Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen
Heute ist der Gang zur Arbeit nicht unbedingt der leichteste, denn eine Freude haben uns die Löwen am Wochenende nun wahrlich nicht beschert. Abgesehen davon bleibt natürlich trotzdem außer Frage, dass der TSv 1860 München der geilste Verein der Welt ist! Was ebenfalls nicht zur Diskussion steht, ist die Rolle von Michi Köllner bei Sechzig München.
Zum Start in die Woche gibt es nun einen Überblick der Meldungen vom vergangenen Wochenende.
Giesinger Gedanken nach dem 2:5 gegen Magdeburg
Tja, was soll man nach diesem Auftritt gegen den Tabellenführer (und nun Herbstmeister) aus Magdeburg sagen? Schwierig. Thomas hat es trotzdem probiert und fand mit seinen Giesinger Gedanken größtenteils Anklang bei den Löwenfans.
Köllner bleibt Trainer bei Sechzig München
Schon während dem Spiel kochten die Emotionen in den sozialen Medien hoch. Immer wieder wurde auch die Entlassung von Trainer Köllner bei Sechzig gefordert. Teils wurden sogar offen die Symphatien für den 51-Jährigen bekundet, dann aber der Wunsch nach einer Veränderung geäußert. Doch dazu wird es (vorerst) nicht kommen. Offenbar wird Michael Köllner mindestens bis zur Winterpause bei Sechzig im Traineramt bleibe. So äußerte sich unter anderem Trainer Robert Reisinger unmittelbar nach Abpfiff gegenüber der AZ. Man scheint an der Grünwalder Straße weiterhin auf Kontinuität zu bauen.
U17 siegt im Derby
Deutlich erfreulicher war da schon die Meldung, die es von den B-Junioren des TSV 1860 gab. Die Junglöwen konnten einen wichtigen Auswärtssieg feiern. Dass es sich dabei um ein Derby handelte, macht das Ganze noch einmal deutlich schöner. Die Jungs feierten sich völlig zurecht nach dem Abpfiff.
News aus der 3.Liga
Der 18.Spieltag
Am gestrigen Sonntag kam es zu zwei Duellen. Der SC Freiburg II empfing zuhause den MSV Duisburg, außerdem war der TSV Havelse an der Bremer Brücke beim VfL Osnabrück zu Gast. Eine Übersicht über beide Partien findet ihr hier.
Heute abend schließt eine Begegnung den 18.Spieltag ab. Waldhof Mannheim spielt zuhause vor 750 Zuschauern gegen Wehen Wiesbaden. Anpfiff ist wie immer um 18:60 Uhr.
Nach dem gestrigen Debakel gegen den 1. FC Magdeburg konnte die U17 des TSV 1860 München den Löwenfans mit einem grandiosen 2:1-Derbysieg auf dem Campus des Nachbarn das Lächeln zurück ins Gesicht zaubern. Aber die Welt steht ja nicht still und so fanden heute die beiden Sonntagsspiele des 18. Spieltags der dritten Liga statt.
SC Freiburg II – MSV Duisburg 1:0
Das Spiel begann munter vor 625 Zuschauern im Dreisamstadion zu Freiburg. Bereits in der 7. Minute traf Vermeij gegen seinen Ex-Verein mit dem Kopf nur den Pfosten. In der 17. Minute musste Braun-Schuhmacher gegen Ex-Löwe Stoppelkamp auf der Linie klären.Die Freiburger kontrollierten das Spiel danach. Es gelang ihnen aber nicht aus der Überlegenheit heraus, Chancen zu kreieren. So stand lediglich ein Fernschuss von Ontunzan (30. Minute) zu Buche und es ging torlos in die Kabinen.
Im zweiten Durchgang hatte in der 47. Minute Freiburg wieder die erste Chance, aber Kammerknecht konnte den Ball nicht im Tor der Meidericher unterbringen. In der 56. Minute hatte Ademi dann die große Chance auf das 0:1, als Schiri Lechner ein Handspiel von Tauriainen im Strafraum ahndete. Aber Ademi legt einen Kevin-Staude-Gedenkelfer hin und Atobolu im Freiburger hatte keinen Mühe, den Ball zu parieren. Danach verflachte das Spiel bis zur 93. Minute.
