Beim Spiel MSV Duisburg – TSV 1860 München mussten die Löwen eine 0:1 Niederlage hinnehmen. Dennis Erdmann erwies den Gästen mit seinem Foul in der 52. Minute einen Bärendienst.
Die Löwen begannen mit drei neuen Spielern gegenüber dem Spiel gegen Haching. Salger und Willsch kehrten nach ihren Sperren zurück in die Startelf. Dafür blieben Belkahia und Lang auf der Bank. Greilinger ersetzte den gelb-gesperrten Neudecker.
In der ersten Hälfte konnten die Löwen ihr spielerisches Übergewicht nicht in Tore ummünzen. Trotz weitgehender Kontrolle über das Spielgeschehen wurden letztlich zu wenige Torchancen generiert, die beste hatte noch Stefan Lex in der 37. Minute, als sein Heber jedoch ca. einen Meter am Gehäuse vorbeiflog. Gegen Ende des ersten Durchgangs wurden die Duisburger etwas offensiver, jedoch ohne sich erwähnenswerte Torchancen zu erspielen.
Die zweite Halbzeit begann ähnlich und verlief größtenteils ereignislos, bis Erdmann in einem nicht sehr lichten Moment Bouhaddouz in der 52. Minute so lange und fest ohne Aussicht auf den Ball im 16er umklammerte, dass dieser zu Boden ging und es folglich Elfmeter für Duisburg und Rot für Erde gab. Stoppelkamp brachte die Hausherren per Elfmeter mit 1:0 in Führung.
Die Löwen schafften es in Unterzahl nicht mehr, merklich gefährlich vor das Tor der Zebras zu kommen, sodass das Spiel MSV Duisburg – TSV 1860 München folgerichtig mit einer 0:1 Niederlage für die Gäste endete. In der Tabelle liegen die Löwen nun auf Platz 6.
Herzlich willkommen zum Liveticker bei der Partie MSV Duisburg – TSV 1860 München!
Platz 14 gegen Platz 6
Am 27.Spieltag der Saison 2020/21 trifft der TSV 1860 München auswärts in der MSV Arena auf den MSV Duisburg, sechzger.de begleitet das Spiel wie gewohnt im Liveticker für euch. Neben allen Spielereignissen gibt es auch Bilder aus Duisburg.
Michael Köllner wird in jedem Falle Veränderungen im Vergleich zum Spiel gegen Unterhaching vornehmen müssen. Richard Neudecker sah seine fünfte gelbe Karte und Daniel Wein fällt weiterhin mit Adduktorenbeschwerden aus. Nach absolvierter Sperre kehren Stephan Salger und Marius Willsch voraussichtlich in den Kader zurück.
Wo könnt ihr neben unserem Liveticker das Spiel MSV Duisburg gegen den den TSV 1860 München live verfolgen?
Die Löwenfans dürfen sich freuen. Wie wir euch bereits berichtet haben, wird das Spiel live im Free-TV und im Stream vom BR übertragen.
Magenta Sport zeigt die Partie außerdem wie gewohnt ebenfalls im Fernsehen und im Stream für ihre Kunden.
Der Vorbericht zum Spiel der Löwen bei den Meiderichern
Heute gibt es für unsere Löwen, etwas gut zu machen… Nein, der heroisch erkämpfte Sieg gegen Unterhaching am letzten Freitag ist nicht schon wieder vergessen! Der Blick geht etwas weiter zurück. Und zwar auf den 31. Oktober des letzten Jahres. Am 8. Spieltag der laufenden Saison brachte der MSV Duisburg dem TSV 1860 nämlich die zweite Heimniederlage in Serie bei. Waren wir aber zehn Tage zuvor noch gegen das damalige Spitzenteam aus Saarbrücken knapp unterlegen, bedeutete die ernüchternde 0:2-Schlappe gegen die Zebras einen überhaupt nicht erwarteten Punktverlust gegen einen damals extrem angeschlagenen Gegner. Eine ganz bittere Pleite an einem sonnigen Herbstnachmittag vor – natürlich – leeren Giesinger Rängen.
Die Bilanz zwischen zwei Bundesligagründunsgmitgliedern
Da das Hinspiel gegen die Meidericher am letzten Tag im Oktober 2020 also in die Hose ging, warten wir weiterhin auf den insgesamt 25. Triumph über den MSV in der Löwenhistorie. Im Vorbericht zum Heimspiel wurde die verschiedenen Optionen vorgestellt und leider entschied sich das Schicksal dann für die 15. Niederlage gegen diesen Gegner. Ihr stehen 14 Punkteteilungen und – wie erwähnt – bereits stolze 24 Siege gegenüber. Zum 54. Mal stehen sich die beiden Bundesliga-Gründungsmitglieder heute also gegenüber. Zum 24. Mal an der Wedau, von wo 1860 neun Mal einen Sieg mit nach Hause bringen konnte.
Löwenfans in Duisburg: Gestern (und zwar am 5. Mai 1995 nach einem 1:1)……und Heute (am 19. September 2019 bei einer 1:2-Niederlage)
Aktueller Saisonverlauf
Die vor und auch noch nach dem Hinspiel dramatische sportliche Lage der Zebras hat sich mittlerweile deutlich verbessert. Nach dem Sieg im Sechzgerstadion wartete man in Duisburg sechs Wochen und acht Drittligaspiele auf den nächsten Dreier. Im Frühling 2021 hat sich das Team allerdings gefangen. Mit einer breiten Brust durch drei in Serie eingefahrene Siege ging der MSV in das Nachholspiel in Saarbrücken am Mittwoch dieser Woche. Dort trafen die zwei „Mannschaften der Stunde“ aufeinander. Für die Zebras endete allerdings der Lauf und sie kamen mit 1:4 unter die Räder. Vielleicht – aus unserer Sicht – zum genau richtigen Zeitpunkt?
