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Gastbeitrag zum Artikel „Die Kosten beim Grünwalder Stadion“

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TSV 1860 grünwalder stadion faninformationen

Mit dem Kassenwart, bekannt aus dem Kommentarbereich von sechzger.de und weiteren Foren, hat bereits ein Leser mehrere Gastbeiträge veröffentlicht. Nun hat uns Leser Holger ebenfalls einen Artikel zukommen lassen, der sich mit dem am Mittwoch erschienenen Beitrag zu den Kosten beim Grünwalder Stadion beschäftigt. Konkret geht Holger dabei auf die Isarphilharmonie ein.

Der Gastbeitrag zum Artikel “Die Kosten beim Grünwalder Stadion

Liebe 60er-Fans und Fans des Grünwalders,
natürlich auch liebe Münchnerinnen und Münchner, liebe Stadträt*innen,

viele Argumente sind ja schon genannt, was die oft angeprangerten „immens hohen“ Kosten (ca. 80 Millionen, nach neuen Schätzungen) für den Ausbau des Grünwalder Stadions relativiert: z.B. die Renovierung des Glasdaches für das kaum genutzte Olympiastadion. Oder die ebenso immensen Kosten, welche die Stadt München für ein paar Spiele der nächsten Fußball-Euro beisteuern muss. Oder was für den Bau der Arena an Steuergeldern aufgebracht wurde, von denen nur der FCB dauerhaft profitieren wird.

Ich möchte an der Stelle mal noch eine andere Perspektive reinbringen.

Und zwar war ich diese Woche in der Isarphilharmonie auf einem wirklich sehr schönen klassischen Konzert, ein Weihnachtsgeschenk meiner Frau. Ein toller Bau – die Isarphilharmonie, mit großartiger Akustik.

Mehrere hundert Millionen für Musik – gleich zwei Mal

Wenn ich mir nun aber die Summen anschaue, die durch die Stadt München (und den Freistaat Bayern) für den Klassikgenuss bereitgestellt werden, verdirbt es mir fast noch im Nachhinein den Abend:

  • 43 Millionen für den Bau/Umbau der Isarphilharmonie, die als Provisorium bis mindestens 2030 dienen soll, wenn dann der Gasteig frühestens fertig saniert ist. (Nordbayern.de) Fun Fact am Rande: Zugunsten einer optimalen Akustik wurden „sogar die Oberflächen der Sitze aufwändig nach ihre Schalleigenschaften ausgesucht“ (aus dem Flyer zur Eröffnung der Isarphilharmonie). Lecko mio…
    Aber OK, zugegeben, dies ist vergleichsweise (zu den Zahlen unten) tatsächlich günstig!
  • Die Kosten für die Sanierung des Gasteig in der Zwischenzeit: „Entweder es bleibt bei der Grenze von 450 Millionen Euro und er bekommt eine Basis-Sanierung inklusive Konzertsaal-Ertüchtigung, die die meisten Besucher kaum bemerken werden. Oder man legt ordentlich drauf und steht zu einem neuen, hochmodernen Gasteig.“ (sueddeutsche.de)
  • Und dann soll/wird ja noch der neue Konzertsaal „auf Weltniveau“ kommen (geplanter Start der Bauarbeiten ist 2025). Mittlerweile liegen die Schätzungen bei bis zu 700 Millionen Euro (sueddeutsche.de). Auch wenn hier der Freistaat Bayern wohl größtenteils die Kosten des Baus übernimmt und der Rest durch private Spender aufgebracht werden soll – auch hier stecken dann jede Menge Münchner Steuergelder drin…

Mein Punkt ist, dass ich gar nicht die sogenannte „Hochkultur“ gegen den Bau oder die Erweiterung eines Fußballstadions aufwiegen will. Ich möchte fragen: Warum werden in das eine riesige Summen gesteckt, und beim anderen „muss die Finanzierung gesondert geprüft werden“ bzw. wird eine „Amortisierungsmiete angestrebt“?

Man kann das ja machen, so viel Geld in die Konzertsäle stecken. Aber warum dann nicht einen kleinen Teil davon in den Stadionumbau?
Umgekehrt: Wenn die Finanzlage die „Variante mit dem höchsten Mehrwert“ nicht zulässt – muss man dann nicht fordern, dass wir uns mit der Isarphilharmonie dauerhaft „begnügen“ und nicht noch den Gasteig sanieren UND zusätzlich noch ein weiterer Konzertsaal gebaut wird?

Wieso sind die Kosten beim Grünwalder Stadion in diesem Zusammenhang überhaupt ein Problem?

Und was ich mir dazu auch noch denke:

  • In einem Konzertsaal finden geschätzt im Jahr 200 Konzerte à 1900 Zuschauer*innen statt, alleine zum TSV 1860 kommen dann 18.000 in ca. 20 Heimspielen. Die absolute Zahl pro Jahr an Zuschauer*innen unterscheidet sich dann nur marginal (380.000 / 360.000; vermutlich wird beides nicht immer ausverkauft sein). Es würde also eine vergleichbare Personenzahl profitieren.
  • Dazu vermute ich, dass sowohl die Münchner Philharmoniker wie auch das BR Rundfunkorchester zusätzlich subventioniert werden.
  • Wer die Preise für die günstigsten Tickets im Grünwalder Stadion mit denen in der Isarphilharmonie vergleicht, wird kaum abstreiten können, dass sich dies – zumindest als mehrmaliges Erlebnis – nur diejenigen leisten können, die ohnehin schon viel Geld verdienen und haben. Muss man diesen eine für sie vermutlich gut leistbare Karte hoch subventionieren, während viele eher geringverdienende Löwenfans die Ausbaukosten letztlich über Eintrittspreise refinanzieren sollen?
  • Hat der Fußball nicht mindestens ebenso gesellschaftlichen Nutzen wie die „Kultur“, indem er Menschen aller „Schichten“ zusammenbringt, vielen Haltlosen Halt gibt und u.a. über die Fanbeauftragten wahrhaftig Sozialarbeit „an der Wurzel“ betreibt?