In dieser senste Kwadno Kammerbauer im eigenen Strafraum um und Schiri Lechner zeigte erneut auf den Punkt. Freiburgs Leopold ließ sich die Chance nicht nehmen und netzte zum 1:0 Endstand ein. Da sieht man mal, wie wichtig es ist, seine Elfmeter zu verwerten!
VfL Osnabrück – TSV Havelse 0:0
An der Bremer Brücke übernahm der Gastgeber von Beginn an das Heft des Handelns. Die 6.098 Zuschauer im Stadion sahen bereits in der Anfangsphase einige gute Möglichkeiten ihrer Elf. Die Gäste aus Garbsen konnten ihre Defensive nach etwa 20 Minuten stabilisieren, so dass Osnabrück kaum noch vor das gegnerische Tor kam. Folglich ging es mit 0:0 in die Kabinen.
Auch in Durchgang 2 war der VfL Osnabrück das bestimmende Team. In der 54. Minute behinderten sich Opoku und Simakala gegenseitig beim Torschuss und vergaben so die größten Einschussmöglichkeit der Lila-Weißen. Kurz drauf musste der Osnabrücker Goalie Kühn sein ganzes Können aufblitzen lassen, um einen Freistoß über den Querbalken zu lenken. In der Schlussphase vergaben Gugganig (80. Minute) und Bertram (93. Minute) noch gute Einschhussmöglichkeiten für die Osnabrücker. Somit blieb es beim ärgerlichen 0:0 aus Sicht der Gastgeber.
Was bedeutet das für den TSV 1860 München?
Nach Beendigung der Sonntagsspiele des 18. Spieltags liegen die Löwen nach dem gestrigen Desaster in der Tabelle mit 23 Punkten auf Rang 11. Der Abstand auf Rang 16 beträgt immerhin (noch?) sechs Punkte. Nach oben wollen wir aktuell nicht schauen. Morgen steht noch das Spiel zwischen dem SV Waldhof und dem SV Wehen an. Verlieren die Hessen mit zwei oder mehr Toren Unterschied, rutscht der TSV 1860 München sogar einen Platz nach oben. Man freut sich ja über wenig in diesen Tagen.
Die U17 des TSV 1860 München in der Saison 2021/22
Während die Profis am gestrigen Tage eine ordentliche Abreibung kassierten und man auch nach einer Nacht darüber schlafen noch nicht so recht weiß, wie man diese Leistung einsortieren soll, bereitet eine andere Mannschaft der Löwen Grund zur Freude. Die U17 des TSV 1860 konnte sich im Derby durchsetzen und feierte die drei Punkte auf fremden Boden ausgiebig.
U17 des TSV 1860 macht nach Sieg im Derby weiter Boden gut
Die sportlichen Vorzeichen waren allerdings eigentlich andere. Während die Saison im August noch mit einem Auftakt nach Maß mit einem Sieg gegen den 1.FC Kaiserslautern begann, folgte eine bisher eher durchwachsene Hinrunde. 4 Siege, ein Unentschieden sowie fünf Niederlagen standen bisher auf der Habenseite. Der letzte Punktverlust resultierte aus einem 0:2 im Heimspiel gegen die SpVgg Unterhaching, die aktuell die B-Junioren Bundesliga Süd/Südwest anführt. Letzte Woche gab es dann aber einen ganz wichtigen 1:0-Sieg gegen den 1.FC Nürnberg.
Den Schwung nahm die U17 des TSV 1860 offensichtlich ins Derby mit. Zunächst aber ging der Gegner in Halbzeit 1 in Führung. In den zweiten 40 Minuten konnten die Löwen den Spielstand dann aber drehen und feierten am Ende einen ganz wichtigen Auswärtssieg. Aktuell liegt die U17 damit auf dem 10.Rang und hat vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone, die sage und schreibe sieben (!) Mannschaften umfasst.
Dass die U17 des TSV 1860 München nach einem Sieg im Derby schon feiern kann wie die ganz Großen, zeigten sie nach dem Abpfiff.
