letzten zwei Jahren an ein intern festgelegtes, akribisches Hygienekonzept gehalten hat, das zur Folge hatte, dass niemals gleichzeitig mehrere Spieler oder Mitglieder des Trainer- und Funktionsteams von Corona-Infektionen betroffen waren.

Die positiven Fälle traten bei Teammitgliedern der Löwen auf, die sich im Rahmen der Dopingkontrolle und weiteren gemeinsamen Pflichtterminen zusammen mit Spielern und Funktionären des KSC in geschlossenen Räumen aufgehalten haben. Alle positiv getesteten Personen weisen keine bzw. nur leichte Symptome auf.”

 

Zuschauer bei Neuansetzung?

Ein positiver Aspekt der nun erfolgten Spielabsage. Beim nächsten Versuch, die Partie zwischen Türkgücü und den Löwen anzupfeifen, dürften Zuschauer zugelassen sein. Am Montag beraten darüber die Ministerpräsidenten. Bayerns Landeschef Markus Söder hat bereits bis zu 50% Auslastung in Bayern angekündigt.

Spiel am Dienstag

Der nächste Drittligaspieltag steht bereits unter der Woche auf dem Programm. Sechzig empfängt dabei am Dienstag Abend den 1. FC Kaiserslautern auf Giesings Höhen. Es ist aber davon auszugehen, dass auch diese Partie nicht stattfinden wird. Der DFB spricht in seiner eingangs erwähnten Meldung von einer “starken Gefährdung”.

Genesungswünsche

Bei allen negativen Folgen für die individuelle Wochenendplanung der Löwenfans durch die heutige Spielabsage wollen wir an dieser Stelle nicht verpassen, auf eines hinzuweisen. Die Gesundheit eines Menschen stellt immer das höchste Gut dar. Deswegen wünschen wir auf diesem Weg unseren betroffenen Akteuren, aber auch den Gästen vom vergangenen Dienstag einen milden Verlauf und vollständige und rasche Genesung!

Liveticker: Türkgücü – TSV 1860 München (22.Spieltag)

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Liveticker Türkgücü München TSV 1860 München am 22.Spieltag der 3.Liga 2021 22

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 22.Spieltag der Saison 2021/22 mit dem Duell zwischen Türkgücü und dem TSV 1860 München!

Spiel Nummer 3 im Januar für die Löwen ist das “Auswärts”spiel bei Türkgücü im Olympiastadion. sechzger.de begleitet das heutige Duell live aus dem Stadion und mit Bildern sowie Eindrücken rund um die Partie.

Liveticker TSV 1860 München Auswärtsspiel Spielstand 0:0

mögliche Aufstellung:
1 Hiller – 36 Steinhart, 6 Salger, 27 Belkahia – 11 Greilinger, 20 Deichmann – 14 Dressel, 8 Tallig, 23 Staude – 7 Lex (C), 15 Bär

Bank:

Tore:

Die Personalsituation

Richard Neudecker hat gegen Wehen Wiesbaden seine fünfte gelbe Karte gesehen und ist damit heute gesperrt. Marius Willsch und Daniel Wein fallen verletzungsbedingt aus. Auch Nathan Wicht und Kevin Goden sind nicht im Kader.

Diesen Löwen droht eine Sperre

Stephan Salger hat bisher vier gelbe Karten gesehen. Bei der nächsten Verwarnung droht daher ein Spiel Pause. Außerdem muss auch Michael Köllner aufpassen. Er hat bereits drei Gelbe gesehen und müsste bei einer vierten ebenfalls ein Spiel von der Tribüne aus verfolgen.

Wo könnt ihr das Spiel Türkgücü – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Das heutige Duell wird live im Free-TV übertragen. Der BR hat sich die Rechte daran gesichert und zeigt das Spiel im Fernsehen und Online-Stream. Alle Details hierzu findet ihr hier.