Und damit am Ende meine ketzerische Frage: Wird da etwa mit zweierlei Maß gemessen? Wird da die „Hochkultur“, die klassische Musik etc. als höherwertig eingestuft als der „Proletensport Fußball“? Ist ersteres förderungswürdiger, das andere halt nur bedingt? Braucht München seine Konzertsäle als „Leuchttürme“, während wir beim Fußball ja schon den Leuchtturm FCB mit seiner Arena haben, das sollte dann doch reichen?!

Ich hoffe, dass es nicht so ist. Ich hoffe, dass nicht nur der Klassikgenuss förderungswürdig ist, sondern auch ein Fußballstadion und damit ein Verein, der für viele Münchner*innen (und Auswärtige) ein wichtiger Lebensinhalt, sozialer Treffpunkt und Ort der Freude (und der Verzweiflung 😉) ist.

TSV 1860 III: Knapper Sieg beim SV Stadtwerke München

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Tsv 1860 Dritte Sv Stadtwerke München

Das war ein hartes Stück Arbeit für die Dritte… Beim bislang noch sieglosen Tabellenvorletzten SV Stadtwerke München setzte sich der TSV 1860 III am Donnerstag Abend knapp mit 2:1 durch.

TSV 1860 II schlägt SV Stadtwerke München

Ein Augenschmaus war es nicht unbedingt, was den gut 50 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz auf der Sportanlage Lauensteinstraße geboten wurde. Die Löwen gingen zwar als hoher Favorit in die Partie, wurden dieser Rolle jedoch nur bedingt gerecht. Erst mit dem Halbzeitpfiff erlöste Andre Orbegozo Araujo den Aufstiegskandidaten und netzte zum 0:1 ein.

Als Jeffrey Ebert per Elfmeter auf 0:2 für der TSV 1860 III erhöhte (63.), schien die Messe gelesen, doch der SV Stadtwerke gab sich nicht geschlagen. Ebenfalls per Strafstoß verkürzte Frädrich für die Gastgeber (70.) und läutete eine spannende Schlussphase ein. Am Ende retteten die Löwen den knappen Vorsprung über die Zeit und verbesserten sich in der Tabelle vorläufig auf Platz 2.

Bild: Philipp Rapp

Sechzig um Sieben: Türkgücü abgemeldet, Sechzig springt auf Platz 5

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Türkgücü – der Spuk hat ein Ende

Nachdem bereits im Januar beim Neuperlacher Fußballexperiment das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, sind die Lichter jetzt endgültig aus: Türkgücü meldet die Mannschaft vom Spielbetrieb der Dritten Liga ab. Für die Löwen durchaus positiv: aufgrund der mäßigen bis indiskutablen Leistungen der Weiß-Blauen gegen “4Ü” in dieser Saison (1 Punkt aus zwei Spielen) hatten die Giesinger nicht viele Punkte, die sie verlieren konnten. Denn: durch den Rückzug von Türkgücü fallen diese aus der Wertung und alle bereits absolvierten Partien mit Türkgücü-Beteiligung ebenfalls. So verliert Sechzig einen Punkt, Saarbrücken sechs Punkte, Osnabrück und Mannheim je vier, Lautern, Magdeburg und Braunschweig je 3 Zähler. Das schiebt die Löwen auf Rang 5 der Dritten Liga, 3 Punkte entfernt vom Relegationsplatz und 6 Punkte vom direkten Aufstiegsrang zwei. Nach der Insolvenz und dem Zwangsabstieg vom Investorenkonstrukt KFC Uerdingen in der letzten Saison hat ein weiterer Investor in der Dritten Liga seinem Spielball die Luft ausgehen lassen: Hasan Kivran bezahlt bei Türkgücü ab April keine Gehälter mehr, sodass die Abmeldung des Spielbetriebs die logische Folge war.

Tabelle ohne Türkgücü

Warum die Punkteregelung nach dem Türkgücü-Aus keine Wettbewerbsverzerrung ist

Klar, die Löwen kommen bei den auf das Türkgücü-Aus folgenden Punktereduktion im oberen tabellendrittel am besten weg. In einem Gastbeitrag auf Sechzger.de hat der Kassenwart mal wieder zur digitalen Feder gegriffen. Heute behandelt er das Aus von Türkgücü und die “Mär von der Wettbewerbsverzerrung”. Äußerst lesenswert schildert er die verschiedenen Perspektiven, stellt Rechtsempfinden dem Gerechtigkeitsempfinden gegenüber und wirft einen kritischen Blick auf das Konstrukt der Dritten Liga, welche sich nun im dritten Jahr in Folge nach Kaiserslautern und dem KFC nun mit Türkgücü erneut mit einem Insolvenzfall bei einem ihrer gemeldeten Clubs auseinandersetzen muss. Hier geht’s zum Artikel!