Könnt Ihr Euch noch an die überragende Rückrunde der Saison 2020/21 erinnern? Die Löwen spielten auf wie junge Götter und wiesen fast jeden Gegner in die Schranken. Sie waren eine geschlossene Mannschaft, die sich durch konzentrierte Leistungen und eine gute Abstimmung fast bis auf den Relegationsrang spielte. Eigentlich noch gar nicht lange her, aber gefühlt in etwa so weit entfernt wie das Aussterben des Dinosaurier auf diesem Planeten.
Zwei Spiele gegen Magdeburg zeigen den Unterschied
Der TSV 1860 München legte in der Rückrunde einige starke Spiele hin. Könnt Ihr Euch noch an den 0:3-Auswärtssieg in Magdeburg erinnern? Nicht wenige behaupten, dass das eins der stärksten Spiel der letzten Rückrunde war. Da griff ein Rädchen ins andere. Toller Fußball! Schaut’s Euch nochmal an:
Das Spiel war am 27.01.2021. Also dieses Jahr.
Demütigung gegen Magdeburg
Und gestern? Etwas mehr als 10 Monate später kassieren die Löwen eine mehr als schmerzhafte Demütigung gegen denselben Gegner. Gut, die Magdeburger haben sich personell etwas verstärkt (wir vermeintlich auch). Aber der Hauptunterschied ist für mich die Mentalität. Was die Löwen da gestern geboten haben, war einfach gar nichts! Ganz schlimm!
Keine Reaktion auf das Spiel gegen Waldhof
In der PK vor dem Spiel forderte Michi Köllner von seiner Mannschaft: “Jetzt geht es darum, dass wir morgen als Mannschaft eine Reaktion zeigen und einen starken Zusammenhalt auf den Platz bringen müssen.” Ich denke, niemand wird widersprechen, dass die Mannschaft daran auf ganzer Linie gescheitert ist. Los ging es nach 5 Minuten, als Quirin Moll nur Augen für seinen Gegenspieler hatte und sich aus unerfindlichen Gründen nicht um die Position des Balls scherte. Der sprang ihm dann zugegebenermaßen etwas unglücklich an die Hacke, von wo er perfekt zu Krempicki kam, der nur noch zum 0:1 einschieben brauchte.
Ein Hauch Hoffnung
Als Lex dann kurz drauf im Strafraum gelegt wurde, bot sich den Löwen wieder mal die grandiose Ausgleichschance per Elfmeter. Aber wieder schritt keiner der Leitlöwen zum Punkt, sondern Dennis Dressel musste die Verantwortung übernehmen. Er machte es zwar etwas besser als Keanu Staude am Dienstag, aber auch sein Schuss wurde pariert. Damit vergaben die Löwen drei Elfmeter in den letzten drei Spielen. Danach zerfielen die Löwen in ihre Einzelteile.
Kann sich jemand an ein 0:5 zur Halbzeit erinnern?
Die Magdeburger nutzten die ungenügende Leistung der Löwen effektiver aus als der SV Waldhof. Sie ließen es bis zur Halbzeit noch vier Mal im Tor von Marco Hiller klingeln, teilweise mit freundlicher Unterstützung der weiß-blauen Verteidigung. Kein einziger Spieler des TSV 1860 München ließ auch nur den Hauch einer Gegenwehr erkennen. Nicht im Ansatz war zu erkennen, dass die Mannschaft eine Wiedergutmachung für die Leistung am Dienstag anstreben wollte. Dass man in der zweiten Hälfte das Ergebnis noch auf 2:5 korrigieren konnte, sollte keinesfalls irgendwie überbewertet werden. Das lag vor Allem daran, dass Magdeburg die Bemühungen weitgehend einstellte und sich die Kräfte für die nächsten Spiele sparte. Ich kann mich noch eine 6:2 Klatsche im Parkstadion zu Gelsenkirchen erinnern, die war ähnlich schlimm. Ansonsten fallen mir spontan keine schelchteren Leistungen der Löwen ein.
Wie konnte es so weit kommen?
