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TSV 1860 München profitiert von den neuen Corona Lockerungen.

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TSV 1860 grünwalder stadion faninformationen

11.250 Zuschauer im Grünwalder Stadion

Ab Freitag dürfen die Stadien im Freistaat wieder zu 75% bis maximal 25.000 Zuschauer ausgelastet werden. Nachdem die letzten beiden Heimspiele bereits vor 50% stattfanden. (0:2 Niederlage gegen den Halleschen FC und ein 2:1 Heimsieg gegen die roten Teufel vom Betzenberg.) Dies bedeutet, der TSV 1860 München profitiert von den neuen Corona Lockerungen. Ab dem kommenden Heimspiel gegen Verl dürften also theoretisch wieder 11.250 Fans begrüßt werden, jedoch ist diese News erstmal mit Vorsicht zu genießen.

Bis Freitag wohl kaum umsetzbar

Da heute schon Mittwoch ist, ist zu bezweifeln, dass die neuen Regeln schon Auswirkungen auf das Heimspiel zwei Tage später haben. Die Stadt München müsse erst ein neues Hygienekonzept genehmigen, gab der Verein auf Nachfrage bekannt.
Dies würde, wenn sowieso nur für das nächste Heimspiel greifen, da nach dem aktuellen Plan ab dem 20.März wieder 100% Auslastung gelten würde.

Wann ändert sich also wieder was?

Die Löwenhaben in den nächsten Wochen in der Liga Auswärtsspiele zu absolvieren. Zunächst in Berlin bei der Viktoria im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, eine Woche später bei Waldhof  Mannheim. Danach pausiert die Liga. Die Löwen jedoch haben eine Aufgabe im Toto-Pokal Halbfinale in Aubstadt zu meistern. Tickets für das Spiel gibt es ab dem 05.März. Da nach dem aktuellen Fahrplan der Regierung ab dem 20.März eh wieder 100% zugelassen werden sollen, wäre eine Vollauslastung im nächsten Heimspiel gegen den 1.FC Saarbrücken die am ersten Aprilwochenende die logische Schlussfolgerung. Der TSV 1860 München profitiert somit durch seine Auswärtsspiele.

Dies würde sehr wahrscheinlich auch bedeuten, dass wie schon gegen den MSV Duisburg und die Zweitvertretung der Freiburger die Jahreskartenbesitzer nicht mehr online reserviert  müssen und die Plastikkarte wieder gilt.

Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark in Berlin: Abriss und Neubau?

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Viktoria Berlin - SC Verl im viktoria, berlin, Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark

Am 11.03. treten die Löwen bei Viktoria Berlin an und dürfen nach einem neuen Beschluss des Berliner Senats auf großes Publikum hoffen. Bis zu 7.900 Fans dürfen nächsten Freitag Abend in den Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark im Stadtteil Prenzlauer Berg pilgern. Wie jedoch geht es mit dem Stadion weiter? Aktuell sieht es so aus, als würde es abgerissen und bis Herbst 2026 durch einen Neubau ersetzt werden.

Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark: Abriss und Neubau?

Lange war unklar, wo Aufsteiger Viktoria Berlin in dieser Saison seine Heimspiele würde austragen können. Zwischendurch sah es so aus, als würde man ins Mommsen- oder gar Olympiastadion ausweichen müssen. Letztendlich aber wurde der Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark mit einer neuen Flutlichtanlage drittligatauglich ertüchtig und die Viktoria fand dort ein temporäres Zuhause.

Nichtsdestotrotz soll das Stadion mittelfristig abgerissen werden und bis zum Herbst 2026 einem Neubau weichen. Die Berliner Senatsverwaltung für Inneres, Digitalisierung und Sport vermeldet diesbezüglich:

“Vor dem Hintergrund der Wirtschaftlichkeit, dem Raumprogramm, der städtebaulichen Rahmenbedingungen und den besonderen Anforderungen an ein Inklusionsportstandort hat das Lenkungsgremium entschieden, das Stadion unter Einbeziehung der wesentlichen identitätsstiftenden Merkmale des Jahn-Sportparks neu zu bauen.”

20.000 Plätze statt 20.000 Plätze?

Identitätsstiftenden Merkmale sollen zwar erhalten bleiben, eine Neugestaltung sei jedoch dringend vonnöten. Preislich geht man zum jetzigen Zeitpunkt von einem Kostenvolumen in Höhe von 120 Millionen Euro aus.

Nicht ganz so begeistert zeigte sich die Bürgerinitiative Jahn-Sportpark, die süffisant bemerkte:

“Ein Stadion mit 20.000 Sitzplätzen soll abgerissen werden, um ein Stadion mit 20.000 Sitzplätzen an der selben Stelle zu bauen. Wundert sich noch jemand, dass das Bauwesen der größte Klimasünder überhaupt ist.”