Toto-Pokal in Aubstadt: Löwen lassen zehn Spieler daheim

Wein, Staude, Willsch, Linsbichler, Belkahia, Knöferl, Moll, Dressel, Wicht, Morgalla. Das ist nicht die Startaufstellung der Löwen für das nächste Spiel, sondern die Ausfall-Liste, die Chefcoach Michael Köllner am kommenden Samstag bei der Partie gegen Aubstadt im Toto-Pokal irgendwie kompensieren muss. Ob Kretzschmar im Tor stehen wird, steht indes noch nicht fest. Was Köllner noch zu seinem dezimierten Kader sagt, lest ihr hier. Den Gegner am kommenden Samstag (14 Uhr, Sechzger.de-Liveticker) sollte man – insbesondere mit “Not-Kader” – keinesfalls unterschätzen. Hier lest ihr, wie die Aubstädter ihren Weg durch den Toto-Pokal gemacht haben.

Restprogramm der Aufstiegskandidaten

Sieben bzw. 6 Spiele haben die “Top 6” der Dritten Liga noch vor sich. Und es ist für jede Mannschaft noch alles drin: während Magdeburg wohl souverän die Meisterschaft holen wird, sollte sich Kaiserslautern auf dem Tabellenplatz zwei nicht allzu sicher fühlen – zumal sie mit Saarbrücken noch einen Mitstreiter auf dem Restprogramm stehen haben. Mit Osnabrück und Magdeburg hat auch Tabellendritter Braunschweig noch diverse Nüsse zu knacken. Für die Löwen werden insbesondere die Partien gegen Osnabrück und Saarbrücken entscheidend. Aber eigentlich zählt ab jetzt ohnehin jedes Spiel, wo man durch Türkgücü wieder ins Aufstiegsrennen geworfen wurde. Hier findet ihr den Überblick der Restpartien.

Bericht: folgt Hitzlsperger auf Stimoniaris?

Dass zwischen dem ehemaligen Nationalspieler Thomas Hitzlsperger unddem TSV 1860 Gespräche über eine künftige Zusammenarbeit laufen sollen, ist ein offenes Geheimnis. In welcher Funktion der bald vom VfB Stuttgart scheidende 39-Jährige nach Giesing kommen soll, ist jedoch nicht bekannt. Könnte es sein, dass er den Aufsichtsratsvorsitzenden der KGaA, Sakis Stimoniaris ablösen soll, um den es nicht erst ruhig geworden war, seit die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen seine Person aufgenommen hatte? Auf Nachfrage von sechzger.de teilte die zuständige Staatsanwaltschaft Ende Februar mit, dass das Ermittlungsverfahren weiterhin andauert, da “insbesondere […] zu gewährende Äußerungsfristen mehrfach pandemiebedingt verlängert werden” mussten. Hat Stimoniaris noch die Kraft, das Amt bei den Löwen weiter auszuführen oder kann es Hitzlsperger eventuell viel, viel besser?

Bundesliga-Boxen: Tickets für das Löwen-Heimspiel verfügbar

Wer vor knapp zwei Wochen beim Bundesliga-Boxen gegen Traktor Schwerin dabei gewesen ist, kam auch ohne Box-Kenntnisse voll auf seine Kosten. Tapfer und nur knapp verloren die Löwen insgesamt gegen den Deutschen Meister. Nun geht es weiter: am 9. April um 18:60 Uhr dürfen bis zu 1.000 Zuschauer*innen die Box-Löwen bei ihrem Duell in der Bundesliga in Giesing gegen Tabellenführer BSK Hannover verfolgen – sicher ein hartes Stück Arbeit für die Mannschaft um Ali Cukur. Tickets gibt’s hier: www.tsv1860.org/shop/

Bild: (c) TSV München von 1860 e.V. Boxen; Fotograf: Sebastian Roiderer

Rückblick: 3:0 gegen VfB Helmbrechts am 24. März 1957

Vor 65 Jahren siegte die Löwenvertretung in der “II. Division Süd” vor 6.000 Zuschauern 3:0 gegen den VfB Helmbrechts.

Trainer Hans Hipp setzte am 24.03.1957 in Helmbrechts auf folgende Elf des TSV 1860.

Pilz – Köbler, Pfanzelt – Zausinger, Sommer, Lesjak – Albert, Mondschein, Börstler, Müller, Auernhammer

Tore:
0:1 Börstler (24.), 0:2 Börstler (63.), 0:3 Müller (83.)

News aus der Dritten Liga

Saabrücken will gegen Punkteregelung vorgehen

Den FC Saarbrücken hat der Rückzug von Türkgücü am härtesten erwischt: 6 Punkte verlieren die Saarländer infolge der Entnahme der Neuperlacher aus der Drittligawertung. Nun wollen sich die schwarz-blauen juristisch zur Wehr setzen: “Wir werden alle juristischen Möglichkeiten nutzen, um dieses unsportliche und unfaire Vorgehen des Punktabzuges zu verhindern”, teilte der Klub gegenüber dem “SID” mit. “Die sogenannten Insolvenzregeln, die nun zur Anwendung kommen, sind sowohl in sportlicher als auch in wirtschaftlicher Hinsicht untragbar und müssen geändert werden.” Es könne nicht sein, “dass Klubs unverschuldet dafür bestraft werden, dass andere Vereine unter Aufsicht des DFB Misswirtschaft betrieben haben”.

Ob feststehende Regelungen nachträglich geändert werden können, erscheint uns etwas wacklig argumentiert. Eine Unsportlichkeit an dem Punktabzug erkennen wir zudem nicht, viel eher “gleiches Recht für alle” – jedoch trifft zu, dass der DFB bei der künftigen Lizenzvergabe für die Dritte Liga wohl genauer hinsehen muss.