Wenn man sich die Zusammenfassung des Spiels im Januar anschaut, stellt man sich zwangsläufig die Frage, wie es so weit kommen konnte. Wir haben ja schon mehrmals gerätselt, wo der Faden gerissen ist. So eine wirkliche Antwort haben wir nicht. Nicht nur wir…
Die Löwen taumeln der Winterpause entgegen und die sportliche Leitung wirkt ziemlich unsouverän und ratlos. Michi Köllner verortete die Gründe für die saftige Niederlage in außerordentlichem Pech in der ersten Hälfte bei Magenta Sport. Das greift viel zu kurz. Bei Günter Gorenzels Interview an selber Stelle bekam man den Eindruck, dass die Fehler halt bei hohem Pressing passieren und das alles irgendwie logisch und nicht so schlimm sei. Große Fragezeichen hinterließ er bei mir, als den entscheidenden Fehler vor dem 0:3 auf die ungestörte Möglichkeit einen langen Ball zu spielen schob, anstatt darauf, dass Krempicki vier (!) Giesinger Verteidiger mit einer simplen Drehung ausschalten konnte.
Man gewinnt den Eindruck, dass Gorenzel und Köllner eine Beschwichtigungstaktik an den Tag legen. Hoffentlich reden sie intern wenigstens Klartext. Das Geplapper von einer Serie und der Aufholjagd auf die Aufstiegsplätze sollte man tunlichst einstellen und den Blick in der Tabelle wieder nach unten richten. Alles andere ist Selbstbetrug!
Geisterspiel beim TSV 1860 München gegen Magdeburg am 18.Spieltag
Der 1.FC Magdeburg hat den TSV 1860 München klar und deutlich mit 5:2 besiegt. Vor allem in einer desaströsen ersten Halbzeit ließen die Löwen jegliche Tugenden vermissen.
Nach der Heimniederlage gegen Waldhof Mannheim bekam es der TSV 1860 München mit dem aktuellen Tabellenführer aus Magdeburg zu tun. In den weißen Sondertrikots zur Weihnachtszeit wollten die Löwen gegen den formstarken FCM punkten.
Michael Köllner reagierte gleich drei Mal. Für den gelbgesperrten Steinhart begann Greilinger als Linksverteidiger. Außerdem spielten Moll (für Belkahia) und Willsch von Beginn an. Deichmann rutschte in die Offensive, Bär machte für ihn Platz und saß auf der Bank.
Trauerminute für den verstorbenen Weltmeister Horst Eckel vor dem Anpfiff
Denkwürdige 45 Minuten
Mit ein wenig Verzögerung ging es am heutigen Samstag im Grünwalder Stadion los. Nach einer Schweigeminute für den verstorbenen Weltmeister Horst Eckel ging es los. Es dauerte nicht lang, ehe es das erste Mal im Tor der Löwen klingelte. Krempicki erzielte ohne große Mühen das 0:1, nachdem der Ball von Moll´s Füßen direkt aufgelegt wurde (5.).
Aber auch Magdeburg war in der Defensive nicht sattelfest und so gab es bereits drei Minuten später die große Ausgleichschance für den TSV 1860. Lex wurde im Strafraum elfmeterwürdig gefoult. Erneut schritt nicht Sascha Mölders zum Punkt, dieses Mal übernahm Dennis Dressel die Verantwortung. Sein Schuss war nicht schlecht, aber Reimann im Tor der Gäste konnte parieren und zur Ecke klären.
Magdeburg trifft gegen den TSV 1860 mit nahezu jeder Gelegenheit
Doch es bot sich erneut die Gelegenheit zum frühen 1:1. Sascha Mölders tauchte nach tollem Pass von Biankadi frei vor dem Magdeburger Tor auf, doch auch er scheiterte am Keeper des FCM. Wie es besser geht, zeigten die Gäste auf der anderen Seite. Nach einer Ecke kam Müller an den Ball, ließ Mölders mit einem einfachen Haken stehen, spazierte noch 10 Meter durch den Löwen-Strafraum und schloss dann mit links zum 0:2 ab (14.). Schier unglaublich wurde es dann nach 17 Minuten. Gegen vier (!) Spieler des TSV 1860 setzte sich Krempicki an der Strafraumgrenze spielerisch durch und erzielte das 0:3 für Magdeburg.