Für Abonnenten von MagentaSport besteht trotzdem wie gewohnt die Möglichkeit, das Spiel zu verfolgen (Fernsehen und Online-Stream).

Seit dieser Spielzeit können alle Spiele der 3.Liga bei onefootball abgerufen werden. In der App (Tablet und Handy) des Anbieters kann das Spiel für nur 2,99€ gekauft werden.

Auftakt zum 22. Spieltag: BVB II und SCF II spielen leistungsgerecht remis

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Die Partie zwischen den zwei Zweitvertretungen stellte den Auftakt zum 22. Spieltag dar. BVB II und SCF II trennen sich in einer umkämpften Partie leistungsgerecht 1:1 unentschieden.

Im Freitagsspiel der 3. Liga trafen die Zweitvertretungen der beiden Bundesligisten Borussia Dortmund und SC Freiburg aufeinander. In der umkämpften, aber dennoch chancenarmen Partie ging keine Mannschaft als Sieger vom Platz, allerdings Maloney (BVB II) in der 90.+1 Minute als Verlierer mit einer glatt roten Karte durch eine unsportliche Äußerung. Schiedsrichter Alt zögerte kein bisschen bei der Entscheidung.

Die erste Hälfte

In der 5. Minute des Spiels erzielte der BVB II direkt mit dem ersten Torschuss die Führung durch Tigges, der auch schon des öfteren im Bundesligakader der Dortmunder stand. Die Dortmunder brachten nachfolgend in der ersten Halbzeit nach dem Führungstreffer nicht mehr viel zu Stande. Allerdings wusste auch der SCF nichts mit den Freiheiten anzufangen. So bleibt nur noch eine beinahe Chance der Nordrhein-Westphalen zu erwähnen, als Tigges noch im letzten Moment am Abschluss gehindert wurde. In der 39. Minute sah Stamm (SCF) noch die gelbe Karte, als er sich über ein hartes Einsteigen des Dortmunder Torhüters Drljaca beschwerte.

Die zweite Hälfte

Nach dem Seitenwechsel ging es personell unverändert weiter, allerdings waren auch im zweiten Durchgang Chancen Mangelware. Hier machten erst einmal beide Schlußmänner auf sich aufmerksam. Drljaca schlug bei einer mißglückten Abwehr weit vor seinem Tor unter den Ball, aber die Breisgauer in Person von Burkart können diesen Faux-pas nicht ausnutzen. Danach war auch der Freiburger Atubolu im Rampenlicht. Nach einer Grätsche vor der Box muss dieser gegen zwei Dortmunder ins Dribbling. Am Ende setzt er sich gegen Taz und Pherai durch und kann den Ball klären.

In der 53. Minute dann bringt Coulibaly Wagner im Strafraum zu Fall. Auch hier zögert Referee Alt keine Sekunde und zeigt direkt auf den Punkt. Den fälligen Strafstoß für die Breisgauer verwandelt Leopold sicher. Während Drljaca auf die rechte Seite hechtet, drosch Leopold den Ball souverän mittig unter die Latte. Auf den Ausgleich reagierte Trainer Maaßen mit einem Dreifachwechsel, der allerdings den Dortmundern auch nicht mehr half, zurück in die Spur zu finden.

So gibt es dann lediglich noch zwei gelbe Karten für die Freiburger zu erwähnen, die allerdings folgenlos bleiben. In der 90.+1 Minute folgte dann noch die bereits erwähnte rote Karte für Maloney. Nachdem die vier Minuten Nachspielzeit abgelaufen waren, war dann auch Schluß in der Roten Erde.

Das Ergebnis kann unseren Löwen durchaus nutzen, die am morgigen Samstag auf den Stadtrivalen Türkgücü München treffen und nun mit einem Sieg an den Dortmundern vorbeiziehen könnten.