Nach Türkgücü-AUS: DFB sieht sich nicht in der Verantwortung

“Das ist ein trauriger Tag für die 3. Liga. Den größten Schaden haben natürlich Türkgücü München und seine betroffenen Mitarbeiter*innen. Gleichzeitig ist es für die gesamte Liga und den Wettbewerb negativ, wenn ein Klub während der Saison ausscheidet”, so Hartmann (Geschäftsführer beim DFB und für die Dritte Liga zuständig) in einem Interview auf der DFB-Homepage. “Ziel muss sein, dass dieser Fall in der 3. Liga einmalig bleibt.” Obwohl nach Kaiserslautern und Krefeld nun mit Türkgücü in drei aufeinanderfolgenden Saisons drei Insolvenzfälle in der Dritten Liga eingetreten sind, sieht sich der DFB hier nicht in der Verantwortung: Zwar werde man “selbstkritisch (…) prüfen, ob Fehler im Rahmen des Zulassungsverfahrens gemacht wurden”, allerdings komme das Zulassungsverfahren in diesem Fall “an seine Grenzen, da die Klubs natürlich eigenständig Verträge mit Spielern und Trainern abschließen”, so Hartmann. “Wir können nur im Nachgang die Einhaltung der Planwerte überprüfen, diese in künftige Bewertungen einfließen lassen und Fehlverhalten sanktionieren. Das ist konsequent erfolgt.”

 

Gastbeitrag: Die Mär von der Wettbewerbsverzerrung in der Causa Türkgücü

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Der Kassenwart lässt Euch regelmäßig teilhaben an seinen Gedanken. Diesmal geht es um das frühzeitige Aus von Türkgücü in der laufenden Drittligasaison. Gerecht? Sportlich fair?

Viel Diskussion um Türkgücü

Nun ist es also amtlich. Endlich, möchte man sagen. Seitdem Investor Hasan Kivran sich vom Projekt aus Perlach zurückgezogen und damit die Türkgücü Fussball KGaA in die Insolvenz getrieben hat, wird immer wieder die Frage nach sportlicher Fairness gestellt. Schließlich wirbelt die Einstellung des Spielbetriebs sieben Spieltage vor Ende der Saison das Tabellenbild ordentlich durcheinander. Und der Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung durch Annullierung der Spielergebnisse steht im Raum. Wenn man es aber einmal sachlich analysiert, ist die Streichung aller Spielergebnisse tatsächlich die fairste und beste aller möglichen Alternativen.

Spielordnung der 3. Liga von allen akzeptiert

Beginnen wir mit einer formalen Bewertung: Alle 20 Vereine der 3. Liga haben sich mit ihrer Teilnahme an der Saison 2021/22 zum Ligastatut und der Spielordnung zur Einhaltung der Regularien verpflichtet. Es ist ein gemeinsamer Vertrag aller Teilnehmer zu Stande gekommen. Nachdem – von allen unerwartet – nun eine Klausel dieses Vertrages tatsächlich zur Anwendung kommt, muss man sich fragen, ob die dagegen medial laustark reklamierenden Ligateilnehmer die zuvor akzeptierte Spielordnung künftig je nach Spieltagsergebnis interpretieren möchten. Formal jedenfalls besteht kein Zweifel, dass alle Teilnehmer einen solchen Fall der Abwicklung der Einstellung des Spielbetriebs mit Lizenzantrag zur 3. Liga im Voraus akzeptiert haben. Mit der Entscheidung des DFB wurde dem Recht also Ausdruck verliehen. Aber ist die Folge daraus auch gerecht?

Rechtsempfinden vs. Gerechtigkeitsempfinden

Natürlich empfinden viele Fans der mittels bereinigter Tabelle benachteiligten Vereine das Ergebnis als ungerecht. Gerechtigkeit ist weit subjektiver als Recht, weswegen es häufig zu Differenzen zwischen einem Rechtsspruch und dem Gerechtigkeitsempfinden kommt. Aber in Wahrheit gibt es verschiedene Formen von Gerechtigkeit, wie Verteilungsgerechtigkeit, ausgleichende Gerechtigkeit, Kompensationsgerechtigkeit etc. Ist es also beispielsweise gerecht, wenn ein Verein übermäßig von nachweislichen Fehlentscheidungen der Unparteiischen profitiert und aufsteigt? Der Verein ist im Recht, aber ist es auch gerecht? Und war es letztes Jahr gerecht, dass 1860 München als einziger Profiklub in Deutschland sämtliche Heimspiele als Geisterspiele absolvieren musste, seinen gewohnten Heimvorteil nicht ausnutzen konnte, während andere vor vielen Tausend Zuschauern als zwölftem Mann spielten? Wo war die Solidarität der Vereine in diesem Fall der offensichtlichen Wettbewerbsverzerrung? Von Coronahilfen mal ganz abgesehen, welche 1860 durch die Gesellschafterstruktur als einer von wenigen auch nicht erhalten hat.

Zwei Spiele gegen Türkgücü unter extrem unterschiedlichen Vorzeichen

Und jetzt fragt man sich, was eher einem sportlich fairem Wettkampf entspricht: Die Spielergebnisse von 19 Vereinen, welche sich auf Augenhöhe begegnen und unter gleichen Bedingungen in 36 Hin- und Rückspielen messen. Oder die Ergebnisse aus 36+2 Spielen, wobei die “+2” jeweils unter vollkommen unterschiedlichen Rahmenbedingungen absolviert wurden. Mal mit, mal ohne Trainer mit gültiger Lizenz. Mal hochmotiviert mit einem hochklassigen Kader, mal resigniert mit der Bürde von elf Punkten Abzug. Manchmal in Bestbesetzung und manchmal sogar – um Kosten zu sparen – ohne Ersatztorwart. Ist das noch faires, sportliches Kräftemessen?