Während Mölders freistehend erneut vergab (19.), legte erneut ein Löwenspieler für die Gäste auf und sorgte für den nächsten Treffer. Von Greilingers Fuß sprang der Ball direkt zu Schuler, der sich mit Tor Nummer 4 ebenfalls in die Torschützenliste eintragen durfte (28.). Es war immernoch nicht der Schlusspunkt in einer unglaublichen ersten Halbzeit. Neudecker foulte Schuler im Strafraum, den fälligen Elfmeter versenkte Atik zum 0:5 (42.). Pünktlich hatte Schiedsrichter Glaser dann ein Einsehen mit den weißgekleideten Löwen und bat die Mannschaften in die Kabinen.
Magdeburg schaltet zwanzig Gänge zurück, TSV 1860 glückt der Ehrentreffer
Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde Lex erlöst und wurde durch Bär ersetzt. Magdeburg beschränkte sich in der Folge – gott sei Dank, muss man sagen – auf das Nötigste und zeigte nicht mehr den unbedingten Willen aus der ersten Halbzeit in der Offensive. Gegen diesen TSV 1860 München in der aktuellen Verfassung reichte allerdings auch das mühelos. Die Löwen waren völlig von der Rolle und in den wenigen aussichtsreichen Momenten wollte ihnen einfach nichts gelingen.
67 Minuten dauerte es, ehe sich der bemitleidenswerte Marco Hiller erstmals auszeichnen konnte. Atik hatte einen Schuss auf das lange Eck abgefeuert, den der 24-Jährige mit einer Flugeinlage zur Ecke klären konnte. Kurz danach dann der Anschlusstreffer: nach einer Hereingabe von Biankadi erzielte Greilinger das 1:5 aus Sicht der Löwen (71.).
Danach wollte zumindest Baris Atik den alten Abstand wieder herstellen, scheiterte jedoch sowohl beim Freistoß (73.) als auch per Schuss (74.) erneut an Hiller, der wohl als einziger Spieler bei den Löwen annähernd Normalform erreichen konnte.
Biankadi trifft spät
Danach verflachte das Geschehen auf dem Platz wieder, viele Auswechslungen auf beiden Seiten prägten die Schlussphase. Kurz vor Schluss ertönte dann noch ein zweites Mal die Torhymne im leeren Grünwalder Stadion. Willsch hatte von rechts auf Biankadi zurückgelegt, der sich gut durchsetzte und zum 2:5 traf (88.). Die letzte Offensivaktion hatten dann trotzdem die Gäste vorzuweisen. Obermair scheiterte allerdings an Hiller. Danach war Schluss.
Der 1.FC Magdeburg feiert mit einem völlig verdienten 5:2-Auswärtssieg gegen den TSV 1860 München die vorzeitige Herbstmeisterschaft. Die Löwen liegen nach zwei Niederlagen in den letzten Heimspielen 2021 auf Rang 11 und haben aktuell acht Punkte Rückstand auf Platz 3 sowie sechs Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone.
Kommenden Samstag geht es zum Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund II, die parallel einen 0:3-Auswärtserfolg beim SC Verl feiern konnten. Anpfiff ist am Samstag, den 11.12.2021 um 14:00 Uhr im Stadion Rote Erde.
Liveticker TSV 1860 München - 1.FC Magdeburg am 18.Spieltag der 3.Liga 2021/22
Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 18.Spieltag der Saison 2021/22 mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und dem 1.FC Magdeburg!
Es ist leider wieder soweit: die Partie zwischen dem TSV 1860 und Tabellenführer Magdeburg ist ein Geisterspiel. Dennoch – oder gerade deswegen – begleitet sechzger.de die Partie im Liveticker für euch mit Bildern und allen Ereignissen rund um das Spiel im Grünwalder Stadion.
Niklas Lang befindet sich nach seiner Knieverletzung zwar bereits wieder im Lauftraining, ein Einsatz heute kommt allerdings noch zu früh. Daniel Wein fällt bis zur Winterpause aus. Des Weiteren fehlen Johann Djayo mit Achillessehnenproblemen sowie Phillipp Steinhart, der gegen Mannheim seine fünfte gelbe Karte sah und aussetzen muss. Auch Nathan Wicht muss krankheitsbedingt passen. Ob Erik Tallig nach seiner Coronaerkrankung wieder zum Spieltagskader gehört, ist noch unklar.