Das letzte Wort ist da wohl noch nicht gesprochen…

Titelbild: Fans des SC Verl im Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark in Berlin

TSV Aubstadt – TSV 1860: Tickets für den Toto-Pokal ab 05.03. erhältlich

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TSV Aubstadt Tickets Toto-Pokal 1860

Für den TSV Aubstadt ist die Halbfinal-Partie des Toto-Pokals gegen die Löwen das Highlight des Jahres. Auf der Homepage der “Abschter” ist sogar vom “Jahrhundertspiel” die Rede. Am 26. März müssen die Löwen in Unterfranken ran, das Spiel wird live im BR übertragen. Tickets für den Auftritt des TSV 1860 in Aubstadt sind ab dem 05.03. erhältlich. Man sollte sich nicht zu viel Zeit lassen…

TSV Aubstadt – TSV 1860: Tickets ab 05.03. verfügbar

3000 Plätze fasst die NGN-Arena in Aubstadt – wie viele Zuschauer dann tatsächlich live dabei sein dürfen, hängt von den dann gültigen Corona-Regeln ab. Laut unseren Informationen ist für die Fans des TSV 1860 aktuell ein Kontingent von 150 Karten und ein separater Link zur Bestellung vorgesehen.

Der freie Verkauf der Tickets für die Partie der Löwen in Aubstadt startet am 05.03. um 19:00 Uhr HIER.

TSV 1860 – Kaiserslautern. Die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafel-Analyse nach dem Heimsieg des TSV 1860 gegen Kaiserslautern. Dieses Spiel endete mit einem Sieg des Willens und war in weiten Teilen eine taktische Glanzleistung der Löwen.

Verdient schlägt die Mannschaft des TSV 1860 den 1.FC Kaiserslautern. Marco Antwerpen, Trainer des 1. FC Kaiserslautern, schickte sein Team wie erwartet im 5-3-2 aufs Feld. Der Coach des TSV 1860, Michael Köllner, entgegnete diesem auf Kompaktheit vor der eigenen Box angelegten Spiel mit dem altbewährten flexiblen 4-1-4-1. Flexibel deshalb, weil die Verschiebungen je nach auftretender Situation dergestalt waren, dass die Sechzger durch Verschiebungen der Außenverteidiger in die Halbräume bei Ballbesitz oft auf 4-3-3 offensiv umstellten, was immer wieder zu Überzahlsituationen im letzten Drittel der Lauterer führte.

Diese Momente sorgten unter anderem dafür, dass der 1. FC Kaiserslautern gegen den TSV 1860 München kaum zweite Bälle in diesem Bereich des Spielfeldes erobern konnte. Der dadurch entstehende Druck im letzten Drittel vor dem Tor war so hoch, dass Tore für die Sechzger im Prinzip nur eine Frage der Zeit waren.

Überraschend war, dass Entlastungsangriffe des 1. FCK zwar stattfanden, aber abgesehen von den Schlussphasen der jeweiligen Halbzeit nicht wirklich gefährlich wurden. Das gute Stellungsspiel gegen den Ball bei den Sechzgern sorgte dafür, dass die Pfälzer ihre im Normalfall schnell vorgetragenen Angriffe immer wieder unterbrechen mussten, da kaum Anspielstationen für den jeweils ballführenden Spieler vorhanden waren.

Der 1. FCK verliert also am meteorologischen Frühlingsanfang das erst Spiel seit Halloween gegen bissige, laufstarke, taktisch perfekt eingestellte und disziplinierte Sechzger, die abgesehen von einer einzigen Konzentrationsschwäche zu Beginn des Spiels größtenteils dominierten.

Die wichtigsten Statistiken des Spiels TSV 1860 – Kaiserslautern

  • Ballbesitz: TSV 1860 59% – 1. FCK 41%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 83% – 1. FCK 76%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 67% – 1. FCK 59%
  • Schüsse/aufs Tor: TSV 1860 15/5 – 1. FCK 7/3
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 6,97 – 1. FCK 13,58

Die Statistiken in der Analyse

18 % Prozent mehr Ballbesitz, die bessere Passgenauigkeit, eine gute defensive Zweikampfbilanz, mehr Schüsse, mehr Schüsse aufs Tor, aggressiveres Spiel in den Pressingzonen – was muss man denn da noch analysieren, fragt sich nun vielleicht der ein oder andere.

Nun ja: Oft ist es ja so, dass eine hohe Passgenauigkeit vor allem eine Folge von Rück- und Querpässen sind oder eine hohe defensive Zweikampfquote hauptsächlich damit zusammenhängt, dass man nur wenige Zweikämpfe annimmt und führt. Auch kann eine gute PPDA (je niedriger desto besser) eine Folge davon sein, dass Aktionen gegen den Ball zwar gesetzt werden, aber nicht zum Erfolg führen. Der Erfolg einer Aktion wird in dieser Statistik nicht berücksichtigt.

Passgenauigkeit

Beginnen wir also mit der Passgenauigkeit. Hat diese hohe Passgenauigkeit wirklich mit defensiven Rück- und Querpässen zu tun oder haben Vorwärtspässe einen hohen Anteil daran? Die Viererkette plus Torwart, defensivem Mittelfeldspieler und Box to Box Spieler sind die Akteure, unter denen der unproduktive Rückpass gespielt wird. Ein Rückpass vom in die Tiefe gehenden Außenverteidiger in der gegnerischen Hälfte auf einen Mittelfeldspieler in der Halbposition ist ja ein taktisches Offensivmittel und kein defensiver Rückpass.

Sehen wir uns also an, wie viele defensive Rückpässe es im Verhältnis zu allen gespielten Pässen im Spiel des TSV 1860 München gab. Das Ergebnis überrascht vielleicht etwas aufgrund der Deutlichkeit – aber es überrascht positiv. Lediglich sieben Prozent aller gespielten Pässe waren defensive Rückpässe. Die meisten dieser Pässe spielte Yannick Deichmann. Am häufigsten beteiligt an Pässen dieser Art (gespielte Pässe und empfangene Pässe) war Semi Belkahia.