Daher muss sich jeder fragen: Handelt es sich bei der Annullierung der Ergebnisse in der Causa Türkgücü nicht um sich selbst kompensierende Wettbewerbsverzerrung, somit um Kompensationsgerechtigkeit?

19 Teams werden am Ende der Saison 2021/22 um Auf- und Abstieg gespielt haben, eines ist zwischenzeitlich ausgeschieden. Letztlich können in einem sportlich fairen Wettkampf auch nur die Ergebnisse dieser 19 Teams gegeneinander gelten. Ansonsten könnte man zur Attraktivitätssteigerung künftig auch Gastteams aus anderen Ländern außerhalb eigener Wertung mitspielen lassen und die Spielergebnisse in Auf- und Abstieg einrechnen.

Lautern, Uerdingen, Türkgücü – jedes Jahr ein Insolvenzfall

Der DFB und die Vereine sind gefordert, künftig die Lizenzierung ernster zu nehmen. Und den Vereinen zu mehr wirtschaftliche Stärke zu verhelfen. Die 2.Mannschaften, welche hohe Gehälter zahlen können und in Konkurrenz zu den regulären Drittligisten stehen, sind der nächste Sargnagel der 3. Liga und ein Insolvenzauslöser. Wir weisen als Fans gern mal darauf hin. Nicht, dass später wieder ein DFB-Verantwortlicher sagt, das sei alles nicht absehbar gewesen.

Weitergehende Leseempfehlung

PS: Wen es interessiert, wie man einen Fussballverein „elegant“ saniert: Es gibt einen sehr lehrreichen Aufsatz von Sportökonom Daniel Weimar. „Insolvenzrelevante Fußball-Verbandsregularien in Deutschland” Ausgehend von den Besonderheiten des Fußballmarktes bieten sowohl aktuelle verbandsseitige Insolvenzregelungen als auch die Insolvenzordnung an sich Anreize zu einer – aus Verbands- und Wettbewerbersicht – dysfunktionalen Ausnutzung der Rechtsräume. Weimar weist in seinem Aufsatz nach, dass Fussballvereine Eintritt und Zeitpunkt einer Insolvenz nahezu beliebig selbst planen können.
Das kennen wir aus der näheren Vergangenheit. Let’s play fair, 3. Liga-Klubs!

Sechzig ohne zehn nach Aubstadt / Kretzschmar im Tor?

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Löwenrunde Michael Köllner TSV 1860 München

LÖWENRUNDE vor Aubstadt

In der heutigen LÖWENRUNDE vor dem Totopokal-Halbfinale beim TSV Aubstadt am Samstag (14 Uhr im sechzger.de-Liveticker) brauchte Löwentrainer Michael Köllner eine ganze Weile, bis er alle Spieler, die ihm in Unterfranken nicht zur Verfügung stehen, aufgezählt hatte. Es handelt sich im Einzelnen um die schon länger verletzten/erkrankten Akteure Daniel Wein, Keanu Staude und Marius Willsch.

Schulter, Knie, Corona

Desweiteren fehlt nach seiner Verletzung aus dem Mannheim-Spiel Lorenz Knöferl, für den – nach seiner heutigen Schulter-OP – die Saison zu Ende ist. Tim Linnsbichler laboriert an seiner Knieverletzung, soll aber in der kommenden Woche wieder mit dem Aufbautraining beginnen. Die drei von Corona betroffenen Spieler Quirin Moll, Dennis Dressel und Semi Belkahia können sich dieses Wochenende freitesten und sind dann kommende Woche Dienstag wieder im Training zu erwarten.

Die Planungen sind so ausgelegt, dass die am Dienstag im Training wieder dabei sind. Dass sie am Montag ihre Medizinchecks machen, wenn die Mannschaft frei hat, da vielleicht schon ein Aufbautraining machen. Und am Dienstag dann wieder ins Mannschaftstraining zurück kehren.

Dressel und Belkahia zeigen übrigens kaum bis keine Corona-Symptome, Moll geht es laut Köllner “auch gut”. Dies als erfreuliche Nachrichten zwischen den zehn Hiobsbotschaften.

Die beiden Nationalspieler

Nicht aufgrund von Verletzung oder Erkrankung sind schließlich die Ausfälle Nummer neun und zehn, Nathan Wicht und Leandro Morgala zu beklagen. Sie weilen bei den U18-Nationalmannschaften der Schweiz und Deutschlands.

Im Totopokal ein 18er-Kader

Entsprechend dieser langen Liste fällt es dem Löwendompteur also “nicht besonders schwer”, den 18er-Kader zu nominieren. 16 Feldspieler und drei Torhüter stehen Köllner noch zur Verfügung. Im Totopokal dürfen 18 Feldspieler nominiert werden, d.h. zwei Keeper treten die Reise nach Unterfranken an.

Und wer steht in Aubstadt im Tor?

Die Frage, ob im Totopokal-Halbfinale – wie in den vier Runden zuvor – Tom Kretzschmar den Kasten hüten darf, oder ob doch womöglich Stammtorhüter Marco Hiller in der Vorschlussrunde eingesetzt wird, ließ Köllner offen. Allerdings kann man sein nachfolgendes Zitat durchaus so interpretieren, dass die Nummer 40 wieder einmal zum Einsatz kommt und Hiller im Aubstadt auf der Bank Platz nehmen wird.