Diesen Löwen droht eine Sperre
Sascha Mölders, Richard Neudecker und Stephan Salger haben bisher vier gelbe Karten gesehen. Bei der nächsten Verwarnung droht daher ein Spiel Pause. Außerdem muss auch Michael Köllner aufpassen. Er hat bereits drei Gelbe gesehen und müsste bei einer vierten ebenfalls ein Spiel von der Tribüne aus verfolgen.
Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – 1.FC Magdeburg außer im Liveticker noch verfolgen?
Kein einziger Löwenfan darf heute in das Sechzgerstadion hinein. Immerhin gibt es ein kleines Trostpflaster. Das heutige Duell wird im Free-TV ausgestrahlt, es ist bereits das neunte Spiel der Löwen im kostenlosen Fernsehen. Alle Details hierzu findet ihr in unserem Artikel.
Außerdem besteht für Abonnenten von MagentaSport wie gewohnt die Möglichkeit, das Spiel zu verfolgen (Fernsehen und Online-Stream).
Seit dieser Spielzeit können alle Spiele der 3.Liga bei onefootball abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für nur 2,99€ gekauft werden.
Zudem ist das Löwen-Radio vor Ort und geht für euch live auf Sendung. Die Moderatoren Gilbert Kalb und Jan Mauersberger führen euch durch die 90 Minuten, an dessen Ende hoffentlich unsere Löwen punkten können.
Vielleicht aufgrund des klaren Aufwärtstrends, den der FCM zum Ende der letzten Spielzeit, die man zuvor überwiegend im Tabellenkeller verbracht hatte, zeigte, benannten zu Beginn der neuen Saison fünf Übungsleiter der Konkurrenz die Magedeburger als Aufstiegskandidat: Uwe Koschinat (Saarbrücken), Guerino Capretti (Verl), Enrico Maaßen (BVB II), Thomas Stamm (Freiburg II) sowie der vorletzte Trainer bei Türk Gücü, Petr Ruman hatten einen – wie es bislang aussieht – guten Riecher.
Der Magdeburger Christian Titz wollte sich bei dieser Frage nicht festlegen.
Tabellenplätze der Vorsaison
3. Liga 2020/21: 1860 & Magdeburg
Zum Reinhören
Nur ein Unentschieden
Mit vier Niederlagen liegen 1860 und Magedeburg in dieser Saison gleichauf. Allerdings konnte der FCM (in seinen 16 Partien) schon elfmal siegen und musste sich nur einmal mit einer Punkteteilung begnügen. Die Löwen sind mit ihren acht Unentschieden die Remis-Könige der 3. Liga. Schön wäre, wenn wir heute den fünf Siegen einen sechsten hinzufügen könnten.
Immer 1:1
Ungeschlagen! Aber auch noch ohne Sieg – so lautet die Heimbilanz des TSV 1860 gegen den heutigen Gast. Die beiden einzigen Spiele zwischen Sechzig und dem 1. FC Magdeburg auf Giesings Höhen, die beide im Jahr 2020 stattfanden, endeten 1:1. Ein Ergebnis, das in dieser Saison eigentlich kein Löwenfan mehr sehen will. Andererseits wäre dies gegen den aktuellen Tabellenführer ja vielleicht sogar als kleiner Erfolg zu verbuchen.
Europapokalsieger!
Neun deutsche Fußballclubs haben in ihrem Briefkopf einen internationalen Titel stehen. Einer von ihnen – und gleichzeitig der einzige aus der ehemaligen DDR – ist der 1. FC Magdeburg. Am 4. Mai 1974, also nicht einmal neun Jahre nach der offiziellen Gründung des Vereins besiegte der Club in Rotterdam den Titelverteidiger und Favoriten AC Mailand und holte damit den Europapokal der Pokalsieger.
In der Löwenrunde vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg appellierte Trainer Michael Köllner an den Teamgeist seiner Mannschaft. Es sei keineswegs zielführend, wenn innerhalb der Truppe Vorwürfe hin- und hergeschoben werden, wer denn nun für die vielen Gegentore der jüngeren Vergangenheit verantwortlich sei. Deswegen sei es laut Köllner besonders wichtig, den Zusammenhalt zu fördern.