Corona in Karlsruhe: Köllner hofft auf Verschonung seiner Mannschaft

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Löwen testen wieder täglich

Am Donnerstag Abend wurde aus Karlsruhe vermeldet, dass per PCR-Test insgesamt 24 Personen aus Mannschaft, Trainer- und Funktionsteam positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Darunter 16 Spieler. Nachdem davon ausgegangen werden kann, dass mehrere dieser Spieler natürlich beim Pokalspiel am Dienstag Abend auf Giesings Höhen auch im Einsatz waren, herrscht auch beim TSV 1860 erhöhte Alarmbereitschaft. In der LÖWENRUNDE vor der morgigen Partie gegen Türkgücü im Olympiastadion (im sechzger.de-Liveticker) äußerte sich Michael Köllner zur Thematik. “Wir haben gestern getestet, werden heute testen, haben jetzt mal geplant, bis einschließlich Montag jeden Tag zu testen.” Es sei auch zu überlegen, ob wir zu PCR-Tests übergehen. Wir sind mit dem Gesundheitsamt im Austausch. Wichtig ist, dass wir alles dafür tun, dass wir das Thema so klein halten können, wie möglich. Und wir hoffen natürlich, dass der Kelch an uns vorübergeht.”

Durch Corona-Ausbruch in Karlsruhe verunsichert?

Auf Nachfrage von sechzger.de, welchen Eindruck denn seine Mannschaft auf ihn gemacht habe, nachdem der Ausbruch beim Gegner vom Dienstag bekannt geworden sei, antwortete der Löwendompteur: “Natürlich beschäftigt dass einen, wenn man nach dem Spiel so eine Meldung kriegt, dass da einige positiv waren. In der ersten Meldung hieß es ja, dass die betroffenen Spieler nicht im Kader waren, da waren wir erstmal beruhigt.”
Diese erste Entspannung wich dann allerdings gewisser Nervosität: “Jetzt kam heute Morgen eine ganz andere Meldung, die uns natürlich schon ein Stück weit ‘Beine gemacht hat’. Ich hoffe aber, dass die Mannschaft sich da nicht sonderlich verunsichern lässt.”

Zweikampfverbot? – Natürlich nicht

Zu den ganz konkreten Auswirkungen der Pandemie auf dem Spielfeld äußerte sich Köllner auch. “Wichtig ist aktuell – und das rate ich meinen Spielern auch immer – die Kontakte auf dem Spielfeld so gering wie möglich zu halten.” Die versammelten Medienvertreter fragten sich wohl kurz: Wie geht das denn? Bei einer Kontaktsportart? Aber Köllner schob erläuternd nach, dass man in einem Zweikampf auf dem Spielfeld natürlich den direkten Kontakt nicht vermeiden könne. Die Akteure seien jedoch angehalten, vor und nach dem Spiel auf Shakehands und Umarmungen zu verzichten.

 

Transfer fix: Terrence Boyd wechselt nach Kaiserslautern

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Terrence Boyd Halle Kaiserslautern Transfer

Wow, das ist ein echter Transfer-Hammer! Terrence Boyd verlässt den Halleschen FC und wechselt mit sofortiger Wirkung nach Kaiserslautern. Damit hat sich wohl auch der Traum vieler Löwenfans erledigt, den Stürmer doch noch im Trikot des TSV 1860 zu erleben.

Boyd nach Kaiserslautern

Satte 300.000 Euro legt der FCK für den 30-jährigen Angreifer auf den Tisch. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die Pfälzer ja bekanntermaßen finanziell auch nicht gerade auf Rosen gebettet sind… Mit dem ehemaligen US-Nationalspieler Boyd legt Kaiserslautern nun in der Offensive noch einmal nach und drängt mit aller Macht in Richtung 2. Bundesliga.