Querpässe sind ähnlich wie Rückpässe keine Pässe, die für Raumgewinn sorgen; dennoch können sie im Nachgang einen Raumgewinn einleiten. Es kommt also auch hier darauf an, wer den Querpass spielt und wo. Wie viele der Querpässe im Verhältnis zu allen gespielten Pässen wurden also im Defensivverbund gespielt? Da kommt man logischerweise auf einen deutlich höheren Wert. Einerseits, weil man in einem Spiel gegen eine Mannschaft, die gut positioniert im Raum steht, öfter das Tempo aus dem Spiel nehmen muss, um den eigenen Spielern Zeit zu geben, sich zu positionieren. Andererseits, weil der Querpass bei Spielkontrolle oft der am häufigsten in einem Spiel gespielte Pass ist. Trotzdem ist die Zahl der Querpässe innerhalb des Defensivverbundes mit 25 % Prozent Anteil an der Gesamtanzahl der Pässe relativ niedrig.

Fazit Passgenauigkeit

Insgesamt waren also nicht einmal ein Drittel der Pässe beim TSV 1860 München im Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern defensiver Natur. Das ist also schon eine absolut gute Nummer, was der TSV 1860 München im Passspiel abgeliefert hat.

Der Vollständigkeit halber ein kurzer Vergleich mit den Zahlen der Lauterer: 10 % aller Pässe waren beim 1. FCK defensive Rückpässe und 20 % Querpässe der Defensivspieler untereinander. Damit haben wir beim 1. FCK knapp 2 % weniger gespielte Defensivpässe im Verhältnis zu den insgesamt gespielten Pässen.

Welche Rückschlüsse ziehen wir nun hinsichtlich der offensiven Passgenauigkeit der beiden Teams und hinsichtlich des Verhältnisses von Ballbesitz zu offensiver Passgenauigkeit? Salopp gesagt: “Die Löwen hatten die Teufel im Sack.” Auf die Gesamtzahl der gespielten Pässe beider Teams liegen die defensiv gearteten Pässe mit nur zwei Prozent Differenz derart knapp beieinander, dass das bei einem Unterschied in der Passgenauigkeit gesamt von sieben Prozent vernachlässigbar ist.

Und das war vor allem ein Verdienst der hohen Laufbereitschaft der Spieler von Michael Köllner. Es war wahnsinnig viel Bewegung im Spiel nach vorn zu sehen. Positionswechsel im Mittelfeld, konsequentes Aufrücken der Außenverteidiger, Verschiebungen in der Horizontalen zwischen den gegnerischen Linien. So konnten die Spieler für Pässe nach vorn auch immer Anspielstationen finden. Das sind Mittel, mit denen man dann folglich den Gegner unter Druck setzt, weil er defensiv nur reagieren kann und damit die Wucht im eigenen Angriffsspiel erhalten bleibt.

Defensive Zweikampfquote

Kommen wir nun zur defensiven Zweikampfquote und auch zu den Zonen, wo diese gewonnen wurden. Der TSV 1860 München gewann gegen Kaiserslautern 75 % der in der gegnerischen Hälfte geführten Defensivzweikämpfe und 60 % der im letzten Drittel vor dem gegnerischen Tor geführten Duelle gegen den Ball. Prädikat Wahnsinn! Vor allem deshalb, weil mehr als ein Drittel aller Defensivduelle in der gegnerischen Hälfte stattfanden. Knapp zwei Drittel der vom TSV 1860 in der gegnerischen Hälfte geführten Zweikämpfe gegen den Ball fanden im letzten Drittel vor dem Tor des 1.FC Kaiserslautern statt. So eine gleichzeitig aggressiv pressende und in den Pressingzonen erfolgreich gegen den Ball agierende Löwenmannschaft haben wir schon lange nicht mehr gesehen. Hut ab, liebe Löwen! Im eigenen letzten Drittel haben die Löwen nur acht defensive Zweikämpfe verloren. Im eigenen Sechzehner nur einen: Hiller gegen Wunderlich beim Führungstreffer – und dafür kann Marco Hiller nun wirklich nichts…

Insgesamt mussten die Sechzger im eigenen Strafraum – Kopfballduelle eingeschlossen – nur vier defensive Zweikämpfe führen. Alle anderen Versuche der Lauterer, in die Box zu spielen oder dort zu agieren, endeten mit abgefangenen Bällen (auch Hillers Paraden sind abgefangene Bälle) oder im Toraus.

Der 1.FC Kaiserslautern gibt diesbezüglich zwar kein komplett anderes Bild ab, aber sie mussten viel öfter in der eigenen Box ins direkte Duell gehen. Kaiserslautern schaffte es im Gegensatz zum TSV 1860 nicht, den Ball so effektiv aus dem eigenen Strafraum herauszuhalten. Nimmt man die Ballkontakte des 1.FC Kaiserslautern im gegnerischen Strafraum als Bemessungsgrundlage, hatten die Löwen rund 138 % (!) mehr Ballkontakte in der gegnerischen Box als die roten Teufel.