Kann sein, dass Kretzschmar spielt. Das will ich jetzt mal nicht ausschließen. Wir haben eine sehr sehr gute Nummer 2, das hat man in den ersten Saisonspielen gesehen, das hat man im Pokal auch gesehen. Ich glaube, dass es auch wichtig ist, dass Tom Kretzschmar hin und wieder auch Spielpraxis kriegt. Von dem her ist durchaus möglich, dass Tom übermorgen im Tor steht.

Reisepläne

Die Mannschaft trainiert übrigens heute Nachmittag noch einmal an der Grünwalder Straße. Um dem üblichen Freitagnachmittag-Verkehr auf der A9 aus dem Weg zu gehen, macht sich der Löwentross bereits morgen früh auf den Weg nach Schweinfurt. Genau dort absolviert man dann später am Tage auch das Abschlusstraining für die Partie am Samstag.

Offenes Rennen in Liga 3: Das Restprogramm der Aufstiegskandidaten

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Aufstieg TSV 1860

Die Zugehörigkeit von Türkgücü München zur 3. Liga ist Geschichte, das Tabellenbild hat sich durch deren Rückzug massiv verschoben. Plötzlich darf auch der TSV 1860 als großer Profiteur wieder nach oben schielen. Das Restprogramm der Aufstiegskandidaten lässt ein offenes Rennen erwarten.

Tabelle ohne Türkgücü
Der TSV 1860 profitiert massiv vom Ausscheiden von Türkgücü München

Restprogramm der Aufstiegskandidaten

Der 1. FC Magdeburg dürfte ungeachtet des Türkgücü-Rückzugs durch sein und profitiert sogar vom Aus des Neuperlacher Projekts. Kürzlich hatte die Titz-Truppe im Olympiastadion den Kürzeren gegen Türkgücü gezogen.

Das Restprogramm der restlichen Aufstiegskandidaten sieht wie folgt aus:

1. FC Kaiserslautern

Kaiserslautern – Duisburg
Würzburg – Kaiserslautern
Kaiserslautern – Saarbrücken
Wiesbaden – Kaiserslautern
Kaiserslautern – Dortmund II
Viktoria Köln – Kaiserslautern
spielfrei

Eintracht Braunschweig

Osnabrück- Braunschweig
Braunschweig – Havelse
Wiesbaden – Braunschweig
Braunschweig – Würzburg
spielfrei
Braunschweig – Magdeburg
Meppen – Braunschweig
Braunschweig – Viktoria Köln

1. FC Saarbrücken

TSV 1860 – Saarbrücken
Saarbrücken – SV Waldhof
Kaiserslautern – Saarbrücken
Saarbrücken – Verl
Viktoria Berlin – Saarbrücken
Saarbrücken – Zwickau
Freiburg II – Saarbrücken

TSV 1860 München

TSV 1860 – Saarbrücken
Freiburg II – TSV 1860
TSV 1860 – Osnabrück
Duisburg – TSV 1860
TSV 1860 – Havelse
Magdeburg – TSV 1860
TSV 1860 – Dortmund II

SV Waldhof Mannheim

Zwickau – SV Waldhof
Saarbrücken – SV Waldhof
SV Waldhof – Freiburg II
Osnabrück – SV Waldhof
SV Waldhof – Duisburg
Wiesbaden – SV Waldhof
SV Waldhof – Havelse

Die Lichter sind aus: Türkgücü ab sofort nicht mehr im Spielbetrieb!

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Was wurde in den letzten Wochen nicht alles darüber diskutiert… Spielt Türkgücü – nach der Insolvenzanmeldung am letzten Tag im Januar – die Drittligasaison noch zu Ende? Beenden Sie die aktive Teilnahme am Spielbetrieb mehr als fünf Spieltage vor dem Saisonende? Oder erst ganz kurz vor Schluss? Die Folgen für die tabellarische Situation wurden an verschiedensten Stellen ausführlich aufgearbeitet. Und nun ist es fix: Das Spiel der Perlacher in Wiesbaden am 31. Spieltag war das letzte Drittligaspiel für Türkgücü in dieser Saison – und wohl für sehr lange Zeit.

Folgen für die Tabelle – und für die Löwen

Die Folgen des nun erfolgten Rückzugs wurden ebenfalls schon intensiv beleuchtet und doch wiederholen wir es gerne an dieser Stelle noch einmal. Alle aus Spielen gegen Türkgücü erkämpften Punkte (und Tore) werden den 19 Ligakonkurrenten nun wieder abgezogen. Für die Löwen, die sich gegen den Stadtnachbarn zweimal nicht mit Ruhm bekleckert haben, bedeutet das einen Abzug von nur einem Pünktchen (vom 1:1 im August). Und wie sieht es bei den anderen Spitzenteams der Liga aus? Osnabrück und Waldhof Mannheim verlieren jeweils vier Zähler. Kaiserslautern, Braunschweig und Magdeburg deren drei. Besonders hart trifft es den 1. FC Saarbrücken, der sechs Punkte und sechs Differenz-Tore einbüßt. Die Saarländer haben im Herbst mit 3:1 und jüngst mit 5:1 gegen Türkgücü gewonnen. Der TSV 1860 verbessert sich in der aktualisierten Tabelle auf Platz 5. Allerdings hat Osnabrück noch ein Spiel weniger (28), als die Konkurrenz.