Löwenrunde: Michael Köllner rechnet mit defensiv eingestelltem Türkgücü

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Michael Köllner PK Löwenrunde 1860 Türkgücü

Mit Andreas Heraf steht bei Türkgücü München am morgigen Samstag ein neuer Trainer an der Seitenlinie. Da das erste Pflichtspiel nach der Winterpause in Halle coronabedingt ausgefallen ist, stellt das Duell mit dem TSV 1860 also die Premiere für den Österreicher dar. Taktisch gesehen natürlich auch für Michael Köllner eine spannende Sache, da man nicht weiß, ob Türkgücü wie agieren wird. Mögliche Varianten hat Bernd Winninger ja bereits in seiner Taktiktafel aufgezeigt.

Köllner mutmaßt zur Taktik von Türkgücü

Christoph Leischwitz von der Süddeutschen Zeitung fragte Coach Michael Köllner in der heutigen Löwenrunde, ob er einen defensiv eingestellten Gegner erwarte, der 1860 einlade, das Spiel zu machen.

“Das ist ja die Frage, ob wir das wollen. Sechzig München hat ein eigenes Selbstverständnis, das ist klar! Die Gegner nehmen uns schon auch so wahr und kennen unsere Stärken. (…) Ich glaube schon, dass der Gegner möchte, dass wir viel Ballbesitz haben. (…) Ich glaube auch, dass der Gegner sehr defensiv, sehr tief stehen wird. Das zeigen auch die Kaderveränderungen, die sie vollzogen haben und auch weiter anstreben. (…) Ich erwarte eine Mannschaft, die über das Konterspiel kommt.”

Natürlich wird Köllner seiner Mannschaft einbläuen, Türkgücü nicht ins offene Messer zu laufen und entsprechende Räume für Konter zu offerieren. Entsprechend hofft Köllner, “im Idealfall das Ergebnis aus dem Vorjahr wiederholen” zu können.

TAKTIKTAFEL: Türkgücü – TSV 1860 München (22.Spieltag)

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem Spiel Türkgücü – TSV 1860 München.

Andreas Heraf ist der bereits dritte Trainer des Perlacher Projekts in dieser Saison – wenn man den als Interimscoach tätigen Co-Trainer mitzählt sogar der vierte. Er war bis Ende September noch als Übungsleiter des österreichischen Bundesligisten SV Ried beschäftigt.

Nachdem sein eigentliches Debüt vergangenen Samstag den Umständen der Pandemie zum Opfer fiel, feiert er nun gegen unseren TSV 1860 München seinen Einstand auf der Trainerbank des Vereins von der Heinrich-Wieland-Straße.

Wir haben also nur wenige Anhaltspunkte dafür, welches System oder welche Taktik der seit 2003 als Trainer arbeitende Österreicher, der als Spieler unter anderem bei Hannover 96 tätig war, für seine Mannschaft im Spiel gegen die Sechzger vorgesehen haben könnte.

Die Taktik aus Ried bei Türkgücü?

Der letzte von ihm betreute Verein, die SV Ried, war noch im Sommer während des Trainingslagers in Windischgarsten Gegner des TSV 1860 München. Ried spielte damals im 4-4-2 gegen das 5-3-2 der Löwen. Bis zu seiner Demission bei den Oberösterreichern Ende September spielten die Rieder unter ihm allerdings in der Liga ein System mit Dreier- respektive Fünferkette. 3-5-2, 3-4-1-2 oder 5-3-2.

Seit vier Spielen sieht man bei den Sechzgern nun auch wieder die im bereits im Sommer ausprobierte Dreierkette. Ob allerdings Heraf seine neue Mannschaft in dem für Ried gegen den TSV im Sommer erfolgreichen System mit Viererkette ins Rennen schickt, oder eine der Systemvarianten mit Dreierkette wählt, ist für mich schwer einschätzbar. Leider stehen uns zu den Testspielen von Türkgücü in der Winterpause keine statistischen Daten zur Verfügung.

Deshalb wird diese Taktiktafel in erster Linie davon geprägt sein, wie ich den kommenden Gegner des TSV 1860 spielen lassen würde.