Schüsse

Die Kombination der Überlegenheit bei den beiden oben behandelten statistischen Werten führt dann in Summe dazu, dass die Sechzger mit 15 Schüssen gesamt mehr als doppelt so viele Schüsse als Kaiserslautern absetzen konnten, und mit fünf Schüssen aufs Tor auch in dieser Kategorie zwei Drittel mehr Schüsse als die gegnerischen Spieler aufs Tor brachten.

Verlorene Offensivzweikämpfe der Lauterer im eigenen letzten Drittel, Spieler der Sechzger die aufgrund der guten Raumaufteilung zweite Bälle abfingen wie Jupiter Asteroiden, hohe Konzentration, Einsatzwillen und Laufbereitschaft führten in Summe zur deutlichen Überlegenheit des TSV 1860 München im Spiel gegen den 1. FCK.

PPDA

Der gute Wert der PPDA resultiert aus den Faktoren, die schon bei den defensiven Zweikämpfen und der Passgenauigkeit abgehandelt wurden. Von daher lassen wir diese Statistik einfach mal als das stehen, was sie ist: sehr gut.

Das Spiel TSV 1860 – Kaiserslautern

Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit war die Mannschaft des TSV 1860 München dem 1.FC Kaiserslautern in allen Belangen überlegen. Abgesehen von einer kurzen Phase zu Beginn der Partie, am Ende der ersten Halbzeit, sowie in der Schlussviertelstunde, waren die Sechzger spielerisch, kämpferisch und läuferisch das überlegene Team.

In den letzten fünfzehn Minuten versuchte Lautern die Brechstange auszupacken. Die nach Wunderlichs Führungstor und Bärs Ausgleichstreffer in einem Unentschieden feststeckende Partie doch noch zu ihren Gunsten zu drehen war das Ziel. Nach einem unnötigen Foul der Lauterer an Marcel Bär vor deren eigener Torauslinie, konnten die Löwen spät im Spiel verdient den Siegtreffer durch Kevin Goden verbuchen. Ganz nach dem Motto: Steter Tropfen höhlt den Stein.

Trotz einiger Fehlentscheidungen gegen die Mannschaft des TSV 1860 München seitens des bundesligaerfahrenen Schiedsrichters, ließen sich die Löwen während der 90 Minuten nicht verunsichern. Sie kämpften um jeden Ball, hatten sowohl mit als auch gegen den Ball eine optimale Raumaufteilung, und gewannen in einem aufgrund der Dramaturgie denkwürdigen Spiel.

Die Tore

In der Zusammenfassung von MagentaSport kann man die Tore hier noch einmal Revue passieren lassen.

0:1

Das 0:1 vergessen wir hier einfach mal. Das darf so nicht passieren.

1:1

Das 1:1 war eine zweiphasige Aktion:

Phase 1

Bei einem Angriff in der 26. Minute, der aus der Abwehr der Löwen heraus auf der linken Seite beginnt, wird zunächst Dressel angespielt. Der verliert jedoch das Leder im Offensivduell, Steinhart kann den Abwehrversuch der Lauterer jedoch unterbinden, indem er hinter Dressel nachrückt. In der Halbposition auf der linken Seite im Mittelfeld befindlich, spielt er den Ball zu Lex an der linken Seitenauslinie.

Steinhart läuft nach seinem Pass bis fast zur Grundlinie durch und zieht den defensiven Mittelfeldmann der Lauterer, Marlon Ritter, mit. Dadurch wird der Passweg für Lex ins Zentrum frei und er spielt Biankadi an. Merveille Biankadi kann sich dann mit einer Drehung dem zurückgekommenen Hanslik, der ihn angreift, entziehen. Er legt dann quer zum völlig freien Yannick Deichmann. Deichmann findet aber halbzentral vor der gegnerischen Box keine Möglichkeit, etwas Sinnvolles mit dem Spielgerät anzustellen, und legt die Kugel weiter leicht diagonal nach außen zu Tallig am rechten Strafraumeck.

Tallig zieht nach innen und setzt einen Schuss aus halbrechter Position im Strafraum ab. Dieser wird jedoch geblockt. Der Ball kommt aber postwendend wieder zu Biankdi, der mit nur einem Kontakt zu Steinhart weitergibt.

Phase 2

Steinhart flankt aus halblinker Position, mittig zwischen Torauslinie und Strafraumbegrenzung befindlich, wiederum auf die halbrechte Seite der Box. Dort wird der Ball per Kopfball abgewehrt, kommt jedoch direkt zurück zu Deichmann, der sich ein Herz fasst und schießt. Dieser Schuss wird ebenfalls geblockt, ladet aber bei Merv Biankadi. Er zieht trocken ab und trifft die Ferse von Bär. Bär fälscht somit die Kugel unhaltbar für Keeper Raab links ins Tor ab.

Einen verdienteren Treffer hat man selten gesehen. Bär, dem kurz zuvor noch ein glasklarer Elfmeter verweigert worden war, und Merv Biankadi sollten beide dieses Tor gutgeschrieben bekommen.

Den absoluten Löwenanteil am Gelingen dieser Attacke hat aber in meinen Augen Steinhart. Dieser zieht zunächst den defensiven Mittelfeldspieler aus seinem Arbeitsbereich ab und macht dann mit seiner Flanke den Ball ein zweites Mal scharf.