Tabelle ohne Türkgücü
Der TSV 1860 profitiert massiv vom Ausscheiden von Türkgücü München

Sportliche Gesamtbilanz für Türkgücü

Seit dem Aufstieg aus der Regionalliga Bayern im Sommer 2020 (wegen Corona-bedingtem Saisonabbruch am grünen Tisch entschieden) absolvierte das ambitionierte Projekt aus der Heinrich Wielandt-Straße 69 Drittligapartien. 20 Siegen stehen 30 Niederlagen gegenüber. 19 Mal endeten die Spiele unter Beteiligung von Türkgücü remis. 75 Tore durfte die – meist überschaubare – Anhängerschar bejubeln, 102 Mal zappelte der Ball im Netz der Perlacher. In der ewigen Tabelle der 3. Liga landet Türkgücü mit diesen Resultaten übrigens ganz knapp nicht in den Top 50 – aber dennoch vor so illustren Namen wie Fortuna Düsseldorf, Rot-Weiß Oberhausen oder Alemannia Aachen.

Damit endet ein wenig ruhmreiches Kapitel der Münchner Profi-Fußballgeschichte. Über den Sinn (oder Unsinn) des ganzen Projekts und wie es nun zu Ende gegangen ist, wird an den Stammtischen sicher noch eine Weile hitzig diskutiert.
Da wir bei sechzger.de ja immer auch einen Sinn für Musik (und Humor) haben, widmen wir den Freunden aus der Heinrich-Wieland-Straße an dieser Stelle noch ein Youtube-Video:

Viele Grüße!

Der Weg des TSV Aubstadt in das Toto-Pokal Halbfinale

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TSV Aubstadt Regionalliga Bayern NBN Arena Blick Auf Das Spielfeld

Etwas überraschend steht der TSV Aubstadt im Toto-Pokal Halbfinale. Auf dem Weg dorthin hat der Viertligist unter anderem einen Drittligisten aus dem Pokal geworfen.

Kantersieg in Runde 1

Der Start in die neue Pokalsaison vom TSV Aubstadt konnte sich wirklich sehen lassen. Mit einem klaren 14:0 gewann man beim Bezirksligisten FC Frankonia Thulba. In Runde 2 wartete dann die SpVgg Ansbach auf den Viertligisten, doch auch diese Hürde konnten die Aubstädter locker bewältigen. Nach Rückstand gewann man gegen den Bayernligisten mit 3:1.

Das Ergebnis schien dem TSV zu schmecken, denn auch in den folgenden beiden Runden sollte man dieses Ergebnis nach Abpfiff zugunsten der Unterfranken auf der Anzeigetafel lesen. Sogar der Spielverlauf zu Runde 2 ähnelte dem im Achtelfinale. Zunächst ging der TSV Rain/Lech im Duell der Regionalligisten in Führung, doch Aubstadt konnte ausgleichen und im weiteren Verlauf der Partie sogar weitere Treffer erzielen. Damit stand Aubstadt im Toto-Pokal Viertelfinale.

Bekanntlich traf der Regionalligist dort auf Türkgücü. Zum dritten Mal in Folge hieß es am Ende 3:1 für den TSV Aubstadt, der Verein zog in das Halbfinale ein.

Nächster Gegner von Aubstadt im Toto-Pokal: der TSV 1860

Es folgte das Traumlos für die Unterfranken. Der TSV 1860 München wurde gezogen. Am Samstag kommt es daher zum Duell zwischen den Löwen und dem Regionalligisten aus dem beschaulichen Aubstadt. Gerade einmal 708 Einwohner zählt das Dorf in Unterfranken. Anpfiff im Halbfinale ist um 14:00 Uhr in der NGN-Arena. sechzger.de ist per Liveticker vor Ort, alle Tickets sind bereits vergriffen.

Während es für die Gastgeber das Spiel des Jahres sein dürfte, wollen die Löwen mit einem Weiterkommen den Einzug in das Finale des Toto-Pokals schaffen. Dort warten entweder die Würzburger Kickers oder der FV Illertissen. Das zweite Halbfinale findet zeitgleich in Illertissen statt.

Folgt Hitzlsperger beim TSV 1860 München auf Saki Stimoniaris?

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TSV 1860 München Trainingsgelände Ismaik
Das Trainingsgelände des TSV 1860 an der Grünwalder Straße

Anfang der Woche machte das Gerücht die Runde, dass Thomas Hitzlsperger ein Amt beim TSV 1860 München übernehmen könnte. Viele fragten sich direkt, auf welcher Position aktuell überhaupt Bedarf herrscht. Wohlmöglich könnte er den Posten von Saki Stimoniaris einnehmen.

Hitzlsperger als Ersatz für Stimoniaris beim TSV 1860?

Noch bis Ende des Monats ist Thomas Hitzlsperger beim VfB Stuttgart tätig, danach könnte es ihn zum TSV 1860 München ziehen. Der bekennende Löwe wohnt ohnehin schon in München und würde zu einem Engagement bei seinem Lieblingsverein sicher nicht nein sagen. Erste Gespräche laufen, doch in welcher Funktion der 39-Jährige in Zukunft tätig sein könnte, ist aktuell unklar.

Möglich erscheint, dass man sich an der Grünwalder Straße bereits auf eine mögliche Verurteilung von Saki Stimoniaris vorbereitet. Gegen den ehemaligen MAN-Betriebsratsvorsitzenden laufen derzeit Ermittlungen. Zuletzt war es in dieser Hinsicht ruhig geworden. Auf Nachfrage von sechzger.de teilte die zuständige Staatsanwaltschaft Ende Februar mit, dass das Ermittlungsverfahren weiterhin andauert, da “insbesondere […] zu gewährende Äußerungsfristen mehrfach pandemiebedingt verlängert werden” mussten. Zunächst einmal gilt in diesem Fall die Unschuldsvermutung, doch der Rücktritt von Stimoniaris im August 2021 mutet verdächtig an. Zuvor soll ein Informant pikante Details verraten haben, die den 50-Jährigen belastet haben. Bereits früh begannen interne Ermittlungen, die dann im weiteren Verlauf auch die Staatsanwaltschaft auf den Plan rief.