Die wichtigsten statistischen Werte

  • Ballbesitz: 50%
  • Passgenauigkeit: 79%
  • Defensive Zweikampfquote: 54%
  • Flankengenauigkeit: 32%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): 11,26

Das mögliche System

Die wichtigste Frage, die sich bezüglich des Systems stellt, lautet: Dreier- oder Viererkette? Wenn ich mir den Kader des Vereins aus Neuperlach ansehe, kommt für mich persönlich eher die Viererkette in Frage als eine der Varianten der Dreierkette. Personell hat Heraf durchaus die Möglichkeiten, mit beiden Varianten ein Team aufs Feld zu schicken, das konkurrenzfähig wäre.

Ich persönlich würde eine Zwischenlösung wählen. Ich würde ein 4-4-2 System mit Doppelsechs wählen, bei Ballbesitz aber auf die sogenannte dynamische Dreierkette setzen. Dabei lässt sich der tiefe Sechser nach Ballgewinn in die Abwehrkette zurückfallen, während beide Außenverteidiger nach vorn ins Mittelfeld aufrücken. Mit Tim Rieder hat der Trainer den idealen Spieler für dieses Pendeln zwischen defensivem Mittelfeld und Abwehrkette.

Die taktische Herangehensweise

Ob 3-5-2, 3-4-1-2, 4-4-2, 4-2-3-1 oder 5-3-2: Für den morgigen Gegner der Löwen ist das vielleicht weniger wichtig als die taktische Einstellung und die Spielphilosophie, mit der die Mannschaft von Andreas Heraf ins Rennen geschickt wird.

Aufgrund der tabellarischen Situation wäre es mein oberstes Anliegen als Trainer, dass hinten die Null steht, also eine defensive Grundausrichtung mit schnellem, vertikal angelegtem Umschaltspiel bei eigenem Ballbesitz.

Von dieser taktischen Grundausrichtung ausgehend und mit dem Wissen, dass die Sechzger vermutlich im 3-4-1-2 antreten, wären das 4-4-2 mit Doppelsechs oder eine Variante des 3-5-2 für mich die Systeme, zwischen denen ich wählen würde.

Nun kommt es ein wenig auf die konditionelle Verfassung der Mannschaft als Ganzes und der Defensivabteilung im Detail an, ob ich mich für das für die Außenspieler laufintensivere 3-5-2 entscheiden würde – oder eventuell doch für das ökonomischere 4-4-2.

Beton anrühren oder volle Offensivpower?

Um hinten kompakt zu stehen und wenig zuzulassen, ist gegen den Ball das 4-4-2 mit Doppelsechs in der Betonvariante eine gute Wahl. Mit den schnellen Spielern über die Türkgücü verfügt, kann das auch im Umschaltspiel gut funktionieren.

Im Positionsspiel ist die Variabilität im Spiel bei beiden Systemen gleich hoch. Durch die taktische Variante “dynamische Kette” besitzt das 4-4-2 offensiv die Durchschlagskraft eines Systems mit sieben offensiven Spielern bei eigenem Ballbesitz. So stellt man mit weniger Laufintensität für die Außenverteidiger die gleiche offensive Gefahr her, als würde man von Haus aus im 3-5-2 antreten.

Vor- und Nachteile dieser Varianten

Bei den Vor- und Nachteilen dieses Mischsystems muss man nun klar abgrenzen, wann welches System zum Tragen kommt, in welchen Situationen also die Verschiebungen von Vierer- zu Dreierkette erfolgen.

Im Positionsspiel bei eigenem Ballbesitz ist klar, wann das passiert. Nach Ballbesitzwechsel kippt ein Sechser ab und die Außenverteidiger werden zu Mittelfeld-Außenspielern.

Gegen den Ball ist es schon schwerer zu ergründen. Verschiebt man sofort bei Balleroberung durch den Kontrahenten, oder wenn der Gegner über die Mittellinie kommt, oder der erst bei Eindringen des Gegners ins eigene letzte Drittel zurück auf die Viererkette?