2:1

Nach einem Freistoß Talligs auf der rechten Seite der Box, etwa von dort, wo man im Feldhockey eine Strafecke schießen würde, kommt Goden links am Fünfmeterraum völlig frei an den Ball und trifft zum verdienten Siegtreffer für den TSV 1860 München ins Tor des 1. FC Kaiserslautern. Gut, dass man genau solche Situationen am Vormittag noch trainiert hatte. Chapeau, Herr Köllner!

Fazit

Der TSV 1860 schlägt Kaiserslautern am Dienstagabend im Sechzgerstadion mit 2:1. Das Spiel war klasse, keine Frage. Jetzt aber schon Jubelarien zu beginnen und zu überlegen, wo man nach den Spielen gegen Verl und Berlin stehen wird, oder nachzudenken, wie die Tabelle aussähe, wenn das gescheiterte Projekt von der Heinrich-Wieland-Straße den Spielbestrieb einstellen müsste, davon rate ich jedem Fan ab. Verl kommt ausgeruhter in das Spiel, das schon am Freitagabend stattfinden wird. Mit den ebenfalls abstiegsbedrohten Berlinern kommt ein weiterer nicht zu unterschätzender Brocken auf den TSV 1860 München zu – und noch hält sich der Verein aus Perlach im Namen über Wasser…

Das Spiel an sich und alle Spieler des TSV, die daran teilnahmen, dürfen allerdings gerne bejubelt werden. Es gibt keinen Spieler bei den Löwen, der sich für die Leistung gegen den 1. FC Kaiserslautern nicht ein Lob verdient hätte. Durch die Bank alle Spieler der Löwen haben ihre Aufgaben gut erfüllt. Salgers Blackout vor dem 0:1 verbuchen wir mal unter mit den Worten “Shit happens”.

Natürlich schwanken die Leistungen der einzelnen Akteure ein kleines bisschen. Einer sticht mehr heraus als ein anderer, weil ihm vielleicht die ein oder andere Aktion mehr gelungen ist. Im Kollektiv gesehen hat die Mannschaft aber komplett überzeugt. Vom Torwart bis zum Stürmer haben alle das Motto “Volle Power ohne Ende, bis der Ball im Kasten liegt” aus der Vereinshymne “Stark wie noch nie” offensichtlich verinnerlicht.

Jetzt nicht nachlassen, Löwen! Am Freitag kommt Verl (mit Ex-Löwe Aaron Berzel)  ins Sechzgerstadion, da werden die gleichen Tugenden gefragt sein wie am Dienstag.

Datenquelle: Wyscout

Aaron Berzel: “Möchte vorangehen und Verantwortung übernehmen”

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Aaron Berzel

Von 2017 bis 2020 stand Aaron Berzel beim TSV 1860 unter Vertrag, ehe er über die Zwischenstationen Türkgücü und Viktoria Köln beim SC Verl landete. Im Gespräch mit dem Stadionmagazin der Westfalen äußert sich der Innenverteidiger u.a. zu den ersten Eindrücken im neuen Verein und zu seinen persönlichen Zielen.

Positiver erster Eindruck von Verl

Nach nur einem halben Jahr bei Viktoria Köln wechselte Aaron Berzel Anfang des Jahres zum Ligakonkurrenten SC Verl. Das Ziel: natürlich der Klassenerhalt! Ein wichtiger Faktor, um auch in der kommenden Saison in der 3. Liga zu spielen, ist sicher das Klima innerhalb der Mannschaft.

“Die  Eindrücke der ersten Wochen haben im Prinzip genau das bestätigt, was sich bereits in den ersten Gesprächen vor meinem Wechsel angedeutet hat. Ein kleiner und familiärer Verein mit vielen herzlichen Menschen. Das hat mir den Start hier sehr leicht gemacht.”

Auch der spielerische Ansatz, die der SC Verl an den Tag lege, imponiert Berzel, der selber eher als robuster und zweikampfstarker Typ bekannt ist.

Aaron Berzel möchte Verantwortung übernehmen

Um die Klasse zu erhalten, möchte Aaron Berzel beim SC Verl seine Stärken einbringen und die Mannschaft als Führungsspieler leiten.

“Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich auf dem Platz immer vorangehe und vollen Einsatz für die Mannschaft bringe, mich komplett in ihren Dienst stelle. Als erfahrener Spiele möchte ich auch hier beim Sportclub vorangehen und Verantwortung übernehmen.”

Zudem konstatierte er seinem Team auf jeden Fall die spielerische Qualität, um das gesteckte Ziel zu erreichen.

Das wünschen wir dem sympathischen Verein aus der Nähe von Gütersloh. Am Freitag sollen die Punkte aber natürlich in Giesing bleiben…

Viktoria Berlin – TSV 1860: Weitere Tickets für Löwenfans verfügbar!

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Mannschaftsbus Viktoria Berlin gegen den TSV 1860 München am Grünwalder Stadion beim TSV 1860

Bereits Anfang Februar startete der Vorverkauf der Tickets für die Partie des TSV 1860 bei Viktoria Berlin am 11.03.2022. Aufgrund eines neuen Beschluss des Berliner Senats darf der Hauptstadtclub sein Stadion nunmehr zu 75 % auslasten, sodass ab sofort weitere Eintrittskarten verfügbar sind.

Zusätzliche Tickets für Viktoria Berlin – TSV 1860

Statt der bisher genehmigten 2.800 Zuschauer dürfen nun am Freitag in einer Woche also rund 7.900 Fans in den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. Wichtig: Stand heute gilt die 2G-Plus-Regel!