Viele Trainerwechsel
Auf der Duisburger Trainerbank hat sich in dieser Saison schon einiges getan. Nachdem am 10. November 2020 Torsten Lieberknecht seinen Hut nehmen musste (der Sieg bei uns hatte ihm den Arbeitsplatz nur für weitere elf Tage retten können) übernahm für eine Niederlage gegen Türk Gücü im Olympiastadion Co-Trainer Marvin Compper interimsmäßig. Tags darauf wurde Ex-Löwe Gino Lettieri präsentiert. Ihm gelangen jedoch in gut zwei Monaten und zwölf Spielen nur magere zwei Siege und vier Unentschieden, sodass die Verantwortlichen sich erneut zum Handeln gezwungen sahen. Nach einer 1:3-Pleite in Zwickau Ende Januar übernahm erneut eine Interimslösung: NLZ-Leiter Uwe Schubert führte die Zebras zum wichtigen Sieg im Kellerduell gegen den VfB Lübeck.
Am 2. Februar wurde dann ein großer Name auf der Trainerbank präsentiert: Pavel Dotchev, der selbst wiederum erst am 24. Januar bei Viktoria Köln entlassen worden war. Wildes Trainerkarussel in der 3. Liga. Dem neuen Mann an der Seitenlinie kam dann der Winter sehr entgegen: Stattliche 18 Tage lang konnte er seine neue Mannschaft auf das nächste Spiel vorbereiten. Die Reisen nach Saarbrücken und nach Halle fielen dem Wetter zum Opfer. Als es für Dotchev endlich ernst wurde, fuhr er gleich die oben schon angesprochenen zwei Siege ein, ehe man am Mittwoch in Saarbrücken erstmals unter den Fittichen des Bulgaren den Kürzeren zog.
Wirtschaftliche Probleme
Mit finanziellen Problemen kennt man sich dort, wo die Ruhr in den Rhein fließt gut aus: Schon im Sommer 2013 ging es den Zebras ähnlich, wie unserem Verein 31 Jahre zuvor und man erhielt keine Lizenz für die folgende Saison in der 2. Bundesliga. “Noch ernster als die Lage 2013,” bezeichnete Präsident Ingo Wald die finanzielle Situation des MSV im Mai letzten Jahres. Sportlich stand der Verein damals noch auf dem Spitzenplatz der 3. Liga, verspielte aber nach der Wiederaufnahme des Betriebs bekanntlich den Aufstieg. Anfang Dezember wurde dann über eine Finanzlücke zur Finanzierung der aktuell laufenden Saison berichtet. Bis 21. Januar hieß es, müsse diese Lücke geschlossen sein.
Und das gelang: Einen Tag vor Ablauf der Frist wurde vermeldet, dass man mit Hilfe eines Vereinspartners eine Nachlizensierung beim DFB erreicht habe und die aktuelle Saison gesichert sei. Mit geholfen hatten dabei auch die leidgeprüften Fans: 4.000 virtuelle Dauerkarten waren von diesen erworben worden. Eine Insolvenz nach der laufenden Saison wird aber weiterhin nicht ausgeschlossen. Aktuell will man allerdings wohl erstmal die sportlichen Probleme in Form des drohenden Abstiegs in die Regionalliga so schnell wie möglich beseitigen.
Hupkonzerte vor dem Stadion
Die Unterstützung seiner Fans ist dem MSV Duisburg auch dabei gewiss. Bei den Meiderichern gibt es neuerdings eine besondere, Corona-bedingte Form des Supports: Was am 27. Januar, am Tag nach der schon erwähnten Niederlage in Zwickau noch als Ausdruck wütender Proteste der Fans zum Wachrütteln von Mannschaft und Verantwortlichen begann, wandelte sich vier Tage später zur Unterstützung des Teams: Ein Hupkonzert vor dem Stadion. Beim extrem wichtigen Abstiegsduell gegen Lübeck fanden sich erneut rund 400 Fans in ihren PKWs auf dem Parkplatz vor der “Schauinsland-Reisen”-Arena ein – und hupten ihr Team drinnen zum Sieg.
Auch beim nächsten Kellerduell gegen die Münchner Vorstädter fand sich die gleiche beachtliche Anzahl an Fans ein und behupte einen allerdings reichlich glücklichen 2:1-Erfolg. Mal sehen, ob auch heute wieder gehupt wird. Michael Köllner würde derlei Aktivitäten durchaus positiv bewerten. In der LÖWENRUNDE am Donnerstag meinte er auf sechzger.de-Nachfrage augenzwinkernd: „Das feuert uns ja vielleicht auch an. Wenn welche draußen hupen, dann sind das ja keine Zebras, die rumspringen, sondern das kann ja am Ende auch den Löwen zu großen Taten befähigen.“
Hier werden sie sich wohl einfinden, die hupenden Fans
Der gewohnte Liveticker heute vielleicht ein wenig anders als sonst
Erstmalig in dieser Saison haben wir leider keinen Vertreter von sechzger.de bei einem Gastspiel der Löwen im Stadion. Unseren gewohnten Service in Form des Livetickers mit Infos und Fotos von vor Ort können und wollen wir Euch dennoch anbieten. Klickt Euch heute Nachmittag einfach mal rein und schaut, was unser Mann in Duisburg aus der Situation macht, dass er sich womöglich unter hupende Fans mischen muss.