Köllner fordert und fördert Zusammenhalt
Zuletzt hatte sich Innenverteidiger Stephan Salger nach der Niederlage gegen Mannheim geäußert und angemerkt, dass es falsch sei, immer nur auf die Verteidigung zu schimpfen und ihr den Schwarzen Peter für die vielen Gegentore zuzuschieben. Diesbezüglich zeigte Michael Köllner Verständnis für seinen Abwehrchef und nah die ganze Mannschaft in die Pflicht.
“Wir haben die letzten beiden Tage schon genutzt, viele Dinge intern anzusprechen und in Bewegung zu bringen. (…) Jetzt geht es darum, dass wir morgen als Mannschaft eine Reaktion zeigen und einen starken Zusammenhalt auf den Platz bringen müssen.”
Dies erachtet der Trainer als entscheidenden Faktor, um morgen gegen den Tabellenführer bestehen zu können. Schuldzuweisungen seien in der aktuellen Situation nicht der richtige Weg, um auf die Erfolgsspur zurückzukehren.
Noch nicht mal drei Minuten waren in Zwickau gespielt, als der Gast aus Saarbrücken bereits jubelte. Grimaldi schickte Günther-Schmidt steil und der blieb den Temperaturen entsprechend eiskalt und vollstreckte zum 0:1.
Ein bitterer Start für die Schwäne, bei denen Joe Enochs nach seiner coronabdingten Pause wieder als Trainer auf der Bank saß. In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, bei dem die Saarländer zwar spielerisch nicht besser waren, sich aber doch die eindeutigeren Torchancen erarbeiteten. Trotzdem blieb es zur Pause bei nur einem Treffer.
FSV Zwickau verliert gegen 1. FC Saarbrücken
Der FSV Zwickau kam mit drei frischen Spielern etwas aktiver aus der Kabine, erarbeitete sich in den ersten paar Minuten ein paar vielversprechende Möglichkeiten, agierte aber nicht zwingend genug. Anders der 1. FC Saarbrücken, der Zwickau kommen ließ, um dann auf Konter zu lauern.
Lange ging diese Taktik auf, doch in der 66. Minute führte eine Standardsituation zum Ausgleich. Bei einer Ecke von der linken Seite tauchte Keeper Batz unter dem Ball durch und Nkansah bedankte sich per Kopf mit dem 1:1. Die Sachsen drückten vehement auf den Heimsieg, der Lucky Punch gelang jedoch den Saarländern. Nach einem Konter wurde Steinkötter frei vor dem Keeper zu Fall gebracht. Rot für Frick wegen Notbremse und Elfmeter für Saarbrücken. Diese Chance ließ sich Jacob nicht entgehen und verwandelte souverän zum 1:2 (89.).
Das Trainingsgelände des TSV 1860 an der Grünwalder Straße
Vor ein paar Jahren wollte Saki Stimoniaris noch Präsident der TSV 1860 München e.V. werden. Dieses Vorhaben gelang nicht, stattdessen sitzt er als Vertrauensmann von Hasan Ismaik als Vorsitzender im Aufsichtsrat der KGaA. Da – wie heute bekannt wurde – die Staatsanwaltschaft wegen Untreue gegen Stimoniaris ermittelt, ist man fast geneigt zu sagen “noch”…
Stimoniaris: Verdacht auf Untreue
Laut Business Insider gehe es bei den Ermittlungen um die private Nutzung von Dienstwagen. Dabei hätten Stimoniaris und weitere MAN-Manager zusammengearbeitet, damit der Betriebsratschef Geschäftsfahrzeuge privat nutzen konnte, hieß es unter Berufung auf einen internen Ermittlungsbericht. Um dies zu verschleiern, sollen Fahrtenbücher der Geschäftsfahrzeuge manipuliert worden sein. Darüber hinaus gibt es weitere Verdachtmomente gegen Saki Stimoniaris.
Auch der ehemalige MAN-Personalchef Martin Rabe geriet ins Visier der Ermittler. Nähere Angaben machte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft unter Berufung auf das Steuergeheimnis nicht. Bei MAN war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.