Besucher/-innen müssen also vollständig geimpft oder genesen sein. Sofern die zweite Impfung oder der Genesenenstatus älter als drei Monate ist, muss ein negativer Antigen-Schnelltest vorgelegt werden. Der Antigen-Schnelltest darf nicht älter als 24 Stunden sein – der Abstrich des Tests darf demnach frühestens am Donnerstag, den 10. März 2022 um 21:00 Uhr entnommen worden sein. Für den Abgleich des Nachweises (Impfung oder Genesenen-Nachweis sowie Testnachweis) ist ein gültiges Ausweisdokument bei sich zu führen. Der Impfnachweis muss digital vorliegen. Geboosterte Personen benötigen keinen Test.

Bei Schülerinnen und Schülern gilt der Schüler/-innen-Ausweis als Test-Nachweis. Kinder bis 6 Jahre müssen keinen Test vorweisen.

Für Personen unter 18 Jahren gilt die 2G-Pflicht nicht, diese können auch negativ getestet sein.

Das dauerhafte Tragen einer FFP2-Maske ist verpflichtend. Diese muss auch am Platz getragen werden. Zum Essen und Trinken kann die Maske abgenommen werden. Kinder bis 14 Jahre können auch eine medizinische Maske tragen.

Michael Köllner: “Ich bin stolz auf meine Löwen”

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Michael Köllner Pressekonferenz 1860 Fck

In der Pressekonferenz nach dem gestrigen 2:1 Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern zeigte sich Trainer Michael Köllner angetan von seiner Mannschaft. “Ich bin stolz auf meine Löwen”, ließ der Coach verlauten.

Antwerpen sah den FCK als “verdienten Verlierer”

Zunächst äußerte sich der FCK-Trainer Marco Antwerpen zum Spiel. Er sah durch das frühe Führungstor seiner Mannschaft einen guten Start und bemängelte, dass die Konterchancen zum 0:2 ausgelassen wurden. Danach kaufte 1860 den roten Teufeln den Schneid ab, so dass letztendlich nach vorne zu wenig vom FCK kam und man den Platz als “verdienter Verlierer” verließ.

Michael Köllner stolz auf die Löwen

Der Löwen-Coach war sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Diese habe den Nackenschlag durch das frühe Gegentor gut weggesteckt. Seine Schützlinge haben sofort versucht, nach vorne zu spielen und den Fehler von Stephan Salger auszubügeln. In der ersten Halbzeit wäre nach Ansicht des Coaches fast noch mehr als der Ausgleich drin gewesen. Besonders imponierte dem Trainer das veränderte Aufbauspiel im Mittelfeld, das ohne “Dreh- und Angelpunkt” Richy Neudecker auskommen musste. Nach Einschätzung von Köllner fand Kaiserslautern über ganze Spiel kein Mittel dagegen.

Besondere Freude über Torschütze Goden

Ganz besonders freute sich Michael Köllner über Kevin Goden, dem zum zweiten Mal in Folge ein spielentscheidendes Tor in der Schlussphase gelang. Ob er sich dadurch für die Startelf qualifizieren wird, ließ der Trainer offen. Er sprach aber nochmals an, dass Goden zwei Mal an einer schweren Corona-Infektion litt. In der Folge war er mehrere Wochen nicht auf höchstem Leistungsniveau. Der Coach hofft, dass er dort nun angekommen sei und die Leistungen in den nächsten Wochen bestätigen könne.

“Verl schwerstes Spiel der Woche”

Das Spiel gegen die aktuell auf einem Abstiegsplatz stehenden Verler sieht Köllner als “schwerstes Spiel der Woche”. Durch den Trainerwechsel sei das Team sicher schwer auszurechnen. Köllner hofft, dass die Löwenfans ebenfalls von einer schweren Aufgaben ausgehen und nicht nur zum Party machen ins Stadion kommen. Ihre Unterstützung wird dringend gebraucht, um die Ostwestfalen niederzuringen und die nächsten drei Punkte einzufahren.

Der TSV 1860 am Wochenende: U21 empfängt TSV 1880 Wasserburg

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TSV 1860: Die Löwen am Wochenende

Na, immer noch voller Adrenalin? Das 2:1 der Profis gestern Abend gegen den 1. FC Kaiserslautern hat uns allen einmal mehr vor Augen geführt, dass es nichts Schöneres gibt als eine kämpfende Löwen-Mannschaft, die sich zerreißt und unter Flutlicht im Grünwalder Stadion mit drei Punkten belohnt wird. Am Wochenende gehts direkt weiter und neben der Truppe von Michael Köllner sind auch etliche andere Mannschaften von Münchens großer Liebe im Einsatz. So empfängt am Sonntag beispielsweise die U21 des TSV 1860 den TSV 1880 Wasserburg.

TSV 1860 U21 empfängt den TSV 1880 Wasserburg

Nach der unglücklichen Niederlage bei Türkspor Augsburg möchte die U21 des TSV gegen den TSV 1880 Wasserburg auf die Erfolgsspur zurückkehren. Ob diesmal Spieler aus dem Profikader, die am Freitag nicht mitwirken, zum Einsatz kommen, wird sich zeigen. Schaden würde es sicher nicht, wenn Knöferl, Djayo, Wicht etc. da Spielpraxis sammeln und ihre Stärken einbringen könnten.