Im Folgenden dokumentieren wir die Stellungnahme der Münchner Löwen.
Habt ihr den Knall nicht gehört?
Am vergangenen Freitag fand mal wieder ein Spiel unserer Löwen statt, ohne dass wir Fans im Stadion sein konnten. Was für ganz Fußballdeutschland/-europa traurige Realität ist, wollen viele Vereine nicht wahrhaben: Fußball ohne Fans ist kein echter Fußball!
Jedoch besitzt der Profifußball in Deutschland bereits eine Sonderrolle während der Pandemie. Statt dies in Demut zu honorieren, wird das Ganze mittels Eventisierung und Vermarktung maximal ausgeschlachtet. All diese Entwicklungen stehen im größtmöglichen Kontrast zu den vorherrschenden gesellschaftlichen Einschränkungen und Umweltbedingungen des Vereins. Die ganze Stadt, insbesondere Giesing, der eigentliche Mittelpunkt unseres Vereins, steht seit einem Jahr still: Die Boazn, der Einzelhandel, ja selbst die Laufhäuser sind geschlossen. Nur das 90-minütige Fußballspiel findet alle zwei Wochen völlig losgelöst und surreal zum Umfeld statt.
Statt diesen Ist-Zustand zu akzeptieren, versucht auch unsere KGaA, Partien gegen Ingolstadt und Haching zu emotionalen Derbys hochzuspielen, um dann über „Geistertickets“ sowie eine Zaunfahnenaktion die Fans weiter hauptsächlich kommerziell mit einzubeziehen und eine nicht stattfindende Rückkehr zum Normalzustand zu suggerieren bzw. voranzutreiben.
Das ist in unseren Augen aufgrund mehrerer Gesichtspunkte unpassend. Zum einen werden so die Geisterspiele normalisiert, gewöhnliche Punktspiele ohne Fans eventisiert und zu Marketingzwecken hochstilisiert. Zum anderen ist für uns das Aufhängen von Zaunfahnen im leeren Sechzgerstadion äußerst befremdlich. Unserem Verständnis nach sind Fans und Fahnen untrennbar miteinander verbunden und eine ohne Präsenz aufgehängte Fahne ist keinesfalls ein Ersatz für die Löwenfans im Stadion. Letztendlich dient dies einer aus unserer Sicht nicht hinnehmbaren Etablierung der ohnehin hochumstrittenen Geisterspiele in einer weltweiten Pandemielage.
Diese Kritik geht Hand in Hand mit derer an den Geistertickets. Während der Profifußball in der privilegierten Situation ist, seinem Alltagsgeschäft nachzugehen und dabei allerlei Sonderrechte genießt, gibt es Vereine, die es unter dem Deckmantel scheinbarer Solidarität mit den Fans immer weiter auf die Spitze treiben. Statt sich seiner sozialen Verantwortung und der Ausnahmelage bewusst zu sein, wird durch Marketing und Treueschwüre rücksichtslos und egozentrisch möglichst viel Kapital generiert und die Sonderrolle mutmaßlich überbeansprucht, von jeglicher Verantwortung gegenüber den eigenen Fans und dem Umfeld ganz zu schweigen.
Die Geisterticket-Aktion gaukelt eine Normalität der absolvierten Geisterspiele vor und misst Treue von Fans in einer ausschließlich monetären Größe, ungeachtet der finanziell schwierigen Lage in großen Teilen der Gesellschaft und somit auch der Anhängerschaft.
Jedem, der unseren Verein im Herzen trägt, ist bewusst, dass seitens des Vereins eine gewisse Kreativität notwendig ist, um eine solch neue und schwierige Situation zu meistern. Dennoch lautet unser Fazit: Die Vereine müssen sich ihrer Privilegien in der Ausnahmesituation Bewusst werden, soziale Verantwortung gegenüber ihrem Umfeld übernehmen, aufhören, Geisterspiele künstlich zu vermarkten und die Entfremdung zwischen Fans und Verein voranzutreiben – für eine nachhaltige, solidarische und gesamtgesellschaftliche Lösung! Fußball, wie wir uns ihn wünschen ist erst wieder, wenn das Stadion uneingeschränkt durch Fans besucht werden kann. Nichts kann die Fans im Stadion ersetzen.
Fußball gehört den Fans!
Münchner Löwen im März 2021
Guten Abend, Löwenfans! Der Freitag ist geschafft und wir starten gemeinsam in das Wochenende. Bevor sich morgen alles um das Gastspiel des TSV 1860 in Duisburg dreht, gab es auch heute wieder einige Meldungen, die wir euch in Sechzig @18:60 zusammenfassen.
Heute vor 20 Jahren
Ihr täuscht euch, wenn ihr hier jetzt einen weiteren Bericht aus der Kategorie Historische Spiele erwartet. Vielmehr trafen sich einige hundert Löwenfans vor 20 Jahren im Hofbräukeller und lauschten der Vorstellung der Pläne von Manni Schwabl für einen Umbau des Grünwalder Stadions. Damals wie heute ein aktuelles Thema. Hätte man sich damals schon anders entschieden, wäre uns einiges erspart geblieben. Aber leider kann von uns niemand die Zukunft voraussagen…
Die TAKTIKTAFEL
Kurz danach ging unsere TAKTIKTAFEL online und zeigt uns, wie der MSV Duisburg morgen zu knacken ist bzw. worauf unsere Jungs morgen besonders achten müssen. Dabei spielt auch ein Ex-Löwe eine entscheidene Rolle.