Hitzlsperger könnte die Aufgaben von Stimoniaris an der Grünwalder Straße übernehmen. Dieser ist aktuell Aufsichtsratsvorsitzender und zudem der Vertreter von Gesellschafter Hasan Ismaik in diesem Gremium. Zunächst aber einmal bleibt abzuwarten, zu welchem Ergebnis die Ermittlungen kommen. Bei den Löwen dürfte man für den Fall der Fälle allerdings bereits vorbereitet sein.

Sechzig um sieben: Greilinger bleibt

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Sechzig um Sieben beim TSV 1860 München

Der Kader des TSV 1860 München für die kommende Saison nimmt langsam Gestalt an. Nach der Vertragsverlängerung von Marco Hiller ist nun klar, dass auch Fabian Greilinger in Giesing bleibt.

Greilinger bleibt ein Löwe

Günther Gorenzel konnte gestern die zweite Vertragsverlängerung für die nächste Saison bekannt geben. Fabian Greilinger bleibt dem TSV 1860 München auch in der nächsten Saison erhalten. Das Eigengewächs, das seit 2015 an der Grünwalder Straße kickt, verlängerte seinen Vertrag auf unbekannte Zeit. Wie immer gehen die Löwen spartanisch mit derlei Informationen um: “über die Vertragsinhalte wurde Stillschweigen vereinbart.” Wir schweigen nicht, sondern verleihen unserer Freude Ausdruck, dass Fabi ein Löwe bleibt!

Hürden bei der Stadionertüchtigung

Nächste Woche geht die Beschlussvorlage zur Ertüchtigung des Stadions an der Grünwalder Straße endlich in den Sportausschuss. Was erstmal gut klingt, ist bei genauerem Hinsehen gar nicht so toll. Denn “eine mögliche Finanzierbarkeit des Vorhabens ist derzeit nicht sichergestellt”, heißt es in dem Papier. Ein weiterer Stolperstein dürfte die Miete für die Nutzer sein. Die Stadt hätte gerne einen Rückfluss ihrer Investitionen über die Miete oder eine “marktüblichen Miete”. Diese findet Marc-Nicolai Pfeifer (wie viele andere Mieter in München) aber um Einiges zu hoch. Die unendliche Geschichte geht also weiter. Man fragt sich allerdings schon, wieso die Stadt 80 Millionen oder mehr für das Dach des Olympiastadions ausgibt, das in naher Zukunft wahrscheinlich niemanden vor Regen schützen muss. Oder 4,6 Millionen Euro für jedes einzelne EM-Spiel im Jahre 2024.

Termine am Wochenende

Während die Profis am Samstag ab 14:00h in Aubstadt um den Einzug ins Toto-Pokalfinale kämpfen, haben die anderen Mannschaften der Löwen zahlreiche Einsätze. Und das beste ist, man darf die Spiele am Trainingsgelände auch wieder besuchen und das Stüberl hat geöffnet. Das Highlight ist sicher das Spiel der U19 in der Aufstiegsrunde zur Bundesliga gegen Quelle Fürth am Samstag um 16:00h. Wer nicht nach Aubstadt fährt, kann das Pokalspiel sicher im Stüberl anschauen und danach die U19 beim Kampf um einen Platz in der Bundesliga unterstützen.

Nathan Wicht geschont

Nathan Wicht befindet sich aktuell bei der Schweizer U18-Nationalmannschaft. Im gestrigen Testspiel gegen Polen wurde er nicht eingesetzt. Die Schweizer lagen bereits 2:0 vorne, mussten sich aber am Ende mit einem 2:2 zufrieden geben. Am Freitag gibt’s die nächste Auflage, vielleicht kann Nathan dann Spielpraxis sammeln.

News aus der dritten Liga

Pokal-Halbfinale des SV Meppen muss verlegt werden

Nachdem die Meppener am Samstag schon mit einer durch Bezirksligaspieler ergänzten Mannschaft bei Magdeburg antreten mussten, sorgen nun weitere Corona-Fälle für eine Verschiebung des Verbandspokal-Halbfinales gegen den VfV Hildesheim. Der Nachholtermin steht noch nicht fest.

Stoppelkamp fällt aus

Ex-Löwe Moritz Stoppelkamp zog sich bei der Duisburger Niederlage gegen den FSV Zwickau einen Muskelfaserriss zu. Damit wird er den Zebras in den nächsten Wochen im Kampf gegen den Abstieg fehlen.

Gouras vor Abgang in Saarbrücken

Der 23-jährige Stürmer, der durch gute Leistungen für einiges Aufsehen gesorgt hat, sieht sich wohl nach einem neuen Verein um. Favoriten sind Paderborn und Magdeburg. Aktuell herrscht Funkstille zwischen Gouras und dem FCS, der im Sommer ablösefrei wechseln kann, schreibt liga3-online.

Damit seid Ihr wieder bestens informiert über das aktuelle Geschehen beim TSV 1860 München und in der dritten Liga. Heute steht ja auch noch die Betriebsversammlung in der Heinrich-Wieland-Straße an. Sobald etwas nach Außen dringt, erfahrt Ihr es bei sechzger.de.