Das hängt stark davon ab, wo ich die Pressing- und die Defensivlinie setze. Grundsätzlich kann man davon ausgehen: Je tiefer diese Linien in Erwartung des gegnerischen Angiffs stehen, desto früher wird zurückverschoben. Dabei verlässt der tiefe Sechser seine Position in der Abwehrkette erst, wenn beide Außenverteidiger aus dem Mittelfeld auf ihre angestammten Positionen zurückgekehrt sind.

Vorteile und Nachteile:

Offensiv

Das durch die dynamische Kette entstehende 3-5-2 ist vor allem im Zentrum sehr stark. Mit einem echten Zehner, einem halbzentralen Box to Box Spieler und einem zentralen Mittelfeldspieler, der sich bei Ballbesitz neben den Zehner auf die andere Halbposition schiebt, sowie den aufrückenden Flügelverteidigern vernachlässigt man zwar quantitativ ein wenig die Flügel, die bei Einhaltung des 4-4-2 doppelt besetzt wären, hat aber eine bessere Staffelung in Breite und Tiefe. So lassen sich sich mehr Passdreiecke bilden. Hat man ein spielfreudiges zentrales Mittelfeld, kann dieses System viel offensive Energie mit den fünf zentralen Spielern (drei zentrale Mittelfeldspieler und zwei Stürmer) kreieren.

Sind die Außenverteidiger dribbelstark und schnell, hat man ein wirklich riesiges Arsenal an Varianten im Angriff. Kurzpassspiel durch die Mitte, vertikales Spiel mit langen Bällen auf die Spitzen, Laufduelle der Außenspieler, mit schnellen Verlagerungen, wenn der Raum zu eng wird, die dann die Breite des Spielfeldes ausnutzen und so Überzahl schaffen können.

Defensiv

Nun ist die Frage, wie Heraf das Pressing angehen möchte. Wann sollen die Verschiebungen zurück aufs 4-4-2 gegen den Ball erfolgen? Das 3-5-2 System eignet sich wunderbar, den Gegner früh durch direktes Anlaufen der gegnerischen Verteidiger durch die Außenspieler unter Druck zu setzen. Das 4-4-2 mit Doppelsechs begünstigt eher die Variante Mittelfeldpressing.

So wie sich der TSV 1860 momentan in der Liga präsentiert, tippe ich im Fall von Türkgücü auf frühe Verschiebung in die Defensivformation 4-4-2 und tiefe Linien an beiden Enden der Formation. Das macht das Mittelfeld eng für den Gegner. Die Zonen, in denen sich jeder verteidigende Spieler bewegt, sind klar definiert und auch, wenn das Spiel etwas unübersichtlich werden sollte, leicht einzuhalten.

Das 4-4-2 funktioniert defensiv prima, wenn einfache Pressingvarianten gespielt werden. Jeder Spieler muss allerdings seine Aufgabe mit größter Disziplin angehen. Wenn sich an der ein oder anderen Stelle Lücken auftun, kann der Vorteil einer taktischen Ausgewogenheit zu einem Nachteil werden. Für “Stars”, die sich nicht einfügen und die Defensive vernachlässigen, bietet das 4-4-2 wenig bis keinen Platz.

Die Viererkette im Mittelfeld sorgt für kurze Laufwege, die Doppelungen erleichtern.

Die beiden Sechser unterstützen entweder auf den Flügeln oder im Zentrum je nach Bedarf.

Mit der Einhaltung der Disziplin in der Defensive und der Fähigkeit den möglicherweise entstehenden Überzahlvorteil im Mittelfeld auszunutzen, steht und fällt dieses Mischsystem.

Schlüsselspieler

Tor

René Vollath (#1) im Tor der Perlacher ist ein kompletter Torwart, der kaum Schwächen offenbart. Wenn er überwunden wird, ist das meist seinen Vorderleuten anzukreiden. Auf Fehler seinerseits wartet man meistens vergebens.