Bei dieser Gelegenheit haben wir entdeckt, dass auch in Duisburg ein Taktikfuchs zu finden ist. Um genau zu sein gibt es sogar mehrere, die sich das Revier offensichtlich teilen. Neben den Usern Pawel und Schimanski im MSV-Forum betreiben die Jungs vom Podbolzer eine Facebook-Seite und einen Youtube-Channel, in dem sich alles rund um den MSV Duisburg (aber auch Rot-Weiss Essen) dreht. Reinhören und -lesen lohnt sich!
Expertentipp
Wie bereits heute morgen angekündigt, haben wir einem Ex-Löwen einen Tipp für die morgige Partie entlocken können. Es handelt sich um Benjamin Kindsvater. Wie Benni tippt und wo er inzwischen Fußball spielt, erfahrt ihr hier.
Trikots für die Damen des TSV 1860
Grund zur Freude gab es bei der Frauenmannschaft des TSV 1860 München. Auch wenn aktuell noch nicht an einen Trainings- oder gar Spielbetrieb zu denken ist, konnte man die neuen Trikots in Empfang nehmen. Der Hauptförderer des Frauenfußballs beim TSV 1860 München, die Bayerische, ist neben den Ärzten Back und Blume auch Sponsor auf dem Trikot der Damen. Obendrein gab es zum optimalen Verstauen zwei Koffer vom Fanclub Blutgruppe1860.
Wir hoffen, dass ihr bald das erste Spiel in eurem neuen Gewand absolvieren dürft!
die Bayerische bleibt Digitalpartner des TSV 1860 eV
Auch die nächste Meldung dominiert unser Hauptsponsor. Der Vertrag mit dem “digitalen Löwen” wurde verlängert. Einen solch verlässlichen Partner an der Seite zu haben, kann einfach nur von Vorteil sein. 🙂
1860 Spende für das Klinikum Fürstenfeldbruck
Freuen durfte sich auch das Klinikum Fürstenfeldbruck über eine Geldspende der Firma Lutzeier. Anlass dafür war ein Geschenk von Philipp Steinhart an seinen Freund Eckart Lutzeier. Er überreichte ihm ein signiertes Weihnachtstrikot mit den Unterschriften der gesamten Mannschaft. Diese Freude wollte Lutzeier mit anderen teilen und entschied sich zu einer symbolischen Spende in Höhe von 1.860€. Obendrauf gab es auch noch 1.200 FFP2-Masken. Löwenstarke Aktion!
News aus der 3.Liga
Geldstrafen für Kaiserslautern und Lübeck
Fußball in der 3.Liga in Zeiten der Corona-Pandemie ist nur mit einem extra entwickelten Hygiene-Konzept möglich. Aufgrund von Verstößen gegen die Vorgaben müssen nun der 1.FC Kaiserslautern und der VfB Lübeck jeweils 5.000€ Strafe zahlen. Während in Lautern nach dem Derbysieg gegen Waldhof Mannheim zu überschwänglich mit den Fans gefeiert wurde, gab Lübeck nach einigen Corona-Fällen im Mannschaftskreis Verstöße während einer eigenen Übungseinheit zu.
Rostock schon bald vor Zuschauern?
Schon in gut zwei Wochen könnte es in Rostock wieder ein Heimspiel mit Zuschauern geben. Das berichtet zumindest liga3-online. Ginge es nach Rostocks Oberbürgermeister, dürfte der aktuelle Tabellendritte am 29.Spieltag beim Duell mit dem Halleschen FC 3.000 Zuschauer in das Stadion lassen. Ermöglicht werden soll das Ganze mit Nutzung der App “Luca” und Schnelltests vor dem Stadioneinlass. Die endgültige Entscheidung liegt allerdings bei den zuständigen Behörden. Es wäre das erste Spiel mit Zuschauern seit dem zweiten Lockdown im November in ganz Deutschland.
Es war am 27.05.2018, als der kurz zuvor eingewechselte Benjamin Kindsvater in der 67. Minute zum Solo ansetzte und im Strafraum gefoult wurde. Ein Pfiff, Elfmeter, 1:2. Der Rest ist Geschichte und die Löwen seit diesem Tag Drittligist. Für unseren heutigen Expertentipp erreichten wir unsere ehemalige Nummer 16 in der Slowakei, wo Kindsvater mittlerweile beim FC Nitra kickt.
Expertentipp mit Benjamin Kindsvater
Doch nicht nur in der Relegation sorgte der gebürtige Trostberger für einen besonderen Moment. Ziemlich genau ein Jahr später, am 11.05.2019, stand der technisch starke Flügelspieler erneut im Fokus. Diesmal empfingen die Löwen Fortuna Köln zur vorentscheidenden Partie um den Klassenerhalt im Grünwalder Stadion. Ein Sieg musste her und Benjamin Kindsvater legte mit seinem sehenswerten 1:0 den Grundstein dafür (siehe Video unten).