Die U17 der Löwen muss in der B-Junioren-Bundesliga ebenfalls am Sonntag beim FC Ingolstadt 04 ran.

Die Spiele im Überblick

Mittwoch, 02.03.

14.00 Uhr: U19 – FC Deisenhofen -:-
20.15 Uhr: NK Hajduk – Senioren A -:-

Donnerstag, 03.03.

12.00 Uhr: U12 – TSV 1861 Nördlingen U13 -:-
17.15 Uhr: SpVgg Altenerding U13 – U11 -:-

Freitag, 04.03.

19.00 Uhr: U13 – Wacker Burghausen U14 -:-
19.00 Uhr: Profis – SC Verl -:-
20.15 Uhr: Türkgücü München – Senioren B -:-

Samstag, 05.03.

10.30 Uhr: TSV Neusäß U11 – U9 -:-
13.00 Uhr: SC Unterpfaffenhofen U19 – U18 -:-
13.00 Uhr: 4. Mannschaft – SG Brunnthal/Hofolding II -:-
13.15 Uhr: FC Wacker München U11 – U10 -:-

Sonntag, 06.03.

09.00 Uhr: ASV Dachau U11 – U10 -:-
10.00 Uhr: FV Illertissen U13 – U12 -:-
10.00 Uhr: SC Grüne Heide U10 – U9 -:-
11.00 Uhr: SG Aschheim/Kirchheim – Frauen -:-
11.00 Uhr: SVG Steinachgrund U11 – U10 -:-
11.00 Uhr: FC Ingolstadt 04 – U17 -:-
13.30 Uhr: SVG Steinachgrund – U13 -:-
14.00 Uhr: U21 – TSV 1880 Wasserburg -:-

Giesinger Gedanken nach dem Sieg gegen Kaiserslautern: Endlich!

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Was war das wieder für ein Wechselbad der Gefühle gestern Abend im Sechzgerstadion! Es begann mit einem Blackout und endete damit, dass die Löwen endlich den ersten Sieg gegen eine Spitzenmannschaft einfahren konnten.

Man muss nur den Kampf um die goldene Ananas eröffnen…

Seitdem ich nach der schlechten Leistung gegen Halle den Kampf um die goldene Ananas für eröffnet erklärt habe, läuft es auf einmal bei den Löwen. Es ist schon komisch… Am Samstag holten sie einen verdienten Auswärtssieg in Zwickau und gestern gelang endlich der erste Sieg gegen ein Spitzenteam der dritten Liga. Ist es tatsächlich der Druck, der der Mannschaft so zu schaffen macht? Von Außen sehr schwer zu sagen. Ich bilde mir aber ein, dass das frühe Gegentor gestern im Endeffekt gut für das Spiel der Löwen war.

Blackout zu Beginn

Es waren noch keine zwei Minuten gespielt, da hatte Stephan Salger einen folgenschweren Blackout (übrigens ein gutes Lied von den Scorpions… lange vor dem unsäglichen “Wind of Change”). Er wollte den Ball zu Marco Hiller zurücklegen, doch Mike Wunderlich roch den Braten und schob eiskalt zur Lauterer Führung ein. Der Sieg in Zwickau scheint den Löwen aber so viel moralischen Auftrieb gegeben zu haben, dass sie sofort auf Gegenangriff schalteten und begannen, die Gäste aus der Pfalz unter Druck zu setzen. Ich fragte mich, ob sie ohne das Gegentor auch so forsch nach vorne gespielt hätten. Möglicherweise ein Indiz dafür, dass die Jungs erst richtig aufdrehen können, “wenn’s eh scho wurscht ist”.

Chancen über Chancen

Die Löwen erspielten sich gegen die für einen Tabellenzweiten seltsam hölzern bis limitiert auftretenden roten Teufel ein gewaltiges Übergewicht und kamen zu einigen guten Ausgleichschancen. Bär, Lex und Deichmann hatten zunächst gute Möglichkeiten, bevor Bär im Strafraum durchaus elfmeterwürdig gezupft wurde. In der 26. Minute war es dann soweit. Eine Co-Produktion von Biankadi (der schoss) und Bär (der den Ball unhaltbar abfälschte) sorgte für den Ausgleich. Danach schalteten die Löwen wieder einen Gang zurück. Mussten sie durchschnaufen oder waren sie sich bewusst, auf einmal wieder etwas zu verlieren zu haben und agierten sie deswegen etwas gehemmter?

Die Aura eines Sieges lag über Giesing

Durch die tolle Offensivleistung der Mannschaft, fühlten die 7.500 Zuschauer im Stadion, dass die Überraschung gegen den Tabellenzweiten im Bereich des Möglichen lag. Auch in unserem Ticker waren wir sicher, dass da was gehen könnte:

Im Liveticker waren wir zuversichtlich, dass die Löwen noch was reißen könnten.