Defensive

Innenverteidiger Mergim Mavraj (#5), Kapitän und Abwehrchef. Er liegt mit 65% gewonnener Defensivzweikämpfe und 61% gewonnener Kopfballduelle in der Rangliste der Innenverteidiger auf den hinteren Plätzen. Er fängt aber im Vergleich mit anderen Kollegen auf dieser Position mehr Pässe ab als der durchschnittliche Innenverteidiger der 3. Liga und weist eine Passgenauigkeit von 81% im Aufbau nach vorne auf.

Tim Rieder (#17), sowohl als Innenverteidiger als auch als defensiver Mittelfeldspieler einsetzbar, sollte jedem ein Begriff sein. Welche Rolle ihm Heraf zuteilt, werden wir sehen. Der Defensivallrounder zeigt bisher im defensiven Mittelfeld bessere Leistungen als auf der Position des Innenverteidigers.

Offensive

Der “Zehner” Sercan Sararer (#10) ist einer der besten Techniker der Liga. Torgefährlich, schnell, dribbelstark und mit einem guten Auge für die Mitspieler, ist der Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel des Lokalrivalen. Seine defensive Mitarbeit ist allerdings verbesserungswürdig. Ihn unter Kontrolle zu bringen und auch zu halten, wird die schwerste Aufgabe für die Defensivspieler der Sechzger werden.

Petar Sliskovic, kongenialer Offensivpartner von Sararer, wechselte diese Woche nach Wiesbaden. Wer die neue Schlüsselfigur im Sturm wird, bleibt noch abzuwarten. Sinan Karweina (#22) wurde diese Saison erst zweimal in der Liga eingestzt. Somit ist er wohl nach wie vor eher Ergänzungs- als Stammspieler. Leroy-Jaques Mickels (#7) steht bei bisher sechs Einsätzen in der Liga. Mit Sliskovics Abgang dürfte sich die Anzahl seiner Einsätze signifikant erhöhen. Ob es für ihn zum Schlüsselspieler reichen wird, muss man abwarten. Es bleiben Törles Knöll (#21), Philip Türpitz (#20) und Albion Vrenezi (#9) als mögliche Schlüsselspieler im Sturm übrig. Vrenezi hat in Puncto Scorerpunkte mit 8:6 gegenüber Vrenezi die Nase vorn. Damit wird er wohl neben Sararer der wichtigste Angreifer in den Reihen von Türkgücü sein. Dribbelstark, passsicher und präzise bei den Flanken ist der schnelle Außenstürmer ,der im Sommer aus Regensburg an die Heinrich-Wieland-Straße wechselte.

Fazit

Mit dem Drive aus drei gewonnenen Partien in der Liga und einem im Rahmen der Möglichkeiten guten DFB Pokalspiel im Rücken, sollte der TSV 1860 München mit breiter Brust zum Auswärtsspiel bei Türkgücü ans Oberwiesenfeld reisen. Im Olympiastadion vor Geisterkulisse hat man letztes Jahr die Perlacher besiegt und sollte auch genau darauf den Fokus legen. Offensiv die eigenen Stärken in die Waagschale werfen und defensiv diszipliniert gegen den Ball arbeiten. Das Team von Andreas Heraf hat den Vorteil ausgeruhter zu sein, dafür fehlt den Hausherren aber ein Pflichtspiel, das zur Feinabstimmung unter dem neuen Trainer hätte hilfreich sein können.

Die Mannschaft von Michael Köllner ist in der Lage, jeden Gegner in dieser Liga zu schlagen. Wenn Konzentration, Fitness und Einstellung passen, wird der TSV 1860 Türkgücü im Olympiastadion einmal mehr deren Grenzen aufzeigen.

So könnte Türkgücü auflaufen

Datenquelle: wyscout