2017 war der heute 28-Jährige von Wacker Burghausen nach Giesing gewechselt, zum Zeitpunkt seiner Vertragsunterschrift war der TSV 1860 noch Zweitligist. Kindsvater hielt trotz des Doppelabstiegs an seinem Wechselwunsch fest und schnürte in der Folge in der Regionalliga Bayern für die Löwen seine Fußballstiefel. Als Teil des Aufstiegsteams hat er sich einen Platz in den Geschichtsbüchern des TSV gesichert und erzielte in seinen 64 Ligaspielen für die Löwen sechs Tore.
Neuanfang in der Slowakei
Mit Ablauf der Saison 2019/20 endete auch Kindsvaters Engagement bei 1860. Die Löwen verlängerten den Vertrag des quirligen Offensivspielers nicht und so musste er sich mehrere Monate privat fit halten, ehe er Ende Januar 2021 einen Vertrag beim FC Nitra unterschrieb. Der slowakische Erstligist wurde kürzlich von deutschen Investoren übernommen und soll zu einem “Mini-Ajax in Osteuropa” aufgebaut werden.
Die Löwen hat Kindsvater indes nicht aus den Augen verloren und verfolgt das Geschehen an der Grünwalder Straße interessiert. Für das Auswärtsspiel beim MSV Duisburg ist er optimistisch. Sein Expertentipp: Der TSV 1860 gewinnt an der Wedau mit 2:0! Torschützen: Sascha Mölders und ein Meidericher per Eigentor.
Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem Spiel unseres TSV 1860 München beim MSV Duisburg.
Die seit dem Trainerwechsel von Gino Lettieri auf Pavel Dotchev, den wir zu seiner Zeit bei Viktoria Köln interviewen durften, recht ordentlich aufspielenden Duisburger mussten unter der Woche gegen den 1.FC Saarbrücken einen herben Dämpfer in Form einer 1:4 Niederlage hinnehmen. Aber auch in diesem Spiel, das Saarbrücken mehr aufgrund seiner Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor als durch tatsächliche Überlegenheit gewinnen konnte, war eines ganz klar zu erkennen. Duisburg ist vor allem im Spiel nach vorne ein nicht zu unterschätzender Gegner, den der TSV 1860 München nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte.
Statistische Werte des MSV Duisburg
Ballbesitz 47%
Passgenauigkeit 79%
Defensive Zweikampfquote 59%
Flankengenauigkeit 25%
PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 12,2
Wie spielt der MSV?
Vom anfangs der laufenden Saison noch hauptsächlich gespielten 4-1-4-1 System hat man schon vor dem Trainerwechsel zum defensiv kompakteren 4-2-3-1 ungeschwenkt. Seither steht die Defensive der Zebras viel sicherer auf dem Feld. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass der Ballbesitz nun öfter im Mittelfeld zugunsten der Zebras wechselt und die Meidericher mehr als zuvor Spielanteile in der gegnerischen Spielfeldhälfte bekommen.
Eine bevorzugte Angriffsseite kann man bei dem Team aus Duisburg nicht feststellen. Mit 33% über links, 32% durchs Zentrum und 35% über rechts ist die Angriffsverteilung bei den ausgespielten Positionsangriffen in etwa gleich. Im Angriff spielen die Zebras also äußerst variabel.
Auch hat der MSV dazu definitiv die richtigen Spieler. Auf diese Schlüsselspieler gehe ich wie üblich weiter unten genauer ein.
Was bedeutet variabel in der Offensive im Falle des MSV Duisburg genau?
Nun, die Offensivspieler der Zebras bringen, je nachdem wo der Gegner in der Defensive Lücken lässt, die Bälle mit allen möglichen Mitteln in die Box des Gegners. Hohe Flanken, flache Flanken, Dribblings von beiden Seiten über die Halbpositionen, Steilpässe im Zentrum. Alles was das “Playbook” hergibt, wird von den Zebras situationsabhängig genutzt. Abgesehen von der vernichtenden kurzen Phase in dem Spiel unter der Woche gegen Saarbrücken, als Duisburg das Spiel quasi herschenkte, waren die Duisburger über mindestens zwei Drittel der Spielzeit ein für Saarbrücken mindestens ebenbürtiger, wenn nicht sogar streckenweise überlegener Gegner. Es zeigen auch die letzten drei Spiele davor, die der MSV alle gewinnen konnte, dass man mit den Meiderichern in der jetzt langsam beginnenden Schlussphase der Saison durchaus rechnen muss.
Wenn die Sechzger defensiv nicht höchst wachsam bleiben, kann es diesmal gegen Duisburg ein noch schlimmeres Ende nehmen als im Hinspiel. Der im Aufwind befindliche MSV wird am Samstag, nach dem durchaus guten Spiel am Mittwoch, das gegen Saarbrücken mit 4:1 erstens zu hoch und zweitens auch ein wenig unglücklich verloren wurde, sicherlich mit Schaum vorm Mund in der heimischen MSV Arena auflaufen und den Löwen alles Abverlangen.
Stärken und Schwächen des Systems 4-2-3-1
Letzte Woche habe ich diese Stärken und Schwächen ausführlich behandelt. Heute gibt es deshalb wieder nur Stichpunkte.