Die Betzebuben begannen nun ihrerseits eine Abwehrschlacht. Es war klar zu erkennen, dass Trainer Antwerpen die Devise ausgegeben hatte, Beton anzurühren und einen Punkt aus Giesing mitzunehmen. Aber nicht mit den Löwen von gestern Abend! Sechzig bestimmte das Spiel bis auf wenige Phasen, in denen die Gäste für Entlastung sorgen konnten. Man sah einfach, dass die Löwen dieses Spiel gewinnen wollten. In der 86. Minute war es dann soweit. Tallig setzte Goden wunderbar am langen Eck ein, der den Ball nur noch in die Maschen zu schieben brauchte. Erlösung in Giesing! Grenzenloser Jubel auf den Tribünen! Sechzig hielt in der Schlussphase gut dagegen und ließ sich den ersten Sieg gegen eine Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel in dieser Saison nicht mehr nehmen! “Löwen wir sind stolz auf Euch”, schallte es während der Ehrenrunde durch’s Stadion. Das haben sie sich verdient!

Wäre das Spiel auch ohne den frühen Gegentreffer so gelaufen?

Diese Frage ist natürlich seriös nicht zu beantworten. Aber mir erscheint es immer so, dass die Mannschaft gehemmt agiert, wenn sie etwas zu verlieren hat. Sowohl innerhalb eines Spiels als auch im gesamten Saisonverlauf. Gestern konnte sie sogar die absurde Sperre von Richy Neudecker wegstecken. Also spielen wir weiter um die goldene Ananas und nehmen das Druck erzeugende A-Wort nicht mehr in den Mund.

Am Goden Bleiben, Löwen!

Am Freitag kommt der SC Verl, der aktuell auf einem Abstiegsrang liegt, nach Giesing. Wenn ich mir die Gespräche nach dem Spiel so angehört habe, sind die drei Punkte eh schon im Sack. Dann geht es zu Viktoria Berlin, die aktuell in einer ziemlichen Negativspirale stecken. Die drei Punkte sind auch schon eingerechnet bei so manchem Löwenfan. Dann kommt der sprichwörtliche Brasilianer, wir steigen auf und machen dann einen Durchmarsch in die Bundesliga. Ich sage Euch, dreht nicht durch Löwen! Bleibt auf dem Goden! Endlich gegen einen “Großen” gewonnen, lasst uns das feiern und keine Wolkenkuckucksheime bauen.

 

 

 

 

Überragend: TSV 1860 besiegt Kaiserslautern nach frühem 0:1!

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1860 schlägt Kaiserslautern

Krachend gescheitert. Konditionell schwach. Zu schlecht auf der Bank. Was hat man in den letzten Wochen nicht alles über die Löwen lesen müssen? Nach dem 3:1 in Zwickau legte der TSV 1860 heute gegen Kaiserslautern nach und besiegte die Pfälzer in einer temporeichen Partie durch ein spätes Tor des eingewechselten Kevin Goden. Münchens große Liebe verbessert sich damit auf den 7. Tabellenplatz.

Horror-Start nach 90 Sekunden

Dabei hätte die Partie katastrophaler nicht beginnen können. Bereits nach 90 Sekunden wollte Salger einen Rückpass auf Hiller spielen, übersah dabei jedoch Wunderlich. Der Routinier spritzte dazwischen, umspielte Hiller und netzte zum 0:1 ein. Ganz, ganz bitter – aber auch der Startschuss für einen legendären Fußballabend in Giesing.

Sechzig nahm den Kampf an, agierte extrem laufintensiv und ließ sich durch den Rückstand nicht beirren. Das, was heute Vormittag noch exzessiv trainiert worden war, wurde von der Mannschaft nahezu perfekt umgesetzt.

Bär mit Glück zum verdienten Ausgleich

In der 26. Minute war es dann endlich so weit: Biankadi zog ab, Bär fälschte den Ball mit der Hacke ab und der fand den Weg in die Maschen. Giesing bebte und das Team von Michael Köllner wurde endlich mal vom Glück begünstigt.

Sechzig spielte sich phasenweise in einen Rausch, ohne dass die Pfälzer wirklich enttäuschten. Die 7.500 Zuschauen im Grünwalder Stadion sahen ein fantastisches Drittligaspiel mit Highlights hüben wie drüben.

1860 besiegt Kaiserslautern spät

Mitte der 2. Halbzeit zog der TSV 1860 teilweise ein Powerplay auf, während Kaiserslautern alle Hände voll zu tun hatte, sich der Offensivkraft der Löwen zu erwehren. Erst nach 70 Minuten fanden die Pfälzer wieder besser in die Partie, während Sechzig plötzlich die Ideen fehlten. Eine Viertelstunde vor Schluss brachte Michael Köllner mit Greilinger und Goden zwei neue Offensivkräfte – und wechselte damit den Sieg ein.

Fünf Minuten vor dem Ende ersprintete sich Bär einen Ball an der Auslinie und wurde gefoult. Den nachfolgenden Freistoß flankte Tallig an den langen Pfosten, wo Goden völlig freistehend zum 2:1 einschob und das Sechzgerstadion in ein Tollhaus verwandelte.

Wir sind die Geilsten!

Die Statistik zum Sieg

Aufstellung:
1 Hiller – 36 Steinhart, 6 Salger, 27 Belkahia, 20 Deichmann – 5 Moll, 14 Dressel, 19 Biankadi (75. 11 Greilinger) – 8 Tallig (89. 39 Morgalla) – 7 Lex (C) (75. 16 Goden), 15 Bär (90. 22 Linsbichler)

Bank:
40 Kretzschmar, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler, 34 Freitag

Tore:
0:1 Wunderlich (2.), 1:1 Bär (26.), 2:1 Goden (85.)