Stärken
– kompakt im Zentrum und vor der Box gegen den Ball
– auch gegen Systeme mit mehr als einem Stürmer sicher
– variabel beim Spielaufbau
– offensiv schwer ausrechenbar
Schwächen
– Anfällig und laufintensiv gegen variables Flügelspiel mit Seitenwechsel
– in der Offensive ist viel Mittelfeldunterstützung für den Stürmer nötig um Gefahr zu kreieren
Schlüsselspieler
Torwart Leo Weinkauf (#1) ist einer der drei besten Torhüter der Liga. Seine Reaktionsschnelligkeit haben wir aus dem Hinspiel noch in schmerzlicher Erinnerung. Der 1,98 m große Keeper der Zebras ist in allen wichtigen Kategorien seiner Zunft als mindestens gut zu bewerten.
Innenverteidiger Vincent Gembalis (#26) ist mit einer defensiven Zweikampfquote von über 75% einer der herausragenden Innenverteidiger der 3. Liga.
Connor Krempicki (#6), eigentlich im offensiven Mittelfeld zuhause, ist für den verletzten Wilson Kamavuaka in die Schaltzentrale der Doppelsechs gerückt. Kamavuaka plagen Rückenprobleme. Ob er am Samstag einsatzfähig ist oder nicht, entzieht sich meiner Kenntnis. Krempicki bringt mit seinem Offensivdrang als sogenannter “Regista” spielend viel Kreativität aus der Tiefe mit ins Spiel der Duisburger. Fuchs sichert bei seinen Ausflügen nach vorne gut für ihn ab.
Moritz Stoppelkamp (#10) sollte allen Lesern aus seiner Zeit beim TSV 1860 München noch gut im Gedächtnis sein. Seine Qualitäten im Offensivspiel sind unbestritten. Ihn unter Kontrolle zu bringen ist eine der wichtigsten Aufgaben für die Löwendefensive.
Der Neuzugang aus Sandhausen Aziz Bouhaddouz (#39) im Sturm ist ein mit allen Wassern gewaschener, routinierter und technisch sehr guter Mittelstürmer. Der 33-Jährige weicht dann und wann gern auf den Flügel aus und rotiert im Spiel mit seinen Offensivkollegen. Sowohl im Abschluss als auch als Vorlagengeber ist er eine “tödliche” Waffe.
Fazit: Kann 1860 gegen den MSV Duisburg drei Punkte einfahren?
Es wird ein heißer Tanz in der Wedau. Duisburg strebt von den Abstiegsplätzen dem Mittelfeld entgegen, der TSV 1860 hingegen will den Anschluss zur Spitze nicht verlieren.
Höchste Konzentration in der Arbeit gegen den Ball sehe ich als wichtigstes Rezept dafür an. In erster Linie geht es darum, auswärts keine Niederlage einzufahren. Ob es ein Sieg werden kann, hängt wie immer von der Verwertung der sich bietenden Chancen ab. Wenn der TSV 1860 München es schafft vor dem Tor von Duisburg ähnlich kaltschnäuzig wie gegen Haching zu agieren, sind auch drei Punkte drin.
Es muss jedoch jedem klar sein, dass vor allem für den MSV Duisburg mit der Ankunft von Trainer Pavel Dotchev die Karten neu gemischt wurden. Der Coach kitzelt zuvor ungesehene offensive Kreativität aus dieser Mannschaft heraus. Das Duisburg 2021 unter Pavel Dotchev ist nicht mit dem Duisburg 2020 unter Torsten Lieberknecht zu vergleichen.
Hoffen wir auf ein gutes Spiel unserer Löwen, die wie immer top vorbereitet und auch ein wenig frischer als der Gegner ins Match gehen werden. Coach Michael Köllner wird der Mannschaft das richtige taktische Rezept mit an die Hand geben. Drei Punkte sind möglich, aber sicherlich keine Plichtaufgabe. Es wird ein sehr hartes Stück Arbeit.
So könnte der MSV Duisburg am Samstag gegen den TSV 1860 beginnen
Scheiss-Olympia, Fahne der TSV 1860 Fans im Hofbräukeller
Vor 20 Jahren: TSV 1860 bald wieder im Sechzgerstadion – die Schwabl Pläne im Hofbräukeller
Am 05. März 2001 präsentierte Manfred Schwabl seine Umbaupläne für das Sechzgerstadion im Hofbräukeller. Anwesend waren u.a. vom TSV 1860 Heinzi Wildmoser jr. – und rund 600 Löwenfans.
Präsentation der Umbaupläne für´s Sechgzerstadion von Manni Schwabl
Richtungsweisend für den TSV 1860 München
Das Jahr 2001 sollte richtungsweisend sein für die Geschichte des TSV 1860 München. Die Löwen spielten seit 1995 im Olympiastadion. Obwohl man im Vorjahr die erfolgreichste Saison seit Jahrzehnten gespielt hatte, war der Zuschauerschnitt in der Saison 2000/01 von 32 671 auf 27 982 gesunken. Inkl. eines ausverkauften Derbies gegen den FC Bayern wohlgemerkt.
Umbaupläne Olympiastadion am Vetorecht des Architekten gescheitert
Die Umbaupläne für das Olympiastadion waren am Vetorecht des Architekten Behnisch gescheitert. Dieses läuft übrigens noch bis ins Jahre 2080. Dass das “Oly” nicht die Zukunft des TSV 1860 sein könnte, war nahezu jedem klar.
Scheiss-Olympia, Fahne der TSV 1860 Fans im Hofbräukeller
Letztlich standen – nicht zuletzt wegen der horrenden Grundstücks- und Erschließungskosten für ein Fußballstadion in München – nur zwei Optionen im Raum. Ein gemeinsames Stadion des TSV 1860 mit dem FC Bayern oder der Umbau des Sechzgerstadions.
Ausgerechnet der heutige Präsident der SpVgg Unterhaching und ehemalige Bayern-Spieler Manfred „Manni“ Schwabl war es, der den Löwenfans mit seinem Modell bzw. Umbauplänen für ein ausgebautes Sechzgerstadion Mut machte. Zu dieser Zeit hatte er u.a. eine Baufirma. Zur Vorstellung hatte er in den Hofbräukeller München geladen – verbunden mit einer Podiumsdiskussion.
Die Vorstellung der Schwabl-Umbaupläne im Hofbräukeller
Zur Vorstellung im Hofbräukeller waren an diesem Tag rund 600 Löwenfans gekommen. Von Seiten des TSV 1860 Geschäftsführer Detlef Romeiko und Heinzi Wildmoser jr – sein Vater Karl-Heinz Wildmoser hatte es vorgezogen, der Veranstaltung fernzubleiben.
Der Verlauf des ganzen Abends ist in einem Artikel von der der Süddeutschen Zeitung so schön wiedergegeben, dass es vollkommen ausreichend ist, ihn hier zu verlinken.
Drei Passagen daraus sind jedoch auch 20 Jahre später noch erwähnenswert.
Süddeutsche Zeitung, Zitat 1:
Das Grünwalder Stadion soll zu einer überdachten Fußballarena umgebaut werden, der Mythos des Vereins am alten Spielort wiederbelebt werden, wo der Aufstieg von der Bayern- in die Bundesliga gelang.
Zitat 2:
die Stadt kategorisch gegen eine Bundesliga-Spielstätte in Giesing sei
Last but not least – Zitat 3:
Deshalb sei der Bau einer Großarena an einem neuen Standort ohne Alternative. “Gehst du zu den Bayern und bettelst im Fall des Falles darum, in ihrem Stadion spielen zu dürfen?”, ruft Wildmoser seinem Rivalen Schwabl zu.
20 Jahre später
20 Jahre später ist bekannt, wie die Geschichte ausging. Der TSV 1860 München entschied sich für einen Stadionbau mit dem FC Bayern. Finanziell konnte der Verein es nicht stemmen und musste sich zuerst Geld vom Lokalrivalen leihen und diesem später die Anteile verkaufen. Für 11 Millionen Euro verkauften die Löwen 50% an einem Stadion, welches mit 340 Millionen Gesamtkosten taxiert wird. Alleine die Allianz zahlt rund 6 Millionen Euro jährlich für die Namensrechte.
Zur Krönung mussten die Löwen weiter in der für sie überdimensionierten Allianz Arena spielen. Wie die Geschichte weiter geht, ist bekannt.
Rückwirkend betrachtet: Schwabl Umbaupläne nur eine weitere Episode im Stadionkampf
Rückwirkend betrachtet ist der Abend im Hofbräukeller nur eine weitere Episode von sehr vielen aus inzwischen über 26 Jahren Kampf um´s Sechzgerstadion. Vor fast exakt einem Jahr gab es anlässlich des 25jährigen “Jubiläums” eine Veranstaltung in der Stadionwirtschaft im Sechzgerstadion.
Mit dem heutigen Wissen kann jeder selbst beurteilen, ob seinerzeit die Vereinsvertreter oder die schon damals als “Ewiggestrigen” titulierten “Störer & Plärrer” recht hatten.
Guten Morgen, Löwenfans! Bald haben wir es wieder geschafft und wir können ins wohlverdiente Wochenende starten. Durch den Tag bringt euch wie immer sechzger.de, unter anderem steht heute wieder die TAKTIKTAFEL auf dem Programm. Der TSV 1860 fährt tatsächlich mit dem Bus zum nächsten Auswärtsspiel. Wann es los geht und was es sonst Neues gibt, erfahrt ihr jetzt bei Sechzig um Sieben.
Kritik an Biankadi
Nach dem Spiel gegen Unterhaching bekam ein Spieler des TSV 1860 trotz des Sieges ordentlich die Kritik der eigenen Fans zu spüren. Auch die Presse urteilte nicht gerade gut und fair über unsere Nummer 19. Grund genug für sechzger.de, die Gelegenheit beim Schopfe zu packen und unseren Trainer Michael Köllner darauf anzusprechen. Was er zu der Kritik zu sagen hatte und was er seinem Spieler rät, haben wir euch gestern abend zusammengefasst.
TAKTIKTAFEL
Am morgigen Samstag steht der TSV 1860 München am 27.Spieltag dem MSV aus Duisburg gegenüber. Bernd Winninger hat sich natürlich wieder mit dem Gegner befasst. Da der Trainer inzwischen (mehrfach) wechselte, ändert sich die taktische Analyse auch dementsprechend grundlegend und ist nicht mehr mit derer vom Hinspiel zu vergleichen. Der neue Trainer Pavel Dotchev hat es bereits in kurzer Zeit geschafft, seine Spiel-Philosophie auf die Mannschaft zu übertragen.
Expertentipp
Auch für das morgige Spiel sind wir wieder fündig geworden und haben einen Expertentipp für euch. Der Tipp kommt heute von einem ehemaligen Löwen, der mittlerweile im Ausland einen neuen Verein gefunden hat. Wo er nun spielt und was er für das Spiel der Löwen voraussagt, verraten wir euch heute nachmittag.
Training beim TSV 1860 und dann ab in den Bus
Vormittags steht an der Grünwalder Straße die Abschlusseinheit auf dem Programm. Nach dem Duschen steigen unsere Jungs dann in den Bus (!) und machen sich auf den Weg nach Duisburg. Wir wünschen eine gute Fahrt und unterhaltsame Stunden. Vielleicht lest ihr ja unsere TAKTIKTAFEL und seid damit bestens auf den morgigen Tag vorbereitet. 🙂
News aus der 3.Liga
Marvin Pourié beim 1.FCK im Einzeltraining
Der 1.FC Kaiserslautern steckt mitten im Abstiegskampf. Das hatte man sich in der Pfalz zu Sasionbeginn sicherlich anders vorgestellt. Nicht gerade förderlich ist es dann auch, wenn ein Stürmer mit bereits acht Saisontreffern aufgrund von Fitnessrückstand einzeln trainineren muss. Außerdem soll der Ex-Löwe bei Mitspielern und Trainer angeeckt sein, was ein weiterer Grund für die getroffene Maßnahme sein könnte. Mit dem Spruch seines Vaters “Komm Marvin, wir gehen” machte sich der damals 18-Jährige in Giesing unvergesslich. Nur halt nicht gerade positiv. Trainer Uwe Wolf setzte seine Drohung damals um und so kam es, dass Marvin Pourié nie mehr in einem Bus des TSV 1860 auf dem Weg zu einem Heim- oder Auswärtsspiel Platz nehmen durfte. Wenn man einen Blick auf die bisherigen Stationen des Stürmers wirft, kann man vermuten, dass es nicht gerade an den anderen liegen muss…
Lösung beim KFC Uerdingen
Bei den Krefeldern bahnt sich nach einem gefühlt ewigen Hin und Her nun doch noch eine Lösung an. Der neue Investor war zu Gast und hat sich der Mannschaft vorgestellt. Außerdem sicherte er Gelder zur Sicherung der laufenden Spielzeit zu. Na dann, wir sind gespannt, ob es nicht doch noch einmal eine Wendung beim KFC Uerdingen geben wird.
Aus dem Spiel zwischen dem TSV 1860 und der SpVgg Unterhaching am Freitag der letzten Woche ging ein Löwe – trotz des 3:1-Sieges – als gefühlter Verlierer hervor: Merveille Biankadi. Der kicker watschte ihn in seinem Spielbericht mit der Note 5 (deutlich schlechtester Akteur in blau) ab und in den Sozialen Medien bekam der 25jährige vereinzelt sein Fett in Form von scharfer Kritik ab. „Biankadi war für mich ein Totalausfall.“ „Wenn er keinen Bock hat, soll er draußen bleiben“. Dies sind nur zwei Beispiele, wie sie in den einschlägigen Löwengruppen bei Facebook während des Spiels und danach zahlreich zu lesen waren.
Die Aufgaben Biankadis gegen Haching
Diese Kritiken sind nicht nur in ihrer Tonalität irritierend, sondern auch inhaltlich. Der gebürtige Münchner hatte am Freitag ja aufgrund der Spielsystematik gegen die Vorstädter zwei Aufgaben, die er durchaus zufriedenstellend erfüllte: Den leicht nach innen versetzt hinter ihm positionierten Debütanten Niklas Lang zu unterstützen und – aufgrund der formal aufgebotenen Dreierkette in der Abwehr – gegen den Ball mit in die Abwehrkette zurück zu rücken.
Köllners Einschätzung in der LÖWENRUNDE
Sechzger.de konfrontierte Michael Köllner am Donnerstag Vormittag in der LÖWENRUNDE mit den gegen seine Nummer 19 erhobenen Vorwürfen und wollte vom Löwendompteur wissen, wie er selbst die Leistung des Winterneuzugangs – und die teilweise scharfe Kritik an ihm – bewerte. Köllners klare Antwort: „Es ist ja schön, dass sich in den sozialen Medien die Leute – meistens in anonymer Form – zu Wort melden. Am Ende ist aber die entscheidende Meinung meine. Punkt aus.“ Es sei unserer Zeit geschuldet, dass sich viele Menschen dazu berufen fühlten, etwas zu schreiben oder Noten zu vergeben, aber die Bewertung, die er seinem Schützling gebe, sei die, „dass er uns vom ersten Spiel an geholfen hat. Er ist bei uns von Anfang an ein Fixspieler, ein Basisspieler.“
Die Rolle, die Biankadi im Spiel gegen Haching hatte, war – wie Köllner bestätigte – eine andere, als in den Spielen zuvor. Mit dem Einstandstor gegen den FC Bayern und der Vorlage für Sascha Mölders gegen Ingolstadt habe der Neuzugang eine hohe Erwartungshaltung geweckt. An der werde er gemessen und man erwarte nun immer “ein Feuerwerk von ihm. Aber Merv ist ein Spieler, der sich – hoffentlich – die Dinge nicht zu Herzen nimmt.“
Der Wunsch nach etwas mehr Empathie unter den Fans
Michael Köllner kann (unberechtigte) Kritik an seinen Spielern entspannt weglächeln. Wäre schön, wenn sich der eine oder andere Kommentator im Internet so empathisch wie der Löwentrainer zeigen würde. Die oft sehr unsachliche Kritik an einem – zwar in der Öffentlichkeit stehenden, aber dennoch mit einem Recht auf respektvolle Behandlung ausgestatteten – Mitmenschen sollte manchmal einfach stecken bleiben.
Wahrscheinlich ein illusorischer Wunsch…